Kategorie-Archiv: Liebieghaus Skulpturenmuseum

Erlebnisreiche Nacht der Museen in Frankfurt und Offenbach an 40 Orten mit fetziger Musik, bunten Shows und spannenden Sammlungen

Über 37 000 Menschen waren in der Nacht der Museum in 40 Museen und Galerien in Frankfurt und Offenbach bis früh morgens unterwegs.© Foto: Diether v. Goddenthow
Über 37 000 Menschen waren in der Nacht der Museem an 40 Orten der Kunst in Frankfurt und Offenbach bis früh morgens unterwegs.© Foto: Diether v. Goddenthow

„Es ist schön zu sehen, wie zu später Stunde Menschen aus Frankfurt und der Region auf den Beinen sind, um Kunst an vielen verschiedenen Orten zu erleben. Ich danke allen beteiligten Institutionen, Museen, Galerien und Off-Spaces sehr herzlich für dieses wunderbare Programm, das einmal mehr die Vielfalt unserer Frankfurter Kulturlandschaft in einer Nacht erlebbar macht“, so Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig bei der Eröffnung der Nacht der Museen in Frankfurt am Main und Offenbach am 5. Mai 2018 im Museum Angewandte Kunst. Hier fand auch die Kunstauktion von EY statt, die einen Erlös von 56.000 Euro aus den versteigerten 20 Kunstwerken von jungen Künstlerinnen und Künstlern der Frankfurter Städelschule und der Offenbacher Hochschule für Gestaltung erzielte. Über dieses grandiose Ergebnis freuten sich die Veranstalter und  Empfänger der EY-Benefizveranstaltung gleichermaßen, nämlich die Fördervereine der Frankfurter und Offenbacher Kunsthochschulen.

Nächtlichen Flaneure hier am Info-Point der Nacht der Museen am Römerberg. © Foto: Diether v. Goddenthow
Nächtlichen Flaneure hier am Info-Point der Nacht der Museen am Römerberg. © Foto: Diether v. Goddenthow

Schätzungsweise waren 37.000 „Nachtgänger“ von 19 bis 2 Uhr morgens unterwegs, um  das abwechslungsreiche Musik-, Show- und Ausstellungs-Angebot der Frankfurter und Offenbacher Kunsthäuser möglichst intensiv zu nutzen, um  gut zu essen und zu trinken und  miteinander ins Gespräch zu kommen.
Selbst, wer nur jeweils einen kurzen Blick nimmt, so wie es von den Veranstaltern auch gedacht ist, schaffte das riesige Veranstaltungs-Programm nicht. Folgend werden einige Highlights des Abends gezeigt  aus einer Tour, beginnend beim Giersch-Museum, entlang des Museumsufers in  Richtung Eiserner Steg bis zu den Museeen rund um  den Römerberg.

Museum Giersch der Goethe-Universität

Frankfurt Urban Jazz Collective eröffnet im Museum Giersch der Goethe-Unisversität das Nachtprogramm um 19 Uhr bei herrlichem Sonnenschein. © Foto: Diether v. Goddenthow
Frankfurt Urban Jazz Collective eröffnet im Museum Giersch der Goethe-Unisversität das Nachtprogramm um 19 Uhr bei herrlichem Sonnenschein. © Foto: Diether v. Goddenthow

Im Museum Giersch der Goethe-Universität trafen vor dem Hintergrund der Ausstellung Freiraum der Kunst – Die Studiogalerie der Goethe-Universität Frankfurt 1964-1968 unter dem Abendmotto „50 Jahre 68er: Happenings, Jazz & Minirock“ bei Live-Musik des generationenübergreifenden Frankfurt Urban Jazz Collective Texte von Goethe, Heine und Shakespeare auf Electrobeats und lyrische Improvisationen.

Liebieg Skulpturensammlung

Allein schon die Garten-Atmosphäre lockte viele Besucher zum Liebieghaus Skulpturensammlung. © Foto: Diether v. Goddenthow
Allein schon die Garten-Atmosphäre lockte viele Besucher zum Liebieghaus Skulpturensammlung. © Foto: Diether v. Goddenthow

Ganz auf Bewegung eingestellt war das Liebieghaus Skulpturensammlung. Zwischen ägyptischen, antiken, klassizistischen und mittelalterlichen Skulpturen und Exponaten bespielt (noch bis 26.8.2018) der renommierte südafrikanische Gegenwartskünstler William Kentridge mit 80 seiner außergewöhnlichen Ausstellungsprojekte große Teil der Sammlung des Hauses.

Sentimental-Maschine. In Kentriges Werk verschmelzen oftmals Zeichnung, Skulpturen, Film und Ton. Er versteht es bestens gezeichnete Objekte in Bewegung zu setzen und sie Raum erobern zu lassen. Im Kern geht es um Zeit in all ihren "raumgreifenden" Facetten. © Foto: Diether v. Goddenthow
Sentimental-Maschine. In Kentriges Werk verschmelzen oftmals Zeichnung, Skulpturen, Film und Ton. Er versteht es bestens gezeichnete Objekte in Bewegung zu setzen und sie Raum erobern zu lassen. Im Kern geht es um Zeit in all ihren „raumgreifenden“ Facetten. © Foto: Diether v. Goddenthow

William Kentridge lässt dabei das Spektrum seines Werkes in Dialog treten mit der 5000 Jahre alten Skulpturensammlung des Liebieghauses. In der NACHT konnten kleine Besucher im Offenen Atelier selbst kreativ werden und Erwachsene mit Taschenlampen den Garten des Hauses neu entdecken bei rhythmischen Trommelklängen und südafrikanischen Streetfood.

Städel Museum

Lange Schlangen bildeten sich  zu einer Art Besucher-Performance des "Sich-in-geduldigen-Wartens-üben" schon vor 19 Uhr vor dem Städel-Museum.© Foto: Diether v. Goddenthow
Lange Schlangen bildeten sich zu einer Art Besucher-Performance des „Sich-in-geduldigen-Wartens-üben“ schon vor 19 Uhr vor dem Städel-Museum.© Foto: Diether v. Goddenthow

Lange Schlangen gegen 19.10 Uhr drängten ins Städel-Museum, welches gerade seine international beachtete, sensationelle Ausstellung über den flämischen Barockmaler Peter Paul Rubens (1577-1640) „Rubens. Kraft der Verwandlung“ bis zum 3. Juni 2018 verlängert hatte und viele weitere Highlights der drei großen Sammlungsbereiche präsentierte. Musikalische  Klänge der Barockzeit sorgten für eine angenehme Atmosphäre. Zudem wurden Kinder in den Offenen Ateliers mit Farbe, Pinsel und Zeichenmaterial selbst zu kleinen Meistern, während ihre Eltern durch die Ausstellungen schlenderten oder sich einer fachkundigen Führung anschlossen.

