Kategorie-Archiv: Frankfurter Museen

Ausstellungsprogramm 2022 im Museum für Kommunikation Frankfurt

© Foto Diether v. Goddenthow
© Foto Diether v. Goddenthow

Nach diversen Schließungen und massivem Besucherrückgang in der Jahren 2020 und 2021 verspürt das Museum für Kommunikation in Frankfurt neue Aufbruchsstimmung und gibt einen ersten Überblick über geplante geplante Wechselausstellungen und Projekte in 2022 von „Klima-Kommunikation“ bis hin zu Jubiläumsshow „150 Jahren Sammlungen“

 „ON AIR. 100 Jahre Radio“ (bis 28.8.2022) 

Nach der Geburtstags-Online-Ausstellung „Smartphone.25″ 2021, wird das Museum für Kommunikation Frankfurt 2022 erneut wegweisende technische Neuerungen in den Blick nehmen und ihre Auswirkungen auf unser gesellschaftliches Miteinander:
Die Ausstellung „ON AIR. 100 Jahre Radio“ (bis 28.8.2022) erzählt die wechselvolle Geschichte des Rundfunks.

Mit der Sendereihe Abendstudio und dem Funkkolleghat der Hessische Rundfunk gesellschaftliche Debatten begleitet und dabei auch das demokratische Grundverständnis seiner Hörerinnen und Hörer geprägt: Die Begleitausstellung „Funk für Fans. Hessische Rundfunkgeschichten“ (17.2.-4.9.2022) resümiert Programmereignisse mit Ausstrahlung weit über die Landesgrenzen hinaus und gibt Einblick in die Archive des HR.

„KLIMA_X“ (bis 28.8.2023)

In seinen großen Wechselausstellungen verknüpft das Museum historische Zusammenhänge mit gegenwärtigen Themen, um für aktuelle Diskurse Orientierungshilfe zu bieten: Am 12. Oktober eröffnet die Ausstellung „KLIMA_X“ (bis 28.8.2023): Seit mehr als 50 Jahren wird über den Klimawandel publiziert, gestritten und agitiert. „KLIMA_X“ nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Erfahrungs- und Veränderungsreise: Es ist weitgehend Konsens, dass die Klimakrise eine Herausforderung höchster Dringlichkeit und Priorität ist und eine große Mehrheit hält darum Veränderungen auch für notwendig. Allein bei der konkreten Umsetzung wird es schwierig, in der Politik wie bei jedem Einzelnen – zwischen Einsicht, Wissen und Handeln besteht oft eine große Diskrepanz. Emotionen spielen dabei eine große Rolle. Klimakampagnen vergangener Jahre werden zeigen, dass der Klima-Kommunikation eine immer wichtigere Rolle zukommt.

„Von Monstern, Mäusen und Menschen. Axel Schefflers fantastische Briefbilder“ (12.3. bis 24.7.2022)

In der Pandemie ist es schwierig, in Verbindung zu bleiben: Die weltbekannte Illustrator Axel Scheffler pflegt seit vielen Jahren Künstlerfreundschaften mit u.a. Anke Kuhl, Philipp Waechter und Julia Donaldson. Mit der Ausstellung „Von Monstern, Mäusen und Menschen. Axel Schefflers fantastische Briefbilder“ (12.3. bis 24.7.2022) macht das Museum nicht nur eine Liebeserklärung an den Zeichner des „Grüffelo“, sondern auch an die analoge Korrespondenz des Briefes.

„PotzBlitz. Vom Fluch des Pharaos bis zur Hate Speech“ (11.8.2022 bis 29.1.2023)

Die Kulturgeschichte des Fluchens reicht zurück bis ins Alte Ägypten: Die Ausstellung „PotzBlitz. Vom Fluch des Pharaos bis zur Hate Speech“ (11.8.2022 bis 29.1.2023) widmet sich den Ursprüngen des Fluchens, der Lust am Tabubruch und greift natürlich auch das Phänomen des „Shitstorms“ auf.

150 Jahre Sammlungen der Museumsstiftung Post und Telekommunikation
2022 ist auch deswegen ein besonderes Jahr, weil die Museumsstiftung Post und Telekommunikation das 150-jährige Bestehen ihrer Sammlungen feiert. Sie gehen zurück auf die Gründung des Reichspostmuseums 1872 in Berlin, eines der ersten und modernsten technikhistorischen Museen der Welt. Schon damals war wegweisend für den Sammlungsauftrag, dass Heinrich von Stephan auch Gegenwart und Zukunft im Blick hatte. Seither pflegen die Sammlungen nicht nur einen regen Leihverkehr mit bedeutenden Museen weltweit, sondern erforschen auch ihre Bestände: Seit 2021 wird beispielsweise der Nachlass von Paul Nipkow, einem der „Gründerväter des Fernsehens“, digital erschlossen. Das Sammlungsjubiläum wird u.a. flankiert von einer Fachtagung.

Für Besucher gilt zurzeit die 2G+-Regel (zweimal geimpft + gültiger 24stunden-Test oder dreifach geimpft – geboostert).

