Kategorie-Archiv: 70 Jahre Rheinland-Pfalz

200 JAHRE KARL MARX – Vier große Ausstellungen und Festauftakt zum Karl-Marx-Jahr in Trier ab 5. Mai 2018

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Gleich vier Ausstellungen eröffnen zum 200. Geburtstag des Philosophen, Journalisten und Ökonomen Karl Marx am 5. Mai 2018 in Trier, wo Marx geboren und in den ersten 17 Lebensjahren aufgewachsen ist.

Jubiläumsprogramm auf einen Blick 

Die Barrikade, Edouard Manet, Lithografie, 1871. Kupferstich-Kabinett, Staatliche Kunstsammlung Dresden. © Foto: Diether v. Goddenthow
Die Barrikade, Edouard Manet, Lithografie, 1871. Kupferstich-Kabinett, Staatliche Kunstsammlung Dresden. © Foto: Diether v. Goddenthow

Am 5. Mai 2018 jährt sich der Geburtstag von Karl Marx, dem großen Analytiker, Visionär, Revolutionär, Theoretiker und einem der bedeutendsten Denker des 19. Jahrhunderts, zum 200. Mal. Dieses Jubiläum nehmen das Land Rheinland-Pfalz und Marx‘ Geburtsstadt Trier zum Anlass, sich mit dem nicht nur bekanntesten, sondern auch umstrittensten Sohn dieser Stadt auseinanderzusetzen.

Vielleicht gäbe es  den derzeitigen Karl Marx-Hype zu seinem 200. Geburtstag  gar nicht, hätte der hochbegabte, mehrsprachige Karl, der bereits mit 23 Jahren sein Doktordiplom in Philosophie erhielt,  die ersehnte akademische Karriere einschlagen können. Vielleicht wäre ihm viel an Lebensdramatik  und der Welt  an sozialistischem und kommunistischem Ideologie-Irrsinn in Russland, China, DDR, Kuba usw. erspart geblieben, wäre Karl Marx nicht einst aus seiner „Rolle“ einer potentiell vorgezeichneten Gelehrtenlaufbahn gefallen.
Karl Marx studierte in  Bonn und Berlin Jura und Philosophie, wurde von der philosophischen Lehre Georg Friedrich Wilhelm Hegels  zunächst geprägt. Doch wohl noch entscheidender für Karl Marx weitere geistige Entwicklung war der atheistische evangelische Theologe und Junghegelianer Bruno Bauer (1809 – 1882). Dieser war sein Mentor und Förderer, verlor aber wegen einer religionskritischen Publikation seinen Bonner Lehrstuhl, was auch Karl Marx Pläne einer akademischen Karriere zerschlug und ihn zum Journalismus brachte.  Religionskritik war im damaligen Preußen  gleichzusetzen mit Kritik an Staat und Monarchie, und nach den 1819er Karlsbader Beschlüssen über Maßnahmen zur Bekämpfung von oppositionellen Bestrebungen besonders in Preußens neuen Rheinprovinzen hochgefährlich.

Wer war Karl Marx. Vielleicht sollte man die neue Marx-Skulptur, ein Geschenk der Chinesen, morgen verhüllt lassen? © Foto: Diether v. Goddenthow
Wer war Karl Marx? Vielleicht sollte man die neue Marx-Skulptur, ein Geschenk der Chinesen, morgen verhüllt lassen? © Foto: Diether v. Goddenthow

Bruno Bauer, Philosoph, Anthropologe und Religions- und Idealismus-Kritiker, war wie Ludwig Feuerbach einer der führenden Köpfe der Junghegelianer, einer Gruppe radikaler Kritiker an Staat und Obrigkeit. Auch Karl Marx hatte sich ihnen angeschlossen. Marx war von Ludwig Feuerbach fasziniert. Feuerbach kritisierte Hegel, weil der die Wirklichkeit als Produkt der Ideen verstand. Feuerbach drehte Hegels Annahme um.  Dem folgte auch Marx. Auch er begriff die Wirklichkeit als durch Menschen gemacht und veränderbar und nicht als eine von irgendeinem höheren Wesen vorgegebene  Welt mit von „Gott gewollten“  gesellschaftlichen Besitz-. Klassen- und Rechts-Unterschieden.

Der Revolutionär aus gutem Hause

Ausstellungspassage im Simeonstift. © Foto: Diether v. Goddenthow
Ausstellungspassage im Simeonstift. © Foto: Diether v. Goddenthow

Karl Marx hat Mitte des 19. Jahrhunderts,  als Dampfmaschine, Telegrafen und  andere Erfindungen tiefgreifend die Produktionsprozesse veränderten, die  Welt sozioökonomisch neu vermessen und ihre Verwerfungen als Folge der aufkommenden Industrialisierung und politischer Machtverschiebungen  der postnapoleonischen Zeit aufgezeigt. Marx  selbst war aber weder ein Maschinenstürmer (Technik faszinierte ihn), noch jemals der Typ „Arbeiterführer mit Stallgeruch“.   Karl Marx blieb, nach seinem eigenen Verhalten nach zu schließen, ein Leben lang im Geiste wohl eher ein Bourgeois, also  jener großbürgerlichen Gesellschaftsschicht als Lebensideal zugewandt, die er in seinen Theorien von der Diktatur des Proletariats bekämpfte. Davon zeugt einmal die Veränderung seines Lebensstils, der nach zwei Erbschaften 1864  „großzügiger, bürgerlich, dem viktorianischem Zeitgeist entsprechend“ angehoben wurde. Zum anderen  ließ der Verfasser des kommunistischen Manifests seinen Töchter eine für das Groß- und Bildungsbürgertum in England und Deutschland typische Erziehung und Ausbildung angedeihen: Sie erhielten Unterricht in Reiten, Zeichnen, Klavier und Gesang und dazu noch Italienisch- und Französischunterricht.

Karl Marx späteres Privatleben scheint ziemlich konventionell  verlaufen zu sein,  ohne einen Anspruch, seine außergewöhnlichen Theorien auch zu Hause umzusetzen. Der kommunistische Revolutionär  lebt, so knapp das Geld und prekär die Lebenssituationen  über Jahre hinweg auch immer waren, den liberalkonservativen Stil seiner Herkunft.   Auch kann Marx,  der geniale Kapitalismus-Analytiker und -Kritiker  mit Geld schlecht umgehen. Er lebt oft über seine Verhältnisse, und ist  praktisch 40 Jahre lang auf Zuwendungen von Freunden, insbesondere von denen seines Weggefährten und engen Freundes Friedrich Engels angewiesen.  Über Jahre hinweg beschäftigt Karl Marx eine Haushälterin, die gute Helene Demuth. Sie gehörte praktisch zur Familie und war zudem  durch eine  uneheliche Tochter mit Karl Marx verbunden,  für die sein Freund, Geldgeber, Korrektor und Lektor  Friedrich Engels offizielle die Vaterschaft übernahm. So betrachtet, war Karl Marx  selbst  ein sehr vereinnahmendes Wesen, und verfügte über alle Fähigkeiten, die auch für Kapitalisten typisch waren und sind.
War  Karl Marx also im Grunde seines Herzens kein  radikaler Kommunist mit dem Ziel der Abschaffung von Privateigentum, sondern ein zu tiefst gekränkter Bourgeois, dessen heimliche Sehnsucht es letztlich war, wieder in den erlauchten Kreis zurückkehren zu können? Und wenn nicht er, dann wenigsten seine Töchter?  Mag jeder selbst seine eigene Meinung dazu finden und sich auf die Erkundung des faszinierenden, spannenden und widersprüchlichen Lebens und  Werks von Karl Marx und seiner Zeit machen. Hilfreich dabei sind mit Sicherheit die  vier eindrucksvollen Ausstellungen mit ihrem riesigen anspruchsvollen Begleitprogramm  in Trier vom 5. Mai  zum 21. Oktober 2018.

Besonders empfohlen sei in diesem Zusammenhang der äußerst gelungene Begleitkatalog zur Ausstellung: „Karl Marx. 1818 – 1833. Leben.Werk. Zeit. “ Hrsg. von Beatrix Bouvier und Rainer Auts. 2018. 384 S. mit 196 Abb., Bibliogr., 24 x 28 cm, geb. mit SU. Theiss, Darmstadt 2018

(Diether v. Goddenthow /Rhein-Main.Eurokunst)

Zeittafel Karl Marx 

Vier Karl-Marx- Ausstellungen auf einen Streich

Gleich vier bedeutende Ausstellungen beleuchten aus unterschiedlichen Perspektiven  Karl Marx spannenden Lebensweg  und vermitteln so ein umfassendes Bild des berühmtesten Sohnes der Stadt, wie es weltweit bislang einzigartig ist.

„STATIONEN EINES LEBENS“ Stadtmuseum Simeonstift 

Wer mit Karl Marx und seinem Werk nicht so bewandert ist, dem empfiehlt sich, vielleicht mit der Ausstellung „STATIONEN EINES LEBENS“ im Trierer Stadtmuseum Simeonstift seine Marx-Tour zu  starten.

