Kategorie-Archiv: Freies Deutsches Hochstift

Frankfurter Goethe-Haus und Gemäldegalerie des Freien Deutschen Hochstifts sind ab dem 3. August 2020 wieder geöffnet

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Das Frankfurter Goethe-Haus und die Gemäldegalerie des Freien Deutschen Hochstifts sind ab dem 3. August 2020 wieder an sechs Tagen der Woche geöffnet:

Montag, Mittwoch, Donnerstag 11 – 17 Uhr
Freitag, Samstag, Sonntag 10 – 18 Uhr
Dienstag geschlossen

 

 

Führungen werden mit einer maximalen Teilnehmerzahl von 5 Personen angeboten. Die Teilnahme an den öffentlichen Führungen ist im Eintrittspreis inbegriffen. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Öffentliche Führungen durch das Goethe-Haus finden Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag um 14 und 16 Uhr statt, Samstag und Sonntag um 10:30, 14 und 16 Uhr. Jeden 3. Sonntag im Monat wird um 15 Uhr eine öffentliche Führung durch die Gemäldegalerie angeboten. Der nächste Termin hierfür ist der 16. August. Öffentliche Familien-Führungen – jeden zweiten und vierten Samstag im Monat, jeweils 14 Uhr, – bieten einen besonderen Rundgang für Eltern und Kinder ab 5 Jahren durch Goethes Elternhaus. Die nächsten Familien-Führungen finden am 9. und 23. August statt. Die Teilnahme ist bis 18 Jahre frei.

Weitere Informationen
Telefon + 49 (0)69 138 80-0
anmeldung@freies-deutsches-hochstift.de
https://freies-deutsches-hochstift.de

Hygieneplan und Vorsorgemaßnahmen
Die Öffnung von Goethe-Haus, Gemäldegalerie und wissenschaftlicher Bibliothek sowie die Durchführung der Veranstaltungen erfolgen entsprechend eines umfassenden Hygieneplans, der nach behördlichen Vorgaben entwickelt und umgesetzt wurde. Es gelten die offiziell erlassenen Verordnungen und Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, der Bundes- und Landesregierung, des Museumsverbandes und der Behörden der Stadt Frankfurt. Die Vorsorgemaßnahmen für den Infektionsschutz umfassen eine strenge Reduzierung der zugelassenen Besucherzahlen sowie die vermehrte Reinigung von neuralgischen Punkten. Es gilt die Abstandsregel von mindestens 1,5 Metern, die Nies- und Hust-Etikette ist einzuhalten. Darüber hinaus ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes während der gesamten Dauer des Aufenthaltes verpflichtend. Dieser kann mitgebracht oder an der Kasse zum Selbstkostenpreis erworben werden. Die Besucherinnen und Besucher werden vor Ort auf die Hygienevorschriften hingewiesen. Die Kontaktdaten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Führungen und Veranstaltungen werden zur Nachverfolgung von Infektionsketten erfasst.

Frankfurter Goethe-Haus und Gemäldegalerie öffnen ab 30. Mai 2020

Goethehaus (r) u. Romanikmuseum (l), welches 2021 /22 eröffnet werden soll. © Foto: Diether v. Goddenthow
Goethehaus (r) u. Romanikmuseum (l), welches 2021 /22 eröffnet werden soll. © Foto: Diether v. Goddenthow

Das Frankfurter Goethe-Haus und die Gemäldegalerie des Freien Deutschen Hochstifts sind ab dem 30. Mai 2020 an folgenden Wochentagen wieder geöffnet: Samstag, Sonntag, Montag 10 – 18 Uhr. Auch wird der Veranstaltungsbetrieb wieder aufgenommen. Die Teilnahme an Veranstaltungen ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich: anmeldung@freies-deutsches-hochstift.de, Telefon +49 (0)69 138 80-0. Die Zuschauerzahl ist gemäß der behördlichen Vorgaben begrenzt.

