Kategorie-Archiv: Frankfurter Römer

Schriftstellerin Silke Scheuermann wurde mit Goethe-Plakette ausgezeichnet

Silke Scheuermann  © Foto: Diether v. Goddenthow
Silke Scheuermann © Foto: Diether v. Goddenthow

Die Schriftstellerin Silke Scheuermann erhielt am Dienstag, 16. Juni, die Goethe-Plakette aus den Händen von Oberbürgermeister Peter Feldmann. Scheuermmann ist bereits mit dem Förderpreis zum Grimmelshausen-Preis ausgezeichnet, wurde zum Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb eingeladen, bekam den Hölty-Preis für Lyrik, den Bertolt-Brecht- und den Robert-Gernhardt-Preis.

Frankfurter Städtische Museen und das Institut für Stadtgeschichte ab heute wieder geöffnet

Endlich im Historischen Museum Frankfurt zu sehen:   „Kleider in Bewegung – Frauenmode seit 1850“ und  „Bewegte Kleidung – Ein modisches Stadtlabor“  Abbildung: Johann Heinrich Hasselhorst, Drei schreitende Frauen in Rückenansicht, Frankfurt um 1900 © HMF, Horst Ziegenfusz
Endlich im Historischen Museum Frankfurt zu sehen: „Kleider in Bewegung – Frauenmode seit 1850“ und „Bewegte Kleidung – Ein modisches Stadtlabor“
Abbildung: Johann Heinrich Hasselhorst, Drei schreitende Frauen in Rückenansicht, Frankfurt um 1900 © HMF, Horst Ziegenfusz

(ffm) Die städtischen Museen und das Institut für Stadtgeschichte öffnen ab dem heutigen Dienstag, 5. Mai, wieder ihre Türen für die Besucher. Das haben Oberbürgermeister Peter Feldmann und Kulturdezernentin Ina Hartwig während eines Pressegespräches am Montag, 4. Mai, im Historischen Museum Frankfurt bekannt gegeben, bei dem sie außerdem über die Schutz- und Hygienemaßnahmen in den Häusern informierten.

Oberbürgermeister Peter Feldmann sagte im Historischen Museum: „Nicht nur die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung nehmen durch die Öffnung der Museen endlich wieder zu – es ist auch ein unschätzbares Bildungsangebot, das hiermit wieder startet. Alle haben darauf gewartet. Kunst und Kultur berühren alle Menschen unserer Stadt – und ich freue mich, dass die Museen ihre vielfältigen Programme nun wieder einer breiten Öffentlichkeit zeigen können. Natürlich gelten die Regeln – vor allem das Abstandsgebot – weiter. Ein kleiner Preis für die wiedergewonnene Freiheit.“

„Es fühlt sich gut an, dass mit der Öffnung der Museen und des Instituts für Stadtgeschichte ein Stück Normalität zurückkehrt. Der heutige Gang durch die Ausstellung im Historischen Museum hat gezeigt, dass der Museumsbesuch mit den vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen wie Mundschutz und Abstandsregelung vereinbar ist. Ich danke allen Direktorinnen und Direktoren sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Häusern, die diese Maßnahmen in so kurzer Zeit umgesetzt haben und damit den Bürgerinnen und Bürgern den öffentlichen Raum wieder zugänglich machen“, sagt Kulturdezernentin Hartwig. Die Gültigkeit aller Museumsuferkarten wird um den Zeitraum der Schließung automatisch und kostenfrei über den QR-Code der Karte verlängert.

Historisches Museum Frankfurt Kleider in Bewegung – Frauenmode seit 1850″

Institut für Stadtgeschichte „Bewegte Zeiten: Frankfurt in den 1960er Jahren“

OB Mende und Bürgermeister Dr. Franz rufen auf, Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln einzuhalten

Vorbildlich: Vor der Poststelle am Wiesbadener Mauritiusplatz halten Bürger jeweils den nötigen Abstand zum Vordermann. © Foto: Diether v Goddenthow
Vorbildlich: Vor der Poststelle am Wiesbadener Mauritiusplatz halten Bürger jeweils den nötigen Abstand zum Vordermann. © Foto: Diether v Goddenthow

Wie  in Mainz und Frankfurt begrüßten auch der Wiesbadener  Verwaltungsstab  am Donnerstag, 16. April, die „Corona-Beschlüsse“  der Bundesregierung und riefen weiterhin auf, Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln einzuhalten.

