Kategorie-Archiv: Institut für Stadtgeschichte Frankfurt

Frankfurter Museen und das Institut für Stadtgeschichte müssen ab 29. März 2021 wieder schließen

Historisches Museum Frankfurt, Institut für Stadtgeschichte und weitere Frankfurter Museen müssen ab 29.03.2021 wieder schließen.
Historisches Museum Frankfurt, Institut für Stadtgeschichte und weitere Frankfurter Museen müssen ab 29.03.2021 wieder schließen.

(ffm) Die Museen der Stadt Frankfurt sowie das Institut für Stadtgeschichte müssen ab Montag, 29. März, ihre Türen wieder schließen. Dies ist der Mitteilung der Landesregierung von Mittwoch, 24. März, zu entnehmen. Demnach ist vorgesehen, dass Zoos, botanische Gärten und Museen unter freiem Himmel geöffnet bleiben dürfen, geschlossene Räume hingegen für den Publikumsverkehr geschlossen werden. Nähere Details werden in einer entsprechend aktualisierten Landesverordnung geregelt werden.

„Das ist eine sehr bittere Nachricht. Unsere Freude war groß, als wir Anfang März unsere Museen und das Institut für Stadtgeschichte nach über viermonatiger Schließung endlich öffnen konnten. Nicht einmal zweieinhalb Wochen später müssen wir eine Rolle rückwärts machen, obwohl wir mit unseren Hygiene- und Schutzmaßnahmen gut aufgestellt sind und der Besuch unserer Häuser risikoarm und eine Nachverfolgung garantiert ist. Es ist schwer nachvollziehbar, warum Fitnessstudios weiter offenbleiben, die Kultur hingegen komplett heruntergefahren werden muss. Das ist kein gutes Signal! Von den logistischen und organisatorischen Mühen, die mit der Öffnung und Schließung der Häuser verbunden sind, einmal ganz abgesehen“, erklärt Kulturdezernentin Ina Hartwig.

Für Inhaberinnen und Inhaber der MuseumsuferCard gilt wie bislang auch, dass die Schließzeit der Häuser automatisch gutgeschrieben wird. Die Laufzeit der MuseumsuferCard wurde bereits für den ersten Lockdown um zwei Monate verlängert, für den zweiten Lockdown ist die Gültigkeit der Karte um weitere vier Monate ausgeweitet worden. Die Verlängerung wurde auf dem QR-Code der Karte automatisch gespeichert.

Wiedereröffnung der Frankfurter städtischenMuseen und des Instituts für Stadtgeschichte

Frankfurter Museen öffnen wieder. Impression aus dem Archäologischen Museum  © Foto Diether v. Goddenthow
Frankfurter Museen öffnen wieder. Impression aus dem Archäologischen Museum © Foto Diether v. Goddenthow

(ffm) Nach über viermonatiger Schließung aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie öffnen die städtischen Museen für Besucherinnen und Besucher wieder sukzessive ihre Türen. Möglich macht dies der aktuelle Beschluss der Landesregierung. Voraussetzung ist, dass der Inzidenzwert hessenweit zwischen 50 und 100 pro 100.000 Einwohner liegt, die Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher erfasst werden und Besuchstermine vereinbart werden können.

„Ich begrüße es sehr, dass die Museen und das Institut für Stadtgeschichte zu den ersten gehören, die wieder öffnen können. Wir sind mit entsprechenden Hygiene- und Schutzmaßnahmen gut vorbereitet, um einen risikoarmen Besuch zu gewährleisten. Ich danke den Direktorinnen und Direktoren der Häuser, dass sie die aktuell geltenden Regeln so umsichtig umgesetzt haben, verantwortungsvoll mit der Situation umgehen und eine zeitnahe Öffnung der Häuser ermöglichen. In vielen der Museen wurden im zweiten Lockdown neue Ausstellungen eröffnet, die jetzt nur darauf warten, besucht zu werden“, sagt Kulturdezernentin Ina Hartwig. Für den Museumsbesuch gelten die bekannten Hygienebestimmungen: Tragen einer medizinischen Maske, Abstand halten und regelmäßig die Hände wasche und desinfizieren.

Archäologisches Museum Frankfurt

Archäologisches Museum Frankfurt  © Foto Diether v. Goddenthow
Archäologisches Museum Frankfurt © Foto Diether v. Goddenthow

Das Museum öffnet am Dienstag, 9. März, wieder seine Türen für die Besucherinnen und Besucher. Es warten zwei besondere Ausstellungen auf ihre Gäste: Die Präsentation „Der Thoraschrein der Synagoge am Börneplatz“ ist noch bis zum 18. April zu sehen, bis zum 11. April zeigt das Haus die Ausstellung „SYRIEN. Fragmente einer Reise, Fragmente einer Zeit“ mit Fotografien von Yvonne v. Schweinitz (1921-2015). Der Besuch des Archäologischen Museums ist nur unter der Voraussetzung möglich, dass die Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher vor Ort erfasst werden und im Vorfeld Besuchstermine vereinbart werden. Man kann sich ab Dienstag, 9. März, unter der Telefonnummer 069/212-35896 für eine bestimmte Uhrzeit anmelden. Der Zugang sowohl zur Dauerausstellung als auch zur Sonderausstellung ist aus organisatorischen Gründen vorerst nur über den Haupteingang des Museums in der Karmelitergasse 1 möglich: https://archaeologisches-museum-frankfurt.de/de/

Caricatura Museum Frankfurt

Caricatura Museum für Komische Kunst © Foto Diether v. Goddenthow
Caricatura Museum für Komische Kunst © Foto Diether v. Goddenthow

Das Caricatura Museum öffnet am Dienstag, 16. März, wieder seine Türen für die Liebhaber der komischen Kunst. Die aktuelle Ausstellung „Grober Strich und feiner Witz“ mit Cartoons von Hauck & Bauer wurde bis zum 11. Juli verlängert. Die genauen Bedingungen für einen Besuch können zeitnah der Website des Museums entnommen werden: https://caricatura-museum.de/

 

 

Deutsches Architekturmuseum

Deutsches Architekturmuseum © Foto Diether v. Goddenthow
Deutsches Architekturmuseum © Foto Diether v. Goddenthow

Das Deutsche Architekturmuseum öffnet wieder am Freitag, 12. März, mit neuen Öffnungszeiten: dienstags von 12 bis 18 Uhr, mittwochs von 12 bis 20 Uhr, donnerstags von 12 bis 20 Uhr und freitags von 12 bis 20 Uhr. Am Samstag und Sonntag ist das Haus von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Das Haus zeigt derzeit „max40 – BDA Architekturpreis für junge Architektinnen und Architekten“ bis zum 11. April, „Best Highrises 2020/21 – Internationaler Hochhaus Preis 2020“ bis zum 16. Mai und „DAM Preis 2021 – Die 25 besten Bauten in/aus Deutschland“ bis 13. Juni, sowie „Einfach Grün – Greening the City“ bis 11. Juli. Die genauen Bedingungen für einen Besuch können zeitnah der Website des Museums entnommen werden; https://dam-online.de/

Historisches Museum Frankfurt und Junges Museum Frankfurt

Historisches Museum Frankfurt und Junges Museum Frankfurt © Foto Diether v. Goddenthow
Historisches Museum Frankfurt und Junges Museum Frankfurt © Foto Diether v. Goddenthow