Museums-, Bibliotheks- und Veranstaltungsbetrieb werden mit Umsetzung umfassender Hygiene- und Schutzmaßnahmen gegen die Verbreitung COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2) aufgenommen.

Salon-Impression aus dem Goethehaus. © Foto: Diether v. Goddenthow
Salon-Impression aus dem Goethehaus. © Foto: Diether v. Goddenthow

Am 9. Juni präsentiert das ensemble1800berlin Sinfonien und Ouvertüren als Kammermusik. Das Konzert ‚Schattenrisse – Mozart, Hoffmann, Beethoven und Hummel‘ findet um 17 und 18:30 Uhr statt.
Der Autor Michael Kleeberg wird am 23. Juni, 19 Uhr sein Buch ‚Der Idiot des 21. Jahrhunderts‘ vorstellen.

Die wissenschaftliche Bibliothek des Freien Deutschen Hochstifts kann bereits ab dem 18. Mai wieder genutzt werden. Der Besuch ist jedoch nur nach telefonischer Voranmeldung und Buchbestellung möglich: Telefon +49 (0)69 138 80-242.
Öffnungszeiten der Bibliothek: Montag bis Freitag 10 – 12 / 13 – 16 Uhr, nach Absprache bis 17:30 Uhr.

Gemäldegalerie der Goethezeit © Foto: Diether v. Goddenthow
Gemäldegalerie der Goethezeit © Foto: Diether v. Goddenthow

Führungen und Workshops werden  aus Hygienegründen bis auf Weiteres nicht angeboten.

Hygieneplan und Vorsorgemaßnahmen
Die Öffnung von Goethe-Haus, Gemäldegalerie und wissenschaftlicher Bibliothek sowie die Durchführung der Veranstaltungen erfolgen entsprechend eines umfassenden Hygieneplans, der nach behördlichen Vorgaben entwickelt und umgesetzt wurde. Es gelten die offiziell erlassenen Verordnungen und Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, der Bundes- und Landesregierung, des Museumsverbandes und der Behörden der Stadt Frankfurt. Die Vorsorgemaßnahmen für den Infektionsschutz umfassen eine strenge Reduzierung der zugelassenen Besucherzahlen sowie die vermehrte Reinigung von neuralgischen Punkten. Es gilt die Abstandsregel von mindestens 1,5 Metern, die Nies- und Hust-Etikette ist einzuhalten. Darüber hinaus ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes während der gesamten Dauer des Aufenthaltes verpflichtend. Dieser kann mitgebracht oder an der Kasse zum Selbstkostenpreis erworben werden. Die Besucherinnen und Besucher werden vor Ort auf die Hygienevorschriften hingewiesen.

Freies Deutsches Hochstift
Frankfurter Goethe-Museum
Großer Hirschgraben 23-25
60311 Frankfurt am Main
Telefon + 49 (0)69 138 80-0
www.freies-deutsches-hochstift.de

Corona: Freies Deutsches Hochstift: Goethe-Haus und Gemäldegalerie vom 14. März bis 10. April 2020 geschlossen

© Foto: Diether v Goddenthow
© Foto: Diether v Goddenthow

Die Direktion des Freien Deutschen Hochstifts folgt der Entscheidung der Stadt Frankfurt vom heutigen Nachmittag die städtischen kulturellen Einrichtungen als Präventivmaßnahme gegen die Ausbreitung des COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2) zu schließen.

Goethe-Haus, Gemäldegalerie der Goethezeit und Bibliothek sind daher vom 14. März bis einschließlich 10. April 2020 geschlossen.

Veranstaltungen in diesem Zeitraum können nicht stattfinden und werden abgesagt. Bereits erworbene Karten können zurückgegeben werden.

Die Hausleitung unterstützt die Vorsichtsmaßnahme, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, Zeit zu gewinnen und die Gesundheit aller Menschen, der Besucherinnen und Besucher sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Institutionen, zu schützen.

