Kategorie-Archiv: Frankfurter Römer

Das Frauen-EM-Finale am 31.08.22 per Public Viewing im Frankfurter Stadion anschauen

ffm. Am Sonntag, 31. Juli, stehen die DFB-Frauen in Wembley im Endspiel um die Fußball-Europameisterschaft – und die Stadt Frankfurt lädt zum kostenfreien Public Viewing in das Stadion ein. Spielbeginn für den Klassiker England gegen Deutschland ist um 18 Uhr, der Einlass ab 16 Uhr.

Notwendig ist eine Ticketbuchung unter universe.com.

Das Spiel wird auf einer circa 100 Quadratmeter großen LED-Wand übertragen. Außerdem läuft es auf dem Videowürfel. Bis zu 4500 Sitzplätze stehen auf der Gegentribüne zur Verfügung

Der Eintritt ins Stadion ist frei, auch die Parkplätze Waldparkplatz und Gleisdreieck stehen kostenfrei zur Verfügung. Die Stadion-Tiefgarage bleibt dagegen geschlossen. Das Stadioncatering erfolgt über die Kioske auf der Gegentribüne.

VALIE EXPORT mit dem Max-Beckmann-Preis der Stadt Frankfurt für ihr Lebenswerk geehrt

Von Links: Laudatorin und Performancekünstlerin Sylvie Fleury, Künstlerin Valie Export und Kulturdezernentin Ina Hartwig bei der Preisübergabe, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Andreas Varnhorn
Von Links: Laudatorin und Performancekünstlerin Sylvie Fleury, Künstlerin Valie Export und Kulturdezernentin Ina Hartwig bei der Preisübergabe, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Andreas Varnhorn

ffm. Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Ina Hartwig hat am Samstag, 18. Juni, den Max-Beckmann-Preis der Stadt Frankfurt an die österreichische Künstlerin VALIE EXPORT in der Paulskirche verliehen. Die Auszeichnung zählt deutschlandweit zu den bedeutendsten Kunstpreisen und wurde ins Leben gerufen, um hervorragende Leistungen in den Bereichen Malerei, Grafik, Bildhauerei und Architektur zu würdigen. Er wird seit 1978 im Abstand von drei Jahren jeweils zum Geburtstag von Max Beckmann vergeben und erinnert an einen Künstler, der das kulturelle Leben Frankfurts wie kaum ein anderer nachhaltig geprägt hat. In diesem Jahr fand die Verleihung pandemiebedingt ausnahmsweise nicht am 12. Februar statt.

VALIE EXPORT, am 17. Mai 1940 in Linz als Waltraud Lehner geboren, ist dem Umfeld des Wiener Aktionismus zuzurechnen, obwohl ihre Formen der Arbeit sich sowohl ästhetisch, wie auch inhaltlich und formal von diesem unterschieden. Ihren künstlerischen Ausdruck findet sie in Fotografien, Skulpturen, body performances, Videos, Großinstallationen und Texten. Früher teils hart für ihre Radikalität kritisiert, gilt sie heute als Ikone des Feminismus und Pionierin der Medienkunst. Werkblöcke von VALIE EXPORT finden sich in berühmten Museen wie dem Centre Pompidou in Paris, dem Museum of Modern Art in New York oder der Tate Modern in London.

Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Ina Hartwig dankte den Kuratoriumsmitgliedern für ihre hervorragende Entscheidung. In ihrer Begründung heißt es: „Sie ist eine Pionierin der Medien- und Aktionskunst, des experimentellen Films und eines künstlerischen Feminismus, der seit den 1960er Jahren die vorherrschende Wahrnehmung des weiblichen Körpers in einer patriarchalischen Gesellschaft radikal dekonstruiert hat. Mit den Mitteln einer performativen Avantgarde, die auf soziale Veränderungen zielt, hat sich die 1940 geborene österreichische Künstlerin VALIE EXPORT schon früh mit Themen wie Geschlechterrollen, Zuschreibungen von Identität und der Befreiung aus Konventionen beschäftigt. Dabei hat sie Grenzen zwischen Kunsträumen und Alltagswirklichkeit, Abbild und Realität, Theorie und Praxis überschritten, ist ein hohes persönliches Wagnis eingegangen und ebnete den Weg für zahleiche Künstlerinnen, die eine entschieden weibliche Perspektive einnehmen. Die Stadt Frankfurt verleiht den mit 50.000 Euro dotierten Max-Beckmann-Preis 2022 an eine so innovative wie unerschrockene, so kompromisslose wie spielerisch agierende, so formal avancierte wie gesellschaftspolitisch wirkende Künstlerin, deren Werk auch in der Gegenwart nichts von seiner Aktualität und Relevanz eingebüßt hat. Im Gegenteil kann es als Maßstab für eine engagierte Kunst gelten, dass sie sich eine heute nicht mehr selbstverständliche Freiheit des Ausdrucks nimmt.“

Hartwig sagte: „Es ist uns eine besondere Ehre, den Max-Beckmann-Preis 2022 der österreichische Künstlerin VALIE EXPORT überreichen zu können. Mit dem Namensgeber des Preises Max Beckmann teilt sie eine kompromisslose Ästhetik. VALIE EXPORT inspirierte feministische Protestaktionen und Künstlerkolleginnen wie die letzte Max-Beckmann-Preisträgerin Cindy Sherman oder auch Marina Abramović und reicht bis in die aktuelle Kultur- und Pop-Industrie. Ihr Werk beruht auf genauer Beobachtung und Analyse von gesellschaftlichen, medialen und geschlechtsspezifischen Konstruktionen und hat bis heute nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Ich gratuliere VALIE EXPORT zu dieser Auszeichnung aufs Herzlichste. Der Max-Beckmann-Preis ist nicht nur einer der höchstdotierten Preise unserer Stadt, sondern deutschlandweit einer der bedeutendsten Kunstpreise überhaupt und unterstreicht den Stellenwert Frankfurts als internationale Kulturstadt.“

