Kategorie-Archiv: Corona COVID-19

EINFACH GRÜN – GREENING THE CITY – Deutsches Architektur Museum Frankfurt

VERTICAL FOREST, STEFANO BOERI ARCHITETTI, MAILAND Foto Dimitar Harizanov
VERTICAL FOREST, STEFANO BOERI ARCHITETTI, MAILAND Foto Dimitar Harizanov

EINFACH GRÜN – GREENING THE CITY thematisiert die Vorteile und Herausforderungen urbanen städtischen GRÜNS – insbesondere der Haus- und Dachbegrünung im Bestand und Neubau. Insbesondere vor dem Hintergrund des Klimawandels ist diese gelungene Ausstellung längst überfällig. Ab dem 14. Februar, spätestens nach dem Lockdown kann EINFACH GRÜN im Deutschen Architekturmuseum Schaumainkai 43 in Frankfurt am Main auch physisch besucht werden. Zur Überbrückung und Vorbereitung dieser und weiterer spannender DAM-Projekte sei das DAM-Online  empfohlen.

CALL FOR PROJECTS

CFP HAUSFASSADE KOELN Foto: BenjaminMarx
CFP HAUSFASSADE KOELN Foto: BenjaminMarx

Dass Parks und Gärten GRÜN sind, davon gehen wir aus. Doch GRÜN erobert immer mehr die Architektur der Städte: Wo vor kurzem noch das graue Kiesdach und die Betonfassade die Sonne reflektierten, wuchern Kräuter, ganze Baumlandschaften und Hängepflanzen. Wo vor Jahren der weiße Hausgiebel strahlte, rankt der wilde Wein und in den Höfen wetteifern Gemüse und Rankgewächse um jeden Sonnenstrahl. Über die Begrünung von Bestandsgebäuden hinaus setzen sich auch im Neubau komplexe horizontale oder vertikale Grünsysteme durch. Wo genau sind diese grünen Inseln, die dem klimatischen Verhältnis von Architektur, Bewohnern und Nutzern so positiv zuträglich und von den Straßen oft wenig einsehbar sind? Wer sind die Initiatoren, wie haben sie es angestellt und wozu dienen die grünen Dächer und Fassaden?

Schon vor Beginn der Ausstellung ruft das DAM zum Einreichen von Projekten auf. Die Beiträge werden von einer Jury bewertet und die Preisträger in der Ausstellung im DAM präsentiert.
Weitere Informationen und Projekteinreichung unter: einfach-gruen.jetzt
Rückfragen bitte an: projects@einfach-gruen.jetzt

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Forschungsabteilung des Internationalen Planungs- und Beratungsbüros Arup „Green Building Envelopes“ und mit dem Umweltamt der Stadt Frankfurt am Main. Die Kuratoren der Ausstellung sind Hilde Strobl und Rudi Scheuermann.

EINFACH GRÜN – GREENING THE CITY – Die Ausstellung

1000 TREES, SHANGHAI, HEATHERWICK STUDIO, LONDON Foto: Qinyan Zhu
1000 TREES, SHANGHAI, HEATHERWICK STUDIO, LONDON Foto: Qinyan Zhu

Selten waren Grünräume derart gefragt wie seit Beginn der COVID-19-Pandemie. Vor allem in den Großstädten fehlt vielen Menschen die Möglichkeit, in unmittelbarer Nähe raus aus der häuslichen Enge ins Grüne zu flüchten. Nicht nur steigt die Nachfrage auf dem Immobilienmarkt nach Wohnungen mit Balkonen oder Gärten erheblich, auch Parks und öffentliche Grünflächen sind seither stärker frequentiert.

Der Begriff der „gestressten Stadt“ wird daher auch auf Stadtparks als „gestresstes Grün“ erweitert.  Vor allem in den Millionenstädten zeichnen sich immer stärker die Folgen des Klimawandels ab. Sie sind zunehmend mit erhöhten Feinstaubwerten und Lärmentwicklung sowie Überhitzung (heat island effect) konfrontiert. Neueste Studien belegen sogar eine Korrelation zwischen Bevölkerungsdichte, Hitzeinseln und der Häufigkeit von COVID-19-Infektionen. Zugleich schreitet die Urbanisierung immer weiter voran – die Städte werden nicht nur dichter, sondern greifen dabei immer weiter aus. Dennoch ist es keine Alternative, so Richard Sennett in „Die offene Stadt“, aufgrund der Klimaveränderungen nicht zu bauen, sondern neue Wege einzuschlagen und auf Anpassung und Reparatur der Stadt zu setzen.

URBAN FARMING OFFICE, VTN ARCHITECTS Foto: VTN Architects
URBAN FARMING OFFICE, VTN ARCHITECTS Foto: VTN Architects

Die Begrünung der horizontalen und vertikalen Gebäudehülle ist eine Möglichkeit, über die bodengebundenen Grünflächen hinaus, die Stadtlandschaft zu reparieren. Das „unkalkulierbare Grün“ – so die Einschätzung vieler Architekten – bringt dabei zugleich Vorteile und Herausforderungen mit sich. Den kursierenden Vorurteilen wie hohe Herstellungs- und Pflegekosten stehen relativierende, in Zahlen nachweisbare positive Auswirkungen gegenüber: So wirken begrünte Dächer und Fassaden auf das Gebäude selbst wie auch auf die unmittelbare Umgebung. Grünräume sind nicht als Kostenfaktor, sondern als Mehrwertf für die Gesundheit von Mensch, Stadt und Umwelt zu begreifen. Zahlreiche Studien belegen nicht nur eine langfristige Zunahme der Artenvielfalt von Flora und Fauna, sondern auch die positive Veränderung des Stadtklimas, sobald Grün die Architektur erobert.

Die Herausforderung ist klar und längst keine Vision mehr: Je mehr Grünbauten sich über einen längeren Zeitraum etablieren und von Nutzern, Bauherren und der Stadtgesellschaft positiv bewertet werden, desto deutlicher ist die Botschaft. Es ist an der Zeit – viele Beispiele in Deutschland und weltweit demonstrieren, dass es möglich ist!

ELEMENTE DER AUSSTELLUNG

CFP DACHGARTEN, WIEN Foto: Alexander Hagner
CFP DACHGARTEN, WIEN Foto: Alexander Hagner

Die Ausstellung sammelt Ressentiments gegen und Argumente für die Begrünung der Gebäudehülle und liefert über wissenschaftliche Ergebnisse hinaus praxisorientierte Hinweise zur Begrünung von Bestandsgebäuden oder Neubauten. Sie versteht sich auch als Aufruf und Motor. Sie zielt auf einen Austausch zwischen Ergebnissen der Technikforschung, Gestaltung, Gartenbau und den Anwendern. Viele innovative Techniken bewegen sich auf einem Hightech-Modus – doch ebenso viele Anwendungen beweisen, dass mit dem Einsatz passender, einfacher Mittel und Methoden ebenfalls wirksame Maßnahmen umgesetzt werden können. Die umfangreiche Sammlung von FAQ‘s reicht darüber hinaus von Ergebnissen der Klimaforschung bis zu Fragen der Förderung von Initiativen und des Engagements der Politik für infrastrukturelles Grün.

