Kategorie-Archiv: Literaturhaus Frankfurt

Am 15. Oktober eröffnet das Lesefest OPEN BOOKS 2019 mit dem Blauen Sofa zur Frankfurter Buchmesse

OPENBOOKS_LOGO_2019Eröffnung von OPEN BOOKS 2019 mit dem Blauen Sofa Joachim Gauck, Felicitas Hoppe, David Wagner und der am Vorabend gekürte Buchpreisträger 2019 sprechen am 15. Oktober über ihre jüngst erschienen Bücher. Die Veranstaltung ist bereits ausverkauft. Aufgrund des großen Erfolgs findet die Eröffnungsveranstaltung des Lesefests OPEN BOOKS mit dem Blauen Sofa am 15. Oktober 2019 erneut in der Deutschen Nationalbibliothek statt. Im Gespräch mit Luzia Braun, Sonja Vandenrath, Dorothea Westphal sowie Gert Scobel stellen die Gäste ihre aktuellen Publikationen vor. Auf dem Blauen Sofa nehmen in diesem Jahr Platz:

  • Joachim Gauck „Toleranz: einfach schwer“
  • Felicitas Hoppe „Grimms Märchen für Heldinnen von heute und morgen“
  • David Wagner „Der vergessliche Riese“ und
  • die Trägerin/ der Träger des Deutschen Buchpreises 2019

OPEN BOOKS, das große Lesefest der Stadt Frankfurt, findet in diesem Jahr zum elften Mal statt und ist ein Publikumsmagnet. Vom 15. bis 19. Oktober präsentieren über 240 Autorinnen und Autoren bei rund 160 Veranstaltungen ihre neuen Bücher an Veranstaltungsorten rund um den Frankfurter Römerberg, am BuchmessenWochenende lädt das Kinderprogramm zu 13 Veranstaltungen im Jungen Museum am Römerberg ein. 94 Verlagshäuser aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen
die Möglichkeit, die Novitäten ihres Herbstprogramms bei OPEN BOOKS vorzustellen.
Neben den Veranstaltungen zu deutschsprachigen Belletristik, neuen Sachbüchern, Lyrik und Graphic Novels werden Lesungen internationaler Autorinnen und Autoren mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem diesjährigen Gastland Norwegen stattfinden. Den Abschluss des Lesefests bildet die OPEN PARTY in guter Tradition im Literaturhaus Frankfurt.

Die Eröffnungsveranstaltung ist bereits ausverkauft, vereinzelte Restkarten (10/7 €) sind ggf. noch an der Abendkasse der Deutschen Nationalbibliothek ab 19.45 Uhr erhältlich. Die Veranstaltung kann auch über einen Livestream verfolgt werden, der unter folgendem Link zu finden ist: www.kultur-frankfurt.de/livestream. Das Blaue Sofa in Frankfurt wird veranstaltet von Bertelsmann, ZDF, Deutschlandfunk Kultur und 3sat gemeinsam mit dem Kulturamt Frankfurt am Main und der Deutschen Nationalbibliothek. Das Programm von OPEN BOOKS und Literatur im Römer ist hier zur finden: www.openbooks-frankfurt.de

Literaturhaus Frankfurt: Veranstaltungen im Oktober & November // Buchmesse 2019

©  Foto: Diether  v Goddenthow
© Foto: Diether v Goddenthow

Oktober = Messemonat, aber das wissen und merken Sie alle selbst. Was noch einmal Erwähnung findet: Unser Oktober-Programm, auch über die Messe hinaus, und unsere Veranstaltungen im November.

Den Oktober und die Messewoche startet das Literaturhaus  mit der Preisverleihung der Serafina 2019 (15.10. – ausgebucht), am Messe-Mittwoch und Messe-Donnerstag sind wir zu Gast im Schauspiel Frankfurt (s.u.), am Messe-Donnerstag findet erneut #WIRMACHENBUECHER, der Pop-up-Empfang von allen für alle zur Frankfurter Buchmesse statt (17.10.), es folgen im Messe-Kalender die Party der Independents (18.10.), die Literaturgala der Frankfurter Buchmesse mit Ken Follett, Margaret Atwood, Colson Whitehead u.a. (19.10.) und die Open Party (19.10.).

Nach der Messe stellt Karen Köhler ihren neuen Roman „Miroloi“ vor (28.10.), Miku Sophie Kühmel erhält den Ponto-Preis (29.10.) und der Verlag Antje Kunstmann ist mit Hauck&Bauer und Kristof Magnusson zu Gast im Branchendrehkreuz (31.10.).

#WIRMACHENBUECHER, der Pop-up-Empfang von allen für alle zur Frankfurter Buchmesse – die Anmeldung für Gastgeber:

Im November stellen Lola Randl (4.11.), Ines Geipel (7.11.), Yishai Sarid (12.11.), Simone Buchholz (13.11.), Ulrich Tukur (16.11. – ausverkauft) und Paul Bokowski (20.11.) ihre neuen Bücher vor. Die Reihe „Gelebtes Leben. Denker der Freiheit im Porträt“ beschäftigt sich mit John Rawls (19.11.), im Rahmen des 4. Dänisch-Deutschen Übersetzungsseminars der Goethe-Universität ist Maren Uthaug zu Gast (22.11.) und die „Acht Visionen“ gehen mit Isabelle Lehn und Jochen Schmidt weiter (27.11.)

Im Jungen Literaturhaus fliegen erneut die Gedankenflieger, dieses Mal mit der Philosophin Ina Schmidt (12. bis 14.11. – ausverkauft), am 17.11. feiern wir mit dem Frankfurter Moritz Verlag und vielen Autoren und Kindern seinen 25. Geburtstag und am 25.11. kommt Martin Muser für alle Schüler der 4. & 5. Klassen ins Haus.

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Veranstaltungen im Schauspiel Frankfurt – während der Messe
Ausverkauft! 16.10. // 18.00 h // 18/12 €
Deniz Yücel & Michel Friedman „Agentterrorist“

16.10. // 20.15 h // 18/12 €
Doris Dörrie „Leben, schreiben, atmen. Eine Einladung zum Schreiben“

17.10. // 18.00 h // 26/12 €
Jostein Gaarder „Genau richtig. Die kurze Geschichte einer langen Nacht“

Ausverkauft! Deutschlandpremiere! 17.10. // 20.15 h // 26/12 €
Ein Abend Dirk Nowitzki & Thomas Pletzinger: „The Great Nowitzki“

Weitere Infos Literaturhaus Frankfurt

Veranstaltungen im September im Frankfurter Literaturhaus u. während der Buchmesse im Schauspiel Frankfurt

©  Foto: Diether  v Goddenthow
© Foto: Diether v Goddenthow

Im September-Programm: Der letztjährige Goncourt-Preisträger Nicolas Mathieu (10.9.), Grüffelo-Erfinder Axel Scheffler (11.9.), die kanadische Schriftstellerin Esi Edugyan (12.9.), Cornelia Funke mit dem „Labyrinth des Fauns“ (16.9.), Saskia Hennig von Lange als Gastkritikerin bei den Schönen Aussichten (17.9.), Katharina Adler & Daniel Wisser zum Auftakt der „Acht Visionen“ (18.9.), Alexander Osang mit seinem neuen Roman (19.9.), Gerda Raidt für alle Schüler ab 8 Jahren (24.9.), der norwegische Autoren Johan Harstad (27.9.) sowie die Autoren der Shortlist im Schauspiel Frankfurt (29.9. AUSVERKAUFT!). „Gedankenflieger – Philosophieren mit Kindern“ ist eine neue Reihe im Jungen Literaturhaus, die ab September regelmäßig Grundschüler ins Literaturhaus einlädt, den Anfang macht Autor und Philosoph Jörg Bernardy (18./19.9. AUSGEBUCHT!).

Den Oktober starten wir mit der Preisverleihung der Serafina 2019 (15.10.), am Messe-Mittwoch und Messe-Donnerstag sind wir zu Gast im Schauspiel Frankfurt (s.u.), am Messe-Donnerstag findet erneut #WIRMACHENBUECHER, der Pop-up-Empfang von allen für alle zur Frankfurter Buchmesse statt (17.10.), es folgen im Messe-Kalender die Party der Independents (18.10.), die Literaturgala der Frankfurter Buchmesse mit Ken Follett, Margaret Atwood, Colson Whitehead u.a. (19.10.) und die Open Party (19.10.).

Nach der Messe stellt Karen Köhler ihren neuen Roman „Miroloi“ vor (28.10.), Miku Sophie Kühmel erhält den Ponto-Preis (29.10.) und der Verlag Antje Kunstmann ist mit Hauck&Bauer und Kristof Magnusson zu Gast im Branchendrehkreuz (31.10.).