Freies Deutsches Hochstift: ‚Und Lust zu fabulieren‘ Ein Abend mit Catharina Elisabeth Goethe – Lesung mit Michael Quast, 4. Februar, 19 Uhr

Aja Quast Silhouetten © FREIES DEUTSCHES HOCHSTIFT
Aja Quast Silhouetten © FREIES DEUTSCHES HOCHSTIFT

Am Dienstag, 4. Februar, 19 Uhr lädt das Freie Deutsche Hochstift zur Lesung ‚Und Lust zu fabulieren – Ein Abend mit Catharina Elisabeth Goethe‘ in den Arkadensaal ein. Es lesen Michael Quast und Joachim Seng.

Selbstbewusst und souverän, gesellig und gläubig, klug und belesen, mit viel Humor und Esprit: So ließe sich Goethes Mutter Catharina Elisabeth (1731 – 1808) charakterisieren. Frau Aja war eine begnadete Erzählerin. Das wusste auch Goethe, der diese Kunst des Fabulierens als sein mütterliches Erbteil bezeichnete. Sie selbst beschrieb es in einem Brief an ihren Sohn so: „Meine Gabe die mir Gott gegeben hat ist eine lebendige Darstellung aller Dinge die in mein Wißen einschlagen, großes und kleines, Wahrheit und Mährgen u.s.w. so wie ich in einen Circul komme wird alles heiter und froh weil ich erzähle.“

Ihre Briefe sind die einzigen authentischen Zeugnisse ihres Wesens, ihres Lebens und ihrer virtuosen Erzählkunst, und wer wünschte sich nicht, zu Frau Rat Goethe in den Großen Hirschgraben eingeladen zu sein, um sie erzählen zu hören? Dieser Wunsch kann nun erfüllt werden. Michael Quast, ebenfalls ein begnadeter Erzähler und Hirschgrabenbewohner, hat mit Joachim Seng einige der schönsten Briefe von Frau Aja ausgewählt. Das Ergebnis: Eine heitere Lesung mit Erläuterungen, die alle Zuhörer froh werden lassen dürfte.

Eintritt
10 € / 5 € für Mitglieder des Freien Deutschen Hochstifts
Kartenvorverkauf
Telefon + 49 (0)69 138 80-0
anmeldung@freies-deutsches-hochstift.de

Freies Deutsches Hochstift
Frankfurter Goethe-Museum
Großer Hirschgraben 23-25
60311 Frankfurt am Main
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Frankfurter Goethe-Haus: ,Tumult in feurigem Gemüte‘ Goethe und Nicolai im Wortgefecht, Vortrag, 5. November

goethe-haus-logoAm Dienstag, 5. November 2019, 19.00 Uhr lädt das Freie Deutsche Hochstift / Frankfurter Goethe-Museum zum Vortrag ‚Tumult in feurigem Gemüte. Goethe und Nicolai im Wortgefecht‘ in den Arkadensaal ein. Es spricht Dr. Michael Knoche.

Seit Nicolais ‚Freuden des jungen Werthers‘ als Antwort auf Goethes Sturm-und-Drang-Roman waren der Berliner und Weimarer Schriftsteller in herzlicher Feindschaft miteinander verbunden. Ohne dass Nicolais Verdienste als zentrale Gestalt der deutschen Aufklärung anerkannt worden wären, bildete er für Goethe und Schiller im Xenienstreit eine der Hauptzielscheiben ihrer Attacken. So lautet etwa das Xenion 277: ‚Querkopf!‘ schreiet ergrimmt in unsere Wälder Herr Nickel. ‚Leerkopf?‘ schallt es darauf zum Walde heraus.

Noch schlimmer erging es Nicolai im ‚Faust‘. Aber der Angefeindete war in seinen Gegenangriffen nicht minder zimperlich. Der Vortrag zeigt, welch scharfe Trennlinie zwischen Aufklärung und Weimarer Klassik – jenseits des Persönlichen – diese Auseinandersetzung markiert.