Grüne Hauben auf Häusern und Wohnhöhlen, terrassierte Gartenanlagen an Palästen und auch Spalierbäume und Efeubewuchs an Fassaden sind keine Erfindungen der Gegenwart. Die Geschichte des Gebäudegrüns verweist auf das enge Verhältnis von Haus und Baum über Jahrhunderte.

OT HOFFMANN, BAUMHAUS DARMSTADT, DEUTSCHLAND 1972 Foto: Georg Dörr
OT HOFFMANN, BAUMHAUS DARMSTADT, DEUTSCHLAND 1972 Foto: Georg Dörr

Einen wichtigen Bestandteil der Ausstellung bilden in den letzten Jahren weltweit umgesetzte Grünbauten von Düsseldorf über Mailand bis Singapur. Sie demonstrieren nachdrücklich das Spektrum der Modelle und die Vielfalt der Anwendersysteme – in Abhängigkeit von den regionalen, klimatischen Bedingungen.

Das DAM nimmt die Ausstellung zum Anlass, eine Reihe von Höfchen, die sich an die Ausstellungsräume anschließen, zu begrünen. Die Höfchen waren bislang aus konservatorischen und ausstellungstechnischen Gründen meist zugebaut. In einzelnen Fällen war die Natur selbstinitiativ und hat sich bereits Raum verschafft. Andere wurden neu bepflanzt, um einzelne Systeme und Methoden der Begrünung zu zeigen und in der Langzeitwirkung zu erproben. Der Pflanzmonat Januar ist nur bedingt attraktiv für Pflanzen, doch während der Laufzeit der Ausstellung werden sich die Höfchen verändern: vom sichtbaren Pflanzsystem zum wuchernden Grün.

AUSGESTELLTE PROJEKTE

  • Dakpark / Rotterdam, Niederlande, 2015 – Buro Sant en Co
  • CopenHill / Kopenhagen, Dänemark, 2019 – BIG Bjarke Ingels Group SLA
  • Baumhaus / Darmstadt, Deutschland, 1972 – Ot Hoffmann
  • Holland Creates Space / Expo Pavillon, Hannover, Deutschland, 2000 – MVRDV
  • Bosco Verticale / Mailand, Italien, 2014 – Stefano Boeri Architetti Laura Gatti
  • 1000 Trees / Shanghai, China, 2020 – Heatherwick Studio Urbis
  • Prefectural International Hall / Fukuoka, Japan, 1995 – Emilio Ambasz & Associates Takenaka Corporation
  • Flower Tower /Paris, Frankreich, 2004 – Maison Edouard François Patrick Blanc
  • Kö-Bogen II / Düsseldorf, Deutschland, 2020 – ingenhoven architects
  • Chambre de commerce et d’industrie d’Amiens-Picardie / Amiens, Frankreich, 2012 – Chartier
    Corbasson Architectes Corbasson + Tracer
  • Tower 25 – The White Walls / Nikosia, Republik Zypern, 2015 – Ateliers Jean Nouvel
  • Oasia Downtown Hotel / Singapur, 2016 – WOHA Achitects Pte Ltd Sitetectonix Pte Ltd
  • Urban Farming Office / Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam, 2020 – VTN Architects
  • Stadthaus M1 / Freiburg, Deutschland, 2013 – Barkow Leibinger Raderschallpartner AG
  • Jobcenter am Altmarkt / Oberhausen, Deutschland – Kuehn Malvezzi, Haas Architekten, atelier le balto
  • Wilmina / Berlin, Deutschland, 2019 – Grüntuch Ernst Architekten, Christian Meyer
  • Ökohaus Frankfurt / Main, Deutschland, 2020/21 – Eble & Sambeth, Hans Loidl, John Wilkes
  • KiTa Sossenheim / Frankfurt am Main, Deutschland, 1989 – Christoph Mäckler Architekten

EINFACH GRÜN – GREENING THE CITY
Handbuch für Gebäudegrün
begleitbuch-einfach-gruen-2021Herausgegeben von Hilde Strobl, Peter Cachola Schmal und
Rudi Scheuermann
Deutsches Architekturmuseum (DAM)
Frankfurt am Main, 2021
304 Seiten, deutsch/englisch
ISBN 978-3-939114-10-9
Im Museumsshop erhältlich für EUR 19

Einfach Grün – Greening the City
Ab Öffnung des Museums – bis 11. Juli 2021

Eine Ausstellung des Deutschen Architekturmuseums (DAM)
im Auftrag des Dezernats für Kultur und Wissenschaft, Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main
ORT
DAM Deutsches Architekturmuseum
Schaumainkai 43
60594 Frankfurt am Main,
dam-online.de

Hessisches Landes-Museum Wiesbaden Highlights 2021 nach dem Lockdown

© Foto Diether v. Goddenthow-
© Foto Diether v. Goddenthow-

Das Museumsteam arbeitet mit allen Kräften daran, dass die bisher durch den Lockdown eingeschränkt oder gar nicht zu besuchenden Ausstellungen in die Verlängerung gehen.

Das glückte bereits mit der expressionistischen Schau August Macke. Paradies! Paradies?, die zwar am letzten Wochenende vor dem Lockdown öffnen durfte, jedoch direkt danach ihre Türen wieder schließen musste: Verlängert bis 9 Mai 2021!

Ebenso wird die Ausstellung „Das Natternkind des Asklepios bis bis 18 Jul 2021 gezeigt werden.

Zur Überbrückung und auch zur Vorbereitung eines Ausstellungs-Besuches nach dem Lockdown können digitale Angebote wie Kunsttrailer, Unsere Lieblingsstücke, die Museum Wiesbaden-App (MuWi-App),  der MuWi Blog oder die Museumstour 2.0 der Freundes des Museums Wiesbaden exklusive Einblicke hinter die Ausstellungstüren geben!

Ausstellungen 2021 im Überblick

Kutscher/Reifarth/Machnik reSTART
Kooperation 

12 Dez 2020 — 14 Feb 2021 (Verlängerung wird angestrebt)

Das Natternkind des Asklepios
Studienausstellung 

1 Dez 2020 — 18 Jul 2021

Exquisit — Kunst des 19. Jahrhunderts
Schenkung Jan und Friederike Baechle 

20 Nov 2020 — 21 Mär 2021 (Verlängerung wird angestrebt)

August Macke
Paradies! Paradies? 

30 Okt 2020 — 9 Mai 2021

Winston Roeth
Speed of Light 

11 Sep 2020 — 25 Apr 2021

Schmetterlingen auf der Spur
Mit Illustrationen von Johann Brandstetter 

17 Mai 2020 — 31 Jan 2021 (Verlängerung wird angestrebt)

Jan Thomas
Kirchensaal Museum Wiesbaden — Intervention mit Keramikplastiken 

12 Mai 2020 — 31 Jan 2021 (Verlängerung wird angestrebt)

Neue Ausstellungen 2021 /2022

Kristalle
Vom Diamant bis zum Gips 

26 Mär 2021 — 30 Jan 2022

Von Kühen, edlen Damen und verzauberten Landschaften
Oder von der Liebe zur Malerei: Neues aus dem 19. 