Museum für Kommunikation

Museum für Kommunikation. Im UG Live-Konzerte u. -Lesungen und Abtanzen bis zum Morgen. © Foto: Diether v. Goddenthow
Museum für Kommunikation. Im UG Live-Konzerte u. -Lesungen und Abtanzen bis zum Morgen. © Foto: Diether v. Goddenthow

„Alles außer Schlaf“ (Sub-Titel der Sonderausstellung „DIE NACHT“) war auch die Nacht  im Museum für Kommunikation mit Live-Musik von Backenfutter, den Madhouse Flowers und Fresh Fruits Movements, die mit den besten Club-Dances tanzfreudigen Nachtschwärmern die feinsten Früchte der Nachtkultur zeigten. Ein Live-Hörspiel der Hörtheatrale lockte in die finstere Gedankenwelt von Edgar Allan Poe. Graf Dracula lebte wieder auf in seinem Schloss und sorgte für ein wenig Schaudern.

Gothics - Die Kinder Nacht, ist aus der Punkt- und New-Wave-Szene er 1980er Jahre hervorgegangen. Sie greifen Gefühle und Dunkelängste der Nacht auf und schaffen durch passende Accessoires, Mode und Musik eine eigene Kultur der Nacht. Schwarz ist Szenefarbe. Das größte Gothics-Treffen findet jährlich in Leipzig statt. Hier ein Teilaspekt der Ausstellung "Die Nacht". © Foto: Diether v. Goddenthow
Gothics – Die Kinder Nacht, ist aus der Punk- und New-Wave-Szene er 1980er Jahre hervorgegangen. Sie greifen Gefühle und Dunkelängste der Nacht auf und schaffen durch passende Accessoires, Mode und Musik eine eigene Kultur der Nacht. Schwarz ist Szenefarbe. Das größte Gothics-Treffen findet jährlich in Leipzig statt. Hier ein Teilaspekt der Ausstellung „Die Nacht“. © Foto: Diether v. Goddenthow

Licht ins Dunkel brachten auch die traumhaften LED-Wesen von Entourage Berlin, und in der „Spark in the Dark“-Lounge kamen Freunde des Lichts und der Schattenwelt beim Light-Painting voll auf ihre Kosten, passend zur Ausstellung „Die Nacht – Alles Ausser Schlaf“. Die Ausstellung beleuchtet die zentralen Facetten der Dunkelheit: von Dunkelängsten, Träumen, Mythen und wie der Mensch allmählich seinen Tag in die Dunkelheit hinein verlängerte , mit Ausflügen zur Gothics-Szene und  Schichtarbeit eines Paket-Zentrums. 5.m.f.k.klassen.kEine Etage tiefer, im 1. OG, gibt es eine Homage an die Schulzeit der 68er Generationen: „Klassen-Kämpfe. Schülerproteste 1968 bis 1972“ beleuchtet eine Zeit in der das neu auf den Markt kommende Kofferadio Freiheit vom spießigen Musikdiktat der Eltern bedeutete, und man „seine“ „schreckliche Neger-Musik“ hören durfte. Beatles, Rollings-Stones und andere „verkommene gesellschaftlichen Subjekte“ und „langhaarigen arbeitsscheuen Faulpelze“ mit  ihren „Stromgitarren“ waren die Feindbilder einer fest in der Adenauer-Ära verankerten Eltern- und Großeltern-Generation.

Klassen-Kämpfe. Schülerproteste 1968 bis 1972 - als das Kofferadio zum Symbol der Befreiung vom spießigen Musikgeschmack der Eltern wurde.  © Foto: Diether v. Goddenthow
Klassen-Kämpfe. Schülerproteste 1968 bis 1972 – als das Kofferadio zum Symbol der Befreiung vom spießigen Musikgeschmack der Eltern wurde. © Foto: Diether v. Goddenthow

Es waren die Anfänge der antiautoritären Erziehungsbewegung,  einer Zeit, in der  Schüler begannen, sich gegen mit Rohrstöckchen (noch) prügelnde Lehrer zu wehren, Klassenbücher verbrannten und manch ein Mädel  Spass daran fand, ihre Pauker mit  einem superkurzen Minirock aus der Fassung zu bringen.  Sex statt Religion, Abschaffung der Noten,  Marx statt Rechtschreibung bis hin zur Besetzung von Häusern, Schulämtern und Straßenbahnen und Seit-an-Seit-Märschen mit „Anführern“ wie Rudi Dutschke gegen Notstandsgesetze und Vietnamkrieg waren für die neue Jugendbewegung oftmals wichtiger als Latein und Mathe.

Man glaubt es kaum, in der großen UG-Dauerausstellung "Medien erzählen Geschichte(n)" zeigt der "Elektrische Kraftwagen Bergmann von 1925", dass Elektroantriebe keine wirklich neue Erfindung sind. Damals erreichte das Post-Fahrzeug eine Spitzengeschwindigkeit von 20 km/h. © Foto: Diether v. Goddenthow
Man glaubt es kaum, in der großen UG-Dauerausstellung „Medien erzählen Geschichte(n)“ zeigt der „Elektrische Kraftwagen Bergmann von 1925″, dass Elektroantriebe keine wirklich neue Erfindung sind. Damals erreichte das Post-Fahrzeug eine Spitzengeschwindigkeit von 20 km/h. © Foto: Diether v. Goddenthow

Äußerst empfehlenswert ist auch die im UG gezeigte Daueraustellung „Medien erzählen Geschichte(n)“. Sie führt durch die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Kommunikationsentwicklung mittels 44 Themeninseln auf 2500 qm von der Erfindung der Schrift über das Botenwesen bis hin zu Internet und Datenbrille. Hier werden alle wesentlichen bahnbrechenden Erfindungen im Bereich der Kommunikation leicht verständlich und gut visualisiert exemplarisch präsentiert, mitunter gespickt mit kuriosen Geschichten und ungewöhnlichen Schicksalen.

Deutsches Museum für Architektur

Auch das DAM war wieder Besuchermagnet. © Foto: Diether v. Goddenthow
Auch das DAM war wieder Besuchermagnet. © Foto: Diether v. Goddenthow

Auch im Deutschen Museum für Architektur (DAM) galt es den Besucherandrang in geregelte Bahnen zu lenken: Gleich drei Highlights gab es als Belohnung für’s Warten in der Schlange: Im 2. Obergeschoss präsentiert(e) das Haus die „Die 25 besten Bauten in/aus Deutschland“ und die hieraus ermittelten Gewinner des DAM Preises 2018“.

