Kategorie-Archiv: Ehrenamtliches Engagement

Verleihung des Brückenpreises 2019 für soziale Integrationsprojekte in Rheinland-Pfalz

Verleihung des Brückenpreises 2019 am 30. November 2019 in der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz durch Ministerpräsidentin Malu Dreyer. © Foto: Diether v Goddenthow
Verleihung des Brückenpreises 2019 am 30. November 2019 in der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz durch Ministerpräsidentin Malu Dreyer. © Foto: Diether v Goddenthow

„Mit dem Brückenpreis möchte ich den Helden und Heldinnen des Alltags danken und ihr Engagement öffentlich machen. Die Auszeichnung stellt die Menschen in den Vordergrund, die mit ihrem Engagement Brücken bauen und zum Zusammenhalt in unserer Gesellschaft beitragen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei der Verleihung des Brückenpreises im Rahmen einer Feierstunde in der Mainzer Staatskanzlei. Gesellschaftliche Integration gelinge dort, wo Menschen Mut haben, eine Idee verwirklichen, anpacken und Verantwortung übernehmen. Das hätten die sieben Preisträger und Preisträgerinnen in besonderer Weise getan.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Ihr Engagement baut Brücken zwischen Menschen. © Foto: Diether v Goddenthow
Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Ihr Engagement baut Brücken zwischen Menschen. © Foto: Diether v Goddenthow

„Wir können in Rheinland-Pfalz stolz darauf sein, dass sich fast die Hälfte unserer Bevölkerung ehrenamtlich engagiert. Das Thema Ehrenamt und Bürgerbeteiligung steht auch deshalb ganz oben auf meiner politischen Agenda. Mir ist es wichtig, dass wir gemeinsam gute Rahmenbedingungen gestalten“, so die Ministerpräsidentin. Neben konkreten Unterstützungsangeboten gehe es auch darum, den engagierten Menschen die Wertschätzung zukommen zu lassen, die sie verdienten.

Mit dem Brückenpreis sollen Projekte, Organisationen oder Initiativen geehrt werden, die das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung, den Dialog von Jung und Alt, das Zusammenleben mit unseren europäischen Nachbarn, die Integration von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Sprache und Hautfarbe sowie den Kampf gegen soziale Benachteiligung, Ausgrenzung und Diskriminierung fördern. Darüber hinaus sollen Kommunen und kommunale Projekte gewürdigt werden, die sich in besonderer Weise um die Förderung von bürgerschaftlichem Engagement und Bürgerbeteiligung verdient gemacht haben. Der Brückenpreis wird zum zwölften Mal vergeben. Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten eine stilisierte Brücke, eine Urkunde und jeweils 1.000 Euro als finanzielle Unterstützung für ihr Engagement.

Kategorie 1 „Bürgerschaftliches Engagement von Jung und Alt“

Malteser Hilfsdienst e.V. Diözese Speyer mit dem Projekt „Junior-Demenzbegleiter“

Malteser Hilfsdienst e.V. Diözese Speyer mit dem Projekt „Junior-Demenzbegleiter“. © Foto: Diether v Goddenthow
Malteser Hilfsdienst e.V. Diözese Speyer mit dem Projekt „Junior-Demenzbegleiter“. © Foto: Diether v Goddenthow

Im Rahmen des Projektes werden Jugendliche in theoretischen und praktischen Einheiten im Umgang mit demenziell veränderten Menschen geschult und verbringen beim gemeinsamen Spielen, Vorlesen oder bei Gesprächen Zeit mit ihnen. Die Besuche finden in kooperierenden Betreuungseinrichtungen statt. Ziel des Projektes ist es, Verständnis und Wissen über Demenz aufzubauen und eine generationenübergreifende Bereicherung zu schaffen. Der Einsamkeit vieler Senioren und gleichzeitig der Unsicherheit junger Menschen im Umgang mit den Themen Alter, Demenz und Pflege soll entgegengewirkt werden. Beide Seiten, Alt und Jung, profitieren voneinander.

Kategorie 2 „Bürgerschaftliches Engagement von Menschen mit und ohne Behinderung“

„Sportgemeinschaft DJK 1909 e.V. Andernach – Manu´s Teakwondo“

„Sportgemeinschaft DJK 1909 e.V. Andernach – Manu´s Teakwondo“, generations- und handycap-übergreifend. © Foto: Diether v Goddenthow
„Sportgemeinschaft DJK 1909 e.V. Andernach – Manu´s Teakwondo“, generations- und handycap-übergreifend. © Foto: Diether v Goddenthow

Die Mitglieder der Abteilung Taekwondo der Sportgemeinschaft DJK 1909 e.V. gehören zu den erfolgreichsten Taekwondo-Sportlern im Bereich U12, U15 und U18. Neben der Qualität der sportlichen Ausbildung zeigen sie eindrucksvoll die verbindende Wirkung einer Sportart zwischen Sportlern mit und ohne Handicap und auch zu Athleten mit Migrationshintergrund. Neben dem Erlernen von Taekwondo geht es der Sportgemeinschaft um die Vermittlung ethischer und sozialer Werte. Sie unterstützen die jungen Sportler bei einer selbstbewussten und vorurteilsfreien Integration in unsere Gesellschaft.

Kategorie 3 „Bürgerschaftliches Engagement von Deutschen und Migrantinnen/Migranten“

„Rainbow Refugees Mainz“

„Rainbow Refugees Mainz“. © Foto: Diether v Goddenthow
„Rainbow Refugees Mainz“. © Foto: Diether v Goddenthow

Minderheiten innerhalb von Minderheiten haben es besonders schwer. Deshalb hilft Rainbow Refugees Mainz LSBTIQ-Geflüchteten (lesbisch, schwul, bi-, trans- und intersexuell) in Mainz und anderen Städten in Rheinland-Pfalz. Die Organisation leistet Beratung und Krisenintervention bei Mobbing und Gewalt in Gemeinschaftsunterkünften. Sie unterstützt die geflüchteten Menschen bei der Wohnungs- und Jobsuche, begleitet sie bei Gerichtsverfahren oder Behördengängen. Ein regelmäßiger Stammtisch ermöglicht Austausch und Gemeinschaft. Bisher wurden 100 geflüchtete Menschen betreut.

Kategorie 4 „Bürgerschaftliches Engagement gegen soziale Benachteiligung, Ausgrenzung und Diskriminierung“

„Wohnsitzlos in Mainz e.V.“

„Wohnsitzlos in Mainz e.V.“. © Foto: Diether v Goddenthow
„Wohnsitzlos in Mainz e.V.“. © Foto: Diether v Goddenthow

Der 2018 gegründete Verein, der aus der gleichnamigen Initiative hervorging, sensibilisiert für die Situation obdachloser Menschen und begleitet sie auf ihrem Weg in ein besseres Leben. Die Ehrenamtlichen leisten Hilfe im Alltag und in Notsituationen und organisieren Sachspenden über eine Facebook-Gruppe. Der Verein kooperiert mit dem Tagesaufenthalt und der Kleiderkammer der Mission Leben gGmbH in Mainz und bietet Selbstverteidigungskurse für Wohnsitzlose an. Durch Begegnungen auf Augenhöhe wirbt der Verein für Toleranz und Verständnis und baut Berührungsängste ab. In dem Verein engagieren sich Menschen mit Wohnsitz und ohne Wohnsitz, das schafft ein größeres Verständnis für die notwendige Unterstützung und baut Vorurteile ab.

SCHMIT-Z e.V. Queeres Zentrum Trier

SCHMIT-Z e.V. Queeres Zentrum Trier. © Foto: Diether v Goddenthow
SCHMIT-Z e.V. Queeres Zentrum Trier. © Foto: Diether v Goddenthow

Das 1993 gegründete „SCHMIT-Z“ versteht sich als schwul-lesbisches und queeres Zentrum in Trier. Der Verein setzt sich für die Rechte von Schwulen und Lesben sowie Transgender ein, wirbt bei zahlreichen Aktivitäten in der Öffentlichkeit für mehr Akzeptanz und leistet Beratungs- und Aufklärungsarbeit. Das Zentrum bietet vielen Gruppen Heimat, wie zum Beispiel einer betreuten Jugendgruppe, einer Transgender Gruppe oder einer Gruppe queerer Familien. Mittlerweile hat der Verein viele Förderer und Mitglieder und bietet Menschen gerade in der „Outing-Phase“ Unterstützung und Offenheit. Eigene Veranstaltungen wie der „Rosa-Karneval“ haben sich fest etabliert.