Ausstellungs-Impression im Stadtmuseum Simeon-Stift. Seit der Juli-Revolution von 1830 regierte der "Bürgerkönig" Louis-Philippe, der für ungezügeltes"Laissezfaire" in wirtschafts- und sozialpolitischen Belangen stand. Nirgends sonst in Europa waren die Kontraste zwischen der sich immer hemmungsloser bereichernden Bourgeoisie auf der einen und existenzbedrohender Armut auf der anderen Seite so groß wie in Paris. Marx zog Ende 1843 nach Paris mit seiner Frau Jenny, geb. von Westphalen, die er kurz zuvor in Bad Kreuznach heiratete. In der Stadt der Exilanten, wo er sich mit dem  aus Preußen geflohenen Freigeist und Querdenker Heinrich Heine anfreundete, dem Dichter der "Schlesischen Weber" In Paris  wurde aber auch der wichtigste Grundstein für die lebenslange Freundschaft und kongeniale Zusammenarbeit zwischen Marx und Engels gelegt. Paris prägte Marx wie keine andere Metropole. © Foto: Diether v. Goddenthow
Ausstellungs-Impression im Stadtmuseum Simeon-Stift. Seit der Juli-Revolution von 1830 regierte der „Bürgerkönig“ Louis-Philippe, der für ungezügeltes“Laissezfaire“ in wirtschafts- und sozialpolitischen Belangen stand. Nirgends sonst in Europa waren die Kontraste zwischen der sich immer hemmungsloser bereichernden Bourgeoisie auf der einen und existenzbedrohender Armut auf der anderen Seite so groß wie in Paris. Marx zog Ende 1843 nach Paris mit seiner Frau Jenny, geb. von Westphalen, die er kurz zuvor in Bad Kreuznach heiratete. In der Stadt der Exilanten, wo er sich mit dem aus Preußen geflohenen Freigeist und Querdenker Heinrich Heine anfreundete, dem Dichter der „Schlesischen Weber“ In Paris wurde aber auch der wichtigste Grundstein für die lebenslange Freundschaft und kongeniale Zusammenarbeit zwischen Marx und Engels gelegt. Paris prägte Marx wie keine andere Metropole. © Foto: Diether v. Goddenthow

Wie der Titel richtig vermuten lässt zeichnet „Stationen eines Lebens“ die bewegte Biographie von Karl Marx nach, die 1818 in Trier ihren Anfang nahm. Der Rundgang verfolgt den Lebensweg von Marx’ Kindheit und Jugend in Trier über seine Studienjahre und erste Berufserfahrungen bis zum Exil in London, wo er mehr als die Hälfte seines Lebens verbrachte und im Jahr 1883 starb. Anhand der Stationen dieses Lebens werden wichtige Entwicklungen und Wendepunkte anschaulich gemacht: Welche Rolle spielten Trier, Paris und London im Leben von Marx und seiner Familie? Welche Personen und Umstände prägten den jungen Denker? Wie stand er zu seinen Bewunderern und Kritikern? Grundlage für diese und viele weitere Fragen sind unter anderem persönliche Zeitdokumente und Lebensschilderungen, die auf knapp 600 m² Ausstellungsfläche die Biographie von Karl Marx beleuchten und so ein lebendiges Bild des Menschen hinter der Ikone zeichnen. Ein Highlight der Ausstellung ist eine Bleistiftzeichnung von Karl Marx, die als frühestes bekanntes Porträt gilt und erstmals öffentlich ausgestellt wird.

 

LEBEN. WERK. ZEIT. Rheinisches Landesmuseum Trier
Das Rheinische Landesmuseum Trier beleuchtet unter dem Titel „Leben. Werk. Zeit.“ Karl Marx und sein Jahrhundert: Auf rund 1.000 m² Ausstellungsfläche wird der intellektuelle wie politische Werdegang von Marx nachgezeichnet.

Die schlesischen Weber. Carl Wilhelm Hübner, 1844, LVR-Landesmuseum Bonn, zeigt die Weber in Not. Hübners Bild spitzt den Konflikt zwischen dem Tuchhändler und den Produzenten zu. Friedrich Engels kommentiert dieses Gemälde. Es sei für den Sozialismus wirksamer als hundert Flugschriften. Er sieht darin eine Gegenüberstellung von kaltherzigem Reichtum und verzweifelter Armut. Foto: Diether v. Goddenthow
Die schlesischen Weber. Carl Wilhelm Hübner, 1844, LVR-Landesmuseum Bonn, zeigt die Weber in Not. Hübners Bild spitzt den Konflikt zwischen dem Tuchhändler und den Produzenten zu. Friedrich Engels kommentiert dieses Gemälde. Es sei für den Sozialismus wirksamer als hundert Flugschriften. Er sieht darin eine Gegenüberstellung von kaltherzigem Reichtum und verzweifelter Armut. Foto: Diether v. Goddenthow

Prägend für den Philosophen und späteren Ökonomen ist das 19. Jahrhundert mit seinen wirtschaftlichen und sozialen Umbrüchen: Freiheits- und Demokratiebestrebungen wie auch Industrialisierung und Urbanisierung sind Kennzeichen dieser bewegten und
spannungsreichen Epoche.
In die Zeit eines wirtschaftlich aufstrebenden Bürgertums hereingeboren, lernt er bald Zensur, Repression und Armut kennen. Marx durchläuft eine rasante Entwicklung vom Philosophen über den Radikaldemokraten zum Kommunisten und

Auf den Barrikaden 1848 - 1949 thematisiert die soziale Not und politische Unzufriedenheit, die die Menschen in Europa auf die Straße treiben. Von Paris aus verbreitet sich das revolutionäre Feuer rasch über große Teile des Kontinents. Im Kampf für Menschen- und Freiheitsrechte riskieren Bürger und auch Arbeiter ihr Leben. "Freiheit oder Tod" steht beispielsweise auf einer ausgestellten Fahne der "Freiwilligen Compagnie" der Reutlinger Freischärler von 1849 (ganz im Hintergrund). © Foto: Diether v. Goddenthow
Auf den Barrikaden 1848 – 1949 thematisiert die soziale Not und politische Unzufriedenheit, die die Menschen in Europa auf die Straße treiben. Von Paris aus verbreitet sich das revolutionäre Feuer rasch über große Teile des Kontinents. Im Kampf für Menschen- und Freiheitsrechte riskieren Bürger und auch Arbeiter ihr Leben. „Freiheit oder Tod“ steht beispielsweise auf einer ausgestellten Fahne der „Freiwilligen Compagnie“ der Reutlinger Freischärler von 1849 (ganz im Hintergrund). © Foto: Diether v. Goddenthow

Gesellschaftskritiker und wird als Journalist zum Revolutionär durch das Wort. Nach der gescheiterten Revolution von 1848 setzt er im Londoner Exil seine ökonomischen Studien fort und entwickelt hier die Analysen eines sich immer vehementer ausprägenden kapitalistischen Gesellschaftssystems, die noch heute diskutiert werden.

„LebensWert Arbeit“ Museum am Dom Trier

Chidi Kwubirl Leere mitten im Überfluss, 2007, Installation.  © Foto: Diether v. Goddenthow
Chidi Kwubirl Leere mitten im Überfluss, 2007, Installation. © Foto: Diether v. Goddenthow

Ausstellung, 05. Mai – 21. Oktober 2018. Mit dem Thema „Arbeit“, einem zentralen Begriff bei Karl Marx, befasst sich das Museum am Dom. Unter dem Titel „LebensWert Arbeit“ werden der Mensch und sein Bezug zur Arbeit aus der Sicht eines christlichen Menschenbildes thematisiert. Die Ausstellung spannt den Bogen von der selbstbestimmten Arbeit, die zur Selbstverwirklichung dient, bis hin zu den Folgen einer globalisierten und digitalisierten Arbeitswelt. Neben zeitgenössischen Werken renommierter Künstler wird es auch interaktive Bereiche geben.
Bischof-Stein-Platz 1, 54290 Trier
Telefon +49(0)651.710 52 55
museum@bistum-trier.de
www.museum-am-dom-trier.de

 „Von Trier in die Welt: Karl Marx, seine Ideen und ihre Wirkung bis heute“, im Museum Karl-Marx-Haus
Wiedereröffnung des Karl-Marx-Hauses und der Ausstellung am 5. Mai 2018 von 9.30 bis 11:00 Uhr.

Museum Karl Marx Haus in Trier.  © Foto: Diether v. Goddenthow
Museum Karl Marx Haus in Trier. © Foto: Diether v. Goddenthow

Die neue Dauerausstellung im Geburtshaus – dem größten Exponat der Schau – widmet sich der Person Karl Marx sowie dem Gesellschafts- und Kapitalismuskritiker des 19. Jahrhunderts. Seine Ideen bewegen die Menschen bis heute.

Die Ausstellungseinheit Biografie zeigt Marx als von den Umbrüchen des 19. Jahrhunderts geprägten Oppositionellen, der in ein Leben im Exil in verschiedenen europäischen Städten gezwungen wird. Im Werk werden Marx‘ Ideen in den vier Hauptarbeitsfeldern Philosophie, Journalismus, Gesellschaftswissenschaften und Ökonomie veranschaulicht.