Passend zu Frankfurts Topthema über die Zukunft der Städtischen Bühnen die Ausstellung: Große Oper - viel Theater? Bühnenbauten im Vergleich" © Foto: Diether v. Goddenthow
Passend zu Frankfurts Topthema über die Zukunft der Städtischen Bühnen die Ausstellung: Große Oper – viel Theater? Bühnenbauten im Vergleich“ © Foto: Diether v. Goddenthow

Im 1. OG zeigt(e) das DAM gemeinsam mit dem Kulturdezernat der Stadt die Schau: „Große Oper – viel Theater? Bühnenbauten im Vergleich“, was auch vor dem Hintergrund der Diskussion über die Zukunft der städtischen Bühnen interessant und spannend ist.
Im EG thematisiert(e) die große Ausstellung „Fahr Rad!“ die grüne Mobilität und Rückeroberung der Städte mit dem Bike. Zu später Stunde ging’s gleich vom Sattel auf die Tanzfläche mit den DJs Twisted & MC Markie J. und Drum ´n´ Bass-Beats.

6. Deutsches Filmmuseum

Beliebtes Ziel war wieder auch das Deutsches Filmmuseum in der Nacht der Museen. © Foto: Diether v. Goddenthow
Beliebtes Ziel war wieder auch das Deutsches Filmmuseum in der Nacht der Museen. © Foto: Diether v. Goddenthow

Sturm auf das Filmmuseum. Es gab spannende Einblicke in die Welt des Films, unter anderem mit der Dauerausstellung im 3. Stock, die sich dem Kultfilm „Kubricks 2001. 50 Jahre A Space Odyssey“ widmet(e), auf Wunsch auch mit kundigen Führungen. Im Kino wurde eine Trailershow zur filmischen Reise in unbekannte Science-Fiction-Welten geboten, während Space-Quizshows und Bilder aus der Bluebox die Besucher in andere Galaxien beamten. The Oh!chestra begleitete dazu Filmszenen live und lockte späters in Foyer als „The OhOhOhs“ mit Electrosounds.

Museum Angewandte Kunst

Das Museum Angewandte Kunst wurde in dieser Nacht für viele zum Fashion- Tempel praktizierter auf dem Laufsteg als selbstinszenierte Stilikone.  © Foto: Diether v. Goddenthow
Das Museum Angewandte Kunst wurde in dieser Nacht für viele zum Fashion- Tempel selbstpraktizierter Designkunst,  mit der man sich auf dem Laufsteg als neue Stilikone inszenieren konnte. © Foto: Diether v. Goddenthow

„Jil Sander – Fashion NOW“, so das Motto der Nacht im Museum Angewandte Kunst. Es war gleichzeitig auch ein Abschied von der spektakulären Schau „Jil Sander. Präsens“, einem faszinierenden Zusammenspiel von Architektur, Farbe, Licht, Film, Klang, Fotografie, Mode und Kunst.
Der Clou des Abends:  jeder Besucher konnte für kurze Zeit auf Frankfurts spontan entstandenen „schönsten“ Laufsteg zur Stilikone werden und sich live und für 24 Stunden als Instagram Story online auf dem Account des Museums posten lassen. Dabei sorgten Ata Macias und Robert Johnson-Resident Aziesch für die passenden puristischen Beats, während an der Cocktailbar das Emma Metzler-Team und die Amp Bar hauseigene Highballs kreierten, und Lamm- und Veggie-Liebhaber mit SoulFlaki vom Grill beglückten.

Bibelhaus Erlebnismuseum

"Reise in die Welt der Bibel" im Erlebnismuseum Bibelhaus. © Foto: Diether v. Goddenthow
„Reise in die Welt der Bibel“ im Erlebnismuseum Bibelhaus. © Foto: Diether v. Goddenthow

Bei einer „Reise in die Welt der Bibel“ konnten sich Besucher im Untergeschoss über die Ursprünge, Entwicklung und Vielfalt der Heiligen Schrift anhand von Exponaten und Schrifttafeln informieren und dabei auch erfahren, wie viele Zugänge es zur Bibel gibt, etwa über Wort, Bild, Musik und Gesang. Spannend war zudem, der Frage nachzugehen, was die drei monotheistischen Weltreligionen , die drei heilige Schriften und ein Gott: Avram – Abraham – Ibrahim miteinander verbindet und was Judentum, Christentum und Islam voneinander trennt.

„Wandern“ oder sich kutschieren lassen oder beides?

Von einer Seite zur anderen. Wir nicht zu Fuß den Eisernen Steg über den Main nehmen wollte, konnte ab 20 Uhr auch auf den Schiff-Shuttle-Dienst zurückgreifen. © Foto: Diether v. Goddenthow
Von einer Seite zur anderen. Wir nicht zu Fuß den Eisernen Steg über den Main nehmen wollte, konnte ab 20 Uhr auch auf den Schiff-Shuttle-Dienst zurückgreifen. © Foto: Diether v. Goddenthow

Entspannt durch die NACHT kamen die Besucherinnen und Besucher zu Fuß über den Eisernen Steg zu den in günstiger Entfernung zueinander liegenden Museen des Museumsufers und Römerbergs. Desweiteren sorgten fünf Shuttle-Buslinien, eine historische Straßenbahn und ab 20 Uhr ein Schiffs-Shuttle über den Main für eine reibungslose Beförderung.  Auch konnte man selbst in die Pedale treten. Dazu stand in dieser Nacht das  „Call a bike“, das  Bike-Sharing. kostenfrei zur Verfügung.

Historisches Museum

Das Historische Museum mit seinem über eine breite Treppe frei zugänglichen Innenhof wird zum Zentrum des neuen Museums-Quartiers am Römerberg. © Foto: Diether v. Goddenthow
Das Historische Museum mit seinem über eine breite Treppe frei zugänglichen Innenhof wird zum Zentrum des neuen Museums-Quartiers am Römerberg. © Foto: Diether v. Goddenthow

Großer Andrang, beste Stimmung und imposante Erlebnisse bot das im vergangenen Jahr wiedereröffnete Historische Museum, welches mit seiner „Piazza“ zum Zentrum des neuen Museums-Quartiers am Römerberg und der am 9. Mai feierlich eingeweihten teilrekonstruierten historischen Altstadt mit Stoltze- und Struwwelpeter-Museum (ab Herbst 2018) werden wird.

Der Museumsplatz gegen 19 Uhr am Historischen Museum. © Foto: Diether v. Goddenthow
Der Museumsplatz gegen 19 Uhr am Historischen Museum. © Foto: Diether v. Goddenthow

Allein für eine der gezeigten Ausstellungen „Die Stauferzeit“, “Frankfurt Einst?“, „ Frankfurter Sammler und Stifter“ und „Von Bürgern und Bankiers“ sowie für die Etagen des „Jungen Museums“ im Rententurm hätte man jeweils schon einen halben Tag einplanen können. Deshalb steht für viele Besucher  fest: Einfach wiederkommen!

