Kategorie-Archiv: Baukultur – Ausstellungen

„albinmüller3 Architekt Gestalter Lehrer“ – Mathildenhöhe feiert 150. Geburtstag des Universal-Künstlers u. UNESCO-Welterbe-Anerkennung

Kuratorin Dr-Sandra-Bornemann-Quecke erläutert bei einer Führung zu den 1914 errichteten Bauten  auf der Mathildenhöhe Darmstadt, wozu auch das heute noch erhaltene Lilienbecken auf dem Vorplatz der Russischen Kirche (im Hintergrund der Hochzeitsturm) gehört. Das lang gestreckte Lilienbecken nimmt die Steigerung des Geländes auf und betont in der Mittelachse die perspektivische Flucht zur Russischen Kirche. Die Farben der Bodenfliesen - Türkis, Orange, Blau - dürfen als direkte Reminiszenz an die Dach- und Fassadengestaltung der Kirche verstanden werden, so die Kuratorin. Die  letzten noch erhaltenen Originalfliesen aus dem Lilienbecken werden in der Ausstellung gezeigt. © Foto Diether v. Goddenthow
Kuratorin Dr-Sandra-Bornemann-Quecke erläutert bei einer Führung zu den 1914 errichteten Bauten auf der Mathildenhöhe Darmstadt, wozu auch das heute noch erhaltene Lilienbecken auf dem Vorplatz der Russischen Kirche (im Hintergrund der Hochzeitsturm) gehört. Das lang gestreckte Lilienbecken nimmt die Steigerung des Geländes auf und betont in der Mittelachse die perspektivische Flucht zur Russischen Kirche. Die Farben der Bodenfliesen – Türkis, Orange, Blau – dürfen als direkte Reminiszenz an die Dach- und Fassadengestaltung der Kirche verstanden werden, so die Kuratorin. Die letzten noch erhaltenen Originalfliesen aus dem Lilienbecken werden in der Ausstellung gezeigt. © Foto Diether v. Goddenthow

„Wir könnten noch eine ganz eigene Ausstellung über Albinmüller als Maler machen“, schwärmt Dr. Philipp Gutbrod, Direktor des Institut Mathildenhöhe Darmstadt, über die vielfältigen Facetten des großartigen Künstlers, den das Institut Mathildenhöhe Darmstadt vom 3. Oktober 2021 bis zum 30. Januar 2022 anlässlich dessen 150. Geburtstag und der UNESCO-Welterbe-Anerkennung der Mathildenhöhe mit einer erstmals großen Sonderausstellung als Architekten, Gestalter und Lehrer feiert. Keine Retrospektive soll es sein, sondern eine umfassende Präsentation Albinmüllers Wirken und Schaffen auf der Mathildenhöhe Darmstadt von 1900 bis 1914, seiner fruchtbarsten Zeit. Dr. Sandra Bornemann-Quecke kuratierte gemeinsam mit den kuratorischen Assistentinnen Caroline Maddè, Barbara Muhr und Katrina Weissenboren, zugleich auch Autorinnen des gleichnamigen Begleitkatalogs, diese einzigartige Schau des ganzheitlich praktizierenden Universal-Künstlers.

Den Auftakt der Ausstellung bildet Albin Müllers kreatives Schaffen auf der Mathildenhöhe Darmstadt, die ihm eine unerschöpfliche Inspirationsquelle bot. 1906 wurde Müller von Großherzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein an die Künstlerkolonie Darmstadt berufen. Mit den temporären Bauten für die Hessische Landesausstellung 1908 widmete sich der Architekt seiner ersten umfassenden Bauaufgabe. Die Miethäusergruppe war Müllers Hauptbeitrag zur letzten Künstlerkolonie-Ausstellung im Jahr 1914.