Das Historische Museum Frankfurt öffnet wieder am Samstag, 13. März, mit den vor dem zweiten Lockdown geltenden Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag von 11 bis 19 Uhr. Über den Online-Shop der Website oder den Besucherservice des Museums (per Mail an besucherservice@historisches-museum-frankfurt.de oder unter Telefon 069/212-35154) kann ein Zeitslot gebucht werden (jeweils zweistündig, ab den Öffnungszeiten am Tag gerechnet). Die neue, große Ausstellung „Frankfurter Gartenlust – Die Stadt und das Grün“ ist ab Donnerstag, 25. März, zu sehen. Die Ausstellung des Jungen Museums ist ab Dienstag, 30. März, zu sehen, Spielräume und Werkstätten bleiben vorerst geschlossen. Für einen Besuch muss man sich ebenfalls ein Ticket des Historischen Museums über den Online-Shop holen, dass den Eintritt in das Junge Museum inkludiert: https://historisches-museum-frankfurt.de/

Institut für Stadtgeschichte

Institut für Stadtgeschichte © Foto Diether v. Goddenthow
Institut für Stadtgeschichte © Foto Diether v. Goddenthow

Das Institut für Stadtgeschichte öffnet am Dienstag, 9. März, seinen Lesesaal, die Sammlungen und Ausstellungen. Für den Lesesaal, die Sammlungen und den Ausstellungsbesuch ist eine Voranmeldung erforderlich, Informationen dazu sind auf der Website des Museums zu finden. Derzeit sind im Institut für Stadtgeschichte folgende Ausstellungen zu sehen: „Bewegte Zeiten: Frankfurt in den 1960er Jahren“ bis zum 18. April, „Eberhard Steneberg: Zwischen allen Stühlen“ bis zum 9. Mai und die Dauerausstellung „Jörg Ratgeb: Die Wandbilder im Karmeliterkloster“: https://www.stadtgeschichte-ffm.de/

Jüdisches Museum Frankfurt
Das Jüdische Museum präsentiert bis Mittwoch, 10. März, täglich zwischen 19 und 22 Uhr auf dem Museumsvorplatz eine interaktive Lichtinstallation rund um die Skulptur „Untitled“ von Ariel Schlesinger. Ab Donnerstag, 11. März, öffnet das Jüdische Museum am Bertha-Pappenheim-Platz den Lichtbau mit der Bibliothek und die Dauerausstellung im Rothschild-Palais. Besucherinnen und Besucher können sich ab Mittwoch, 10. März, auf der Website des Museums ein Zeitslot- und/oder Online-Ticket buchen. Sie werden vor Ort von Besucherbetreuerinnen und -betreuern empfangen, die individuelle Kurzführungen anbieten. Am Donnerstag, 18. März, öffnet das Haus zusätzlich die Wechselausstellung „Die weibliche Seite Gottes“ im Lichtbau. Die im Oktober eingeführten Öffnungszeiten bleiben bestehen: Dienstag und Donnerstag von 10 bis 21 Uhr, Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr; https://www.juedischesmuseum.de/

Museum Angewandte Kunst

Museum Angewandte Kunst  © Foto Diether v. Goddenthow
Museum Angewandte Kunst © Foto Diether v. Goddenthow

Das Museum Angewandte Kunst öffnet am Dienstag, 9. März, um 12 Uhr. Beim Museum Angewandte Kunst ist eine Terminvergabe per Mail, Telefon oder an der Kasse möglich. Folgende Ausstellungen sind neben der Dauerausstellung zu sehen: „ars viva 2021, Rob Crosse, Richard Sides, Sung Tieu“ bis zum 21. März, „ANETTE LENZ. à propos“ bis zum 16. Mai und „亞歐堂 meet asian art: Schalen. Metamorphosen einer Grundform“ bis zum 7. November. Ab dem 16. April zeigt das Haus „Dieter Rams. Ein Blick zurück und voraus“. Das Haus hat dienstags von 12 bis 18 Uhr, mittwochs von 12 bis 20 Uhr und donnerstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Das zugehörige Ikonenmuseum öffnet am Dienstag, 16. März, um 10 Uhr. Die genauen Bedingungen für einen Besuch befinden sich noch in der Planung und können zeitnah der Website des Hauses entnommen werden. Das Museum ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und mittwochs von 12 bis 20 Uhr geöffnet: https://www.museumangewandtekunst.de/

Museum Judengasse

Jüdisches Museum Judengasse  © Foto Diether v. Goddenthow
Jüdisches Museum Judengasse © Foto Diether v. Goddenthow

Am Donnerstag, 25. März, erfolgt die Öffnung des Museums Judengasse. Die Öffnungszeiten sind: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Besucherinnen und Besucher können sich zeitnah vor der Wiedereröffnung online ein Zeitslot- und/oder Online-Ticket buchen: https://www.juedischesmuseum.de/besuchen/museum-judengasse/

Tower MMK
Das Museum MMK für Moderne Kunst öffnet ab Dienstag, 9. März, wieder den TOWER MMK. Dort ist die Ausstellung „Sammlung“ zu sehen. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr und Mittwoch von 11 bis 20 Uhr: https://www.mmk.art/de/visit/tower/

Weltkulturen Museum

© Foto Diether v. Goddenthow
© Foto Diether v. Goddenthow

Das Weltkulturen Museum hat wegen Ausstellungsumbaus erst ab Donnerstag, 1. April, wieder geöffnet. Dann wird die neue, gerade im Aufbau befindliche Ausstellung im Haupthaus „Grüner Himmel, blaues Gras. Farben ordnen Welten“ gezeigt. Die Öffnungszeiten bleiben unverändert: Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr, Mittwoch von 11 bis 20 Uhr. Die Möglichkeiten zur Buchung von Terminen für den Ausstellungsbesuch, auch schon im Voraus, werden nach organisatorischer Klärung über die Website des Hauses bekannt geben: https://www.weltkulturenmuseum.de/de/

Weitere Informationen sind auf den Webseiten der einzelnen Häuser sowie unter http://www.museumsufer.de zu finden. Die Informationen werden laufend aktualisiert.

MuseumsuferCard
Für Inhaberinnen und Inhaber der MuseumsuferCard geht die Wiederöffnung der Museen mit einer Verlängerung ihrer Jahreskarte einher. Die Laufzeit der MuseumsuferCard wurde bereits für den ersten Lockdown um zwei Monate verlängert, für den zweiten Lockdown ist die Gültigkeit der Karte um weitere vier Monate ausgeweitet worden. MuseumsuferCard-Inhaberinnen und -Inhaber müssen nichts tun: Die Verlängerung wurde auf dem QR-Code der Karte automatisch gespeichert: https://www.museumsufercard.de/

Städtische Museen Frankfurt, Institut für Stadtgeschichte und der Zoo öffnen wieder

Institut für Stadtgeschichte Frankfurt  © Foto Diether v. Goddenthow-
Institut für Stadtgeschichte Frankfurt © Foto Diether v. Goddenthow-

Wie das Kulturamt der Stadt Frankfurt mitteilt, werden die beim Corona-Gipfel in Bund und Ländern geführten Beratungen über das weitere Vorgehen beim Lockdown auch Lockerungen für Frankfurt mit sich bringen. Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig erklärt: „Es ist ein gutes Zeichen, dass als Ergebnis der gestrigen Bund-Länder-Beschlüsse nun endlich auch die Wiedereröffnung der Museen, des Institutes für Stadtgeschichte und des Zoos in der nächsten Woche möglich ist. Dafür haben sich alle Vertreter von Kunst und Kultur intensiv bemüht; der gemeinsame Einsatz hat sich gelohnt.“ Voraussetzung für die Öffnungen der Institutionen ist zum einen, dass der Inzidenzwert hessenweit zwischen 50 und 100 liegt, die Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher erfasst werden und Besuchstermine vereinbart werden können. „Ich stehe mit den Museen, dem Institut für Stadtgeschichte und dem Zoo in engem Kontakt und wir prüfen derzeit, wie wir die zu erwartenden Vorgaben des Landes zeitnah umsetzen können. Es wird sicherlich nicht bei allen Häusern gleich schnell gelingen und auch Auswirkungen auf die verfügbaren Besucherkontingente haben, aber was zählt ist, dass die Kultur bei den Lockerungen berücksichtigt wurde. Wir haben gute und erprobte Hygienekonzepte und werden verantwortungsvoll mit der Situation umgehen.“ Wann die städtischen Museen, das Institut für Stadtgeschichte und der Zoo genau öffnen, ist in den nächsten Tagen den jeweiligen Homepages der Institutionen zu entnehmen. „Wir arbeiten mit Hockdruck an einem Eröffnungszenario und ich bin zuversichtlich, dass wir viele der Häuser in der kommenden Woche öffnen können.“