VALIE EXPORT setzte sich in ihrer Jugend mit Kunstgeschichte auseinander, experimentiert mit der Fotokamera und besucht die Kunstgewerbeschule. 1960 zieht sie nach Wien. Nachdem sie 1964 die Höhere Bundeslehranstalt für Textilindustrie mit einem Diplom in Design abschließt, arbeitet sie einige Zeit zunächst in der Filmbranche als Cutterin und Script Girl. 1966 verfasst sie ihren ersten filmischen Text „AUS ALT MACHT NICHT NEU – ein Versuch der sinnlosigkeit. metaphorische bildassoziation, Projekt“. 1967 nimmt sie ihren Künstlernamen VALIE EXPORT an und bringt damit ihr Bedürfnis zum Ausdruck, die eigenen Gedanken nach außen zu transportieren. Im Anschluss daran entsteht ihr erstes Kunst-Objekt, in dem sie die Zigarettenmarke Smart Export zitiert, sie aber umändert für ihre eigene Namensdarstellung.

Mit ihren Aktionen schafft VALIE EXPORT Ende der 1960er Jahre ikonische Bilder, die sich bis heute in das visuelle Gedächtnis eingebrannt haben. Die frühen Arbeiten zeichnen sich durch die Auseinandersetzung mit Feminismus, Aktionskunst und dem Medium Film – insbesondere Ende der 1960er Jahre mit der Bewegung des Expanded Cinema – aus. Eine ihrer bekanntesten Aktionen war 1968 das Tapp- und Tastkino, bei der sie bewusst und provokant die weibliche Intimsphäre durchbricht und als Frau öffentlich in eine vorherrschende Definition von Kunst eingreift; gleichzeitig stellt sie den männlichen Voyeurismus zur Schau. 1970 veröffentlichte sie zusammen mit Peter Weibel „Wien – Bildkompendium Wiener Aktionismus und Film“, wofür sie dort wegen Verbreitung von Pornographie zu einem Monat Haft verurteilt wurde. VALIE EXPORT bricht mit ihren Aktionen immer wieder mit gesellschaftlichen Tabus und setzt ihren Körper als Waffe ein. Offensiv sucht sie nach einem weiblichen Ausdruck sexueller Selbstbestimmung, wobei sie die Kunst als Medium des Feminismus’ nutzt.

Die Laudatio sprach die Schweizer Performance- und Objektkünstlerin Sylvie Fleury, bevor sich VALIE EXPORT in das Goldene Buch der Stadt Frankfurt eintrug. Die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde seit 1978 insgesamt fünfzehn Mal vergeben. Nach Maria Lassnig, Barbara Klemm, Agnès Varda und Cindy Sherman ist VALIE EXPORT die fünfte weibliche Preisträgerin.

Frankfurt trauert um Emil Mangelsdorff

ffm. Mit Trauer und Erschütterung hat die Stadt Frankfurt am Main die Nachricht vom Tod
des großen Jazzkünstlers Emil Mangelsdorff aufgenommen. Der in Frankfurt geborene Musiker hat sich Zeit seines Lebens dem Jazz und seiner Entwicklung mit großer künstlerischer Kraft und Leidenschaft verschrieben. Er gehörte zu den wichtigsten und profiliertesten Jazzmusikern Deutschlands und hat die Jazzgeschichte des Landes mitgeschrieben. Mit seiner Musik hat er unzähligen Menschen Freude und Inspiration bereitet.

„Emil Mangelsdorff war nicht nur ein herausragender Musiker, war nicht nur wegweisend für den Jazz und prägend für seine Heimatstadt Frankfurt – mit ihm verlieren wir auch einen Zeitzeugen der Nazizeit, der am eigenen Leibe spürte, was es hieß sich als Künstler dem Regime zu widersetzen. Wir werden ihn und seine wunderbare Jazz-Musik weiter in unseren Herzen tragen“, würdigte ihn Oberbürgermeister Peter Feldmann.

Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg ergänzte: „Als Mensch und als Musiker werde ich Emil Mangelsdorff sehr vermissen. Sich als Zeitzeuge unermüdlich für Freiheit, Kultur und Vielfalt einzusetzen, war ihm ein ebenso großes Anliegen wie die Musik selbst.“

Emil Mangelsdorff beeindruckte nicht nur als bedeutender Jazzsaxophonist. Er war ein aufrechter Demokrat, der das kulturelle Leben in der Stadt Jahrzehnte nachhaltig mitgestaltet hat. Als Zeitzeuge, der in seiner Jugend von den Nationalsozialisten für sein Engagement als Jazzmusiker bestraft wurde, erreichte er mit seinen Gesprächskonzerten seit vielen Jahren zahllose junge Menschen, um sie auf überzeugende Art zur Reflektion über die NS-Zeit zu bewegen und sie für die Bedeutung freiheitlicher und demokratischer Grundwerte zu sensibilisieren.