Kategorie 5 „Bürgerschaftliches Engagement in grenzüberschreitender Zusammenarbeit“

„Freundschaftskreis Friedensdorf in Mayen“

„Freundschaftskreis Friedensdorf in Mayen“. © Foto: Diether v Goddenthow
„Freundschaftskreis Friedensdorf in Mayen“. © Foto: Diether v Goddenthow

Seit 30 Jahren betreut der Freundschaftskreis Friedensdorf Mayen im Elisabethkrankenhaus in Mayen kranke und verletzte Kinder, die das Friedensdorf aus dem Ausland nach Deutschland holt. Sie versuchen, ihnen für die Zeit ihrer Behandlung in Deutschland so gut es geht die fehlenden Eltern zu ersetzen. In den letzten Monaten ist es gelungen, jüngere Leute für das Projekt anzusprechen. So können die kranken Kinder täglichen Betreuungsbesuch bekommen. Außerdem gibt es eine Kreativgruppe, die Hand- und Bastelarbeiten zum Verkauf anbietet.

Kategorie 6 „Projekte kommunaler Engagement- und Beteiligungsförderung“

„Verbandsgemeinde Kaisersesch – Mehrgenerationenhaus Schieferland Kaisersesch“

„Verbandsgemeinde Kaisersesch – Mehrgenerationenhaus Schieferland Kaisersesch“. © Foto: Diether v Goddenthow
„Verbandsgemeinde Kaisersesch – Mehrgenerationenhaus Schieferland Kaisersesch“. © Foto: Diether v Goddenthow

Das 2014 installierte Projekt „der Kümmerer vor Ort“ in der VG Kaisersesch will im Zuge des demografischen Wandels Menschen ermöglichen, bis ins hohe Alter im vertrauten Wohnumfeld zu bleiben und dort gut und gerne zu leben. Das Projekt ist mittlerweile in acht Ortsgemeinden angesiedelt. Ehrenamtliche bieten unterschiedlichste Hilfestellungen an und bringen sich nach ihren eigenen Wünschen, Neigungen und Möglichkeiten ein. Die Kümmerer sind vernetzt und jederzeit mit einer hauptamtlichen Mitarbeiterin der Verwaltung als zentrale Anlaufstelle verbunden. Es finden regelmäßige Treffen zum Austausch und zur Weiterbildung statt.

7. Bürgerempfang: Ministerpräsidentin Malu Dreyer dankt allen Helden des Alltags für ihr ehrenamtliches Engagement

Ministerpräsidentin Malu Dreyer dankt Helden und Heldinnen des Alltags beim 7. Bürgerempfang in der Mainzer Staatskanzlei. Musikalisch umrahmt von den „Men in Blue“, den Blechbläsern des Landespolizeiorchesters.© Foto: H. v. Goddenthow.
Ministerpräsidentin Malu Dreyer dankt Helden und Heldinnen des Alltags beim 7. Bürgerempfang in der Mainzer Staatskanzlei. Musikalisch umrahmt von den „Men in Blue“, den Blechbläsern des Landespolizeiorchesters.© Foto: Atelier Goddenthow.

„Ihr bürgerschaftliches Engagement verbindet Menschen, es baut Brücken zwischen verschiedenen Gruppen und Lebenswelten und ist damit ein wichtiger Faktor des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Es ist gelebte Demokratie“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer am Samstag beim siebten Bürgerempfang in der Staatskanzlei. In diesem Jahr waren rund 300 ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger eingeladen. „Ich weiß, dass ein Großteil der Arbeit im ehrenamtlichen Bereich im Verborgenen bleibt. Aber ich möchte, dass Sie wissen: Ihre Mühe und der Einsatz für Ihre Herzensprojekte werden wahrgenommen und wertgeschätzt“, betonte sie. Diese Anerkennung und den Dank zu vermitteln, sei die Intention des Bürgerempfangs.

In diesem Jahr waren rund 300 ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger eingeladen.© Foto: Atelier . v. Goddenthow.
In diesem Jahr waren rund 300 ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger eingeladen.© Foto: Atelier . v. Goddenthow.

In diesem Jahr waren aus allen zwölf kreisfreien Städten und den 24 Landkreisen Bürger und Bürgerinnen eingeladen, die sich in besonderem Maße in den Kommunen einsetzen und diese so direkt vor Ort stärken. So sind die Gäste beispielsweise engagiert in der Nachbarschaftshilfe, der Feuerwehr, der Brauchtumspflege, bei der Kulturarbeit, in Wander- oder Heimatvereinen, Büchereien, in der Seniorenarbeit und Flüchtlingshilfe oder engagieren sich im Sport oder der Kommunalpolitik. Sie hatten in kurzen Gesprächen die Gelegenheit, sich mit der Ministerpräsidentin auszutauschen. „Ich bin persönlich immer sehr gespannt, von den Projekten der Menschen zu hören. Sie sind in ihren Kommunen die Anpacker, die Vernetzer, die helfenden Hände, überall dort, wo Unterstützung vor Ort gebraucht wird“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Sie beeindrucke in jedem Jahr, mit wieviel Herzblut engagierte Bürger und Bürgerinnen sich für ihre Gemeinschaft einsetzten, sagte die Ministerpräsidentin.

Bei herrlichem Wetter „Men in Blue“ im Hof der Staatskanzlei.© Foto: H. v. Goddenthow.
Bei herrlichem Wetter „Men in Blue“ im Hof der Staatskanzlei.© Foto: H. v. Goddenthow.

Rheinland-Pfalz sei im bundesweiten Vergleich Spitzenreiter im ehrenamtlichen Engagement, fast jeder und jede Zweite ist ehrenamtlich tätig. „Ich bin froh, in einem Land zu leben, in dem es so vielen Menschen wichtig ist, sich für das Gemeinwohl einzusetzen“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Die Landesregierung unterstütze dieses Engagement, etwa durch die Einführung der Ehrenamtskarte, die Einrichtung der Leitstelle Ehrenamt und Bürgerbeteiligung oder die Initiative „Ich bin dabei!“.

Die rheinhessische Weinkönigin Anna Göhring  verkostete mit den Gästen Weine. © Foto: H. v. Goddenthow.
Die rheinhessische Weinkönigin Anna Göhring verkostete mit den Gästen Weine. © Foto: H. v. Goddenthow.

Den Gästen wurde beim Bürgerempfang in der Staatskanzlei ein buntes und vielfältiges Rahmenprogramm geboten. Sie konnten mit der rheinhessischen Weinkönigin Anna Göhring Weine verkosten, bei Führungen durch die Staatskanzlei einen Blick „hinter die Kulissen“ werfen, sich zu verschiedenen Themen wie beispielsweise 100 Jahre Frauenwahlrecht und 70 Jahre Grundgesetz informieren sowie am Schreibtisch von Ministerpräsidentin Malu Dreyer Platz nehmen. Musikalisch begleiteten unter anderem die „Men in Blue“, die Blechbläser des Landespolizeiorchesters, den Tag. Zudem spielte die Saxophonistin Stephanie Winzen gemeinsam mit dem Gitarristen Alex Litau. Das Saxophon ist 2019 das Instrument des Jahres und Stephanie Winzen dessen Schirmherrin in Rheinland-Pfalz.

Die Delegationen der zwölf kreisfreien Städte und  24 Landkreise ließen es sich nicht nehmen ein Foto mit ihrer Ministerpräsidentin als Andenken nach Hause zu nehmen, hier des Kreises Ahrweiler.  © Foto: Atelier . v. Goddenthow.
Die Delegationen der zwölf kreisfreien Städte und 24 Landkreise ließen es sich nicht nehmen ein Foto mit ihrer Ministerpräsidentin als Andenken nach Hause zu nehmen, hier des Kreises Ahrweiler. © Foto: Atelier . v. Goddenthow.