30 Apr 2021 — 19 Sep 2021

Temporary Ground
Frank Gerritz 

13 Mai 2021 — 29 Aug 2021

Deutschlands Panda
Der Gartenschläfer
Studienausstellung 

6 Aug 2021 — 9 Jan 2022

Alles!
100 Jahre Jawlensky in Wiesbaden 

17 Sep 2021 — 27 Mär 2022

Slawomir Elsner
Präzision und Unschärfe 

8 Okt 2021 — 23 Jan 2022

Doch die Käfer — Kritze, kratze!
Studienausstellung 

28 Jan 2022 — 31 Jul 2022

Weitere Infos:
Blick ins Vorschauheft 2021
Ausstellungskalender

ms-wsbn-160Hessisches Landesmuseum für Kunst und Natur
Friedrich-Ebert-Allee 2
65185 Wiesbaden

Hessisches Landesmuseum Darmstadt – Highlights 2021 nach dem Lockdown

© Foto Diether v. Goddenthow-
© Foto Diether v. Goddenthow-

Bis zur Wiedereröffnung warten auf Besucher spannende Highlights 2021. Die Ausstellungen wurden entsprechend verlängert

Tomás Saraceno: Songs for the Air
Verlängert bis 28. März 2021

Peter Lindbergh: Untold Stories
Verlängert bis 18. April 2021

Urpferd 2.0 – 25 Jahre UNESCO-Welterbe Grube Messel
Bis 25. April 2021

Weitere Highlights:
Joseph Beuys. Ulysses
13. Mai bis 1. August 2021

Ich. Max Liebermann – Ein europäischer Künstler
8. Oktober 2021 bis 9. Januar 2022

 

logo-gruenes-sofaZudem lädt das Hessische Landesmuseum jetzt ein zur 2. Folge des Museumspodcasst »Das Grüne Sofa«: Martin Faass im Gespräch mit Julia von Boehm

In unserer neuen Podcast-Folge begrüßen wir die weltweit erfolgreiche Stylistin Julia von Boehm, die unter anderem für Lancôme, die Vogue und Harper’s Bazaar tätig ist. Sie kleidet in Hollywood prominente Schauspielerinnen wie Nicole Kidman und Kate Winslet ein und ist Mode – Direktorin des Magazins »InStyle«. Auf dem »Grünen Sofa« verrät sie mehr über die enge Zusammenarbeit mit dem berühmten Fotografen Peter Lindbergh. Sobald wir das Museum wir wieder öffnen dürfen, zeigen wir bis zum 18. April die Ausstellung »Untold Stories«, eine herausragende Werkschau, die von Peter Lindbergh selbst kuratiert wurde.

Zum Podcast
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Spotify

Neuer Clip zur Reihe »Museum A bis Z«
Unsere Kollegin Petra Achternkamp, die bei uns im Museum für die Restaurierung von Skulpturen verantwortlich ist, stellt Ihnen das besondere Material »Kork« vor. In dem Clip präsentiert sie die Restaurierungsarbeiten der wertvollen Serie an Korkmodellen, die der bekannte Korkbildhauer Antonio Chichi (1743 – 1816) erstellte.

»Museum A bis Z«.

Zu allen bislang veröffentlichen Videos
Clip: © art / beats, Berlin
Gestaltung: StudioKrimm, Berlin

Wiesbadener Impfzentrum im RMCC für Bürgerinnen und Bürger mit Termin geöffnet

Die ersten Wiesbadener, die am Dienstag im RMCC geimpft wurden, waren Marielotte Kilian, 87 Jahre, und ihr Mann Richard Kilian, 86 Jahre.
Die ersten Wiesbadener, die am Dienstag im RMCC geimpft wurden, waren Marielotte Kilian, 87 Jahre, und ihr Mann Richard Kilian, 86 Jahre.

Das Impfzentrum der Landeshauptstadt Wiesbaden im RheinMain CongressCenter (RMCC) hat seit Dienstag, 19. Januar, für Bürgerinnen und Bürger mit Termin geöffnet. Eine Impfung ohne Termin ist nicht möglich. Eine erste Zwischenbilanz fällt positiv aus.

Für den ersten Impftag hat das Land 288 Termine vergeben. Die ersten Wiesbadener, die am Dienstag im RMCC geimpft wurden, waren Marielotte Kilian, 87 Jahre, und ihr Mann Richard Kilian, 86 Jahre. „Es ist eine gute Nachricht, dass wir heute das Impfzentrum für Personen mit Termin öffnen können. Das ist der Schlüssel für die Rückkehr zur Normalität, die wir uns alle wünschen, bis zu der es aber noch ein langer Weg ist“, sagen Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende sowie Bürgermeister und Gesundheitsdezernent Dr. Oliver Franz. Beide appellieren deshalb an die Wiesbadenerinnen und Wiesbadener, nach wie vor die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. „Bitte bleiben Sie weiter aufmerksam und umsichtig. Aktuell gibt es nicht ausreichend Impfstoffdosen für alle Bürgerinnen und Bürger. Wir als Stadt können das nicht ändern, sondern nur mit den uns zugeteilten Impfdosen arbeiten. Auf die Zuteilung haben wir ebenso wenig Einfluss wie auf die Terminvergabe über das Land und deren Erreichbarkeit.“ Beide bedankten sich zudem bei allen Beteiligten, die mit so viel Engagement und Einsatz beim Aufbau und dem Gelingen des Impfzentrums beigetragen haben.

Geleitet wird das Impfzentrum von Gesundheitsamtsleiterin Dr. Kaschlin Butt. Marc Dieroff vom Gesundheitsamt und Andreas Kleber, Abteilungsleiter Katastrophenschutz bei der Berufsfeuerwehr Wiesbaden, organisieren beide das Tagesgeschäft im Impfzentrum. Sie ziehen eine erste positive Zwischenbilanz: „Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort haben sich lange auf die Öffnung des Impfzentrums vorbereitet und sind gut in den Tag gestartet. Alle Abläufe haben bisher reibungslos geklappt.“

Marielotte Kilian, 87 Jahre, geht mit gutem Beispiel voran.
Marielotte Kilian, 87 Jahre, geht mit gutem Beispiel voran.

Das Impfzentrum Wiesbaden ist eines von mehreren Impfzentren in Hessen. Es befindet sich im RMCC in der Friedrich-Ebert-Allee 1. Im RMCC sind acht Impfstraßen mit je vier Impfkabinen aufgebaut. Vorerst sind davon, vorausgesetzt die Stadt erhält ausreichend Impfstoff vom Land, montags bis sonntags zwei Impfstraßen von 9 bis 18 Uhr für Personen mit Terminen geöffnet. Somit können täglich 288 Menschen geimpft werden. Bis alle hessischen Impfzentren öffnen, deckt das Impfzentrum Wiesbaden neben der Stadt Wiesbaden auch den Rheingau-Taunus-Kreis und den Landkreis Limburg-Weilburg ab.