Literaturhaus Frankfurt e.V.
Schöne Aussicht 2,
60311 Frankfurt am Main
literaturhaus-frankfurt.de

Veranstaltungen im Schauspiel Frankfurt – auch während der Messe

16.9. // 19.30 h // 18/12 €
Ein Abend mit Cornelia Funke „Das Labyrinth des Fauns“
Für alle ab 12 Jahren

Ausverkauft! 29.9. // 17 h // 18/12 €
Die Autoren der Shortlist. Deutscher Buchpreis 2019
Moderation: Maike Albath (freie Kritikerin), Anna Engel (hr2-kultur) und Christoph Schröder (freier Kritiker).

16.10. // 18.00 h // 18/12 €
Deniz Yücel & Michel Friedman „Agentterrorist“

16.10. // 20.15 h // 18/12 €
Doris Dörrie „Leben, schreiben, atmen. Eine Einladung zum Schreiben“

17.10. // 18.00 h // 26/12 €
Jostein Gaarder „Genau richtig. Die kurze Geschichte einer langen Nacht“

Deutschlandpremiere! 17.10. // 20.15 h // 26/12 € // Karten ab 10.9.
Vorkaufsrecht für Mitglieder des Literaturhausvereins ab 7.9.
Ein Abend Dirk Nowitzki & Thomas Pletzinger: „The Great Nowitzki“
Aufgrund der großen Nachfrage: Für den Abend mit Dirk Nowitzki und Thomas Pletzinger „The Great Nowitzki“ am 17.10. startet der Karten-VVK über das Schauspiel Frankfurt am 10.9. bzw. für Literaturhaus-Mitglieder am 7.9.!

16.11. // 19.30 h // 26/12 €
Ulrich Tukur: „Der Ursprung der Welt“

Schauspiel Frankfurt
Neue Mainzer Str. 17,
60311 Frankfurt am Main

Literaturhaus Frankfurt – Herbstvorschau und Shortlist-Abend zum Deutschen Buchpreis 2019

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Das vollständige Herbst-Programm erscheint am 17.7.:
http://literaturhaus-frankfurt.de/programm/kalender/

Montag 26.08.19 // 19.30 h // Eintritt 7 / 4 Euro // Karten ab 03.07., 10 h
Jan Brandt: Ein Haus auf dem Land / Eine Wohnung in der Stadt
Moderation: Oliver Elser (Deutsches Architekturmuseum)

Ein Autor greift ein: Engagierte Literatur
„Die Erfahrung der Wohnungslosigkeit hat mich sehr politisiert. Sie hat mich gezwungen, etwas gegen die herrschenden Verhältnisse zu unternehmen“, sagt der Autor Jan Brandt im SPIEGEL und schreibt zwei Bücher in einem, also ein Buch zum Wenden: „Ein Haus auf dem Land/ Eine Wohnung in der Stadt“ (DuMont). Während der Autor in Berlin kaum eine Wohnung findet, erfährt er, dass das Haus seines Urgroßvaters in Ostfriesland abgerissen werden soll. Profitgier treibt in Berlin wie in der Provinz die Spirale an. Aber Brandt begehrt auf und klagt an die Wohnungsbaupolitik, die Bankenstrategien, die Investoren und Spekulanten, die Eigentumsfuzzis, aber auch sich selbst. Moderation: Oliver Elser. In Kooperation mit dem Journal Frankfurt.

Donnerstag 29.08.19 // 19.30 h // Eintritt 7 / 4 Euro / Karten ab 03.07., 10 h
Norbert Zähringer: Wo wir waren
Moderation: Christoph Schröder

Aller Leute Mondlandung
Fünfzig Jahre nach der Mondlandung ist der Moment, in dem Neil Armstrong den ersten Fußabdruck hinterlässt, alles andere als vergessen. Vergessen ist aber auch nicht, wo wir waren in solchen Stunden. Ganz so erzählt es Norbert Zähringers gleichlautender Roman. Abermillionen verfolgten auf der Erde die Fernsehübertragung. Alle, die es miterlebt haben, wissen, wo sie damals gerade waren. Jahrzehnte später wird der 9. November 1989 solch ein kollektivierendes, zugleich hoch individuell erfahrenes Datum sein. „Wo wir waren“ (Rowohlt) ist ein breit angelegter, ein gesamtes Jahrhundert umspannender Roman einer zerrissenen Familie, ein Tableau, das Zeiten, Länder, Geschichtliches und vor allem eine Vielzahl von Schicksalen verschränkt. Und über allem die Frage: Wo waren wir, und wo werden wir einmal sein? Moderation: Christoph Schröder.

Montag 02.09.19 / 19.30 h / Eintritt 9 / 6 Euro / Karten ab 03.07., 10 h
Alina Bronsky: Der Zopf meiner Großmutter
Moderation: Dilek Üsük (ZDF)

Zu böse, um unwahr zu sein
Die Autorin Alina Bronsky hat eine große Lesergemeinde. Und glücklich ist, wer sich bereits dazu zählt. Denn Bronsky zu lesen macht uns unempfänglich für Vorurteilsfreude, Rechthaberei und Humorlosigkeit – und wer weiß, was sonst noch alles. So böse wie in „Der Zopf meiner Großmutter“ (KiWi) war Bronsky wohl noch nie. Aber vielleicht wurde insgeheim auch nie mehr geliebt als innerhalb ihrer Familienbande unter dem Okular. Die titelstiftende Großmutter ist unerträglich. Der erzählende Knirps tut einem nur leid. Der liebende Großvater: mein Gott! Die Geliebte. Das zweite Kind. Invasionen der Bitternis. Das deutsche Schulsystem. Flüchtlinge. Paranoia und Terror à la famille. Das ganze Buch ist eine ätzende Lachsalve. Also ein Buch, das wir brauchen. Es moderiert die TV-Journalistin Dilek Üsük (ZDF).

Mittwoch 04.09.19 / 19.30 h / Eintritt 7 / 4 Euro / Karten ab 03.07., 10 h
Christiane Neudecker: Der Gott der Stadt
Moderation: Sandra Kegel (F.A.Z.)

„Er streckt ins Dunkel seine Fleischerfaust.“ Georg Heym
Die Autorin, Theaterregisseurin, Librettistin und Kick-Boxerin Christiane Neudecker hat mit „Der Gott der Stadt“ (Luchterhand) einen Roman geschrieben, der zwei Todesfälle verbindet. Jemand versinkt unterm Eis, eine Leiche hängt von der Decke eines Theaters. Die Todesfälle liegen weit auseinander, wenn sie auch dasselbe Datum teilen, den 16. Januar. Im Winter 1912 ertrank der expressionistische Dichter Georg Heym beim Schlittschuhlaufen, 1995 werden die Novizen einer elitären Schauspielschule im gerade wiedervereinten Berlin auf Heyms verrätseltes Faust-Fragment angesetzt. Angestachelt von ihrem Professor verstricken sie sich immer tiefer in den Gedankenlabyrinthen des genialischen Dichters. Der psychologische Druck steigt, Konkurrenz entflammt, Wahn und Wirklichkeit beginnen zu verschwimmen. Das Gespräch mit der Autorin führt Sandra Kegel (F.A.Z.).

Hinweis! Am heutigen Abend eröffnet die kleinste Dauerausstellung der Welt: Die Schönsten Deutschen Bücher 2019.

Informationen und Karten über: Literaturhaus Frankfurt / Schöne Aussicht 2 / 60311 Frankfurt am Main, Tel.: 069 – 75 61 84 0 / Fax: 069 – 75 61 84 20 / www.literaturhaus-frankfurt.de

Das Literaturhaus Frankfurt zu Gast
im Schauspiel Frankfurt

Das Literaturhaus Frankfurt im Schauspiel Frankfurt
Montag 16.09.19 / 19.30 h / Eintritt 18 / 12 Euro
Cornelia Funke: Das Labyrinth des Fauns
Moderation: Anna Engel (hr2-kultur)
Lesung des Texts: Rainer Strecker
Eine Veranstaltung für alle ab 12 Jahren

Ein Abend mit Cornelia Funke über die Kraft der Fantasie
Fantasy ist das präziseste Mittel, das uns zur Verfügung steht, um all die Wunder und Schrecken der Realität darzustellen“, sagte Cornelia Funke einmal. In ihrem neuen Buch, das durch den Film „Pans Labyrinth“ von Guillermo del Toro inspiriert ist, zeigt sich das mit aller Wucht. Spanien, 1944: Ofelias Vater ist gestorben und mit ihrer Mutter zieht sie zu deren neuem Mann. Ihr Leben wird nun von Gewalt bestimmt – durch den Krieg wie den Stiefvater. Doch Ofelia findet ein Labyrinth und erfährt dort, dass sie die lang gesuchte Prinzessin eines unterirdischen Reiches ist. Bevor sie jedoch dahin zurückkehren kann, muss sie drei Prüfungen bestehen. Cornelia Funke nimmt uns gemeinsam mit dem Schauspieler Rainer Strecker mit in „Das Labyrinth des Fauns“ (S. Fischer). Durch den Abend führt Anna Engel (hr2-kultur).