Tief betroffen zeigte sich Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Ina Hartwig: „Frankfurt verliert eine Musiklegende. Gemeinsam mit seinem Bruder Albert hat Emil Mangelsdorff die deutsche Jazzlandschaft über Jahrzehnte geprägt. Seine früh geweckte Leidenschaft für den afroamerikanischen Musikstil gründete auf einem tief verwurzelten Freiheitsverständnis. Schon sein Bedürfnis nach künstlerischer Entfaltung brachte ihn in Konflikt mit dem nationalsozialistischen Regime, das ihm heftige Repressionen wie Gefängnisaufenthalt und einen Kriegseinsatz an der Ostfront aufzwang. Diese Erfahrungen waren für ihn so einschneidend, dass er jungen Menschen davon berichten wollte. Als Zeitzeuge erinnerte er uns stets daran, dass künstlerische Freiheit eine unverzichtbare Grundlage einer pluralistisch-demokratischen Gesellschaft ist. Emil Mangelsdorff wird uns fehlen. Meine Gedanken sind bei seiner Familie.“

Trotz seiner internationalen künstlerischen Erfolge blieb Emil Mangelsdorff seiner Heimatstadt Frankfurt verbunden und trug mit seiner vielfältigen künstlerischen Arbeit seit Jahrzehnten zum pulsierenden Frankfurter Kulturleben bei. Ob als virtuoser Musiker, als Komponist und Bandleader, ob als begeisternder Musiklehrer oder verantwortungsvoller Zeitzeuge, er hat die Frankfurter Stadtgesellschaft durch sein vorbildliches Engagement in herausragender Weise geprägt.

Die Stadt Frankfurt wird dem Verstorbenen stets ein ehrendes Gedenken bewahren.

Crowdfunding-Kampagne zur Rekonstruktion der historischen Turmspitze des Frankfurter Römers

Crowdfunding-Kampagne für den Langen Franz startet – Aufruf von Oberbürgermeister Feldmann und Prof. Mäckler (u.a. Architekt des Deutschen Romantik Museums). Jede Spende zählt: Werden Sie Pate der Gauben, Fenster und Dachziegel des Langen Franz!

ffm. Frankfurter Bürgerinnen und Bürger können ab heute dazu beitragen, dass die Rekonstruktion der Turmspitze des Langen Franz schon bald Realität wird. Oberbürgermeister Peter Feldmann und Prof. Christoph Mäckler vom Neuen Brückenbauverein rufen die Frankfurter Bürgerinnen und Bürger auf, für Dachziegel, Fenster oder andere Turmteile zu spenden und „Patenschaften“ zu übernehmen. Die ersten beiden Paten wurden bereits gefunden – das Ehepaar Stabernack möchte sich mit seiner großzügigen Spende bei der Stadt Frankfurt für den Wiederaufbau nach dem Krieg bedanken.

Zusätzlich zu dem 1,50 Meter hohen Holzmodell, das seit vergangenem Sommer im Römer zu besichtigen ist, startet am Donnerstag, 13. Januar, der zweite Teil der Spendenkampagne: Mit Hilfe einer Crowdfunding-Kampagne bei Startnext erhalten Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, Patenschaften für zum Beispiel Dachziegel, die filigrane Turmspitze, die beiden Wappen Frankfurts oder auch die Gauben zu übernehmen. Als Dankeschön werden die Namen der Spender auf dem Langen Franz verewigt. Zudem können ganz besondere, exklusive Momente mit bekannten Frankfurterinnen und Frankfurtern erworben werden, wie beispielsweise eine private exklusive Führung durch den Römer mit Oberbürgermeister Peter Feldmann, eine Führung durch die Frankfurter Volksbühne mit Michael Quast, ein Abend mit Petra Roth und Christoph Mäckler oder eine Führung mit Konrad von Bethmann auf den Langen Franz.

Jeder Betrag ist bei der Crowdfunding-Plattform Startnext unter startnext.com/derlangefranz willkommen. Für 40 Euro erhält man beispielsweise eine symbolische Patenschaft für einen Mauerstein, für 2500 Euro ein Fenster des Langen Franz.

Gustav und Ingeborg Stabernack sind die ersten Spender, die sich bereit erklärt haben, die Patenschaften für die beiden neu zu errichtenden Gauben des Langen Franz zu übernehmen. Das Ehepaar Stabernack verlor 1943 die durch Bomben zerstörte Fabrik und das Wohnhaus in Offenbach und baute in Lauterbach im Vogelsberg eine Verpackungsproduktion neu auf. Das Ehepaar möchte mit seiner großzügigen Spende dem Neuen Brückenbauverein und der Stadt Frankfurt für den Wiederaufbau nach dem Krieg danken. Alle großen Städte in Deutschland haben ihre Rathaustürme, die im Krieg zerstört wurden, wiederaufgebaut. Nur Frankfurts Rathausturm hat noch heute ein Notdach.

„Der Rathausturm war für die in Frankfurt Ankommenden eine Wegmarke. Paulskirche, Römer, Dom – dieses Dreigestirn markierte lange das historische Zentrum der Stadt“, sagte Oberbürgermeister Feldmann. „Ohne die Turmspitze des Langen Franz fehlt mehr als nur ein paar Meter Stein und Ziegel. Es geht um Identifikation und Unterscheidbarkeit, um ein Stück Stadtgeschichte der stolzen Bürgerstadt Frankfurt. Es wäre deshalb eine Ehre für die Stadt und für mich persönlich, wenn wir gemeinsam mit dem Brückenbauverein und dem Engagement der Bürger die Turmspitze wiederaufbauen könnten. Hut ab für alle, die mithelfen!“

„Das Hamburger Rathaus oder das Münchner Rathaus wären undenkbar ohne ihre prunkvollen Rathaustürme. Mit jeder Spende helfen Sie, der Stadt Frankfurt seinen historischen Turm wieder zurückzugeben und die Frankfurter Geschichte lebendig zu machen. Auch Handwerker sind herzlich willkommen, sich mit ihrem Gewerk an diesem Wiederaufbau des Rathausturms zu beteiligen. Denn jede Spende zählt!“, sagte der Architekt und Vorsitzende des Brückenbauvereins Mäckler.

