Kategorie-Archiv: Veranstaltungen zur Buchmesse

Literaturbahnhof zur Frankfurter Buchmesse 2016 im Dommuseum im Frankfurter Dom vom 19. bis 23.10.2016

openbookslog1Das umfassende Rahmenprogramm rund um die Frankfurter Buchmesse mit Lesungsprogrammen wie“Open Books“ und „Literatur im Römer“ beinhaltet auch den Literaturbahnhof im Frankfurter Dom:

 

 

Literaturbahnhof zur Frankfurter Buchmesse 2016
Veranstalter: Kultur & Bahn e.V., Frankfurt
Ort: Dommuseum im Frankfurter Dom
19. bis 23. Oktober

Programm

Mittwoch, 19.10. / 13 Uhr
Anne Siegel „Senora Gerta“
Wie eine Wiener Jüdin auf der Flucht nach Panama die Nazis austrickste Spannender als jeder Roman: Die unglaubliche Lebensgeschichte der 100-jährigen Gerta Stern.
Eine Frau, die in einer aussichtslosen Situation ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt, um die Liebe ihres Lebens vor der Gestapo zu retten, und dabei in einem Deutschen einen unerwarteten Helfer findet. Mod. Catherine Mundt (hr2-kultur)

Mittwoch, 19.10. / 14 Uhr
André Postert „Hitlerjunge Schall“
Franz Albrecht Schall (1913 – 2001) stammte aus einem bildungsbürgerlichen protestantischen Elternhaus in Thüringen. Der Vater war mit Hermann Hesse befreundet und verfolgte besorgt die Krise der Demokratie. Doch der Sohn trat bereits mit 17 der Hitlerjugend bei. Während der Vater wegen Kontakten zur Opposition verhaftet wurde, machte der Sohn Karriere in der NS Diktatur. Fast bis Kriegsende war sein Glaube an das NS-Regime ungebrochen. Mod. Christoph Schröder

Mittwoch, 19.10. / 15 Uhr
Clemens Berger „Im Jahr des Panda“
Der neue Roman des hochgelobten österreichischen Autors Macht Geld glücklich? Kann uns Geld zumindest freier machen? Gibt es ein richtiges Leben im falschen? Und was passiert, wenn wir uns plötzlich aus der gewohnten Umlaufbahn unseres Lebens herauskatapultieren? Dies sind die Fragen, die Clemens Berger in seinem neuen großen Roman umkreist.
Der international gefeierte Künstler Kasimir Ab, dessen Werke bei Ausstellungen regelmäßig astronomische Preise erzielen, stößt an die Grenzen seines sorgenfrei abgefederten Lebens und entdeckt seine subversive Ader.
Mod. Martin Maria Schwarz (hr2-kultur)

Mittwoch, 19.10. / 16–17 Uhr
Sparda Bank Autorenstammtisch
Dola de Jong „Das Feld in der Fremde“
Die niederländische Verlegerin Eva Cossée und die deutsche Verlegerin Antje Kunstmann im Gespräch Dola de Jong (1911-2003) erzählt in diesem eindringlichen Roman auch ihre eigene Geschichte. Sie stammt aus einer assimilierten jüdischen Familie und muss Anfang der 1940er Jahre vor den Nazis aus ihrer Heimat fliehen.
Ein Klassiker der niederländischen Literatur – siebzig Jahre nach Erscheinen von erschreckender Aktualität
Mod. Daniella Baumeister (hr2-kultur), Deutscher Text liest Antje Kunstmann

Mittwoch, 19.10. / 17.15–18.15 Uhr
Gastlandstunde Niederlande und Flandern
Die Kunst des Verschwindens mit Niña Weijers (NL) und ihrem Roman „Die Konsequenzen“ und Fikry el Azzouzi (FL) mit dem Roman “Wir da draußen” Bei Niña Weijers hat die Protagonistin die Sehnsucht einfach zu verschwinden. Der Held in Fikry el Azzouzis Roman wird von seinen Eltern aus dem Haus geschmissen und ist ständig auf der Flucht.
Mit deutschem Leser Jochen Nix / Dolmetscher: Pieter Zandee
Mod. Ruth Fühner (hr2-kultur)

Donnerstag, 20.10. / 13 Uhr
Kris van Steenberge (FL) „Verlangen“
Elisabeth, die Tochter des Schmieds, sehnt sich danach, ihrem Heimatdorf Woesten zu entkommen. Sie heiratet den jungen Arzt Guillaume Duponselle. Als kurz darauf Zwillinge zur Welt kommen, ist der Zweitgeborene so entstellt, dass der Vater sich weigert, ihm einen Namen zu geben. Doch Namenlos überlebt und hält fortan dem Vater und den anderen Dorfbewohnern den Spiegel vor.
Eine außergewöhnliche Leseperformance (in deutscher Sprache) mit dem Autor
Mod. Ursula Steffens

Donnerstag, 20.10. / 14 Uhr
Simone Hirth „Lied über die geeignete Stelle für eine Notunterkunft“
Das Elternhaus: zertrümmert. Eine junge Frau, Mitte 20, sitzt nach dem Abriss ihres Elternhauses im Schutt und versucht einen Wiederaufbau. Wie besessen räumt und schleppt sie das Vergangene in ihre Notunterkunft. Dabei entsteht nicht nur eine solide Bleibe, sondern auch ein Gegenmodell zur gesellschaftlichen Norm.
Ein außergewöhnliches Romandebüt!
Mod. Gerwig Epkes (SWR)

Donnerstag, 20.10. / 15 Uhr
Susanne Bienwald „Wittensee“
Die Studentin Xenia hat sich in ein einsames Holzhaus am Wittensee zurückgezogen. Das Leben hat sie aus der Bahn geworfen. Ungewollt hat sie ein tragisches Geheimnis ihres Freundes Ludwig entdeckt – für den charismatischen Filmemacher Grund genug, sich von ihr zu trennen. Xenia beschließt, Ludwig einen Brief zu schreiben und ihm darin ihre Geschichte zu erzählen. Nach und nach spürt sie, dass dies nicht der richtige Weg für sie sein kann.
Mod. Harry Oberländer

Donnerstag, 20.10. / 16-17 Uhr
Sparda Bank Autorenstammtisch
„Fragile” – Europäische Korrespondenzen mit den Gästen Kathrin Röggla, Ruth Schweikert und Antje Rávic Strubel 28 Autorinnen und Autoren aus Europa sind vom Netzwerk der Literaturhäuser eingeladen, in einen mehrmonatigen Austausch einzutreten: Sie schreiben in einem Briefwechsel mit einem Partner ihrer Wahl über aktuelle gesellschaftliche, kulturelle oder politische Themen, die Ihnen kostbar und wertvoll erscheinen, deren Zerstörung oder Infragestellung droht. Sie werden ihre Briefe und die Erfahrungen mit den Briefwechseln im Frühjahr 2017 in einer Veranstaltungsreihe in den Literaturhäusern des Netzwerks vorstellen. Zur Buchmesse schon im Literaturbahnhof!
Mod. Daniella Baumeister (h2-kultur)

Donnerstag, 20.10. / 17.15-18.15
Gastlandstunde Niederlande und Flandern
Die Kunst der Sehnsucht mit Ilja Leonard Pfeijffer (NL) mit seinem Roman „Das schönste Mädchen von Genua“ und Bregje Hofstede (NL), mit ihrem Roman „Der Himmel über Paris“. In beiden Romanen werden die Protagonisten von der Sehnsucht nach Liebe getrieben
Mit deutschem Leser Jochen Nix / Dolmetscher: Pieter Zandee
Mod. Ruth Fühner (hr2-kultur)

Freitag, 21.10. / 13 Uhr
Ralph Roger Glöckler „Die männliche Unreife des Todes“
Der Tod lauert immer und überall. „Ein Geräusch, draußen. Schritte auf dem Flur, langsame, überlegte Schritte. Die Dielen knarren. Der Tod bleibt stehen, überlegt wohl, wo er anklopfen soll, hat er dieses verborgene Zimmer bisher doch nie besucht, mein Herz beginnt zu rasen, kann’s nicht verhindern, erhebe mich, drehe mich um, atme durch den offenen Mund, da stößt er die Tür auf, tritt ein.
Ich fasse es nicht, verdammt, Du?“
Mod. Martin Maria Schwarz (hr2-kultur)

Freitag, 21.10. / 14 Uhr
Kees van Beijnum „Die Zerbrechlichkeit der Welt“
mit Dolmetscher und deutschem Leser – Jochen Nix
Tokio 1946: Eine dramatische Liebesgeschichte vor dem Hintergrund der Kriegsverbrecherprozesse Tokio 1946: Der Richter Rem Brink ist vom niederländischen Außenministerium zu den sogenannten Tokioter Prozessen gesandt worden, um mit den Siegermächten die japanischen Kriegsverbrechen aufzuarbeiten. Brink ist sich seiner besonderen  Verantwortung bewusst, sucht gleichzeitig aber auch Zerstreuung in einer Liaison mit der jungen Sängerin Michiko.
Mit deutschem Leser Jochen Nix / Dolmetscher: Pieter Zandee
Mod. Martin Maria Schwarz (hr2-kultur)

Freitag, 21.10. / 15 Uhr
H.C. Buch „Elf Arten das Eis zu brechen“
Mit seinem neuen Roman betritt H.C. Buch unbekanntes Terrain. Zum ersten Mal im literarischen Kosmos von H.C. Buch steht die Familie des Autors im Mittelpunkt: sein Vater, der Diplomat, der Shakespeare und das Neue Testament im Original las, seine Mutter Rut, die nach einer Kopfoperation zu malen begann und im Jahr 1958 Picasso besuchte, sein Großvater, der Ende des 19. Jahrhunderts nach Haiti auswanderte, die Pharmacie Buch gründete und eine Haitianerin heiratete. Doch damit nicht genug, denn „jede Familie birgt ein dunkles Geheimnis, das nicht besprochen, sondern beschwiegen werden soll“.
Mod. Martin Maria Schwarz (hr2-Kultur)

Freitag, 21.10. / 16-17 Uhr
Sparda Bank Autorenstammtisch
Karen Nölle „Wär mein Klavier doch ein Pferd“ (Anthologie)
Als Gast ist dabei die Autorin Anneloes Timmerije,(NL) die im Gespräch ihren Text aus der Anthologie vorstellt.
Von der Herausforderung in der Fremde heimisch zu werden, erzählen die niederländischen Autorinnen Elisabeth Augustin, Anneloes Timmerije, Helga Rübsamen und Maren Uphoff.  Die Geschichten handeln von Verlorenheit und Wurzelschlagen, Respekt und Missachtung sowie der Einengung durch fremde Konventionen. Dolmetscherin und deutscher Text Karen Nölle Mod. Daniella Baumeister (hr2-kultur)

Freitag, 21.10. / 17.15-18.15 Uhr
Gastlandstunde Niederlande und Flandern
Die Kunst des Verunglückens mit Wytske Versteeg (NL) und ihrem Roman „Boy“ und Peter Verhelst (FL) mit seinem Roman „Die Kunst des Verunglückens“ ACHTUNG: Neuer Titel: „Eine Handvoll Sekunden“ Bei Wytske Versteeg deponiert der schöne und stille Boy einen Zettel mit seinen letzten Worten in der Manteltasche seiner Theaterlehrerin. Als sie ihn findet, ist es längst zu spät.
Der Protagonist in dem Roman von Peter Verhelst überlebt einen schlimmen Unfall. In beiden Romanen sind es Unfälle mit gravierenden Folgen.
Mit deutschem Leser Jochen Nix / Dolmetscher: Pieter Zandee
Mod. Ruth Fühner (hr2-kultur)

Freitag, 21.10. / 19 – ca. 22.15 Uhr
Kriminacht im Literaturbahnhof im Dommuseum
Mit Sophie Bonnet („Provenzalische Intrige“), Christian Ditfurth („Zwei Sekunden“), Frank Goldammer („Der Angstmann“) Jürgen Heimbach („Offene Wunden“), Sunil Mann („Schattenschnitt“), Sabina Naber („Flamencopassion“), Melanie Raabe („Die Wahrheit“), Arno Strobel („Die Flut“)
Mod. Miriam Semrau (bekannt als „Krimimimi“)

Samstag, 22.10. / 13 Uhr
Christoph Peters „Diese wunderbare Bitterkeit – Leben mit Tee“
Tee ist in unserer hektischen, vom Burn-out bedrohten Gesellschaft zum heilenden, Körper und Seele wohltuenden Getränk avanciert und holt mächtig gegen den Kaffee auf. Es wird Zeit, für eine kleine persönliche Kulturgeschichte des Tees, für ein Buch zum Genießen, das klug und amüsant vom Leben mit „dem neuen Wein“ erzählt.
Der Leser erfährt außerdem von ersten Tee-Initiationsriten im Internat, von Begegnungen mit Zollbeamten, die ratlos vor einer antiken Teekanne standen, und davon, wie der Tee für den Autor irgendwann den Genuss von Alkohol ersetzt hat.
Mod. Christoph Schröder