Albin Müllers  "Schwanentempel" Die Säulen sind verkleidet mit Ziegeln  aus der Gail'schen Dampfziegelei und Tonwarenfabrik, Gießen.  © Foto Diether v. Goddenthow
Albin Müllers „Schwanentempel“ Die Säulen sind verkleidet mit Ziegeln aus der Gail’schen Dampfziegelei und Tonwarenfabrik, Gießen. © Foto Diether v. Goddenthow

Der einzige noch erhaltene Bau des ursprünglich acht Häuser umfassenden Ensembles ist das Ateliergebäude, das heute dem Fachbereich Gestaltung der Hochschule Darmstadt Unterrichtsräume bietet. Zu Müllers Werken, die überdies noch am Originalort zu sehen sind, zählen unter anderem das „Lilienbecken“ vor der Russischen Kirche und der „Schwanentempel“. „Es ist ein Glückfall, dass der 150. Geburtstag von Albin Müller und die aktuelle Sonderausstellung ins Jahr der Anerkennung der Mathildenhöhe Darmstadt als UNESCO-Welterbestätte fallen, da der Künstler neben Joseph Maria Olbrich und Peter Behrens zu den wichtigsten Architekten und Designer der Mathildenhöhe zählt“, so der Institutsdirektor.

Der aus dem sächsischen Dittersbach stammende Müller begann seine künstlerische Laufbahn zunächst über eine handwerkliche Lehre als Tischler. Als Möbelzeichner konnte er sein Gespür für gestalterische Zusammenhänge von Architektur und Ausstattungen sowie deren Form und Funktion weiterentwickeln.

Anrichte 1902  Albin-Mueller,-Theodor-Encke-u-Fliesen von Fitz von-Heider während seiner Magdeburger Zeit als Lehrer an der dortigen Kunstgewerbeschule.© Foto Diether v. Goddenthow
Anrichte 1902 von Albin-Mueller,-Theodor-Encke-u-Fliesen von Fitz von-Heider während seiner Magdeburger Zeit als Lehrer an der dortigen Kunstgewerbeschule.© Foto Diether v. Goddenthow

Mit Magdeburg, wo Müller von 1900 bis 1906 als Lehrer an der Kunstgewerbe- und Handwerkerschule tätig war, wird im zweiten Themenbereich der Ausstellung der Fokus auf eine weitere zentrale Wirkungsstätte gelegt. In dieser Position setzte Müller wesentliche Impulse zur Reform der Lehre. Gleichzeitig profilierte er sich als Entwerfer für Kunsthandwerk und schuf ein breites Spektrum an Gebrauchsobjekten. Seine wichtigsten Partner waren Manufakturen, die auf Materialien wie Serpentinstein, Metall und Gusseisen spezialisiert waren. Indem er Kontakte zu regionalen Firmen vermittelte, förderte er zudem die Entwurfstätigkeit seiner Schülerinnen und Schüler. Die Erfolge, die Müller auf der Weltausstellung in St. Louis 1904 und der Dritten Deutschen Kunstgewerbeausstellung in Dresden 1906 feierte, ebneten den Weg für seine Berufung an die Künstlerkolonie Darmstadt.

Mit der international viel beachteten Unterstützung von Großherzog Ernst Ludwig konnte Müller gleichzeitig erfolgreich als Architekt, Gestalter und Lehrer tätig sein. Von 1907 bis 1911 unterrichtete er an den neu gegründeten Großherzoglichen Lehrateliers für angewandte Kunst in Darmstadt. Der dritte Themenbereich der Ausstellung legt einen Schwerpunkt auf die Vielfalt des Raumkünstlers Albin Müller. Die Repräsentationsräume für die Hessische Landesausstellung 1908, ebenso wie die alltagstauglichen Einrichtungsgegenstände der Miethäusergruppe aus dem Jahr 1914 führen vor Augen, dass sich Müller mit den Wohnbedürfnissen unterschiedlicher Zielgruppen auseinandergesetzt hat.

Eine besondere Entdeckung ist das reich dekorierte Tischtuch, das zur Ausstattung des Wohnhauses von Albin Müller auf der Mathildenhöhe gezählt hat. Das Tischtuch, das von der Oberhessischen Leinenindustrie Marx und Kleinberger aus Frankfurt am Main gefertigt worden ist, hat sich bis heute in einer Privatsammlung erhalten. Dr. Sandra Bornemann-Quecke, Ausstellungskuratorin: „Wir sind ausgesprochen dankbar, dass dieses singuläre Werk anlässlich der Ausstellung aus einer Privatsammlung als Schenkung in den Bestand der Städtischen Kunstsammlung Darmstadt übergegangen ist.“