Öffnungszeiten:
Di-Fr 11-18 Uhr
Sa, So + feiertags 11-19 Uhr

Museum für Kommunikation Frankfurt
Schaumainkai 53 (Museumsufer)
60596 Frankfurt am Main
Weitere Infos zum Besuch

Die neuen Ausstellungen 2022 im Museum Angewandte Kunst Frankfurt

Museum Angewandt Kunst Frankfurt.© Foto Diether v. Goddenthow
Museum Angewandt Kunst Frankfurt.© Foto Diether v. Goddenthow

Nach den coronabedingten Schließungen der Jahre 2020 und 2021 mit einem Rückgang der Besucherzahlen von jeweils 70 Prozent  schaut das Museum Angewandte Kunst wieder optimistisch auf das vorliegende Ausstellungsjahr und startet mit einer „Fülle“  neuer, spannender und inspirierender Ausstellungen: Darunter mit der Sonderausstellung „Mythos Handwerk. Zwischen Ideal und Alltag“ vom 29. April – 11. September 2022. Diese Schau legt den Fokus auf die universellen Werte und Botschaften, die in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft mit dem Handwerk verbunden werden.

Ein wenig später, 7. Mai – 27. August 2022, widmet sich das Museum Angewandte Kunst und seine Abteilung Buchkunst und Grafik dem „Erfolgsprogramm Künstlerbücher. Der Verlag der Buchhandlung Walther König“.
Vom 14. Mai – 18. September 2022 startet die Ausstellung „Die Natur der Natur. Fukushima Project“ mit zahlreichen Fotos und Videos des Künstlers Norbert Schoerner und Unblock Gaudi.

Auch noch im ersten Halbjahr, vom 26. Mai – 24. Juli 2022, lenkt die Inszenierung „Unblock Gaudi. Digitale Kunst via Blockchain“ den Fokus auf die sehr junge Kunstgattung Digitale Blockchain-Kunst.

Fünf weitere Eröffnungen feiert das Museum Angewandte Kunst im zweiten Halbjahr, nämlich: mit „E. R. Nele. Zeitzeugenschaft“ vom 24. September 2022 – 8. Januar 2023; „亞歐堂 meet asian art: Pekingglas“, vom 29. September 2022 – 4. Juni 2023; „Contact Zones – Murat Adash, Céline Berger, Syowia Kyambi“ vom 8. Oktober 2022 – 15. Januar 2023, sowie als Abschluss des Jahres mit der Präsentation der einzigartigen „Sammlung Maximilian von Goldschmidt-Rothschilds“ vom 5. November 2022 – 26. Februar 2023.
Spannende laufende Ausstellungen zurzeit:

Kunsthandwerk ist Kaktus. Die Sammlung von 1945 bis heute
Bis 27. März 2022

IDEOLOGIEN
RAY Fotografieprojekte Frankfurt/RheinMain
Bis 24. April 2022

亞歐堂 meet asian art: Fragmente. Über das Unvollständige in der ostasiatischen Kunst
Bis 18. September 2022

Sehr inspirierend und lehrreich zugleich sind die Dauerausstellungen im MAK

Dieter Rams. Ein Stilraum
Richard Meier. Ein Stilraum
Stilräume. Aus den Sammlungen
Elementarteile. Aus den Sammlungen
Neues Museum für Bienen

Für Besucher gilt zurzeit die 2G+-Regel (zweimal geimpft + gültiger 24stunden-Test oder dreifach geimpft – geboostert).

Öffnungszeiten
Mo geschlossen
Di, Do–Fr 12–18 Uhr
Mi 12–20 Uhr
Sa–So 10–18 Uhr

Museum Angewandte Kunst
Schaumainkai 17
60594 Frankfurt
www.museumangewandtekunst.de

069 212 44539 (Kasse/Foyer)
069 212 34037 (Informationen zum Museum)
069 212 38522 (Informationen zu Führungen)
info.angewandte-kunst@stadt-frankfurt.de

Deutsches Romantik Museum „Als wäre ich selbst dabei gewesen“ Die erste Sammlung Karl Ströher aus dem Vermächtnis von Ulrike Crespo 8.02. bis 11.04.22

Deutsches Romantik Museum Frankfurt mit angrenzendem Goethehaus  © Foto Diether v. Goddenthow
Deutsches Romantik Museum Frankfurt mit angrenzendem Goethehaus © Foto Diether v. Goddenthow

Aus dem Nachlass der Frankfurter Psychologin, Fotografin und Philanthropin Ulrike Crespo (1950 – 2019) erhielt das Freie Deutsche Hochstift 2021 ein Konvolut von 35 Zeichnungen des 19. Jahrhunderts. Ursprünglich zusammengetragen wurden diese von ihrem Großvater Karl Ströher (1890 – 1977), dem bedeutenden Förderer und Sammler von Kunst der Nachkriegszeit und der Moderne. Er sammelte Werke der klassischen Moderne und direkter Zeitgenossen und stand mit vielen internationalen Künstlern in enger Verbindung. Sein Nachlass prägt heute das Museum für Moderne Kunst in Frankfurt und bereichert die Sammlung des Städel Museums. Das Freie Deutsche Hochstift würdigt die Schenkung Ulrike Crespos nun mit einer Schau im Handschriftenstudio des Deutschen Romantik-Museums. Unter dem Titel ‚Als wäre ich selbst dabei gewesen. Die erste Sammlung Karl Ströher aus dem Vermächtnis von Ulrike Crespo‘ werden vom 8. Februar bis 11. April 2022 18 ausgewählte Zeichnungen des Konvoluts gezeigt, darunter Arbeiten von Jakob Becker und Karl Peter Burnitz, Heinrich Crola, Wilhelm von Kobell, Thomas Ender sowie Johann Christoph Erhard.