Früher war der große nördliche Rathausturm jedem Frankfurter unter dem Namen Langer Franz bekannt. Mit der imposanten Turmspitze war er zu seiner Bauzeit das zweithöchste Gebäude Frankfurts, gleich nach dem Dom. Doch mit dem Zweiten Weltkrieg verlor der Lange Franz seinen Hut, und trotz des in der Nachkriegszeit eilig errichteten Notdachs hat der Lange Franz leider in Frankfurt seitdem an Bedeutung verloren. Der Turm erhielt im Volksmund den Namen Langer Franz, nach dem populären und großgewachsenen Oberbürgermeister Franz Adickes, dessen Amtszimmer sich im Turm befand.

OB Peter Feldmann und Christoph Mäckler stellen das Modell des 'Langen Franz' vor Foto: Stadt Frankfurt / Maik Reuß
OB Peter Feldmann und Christoph Mäckler stellen das Modell des ‚Langen Franz‘ vor Foto: Stadt Frankfurt / Maik Reuß

Ein 1,50 Meter hohes Holzmodell des Langen Franz, das im Eingangsbereich des Römers aufgestellt wurde, zeigt anschaulich, mit welchen architektonischen Details die Turmspitze den Rathausturm ursprünglich geschmückt war, und welch markantes Charakteristikum der Neuen Altstadt noch heute fehlt.

Durch die Spendenkampagne des Neuen Brückenbauvereins rückt die Rekonstruktion des Langen Franz nach fast 70 Jahren in greifbare Nähe: Der gemeinnützige Verein hat mittlerweile mit mehr als 400 Einzelspenden über 212.000 Euro für den Langen Franz gesammelt. Durch die großzügige zusätzliche Spendenverdoppelungs-Aktion von Konrad von Bethmann von insgesamt 120.000 Euro ist bereits ein gutes Stück der erforderlichen Summe von insgesamt einer Million Euro erreicht.

Zu den Unterstützerinnen und Unterstützer der Spendenkampagne zählen unter anderem

  • Oberbürgermeister Peter Feldmann
  • Frankfurter Ehrenbürgerin Petra Roth
  • Thomas Bäppler-Wolf, Bäppi La Belle
  • Konrad von Bethmann
  • Peter Fischer, Präsident Eintracht Frankfurt
  • Wolfgang Holzer, Brezelbub Wölfi
  • Maria Lucia Klöcker, Buchhandlung Weltenleser
  • Marie Nauheimer, Primus-Linie
  • Michael Quast, Fliegende Volksbühne Frankfurt
  • Bruder Paulus Terwitte, Kapuzinerkloster Liebfrauen
  • Friederike Satvary, Gref-Völsings
  • Ilse Schreiber, Kleinmarkthalle
  • Frank Winkler, Lorsbacher Thal
  • Björn Wissenbach, Stadthistoriker
  • Angelika Zülch-Busold, Wacker’s Kaffee

und viele mehr

Oberbürgermeister Peter Feldmann (vorne, Mitte) und Christoph Mäckler (vorne, rechts) mit den Förderern und Unterstützern des Langen Franz, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Holger Menzel
Oberbürgermeister Peter Feldmann (vorne, Mitte) und Christoph Mäckler (vorne, rechts) mit den Förderern und Unterstützern des Langen Franz, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Holger Menzel

Sie alle werben dafür, mitzuhelfen und zu spenden, um der Stadt Frankfurt den Rathausturm zurückzugeben.

Über den Brückenbauverein
Der Neue Brückenbauverein Frankfurt setzt sich für die Belange der Baukultur der Stadt Frankfurt am Main ein, indem er die gebaute Stadt zum Thema des öffentlichen Interesses macht. Um Frankfurt ein sichtbares Stück seiner Geschichte zurückzugeben, hat er sowohl das Standbild Karls des Großen von 1843 auf der Alten Brücke 2016 neu errichtet als auch die Sanierung des Brückenkreuzes, des Brickegickel, finanziert.

Weitere Informationen: http://www.derlangefranz.de

OPEN BOOKS, Literatur im Römer und OPEN BOOKS KIDS – Das Lesefest der Stadt Frankfurt zur Buchmesse bei freiem Eintritt vom 19. bis 23. Oktober

Logo-e1599671063355-450x250OPEN BOOKS, das große Lesefest der Stadt Frankfurt zur Buchmesse, findet 2021 vom 19. bis 23. Oktober statt: Bei 112 Veranstaltungen stellen 150 Autorinnen und Autoren aus Deutschland und der Welt ihre neuen Bücher des Herbstes an 11 Veranstaltungsorten vor. U.a. sind Sarah Biasini, Richard Powers, Julia Franck, Eva Menasse, Daniela Krien, Heinz Rudolf Kunze, Jenny Erpenbeck, Herfried Münkler, Johanna Adorján, Peter Wohlleben, Sigrid Nunez, Sasha Marianna Salzmann, Ralph Bollmann und Kim Thúy zu Gast.

Wie immer werden die wichtigsten Neuerscheinungen des Herbstes im Bereich der deutschsprachigen Belletristik und Lyrik, des Sachbuches, der Graphic Novels und der internationalen Literatur präsentiert. 70 Verlagshäuser aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen die Möglichkeit, ihre Novitäten einem breiten Publikum vorzustellen. Das Kulturamt Frankfurt am Main ist Veranstalter von OPEN BOOKS und trifft eine Auswahl aus den Vorschlägen der Verlage.