Frankfurter Museen im Überblick

Frankfurter Zoo und Palmengarten

Frankfurter Städtische Museen und das Institut für Stadtgeschichte ab heute wieder geöffnet

Endlich im Historischen Museum Frankfurt zu sehen:   „Kleider in Bewegung – Frauenmode seit 1850“ und  „Bewegte Kleidung – Ein modisches Stadtlabor“  Abbildung: Johann Heinrich Hasselhorst, Drei schreitende Frauen in Rückenansicht, Frankfurt um 1900 © HMF, Horst Ziegenfusz
Endlich im Historischen Museum Frankfurt zu sehen: „Kleider in Bewegung – Frauenmode seit 1850“ und „Bewegte Kleidung – Ein modisches Stadtlabor“
Abbildung: Johann Heinrich Hasselhorst, Drei schreitende Frauen in Rückenansicht, Frankfurt um 1900 © HMF, Horst Ziegenfusz

(ffm) Die städtischen Museen und das Institut für Stadtgeschichte öffnen ab dem heutigen Dienstag, 5. Mai, wieder ihre Türen für die Besucher. Das haben Oberbürgermeister Peter Feldmann und Kulturdezernentin Ina Hartwig während eines Pressegespräches am Montag, 4. Mai, im Historischen Museum Frankfurt bekannt gegeben, bei dem sie außerdem über die Schutz- und Hygienemaßnahmen in den Häusern informierten.

Oberbürgermeister Peter Feldmann sagte im Historischen Museum: „Nicht nur die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung nehmen durch die Öffnung der Museen endlich wieder zu – es ist auch ein unschätzbares Bildungsangebot, das hiermit wieder startet. Alle haben darauf gewartet. Kunst und Kultur berühren alle Menschen unserer Stadt – und ich freue mich, dass die Museen ihre vielfältigen Programme nun wieder einer breiten Öffentlichkeit zeigen können. Natürlich gelten die Regeln – vor allem das Abstandsgebot – weiter. Ein kleiner Preis für die wiedergewonnene Freiheit.“

„Es fühlt sich gut an, dass mit der Öffnung der Museen und des Instituts für Stadtgeschichte ein Stück Normalität zurückkehrt. Der heutige Gang durch die Ausstellung im Historischen Museum hat gezeigt, dass der Museumsbesuch mit den vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen wie Mundschutz und Abstandsregelung vereinbar ist. Ich danke allen Direktorinnen und Direktoren sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Häusern, die diese Maßnahmen in so kurzer Zeit umgesetzt haben und damit den Bürgerinnen und Bürgern den öffentlichen Raum wieder zugänglich machen“, sagt Kulturdezernentin Hartwig. Die Gültigkeit aller Museumsuferkarten wird um den Zeitraum der Schließung automatisch und kostenfrei über den QR-Code der Karte verlängert.

Historisches Museum Frankfurt Kleider in Bewegung – Frauenmode seit 1850″

Institut für Stadtgeschichte „Bewegte Zeiten: Frankfurt in den 1960er Jahren“

Institut für Stadtgeschichte bis zum 10. April für Besucher geschlossen

© Foto: Diether v Goddenthow
© Foto: Diether v Goddenthow

(ffm) Das Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main stellt nach Beschluss der Stadt Frankfurt wegen der Corona-Krise den Besucherbetrieb bis zum 10. April 2020 ein. Die Ausstellungen sowie der Lesesaal bleiben geschlossen. Eine Nutzung im Sammlungsbereich kann ebenfalls nicht stattfinden. Geplante Vorträge, Lesungen sowie öffentliche Führungen entfallen und werden nach Möglichkeit später im Jahr nachgeholt.

Das Institut für Stadtgeschichte bittet um Verständnis für diese Maßnahme, die dazu beitragen soll, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen und die Besucher*innen zu schützen.

Weitere Informationen unter http://www.stadtgeschichte-ffm.de sowie auf http://www.facebook.com/isgfrankfurt und www.twitter.com/isg_frankfurt im Internet.

Schätze aus dem Schutt – Das Frankfurter Dommuseum zeigt wiederentdeckte skulpturale Zeugen mittelalterlicher Glaubenskultur aus dem Untergrund von St. Leonhard

„Christus und den drei ersten Zeuginnen  seiner Auferstehung am Grabe“, wurde unter dem Altarbereich in St. Leonhard gefunden. Hier im Quadrum  des Kaiserdoms St. Bartholomäus ( Domplatz 1). ©  Foto: Diether v Goddenthow
„Christus und den drei ersten Zeuginnen seiner Auferstehung am Grabe“, wurde unter dem Altarbereich in St. Leonhard gefunden. Hier im Quadrum des Kaiserdoms St. Bartholomäus ( Domplatz 1). © Foto: Diether v Goddenthow

Gut 200 Jahre schlummerten sie als Füllmaterial unter dem Fußboden der 800 Jahre alten Frankfurter Sankt Leonhardskirche: Nun sind sie wieder zu sehen: Frisch restauriert und zumeist aus tausenden Scherben behutsam und kundig zusammengesetzt: „Schätze aus dem Schutt“. Entdeckt wurden die Überreste der Zeugnisse mittelalterlicher Glaubenskultur während der Innensanierung der Kirche St. Leonhard zwischen 2009 und 2017 bei Grabungen im bis zu 2,20 Meter aufgeschütteten Boden.

Denn nicht nur Erweiterungen und eine neue Einwölbung hatten im Lauf der Jahrhunderte das unmittelbar am Main gelegene Gebäude verändert. Auch mehrfache Aufschüttungen als Hochwasserschutz erhöhten den Fußboden, „so dass das zu Beginn der Innensanierung angetroffene Fußbodenniveau 2,20 Meter höher lag als das der ersten romanischen Kirche.“, so Bettina Schmitt, Leiterin des Dommuseums.

Die fast lebensgroße Sandsteinskulptur "Atzmann" wurde bereits 2011 ausgegraben. ©  Foto: Diether v Goddenthow
Die fast lebensgroße Sandsteinskulptur „Atzmann“ wurde bereits 2011 ausgegraben. © Foto: Diether v Goddenthow

„Für jeden dieser Umbauten“, so die Leiterin, „wurde auch Füllmaterial aus der Kirche verwendet, so dass die Ausgrabungen der Jahre 2009–2014 nicht nur die architektonischen Strukturen – etwa die verzierten Basen der Pfeiler und Portale, die Grundmauern des romanischen Rechteckchors oder Altarfundamente – ans Licht brachten, sondern auch eine große Zahl von Grabplatten sowie zerbrochener oder zerschlagener Kunstwerke wurde gefunden, darunter der im 19. Jahrhundert im Chor gleichsam beigesetzte Atzmann, die Fragmente des steinernen Heiliggrabaltars und die Tonscherben einer um 1430/1440 entstandenen Beweinungsgruppe.“ Aufschlussreich seien natürlich auch die zahlreichen Pilgermuscheln, Fußbodenfliesen, Glasfensterscherben oder Münzen, die in der Kirche zutage kamen und nicht zuletzt die anthropologischen Funde in den zahlreichen Grabstellen im Kircheninneren.