Impression aus der Dauerausstellung.© Foto: Diether v. Goddenthow
Impression aus der Dauerausstellung.© Foto: Diether v. Goddenthow

Vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart führt die Ausstellungseinheit Wirkung. Als Marx 1883 in London stirbt, hinterlässt er keine geschlossene Lehre. Diese wird durch nachfolgende Generationen geformt. Insbesondere sozialistische und kommunistische Regimes weltweit instrumentalisieren Marx, der zur politischen Reizfigur wird. Die Finanzkrise von 2007/2008 löst die aktuelle „Marx-Renaissance“ aus. Sie lenkt den Blick wieder auf seine Analysen des kapitalistischen Wirtschaftssystems und seine Forderung nach Emanzipation für die gesamte Menschheit. Highlights der Ausstellung sind neue Originalobjekte wie ein Briefentwurf von Marx und sein Londoner Lesesessel.

Der Sessel gehört zu den Höhepunkten der neuen Dauerausstellung „Von Trier in die Welt: Karl Marx, seine Ideen und ihre Wirkung bis heute“  © Foto: Diether v. Goddenthow
Der Sessel gehört zu den Höhepunkten der neuen Dauerausstellung „Von Trier in die Welt: Karl Marx, seine Ideen und ihre Wirkung bis heute“ © Foto: Diether v. Goddenthow

Die Friedrich-Ebert-Stiftung erwarb diesen Sessel im Jahr 2014 von den Nachfahrinnen des Journalisten, Philosophen, Gesellschaftswissenschaftlers und Ökonomen. Marx hat in ihm viel gelesen, an seinen Manuskripten gearbeitet und soll nach der Familienüberlieferung auch in diesem Stuhl am 14. März 1883 in London gestorben sein.
Der Sessel gehört zu den Höhepunkten der neuen Dauerausstellung „Von Trier in die Welt: Karl Marx, seine Ideen und ihre Wirkung bis heute“.

Das Geburtshaus von Karl Marx, um 1727 als barockes Wohnhaus erbaut, wird seit 1968 von der FriedrichEbert-Stiftung (FES) als Museum betrieben. Es ist ein historisch-politischer Lernort.

Brückenstraße 10, 54290 Trier
Telefon +49(0)651.97 06 80
info.trier@fes.de
www.fes.de/Karl-Marx-Haus

Ausstellungstipp: „Geld.Rausch“ in der Tuchfabrik (Tufa) Trier

Das Jubiläumsprogramm

karl-marx-ausstellungDas Jubiläumsprogramm zum 200. Geburtstag von Karl Marx führt mit einem breiten Spektrum von öffentlichen Veranstaltungen durch das Jahr. Es umfasst rund 300 Veranstaltungstermine und 300 öffentliche Führungen und Themenführungen sowie diverse Begleitprogramme in den Museen. Zahlreiche Organisationen und Kulturinstitutionen wie die Trierer Hochschulen, das Theater Trier, das Kultur- und Kommunikationszentrum Tuchfabrik, das Bildungs- und Medienzentrum und Kulturschaffende aus der freien Szene, beleuchten die unterschiedlichen Aspekte von Marx’ Leben und Wirken mit Veranstaltungen: Die Palette reicht vom Symposium unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission über Musik- und Theaterproduktionen, darunter ein Marx-Musical, bis zu künstlerischen Installationen.

Marx für alle
Die Ausstellungen und Veranstaltungen im Jubiläumsjahr sollen den Menschen Marx einem breiten Publikum aller Altersklassen näherbringen. So werden Kinder mit einem umfangeichen pädagogischen Programm gezielt angesprochen; für Schulen gibt es detaillierte Unterrichtsmaterialien. In der Landesausstellung werden zahlreiche integrative und barrierefreie Programme angeboten, darunter Führungen für Blinde und Sehbehinderte, in Gebärdensprache, für Hörgeschädigte, für Menschen mit Demenz sowie in Leichter Sprache. Daneben gibt es gesonderte Angebote für Migranten und Flüchtlinge.
Trier-Besucher können den Spuren des großen Denkers in seiner Geburtsstadt auf zahlreichen Stadtrundgängen sowie auf eigene Faust mit der interaktiven Stadtführer-App „Marx to go“ folgen. Mit der KARL-MARX-BOX gibt es zudem eine attraktive Geschenkbox rund um den Besuch der Landesausstellung.

Das Jubiläum im Netz:
Jubiläumsprogramm auf einen Blick
www.KarlMarx 2018.de
https://www.karl-marx-ausstellung.de/
Twitter: @Marx 2018, #Marx 2018
Brückenstraße 10, 54290 Trier
Telefon +49(0)651.97 06 80
info.trier@fes.de
www.fes.de/Karl-Marx-Haus

 

 

Passend zum Geburtstags-Kult um „Kapital-Autor“ Karl Marx öffnet die „Geld.Rausch“-Ausstellung in Trier

Auch Dagoberts Geldbadewanne ist zu besichtigen bei der originellen Ausstellung. © Foto: Diether v. Goddenthow
Auch Dagoberts Geldbadewanne ist zu besichtigen bei der originellen Ausstellung. © Foto: Diether v. Goddenthow

Künstlerische Positionen zu Marx, dem Kapitalismus und zur Zukunft der Gesellschaft, formuliert die Ausstellung „Geld.Rausch. Das Kapital ruft zum MoneyFest!“. Der Beitrag der TUFA Trier zum Rahmenprogramm des Marx-Jubiläums wurde heute von Kulturminister Konrad Wolf eröffnet, der auch die Schirmherrschaft über das Ausstellungsprojekt übernommen hat.

„Wohin führt der Kapitalismus? Marx‘ Thesen inspirieren noch heute. Sie regen in Künstlerinnen und Künstler in der ‚Geld.Rausch‘-Ausstellung an, das kapitalistische Wirtschaften zu hinterfragen, Gesellschaftskritik zu formulieren und neue Utopien zu entwerfen. Das kann Kunst leisten: Sie scheucht uns vom gemütlichen Sofa auf und bringt uns dazu, unsere Standpunkte zu hinterfragen. Das Künstler-Team der TUFA leistet dies mit dieser großartigen Ausstellung in herausragender Weise“, betont Kulturminister Wolf.

Über 20 internationale, nationale und regionale Künstlerinnen und Künstler zeigen von Mai bis August 2018 auf dem Gelände der TUFA ihre Exponate und beleuchten zentrale Themen des Denkers und Philosophen Karl Marx. Neben einem umfassenden Begleitprogramm führt die Ausstellung durch drei multimediale und interaktive Bereiche: Von der Auseinandersetzung mit Bargeld, über virtuelle Zahlungsmittel in Videokunst, Rauminstallationen, Performance- und Objektkunst hin zu einer fiktiven Vision des Jahres 2030.
„Das Format dieses Ausstellungsprojektes ist durch die interaktiven ‚Mitmach-Elemente‘ etwas Besonderes. Auch durch wichtige und aktuelle Fragestellungen und das Changieren zwischen Leichtigkeit und Ernsthaftigkeit zeichnet sich das Projekt aus. Ich freue mich, dass die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur diese besondere Ausstellung unterstützt. Herzlich möchte ich mich bei der TUFA und dem Kuratoren-Team für die große Kreativität und das herausragende Engagement bedanken“, ergänzt Wolf.

Ort:

 © Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow


Tuchfabrik Trier e.V.
Wechselstr. 4
54290 Trier
Tel.: 0651 718-2412
Fax: 0651 718-2418
http://www.tufa-trier.de
E-Mail: info(@)tufa-trier.de

„(T)räume“ im Install, amüsante Tour de France und Jubiliäumsveranstaltung – 55 Jahre deutsch-französische Städtepartnerschaft Bad Kreuznach

(v.l.) Annette Thiergarten (Vorsitzende der Künstlergruppe Nahe) und Christine Simmich (Stadt Bad Kreuznach) vor dem Hintergrund des Traums: „Imagine oder der Himmel ohne Fluglärm. © Foto: Christiane Kasper
(v.l.) Annette Thiergarten (Vorsitzende der Künstlergruppe Nahe) und Christine Simmich (Stadt Bad Kreuznach) vor dem Hintergrund des Traums: „Imagine oder der Himmel ohne Fluglärm. © Foto: Christiane Kasper

Bereits im Vorfeld der Jubiläumsfeierlichkeiten zu „55 Jahre Städtepartnerschaft von Bourg-en-Bresse und Bad Kreuznach“ am 19. und 20. Mai 2018 hatte Christine Simmich, Beauftragte für Städtepartnerschaften und Internationale Beziehung der Stadt Bad Kreuznach, im Kunstraum Install des Museums für PuppenKultur die Gemeinschaftsausstellung „(T)räume“ von Künstlern der Künstlergruppe Nahe und ArtCité aus Bourg-en-Bresse eröffnet.

Ein wenig an Salvador Dalis surreale Werke erinnert Nico Capiellos Bild "Zeitloser Traum". © Foto: Diether v. Goddenthow
Ein wenig an Salvador Dalis surreale Werke erinnert Nico Capiellos Bild „Zeitloser Traum“. © Foto: Diether v. Goddenthow

Annette Thiergarten, 1. Vors. der Künstlergruppe Nahe, hielt die Laudatio und entführte die begeisterten Besucher in die vielfältigen Welten von „Träumen“ und „Räumen“ realer, surrealer und irrealer Perspektiven, die die Künstler und Künstlerinnen der seit 55 Jahren befreundeten Künstlergruppen mittels Bild, Installation und Skulptur sehr unterschiedlich interpretiert haben. Auch Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer war recht begeistert über die Vielfalt, mit der die Künstler das Thema aufgegriffen hatten. Es sei ein gelungener Auftakt zu den Jubiläumswochen, so Kaster-Meurer.

