Eröffnung von LUISENPLATZ ON ICE in Wiesbaden

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Staatsminister Professor Dr. R. Alexander Lorz und Peter Beuth sowie Eisprinzessin und Schirmherrin Marika Kilius eröffnen Weihnachtszauber ­
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(Wiesbaden, 26. November 2021) Stimmungsvolles Eislaufen für die Kleinsten von 4 bis 12 Jahren und Weihnachtszauber im Herzen von Wiesbaden. Mit LUISENPLATZ ON ICE im Rahmen des Kindersternschnuppenmarkts wird die Weihnachtszeit der hessischen Landeshauptstadt ab sofort mit einem Angebot der ganz besonderen Art bereichert. Initiiert wird das Ganze von der Sporthilfe Wiesbaden – in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Wiesbaden und dank der Unterstützung von mehr als 30 starken Partnern. Jetzt wurde das weihnachtliche Angebot zur Förderung des Kinder-Breitensports offiziell eröffnet. Highlight war dabei am Abend der Besuch von Eisprinzessin Marika Kilius gemeinsam mit Kultusminister Professor Dr. R. Alexander Lorz, bei dem die ehemalige Weltmeisterin auch bekannt gab, die Schirmherrschaft für LUISENPLATZ ON ICE zu übernehmen. Bereits am Nachmittag eröffneten Bürgermeister und Wirtschaftsdezernent Dr. Oliver Franz, der 1. Vorsitzende der Sporthilfe Wiesbaden Andreas Steinbauer und Michael Müller, Mit-Initiator und Vorstand des Wirtschaftsrats Deutschland – Sektion Wiesbaden, ganz offiziell den Eisbahn- und Budenzauber. Anschließend gab Innen- und Sportminister Peter Beuth den Startschuss für die erste Eisshow des mehrwöchigen Programms. Andreas Steinbauer, 1. Vorsitzender der Sporthilfe Wiesbaden: „Wir sind sehr glücklich, dass es uns gelungen ist, trotz dieser schwierigen Zeiten ein Angebot dieser Art im Herzen der Stadt auf die Beine zu stellen. Sport und Bewegung sind für Kinder elementar. Und besonders in der Pandemie haben diese Möglichkeiten vielerorts gelitten. Mit LUISENPLATZ ON ICE haben wir etwas geschaffen, das es in dieser Art noch nie in Wiesbaden gegeben hat.“

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Bis 9. Januar 2022 bietet die Aktion im Rahmen des Kindersternschnuppenmarkts Kindern, Kindergärten, Schulklassen und Familien nicht nur eine 600 qm große Eislauf-Anlage mit 440 qm Eisbahn-Fläche zu Füßen der Bonifatiuskirche, sondern auch Stände, ein Kinderkarussell und wunderschöne Lichtillumination.

Marika Kilius übernimmt Schirmherrschaft
Eine, der die Kraft des Sports und der Bewegung von jeher unglaublich viel gibt, ist Deutschlands Eisprinzessin und ehemalige Eiskunstlauf- und Rollkunstlauf-Weltmeisterin Marika Kilius. Deshalb hat sie auch keine Sekunde gezögert, als sich ihr die Möglichkeit bot, die Schirmherrschaft für die Aktion zur Förderung des Kinder-Breitensports zu übernehmen: „Bewegung ist so wichtig, für den Körper und für den Geist – und besonders für Kinder. Ich finde es großartig, dass in Wiesbaden eine solche tolle Aktion auf die Beine gestellt wird und habe hierfür sehr gerne die Schirmherrschaft übernommen.“ Ihre erste Amtshandlung war dabei die Anmoderation der Eisshow – als Auftakt einer Serie von Sonderaktionen, die in den nächsten Wochen immer wieder abends um 18.30 Uhr stattfinden wird.

Kindergarten- und Schulausflüge – kostenloser Schlittschuhverleih
Für Kinder, die LUISENPLATZ ON ICE im Rahmen von Schul- und Kindergartenausflügen wochentags zwischen 10.00 und 13.00 Uhr besuchen (nur nach Voranmeldung unter info@luisenplatz-on-ice.de), ist der Zutritt und das Leihen von Schlittschuhen kostenfrei. Ein beheiztes Wechselzelt ist ebenso vorhanden wie beheizte Schlittschuhständer. Der reguläre Eintritt kostet 4 Euro pro Kind und 5 Euro für maximal eine Begleitperson pro Kind (mind. 16 Jahre). Das Leihen von Schlittschuhen ist für 4 Euro, das Leihen von Eislaufhilfen für 3 Euro und das Schleifen der Kufen für 5 Euro möglich.

Starke Partner unterstützen LUISENPLATZ ON ICE
Gefördert wird die Aktion vom Referat für Wirtschaft und Beschäftigung im Dezernat des Bürgermeisters im Rahmen von Restart-City. Darüber hinaus sind zahlreiche starke Partner an Bord, darunter Dietmar Bücher Schlüsselfertiges Bauen, Naspa, HEICO Holding, Fibona, Köllmann Erste Vermögensverwaltung, ESWE Versorgung, LUCKY BIKE, Steinbauer Immobilien, Europa-Schule Dr. Obermayr, Brillen Bouffier, InvitaGO, ESWE Verkehr, Wiesbadener Volksbank, syracom, Infraserv, Spielbank Wiesbaden, Hotel- und Gastronomieverband DEHOGA Hessen, Sporthilfe Wiesbaden, Stilbruch United Designers, WEC GmbH, Holiday Inn Express Wiesbaden, Balthasar Ress, Kochwerkstatt, Much Zeltebau, ISS (Eisbahn), Rheinlounge, Henkell, fip GmbH, Arus Media, Hitradio FFH, Kommunikationsagentur STERN, Wiesbadener Kurier, VRM und audiluma.