An der Vitrine "Mittelalterliche Farbwelt" erfahren Besucher Wesentliches über die Farbherstellung, Bindemittel, Auftrag, über Vergoldung usw.  ©  Foto: Diether v Goddenthow
An der Vitrine „Mittelalterliche Farbwelt“ erfahren Besucher Wesentliches über die Farbherstellung, Bindemittel, Auftrag, über Vergoldung usw. © Foto: Diether v Goddenthow

Zusammen mit den jüngst am Gebäude erforschten baugeschichtlichen Befunden erzählen die Grabungsfunde in überaus anschaulicher Weise neue Episoden zur wechselvollen Geschichte von St. Leonhard. Anders als die an der Oberfläche verbliebenen Werke haben die wiedergefundenen Fragmente ihr mittelalterliches Aussehen, namentlich ihre Farbfassung, bewahrt. Das stellt gerade im Fall des in leuchtenden Farben bemalten Heiliggrabaltars eine große Besonderheit dar, der somit ein unschätzbares Zeugnis für die Erforschung mittelalterlicher Steinpolychromie ist.

Wer durch die zahlreich en Guckgläser der Archäologischen Wand schaut, erhält tiefe Einblicke in das Grabungsgeschehen in der St. Leonhardskirche und kann noch besser nachvollziehen, weswegen die Ausstellung "Schätze aus dem Schutt" heißt. ©  Foto: Diether v Goddenthow
Wer durch die zahlreich en Guckgläser der Archäologischen Wand schaut, erhält tiefe Einblicke in das Grabungsgeschehen in der St. Leonhardskirche und kann noch besser nachvollziehen, weswegen die Ausstellung „Schätze aus dem Schutt“ heißt. © Foto: Diether v Goddenthow

Anlässlich des 800jährigen Jubiläums von Sankt Leonhard und der Wiedereröffnung zeigt nun das Dommuseum Frankfurt gemeinsam mit dem Archäologischen Museum, der Denkmalpflege der Stadt Frankfurt und dem Landesamtes für Denkmalpflege des Landes Hessen ab dem 16. August bis zum 19. Januar 2020 die Funde und Befunde erstmals im Zusammenhang und im kunstlandschaftlichen Kontext in der Sonderausstellung „Schätze aus dem Schutt. 800 Jahre St. Leonhard“.

Mit dieser Urkunde schenkte der Stauferkaiser genau vor 800 Jahren, am 15. 08..1219, den Frankfurter Bürgern das Grundstück zum Bau der St. Leonhardskirche.©  Foto: Diether v Goddenthow
Mit dieser Urkunde schenkte der Stauferkaiser genau vor 800 Jahren, am 15. 08..1219, den Frankfurter Bürgern das Grundstück zum Bau der St. Leonhardskirche.© Foto: Diether v Goddenthow

Neben der erstmaligen Präsentation dieser wertvollen Grabungsfunde und restaurierten Kunstschätze, vermittelt von Bettina Schmitt (Dommuseum Frankfurt) und Dr. Verena Smitt (Kunst- und Architekturhistorikerin) kuratierte Ausstellung insbesondere auch Methoden und Erkenntnisse der oft im Verborgenen tätigen Denkmalpflege, Archäologie und Restaurierungswissenschaften: In akribischer Spurensuche lassen sie ein neues Bild mittelalterlicher Kirche wieder erstehen. Einblicke in die Grabung, die Restaurierung und komplexen mittelalterlichen Herstellungstechniken bedeutender Kunstwerke gibt es im eigens für die „Schätze aus dem Schutt“ im leergeräumten Sakristeuum. Haus am Dom (Domplatz 3), wo Teil 1 der Ausstellung beginnt: Bedeutendstes Exponats ist die 800 Jahre alte Gründungsurkunde von Frankfurts ältester Bürgerkirche St. Leonhard. Das Besondere des von Stauferkaiser König Friedrich II. (1212 – 1250) am 15. August 1219 ausgestellten und königlich besiegelten Pergaments-ist nicht nur die darin verbriefte Grundstücksschenkung für den Kirchenbau. Vielmehr werden die Frankfurter zum ersten Mal urkundlich als Bürger bezeichnet: „Wir haben auf Ersuchen aller Unserer treuen Bürger von Frankfurt … diesen Bürgern … eine Hofstatt geschenkt …“, zitiert eine Texttafel aus der Urkunde, die komplette auf Seiten 24 und 25 im Begleitkatalog zur Ausstellung transkribiert und übersetzt abgedruckt ist. Da das Institut für Stadtgeschichte Frankfurt das wertvolle Original-Exponat wegen der Lichtempfindlichkeit sechs Wochen bereitstellen kann, es anschließend gegen ein Faksimile-Druck austauscht, empfiehlt sich Fans von Originalurkunden ihren Ausstellungsbesuch bis spätestens Ende September einzuplanen.

Die Beweingruppe ist das wichtigste in Frankfurt überlieferte Zeugnis aus der Gruppe der in ganz Europa einst geschätzten  mittelrheinischen Tonplastiken des frühen 15. Jahrhunderts.©  Foto: Diether v Goddenthow
Die Beweingruppe ist das wichtigste in Frankfurt überlieferte Zeugnis aus der Gruppe der in ganz Europa einst geschätzten
mittelrheinischen Tonplastiken des frühen 15. Jahrhunderts.© Foto: Diether v Goddenthow

Zu den besonderen Highlights zählen neben den bis zum Barock hin noch für „jungfräulich Verstorbene“ wie Kinder, Ledige und Priester verwendete Totenkronen und figürlichen Votiven, kleinen Eisenmännchen, die sogenannte Beweingruppe: Dieses Relief wurde wie sämtliche Funde unter Leitung von Christine Kenner (Landesamt für Denkmalpflege Hessen) und Thomas Flügen (Archäologisches Museum Frankfurt) gemeinsam mit den Restauratorenkolleginnen Sarah Hacker, Lilian Pauli, Birgit Schwahn, Birgit Schwieder und Manuele Thews aus 63 geborgenen Tonscherben und ergänzenden Rekonstruktionen, etwa des Schleiers, wieder zusammengesetzt. Bei der Beweingruppe, so Museumsleiterin Bettina Schmitt, „handelt es sich um das wichtigste in Frankfurt überlieferte Zeugnis aus der Gruppe der mittelrheinischen Tonplastiken des frühen 15. Jahrhunderts. Werke dieser Gruppe gehören zu den bedeutenden Exponaten in Museen, so z. B. im Bodemuseum, Berlin und im Louvre, Paris.

Ein grandioser Fund neuzeitlicherer Art war das hinter einer vermauerten Tür im Obergeschoss des Nordturms entdeckte Buch über die Geschichte der schon recht früh bekannten Elektrizität: „Histoire d‘ Électricité“, Paris 1771, von Joseph Priestley (1755 – 1804), einem berühmten Naturwissenschaftler seiner Zeit.

Die Geschichte der Elektrizität „Histoire d‘ Électricité“, Paris 1771, von Joseph Priestley (1755 – 1804), ein wenig von Mäusen angeknabbert, zeigt, dass Elektrizität keinesfalls nur ein modernes Thema ist. ©  Foto: Diether v Goddenthow
Die Geschichte der Elektrizität „Histoire d‘ Électricité“, Paris 1771, von Joseph Priestley (1755 – 1804), ein wenig von Mäusen angeknabbert, zeigt, dass Elektrizität keinesfalls nur ein modernes Thema ist. © Foto: Diether v Goddenthow

Man nimmt an, dass das ein wenig vom Mausfraß angenagte aber ansonsten noch gut erhaltene Buch über die Geschichte der Elektrizität während der französischen Besatzung 1798 dorthin gelangte. Zu dieser Zeit der Säkularisierung wurde St. Leonhard von Militär als Lager genutzt. Es könnte aber auch sein, dass einige Buchhändler aus der Buchgasse ihre Waren in St. Leonhard deponierten, so Bettina Schmitt.