albinmüller3  Architekt Gestalter Lehrer -  3. Oktober 2021 bis 30. Januar 2022 Ausstellungs-Impression   hier Exponate die auf der Weltausstellung in St. Louis 1904 gezeigt wurden. Rechts von ihm entworfene Gebrauchs-Objekte für Gastronomie- und Hotelbetriebe. © Foto Diether v. Goddenthow
albinmüller3 Architekt Gestalter Lehrer – 3. Oktober 2021 bis 30. Januar 2022 Ausstellungs-Impression
hier Exponate die auf der Weltausstellung in St. Louis 1904 gezeigt wurden. Rechts von ihm entworfene Gebrauchs-Objekte für Gastronomie- und Hotelbetriebe. © Foto Diether v. Goddenthow

Im produktiven Austausch mit Kollegen wie Fritz von Heider sowie den ehemaligen Künstlerkolonie-Mitgliedern Peter Behrens und Paul Bürck wird die Vernetzung der Städte Darmstadt und Magdeburg als Zentren der Reformbewegung in Deutschland anschaulich. Schlaglichtartig wird Müllers umfassende Bautätigkeit für die Deutsche Theaterausstellung in Magdeburg 1927 beleuchtet. Schließlich nimmt die Ausstellung auch das Spätwerk Müllers und sein Schaffen während der Nazidiktatur kritisch in den Blick.

Neben Entwürfen für Architektur und Raumkunst präsentiert die Ausstellung Möbel sowie Gebrauchs- und Ziergegenstände, die in Kooperation mit rund 25 Herstellerfirmen entstanden sind. In einer abwechslungsreichen Zusammenstellung von Werken der Städtischen Kunstsammlung Darmstadt sowie Leihgaben aus öffentlichen und privaten Sammlungen entfaltet sich das facettenreiche Œuvre von Albin Müller. Wie ein roter Faden ziehen sich die Bücher, Publikationen und Zeitschriftenartikel des Künstlers, der sich ab 1917 Albinmüller nannte, durch den Rundgang.

Albin Müller, Turmuhr, Darmstadt, 1914, Foto: © Bildarchiv Foto Marburg / Ingo E. Fischer
Albin Müller, Turmuhr, Darmstadt, 1914, Foto: © Bildarchiv Foto Marburg / Ingo E. Fischer

Eine digitale Präsentation des Mappenwerks „Architektur und Raumkunst. Ausgeführte Arbeiten nach Entwürfen von Professor Albin Müller“ macht die Exponate, die Müller für die Hessische Landesausstellung 1908 entwarf, in ihrem ursprünglichen Kontext erfahrbar.

Ergänzend zur Ausstellung vertiefen einige Stationen der Sammlungspräsentation „Raumkunst – Made in Darmstadt“ Müllers Wirken als Mitglied der Künstlerkolonie. Über Objekte, die in beiden Ausstellungen gezeigt werden, entstehen somit spannende Verbindungen. Werke von Müller in der Dauerausstellung sind durch gelbe Markierungen hervorgehoben.

KATALOG
Begleitend zur Ausstellung erscheint der Katalog „albinmüller3 – Architekt Gestalter Lehrer“, herausgegeben von Philipp Gutbrod und Sandra Bornemann-Quecke, deutsch, 168 Seiten, rund 200 Abbildungen, 24,80 €, Justus von Liebig Verlag, Darmstadt 2021.

Ort:
Museum Künstlerkolonie
Olbrichweg 13 A
64287 Darmstadt
Tel:+49 6151 13-3385

Ausstellungsdauer:

  1. Oktober 2021 – 30. Januar 2022

„Wiesbaden aus der Vogelperspektive – städtebauliche Veränderungen“ der Fotografin und Autorin Erika Noack

Im Foyer des Rathauses ist von Samstag, 25. September, bis Freitag, 8. Oktober, die Ausstellung „Wiesbaden aus der Vogelperspektive – städtebauliche Veränderungen“ mit Fotografien von Erika Noack zu sehen.