Öffnungszeiten, aktuelle Infos, Hygieneregeln
Für das gesamte Gelände des Kinder-Sternschnuppenmarkts inkl. LUISENPLATZ ON ICE gilt die 2G-Regel – d. h. der Zutritt ist nur für Geimpfte und Genesene möglich. Kinder bis 12 Jahre sind davon ausgenommen. Der Status wird beim Zugang auf das Gelände überprüft. Ein entsprechender Nachweis für Besucherinnen und Besucher ist griffbereit zu halten. Die Kindereisbahn ist zwischen 25. November 2021 und 9. Januar 2022 täglich von 10.00 bis 19.00 Uhr geöffnet, sonntags von 12.00 bis 19.00 Uhr, an Tagen von Eisshows bis 18.30 Uhr. Der Kinderweihnachtsmarkt begrüßt Gäste an jedem Tag von 10.00 bis 20.00 Uhr, sonntags von 12.00 bis 20.00 Uhr. An Heiligabend und Silvester gelten Sonderöffnungszeiten von 10.00 bis 14.00 Uhr. Aktuelle Informationen sind ab sofort auch auf www.luisenplatz-on-ice.de abrufbar. Unter dem Kontakt info@luisenplatz-on-ice.de können außerdem Termine für Schulen, Kindergärten und Krippen koordiniert werden.

Zeichen der Freundschaft – Städel Museum zeigt 90 intime Werke aus dem geschenkten Nachlass Ulrikes Crespos

Oskar Schlemmer Bauhaustreppe 1931 Bleistift und Aquarell auf Velinpapier Blatt: 279 × 219 mm Erworben 2019 als Vermächtnis von Ulrike Crespo aus der Sammlung Karl Ströher Foto: Städel Museum, Frankfurt am Main
Oskar Schlemmer Bauhaustreppe 1931 Bleistift und Aquarell auf Velinpapier Blatt: 279 × 219 mm Erworben 2019 als Vermächtnis von Ulrike Crespo aus der Sammlung Karl Ströher Foto: Städel Museum, Frankfurt am Main

Frankfurt am Main, 22. Oktober 2021. Es ist eines der bedeutendsten Vermächtnisse der letzten Jahrzehnte: Die Frankfurter Fotografin und Mäzenin Ulrike Crespo hinterlässt dem Städel Museum über 90 herausragende Gemälde und Arbeiten auf Papier der Klassischen Moderne und der internationalen Nachkriegskunst, darunter Werke von Wassily Kandinsky, Franz Marc, Otto Dix, Max Ernst, Fernand Léger, Jean Dubuffet, Cy Twombly und anderen. Ein Spitzenstück des Vermächtnisses ist Oskar Schlemmers Aquarell zu seinem weltberühmten Gemälde Bauhaustreppe (New York, Museum of Modern Art).

Das Städel Museum würdigt diese beeindruckende Geste Ulrike Crespos mit einer Sonderausstellung. Unter dem Titel „Zeichen der Freundschaft. Ulrike Crespo beschenkt das Städel Museum“ treten vom 24. November 2021 bis zum 6. März 2022 ausgewählte Arbeiten aus dem Vermächtnis in einen Dialog mit Werken aus der Sammlung des Städel Museums. Es werden insgesamt 72 Arbeiten gezeigt, darunter 44 aus dem Vermächtnis von Ulrike Crespo. Die geschenkten Werkgruppen und Einzelpositionen korrespondieren in der Ausstellung immer wieder mit Arbeiten aus dem Bestand des Städel Museums: Sie beziehen sich aufeinander, bereichern sich gegenseitig und schließen auch Lücken, die beispielsweise 1937 durch die Beschlagnahme von Kunstwerken im Rahmen der Aktion „Entartete Kunst“ durch die Nationalsozialisten entstanden sind.

„Mit ihrem Vermächtnis reiht sich Ulrike Crespo ein in beste Frankfurter Bürgertradition, verdankt sich doch schon die Gründung des Städel Museums solch einer mäzenatischen Tat. Dabei ergänzen die Meisterwerke aus dem Nachlass von Ulrike Crespo die Bestände des Städel Museums auf das Schönste. Mit unserer Sonderausstellung möchten wir der Stifterin gedenken und ihr großartiges für Frankfurt feiern. Das Städel Museum ist Ulrike Crespo zu größtem Dank verpflichtet“, so Städel Direktor Philipp Demandt.

„Ulli Crespo war eines sehr wichtig: Die Kunst sollte der ganzen Gesellschaft zugänglich sein. Sie wollte es noch mehr Menschen ermöglichen, ihre Persönlichkeit durch die sinnlich-ästhetische Erfahrung von Kunst und Kultur zu entfalten – und gründete auch dafür ihre Stiftung, die Crespo Foundation. Ihr Vermächtnis an das Städel Museum folgt dieser Logik. Wir sind sehr glücklich, nun diese Ausstellung zu Ehren der Werke und Werte von Ulli Crespo zu erleben“, so Christiane Riedel, Vorständin, Crespo Foundation.