Karten ab 22.08. unter www.schauspielfrankfurt.de. Mitglieder des Literaturhausvereins haben ab 19.08., 10 Uhr, ein Vorkaufsrecht.

Eine Veranstaltung des Jungen Literaturhauses Frankfurt in Kooperation mit dem Schauspiel Frankfurt. Das Junge Literaturhaus wird unterstützt von der Cronstett- und Hynspergischen evangelischen Stiftung.

Das Literaturhaus Frankfurt im Schauspiel Frankfurt
Sonntag 29.09.19 / 17.00 h / Eintritt 18 / 12 Euro
Die Autoren der Shortlist. Deutscher Buchpreis 2019
Moderation: Maike Albath, Anna Engel und Christoph Schröder

Die sechs für den Deutschen Buchpreis nominierten Autoren lesen in Frankfurt.
Kurz vor Eröffnung der Buchmesse wird in Frankfurt am Main der Roman des Jahres in deutscher Sprache gekürt. Mit dem Deutschen Buchpreis zeichnet die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels einen Roman stellvertretend für alle wichtigen Romane des Jahres aus. Aufgrund des Erfolgs dieser Veranstaltung und des Medien- und Publikumsinteresses in den letzten Jahren lesen die Autoren der Shortlist zwei Wochen vor der Verkündung des diesjährigen Preisträgers auch in diesem Herbst wieder im Schauspiel Frankfurt. Am 17. September erfahren Sie, wer die Sechs sind.

Karten ab 19.08., 10 Uhr, unter www.schauspielfrankfurt.de.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Literaturhaus Frankfurt und Kulturamt Frankfurt am Main in Kooperation mit dem Schauspiel Frankfurt. Partner ist die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Medienpartner ist hr2-kultur. Zu hören sind die einzelnen Lesungen dort vom 07.10. bis 11.10. um 09.30 Uhr.

Das Literaturhaus Frankfurt zu Gast im Schauspiel Frankfurt
Mittwoch 16.10.19 / 18.00 h / Eintritt 18 / 12 Euro
Deniz Yücel: Agentterrorist
Moderation: Michel Friedman

Publizist & Philosoph
„Niemals“ werde man Deniz Yücel nach Deutschland ausliefern, erklärte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan im Frühjahr 2017, jedenfalls nicht, solange er, Erdogan, im Amt sei. Nach zwölf Monaten wurde Yücel endlich freigelassen. Die Inhaftierung des Türkei-Korrespondenten der WELT führte hierzulande zu einer riesigen Solidaritätsbewegung und sorgte für die bis dahin größte Belastung der deutsch-türkischen Beziehungen seit dem Zweiten Weltkrieg. Zugleich entfacht der Fall eine Debatte über das Verhältnis der Deutschtürken zu beiden Ländern. Jetzt erzählt Deniz Yücel in „Agentterrorist“ (KiWi), wie er dieses Jahr in Einzelhaft verbrachte. Eine Geschichte von Willkür, Erpressung, Solidarität, Liebe und Widerstand und auch ein Blick auf die Entwicklung der Türkei in den vergangenen Jahren. Michel Friedman tritt mit dem Publizisten ins Gespräch.

Karten ab 22.08. unter www.schauspielfrankfurt.de. Mitglieder des Literaturhausvereins haben ab 19.08., 10 Uhr, ein Vorkaufsrecht.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Schauspiel Frankfurt.

Das Literaturhaus Frankfurt zu Gast im Schauspiel Frankfurt
Mittwoch 16.10.19 / 20.15 h / Eintritt 18 / 12 Euro
Doris Dörrie: Leben, schreiben, atmen. Eine Einladung zum Schreiben

Der große Live-Versuch: Schreibwerkstatt für die eigene Biografie

Frankfurter Buchmesse. Schauspiel Frankfurt, Großer Saal. Lesung? – Nein, wir laden ein zur größten Schreibwerkstatt der Welt. Nicht, um ins Guinness-Buch der Rekorde zu gelangen, sondern um zu zeigen, was nur die Literatur vermag. Bringen Sie Block und Schreibstift mit. Wir machen den Versuch. Denn Schreiben heißt für die Regisseurin, Drehbuchautorin und Schriftstellerin Doris Dörrie, das eigene Leben bewusst wahrzunehmen. Wirklich zu sehen, was vor unseren Augen liegt. Oder wiederzufinden, was wir verloren oder vergessen glaubten. Schreiben ist Trost, Selbstvergewisserung, Anklage, Feier des Lebens. Doris Dörrie denkt in „Leben, schreiben, atmen“ (Diogenes) über das autobiografische Schreiben nach. Sie gibt darin Tipps und kreative Anleitungen und erzählt hinreißend ehrlich von ihrem eigenen Leben. Heute gibt es eine Weltpremiere: Gemeinsam mit Dörrie schreiben wir den ersten Satz unserer Autobiografie.

Karten ab 22.08. unter www.schauspielfrankfurt.de. Mitglieder des Literaturhausvereins haben ab 19.08., 10 Uhr, ein Vorkaufsrecht.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Schauspiel Frankfurt.

Das Literaturhaus Frankfurt zu Gast im Schauspiel Frankfurt
Donnerstag 17.10.19 / 18.00 h / Eintritt 26 / 12 Euro
Jostein Gaarder: Genau richtig. Die kurze Geschichte einer langen Nacht
Moderation (dt./engl.): Margarete von Schwarzkopf
Lesung deutscher Text: Christoph Pütthoff

Buchmesse-Ehrengast Norwegen: der Autor von „Sofies Welt“
Seit dem Erfolg „Sofies Welt“ von 1991 ist der Autor Jostein Gaarder einer der bekanntesten Vertreter skandinavischer Literatur. Und seit seinem israelkritischen Beitrag in Norwegens führender Zeitung Aftenposten vor 13 Jahren („Guds utvalgte folk“) steht auch er in der Reihe der Meinungsstarken und vorsätzlich Missverstandenen. Nun liegt ein neuer, schmaler Roman vor: Ein Mann erhält eine Diagnose. Das Leben selbst zu beenden, scheint eine Lösung zu sein. In einer einsamen Ferienhütte am Waldsee sucht er mit sich selbst ins Reine zu kommen und schreibt in das Hüttenbuch. „Genau richtig. Die kurze Geschichte einer langen Nacht“ (Hanser) erzählt von Ehe, Liebe, Familie und Krise. Irgendwann treibt ein Boot ruderlos auf dem See und ein Fremder erscheint. Die Übersetzung von Gabriele Haefs liest Christoph Pütthoff (Schauspiel Frankfurt). Das Gespräch mit dem norwegischen Autor leitet Margarete von Schwarzkopf. Eine Veranstaltung in deutscher und englischer Sprache.

Karten ab 22.08. unter www.schauspielfrankfurt.de. Mitglieder des Literaturhausvereins haben ab 19.08., 10 Uhr, ein Vorkaufsrecht.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Schauspiel Frankfurt. Mit freundlicher Unterstützung von NORLA – Norwegian Literature Abroad.

Das Literaturhaus Frankfurt zu Gast im Schauspiel Frankfurt
Samstag 16.11.19 / 19.30 h / Eintritt 26 / 12 Euro
Ulrich Tukur: Der Ursprung der Welt

Der Schauspieler, Musiker und Autor entflieht der Zeit. Ulrich Tukur ist womöglich schon immer: ein Ermittler. Jetzt schreibt er ein Buch, in dem er durch Gegenwartsflucht etwas herausfindet. Denn das hier ist nicht mehr die Welt von Paul Goullet: Er, der alte Bücher und Bilder liebt, die Schönheit, den Traum und die Fantasie, findet sich in einer Zeit kaum noch zurecht, in der das Chaos herrscht und die Algorithmen. Um dem zu entkommen, entflieht er nach Paris, wo er ein altes Fotoalbum findet. Dessen Bilder aber scheinen ihn selbst zu zeigen, inmitten eleganter Damen und Herren aus den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. Fasziniert setzt sich Goullet auf die Fährte seines Doppelgängers, wechselt Zeiten und Kleider und kommt einem furchtbaren Geheimnis näher.

Karten ab 22.08. unter www.schauspielfrankfurt.de. Mitglieder des Literaturhausvereins haben ab 19.08., 10 Uhr, ein Vorkaufsrecht.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Schauspiel Frankfurt.

Literaturhaus Frankfurt / Schöne Aussicht 2 / 60311 Frankfurt am Main
Tel.: 069 – 75 61 84 0 / Fax: 069 – 75 61 84 20 / www.literaturhaus-frankfurt.de

Acht Visionen Zukunft, Arbeit, Literatur – ab 18.09.2019 – Literaturhaus Frankfurt und Museum für Kommunikation

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Das Literaturhaus Frankfurt und das Museum für Kommunikation Frankfurt stoßen unter dem Motto „Acht Visionen
Zukunft, Arbeit, Literatur“ gemeinsam einen literarischen Blick in die Zukunft an: Acht Autorinnen und Autoren sind beauftragt, einen Text zur Zukunft der Arbeit im digitalen Transformationsprozess zu schreiben. Die Autoren sind: Katharina Adler, Isabelle Lehn, Mariana Leky, Lukas Rietzschel, Jochen Schmidt, Thomas von Steinaecker, Daniel Wisser und Julia Wolf.