Eduard Leonhardi Seeufer-© FDH
Eduard Leonhardi Seeufer-© FDH

Karl Ströher begann erst als 50-Jähriger, Kunst zu sammeln, angefangen mit Zeichnungen des 19. Jahrhunderts. In einem autobiographischen Bericht schilderte er 1976: „Ich liebte vor allem Blätter der Deutschen in Rom und der Romantiker“. Es sei eine persönliche Nähe gewesen, die er zu diesen Malern und Zeichnern aufbauen konnte. Die Lektüre von Lebensläufen, Berichten und Briefen der Künstler brachte ihm deren Arbeiten nah: „Die vielerlei Einzelheiten darüber habe ich ganz in mich aufgenommen, als wäre ich selbst dabei gewesen“. Bald umfasste diese erste „Romantiker-Sammlung“ viele hundert Blätter, darunter Arbeiten von Künstlern wie Caspar David Friedrich, Philipp Otto Runge, Johann Friedrich Overbeck oder Adrian Ludwig Richter.

Die 35 Handzeichnungen, die das Freie Deutsche Hochstift erhalten hat, zeigen skizzenhafte Arbeiten, die selten bildhaft ausgeführt wurden, umfassen versunkene Figuren, kleine Naturszenen, Blicke auf und in Gebäude oder in die Landschaft. Allen Blättern ist ein nahezu privater Blick zu eigen, etwas schnell Erfasstes, so als halte der Künstler eine Körperhaltung, eine unspektakuläre, ihm vertraute Szene oder auch eine Lichtstimmung fest. Die Zeichner dieser Sammlung entstammen der Spätromantik, dem Biedermeier manche bereits dem frühen Realismus. Einige gehören in das Umfeld Frankfurts, einige in den Dresdener Kontext mit seiner großen romantischen Tradition, oder in den süddeutschen Raum. Andere Zeichnungen entstanden auf den im 19. Jahrhundert so wichtigen Künstlerreisen nach Italien, von denen Karl Ströher fasziniert erzählte.

Eintritt
Der Besuch der Ausstellung ist im Museumseintritt enthalten.

Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag, Samstag, Sonntag 10 – 18 Uhr, Donnerstag 10 – 21 Uhr / Montag geschlossen

Besucherinformation
www.freies-deutsches-hochstift.de
www.deutsches-romantik-museum.de

Senckenberg-Vortragsreihe: „Forschendes Kuratieren“ oder: Was passiert im Museum? – Digitaler Vortrag mit Museumsdirektorin Dr. Brigitte Franzen am 2. Februar

© Foto Diether v. Goddenthow
© Foto Diether v. Goddenthow

Frankfurt, den 27.01.2022. Der Begriff „Kuratieren“ wird heute sehr breit verwendet. Ob Modemagazine oder Musikprogramme, alles wird „kuratiert“. Was bedeutet das für die Museen, die den Begriff aus dem Angelsächsischen in den vergangenen Jahrzehnten für das Ausstellungsmachen adaptiert haben? Was ist in diesem Zusammenhang „forschendes Kuratieren“, ein Begriff, den die Vortragende Dr. Brigitte Franzen für die Arbeit in Museen entwickelt hat? Die Direktorin des Senckenberg Naturmuseums erläutert dies im nächsten Vortrag der Senckenberg-Reihe „Museum for Tomorrow: Die Praxis der Museen“.

Der Schlüssel zum musealen Ausstellungsmachen ist in allen Museumssparten – vor allem aber in einem Naturmuseum – die faktenbasierte Forschung. Immer ist die Glaubhaftigkeit der Inhalte abhängig von den Forschungsfragestellungen und ihrem Verhältnis zu den Ausstellungsobjekten. Die Tätigkeit der Ausstellungsmacher*innen ist per se transdisziplinär angelegt, u.a. weil die Ebene des „Sichtbarmachens“ eine zentrale Rolle spielt. Ausstellungen konzipieren ist Raum-, Forschungs-, Gestaltungs-, Text- und Vermittlungsarbeit sowie vieles mehr. Mit dem Konzept des integrierten Forschungsmuseums definiert Senckenberg diese Verhältnisse gerade – gemeinsam mit sieben weiteren Leibniz-Forschungsmuseen – neu. Dabei geht es u.a. darum, wissenschaftliche Zukunftsthemen, wie die Biodiversitätsforschung, die Thematik des Anthropozäns, die Klimaforschung oder die Geschichte und Zukunft des Lebens auf unserem Planeten, multidimensional wissenschaftlich-kuratorisch so zu erschließen, dass daraus komplexe, verständliche neue Wissensräume werden. Der Anspruch ist, diese sinnlich und kommunikativ genauso erfahrbar zu machen, wie gedankliche Vertiefung zu ermöglichen. Museen werden so zu innovativen Kommunikationszentren zwischen Kultur und Wissenschaft, die einen vielfältigen Dialog mit der Gesellschaft ermöglichen und wichtige Plattformen für die Reflexion wissenschaftlicher Erkenntnisse, aber auch kultureller Konstruktionen – beispielsweise von der Natur – sind.

Die Kunst- und Kulturwissenschaftlerin Dr. Brigitte Franzen ist Direktorin des Naturmuseums am Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt. Zuvor war sie Alleinvorstand der international tätigen Peter und Irene Ludwig Stiftung. Einer ihrer wissenschaftlichen Schwerpunkte ist die Ideen- und Kulturgeschichte der Natur. Brigitte Franzen hat in ihrer Laufbahn rund 100 Ausstellungsprojekte verantwortet.