Ausstellungsansicht „Zeichen der Freundschaft. Ulrike Crespo beschenkt das Städel Museum“ Foto: Städel Museum  - Norbert Miguletz
Ausstellungsansicht „Zeichen der Freundschaft. Ulrike Crespo beschenkt das Städel Museum“ Foto: Städel Museum – Norbert Miguletz

Die Fotografin, Psychotherapeutin und Philanthropin Ulrike Crespo (1950–2019) gründete 2001 die Crespo Foundation in Frankfurt, die mit zahlreichen Projekten gesellschaftlich Benachteiligte fördert und dabei einen Schwerpunkt auf Bildung und Kreativität legt. Zugleich unterstützte sie Künstlerinnen und Künstler sowie Kunstinstitutionen und baute eine Sammlung zeitgenössischer Kunst auf. Bildende Kunst war ihr ein existenzielles Anliegen – und hatte Familientradition. Ursprünglich waren die dem Städel Museum vermachten Werke Teil der weit umfangreicheren Sammlung von Karl Ströher (1890–1977), Ulrike Crespos Großvater. Geprägt von der eigenen Vorliebe für Arbeiten auf Papier – Karl Ströher war selbst begeisterter Zeichner –, aber auch durch den Austausch mit befreundeten Künstlern wie Willi Baumeister, mit Kunsthistorikern wie Will Grohmann und mit Galeristen erwarb Ströher nach dem Zweiten Weltkrieg Werke der Klassischen Moderne und der unmittelbaren Zeitgenossenschaft, vom Expressionismus bis zur US-amerikanischen Pop-Art.

Rundgang durch die Ausstellung
Die Schau in der Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung ist nach Werkgruppen weitestgehend chronologisch in sieben Kapitel gegliedert und beginnt mit den vielleicht wichtigsten Neuzugängen für das Städel Museum, mit Werken der einstigen Bauhauslehrer Oskar Schlemmer, Paul Klee, Lyonel Feininger und László Moholy-Nagy. Da alle Lehrkräfte dieser 1919 gegründeten, interdisziplinären Kunstschule angehalten waren, ihre eigene ästhetische Vision deutlich zu vermitteln, bündelte das Bauhaus viele formal eigenständige und für die Moderne wichtige Positionen. Auch wenn nicht alle in diesem Kapitel versammelten Werke unmittelbar am Bauhaus entstanden, zeigen sie doch dessen charakteristische Suche nach einer neuen Formensprache. Landschaft und Figur werden mal zeichenhaft reduziert, mal kubistisch zerlegt oder geometrisch konstruiert. Zeichnungen von Schlemmer und Moholy-Nagy waren in der Graphischen Sammlung des Städel Museums dabei bisher gar nicht oder nur als Leihgaben vertreten. Schlemmers Aquarell zur längst ikonischen Bauhaustreppe (1931) sowie seine beiden malerisch experimentellen Figurengruppen in Öl auf Ölpapier von 1942 schließen mit Moholy-Nagys geometrisch-abstrakter Komposition Graue Überschneidungen (1930) diese Lücke nun auf höchstem Niveau.

Ausstellungsansicht „Zeichen der Freundschaft. Ulrike Crespo beschenkt das Städel Museum“ Foto: Städel Museum  - Norbert Miguletz
Ausstellungsansicht „Zeichen der Freundschaft. Ulrike Crespo beschenkt das Städel Museum“ Foto: Städel Museum – Norbert Miguletz

Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatten Adolf Hölzel sowie die Künstler des „Blauen Reiter“ Wege in die Abstraktion eingeschlagen. Hölzel, der sich um 1905 von einer rein gegenständlichen Malerei löste, prägte als Lehrer in Stuttgart und wichtiger Theoretiker nicht nur Oskar Schlemmer, Johannes Itten oder Ida Kerkovius, die später am Bauhaus wirkten, sondern beispielsweise auch Willi Baumeister. Etwa zur selben Zeit fand in München die Künstlervereinigung „Blauer Reiter“ zu neuen formalen Möglichkeiten. Für Kandinsky, der später gleichfalls am Bauhaus lehrte, entstand wahre Kunst losgelöst von der äußeren Welt aus innerer Notwendigkeit. Sein Schaffen ist dank Ulrike Crespo am Städel Museum mit der frühen Landschaft in Öl, Kallmünz – Hellgrüne Berge (1903), und (seit 2016) einer Improvisation (1911/12) in Aquarell erfahrbar, der Zeichner Franz Marc mit einer einfühlsamen Pferdestudie in Bleistift aus einem Skizzenbuch von 1910/11.

Neben Hölzel in Stuttgart und dem „Blauen Reiter“ in München bildete sich um 1905 mit der Künstlergemeinschaft „Brücke“ in Dresden ein weiteres Zentrum der Moderne. „Unmittelbar und unverfälscht“ wollten Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, aber auch Emil Nolde schaffen. Die vermachten Werke dieser Künstler sowie des ihnen nahestehenden Christian Rohlfs fügen sich dabei nahtlos in die reichen Expressionismus-Bestände des Städel Museums und damit in die einstige Sammlung Carl Hagemanns (1867–1940) ein. Mit dem Kopf Ernas von 1912 verfügt das Städel nun über den einzigen bekannten Abzug dieses Holzschnitts von Ernst Ludwig Kirchner. Einen neuen Aspekt bringt das farbenprächtige, expressive Aquarell anonymer Großstadtmenschen von Otto Dix, das im schöpferischen Ausdruck an Nolde anschließt und doch ein ganz anderes koloristisches Temperament wie auch Menschenbild verrät.

Neben diesen größeren Werkgruppen zur Klassischen Moderne gelangten mit dem Vermächtnis auch für sich stehende, bedeutende Einzelwerke ins Städel Museum. Sie stammen von Gustav Klimt und Paula Modersohn-Becker, von Fernand Léger und Max Ernst, von Ben Nicholson und Alberto Giacometti und fächern über ein halbes Jahrhundert internationaler Schaffensvielfalt auf. Ein Höhepunkt ist Max Ernsts surrealistisches Gemälde Grätenwald von 1927: Es kombiniert ‚klassische‘ Malerei mit experimentellen Verfahren; Zufall und freie Assoziation werden Teil der Bildfindung.