Die erste Lesung im perspektivisch-literarischen Reigen werden Katharina Adler und Daniel Wisser anbieten am Mittwoch,18. September 2019, 19.30 Uhr im Museum für Kommunikation Frankfurt, Schaumainkai 53 60596 Frankfurt/Main

Acht Visionen und Leben & Lernen X.0
Die Texte sollen thematisch inspiriert sein von dem Projekt „Leben & Lernen X.0. Digitale Bildung – Unsere Zukunft“, welches das Museum für Kommunikation 2017 angestoßen hat. Die Informations- und Vernetzungsplattform fragt in einem aktiven Bürgerdialog „Wie bewältigen wir die digitale Transformation?“. Ausgangspunkt ist die Dauerausstellung des Kommunikationsmuseums, in der 21 namhafte Vertreter und Vertreterinnen aus Wirtschaft, Politik und Journalismus in einer Videogalerie Perspektiven auf die digitale Zukunft der Kommunikation eröffnen und die Bedeutung des digitalen Wandels sichtbar machen.

Vier Premierenlesungen
Die acht Autoren werden ihre Texte in vier Premierenlesungen zwischen September 2019 und April 2020 im Museum für Kommunikation präsentieren. Jeweils am darauffolgenden Vormittag bietet das Junge Literaturhaus Schulklassen die Möglichkeit, die Autoren zu ihren Visionen zu befragen. Die Gespräche werden von Museumspädagogen geleitet. Im Juni 2020 erscheinen alle Texte der „Acht Visionen“ in einer Publikation. Die Buchpremiere mit allen acht Autoren findet zum Abschluss des Projekts am 24.06.2020 im Literaturhaus statt.

Lesungen im Museum für Kommunikation
· 18.09.2019: Katharina Adler und Daniel Wisser
· 27.11.2019: Isabelle Lehn und Jochen Schmidt
· 19.02.2020: Thomas von Steinaecker und Julia Wolf
· 22.04.2020: Mariana Leky und Lukas Rietzschel

Buchpremiere im Literaturhaus Frankfurt
24.06.20: Epilog und Premiere: Das Buch „Acht Visionen“ und die acht Autoren

Beginn der Veranstaltungen: 19.30 Uhr
Eintritt und Vorverkauf: 9 / 6 € im Vorverkauf. Karten für alle Veranstaltungen unter www.literaturhaus-frankfurt.de und an der Museumskasse. Der Kartenvorverkauf für die vier Veranstaltungen im Kommunikationsmuseum läuft. Karten für den Abschlussabend gibt es ab Mitte März 2020.

ACHT VISIONEN ist ein Projekt des Literaturhauses Frankfurt mit dem Museum für Kommunikation in Zusammenarbeit mit hr2-kultur. Gefördert von „experimente#digital“, der Kulturinitiative der Aventis Foundation, und dem Kulturamt Frankfurt am Main.

Ansprechpartner

Kristina Koehler
Literaturhaus Frankfurt e.V.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt
Tel. 069 – 75 61 84 11
koehler@literaturhaus-frankfurt.de

Regina Hock
Museum für Kommunikation
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Schaumainkai 53, 60596 Frankfurt
Tel. 069 – 75 61 84 11 069 – 60 60 350
r.hock@mspt.de

„Acht Visionen“
Silke Hartmann – Projektkoordinatorin
Kulturperle – Kommunikation und Kulturmanagement
Im Sachsenlager 6, 60322 Frankfurt
Tel. 069 – 36 70 44 17
silke.hartmann@kulturperle.com

Biographien
Katharina Adler, geb. 1980, studierte Amerikanische Literaturgeschichte in München und
anschließend am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Ihr Romandebüt „Ida“ erschien 2018 bei
Rowohlt, stand auf der ORF-Bestenliste und war u.a. für den Klaus-Michael Kühne-Preis und den
aspekte-Literaturpreis nominiert. Katharina Adler lebt in München.

Isabelle Lehn, geb. 1979, studierte Allgemeine Rhetorik, Ethnologie und Erziehungs-wissenschaft in
Tübingen und absolvierte ein Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 2016 erschien ihr
Debütroman „Binde zwei Vögel zusammen“ (Eichborn), aus dem sie im selben Jahr beim IngeborgBachmann-Wettbewerb las. 2019 erschien ihr zweiter Roman „Frühlingserwachen“ bei S. Fischer.
Isabelle Lehn lebt in Leipzig.

Mariana Leky, geb. 1973, studierte nach einer Buchhandelslehre Kulturjournalismus an der
Universität Hildesheim. Nach zahlreichen Veröffentlichungen erschien 2017 bei DuMont ihr Roman
„Was man von hier aus sehen kann“, der seit 100 Wochen auf der SPIEGEL-Bestsellerliste steht, in
über 14 Sprachen übersetzt wird und fürs Kino verfilmt werden soll. Mariana Leky lebt in Berlin und
Köln.

Lukas Rietzschel, geb. 1994, studierte Politikwissenschaften, Germanistik und Kulturmanagement.
2012 wurde sein erster Text im „ZEIT Magazin“ veröffentlicht, seitdem folgten Veröffentlichungen in
verschiedenen Anthologien. Mit seinem bei Ullstein erschienenen Romandebüt „Mit der Faust in die
Welt schlagen“ war er 2018 Finalist beim aspekte-Literaturpreis. Lukas Rietzschel lebt in Görlitz.

Jochen Schmidt, geb. 1970, studierte Informatik, Germanistik und Romanistik. 1999 war er
Mitbegründer der Berliner Lesebühne „Chaussee der Enthusiasten“. Er ist Übersetzer und Autor
zahlreicher Romane wie „Meine wichtigsten Körperfunktionen“ oder „Schmidt liest Proust“. Zuletzt
erschien von ihm 2019 „Ein Auftrag für Otto Kwant“ bei C.H. Beck. Jochen Schmidt lebt in Berlin.

Thomas von Steinaecker, geb. 1977, studierte Literaturwissenschaften. Er ist vielfach preisgekrönter
Roman-, Comic- und Hörspielautor sowie Dokumentarfilmer. Für seine insgesamt fünf Romane,
zuletzt „Die Verteidigung des Paradieses“, erschienen 2016 bei S. Fischer, war er mehrfach für den
Deutschen Buchpreis nominiert. Thomas von Steinaecker lebt in Augsburg.

Daniel Wisser, geb. 1971, studierte Germanistik. Er ist Autor und Mitbegründer der Band „Erstes
Wiener Heimorgelorchester“. Für seinen Roman „Königin der Berge“ (Jung und Jung, 2018) erhielt er
den Österreichischen Buchpreis. Zuletzt erschienen von ihm die Alben„Die Letten werden die Esten
sein“ (2018) und „anderwo“ (2019). Daniel Wisser lebt in Wien.

Julia Wolf, geb. 1980, studierte Nordamerikastudien, Lateinamerikanistik und Germanistik. Beim
Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 2016 präsentierte sie einen Auszug aus ihrem zweiten Roman
„Walter Nowak bleibt liegen“ und erhielt dafür den 3sat-Preis. Der 2017 in der Frankfurter
Verlagsanstalt erschienene Roman stand auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis. Julia Wolf
lebt in Leipzig.

FRANKFURTER HAUSGESPRÄCHE über „Freiheit“ vom 8. Mai bis 5. Juni 2019 im Goethehaus, Haus am Dom, Ev. Akademie u. Literaturhaus Frankfurt

PlakatHausgesprächeStiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main, Haus am Dom, Literaturhaus Frankfurt und das Freie Deutsche Hochstift / Frankfurter Goethe-Haus laden gemeinsam zu den Frankfurter HausGesprächen ein. Die vier Abendveranstaltungen der Reihe widmen sich in diesem Jahr dem Thema: Freiheit.

Sie erschien uns schon so selbstverständlich, die Freiheit. Doch zunehmend erleben wir, wie sie in nächster Nachbarschaft eingeschränkt wird. Aber auch Ausschläge falsch verstandener Freiheit sind nicht zu übersehen, wenn Grundregeln des Zusammenlebens gebrochen werden. Von verschiedenen Seiten schlägt der freiheitlichen Gesellschaft gar Verachtung entgegen: Freiheit wird als Dekadenz missverstanden. Was aber macht unsere Freiheit aus? Woher kommt unser heutiges Verständnis von Freiheit? Wie hat es sich seit dem Zeitalter der Aufklärung entwickelt und verändert? Was bedeutet uns Freiheit heute? Wie wurde und wird sie besungen? Wie für sie gekämpft und gerungen? Welche Bedingungen stellt sie über Recht und Gesetz hinaus? Und welche Grenzen müssen wir ziehen, damit sie bestmöglich wirken kann?