Nach dem großen Zuspruch im vergangenen Jahr unter Corona-Bedingungen setzt OPEN BOOKS auch in diesem Jahr auf Präsenzveranstaltungen mit Publikum bei freiem Eintritt – selbstverständlich unter Berücksichtigung der geltenden Verordnungen und Empfehlungen zum Infektionsschutz. Um möglichst vielen Interessierten den Besuch der Veranstaltungen zu ermöglichen, findet das Lesefest, das traditionell rund um den Frankfurter Römerberg und in der neuen Altstadt ausgerichtet wird, auch in ausgewählten Räumen in der Innenstadt aus.

Dr. Sonja Vandenrath, Fachbereichsleiterin Literatur im Kulturamt Frankfurt am Main u. verantwortliche Organisatorin des Lesefests OPEN BOOKS und Dr. Ina Hartwig, Kultur- und Wissenschaftsdezernentin der Stadt Frankfurt, präsentierten in der Evangelischen Akademie das OPEN BOOKS –Programm 2021. © Foto Alexander Paul Englert
Dr. Sonja Vandenrath, Fachbereichsleiterin Literatur im Kulturamt Frankfurt am Main u. verantwortliche Organisatorin des Lesefests OPEN BOOKS und Dr. Ina Hartwig, Kultur- und Wissenschaftsdezernentin der Stadt Frankfurt, präsentierten in der Evangelischen Akademie das OPEN BOOKS –Programm 2021. © Foto Alexander Paul Englert

Die Kultur- und Wissenschaftsdezernentin der Stadt Frankfurt, Dr. Ina Hartwig, stellt fest: „OPEN BOOKS findet auch in diesem Jahr mit über 100 Buchvorstellungen vor Publikum statt. Das ist eine wichtige Botschaft, die von der Buch- und Literaturstadt Frankfurt an die Buchbranche, aber auch an die breite Öffentlichkeit ausgeht. Mit dem Lesefest schaffen wir auch in diesem Jahr Räume für neue Bücher aller Sparten und bieten Orte der Begegnung von Autorinnen und Autoren mit ihren Lesern. Dies alles verdichtet an wenigen Tagen und mit einem breiten Angebot, in dem für jeden Geschmack und jede Altersklasse etwas dabei ist. Mit OPEN BOOKS bekennen wir uns als Stadt Frankfurt zur Buchkultur, die einen unverzichtbaren Platz in der Ausverhandlung gesellschaftlicher Prozesse innehat. Das Lesefest steht fest an der Seite der Frankfurter Buchmesse, die das Gravitationszentrum der Buch- und Literaturstadt Frankfurt bildet.“

Dr. Sonja Vandenrath, die das Lesefest OPEN BOOKS verantwortet, ergänzt: „OPEN BOOKS ist mehr denn je ein Gemeinschaftswerk: Deshalb danke ich den Verlagen, die bei uns ihre Autor*innen des Herbstes vorstellen, ebenso wie den vielen neuen Partnern, die wir in den letzten Jahren dazu gewonnen haben. Dazu gehört seit zehn Jahren das Blaue Sofa, mit dem wir gemeinsam das Lesefest eröffnen. Seitdem sind eine große Anzahl neuer Kooperationspartner, wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels mit seiner Reihe ‚Zwischen Zeilen‘, hinzugekommen. So entstehen Synergieeffekte, die das Programm bereichern. OPEN BOOKS aber bleibt das Lesefest der offenen Türen im Herzen der Buch- und Literaturstadt Frankfurt.“

Zur Eröffnung von OPEN BOOKS 2021 findet im großen Saal der Deutschen Nationalbibliothek der erste öffentliche Auftritt des/der am Abend zuvor gekürten Preisträgers/in des Deutschen Buchpreises statt. Die Eröffnung wird in Zusammenarbeit von Bertelsmann, ZDF und Deutschlandfunk Kultur gemeinsam mit der Stadt Frankfurt und der Deutschen Nationalbibliothek durchgeführt.

Das Blaue Sofa von Bertelsmann, ZDF, Deutschlandfunk Kultur und 3sat kommt bereits zum zehnten Mal zu Open Books und gehört damit zu den verlässlichsten Partnern des Frankfurter Lesefestes.

Die Premiere am 11. Oktober 2011 begann mit einem wahren Tusch: Zu Gast waren der damalige Friedenspreisträger Boualem Sansal, das erste Supermodel Veruschka von Lehndorff, die dänische Autorin Janne Teller, Steinunn Sigurðardóttir aus dem damaligen Gastland Island sowie Eugen Ruge, der Gewinner des Deutschen Buchpreises 2011. Damit wollten die Partner des Blauen Sofas und die Stadt Frankfurt eine literarische Brücke zwischen der Literarturstadt und der Buchmesse bauen. In den vergangenen zehn Jahren wirkten insgesamt 49 bekannte Autorinnen und Autoren an dieser Literatur-Gala mit, darunter Christian Berkel, John Burnside, Leon de Winter, Didier Eribon, Ken Follett, Joachim Gauck, Wladimir Klitschko, Connie Palmen, Martin Walser sowie die Frankfurter Schriftsteller Eva Demski und Bodo Kirchhoff. Eine Konstante über den Zeitraum bildet der erste öffentliche Auftritt der/des Gewinners/in des Deutschen Buchpreises nach der montäglichen Preisverleihung im Frankfurter Römer.