Seit dem 27. Dezember wurden mehr als 3400 Menschen in Wiesbaden geimpft, vor allem durch mobile Teams in den Alten- und Pflegeheimen sowie in Kliniken. „Die geimpften Personen haben die Impfungen bisher gut vertragen. Das liegt sicherlich auch daran, dass in Deutschland ein Impfstoff nur zugelassen wird, wenn er hohe Qualitätsstandards erfüllt“, sagen Dieroff und Kleber.

Die Stadt Wiesbaden weist nochmals darauf hin, dass es nicht möglich ist, am Wiesbadener Impfzentrum Termine für die freiwillige Corona-Schutzimpfung zu vereinbaren. Weder am Impfzentrum noch im Bürgerreferat werden außerdem Fragen zur Terminvergabe beantwortet. Termine können beim Land entweder per Telefon unter 116117 oder (0611) 50592888 und im Internet über impfterminservice.de oder impfterminservice.hessen.de vereinbart werden.

on links nach rechts: Marc Dieroff vom Gesundheitsamt, Bürgermeister und Gesundheitsdezernent Dr. Oliver Franz, die Leiterin des Impfzentrums Dr. Kaschlin Butt, Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende sowie Andreas Kleber Abteilungsleiter Katastrophenschutz bei der Berufsfeuerwehr Wiesbaden
on links nach rechts: Marc Dieroff vom Gesundheitsamt, Bürgermeister und Gesundheitsdezernent Dr. Oliver Franz, die Leiterin des Impfzentrums Dr. Kaschlin Butt, Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende sowie Andreas Kleber Abteilungsleiter Katastrophenschutz bei der Berufsfeuerwehr Wiesbaden

Die Landeshauptstadt Wiesbaden und Feuerwehr bitten weiterhin darum, nicht die Notrufnummer 112 bei Fragen zum Coronavirus anzurufen. Das Gesundheitsamt ist telefonisch unter (0611) 312828 erreichbar; montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr sowie an den Wochenenden von 9 bis 13 Uhr. Die hessenweite Corona-Hotline erreichen Bürgerinnen und Bürger unter der (0800) 5554666. Unter beiden Nummern können keine Impftermine vereinbart werden. Online informiert das Land unter www.hessen.de/fuer-buerger/corona-in-hessen/informationen-zur-corona-schutzimpfung-in-hessen über die Impfungen. Aktuelle Informationen rund um das Thema Corona stehen auch unter wiesbaden.de/coronavirus zur Verfügung.

Neujahrsempfang Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Mit Innovation und Durchhaltewillen ins neue Jahr

Höhepunkt des Digitalen Neujahrsempfangs der Rheinland-Pfälzischen Landesregierung war das Gespräch zwischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (r.), Impfstoffentwickler und BioNTech-Geschäftsführer Prof. Dr. Ugur Sahin und Moderator Sinan Köylü. Er führte durch die Veranstaltung und überzeugte auch als Liedermacher SINU. Bildschirmfoto © Diether v. Goddenthow
Höhepunkt des Digitalen Neujahrsempfangs der Rheinland-Pfälzischen Landesregierung war das Gespräch zwischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (r.), Impfstoffentwickler und BioNTech-Geschäftsführer Prof. Dr. Ugur Sahin und Moderator Sinan Köylü. Er führte durch die Veranstaltung und überzeugte auch als Liedermacher SINU. Bildschirmfoto © Diether v. Goddenthow

Mit einem digitalen Neujahrsempfang hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer heute Vertreter und Vertreterinnen aus Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft auf das neue Jahr eingestimmt. Als Ehrengäste waren der Mainzer Impfstoffentwickler von BioNtech, Prof. Ugur Sahin, und Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul dabei. „Beide stehen für Durchhaltewillen und Innovation. Eigenschaften, die wir in 2021 alle dringend brauchen, um in Rheinland-Pfalz gemeinsam stark aus der Pandemie hervorzugehen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Sinan Köylü, der unter seinem Künstlernamen SINU als Liedermacher bekannt ist, moderierte die Veranstaltung und gab zugleich einen Einblick in den schwierigen Alltag eines Künstlers in Pandemiezeiten. Aber auch er zeigte sich optimistisch. Mit ihrem Dank an diejenigen, die in den vergangenen Monaten eine besondere Verantwortung getragen haben, eröffnete Ministerpräsidentin Malu Dreyer ihren diesjährigen Neujahrsempfang. „Es sind ganz besonders die Menschen im medizinischen und pflegerischen Bereich, die durch ihren unermüdlichen Einsatz Sorge tragen für die Behandlung der Patienten und Patientinnen. Sie gehen seit Monaten über ihre Belastungsgrenze hinaus, um Leben zu retten. Ihnen gilt mein erster aufrichtiger Dank“, sagte die Ministerpräsidentin. „Danken möchte ich auch denjenigen, die täglich Großes leisten, die unsere Gesellschaft am Laufen halten, obwohl sie dabei eine Ansteckung riskieren: Verkäufer, Busfahrerinnen, Handwerker und Paketbotinnen, Feuerwehrleute, Polizisten – und viele andere mehr. Ich danke auch der Lehrerschaft, Erziehern und Erzieherinnen. Sie sorgen dafür, dass in der Pandemie kein Kind den Anschluss verliert“, so die Ministerpräsidentin. Sie verwies auch auf die hervorragende Arbeit, die in Testlaboren und in der Forschung geleistet werde, so beim Testen der Corona-Proben oder der Entwicklung eines Corona-Impfstoffes in Rekordzeit. Die Ministerpräsidentin blickt mit Zuversicht in die Zukunft. „Inzwischen haben wir begonnen, zu impfen und hoffen, dadurch möglichst viele Menschenleben zu retten und absehbar wieder mehr Normalität zu ermöglichen“, so die Ministerpräsidentin

Die französische Violinistin Charlotte Chahuneau, Stipendiatin und Stern 2020 der Stiftung Villa Musica, war aus Schloss Engers mit einer musikalischen Einlage von  J.S. Bach zugeschaltet. Bildschirmfoto © Diether v. Goddenthow
Die französische Violinistin Charlotte Chahuneau, Stipendiatin und Stern 2020 der Stiftung Villa Musica, war aus Schloss Engers mit einer musikalischen Einlage von J.S. Bach zugeschaltet. Bildschirmfoto © Diether v. Goddenthow

Wie bereits viele andere Veranstaltungen fand auch der Neujahrsempfang der Ministerpräsidentin pandemiebedingt ganz anders als gewohnt – in einem digitalen Format – statt. Zahlreiche Repräsentanten aus Wirtschaft und Politik, aus dem diplomatischen und konsularischen Corps, aus dem sozialen Bereich und Verbänden, Glaubensgemeinschaften sowie aus Kultur und Sport waren digital zugeschaltet. Moderiert wurde die Veranstaltung von dem Mainzer Künstler Sinan Köylü, der unter seinem Künstlernamen SINU als Liedermacher bekannt ist. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Mainzer Gruppe Terztanz.