Laut Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und Bürgermeister Dr. Oliver Franz stünden „die gefassten Beschlüsse  noch unter dem Vorbehalt der Umsetzung in den einzelnen Ländern, gehen aber in die richtige Richtung“. Dabei stünde in der Berichterstattung  das Thema Lockerung der Einschränkungen im Vordergrund. „Jedoch bleibt die Kontaktbeschränkung und die Hygienevorschriften weitestgehend bestehen“, appellieren Mende und Dr. Franz an die Wiesbadenerinnen und Wiesbadener sich weiterhin so diszipliniert zu verhalten, und nicht am kommenden Montag die Innenstadt und den ÖPNV zu überlaufen. „Nur so können sich die Erfolge der vergangenen Wochen verstätigen“, sind sich Mende und Dr. Franz mit Blick auf den Vorrang der Gesundheit der Wiesbadenerinnen und Wiesbadener einig. Die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten haben klar gemacht, dass sollten die Infektionszahlen wieder steigen, die Beschränkungen wieder lokal eingeführt werden und auch Beschränkungen in die nicht erforderliche Mobilität in die besonders betroffenen Gebiete hinein und aus ihnen heraus geboten sein.

„Die ernste Lage besteht weiter und das wichtigste Ziel bleibt, Corona-Infektionen zu vermeiden. Und deshalb gelten die Kontaktbeschränkungen, die Abstands- und Hygieneregeln unverändert fort. Die gestrigen Corona-Beschlüssen dürfen niemanden in falscher Sicherheit wiegen. Das öffentliche Leben kann nur in kleinen Schritten zur Normalität zurückkehren“, so Mende. Die angekündigten Lockerungen gehen mit Vorgaben einher, die sich in der Realität erst einmal bewähren müssen. „Wie zum Beispiel das Entstehen von Warteschlangen vor Geschäften vermieden werden soll, erschließt sich mir noch nicht. Auch eine Definition, was eine Großveranstaltung ist, fehlt noch. Da ist zu wünschen, dass es nicht zu 16 unterschiedlichen Länderregelungen kommt.“ Und: „Zu den Fragen der Schulen bleiben die Beschlüsse sehr vage, da werden die Kultusminister noch viel arbeiten müssen, um praktikable Lösungen zu finden. Und zu den Kitas findet sich – abgesehen von der Fortsetzung der Notbetreuung – noch nichts.“

Auf recht originelle Art   hat Wiesbadens altbekanntes Szene-Lokal Sherry & Port in der Adolfsallee sein "Speisenangebot to go"  organisiert. Kunden können Geld und Bestellung in einen Kunststoffkasten legen. Dieser wird per Schnurr über eine Rutsche ins Lokal hoch gezogen und kehrt auf selbigen Weg mit der bestellten Mahlzeit zum Kunden zurück. Mindestabstand vier, fünf Meter, kein Direktkontak, Korb wird jedes Mal neu desinfiziert. © Foto: Diether v Goddenthow
Auf recht originelle Art hat Wiesbadens altbekanntes Szene-Lokal Sherry & Port in der Adolfsallee sein „Speisenangebot to go“ organisiert. Kunden können Geld und Bestellung in einen Kunststoffkasten legen. Dieser wird per Schnur über eine Rutsche ins Lokal hoch gezogen und kehrt auf selbigen Weg mit der bestellten Mahlzeit zum Kunden zurück. Mindestabstand vier, fünf Meter, kein Direktkontak, Korb wird jedes Mal neu desinfiziert. © Foto: Diether v Goddenthow