Ein in Kunstharz vollendet modellierter Traum  einer Pariser Modistin "Midinette"  von Jean-Claude Miconnet (ArtCité). © Foto: Diether v. Goddenthow
Ein in Kunstharz vollendet modellierter Traum einer Pariser Modistin „Midinette“ von Jean-Claude Miconnet (ArtCité). © Foto: Diether v. Goddenthow

Die Ausstellung „T(Räume)“ der Künstlergruppe Nahe und ArtCité läuft noch bis zum 20. Mai 2018.

Ort:Kunstraum Install, EG des Museums für PuppentheaterKultur, Hüffelsheimer Straße 5

 

 

 

Französischer Kulturabend zum Abschluss des Brückenfestes am 5. Mai

franz.kulturabend5.5.18.wEin weiteres Highlight der deutsch-französischen Städtpartnerschaft zwischen Bad Kreuznach und Bourg-en-Bresse verspricht der Französische Kulturabend „bleu blanc rouge“ am 5. Mai 2018 zu werden. Bei freiem Eintritt kann man ab 20 Uhr im Haus des Gastes, in der“Die Loge“, Kurhausstrasse 22 – 24, Bad Kreuznach, eine amüsante Tour de France in 100 Minuten mit Tanz, Theater, Geschichten und viel Musik erleben.

Am 16. Mai um 18:00 Uhr läuft im Cineplex der Film « Les Couleurs du continent» der Europaradler « Horizons Vagabonds »

Höhepunkt bilden die Feierlichkeiten am 19. und 20. Mai 2018, unter anderem mit: Deutsch – Französischen Markt auf der Nahebrücke, Unterhaltungsprogramm  und abendlichem Musikprogramm im Festzelt auf dem Eiermarkt, Französische Theateraufführung von Les Zan TT „La dernière y restera“ im Haus des Gastes, und, und und …

Das komplette Programm finden Sie unter  „Jubiläum 55″ oder über www.badkreuznach.de/staedtepartnerschaften

(Diether v. Goddenthow /Rhein-Main.Eurokunst)

Bürgerempfang Ehrenamtlicher des wirtschaftlichen Sektors bei Ministerpräsidentin Malu Dreyer

Beim sechsten Bürgerempfang der Ministerpräsidentin Malu Dreyer am 21.April 2018 in der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz huldigte auch Constantin Offel von der Schule für Clowns seiner Ministerpräsidentin. © Foto: Diether v. Goddenthow
Beim sechsten Bürgerempfang der Ministerpräsidentin Malu Dreyer am 21.April 2018 in der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz huldigte auch Constantin Offel von der Schule für Clowns seiner Ministerpräsidentin. © Foto: Diether v. Goddenthow

Ganz unter Raiffeisens Leitidee „Gemeinsam kann man mehr erreichen“, stand am 21. April 2018 der Bürgerempfang  in der Rheinland-Pfälzischen Staatskanzlei Mainz. Bereits zum sechsten Mal hatte Ministerpräsidentin Malu Dreyer ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger in die Staatskanzlei eingeladen, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen und ihnen für die wichtige Arbeit zu danken. „Das Engagement der Ehrenamtlichen ist unverzichtbar und unbezahlbar. Es stärkt unsere Gesellschaft, die ohne eine lebendige soziale Kultur nicht funktionieren würde. Als Ministerpräsidentin ist es mir wichtig, den Ehrenamtlichen Danke zu sagen für die vielen Stunden, die sie freiwillig für einen guten Zweck aufwenden“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer über die Idee des Bürgerempfangs.

„Was einer nicht alleine schafft, schaffen viele gemeinsam“ ist das Leitbild von Raiffeisens Genossenschaftsidee, die auf Solidarität und gegenseitiger Verantwortung beruht, und es ist auch das Motto dieses Bürgerempfangs, rief Ministerpräsidentin Malu Dreyer den rund 270 ehrenamtlich tätigen Gästen beim Bürgerempfang zu.  © Foto: Diether v. Goddenthow
„Was einer nicht alleine schafft, schaffen viele gemeinsam“ ist das Leitbild von Raiffeisens Genossenschaftsidee, die auf Solidarität und gegenseitiger Verantwortung beruht, und es ist auch das Motto dieses Bürgerempfangs, rief Ministerpräsidentin Malu Dreyer den rund 270 ehrenamtlich tätigen Gästen beim Bürgerempfang zu. © Foto: Diether v. Goddenthow

„Was einer nicht alleine schafft, schaffen viele gemeinsam“ ist das Leitbild von Raiffeisens Genossenschaftsidee, die auf Solidarität und gegenseitiger Verantwortung beruht. „Im Jubiläumsjahr der rheinland-pfälzischen Sozialreformer Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Karl Marx war es mir ein Anliegen, mit denjenigen zu sprechen, die sich ehrenamtlich im wirtschaftlichen Bereich engagieren und der Frage nachgehen, wie wir die Arbeitswelt bestmöglich gestalten können“, sagte die Ministerpräsidentin. „Das soziale, gemeinnützige Engagement von Unternehmen, Unternehmern und Unternehmerinnen spielt im Gemeinwesen eine wichtige Rolle, sei es durch Sponsoring für Vereine, Kooperationen oder durch die Selbstverwaltung in Gremien, Kammern und Verbänden, die die Regionen stärken und damit einen wertvollen Beitrag für wirtschaftlich gute Strukturen im ländlichen Raum leisten.“

In diesem Jahr kamen zahlreiche Gäste, die sich ehrenamtlich im wirtschaftlichen Bereich engagieren, etwa ehrenamtliche Arbeitsmarktmentoren, Senioren-Expertinnen und -Experten, Prüfende und Lotsen bei Industrie- und Handels- sowie Handwerkskammern usw. © Foto: Diether v. Goddenthow
In diesem Jahr kamen zahlreiche Gäste, die sich ehrenamtlich im wirtschaftlichen Bereich engagieren, etwa ehrenamtliche Arbeitsmarktmentoren, Senioren-Expertinnen und -Experten, Prüfende und Lotsen bei Industrie- und Handels- sowie Handwerkskammern usw. © Foto: Diether v. Goddenthow

Die Gäste der Ministerpräsidentin engagieren sich unter anderem für Frauen in der Wirtschaft, in Handwerksinnungen, Wirtschaftsforen, Projektgemeinschaften zur Unterstützung des Einzelhandels, gründeten und unterstützen Bürger- und Winzergenossenschaften, gemeinnützige Baugenossenschaften, Energiegenossenschaften, Start-ups und Berufsanfänger sowie Migrantinnen und Migranten. Sie sind ehrenamtliche Arbeitsmarktmentoren, Senioren-Expertinnen und -Experten, Prüfende und Lotsen bei Industrie- und Handels- sowie Handwerkskammern. Ausgewählt wurden sie von der Ministerpräsidentin, die die Landräte und Landrätinnen sowie Oberbürgermeister und Oberbürgermeisterinnen der zwölf kreisfreien Städte und 24 Landkreise um Vorschläge gebeten hatte.

Weinverkostung mit der Rheinhessischen Weinkönigin Lea Kopp, hier mit Malu Dreyer. © Foto: Diether v. Goddenthow
Weinverkostung mit der Rheinhessischen Weinkönigin Lea Kopp, hier mit Malu Dreyer. © Foto: Diether v. Goddenthow

„Die Landesregierung fördert gesellschaftliches Engagement von Wirtschaftsunternehmen in Kammern und Initiativen sowie Kooperationen und Partnerschaften zwischen Staat, Bürgergesellschaft und Wirtschaft aktiv“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Darüber hinaus stehe die Leitstelle Ehrenamt und Bürgerbeteiligung allen Ehrenamtlichen als Ansprechpartner zur Verfügung. Als Dank für die ehrenamtliche Arbeit aller hat die Ministerpräsidentin 2014 zudem die landesweite Ehrenamtskarte ins Leben gerufen. „Rheinland-Pfalz ist Ehrenamtsland: Nahezu jeder Zweite engagiert sich, prozentual so viele wie in keinem anderen Bundesland. Darauf sind wir sehr stolz“, so die Ministerpräsidentin.