Die Ministerpräsidentin betonte mit Blick auf Corona die Bedeutung eines gut ausgebauten, verlässlichen Gesundheitssystems. „Dass sich Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen auf eine gute medizinische Versorgung verlassen können – egal wo sie wohnen – dafür arbeitet meine Landesregierung.“ Bei der Pandemiebewältigung sei das politische Handeln von drei Leitmotiven geprägt. „Erstens schützen wir die älteren Menschen, zweitens bringen wir Kinder und Jugendliche so gut wie möglich durch die Krise und drittens tun wir alles, um Arbeitsplätze zu erhalten und die Zukunft unserer Wirtschaft zu sichern“, so die Ministerpräsidentin.

Sie verwies in ihrer Rede auch auf die großen Einschränkungen, die Wirtschaftsbereiche wie Gastronomie und Einzelhandel, Kunst- und Kulturwirtschaft hinnehmen müssten. „Ich weiß, dass das trotz aller Hilfen für Sie und Ihre Beschäftigten eine unheimlich harte Zeit ist. Wir tun alles, um hier größtmögliche Unterstützung zu leisten, damit die Unternehmen und die Beschäftigten gut durch die Krise kommen“, so die Ministerpräsidentin.

„Hoffnung made in Rheinland-Pfalz“, so bezeichnete die Ministerpräsidentin die Entwicklung des Corona-Impfstoffes durch das Mainzer Unternehmen Biontech. Professor Dr. Ugur Sahin und Dr. Özlem Türeci haben in Rekordzeit von elf Monaten nach dem Ausbruch des Virus gemeinsam mit dem amerikanischen Partner Pfizer einen hochwirksamen Impfstoff entwickelt. „Das ist eine phantastische Forschungsleistung, die den Menschen in aller Welt Hoffnung gibt“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Mit seiner herausragenden Forschungsleistung sei Biontech ein ausgezeichneter Botschafter für die Innovationskraft und für die Forschungs- und Unternehmensförderung in Rheinland-Pfalz und ganz Deutschland. Dies zeige auch, dass Rheinland-Pfalz ein attraktiver Wissenschaftsstandort sei für die klügsten und innovativsten Köpfe des Landes, so die Ministerpräsidentin.

Zum Rückblick auf das vergangene Jahr gehörte neben Corona auch die Erinnerung an die furchtbare Amokfahrt in Trier, bei der fünf Menschen ihr Leben verloren und zahlreiche verletzt wurden. „Die Tat macht mich noch immer fassungslos. Dankbar denke ich an diejenigen, die sofort zur Stelle waren. Das waren unzählige Passanten, die keinen Moment gezögert haben und Verletzte umgehend versorgt haben. Das zeigt mir: Menschen in diesem Land sind füreinander da. In extremen Situationen besonderer Not zeigt sich das sehr eindrücklich. Das stimmt mich zuversichtlich. Was mich stolz macht ist auch, dass Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte innerhalb weniger Minuten in sehr großer Zahl vor Ort waren“, so die Ministerpräsidentin.

Liedermacher Sinan-Köylü-und  Musikerkollegen schlossen passend den Abend ab mit  Ernst Negers Fastnachtssong Heile, heile Gänsje. Bildschirmfoto © Diether v. Goddenthow
Liedermacher Sinan-Köylü-und
Musikerkollegen schlossen passend den Abend ab mit Ernst Negers Fastnachtssong Heile, heile Gänsje. Bildschirmfoto © Diether v. Goddenthow

Mit Blick auf die Veränderungen durch Digitalisierung und die Klimakrise sprach sich die Ministerpräsidentin dafür aus, hieraus neue Zukunftsperspektiven für gute Arbeitsplätze und nachhaltig erfolgreiche Unternehmen zu machen. „Das ist keine Utopie – diese Zukunft hat in Rheinland-Pfalz längst begonnen“, so die Ministerpräsidentin und verwies dabei auf Beispiele rheinland-pfälzischer Unternehmen. „Ich will, dass wir auch in vielen Jahren noch ein Industrieland mit Zukunft sind. Mit nachhaltiger Produktion und guten, tarifgebundenen Arbeitsplätzen“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

„Ich bin sicher, dass wir die Pandemie gemeinsam gut bewältigen werden und ich bin ebenso sicher, dass wir für die Herausforderungen der Zukunft in Rheinland-Pfalz sehr gut gewappnet sind“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Das Frankfurter Impfzentrum in der Festhalle steht

Impfzentrum Messe Frankfurt Gesundheitsdezernent Stefan Majer Oberbuergermeister Peter Feldmann  © Stadt Frankfurt am Main Foto: Maik Reuss
Impfzentrum Messe Frankfurt Gesundheitsdezernent Stefan Majer Oberbuergermeister Peter Feldmann © Stadt Frankfurt am Main Foto: Maik Reuss

Oberbürgermeister Feldmann und Personal- und Gesundheitsdezernent Majer stellen Frankfurter Impfzentrum vor
(ffm) Von außen sieht die Festhalle aus wie immer. Doch hinter der Fassade ist in Frankfurts größtem Konzerthaus nichts mehr wie früher. 44 Impfkabinen säumen den Innenraum – zentrales Element des Frankfurter Impfzentrums, das um den Jahreswechsel herum seinen Betrieb aufnehmen soll.

Am Donnerstag, 17. Dezember, haben Oberbürgermeister Peter Feldmann und Personal- und Gesundheitsdezernent Stefan Majer auf einem Rundgang das größte Impfzentrum Hessens vorgestellt. Betreiber ist das Deutsche Rote Kreuz (DRK).

Bis zu 4000 Impfungen am Tag sollen in der Spitze hier möglich sein. Wann es losgeht? Das Land rechnete zuletzt mit einer Auslieferung des Impfstoffs ab Ende Dezember. Inwiefern sich die vorgezogene Zulassung auf den Start auswirkt, ist bisher unklar.

Oberbürgermeister Feldmann: „Dieses Impfzentrum ist ein Silberstreif am Horizont. Es verbreitet Hoffnung. Das ist gut – aber wir müssen aufpassen, dass Hoffnung nicht in Leichtsinn umschlägt. Noch ist nichts gewonnen. Es wird Monate dauern, bis eine Herdenimmunität erreicht ist. Bis dahin müssen wir uns weiter streng an die Regeln halten. Sonst gewinnt das Virus die Oberhand.“

Gesundheitsdezernent Majer, der auch den Corona-Verwaltungsstab der Stadt leitet, lobte die beteiligten Institutionen: „Der Planungsstab Impfzentrum unter der Leitung des Gesundheitsamtes hat mit der Unterstützung des örtlichen Katastrophenschutzes in kürzester Zeit und mit großer Kompetenz diese logistische Mammutaufgabe gemeistert. Ich danke allen Beteiligten für ihren Einsatz und ihr Engagement.“

Dierk Dallwitz, Geschäftsführer DRK Bezirksverband Frankfurt: „Mit dem Corona-Impfzentrum an der Messe werden wir, gemeinsam mit den mobilen Impfteams in Frankfurt, ein funktionierendes System für alle Frankfurterinnen und Frankfurter gewährleisten. Wir sind mit unserem Team gut vorbereitet und möchten dazu beitragen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen.“