Diesen und weiteren Fragen gehen die Frankfurter HausGespräche 2019 an folgenden Terminen nach:

jeweils 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Frankfurter Literaturhaus im April und Mai 2019

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Programm-Kurzüberblick im Mai
Im April kommt mit Jakuta Alikavazovic eine preisgekrönte französische Autorin mit ihrem neuen Roman „Das Fortschreiten der Nacht“ erstmals ins Literaturhaus (15.4.). Pulse of Europe hat in der Reihe „Europa-Salon“ den Politikwissenschaftler Claus Leggewie eingeladen (ausgebucht – 2.4.) und fast schon traditionell tanzen wir wieder mit Gast-DJs aus der Buchbranche in den Mai, dieses Mal mit den F.A.Z.-Redakteuren Jan Wiele & Elena Witzeck, FishinMotion alias Petra Wittrock und Oliver Vogel (S. Fischer), der Schauspielerin Anna Böger & Literaturhausleiter Hauke Hückstädt sowie keilschmidt alias Antje Keil (S. Fischer) und Katharina Schmidt (Illustratorin).

Zusammen mit dem Schauspiel Frankfurt geht das Projekt „Stimmen einer Stadt“ zu Lebensgeschichten aus der Main-Metropole mit Monodramen von Angelika Klüssendorf, Thomas Pletzinger und Antje Rávik Strubel weiter. Die Uraufführungen mit den Schauspielern Christina Geiße, Anna Kubin und Peter Schröder finden am 6.4. statt. Dieser Abend ist ebenso wie die Lesung mit Siri Hustvedt bereits ausverkauft (9.4.).

Im Jungen Literaturhaus sind der britische Jugendbuchautor Alex Wheatle für alle Schüler ab Klasse 8 (11.4.) und der Frankfurter Autor und Illustrator Jörg Mühle (7.4.) für alle Kinder ab 4 Jahren zu Gast.

Auch die Abende, an denen Gebärdensprachdolmetscher die Veranstaltung für Gehörlose übersetzen, gehen weiter: Gehörlose Menschen können ihre Plätze für den Abend „Literatur in Einfacher Sprache“ mit Ulrike Almut Sandig und Jens Mühling am 8.4. direkt unter koehler@literaturhaus-frankfurt.de reservieren.

Programm und Anmeldemöglichkeiten auf einen Blick

Programm-Kurzüberblick im Mai

Im Mai stellen Katrine Engberg (6.5.), Axel Milberg (8.5.), Ljuba Arnautović (13.5.), Marion Brasch (14.5.), Ewald Lienen (16.5.) und Saša Stanišić (29.5.) ihre neuen Bücher vor. Im Rahmen der Reihe „Gelebtes Leben“ sind Franziska Augstein und Jens Hacke (9.5.) sowie Thea Dorn und Friedrich Merz (28.5.) zu Gast. Antje Rávik Strubel, die Preisträgerin des Preises der Literaturhäuser, widmet einen Abend ihrer Übersetzertätigkeit aus dem Englischen, an ihrer Seite die Schauspielerin Corinna Harfouch (20.5.). Comiczeichner Mawil bringt Lucky Luke ins Literaturhaus (24.5.) und Martin Mosebach im Rahmen von „Frankfurt liest ein Buch“ seinen 1992 publizierten Roman „Westend“ (15.5.).
Im Jungen Literaturhaus stellen Margit Auer (12.5.) und Silke Schlichtmann (27.5.) ihre Bücher für Kinder vor – beide Veranstaltungen sind bereits ausverkauft.

Programm und Anmeldemöglichkeiten auf einen Blick

Ort:
Literaturhaus Frankfurt e.V.
Schöne Aussicht 2
60311 Frankfurt am Main
https://literaturhaus-frankfurt.de/

Shortlist-Autoren des Deutschen Buchpreises am 23.September live im Großen Haus des Schauspiel Frankfurt

Archivbild © Foto: Diether v. Goddenthow
Archivbild © Foto: Diether v. Goddenthow

Vier der sechs nominierten Autorinnen und Autoren des Deutschen Buchpreises lesen am 23. September im Großen Haus des Schauspiel Frankfurt. Dieser Umzug des Shortlist-Abends vom Literaturhaus Frankfurt in Schauspiel Frankfurt wurde aufgrund der großen Erfolge der vergangenen Jahre notwendig, um einfach mehr Literaturinteressenten die Möglichkeit zu geben, bei diesem großem Literatur-Ereignis zwei Wochen vor der Frankfurter Buchmesse dabei sein zu können.
Vier der sechs Finalistinnen und Finalisten, die in diesem Jahr in der Endauswahl für den deutschsprachigen Roman des Jahres stehen, werden in Lesungen und Gesprächen von den Moderatoren Sandra Kegel (FAZ), Alf Mentzer (hr2-kultur) und Insa Wilke (freie Kritikerin) vorgestellt.

Die Nominierte Nino Haratischwili kann an diesem Abend aufgrund der Europapremiere ihres Theaterstücks in Georgien nicht in Frankfurt sein, der Nominierte Maxim Biller ist ebenfalls außer Landes und wird daher nicht teilnehmen.

Der Deutsche Buchpreis bringt deutschsprachige Literatur ins Gespräch wie kaum eine andere Auszeichnung und gewinnt damit die Aufmerksamkeit von Leserinnen und Lesern wie Literaturkritikerinnen und -kritikern gleichermaßen. Zum elften Mal präsentieren das Kulturamt Frankfurt am Main und das Literaturhaus Frankfurt die Nominierten der Shortlist vor der Preisverleihung in Kooperation mit der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung, die den Preis vergibt.

Der Abend:

Begrüßung: Dr. Ina Hartwig, Hauke Hückstädt, Alexander Skipis

Inger-Maria Mahlke: Archipel
Moderation: Sandra Kegel (F.A.Z.)
Stephan Thome: Gott der Barbaren
Moderation: Alf Mentzer (hr2-kultur)
Susanne Röckel: Der Vogelgott
Moderation: Sandra Kegel (F.A.Z.)
María Cecilia Barbetta: Nachtleuchten
Moderation: Insa Wilke (freie Kritikerin)

Die Veranstaltung ist bereits ausverkauft, vereinzelte Restkarten (18/12 €) sind noch an der Abendkasse des Schauspiel Frankfurt ab 17.00 Uhr erhältlich. Eintritt in der Pause möglich.
Eine gemeinsame Veranstaltung von Kulturamt Frankfurt am Main und Literaturhaus Frankfurt in Kooperation mit dem Schauspiel Frankfurt. Partner ist die Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung.

Medienpartner ist hr2-kultur. Zu hören sind die einzelnen Lesungen dort vom 01.10. bis 06.10. (ausgenommen 03.10.) um 19.30 und 15.00 Uhr (Wdh.).

Literaturhaus Frankfurt: August * September * Messe-Vorschau * Junges Literaturhaus * Schreibzimmer

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Karten unter
http://literaturhaus-frankfurt.de/karten/karteninfo/

In die Saison startet das Literaturhaus Frankfurt am 23.8. mit dem Frankfurter Autor Florian Wacker, der am 28. August 2018 mit dem Robert Gernhardt Preis ausgezeichnet wird. Am 27.8. ist Katharina Adler mit ihrem viel beachteten Debüt „Ida“, der Geschichte ihrer Urgroßmutter, die als Freuds Patientin „Dora“ in die Geschichte einging, Gast im Literaturhaus.

Ganz anders ist das Debüt von Akwaeke Emezi, einer igbo-tamilischen Autorin und Videokünstlerin. Die New York Times bezeichnet ihr „Freshwater / Süßwasser“ als „Außergewöhnlich und mutig, poetisch und verstörend.“ Im September kommt Emezi, aufgewachsen in Nigeria, in den USA lebend, für wenige Termine nach Deutschland, am 10.9. auch ins Literaturhaus Frankfurt.

Mit Jennifer Egan (11.9.), David Graeber (17.9.) und Jason Reynolds (19.9.) haben die Veranstalter im September drei weitere englischsprachige Autoren gewinnen können.

Mit Nino Haratischwili (6.9.) und Bodo Kirchhoff (28.9.) werden gleich zwei Buchpremieren gefeiert: Burghart Klaußner (Debüt! 13.9.), Thomas Hürlimann (lange erwartet! 25.9.) und Helene Hegemann (ihr drittes 27.9.) stellen ihre neuen Romane vor und in der Reihe „Gelebtes Leben: Denker der Freiheit im Porträt“, kuratiert von Rainer Hank, geht es mit Ulrike Ackermann und Michael Schefczyk um John Stuart Mill und Harriet Taylor Mill (26.9.).