Die weiteren herausragenden Funde wie die Grabplatte mit „Christus und den drei ersten Frauen am Grab“, der imposante Heiliggrabaltar, sowie die fast lebensgroße „Atzmann“-Figur in liturgischer Kleidung aus dem 15. Jahrhunderts sowie weitere aus dem Schutt geborgene farbige Steinskulpturen der Gotik befinden sich im gegenüber gelegenen Kreuzgang, im Quadrum, des Kaiserdoms St. Bartholomäus ( Domplatz 1).

Totenkronen erhielten bis zirka zur Zeit des Barocks „jungfräulich Verstorbene“  wie Kinder, Ledige und Priester.   ©  Foto: Diether v Goddenthow
Totenkronen erhielten bis zirka zur Zeit des Barocks „jungfräulich Verstorbene“ wie Kinder, Ledige und Priester. © Foto: Diether v Goddenthow

Anhand der bedeutendsten Funde würden in der Ausstellung zwei Geschichten erzählt, so die Museumsleiterin, nämlich einmal die 800jährige Geschichte St. Leonhards und zugleich die Geschichte der Wiederentdeckung und Erforschung während der Sanierung der vergangenen zehn Jahre. „Mit den Grabungsfunden steht den überlieferten Quellen, wie etwa den Zeugnissen über Stiftungen oder den bildlichen Darstellungen der Kirche aus dem 18. Jahrhundert, nun neue bauhistorische Erkenntnisse und verloren geglaubte, bisher unbekannte Ausstattungsstücke gegenüber.“

Begleit-Publikation:
Zur Ausstellung „Schätze aus dem Schutt. 800 Jahre St. Leonhard“ erscheint im Verlag Schnell + Steiner ein Ausstellungskatalog von ca. 200 Seiten, herausgegeben von Bettina Schmitt und Verena Smit. Beiträge verschiedener Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellen in allgemein verständlicher Weise die neuesten Erkenntnisse zur Geschichte der Kirche, ihrer Ausstattung und ihrer Erforschung dar.

Schätze aus dem Schutt. 800 Jahre St. Leonhard
Ausstellung im Dommuseum Frankfurt & im Sakristeum
FR 16. August 2019 – SO 19. Januar 2020
Eröffnung DO 15. August, 17 Uhr
©  Foto: Diether v Goddenthow
© Foto: Diether v Goddenthow

ÖFFNUNGSZEITEN
DI / DO / FR 10 – 17 Uhr
MI 10 – 19 Uhr
SA & SO & Feiertage 11 – 17 Uhr
MO geschlossen
Während des MUSEUMSUFERFEST (FR 23.8. – SO 25.8.)
gelten folgende Sonderöffnungszeiten: FR & SA 10-20 Uhr, SO 10 – 18 Uhr

EINTRITT
5 € / erm. 3 €
Mit MuseumsuferCard und MuseumsuferTicket ist der Eintritt frei, ebenso am letzten
Samstag im Monat.
FÜHRUNGEN durch die Sonderausstellung „Schätze aus dem Schutt. 800 Jahre St. Leonhard“
MI 17.30 Uhr
SO 14 Uhr
Keine Anmeldung erforderlich / Teilnahme im Eintritt inbegriffen

BEGLEITPROGRAMM

1.logo-schaetze-v.schuttAUGUST 2019
DO 29. August 2019, 17.30 Uhr, St. Leonhard
Das Gebäude lesen
Spuren aus 800 Jahren Baugeschichte an St. Leonhard
Dr. Hans-Hermann Reck (Bauhistoriker)
Führung
Eintritt: 5 € (inkl. Ausstellung) / Begrenzte Teilnehmerzahl auf max. 30 Personen
Anmeldung unter: info@dommuseum-frankfurt.de oder T 069.800 8718-290
Treffpunkt: Dommuseum, Kasse

Veranstaltungen des Dommuseum Frankfurt zum
MUSEUMSUFERFEST FR 23.8. – SO 25.8.2019
FR 23.8.
15 Uhr allgemeine Domführung
16 Uhr Königswahl und Kaiserkrönung im Frankfurter Dom
17 Uhr Highlights – der Frankfurter Dom in 30 Minuten
17 Uhr 800 Jahre St. Leonhard – Führung durch die Sonderausstellung Schätze aus dem
Schutt. 800 Jahre St. Leonhard
18 Uhr Königswahl und Kaiserkrönung im Frankfurter Dom
18 Uhr 800 Jahre St. Leonhard – Führung durch die Sonderausstellung Schätze aus dem
Schutt. 800 Jahre St. Leonhard
19 Uhr Highlights – der Frankfurter Dom in 30 Minuten

SA 24.8.
12 / 15 / 17 / 18 Uhr
800 Jahre St. Leonhard – Führung durch die Sonderausstellung Schätze aus dem
Schutt. 800 Jahre St. Leonhard
14 Uhr
Finderglück – Kinder-Führung durch die Sonderausstellung Schätze aus dem Schutt.
800 Jahre St. Leonhard
16 Uhr Königswahl und Kaiserkrönung im Frankfurter Dom
SO 25.8.
12 / 15 / 17 / 18 Uhr
800 Jahre St. Leonhard – Führung durch die Sonderausstellung Schätze aus dem
Schutt. 800 Jahre St. Leonhard
14 Uhr
Finderglück – Kinder-Führung durch die Sonderausstellung Schätze aus dem Schutt.
800 Jahre St. Leonhard
16 Uhr Königswahl und Kaiserkrönung im Frankfurter Dom
17 Uhr Highlights – der Frankfurter Dom in 30 Min.

SEPTEMBER 2019
DO 5. September, 17 Uhr, Steindepot
Blick hinter die Kulissen
Führung durch die Restaurierungswerkstatt und das Depot für Steindenkmäler des
Archäologischen Museums Frankfurt
Thomas Flügen (Dipl.-Restaurator, Archäologisches Museum Frankfurt)
Eintritt: 5 € (inkl. Ausstellung) / Begrenzte Teilnehmerzahl max. 30 Personen
Anmeldung unter: info@dommuseum-frankfurt.de oder T 069.800 8718-290
Treffpunkt: Borsigallee 8 HH, 60388 Frankfurt am Main
Öffentliche Verkehrsmittel U4 & U7 (Haltestelle Gwinnerstraße)

MI 25. September, 19 Uhr, Haus am Dom
St. Leonhard – Eine Frankfurter Bürgerkirche
Dr. Andreas Hansert (Historiker und Soziologe)
Vortrag
Eintritt frei

MI 16. Oktober, 17.30 Uhr, Dommuseum & Sakristeum
Wenn Archäologie, Restaurierung und Kunstgeschichte gemeinsam eine Ausstellung
machen…
Dr. Verena Smit (Kunst- und Architekturhistorikerin)
Kuratorinnenführung durch die Ausstellung Schätze aus dem Schutt. 800 Jahre St. Leonhard
Eintritt 5 €