Samstag, 22.10. / 14 Uhr
Maiken Nielsen „Unter uns die Welt“
Maiken Nielsen lässt eine scheinbar vergessene Ära wiederauferstehen: Die große Zeit der Zeppeline, als die Luftschifffahrt noch die Welt bedeutete und ihr technischer Fortschritt außer Frage stand – bis zu dem tragischen Absturz der „Hindenburg“ im Jahr 1937. In ihrem Roman verarbeitet sie dabei das faszinierende Leben des eigenen Großvaters, der jenes Unglück überlebte.
Mod. Christoph Schröder

Samstag, 22.10. / 15 Uhr
Thomas Vogel „Höchste Eisenbahn“
Mit diesem „Zugbegleiter“ hält man jede Verspätung aus.
Seit die Eisenbahn fährt, erregt sie die Gemüter nicht nur der Reisenden, sondern ganz besonders auch die der Literaten und Geschichtenerzähler. Euphorisch begrüßt von den einen, zum Teufel gewünscht von den anderen. Und tausendfach entdeckt als Ort der Handlung – und oft als deren Wendepunkt.
Von der Eisenbahn erzählen fast alle, mal romantisch, mal unromantisch: Hermann Hesse, Sten Nadolny, Thomas Mann und viele mehr.
Mod. Catherine Mundt (hr2-kultur)

Samstag, 22.10. / 16-17 Uhr
Autorenstammtisch Krimiautoren im Gespräch
Doris Gercke mit „Wo es wehtut – Ein Milena-Proháska-Krimi“ und Tatjana Kruse mit „Glitzer, Glamour, Wasserleiche“.
Doris Gercke ist wieder da: Milena hat es nach Kiew verschlagen, wo sie für den Bundesnachrichtendienst arbeitet. Doch sie steht im Verdacht, ein doppeltes Spiel zu treiben: Man vermutet, dass sie nicht nur für Deutschland und die Ukraine, sondern auch für
Russland arbeitet. Den Auftrag, der Sache auf den Grund zu gehen, erhält ausgerechnet Beringer, der bemüht ist, seine Milena zu vergessen.
Krimödien von Tatjana Kruse: schrill, lebensklug und urkomisch!
Der Bodensee gibt seine Toten nicht mehr her? Denkste! Die voluminöse Opernsängerin Pauline Miller hat in Bregenz Quartier genommen. Und wo Pauly ist, ist das Drama nicht weit – typisch für eine wahre Diva. Ein brutaler Dognapper hat ihren Radames entführt. Und sowie der Hund abtaucht, taucht plötzlich eine Wasserleiche auf.
Mod. Daniella Baumeister (hr2-kultur)

Samstag, 22.10. / 17.15 – 18.15 Uhr
Gastlandstunde Niederlande und Flandern
Die Kunst des Verzehrens mit Gustaaf Peek (NL) und seinem Roman „Göttin & Held“ und Yves Petry (FL) mit seinem Roman „In Paradisum“ In dem Roman von Gustaaf Peek geht es um eine verbotene Liebe, während es sich bei Yves Petry sogar um einen Hauch von Kannibalismus in der Liebe dreht.
Mit deutschem Leser Jochen Nix / Dolmetscher: Pieter Zandee
Mod. Ruth Fühner (hr2-kultur)

Sonntag, 23.10. / 11 Uhr
LiteraturLounge im Haus am Dom
Miroslav Nemec „Die Toten von der Falkneralm“
Der erste Roman des beliebten Tatort-Kommissars Miroslav Nemec, den viele als Ivo Batic aus dem Münchner „Tatort“ kennen, soll bei einem „Mörderischen Wochenende“ aus einem Krimi lesen und über „Mord in Fiktion und Wirklichkeit“ diskutieren. Und so fährt er an einem Freitag im August in das Berghotel „Falkneralm“, zu dem nur eine einsame Steilbahn führt. Doch das Wochenende wird alles andere als erfreulich: Nicht nur kommt ein gewaltiger Gewittersturm auf, plötzlich kommen nacheinander auch drei Gäste zu Tode. Unfall oder Mord? Doch Nemec und ein anderer Gast, die Polizeimeisterin Bergending aus Augsburg, beginnt zu zweifeln, ob wirklich alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Und so muss der Kommissardarsteller Nemec selbst zum Ermittler werden.
Mod. Ruth Fühner (hr2-kultur)

 

Ort:
Dommuseum im Frankfurter Dom
Eintritt frei

Open Books, Literatur im Römer und ein umfassendes Rahmenprogramm rund um die Frankfurter Buchmesse

Pressekonferenz im MMK Frankfurt "Rund um die Buchmesse". (vl.) Prof. Dr. Susanne Gaensheimer, Direktorin des MMK, Dr. Ina Hartwig, Kulturdezernentin, Bart Moeyaert, Intendant des Ehrengastlandes, Dr. Sonja Vandenrath, Projektleiterin von OPEN BOOKS u. Literatur im Römer. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Pressekonferenz im MMK Frankfurt „Rund um die Buchmesse“. (vl.) Prof. Dr. Susanne Gaensheimer, Direktorin des MMK, Dr. Ina Hartwig, Kulturdezernentin, Bart Moeyaert, Intendant des Ehrengastlandes, Dr. Sonja Vandenrath, Projektleiterin von OPEN BOOKS u. Literatur im Römer. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Frankfurt bietet rund um die Buchmesse vielseitige Lese- und Kulturveranstaltungen zum Ehrengast Flandern und die Niederlande

openbookslog1Die Literaturstadt Frankfurt beheimatet die weltweit größte Buchmesse und ist jährlich im Oktober Anziehungspunkt für die nationale und internationale Buch- und Medienwelt. Fachpublikum und Literaturinteressierte treffen aufeinander und füllen das literarische Leben sowohl auf dem Messegelände als auch in der Stadt. Auch in diesem Jahr hat die Stadt Frankfurt gemeinsam mit zahlreichen Institutionen wieder ein umfangreiches Rahmenprogramm rund um die Buchmesse vom 18. bis 22.Oktober organisiert mit den Schwerpunkten OPEN BOOKS, Literatur im Römer, Ausstellungen und weitere vielseitige Kulturveranstaltungen zum Ehrengast der Buchmesse Flandern und die Niederlande.

Prof. Dr. Susanne Gaensheimer, Direktorin des MMK, verdeutlichte, dass das Rahmenprogramm rund um die Buchmesse in allen möglichen Sparten stattfindet, ein zentraler Bereich seien beispielsweise Ausstellungen, die etliche Museen und Kunsthäuser speziell im Kontext des Gastlandes konzipiert hätten. Im MMK1, Museum für Moderne Kunst, versucht Fiona Tan (u.a.: „Rise and Fall“ für den niederländischen Pavillon der Venedig Biennale 2009) sich in ihrer Ausstellung „Geographie der Zeit“ mit Film, Fotografie, Installationen, Audio und Text der Frage nach der Identität und Zeitlichkeit des Menschen im 21. Jahrhundert zu nähern. Im MMK2 werden mit Willem de Rooij „Entitled“ – eine Zusammenschau dreier bestehender Werkgruppen – neue und vertiefende Einblicke in das Schaffen des bedeutenden niederländischen Künstlers gegeben. „Im Städel Garten“ präsentiert das Städel-Museum eine eigens für diesen Anlass vom belgischen Künstler David Claerbout produzierte Adaption des Dschungelbuches „Der Film. Die reine Notwendigkeit“. Weitere Ausstellungen mit Buchmessenbezug seien im Ausstellungshaus, Basis e.V., Deutsches Architekturmuseum, Eunic Frankfurt, Fotografie Forum Frankfurt, Haus am Dom, im Portikus und an weiteren Orten zu sehen (siehe unten).

„Die Stadt Frankfurt ist mit der Buchmesse, dem Börsenverein, der Nationalbibliothek und als Heimat vieler Verlage die deutsche Buchstadt. Wenn die Buchmesse am 17. Oktober ihre Türen öffnet, prägen eine Vielzahl unterschiedlichster Institutionen das literarische Veranstaltungsleben in der Stadt. Das kulturelle Rahmenprogramm rund um den Ehrengast Flandern und die Niederlande umfasst Lesungen, Ausstellungen, Diskussionen und Gespräche bis hin zu einem Symposium mit dem Thema Architektur oder philosophischem Dinieren gemeinsam mit holländischen und flämischen Literaten. Theater-, Tanz-, Performance- und Musikveranstaltungen nehmen in dem facettenreichen Programm ebenso einen wichtigen Platz ein“, erläutert Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig.

„Die Literaturprogramme des Kulturamts ‚Literatur im Römer‘ und das Lesefest OPEN BOOKS ergänzen darüber hinaus die umfassende Bandbreite des Literaturkalenders zur Buchmessezeit. Die kostenlosen Lesungsformate erfreuen sich einer großen Besucherresonanz. Ein breites, sehr unterschiedliches Publikum nutzt die Gelegenheit, sich in besonderer Atmosphäre mit den literarischen Novitäten im Bereich der deutschsprachigen Belletristik, des Sachbuches und der internationalen Literatur vertraut zu machen“, so Hartwig weiter.

Flandern und die Niederlande treten bereits zum zweiten Mal als Ehrengast der Buchmesse auf. Der künstlerische Leiter des Gastlandauftritts ist Bart Moeyaert, den deutsche Leser als erfolgreichen flämischen Kinder- und Jugendbuchautor und Preisträger des Deutschen Jugendliteraturpreises ‚LUCHS‘ kennen. Er sieht den zweiten Besuch in Frankfurt als Chance, Flandern und die Niederlande neu kennenzulernen.

Gemäß dem Motto ‚Dit is wat we delen / Dies ist, was wir teilen‘ möchte er mit den Besuchern aus aller Welt nicht nur neue Romane, Sachbücher oder Lyrik sondern auch Eindrücke, Erfahrungen, Kunst und Kultur teilen. „Wir waren 1993 das erste Mal Gastland – dieser Fakt sagt bereits, wie wichtig die Frankfurter Buchmesse für die Literaturwelt in Flandern und den Niederlanden ist. Wenn Leute sagen: „Wir kennen dich,” finde ich das immer schade. Wenn Menschen nicht zweimal hinschauen wollen, verpassen sie Vieles. Ebenso ist es nun mit dem Gastlandauftritt. 25 Jahre sind vergangen, es gibt neue Namen, neue Menschen, eine neue Dynamik. Es ist wie das Meer, das Flandern und die Niederlande teilen: Alles ist in Bewegung, es liegen neue Schätze am Strand”, führt der Intendant aus.

Im Mousonturm hat sich das offizielle Gastlandcafé als Treffpunkt für Autoren, Künstler und Gäste etabliert. Bis zum Ende der Buchmesse am 22. Oktober können über dreihundert literarische Neuerscheinungen und Übersetzungen bei flämischem Bier, niederländischen Matjes und vielen weiteren Spezialitäten durchstöbert werden. In der Reihe ‚Philosophischer Tisch‘ sind im Mousonturm zudem niederländische und flämische Literaten und Philosophen zu Gast, die Speisen, Trank und Gedanken austauschen. Am 4. Oktober geht es mit Marli Huijer um Disziplin und am 13. Oktober mit Chris de Stoop, darum, wie wir uns ernähren wollen.
Auf Initiative der Niederländischen Stiftung für Literatur und des Flämischen Literaturfonds finden im Rahmen des Ehrengastauftritts in ganz Deutschland über 400 Veranstaltungen statt.

Programm-Sparten mit ihren Schwerpunkten

Ausstellungen

Die Ausstellung Maatwerk / Maßarbeit des Deutschen Architekturmuseums präsentiert die Architektur des Ehrengastes und stellt der bekannten Szene der ‚Super-Dutch’ neue Perspektiven zur Seite.

Das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt zeigt im MMK 1 in der AusstellungFionaTan.Geografie der Zeit sowohl Hauptwerke als auch neue installative Environments aus dem filmischen Oeuvre der Künstlerin. Das MMK 2 stellt parallel ab 14. Oktober in Willem de Rooij Entitled drei Werkgruppen des Städelprofessors aus, die durch ihre erstmalige Kombination vertiefende Einblicke in das Schaffen des Künstlers geben. Im MMK 3 ist bis 6. November Laure Prouvost. all behind, we’ll go deeper, deep down and she will say: mit einer raumgreifenden Installation der Künstlerin zu sehen.