Wie sich die Vorschläge praktisch umsetzen lassen, muss nach den Beratungen im Verwaltungsstab abgewartet werden. Offene Fragen sind demnach: Ist eine Veranstaltung mit 100 Personen eine Großveranstaltung, oder erst ab 1.000 Personen? Wie soll eine Kontrolle der geöffneten Geschäfte unter 800 Quadratmeter Verkaufsfläche gewährleistet sein und was passiert mit Geschäften, deren Verkaufsfläche wesentlich größer ist, aber eventuell nur 800 Quadratmeter Verkaufsflächen bereitgestellt werden? Die Stärkung des öffentlichen Gesundheitsdienstes zur Kontaktnachverfolgung Infizierter hingegen ist mit konkreten Zahlen versehen und würde allein für Wiesbaden 75 zusätzliche Mitarbeitende bedeuten. Das wird die Landeshauptstadt vor große Herausforderungen stellen. „Für die Einführung einer Maskenpflicht sieht die Landeshauptstadt Wiesbaden zum jetzigen Zeitpunkt keinen Grund und orientiert sich an den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts“, so Dr. Franz.

Vor einer besonderen Herausforderung steht die Landeshauptstadt Wiesbaden bei der Öffnung von Schulen. Hier hat der Verwaltungsstab beschlossen eine Arbeitsgruppe Schule, zu der auch ein Vertreterinnen und Vertreter des staatlichen Schulamts hinzugeladen werden soll, einzurichten, die sich ab sofort der Thematik Hygieneplan und Schulbusbetrieb intensiv widmet um vorbereitet zu sein.

Am Montag beginnt für die muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürger der Fastenmonat Ramadan. Hier steht die Landeshauptstadt Wiesbaden in intensivem Austausch mit den muslimischen Gemeinden, da auch Zusammenkünfte von Glaubensgemeinschaften weiterhin nicht stattfinden sollen. Es ist es weiter dringend geboten, sich auf die Vermittlung von religiösen Inhalten auf medialem Weg zu beschränken. Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen sowie religiöse Feierlichkeiten und Veranstaltungen und die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften sollen zunächst weiter nicht stattfinden. Verstöße gegen die Kontaktbeschränkung werden weithin von den Ordnungsbehörden sanktioniert.

Highlight der Woche ist inzwischen für so manchen Wiesbadener die Currywurst zum Mitnehmen, mittwochs und samstags auf dem Wiesbadener Wochenmarkt . © Foto: Diether v Goddenthow
Highlight der Woche ist inzwischen für so manchen Wiesbadener die Currywurst zum Mitnehmen, mittwochs und samstags auf dem Wiesbadener Wochenmarkt . © Foto: Diether v Goddenthow

„Unserer besonderer Dank gilt neben den Bürgerinnen und Bürgern Wiesbadens, die sich überwiegend an die Beschränkungen halten, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Krankenhäusern und Ordnungskräften, aber auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der städtischen Verwaltung“, so Mende und Franz abschließend.

Frankfurts Ämter nur noch für dringende Fälle geöffnet – andere Städte ziehen nach

(ffm) In allen Ämtern der Stadt Frankfurt am Main mit Publikumsverkehr werden Bürger ab sofort ausschließlich in dringenden Fällen und nach Terminvereinbarung bedient. Ohne vorherige telefonische Abklärung können die Ämter nicht aufgesucht werden. Damit wird sowohl den Anforderungen des Infektionsschutzes als auch den unaufschiebbaren Anliegen der Bürgerinnen und Bürger Rechnung getragen. Die Telefonnummern der einzelnen Ämter sind im Internet unter http://www.frankfurt.de zu finden. Komplett geschlossen ist die Bürgerberatung in der Altstadt.

Corona-Prävention auch im Planungsdezernat: Ab sofort keine Sprechzeiten
(ffm) Nach Prüfung der aktuellen Situation aufgrund des Coronavirus‘ bleiben alle Publikumsbereiche der Ämter des Dezernates IV – Planen und Wohnen – in der Kurt-Schumacher-Straße 10 und das Amt für Wohnungswesen in der Adickesallee 67-69 ab sofort bis Freitag, 17. April, geschlossen.