Dr. Michael Knoche hat Germanistik, Philosophie und Theologie studiert und eine Bibliothekarsausbildung absolviert. Er war Angestellter bei wissenschaftlichen Verlagen und von 1991 bis 2016 Direktor der Herzogin Anna Amalia Bibliothek der Klassik Stiftung Weimar.

Eintritt: 4,- Euro / frei für Mitglieder des Freien Deutschen Hochstifts

„POETISCHE PERLEN“ AUS DEM „UNGEHEUREN STOFF“ DES ORIENTS 200 JAHRE GOETHES ‚WEST-ÖSTLICHER DIVAN‘

©  Foto: Diether v Goddenthow
© Foto: Diether v Goddenthow

Im Jahr 1819 erschien erstmals Goethes ‚West-östlicher Divan‘, mit dem der nunmehr 70 Jahre alte Dichter den Orient für sich entdeckte und noch einmal neue innovative Wege beschritt. Nur wenige Zeitgenossen erkannten das Besondere dieses fein komponierten Alterswerkes, des immerhin größten Gedichtensembles in Goethes Gesamtwerk. Der Zauber des ‚Divan‘ wirkt bis heute, und er bleibt hoch aktuell, weil er den Kulturen übergreifenden Dialog und damit Goethes Idee einer ‚Weltliteratur‘ poetisch verwirklicht. Erstaunlich auch der offen komponierte Prosateil, der die Kenntnisse der Leser über den Orient vertiefen soll.

Im Zentrum der Ausstellung stehen die ‚Divan‘-Gedichte – die „poetischen Perlen“. Wie Goethe sie aus dem „ungeheuren Stoff“ des Orients formte und darin sein „eignes Poetisches verwebte“, soll für die Besucher erfahrbar werden. An 17 Gedicht-Beispielen wird gezeigt, wie der Dichter für die Literatur und Kultur Persiens und Arabiens entflammte, mit dem persischen Dichter Hafis in poetischen Wettstreit trat und intensive Orient-Studien betrieb. Besondere Dokumente und originale Handschriften aus dem Nachlass sowie Zeugnisse von Goethes Liebe zur mitdichtenden Marianne von Willemer bieten die Chance, die überaus spannende Entstehung der Gedichte nachzuvollziehen. Am Ende der Ausstellung wird auch ein Blick auf den Prosateil des ‚Divan‘ geworfen. Einander spiegelnd entwerfen die Gedichte und der Prosateil des ‚West-östlichen Divan‘ ein ost-westliches, west-östliches Oszillieren, das Sprachen, Literaturen, Kulturen miteinander in Dialog bringt. Darin ist der ‚West-östliche Divan‘ aktueller denn je – gerade heute.

Auf Goethes arabische Schreibübungen hat der Künstler Axel Malik reagiert. Seine Palimpseste setzen einen zeitgenössischen Akzent, ebenso wie die Schriftprojektionen des Designers Stefan Matlik, der zur Gestaltung der Ausstellung beitrug.

Kuratiert wird die Schau von Univ.-Prof. Dr. Anke Bosse, die seit den 1980er Jahren zu Goethes ‚West-östlichem Divan‘ publiziert und forscht, insbesondere zum Nachlass und zu Goethes Schreibprozessen. Unterstützt wird sie in Frankfurt von Dr. Joachim Seng, dem Leiter der Bibliothek des Freien Deutschen Hochstifts.

Ermöglicht durch: Aventis Foundation, Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Dr. Marschner Stiftung, Friede Springer Stiftung, Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten e.V., Helaba, Dr. Hans Feith und Dr. Elisabeth Feith-Stiftung

Die Ausstellung wird am Dienstag, 20. August 2019, 19 Uhr, eröffnet. Der Eintritt ist frei.