17 Personen und Institutionen gestern mit dem Frankfurter Bürgerpreis geehrt

Verleihung des Bürgerpreises am 16. August 2018 im Frankfurter Römer. © Stadt Frankfurt am Main / Foto: Maik Reuss
Verleihung des Bürgerpreises am 16. August 2018 im Frankfurter Römer. © Stadt Frankfurt am Main / Foto: Maik Reuss

(ffm) Die Stadt Frankfurt am Main und die Stiftung der Frankfurter Sparkasse haben am Donnerstag, 16. August, im Kaisersaal den Frankfurter Bürgerpreis für vorbildliches ehrenamtliches Engagement vor Ort verliehen. Die Ausgezeichneten freuen sich über Preisgelder in Höhe von insgesamt 10.000 Euro.

Der Bürgerpreis für Ehrenamtliche wird damit bereits zum elften Mal vergeben. Zum Jahresmotto „Zukunft braucht Zusammenhalt“ bewarben sich 70 Ehrenamtliche oder wurden vorgeschlagen. Die ehrenamtliche Leistung aller Kandidaten wird mit der feierlichen Preisverleihung im Frankfurter Römer gewürdigt.

Die Auszeichnung erhalten 17 Menschen, Vereine und Projekte, die sich in den Kategorien U21, Alltagshelden, Engagierte Unternehmer und Lebenswerk mit besonders guten Ideen und herausragendem Engagement hervorgetan haben. Den Frankfurter Bürgerpreis 2018 überreichten Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker und Robert Restani, Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse.

Uwe Becker betonte bei der Preisverleihung: „Die Bereitschaft sich neben dem häufig fordernden Alltag zusätzlich ehrenamtlich einzubringen, verdient gesellschaftliche Anerkennung. Mit dem Bürgerpreis, den wir im Kaisersaal verleihen, möchten wir die Helden des Alltags würdigen und uns bei Ihnen als wichtige Säule unserer Gesellschaft bedanken. Sie machen Frankfurt und die Region lebens- und liebenswert. Mein Dank gilt auch dem langjährigen Engagement der Frankfurter Sparkasse zur Förderung des Ehrenamts.“

Robert Restani fügte hinzu: „Ehrenamtliche setzen sich vorbehaltlos für ihre Umwelt und unsere Gemeinschaft ein. Die Frankfurter Sparkasse und ihre Stiftung wollen mit der Ausschreibung des Bürgerpreises genau diese Menschen ins Licht der Öffentlichkeit rücken. Denn gesellschaftliches Engagement ist das unverzichtbare Rückgrat unserer Stadt.“

Die Preisträger 2018 im Überblick
In der Kategorie U21 wurden Lokale Agenda 21 (Offenbach), das StadtschülerInnenrat Frankfurt am Main und Vane Beglaryan ausgezeichnet. In der Kategorie Alltagshelden erhielten der Verein Bienen·Baum·Gut, Norbert Rehner, Michael Otto, Sabine Knopp, Christian Schreck, Andreas Kraft, der Verein Frankfurter Nidda-Pächter und PolymerFM ebenfalls den Preis. Jasmina Djordjevic – Bücher Bärsch wurde in der Kategorie engagierte Unternehmer ausgezeichnet. Einen Preis für ihr Lebenswerk erhielten Stefan Kunze, Elfi König, Alfons Gerling, Harald Seehausen und das Ehepaar Erika und Manfred Kramer.

Paulskirche: Oberbürgermeister Peter Feldmann begrüßt 600 Ehrenamtliche zur Verleihung der Ehrenamts-Card in der Paulskirche

Vergabe der Frankfurter Ehrenamts-Card 2018 in der Paulskirche: OB Peter Feldmann mit Renate Drüker (links) und Renata Berlin (mitte), die stellvertretend für alle 1000 Ehrenamtliche die Card2018 in Empfang nahmen.© Foto: Diether v. Goddenthow
Vergabe der Frankfurter Ehrenamts-Card 2018 in der Paulskirche: OB Peter Feldmann mit Renate Drüker (links) und Renata Berlin (mitte), die stellvertretend für alle 1000 Ehrenamtliche die Card2018 in Empfang nahmen.© Foto: Diether v. Goddenthow

(ffm) Oberbürgermeister Peter Feldmann hat am Dienstag, 28. Mai, das herausragende Engagement von Bürgerinnen und Bürgern gewürdigt, die ehrenamtlich in Frankfurter Vereinen, Verbänden und gemeinnützigen Organisationen tätig sind. Er sagte: „Unsere Stadt braucht Menschen, die sich engagieren und Verantwortung übernehmen, die anpacken. Ehrenamtliches Engagement hat in Frankfurt eine lange Tradition und ist Markenzeichen unserer Stadt. Allen Engagierten gilt mein herzlicher Dank.“

Mit der Ehrenamts-Card können hessenweit Vergünstigungen beim Besuch von öffentlichen und privaten Einrichtungen und Veranstaltungen in Anspruch genommen werden. Die E-Card bietet vielfältige Möglichkeiten, attraktive Angebote für die ganze Familie zu nutzen, sie gewährt kostenlosen Eintritt in viele Museen, ermäßigten Eintritt in Schwimmbädern und bei Sportveranstaltungen und darüber hinaus die Teilnahme an Verlosungen für Freikarten und Sonderaktionen zu bestimmten Veranstaltungen.

In Frankfurt können beispielsweise die Frei- und Hallenbäder, die Eissporthalle sowie Zoo und Palmengarten mit Ermäßigung besucht werden. In diesem Jahr sind neue Partnerorganisationen dazugekommen, die das Angebot an Vergünstigungen für langjährig ehrenamtlich Aktive erweitern.

Fast bis auf den letzten Platz hatten  Frankfurts "Ehrenamtliche" die Paulskirche "besetzt". © Foto: Diether v. Goddenthow
Fast bis auf den letzten Platz hatten Frankfurts „Ehrenamtliche“ die Paulskirche „besetzt“. © Foto: Diether v. Goddenthow

Für das Jahr 2018 ist das Kontingent der jährlich zu vergebenden 1000 Karten bereits erschöpft. Die Antragstellung für besonders engagierte Frankfurter, die sich seit mindestens fünf Jahren für mindestens fünf Stunden pro Woche in einer oder mehrerer gemeinnützig tätiger Organisationen einbringen, ohne eine pauschale Aufwandsentschädigung zu erhalten, ist ab 2019 wieder möglich.

Bürgerempfang Ehrenamtlicher des wirtschaftlichen Sektors bei Ministerpräsidentin Malu Dreyer

Beim sechsten Bürgerempfang der Ministerpräsidentin Malu Dreyer am 21.April 2018 in der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz huldigte auch Constantin Offel von der Schule für Clowns seiner Ministerpräsidentin. © Foto: Diether v. Goddenthow
Beim sechsten Bürgerempfang der Ministerpräsidentin Malu Dreyer am 21.April 2018 in der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz huldigte auch Constantin Offel von der Schule für Clowns seiner Ministerpräsidentin. © Foto: Diether v. Goddenthow

Ganz unter Raiffeisens Leitidee „Gemeinsam kann man mehr erreichen“, stand am 21. April 2018 der Bürgerempfang  in der Rheinland-Pfälzischen Staatskanzlei Mainz. Bereits zum sechsten Mal hatte Ministerpräsidentin Malu Dreyer ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger in die Staatskanzlei eingeladen, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen und ihnen für die wichtige Arbeit zu danken. „Das Engagement der Ehrenamtlichen ist unverzichtbar und unbezahlbar. Es stärkt unsere Gesellschaft, die ohne eine lebendige soziale Kultur nicht funktionieren würde. Als Ministerpräsidentin ist es mir wichtig, den Ehrenamtlichen Danke zu sagen für die vielen Stunden, die sie freiwillig für einen guten Zweck aufwenden“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer über die Idee des Bürgerempfangs.