Am 18.9. findet das Jubiläum des literarischen Quartetts „Schöne Aussichten – Das Frankfurter Literaturgespräch“ statt. Zum 40. Mal diskutieren drei Kritiker vier Bücher in 90 Minuten. Der erste Gast in 2008 war Bernd Eilert, nach 10 Jahren verstärkt er in der Jubiläumsausgabe erneut das Quartett. Diese Veranstaltung sowie die Buchpremiere mit Nino Haratischwili wird von Gebärdensprachdolmetschernübersetzt!

Am 13.9. wird die kleinste Dauerausstellung der Welt die „Schönsten deutschen Bücher“ im Literaturhausfoyer eingeweiht.

Erstmals findet der Shortlist-Abend mit den für den Deutschen Buchpreis nominierten Autoren  im Großen Saal des Schauspiels Frankfurt statt (Sonntag!, 23.9.).

Zur Frankfurter Buchmesse ist das Literaturhaus Frankfurt fast schon traditionell im Schauspielhaus, dieses Jahr mit Robert Seethaler (10.10.), Eva Mattes liest Elena Ferrante (11.10.) und Juli Zeh (12.10.).

Für die meisten Veranstaltungen läuft der Karten-VVK seit ein paar Tagen. Die Abende bei den Kollegen im Schauspiel Frankfurt gehen am 10.8. in den VVK.

Im Jungen Literaturhaus sind in den nächsten Monaten Comickünstler Flix, der amerikanische Jugendbuch-Star Jason Reynolds sowie die Kinderbuchautoren Torben Kuhlmann, Susanne Göhlich und Antje Damm zu Gast, im Oktober stellen der Schauspieler Wolfram Koch und der Illustrator Thorsten Saleina „Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“ vor.

August 2018

Karten unter
http://literaturhaus-frankfurt.de/karten/karteninfo/

Donnerstag 23.08.18 / 19.30 h / Eintritt 7 / 4 Euro
Florian Wacker: Stromland
Moderation: Christoph Schröder
Vom Sinnsuchen und Sich-Verlieren, von der Macht der Natur und dem, was das Menschsein ausmacht.
Iquitos am Amazonas, 1984, eine Frau auf der Suche nach ihrem Zwillingsbruder. Dieser war Teil der Filmcrew um Werner Herzog und Klaus Kinski, ist jedoch nach Abschluss der Dreharbeiten zu „Fitzcarraldo“ spurlos verschwunden. Entlang der großen Flüsse begibt die Frau sich in den Regenwald des Amazonasbeckens und tief hinein in die Abgründe menschlicher Hoffnungen und Sehnsüchte. „Stromland“ (Berlin Verlag) erzählt von Verschollenen und der Suche nach dem richtigen Leben, nach unberührten Orten und neuen Wahrheiten. Dabei führt der Roman durch drei Jahrhunderte, in denen Auswanderer und Abenteurer ihre Spuren hinterlassen haben. Florian Wacker entführt die Leser in seinem atmosphärisch dichten Romandebüt in eine Welt, die ihre Figuren zu verschlingen droht. Durch den Abend führt der Literaturkritiker Christoph Schröder.

In Kooperation mit dem Journal Frankfurt.

Montag 27.08.18 / 19.30 h / Eintritt 9 / 6 Euro
Katharina Adler: Ida
Moderation: Jan Wiele (F.A.Z.)
Freuds Patientin, ihr Leben, ein Roman
Nicht viele Erstlingsromane wurden so erwartet wie der von Katharina Adler. Sie war die Namenspatronin für das legendäre Gemeinschafts- und Literaturproduktionsbüro „Adler & Söhne“ im Prenzlauer Berg. Dort, in einem alten Ladengeschäft, wo Heiner Müller einst Zigarren kaufte, bündelten sich für eine Weile die Energien von Saša Stanišić, Thomas Pletzinger, dem späteren KiWi-Lektor Jan Valk, dem Journalisten Benjamin Lauterbach, der Übersetzerin Christine Bredenkamp, dem Verleger Patrick Hutsch und anderen. Adler aber arbeitete an einem Manuskript, ein großer Stoff. Raunend wurde davon erzählt. Nun erscheint die Geschichte von Ida Adler, die als „Fall Dora“ und als fliehende Patientin in die Schriften Freuds zur Psychoanalyse einging (Rowohlt Verlag). Katharina Adler hat einen Familienroman geschrieben und ihrer Urgroßmutter ein Denkmal gesetzt. Es ist der Roman eines Lebens, das erst mit Freuds Praxistür im Rücken seinen Anfang nahm. Den Abend moderiert Jan Wiele (F.A.Z.).

September 2018

Karten unter
http://literaturhaus-frankfurt.de/karten/karteninfo/

Dienstag 04.09.18 / 18.00 h / Eintritt nach Anmeldung frei
Zu Besuch im Verlag der Autoren – Exklusiv für Mitglieder

Ein einzigartiger Verlag öffnet seine Türen für die Mitglieder des Literaturhauses.
Eine Frankfurter Institution: 50 Jahre alt wird der Verlag der Autoren im kommenden Frühjahr. Eine außergewöhnliche Gesellschafterstruktur: Kein Konzern, keine Privatperson ist hier Besitzer – dieser Verlag gehört seinen Autoren und Mitarbeitern. Und mitreißende Inhalte: Als Bühnen- und Medienverlag vertritt er Theaterautoren wie Martin Sperr, Dea Loher und Nino Haratischwili, Filmemacher wie Wim Wenders und Titus Selge, Choreographen wie Pina Bausch. Das Verlagsteam erzählt von Gründung und Geschichte, von der täglichen Arbeit und den programmatischen Höhepunkten, von Theater, Film und Tanz dort, wo sie ihren Ausgang haben: bei ihren Schöpfern. Für Getränke ist gesorgt. Die Veranstaltung dauert etwa 90 Minuten; Treffpunkt ist in den Verlagsräumen in der Taunusstraße 19. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Um Anmeldung bis 21. August bei Julia Ketterer unter ketterer@literaturhaus-frankfurt.de wird gebeten.

Buchpremiere!
Donnerstag, 06.09.18 / 19.30 h / Eintritt 12 / 8 Euro
Nino Haratischwili: Die Katze und der General
Moderation: Anna Engel (hr2-kultur)
Mit den Gebärdensprachdolmetschern Kathrin Enders und Yvonne Barilaro

Eine Georgierin, die zu den wichtigen Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur gehört.
In ihrem neuen Roman „Die Katze und der General“ (Frankfurter Verlagsanstalt) spürt Nino Haratischwili den Abgründen nach, die sich zwischen den Trümmern des zerfallenden Sowjetreichs aufgetan haben. Es ist ein psychologisch tiefenscharfer Schuld-und-Sühne-Roman über den Krieg in den Ländern und in den Köpfen, über die Sehnsucht nach Frieden. Wie bei einem Zauberwürfel drehen sich die Schicksale der Figuren ineinander und die Handlung verläuft mit der Wucht einer klassischen Tragödie. Nino Haratischwili, geboren 1983 in Tbilissi /Georgien, ist preisgekrönte Dramatikerin, Theaterregisseurin und Autorin, deren Werke in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden. Durch den Abend führt die Literaturredakteurin Anna Engel (hr2-kultur).

Eine Kooperation mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und der Karl-Hermann-Flach-Stiftung. Die Veranstaltung wird, gefördert durch die Aktion Mensch, von Gebärdensprachdolmetschern übersetzt.

Freitag 07.09.18 / 19.00 h / Eintritt 7 / 4 Euro
Flix: Spirou in Berlin
Moderation: Jakob Hoffmann

Spirou ist zum ersten Mal in Deutschland und kommt nach Frankfurt!
Seit 80 Jahren gibt es die berühmten Geschichten von Spirou und Fantasio.
Zum ersten Mal aber wird nun einem deutschen Zeichner die Ehre zuteil, eine Geschichte des abenteuerlustigen Helden in Pagenuniform zu erzählen. „Spirou in Berlin“ heißt der Band, den der bekannte deutsche Comicautor Flix („Schöne Töchter“, „Don Quijote“) im Carlsen Verlag veröffentlicht und im Literaturhaus Frankfurt vorstellt. Dabei hat Flix der Geschichte seinen eigenen Stil gegeben, aber natürlich sind Fips das Eichhörnchen und Fantasio der Reporter bei diesem rasanten Abenteuer auch mit von der Partie. Die Lesung moderiert der Frankfurter Comicveranstalter Jakob Hoffmann.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit Yippie! – dem Kindercomicfestival in Frankfurt statt und bildet dessen Auftakt. Das Junge Literaturhaus wird unterstützt von der Cronstett- und Hynspergischen evangelischen Stiftung.