Ähnlich experimentell arbeitete Jean Dubuffet, dem das folgende Kapitel gewidmet ist. Dubuffet sah in der Unmittelbarkeit und Unverstelltheit der Kunst von Kindern und psychisch Beeinträchtigten eine größere Glaubwürdigkeit als in der Formensprache ausgebildeter Künstler. Ihn interessierte scheinbar formlose Materie, das Erdige, Schrundige. Sand, Gips und andere ungewöhnliche Materialien verwendete er als Malgrund, in den er ritzte oder auf den er spachtelte. Eindrucksvoll ist dies gerade in den beiden vermachten Werken nachvollziehbar, einem Gemälde und einem Relief aus Papiermaché, die mit grafischen Arbeiten aus dem eigenen Bestand in Dialog treten.

An Dubuffet schließt die Werkgruppe um Willi Baumeister an, einen der wichtigsten Protagonisten der deutschen Nachkriegsmoderne. Werke von ihm, aber auch von Julius Bissier und Fritz Winter bilden in der Schenkung eine wichtige Gruppe. Sie werden ergänzt um US-amerikanische Kunst. Karl Ströher, der zunächst Werke von Sam Francis und Cy Twombly erwarb, kaufte 1968 die Pop-Art-Sammlung des New Yorker Versicherungsmaklers Leon Kraushar, die wesentlich den internationalen Ruf seiner Sammlung bestimmte. Im Städel Museum, das etwa zur selben Zeit US-amerikanische Kunst auf Papier zu erwerben begann, vertiefen die geschenkten Werke diesen seitdem kontinuierlich ausgebauten Sammlungsschwerpunkt. Die Ausstellung macht so nicht nur die Vielfalt der internationalen Kunst von 1905 bis 1965, sondern auch das Sammeln als lebendigen Prozess erfahrbar.

Alle Werke, die Ulrike Crespo für das Städel Museum bestimmte, sind mit Beginn der Ausstellung in einem Album in der Digitalen Sammlung zu entdecken. Nicht ausgestellte Werke auf Papier können sich die Besucherinnen und Besucher im Studiensaal der Graphischen Sammlung vorlegen lassen.

In der Ausstellung und auf dem Städel YouTube-Kanal ist ein filmisches Porträt über Ulrike Crespo zu sehen. Es spürt dem Wirken der Fotografin, Psychotherapeutin und Philanthropin nach. Wichtige Wegbegleiter, Freunde und die Familie Ulrike Crespos geben Einblicke in ein Leben, das in vielfacher Hinsicht von Kunst bestimmt war.

Infos zur Ausstellung 

Ausstellungsansicht „Zeichen der Freundschaft. Ulrike Crespo beschenkt das Städel Museum“ Foto: Städel Museum  - Norbert Miguletz
Ausstellungsansicht „Zeichen der Freundschaft. Ulrike Crespo beschenkt das Städel Museum“ Foto: Städel Museum – Norbert Miguletz

Ausstellungsdauer: 24. November 2021 bis 6. März 2022
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Information: www.staedelmuseum.de
Besucherservice: +49(0)69-605098-200, info@staedelmuseum.de
Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr, Sa, So + Feiertage 10.00–18.00 Uhr, Do 10.00–21.00 Uhr
Sonderöffnungszeiten: Aktuelle Informationen zu besonderen Öffnungszeiten etwa an Weihnachten und Neujahr unter www.staedelmuseum.de Studiensaal der Graphischen Sammlung: Mi, Fr 14.00–17.00 Uhr, Do 14.00–19.00 Uhr, nach Voranmeldung unter graphischesammlung@staedelmuseum.de
Eintritt: Preise während der Sonderausstellung „Nennt mich Rembrandt!“ (bis 30.1.2022): Tickets online buchbar unter shop.staedelmuseum.de. Di–Fr 16 Euro, ermäßigt 14 Euro; Sa, So + Feiertage 18 Euro, ermäßigt 16 Euro; freier Eintritt für Kinder unter 12 Jahren

International Emmy-Award für ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut

Dr. Thoma Bellut, Archivfoto ©  Diether v Goddenthow
Dr. Thoma Bellut, Archivfoto © Diether v Goddenthow

ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut ist am Montag, 22. November 2021, von der internationalen Academy of Television Arts & Sciences mit dem Directorate Award 2021 ausgezeichnet worden. Mit dieser Ehrung werden seine Leistungen als Medienmanager und die Rolle des ZDF während und nach der Wiedervereinigung gewürdigt. Der Preis hätte eigentlich bereits im November 2020 übergeben werden sollen, coronabedingt wurde die Verleihung jedoch auf dieses Jahr verschoben.

„Ich hatte das große Glück, fast 40 Jahre lang ohne Druck von Behörden oder Regierungen im Mediengeschäft arbeiten zu können. Doch das können weltweit immer weniger kreative Köpfe und Journalisten. Daher möchte ich diese Auszeichnung auch unseren Kolleginnen und Kollegen auf allen Kontinenten widmen, die nicht frei arbeiten können und täglich unter Druck gesetzt werden. Wir dürfen sie niemals vergessen oder in ihrem Kampf alleine lassen“, sagte Thomas Bellut bei der Preisverleihung in New York City.

Mit dem International Emmy Directorate Award ehrt die Academy of Television Arts & Sciences Einzelpersonen oder Organisationen für ihren herausragenden Beitrag zum internationalen Fernsehen. Die Verleihung findet seit 1973 jährlich in New York City statt.