„Wir haben zwei große Bitten an die Frankfurterinnen und Frankfurter“, sagen Feldmann und Majer abschließend. „Erstens: Lassen Sie sich impfen. Wir werden es auch tun. Und zweitens: Haben Sie Geduld, bis Sie dran sind. Auch da werden wir es Ihnen gleichtun. Vorrang haben diejenigen, denen das Virus besonders gefährlich werden kann – und das ist richtig so.“

Die wichtigsten Fakten zum Impfzentrum
• Standort: Festhalle Messe Frankfurt
• Kooperationspartner: Messe Frankfurt, Deutsches Rotes Kreuz Frankfurt
• Betriebsbereitschaft: seit dem 15. Dezember
• 44 Impfstationen
• Anzahl mögliche Impfungen pro Tag: 4000
• Ca. 250 Mitarbeiter/innen
• Zwei-Schicht-System von 7 Uhr bis 22 Uhr, an sieben Tagen pro Woche

Infoblatt Impfzentrum Frankfurt

Corona-Impfplan – STIKO veröffentlicht Empfehlungen zur COVID-19-Impfung

STIKO veröffentlicht Empfehlungen zur COVID-19-Impfung

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat ihre Empfehlung zur COVID-19-Impfung veröffentlicht. Da anfangs nur eine begrenzte Menge an Impfstoffdosen zur Verfügung steht, sollten diese nach der Empfehlung der STIKO dafür genutzt werden, um die Anzahl schwerer Krankheitsverläufe und Sterbefälle möglichst schnell zu reduzieren. Die Impfung sollte daher zunächst Personen über 80 Jahren und Bewohnerinnen und Bewohnern in Alten- und Pflegeheimen angeboten werden. Diese sind besonders gefährdet. Gleichzeitig empfiehlt die STIKO die Impfung medizinischem Personal mit sehr hohem Ansteckungsrisiko und Personal in der Altenpflege.

Unter der Berücksichtigung der Impfquoten, der Erhebungen zur Impfakzeptanz sowie der Studien zur Impfeffektivität und -sicherheit wird die STIKO die Empfehlung zur COVID-19-Impfung regelmäßig evaluieren. Sie wird den wissenschaftlichen Stand zum Erkrankungsrisiko und zu den Impfstoffen, die bereits zur Anwendung kommen oder kurz vor der Zulassung stehen, fortlaufend prüfen und ihre Empfehlung gegebenenfalls anpassen.

COVID-19 und Impfen: Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ)Gesamtstand: 17.12.2020

Beschluss der STIKO für die Empfehlung der COVID-19-Impfung und die dazugehörige wissenschaftliche Begründung

 

© STIKO Tabelle | Stufenplan und Impfindikationsgrupen zur Priorisierung der COVID-19-Impfung in Deutschland. Zur Einteilung des Personals in medizinischen Einrichtungen* und der Personen mit Vorerkrankungen** wird auf die wissenschaftliche Begründung verwiesen (Tabelle 12, Kapitel 10.2.1 bzw. Kapitel 10.1.2) in: Beschluss der STIKO für die Empfehlung der COVID-19-Impfung
© STIKO Tabelle | Stufenplan und Impfindikationsgrupen zur Priorisierung der COVID-19-Impfung in Deutschland. Zur Einteilung des Personals in medizinischen Einrichtungen* und der Personen mit Vorerkrankungen** wird auf die wissenschaftliche Begründung verwiesen (Tabelle 12, Kapitel 10.2.1 bzw. Kapitel 10.1.2) in: Beschluss der STIKO für die Empfehlung der COVID-19-Impfung

Weitere Informationen RKI

Die BioNTech-Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci sind von der Wirtschaftszeitung Financial Times als Menschen des Jahres ausgezeichnet worden

Archivfoto Besuch der Firma BioNTech 2018 OB Ebling mit MP Dreyer und Ministerin Ahnen.  v.l.n.r.: Doris Ahnen (Finanzministerin RLP), Michael Ebling (Oberbürgermeister Landeshauptstadt Mainz), Prof. Dr. Ugur Sahin (Vorstandsvorsitzender BioNTech), Prof. Dr. med. Christoph Huber (Aufsichtsrat BioNTech), Malu Dreyer (Ministerpräsidentin RLP), Dr. med. Özlem Türeci (Vorstand Medizin BioNTech)  © Staatskanzlei RLP
Archivfoto Besuch der Firma BioNTech 2018 OB Ebling mit MP Dreyer und Ministerin Ahnen. v.l.n.r.: Doris Ahnen (Finanzministerin RLP), Michael Ebling (Oberbürgermeister Landeshauptstadt Mainz), Prof. Dr. Ugur Sahin (Vorstandsvorsitzender BioNTech), Prof. Dr. med. Christoph Huber (Aufsichtsrat BioNTech), Malu Dreyer (Ministerpräsidentin RLP), Dr. med. Özlem Türeci (Vorstand Medizin BioNTech) © Staatskanzlei RLP

Ministerpräsidentin Malu Dreyer gratuliert Ugur Sahin und Özlem Türeci zu ihrer Auszeichnung als Menschen des Jahres

„Ugur Sahin und Özlem Türeci schenken den Menschen weltweit Hoffnung, dass wir das Corona-Virus bald besiegen und zu einem normaleren Leben zurückkehren können. Ich freue mich, dass die BioNTech-Gründer sehr verdient von der renommierten Londoner Wirtschaftszeitung Financial Times als Menschen des Jahres ausgezeichnet wurden. Zu dieser besonderen Ehre gratuliere ich sehr herzlich“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

In Rekordzeit, gerade einmal elf Monate nach dem Ausbruch der Pandemie, habe BioNTech mit seinem amerikanischen Partner Pfizer am Forschungsstandort Mainz einen hochwirksamen Impfstoff entwickelt und auf den Markt gebracht. „Das ist eine phantastische wissenschaftliche und wirtschaftliche Erfolgsgeschichte, auf die wir in Rheinland-Pfalz natürlich sehr stolz sind“, so die Ministerpräsidentin weiter. Auch menschlich sei das Forscherehepaar mit seiner bescheidenen und sympathischen Art ein großes Vorbild. „Ugur Sahin und Özlem Türeci haben eine Vision, für die sie sich mit ganzer Kraft einsetzen und durch nichts aus der Ruhe bringen lassen. Das wird sicherlich nicht die letzte große Ehrung sind, die diesen beiden herausragenden Persönlichkeiten und Hoffnungsträgern zuteilwird“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Unter den ersten Gratulanten war auch Oberbürgermeister Michael Ebling: „Ich gratuliere dem Mainzer Forscherpaar ganz herzlich zu dieser absolut verdienten Auszeichnung. Die beiden sind großartige Wissenschaftler und sympathische Menschen. Die Entwicklung des Coronavirus-Impfstoffs ist eine Erfindung, die die Welt verändert, denn damit wird es uns gelingen die Pandemie zu beenden. Bezüglich Erfindungen, die die Welt verändern, hat Mainz ja schon seit einigen Jahrhunderten weltweit einen guten Ruf. Gutenberg, der „Man of the Millennium“, und seine Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern sind rund um den Globus jedem Schulkind ein Begriff. Und in diesem Jahr kommt mit dem Coronavirus-Impfstoff eine weltverändernde Entwicklung aus Mainz hinzu.