Archäologisches Museum

Das Archäologische Museum ist einfach stets ein imposantes Erlebnis. © Foto: Diether v. Goddenthow
Das Archäologische Museum ist einfach stets ein imposantes Erlebnis. © Foto: Diether v. Goddenthow

Im Archäologischen Museum der restaurierten Kirche des ehemaligen Karmeliterklosters präsentierten die georgische Sängerin, Pianistin und Komponistin Nestan Bagration und Davitashvili mit ihrer Musik als ein offenherziges Bekenntnis zu den Ursprüngen der Menschheit ihr Land Georgien. Georgien wird  das Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse sein.
Bis spät in die Nacht konnten Besucher die in verschiedenen Sammlungen präsentierten Funde aus 200.000 Jahren Menschheitsentwicklung besichtigen und Einblicke nehmen, wie Menschen einst lebten, liebten, arbeiteten, kämpften, glaubten und feierten.

Frankfurter Römer

Das Duo Wildwuchs, Tomas Zeuner und Tobias Witzlau spielten mehrmals am Abend auf, während die Besucher den Kaisersaal mit den 52 Porträts der königlichen und kaiserlichen Würdenträgern an den Wanden bestaunten. © Foto: Diether v. Goddenthow
Das Duo Wildwuchs, Tomas Zeuner und Tobias Witzlau spielten mehrmals am Abend auf, während die Besucher den Kaisersaal mit den 52 Porträts der königlichen und kaiserlichen Würdenträgern an den Wanden bestaunten. © Foto: Diether v. Goddenthow

Im Kaisersaal des Frankfurter Römers konnten Nachtschwärmer im Rahmen von Führungen mehr über diesen historischen Ort des Frankfurter Rathauses und die darin als Wandgemälde verewigten 52 Könige und Kaiser des Alten Reiches von Karl dem Großen bis zu Franz II erfahren. Begleitet wurde die Reise in die Vergangenheit des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nationen durch das Spielmannduo Wildwuchs mit ihren aus der Musik des Mittelalters und der Renaissance stammenden Klängen.

Caricatura – Museum für komische Kunst

Am Caricatura - Museum für komische Kunst war die Ottifantitis ausgebrochen - Alle wollten Otto Waalkes zeichnerisches Werk sehen. © Foto: Diether v. Goddenthow
Am Caricatura – Museum für komische Kunst war die Ottifantitis ausgebrochen – Alle wollten Otto Waalkes zeichnerisches Werk sehen. © Foto: Diether v. Goddenthow

In schierer Otto-Manie stürmten die Besucher das Caricatura auf der Suche nach den vielen – auch in Bildwerken – eingeschleusten kultigen Rüsseltierchen des beliebten Multitalents Otto Waalkes. Der Entertainer und studierte Grafiker, Musiker und bekannte Synchronsprecher hat eine langjährige, besondere Beziehung zu Frankfurt und der „Neuen Frankfurter Schule“. Anlässlich seines 70. Geburtstags hat das Museum für komische Kunst die Schau „Otto. Die Ausstellung“ auf die Beine gestellt, in der das bildnerische Werk des Ostfriesen von seinen Anfängen bis heute eindrucksvoll gezeigt wird. Pit Knorr, der mit Bernd Eilert und Robert Gernhardt das Autorenteam von Otto bildete, las dazu aus seinen Texten. Zugleich konnten sich Groß und Klein beim großen Ottifanten-Malwettbewerb kreativ an der künstlerischen Adaption von Ottifanten abarbeiten. Sie konnten auch Carton-Lesungen des „Titanic“-Zeichners Leonard Riegel lauschen und Konzert-Kostproben des Spardosen-Terzetts – der „größten kleinen Kapelle der Republik“ hören oder auf dem Weckmarkt eine Bratwurst essen.

Impression der Nacht: Hier  am Portal von Kaiserdom St. Bartholomäus und Dommuseum (links) und Beginn des am 9. Mai ab 14 Uhr wieder für die Öffentlichkeit freigegebenen, rekonstruierten  Krönungsweg der deutschen Kaiser (rechts), auf dem diese nach der Krönung im Dom mit ihrem Gefolge zum Festmahl in den Römer schritten..© Foto: Diether v. Goddenthow
Impression der Nacht: Hier am Portal von Kaiserdom St. Bartholomäus und Dommuseum (links) und Beginn des am 9. Mai ab 14 Uhr wieder für die Öffentlichkeit freigegebenen, rekonstruierten Krönungswegs der deutschen Kaiser (rechts), auf dem diese nach der Krönung im Dom mit ihrem Gefolge zum Festmahl in den Römer schritten..© Foto: Diether v. Goddenthow

Das Dommuseum zeigt(e) im Kreuzgang des Kaiserdoms unter dem Titel „Hinter dem Pergament: Die Welt“. eine ganz besondere Ausstellung um den Verleger, Händler und Sammler Peter Ugelheimer, der 1442 in der Fahrgasse geboren wurde, und Gutenbergs Buchdruck in Venedig zur Blüte brachte. Präsentiert werden/wurden kostbare Bücher, Bibeln und auch Rechnungsbücher aus seiner kostbaren Sammlung. Zudem hatten die Besucher Gelegenheit an Vorführungen der Gutenberg-Druckpresse teilzunehmen.

Wen man auch fragte: Die Nacht der Museen kam wieder bestens an! Und selbst Leute, die sonst nicht viel mit Kunst am Hut haben, amüsierten sich köstlich auf der größten „Kunst- und Museums“-Party im Rhein-Main-Gebiet.
Aber heißt es nicht: Nach der „Nacht ist vor der Nacht“? Also dann bis zur nächsten Nacht der Museen in Frankfurt und Offenbach 2019!

(Diether v. Goddenthow /Rhein-Main.Eurokunst)

Februar-Veranstaltungen im Liebieghaus Skulpturensammlung Frankfurt

© atelier-goddenthow Foto: Diether v. Goddenthow
© atelier-goddenthow Foto: Diether v. Goddenthow

Auch im Februar 2018 bietet die Liebieghaus Skulpturensammlung eine Vielzahl von Veranstaltungen und Vermittlungsangeboten rund um die Sammlung des Hauses an. Das vollständige Veranstaltungsprogramm (Februar 2018) können Sie hier herunterladen.

Das Liebieghaus Skulpturensammlung empfiehlt im Februar insbesondere auch die Veranstaltung aus der Reihe „Aus erster Hand“ am 8. Februar: In seinem Vortrag „Hans Multscher geht auf Reisen“ stellt Dipl.-Restaurator Harald Theiss die konservatorischen und restauratorischen Maßnahmen vor, die am Alabaster-Relief von Hans Multscher vorgenommen wurden.