Mit Werken des Comic bzw. der Graphic Novel befassen sich zwei Ausstellungen. EUNIC Frankfurt präsentiert Graphic Novels aus Europa, darunter auch das Werk des Flamen Oliver Schrauwen. Das Haus am Dom stellt in SPRACHaufZEICHNUNG – Visuelle Poesie, Comic und Graphic Novel aus Flandern und den Niederlanden das Zeitungs-Projekt ‚Parade‘, gemeinsam mit Japp Blonks DADA inspirierten Notaten und Videos, aus.

Im Fotografie Forum Frankfurt lädt die Ausstellung Emmy’s World dazu ein, durch Hanne van der Woudes Fotos in das Lieben und Leben der heute 85-jährigen Malerin Emmy Eerdmans einzutauchen.

Die Ergebnisse einer Kooperation von Artist in Residence Frankfurt mit Air Antwerpen und der Stiftung Charlois aan het Water werden ab 14. Oktober in der Produktions- und Ausstellungsplattform basis e.V. mit der Ausstellung State of the City präsentiert. Im Vorfeld haben für drei Monate je zwei Künstlerinnen und Künstler aus Rotterdam, Antwerpen und Frankfurt in einer der anderen Städte gearbeitet.
Die Ausstellungshalle 1A und der Portikus präsentieren Werke flämischer Künstler. Während in Nicole van den Plas Ausstellung Nikolaus Emil Johann Ludwig die Altniederländer als Inspirationsquelle deutlich werden, orientiert sich das Künstlerduo De Gruyter & Thys am Suprematismus.
Ebenfalls am Museumsufer, im Garten des Städel Museums, wird der Film Die reine Notwendigkeit des belgischen Künstlers David Claerbourt zu sehen sein. Die Adaption des Trickfilm-Klassikers ‚Das Dschungelbuch‘ überrascht durch tierische Protagonisten, die sich allem ‚Vermenschlichten‘ entledigt haben.
Tierisches gibt es auch im Senckenberg Museum zu entdecken. Am 19. Oktober wird inErlesene Leckerbissen aus Natur und Wissenschaft die aktuelle wissenschaftliche Literatur unter anderem aus Flandern und den Niederlanden vorgestellt.

Zu den Ausstellungen wird jeweils ein umfassendes Programm mit Führungen, Workshops und Diskussionen angeboten.
Musikveranstaltungen/Tanz/Theater/Performances

Mit Königin Lear bringt das Schauspiel Frankfurt Tom Lanoye’s Adaption des Shakespeare Klassikers ‚König Lear‘ auf die Bühne. Der belgische Autor setzt mit diesem Stück seine Arbeit an der Schnittstelle von Theater und Videokunst fort.
Die Veranstaltung Aus der Vogelperspektive und andere Sichtweisen, eine Kombination aus Lesung und Konzert, gewährt an unterschiedlichen Orten literarisch-musikalische Einblicke in die Niederlande.
Noch bis zum 4. November sind Tolle Künste aus Flandern und den Niederlanden im Mousonturm zu Gast. Bekannte Größen der niederländischen und flämischen Tanz-, Theater- und Performance-Szene stellen ihre neuesten Werke vor. So zum Beispiel die von Hieronymus Boschs Höllenvisionen inspirierte klang-, text- und bildgewaltige OperBOSCH BEACH, welche von muziektheater LOD, Vasco Mendonça, Dimitri Verhulst, Kris Verdonck und dem Asko|Schönberg Ensemble inszeniert wird. Am 18. und 19. Oktober beeindruckt der belgischen Tänzer und Choreograf Pieter Ampe mit seiner Tanzperformance So you can feel, in der er gesellschaftliche Normen verschiebt und Leitbilder vernebelt. Die Künstlerin Sarah Vanhee präsentiert im gleichen Zeitraum in ihrer, den Theatersaal erfüllenden Performance, Oblivion realen und virtuellen Müll, bestehend aus Objekten, Gedanken und Beziehungen, den sie ein Jahr lang gesammelt hat.

Film

Das Deutsche Filmmuseum zeigt in Kooperation mit dem Eye Filminstitut International zwischen dem 17. und 30. Oktober Verfilmungen bekannter niederländischer Romane, Erzählungen, Novellen und eines Comics.
Der niederländische Fotograf, Rockmusiker und Filmemacher Anton Corbijn spricht am 17. Oktober mit dem Autor Bart Chabot über ihre gemeinsame Freundschaft zum Rockmusiker Herman Brood, die Adaption von Literaturvorlagen und die Entwicklung von Drehbüchern. Im Anschluss zeigt das Kino des Deutschen Filmmuseum den Film
A MOST WANTED MAN, bei dem Anton Corbijn Regie führte und Philip Seymour Hoffman in seiner letzten Hauptrolle zu sehen ist.


Lesungen

Anlässlich des Ehrengastlandauftritts auf der Frankfurter Buchmesse werden allein in diesem Jahr mehr als 250 Titel unterschiedlichster Genres aus dem Niederländischen auf Deutsch erscheinen. Zahlreiche Lesungen laden dazu ein, sich ausführlicher mit dem Literaturangebot unserer Nachbarn auseinanderzusetzen.

Ein umfangreiches Lesungsprogramm bietet beispielsweise die Stadtbücherei an: Gemeinsam mit Laura Starink und Douwe Draaisma stellt der niederländische Publizist Geert Mak am 19. Oktober sein neustes Werk ‚Die vielen Leben des Jan Six‘ vor.
Am 22. Oktober lassen drei flämischen Autoren, Saskia de Coster, Yves Petry und Stefan Brijs, die Zuhörer an einer verkorksten Familiengeschichte, einem gewünschten Mord und einer Vater-Sohn-Geschichte teilhaben. Mit einer auffälligen Mutter-Sohn-Beziehung befasst sich dagegen Arnon Grünberg am 23. Oktober im Haus am Dom.
Im Literaturhaus spricht Cees Nooteboom am 19. Oktober über sein Werk ‘533 Tage. Berichte von der Insel‘. Die Bedeutung des ‚Tagebuch der Anne Frank‘, das Tagebuch des Amsterdamer Mädchens, das längst zur Ikone geworden ist, diskutieren die AutorenJessica Durlacher und Mano Bouzamour am 20. Oktober in der Bildungsstätte Anne Frank mit dem Publikum.
Eine ungewöhnliche Begegnung zwischen sechs Autoren aus Flandern und den Niederlanden mit Gemälden unterschiedlicher Epochen findet am 23. Oktober im Städel Museum statt.
Poesie aus dem Ehrengastaland steht am 21. Oktober im Literaturforum im Mousonturm bei Wortküsten und Sprachpolder im Fokus.

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Über das Rahmenprogramm zum Ehrengast Flandern & die Niederlande hinaus werden zur Buchmesse die Literaturveranstaltungen OPEN BOOKS und Literatur im Römer ein Hauptanziehungspunkt für Buch- und Literaturinteressierte in der Frankfurter Innenstadt sein.

Bereits zum achten Mal findet in diesem Jahr OPEN BOOKS statt. Das große Lesefest zur Frankfurter Buchmesse ist im literarischen Kalender der Stadt fest etabliert und öffnet 2016 vom 18. bis 22. Oktober seine Türen: Im Rahmen von 132 Veranstaltungen präsentieren 181 Autorinnen und Autoren rund um den Römer ihre neuesten Werke. Das Publikum kann sich so einen vielfältigen Eindruck über die Neuerscheinungen des Herbstes im Bereich der deutschsprachigen Belletristik, des Sachbuches und der internationalen Literatur verschaffen. 90 Verlagshäuser aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen die Möglichkeit, die Novitäten ihres Herbstprogramms vorzustellen. Wie in den Vorjahren ist das Kulturamt Frankfurt am Main Veranstalter von OPEN BOOKS und trifft eine Auswahl aus den Vorschlägen der Verlage.

Neu: Slow Reading-Raum im Kunstverein

Erstmalig hat das Kulturamt einen Raum im Kunstverein als erste deutsche Dependance der ‚Slow Reading-Bewegung‘ eingerichtet, in der die bedrohte Kulturtechnik des stillen und konzentrierten Lesens eingeübt wird. Dort werden die 10 Regeln der ‚Slow Reading-Bewegung‘ praktiziert, die unter anderem fordern: ‚Switch off‘.

Neu: Comics bei Open Books

Zum ersten Mal gibt es beim Lesefest Open Books einen Comicschwerpunkt. So wird der Frankfurter Comic-Experte Jakob Hoffmann am Messe-Donnerstag in der Heussenstamm-Galerie drei Graphic-Novel Projekte aus Flandern und den Niederlanden vorstellen.

Büro für überflüssige Worte 

Der ebenfalls in Frankfurt ansässige Performancekünstler Dirk Hülstrunk baut am Mittwoch und Freitag im Kunstverein und am Samstag in der Schwanenhalle sein ‚Büro für überflüssige Worte‘ auf, an dem jeder ein Wort abgeben kann, dass er für überflüssig hält und verspricht, nie wieder zu verwenden. Im Gegenzug erhält er ein Gratiswort.

OPEN BOOKS   mit  ‚Teil der Bewegung‘ der Lyriknacht an Musik

Und auch in diesem Jahr endet das offizielle Lesungsprogramm von OPEN BOOKS mit ‚Teil der Bewegung‘, der Lyriknacht an Musik, die von unabhängigen Verlagen organisiert wird. Dabei sind jüngere Stimmen der Gegenwartslyrik wie Mara-Daria Cojocaru, David Krause und Charlotte van den Broeck. Die Musik steuert Alex Mayr bei. Der Eintritt kostet 5 Euro.

Zentrale Orte wieder Frankfurter Kunstverein und Römer

Neben den Veranstaltungen im Frankfurter Kunstverein wird ein Großteil der deutschsprachigen Belletristik dieses Jahr erneut im historischen Römer der Stadt Frankfurt präsentiert. Freitag und Samstag wird in der Schwanenhalle das Festivalzentrum zu finden sein, wo man sich treffen, aber auch ausruhen kann und wo ‚Inges Küche‘ etwas zur Stärkung anbietet.

Die neuen Sachbücher werden wieder im Haus am Dom vorgestellt. Internationale Autorinnen und Autoren lesen in der Alten Nikolaikirche. Weitere Veranstaltungsorte sind in diesem Jahr das Haus des Buches, die Heussenstamm-Galerie, das Bibelmuseum und die Katharinenkirche. Die große Party zum Abschluss wird in guter Tradition im Literaturhaus Frankfurt gefeiert.

Zur Eröffnung von OPEN BOOKS 2016 präsentieren die/der am Tag zuvor gekürten Preisträger/in des Deutschen Buchpreises, Marcel Beyer als designierter Büchner-Preisträger 2016 sowie Sybille Lewitscharoff und Connie Palmen auf dem Blauen Sofa im Chagallsaal des Schauspiels Frankfurt ihre neuesten Bücher. Die Eröffnung wird in Zusammenarbeit von Bertelsmann, ZDF und Deutschlandradio Kultur gemeinsam mit der Stadt Frankfurt und dem Schauspiel Frankfurt durchgeführt.

Literatur im Römer

„Literatur im Römer“ ist die älteste literarische Großveranstaltung und unumstrittener Publikumsliebling. In Kooperation mit hr2-kultur und SWR 2 präsentiert das Kulturamt Frankfurt in den Römerhallen die wichtigsten deutschsprachigen Romane des Herbstes. Am Messemittwoch und Messedonnerstag werden jeweils acht Autoren im kurzen Gespräch mit den Moderatoren Sigrid Löffler, Gerwig Epkes, Cécile Schortmann und Alf Mentzer ihre neuesten Werke vorstellen. Mittwoch lesen Bachtyar Ali, Emma Braslavsky, Sabine Gruber, Teresa Praauer, Kathrin Schmidt, Marlene Streeruwitz, Tommy Wieringa und Gisela von Wysocki. Am Donnerstag Helmut Kuhn, Thomas Melle, Terezia Mora, Kathrin Röggla, Eugen Ruge, Heinrich Steinfest, David Wagner und Leon de Winter.

Openbooks-Programm 

Literaturhaus Wiesbaden liest im Vorfeld der Buchmesse Werke des Gastlandes Niederland

FBM_Logo_2016_EhrengastDer Oktober steht ganz im Zeichen von Flandern und den Niederlanden – in diesem Jahr unter dem Motto „Dies ist, was wir teilen“ Gastland der Frankfurter Buchmesse. An einem Wochenende zeigen im Literaturhaus Villa Clementine in Wiesbaden im Vorfeld der Buchmesse vier Autoren mehrerer Generationen in unterschiedlichen Genres die Vielfalt der flämischen und niederländischen Literatur. Arnon Grünberg, Lot Vekemans, Kris Van Steenberge und Margriet de Moor machen mit ihren Romanen Lust auf eine literarische Entdeckungstour in unser Nachbarland.