Die Auszeichnung der beiden Forscher macht mich auch deshalb stolz, weil unsere Stadt damit einmal mehr bewiesen hat, dass wir ein wichtiger Wissenschafts- und Forschungsstandort im Rhein-Main-Gebiet sind. Die Welt schaut in diesen Tagen voller Hoffnung auf die Landeshauptstadt Mainz, denn hier ist ein bedeutendes Zentrum für die Bewältigung der Coronavirus-Pandemie.“

Ministerpräsident Volker Bouffier informiert über die Regeln in Hessen zu Weihnachten und an Silvester:

Ministerpräsident Volker Bouffier informiert über die Regeln zu Weihnachten und an Silvester © Foto Diether v. Goddenthow
Ministerpräsident Volker Bouffier informiert über die Regeln zu Weihnachten und an Silvester © Foto Diether v. Goddenthow

Wiesbaden. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier hat heute die Menschen auf ein „etwas anderes Weihnachten“ eingestellt. „Das Corona-Virus kennt keine Weihnachtspausen, deshalb müssen wir auch an Weihnachten besonnen bleiben und uns und alle anderen schützen“, sagte Bouffier am Mittwoch in der Wiesbadener Staatskanzlei.

Nach einer bereits angekündigten Videoschaltkonferenz mit den Spitzen der Evangelischen und Katholischen Kirchen in Hessen hat die Landesregierung folgende Regelungen beschlossen:

Kontaktbeschränkungen für den öffentlichen Raum

  • Für Zusammenkünfte mit Freunden und Bekannten gilt generell die derzeitige Regel auch an Weihnachten: höchstens fünf Personen aus zwei Hausständen.

Als Ausnahme gilt für die Zeit von Heiligabend, 24. Dezember, bis zum Zweiten Weihnachtsfeiertag, 26. Dezember:

  • Treffen mit vier Personen, die über den eigenen Hausstand hinausgehen und dem engsten Familienkreis angehören, also in jedem Fall Ehegatten, Lebenspartner und Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft sowie Verwandte in grader Linie, Geschwister und deren Haushaltsangehörige, sind möglich; zuzüglich Kinder im Alter bis 14 Jahre. Das gilt auch, wenn dies mehr als zwei Hausstände sind oder fünf Personen über 14 Jahre bedeutet.

Dringender Appell für Weihnachten zu Hause
Auch für private Feiern zu Hause wird die Einhaltung der oben genannten Regeln dringend empfohlen.

  • Ausgangsbeschränkungen in sogenannten Hotspots
    Die nächtlichen Ausgangssperren beginnen am 24. Dezember erst ab 0 Uhr statt 21 Uhr. Am 25. und 26. Dezember beginnen die nächtlichen Ausgangssperren dagegen bereits um 22 Uhr.

Gottesdienste
Gottesdienste bleiben generell möglich.

  • Es gelten die allgemeinen Regeln (Abstands- und Maskenpflicht, Kontaktdatenerfassung).
  • Anmeldeerfordernis zu den besonders gut besuchten Gottesdiensten an Heiligabend und an Weihnachten.
  • Für diese Gottesdienste gilt besonders: Bitte kein gemeinsamer Gesang!

Silvester

  • An Silvester bleibt es bei den allgemeinen Regelungen für Kontaktbeschränkungen und Ausgangssperren.

Auslegungshinweise zur Verordnung zur Beschränkung sozialer Kontakte und des Betriebs von Einrichtungen und Angeboten aufgrund der Corona-Pandemie (Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung) Stand: 16. Dezember 2020

Rheinland-Pfalz Corona-Regeln vom 16. 12. 2020 bis 10. 01.2021

Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Große Einigkeit über Shutdown vom 16. Dezember bis 10. Januar Archivbild: © Diether v. Goddenthow
Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Große Einigkeit über Shutdown vom 16. Dezember bis 10. Januar Archivbild: © Diether v. Goddenthow

„Auch wenn es keine leichte Entscheidung ist: Es herrscht große Einigkeit darüber, dass der Shutdown unbedingt notwendig ist. Medizinisch, um Menschenleben zu retten und auch wirtschaftlich. Wenn wir die Zeit um Weihnachten jetzt nutzen, ist der Schaden geringer. Viele Unternehmen haben ohnedies Betriebsferien, die Schulen haben Weihnachtsferien“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer nach der Bund-Länder-Schalte. Diese Entscheidung sei ein sehr schwerer Schritt, der nicht leichtfalle. Aber in ganz Deutschland würden immer mehr Menschen an COVID-19 sterben. „Es ist nicht irgendeine Zahl, oder irgendein Faktor. Und je höher die Gesamtzahl, desto kritischer sei die Situation in den Krankenhäusern und vor allem auf den Intensivstationen“, so die Ministerpräsidentin.

In Rheinland-Pfalz sei Vorsorge getroffen worden: „Unsere Krankenhäuser haben einen Verbund gebildet und unterstützen sich gegenseitig. Wir stehen in sehr engem Austausch. Deswegen wissen wir, wir müssen jetzt handeln. Sie haben unser Versprechen, dass unser erstes Ziel ist, dass in Deutschland alle Patienten gut versorgt werden können“, so die Ministerpräsidentin. Sie habe sehr viele Zuschriften bekommen und mit den Kommunen, den Kammern und Verbänden gesprochen. „Auch aus dem Handel wissen wir, dass eine kurze Zeit der Schließung vielen lieber ist, als ihre Läden mit allen laufenden Kosten offen zu halten und kaum Kunden zu haben“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Am Freitag hätten Rheinland-Pfalz in die Weihnachtsferien begonnen. Die meisten Klassenarbeiten und Klausuren seien geschrieben. Hinter den Schülern und Schülerinnen liege ein schwieriges Jahr. „Deswegen war mit sehr wichtig, dass wir die Schulen nicht einfach schließen. In den Schulen wird die Präsenzpflicht vom 16. Dezember bis zum 18. Dezember 2020 aufgehoben. Dies bedeutet: Alle Schülerinnen und Schüler können und sollten zuhause bleiben. Das ist sinnvoll, damit die Kinder vor den Feiertagen Kontakte reduzieren. Fernunterricht muss in diesen drei Tagen nicht stattfinden. Die Schulfamilie und Eltern können sich in dieser Zeit in einem strukturierten Prozess darauf vorbereiten, dass nach dem regulären Ferienende, am 4. Januar 2021, bis zum 15. Januar 2021 Fernunterricht stattfinden wird. Dies ist das mildere Mittel im Vergleich zur Schulschließung. Bildung ist ein hohes Gut!“, betonte die Ministerpräsidentin. Vom Fernunterricht ausgenommen seien diejenigen, die gerade schon für ihre Abiturprüfungen büffeln, die im Januar stattfinden.