„Was einer nicht alleine schafft, schaffen viele gemeinsam“ ist das Leitbild von Raiffeisens Genossenschaftsidee, die auf Solidarität und gegenseitiger Verantwortung beruht, und es ist auch das Motto dieses Bürgerempfangs, rief Ministerpräsidentin Malu Dreyer den rund 270 ehrenamtlich tätigen Gästen beim Bürgerempfang zu.  © Foto: Diether v. Goddenthow
„Was einer nicht alleine schafft, schaffen viele gemeinsam“ ist das Leitbild von Raiffeisens Genossenschaftsidee, die auf Solidarität und gegenseitiger Verantwortung beruht, und es ist auch das Motto dieses Bürgerempfangs, rief Ministerpräsidentin Malu Dreyer den rund 270 ehrenamtlich tätigen Gästen beim Bürgerempfang zu. © Foto: Diether v. Goddenthow

„Was einer nicht alleine schafft, schaffen viele gemeinsam“ ist das Leitbild von Raiffeisens Genossenschaftsidee, die auf Solidarität und gegenseitiger Verantwortung beruht. „Im Jubiläumsjahr der rheinland-pfälzischen Sozialreformer Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Karl Marx war es mir ein Anliegen, mit denjenigen zu sprechen, die sich ehrenamtlich im wirtschaftlichen Bereich engagieren und der Frage nachgehen, wie wir die Arbeitswelt bestmöglich gestalten können“, sagte die Ministerpräsidentin. „Das soziale, gemeinnützige Engagement von Unternehmen, Unternehmern und Unternehmerinnen spielt im Gemeinwesen eine wichtige Rolle, sei es durch Sponsoring für Vereine, Kooperationen oder durch die Selbstverwaltung in Gremien, Kammern und Verbänden, die die Regionen stärken und damit einen wertvollen Beitrag für wirtschaftlich gute Strukturen im ländlichen Raum leisten.“

In diesem Jahr kamen zahlreiche Gäste, die sich ehrenamtlich im wirtschaftlichen Bereich engagieren, etwa ehrenamtliche Arbeitsmarktmentoren, Senioren-Expertinnen und -Experten, Prüfende und Lotsen bei Industrie- und Handels- sowie Handwerkskammern usw. © Foto: Diether v. Goddenthow
In diesem Jahr kamen zahlreiche Gäste, die sich ehrenamtlich im wirtschaftlichen Bereich engagieren, etwa ehrenamtliche Arbeitsmarktmentoren, Senioren-Expertinnen und -Experten, Prüfende und Lotsen bei Industrie- und Handels- sowie Handwerkskammern usw. © Foto: Diether v. Goddenthow

Die Gäste der Ministerpräsidentin engagieren sich unter anderem für Frauen in der Wirtschaft, in Handwerksinnungen, Wirtschaftsforen, Projektgemeinschaften zur Unterstützung des Einzelhandels, gründeten und unterstützen Bürger- und Winzergenossenschaften, gemeinnützige Baugenossenschaften, Energiegenossenschaften, Start-ups und Berufsanfänger sowie Migrantinnen und Migranten. Sie sind ehrenamtliche Arbeitsmarktmentoren, Senioren-Expertinnen und -Experten, Prüfende und Lotsen bei Industrie- und Handels- sowie Handwerkskammern. Ausgewählt wurden sie von der Ministerpräsidentin, die die Landräte und Landrätinnen sowie Oberbürgermeister und Oberbürgermeisterinnen der zwölf kreisfreien Städte und 24 Landkreise um Vorschläge gebeten hatte.

Weinverkostung mit der Rheinhessischen Weinkönigin Lea Kopp, hier mit Malu Dreyer. © Foto: Diether v. Goddenthow
Weinverkostung mit der Rheinhessischen Weinkönigin Lea Kopp, hier mit Malu Dreyer. © Foto: Diether v. Goddenthow

„Die Landesregierung fördert gesellschaftliches Engagement von Wirtschaftsunternehmen in Kammern und Initiativen sowie Kooperationen und Partnerschaften zwischen Staat, Bürgergesellschaft und Wirtschaft aktiv“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Darüber hinaus stehe die Leitstelle Ehrenamt und Bürgerbeteiligung allen Ehrenamtlichen als Ansprechpartner zur Verfügung. Als Dank für die ehrenamtliche Arbeit aller hat die Ministerpräsidentin 2014 zudem die landesweite Ehrenamtskarte ins Leben gerufen. „Rheinland-Pfalz ist Ehrenamtsland: Nahezu jeder Zweite engagiert sich, prozentual so viele wie in keinem anderen Bundesland. Darauf sind wir sehr stolz“, so die Ministerpräsidentin.

Ein wenig Werbung für die große Karl-Marx-Landesausstellung vom 5.5. bis 21.10.2018 in  Trier
Ein wenig Werbung für die große Karl-Marx-Landesausstellung vom 5.5. bis 21.10.2018 in Trier

Der Empfang wurde von einem bunten Rahmenprogramm begleitet: Den rund 270 Gästen standen alle Türen der Staatskanzlei offen, unter anderem auch das Büro der Ministerpräsidentin. Sie konnten kulinarische Spezialitäten genießen und Weine aus den rheinland-pfälzischen Anbaugebieten verkosten. Dabei beriet sie die rheinhessische Weinkönigin Lea Kopp. Zudem spielten die Wandermusikanten, der Gitarrist David Strack und die Sängerin Esther Ayo für die Gäste. Auch die Schule für Clowns sorgte für Unterhaltung. Es gab Informationen zum Karl-Marx- und zum Raiffeisen-Jubiläum, dem Rheinland-Pfalz-Tag in Worms und zum Thema Ehrenamt. Auch beim Demokratiespiel „Rette die Blunies“, entwickelt von Studierenden der Hochschule Trier, konnten sich die Gäste ausprobieren.

Frankfurter Bürgerpreis: 16 Personen und Institutionen ausgezeichnet

OB Peter Feldmann und Robert Restani überreichen Bürgerpreis an Flüchtlingsprojekt Milena Foto: Bernd_Kammerer
OB Peter Feldmann und Robert Restani überreichen Bürgerpreis an Flüchtlingsprojekt Milena Foto: Bernd_Kammerer

(kus) Die Stadt Frankfurt und die Stiftung der Frankfurter Sparkasse haben am Mittwoch, 26. Juli, im Kaisersaal den Frankfurter Bürgerpreis für vorbildliches ehrenamtliches Engagement vor Ort verliehen. Verbunden ist die Auszeichnung mit Preisgeldern in Höhe von 8000 Euro.

Der Bürgerpreis für Ehrenamtliche wird bereits zum zehnten Mal vergeben. Zum Jahresmotto „Vorausschauend engagiert: real, digital, kommunal“ bewarben sich rund 40 Ehrenamtliche oder wurden vorgeschlagen. Die ehrenamtliche Leistung aller Kandidaten wird mit der feierlichen Preisverleihung im Frankfurter Römer gewürdigt.

Besonders hervorgehoben werden 16 ehrenamtlich tätige Menschen und Vereine, die in den Kategorien U21, Alltagshelden, Engagierte Unternehmer und Lebenswerk Auszeichnungen erhalten. Den Bürgerpreis 2017 überreichten Oberbürgermeister Peter Feldmann und Robert Restani, Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse.

Oberbürgermeister Peter Feldmann betonte bei der Preisverleihung: „Menschen und Projekte, die sich für die Bürgerinnen und Bürger in ihrer Stadt einsetzen, sind unverzichtbar für eine starke und zukunftsfähige Gesellschaft. Ihr Engagement verdient unsere volle Anerkennung und Unterstützung. Bürgerengagement eint unsere Stadt.“

Sparkassenvorstand Robert Restani fügte hinzu: „Die Frankfurter Sparkasse und ihre Stiftung unterstreichen mit der Ausschreibung des Bürgerpreises ihr Selbstverständnis, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und für mehr Lebensqualität einzutreten.“

Die Ehrenamtlichen von youngcaritas Frankfurt und der Schüler Paul Grabisch erhielten in der Kategorie U21 den Bürgerpreis. In der Kategorie Alltagshelden wurden die Lesementorinnen der Ludwig-Weber-Schule, die Initiative Schwanheim/Goldstein bewegt, das Internetcafé @uguste, die ehrenamtlichen Paten-Omas und Paten-Opas, die Ortsverbandsvorsitzende Hannelore Mandelas, das Flüchtlingsprojekt/Flüchtlingscafé Milena, der Verein Freizeit-Helden, Klaus Eberle, Karin Schmidt vom Aktionskomitee Kind im Krankenhaus mit dem Bürgerpreis ausgezeichnet. Der Unternehmer Michael Sittig erhielt ebenfalls den Bürgerpreis. Für ihr Lebenswerk wurden Alfred Linder vom Verein ADFC Frankfurt am Main, Walter Dörsam vom SV Blau-Gelb Frankfurt, Chormusiker Heinz Marx und Renate Traxler von „Lesefreuden“ ausgezeichnet.