Liebieghaus Skulpturensammlung
Schaumainkai 71
60596 Frankfurt am Main

Glücksgriff: Philipp Demandt ist neuer Direktor für Städel, Schirn und Liebieghaus Frankfurt

(vl) Prof. Dr. Nikolaus Schweickart, Vorsitzender der Administration des Städel Museums; Dr. Philipp Demandt, Direktor für Städel, Schirn u. Liebieghaus; Dr. Ina Hartwig, Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt am Main Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
(vl) Prof. Dr. Nikolaus Schweickart, Vorsitzender der Administration des Städel Museums; Dr. Philipp Demandt, Direktor für Städel, Schirn u. Liebieghaus; Dr. Ina Hartwig, Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt am Main Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

DAS STÄDEL MUSEUM, DIE SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT UND DIE LIEBIEGHAUS SKULPTURENSAMMLUNG HABEN EINEN NEUEN DIREKTOR.

Zum 1. Oktober 2016 beginnt Dr. Philipp Demandt seine Tätigkeit an der Spitze der drei Frankfurter Kulturinstitutionen. Der Kunsthistoriker wurde im Zuge einer intensiven nationalen wie internationalen Suche eines Nachfolgers für Max Hollein ausgewählt. Er war zuvor Leiter der Alten Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz. Auf der Antrittspressekonferenz wurde der 1971 geborene Demandt heute von Prof. Dr. Nikolaus Schweickart, Vorsitzender der Administration des Städel Museums, und Dr. Ina Hartwig, Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt am Main, vorgestellt.

Prof. Dr. Nikolaus Schweickart, Vorsitzender der Administration des Städel Museums, unter dessen Vorsitz die Suche durchgeführt wurde, betonte: „Mit Philipp Demandt haben wir unseren Wunschkandidaten bekommen. Seine umfassenden Erfahrungen im modernen Kulturmanagement und seine ausgewiesene Expertise als Kunsthistoriker und Ausstellungsmacher mit einem feinen Gespür für besondere Themen und Entdeckungen machen ihn zum richtigen Kandidaten für den Job. Wir freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit.“

„Ich freue mich sehr, dass wir den renommierten Kunsthistoriker Philipp Demandt als Direktor der drei Häuser gewinnen konnten. Die Schirn Kunsthalle Frankfurt ist eines der führenden Ausstellungshäuser – mit einem klaren und unverwechselbaren Profil, das über die Grenzen Frankfurts und Deutschlands geschätzt wird. Sie korrespondiert auf hervorragende Weise mit den Sammlungsschwerpunkten des traditionsreichen Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung. Ein effektives Zusammenspiel der drei großen Kunstinstitutionen auch in Zukunft fortzuführen, ist für die kulturelle Entwicklung der Stadt und der Region sinnvoll und wichtig. Ich wünsche Philipp Demandt einen guten Start und viel Erfolg“, teilte die Frankfurter Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig mit.

Dr. Philipp Demandt, Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Dr. Philipp Demandt, Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Dr. Philipp Demandt selbst nutzte die Pressekonferenz, um sich den versammelten Medienvertretern als neuer Direktor der drei Frankfurter Kunstinstitutionen vorzustellen: „Das Städel, die Schirn und das Liebieghaus als Direktor zu führen und deren erfolgreiche Arbeit in all ihrer Vielfalt weiterzuentwickeln ist eine Herausforderung, die ich mit großer Freude annehme. Ich danke dem Magistrat der Stadt Frankfurt und der Administration des Städel Museums für das entgegengebrachte Vertrauen. Das Städel Museum, die Schirn und das Liebieghaus sind drei bedeutende Kunstinstitutionen, die mit ihren progressiven Ausstellungen und Projekten die Menschen begeistern und immer wieder zeigen, wie wir eine lebendige Beschäftigung mit Kunst in unserer heutigen Zeit denken können und müssen. Es steht außer Frage, dass die eigenständigen und starken Profile der drei Institutionen erhalten bleiben und dabei auch zukünftig Synergien genutzt werden. Die drei Häuser haben ein in allen Bereichen qualifiziertes Team, dessen hervorragende Arbeit Sie kennen und die Ihnen auch in den nächsten Wochen mit unseren großen Herbstausstellungen wieder begegnen wird. Ich freue mich sehr auf die gemeinsame Zusammenarbeit.“

Der 1971 in Konstanz geborene Philipp Demandt studierte Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Publizistik und promovierte 2001 am Institut für Geschichts- und Kulturwissenschaften der Freien Universität Berlin mit einer Arbeit zur Entstehungs- und Wirkungsgeschichte der Königin-Luise-Porträts von Johann Gottfried Schadow und Christian Daniel Rauch sowie zur historischen Mythologie des preußischen Staates im Spiegel des „Luisenkults“. Nach einer Ausstellungsassistenz im Bröhan-Museum ab 2002 wurde Demandt 2004 Dezernent bei der Kulturstiftung der Länder. Zu seinen Aufgaben zählten die Beratung und Unterstützung deutscher Kultureinrichtungen beim Erwerb und der Finanzierung von Kunstwerken von der Vor- und Frühgeschichte bis zum 19. Jahrhundert sowie bei Ausstellungsvorhaben. Von 2007 bis 2010 war er zudem Mitkurator der Ausstellung „Luise. Leben und Mythos der Königin“ der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Darüber hinaus konzipierte und leitete er die von der Kulturstiftung der Länder herausgegebene Zeitschrift „Arsprototo“ sowie deren wissenschaftliche Publikationsreihe „Patrimonia“ und veröffentlichte zahlreiche Artikel zur Kunst- und Kulturgeschichte, unter anderem in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Süddeutschen Zeitung und der Welt.

Im Januar 2012 wurde Demandt zum Leiter der Alten Nationalgalerie in Berlin ernannt. Hier machte er unter anderem mit einer umfassenden Neukonzeption der Schausammlung sowie mit ebenso innovativen wie erfolgreichen Ausstellungen auf sich aufmerksam. Zu den Höhepunkten unter seiner Leitung zählten die Ausstellungen „Rembrandt Bugatti“, „Impressionismus/Expressionismus. Kunstwende“ oder zuletzt „Der Mönch ist zurück“, eine Sonderpräsentation zur Restaurierung von Caspar David Friedrichs Meisterwerken Mönch am Meer und Abtei im Eichwald. Die Alte Nationalgalerie beherbergt Gemälde und Skulpturen vom späten 18. bis zum frühen 20. Jahrhundert. Ihre Sammlung ist Teil der Nationalgalerie, zu der auch die Neue Nationalgalerie, der Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin, das Museum Berggruen und die Sammlung Scharf-Gerstenberg gehören.