Im Jubiläumsjahr werden wieder die oder der Buchpreisträger/in 2021 den Abend eröffnen. Außerdem sprechen Sasha Marianna Salzmann („Im Menschen muss alles herrlich sein“, Suhrkamp), Gert Loschütz („Besichtigung eines Unglücks“, Schöffling & Co.) und Per Leo (“Tränen ohne Trauer“, Klett-Cotta) über ihre Novitäten. Die Gespräche werden moderiert von Wiebke Porombka und René Aguigah (Deutschlandfunk Kultur), Cécile Schortmann (3sat) und Sonja Vandenrath, der Literaturreferentin der Stadt Frankfurt.

PK-OPEN-BOOKS-2021_Alexander-Paul-EnglertAuch in diesem Jahr sind Kinderbücher ein wichtiger Teil des städtischen Lesefestes. Am 23. und 24. Oktober stellt OPEN BOOKS KIDS in Zusammenarbeit mit der Deutschen Nationalbibliothek eine Auswahl der Neuerscheinungen für Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren vor. Bei acht Lesungen präsentieren Philipp Waechter, Fee Krämer, Alex Rühle, Sven Gerhardt, Lena Hach, Martin Muser, Mara Andeck mit Phine Wolff sowie Markus Orths ihre Bücher.

Erneut finden drei Veranstaltungen der Reihe „Zwischen Zeilen“ des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels in der St. Katharinenkirche statt: Von Mittwoch, 20. Oktober bis Freitag, 22. Oktober, jeweils um 18 Uhr, werden Texte gelesen, deren Existenz keine Selbstverständlichkeit darstellt, weil autoritäre Gesellschaftssysteme, Umweltkatastrophen, Armut, Krieg, Flucht oder repressive Strukturen ihr Entstehen erschweren. Im Rahmen von OPEN BOOKS lesen Sulaiman Addonia, Tsitsi Dangarembga, John von Düffel, Jenny Erpenbeck, Felicitas Hoppe, Hasnain Kazim, Moritz Rinke, Sasha Marianna Salzmann und Najem Wali als eine Art Solidaritätsbekundung aus den Werken ihrer Kolleginnen und Kollegen und tragen dazu bei, deren Stimmen hörbar zu machen. Jeder Abend widmet sich einem besonderen Thema: Liebe woanders, selbstbestimmte Fremdheit und Zeitenwende.

Literatur im Römer ist die älteste literarische Großveranstaltung und ein Publikumsliebling seit Beginn. In Kooperation mit hr2-kultur präsentiert das Kulturamt Frankfurt in den Römerhallen die wichtigsten deutschsprachigen Romane des Herbstes. Am Messe-Mittwoch sind Henning Ahrens, Tomi Garder, Felicitas Hoppe, Eva Menasse, Peter Stamm, Natascha Wodin, Katharina Volckmer und Ulf Erdmann Ziegler zu Gast, am Donnerstag kommen John von Düffel, Jenny Erpenbeck, Julia Franck, Franz Hohler, Sven Regener, Sasha Marianna Salzmann, Ferdinand Schmalz und Edgar Selge. Die Gespräche führen am Mittwoch Insa Wilke und Gerwig Epkes, am Donnerstag moderieren Cécile Schortmann und Martin Maria Schwarz.

Platzkarten sind für alle Veranstaltungen erforderlich und auf www.openbooks-frankfurt.de oder über FrankfurtTicket (www.frankfurtticket.de, T. 069-1340400) buchbar. Der Eintritt ist bis auf die Eröffnungsveranstaltung (19.10.2021) und Teil der Bewegung (23.10.2021) frei. Je Ticket fällt eine Servicegebühr in Höhe von 1,20 € an, die direkt bei der Buchung gezahlt wird. Für die Veranstaltungen von OPEN BOOKS KIDS fallen keine Buchungsgebühren an, ein kostenfreies Platzticket ist aber für jeden Gast notwendig. Die Eröffnungsveranstaltung, beide Literatur im Römer-Veranstaltungen und einige weitere Termine sind bereits ausgebucht.

  • Eröffnung OPEN BOOKS mit dem Blauen Sofa: Dienstag, 19. Oktober, 20 Uhr
  • OPEN BOOKS Mittwoch bis Samstag, jeweils 16 bis 21 Uhr, einige wenige Veranstaltungen enden gegen 21.30 Uhr
  • OPEN BOOKS KIDS Samstag, 23. Oktober, 12 bis 16 Uhr sowie Sonntag, 24. Oktober, 10.30 bis 17.30 Uhr
  • Literatur im Römer Mittwoch, 20. Oktober und Donnerstag, 21. Oktober, 20 bis 22 Uhr

OPEN BOOKS ist eine Kooperation des Kulturamts Frankfurt am Main mit deutschsprachigen Verlagen und den Veranstaltungsorten und wird gefördert im Rahmen von Neustart Kultur der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V.

www.openbooks-frankfurt.de
#OPENBOOKS2021

Theodor-W.-Adorno Preis 2021 der Stadt Frankfurt am Main an Klaus Theweleit verliehen

Kulturdezernentin Ina Hartwig gratuliert Klaus Theweleit. © Stadt Frankfurt, Foto: Maik Reuß
Kulturdezernentin Ina Hartwig gratuliert Klaus Theweleit. © Stadt Frankfurt, Foto: Maik Reuß

ffm. In einem feierlichen Festakt hat Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Ina Hartwig am Samstag, 11. September, in der Paulskirche den alle drei Jahre vergebenen Theodor-W.-Adorno-Preis der Stadt Frankfurt am Main an den Schriftsteller und Kulturwissenschaftler Prof. Klaus Theweleit verliehen. Die Literaturkritikerin und Publizistin Sigrid Löffler hielt die Laudatio. Zahlreiche Gäste wohnten der Verleihung bei.