© massow-picture
© massow-picture

Unter dem Titel „Neue Literatur aus Flandern und den Niederlanden“ finden im Literaturhaus Villa Clementine in Wiesbaden mit Unterstützung des Nederlands Letterenfonds und des Netzwerkes der Literaturhäuser im Vorfeld der Buchmesse vom 7.-9. Oktober verschiedene Lesungen niederländischer und flämischer Autoren statt.

Wiesbaden ist historisch mit dem Königshaus Oranien der Niederlande verbunden, denn dieses ging einst aus dem Herzogtum Nassau hervor. Ein Blick in die niederländische und flämische Gegenwartsliteratur soll das Verhältnis neu beleben und vertiefen. Das ausführliche Programm liegt in Form einer Broschüre aus.

Fr. 07.10. | 19.30 Uhr

Arnon Grünberg Foto: Bettina Fürst-Fastr
Arnon Grünberg Foto: Bettina Fürst-Fastr

„Muttermale“ ist der grotesk komische und berührende neue Roman des bekannten niederländischen Schriftstellers Arnon Grünberg. Er erzählt darin von zwei Menschen, die aneinander gebunden sind ohne Wenn und Aber, die ohne einander nicht leben und nicht sterben können und die eine unendliche Liebe eint: Mutter und Sohn.

Otto Kadoke arbeitet als Psychiater in einem Krisenzentrum. Er versucht, Menschen mit Selbstmordabsichten von ihren Plänen abzubringen. Als er eines Tages seine pflegebedürftige Mutter besucht, öffnet eine nepalesische Hilfskraft die Tür, nur in ein Handtuch gehüllt. Der Psychiater verliebt sich sofort in die junge Frau. Und sieht sich wenig später mit der Situation konfrontiert, dass er sich von nun an alleine um die Pflege seiner Mutter kümmern muss. Kadoke ist kinderlos, mittleren Alters, aber nicht unattraktiv, besonders nicht für junge Ärztinnen. Als er auch bei einer suizidalen Frau die professionelle Distanz nicht wahrt, kommen sein Privat- und sein Berufsleben durcheinander: Das Haus seiner Mutter wird ab da zum ambulanten Krisenzentrum für alle, und Kadoke dekliniert Liebe auf ganz neue Weise: fürsorglich.

Arnon Grünberg wurde 1971 in Amsterdam geboren. Seine Eltern sind Mitte der 1930er Jahre aus Nazi-Deutschland geflohen. Er gründete seinen eigenen Verlag Kasimir, welcher sich der Veröffentlichung „nicht arischer“ deutschsprachiger Literatur widmete. Seinen ersten Roman „Blauer Montag“ veröffentlichte er 1994, im Alter von 23 Jahren. Er wurde ein inter-nationaler Bestseller. Neben literarischen Veröffentlichungen ist Grünberg für seine Tätigkeit als Kolumnist, Essayist, Journalist und Blogger bekannt. Er gilt als vielseitiger Autor, der sich auch ungewöhnlichen Projekten gegenüber offen zeigt und zahlreiche Auszeichnungen erhielt. Grünberg lebt und arbeitet seit 1995 in New York City.
Fr. 07.10. | 19.30 Uhr
Autorenlesung
Moderation: Christoph Buchwald
€ 6 / 5 zzgl. VVG., Abendkasse: € 10 / 9
Vorverkaufsstellen: Tourist-Information Wiesbaden, Marktplatz 1, Tel.: 0611 – 1729930 ;
TicketBox in der Wiesbadener Galeria Kaufhof, Kirchgasse 28, Tel.: 0611 – 304808
Online unter: www.wiesbaden.de/literaturhaus
Veranstalter: Literaturhaus Villa Clementine mit Unterstützung des Nederlands Letterenfonds und des Netzwerkes der Literaturhäuser
Ort: Literaturhaus Villa Clementine, Frankfurter Str. 1

Sa. 08.10. | 18.30 Uhr

Lot Vekemans © Merlin Daleman
Lot Vekemans © Merlin Daleman

Die Stücke der niederländischen Autorin Lot Vekemans werden auf vielen deutschen Bühnen mit großem Erfolg gespielt. Nun liegt ihr erster Roman „Ein Brautkleid aus Warschau“ vor – eine berührende Geschichte über die Unwägbarkeiten des Lebens.

Mit unvergesslichen Figuren entfaltet sie in drei Erzählungen die Geschichte der jungen Polin Marlena und der drei Männer, die ihr begegnen. Zuerst schildert Marlena ihr Leben auf dem polnischen Land und das Zusammentreffen mit dem Journalisten Natan, in den sie sich Hals über Kopf verliebt, der jedoch wieder in sein Heimatland Amerika zurückkehrt – ohne zu wissen, dass Marlena schwanger ist. Ihrer streng katholischen Mutter kann sie auf keinen Fall sagen, dass sie von einem jüdischen Journalisten ein Kind erwartet. So kommt sie auf eine andere, etwas skurrile, Idee: Sie kontaktiert eine Heiratsvermittlung und lernt darüber einen holländischen Bauern kennen. Kurzentschlossen zieht sie nach Holland zu Andries, der ein liebevoller Vater für ihren Sohn Stan wird. Doch als sie eines Tages nach Jahren wieder ihre Heimat Polen besucht, bleibt sie mit Stan dort, der aus Verzweiflung darüber aufhört zu sprechen. An diesem Zeitpunkt der Handlung wechselt Vekemans die Perspektive der Geschichte und verdeutlicht anhand der Erzählungen von Andries und Szymon, einem Verwandten von Natan, dass es mehr als eine Wahrheit gibt, wenn man seinen Platz im Leben sucht.

Lot Vekemans, geboren 1965, studierte Geographie, später an der Schriftsteller-Akademie Colofon in Amsterdam. Seit 1995 schreibt sie Theaterstücke. Sie sind in mehr als fünfzehn Sprachen übersetzt und wurden vielfach preisgekrönt. Ihr Stück „Gift“ feiert derzeit in Deutschland Erfolge.
Sa. 08.10. | 18.30 Uhr
Autorenlesung
Moderation: Christoph Buchwald
€ 6 / 5 zzgl. VVG., Abendkasse: € 10 / 9
Vorverkaufsstellen: Tourist-Information Wiesbaden, Marktplatz 1, Tel.: 0611 – 1729930 ;
TicketBox in der Wiesbadener Galeria Kaufhof, Kirchgasse 28, Tel.: 0611 – 304808
Online unter: www.wiesbaden.de/literaturhaus
Veranstalter: Literaturhaus Villa Clementine mit Unterstützung des Nederlands Letterenfonds und des Netzwerkes der Literaturhäuser
Ort: Literaturhaus Villa Clementine, Frankfurter Str. 1

Sa. 08.10. | 20.30 Uhr

Kris van Steenberge © Johan Jacobs
Kris van Steenberge © Johan Jacobs

Kris Van Steenberge zeichnet in seinem Romandebüt „Verlangen“ das psychologisch eindringliche Porträt einer Familie kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Raffiniert schildert er aus verschiedenen Perspektiven das tragische Schicksal der Familie Duponselle im kleinen belgischen Ort Woesten unweit von Ypern. Elisabeth, Tochter des Schmieds, hat sich immer nach Bildung gesehnt und wollte der Enge des Dorfes entfliehen. Als sie den jungen Arzt Guillaume Duponselle heiratet, scheint sich alles zunächst positiv zu entwickeln. Doch Guillaume kämpft mit seinen inneren Dämonen, kann den frühen Tod seines Vaters, an dem er sich schuldig fühlt, nicht verarbeiten. Die dunkle Seite seines Charakters kommt immer deutlicher zum Vorschein, als bei der Geburt seiner Zwillinge nur ein Sohn gesund ist, der andere furchtbar entstellt. Elisabeth setzt alles daran, das Leben des Jungen, den sein Vater nur Namenlos getauft hat, zu retten. Es gelingt ihr tatsächlich, Namenlos überlebt. Die Brüder wachsen heran, Valentijn ist bei allen beliebt, während die Dorfbewohner und sein eigener Vater nichts mit Namenlos zu tun haben wollen, in der Schule wird er schikaniert. Einzig seine Mutter und deren Tante setzen sich für ihn ein. Doch dann wird Elisabeth ermordet aufgefunden und der Erste Weltkrieg bricht aus – eine Zukunft scheint es für niemanden mehr zu geben.

Kris Van Steenberge, geboren 1963 in Lier / Belgien, arbeitet als Dramatiker, Regisseur und Lehrer. Die Geschichten seines Großvaters über den „Großen Krieg“ waren der Ausgangs-punkt für seinen ersten Roman „Verlangen“. 2014 wurde dieser mehrfach als bestes flämisches Debüt ausgezeichnet und wird derzeit verfilmt.
Sa 08.10. | 20.30 Uhr
Autorenlesung
Moderation: Christoph Buchwald
€ 6 / 5 zzgl. VVG., Abendkasse: € 10 / 9
Vorverkaufsstellen: Tourist-Information Wiesbaden, Marktplatz 1, Tel.: 0611 – 1729930 ;
TicketBox in der Wiesbadener Galeria Kaufhof, Kirchgasse 28, Tel.: 0611 – 304808
Online unter: www.wiesbaden.de/literaturhaus
Veranstalter: Literaturhaus Villa Clementine mit Unterstützung des Nederlands Letterenfonds und des Netzwerkes der Literaturhäuser
Ort: Literaturhaus Villa Clementine, Frankfurter Str. 1

So 09.10. | 19.30 Uhr

Margriet_de_Moor © Maria Neefjes
Margriet_de_Moor © Maria Neefjes

Margriet de Moor – eine der bedeutendsten niederländischen Schriftstellerinnen der Gegenwart – erzählt in „Schlaflose Nacht“ eine melancholische Liebesgeschichte mit großer emotionaler Wucht.

Eine Frau ist um den Schlaf gebracht seit ihr Mann sich einst ohne eine Erklärung das Leben nahm. Nur wenige Monate waren sie miteinander verheiratet, glücklich schienen sie und doch hat er die unerklärliche Tat begangen. Auch wenn seitdem zahlreiche Jahre vergangen sind, lässt sie die Erinnerung nicht los. Noch immer wohnt sie in dem gemeinsamen Haus, nutzt die durchwachten Stunden zum Backen von Kuchen und zum Nachdenken. Einzig in den Nächten, die sie mit fremden Männern verbringt – kennengelernt über eine unmissverständliche Kontaktanzeige – findet sie meist für kurze Zeit innere Ruhe. Doch dann lernt sie einen Mann kennen, der dieses Muster durchbricht. Und noch einmal hängt sie eine Nacht lang ihren Gedanken nach – möglicherweise um dann einen Neuanfang zu wagen.

Margriet de Moor, geboren 1941, studierte Klavier und Gesang, bevor sie sich dem Schreiben zuwandte. Bereits ihr erster Roman „Erst grau dann weiß dann blau“ (1993) wurde ein großer Erfolg. Heute sind ihre Romane und Erzählungen in alle Weltsprachen übersetzt. Zuletzt erschienen „Die Verabredung“ (2000), „Sturmflut“ (2006), „Der Maler und das Mädchen“ (2011) sowie „Mélodie d’amour“ (2014). Margriet de Moor war 2003 Gastgeberin der Wiesbadener Literaturtage. Sie lebt in Amsterdam.
So 09.10. | 19.30 Uhr
Autorenlesung
Moderation: Sandra Kegel (FAZ)
€ 6 / 5 zzgl. VVG., Abendkasse: € 10 / 9
Vorverkaufsstellen: Tourist-Information Wiesbaden, Marktplatz 1, Tel.: 0611 – 1729930 ;
TicketBox in der Wiesbadener Galeria Kaufhof, Kirchgasse 28, Tel.: 0611 – 304808
Online unter: www.wiesbaden.de/literaturhaus
Veranstalter: Literaturhaus Villa Clementine mit Unterstützung des Nederlands Letterenfonds und des Netzwerkes der Literaturhäuser
Ort: Literaturhaus Villa Clementine, Frankfurter Str. 1

Mi 12.10. | 19.30 Uhr

Judith Schalansky (c) Susanne Schleyer Suhrkamp
Judith Schalansky (c) Susanne Schleyer Suhrkamp

Im Rahmen der „Poetikdozentur: junge Autoren“ hält die vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin Judith Schalansky im Oktober in der Hochschul- und Landesbibliothek ihre erste Vorlesung unter dem Titel „Lektionen I: Von der Schrift zum Schreiben“.