Wer war der merowingische Fürst von Planig? Landesmuseum Mainz lädt zu digitaler Erkundigung ein!


Zum diesjährigen Abschluss der beliebten Reihe „beziehungsWeise“ im Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) steht der merowingische „Fürst von Planig“ im Mittelpunkt. Entdeckt wurde sein Grab 1939 in Planig bei Bad Kreuznach. Die kostbar ausgestattete Ruhestätte wurde auf das sechste Jahrhundert n. Chr. datiert und ließ auf einen höher gestellten Offizier schließen. In der Literatur wurde der Fund daher als „Fürst von Planig“ bezeichnet. Digital aufbereitet gibt der letzte Beitrag des Jahres 2021 der Reihe „beziehungsWeise“, der auf der Homepage des Landesmuseums ab sofort angeschaut werden kann, aufschlussreiche Hintergrundinformationen zum Fürsten von Planig. Die abwechslungsreiche Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation zwischen dem Landesmuseum Mainz, der Hochschule für Musik Mainz und der Evangelischen Stadtkirchenarbeit Mainz.

„Pandemiebedingt mussten wir die letzten eineinhalb Jahre unsere so beliebte Reihe beziehungsWeise überwiegend digital stattfinden lassen“, so die Direktorin des Landesmuseums Mainz, Dr. Birgit Heide, „wir alle freuen uns schon, wenn wir unsere Veranstaltungen im Landesmuseum vor Ort anbieten können. Der Vorteil am digitalen Format wiederum ist die Chance, dass die Beiträge dauerhaft verfügbar bleiben!“ So sind die digitalen Formate von Ursula Wallbrecher (Landesmuseum Mainz), Prof. Benjamin Bergmann und seinen Studierenden (Hochschule für Musik Mainz) und Pfarrer Gregor Ziorkewicz (Evangelische Kirche Mainz) auf der Internetseite des Landesmuseums Mainz auch künftig abrufbar.

Die Idee der 2004 erstmals aufgelegten Reihe ist es, Kunstwerke des Landesmuseums Mainz – wie etwa Porzellanfiguren von Laurentius Russinger, die Madonna mit Christuskind von Lorenzo di Credi oder die Kniende von Wilhelm Lehmbruck – mit einem kunsthistorischen, einem theologischen und einem musikalischen Impuls auf eine ganz besondere Art und Weise zu betrachten. So werden die Besucherinnen und Besucher bzw. die Online-Betrachter dazu angeregt, eine eigene Beziehung zu den Objekten aufzubauen.

Die digital aufbereiteten Beiträge sind jederzeit abrufbar unter: https://landesmuseum-mainz.de/de/angebote-programm/jugendliche-erwachsene/beziehungsweise/

exground filmfest 34: Preisträger stehen fest

MENSCHEN AM SAMSTAG ist bester internationaler Kurzfilm // SISTERHOOD und ANY DAY NOW gewinnen bei den youth days // Publikumspreis DAS BRETT geht an DIE SAAT // BENZTOWN gewinnt Deutschen Kurzfilm-Wettbewerb //SCHLAGFERTIG – BOXEN ALS WEGWEISER gewinnt Publikumspreis beim Wiesbaden-Special

Am heutigen Abend wurden im Rahmen der feierlichen Preisverleihung die Gewinner der Wettbewerbe von exground filmfest 34 bekanntgegeben. Nach der letzten Auswertung der Publikumsstimmen startete die Preisverleihung in der Caligari FilmBühne vor anwesenden Filmgästen, Jurymitgliedern, Preisstiftern und Laudatoren. Insgesamt vergab exground filmfest Wert- und Sachpreise im Wert von über 18.000 EUR.

Internationaler Kurzfilm-Wettbewerb 
Im Internationalen Kurzfilm-Wettbewerb kürte die internationale Jury den schweizerischen Beitrag MENSCHEN AM SAMSTAG von Jonas Ulrich zum Gewinner. Das Preisgeld von 2.000 EUR stiftet der exground-Freundeskreis. Die Jury-Mitglieder Brendan Conway, Alexander Espigares und Karin Hoffinger begründeten ihre Entscheidung mit den Worten:

„Dieses Jahr geht der Preis innerhalb des Internationalen Kurzfilm-Wettbewerbs an einen Film, der die Grenze zwischen Fiktion und Realität verwischt. Er erlaubt uns dabei, einen observierenden Blick auf die Absurdität unserer Gesellschaft zu werfen und gleichzeitig über uns selbst zu lachen.“

Eine lobende Erwähnung sprach die dreiköpfige Jury für den Film TREASURES [TRÉSOR] von Alexandre Manazanares, Guillaume Concenza, Philipp Merten und Silvan Moutte-Roulet aus:

„Lobend erwähnen möchten wir einen Film, der uns alle wegen seines Stils, seiner Kunstfertigkeit und seines Humors überzeugt hat.“

exground youth days – Internationaler Jugendfilm-Wettbewerb 
Die Jugendjury im Internationalen Jugendfilm-Wettbewerb vergab den Preis für den besten Langfilm in diesem Jahr an SISTERHOOD [SESTRI] der nordmazedonischen Regisseurin Dina Duma:

„Der Film SISTERHOOD von Dina Duma wurde von der Jugendjury einstimmig zum besten Film des diesjährigen Internationalen Jugendfilm-Wettbewerbs gewählt. Er erzählt die spannungsgeladene Geschichte von zwei Freundinnen, die auf einer Party ein Video hochladen, welches für das Leben einer anderen jungen Frau weitreichende zerstörerische Fol­gen hat. Die Konsequenzen werden meisterhaft dargestellt. Die Spannung steigt mit jeder Szene, unterstützt durch die Musik und die fabelhafte Kameraführung. Die Entwicklung der Charaktere wird wunderbar dargestellt. Die toxische Beziehung der beiden Hauptfiguren lässt den Zuschauer nicht los. Ein Film, der einen packt wie eine Sintflut und mitnimmt auf eine emotionale Achterbahnfahrt.“