Die Ausstellung zeigt die räumliche Entwicklung der Stadt und die Veränderungen ihres baulichen Erscheinungsbildes. Dabei kommt es nicht nur auf das Große und Ganze an, sondern ebenso auf all die kleinen Details inmitten des Geschehens. Aufnahmen aus der Vogelperspektive gestatten tiefe Einblicke in Hinterhöfe und Areale, zu denen man sonst kaum Zugang findet. Der Blick zurück auf städtebauliche Projekte von ihrem Anfang bis zum Abschluss, ruft Erinnerung hervor, die schon fast vergessen sind – zum Beispiel das Quartier Kaiserhof. Vor der Neugestaltung stand hier das American Arms Hotel. Statt Giraffenkäfig heute eine moderne Wohnbebauung und sogar das Loch am Karlsbader Platz ist verschwunden.

Aus einer Höhe von 300 Metern eröffnen sich erstaunliche Blickwinkel und Perspektiven. Nur so sind Größenverhältnisse erkennbar und räumliche Beziehungen deutlich. Mancher Blick führt hinter die Fassaden, mitten hinein ins urbane Geschehen, seine Entfaltungsräume und engen Innenhöfe. Aus diesem Grund gehört es zu Erika Noacks Leben, mehrmals im Jahr „in die Luft zu gehen“. Die Ausstellung führt zu dem Neubau „Museum Reinhard Ernst“, zeigt das „Parkhaus Coulinstraße“, die Entstehung des „Wohngebietes Hainweg“, das moderne „RheinMain CongressCenter“ oder das „Erbenheimer Ohr“. Aber auch kleine, versteckte Umwandlungen gehören zum Stadtbild, so wie die „Kindertagesstätte“ an der Emser Straße und die „Villeninsel“ am Landeshaus. Insgesamt sind Fotoreihen von rund 50 Projekten in Wiesbaden zu sehen.

Dramaturgie im Polarlicht. Skandinavische Literatur auf deutschen Bühnen im Zentrum Baukultur Mainz

Foto: "Baumeister Solnes" von Henrik Ibsen. Eine Aufführung des Freien Schauspiel Ensembles Frankfurt im September 2009 © Felix J. Holland
Foto: „Baumeister Solnes“ von Henrik Ibsen. Eine Aufführung des Freien Schauspiel Ensembles Frankfurt im September 2009 © Felix J. Holland

Im Rahmen der Ausstellung  „Geschichten Raum geben – Skizzen eines Bühnenbildners“ (bis zum 1. Oktober 2021) lädt das Zentrum für Baukultur am 23. September 2021, 18.30 Uhr, ein zu dem außergewöhnlichen  Themenabend „Dramaturgie im Polarlicht. Skandinavische Literatur auf deutschen Bühnen“

Behandelt werden dabei Theaterstücke nordischer Autoren wie z.B. Henrik Ibsen, August Strindberg und Lars Norén. Orientiert am diesjährigen Motto des Kultursommers Rheinlandpfalz „Kompass Europa: Nordlichter“ wirft der Abend damit ein Schlaglicht auf Kunst und Kultur der Länder Nordeuropas. Der Bühnenbildner Gerd Friedrich hat zusammen mit den Regisseuren Reinhard Hinzpeter und Hansgünther Heyme Stücke wie „Romersholm“, „Gustav Adolf“ oder auch „Nachtwache“ ausgestattet. Diese Arbeiten sind Bestandteil der Ausstellung „Geschichten Raum geben“, die Friedrichs Lebenswerk aktuell im Zentrum Baukultur zeigt.

Zum Gesprächsabend begrüßt Kulturstaatssekretär Prof. Dr. Jürgen Hardeck. Im Anschluss erörtert Kulturjournalistin Shirin Sojitrawalla mit Gerd Friedrich, Reinhard Hinzpeter, Regisseur und Leiter des Freien Schauspiel Ensembles Frankfurt, und Hansgünther Heyme, Regisseur und Theaterleiter der Bühnen Köln, Stuttgart sowie der Ruhrfestspiele und des Theaters im Pfalzbau Ludwigshafen, das Zusammenspiel zwischen Bühnenbild und Inszenierung sowie aktuelle Tendenzen in der Interpretation historischer und zeitgenössischer Stücke an europäischen Bühnen. Die besondere Prägung nordeuropäischer Lebensart und ihr künstlerischer Ausdruck in Dramatik und Raumgestaltung stehen im Mittelpunkt des Gesprächs.