Konkret gilt ab Mittwoch, 16. Dezember 2020, bis mindestens 10. Januar 2021:

1. Private Treffen sind weiterhin auf den eigenen und einen weiteren Haushalt, jedoch maximal auf 5 Personen, beschränkt. Kinder bis 14 Jahre sind ausgenommen.

2. Weihnachten kann gefeiert werden, jedoch in deutlich kleinerem Rahmen als sonst. Vom 24. bis 26. Dezember gilt: Ein Hausstand darf von weiteren vier Personen aus dem engsten Familienkreis besucht werden, selbst wenn dadurch mehr als fünf Personen oder mehr als zwei Hausstände zusammenkommen. Es wird ausdrücklich empfohlen, vor dem Familientreffen eine Schutzwoche einzulegen und Kontakte fünf bis sieben Tage zuvor auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.

3. An Silvester und Neujahrstag wird bundesweit ein An- und Versammlungsverbot umgesetzt. Außerdem gilt ein Böllerverbot auf publikumsträchtigen Plätzen und ein Verkaufsverbot von Böllern. Es wird dringend empfohlen, auf das Zünden von Pyrotechnik zu verzichten. Der Verkauf von Pyrotechnik wird verboten.

4. Die Kitas bleiben im Regelbetrieb geöffnet. An die Eltern wird aber appelliert, möglichst eine Betreuung zu Hause sicher zu stellen.

5. In den Schulen wird die Präsenzpflicht vom 16. bis 18. Dezember 2020 aufgehoben. Dies bedeutet: Alle Schülerinnen und Schüler können zuhause bleiben. Fernunterricht muss in diesen drei Tagen nicht stattfinden. Für die Zeit nach den Ferien gilt: In der Woche vom 4. bis zum 15. Januar 2021 findet in allen Schularten ausschließlich Fernunterricht statt. Die Schulen bieten Notbetreuung für Schüler und Schülerinnen bis zur Klassenstufe 7 an; für Schüler oder Schülerinnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf und für Schüler, deren häusliche Lernsituation nicht ausreichend förderlich ist. Wir werden mit den Trägern der Schülerbeförderung Gespräche führen, damit die Schülerbeförderung zur Wahrnehmung der Notbetreuung aufrechterhalten bleibt.

Für Prüfungen gilt: Klassenarbeiten und Prüfungen, die in der Zeit bis zum 18. Dezember 2020 sowie vom 4. Januar bis 15. Januar 2021 angesetzt waren, sollen möglichst verschoben oder ersetzt werden. Sollte das nicht möglich sein, finden diese in der Schule statt.

Das Abitur (G9-Gymnasien und IGS) findet wie geplant und in Präsenz an den Schulen statt (Beginn der schriftlichen Prüfungen am 07. Januar 2021, Ende: 27. Januar 2021).

Wie es ab dem 15. Januar 2021 weitergeht, wird in Abhängigkeit von der Infektionslage entschieden.

6. Der Verzehr von alkoholischen Getränken im öffentlichen Raum wird untersagt. Verstöße werden mit einem Bußgeld belegt.

7. Handel

Der Einzelhandel mit Ausnahme des Einzelhandels für Lebensmittel wird ab dem 16. Dezember 2020 bis zum 10. Januar 2021 geschlossen. Der Verkauf von non-food Produkten im Lebensmitteleinzelhandel, die nicht dem täglichen Bedarf zuzuordnen sind, kann ebenfalls eingeschränkt werden und darf keinesfalls ausgeweitet werden. Ausnahmen: Wochenmärkte für Lebensmittel, Direktvermarktern von Lebensmitteln, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Reformhäuser, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Fahrradwerkstätten, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte, Weihnachtsbaumverkauf und Großhandel.

8. Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseursalons, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physio-, Ergo und Logotherapien sowie Podologie/Fußpflege, bleiben weiter möglich.

9. Wirtschaftliche Unterstützung: Die Maßnahmen führen dazu, dass einige Wirtschaftsbereiche auch im kommenden Jahr weiterhin erhebliche Einschränkungen ihres Geschäftsbetriebes hinnehmen müssen. Daher wird der Bund die betroffenen Unternehmen, Soloselbständigen und selbständigen Angehörigen der Freien Berufe auch weiterhin finanziell unterstützen. Dafür steht die verbesserte Überbrückungshilfe III bereit, die Zuschüsse zu den Fixkosten vorsieht. Mit verbesserten Konditionen, insbesondere einem höheren monatlichen Zuschuss in Höhe von maximal 500.000 Euro für die direkt und indirekt von den Schließungen betroffenen Unternehmen, leistet der Bund seinen Beitrag, Unternehmen und Beschäftigung zu sichern. Für die von der Schließung betroffenen Unternehmen soll es Abschlagszahlungen ähnlich wie bei den außerordentlichen Wirtschaftshilfen geben. Der mit den Schließungsanordnungen verbundene Wertverlust von Waren und anderen Wirtschaftsgütern im Einzelhandel und anderen Branchen soll aufgefangen werden, indem Teilabschreibungen unbürokratisch und schnell möglich gemacht werden. Zu inventarisierende Güter können ausgebucht werden. Damit kann der Handel die insoweit entstehenden Verluste unmittelbar verrechnen und steuermindernd ansetzen. Das sichert Liquidität.

10. Bei Gottesdiensten und Zusammenkünften in Kirchen, Synagogen und Moscheen gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern und Maskenpflicht auch am Platz. Gemeindegesang ist verboten.

11. Wir werden für Alten-und Pflegeheime sowie mobile Pflegedienste besondere Schutzmaßnahmen treffen. In Rheinland-Pfalz leben mehr als 44.000 Menschen in Alten und Pflegeheimen, mindestens genauso viele werden zu Hause von mobilen Pflegediensten betreut. Hier werden wir mit besonderen Maßnahmen für zusätzlichen Schutz sorgen. Der Bund unterstützt diese mit medizinischen Schutzmasken und durch die Übernahme der Kosten für Antigen-Schnelltests.

Die Länder werden zudem eine verpflichtende Testung mehrmals pro Woche für das Personal in den Alten-und Pflegeeinrichtungen anordnen. Solche regelmäßigen Tests sind ebenso für das Personal in mobilen Pflegediensten angezeigt. In Regionen mit erhöhter Inzidenz soll der Nachweis eines aktuellen negativen Coronatests für die Besucherinnen und Besucher verbindlich werden. Das ist für die Einrichtungen eine hohe zusätzliche Belastung. Damit es dennoch verlässlich durchgeführt werden kann, steht die Landesregierung im engen Austausch mit DRK, Maltesern und anderen Rettungsdiensten, die bereits signalisiert haben, die Einrichtungen beim Testen zu unterstützen.

12. Wir haben die Zusage des Bundesgesundheitsministers, dass wir ab dem 27. Dezember beginnen können, zu impfen. In einem ersten Schritt werden wir mit mobilen Teams in die Alten und Pflegeeinrichtungen gehen. Ab dem 4. Januar haben wir dann mehr Impfstoff zur Verfügung und können auch Impfzentren öffnen, die wir startbereit haben.