Vortrag: „Forschendes Kuratieren“ oder: Was passiert im Museum?
Referentin: Dr. Brigitte Franzen (Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt)
Datum: Mittwoch, 2. Februar, 19:15 Uhr

Aufgrund der Covid-19-Pandemie finden die Vorträge bis auf Weiteres rein virtuell statt. Sie können per Livestream unter www.senckenberg.de/live (ohne Kommentarmöglichkeit) oder über den Kanal www.youtube.com/SenckenbergWorld (mit Kommentar-möglichkeit über die Chatfunktion) mitverfolgt werden. Wer virtuell mit den Referent*innen diskutieren möchte, meldet sich über den Anmeldelink im Senckenberg-Veranstaltungskalender an und erhält dann die Zugangsdaten für die Zoom-Veranstaltung.

Informationen zu den Vorträgen, Referent*innen und Themen unter: https://www.senckenberg.de/Vortragsreihe-Museum

Die Vortragsreihe wird im Rahmen des Aktionsplans „Eine Welt in Bewegung“ der Leibniz-Forschungsmuseen veranstaltet.

LÖWEN – SPHINGEN – SILBERHÄNDE Der unsterbliche Glanz etruskischer Familien aus Vulci“ im Archäologischen Museum Frankfurt

Impression der Sonderausstellung „LÖWEN – SPHINGEN – SILBERHÄNDE Der unsterbliche Glanz etruskischer Familien aus Vulci“ im Archäologischen Museum Frankfurt vom 3. November 2021 bis 10. April 2022. Hier: Nekropole von Poggio Mengarelli – Grabbeigaben des-7.Jh’s v.Chr.  Foto Diether v Goddenthow
Impression der Sonderausstellung „LÖWEN – SPHINGEN – SILBERHÄNDE Der unsterbliche Glanz etruskischer Familien aus Vulci“ im Archäologischen Museum Frankfurt vom 3. November 2021 bis 10. April 2022. Hier: Nekropole von Poggio Mengarelli – Grabbeigaben des-7.Jh’s v.Chr. Foto Diether v Goddenthow

Erstmals außerhalb Italiens präsentiert das Archäologische Museum Frankfurt vom 3. November 2021 bis 10. April 2022 in der Sonderausstellung „Löwen – Sphingen – Silberhände. Der unsterbliche Glanz etruskischer Familien aus Vulci“ einzigartige archäologische Neuentdeckungen aktueller Grabungen aus den Nekropolen der Etruskerstadt Vulci.

Die Exponate stammen im wesentlichen aus einem Areal in der südlichen Toscana, das erst im 18. Jahrhundert als die untergegangene etruskische Stadt Vulci identifiziert wurde. Hier werden seit den 2010er Jahren verstärkt archäologische Ausgrabungen durchgeführt mit dem Ziel, die Zerstörung von wertvollem Kulturgut durch Raubgräber zu verhindern. Dabei kamen erstaunlich reiche etruskische Gräber zum Vorschein. Sie zeigen den unsterblichen Glanz etruskischer Familien aus Vulci“, womit sich das Archäologische Museum Frankfurt erneut als Präsentationsstätte internationaler archäologischer Forschung ersten Ranges präsentiert.

Die Ausstellung im Refektorium des ehemaligen Karmeliterklosters in der Karmelitergasse 1, Frankfurt, ist das Ergebnis erfolgreicher, freundschaftlicher deutsch-italienischer Zusammenarbeit des Archäologischen Museums Frankfurt mit der Fondazione Vulci, dem Parco del Colosseo und der Soprintendenza für Archäologie, Schöne Künste und Landschaft für die die Provinz Viterbo und Süd-Etrurien.

Zur Ausstellung:

LÖWEN – SPHINGEN – SILBERHÄNDE Der unsterbliche Glanz etruskischer Familien aus Vulci © Foto Diether v Goddenthow
LÖWEN – SPHINGEN – SILBERHÄNDE Der unsterbliche Glanz etruskischer Familien aus Vulci © Foto Diether v Goddenthow

Bislang standen in Ausstellungen über die Etrusker wertvolle Einzelobjekte als kunsthistorische Kostbarkeiten im Vordergrund. In der Ausstellung LÖWEN – SPHINGEN – SILBERHÄNDE werden erstmals vollständige Grabausstattungen, die erst in den vergangenen 10 Jahren nach modernen wissenschaftlichen Standards ausgegraben wurden, gezeigt. Dieser besondere Zugang zur etruskischen Welt wurde durch die guten Kontakte des Direktors des Archäologischen Museum Frankfurt, Dr. Wolfgang David, zu seinen italienischen Kolleginnen und Kollegen in Vulci und Rom möglich.

Die Funde stammen aus dem 8. bis 3. Jahrhundert vor Christus, mit dem Schwerpunkt auf dem 7. und 6. Jahrhundert, also der orientalisierenden Periode. Besonders eindrucksvoll sind die Steinplastiken geflügelter Löwen, Sphingen und Panther aus archaischer Zeit.