Judith Schalansky ist Schriftstellerin und Gestalterin. In ihren Büchern verarbeitet sie obskure Obsessionen, von der schlecht beleumundeten Frakturschrift bis zu den verwirrend widersprüchlichen Signalen der Matrosenuniform, von der hartnäckigen Anziehungskraft abgelegener Inseln zu dem unbeirrbaren Weltbild einer alternden Biologielehrerin. In ihren Poetikvorlesungen wird Judith Schalansky jene Lektionen nachverfolgen, die ihr Schaffen geprägt haben: So steht am Anfang ihrer ersten Vorlesung eine kurze Einführung in die Grundlagen der Typografie. Wie sich Gestaltungsgesetze auf das literarische Schreiben übertragen lassen, wird im weiteren Verlauf des Abends im Rahmen einer Werkschau gezeigt.
Mi 12.10. | 19.30 Uhr
Vorlesung
Eintritt frei.
Veranstalter: Hochschule RheinMain in Kooperation mit dem Literaturhaus / Kulturamt Wiesbaden
Ort: Hochschul- und Landesbibliothek RheinMain, Lesesaal, Rheinstr. 55 – 57

Do 13.10. | 19.30 Uhr
Marlene Lohner – seit 40 Jahren Dozentin an der Volkshochschule in Wiesbaden – erzählt die Geschichten ihres Lebens: Sie berichtet von einer glücklichen Kindheit in Bremen, bis die Bomben die Stadt in Trümmer legten, und von ihrem Studium in Erlangen. Kurz darauf führte die promovierte Literaturwissenschaftlerin eine Einladung in die USA, wo sie Prof. Edgar Lohner kennenlernte – es folgten Heirat und Kinder sowie ein Umzug nach Stanford / Kalifornien. Es war die schönste Zeit ihres Lebens. Zehn Jahre später kam ein verlockendes Angebot aus Deutschland und die Familie zog nach Wiesbaden. Ihr Mann verstarb drei Jahre später unerwartet, die Jahre danach beschrieb sie in ihrem Buch „Plötzlich allein“. Dann nahm sie das Angebot der Volkshochschule an und lehrt dort seit 40 Jahren die Auseinandersetzung mit Literatur. Diese hat sie auch in düsteren Zeiten gerettet, denn: Wer liest, ist nie allein.
Do 13.10. | 19.30 Uhr
€ 8 / 7 – Nur Abendkasse!
Veranstalter und Ort: Literaturhaus Villa Clementine, Frankfurter Str. 1

Mi 19.10. | 19.30 Uhr
Im Rahmen der Literaturwerkstatt des Fördervereins Wiesbadener Literaturhaus Villa Clementine ist der Architekt Dirk Hoga zu Gast und spricht über „Überraschende Entdeckungen bei der Sanierung in der Villa Clementine“.

Als erste Villa in der Wilhelmstrasse wurde von 1878 bis 1882 die großbürgerliche Villa Clementine nach Plänen des Architekten G. F. Fürstchen erbaut – im Stil des Historismus. 1960 erwarb die Stadt Wiesbaden die schöne Villa. Es dauerte 15 Jahre, bis mit der Restaurierung des Gebäudes in Teilabschnitten begonnen wurde. Als der Wiesbadener Architekt Dirk Hoga im Jahr 2000 den Auftrag bekam, die zweite Etage zu sanieren, befand sich diese in einem schlechten Zustand. Über die aufwändige Sanierung und die überraschenden Ergebnisse der Arbeiten wird Dirk Hoga berichten. Die ehemalige Kulturdezernentin Rita Thies, die während der Sanierung eng mit Hoga zusammen gearbeitet hat, wird als Gast erwartet.

Dirk Hoga lebt und arbeitet in Wiesbaden. Er ist seit mehr als 25 Jahren freischaffender Architekt. Sein Büro beschäftigt sich vorrangig mit der Sanierung, Renovierung und Weiterentwicklung historischer Gebäude.
Mi 19.10. | 19.30 Uhr
€ 8 – Nur Abendkasse! Für die Mitglieder des Fördervereins Literaturhaus Villa Clementine und des Pressclubs ist der Eintritt frei.
Veranstalter: Förderverein Wiesbadener Literaturhaus Villa Clementine e. V.
Ort: Presseclub in der Villa Clementine, Frankfurter Str. 1

Mi 26.10. | 19.30 Uhr

Alexander Pfeiffer -® Fotografie Carina Faust
Alexander Pfeiffer -® Fotografie Carina Faust

Der Wiesbadener Krimiautor Alexander Pfeiffer liest im Literaturhaus erstmals aus seinem neuen Wiesbaden-Krimi „Geisterchoral“: Filmvorführer Sänger steckt in Geldnot. Als ihn seine Exfreundin mit einer brisanten Suche beauftragt, zögert er nicht lange und begibt sich auf die Jagd nach einem entflohenen Häftling. Sie führt ihn auf verschlungenen Wegen durch ein geisterhaftes Wiesbaden, und Sänger ahnt nicht, dass er erst mit seiner eigenen Geschichte ins Reine kommen muss, um den heraufbeschworenen Geistern zu entkommen.

Alexander Pfeiffer, geboren 1971 in Wiesbaden, arbeitet als freier Autor, Literaturveranstalter und Moderator. Neben Kurzgeschichten und einem Gedichtband veröffentlichte er drei Wiesbaden-Krimis; von 2010 bis 2012 gab er die Anthologiereihe „KrimiKommunale“ heraus. 2014 erhielt er den Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte „Kurzkrimi“ sowie ein Arbeitsstipendium des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst für seinen Roman „Geisterchoral“.
Mi 26.10. | 19.30 Uhr
Buchpremiere
Moderation: Shirin Sojitrawalla (DLF und taz)
€ 8 / 7 zzgl. VVG., Abendkasse: € 12 / 11
Vorverkaufsstellen: Tourist-Information Wiesbaden, Marktplatz 1, Tel.: 0611 – 1729930 ;
TicketBox in der Wiesbadener Galeria Kaufhof, Kirchgasse 28, Tel.: 0611 – 304808
Online unter: www.wiesbaden.de/literaturhaus
Veranstalter und Ort: Literaturhaus Villa Clementine, Frankfurter Str. 1

OPEN BOOKS und ‚Literatur im Römer‘ erneut große Publikumsmagneten während der Frankfurter Buchmesse 2015

openbooks-logDas städtische Lesefest zur Buchmesse zieht auch in den neuen Räumlichkeiten tausende Besucher an

(pia) Mit einer großen Lyriknacht unter dem Titel „Teil der Bewegung“ in den Römerhallen und der OPEN PARTY im Literaturhaus ging Samstagnacht das vom Kulturamt der Stadt Frankfurt veranstaltete Lesefest OPEN BOOKS erfolgreich zu Ende.

Insgesamt fanden rund um den Römerberg über 120 Veranstaltungen mit mehr als 170 Mitwirkenden statt. Die Eröffnungsgala im Chagallsaal des Schauspiel Frankfurt dem ‘Blauen Sofa‘, auf dem unter anderem der Buchpreisträger Frank Witzel und Nora Bossong Platz nahmen, war bereits Wochen vorher restlos ausverkauft. An den Folgetagen lockte das vielseitige Programm mit den spannendsten Neuerscheinungen des Herbstes zahlreiche Besucher in die erstmals elf Veranstaltungsorte rund um den Römer. Bis auf den letzten Platz belegt waren etwa die Lesungen von Jenny Erpenbeck, Iris Radisch, Ulrich Wickert und Reinhold Messner sowie das Gespräch zwischen Jakob Augstein und Colin Crouch. Auch vor den Römerhallen, dem traditionsreichen Veranstaltungsort von ‚Literatur im Römer‘, trotzte das literaturinteressierte Publikum am Buchmessen-Mittwoch und Buchmessen-Donnerstag bereits eine Stunde vor Einlass Kälte und Regen, um die 16 besten Romane des Herbstes in kurzen Gesprächen und Lesungen präsentiert zu bekommen.

Insgesamt kamen zum städtischen Lesefest rund 12.000 Besucher. „Auch abseits des Messegeländes zeigte sich Frankfurt als Literaturstadt ersten Ranges“, zieht Kulturdezernent Felix Semmelroth Bilanz. „Die große Resonanz beweist einmal mehr, wie sehr die Frankfurterinnen und Frankfurter das abwechslungsreiche Programm aus Lyrik, Belletristik und Sachbuch, aus deutschsprachiger und internationaler Literatur zu schätzen wissen.“ Die Leiterin von OPEN BOOKS, Sonja Vandenrath, ergänzt: „Das Konzept von OPEN BOOKS, die Veranstaltungen rund um den Römerberg zu konzentrieren, hat sich erneut bewährt. OPEN BOOKS ist das große Lesefest der kurzen Wege.“

Das Hessische Literaturforum im Mousonturm e.V. Frankfurt während der Buchmesse

Das Hessische Literaturforum im Mousonturm e.V. Frankfurt während der Buchmesse am 14. und 17. Oktober 2015

Das Hessische Literaturforum freut sich, während der Buchmessensamstag das Lyrikkollektiv „babelsprech“ mit einer Vielzahl an Beteiligten zu Gast haben und den dritten Teil der legendären Lyrik von Jetzt-Anthologie vorstellen zu können. Neben den drei Herausgebern, Max Czollek, Michael Fehr und Robert Prosser, haben sich viele Nachwuchsstimmen angekündigt. Die Veranstaltung beginnt bereits um 19 Uhr, damit Lyrikfans am späteren Abend noch die „Teil der Bewegung“-Veranstaltung oder die Open Party der KollegInnen im Literaturhaus besuchen können.

Das Programm im Einzelnen

Mittwoch, 14. Oktober 2015, 20 Uhr:
Traumschiff
Alban Nikolai Herbst liest

Gregor Lanmeister befindet sich auf einer Reise mit einem Kreuzfahrtschiff – seiner letzten Reise. Er weiß, dass er auf diesem Schiff sterben wird, er hat, wie er sagt, das „Bewusstsein“. Und er weiß, dass er nicht alleine ist: unter all den Passagieren befinden sich 144 Menschen, die sein Schicksal teilen. Einige von ihnen wissen noch nicht, dass sie gekommen sind, um zu sterben, andere haben das Bewusstsein schon erlangt. Und obwohl Lanmeister um sein nahendes Ende weiß und zudem schon lange das Sprechen eingestellt hat, nimmt er doch rege am Leben an Deck teil, sucht die Nähe zu einer so eigenwilligen wie illustren Runde von Mitreisenden, verbringt Zeit mit einem Kreuzworträtsel lösenden Clochard, erinnert sich an die ersten Tage an Bord mit Monsieur Bayoun und liebt heimlich die Schiffspianistin Kateryna.

Nach der sprachlich wie inhaltlich hochkomplexen Anderswelt-Trilogie ist Alban Nikolai Herbsts Roman Traumschiff eine der Überraschungen der Buchsaison. Mit großer Sanftheit wendet er sich seinem Protagonisten in dessen letzter Lebensphase zu, der sich in einem flimmernden Kosmos zwischen Realität und Phantasie von seiner Existenz löst. In leisen Tönen und mit zärtlichem Witz wahrt Herbst die Würde des Sterbenden, der den ihm bevorstehenden Tod akzeptiert und vielleicht gerade deshalb mit jedem vergehenden Tag eine intensivere Weltwahrnehmung gewinnt.

Mod.: Harry Oberländer
Zeit: 20 Uhr
Ort: Literaturforum im Mousonturm
Eintritt: 7,-/4,-

Samstag, 17. Oktober 2015, 19 Uhr:
babelsprech stellt vor: „Lyrik von Jetzt 3″
Mit Carolin Callies, Lea Schneider, Max Czollek, Martin Piekar u.a.

2003 wagten sich Björn Kuhligk und Jan Wagner an die Herkulesaufgabe, die damalige junge Lyrikszene nach den interessantesten Stimmen zu durchforsten. Das Resultat war die heute legendäre Anthologie Lyrik von Jetzt, der 2008 ein zweiter Band folgte. Nun haben Kuhligk und Wagner den Staffelstab an das Lyrikkollektiv babelsprech übergeben. Die Babelsprech-Kuratoren Max Czollek (D), Michael Fehr (CH) und Robert Prosser (A) haben drei Jahre lang die deutschsprachige junge Lyrik vernetzt, eine Internetplattform  ins Leben gerufen und Veranstaltungen in drei Ländern organisiert. Die Veröffentlichung von Lyrik von Jetzt 3 bildet nun den Höhepunkt der gemeinsamen Arbeit und präsentiert die Texte einer neuen, lebendigen Generation von LyrikerInnen.

Neben den Herausgebern Max Czollek, Michael Fehr und Robert Prosser sind an diesem Abend dabei: Ianina Ilitcheva, Max Oravin, Michelle Steinbeck, Anna Ospelt, Lea Schneider, Tristan Marquardt, Martin Piekar und Carolin Callies.