Ein wenig Werbung für die große Karl-Marx-Landesausstellung vom 5.5. bis 21.10.2018 in  Trier
Ein wenig Werbung für die große Karl-Marx-Landesausstellung vom 5.5. bis 21.10.2018 in Trier

Der Empfang wurde von einem bunten Rahmenprogramm begleitet: Den rund 270 Gästen standen alle Türen der Staatskanzlei offen, unter anderem auch das Büro der Ministerpräsidentin. Sie konnten kulinarische Spezialitäten genießen und Weine aus den rheinland-pfälzischen Anbaugebieten verkosten. Dabei beriet sie die rheinhessische Weinkönigin Lea Kopp. Zudem spielten die Wandermusikanten, der Gitarrist David Strack und die Sängerin Esther Ayo für die Gäste. Auch die Schule für Clowns sorgte für Unterhaltung. Es gab Informationen zum Karl-Marx- und zum Raiffeisen-Jubiläum, dem Rheinland-Pfalz-Tag in Worms und zum Thema Ehrenamt. Auch beim Demokratiespiel „Rette die Blunies“, entwickelt von Studierenden der Hochschule Trier, konnten sich die Gäste ausprobieren.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer betont auf Neujahrsempfang: Unsere Werte machen uns stark für die Zukunft

Umgeben von glücksbringenden Schornsteinfegern aus ganz Rheinland-Pfalz begrüßt Ministerpräsidentin Malu Dreyer beim traditionellen Neujahrsempfang in der Mainzer Staatskanzlei am 10. Januar 2018 über Gäste aus Gesellschaft, Kultur, Kirchen und Wirtschaft. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow.de
Umgeben von glücksbringenden Schornsteinfegern aus ganz Rheinland-Pfalz begrüßt Ministerpräsidentin Malu Dreyer beim traditionellen Neujahrsempfang in der Mainzer Staatskanzlei am 10. Januar 2018 über Gäste aus Gesellschaft, Kultur, Kirchen und Wirtschaft. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow.de

Auch in diesem Jahr hatte die  Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz Malu Dreyer Persönlichkeiten aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens in die Mainzer Staatskanzlei zum Neujahrsempfang eingeladen.
„Unsere Werte machen uns stark für eine positive Zukunft. Lassen Sie uns gemeinsam dafür arbeiten, dass Rheinland-Pfalz solidarisch, stabil und erfolgreich bleibt. Frieden, Freiheit und Demokratie sind elementare Bestandteile unserer Gesellschaft, für die es sich lohnt einzustehen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer vor rund 350 Gästen aus Politik, Gesellschaft, Kultur, Kirchen und Wirtschaft. Gerade in diesen Zeiten des Wandels sei es wichtig, den Zusammenhalt in der Vielfalt zu stärken. Das werde weiterhin ihr Schwerpunktthema als Ministerpräsidentin bleiben.

Die Landesregierung habe alle Menschen im Blick, um gute Rahmenbedingungen für ein sicheres, selbstbestimmtes Leben zu gestalten. Ob in der Stadt oder auf dem Land, Rheinland-Pfalz sei überall lebenswert- und liebenswert. Die Landesregierung unterstütze und stärke die Regionen mit einer guten finanziellen Ausstattung der Kommunen, etwa ein Drittel des Landeshaushaltes gehe an die Städte, Kreise und Gemeinden. Rheinland-Pfalz sei eines der exportstärksten Länder mit einer überdurchschnittlichen Wirtschaftskraft und innovativen Unternehmen. „Wir investieren in schnelles Internet, sichere Straßen und die Sicherung des Fachkräftenachwuchses, damit alle Regionen an der rasanten Entwicklung der digitalen Revolution teilhaben können“, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Jeder Gast erhielt bei der Begrüßung seinen persönlichen kleinen Glückbringer überreicht. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow.de
Jeder Gast erhielt bei der Begrüßung seinen persönlichen kleinen Glückbringer überreicht. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow.de

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, der Übergang von Schule ins Arbeitsleben und die Integration Zugewanderter seien weitere Themen, mit denen die Landesregierung die Zukunft der Arbeit gestalte. Rheinland-Pfalz zeichne sich durch eine gelungene Sozialpartnerschaft aus, die sich besonders an einer gemeinsamen Fachkräftestrategie zeige.

Ihren Gästen dankte die Ministerpräsidentin für ihr Engagement in ihren jeweiligen Bereichen. „Sie alle prägen den Erfolg unseres Landes maßgeblich mit. Ob in der Wirtschaft und Wissenschaft, in der Politik, in Kirchen, Kommunen oder ehrenamtlichen Initiativen. Es ist ganz besonders auch Ihr Verdienst, dass Rheinland-Pfalz so sicher, stark und solidarisch ist. Ich danke Ihnen für Ihren Einsatz“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Einen besonderen Dank richtete sie an die Feuerwehren und Rettungskräfte, die wegen der aktuellen Hochwasserlage rund um die Uhr im Einsatz für die Menschen vor Ort sind.

„Das Motto der Bundesratspräsidentschaft im vergangenen Jahr „Zusammen sind wir Deutschland“ leben die Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen jeden Tag. Wir sind ein Land, in dem sich besonders viele Menschen für ihre Mitmenschen einsetzen. Ich blicke voller Zuversicht in das neue Jahr, weil ich um die Möglichkeiten und Stärken von Rheinland-Pfalz weiß“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

„Ich freue mich auf die Zusammenarbeit, auf ein gutes, erfolgreiches und hoffentlich friedliches Jahr 2017. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass unsere Gesellschaft stark bleibt und auch in schwierigen Zeiten zusammenhält. Unser Staat ist stark. Wir haben allen Grund zur Zuversicht. Aber es ist auch entscheidend, dass wir uns engagieren für unsere Werte im Wissen um unsere Stärken, die unsere vielfältige Gesellschaft ausmachen, und im Streben nach einer positiven Zukunft, so die Ministerpräsidentin. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow.de
„Ich freue mich auf die Zusammenarbeit, auf ein gutes, erfolgreiches und hoffentlich friedliches Jahr 2017. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass unsere Gesellschaft stark bleibt und auch in schwierigen Zeiten zusammenhält. Unser Staat ist stark. Wir haben allen Grund zur Zuversicht. Aber es ist auch entscheidend, dass wir uns engagieren für unsere Werte im Wissen um unsere Stärken, die unsere vielfältige Gesellschaft ausmachen, und im Streben nach einer positiven Zukunft, so die Ministerpräsidentin. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow.de

Mit Vorfreunde schaute sie auf einige der wichtigen Ereignisse des neuen Jahres, den Antrittsbesuch des Bundespräsidenten, die Feierlichkeiten zu 225 Jahre Mainzer Republik und 200 Jahre Raiffeisen, die Karl Marx-Ausstellung anlässlich des 200. Geburtstages des Philosophen oder auf die Erinnerung an 100 Jahre Frauenwahlrecht. „Großartige Frauen haben sich gegen Unterdrückung und gesellschaftliche Zwänge aufgelehnt. Sie haben gezeigt, dass man mit Mut die Welt zum Besseren verändern kann“, so die Ministerpräsidentin.

Nach der Rede der Ministerpräsidentin standen die Begegnung und das Gespräch im Vordergrund.

(Quelle: Staatskanzlei. Dokumentation: Diether v. Goddenthow)

Schmitt: Rheinland-Pfalz-Tourismus neu erfinden

17.Tourismustag-RLPSchmitt: Rheinland-Pfalz-Tourismus neu erfinden

Innovation und Vernetzung sind für Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt zwei wichtige Punkte, um den Tourismus in Rheinland-Pfalz strategisch voranzubringen. Das Land habe viel zu bieten, es brauche ein gemeinsames Marketing und gemeinsame Anstrengungen von den Kommunen über die Politik bis hin zu den Akteuren der Branche, um auch künftig die Gäste anzusprechen, sagte die Staatssekretärin auf dem Tourismustag 2017 in Mainz.

„Das Land, seine Regionen und einzelne Orte werden sich neu erfinden müssen – und bekommen damit die Chance, sich am Markt neu zu platzieren“, sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt auf dem Tourismustag 2017 in Mainz. Alle Akteure müssten gemeinsam über eine strategische Neuausrichtung des Tourismus in Rheinland-Pfalz nachdenken, so Schmitt. Der Tourismustag 2017 steht unter dem Motto „Neue Wege im Tourismus – wohin die Reise geht“.

Die Staatssekretärin verwies in diesem Zusammenhang auf den laufenden Prozess zur Weiterentwicklung der Tourismusstrategie und begrüßte die Enquete-Kommission des Landtags. „Der Tourismus hat für Rheinland-Pfalz eine hohe wirtschaftliche Bedeutung. In Teilen ist er strukturbedeutsam. Die schwache Wachstumsdynamik im Tourismus in unserem Land im bundesweiten Vergleich ist eine Herausforderung, der wir uns aktiv annehmen müssen“, sagte Staatssekretärin Daniela Schmitt. Das Werkzeug für einen beständigen touristischen Erfolg heiße „sich Einstellen auf den Wandel“, darauf, was Kunden gegenwärtig und in Zukunft wollten.

Abschluss-Podiumsdiskussion zu neuen Strategien im Rheinland-Pfalz-Tourismus. Foto: Diether v. Goddenthow
Abschluss-Podiumsdiskussion zu neuen Strategien im Rheinland-Pfalz-Tourismus. Foto: Diether v. Goddenthow

Schmitt plädierte für ein ganzheitliches Konzept. „Die pure Addition von touristischen Einzelattraktionen, die unverbunden nebeneinander stehen, ist nicht erfolgversprechend. Rheinland-Pfalz hat eine Vielzahl von Highlights – denken Sie nur an unser reiches kulturelles Erbe. Diese können wir gemeinsam noch besser inszenieren“, sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt. Sie rief die Regionen, die Kommunen und alle Akteure auf, sich miteinander zu vernetzen, um innovative Wege für den Tourismus in Rheinland-Pfalz zu finden.