Sie ist vom 21. August bis 23. Oktober 2019 zu sehen. Der Besuch der Ausstellung ist im Eintrittspreis für das Goethe-Haus enthalten.

Zur Ausstellung wird ein vielfältiges Rahmenprogramm angeboten. Außerdem erscheint als Begleitpublikation ein Katalog (86 Seiten, Preis 15,- €).

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Großer Hirschgraben 23-25
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Goethe Haus Frankfurt: LIBERALISMUS ALS OPPOSITION LUDWIG GEIGERS VERBINDUNG VON HUMANISMUS UND JUDENTUM.

goethe-haus-logoAm Donnerstag, 6. Juni 2019, 19.00 Uhr, lädt das Freie Deutsche Hochstift / Frankfurter Goethe-Museum gemeinsam mit dem Jüdischen Museum Frankfurt zur Veranstaltung ‚Liberalismus als Opposition. Ludwig Geigers Verbindung von Humanismus und Judentum‘ in den Arkadensaal ein. Anlässlich des 100. Todesjahres des deutsch-jüdischen Goethe-Philologen ist ein Vortrag von Andreas Kilcher (ETH Zürich) zu hören, dem sich ein Gespräch mit Nadine Meyer (Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung) anschließen wird.

Ludwig Geiger, heute vor allem als Begründer der modernen Goethe-Philologie bekannt, war eine Ausnahmegestalt des deutschen Judentums um 1900. Er war ein erklärter Humanist in einem doppelten Sinne: historisch und zeitgenössisch. Zum einen machte er als Philologe den Humanismus von Reuchlin bis Goethe zum Gegenstand zahlreicher historischer Arbeiten, zum zweiten behauptete er als kritischer Zeitgenosse in Zeitschriften wie der Allgemeinen Zeitung des Judentums einen neuen Humanismus, mit dem er der Position des liberalen Judentums um 1900 wesentlich Gestalt verlieh. Das war nicht etwa Opportunismus, vielmehr Opposition. Tatsächlich behauptete er die liberale Position in einem gesellschaftlichen Umfeld, das diese von zwei Seiten her in Frage stellte: einerseits durch den in den Gründerjahren entstandenen modernen Antisemitismus, der die Juden in Deutschland polemisch als die Anderen par excellence demarkierte, andererseits durch den Zionismus, der das Programm des liberalen Judentums mit seinen beiden Grundpfeilern der Emanzipation und der Assimilation gerade angesichts des Antisemitismus als gescheitert erachtete. In diesem Kontext entfaltete Geigers Verbindung von deutscher humanistischer Kultur und jüdischer Moderne seine Widerständigkeit.

Vortrag von Andreas Kilcher (ETH Zürich), im Gespräch mit Nadine Meyer (Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung)

In Kooperation mit dem Jüdischen Museum Frankfurt

Eintritt: 4,- Euro / frei für Mitglieder des Freien Deutschen Hochstifts

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Ausstellung „Brücken bauen: Joseph von Hammer-Purgstall zwischen Hafis und Goethe‘“ im Goethe-Haus Frankfurt öffnet

goethe-haus-logoGoethe verdankt ihm die poetische Begegnung mit dem persischen Dichter Hafis (um 1315, Schiras – um 1390, Schiras): Joseph von Hammer-Purgstall (1774, Graz – 1856, Wien) – Diplomat, Forscher, Übersetzer und erster Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Er war ein Brückenbauer, ein „Hinübersetzer“ zu den kulturellen Ufern des Orients. Äußerst sprachbegabt und wissbegierig brachte es Hammer auf rund 800 Veröffentlichungen, darunter Werke wie die ‚Fundgruben des Orients‘ (1809 – 1818; erste deutschsprachige orientalische Zeitschrift) und die ‚Geschichte der schönen Redekünste Persiens‘ (1818, erste Geschichte der persischen Literatur) mit zahlreichen Textbeispielen.