Montag 10.09.18 / 19.30 h / Eintritt 9 / 6 Euro
Akwaeke Emezi: Süßwasser
Moderation (dt./engl.): Hadija Haruna-Oelker
Dt. Text: Nelly Politt

„Eines der umwerfendsten Debüts, die ich je gelesen habe“, schreibt die Autorin Taiye Selasi im Guardian.
Akwaeke Emezi ist eine igbo-tamilische Autorin und eine Künstlerin zwischen den Welten. Sie wuchs in Nigeria auf, lebt in New York und gewann 2017 den Commonwealth Short Story Prize für Afrika. Ihr Debütroman „Süßwasser“ (Eichborn) wurde nun von Anabelle Assaf und Senthuran Varatharajah ins Deutsche übertragen. Es ist ein außergewöhnliches Werk, das den Zustand erkundet, ein gespaltenes Ich zu haben. Emezi erzählt die Geschichte von Ada, einem sprunghaften und schwierigen Kind. Adas verschiedene Ichs kommen immer wieder zum Vorschein und rücken vor allem nach dem Umzug von Nigeria in die USA immer stärker in den Vordergrund. Das deutsch-englische Gespräch mit der Autorin führt Hadija Haruna-Oelker. Die deutschen Passagen liest die Schauspielerin Nelly Politt.

Mit freundlicher Unterstützung des US-Generalkonsulats Frankfurt.

Dienstag 11.09.18 / 19.30 h / Eintritt 9 / 6 Euro
Jennifer Egan: Manhattan Beach
Moderation (dt./engl.): Hans Jürgen Balmes
Dt. Text: Ellen Schulz-Krandick

Ein großes New Yorker Zeitenpanorama
Das vibrierende New York der 30er und 40er Jahre. Von der Marinewerft in Brooklyn zu den schillernden Nachtclubs in Manhattan, von den Villen auf Long Island zu den Absteigen in der Bronx – hier spielt Jennifer Egans neuer, von Henning Ahrens übersetzter Roman „Manhattan Beach“ (S. Fischer Verlag). Erzählerischer Sog, mitreißende Atmosphäre und unvergessliche Figuren zeichnen die bewegende Geschichte einer jungen Frau aus, die mutig ihren Weg geht, die als erste Marinetaucherin im Zweiten Weltkrieg gegen den Strom und den Männern davonschwimmt. Jennifer Egan erhielt 2011 für ihren Roman „Der größere Teil der Welt“ den Pulitzer-Preis. Sie ist Vorsitzende des amerikanischen PEN. Das deutsch-englische Gespräch führt ihr Lektor Hans Jürgen Balmes vom S. Fischer Verlag. Die deutschen Passagen liest die Schauspielerin Ellen Schulz-Krandick.

Donnerstag 13.09.18 / 19.30 h / Eintritt 16 / 10 Euro
Burghart Klaußner: Vor dem Anfang
Lesung und Romandebüt eines Schauspielers
April 1945. Es sind die letzten Stunden, bevor die Hölle losbricht in Berlin und der Häuserkampf beginnt. Der Schauspieler Burghart Klaußner erzählt in seinem Romandebüt von zwei Männern, die die Kriegsjahre überlebten, weil sie sich duckten, und die es auf den letzten Metern dann doch noch kalt erwischt: Sie erhalten den Auftrag, die Geldkasse ihrer Einheit ins Reichsluftfahrtministerium zu bringen. Nach Berlin-Mitte – einmal quer durch die zerschossene Stadt. Und das einzige Beförderungsmittel, das sie haben, sind ihre klapprigen Fahrräder. „Vor dem Anfang“ erscheint im Kiepenheuer & Witsch Verlag und ist ein konzentrierter Roman über das Ende einer Welt und die Hoffnung auf einen neuen Anfang.

Hinweis! Am heutigen Abend eröffnet die kleinste Dauerausstellung der Welt: Die Schönsten deutschen Bücher 2018.

Montag 17.09.18 / 19.30 h / Eintritt 9 / 6 Euro
David Graeber: Bullshit Jobs
Moderation (dt./engl.): Jürgen Kaube (F.A.Z.)
Dt. Text: Isaak Dentler (Schauspiel Frankfurt)

Warum bezahlt eine Ökonomie Tätigkeiten, die sie nicht braucht?
Im Jahr 1930 prophezeite der britische Ökonom John Maynard Keynes, dass durch den technischen Fortschritt heute niemand mehr als 15 Stunden pro Woche arbeiten müsse. Fast ein Jahrhundert nach Keynes’ Prophezeiung stellt David Graeber etwas Merkwürdiges fest: Die Gegenwart sieht anders aus. Die durchschnittliche Arbeitszeit ist nicht etwa gesunken, sondern gestiegen. Dabei wurden zahlreiche Arbeitsplätze durch Maschinen ersetzt. Doch statt die gewonnene Zeit zu nutzen, üben immer mehr Menschen Tätigkeiten aus, die unproduktiv und überflüssig sind – als Immobilienmakler, Investmentbanker oder Unternehmensberater. Es sind Jobs ohne sinnvollen gesellschaftlichen Beitrag. Es sind Bullshit Jobs. Wie konnte es dazu kommen? David Graeber, einer der radikalsten politischen Denker unserer Zeit, geht diesem Phänomen in seinem neuen Buch „Bullshit Jobs“ (Klett-Cotta) auf den Grund. Das deutsch-englische Gespräch führt der F.A.Z.-Herausgeber Jürgen Kaube. Die deutschen Passagen liest Isaak Dentler vom Schauspiel Frankfurt.

Dienstag 18.09.18 / 19.30 h / Eintritt 7 / 4 Euro
Schöne Aussichten – Das Frankfurter Literaturgespräch
Mit Bernd Eilert, Mara Delius (Die Welt), Alf Mentzer (hr2-kultur) und Hubert Spiegel (F.A.Z.)
Mit den Gebärdensprachdolmetschern Kathrin Enders und Yvonne Barilaro

Das 40. Mal! Ein Jubiläumsquartett
Dies ist die 40. Ausgabe der „Schönen Aussichten“. Ein Jubiläum ist zu begehen. 40 Mal wurden von drei Kritikern und immer einem Autorengast rund vier Bücher besprochen. Das sind also über 150 Neuerscheinungen, die für Sie gesichtet und auf ihren Gehalt untersucht wurden. Als Jubiläumsgast konnte der Schriftsteller Bernd Eilert gewonnen werden. Denn Eilert, der berühmt wurde für seine Zusammenarbeit mit dem Komiker Otto Waalkes, war Gastkritiker der allerersten Ausgabe dieser kritischen Bücherrunde im Winter 2008. Dem traditionellen Haltbarkeitstest hat sich dieses Mal „08/15“ von Hans Hellmut Kirst zu unterziehen. Die weiteren Titel, die zur Besprechung kommen, finden Sie ab Ende August unter www.literaturhaus-frankfurt.de.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit hr2-kultur und wird dort am 23.09. um 12.05 Uhr gesendet. Die Veranstaltung wird, gefördert durch die Aktion Mensch, von Gebärdensprachdolmetschern übersetzt.

Mittwoch 19.09.18 / 10.30 h / Eintritt 3 Euro
Schülerlesung ab Klasse 7
Jason Reynolds: Ghost
Moderation (dt./engl.): Fridtjof Küchemann (F.A.Z.)

Der Jugendbuch-Star aus den USA wieder in Frankfurt
Ghost heißt eigentlich Castle Cranshaw und hat mehr Probleme, als ihm lieb ist . Er, der Außenseiter und Problemfall, hat lernen müssen, zu rennen – davonzurennen. Und als er eines Nachmittags im Park spontan gegen einen anderen Jungen ein Rennen läuft, wird klar: Ghost ist ein Naturtalent und wird entdeckt. Zum ersten Mal gehört er plötzlich zu einer Mannschaft. Jason Reynolds ist ein Star in den USA und ein Vorbild für viele Kinder. Er erschafft glaubwürdige Charaktere, mit denen sich Jugendliche überall auf der Welt identifizieren können. Über das Aufwachsen in den USA und die Bedeutung von Büchern spricht er mit Fridtjof Küchemann (F.A.Z.). Die Veranstaltung für Schüler ab der 7. Klasse findet auf Deutsch und Englisch statt.

Gefördert durch das US-Generalkonsulat Frankfurt. Das Junge Literaturhaus wird unterstützt von der Cronstett- und Hynspergischen evangelischen Stiftung.

Die Autoren der Shortlist. Deutscher Buchpreis 2018 Im Schauspiel Frankfurt
Sonntag 23.09.18 / 18.00 h / Eintritt 18 / 12 Euro / Karten ab 10.08. unter www.schauspielfrankfurt.de / Es gelten die dortigen Ermäßigungsberechtigungen.
Moderation: Sandra Kegel (F.A.Z.), Alf Mentzer (hr2-kultur) und Insa Wilke (freie Kritikerin)

Die sechs nominierten Autoren für den Deutschen Buchpreis 2018 lesen in Frankfurt.
Kurz vor Eröffnung der Buchmesse wird in Frankfurt am Main der Roman des Jahres in deutscher Sprache gekürt. Mit dem Deutschen Buchpreis zeichnet die Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung stellvertretend für alle wichtigen literarischen Titel den besten Roman des Jahres aus. Aufgrund des Erfolgs dieser Veranstaltung und des Medien- und Publikumsinteresses in den letzten Jahren lesen die Autoren der Shortlist knapp drei Wochen vor der Verkündung des diesjährigen Preisträgers erstmals im Schauspiel Frankfurt. Am 11. September erfahren Sie, wer die sechs sind.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Literaturhaus Frankfurt und Kulturamt Frankfurt am Main in Kooperation mit dem Schauspiel Frankfurt. Partner ist die Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung. Medienpartner ist hr2-kultur. Zu hören sind die einzelnen Lesungen dort vom 01.10. bis 06.10. (ausgenommen 03.10.) um 09.30 und 15.00 Uhr.