Demandt tritt in Frankfurt die Nachfolge von Max Hollein an, der zum 1. Juni 2016 als neuer Direktor an die Fine Arts Museums of San Francisco (FAMSF) gewechselt ist.

Städel Museum "Das ist einfach ein Ort, wo man gern hinkommt!" Foto: Diether v. Goddenthow © massow-picture
Städel Museum „Das ist einfach ein Ort, wo man gern hinkommt!“ Foto: © atelier-goddenthow

STÄDEL MUSEUM
Schaumainkai 63
60596 Frankfurt am Main
info@staedelmuseum.de
+49(0)69-605098-200
+49(0)69-605098-0

Liebieghaus Skulpturen Sammlung Foto:  © atelier-goddenthow
Liebieghaus Skulpturensammlung Foto: © atelier-goddenthow

Liebieghaus Skulpturensammlung
Schaumainkai 71
60596 Frankfurt am Main
Telefon +49(0)69-605098-0
info@liebieghaus.de

Schirn Kunsthalle Frankfurt  Foto:  © atelier-goddenthow
Schirn Kunsthalle Frankfurt Foto: © atelier-goddenthow

SCHIRN KUNST­HALLE FRANK­FURT am Main GmbH
Römer­berg
D-60311 Frank­furt am Main
Tel +49 69 299882-0
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Großes Kinderfest im Frankfurter Liebieghaus: „Triumph der Kinder“ Sonntag, 4. September 2016

Kinderfest im Liebieghaus Foto: Liebieghaus Skulpturensammlung
Kinderfest im Liebieghaus
Foto: Liebieghaus Skulpturensammlung

Großes Kinderfest im Liebieghaus:
„Triumph der Kinder“
Sonntag, 4. September 2016, 11.00 bis 18.00 Uhr

Liebieghaus Skulpturensammlung
Die Liebieghaus Skulpturensammlung veranstaltet ein großes Kinderfest unter dem Motto „Triumph der Kinder“. Am Sonntag, dem 4. September 2016, dem letzten Tag der Sonderausstellung „Athen. Triumph der Bilder“, können Besucher von 11.00 bis 18.00 Uhr an zahlreichen Workshops und Führungen teilnehmen und Kulturgeschichte hautnah erleben. Dabei begegnen den Kindern Skulpturen aus längst vergangenen Zeiten und sie erfahren mehr über die erstaunlichen Abenteuer im alten Athen. In spannenden Familienführungen werden faszinierende Geschichten aus der antiken Mythologie und ihrer Skulpturenwelt erzählt. Im idyllischen Liebieghaus Garten können die Kinder bei aufregenden Wettkämpfen mitmachen und als triumphierende Helden am Spiel der Götter teilnehmen. Ein abwechslungsreiches Workshop Programm bietet vielfältige Möglichkeiten, um selbst kreativ zu werden: Im Freiluft-Atelier entstehen fantastische Tempel und in der Kreativwerkstatt gestalten die kleinen Helden fantasievolle Sonnenuhren. Für Stimmung sorgt unter anderem der Märchenerzähler Rudi Gerharz, der zum gemeinsamen Singen und Lachen einlädt. Bei einer Besteigung des nur selten für Besucher zugänglichen Turms der Villa Liebieg kann ein lohnender Blick auf das mythologische Geschehen im Garten und die Skyline von Frankfurt geworfen werden.

Auch die Eltern kommen beim Kinderfest im Liebieghaus nicht zu kurz: Sie können im Rahmen von verschiedenen Führungen Einblicke in die Fest- sowie Opferkultur des antiken Athen gewinnen oder mehr über die verborgenen Schätze im Schaudepot der Skulpturensammlung erfahren. Musikalische Begleitung und kulinarische Leckereien machen den Tag zu einem unvergesslichen Fest für die ganze Familie.

Der Eintritt zum Kinderfest beträgt 10 Euro, ermäßigt 8 Euro, die Familienkarte kostet 18 Euro. Kinder unter 12 Jahren haben freien Eintritt. Mitglieder des „KinderKunstKlubs“ mit jeweils einer Begleitperson erhalten ebenfalls freien Eintritt. Eine Anmeldung ist vorab nicht erforderlich, Tickets sind vor Ort erhältlich.

Liebieghaus Skulpturensammlung
Schaumainkai 71
60596 Frankfurt am Main
Telefon +49(0)69-605098

Museumsuferfest 2016: Liebieghaus Skulpturensammlung

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Entdecken Sie im Liebieghaus die Faszination einer einzigartigen Sammlung von rund 3.000 Skulpturen! Lassen Sie sich entführen in die Welt des alten Ägyptens, erleben Sie Götter und Athleten des antiken Griechenlands oder filigrane Werke aus Mittelalter, Barock und Klassizismus. Neben über 5.000 Jahre Geschichte der Bildhauerkunst eröffnet die Liebieghaus Skulpturensammlung mit der großen Sonderausstellung „Athen. Triumph der Bilder“ einen völlig neuen Blick auf den faszinierenden Gründungsmythos der Stadt Athen. In zahlreichen Führungen und Workshops für Groß und Klein können sie die Schätze des Liebieghauses entdecken oder selbst künstlerisch tätig werden.

Treffpunkt für alle Führungen: Foyer im Liebieghaus

Ausführliches Programm

Liebieghaus Skulpturensammlung

Secret Garden – Das Liebieghaus Frankfurt feiert den Sommer mit Kunst, DJs und Drinks

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Secret Garden – Das Liebieghaus feiert den Sommer mit Kunst, DJs und Drinks Donnerstag, 28. Juli und 11. August 2016, jeweils ab 18.00 Uhr Liebieghaus Skulpturensammlung, Garten und Sammlung
Eintritt: 5 Euro

Die Liebieghaus Skulpturensammlung lädt zum Sundowner in ihren
atmosphärischen „Secret Garden“: Am 28. Juli und 11. August 2016 werden das Museum und der umgebende Park ab 18.00 Uhr zu einer einzigartigen Location für laue Sommernächte, begleitet von bekannten DJs, Kunst und Drinks. Das musikalische Programm wird am ersten Abend von den DJs Jan Schulte (Salon Des Amateurs) und Jacob Lauer (Robert Johnson) gestaltet. Am zweiten Abend betätigen sich Bradley Zero (Rhythm Section / NTS) sowie Damier (ommsounds / M.E.) an den Plattentellern.
Doch nicht nur die feinen Elektro-Klänge der DJs, sondern insbesondere auch die Kunstwerke der Liebieghaus Skulpturensammlung machen „Secret Garden“ zu einem besonderen Erlebnis. Im Museum gewähren die Kuratoren und wissenschaftlichen Experten des Liebieghauses bei Führungen in entspannter Atmosphäre Einblicke in ihre jeweiligen Sammlungsbereiche und aktuellen Forschungsprojekte. Parallel dazu bieten junge Kunstvermittler zwischen 18.00 und 22.00 Uhr Kurzführungen durch die aktuelle Sonderausstellung „Athen. Triumph der Bilder“ sowie durch die Sammlung an.