Kooperationspartner der Ausstellung „Geschichten Raum geben“: Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration Rheinland-Pfalz | Zentrum Baukultur Rheinland-Pfalz | Ministerium der Finanzen Rheinland-Pfalz | Kultursommer Rheinland-Pfalz der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur | Kulturfonds Peter E. Eckes | SV SparkassenVersicherung | VR Bank Alzey-LandSchwabenheim eG.

Anmeldung

Zentrum Baukultur Rheinland
-Pfalz
im Brückenturm Mainz
Rheinstraße 55, 55116 Mainz
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Fax: 06131 / 3 27 42 29
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GESCHICHTEN RAUM GEBEN 50 JAHRE – BÜHNE, KUNST UND KREATIONEN

© ZBK
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Ausstellungseröffnung | Geschichten Raum geben | Donnerstag, 9. September 2021 um 18.30 Uhr

Mainz. Eine Rauminstallation eigens für die Ausstellung geschaffen. Bühnen- und Kostümskizzen, Entwürfe, Aufführungsfotografien und Plakate vermitteln einen eindrucksvollen Überblick über Friedrichs künstlerisches Werk der über 300 von ihm entworfenen Theaterausstattungen.

Zur Eröffnung der Ausstellung „Geschichten Raum geben“, am 9. September 2021 um 18.30 Uhr im Zentrum Baukultur, begrüßt die rheinland-pfälzische Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen das Publikum. Im Anschluss hält Gerhard Weber, Wegbegleiter Friedrichs sowie Regisseur und Intendant i.R. (Theater Trier), eine Laudatio anlässlich des 50-jährigen Schaffensjubiläums des Bühnenbildners. Im anschließenden Gespräch zwischen Gerd Friedrich und Gerhard Weber, moderiert von Björn Hekmati, Leiter des Zentrum Baukultur, wird die in die Didaktik der Ausstellung eingeführt, Teilaspekte vertieft und Rückfragen an den Kurator Gerd Friedrich gestellt.

Die Ausstellung bietet einen Rundgang nicht nur durch Gerd Friedrichs vielfältiges Gesamtwerk, es erzählt zugleich ein Stück deutscher Theatergeschichte der letzten Jahrzehnte. Die Ausstellung wird vom 8. September bis zum 1. Oktober 2021 im Brückenturm zu sehen sein. Begleitend Zur Ausstellung folgen im September zwei Gesprächsabende.

Orientiert am diesjährigen Motto des Kultursommers Rheinland-Pfalz „Kompass Europa: Nordlichter“ wirft der Themenabend „Dramaturgie im Polarlicht“ am 23. September 2021 ein Schlaglicht auf Kunst und Kultur der Länder Nordeuropas. Erörtert wird das Zusammenspiel zwischen Bühnenbild und Inszenierung. Die besondere Prägung nordeuropäischer Lebensart und ihr künstlerischer Ausdruck in Dramatik und Raumgestaltung stehen hierbei im Mittelpunkt.

Bühnenbilder und architektonische Inszenierungen bilden Narrative zum Zeitgeist und beziehen Stellung zu politischen und gesellschaftlichen Themen. Sie inspirieren sich dabei wechselseitig und nehmen voneinander Anleihen. Gemeinsamkeiten und Unterschiede der dramaturgischen und architektonischen Raumproduktion werden beim Gesprächsabend „Szenografie auf der Bühne und im Stadtraum“ am 30. September 2021 beleuchtet.

Zentrum Baukultur Rheinland-Pfalz
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Zentrum Baukultur Mainz ist geöffnet – Ausstellung „Zeitgenössisches Bauen mit Lehm und Pflanzenfasern“

Ressourcenknappheit und Klimawandel stellen unsere Gesellschaft vor wachsende ökologische und soziale Herausforderungen. Das Bauen mit Lehm und Pflanzenfasern kann zur Lösung dieser Probleme beitragen wie kaum eine andere Bauweise. Es steht für ein Bauen der Zukunft, das in Stoffkreisläufen gedacht und an der Wirkungsweise der Natur orientiert ist. Darüber hinaus liefert es überzeugende Lösungen für ein gesundes Raumklima und für eine soziale Baupraxis. Nicht zuletzt wird sein gestalterisches Potential gerade von der Architektur entdeckt.