Der Frankfurter Bürgerpreis wird jährlich an Ehrenamtliche zu wechselnden Themen vergeben. Er ist Teil einer deutschlandweiten Initiative, bestehend aus Bundestagsabgeordneten, Kommunen und den Sparkassen. Die Frankfurter Preisträger qualifizieren sich automatisch für den nationalen Wettbewerb um den Deutschen Bürgerpreis, der im Dezember 2017 in Berlin vergeben wird.

Breite Kultur ehrenamtlichen Engagements in Rheinland-Pfalz – 5. Bürgerempfang in Mainzer Staatskanzlei

Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat zum fünften Mal ehrenamtlich engagierte Bürge-rinnen und Bürger aus ganz Rheinland-Pfalz in der Staatskanzlei eingeladen. In diesem Jahr sind es vor allem junge Erwachsene, die aus den zwölf kreisfreien Städten und 24 Landkreisen des Landes gekommen waren. Eingerahmt von den Europäischen Miniköchen und den Pfälzer Wandermusikanten dankte die Ministerpräsidentin den Helden und Heldinnen des Alltags. Foto: Diether v. Goddenthow
Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat zum fünften Mal ehrenamtlich engagierte Bürge-rinnen und Bürger aus ganz Rheinland-Pfalz in der Staatskanzlei eingeladen. In diesem Jahr sind es vor allem junge Erwachsene, die aus den zwölf kreisfreien Städten und 24 Landkreisen des Landes gekommen waren. Eingerahmt von den Europäischen Miniköchen und den Pfälzer Wandermusikanten dankte die Ministerpräsidentin den Helden und Heldinnen des Alltags. Foto: Diether v. Goddenthow

Zu ihrem fünften Bürgerempfang hatte Ministerpräsidentin Malu Dreyer am Samstag, den 1. April 2017, vor allem junge Menschen in die Rheinland-Pfälzische Staatskanzlei Mainz eingeladen.
Umrahmt von 60 Jungköchen, der Europäischen Miniköche im Alter ab 10 Jahren und den Pfälzern Wandermusikanten dankte die Rheinlandpfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer den Helden und Heldinnen des Alltags: „Sie sind Menschen, die sich in unserem Land für andere einsetzen – und das ganz unentgeltlich. Ihr Engagement spiegelt genau die Pluralität und den Reichtum des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens wider, für die Rheinland-Pfalz steht“, sagte sie an ihre Gäste gewandt. „Ich finde es schön und es ist mir wichtig, so viele interessante Menschen kennenzulernen, die sich mit großem Einsatz ihrem persönlichen Herzensprojekt widmen. Rheinland-Pfalz braucht solche Menschen. Sie sind die Helden und Heldinnen des Alltags. Ohne ihre tatkräftige Unterstützung würde dieses Land nicht so gut funktionieren. Deswegen danke ich ihnen von ganzem Herzen“, so die Ministerpräsidentin weiter.

Gut 260 junge Ehrenamtliche - der Jugendfeuerwehr, den Kirchen bis zu den Pfadfindern lauschten gespannt der Ansprache. Anschließend konnten sie in Gruppen die Staatskanzlei besichtigen, Filme schauen, sich über alles informieren und untereinander austauschen. Foto: Diether v. Goddenthow
Gut 260 junge Ehrenamtliche – der Jugendfeuerwehr, den Kirchen bis zu den Pfadfindern lauschten gespannt der Ansprache. Anschließend konnten sie in Gruppen die Staatskanzlei besichtigen, Filme schauen, sich über alles informieren und untereinander austauschen. Foto: Diether v. Goddenthow

Rund 260 ehrenamtlich Engagierte aus den zwölf kreisfreien Städten und 24 Landkreisen waren der Einladung der Ministerpräsidentin gefolgt. Im Vordergrund standen auch diesmal die persönliche Begegnung und das Gespräch mit allen Delegationen. Leitgedanke beim diesjährigen Bürgerempfang war „Jung denken, Europa gestalten“. Während der rheinland-pfälzischen Bundesratspräsidentschaft möchte die Ministerpräsidentin insbesondere für die Chancen des demokratischen Miteinanders und ein einiges, freiheitliches Europa werben. „Mir ist es wichtig, dass junge Menschen mitgestalten, ihre Stimme erheben – und auch gesehen und gehört werden. Denn sie alle sind junge Botschafter und Botschafterinnen der Demokratie, sie alle gestalten mit. Das ist in den heutigen Zeiten, in denen Menschen unsere freiheitlich-demokratischen Werte in Frage stellen, wichtiger denn je“, zeigte sich die Ministerpräsidentin überzeugt.

Im Stresemann-Saal gab es den ganzen Tag über Filmvorführungen bei Kaffee und Kuchen.Foto: Diether v. Goddenthow
Im Stresemann-Saal gab es den ganzen Tag über Filmvorführungen bei Kaffee und Kuchen.Foto: Diether v. Goddenthow

Die Demokratie brauche Menschen, die sich für sie einsetzen, die neue Impulse geben und die deutliche Signale für Freiheit, Menschenrechte und eine vielfältige Gesellschaft setzen. So engagieren sich die geladenen Ehrenamtlichen vor allem in Jugendparlamenten, Schüler- und Studierendenvertretungen, bei Aktionen gegen rechts oder auch in der Flüchtlingshilfe. Ebenfalls vertreten waren Engagierte der Feuerwehren, Kirchen und Nachbarschaftshilfen.

Die Ministerpräsidentin im Gespräch mit einer der Gruppen aus 24 Landkreisen u. 12 kreisfreien Städten. Foto: Diether v. Goddenthow
Die Ministerpräsidentin im Gespräch mit einer der Gruppen aus 24 Landkreisen u. 12 kreisfreien Städten. Foto: Diether v. Goddenthow

Ehrenamtliches Engagement sei unverzichtbar, aber keineswegs selbstverständlich. „Deshalb ist mir die Anerkennung und Unterstützung des Ehrenamtes ein Herzensanliegen. Gute Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement zu schaffen, hat einen hohen Stellenwert in der Politik der Landesregierung“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

"Europäische Miniköche" reichen Obstspießchen. Foto: Diether v. Goddenthow
„Europäische Miniköche“ reichen Obstspießchen. Foto: Diether v. Goddenthow

Als eine besondere Form des Dankes habe sie beispielsweise die landesweite Ehrenamtskarte eingeführt, die Wertschätzung mit geldwerten Vorteilen verbinde. „Mittlerweile machen über 100 Kommunen mit und haben die Karte eingeführt. Die Karteninhaber und –inhaberinnen können landesweit bereits rund 475 Vergünstigungsangebote wie ermäßigte Eintrittspreise nutzen“, so die Ministerpräsidentin. Erst kürzlich sei zudem die Altersgrenze von 16 auf 14 Jahre gesenkt worden, um auch das Engagement von jungen Menschen anzuerkennen und zu fördern.

Vielfältige Informationen gab es bei der Landeszentrale für Politische Bildung, Rheinland-Pfalz im zum Café Kabinett umfunktionierten alten Kabinettssaal. Foto: Diether v. Goddenthow
Vielfältige Informationen gab es bei der Landeszentrale für Politische Bildung, Rheinland-Pfalz im zum Café Kabinett umfunktionierten alten Kabinettssaal. Foto: Diether v. Goddenthow

Die zum Bürgerempfang geladenen Engagierten werden auf Vorschlag der jeweiligen Landräte und Landrätinnen wie auch der Oberbürgermeister und Oberbürgermeisterinnen ausgewählt. Rund um das persönliche Treffen mit der Ministerpräsidentin konnten die Gäste die Staatskanzlei besichtigen, sich bei der Landeszentrale für politische Bildung informieren oder sich von den Pfälzer Wandermusikanten, dem Mainzer Singer-Songwriter David Strack und der Schule für Clowns unterhalten lassen.

Frankfurt Hilft: Dankeschönfeier für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe

Foto: Diether v. Goddenthow © massow-picture
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Mit einem gemeinsamen Nachmittag im HR-Sendesaal hatte sich die Stadträtin Professor Dr. Daniela Birkenfeld im Namen der Stadt Frankfurt am Sonntag, 4. September 2016 bei all den Freiwilligen bedankt, die sich für die in Frankfurt ankommenden Geflüchteten engagieren.