 

Landesausstellung „vorZEITEN“ geht in die Verlängerung Archäologie-Schau im Landesmuseum Mainz läuft bis 7. Januar 2018

logovorzeitenDas Interesse an dem reichhaltigen archäologischen Erbe des Landes Rheinland-Pfalz ist ungebrochen. Seit der Eröffnung der Landesausstellung „vorZEITEN – Archäologische Schätze an Rhein und Mosel“ im Mai dieses Jahres strömten zahlreiche Besucher ins Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE), um sich auf eine spannende Zeitreise durch 400 Millionen Jahre Erd- und Kulturgeschichte zu begeben. Die GDKE hat sich aufgrund der großen Resonanz dazu entschieden, den Gästen des Landesmuseums noch bis zum Ende der Weihnachtsferien den Besuch der Ausstellung zu ermöglichen. Daher wird die Laufzeit der Ausstellung bis zum 7. Januar 2018 verlängert.

Die Archäologie-Schau feiert anlässlich des 70. Geburtstags von Rheinland-Pfalz gleichzeitig sieben Jahrzehnte Landesarchäologie, das heißt 70 Jahre Forschen, Sichern, Erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Die Landesausstellung präsentiert bedeutende archäologische Funde und Bodendenkmäler aus ganz Rheinland-Pfalz. Faszinierende Zeugnisse längst vergangener Epochen und einmalige Exponate – von den erdgeschichtlichen Anfängen bis in die Gegenwart – machen das reichhaltige kulturelle Erbe von Rheinland-Pfalz erlebbar.

Vor 400 Millionen Jahren.  Foto: Diether v. Goddenthow
Vor 400 Millionen Jahren.
Foto: Diether v. Goddenthow

In der groß angelegten Ausstellung „vorZEITEN“, die in Zusammenarbeit der Landesarchäologie und ihren Einrichtungen in Mainz, Trier, Speyer und Koblenz konzipiert worden ist, werden hochkarätige Funde gezeigt: einmalige Fossilien eines vergangenen Ökosystems, bedeutende Kunstwerke eiszeitlicher Jäger, steinzeitliche Zeugnisse aus dem rätselhaften Ritualort Herxheim, bronzezeitliche Metallfunde sowie Schätze aus den großen römischen Metropolen Mainz, Trier und Rülzheim. Komplettiert wird die spannende Reise durch die Epochen der Archäologie mit Einblicken in die Zeit von Karl dem Großen bis zur Neuzeit.

Das Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz gilt als Kernland europäischer Geschichte. Carl Zuckmayer bezeichnete seine Heimat zwischen Rhein und Mosel einst als Völkermühle Europas. Besiedelt von Germanen und Kelten, beherrscht von Römern und Franken, regiert von Erzbischöfen und Kurfürsten, mehrfach besetzt von französischen Streitkräften: All diese Epochen zeugen von der kulturellen Vielfalt der Region – mit Einflüssen aus ganz Europa.

Keltische Grabbeigabe.  Foto: Diether v. Goddenthow
Keltische Grabbeigabe.
Foto: Diether v. Goddenthow

Im Rahmen der „vorZEITEN“-Ausstellung möchte die GKDE das archäologische Erbe der Region stärker in den Fokus rücken und den zahlreichen Initiativen und Einrichtungen eine Plattform geben, die sich um den Erhalt der vielen Kulturgüter im Land bemühen. Das Rahmenprogramm hält für die restliche Laufzeit der Ausstellung noch weitere Führungen, Veranstaltungen und Vorträge rund um das Thema Archäologie bereit.

Mit dem Themenschwerpunkt 2017, dem „Jahr der Archäologie“, wurden alle Besucherinnen und Besucher ermuntert, ihre eigene Entdeckertour zu starten. Bis zum Ende der Ausstellung erscheinen daher weiterhin im Internet unter www.vorzeiten-ausstellung.de und auf der Facebook-Seite „Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz“ regelmäßig Hinweise und Tipps für eine ganz persönliche „archäologische Entdeckertour“. Die Touren-Tipps sind auch in gedruckter Form bei vielen regionalen Partnern, im Landesmuseum Mainz und weiteren Einrichtungen der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz erhältlich. Im ganzen Land laden mit der Unterstützung vieler Engagierter eine große Zahl von Originalschauplätzen, Museen, Initiativen und Veranstaltungen zum Besuch ein.

„vorZEITEN“ ist im Übrigen eine Ausstellung für alle Generationen: In einer interaktiven Präsentation im ZEITforscherRAUM des Landesmuseums Mainz können Kinder und Jugendliche unter dem Motto „Archäologie für Entdecker“ erfahren, wie Archäologen arbeiten und was sie zutage fördern. Funde aus vergangenen Zeiten erzählen ihre spannenden Geschichten und schlagen kindgerecht die Brücke ins Hier und Jetzt.

begleitband.coverEin Begleitband, der zur Ausstellung erschienen ist, gibt einen umfassenden Überblick über 70 Jahre Landesarchäologie in Rheinland-Pfalz.

Tag der Deutschen Einheit am 2. und 3. Oktober 2017 in Mainz nur mit Sponsoren zu stemmen

25 Sponsoren fördern den Tag der Deutschen Einheit zusammen mit einer Millionen Euro. Ministerpräsidentin Malu Dreyer stellte in Mainz die vier Premiumpartner vor (v.li.): Albrecht Hornbach, Vorsitzender des Vorstands der Hornbach Management AG, Detlev Höhne, Vorstandsvorsitzender der Mainzer Stadtwerke AG, Dr. Frank Heinricht, Vorsitzende des Vorstandes der Schott AG , Michael Heinz, Mitglied des Vorstandes BASF SE. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
25 Sponsoren fördern den Tag der Deutschen Einheit zusammen mit einer Millionen Euro. Ministerpräsidentin Malu Dreyer stellte in Mainz die vier Premiumpartner vor (v.li.): Albrecht Hornbach, Vorsitzender des Vorstands der Hornbach Management AG, Detlev Höhne, Vorstandsvorsitzender der Mainzer Stadtwerke AG, Dr. Frank Heinricht, Vorsitzende des Vorstandes der Schott AG , Michael Heinz, Mitglied des Vorstandes BASF SE. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Die rheinland-pfälzischen Unternehmen zeichneten sich durch erfolgreiches Wirtschaften und Ideenreichtum aus. In Rheinland-Pfalz sei lokale Verankerung mit internationaler Wettbewerbsfähigkeit eng verknüpft. „Ich danke den vier Premiumpartnern, aber auch allen weiteren 21 Sponsoren sehr herzlich für ihr Engagement. Das ist ein Bekenntnis zum Standort Rheinland-Pfalz, aber auch zur Deutschen Einheit“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Was die BASF SE mit dem Tag der Deutschen Einheit verbindet, präsentierte Vorstandsmitglied Michael Heinz. „Für BASF hat die Deutsche Einheit eine besondere Bedeutung: Bereits kurz nach der Wiedervereinigung haben wir in das Werk Schwarzheide in der Lausitz investiert, heute gehören insgesamt drei Standorte in den neuen Bundesländern zu BASF. Die Deutsche Einheit hat Grenzen überwunden und Menschen zusammengebracht. Die Bedeutung dieses historischen Moments gilt es zu wahren und zu feiern – und wir freuen uns, dass wir dazu beitragen können“, betonte Michael Heinz.
„‘Keine Mauer ist stärker als Hammer, Meißel und eiserner Wille. Es gibt immer was zu tun‘. Das ist unsere Botschaft für den Tag der Deutschen Einheit. Durch den Markteintritt unseres Unternehmens in den neuen Bundesländern konnten wir ein neues, sehr erfolgreiches Kapitel in unserer Unternehmensgeschichte aufschlagen. Darüber hinaus haben wir viele Kolleginnen und Kollegen für das Hornbach-Team gewinnen können und neue Freunde gefunden. Deshalb freuen wir uns auf die Feier in unserem Heimatland Rheinland-Pfalz, das wir gerne dabei unterstützen“, erklärte Albrecht Hornbach, Vorsitzender des Vorstands der Hornbach Management AG, das Engagement der Hornbach Baumarkt AG.

„Der Tag der deutschen Einheit und die Wiedervereinigung haben für Mainz eine besondere Bedeutung. Bereits im Frühjahr 1988, also anderthalb Jahre vor dem Mauerfall, schlossen Mainz und Erfurt eine Städtepartnerstadt ab. Es war eine ungewöhnliche Partnerschaft, eine der ersten deutsch-deutschen Städtepartnerschaften überhaupt. Diese Partnerschaft hat sicher nicht die große Weltgeschichte entscheidend geprägt oder gar verändert. Aber sie war wichtig, denn sie half dabei, den Eisernen Vorhang zu überwinden, brachte Menschen über Grenzen hinweg zusammen. Als kommunales Unternehmen stehen für uns ebenfalls die Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt unseres Handels. Daher unterstützen wir den Tag der Einheit in Mainz sehr gerne“, sagte Detlev Höhne, Vorstandsvorsitzender der Mainzer Stadtwerke AG.