Persönliche Vorsprachen sind daher im Denkmalamt, dem Stadtplanungsamt, dem Stadtvermessungsamt, der Bauaufsicht und im Amt für Wohnungswesen derzeit nicht möglich. Dies betrifft auch bereits vereinbarte Terminvereinbarungen, auch außerhalb der bisherigen Sprechzeiten.

Es besteht selbstverständlich die Möglichkeit, schriftlich, per E-Mail oder Telefon Kontakt aufzunehmen. Die Bearbeitung von Anträgen und der Geschäftsbetrieb außerhalb von Publikumskontakten finden weiterhin statt und ist von dieser Einschränkung nicht berührt.

Coronavirus: VGF verstärkt Fahrzeug-Reinigung

© Foto: Diether v Goddenthow
© Foto: Diether v Goddenthow

Coronavirus: VGF verstärkt Fahrzeug-Reinigung – Automatische Türöffnung bei U- und Straßenbahnen – Wichtige Fragen und Antworten auf der Internetseite

(ffm) Vor dem Hintergrund der sich dynamisch entwickelnden Corona-Pandemie intensiviert die VGF die Säuberung ihrer Fahrzeuge. Zusätzlich zur regulären Reinigung werden – beginnend in der Nacht von Sonntag, 15. auf Montag, 16. März – in den Betriebshöfen die U- und Straßenbahnen teilweise desinfiziert.

Das heißt: Neuralgische Stellen wie Haltestangen, Schlaufen oder Türtaster (innen und außen) werden mit einem viruziden Reinigungsmittel gereinigt. „Die VGF wird jeden Tag weitgehend saubere Fahrzeuge auf die Strecke bringen“, sagt VGF-Pressesprecher Bernd Conrads. Aber: „Eine dauerhaft wirksame Desinfizierung ist nicht realistisch.“ Eine desinfizierende Reinigung im Betrieb ist wegen des Aufwands ebenfalls unrealistisch.

Automatische Türöffnung und –schließung
Weiterhin geht die VGF ab Freitag, 13. März, dazu über, dass die Fahrer an allen Haltestellen und Stationen mit hohem Fahrgastaufkommen die Türen öffnen und schließen. Fahrgäste müssen die Taster dann nicht mehr betätigen. Dies ist lediglich bei den älteren Straßenbahnen der Baureihen „R“ und „Pt“ nicht möglich. Ganz ohne Kontakt geht es in den Bahnen ohnehin nicht: „U- und Straßenbahnfahren ohne sich festzuhalten, ist schon zur eigenen Sicherheit nicht möglich“, sagt VGF-Sprecher Conrads.

FAQ für Fahrgäste
Häufig gestellte Fragen von Fahrgästen zum Thema hat die VGF zusammengefasst und beantwortet. Diese FAQ-Liste findet sich auf der Homepage des Unternehmens unter http://www.vgf-ffm.de im Internet.

Diese Liste wird von der VGF laufend aktualisiert und ergänzt, daher bitte immer auf den Stand der Information achten!

Corona: Allgemeinverfügung des Frankfurter Gesundheitsamtes zum Verbot von Veranstaltungen mit mehr als 200 Teilnehmern

© Foto: Diether v Goddenthow
© Foto: Diether v Goddenthow

Allgemeinverfügung des Gesundheitsamtes zum Verbot von Veranstaltungen mit mehr als 200 Teilnehmern
(ffm) Aufgrund der Zuständigkeit für anzuordnende Maßnahmen des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) im Stadtgebiet der Stadt Frankfurt am Main nach § 54 IfSG in Verbindung mit § 5 Hessisches Gesetz über den öffentlichen Gesundheitsdienst sowie § 28 Abs. 1 Satz 2 IfSG ergeht folgende Allgemeinverfügung

1. Die Durchführung von öffentlichen und privaten Veranstaltungen mit mehr als 200 Teilnehmern im Gebiet der Stadt Frankfurt am Main wird, mit Ausnahme des Besuchs von Bildungseinrichtungen, untersagt.