Und im Anschluss? Da gibt’s Musik von DJ Janeck Altshuler.

Auf Initiative der Literaturwerkstatt Berlin und des Literaturhauses Wien, in Kooperation mit Literatur Lana, Kaufleuten Zürich, dem Robert Walser-Zentrum sowie dem Wallstein Verlag startete im September 2013 das zweijährige Projekt zur Förderung junger deutschsprachiger Lyrik. Das Projekt wird gefördert von der Kulturstiftung des Bundes (Deutschland), vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (Österreich) und von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung.

Zeit: 19 Uhr
Ort: Literaturforum im Mousonturm
Eintritt: 7,-/4,-

Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V.
Waldschmidtstraße 4
60316 Frankfurt am Main

Tel.: 069 – 24 44 99 41
Fax: 069 – 24 44 99 39;

Filmreihe zum Buchmessen-Gastland Indonesien ab 6.Okt. Filmmuseum Frankfurt

ARCHIPELAGO IN MOTION
Filmreihe zum Buchmessen-Gastland Indonesien
Dienstag, 6. Oktober, bis Freitag, 30. Oktober

Das Filmland Indonesien ist hierzulande beinahe unbekannt. Nach einer ersten Blütezeit in den 1950er Jahren war die Produktion in den folgenden Jahrzehnten, bedingt durch die politische und gesellschaftliche Situation, starken Schwankungen unterworfen. Seit der Re-Demokratisierung in den späten 1990er Jahren hat sich jedoch auch eine junge Filmszene herausgebildet, deren Werke das Kino des Deutschen Filmmuseums im Oktober zur Buchmesse vorstellt. Zu einigen der Vorführungen werden Gäste erwartet, die mit halbstündigen Lectures in die Filme einführen. Zum offiziellen Empfang lädt das Kino des Deutschen Filmmuseums am Samstag, 17. Oktober, von 18 bis 20 Uhr.

Dienstag, 06.10.2015, 20:30 Uhr
LEWAT DJAM MALAM After the Curfew
Indonesien 1954. R: Usmar Ismail
D: A.N. Alcaff, Netty Herawaty, R.D. Ismail. 105 Min. OmeU
Nach Jahren des Kampfes gegen das niederländische Regime in den 1940er Jahren kehrt einer der Rebellen in seine Heimat zurück und fi ndet eine andere Gesellschaft vor als die, für die er zu kämpfen glaubte. Usmar Ismail, der als Vater des indonesischen Kinos gilt, hat ein visuell kraftvolles Drama geschaffen über verlorene Illusionen und die Wut nach einer Revolution, die ihre Ziele aus den Augen verlor.

Sonntag, 11.10.2015, 20:30 Uhr
TJOET NJA’ DHIEN
Indonesien 1989. R: Erros Djarot
D: Piet Burnama, Christine Hakim, Rudy Wowor. 127 Min. OmeU
Im Jahr 1896, auf dem Höhepunkt der Rebellion gegen die niederländischen Kolonialherren, führt Tjoet Nja’ Dhien, Witwe eines der Rebellen, den Kampf weiter. Mit viel Charisma und Kraft überwindet sie die Hindernisse, die sich ihr in den Weg stellen, und motiviert ihre Weggefährten weiterzukämpfen. Der Film basiert auf der Lebensgeschichte von Cut Nyak Dhien, die 1964 zur indonesischen Nationalheldin ernannt wurde.

Mittwoch, 14.10.2015, 20:30 Uhr
SANG PENCERAH The Enlightener
Indonesien 2010. R: Hanung Bramantyo
D: Lukman Sardi, Zaskia Adiya Mecca. 123 Min. OmeU
Zu Gast: Fauzan Rizal (Kamera), Fajar Nugros
Lecture „Learning by experience: From film education to distribution“
SANG PENCERAH zeichnet das Leben von Mohammad Darwis nach, Sohn eines Imams in Yogyakarta, später bekannt als Muhammad Dahlan. Er gilt als Begründer einer der größten und bedeutendsten muslimischen Religionsgemeinschaften Indonesiens, der Muhammadiyah. Hanung Bramantyos Drama wurde nach seiner Veröffentlichung von vielen religiösen Gruppen als zu liberal zurückgewiesen.

Freitag, 16.10.2015, 17:30 Uhr
TABULA RASA
Indonesien 2014. R: Adriyanto Dewo
D: Jimmy Kobogau, Dewi Irawan, Yagu A.W. Unru. 105 Min. OmeU
Zu Gast: Adriyanto DewoTabula Rasa
Lecture „Portraying urban society trough film“
Hans, ein junger Mann aus Serui, träumt von einer Karriere als professioneller Fußballspieler in Jakarta. Durch einen Unfall findet der Traum ein jähes Ende. Heimat- und mutlos streunt er in der Stadt umher, bis ihn der Restaurantbesitzer Mak bewusstlos auffindet und mit nach Hause nimmt. Kochen und Essen wecken Leidenschaft und Lebenswillen in Hans wieder. Das mehrfach ausgezeichnete Familiendrama, das die traditionelle Minang-Küche und -Philosophie in den Fokus nimmt, ist herzerwärmend.

Freitag, 16.10.2015, 22:45 Uhr; Samstag, 24.10.2015, 22:45 Uhr
THE RAID – REDEMPTION
Indonesien 2011. R: Gareth H. Evans
D: Iko Uwais, Ray Sahetapy, Ananda George. 101 Min. OmU
In den Slums von Jakarta hält der Untergrundboss Tama ein Hochhaus besetzt, das vom Elite-Team des Polizisten Rama gestürmt werden soll. Während Tama ein Kopfgeld auf die Polizisten aussetzt, versuchen Ramas Leute, die Kontrolle über das Gebäude zu erringen. Ein Independent- Actionfilm mit mehr Körper- als Technikeinsatz.

Samstag, 17.10.2015, 20:00 Uhr
CAHAYA DARI TIMUR: BETA MALUKU Lights from the East: I Am Maluku
Indonesien 2014. R: Angga Dwimas Sasongko
D: Abdurrahman Arif, Aufa Assgaf. 150 Min. OmeU
Zu Gast: Erros Djarot (Regisseur), Angga Dwimas Sasongko
Lecture „Politics in Film“
Der Fußballtrainer der Jugendmannschaft von Maluku will Jugendliche verschiedener Religionen durch den Sport von Konflikten abhalten. Familiäre Probleme einerseits und die Möglichkeit, am National Championship teilzunehmen, andererseits stellen den Trainer vor die Herausforderung, das Fußball-Team gegen die Widerstände seiner Familie zusammenzuhalten.

Sonntag, 18.10.2015, 17:30 Uhr
SEBELUM PAGI TERULANG KEMBALI Before Morning Reoccur
Indonesien 2014. R: Lasja Fauzia Susatyo
D: Alex Komang. 102 Min. OmeU
Zu Gast: Lasja Fauzia Susatyo
Lecture „Filming raw and real content”
Yan, ein Beamter, und seine Frau, die Philosophieprofessorin Ratna, genießen ihr Leben als erfolgreiche Mittelklasse-Familie, deren erwachsene Kinder ihre eigenen Wege gehen. Als einer der Söhne und der größenwahnsinnige Schwiegersohn in eine Korruptionsaffäre verwickelt werden, wird die Familie von der sich auftürmenden Welle der Konsequenzen überrollt.

Mittwoch, 21.10.2015, 20:30 Uhr
PUISI TAK TERKUBURKAN The Poet
Indonesien 1999. R: Garin Nugroho
D: Ibrahim Kadir. 86 Min. OmeU
Während der gewaltsamen Machtübernahme durch Präsident Suharto in Indonesien im Jahr 1965 wurde der Dichter Ibrahim Kadir inhaftiert. Unter dem Vorwurf, Kommunist zu sein, wurde er unter grausamen Bedingungen festgehalten. Der Film basiert auf den Erinnerungen Kadirs an diese Zeit. Er spielt sich selbst, rezitiert Gedichte und stellt traumatische Szenen aus der Haft nach.

Donnerstag, 22.10.2015, 18:00 Uhr
Kurzfilmprogramm
Indonesien 2000-2014. Gesamtlänge: 60 Min. OmeU
In diesem Kurzfilmprogramm geht es nicht nur um visuell ansprechende Animationen, die Filmemacher behandeln darüber hinaus gesellschaftlich relevante und nicht immer einfache Themen. Die visuellen Ausdrucksformen reichen von Stop Motion bis zu digitalen 2Dund 3D-Verfahren.

Samstag, 24.10.2015, 20:30 Uhr
LASKAR PELANGI Die Regenbogenkrieger
Indonesien 2008. R: Riri Riza
D: Cut Mini, Zulfani, Ferdian. 124 Min. OmeU
Auf der Insel Belitong warten zu Beginn eines Schuljahrs die beiden Lehrer Muslimah und Harfan nervös auf ihre neuen Schüler – es müssen zehn sein, sonst wird die Schule geschlossen. Tatsächlich melden sich genau zehn Schüler an. Die meisten von ihnen sind Kinder armer Tagelöhner. Über fünf Jahre verfolgt der Film ihre Schicksale – und damit zugleich den Kampf Benachteiligter um das Recht, ihre Träume Wirklichkeit werden zu lassen. LASKAR PELANGI ist eine Adaption des gleichnamigen Romans von Andrea Hirata, der seine Kindheitserinnerungen schildert und die Bildungssituation der Region unter die Lupe nimmt.

Sonntag, 25.10.2015, 20:30 Uhr
LOVELY MAN
Indonesien 2011. R: Teddy Soeriaatmadja
D: Donny Damara, Raihaanun, Yayu A. W. Unru. 76 Min. OmeU
LOVELY MAN spielt in nur einer Nacht in der indonesischen Hauptstadt: Die wohlbehütet aufgewachsene 19-jährige Muslima Cahaya kommt aus ihrem Dorf nach Jakarta. Sie ist auf der Suche nach ihrem Vater, den sie seit ihrer Kindheit nicht mehr gesehen hat. Er verließ die Famlie, als Cahaya vier Jahre alt war. Als sie ihn endlich findet, erkennt sie den Mann, den sie in Erinnerung hat, nicht wieder – er ist nun ein „Ipuy“, ein Stricher, im Transgender-Rotlicht-Bezirk. Nach anfänglicher Irritation kommen sich die beiden in den Straßen von Jakarta näher.

Mittwoch, 28.10.2015, 20:30 Uhr
BERBAGI SUAMI Love for Share
Indonesien 2006. R. Nia Dinata
D: Jajang C. Noer, Shanty, Domenique Agisca Diyose. 127 Min. OmeU
Nia Dinata verknüpft die Lebengeschichten dreier Frauen, die jede auf ihre Weise versuchen, sich mit der Polygamie zu arrangieren: Die Ärztin Salma ist eine von drei Ehefrauen eines erfolgreichen Geschäftsmanns. Obwohl sie die Vielehe nicht billigt, bleibt sie bei ihm, ihres Sohns wegen. Siti, eine junge Frau aus Java, die unter falschen Versprechungen nach Jakarta gekommen ist, findet sich in einer Vielehe mit zwei weiteren Frauen und deren Kindern wieder. Als eine vierte Frau in die Familie kommen soll, flieht sie mit einer der Mitehefrauen. Ming, eine junge Kellnerin, die ihren Chef heiratet, akzeptiert ihre Rolle als unsichtbare Zweitehefrau unhinterfragt.

Freitag, 30.10.2015, 18:00 Uhr
JALANAN Streetside
Indonesien 2013. R: Daniel Liv
Dokumentarfilm. 108 Min. OmeU
JALANAN ist die Geschichte der drei indonesischen Straßenmusiker Boni, Ho und Titi, die Daniel Liv über einen Zeitraum von fünf Jahren begleitet. Ihre selbst komponierte Musik liefert den Soundtrack zum Film. Aus teils prekären Verhältnissen stammend, beschäftigen sie sich mit der Suche nach Identität und Liebe in einer sich wandelnden Gesellschaft, geprägt von Globalisierung und Korruption. Der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Film ist zugleich ein Porträt über Jakarta und die dort wachsende und taumelnde Subkultur.

Anlässlich der Buchmesse ist Indonesien Oktober-Thema in Anna Seghers Bücherei Mainz

Anna-Seghers-logo(rap) – Land in Südostasien ist Thema des Monats Oktober in der Öffentlichen Bücherei – Anna Seghers

Im Zeichen der im Oktober stattfindenden „Frankfurter Buchmesse“ steht der aktuelle Büchertisch der Öffentlichen Bücherei – Anna Seghers in den Bonifaziustürmen.