Von nachhaltigem Einfluss ist seine Übersetzung des Gesamtwerks von Mohammed Schemsed-din Hafis, die bei Goethes Verleger Cotta erschien. Diese erste deutschsprachige Übersetzung des ‚Diwan‘ des berühmten persischen Dichters erhielt Goethe im Jahr 1814 geschenkt. Sie ließ ihn dichterisch produktiv werden. Die Hafis-Lektüre führte schließlich zu Goethes schönstem und außergewöhnlichstem Gedichtbuch, dem ‚West-östlichen Divan‘, das im Jahr 1819, also vor 200 Jahren, erschien. Über Hammer heißt es in den ‚Noten und Abhandlungen‘: „Wie viel ich diesem würdigen Mann schuldig geworden, beweist mein Büchlein in allen seinen Theilen.“

Als zeitgenössischen Akzent ergänzt der steirische Künstler Fritz Ganser die Ausstellung mit einer Rauminstallation aus dem Geiste des Hafis‘schen-Werkes.

Eine Ausstellung des Universalmuseums Joanneum, Graz und des Freien Deutschen Hochstifts – Frankfurter Goethe- Museum, kuratiert von Gerhard M. Dienes und Joachim Seng, Design Gerhard Kuebel.

In Zusammenarbeit mit: Steirische Kulturinitiative, Österreichische Urania für Steiermark, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Österreichisches Kulturforum Berlin.

Ermöglicht durch: Aventis Foundation, Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Dr. Marschner Stiftung, Friede Springer Stiftung und Österreichisches Kulturforum.

Die Ausstellung wird am 26. März 2019, 19 Uhr, eröffnet. Der Eintritt ist frei, bzw. im Eintrittspreis für das Goethe-Haus enthalten
Zu sehen ist die Schau vom 27. März bis 11. Juni 2019.

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„Nie standen die Frauen an ihrem gehörigen Platze“ – Sonderausstellung im Frankfurter Goethehaus ab 29.August 2018

goethe-haus-logoAusstellung „Nie standen die Frauen an ihrem gehörigen Platze“ Charlotte von Stein. Schriftstellerin, Freundin und Mentorin,  vom 29. Augst bis 28. Oktober 2018 im Arkadensaal des Freien Deutschen Hochstifts Frankfurt

Charlotte von Stein (1742–1827) gehört als wichtigste Bezugsperson Goethes in dessen erstem Weimarer Jahrzehnt, als Freundin Herzog Carl Augusts, Wielands, Herders, des Ehepaars Schiller und enge Vertraute der Herzogin Louise zu den zentralen Figuren des klassischen Weimar. Bis heute findet sie fast ausschließlich im Bezug zu Goethes Leben und Werk Beachtung. Die historische Person verschwindet dahinter fast ganz – auch gut 190 Jahre nach ihrem Tod. Dabei war sie keineswegs allein die Freundin und Muse Goethes. Sie war eine vielseitig begabte, außergewöhnliche Frau, die Stücke schrieb, sich für Kunst, Literatur und Wissenschaft interessierte und begabt für Freundschaften war. Als Übernahme aus dem Goethe- und Schiller-Archiv der Klassik Stiftung Weimar zeigt das Freie Deutsche Hochstift eine Ausstellung mit Erinnerungsstücken, Werkmanuskripten, Bildnissen und Briefen, die durch ausgewählte Exponate aus den Hochstiftsbeständen ergänzt wurde. So entsteht das Bild einer eigenständigen Frau, die mitfühlend und klug zur Mentorin einer jüngeren Frauengeneration im klassischen Weimar avancierte. – In Weimar wurde die Ausstellung von Elke Richter und Alexander Rosenbaum kuratiert, für die Frankfurter Schau zeichnet Joachim Seng verantwortlich.