Der Veranstaltungsbegriff ist dabei grundsätzlich weit zu fassen: Hierunter fallen nicht nur Sportereignisse mit einer entsprechenden Zuschauerzahl, sondern insbesondere auch Kongresse, Messen und Tagungen, Theater, Konzerte und ähnliche Festivitäten (könnte ggf. ergänzt werden), aber auch Personal-, Betriebs-, Aktionärs- und Gesellschafterversammlungen.

2. Die Anordnung tritt mit Bekanntgabe in Kraft und gilt bis einschließlich 10. April 2020.

Corona: Kein Schulunterricht: Mögliche Auswirkungen auf U- und Straßenbahnen in Frankfurt

© Foto: Diether v Goddenthow
© Foto: Diether v Goddenthow

Kein Schulunterricht: Mögliche Auswirkungen auf U- und Straßenbahnen
(ffm) Der hessische Ministerpräsident hat am späten Freitagnachmittag, 13. März 2020, bekannt gegeben, dass der Unterricht an Schulen des Landes bis Ende der Osterferien am 19. April ausgesetzt wird. Allerdings sollen die Einrichtungen offen bleiben, um bestimmten Berufsgruppen die Betreuung der schulpflichtigen Kinder zu ermöglichen. Nach Informationen der Landesregierung gehören Mitarbeiter der VGF – also zum Beispiel Fahrerinnen und Fahrer – keiner dieser Berufsgruppen an.

Die VGF möchte aus diesem Grund darauf hinweisen, dass es von Montag, 16. März an, zu Einschränkungen des Betriebs und Fahrtausfällen auf U-Bahn- und Straßenbahn-Linien kommen kann. Hintergrund: Auch Fahrerinnen und Fahrer der VGF haben Kinder, die unter diesem Umständen betreut werden müssen und nicht alleine zu Hause bleiben können. In welchem Umfang Fahrten deswegen ausfallen, kann die VGF zum jetzigen Zeitpunkt leider nicht vorhersagen.

Weitere Informationen, so sie vorliegen, hierzu folgen am Montag, 16. März.

Neujahrsempfang im Römer: EZB-Präsidentin Christine Lagarde sieht Frankfurt als Vorbild für ein weltoffenes Europa

Christine Lagarde, EZB-Präsidentin, Oberbürgermeister Peter Feldmann und für das Konsularische Korps Doyenne Alla Polyova, Konsulin der Urkaine beim Neujahrsempfang am 16.Januar 2020 im Frankfurter Römer. © Foto: Diether v Goddenthow
Christine Lagarde, EZB-Präsidentin, Oberbürgermeister Peter Feldmann und für das Konsularische Korps Doyenne Alla Polyova, Konsulin der Urkaine beim Neujahrsempfang am 16.Januar 2020 im Frankfurter Römer. © Foto: Diether v Goddenthow

(ffm) Wenn sich über 1000 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Stadtgesellschaft bis in die Abendstunden in Wandelhalle, Kaisersaal und den verwinkelten Fluren des Römers tummeln, dann feiert die Stadt Frankfurt ihren traditionellen Neujahrsempfang.
Oberbürgermeister Peter Feldmann begrüßte in seiner Rede am Donnerstag, 16. Januar, die Gäste sowie Festrednerin Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank im Kaisersaal. „Madame Lagarde, Sie repräsentieren weit mehr als nur die Finanzwelt, Sie repräsentieren mit der EZB Europa. Ich freue mich Sie hier zu haben, im Herzen der Stadt.“ Der Euro symbolisiere das Zusammenwachsen des Kontinents und er bilde im Selbstverständnis einen Teil der Erfolgsgeschichte der Stadt. „Internationalität gehört zur DNA dieser Stadt und der Handel sowie der Austausch der Nationen ist ein wesentlicher Teil ihres Charakters. Jetzt ist der Zeitpunkt das immer wieder zu betonen – jetzt, wo Demagogen die Welt zu spalten versuchen, Europa und Frankfurt zu spalten versuchen“, sagte das Stadtoberhaupt während seiner Neujahrsansprache.