Thema des Monats Oktober ist das Gastland der Frankfurter Buchmesse im Jahr 2015: Indonesien. Mit rund 50 Sachbüchern – vom Reiseführer über Literatur zu Flora und Fauna bis zum Rezeptbuch indonesischer Küche – können sich Leser/innen auf den Gast der Buchmesse einstimmen.
Zudem gibt es Romane mit dem Schauplatz Indonesien und eine kleine Auswahl indonesischer Belletristik.

Alle Bücher können sofort ausgeliehen werden.

1. Oktober – 31. Oktober 2015
Öffentliche Bücherei – Anna Seghers, Bonifaziustürme;
Öffnungszeiten:
Dienstag, Mittwoch, Freitag: 10.00 bis 18.00 Uhr
Donnerstag: 10.00 bis 19.00 Uhr,
Samstag: 10.00 bis 13.00 Uhr.

Sonntagsmatinee: Film und Lesung anlässlich der Neuerscheinung „Der Kulturpolitiker. Hilmar Hoffmann, Leben und Werk“

Der Kulturpolitiker. Hilmar Hoffmann, Leben und Werk“ ist anlässlich des 90. Geburtstags Hilmar Hoffmanns im August dieses Jahres erschienen. © massow-picture
Der Kulturpolitiker. Hilmar Hoffmann, Leben und Werk“ ist anlässlich des 90. Geburtstags Hilmar Hoffmanns im August dieses Jahres erschienen. © massow-picture

Sonntagsmatinee: Film und Lesung anlässlich der Neuerscheinung
„Der Kulturpolitiker. Hilmar Hoffmann, Leben und Werk“
Eine Publikation des Deutschen Filminstituts zum 90. Geburtstag Hilmar Hoffmanns

Lesung mit Claus-Jürgen Göpfert und Hilmar Hoffmann
am Sonntag,20. September, um 11 Uhr im Kino des Deutschen Filmmuseums

Im Anschluss Hilmar Hoffmann in seiner einzigen großen Filmrolle:
KLEINER MANN WAS TUN? (BRD 1981, R: Klaus Werner, Uschi Madeisky)
Zu Gast: Klaus Werner und Uschi Madeisky

Der Journalist Claus-Jürgen Göpfert (l.),Autor des Buches über Hilmar Hoffmann schreibt seit 35 Jahren über Kultur und Politik. Foto: © massow-picture
Der Journalist Claus-Jürgen Göpfert (l.),Autor des Buches über Hilmar Hoffmann schreibt seit 35 Jahren über Kultur und Politik. Foto: © massow-picture

„Der Kulturpolitiker“: So schlicht und prägnant ist das Buch betitelt, das der Frankfurter Journalist Claus-Jürgen Göpfert über Hilmar Hoffmann geschrieben hat, den langjährigen, weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Kulturdezernenten der Stadt Frankfurt und späteren Präsidenten des Goethe-Instituts. Am Sonntag, 20. September. um 11 Uhr wird Claus-Jürgen Göpfert im Kino des Deutschen Filmmuseums aus dem kürzlich erschienenen Buch lesen und mit Hilmar Hoffmann über prägende Phasen in dessen Leben sprechen. Im Anschluss besteht die seltene Gelegenheit, den Kinderfilm KLEINER MANN WAS TUN? (BRD 1981, R: Klaus Werner, Uschi Madeisky) zu sehen – mit Hilmar Hoffmann in seiner einzigen großen Filmrolle als „Behördenleiter Remptlinkeling“.

„Der Kulturpolitiker. Hilmar Hoffmann, Leben und Werk“ ist anlässlich des 90. Geburtstags Hilmar Hoffmanns im August dieses Jahres erschienen und wird vom Deutschen Filminstitut herausgegeben, dem der Jubilar – als Gründer des Kommunalen Kinos und des Deutschen Filmmuseums – in besonderer Weise verbunden ist. In dem ungewöhnlich reich bebilderten, 464 Seiten starken Band zeichnet Autor Claus-Jürgen Göpfert die kulturpolitische Lebensleistung Hilmar Hoffmanns nach und spart auch die großen Konflikte in dessen Karriere nicht aus. Er lässt zahlreiche Weggefährten, Unterstützer wie Kritiker, zu Wort kommen, darunter Alexander Kluge, Hans-Dietrich Genscher, Daniel Cohn-Bendit, Petra Roth und Hans Neuenfels. Erstmals sind hier auch biografische Details über Hilmar Hoffmanns Kindheit, Jugend und Kriegsgefangenschaft zu lesen.

Der mit dem Prädikat „Wertvoll“ ausgezeich-nete Kinderfilm KLEINER MANN WAS TUN? der Frankfurter Filmemacher Klaus Werner und Uschi Madeisky wird im Anschluss an die Lesung im Kino des Deutschen Filmmuseums gezeigt. Der Film ist heute vielleicht aktueller denn je: Er erzählt von dem siebenjährigen türkischen Jungen Savasch (Savas Ali Aykol), der sich aufmacht, die Abschiebung seiner Familie zu verhindern. Während die Eltern schon den Hausrat zusammenpacken, schleust sich Savasch trickreich in eine kafkaeske Behörde ein. Natürlich nimmt ihn keiner der Sachbearbeiter ernst. Aber Savasch kennt jede Menge Tricks. So pirscht er sich an die kleine Tochter des Behördenleiters heran und gelangt über sie zu jenem Mann, der Savasch und seiner Familie helfen kann… Ein „manchmal beklemmender, oft fröhlicher, stets fantasievoll-fantastischer Film“, schrieb die Frankfurter Allgmeine Zeitung nach der Premiere.

Neben Hilmar Hoffmann als „Behördenleiter Remptlinkeling“ sind auch Alt-Schlagerstars Ivan Rebroff, Heidi Brühl, Billy Mo und Gerhard Wendland in den Rollen unfreiwillig komischer Bürokraten zu erleben.
Nach dem Film: Gespräch mit den Regisseuren Klaus Werner und Uschi Madeisky

Foto: © massow-picture
Foto: © massow-picture

Zwischen Lesung und Film besteht Gelegenheit, den „Kulturpolitiker“ von Claus-Jürgen Göpfert und Hilmar Hoffmann signieren zu lassen. Das Buch ist für 24,80 Euro im Shop des Deutschen Filmmuseums erhältlich sowie online über www.shop-filmmuseum.de.

Einheitspreis Lesung und Film: 5 Euro

 

„Der Kulturpolitiker. Hilmar Hoffmann, Leben und Werk“
Autor: Claus-Jürgen Göpfert
Herausgeber: Deutsches Filminstitut – DIF
464 Seiten
240 Abbildungen
Verkaufspreis: 24,80 €
ISBN: 9783887990886

Das Buch wurde ermöglicht durch die Förderung von:
Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung
Adolf und Luisa Haeuser-Stiftung für Kunst und Kulturpflege
Kulturfonds Frankfurt RheinMain
Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main

Ort:
Deutsches Filminstitut – DIF e.V.
Deutsches Filmmuseum
Schaumainkai 41
60596 Frankfurt am Main

Literarisches Symposion „Europa: Mythos oder Vision – Wo stehen wir 25 Jahre nach der Wiedervereinigung?“

Veranstaltungskalender Literaturhaus Wiesbaden

Literarisches Symposion „Europa: Mythos oder Vision – Wo
stehen wir 25 Jahre nach der Wiedervereinigung?“

Anlässlich des 25. Jahrestages der deutschen Wiedervereinigung findet in der Landeshauptstadt Wiesbaden die „Woche der Freiheit“ mit zahlreichen kulturellen Aktivitäten statt. Das Literaturhaus Villa Clementine, Frankfurter Straße 1, beschäftigt sich mit Unterstützung vom Kulturfond Frankfurt RheinMain am Sonntag, 27. September, 14 Uhr, in dem Symposion „Europa: Mythos oder Vision?“ mit der Frage nach der Bedeutung Europas.

Eingeladen sind vielfach ausgezeichnete Wissenschaftler und Autoren aus Österreich, Schweden, Ungarn und Deutschland: Philipp Ther, Aris Fioretes, György Dalos und Ingo Schulze. Die Moderation übernimmt Jenny Friedrich-Freksa vom Institut für Auslandsbeziehungen in Berlin.

Ingo Schulze, Berlin, Philipp Ther, Wien, Ais Fioretos, Stockholm, György Dalos, Berlin. © Fotos (von oben links im Urzeigersinn) Babara Mair, Ekko von Schwichow, Sara Mc Key, Heike Steinweg
Ingo Schulze, Berlin, Philipp Ther, Wien, Ais Fioretos, Stockholm, György Dalos, Berlin. © Fotos (von oben links im Urzeigersinn) Babara Mair, Ekko von Schwichow, Sara Mc Key, Heike Steinweg

Die Sehnsucht nach Freiheit war der Auslöser dafür, dass in Europa Mauern und Grenzen verschwunden sind. Die Idee einer Europäischen Union erlebte einen enormen Aufschwung, doch im Jahr 2015 steht die EU vor der größten Krise seit ihrem Bestehen. Die hohen Staatsverschuldungen in Griechenland, Spanien, Italien oder Portugal, aber auch die Frage, wie Europa sich politisch in Konflikten gegenüber der Ukraine oder Russland verhält, stellt die Solidarität der Mitgliedstaaten vor eine Bewährungsprobe.

Philipp Ther beginnt um 14 Uhr mit einem Vortrag zum Thema „Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent – Eine Geschichte des neoliberalen Europa“, worauf im Anschluss György Dalos aus „Der Fall des Ökonomen“ liest. Ingo Schulze stellt aus dem Sammelband „Orangen und Engel“ die Kurzgeschichte „Sie haben ihr Ziel erreicht“ vor und Aris Fioretes liest Passagen aus seinem Roman „Der letzte Grieche“. Anschließend findet gegen 18.45 Uhr eine Podiumsgespräch mit den Autoren statt, bei welchem die Leitfrage „Europa: Mythos oder Vision? Wo stehen wir 25 Jahre nach der Wiedervereinigung?“ diskutiert werden soll.

Die Karten für die Veranstaltung kosten zehn, ermäßigt sieben Euro und können unter der Telefonnummer 0611 3415837 oder der E-Mail-Adresse literaturhaus-kartenreservierung@freenet.de vorbestellt werden. Weitere Informationen gibt es im Internet unter
http://www.wiesbaden.de/literaturhaus.

Hintergrund:
Philipp Ther wurde 1967 geboren und ist Professor am Institut für Osteuropäische Geschichte der Universität Wien. 2015 wurde der Historiker mit dem Sachbuchpreis der Leipziger Buchmesse für „Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent“ ausgezeichnet.

György Dalos wurde 1943 in Budapest geboren und ist freier Autor und Historiker. 1995 wurde er mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet; 2010 erhielt er den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung.

Der schwedische Schriftsteller Aris Fioretos wurde 1960 in Göteborg geboren und ist griechisch-österreichischer Herkunft. Von ihm erschien 2011 auf Deutsch der Bestsellerroman „Der letzte Grieche“, für den er unter anderem mit dem Literaturpreis der SWR-Bestenliste 2011 ausgezeichnet wurde.

Der 1962 in Dresden geborene Ingo Schulze studierte Klassische Philologie in Jena. 2007 wurde er für seinen Erzählungsband „Handy“ mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Mit seinem 2008 erschienen Roman „Adam und Evelyn“ war er erneut
für den Deutschen Buchpreis nominiert.

Jenny Friedrich-Freksa wurde 1974 in Berlin geboren und studierte Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Hochschule der Künste Berlin. Nach Auslandsaufenthalten in Paris, Genf und Rom arbeitete sie mehrere Jahre für die Süddeutsche Zeitung in München. Seit 2005 ist sie Chefredakteurin der Zeitschrift „Kulturaustausch“, einer Publikation des Instituts für Auslandsbeziehungen in Berlin.

Filmmuseum: Highlights im Oktober mit Filmreihe zur Buchmesse 2015

Kino des Deutschen Filmmuseums
Programm-Highlights im Oktober mit Filmreihe zur Frankfurter Buchmesse 2015

Filmreihe zur Buchmesse 2015

ARCHIPELAGO IN MOTION: Filmland Indonesien
Dienstag, 6. Oktober, bis Freitag, 30. Oktober
Mit Gästen, u.a. Regisseur Eros Djarot am Samstag, 17 Oktober

Das Filmland Indonesien ist hierzulande beinahe unbekannt. Nach einer ersten Blütezeit in den 1950er Jahren war die Produktion in den folgenden Jahrzehnten, bedingt durch die politische und gesellschaftliche Situation, starken Schwankungen unterworfen. In den vergangenen Jahren hat sich Indonesien vor allem mit der Produktion von billigen Horrorfilmen hervorgetan. Gleichzeitig bildete sich jedoch auch eine unabhängige Filmszene heraus, deren Werke das Kino des Deutschen Filmmuseums im Oktober zur Buchmesse vorstellt.