DO 24. Oktober, 17 Uhr, Steindepot
Blick hinter die Kulissen
Führung durch die Restaurierungswerkstatt und das Depot für Steindenkmäler des
Archäologischen Museums Frankfurt
Thomas Flügen (Diplom-Restaurator, Archäologisches Museum Frankfurt)
Eintritt: 5 € (inkl. Ausstellung) / Begrenzte Teilnehmerzahl max. 30 Personen
Anmeldung unter: info@dommuseum-frankfurt.de oder T 069.800 8718-290
Treffpunkt: Borsigallee 8 HH, 60388 Frankfurt am Main
Öffentliche Verkehrsmittel U4 & U7 (Haltestelle Gwinnerstraße)

NOVEMBER 2019
MI 6. November, 19 Uhr, Haus am Dom
Der heilige Leonhard und seine Verehrung in Frankfurt am Main
Dr. Gabriel Hefele (Kunsthistoriker)
Vortrag
Eintritt frei

MI 13. November, 19 Uhr, St. Leonhard
Vom Altarretabel zum Sammlerstück und wieder retour – Der Kreuzaltar und seine
wechselvolle Geschichte
Christiane Weber (M.A., Restauratorin, Landesamt für Denkmalpflege Hessen) & Gesine
Dietrich (Dipl.-Restauratorin, Landesamt für Denkmalpflege Hessen)
Führung
Eintritt: 5 € (inkl. Ausstellung) / Begrenzte Teilnehmerzahl auf max. 30 Personen
Anmeldung unter: info@dommuseum-frankfurt.de oder T 069.800 8718-290
Treffpunkt: Dommuseum, Kasse

MI 20. November, 17.30 Uhr, Sakristeum
Die Geheimnisse mittelalterlicher Werkstätten
Manuela Thews ( Dipl.-Restauratorin, Landesamt für Denkmalpflege Hessen)
Führung
Eintritt: 5 € (inkl. Ausstellung)
Anmeldung unter: info@dommuseum-frankfurt.de oder T 069.800 8718-290
Treffpunkt: Dommuseum, Kasse

DEZEMBER 2019
MI 4. Dezember, 19 Uhr, Haus am Dom
Goethe und der Allerheiligenaltar in St. Leonhard
Michaela Schedl (Kunsthistorikerin)
Vortrag
Eintritt frei

MI 18. Dezember, 17.30 Uhr, Dommuseum
Geschichte in Fragmenten: das Heilige Grab aus St. Leonhard
Dr. Bettina Schmitt (Kunsthistorikerin, Dommuseum Frankfurt)
Führung
Eintritt: 5 € (inkl. Ausstellung)
Anmeldung unter: info@dommuseum-frankfurt.de oder T 069.800 8718-290

JANUAR 2020
DI 7. Januar, 19 Uhr, Kreuzgang Dommuseum Frankfurt
Das Heiliggrab und seine Funktion in der Liturgie
In der Reihe DING UND Transzendenz
Prof. Dr. Günter Kruck (Akademie Rabanus Maurus), Dr. Bettina Schmitt (Dommuseum
Frankfurt), Dr. Stefan Scholz (Akademie Rabanus Maurus)
Eintritt frei

DO 16. Januar, 17.30 Uhr, Haus am Dom
Die gotische Beweinungsgruppe aus St. Leonhard und die mittelrheinische Tonplastik
Christine Kenner (Dipl. Restauratorin, Landesamt für Denkmalpflege Hessen)
Vortrag und Buchpräsentation
Eintritt frei

Programm am Museumsuferfest 2018: Musikfestival ‚Klang im Kloster‘ und Ausstellungsvielfalt im Institut für Stadtgeschichte

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

(ffm) Im Rahmen des Museumsuferfestes präsentiert das Institut für Stadtgeschichte im Karmeliterkloster am Samstag, 25. August, und Sonntag, 26. August, das Festival „Klang im Kloster“ und lädt zu drei Ausstellungen samt Führungen ein.

In Kooperation mit dem Institut für Stadtgeschichte plant die Agentur ALLEGRA seit 1998 das Musikfestival „Klang im Kloster“ im mittelalterlichen Ambiente des Karmeliterklosters mit Alter Musik auf Originalinstrumenten sowie Crossover-Programmen und moderner Klassik. Mit dabei sind dieses Jahr die Ensembles Collegium Musicum Den Haag, Il Quadro Animato und Gunar Letzbor. Die von der Ernst Max von Grunelius-Stiftung ermöglichten Konzerte beginnen am 25. und 26. August jeweils um 12, 13, 15 und 16 Uhr. Weitere Informationen zu den Künstlern unter http://www.klang-im-kloster.de .

Zudem zeigt das Institut für Stadtgeschichte drei Ausstellungen in seinen Räumlichkeiten. In den Foyers sind in der Schau „Panta Rhei“ Werke des Frankfurter Künstlers Hans Jürgen Diez zu sehen. In Kreuzgang und Refektorium entführen die Wandbilder Jörg Ratgebs (um 1480–1526) die Gäste ins Mittelalter und laden zum Verweilen ein. Im Dormitorium erwartet die Besucherinnen und Besucher die Ausstellung „Banker, Bordelle & Bohème: Stationen der Geschichte des Bahnhofsviertels“. Durch die Bahnhofsviertel-Schau führt am 25. und 26. August jeweils um 14 Uhr Markus Häfner, Kurator der Ausstellung, und erläutert die konzeptionellen Erwägungen, besondere Ausstellungsstücke und Wissenswertes zur Historie des Viertels.

Der Eintritt zu allen Programmpunkten ist nur mit dem in allen beteiligten Häusern erhältlichen Button (7 Euro) zum Museumsuferfest zugänglich. Das Institut für Stadtgeschichte hat am Freitag, 24. August, von 10 bis 18 Uhr sowie am Samstag, 25. August, und Sonntag, 26. August, jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen zu den Programmpunkten unter http://www.stadtgeschichte-frankfurt.de

Programm-Flyer

Banker, Bordelle und Bohème: Stationen der Geschichte des Bahnhofsviertels Neue Ausstellung im Institut für Stadtgeschichte mit Publikation

Institut für Stadtgeschichte. © Foto: Diether v. Goddenthow
Institut für Stadtgeschichte. © Foto: Diether v. Goddenthow

Vom 29. Mai 2018 bis 7. April 2019 zeigt das Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main die Ausstellung „Banker, Bordelle und Bohème: Stationen der Geschichte des Bahnhofsviertels“. Die im Dormitorium des Karmeliterklosters zu sehende Schau thematisiert die Historie von Frankfurts vielseitigstem und schillerndstem Stadtteil in 24 Stationen.

„Die Ausstellung erhellt die wechselhafte Geschichte des Bahnhofsviertels. Hier wurde und wird Großstadt Realität, mit all ihren Facetten und Herausforderungen“, betonte Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig. Dr. Evelyn Brockhoff, Leitende Direktorin des Instituts für Stadtgeschichte, wies auf die Besonderheiten des Ende des 19. Jahrhunderts zwischen Altstadt und dem 1888 eröffneten Hauptbahnhof entstandenen Quartiers hin: „Wussten Sie, dass das Bahnhofsviertel noch vor 100 Jahren als Frankfurts modernes Vorzeigeviertel galt und erst seit der Mitte des 20. Jahrhunderts den Duktus eines verrufenen Viertels erhielt?“

© Kaiserstraße mit Blickrichtung Hauptbahnhof um 1910 (ISG S17/550-12)
© Kaiserstraße mit Blickrichtung Hauptbahnhof um 1910 (ISG S17/550-12)

Die 24 Stationen führen den Besucher vom Mittelalter und dem Hochgericht auf dem Galgenfeld bis in die heutigen Debatten um die Gentrifizierung des Stadtteils. Dabei ist letztere Entwicklung kein neues Phänomen. Wie die Ausstellung verdeutlicht, durchziehen die Historie des Bahnhofsviertels beständig Immobilien- und Bodenspekulationen. Immer wieder musste die vormalige Bebauung neuen Nutzungskonzepten Platz machen: Sommerhäuser für noblere Villen, diese für Miets- oder Geschäftshäuser und diese wiederum für Hotels, Bürobauten oder Bankentürme.