Oberbürgermeister Peter Feldmann. © Foto: Diether v Goddenthow
Oberbürgermeister Peter Feldmann. © Foto: Diether v Goddenthow

Der Blick 100 Jahre zurück werfe die Frage auf, ob auch die jetzigen 20er Jahre golden werden. Demokratie, Frauenwahlrecht und das moderne Arbeitsrecht seien vor 100 Jahren Errungenschaften gewesen, die heute selbstverständlich sind. „Damals haben die Menschen dafür gekämpft, ihr Leben für die Meinungsfreiheit, für die Demokratie und für die Menschenrechte gegeben. Die Europäische Union sichert unseren Frieden und die wirtschaftliche Stabilität. Doch das System ist fragil“, betonte Feldmann und fügte hinzu: „Heute sehen wir wie damals die neue Gefahr von rechts.“

Das Stadtoberhaupt stellte in seiner Rede fünf zentrale Themen für Frankfurts Zukunft in den Vordergrund: Soziale Herausforderungen, Kostenlose Bildung für alle, Frankfurt als Demokratie-Hauptstadt, Spitzenplatz als Wirtschaftshauptstadt und Frankfurt als Respekthauptstadt. Frankfurt müsse Hauptstadt des Wohnungsbaus mit Mietenstopp, bezahlbare Neubauten und dem Schutz von Mietern sein. „Wir müssen den IT-Experten genauso in unserer Stadt halten wie den Altenpfleger. Und vor allem müssen wir unseren eigenen Kindern eine Stadt geben, die für alle da ist.“ Dafür müsse auch Bildung von klein auf für jeden kostenlos und zugänglich sein. „Bildung schafft mündige Bürger, sie schafft Teilhabe und damit die Grundlage für Demokratie. Das heimatliche Monument der Demokratie steht hier in unserer Stadt: unsere Paulskirche!“ Die Paulskirche müsse mit Leben gefüllt werden, sie biete die besten Chancen für Synergien, sagte das Stadtoberhaupt.

Feldmann betonte, dass Frankfurt seinen Spitzenplatz als Wirtschaftshauptstadt behalten müsse. „Dass in unserer Stadt Ausgrenzung, Hass, Fremdenfeindlichkeit nicht Fuß fassen hat damit zu tun, dass der Handel und der Austausch der Kulturen hier Tradition hat. Handel braucht Internationalität. Wer Handel betreibt braucht Freunde und keine Feinde. Händler brauchen Frieden keinen Krieg!“

Festrednerin  Christine Lagarde, EZB-Präsidentin.© Foto: Diether v Goddenthow
Festrednerin Christine Lagarde, EZB-Präsidentin.© Foto: Diether v Goddenthow

Festrednerin Christine Lagarde kündigte in ihrer Ansprache zunächst an, dass sie an diesem Abend ausnahmsweise nicht über Geld sprechen werde. Vielmehr bezog sich die EZB-Präsidentin in ihrer Ansprache auf den Eindruck, den Frankfurt auf Neuankömmlinge wie sie mache: „Wer Frankfurt zum ersten Mal besucht, wird sofort vom internationalen Charakter, den diese Stadt entwickelt hat, ergriffen: Sie ist offen, vibrierend und ehrgeizig“, sagte Lagarde.

Auch wenn Frankfurt von der kreativen Energie der hier ansässigen Finanzunternehmen, Netzknoten, Startups und Universitäten geprägt sei, so liege das Erfolgsrezept dieser Stadt in ihrem stolzen Bürgertum. „So wichtig, wie Frankfurt stets für Deutschland war, so sehr hat sich diese Stadt auch stets als europäische Stadt verstanden“, führte die EZB-Präsidentin aus und betonte den weltoffenen Charakter der Mainmetropole und die Jahrhunderte währende Tradition als internationales Handelskreuz.

Der Frankfurter Lebensweg sei ein Modell dafür, „wie die europäische Zusammenarbeit uns stärker machen kann“, sagte Lagarde. Vielerorts seien Stimmen zu vernehmen, die den Wert europäischer Integration infrage stellen. Dabei brächten europäische Integration, eine gemeinsame Währung und eine starke gemeinsame Stimme in Verhandlungen mit anderen Ländern ökonomische und soziale Vorteile. „Die europäische Integration muss auf die Zustimmung ihrer Bürger fußen. Es wird sicherlich nicht einfach sein. Aber wie der berühmte Frankfurter Sohn Johann Wolfgang von Goethe einmal sagte: ,Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.'“, beschloss die EZB-Präsidenten ihre Ansprache.