Dienstag, 6.10., 20:30 Uhr
LEWAT DJAM MALAM After the Curfew
Indonesien 1954. R: Usmar Ismail

Sonntag, 11.10., 20:30 Uhr
TJOET NJA’ DHIEN
Indonesien 1989. R: Eros Djarot

Mittwoch, 14.10., 18 Uhr
JAKARTA DISORDER
Österreich /Indonesien 2013. R: Ascan Breuer
Zu Gast: Ascan Breuer

Mittwoch, 14.10., 20:30 Uhr
SANG PENCERAH The Enlightener
Indonesien 2010. R: Hanung Bramantyo
Zu Gast: Fauzan Rizal

Freitag, 16.10., 18 Uhr
BERBAGI SUA MI Love for Share
Indonesien 2006. R. Nia Dinata

Freitag, 16.10., 22:30 Uhr; Samstag, 24.10., 22:30 Uhr
THE RAID – REDEMPTION
Indonesien 2011. R: Gareth Evan

Samstag, 17.10., 20:30 Uhr
CA HAYA DARI TIMUR: BETA MALUKU Lights from the East: I Am Maluku
Indonesien 2014. R: Angga Dwimas
Vor dem Film: Lecture „Politics in Film“
Zu Gast: Eros Djarot und Annga Dwimas Sasongko
Filmbeginn: 21 Uhr

Sonntag, 18.10., 17:30 Uhr
JALANAN Streetside
Indonesien 2013. R: Daniel Liv
Vor dem Film: Lecture „Filming raw and real content”
Zu Gast: Lasja Fauzia Susatyo:
Filmbeginn: 18 Uhr

Mittwoch 21.10., 20:30 Uhr
DAUN DI ATAS BANTAL Leaf on a Pillow
Indonesien 1998. R: Garin Nugroho

Donnerstag 22.10., 18 Uhr
Kurzfilmprogramm

Samstag, 24.10., 18 Uhr
Animationsfilmprogramm

Samstag, 24.10., 20:30 Uhr
LASKAR PELANGI Die Regenbogenkrieger
Indonesien 2008. R: Riri Riza

Sonntag, 25.10., 20:30 Uhr
LOVELY MAN
Indonesien 2011. R: Teddy Soeriaatmadja

Mittwoch, 28.10., 20:30 Uhr
TABULA RASA
Indonesien 2014. R: Adriyanto Dewo

Freitag, 30.10., 18 Uhr
SEBELUM PAGI TERULANG KEMBALI Before the Morning After
Indonesien 2014. R: Lasja Fauzia Susatyo

Filmreihe JACQUES TATI

Sonntag, 4., bis Donnerstag, 29. Oktober

Über einen Zeitraum von 25 Jahren – von 1949 bis 1974 – verwirklichte der französische Regisseur Jacques Tati fünf Spielfilme und einen Fernsehfilm. Die Drehbücher schrieb er stets selbst, führte Regie und spielte die Hauptrolle. In den vergangenen Jahren wurden alle Filme Tatis sorgfältig restauriert und digitalisiert. Ein Anlass für das Kino des Deutschen Filmmuseums, das Werk Tatis wieder einmal vorzustellen – mit deutschen Untertiteln.
Tatis Filme handeln davon, welche Probleme die zunehmende Technisierung des modernen Lebens den Menschen bereitet. Als Regisseur war Tati seiner Zeit weit voraus und beeindruckte durch seinen einfallsreichen Einsatz moderner filmtechnischer Mittel, wie etwa innovativer Farbfilmverfahren. Vor allem mit der von ihm entwickelten und verkörperten Figur des Monsieur Hulot, einem unermüdlichen Zivilisationskritiker in Hochwasserhosen, Ringelsocken, zerknittertem Regenmantel und mit Hut und Pfeife, eroberte sich Tati einen bedeutenden Platz in der Filmgeschichte. Sein letztes Projekt CONFUSION, eine Satire auf das Fernsehen, konnte Jacques Tati nicht mehr verwirklichen, er starb 1982 in Paris an den Folgen einer Lungenembolie.

Sonntag, 4.10., 20:30 Uhr (schwarzweiße Urfassung, 1949);
Mittwoch, 7.10., 20:30 Uhr (restaurierte, rekonstruierte Farbfassung, 1995)
JOUR DE FÊTE Tatis Schützenfest
Frankreich 1949. R: Jacques Tati

Dienstag, 13.10., 20:30 Uhr; Donnerstag, 15.10., 17:45 Uhr
LES VACANCES DE MONSIEUR HULOT Die Ferien des Monsieur Hulot
Frankreich 1953. R: Jacques Tati. Restaurierte Fassung von 1978

Freitag 16.10., 20:30 Uhr; Samstag 17.10., 18 Uhr
MON ONCLE Mein Onkel
Frankreich 1958. R: Jacques Tati

Sonntag, 18.10., 20:15 Uhr; Dienstag, 20.10., 20 Uhr
PLAY TIME Tatis herrliche Zeiten
Frankreich 1967. Jacques Tati

Freitag, 23.10., 20:15 Uhr
TRAFIC Tati im Stoßverkehr
Frankreich 1971. R: Jacques Tati

Sonntag, 25.10., 18 Uhr
PARADE
Frankreich/Schweden 1974. R: Jacques Tati

Donnerstag, 29.10., 18 Uhr
L’ILLUSIONNISTE Der Illusionist
Frankreich 2010. R: Sylvain Chomet

Festival B3

B3 – BIENNALE DES BEWEGTEN BILDES im Deutschen Filmmuseum
Mittwoch, 7. Oktober, bis Sonntag, 11. Oktober

Die zweite Ausgabe der „B3 – Biennale des bewegten Bildes“ findet von Mittwoch, 7., bis Sonntag, 11. Oktober, in Frankfurt und der Rhein-Main-Region statt. Ziel des Festivals ist es, eine breit angelegte Allianz für das bewegte Bild zu schaffen. Das Deutsche Filmmuseum beteiligt sich als Kooperationspartner an der B3 und bildet mit seiner aktuellen Sonderausstellung Film und Games das „Games-Zentrum“ des Festivals. Weitere Veranstaltungen zur Medienkunst und zum Bewegtbild im wissenschaftlichen Kontext ergänzen das Programm im Filmmuseum.

Die zweite Ausgabe der B3 Biennale steht unter dem Leitthema Expanded Senses: Mit allen Sinnen erleben und Grenzen verschieben. Das Deutsche Filmmuseum begrüßt eine ganze Reihe spannender Gäste: THE SIMPSONS-Mitautor Mike Reiss berichtet über die Arbeit an der Serie und am SIMPSONS-Game, der neuseeländische Schauspieler Dean O‘Gorman spricht über seine Set-Erfahrungen bei THE HOBBIT – AN UNEXPECTED JOURNEY (US/GB/NZ 2012, R: Peter Jackson), Drehbuchautor Michael Lesslie gibt Einblicke in die Filmadaptionen von MACBETH (GB 2015, R: Justin Kurzel) und ASSASSIN´S CREED (FR/US 2016, R: Justin Kurzel) und Grabungsleiter Joe Lewandowski erzählt von der Ausgrabung der Atari-E.T.-Spiele vor knapp einem Jahr in der Wüste New Mexicos.

Nähere Informationen und das ganze Programm der Biennale unter b3biennale.com und unter filmundgames.de/begleitprogramm.

Festival

LUCAS 38. Internationales Kinderfilmfestival
Sonntag, 27. September, bis Sonntag, 4. Oktober

Fast 60 aktuelle Filme aus 25 Ländern präsentiert das 38. Internationale Kinderfilmfestival LUCAS von Sonntag, 27. September, bis Sonntag, 4. Oktober. Die Kinderfilme werden in Originalsprache gezeigt und zum Teil im Kino per Live-Einsprache ins Deutsche übersetzt. Die LUCAS Kinderfilme werden von Schulkindern gemeinsam mit Filmprofis bewertet. Eine weitere Jury aus 14- bis 16-Jährigen verleiht 2015 erneut den Sir Peter Ustinov Jugendfilmpreis und den Sir Peter Ustinov Newcomer Award. Die Preisverleihung findet am Sonntag, 4. Oktober, um 14 Uhr im Kino des Deutschen Filmmuseums statt.

Donnerstag, 1.10., 14 Uhr
KURZFILMPROGRAMM 5
Empfohlen ab 10 Jahren

Donnerstag, 1.10., 16 Uhr
O MENINO NO ESPELHO The Boy in the Mirror
Brasilien 2014. R: Guilherme Fiúza Zenha
Empfohlen ab 8 Jahren

Donnerstag, 1.10., 18 Uhr
LABYRINTHUS
Belgien 2014. R: Douglas Boswell
Empfohlen ab 10 Jahren

Freitag, 2.10., 14 Uhr; Samstag, 3.10., 16 Uhr
SONG OF THE SEA
Irland/Luxemburg/Belgien/Frankreich/Dänemark 2014. R: Tomm Moore
Empfohlen ab 7 Jahren

Freitag, 2.10., 16 Uhr
ARMANS GEHEIMNIS
Deutschland 2015. R: Alex Schmidt
Empfohlen ab 10 Jahren

Freitag, 2.10., 9:30 Uhr, im Cinestar Metropolis; Samstag, 3.10., 11 Uhr
ME ROSVOLAT Vilja und die Räuber
Finnland 2015. R: Marjut Komulainen
Empfohlen ab 8 Jahren

Freitag, 02.10., 11 Uhr; Samstag, 3.10., 14 Uhr
REIHE FÜR MINIS
Empfohlen ab 4 Jahren

Samstag, 3.10., 18 Uhr
LEAVE TO REMAIN
Großbritannien 2014. R: Bruce Goodison
Empfohlen ab 14 Jahren

Donnerstag, 1.10., 11 Uhr, im Cinestar Metropolis, Samstag, 3.10., 20 Uhr
TOISET TYTÖT Other Girls
Finnland 2015. R: Esa Illi
Empfohlen ab 14 Jahren

Lateinamerikanische Filmtage

DÍAS DE CINE
Freitag, 30. Oktober, und Samstag, 31. Oktober

Herausragende aktuelle Filme aus Lateinamerika zeigt das Kino des Deutschen Filmmuseums in Kooperation mit Café Azul im Oktober und November bei den Lateinamerikanischen Filmtagen. Die Días de Cine finden bereits zum zweiten Mal statt. Die Filme erzählen sehr persönliche Geschichten, spiegeln aber gleichzeitig die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in den unterschiedlichen Ländern Lateinamerikas wider. Im November ergänzen die Filme MATEO (CO/FR 2014, R: Maria Gamboa) und PRINCESAS ROJAS (CR/VE 2013, R: Laura Astorga Carrera) das hier aufgeführte Programm.

Freitag, 30.10., 20 Uhr
MARIA Y EL ARAÑA Maria and Spider
Argentinien/Frankreich/Ecuador 2013. R: María Victoria Menis

Freitag 30.10., 22:45 Uhr
EL ELEFANTE DESPARECIDO
Peru 2014. R: Javier Fuentes-León

Samstag, 31.10., 16 Uhr
AQUI ESTOY, AQUI NO
Chile/Argentinien 2012. R: Elisa Eliash

Samstag, 31.10., 18 Uhr
EL AULA VACIA
Argentinien/Brasilien/Kolumbien/El Salvador/Mexiko/Peru/USA/Uruguay 2015.
Regie: diverse. Künstlerische Leitung: Gael García

Samstag, 31.10., 20 Uhr
DISTANCIA
Guatemala 2010. R: Sergio Ramírez
Zu Gast: Sergio Ramírez

Samstag, 31.10., 22:30 Uhr
CARMIN TROPICAL
Mexiko 2014. R: Rigoberto Perezcano

Special: Was tut sich – im deutschen Film?
WOLFGANG BECKER präsentiert ICH UND KAMINSKI
Dienstag, 27. Oktober

In der Reihe WAS TUT SICH – IM DEUTSCHEN FILM? präsentiert das Kino des Deutschen Filmmuseums einmal im Monat ein aktuelles Werk. Im Oktober ist Wolfgang Becker mit seiner skurril-komischen Romanverfilmung ICH UND KAMINSKI zu Gast, in der Daniel Brühl und Jesper Christensen in den Hauptrollen brillieren.

Dienstag, 27.10., 20:15 Uhr
ICH UND KAMINSKI
Deutschland 2015. R: Wolfgang Becker
Nach dem Film spricht Rudolf Worschech (epd Film) mit Wolfgang Becker.

Ort:
Deutsches Filminstitut – DIF e.V.
Deutsches Filmmuseum
Schaumainkai 41
60596 Frankfurt am Main