Warum sich die Schott AG beim Tag der Deutschen Einheit engagiert, erläuterte der Vorsitzende des Vorstandes Dr. Frank Heinricht: „Neben der engen Verbundenheit mit der Region und den Menschen hier unterstützen wir den Tag der Deutschen Einheit aus einem historischen Grund. In kaum einem Unternehmen spiegelt sich die deutsche Geschichte von Teilung und Wiedervereinigung so exemplarisch wie bei Schott. Gegründet in Jena in Thüringen war auch unser Unternehmen nach dem Zweiten Weltkrieg geteilt. Nach der Wende haben auch wir die Chance zur Wiedervereinigung genutzt.“
• AOK Rheinland-Pfalz / Saarland – Die Gesundheitskasse
• Bitburger Braugruppe GmbH
• Boehringer Ingelheim Pharma GmbH / Co. KG
• Daimler AG
• Debeka Krankenversicherungsverein a.G.
• Deutsche Fernsehlotterie gemeinnützige Gesellschaft mbH / Stiftung Deutsches Hilfswerk
• Eckes-Granini Deutschland GmbH
• Edeka Handelsgesellschaft Südwest mbH
• Haribo GmbH & Co. KG
• J. Molitor Immobilien GmbH
• Lotto Rheinland-Pfalz GmbH
• Löwen Entertainment GmbH
• Mainzer Volksbank eG / Volksbanken Raiffeisenbanken in Rheinland-Pfalz
• Der Sparkassenverband Rheinland-Pfalz fördert im Rahmen einer Fördergemeinschaft der Sparkassen in Rheinland-Pfalz, der Provinzial Rheinland, der Versicherungskammer Bayern, der Sparkassenversicherung und der Landesbausparkasse Südwest.
• Ströer Deutsche Städte Medien GmbH
• TechniSat Digital GmbH
• Telekom Deutschland GmbH
• TÜV Rheinland AG
• Karl-Wilhelm Faber für Leonardo Personalkonzept GmbH
• Wohnbau Mainz GmbH
• Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) e.V.

Zum Tag der Deutschen Einheit 2017 – Social-Media-Kampagne „Erfinde ein Ritual für Deutschland“ startet

Die Irinnen und Iren feiern in Grün. Die Holländerinnen und Holländer tragen Oranje. Und was machen die Deutschen? Für den Tag der Deutschen Einheit gibt es bisher noch keine Tradition wie für Nationalfeiertage in anderen Ländern. Als Ausrichter der diesjährigen Einheitsfeier möchte Rheinland-Pfalz versuchen, dies zu ändern. Mit einer Social-Media-Kampagne lädt die Staatskanzlei Bürgerinnen und Bürger dazu ein, ein Ritual für den Tag der Deutschen Einheit zu erfinden.
Der 3. Oktober soll ein Fest sein, bei dem alle Menschen mitmachen können. Mit „Ritual“ sind Bräuche und Traditionen gemeint, die mit einem bestimmten Anlass verbunden sind. Es können Grüße sein wie „Guten Rutsch“ zu Silvester, Lieder wie „Happy Birthday“ an Geburtstagen, besondere Kleidung wie Kostüme an Fastnacht, aber auch kulinarische Spezialitäten, gemeinsame Aktivitäten oder Choreographien. Wichtig ist, dass das Ritual emotional ist, es soll Menschen begeistern und zum Mitmachen animieren. Zudem muss es praktikabel sein. Jede und jeder soll mitmachen können. Ebenso wichtig: seine Angemessenheit. Am 3. Oktober sind alle Menschen herzlich eingeladen, gemeinsam die Deutsche Einheit, Freiheit und Demokratie zu feiern. Einreichungen, die dem entgegenstehen, sind nicht erwünscht.

Das Projekt ist für alle mit einer kreativen Idee offen. Die drei besten Ideen werden jeweils mit einer Reise zum Tag der Deutschen Einheit 2017 nach Mainz und mit Preisgeldern in Höhe von 5.000, 3.000 und 2.000 Euro belohnt. Die Auswahl trifft eine Jury bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der gastgebenden Stadt Mainz, der Medienpartner zum Tag der Deutschen Einheit, SWR, RPR1. und Allgemeine Zeitung, der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz und der betreuenden Agentur concept X. Ausgewählt wird anhand der Kriterien Emotionalität, Praktikabilität und Angemessenheit.
Ideen können ab sofort in Form von Fotos, Videos und/oder Beschreibungen bis zum 12. September 2017, 10.00 Uhr über die Plattform Talenthouse unter www.talenthouse.com/tag-der-deutschen-einheit eingereicht werden. Die Gewinner stehen bis zum 26. September fest. Weitere Informationen gibt es auf der Kampagnenseite bei Talenthouse, den Social Media-Kanälen zum Tag der Deutschen Einheit unter www.facebook.com/DeutscheEinheit2017/ und www.twitter.com/TDE2017 sowie auf der Homepage www.tag-der-deutschen-einheit.de.

40. Internationaler Museumstag und Landesausstellung „vorZeiten- Archäologische Schätze an Rhein und Mosel“ im Landesmuseum Mainz eröffnet

„vorZeiten. Archäologische Schätze an Rhein und Mosel“ : Der Eingang zum Zeittunnel 400 Mio. Jahre Menschheitsgeschichte mit neun Schwerpunktthemen in 16 Kabinetten im Landesmuseum Mainz. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
„vorZeiten. Archäologische Schätze an Rhein und Mosel“ : Der Eingang zum Zeittunnel 400 Mio. Jahre Menschheitsgeschichte mit neun Schwerpunktthemen in 16 Kabinetten im Landesmuseum Mainz. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Ministerpräsidentin und Bundesratspräsidentin Malu Dreyer eröffnet Internationalen Museumstag in Mainz
Bundesratspräsidentin Malu Dreyer betonte bei der Auftaktveranstaltung zum Internationalen Musemstag in Mainz die herausragende Bedeutung von Museen und würdigte sie als lebendige Bildungs- und Kommunikationsorte. „Die bundesweit rund 6.300 Museen und mehr als 450 Ausstellungshäuser ermöglichen den Austausch und fördern das Verständnis füreinander. Sie bringen uns unsere Geschichte näher und öffnen den Blick für aktuelle, auch kontroverse Themen. Ich habe deshalb besonders gerne die Schirmherrschaft über den 40. Internationalen Museumtag übernommen“, sagte die Bunderatspräsidentin.

Ministerpräsidentin und Bundesratspräsidentin Malu Dreyer Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Ministerpräsidentin und Bundesratspräsidentin Malu Dreyer Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Sie habe ihre Bundesratspräsidentschaft unter das Motto „Zusammen sind wir Deutschland“ gestellt, weil sie die Stärken des demokratischen Miteinanders herausstellen wolle. „Mir ist es besonders wichtig, statt dem Trennenden das Gemeinsame zu sehen und zu leben. Gerade Museen leisten dazu einen großen Beitrag. Sie nehmen sich mit immer mehr spezifischen Angeboten ganz unterschiedlicher Zielgruppen an“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Dies werde auch beim diesjährigen Internationalen Museumstag wieder deutlich, der mit über 4.000 Aktionen in über 1.000 Orten in Deutschland ein vielseitiges Programm biete und deutlich mache, was Museen alles leisteten. „Dies ist auch hier in Rheinland-Pfalz so, das bekanntlich eine starke und vielseitige Museumslandschaft vorweisen kann“, so die Ministerpräsidentin. Sie wies dabei auf eine rheinland- pfälzische Besonderheit hin, denn rund 60 Prozent der über 430 Museen werden ehrenamtlich betrieben, häufig in Trägerschaft eines Vereins. „Wir sind sehr stolz darauf, dass gerade der Bereich der Kultur in Rheinland-Pfalz von einem äußerst lebendigen Ehrenamt geprägt wird“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Sie wünschte dem Internationalen Museumstag viele Besucherinnen und Besucher, die die faszinierende Welt der Museen entdecken und ihre zentrale Aufgabe noch besser verstehen lernen.

Über 1600 Museen in ganz Deutschland öffneten ihre Türen. Nicht überall war es so voll wie im Landesmuseum bei der Eröffnung des 40. Internationalen Museumstages und der Landesausstellung "vorZeiten". Den Festakt konnten Besucher an verschieden platzierten Monitoren bei einem kostenlosen kleinen Imbiss und ein Glas Wein verfolgen. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Über 1600 Museen in ganz Deutschland öffneten ihre Türen. Nicht überall war es so voll wie im Landesmuseum Mainz  bei der Eröffnung des 40. Internationalen Museumstages und der Landesausstellung „vorZeiten“. Den Festakt konnten Besucher an verschieden platzierten Monitoren bei einem kostenlosen kleinen Imbiss und ein Glas Wein verfolgen. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Im Landesmuseum in Mainz fand der offizielle, bundesweite Auftakt des Internationalen Museumtages statt, der unter dem Motto „Spurensuche. Mut zur Verantwortung“ steht. Zugleich wurde die Landeausstellung „vorZeiten.