Die Ausstellung zeigt die 40 preisgekrönten Projekte des TERRA Award, des ersten internationalen Preises für Lehmarchitektur. Sie gibt daneben einen detaillierten Einblick in ein vorbildhaftes Projekt aus lasttragenden Strohballen und lässt die Protagonisten des zirkulären Bauens mit Naturbaustoffen ausführlich zu Wort kommen. Die Ausstellung mit dem programmatischen Titel ist noch bis Ende Juni 2021 im Zentrum Baukultur zu sehen.

Die Ausstellung geht noch bis 25. Juni 2021.
Weitere Informationen beim Zentrum für Baukultur

Bitte zuvor anmelden unter:
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Telefax 06131 / 3 27 42-29
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Besucheradresse
Im Brückenturm Rheinstraße 55
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Jetzt online | Einreichungen und Gewinner des Bastel-und Lebkuchen-Bau-Wettbewerbs 2020

© ZBK
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Die Preisträger des weihnachtlichen Wettbewerbs mit dem Motto „Mein Haus für (über)morgen – ein Blick in die Zukunft!“ wurden gekürt und sind ab heute bis zum 15. Januar 2021 einsehbar unter www.zentrumbaukultur.de.

Die Bewertungskriterien waren neben der Berücksichtigung des Mottos, die Beurteilung der Gestaltungsqualität, die backhandwerkliche Ausführung sowie die Innovation der Idee und der Schwierigkeitsgrad in der Umsetzung. In den fünf Kategorien hat die dreiköpfige Jury jeweils einen Preis vergeben.

Das Zentrum Baukultur präsentiert die Prämierung | Bastel- und Lebkuchen-Bau-Wettbewerb | Mein Haus für (über)morgen | Freitag, 18. Dezember 2020.

Aus technischen Gründen sind die Projektvideos auf dem youtube-Kanal des Zentrum Baukultur eingebettet. Die Videos sind jedoch nicht öffentlich gelistet und somit nur über die Webseite des Zentrum Baukultur einsehbar: Hier

Zentrum Baukultur Rheinland-Pfalz
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2. Dezember 2020 bis 15. Januar 2021 Europäischer Architekturfotografie-Preis 2019 „Joyful Architecture“

© Foto:  Dirk Härle
© Foto: Dirk Härle

Architektur kann Wohlbefinden auslösen, sie kann Freude bereiten und sogar richtig Spaß machen. Darüber wird viel zu selten nachgedacht. In der Ausstellung mit dem Motto „Joyful Architecture“ zeigen Fotografien, wie Architektur – ob subtil oder plakativ, ob für sich stehend oder im Dialog mit ihrer Umgebung, ob versteckt oder offensichtlich – die gebaute Umwelt und diejenigen, die sich in ihr bewegen, freudvoll mitgestaltet und positiv beeinflusst. Das Mainzer Zentrum Baukultur lädt ab dem 7. Dezember 2020 online ein zum Podcast-Gespräch mit Preisträger Dirk Härle sowie zu einem 3D-Rundgang durch die Räumlichkeiten des Zentrum Baukultur. Dabei werden einige ausgewählte Arbeiten vorgestellt. Der Wettbewerb wurde ausgelobt durch architekturbild e.v. in Kooperation mit dem Deutschen Architekturmuseum (DAM) und der Bundesstiftung Baukultur.

Das Zentrum Baukultur Rheinland-Pfalz lädt herzlich ein zur Ausstellung Europäischer Architekturfotografie-Preis 2019 „Joyful Architecture“
2. Dezember 2020 bis 15. Januar 2021.

Weitere Informationen

Deutsches Architektur Museum benennt Finalisten für den DAM-Preis 2021

ARGE MVRDV & N-V-O NUYKEN VON OEFELE ARCHITEKTEN Werk 12, München Foto: Ossip van Duivenbode, @Ossip
ARGE MVRDV & N-V-O NUYKEN VON OEFELE ARCHITEKTEN
Werk 12, München
Foto: Ossip van Duivenbode, @Ossip

Das Deutsche Architektur-Museum (DAM) meldet, dass nun die Finalisten für den DAM Preis für Architektur in Deutschland ermittelt wurden. Demnach stehen vier Bauten in der Endrunde für den DAM-Preis 2021.