Frankfurt-Premiere!
Dienstag 25.09.18 / 19.30 h / Eintritt 12 /8 Euro
Thomas Hürlimann: Heimkehr
Moderation: Alf Mentzer (hr2-kultur)

Lebensbuch und Roman einer Schubumkehr
Er zählt zu den großen Autoren unserer Zeit. Seine letzten Erzählwerke „Vierzig Rosen“ und „Fräulein Stark“ aber liegen 12 bzw. 17 Jahre zurück. Und nun endlich erscheint im S. Fischer Verlag Thomas Hürlimanns Lebensbuch. Ein Roman des Wandels, der Wandlung, des veränderten Blicks: Auf einer Brücke über einen Schweizer See kracht Heinrich Übel mit seinem geliehenen amerikanischen Straßenkreuzer ins Geländer. Als Übel nach dem Unfall wieder zu sich kommt, findet er sich in einem Hotel auf Sizilien wieder. Er weiß, wer er ist, aber er hat keine Ahnung, wie er da hingekommen ist. Sein früheres Leben scheint passé, das neue eben nicht übel. Aus dem Unglücksraben ist ein Held, ein Frauenschwarm geworden. Wie das sein kann, verorten der Autor und Alf Mentzer (hr2-kultur) im Gespräch.

Gastveranstaltung
Mittwoch 26.09.18 / 19.30 h / Eintritt 9 / 6 Euro
Gelebtes Leben: Denker der Freiheit im Porträt: John Stuart Mill und Harriet Taylor Mill
Mit Ulrike Ackermann und Michael Schefczyk
Moderation: Rainer Hank (F.A.Z.)

Eine Gesprächsreihe über Freiheitsdenken: John Stuart Mill und Harriet Taylor Mill
Freiheit braucht Vorbilder. Die Idee von ihr bleibt abstrakt, wenn sie nicht in gelebtem Leben verankert werden kann. Deshalb porträtiert die Reihe „Gelebtes Leben. Denker der Freiheit im Porträt“ herausragende Gestalten des Liberalismus: eingebunden in ihre Zeit, ausgesetzt den vielfältigen Versuchungen der Unfreiheit. Die Leitfrage dabei lautet: Können wir heute mit den Ahnen des Liberalismus noch etwas anfangen? Und falls ja, was denn eigentlich? Der Ökonom und Philosoph John Stuart Mill (1806–1873) war überzeugt davon, dass die Freiheit des Einzelnen nur eingeschränkt werden darf, um Schaden von anderen abzuwenden. Ebenso wie seine Ehefrau Harriet Taylor Mill trat er für die Freiheitsrechte für alle, Männer und Frauen gleichermaßen, ein. Ulrike Ackermann, Direktorin des John Stuart Mill Instituts für Freiheitsforschung, und Michael Schefczyk, Professor für Praktische Philosophie am Karlsruher Institut für Technologie, werden sich mit Leben und Werk der beiden Mills auseinandersetzen. Der Frankfurter Publizist Rainer Hank (F.A.Z.) kuratiert und moderiert die Reihe.

„Gelebtes Leben“ ist eine Gastveranstaltung der Karl-Hermann-Flach-Stiftung.

Donnerstag 27.09.18 / 19.30 h / Eintritt 12 / 8 Euro
Helene Hegemann: Bungalow
Moderation: Marion Tiedtke (Schauspiel Frankfurt)

Die bekannteste Unbekannte der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur
Ihr Debüt „Axolotl Roadkill“ erregte vor acht Jahren Aufsehen. Nach langer Zeit hatte ein Buch wieder die Kraft, alle zum Reden und Lesen zu bringen. Es wurde in 20 Sprachen übersetzt und die Autorin und Regisseurin hat den Roman inzwischen selbst zur Verfilmung gebracht. Mit „Bungalow“ erscheint nun bei Hanser Berlin Helene Hegemanns dritter Roman. Darin wird von Charlie erzählt, einem zwölfjährigen Mädchen, und wie es sich behauptet zwischen Brutalismus, sozialen Klassen und dem Anschein, unberechenbar, chaotisch, luxuriös und schlauer als alle anderen zu leben. Der freie Wille tritt an gegen eine apokalyptische Welt. Die Chefdramaturgin des Schauspiel Frankfurt, Marion Tiedtke, führt das Gespräch mit der Autorin.

Buchpremiere!
Freitag 28.09.18 / 19.30 h / Eintritt 16 / 10 Euro
Bodo Kirchhoff: Dämmer und Aufruhr
Moderation: Petra Gerster (ZDF)

Autobiografie und Roman der frühen Jahre
In diesem großen, allseits erwarteten autobiografischen Roman dringt der Frankfurter Autor Bodo Kirchhoff ein in die Abgründe des eigenen Erlebens. Mit starken Erinnerungsbildern und großem erzählerischen Atem berichtet „Dämmer und Aufruhr“ (Frankfurter Verlagsanstalt) vom Eros einer Kindheit und Jugend und davon, wie Wörter zu Worten wurden und daraus das eigene Schreiben, der Weg hin zur Literatur. Die Eltern des Erzählers wollen der Enge ihrer Zeit entfliehen, aber jeder auf seine Art. Und daran zerbricht diese Ehe. Der kleine Sohn kommt ins Internat. Und ein Drama der Details nimmt seinen Lauf, jenseits aller verstehenden Sprache auf einer Klinge aus so beklemmender wie betörender Gewalt. Dicht ist dieses Buch, ein Thriller aus Atmosphäre, Licht, Gefühlen, Stimmfetzen, Erinnerung. Das Autorengespräch leitet die Journalistin und TV-Moderatorin Petra Gerster.

In Kooperation mit dem Journal Frankfurt.

Literaturhaus Frankfurt Programm/Kalender

Frankfurter HausGespräche 2018 thematisieren „Zentrum und Extreme – Wechselspiel der offenen Gesellschaft“

hausgespraecheBereits zum zehnten Mal veranstalten das Frankfurter Goethe-Haus/Freies Deutsches Hochstift, die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main, das Haus am Dom und das Literaturhaus Frankfurt gemeinsam die Frankfurter HausGespräche, dieses Jahr unter dem Titel: Zentrum und Extreme. Wechselspiele der offenen Gesellschaft.

Aufgeregtheiten, Empörungs­rhetorik und extreme Polari­sierungen sind Kennzeichen der Zeit. Wie geht die offene Gesellschaft mit Aus­schlägen dieser Art um? Kann sie Mitte und Maß bewahren? Wie beeinflussen Extreme und Zentrum einander – in Inhalt und Form? Sind neue Formen der öffentlichen Auseinander­setzungen erforderlich?  Das sind die Fragen, die an vier Abenden von allen seiten beleuchtet werden.

Den Auftakt macht das Goethe-Haus am 28. Mai. Unter dem Titel „Romantische Invektiven?“ diskutieren der Literaturwissenschaftler Günter Oesterle und die Soziologin Sonja Engel darüber,  wie man in der Epoche der Romantik mit den Extremen umging.

Im Haus am Dom wird am Montag, 4. Juni, erforscht, wo die „goldene Mitte“ beginnt und endet, wo das De­vi­ante, das Extreme, das Ge­fähr­liche in der Reli­gion anfängt. Manch einer hält Religion ja schon an sich für extrem, und manch Hochreligiöser die Rän­der seiner Religion, dort wo sie sich mit den säkularen Gesellschaften verbindet, für nicht mehr religiös. Es diskutieren Vertreter von Islam und Christentum, etwa der Autor Michael Blume, Stuttgart, („Islam in der Krise“ ), der Islam-Wissenschaftler Bekim Agai (Frankfurt) und die Wissenschaftlerin Manuela Kalsky. Die Moderation übernimmt der Direktor des Hauses am Dom, Joachim Valentin.

In der Evangelischen Akademie findet am Montag, 11. Juni, der Abend der Stiftung Polytechnische Gesellschaft statt, debattiert wird über die „Kunst der Mitte – Bildung, Sprache, Umgangsformen“.

Im Literaturhaus Frankfurt geht die Reihe der Hausgespräche am Montag, 18. Juni, zuende mit dem Thema „`Glotz nicht so romantisch`- Aufruhr und Literatur“.

Alle Diskussionsabende gegen von19:30-21:30 Uhr.

Der Eintritt ist frei.

Programm-Flyer