Thomas Metz, Generaldirektor der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE), für Ministerin Malu Dreyer und die Festgäste durch die Ausstellung. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Thomas Metz, Generaldirektor der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE), führt Ministerpräsidentin Malu Dreyer und die Festgäste durch die Ausstellung. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Archäologische Schätze an Rhein und Mosel“ eröffnet, die zu Ehren des 70-jährigen Jubiläums der Landesarchäologie Rheinland-Pfalz im Landesmuseum bis in den Herbst zu sehen sein wird. „Mit ihr dokumentiert die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz 70 Jahre Landesarchäologie als ganz eigene Spurensuche und Beitrag zum 70. Geburtstag des Landes Rheinland-Pfalz, das so unglaublich reich an Geschichte und reich an archäologischen Schätzen ist. Mein Dank gilt den Kolleginnen und Kollegen der Direktionen und Stabsstellen der GDKE sowie den Ausstellungsgestaltern um Frau Koppenhöfer für ihr großes Engagement bei der Realisierung dieser Ausstellung“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Der vom Internationalen Museumsrat (ICOM) jährlich im Mai weltweit ausgerufene Tag macht auf die Bedeutung und Vielfalt der Museen aufmerksam. In Deutschland wird der Internationale Museumstag maßgeblich von den Stiftungen und Instituten der Sparkassen-Finanzgruppe unterstützt und vom Deutschen Museumsbund und ICOM Deutschland in enger Kooperation mit den Museumsorganisationen und Beratungsstellen auf Bundesebene und in den Ländern umgesetzt. Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass der Internationale Museumstag erneut ein großer Erfolg werden wird. Mit Sonderführungen, Workshops, Aktionen, Vorträgen, einem Blick hinter die Kulissen und Museumsfesten vermitteln die Museen einen Einblick in ihre Arbeit und bieten den Besuchern ein vielfältiges Programm.

Prof. Dr. Eckart Köhne, Präsident des Deutschen Museumsbunds e. V. oto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Prof. Dr. Eckart Köhne, Präsident des Deutschen Museumsbunds e. V. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

„Das Ziel des internationalen Museumstages ist eben, auf die Bedeutung und die thematische Vielfalt der mehr als 6500 Museen in Deutschland und der Museen weltweit aufmerksam zu machen“, betonte Prof. Dr. Eckart Köhne, Präsident des Deutschen Museumsbunds e. V.
Als lebendige Foren der Geschichte, bieten Museen die Möglichkeit Museumsobjekten als Zeugen einer anderen Kultur oder Zeit zu begegnen. Denn jedes Objekt trägt Spuren, hat eine Geschichte und gibt Anlass für Erzählungen. Eine Stimme erhalten die Exponate im Museum. In Führungen, Sammlungen und Ausstellung kommen sie zu Wort, lenken den Blick auf Themen, denen man mitunter lieber aus dem Weg geht, bringen möglicherweise Verdecktes an den Tag und sparen auch die Schattenseiten der Geschichte und Gegenwart nicht aus.

 Prof. Dr. Beate Reifenscheid-Ronnisch, Präsidentin von ICOM Deutschland – Deutsches Nationalkomitee des Internationalen Museumsrates. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Prof. Dr. Beate Reifenscheid-Ronnisch, Präsidentin von ICOM Deutschland – Deutsches Nationalkomitee des Internationalen Museumsrates. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

„Die Museen haben viel viel mehr Aufgaben als sie das vielleicht vor 20, 30 Jahren noch hatten. Da waren sie wirklich diese Orte des Sammelns, Bewahrens und eben auch ein bisschen Vermittlung,“ unterstrich Prof. Dr. Beate Reifenscheid-Ronnisch, Präsidentin von ICOM Deutschland – Deutsches Nationalkomitee des Internationalen Museumsrates. Heute stünde viel stärker die Vermittlung im Fokus, was natürlich auch hieße, zu fragen: „Was will ich eigentlich mit einem Museum oder mit Sammlungsobjekten vermitteln? Wer sucht aus, was ausgestellt wird? Wer legt das thematisch fest? Welches Objekt bekommt welche Deutungshoheit?“, so Prof. Reifenscheid-Ronnisch. Und was bedeute es, wenn man ein Objekt hat, das durch die Zeiten hinweg gehändelt wird und jeweils andere Perspektiven bekommen kann. Welche Perspektive sei die gültige? Gäbe es überhaupt eine gültige oder gäbe es viele mögliche oder mehrere zu einer bestimmten Zeit?, fragte die Präsidentin, und ist sich sicher, dass Deutung und Rezeption der Exponate auch der Wahrnehmung unterworfen sind, womit sie auch auf die neue Landesausstellung „vorZeiten – Archäologische Schätze an Rhein und Mosel“ zielte. „Ich glaube, das werden Sie nachher in der großen Landesausstellung ganz sicher sehen, weil Archäologie uns nicht unbedingt ganz nah ist. Die Objekte mögen zu uns sprechen, aber das was wir sehen, ist sicher nicht nur die Oberfläche, und da bedarf es natürlich der multiperspektivischen Wahrnehmung!“, so Prof. Reifenscheid-Ronnisch, die auch auf die gewachsene Verantwortung der Museen hinwies. „Das ist eben die Verantwortung der tatsächlichen Wissenschaft, die Verantwortung der Vermittlung, und zwar durch alle Bürgerschichten hindurch und durch alle Altersstufen, und natürlich auch mit Menschen, die möglicherweise bis dato weitgehend vom Museum ausgegrenzt wurden. Es geht also immer mehr darum, wirklich jedem das Museum auf unterschiedlichsten Ebenen der Verantwortung nahezubringen.“, so Prof. Reifenscheid-Ronnisch.

Dr. Stefan Korbach, Mitglied des Vorstandes der SV-Sparkassenversicherung mit Sitz in Wiesbaden Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Dr. Stefan Korbach, Mitglied des Vorstandes der SV-Sparkassenversicherung mit Sitz in Wiesbaden Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Dr. Stefan Korbach, Mitglied des Vorstandes der SV-Sparkassenversicherung mit Sitz in Wiesbaden, betonte, dass die Sparkassenversicherungen als größter Kulturförderer nach der Öffentlichen Hand sich dieser Aufgabe gern stellten. Denn für sie seien Museen ganz wichtige Orte, weswegen sie ganz bewusst Parnter von Museen seien, insbesondere auch von Einrichtungen, die sich den Religionen widmeten.

 

 

Thomas Metz, Generaldirektor der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Thomas Metz, Generaldirektor der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Thomas Metz, Generaldirektor der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) leitet von der Eröffnung des 40. Internationalen Museumstags zur neuen Landesausstellung „vorZeiten. Archäologische Schätze an Rhein und Mosel“ über, die zu Ehren des 70-jährigen Jubiläums der Landesarchäologie Rheinland-Pfalz im Landesmuseum an diesem Tag ihre Tore öffnet. Der Generaldirektor gab einen kundigen Abriss über die einzigartige Ausstellung und dankte allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der GDKE und Landesarchäologie für diese großartige Leistung. „Ich bin stolz auf meine Mitarbeiter!“, so Metz. Seit nunmehr 70 Jahren sei es die Aufgabe der Landesarchäologie, den Bestand an erdgeschichtlichen und archäologischen Kulturdenkmälern zu erforschen, zu sichern und für kommende Generationen zu bewahren. Doch damit sei ihre Aufgabe nicht getan. Erdgeschichte und Archäologie, so Thomas Metz, gehören zum gemeinsamen historischen Erbe und seien Teil unserer Geschichte. Der längste Teil dieser Geschichte sei jedoch nur durch die Funde und Befunde im Boden erhaltener Überreste zu erschließen. Erst indem die Ärchäologie den Bodenfund wissenschaftlich untersuche und ihm so seine Informationen entlocke, bringe sie ihn zum Sprechen. Damit trage sie entscheidend zu Beantwortung der Fragen bei, die uns alle bewegten: Woher kommen wir?, Wer sind wir? Und „Wohin gehen wir?“

Minsterpräsidentin Malu Dreyer mit Dr. Dr. Axel von Berg, Landesarchäologe, Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, vor der Drachenstandarte aus dem Römerkastell Niederbieber.  Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Minsterpräsidentin Malu Dreyer mit Dr. Dr. Axel von Berg, Landesarchäologe,
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, vor der Drachenstandarte aus dem Römerkastell Niederbieber.
Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Der Generaldirektor, der kurz die neun Schwerpunktthemen der Ausstellung, Erdgeschichte, Steinzeit, Bronzezeit, Eisenzeit, Römerzeit, Völkerwanderungszeit (Spätantike), Frühes Mittelalter, Mittelalter und Neuzeit, ansprach und besonders bei den Städten Trier und Mainz ins Schwärmen geriet, überraschte die Ministerpräsidentin und Gäste mit einem ungewöhnlichen Geschenk, einer „Drachenstandarte“ aus rotem Transparent-Papier. Diese Papier-Replik hatte die Museumspädagogik mit Kindern nach dem Vorbild des römischen Drachenkopfes gebastelt, der im Kastell Niederbieber/Neuwied gefunden wurde. Es ist eines der zahlreichen Highlights der Ausstellung „vorZeiten“, wovon sich Malu Dreyer und die Gäste beim anschließenden ersten Rundgang durch die Ausstellung gleich überzeugen konnten.