Frankfurter Industrieabend 2019: Die Industrie als Impulsgeberin für Stadtentwicklung und Digitalisierung

© Foto: Diether v Goddenthow
© Foto: Diether v Goddenthow

Am Dienstag, den 26. November 2019, begrüßten Wirtschaftsdezernent Markus Frank und IHK-Präsident Ulrich Caspar rund 190 Gäste zum diesjährigen Frankfurter Industrieabend im Römer. In seiner Begrüßung betonte Wirtschaftsdezernent Frank die zentrale Bedeutung der Industrie für Frankfurt am Main: „Seit über 150 Jahren ist die Industrie eng mit der Stadt Frankfurt am Main verbunden und ist mehr denn je durch ihre starken Verflechtungsbeziehungen von zentraler Bedeutung für die Entwicklung des gesamten Wirtschaftsstandorts. Sie schafft gute Arbeits- und Ausbildungsplätze und damit Lebenschancen. Damit trägt sie zu Wohlstand, aber auch Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe bei. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer sichern den finanziellen Handlungsspielraum der Stadt für Investitionen in die Infrastruktur und damit in die Zukunftsfähigkeit von Frankfurt am Main“, so der Stadtrat.

Die Stärkung des Industriestandorts durch die Umsetzung des Masterplans Industrie gehört daher zu den wichtigsten wirtschafts-und strukturpolitischen Zielsetzungen der Stadt Frankfurt am Main. Mit der Fortschreibung des Gewerbeflächenentwicklungsprogramms und der Umsetzung zahlreicher Projekte wie zum Beispiel das Modellprojekt Nachhaltiges Gewerbegebiet Fechenheim-Nord / Seckbach oder Frankfurt Forward zur Vernetzung von Industrie und Startups wird der Industriestandort nachhaltig gestärkt.

Die besondere Rolle von Start-ups hob auch Ulrich Caspar, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, hervor: „Start-ups kommen mit innovativen und disruptiven Geschäftsmodellen auf den Markt. Für etablierte Unternehmen bedeutet dies neuen Wettbewerb, eröffnet ihnen allerdings auch Chancen. Durch die Zusammenarbeit mit Start-ups können auch die etablierten Unternehmen ihr Geschäftsmodell weiterentwickeln und in neue Märkte eintreten. Der Industriestandort ist jedoch gefährdet, wenn nicht in den nächsten Jahren erheblich höhere Stromkapazitäten bereitgestellt werden. Hierzu muss der Bund das Planungsrecht vereinfachen und erheblich beschleunigen.“

Einen Ausblick auf aktuelle Trends und Forschungsschwerpunkte im Bereich der Digitalisierung gab Agnes Heftberger, Vice President Sales IBM D-A-CH und Mitglied der Geschäftsführung IBM Deutschland, in ihrer Festrede zum Frankfurter Industrieabend. Frau Heftberger hob die Verantwortung der Unternehmen hervor: „Um auf dem Weg zur und mit der Digitalisierung alle mitzunehmen, braucht es Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Verständnis: Transparenz unter anderem dafür, wie mit persönlichen Daten umgegangen wird, Nachvollziehbarkeit dahin gehend, wie Algorithmen zu bestimmten Vorschlägen und Entscheidungen kommen und tiefgehendes Verständnis für Technologie bereits im Rahmen der Schulbildung. Nur so können wir eine aufgeklärte Digitalisierung erreichen und damit die großen Herausforderungen unserer Gesellschaft beispielsweise in Mobilität und Medizin bewältigen.“

In einem anschließenden Industriedialog nutzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, eigene Fragen einzubringen. In der Diskussion unterstrich Wirtschaftsdezernent Frank die zentrale Rolle der Industrie als Impulsgeberin im Digitalisierungsprozess – etwa in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Internet der Dinge, vernetzte Produktion oder auch bei der Entwicklung neuer „Smart City“-Konzepte. „Wir wollen gemeinsam daran arbeiten, weiterhin bestmögliche Rahmenbedingungen für Investitionen in Technologie und Innovation am Standort Frankfurt zu schaffen. Die Digitalisierung verstehen wir als eine Chance zur Stärkung des Industriestandorts“, betonte Wirtschaftsdezernent Frank.