Das Museum bleibt an beiden Tagen bis zum Ende der Veranstaltung um 23.00 Uhr geöffnet. Im Garten können die Besucher Musik, Speisen und kühle Drinks genießen, denn die Sommernächte werden mit passenden Getränken und Snacks abgerundet. Der Eintritt in den „Secret Garten“ kostet fünf Euro.
Die Liebieghaus Skulpturensammlung zählt mit über 3.000 Werken auf rund 1.600 Quadratmetern Ausstellungsfläche zu den international wichtigsten Skulpturenmuseen. Die Sammlung vereint
herausragende Skulpturen vom alten Ägypten bis zum Klassizismus: Mit Werken der ägyptischen, griechischen und römischen Antike, des Mittelalters und der Renaissance, des Manierismus, des Barock
und Rokoko, des Klassizismus sowie Ostasiens bietet sie in ihrer Vielfalt einen fundierten Überblick über 5.000 Jahre Bildhauerei-Geschichte.

Die aktuelle Sonderausstellung „Athen. Triumph der Bilder“ öffnet den Blick auf die wirkmächtige Bilderwelt des antiken Athens und zeigt eindrücklich dessen Riten, Opfer, Prozessionen und Feste. Anhand von über 100 bedeutsamen Leihgaben aus den großen Sammlungen dieser Welt, wie dem British Museum, dem Louvre oder den Vatikanischen Museen, wird der Mythos Athens, der Mythos der Stadtgöttin Athena und ihres Sohnes Erechtheus erzählt. In einer dichten szenografischen Inszenierung durchläuft die Ausstellung „Athen. Triumph der Bilder“ die zwölf Monate des attischen Kalenders. Auf sinnliche Weise werden die antiken Feste und deren unmittelbarer Bezug zum Mythos Athens durch mannigfache Objekte erfahrbar.

Secret Garden
Donnerstag, 28. Juli 2016, 18.00-23.00 Uhr
Donnerstag, 11. August 2016, 18.00-23.00 Uhr

Führungen an den Abenden:
28. Juli 2016
18.30 Uhr Dr. Maraike Bückling: Im Siegesrausch. Die Wiener Maria Immaculata
19.30 Uhr Prof. Dr. Vinzenz Brinkmann: Feierlaune auf Griechisch. Leben nach dem attischen

Kalender
11. August 2016
18.30 Uhr Dr. Stefan Roller: Verborgene Schätze ganz nah: Ein Gang durchs Schaudepot
19.30 Uhr Miguel Gonzalez de Quevedo Ibanez: Was macht das Christkind im Sommer? Einblicke
in die Restaurierungstechniken (in englischer Sprache)
Eintritt: 5 Euro

Ort: Liebieghaus Skulpturensammlung, Schaumainkai 71, 60596 Frankfurt
Information: www.liebieghaus.de, facebook.com/liebieghaus, E-Mail: info@liebieghaus.de,
Tel.: +49(0)69-650049-0

Secret Garden erfährt zusätzliche Unterstützung durch die Fraport AG.

Ferienprogramm August 2016 im Liebieghaus Skulpturensammlung – Fabelwesen basteln, Skulpturen meißeln etc.

Foto: © massow-picture
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Im kommenden Monat August bietet die Liebieghaus Skulpturensammlung eine Vielzahl von Veranstaltungen und Vermittlungsangeboten rund um die Sammlung des Hauses:
Liebieghaus-monats-ferienprogramm_august_2016

Besonders vielfältig ist auch wieder das Ferienprogramm im Liebieghaus: Im Rahmen dieses Sonderangebots haben Kinder beispielsweise die Möglichkeit, große Fabelwesen zu basteln oder eine Forschungsreise nach Athen zu unternehmen. Jugendliche ab 14 Jahren können mit Hammer und Meißel Skulpturen aus Ytong-Stein herausarbeiten.

Museumsufer-Fest von  Freitag, 26. August, ab 15.00 Uhr bis Sonntag, 28. August, ab 10.00 Uhr
Erleben Sie beim Museumsuferfest in zahlreichen Führungen und Workshops für Groß und Klein die Schätze des Liebieghauses, entdecken Sie die Geheimnisse des attischen Kalenders in der Ausstellung Athen. Triumph der Bilder oder werden Sie mit Ihrer Familie selbst künstlerisch tätig. Weitere Informationen finden Sie unter www.liebieghaus.de Freitag, 26. August, ab 15.00 Uhr bis Sonntag, 28. August, ab 10.00 Uhr

Kinder- und Familienprogramm

Atelierkurs (für Kinder ab 8 Jahren)
Von Köpfen und Körpern. Porträts aus Ton
Porträts üben eine Faszination aus: Der Blick ins Gesicht verrät nicht nur die Charakterzüge des Menschen, sondern auch einiges über die Geschichte dahinter. Wir besuchen in der Führung die spannendsten Porträts des Liebieghauses und finden dabei heraus, wie sich der Körper bei Grimassen, Anspannung, bei Liebe oder Wut verhält.

Im Liebieghaus Atelier entstehen dann eigene Porträts aus Ton.
Ausgangspunkt dafür ist unser eigenes Spiegelbild.

Sonntag, 14. August, 11.00–14.00 Uhr
Kosten 15 Euro
Treffpunkt Foyer des Liebieghauses, Schaumainkai 71
Anmeldung Telefon +49(0)69-605098-200 oder buchungen@liebieghaus.de
Atelierworkshop (für Kinder ab 6 Jahren) Gemeinsam sehen, staunen und kreativ sein – so ein Vormittag bleibt in lebendiger Erinnerung. Diese Veranstaltungsreihe lädt Sie und Ihre Kinder ein, gemeinsam die Meisterwerke des Liebieghauses zu
entdecken und in unseren Ateliers selbst künstlerisch tätig zu werden!