Im monumentalen Bau des „Grabes der Silberhände“ (Tomba delle Mani d’argento) fanden sich in drei zusammengehörigen Grabkammern reiches Tafelgeschirr, ein Streitwagen, kostbares Pferdegeschirr und Schmuckgegenstände aus Gold, Silber, Bernstein und Glaspaste © Foto Diether v Goddenthow
Im monumentalen Bau des „Grabes der Silberhände“ (Tomba delle Mani d’argento) fanden sich in drei zusammengehörigen Grabkammern reiches Tafelgeschirr,
ein Streitwagen, kostbares Pferdegeschirr und Schmuckgegenstände aus Gold, Silber, Bernstein und Glaspaste © Foto Diether v Goddenthow

Zu dieser Zeit befand sich Vulci auf einem Höhepunkt seiner Macht. Es war eine Phase politischer und wirtschaftlicher Expansion. Diese ging einher mit gesellschaftlicher Differenzierung, wie anhand der in Frankfurt ausgestellten Grabinventare eindrücklich vermittelt wird. Die führenden Familien der Stadt verfügten über importierte Luxusgüter wie Bernstein, Bronzegefäße und wertvolle bemalte Keramik aus Griechenland. Luxuriöser Schmuck aus Gold, Silber und Edelsteinen zeugen vom Reichtum der örtlichen Aristokratie, die den Seeverkehr und die Produktion der Güter kontrollierte. In den Jahren 2012/2013 wurden in der schon lange bekannten Nekropole an der alten Osteria von Vulci Gräber und Strukturen eines Kultareals ausgegraben. Es war vom Ende des 8. Jahrhunderts v. Chr. bis um 500 v. Chr. in Gebrauch. Im monumentalen Bau des „Grabes der Silberhände“ (Tombadelle Mani d’argento) fanden sich in drei zusammengehörigen Grabkammern reiches Tafelgeschirr, ein Streitwagen, kostbares Pferdegeschirr und Schmuckgegenstände aus Gold, Silber, Bernstein und Glaspaste. Aus dem ‚Grab der Silberhände‘ werden in der Ausstellung Teile eines zweirädrigen Streitwagens im Original präsentiert. Wie diese Wägen verwendet wurden, ist auf den bemalten griechischen Vasen in der Antikensammlung des Archäologischen Museums zu sehen.

Aus einem Königsgrab: Hausurne aus Impasto © Foto Diether v. Goddenthow
Aus einem Königsgrab: Hausurne aus Impasto © Foto Diether v. Goddenthow

Das Grab des vergoldeten Skarabäus wurde erst 2016 entdeckt. Es datiert an den Anfang des 7. Jahrhunderts. Einer einflussreichen Frau aus der Oberschicht Vulcis wurden zwei in vergoldete Silberringe gefasste Skarabäen mit ägyptischen Hieroglyphen in ihr Grab mitgegeben. Diese bezeugen eindrucksvoll die Kontakte zwischen Etrurien und Ägypten.

Die engen Beziehungen zwischen Vulci und dem Rom der Königszeit werden in der Sonderausstellung anhand von Funden vom Forum Romanum und Palatin vorgestellt. Die Welt der einflussreichen Personen und Familien, die hinter diesen etruskischen Gräbern stehen, wird greifbar. Buchbare Schulklassenprogramme vervollständigen das Angebot.

Attische Kylix – Augenschale aus der Gruppe der Liebeswerbungsschalen © Foto Diether v. Goddenthow
Attische Kylix – Augenschale aus der Gruppe der Liebeswerbungsschalen © Foto Diether v. Goddenthow

Museumsdirektor Dr. Wolfgang David: „Mit dem ‚Grab des vergoldeten Skarabäus‘ und dem ‚Grab der Silberhände‘ sind Gräber der führenden Familien der Etrusker in Frankfurt zu sehen. Aus dem Kreis dieser Familien stammte möglicherweise auch einer der frühen Könige Roms, denn Servius Tullius (ca. 578–534 v. Chr.) ist nach antiken Quellen mit dem aus Vulci stammenden Etrusker Mastarna identisch. Gerade die Archäologie hat gezeigt, dass die Überlieferung zur ältesten Geschichte Roms bei weitem nicht so legendenhaft oder frei erfunden ist, wie Philologen und Historiker lange Zeit angenommen haben.“

Die Ausstellung im Refektorium des ehemaligen Frankfurter Karmeliterklosters ist das Ergebnis erfolgreicher, freundschaftlicher deutsch-italienischer Zusammenarbeit des Archäologischen Museums Frankfurt mit der Fondazione Vulci, dem Parco del Colosseo und der Soprintendenza für Archäologie, Schöne Künste und Landschaft für die die Provinz Viterbo und Süd-Etrurien. Die Sonderausstellung „LÖWEN – SPHINGEN – SILBERHÄNDE. Der unsterbliche Glanz etruskischer Familien aus Vulci“ ist noch bis 10. April 2022 zu sehen.

Ort:

Impression der Sonderausstellung „LÖWEN – SPHINGEN – SILBERHÄNDE Der unsterbliche Glanz etruskischer Familien aus Vulci“ © Foto Diether v. Goddenthow
Impression der Sonderausstellung „LÖWEN – SPHINGEN – SILBERHÄNDE Der unsterbliche Glanz etruskischer Familien aus Vulci“ © Foto Diether v. Goddenthow

Archäologisches Museum Frankfurt, Karmelitergasse 1, 60311 Frankfurt am Main, www.archaeologisches-museum-frankfurt.de
Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag 10:00 – 18:00 Uhr, Mittwoch 10:00 – 20:00 Uhr.
Eintritt: Erwachsene € 7,00, ermäßigt € 3,50
Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.
Ab 1. Januar 2022 gelten neue Führungsgebühren für offene

 

 

 

Führungen:
€ 5,00 Erwachsene
€ 3,00 ermäßigt/Kinder/Freunde AMF
Kuratorenführungen:
€ 7,00 Erwachsene
€ 3,50 ermäßigt/Kinder/Freunde AMF
Direktorenführungen:
€ 10,00 Erwachsene
€ 5,00 ermäßigt/Kinder/Freunde AMF
Die Eintrittspreise bleiben gleich.
www.archaeologisches-museum-frankfurt.de
Anfahrt:
U-Bahn: U1 – U5, U8; RMV-Haltestellen Willy-Brandt-Platz, Dom / Römer
Straßenbahn: Tram 11, 12 und 14; RMV-Haltestelle Karmeliterkloster

Es gilt die 2G-Regelung. Ein Besuch des Museum ist nur mit Geimpft- oder Genesenen-Nachweis möglich.
Für Jugendliche unter 18 mit Negativtestnachweis.