Der Frankfurter Industrieabend stellt die zentrale Veranstaltung in Frankfurt am Main dar, um der Industrie die Wertschätzung entgegenzubringen, die ihrer weitreichenden und vielfältigen Bedeutung entspricht. In jedem Jahr laden die Stadt Frankfurt am Main und die IHK Frankfurt am Main gemeinsam hochrangige Vertreter aus der Frankfurter Wirtschaft, Industrie und Politik ein. Der Frankfurter Industrieabend findet abwechselnd im Römer und in der IHK Frankfurt statt.

Am 15. Oktober eröffnet das Lesefest OPEN BOOKS 2019 mit dem Blauen Sofa zur Frankfurter Buchmesse

OPENBOOKS_LOGO_2019Eröffnung von OPEN BOOKS 2019 mit dem Blauen Sofa Joachim Gauck, Felicitas Hoppe, David Wagner und der am Vorabend gekürte Buchpreisträger 2019 sprechen am 15. Oktober über ihre jüngst erschienen Bücher. Die Veranstaltung ist bereits ausverkauft. Aufgrund des großen Erfolgs findet die Eröffnungsveranstaltung des Lesefests OPEN BOOKS mit dem Blauen Sofa am 15. Oktober 2019 erneut in der Deutschen Nationalbibliothek statt. Im Gespräch mit Luzia Braun, Sonja Vandenrath, Dorothea Westphal sowie Gert Scobel stellen die Gäste ihre aktuellen Publikationen vor. Auf dem Blauen Sofa nehmen in diesem Jahr Platz:

  • Joachim Gauck „Toleranz: einfach schwer“
  • Felicitas Hoppe „Grimms Märchen für Heldinnen von heute und morgen“
  • David Wagner „Der vergessliche Riese“ und
  • die Trägerin/ der Träger des Deutschen Buchpreises 2019

OPEN BOOKS, das große Lesefest der Stadt Frankfurt, findet in diesem Jahr zum elften Mal statt und ist ein Publikumsmagnet. Vom 15. bis 19. Oktober präsentieren über 240 Autorinnen und Autoren bei rund 160 Veranstaltungen ihre neuen Bücher an Veranstaltungsorten rund um den Frankfurter Römerberg, am BuchmessenWochenende lädt das Kinderprogramm zu 13 Veranstaltungen im Jungen Museum am Römerberg ein. 94 Verlagshäuser aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen
die Möglichkeit, die Novitäten ihres Herbstprogramms bei OPEN BOOKS vorzustellen.
Neben den Veranstaltungen zu deutschsprachigen Belletristik, neuen Sachbüchern, Lyrik und Graphic Novels werden Lesungen internationaler Autorinnen und Autoren mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem diesjährigen Gastland Norwegen stattfinden. Den Abschluss des Lesefests bildet die OPEN PARTY in guter Tradition im Literaturhaus Frankfurt.

Die Eröffnungsveranstaltung ist bereits ausverkauft, vereinzelte Restkarten (10/7 €) sind ggf. noch an der Abendkasse der Deutschen Nationalbibliothek ab 19.45 Uhr erhältlich. Die Veranstaltung kann auch über einen Livestream verfolgt werden, der unter folgendem Link zu finden ist: www.kultur-frankfurt.de/livestream. Das Blaue Sofa in Frankfurt wird veranstaltet von Bertelsmann, ZDF, Deutschlandfunk Kultur und 3sat gemeinsam mit dem Kulturamt Frankfurt am Main und der Deutschen Nationalbibliothek. Das Programm von OPEN BOOKS und Literatur im Römer ist hier zur finden: www.openbooks-frankfurt.de