Begrü8ung der Gäste durch die Gastgeberin, Stadträtin Prof. Dr. Daniela Birkenfeld © massow-picture
Begrü8ung der Gäste durch die Gastgeberin, Stadträtin Prof. Dr. Daniela Birkenfeld © massow-picture

„Ich denke an die zahlreichen Menschen am Hauptbahnhof, in den Sporthallen, in der Kinderbetreuung der Containeranlagen oder den Kleiderkammern und die vielen kleinen und großen oftmals spontanen Aktionen.“  Dafür bedankte sich die Sozialdezernentin mit einer  interkulturellen ermutigenden  Dankeschönfeier bei rund 500 ehrenamtlichen Helfern und Mitarbeitern entsprechend mit der Frankfurter Flüchtlingshilfe befassten Institutionen.

Frankfurt sei eine Stadt in der sehr viele Menschen mit Migrationshintergrund lebten. Durch die vermehrte Ankunft von Flüchtlingen gewönne dieses Thema noch einmal an Bedeutung, so Frau Birkenfeld. In Darmstadt, Offenbach und Frankfurt hätten sei letztem Jahr die meisten in Hessen angekommene Flüchtlinge Zuflucht gefunden, davon 4500 zugewiesene Flüchtlinge und weitere 550 unbegleitete Kinder und Jugendliche in Frankfurt, so die Sozialdezernentin. Sie rechne allerdings nicht damit, dass die Wanderbewegungen in der Welt abrupt nachlassen werden.

Die Sozialdezernentin machte keinen Hehl daraus, dass Flüchtlingsbegleitung und Integrationsarbeit mitunter einer Herkulesaufgabe gleichkämen: „Diese, Ihre Arbeit ist ganz und gar nicht einfach. Denn sie wird begleitet von Schicksalen, von Berichten aus Kriegsgebieten, von Abschied, unendlicher Trauer und Sehnsucht nach Frieden. Sie haben sich Kindern zugewandt, die sich ohne Eltern nach Deutschland durchgeschlagen haben. Sie sind diejenigen, die die Wilkommenskultur unserer Stadt leben. Das ist alles andere als selbstverständlich und dafür danke ich Ihnen aus ganzem Herzen“, sagte  Daniela Birkenfeld in ihrer Begrüßung.

© massow-picture
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Beim späteren Get-together berichten Ehrenamtliche aus ihrer Praxis, dass mitunter nicht einmal die „Arbeit an sich“, beispielsweise der „Sprachunterricht“, die „lebenspraktischen Hilfen oder  die „Verständigungsschwierigkeiten“  am meisten herausfordern. Viel belastender sei mitunter die unmittelbare Situation mit den geflüchteten Menschen und ihren Familien auszuhalten, nämlich Traumatisierungen,  seelische  Leiden und Kulturelle Hürden usw.  Deshalb müsse man als Helfer lernen, sich auch rechtzeitig abgrenzen zu können, um selbst psychisch stabil und leistungsfähig zu bleiben. Davon hätten alle  am meisten. Niemanden nützten Helfer, die sich am Mitleid  verzehrt hätten. Mit zeitlicher Eingrenzung  ehrenamtlich zu leistender Stunden und  einem „gesunden Egoismus,  nämlich sich selbst regelmäßig auch immer mal etwas Gutes zu tun“, kann diese ehrenamtliche Arbeit, die  auch viel  Lebenssinn, neue Kontakte und Aktivitäten beschert, lange und mit Freude geleistet werden.

Viele Gäste nutzen diese ausgelassenen Stunden der Geselligkeit einander wiederzutreffen oder auch neu kennenzulernen, und ihre Erfahrungen miteinander zu teilen.

Zur Begrüßung gab es schon vor dem Einlass am Haupteingang zum großen Sendesaal des Hessischen Rundfunks „Häppchen aus Afrika“, gefolgt von einem Sekt-Empfang im Foyer. Die musikalische Gestaltung des Nachmittags bestritt das „Ensemble Hope“ unter Leitung von Johanna-Leonore Dahlhoff mit klassischen wie populären afgahanischen und persischen Stücken mit europäischen Einflüssen.

Musikalische Eröffnung mit Bridges - Musik verbindet des Ensemble Hope, welches in unterschiedlicher Formation musikalisch durch die Dankeschönfeier führte. © massow-picture
Musikalische Eröffnung mit Bridges – Musik verbindet des Ensemble Hope, welches in unterschiedlicher Formation musikalisch durch die Dankeschönfeier führte. © massow-picture

Das Ensemble Hope sind Musiker aus dem Projekt „Bridges“. Die Idee von „Bridges – Musik verbindet“ ist es, die Kraft der Musik zu nutzen, um Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten und hier in Deutschland gestrandet sind, zu integrieren, Differenzen zu überwinden und einander verstehen zu lernen. Innerhalb dieses Projektes spielen insgesamt über 60 Musikerinnen und Musiker zusammen. Sie mussten etwa zur Hälfte aus ihrer Heimat fliehen, sind unterschiedlicher Herkunft, Hautfarbe, Kultur und Religion. Die Künstlerinnen und Künstler bekommen bei den Bridgeskonzerten die Möglichkeiten wieder Musik zu machen, ihren Gedanken und Gefühlen eine Stimme zu geben und sich hier in Deutschland eine Existenz als Musiker aufzubauen. Musik verbindet und überwindet unterschiedliche Sprachen, und das kam an diesem Nachmittag einmal mehr rüber.

Frankfurt Babel – der Turmbau zu Babel in Frankfurt??

(v.l) Ursula Matzda-Richter (Gebärdendolmetscherin), Marion Kuchenny (Moderatorin von hr 1, führte durch das Programm) interviewte Choreographin Martina Droste, vom Jungen Schauspiel Frankfurt, die zusammen mit Chris Weinheimer das Projekt "Frankfurt Babel" realisierte. © massow-picture
(v.l) Ursula Matzda-Richter (Gebärdendolmetscherin), Marion Kuchenny (Moderatorin von hr 1, führte durch das Programm) interviewte Choreographin Martina Droste, vom Jungen Schauspiel Frankfurt, die zusammen mit Chris Weinheimer das Projekt „Frankfurt Babel“ realisierte. © massow-picture

Großen Applaus erhielten auch die 14 jugendlichen Geflüchteten und Jugendclubs des „Jungen Schauspiels Frankfurt“ mit Auszügen aus ihrem Stück „Frankfurt Babel“ .  Unter Leitung von Martina Droste und Miriam Schmid griff das Ensemble die biblische Geschichte vom Turmbau zu Babel auf, um  die Bedeutung von Sprache für die Verständigung,  Miteinander und Einleben in neuer „Heimat“ zu thematisieren.  Sprache begrenze Verständigung und sei gleichzeitig die Grundlage für Geschichten, Lebensgeschichten und Geschichten von Grenzen und Visionen, Das Stück mit jungen Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, und solchen, die in Frankfurt aufgewachsen sind, handelte davon Identitäten vielsprachig zu finden und neu zu erfinden,  Die Performance erntete viel Applaus.

Das komplette Stück „Frankfurt Babel“ wird am Schauspiel Frankfut an folgenden Terminen aufgeführt:
12.09.16, 20.00 Uhr
14.10.16, 20.00 Uhr
15.10.16, 20.00 Uhr
Ort:
Schauspiel Frankfurt
Neue Mainzer Straße 17
60311 Frankfurt am Main
Tel. 069.212.37.000
info@schauspielfrankfurt.de

Das internationale Jugend-Ensemble des Stückes "Frankfurt Babel" erhielten viel Applaus. © massow-picture
Das internationale Jugend-Ensemble des Stückes „Frankfurt Babel“ erhielten viel Applaus. © massow-picture

Festredner Edagar Itt – Werte sind die Basis von Allem

Systemischer Coach u.-Olympia-Medaillengewinner Edgar Itt begeisterte das  Publikum. © massow-picture
Systemischer Coach u.-Olympia-Medaillengewinner Edgar Itt begeisterte das Publikum. © massow-picture

Mit einer Kommunikations-Übung zum „aktiven Zuhören“ begann der bekannte Coach und Ex-Olympiamedaillengewinner Edar Itt seinen spannenden und berührenden Fest-Vortrag mit  dem Titel „Werte leben – Was wir gemeinsam erreichen können“. Wir können Menschen nicht motivieren, wir können sie inspirieren, emotionalisieren, sensibilisieren, und wir können ihnen helfen, „und ihr habt Menschen  geholfen, ihr helft Menschen, inspiriert sie und begleitet sie tagtäglich, und daher ist es für mich eine große Ehre heute hier auftreten zu dürfen“, unterstricht Itt die große Leistung der vielen Ehrenamtlichen.  Und weiter sagte er: „Ich habt noch viel mehr getan, denn ihr habt das Wichtigste und Wertvollste, was Menschen geben können, verschenkt, nämlich: Lebenszeit. Diese Zeit kommt nicht mehr zurück, ihr habt diese Lebenszeit Menschen gegeben, die Hilfe brauch, und habt ihnen geholfen, ein Stück wieder Boden zu fassen.“

Itt weiß wovon er spricht, war er doch selbst als uneheliches Kind eines Seitensprungs seiner verheirateten Mutter mit einem US-Soldaten – nach vielerlei Hin- und Her – in einer 1000-Seelengemeinde nördlich von Gelnhausen aufgewachsen und als farbiges Kind Spießruten gelaufen, und nur durch die Solidarität seiner Familie mit gefestigten ethisch-christlichen Werte eine Chance im Leben bekommen hatte. Erst als er nach dem Abi Olympiasieger und in einer Stadt Ehrenbürger wurde, die ihn einst nicht wollte, gehört er dazu.