Sonntag, 21. August, 11.00–13.00 Uhr
Erechtheus und Eumolpos. Der Kampf um die Stadt Athen Athen. Triumph der Bilder
Kosten: Die Teilnahme ist im Eintrittspreis enthalten.
Treffpunkt Foyer des Liebieghauses, Schaumainkai 71
Anmeldung: Nicht erforderlich

Forschungsreise nach Athen (für Kinder ab 8 Jahren)
Die Stadt steht unter dem Schutz einer Göttin. Die Spuren auf der Akropolis zeugen von einer alten, sagenumwobenen Geschichte. Im Ferienkurs gehen wir ihr auf den Grund. Wir suchen nach den verborgenen Hinweisen, die die Bewohner längst vergangener Zeiten hinterlassen haben. Welchen Traditionen waren sie verpflichtet und wie haben sie gelebt? Entdeckungen in der Ausstellung Athen.
Triumph der Bilder werden zeichnerisch ins Forscherbuch übertragen und in eigenen Tonskulpturen geformt.

Dienstag, 16. August, bis Freitag, 19. August, 10.30–13.30 Uhr
Kosten 40 Euro
Treffpunkt Atelier des Liebieghauses, Schaumainkai 71
Anmeldung Telefon +49(0)69-605098-200 oder buchungen@liebieghaus.de
Heart of Stone (für Jugendliche ab 14 Jahren)

Sommerferien mal anders: Im sonnigen Garten des Liebieghauses entstehen einzigartige Skulpturen aus Stein. Auf den ersten Blick wirkt der Ytong hart und unberechenbar, doch er birgt ein Geheimnis. An den drei intensiven Tagen wird er sich komplett verändern – spannende Formen schälen sich heraus. Neben dem Umgang mit Hammer und Meißel ist das geschickte, dreidimensionale Entwerfen gefragt. Ein Ferienkurs für alle, die neue Herausforderungen in der Kunst suchen.

Dienstag, 23. August, bis Donnerstag, 25. August, 11.00–14.00 Uhr
Kosten 30 Euro
Treffpunkt Atelier des Liebieghauses, Schaumainkai 71
Anmeldung Telefon +49(0)69-605098-200 oder buchungen@liebieghaus.de

Leiter der Alten Nationalgalerie Berlin wird Nachfolger von Max Hollein (Städel, Liebighaus und Schirn)

Die Personalunion der Leitung von Städel, Liebieghaus und Schirn wird mit Dr. Philipp Demandt, dem Leiter der Alten Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz möglich.

Mit Dr. Philipp Demandt folgt Max Hollein eine Persönlichkeit nach, die unzweifelhaft dieser wahrscheinlich anspruchsvollsten Leitungsfunktion im deutschen Kulturleben gewachsen ist. Er hat bislang eines der herausragenden Museen in Deutschland geleitet und verfügt durch seinen beruflichen Werdegang über sehr unterschiedliche Führungserfahrungen, die auch besonderes kommunikatives Geschick erfordert haben. Dr. Philipp Demandt ist für die gemeinsame Leitung der drei Institutionen, bei Wahrung ihrer jeweiligen Besonderheit, geradezu prädestiniert“, erklärte Kulturdezernent Felix Semmelroth.

Liebieghaus Skulpturensammlung – Museumsuferfest-Programm

Liebieghaus SkulpturenmuseumSchätze im Liebieghaus
Erleben Sie im Liebieghaus die Faszination einer einzigartigen Sammlung von rund 3.000 Skulpturen! Lassen Sie sich entführen in die Welt des alten Ägyptens, erleben Sie Götter und Athleten des antiken Griechenlands oder filigrane Werke aus Mittelalter, Barock und Klassizismus. In zahlreichen Führungen und Workshops für Groß und Klein können Sie die Schätze des Liebieghauses entdecken oder selbst künstlerisch tätig werden – 5.000 Jahre Bildhauerei sowie die kommende Herbstausstellung „Gefährliche Liebschaften“ bilden die Grundlage für ein abwechslungsreiches Programm.

PROGRAMM
Treffpunkt für alle Führungen: Foyer im Liebieghaus

Freitag, 28. August 2015
18:00 Uhr Unsere Lieblingsstücke: Die ägyptische Priesterin Takait (Führung für Erwachsene)
11.00–18.00 Uhr Herz aus Stein/Geheime Botschaften/Lieblingsfiguren aus Ton (Workshops für Kinder)

Samstag, 29. August 2015
11:30 Uhr Wer ist die Schönste im Liebieghaus? (Führung zum Mitwählen für Kinder)
12:00 Uhr Die Highlights des Liebieghauses (Führung für Erwachsene)
15:00 Uhr Liebesgeflüster in Stein gemeißelt! Bärbel und Jakob von Niclaus Gerhaert (Führung für Erwachsene)
18:00 Uhr Unsere Lieblingsstücke: Die griechische Göttin Athena (Führung für Erwachsene)
19:00 Uhr Machtspielchen. Von ägyptischen Pharaonen und antiken Herrschern (Führung für Erwachsene)
11.00–18.00 Uhr Herz aus Stein/Geheime Botschaften/Lieblingsfiguren aus Ton (Workshops für Kinder)

Sonntag, 30. August 2015
11:00 Uhr Von Musen geküsst. Die Kunst der Bildhauerei von der Antike bis in die Neuzeit (Führung für Erwachsene)
15:00 Uhr Unsere Lieblingsstücke: Ariadne auf dem Panther (Führung für Erwachsene)
16:00 Uhr Schlossgeschichten! Die Villa des Barons von Liebieg (Familienführung)
18:00 Uhr Die Highlights des Liebieghauses (Führung für Erwachsene)
11.00–18.00 Uhr Herz aus Stein/Geheime Botschaften/Lieblingsfiguren aus Ton (Workshops für Kinder)

Kontakt
Liebieghaus Skulpturensammlung
Schaumainkai 71
60596 Frankfurt am Main
Tel.: 069/65 50 49 – 0

Internet:
E-Mail: info@liebieghaus.de
www.liebieghaus.de

Öffnungszeiten:
Fr.: 10.00 – 20.00 Uhr, Sa.: 10.00 –
22.00 Uhr, So.: 10.00 – 20.00 Uhr

Liebieghaus

Ausstellungen und Veranstaltungen

Liebighaus skulpturenmuseum FrankfurtDas Liebieghaus in der ehemaligen Villa Liebieg mit seiner Skulpturensammlung von rund 3000  Werken von höchster Qualität vermittelt auf mehreren Etagen und einem Anbau einen Überblick über 5000 Jahre Geschichte der Bildhauerei vom alten Ägypten bis zum Klassizismus.

Wechselnde Sonderausstellungen und Veranstaltungen ergänzen das Museumsangebot im Liebieghaus.

Liebighaus SkulpturenmuseumÖffnungszeiten
Di, Mi, Fr–So 10:00–18:00 Uhr
Do 10:00–21:00 Uhr
Montags ist das Museum geschlossen.

Liebieghaus Skulpturensammlung
Städel Museum
Schaumainkai (Museumsufer) 71
60596 Frankfurt am Main
+49 (0)69 6500490
+49 (0)69 650049150