„Die meisten erwarten wohl eine Ausstellung über Prostitution, Drogen und Nachtleben. Doch wir wollten nicht die gängigen Klischees über das Bahnhofsviertel aufwärmen“, brachte Dr. Markus Häfner, Kurator der Ausstellung, die Absichten auf den Punkt. „Vielmehr beleuchtet die Schau die zahlreichen Facetten des Quartiers und die vielfältigen Entwicklungen seit dem Mittelalter“, erläuterte er. Hierbei stehen Bau- und Technikgeschichte, Drogenproblematik und Rotlichtmilieu gleichberechtigt neben stilprägenden Gebäuden und Institutionen, Gewerbezweigen und Protagonisten.

So thematisiert die Ausstellung auch die früheren Westbahnhöfe, den Bau des Hauptbahnhofs, die Internationale Elektrotechnische Ausstellung von 1891, die Planungen für das noble Wohn- und Geschäftsviertel sowie markante Bauten wie das Schumanntheater, Hotels oder das Gewerkschaftshaus. Ebenso finden Aufstieg und Niedergang des Pelzhandels, alteingesessene Geschäfte, multikulturelle Geschäftswelt und Bars, Herausforderungen und Erfolge der Drogenproblematik, Rotlichtmilieu und Nightlife, Bankentürme und Entvölkerung des Stadtviertels Berücksichtigung. Immer wieder lädt die Ausstellung den Besucher ein, Protagonisten des Quartiers und kleine Geschichten kennenzulernen.

Großer Andrang, gleich bei der Eröffnung am 28.Mai 2018. © Foto: Diether v. Goddenthow
Großer Andrang, gleich bei der Eröffnung am 28.Mai 2018. © Foto: Diether v. Goddenthow

Heute weitgehend vergessen ist die Bedeutung des Quartiers als Zentrum der Varietékunst und des Schauspiels. „Schumanntheater und Neues Theater bildeten für Jahrzehnte einen strahlenden Stern im kulturellen Leben Frankfurts“, stellte Hartwig heraus. „Für Oberbürgermeister Franz Adickes war es nicht das nahegelegene Schauspielhaus, sondern der am Bahnhofsvorplatz gelegene ‚Zirkus Albert Schumann‘, der Frankfurt zur Metropole machte“, rief sie in Erinnerung.

Neben Darstellungen in Bild und Text zeigt die Ausstellung zahlreiche Exponate aus den Beständen des Instituts für Stadtgeschichte und aus Privatbesitz – etwa Rotlichtreiseführer, eine Zither aus Produktion des Musikhauses Hummel/Cream Music, ein Stück Fassade des Hauptbahnhofs, Kürschnerwerkzeuge oder Bijous und Abzeichen der Loge zur Einigkeit.

Ausstellungs-Impression. © Foto: Diether v. Goddenthow
Ausstellungs-Impression. © Foto: Diether v. Goddenthow

„Lernen Sie die Historie des Viertels kennen, das für viele Frankfurt erst zur Metropole macht!“, lud Brockhoff Frankfurter und Touristen gleichermaßen ein, die spannende Geschichte des Viertels kennenzulernen. „Als Kind des Bahnhofsviertels verbinde ich mit vielen Inhalten persönliche Erinnerungen“, freute sie sich über die aktuelle Schau im Institut für Stadtgeschichte. Der Eintritt in die Ausstellung ist frei.

Ein Begleitprogramm vertieft Einzelaspekte der Ausstellung. Die Vortragsreihe, teilweise in Kooperation mit der Gesellschaft für Frankfurter Geschichte e.V., beginnt am 11. Juni 2018 mit dem Ausstellungskurator Dr. Markus Häfner zum Thema „Ein nobles Wohn- und Geschäftsviertel: Das Bahnhofsviertel von der Entstehung bis 1945“. Am 17. September 2018 erläutert Dr. Michael Matthäus „Die Frankfurter Scharfrichter in reichsstädtischer Zeit“. Im Fokus des Vortrages von Dr. Heinz Schomann am 22. Oktober 2018 steht „Der Frankfurter Hauptbahnhof: Wettbewerb, Bau und Architektur“. Über die Thematik „Prostitution und Rotlichtbezirk“ als „Ort der Hoffnung, Ort des Scheiterns“ referiert am 19. November 2018 Dr. Fritz Koch. Am 14. Januar 2019 wirft Stephan Skora mit „Schumanns Pferde, Klinkes Tiger“ einen Blick auf Frankfurter Varieté-Geschichten und präsentiert dazu passende Zaubertricks. Den Zyklus schließt am 11. Februar 2019 Klaus Janke mit dem „Reizthema Aufwertung: Wem gehört das Bahnhofsviertel?“ ab. Alle Vorträge beginnen jeweils um 18.30 Uhr und finden im Dormitorium des Karmeliterklosters statt. Der Eintritt beträgt 4 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Impressionen zur Käuflichen Liebe: Straßenstrich, Sperrgebietsverordnungen und Laufhäuser. © Foto: Diether v. Goddenthow
Impressionen zur Käuflichen Liebe: Straßenstrich, Sperrgebietsverordnungen und Laufhäuser. © Foto: Diether v. Goddenthow

Auch das Frankfurter Erzählcafé nimmt das Thema Bahnhofsviertel zwei Mal in den Fokus. Am 10. Dezember 2018 berichten als exemplarische „Gesichter des Bahnhofsviertels“ u. a. Jennifer Blaine über ihre Erlebnisse als Drogenabhängige, Norman Weber über seine Arbeit im Rotlichtmilieu als Geschäftsführer des Pure Platinum und Oskar Mahler über seine Tätigkeit als Stadtteilbildhauer und Inhaber des Hammermuseums. Die Moderation übernehmen Ausstellungskurator Dr. Markus Häfner und Ulrich Mattner, Journalist und Vorsitzender des Gewerbevereins „Treffpunkt Bahnhofsviertel“. Die gegenwärtige und zukünftige Entwicklung des Quartiers stehen im Fokus des Erzählcafés „Das Bahnhofsviertel heute zwischen Kriminalität, Gentrifizierung und Multi-Kulti“ am 11. März 2019. Zusammen mit dem Gentrifizierungsforscher Dr. habil. Sebastian Schipper, dem Schutzmann vor Ort Björn Driebold und Viertelkenner Ulrich Mattner erläutert Moderator Häfner aktuelle Fragen: Verdrängt die Gentrifizierung die Bordelle? Trauen sich Anwohner ob der Drogenszene noch auf die Straße? Schafft mehr Polizei im Viertel mehr Sicherheit? Beide Veranstaltungen beginnen jeweils um 18.30 Uhr und finden im Dormitorium des Karmeliterklosters statt. Der Eintritt ist jeweils frei.

Der Ausstellungskurator Dr. Markus Häfner führt am 7. Juni, 4. September und 15. November 2018 sowie am 26. Februar 2019 jeweils um 18 Uhr, am 29. Juli und 14. Oktober 2018 sowie am 13. Januar und 31. März 2019 jeweils um 15 Uhr durch die Ausstellung. Die Teilnahme an Führungen kostet 6 Euro, ermäßigt 3 Euro. Bestellte Gruppenführungen sind nach Anmeldung und Terminabsprache unter 069 212 314 17 oder info.amt47@stadtfrankfurt.de möglich. Der Eintritt in die Ausstellung ist frei.