Mit dem renommierten DAM Preis für Architektur in Deutschland werden seit 2007 jährlich herausragende Bauten in Deutschland ausgezeichnet. 2021 wird der Preis vom Deutschen Architekturmuseum (DAM) bereits zum fünften Mal in enger Zusammenarbeit mit dem exklusiven Kooperationspartner JUNG in einem gestaffelten Juryverfahren vergeben.

Coronabedingt wurden die vier aus der Shortlist unter Vorsitz von Alexander Schwarz (David Chipperfield Architects, Gewinner des
DAM Preis 2020) ermittelten Finalisten gestern Abend in kleinstem Kreis im Rahmen der Buchpräsentation für den ‚Architekturführer Deutschland 2021‘ (erschienen im Verlag DOM publishers) bekannt gegeben.

Das Spektrum der Bauten umfasst die Bereiche Wohnen, Kultur und Bildung, Arbeit und Freizeit. Teilweise sind es hybride Bauten, die mehrere dieser Funktionen zugleich erfüllen.

finanlisten-dam-preis-21

Nominierungen und Finalisten des DAM-Preises 2021

ARCHITEKTURFÜHRER DEUTSCHLAND 2021
Architekturfuehrer-Deutschland-21-160Yorck Förster, Christina Gräwe, Peter Cachola Schmal (Hg.)
Erschienen bei DOM publishers, Berlin / 2020
Softcover, 224 Seiten, 135 × 245 mm, 500 Abbildungen
ISBN: 978-3-86922-771-9
Deutsch
Im Museumsshop und im Buchhandel erhältlich für 28,- EUR

DEUTSCHES ARCHITEKTURMUSEUM (DAM)
Schaumainkai 43
60596 Frankfurt am Main
Öffnungszeiten
Di bis So 10–18 Uhr
Mi 10 – 20 Uhr

DAM-Shop-geoeffnet

Deutsches Architekturmuseum Frankfurt: INTERNATIONALER HOCHHAUSPREIS 2020

Das Finale um den Internationalen Hochhaus Preis (IHP) 2020 ist entschieden:
Die Doppeltürme ‘Norra Tornen‘ in Stockholm/Schweden von Office for Metropolitan Architecture (OMA) aus Rotterdam gewinnen den Wettbewerb um das weltweit innovativste Hochhaus. Der Preis ist mit 50.000 Euro und einer Statuette des international renommierten Künstlers Thomas Demand dotiert. Aufgrund der Corona-bedingten Beschränkungen konnten der Architekt Reinier de Graaf, Partner bei OMA, und der Bauherr Oscar Engelbert von Oscar Properties aus Stockholm den Preis nicht persönlich in der Frankfurter Paulskirche entgegennehmen. In einem digitalen Festakt überreichten Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main, Dr. Matthias Danne, Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der DekaBank, und Peter Cachola Schmal, Direktor des Deutschen Architekturmuseums (DAM), Statuette und Scheck deshalb symbolisch.

Das Gewinnergebäude Norra Tornen, (zu Deutsch „nördliche Türme“) überzeugte die Jury durch eine zeitlos-wegweisende Architektur. Die Kombination aus qualitativ hochwertigen Betonfertigteilelementen, ihre geschickte Fügung zu individuellen Loggien und der Kontrast zu den feinen Details der Innenräume zeichnen das Hochhaus aus. Darüber hinaus leistet Norra Tornen mit seinem Erscheinungsbild einen wichtigen Beitrag zu einem stimmigen Stadtgefüge. Die Doppeltürme seien zudem Ausdruck einer gleichwertigen Gesellschaft, womit sie nicht nur ein Charakteristikum der schwedischen Kultur, sondern auch eine universelle Botschaft vermitteln.

Norra Tornen stehen in Stockholm am Übergang von Vasastaden, einem Wohnviertel mit Bebauung überwiegend aus den 1930er Jahren, zum gerade neu entstehenden Stadtteil Hagastaden links und rechts der Ausfallstraße Torsgatan und können als neues Symbol der Stadt Stockholm für dieses Erweiterungsviertel betrachtet werden.

Aus Sicht von DAM Direktor Peter Cachola Schmal bilden die Norra Tornen eine neue, städtebaulich prägende Torsituation, die durch ihre skulpturale Wirkung besticht. Sie repräsentieren eine zeitgemäße und zukunftsfähige Vision für dieStadt und nehmen ein bekanntes stadtgestalterisches Motiv in Stockholm auf. Doppeltürme wurden in der schwedischen Hauptstadt bereits in der Vergangenheit als symbolische Tore eingesetzt. Gleichzeitig vermögen die Türme auch die bestehende bauliche Struktur Stockholms in ihrer Farbigkeit und anwachsenden Figur aufzunehmen.