Historisches Museum Frankfurt drei Ausstellungen „Frankfurt und der NS“

Frankfurt und der NS, Eine Stadt macht mit © HMF, Petra Welzel
Frankfurt und der NS, Eine Stadt macht mit © HMF, Petra Welzel

Ab 9. Dezember zeigt das Historische Museum Frankfurt mit „Frankfurt und der NS“ gleich drei Ausstellungen parallel, nämlich: „Eine Stadt macht mit“, „Mit dem Stadtlabor auf Spurensuche im Heute“ und „Nachgefragt: Frankfurt und der NS“. Damit wird erstmals 80 Jahre nach dem Ende des „Drittens Reiches“  eine Gesamtschau über die Zeit des Nationalsozialismus in Frankfurt gezeigt. Mit den drei Ausstellungen wollen die Veranstalter ein umfassendes Bild der (Nach-)Wirkungen des NS in der Mainmetropole aus drei Perspektiven zeigen.

„Eine Stadt macht mit“

Die zeitgeschichtliche Ausstellung „Eine Stadt macht mit“ untersucht, wie sich das vor 1933 als liberal und demokratisch geltende Frankfurt entsprechend der NS-Ideologie umstrukturierte. Auf 900 m² Sonderausstellungsfläche bietet sie im Neubau des HMF einen alltagsweltlichen Zugang zur Entwicklung des Nationalsozialismus und seiner Besonderheiten in Frankfurt. An 19 typischen urbanen Orten greifen die Kuratorinnen gezielt die Frage der Täterschaft im kommunalen Zusammenhang und die Folgen für das Leben der Verfolgten auf. Dabei richten sie ihren Blick auf die Handlungsoptionen aller Mitglieder der Stadtgesellschaft und reflektieren die Konsequenzen von Mitmachen, Duldung, politischer Untätigkeit, Wegsehen, Profitieren oder blindem Gehorsam. Konträr dazu stellen sie auch die Perspektiven der Verfolgten und den Widerstand Einzelner dar. Dem mörderischen Antisemitismus der Nationalsozialisten wird man an jedem der 19 Orte begegnen – und damit auch denjenigen, die daraus ihre Vorteile zu ziehen wussten. In einer großen digitalen Medienanwendung zur NS-Topografie wird eindrücklich sichtbar, dass Entrechtung, Verfolgung und Bereicherung direkt vor der Haustür stattfanden und sich nicht übersehen ließen, sondern bewusst verdrängt wurden.

„Mit dem Stadtlabor auf Spurensuche im Heute“

Frankfurt und der NS im Stadtlabor © HMF, Petra Welze
Frankfurt und der NS im Stadtlabor © HMF, Petra Welze

Das Stadtlabor wiederum geht „Auf Spurensuche im Heute“. In einer Reihe von Workshops erkundeten die Stadtlaborant*innen, welchen Spuren der NS-Zeit sie in ihrem Leben begegnen und wo in Frankfurt sie diese finden. Welche Prägungen, Gefühle, Einstellungen oder Ideale aus der Zeit des NS wirken heute noch? In der Ausstellung teilen die Stadtlaborant*innen die Vielheit ihrer Erfahrungen und ihres Wissens. Die Ausstellung zeigt 25 verschiedene und persönliche Zugänge zum Thema, die sich in fünf Kategorien aufteilen: Die Fortwirkungen des Nationalsozialismus, das Aufdecken und Sprechen darüber, die eigene (Familien-) Geschichte, die Konsequenzen sowie das Erinnern an Unrecht und Verbrechen sowie das Gedenken an die Opfer. Dabei geht es auch um die Frage, in welcher Gesellschaft wir leben wollen.

„Nachgefragt“

Das Junge Museum gibt mit der Ausstellung „Nachgefragt“, die sich an junge Menschen ab 10 Jahren richtet, Einblicke in das Alltags- und Familienleben junger Frankfurter*innen. Einführend steht die Frage, was die Zeit des Nationalsozialismus mit der heutigen Gesellschaft zu tun hat. Daran schließt die Auseinandersetzung mit historischen Biografien und Lebensgeschichten junger Frankfurter*innen während der NS-Zeit an. Den Themen Schule, Familie, Spiel, Jugend und Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg sind jeweils eigene Bereiche gewidmet. Im Mittelpunkt steht die Vielfalt der Perspektiven und Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen, die anhand von Zeitzeug*innen-Interviews, biografischen Dokumenten und Objekten erzählt werden. Zur Ausstellung werden Führungen ab der 4. Klasse angeboten.
Ein umfangreiches Begleitprogramm bietet sowohl Vorträge und Tagungen mit Expert*innen als auch Kunst-Performances, Führungen und Stadtgänge.