© Wiesbadener Kinofestival e.V. exground filmfest
© Wiesbadener Kinofestival e.V. exground filmfest

Beim Publikum konnte hingegen der finnische Film ANY DAY NOW von Hamy Ramezan überzeugen. Der Regisseur darf sich über 1.000 EUR Preisgeld freuen, gestiftet von der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Den Jugendjurypreis für den besten Kurzfilm erhielt Marko Dješka für seinen Film ALL THOSE SENSATIONS IN MY BELLY [SVE TE SENZACIJE U MOM TRBUHU]:

„Der Preis der Jugendjury für den besten Kurzfilm geht an ALL THOSE SENSATIONS IN MY BELLY von Marko Dješka. Der Film greift ein sehr relevantes und aktuelles Thema auf. Stark vermittelt der Animationsfilm die Geschichte eines jungen Menschen, der sich selbst und seine Geschlechtsidentität sucht und findet. Als Junge geboren, fühlt er sich zu einer weiblichen Identität hingezogen. In großartigen Metaphern und Farben­spielen wird seine Wandlung mit allen dazugehörigen Höhen und Tiefen dargestellt. Ein fabelhafter Anima­tions­film, dessen Botschaft dringend mehr Jugendliche und auch Erwachsene erreichen muss!“

Das Preisgeld von 500 EUR wird vom Wiesbadener Kinofestival e. V. gestiftet.

Eine lobende Erwähnung sprach die Jury für den Film LIONESS [LEEUWIN] von Philip Besamusca aus.

exground youth days – Wiesbadener Jugendfilm-Wettbewerb
Im Wiesbadener Jugendfilm-Wettbewerb setzte sich BEOBACHTET durch. Der Kurzfilm ist im Rahmen der „filmreifen Ferienzeit“, organisiert vom Medienzentrum Wiesbaden e. V., entstanden. Der erste Platz ist dotiert mit 500 EUR, gestiftet vom Wiesbadener Kinofestival e. V. Den zweiten Platz belegten mit gleicher Stimmanzahl zwei Filme: UNHEIMLICH und #HEIMAT. Die zweiten Plätze werden jeweils mit einem Einkaufsgutschein über 75 EUR vom Apple-Store ergo sum honoriert.

Klappe 7 – Kinderfilmfestival
Im Rahmen von exground filmfest 34 fand auch das Klappe 7 – Kinderfilmfestival statt, veranstaltet von den Wiesbadener Kinder-, Jugend- und Stadtteilzentren des Amtes für Soziale Arbeit. Hier wurden 12 Kurzfilme von Filmemachern von 5 bis 12 Jahren gezeigt. Eine Fachjury vergab hier drei Preise an die Filme ROSENMONTAGSUMZUGMARS MISSION und ANTI BENZIN.

Deutscher Langfilm-Wettbewerb: DAS BRETT
Zum zweiten Jahr in Folge entschied statt einer Gefangenenjury das Publikum über den besten Langfilm der Reihe Made in Germany. Aus den sechs nominierten Beiträgen wählten die Zuschauer DIE SAAT von Mia Maariel Meyer. Dotiert ist der Preis mit 1.500 EUR und wird gestiftet vom Wiesbadener Kinofestival e. V.

© Wiesbadener Kinofestival e.V. exground filmfest
© Wiesbadener Kinofestival e.V. exground filmfest

Deutscher Kurzfilm-Wettbewerb

Der vom Publikum gekürte erste Platz des Deutschen Kurzfilm-Wettbewerbs geht dieses Jahr an BENZTOWN von Gottfried Mentor. Der Preis ist mit 3.000 EUR dotiert und wird gestiftet von der Landeshauptstadt Wiesbaden. Der zweite mit 2.000 EUR dotierte und von der Magenta TV Fernsehproduktionsgesellschaft gestiftete Platz geht an MONA & PARVIZ von Kevin Biele und der dritte mit 1.000 EUR dotierte und von Pille Filmgeräteverleih gestiftete Platz geht an EIN OZEAN von Paul Scheufler.

Außerdem wurden zwei Sachpreise vergeben: Kevin Biele erhält für MONA & PARVIZ Filmequipment im Wert von 2.000 EUR von Pille Filmgeräteverleih für seinen nächsten Film. „Ein Tag Color Grading für ein Kurzfilmprojekt“ von der Magenta TV Fernsehproduktionsgesellschaft im Wert von 1.500 EUR geht an Jannis Alexander Kiefer für seinen Film KOLLEGEN.

Wiesbaden Special – Kurzfilm-Wettbewerb
Im Publikumswettbewerb um den besten Wiesbadener Kurzfilm konnte sich SCHLAGFERTIG – BOXEN ALS WEGWEISER von Samira Najafian durchsetzen. Der mit 500 EUR dotierte Geldpreis wird gestiftet vom Wiesbadener Kurier.

exground-Gong-Show
Beim Kultwettbewerb für Trashperlen und Amateurwerke konnte sich zum zweiten Mal in diesem Jahr Lorenz Wurdinger für ALLES GUTE, MANU auszeichnen lassen. Der junge Filmemacher, der schon die Gong-Show im Rahmen des FILMZ-Festival in Mainz gewann, nahm die mit 50 EUR dotierte „Goldene exground-Gurke“ mit nach Hause.