Oberbürgermeister Peter Feldmann sagt zur Anerkennung des Preises an Klaus Theweleit: „Die Auszeichnung für Klaus Theweleit freut mich persönlich sehr, weil seine Schriften – insbesondere ‚Männerphantasien‘ – mich sehr beeindruckt haben. Er rekonstruiert darin einen Tätertypus, der die Weimarer Republik zu Fall gebracht und der Nazi-Diktatur zum Aufstieg verholfen haben. Damit hat er eine in die Gegenwart weisende Analyse von Mechanismen der Ausgrenzung und männlicher Gewalt geliefert, die uns bis heute ein Exempel liefert, wo die Gefahren für Demokratie und Humanität lauern. Klaus Theweleit ist ein würdiger Träger des Theodor-W.-Adorno Preises der Stadt Frankfurt am Main.“

Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Hartwig freut sich außerordentlich über die Preisverleihung an Klaus Theweleit: „Klaus Theweleit steht für Klaus Theweleit, auf diese Tautologie kommt man zwangsläufig, wenn man sich mit Denken und Werk dieses bedeutenden und einflussreichen Schriftstellers und Kulturwissenschaftlers beschäftigt; eines geistvollen und inspirierenden Intellektuellen, ja eines Influencers avant la lettre. Seine Analysen männlicher Gewaltphantasien und ihrer ganz realen Destruktivität sind so markant und singulär, dass sie aus den heutigen Kulturwissenschaften nicht mehr wegzudenken sind. Theweleits Schriften amalgamieren den literarischen mit dem wissenschaftlichen Diskurs zu einer hochproduktiven, originellen Einheit, deren Interdisziplinarität zum Inbegriff zeitgemäßer Geisteswissenschaften geworden ist.“

Der mit 50.000 Euro dotierte Preis wird alle drei Jahre von der Stadt Frankfurt zum Gedenken an den Philosophen Theodor W. Adorno vergeben und dient der Förderung und Anerkennung hervorragender Leistungen in den Bereichen Philosophie, Musik, Theater und Film. Theodor W. Adorno wirkte viele Jahre an der Universität Frankfurt und dem Institut für Sozialforschung und war einer der namhaftesten Vertreter der Frankfurter Schule. Seine Schriften, darunter „Minima Moralia. Reflexionen aus dem beschädigten Leben“, „Negative Dialektik“ und die gemeinsam mit Max Horkheimer im Exil verfasste „Dialektik der Aufklärung“ zählen zu den einflussreichsten philosophischen und kulturtheoretischen Werken des 20. Jahrhunderts.

Zu den ständigen Mitgliedern des Kuratoriums des Theodor-W.-Adorno-Preises 2021 gehören Oberbürgermeister Peter Feldmann, Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler, die Vorsitzende des Kultur- und Freizeitausschusses Nina Teufel, Kulturdezernentin Ina Hartwig, der geschäftsführende Direktor des Instituts für Sozialforschung Prof. Ferdinand Sutterlüty, sowie die geschäftsführende Direktorin des Sigmund-Freud-Institutes Prof. Vera King. Laut Satzung kamen in diesem Jahr der Soziologe Prof. Tilman Allert (Goethe-Universität), der Philosoph Prof. Christoph Menke (Goethe-Universität), der Schriftsteller Ulrich Peltzer und die Journalistin und Kritikerin Sonja Zekri (Süddeutsche Zeitung) hinzu. Vorherige Preisträger waren unter anderen Judith Butler (2012), Georges Didi-Huberman (2015) und Margarete von Trotta (2018). Der erste Preisträger war im Jahr 1977 der Soziologe Norbert Elias.

15 Personen und Institutionen erhalten den Frankfurter Bürgerpreis

Buergermeister Uwe Becker und Ingo Wiedemeier mit den Geehrten © Stadt Frankfurt Foto Maik Reuss
Buergermeister Uwe Becker und Ingo Wiedemeier mit den Geehrten © Stadt Frankfurt Foto Maik Reuss

ffm. Die Stadt Frankfurt am Main und die Stiftung der Frankfurter Sparkasse haben am Dienstag, 31. August, in der Paulskirche den Frankfurter Bürgerpreis für vorbildliches ehrenamtliches Engagement in Frankfurt überreicht. Die Ausgezeichneten freuen sich über Preisgelder in Höhe von insgesamt 10.000 Euro.

Der Frankfurter Bürgerpreis für Ehrenamtliche wird zum 14. Mal vergeben. Am Dienstag, 31. August, haben ihn Bürgermeister Uwe Becker und Ingo Wiedemeier, Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse, an 15 Preisträgerinnen und Preisträger überreicht. Gestiftet wird der Preis von der Stiftung der Frankfurter Sparkasse.

Die Auszeichnung erhalten in diesem Jahr 15 Menschen, Vereine und Projekte, die sich in den Kategorien U21, Alltagshelden, engagierte Inhaberinnen und Inhaber mittelständischer Unternehmen und Lebenswerk mit besonders guten Ideen und herausragendem Engagement hervorgetan haben. Außerdem wird in diesem Jahr ein Sonderpreis an eine aktive Gruppe vergeben. Zum Jahresmotto „Ehrenamt verbindet“ hatten sich 97 Ehrenamtliche beworben oder waren vorgeschlagen worden. Die Stiftung der Frankfurter Sparkasse ebenso wie die Stadt Frankfurt freuen sich sehr über das große Interesse und die außerordentlich hohe Anzahl an Bewerbungen in diesem Jahr. Die ehrenamtliche Leistung der Preisträgerinnen und Preisträger wurde mit der feierlichen Preisverleihung in der Paulskirche gewürdigt.