Gefördert wird die Ausstellung durch die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, die Rudolf-August Oetker-Stiftung, die Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung zu Frankfurt am Main, den Arbeitskreis selbständiger Kultur-Institute e.V. und die Fazit-Stiftung. Die Commerzbank-Stiftung fördert die museumspädagogischen Vermittlungsangebote zur Ausstellung.

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Frankfurter Goethe-Museum
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60311 Frankfurt am Main
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„Was ist Romantik?“ – Neue Gesprächsreihe im Goethe-Museum Frankfurt

goethe-haus-logoAm Dienstag, 20. Februar 2018, 19 Uhr lädt das Freie Deutsche Hochstift / Frankfurter Goethe-Museum zur neuen Veranstaltungsreihe „Was ist Romantik?“ in den Arkadensaal ein.

 Was ist Romantik? Die auf den ersten Blick einfach anmutende Frage hat es in sich. Was gilt als „romantisch” in Kunst und Literatur, was als die „Epoche der Romantik”? Wer gehört dazu? Wer nicht? Diesen Fragen geht die neue Reihe des Freien Deutschen Hochstifts in Vorträgen, Gesprächen und Lesungen nach. Dabei wird sich zunächst dem Phänomen von seinen Rändern her angenähert: In diesem Jahr stehen verschiedene „Grenzgängern“ im Fokus. Vor dem Hintergrund des derzeit entstehenden Deutschen Romantik-Museums wird die Veranstaltungsreihe in den nächsten Jahren mit wechselnden Schwerpunkten fortgesetzt.

 Die erste Veranstaltung fragt nach dem Kern der anhaltenden Bezugnahme auf die Romantik. Bezeichnet „Romantik“ vor allem eine abgeschlossene literarhistorische Epoche oder gibt es Haltungen, Ideen, Einstellungen, die sich epochenübergreifend als ‚romantisch‘ beschreiben lassen? In der Romantikerstadt Jena arbeitet seit 2015 ein interdisziplinäres Graduiertenkolleg zum „Modell Romantik“, das der Erforschung des europäischen und transatlantischen Phänomens eine neue Basis geben will und sich zum Ziel gesetzt hat, Romantik-Aktualisierungen zu untersuchen, um hinter der Vielfalt der Phänomene nach bleibenden Strukturen zu suchen. Der Sprecher des Kollegs, Stefan Matuschek, wird uns dieses „Modell Romantik“ vorstellen und seine Tauglichkeit im Gespräch mit dem Kunsthistoriker Johannes Grave und dem Frankfurter Literaturwissenschaftler Roland Borgards erörtern. Moderiert wird der Abend von Anne Bohnenkamp-Renken, Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts.

Eintritt: 8,- Euro / 4,- für Mitglieder des Freien Deutschen Hochstifts

Informationen und Karten: Tel. (069) 13880-0 / E- Mail: anmeldung@goethehaus-frankfurt.de

Die Termine der Reihe „Was ist Romantik?“ im Überblick

  • Was ist Romantik? Podiumsgespräch mit Roland Borgards, Johannes Grave, Stefan Matuschek.
    Moderation: Anne Bohnenkamp-Renken – Dienstag, 20. Februar 2018, 19.00 Uhr
  • Friedrich Hölderlin zwischen Klassik und Romantik
    Gespräch mit Anne Bohnenkamp-Renken, Gerhard Kurz. Lesung mit Heidi Ecks
    Dienstag, 20. März 2018, 19.00 Uhr
  • Karl Marx – Ein Romantiker Diskussion mit Rainer Hank, Jochen Hörisch
    Dienstag, 24. April 2018, 19.00 Uhr
  • Der Roman des Freiherrn von Vieren
    Gespräch mit Markus Bernauer , Tilman Spreckelsen – Donnerstag, 1. November 2018, 19.00 Uhr
  • Bettine von Arnim und die Medizin Gespräch mit Martin Dinges, Wolfgang Bunzel
    Dienstag, 27. November 2018, 19.00 Uhr