Die 35 Ausgabe des exground filmfest findet vom 11. bis 22. Novemer 2022 statt.

exground filmfest dankt allen Förderern und Sponsoren.

Medikamente der Natur – Neue Wirkstoffe entdecken, entwickeln und nutzen Digitale Veranstaltung am 23. November gibt Einblick in die Erforschung von Naturstoffen

© Senckenberg
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Seit Jahrhunderten dient die Natur dem Menschen als Quelle für wirksame Arzneimittel. Etwa ein Drittel der zugelassenen Medikamente lässt sich auf Naturstoffe zurückführen. Und das Potenzial ist längst noch nicht ausgeschöpft. Mithilfe innovativer Technologien in der Wirkstoffentwicklung arbeiten Forschende und Unternehmen daran, neue Naturstoffquellen zu erschließen und für die pharmazeutische Anwendung nutzbar zu machen. In der digitalen Veranstaltung „Medikamente der Natur“, die von Technologieland Hessen in Kooperation mit dem LOEWE-Zentrum für Translationale Biodiversitätsgenomik (LOEWE-TBG) angeboten wird, präsentieren Expert*innen aus Wissenschaft und Industrie in sieben Kurzvorträgen neue Strategien für die Entdeckung, Entwicklung und Anwendung von Wirkstoffen und diskutieren im Anschluss die aktuellen Herausforderungen der Branche.

Neue Arzneimittel werden in der Medizin dringend gebraucht – etwa für die Behandlung von Krebs, Infektionskrankheiten oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Vielfalt möglicher Wirkstoffproduzenten für entsprechende Medikamente erstreckt sich über alle Bereiche der Natur – darunter auch viele noch unerschlossene Bioressourcen. Doch auf der Suche nach unbekannten Wirkstoffen stoßen die traditionellen Screeningverfahren zunehmend an ihre Grenzen. Dank innovativer Methoden lässt sich das Auffinden neuer Wirkstoffkandidaten massiv beschleunigen. Weitere Technologien ermöglichen es, die Naturstoffproduktion zahlreicher Lebewesen bereits in deren Erbgut abzulesen oder Stoffwechselwege gezielt für die Produktion bioaktiver Substanzen zu verändern. Dabei gilt es, die Wirkmechanismen zu entschlüsseln und einer Anwendung zuzuführen.

Die Referent*innen der Veranstaltung geben Einblick in unterschiedliche Aspekte der Naturstoff-Forschung – vom Aufspüren interessanter Wirkstoffe in Tiergiften, zur Behandlung von Influenza-Infektionen und parasitärer Tierkrankheiten bis zur Erforschung des Einsatzes von Pilzen im Pflanzenschutz. Auch die Entwicklung neuer Technologien wird vorgestellt. Die Veranstaltung bietet anschließend Raum für Dialog und Fragen an die Referent*innen.

Digitale Veranstaltung: „Medikamente der Natur – Neue Wirkstoffe entdecken, entwickeln und nutzen“ Kurzvorträge mit anschließender Diskussion

Referent*innen: Dr. Carola Greve, Leiterin des Laborzentrums von LOEWE-TBG; Prof. Andreas Vilcinskas, Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME und LOEWE-TBG; Prof. Eric Helfrich, LOEWE-TBG und Goethe-Universität Frankfurt; Dr. Kornelia Hardes, Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME und LOEWE-TBG; Dr. Björn Rotter, GenXPro; Prof. Paul M. Selzer, Boehringer Ingelheim Vetmedica; Dr. Anja Schüffler, Institut für Biotechnologie und Wirkstoff-Forschung (IBWF)

Moderation: Dr. Hendrik Pollmann, Hessen Trade & Invest

Datum: 23. November 2021, 13:00 Uhr bis 16:30 Uhr

Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist erforderlich unter: https://events.technologieland-hessen.de//Medikamente-der-Natur-Neue-Wirkstoffe-entdecken-entwickeln-und-nutzen-2021

Das vollständige Programm unter:
www.technologieland-hessen.de/bioinnovationen-veranstaltung

Institut Mathildenhöhe: Wissenschaftsstadt Darmstadt ernennt Dr. Sandra Bornemann-Quecke zur stellvertretenden Direktorin

Kunsthistorikerin Dr. Sandra Bornemann-Quecke. © Foto Diether v Goddenthow
Kunsthistorikerin Dr. Sandra Bornemann-Quecke. © Foto Diether v Goddenthow

Nach langjähriger Tätigkeit für das Institut Mathildenhöhe ist die Kunsthistorikerin Dr. Sandra Bornemann-Quecke zur stellvertretenden Direktorin, Kuratorin und Sammlungskonservatorin ernannt worden.
Dies hat jetzt Oberbürgermeister Jochen Partsch bekanntgegeben. „Diese gerade im Hinblick auf die im Sommer erfolgte Anerkennung der Mathildenhöhe als UNESCOWelterbe so wichtige Stelle im Institut Mathildenhöhe Darmstadt ist mit Dr. Bornemann-Quecke exzellent wiederbesetzt worden“, betont OB Partsch. „Seit langem arbeitet sie überaus engagiert in diesem Hause, und wir werden auch in Zukunft von ihrer Expertise profitieren können. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt stärkt damit das Institut und insgesamt diesen herausragenden Standort bedeutender kultureller Einrichtungen.“