Nachgefragt, Frankfurt und der NS © Junges Museum Frankfurt, Uwe Dettmar
Nachgefragt, Frankfurt und der NS © Junges Museum Frankfurt, Uwe Dettmar

„Dass das Historische Museum Frankfurt jetzt dieses große Ausstellungsprojekt durchführt, begrüße ich sehr“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann. „Wir rühmen uns als Stadt zurecht mit unserer liberalen und weltoffenen Tradition. Der Blick in die Vergangenheit zeigt jedoch, wie zerbrechlich diese Tradition ist, wie schnell sich Hass und Ausgrenzung ihren Weg bahnten. In kaum einer deutschen Metropole war die Anhängerschaft der NSDAP schon vor 1933 so stark wie hier. Der Rassenwahn der Nazis hatte unsere Stadt schon lange vor der Machtergreifung unterwandert. Frankfurt hat nicht am Rande gestanden, Frankfurt hat mitgemacht.“
„Erinnerungskultur ist ein Prozess, der sich im stetigen Wandel befindet. Mit diesen Ausstellungen und mit dem großen Begleitbuch verfügen wir in unserer Stadt nun über ein weiteres Grundlagenwerk, das auf lange Zeit Gültigkeit beanspruchen und weit über Fachkreise hinaus auf großes Interesse hoffen kann. Mit diesem umfangreichen Paket an Ausstellungen und vielschichtigen Angeboten positioniert sich das Historische Museum Frankfurt klar und deutlich gegen jede Schlussstrich-Debatte in Deutschland“, erklärte Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Dr. Ina Hartwig.

Weitere Informationen unter: www.frankfurt-und-der-ns.de
Tickets erhalten Sie über den Besucherservice oder direkt an der Kasse.

Besucherservice und Führungsanfragen
Mo – Fr, 10.00 – 16.00 Uhr, Tel. +49 (0)69-212-35154
besucherservice@historisches-museum-frankfurt.de

Eintritt:
Dauerausstellungen (HMF und Junges Museum): 8 € / erm. 4 €e
Wechselausstellungen (HMF): 10 € / erm. 5 €
Alle Ausstellungen: 12 € / erm. 6 €
Schneekugel: 3 € / erm. 1.50 €
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren: Eintritt frei!

Es wird um die Einhaltung der geltenden Maßnahmen zum Infektionsschutz gebeten: Der Besuch des Museums ist mit einem Negativnachweis (geimpft/genesen) in Verbindung mit einem amtlichen Ausweisdokument und mit einer medizinischen Mund-Nasen-Maske (FFP2, KN 95 (ohne Ventil), OP–Maske, Typ I, II und IIR) möglich. Ausgenommen sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren und Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können.

Öffnungszeiten
Montag geschlossen
Dienstag bis Freitag: 10 bis 18 Uhr
Mittwoch: 10 bis 21 Uhr
Samstag und Sonntag: 11 bis 19 Uhr

Sommerferienprogramm der Frankfurter Museen

(ffm)Zum 25. Mal bieten die Frankfurter Museen vom 19. Juli bis 29. August unter dem Motto „Fantasie verleiht Flügel“ ein breitgefächertes Sommerferienprogramm mit vielen Angeboten für Kinder und Jugendliche an. Diverse Kultureinrichtungen, darunter die wichtigsten Museen und der Palmengarten, präsentieren ein breites Spektrum für Kinder und Jugendliche von sechs bis 15 Jahren.

„Für Kinder und Jugendliche bilden gerade in dieser fortlaufenden Pandemiezeit die Sommerferienangebote eine willkommene Abwechslung und einen emotionalen Ausweg aus der Krise. Die Museumspädagogen und Museumspädagoginnen haben für jedes Temperament und die jeweiligen Fertigkeiten und Kompetenzen eine Vielzahl an Vorschlägen, die auch in diesem Sommer wieder geeignet sind, der Fantasie Flügel zu verleihen“, sagt Kulturdezernentin Ina Hartwig.

In Online-, Hybrid- oder Präsenzveranstaltungen können alle vier bis 15-Jährigen nach Herzenslust den eigenen Interessen folgen: Robo-Kids können Programmieren lernen, Selbstdarsteller Theater spielen, Minecraft-Player treffen sich zum Summer Coding Camp, Nachwuchsgoldschmiede sind genauso gefragt wie Nachwuchsdesigner oder Fotografen. Es gibt Erkundungstouren, Workshops und vieles mehr im Stadtgebiet zu entdecken.

Weitere Informationen zu dem Programm und den einzelnen Museen findet sich unter https://www.museumsufer.de, auf den Webseiten der einzelnen Häuser und im  PDF-Flyer zum Download.

Die Ausstellungen in der Schirn Kunsthalle Frankfurt wurden nach Wiedereröffnung verlängert

© Schirn Kunsthalle Frankfurt
© Schirn Kunsthalle Frankfurt

In der Schirn Kunsthalle Frankfurt wurden die bislang nur wenige Tage geöffneten Ausstellungen verlängert und sind wieder zu sehen: „Magnetic North. Mythos Kanada in der Malerei 1910-1940“ (verlängert bis 29. August 2021) und „GILBERT & GEORGE. THE GREAT EXHIBITION“ (verlängert bis 5. September 2021). Zudem wird in der öffentlich zugänglichen Rotunde die Installation „Caroline Monnet. Transatlantic“ (verlängert bis 5. September 2021) gezeigt.

Neben der Sammlung präsentiert das Städel Museum die Sonderausstellung „Städels Beckmann / Beckmanns Städel. Die Jahre in Frankfurt“ (verlängert bis 29. August 2021). Ab dem 30. Juni ist zudem die Ausstellung „Neu Sehen. Die Fotografie der 20er und 30er Jahre“ (bis 24. Oktober 2021) erstmals für die Besucherinnen und Besucher geöffnet.