Diese Vermittlung zwischen Altem und Neuem ist eine der großen gestalterischen Stärken von Norra Tornen. Mit dem sanften Braunton fügt sich die Fassade in die erdige Farbpalette Stockholms, die alle Schattierungen von Beige bis Rot abdeckt, bestens ein. Die geschützten Balkone und die würfelartigen Module wechseln sich in regelmäßigem Muster ab und formen ein skulpturales Vexierspiel.

Die vorgefertigten Fassadenelemente erlaubten es, die Baustelle auch bei unter 5 Grad Celsius fortzuführen. Außerdem sparte die Vorfertigung erheblich Zeit – ein Stockwerk wurde pro Woche fertiggestellt – und Kosten, was die differenzierte Fassadenbehandlung und bewegte Oberfläche mit den zahlreichen Rück- und Vorsprüngen wirtschaftlich gesehen überhaupt erst möglich machte.

Deutsches Architekturmuseum

Bastel-und Lebkuchen-Bau-Wettbewerb 2020 – Zentrum für Baukultur Rheinland-Pfalz lobt trotz Corona zum 8. Mal Lebkuchen-Bau-Wettbewerb aus

"Mein Haus für (über)morgen – Ein Blick in die Zukunft!" ist das Motto des diesjährigen Bastel- und Lebkuchen-Bau-Wettbewerbs des Zentrums für Baukultur Rheinland-Pfalz. © Archivbild: Diether v. Goddenthow
„Mein Haus für (über)morgen – Ein Blick in die Zukunft!“ ist das Motto des diesjährigen Bastel- und Lebkuchen-Bau-Wettbewerbs des Zentrums für Baukultur Rheinland-Pfalz. © Archivbild: Diether v. Goddenthow

Das Zentrum Baukultur Rheinland-Pfalz lobt zum achten Mal seinen Lebkuchen-Bau-Wettbewerb aus – trotz Corona. Wegen Corona gibt es allerdings ein paar Änderungen: Es darf dieses Jahr auch gebastelt werden. Wir suchen die schönsten und kreativsten Bastel-und Lebkuchen-Bau-Projekte unter dem Motto: Mein Haus für (über)morgen – Ein Blick in die Zukunft!
Wie nachhaltig können wir leben? Welche Rolle spielen das gemeinschaftliche Wohnen und die sozialen Strukturen? Oder erobern wir uns neue Lebensräume im All und in der Tiefsee?

Eingeladen, um die Wette zu backen und zu besteln, sind alle Menschen jeden Alters: Einzelpersonen, Familien, Schulklassen, Kindergarten- oder Jugendgruppen und Vereine, Teams aus Freunden, Kollegen oder Kommilitonen etc. Prämiert werden die Back- und Bastel-Ergebnisse von einer fachkundigen Jury sowie den Besuchern der diesjährigen Preisverleihung. Gekürt werden soll unter anderem das schönste Knusperhäuschen oder das Bastel-Bauwerk der ganz kleinen Baumeister (0 bis 6 Jahre). Einen Preis erhält auch das beste „Making of“-Video. Alle Gewinner erhalten attraktive Geld- und Sachpreise.

Aufgrund von Corona werden die Häuschen nicht im Zentrum Baukultur ausgestellt. Statt der Häuschen sollen Bilder der angefertigten Bauwerke abgegeben werden. Die diesjährige Preisverleihung mit digitaler Präsentation aller Back-und Bastelwerke findet am 18. Dezember 2020 um 17 Uhr statt, auf dem Mainzer Rathausvorplatz, oberhalb des Parkhauses „Rheingoldhalle“.

Ausführliche Informationen zur Wettbewerbsauslobung, den Teilnahmebogen sowie Details zu den diesjährigen Teilnahmebedingungen finden Sie auf www.zentrumbaukultur.de. Alle Unterlagen können Sie auch gerne bei uns anfordern: telefonisch unter 06131 / 3274210 oder per E-Mail an info@zentrumbaukultur.de.
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