Die Werte eines Menschen, so wie er es bei seiner Großmutter und Mutter und letztlich auch bei seinem „gehörnten“ Stiefvater erlebte, bilden das menschliche Fundament. Mit gemeinsamen Werten kann man die Welt zu Positiven verändern. Wenn wir gemeinsam diese Wert leben und weiterreichen, können wir es schaffen. Itt begeisterte die vielen Gäste, und ist – dank seiner eigenen Lebensgeschichte – einer der wenigen wirklich authentischen Coaches, der meint, was er sagt.

Ausstellung: Mein Frankfurt und ich

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Im Eingangsbereich zum Foyer war diese Ausstellung mit Bildern der Fotografin Anna Pekala als eine Art „Parade der Kulturen“ aufgestellt. Sie soll über den Tag der Veranstaltung als auch weit über die Grenzen Frankfurts hinaus wirken. Die Portaits auf den Bilder machen die Verflechtung der in Frankfurt lebenden Kulturen mit ihrer Stadt deutlich sichtbar.

 

Frankfurter Bürgerpreis für Integrations-Engagement an 15 Personen und Institutionen verliehen

Noch liegen die 15 Urkunden des Frankfurter Bürgerpreises auf den Tisch. © massow-picture
Noch liegen die 15 Urkunden des Frankfurter Bürgerpreises auf dem Tisch. mit denen  Oberbürgermeister Peter Feldmann und Stephan Bruhn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse. die Bürger auszeichnen werden. © Diether v. Goddenthow

(pia) Die Stadt Frankfurt und die Stiftung der Frankfurter Sparkasse haben am 12. Juli im Kaisersaal den Frankfurter Bürgerpreis für vorbildliches ehrenamtliches Engagement vor Ort verbunden mit Preisgeldern in Höhe von 8.500 Euro verliehen. Preiseträger sind unter anderem der 15-jährige Murtaza Hosseini, die AG Asylcourage der Karl-Rehbein-Schule, die Klasse 9D der Ernst-Reuter-Schule II, die Theatergruppe ZwischenZeit, die Musikschule Clavina und der Vorsitzende des Sportkreises, Roland Frischkorn.

Der Bürgerpreis für Ehrenamtliche wird bereits zum neunten Mal vergeben. Zum Jahresmotto „Deutschland 2016 – Integration gemeinsam leben“ bewarben sich 30 Ehrenamtliche oder wurden vorgeschlagen. Die ehrenamtliche Leistung aller Kandidaten wird mit der feierlichen Preisverleihung im Frankfurter Römer gewürdigt.

Besonders hervorgehoben werden 15 ehrenamtlich tätige Menschen und Vereine, die in den Kategorien U21, Alltagshelden, Engagierte Unternehmer und Lebenswerk Auszeichnungen erhalten. Den Bürgerpreis 2016 überreichten Oberbürgermeister Peter Feldmann und Stephan Bruhn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse.

Oberbürgermeister Peter Feldmann betonte bei der Preisverleihung: „Menschen und Projekte, die sich für die Bürger in ihrer Stadt einsetzen, sind unverzichtbar für eine starke und zukunftsfähige Gesellschaft. Ihr Engagement verdient unsere volle Anerkennung und Unterstützung. Bürgerengagement eint unsere Stadt.“ Stephan Bruhn fügte hinzu: „Die Frankfurter Sparkasse und ihre Stiftung unterstreichen mit der Ausschreibung des Bürgerpreises ihr Selbstverständnis, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und für mehr Lebensqualität einzutreten.“

Der Frankfurter Bürgerpreis wird jährlich an Ehrenamtliche zu wechselnden Themen vergeben. Er ist Teil einer deutschlandweiten Initiative, bestehend aus Bundestagsabgeordneten, Kommunen und den Sparkassen. Die Frankfurter Preisträger qualifizieren sich automatisch für den nationalen Wettbewerb um den Deutschen Bürgerpreis, der im Dezember 2016 in Berlin vergeben wird.

Einer der Preisträger in der Kategorie Alltagshelden – Yusuf Kilic, der Gründer und Leiter der Interkulturellen Bühne Frankfurt – hat bekanntgegeben, dass er den Bürgerpreis nicht annehmen wird. „Wir bedauern diese Entscheidung sehr, denn Herr Kilic bereichert mit seinem Engagement seit über 20 Jahren die kulturelle Vielfalt in unserer Stadt. Wir hätten ihn und seine Projekte sehr gern mit dem Bürgerpreis unterstützt“, betonte Stephan Bruhn.

Preisträger

Kurzportraits der Preisträger

1. Kategorie U21 (drei Preisträger)
Murtaza Hosseini © massow-picture
Murtaza Hosseini mit Oberbürgermeister Peter Feldmann (r.) und Stephan Bruhn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse (l.) © D. v. Goddenthow

Murtaza Hosseini (500 Euro)
Der 15-jährige Afghane musste als Kind aus seiner Heimat fliehen und hat bereits mit 13 Jahren begonnen, Asylbewerber zu unterstützen. Er ist Co-Koordinator einer
Unterkunft in Kelkheim, empfängt die Flüchtlinge bei ihrer
Ankunft, unterstützt bei Fahrten, Anmeldungen und gibt
Deutsch-Kurse.

 

AG Asylcourage der Karl-Rehbein-Schule Hanau  © massow-picture
AG Asylcourage der Karl-Rehbein-Schule Hanau mit Oberbürgermeister Peter Feldmann (r.) und Stephan Bruhn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse (l.) © Diether v. Goddenthow

AG Asylcourage der Karl-Rehbein-Schule (500 Euro)
Die Schüler der AG Asylcourage bieten seit Oktober 2015
einen Deutsch- und Kulturkurs an der Karl-Rehbein-Schule
in Hanau an. Jeder Schüler übernimmt die Patenschaft für
einen Flüchtling. Mit Hilfe einer Sammelaktion wurde ein
Kindergarten in der Flüchtlingsunterkunft in HanauWolfgang
mit Büchern, Bastelsachen und CD-Spielern
ausgestattet.

Klasse 9D der Ernst-Reuter-Schule II Frankfurt  © massow-picture
Klasse 9D der Ernst-Reuter-Schule II Frankfurt mit Oberbürgermeister Peter Feldmann (r.) und Stephan Bruhn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse (l.) © Diether v. Goddenthow

Klasse 9D der Ernst-Reuter-Schule II (500 Euro)
Die Klasse 9D der Ernst-Reuter-Schule II will mit ihrem
Jugendroman „Zwei Wege. Ein Ziel. Auf der Flucht von
Homs nach Frankfurt“ die Leser für die Flüchtlingsthematik
sensibilisieren. Das Flüchtlingsdrama um zwei Freunde aus
Syrien spielt vor dem Hintergrund des gegenwärtigen
Flüchtlingsstroms nach Europa. Mit dem Gewinn des
Buchverkaufs möchte die Klasse die Flüchtlingseinrichtung
CJD Frankfurt unterstützen.