Passend zur Ausstellung ist im Societäts-Verlag die Begleitpublikation „Banker, Bordelle & Bohème: Die Geschichte des Frankfurter Bahnhofsviertels“ von Klaus Janke und Markus Häfner erschienen. Auf 272 Seiten beleuchten die Autoren die Historie des Bahnhofsviertels und stellen dabei auch Protagonisten und „Typen“ des Quartiers vor. Über 100 Abbildungen und eine Chronik ergänzen die neun Kapitel.

Häfner betrachtet die frühe Nutzung des Areals als Hochgericht, für Sommerhäuser und erste Villen, skizziert die Planungen und den Bauverlauf des Stadtteils um 1900 und wirft einen Blick auf die Angebote zum Einkaufen, Amüsement und Übernachten vor 1945. Im zweiten, umfangreicheren Teil des Buches betrachtet Janke in sechs Kapiteln die Aspekte Stadtplanung, Prostitution, Nachtleben, Drogenszene, Handel und Dienstleistungen sowie Kunst und Kultur von 1945 bis heute. Die Publikation ist im Institut für Stadtgeschichte, über den Webshop des Societäts-Verlags und im Buchhandel für 30 Euro erhältlich (ISBN 978-3-95542-295-0).

Weitere Informationen unter www.stadtgeschichte-ffm.de.

Mit Kulturticket freier Eintritt in 18 Frankfurter Museen für Studis der Goethe-Uni

SOS-Brutalismus - Architektur-Museum Frankfurt Foto: Diether v. Goddenthow
SOS-Brutalismus – Architektur-Museum Frankfurt Foto: Diether v. Goddenthow

ABER HALL0,-: Kulturticket für Studierende der Goethe-Universität und der Frankfurt University of Applied Sciences
Die Goethe Card, der Studierendenausweis der Goethe-Universität Frankfurt und der STUDY-CHIP, der Studierendenausweis der Frankfurt University of Applied Sciences, werden in 18 Museen der Stadt zum Kulturticket.
Einfach die Goethe Card oder den STUDY-CHIP an der Museumskasse vorzeigen und Geschichte, Architektur, alte, moderne und angewandte Kunst studieren und genießen.

Der freie Eintritt wird in Kooperation mit dem AStA der Goethe-Universität bzw. dem AStA der Frankfurt University of Applied Sciences angeboten und gilt für rund 60 000 Studierende in folgenden Häusern:
Archäologisches Museum
Caricatura Museum
Deutsches Architekturmuseum
Deutsches Filmmuseum
Hindemith Kabinett
Historisches Museum
Ikonen-Museum
Institut für Stadtgeschichte
Jüdisches Museum
Junges Museum
MMK 1 des MMK Museum für Moderne Kunst
MMK 2 des MMK Museum für Moderne Kunst
MMK 3 des MMK Museum für Moderne Kunst
Museum Angewandte Kunst
Museum Giersch der Goethe-Universität
Museum Judengasse
Porzellan Museum
Weltkulturen Museum

Die Museumsparks und -cafés mit Blick auf die Skyline laden zu entspannten Pausen zwischen dem Museums-Hopping ein.

Senckenberg digitalisiert sein umfangreiches Archiv-Erbe gemeinsam mit dem Institut für Stadtgeschichte Frankfurt

Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Digitalisierung der umfangreichen Senckenberg-Archive bewilligt

Frankfurt, 29.01.2018. In einem gemeinsamen Projekt werden das Institut für Stadtgeschichte, die Universitätsbibliothek J. C. Senckenberg und die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (SGN) in den kommenden drei Jahren das archivische Erbe von Johann Christian Senckenberg in Frankfurt digitalisieren und auf einer Präsentationsplattform zur Verfügung stellen. Damit können erstmalig Fachwelt und interessierte Öffentlichkeit frei auf die verschiedenen Archive aus der Zeit von 1730 bis 1950 zugreifen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das umfangreiche Projekt.

373.390 Einzelseiten und über 56 Regalmeter aus der Zeit von 1730 bis 1950 umfasst das archivische Erbe von Johann Christian Senckenberg. Die Nachlässe des Frankfurter Mediziners, Stifters und Gelehrten sind aus historischen Gründen in unterschiedlichen Frankfurter Gedächtnisorganisationen verwahrt. Die Archivalien des Instituts für Stadtgeschichte, der Universitätsbibliothek J. C. Senckenberg und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung werden nun aber in einem Online-Archiv zusammengeführt. „Zwischen den verschiedenen Dokumenten gibt es wichtige Querverbindungen, die in der analogen Welt mit den unterschiedlichen Standorten nicht oder nur schwierig zu erkennen
sind“, erläutert Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger, Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, und fährt fort: „Mit der geplanten Digitalisierung bieten wir der Öffentlichkeit sowie der wissenschaftlichen Fachcommunity erstmalig einen kostenlosen und vollständigen Zugang.“

Die Bestände setzen sich aus dem Nachlass Johann Christian Senckenbergs – unter anderem 53 Quartbände mit je 700 Tagebuchseiten der Jahre 1723 bis 1772 –, den Aktenbeständen der Dr. Senckenbergischen Stiftung, dem umfangreichen Archiv der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (SGN) und mehreren Personennachlässen zusammen. Alle Dokumente sind unmittelbar mit der Person Senckenbergs, der Geschichte der Stiftung und der SGN verzahnt.

„Die ‚Senckenberg-Archive’ bilden in ihrer Gesamtheit eine unersetzliche Quellenbasis für die deutsche Stadt- und Universitätsgeschichte, die Medizingeschichte sowie die religionshistorische Entwicklung Deutschlands und können als Schlüsselbestände der deutschen und internationalen Naturforschung bezeichnet werden“, erklärt Dr. Evelyn Brockhoff, Leitende Direktorin des Frankfurter Instituts für Stadtgeschichte.

Anhand der Dokumente lässt sich zudem beispielhaft der rasante Aufstieg moderner Wissenschaftskultur in der Zeit vom 19. Jahrhundert bis Mitte des 20. Jahrhunderts darstellen: die Entwicklung von einer universalen zu einer systemischen Wissenschaft, die Geschichte der „Citizen Science“ und die Aufarbeitung naturforschender Einrichtungen in der NS-Zeit. „Letzteres setzte der Soziologe und Historiker Dr. Andreas Hansert in seinem Buch ‚Das Senckenberg-Forschungsmuseum im Nationalsozialismus. Wahrheit und Dichtung’ erst kürzlich auf Basis der Archive um“, ergänzt Mosbrugger.

Die in den kommenden drei Jahren geplante und von der DFG geförderte Digitalisierung ist für die beteiligten Einrichtungen Herausforderung und Chance zugleich. Die Unterlagen zeichnen sich durch eine besondere Vielfalt an Medien, Materialarten und Formaten aus und sind in ihrer Eigenschaft als wissenschaftlich relevante Informationsträger hohen qualitativen Anforderungen an das Ergebnis der Digitalisierung unterworfen. „Wir sind der DFG sehr dankbar, dass sie uns bei diesem ehrgeizigen Projekt über die nächsten drei Jahre unterstützt“, freut sich Direktor der Universitätsbibliothek J.C. Senckenberg Dr. Heiner Schnelling.

Am Ende des Projekts sollen die Senckenberg-Bestände zu einem großen Teil digitalisiert, virtuell zusammengeführt und auf einer von der Universitätsbibliothek J. C. Senckenberg bereitgestellten gemeinsamen Präsentationsplattform sowie im Archivportal-D zur freien und kostenlosen Nutzung angeboten werden. „Die digitale Zusammenführung dieser ‚Schätze’ wird maßgeblich dabei helfen den langfristigen Einfluss Senckenbergs auf die Stadt Frankfurt und darüber hinaus zu erforschen“, schließt Brockhoff.