SCHIRN KUNST­HALLE FRANK­FURT
Römer­berg
D-60311 Frank­furt am Main
welcome@​SCHIRN.​de

Die Liebieghaus Skulpturensammlung hat wieder geöffnet

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Begegnen Sie den BUNTEN GÖTTERN und entdecken Sie in der Sammlung rund 3.000 Skulpturen aus der Zeit vom Alten Ägypten bis zum Klassizismus. Auch im Juni bietet die Liebieghaus Skulpturensammlung eine Vielzahl von Online-Veranstaltungen und Vermittlungsangeboten rund um die Sammlung des Hauses und anlässlich der aktuellen Sonderausstellung an.

Freuen Sie sich außerdem wieder auf LIEBIEGHAUS LIVE – ab dem 17. Juni, jeden Donnerstag im Garten der Liebieghaus Skulpturensammlung. Von Juni bis September 2021 lädt das Museum mit abwechslungsreichem musikalischem Line-Up und hochkarätiger Kunst zum Lauschen, Staunen und Träumen in den wunderschönen Garten ein. Das Line-up reicht von Lofi-Pop, über Soul bis hin zu Rock. Die Musikerinnen und Musiker vereint ihre Verbundenheit zu Frankfurt und seiner Umgebung sowie die Leidenschaft, als Singer Songwriter ihre Geschichten mit dem Publikum zu teilen. Zwischen den Live-Konzerten kann das Publikum mit Kunstexpertinnen und -experten in die faszinierende Welt der BUNTEN GÖTTER eintauchen. Kühle Getränke und Snacks gibt es vom Café im Liebieghaus.

Den Auftakt machen am Donnerstag, dem 17. Juni Gastone & Famiglia (Italo-Pop) und am Donnerstag, 24. Juni Gregor Praml x Tigisti (Bass & Soul). Die Hygiene- und Vorsorgemaßnahmen sowie weitere Informationen finden Sie auf Liebieghaus.de, Pressebilder für die Veranstaltung können sie hier herunterladen.

Am Sonntag, dem 27. Juni gibt es Einblicke in eine jahrelange Forschungsarbeit: Die Online-Tour um 15.00 Uhr begibt sich auf Spurensuche rund um das Rätsel der Riace-Krieger: Wen stellen die zwei überlebensgroßen Bronzeskulpturen dar? Messtechnische Untersuchungen liefern neue Erkenntnisse. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können in der Online-Tour erleben, wie aus dem komplexen archäologischen Experiment eindrucksvolle Rekonstruktionen entstanden sind.

Das vollständige Veranstaltungsprogramm für Juni 2021 können Sie hier einsehen und herunterladen.

Liebieghaus Skulpturensammlung
Schaumainkai 71
60596 Frankfurt am Main
info@liebieghaus.de

Das Städel Museum Frankfurt ist wieder geöffnet!

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Neben der Sammlungspräsentation ist die Sonderausstellung „Städels Beckmann / Beckmanns Städel. Die Jahre in Frankfurt“ zu sehen und bis 29. August verlängert. Ab dem 30. Juni ist zudem die Sonderausstellung „Neu Sehen. Die Fotografie der 20er und 30er Jahre“ für das Publikum zugänglich. Alle Informationen für den Museumsbesuch finden Sie hier.

Im Juni bietet das Städel Museum weiterhin eine Vielzahl von Online-Veranstaltungen und digitalen Vermittlungsangeboten zur 700 Jahre umfassenden Sammlung sowie den Sonderausstellungen. Das abwechslungsreiche Online-Angebot Museum für zu Hause – Live ermöglicht die Begegnung mit Kunst und den interaktiven Austausch im digitalen Raum. Ob Zuhause auf der Couch, am Schreibtisch in der Mittagspause oder mit der Familie im Wohnzimmer – von überall können die Werke unserer Sammlung in Form einer Videokonferenz erlebbar werden.

Die Faszination für das Reisen hat schon immer auch Künstlerinnen und Künstler ergriffen. Welche Eindrücke nahmen sie von abgelegenen Orten mit und wieso begaben sie sich in die Ferne? Inwiefern findet sich das neu Gesehene und Erfahrene in ihren Bildern wieder? Bei der Online-Tour „Künstlerreisen“ am Sonntag, dem 13. Juni um 14.00 Uhr werden die Kunstwerke der Städel Sammlung anhand von Erfahrungsberichten, Bildmaterial und 360°-Fotografien der Original-Schauplätze erlebbar gemacht. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können beim interaktiven, digitalen Kunsterlebnis mitentscheiden, wohin die Reise geht.

Welche Orte lösten bei Künstlerinnen und Künstlern Fernweh aus? Suchten sie dort nach Inspiration, Gemeinschaft oder Abenteuer? Wie nah liegen der gemalte Wunsch und die Realität beieinander? Die Online-Session „Sehnsuchtsorte. Paradiesisch schön“ verbindet die Sehnsuchtsorte unserer Gegenwart mit den Werken aus 700 Jahren Kunst. Jeden Donnerstag um 19.00 Uhr erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein interaktives, multimediales Kunsterlebnis, das wahre Glücksgefühle hervorruft.

Das vollständige Online-Veranstaltungsprogramm für Juni 2021 können Sie hier einsehen und herunterladen.

Städel Museum
Dürerstraße 2
60596 Frankfurt am Main