2. Kategorie Alltagshelden (acht Preisträger)
Aliaddin Bahar © massow-picture
Aliaddin Bahar mit Oberbürgermeister Peter Feldmann (l.) und Stephan Bruhn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse (r.)© Diether v. Goddenthow

Aliaddin Bahar (1.000 Euro)
Aliaddin Bahar ist seit 1997 ehrenamtlich und präventiv in
Projekten tätig, die sich stark mit der Integration und
Selbstfindung von Jugendlichen beschäftigen. Dabei sind
seine Projekte bundesweit einmalig, da sie interstrukturell
durch die Bereiche Prävention, Mediation, Sport und
Dokumentarfilm versuchen, sich der Lebenswelt
schwieriger Jugendlicher zu nähern.

Vera Schmidt mit Oberbürgermeister Peter Feldmann (l.) und Stephan Bruhn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse (r.) © massow-picture
Vera Schmidt mit Oberbürgermeister Peter Feldmann (l.) und Stephan Bruhn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse (r.) © Diether v. Goddenthow

Vera Schmidt (1.000 Euro)
Vera Schmidt hat beruflich mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen gearbeitet und darüber hinaus großes ehrenamtliches Engagement für Flüchtlinge durch Spendenaktionen,  Job-,  Ausbildungs-,  Praktika-  und Nachhilfe- Vermittlung,  Begleitung zu verschiedenen Ämtern, Deutschkurs- und Schulanmeldungen und Beratungsstellen, als Freiwillige bei der Erstbetreuung ankommender Flüchtlinge am Hauptbahnhof, ihre Mitarbeit in interkulturellen Vereinen und vieles mehr gezeigt. An der University of Applied Sciences arbeitet Frau Schmidt zudem als Mentorin für die studentischen Flüchtlinge..

Julia Eifert-Burkowski © massow-picture
Julia Eifert-Burkowski mit Oberbürgermeister Peter Feldmann (l.) und Stephan Bruhn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse (r.) © Diether v. Goddenthow

Julia Eifert-Burkowski (500 Euro)
Julia Eifert-Burkowski ist Lehrerin an der Philipp-HolzmannSchule.
Neben ihrer dienstlichen Tätigkeit organisierte sie
ein umfassendes Orientierungs- und Qualifizierungssystem
für Jugendliche. Sie betreut Flüchtlinge in ihrer Freizeit,
macht mit ihnen Ausflüge und Exkursionen und feiert
Feste. Ein positiver Umgang mit migrationsbedingten
Veränderungen der Gesellschaft wird von ihr angestrebt
und vorgelebt.

Arbeitskreis Asyl Maintal © massow-picture
Arbeitskreis Asyl Maintal © Diether v. Goddenthow

Arbeitskreis Asyl Maintal (500 Euro)
Der Arbeitskreis Asyl Maintal gibt Asylbewerbern
Orientierung im neuen Wohn- und Lebensumfeld, begleitet
sie bei ersten Schritten und unterstützt ihre Autonomie und
Selbstverantwortung. Jeder Geflüchtete hat hierfür einen
Paten an seiner Seite.

Zwischenzeit e. V.  © massow-picture
Zwischenzeit e. V. mit Oberbürgermeister Peter Feldmann (l.) und Stephan Bruhn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse (r.) © Diether v. Goddenthow

ZwischenZeit e. V. (500 Euro)
Die ZwischenZeitTheater-Gruppe (jetzt ZwischenZeit e. V.)
entwickelt und spielt seit über 20 Jahren Theaterstücke für
und mit Kindern und Jugendlichen in Kooperation mit Profis
und Amateuren. Ziel ist ein gesundes kulturelles
Miteinander in der Region. Jugendliche, die sich einen
Theaterbesuch nicht leisten können, sollen angesprochen
werden. Der Verein bietet auch Workshops, Theatertage
und –freizeiten und Gewaltpräventionskurse an.

SpielMobil der Kirche in Aktion e. V.  © massow-picture
SpielMobil der Kirche in Aktion e. V. mit Oberbürgermeister Peter Feldmann (mitte r.) und Stephan Bruhn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse (mitte l.)© Diether v. Goddenthow

SpielMobil der Kirche in Aktion e. V. (500 Euro)
Der Verein Kirche in Aktion ist seit Jahren in der
Flüchtlingsarbeit aktiv. Das SpielMobil, ausgestattet mit
verschiedenen Spielen und Unterhaltungsmöglichkeiten,kommt regelmäßig zu unterschiedlichen Standorten im
Rhein-Main-Gebiet. Flüchtlingskinder wurden viel zu früh
mit dem Ernst des Lebens konfrontiert. Im SpielMobil
können die Kinder wieder Kinder sein und sich auf
spielerische Art und Weise Sprachkenntnisse aneignen.

Thomas Speidel  © massow-picture
Thomas Speidel mit Oberbürgermeister Peter Feldmann (r.) und Stephan Bruhn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse (l.)© Diether v. Goddenthow

Thomas Speidel (500 Euro)
Thomas Speidel ist im Sozialwerk Main-Taunus Riedberg
engagiert und kümmert sich um Bürgerinnen und Bürger,
um sie vor Gewalt und Verwahrlosung zu schützen. Er
integriert Menschen, die am Rand der Gesellschaft stehen
mit Ausflügen und gemeinsamen Veranstaltungen.

Speak Out © massow-picture
Speak Out mit Oberbürgermeister Peter Feldmann und Stephan Bruhn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse © Diether v. Goddenthow

Speak Out (500 Euro)
Speak Out ist ein Zusammenschluss von zurzeit rund 80
Freiwilligen, die seit Mitte 2015 Deutschkurse für
Flüchtlinge anbieten. Die Finanzierung von Lehrmitteln und
kulturelle Aktivitäten erfolgt über digitale CrowdfundingAktionen.
Die Aktivitäten werden um die Hilfe bei der Jobund
Ausbildungssuche erweitert.

3. Kategorie Engagierte Unternehmer

U9 Visuelle Allianz GmbH © massow-picture
U9 Visuelle Allianz GmbH mit Oberbürgermeister Peter Feldmann (r.) und Stephan Bruhn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse (l.) © Diether v. Goddenthow

U9 Visuelle Allianz GmbH
Dass Hilfe auch mit Design geht, zeigt die Offenbacher
Kreativagentur U9 mit „Love Painter“ in drei Teilprojekten.
Angefangen hat alles 2015 mit der Fotodokumentation
eines jordanischen Flüchtlingslagers in Zusammenarbeit
mit dem ZDF-Kameramann Silas Koch. Gemeinsam mit
weiteren Initiativen wurde das Vermittlungstool
„Thousands“ zur besseren Koordination von
Hilfsorganisation entwickelt. Und die Infokarte
„Know.Your.Rights.“ bündelt Erstinformationen über das
Asylverfahren für den Frankfurter Raum.

Musikschule Clavina und Praxis für Kunst- und Körpertherapie © massow-picture
Musikschule Clavina und Praxis für Kunst- und Körpertherapie mit Oberbürgermeister Peter Feldmann (l.) und Stephan Bruhn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse (r.)© Diether v. Goddenthow

Musikschule Clavina (250 Euro)
Praxis für Kunst- und Körpertherapie (250 Euro)
Durch die Gemeinschaftsaktion Freiluftklavier in Höchst
und Unterliederbach kommen Menschen zusammen, die
zunächst nichts miteinander verbunden hätte, über
Altersklassen hinweg und auch über verschiedene
Nationalitäten. Durch ein ungewöhnliches, farblich gestaltetes öffentliches Klavier werden Passanten aus
ihrem Alltagstrott herausgeholt, indem musiziert wird. Im
Jahr 2015 fand die Aktion erstmals mit drei gestifteten
Klavieren statt.

4. Kategorie Lebenswerk
Roland Frischkorn (Sportkreis Frankfurt am Main)  © massow-picture
Roland Frischkorn (Sportkreis Frankfurt am Main) mit Oberbürgermeister Peter Feldmann (r.) und Stephan Bruhn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse (l.)© Diether v. Goddenthow

Roland Frischkorn (1.000 Euro)
Roland Frischkorn ist seit Jahrzehnten in vielen Bereichen
ehrenamtlich tätig. Als Vorsitzender des Sportkreises
Frankfurt engagiert er sich für Flüchtlinge und sozial
Benachteiligte. Er nutzt hierbei die hohe Integrationskraft
des Sports. Mittlerweile engagieren sich 13 Vereine und die
Initiative Teachers on the road. Die Flüchtlinge haben feste
Patenschaften und dauerhafte Ansprechpartner unter den Vereinsmitgliedern.