Bürgermeister Becker betonte bei der Preisverleihung: „Sie sind bereit, sich neben Ihrem Alltag zusätzlich in unsere Gesellschaft einzubringen und haben dafür die gesellschaftliche Anerkennung mehr als verdient. Vielen Dank an alle Heldinnen und Helden des Alltags, die sich in unserer Stadt ehrenamtlich engagieren und so Frankfurt und die Region lebens- und liebenswerter machen. Mein besonderer Dank gilt in diesem Jahr den Preisträgerinnen und Preisträgern des Frankfurter Bürgerpreises. Sie heute in der Paulskirche zu empfangen, ist uns eine Ehre. Ihr Engagement möchten wir besonders würdigen. Vielen Dank sage ich auch der Frankfurter Sparkasse für das langjährige Engagement zur Förderung des Ehrenamts.“

Wiedemeier sagte in seiner Ansprache: „Ehrenamtliches Engagement kann man nicht verordnen, es beruht auf Freiwilligkeit und ist deshalb nicht selbstverständlich. Eine oder einer allein kann meistens nur wenig bewirken, aber im Zusammenspiel mit anderen lässt sich viel bewegen. Durch Ihr Vorbild regen Sie, liebe Ehrenamtliche, wieder neue Mitstreitende zum Mittun an. Deshalb ist es auch so wichtig, auf Ihre Leistung für die Menschen in Frankfurt und der Region aufmerksam zu machen.“

MuseumsuferCard und Kultur- und Freizeitticket werden kostenfrei um die Schließzeit der Museen und des Zoos verlängert

(ffm) „Die MuseumsuferCard wird, wie auch schon beim ersten Lockdown, um den Zeitraum der Schließung kostenfrei verlängert“, kündigt Kulturdezernentin Ina Hartwig an. „Gleiches gilt für die kostenpflichtige Version des Kultur- und Freizeittickets. Dank des auf den Karten befindlichen QR-Codes erfolgt die Verlängerung automatisch, die Abonnentinnen und Abonnenten müssen dafür nichts tun.“ Die Nutzerinnen und Nutzer werden in einem Schreiben darüber informiert. Seit dem 2. November sind die Frankfurter Museen und der Zoo auf Grundlage der Beschlüsse der Bundes- und Landesregierung erneut geschlossen, um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Zu Beginn des Jahres betraf die coronabedingte Schließung den Zeitraum vom 14. März bis 4. Mai.

Die MuseumsuferCard der Stadt Frankfurt ermöglicht den Eintritt in 37 Museen für ein Jahr und lädt dazu ein, Dauer- und Sonderausstellungen zu besuchen. Mit dem Kultur- und Freizeitticket, kurz KUFTI, können junge Besucherinnen und Besucher unter 18 Jahren seit Mitte 2020 kostenfrei die Dauer- und Sonderausstellungen der Frankfurter Museen und den Zoo Frankfurt besuchen. Das Ticket ist seit Juni 2020 für Frankfurter Schülerinnen und Schüler, Kita-Kinder sowie Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren aus Haushalten mit einem Monatseinkommen unter 4500 Euro netto kostenlos zu bestellen. Für alle anderen Familien gilt, unabhängig vom Wohnort, ein Ticketpreis von jährlich 29 Euro. Weitere Informationen gibt es unter http://www.museumsufer.de im Internet.

250 Jahre Hölderlin und Hegel / Karl-Heinz Ott und Jürgen Kaube im Gespräch über Dichter und Denker

(ffm) 2020 ist auch das Jahr eines doppelten Jubiläums: dem 250. Geburtstag von Georg Wilhelm Friedrich Hegel und Friedrich Hölderlin. Ihre Begegnung im Tübinger Stift ist ein Glücksfall der deutschen Geistesgeschichte und zeitigt in Kunst und Philosophie Spuren bis in die Gegenwart. Zu einem Wiedersehen Hegels und Hölderlins kam es 1797 in Frankfurt am Main, wo sie mehrere Monate als Hofmeister verbrachten. Der intellektuelle Austausch und das gemeinsame Philosophieren fand seinen Ausdruck in dem Fragment gebliebenen „Ältesten Systemprogramm des deutschen Idealismus“. Hölderlins intensive Beschäftigung mit Schiller und Fichte war eine wichtige Quelle der Inspiration, von der Hegel, damals noch ein Suchender, enorm profitierte. In dieser Zeit wurde Frankfurt zum Schauplatz der Begegnung zweier Dioskuren des deutschen Idealismus, deren Leben und Werk verschieden und doch vielfältig verbunden war. Mit der Flucht Hölderlins aus Frankfurt endete ihr gemeinsamer Weg.

In einem luziden Gespräch über Dichter und Denker beleuchten Karl-Heinz Ott („Hölderlins Geister“, 2019 Hanser Verlag) und Jürgen Kaube („Hegels Welt“, 2020 Rowohlt Berlin) das Leben und Wirken der beiden Zeitgenossen und Jubilare.

Jürgen Kaube ist Journalist und Autor und seit 2015 einer der Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Im selben Jahr wurde er mit dem Ludwig-Börne-Preis ausgezeichnet.

Karl-Heinz Ott ist Schriftsteller, Essayist und Übersetzer. 2012 erhielt er den Johann-Peter-Hebel-Preis, 2014 den Wolfgang-Koeppen-Preis.

Das Gespräch wurde am 2. Dezember in der Evangelischen Akademie Frankfurt aufgezeichnet und steht ab sofort auf dem YouTube-Kanal des Kulturamts Frankfurt am Main und unter https://www.youtube.com/watch?v=WCUoPEPlR1E&feature=youtu.be auf Abruf bereit.

 

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