Dr. Philipp Gutbrod, Direktor des Instituts Mathildenhöhe, freut sich über die Wahl seiner Kollegin: „Als Wissenschaftlerin und Kuratorin hat Dr. Bornemann-Quecke das Institut Mathildenhöhe Darmstadt mit ihrer hochprofessionellen Arbeit schon mehrere Jahre bereichert. Nach dem Weggang von Stefanie Patruno, um Anfang des Jahres Direktorin an der Städtischen Galerie in Karlsruhe zu werden, wurde die Stelle ausgeschrieben, und es haben sich hochqualifizierte Personen hierauf beworben. Letztendlich hat Dr. Bornemann-Quecke in einem intensiven Auswahlverfahren durch ihr breites Wissen und ihre Erfahrung die mehrköpfige Jury überzeugt.“

Dr. Sandra Bornemann-Quecke: „Ich bin ausgesprochen glücklich über die neue Herausforderung am Institut Mathildenhöhe Darmstadt. Mit großer Begeisterung vermittle ich den Besucherinnen und Besuchern die Bedeutung der Künstlerkolonie Darmstadt. Es ist ein großes Privileg, das Veranstaltungsprogramm der UNESCO-Welterbestätte Mathildenhöhe Darmstadt mitzugestalten. Ganz besonders freue ich mich auf die Wiedereröffnung des Ausstellungsgebäudes und die zukünftigen Projekte, die ich als Teil des Teams unter der Leitung von Dr. Philipp Gutbrod realisieren werde.“

Dr. Sandra Bornemann-Quecke, geboren 1985, studierte Kunstgeschichte, Anglistik und Germanistik an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. 2016 wurde sie an der Universität Bern mit einer Dissertation zum Thema „Heilige Szenen. Räume und Strategien des Sakralen im Theater der Moderne“ promoviert. Seit 2016 arbeitet Dr. Bornemann-Quecke im wissenschaftlichen Team des Instituts Mathildenhöhe Darmstadt und wirkte seither an der Konzeption, Planung und Realisierung zahlreicher Ausstellungen und Publikationen mit. Gemeinsam mit Dr. Philipp Gutbrod kuratierte sie die Ausstellungen „,Das Neue frisch zu wagen!‘ Großherzog Ernst Ludwig zum 150. Geburtstag“ (2018/2019) und „KünstlerHaus – MeisterHaus – MeisterBau“ (2019). Als Kuratorin hat sie die aktuelle Sonderausstellung „albinmüller³ – Architekt Gestalter Lehrer“ realisiert.

Das Institut Mathildenhöhe Darmstadt umfasst als Dreispartenhaus der Künste das markante Ausstellungsgebäude mitsamt Hochzeitsturm, das Museum Künstlerkolonie sowie die Städtische Kunstsammlung Darmstadt mit rund 30 000 Werken von 1800 bis zur Gegenwart. Mit einer Sammlungspräsentation zu den Pionierleistungen der 23 Mitglieder der Künstlerkolonie Darmstadt (1899 bis 1914) und vielfältigen Sonderausstellungen widmet sich das Institut Mathildenhöhe Darmstadt insbesondere der Erforschung, Präsentation und Vermittlung von Kunst und Kultur um 1900 bis heute. Im Juli 2021 fiel die Entscheidung, dass die Mathildenhöhe Darmstadt in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen wird.

Hessischer Staatspreis für das Deutsche Kunsthandwerk verliehen

Verleihung des Hessischen Staatspreises für das Deutsche Kunsthandwerk am 9. November 2021 in der Hessischen Staatskanzlei in Wiesbaden. Erste Reihe: Mitte: Petra Bittl, erster Preis, links Antje Dienstbir, zweite Preisträgerin, rechts Drechsler Konrad Koppold, dritter Preis. Zweite Reihe: Förderpreisträgerin Lena Kaapke. Hintere Reihe (v.l.): Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Philipp Nimmermann, Stefan Füll, Hessischer Handwerkspräsident und Präsident des Hessischen Handwerkstags, Dr. Sabine Wilp, Präsidentin des Bundesverbandes Kunsthandwerk und Monika Monika Gass, langjährige Leiterin  der Fachschule Keramik und des Keramikmuseums Westerwald in Höhr-Grenzhausen. © Foto Diether v Goddenthow
Verleihung des Hessischen Staatspreises für das Deutsche Kunsthandwerk am 9. November 2021 in der Hessischen Staatskanzlei in Wiesbaden. Erste Reihe: Mitte: Petra Bittl, erster Preis, links Antje Dienstbir, zweite Preisträgerin, rechts Drechsler Konrad Koppold, dritter Preis. Zweite Reihe: Förderpreisträgerin Lena Kaapke. Hintere Reihe (v.l.): Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Philipp Nimmermann, Stefan Füll, Hessischer Handwerkspräsident und Präsident des Hessischen Handwerkstags, Dr. Sabine Wilp, Präsidentin des Bundesverbandes Kunsthandwerk und Monika Monika Gass, langjährige Leiterin der Fachschule Keramik und des Keramikmuseums Westerwald in Höhr-Grenzhausen. © Foto Diether v Goddenthow

Der 1921 erstmals verliehene Hessische Staatspreis für das Deutsche Kunsthandwerk zählt zu den ältesten und renommiertesten Auszeichnungen auf seinem Gebiet und ist mit insgesamt 9000 Euro dotiert. Verliehen wird er traditionell auf der Frankfurter Konsumgütermesse „Tendence“, die allerdings in diesem und im vergangenen Jahr nicht stattfinden konnte. Daher wurde der Hessische Staatspreis für das Deutsche Kunsthandwerk am 9. November 2021   in der Hessischen Staatskanzlei in Wiesbaden überreicht.

Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Philipp Nimmermann  © Foto Diether v Goddenthow
Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Philipp Nimmermann © Foto Diether v Goddenthow

„Diese Sonderedition war uns ein wichtiges Anliegen“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Philipp Nimmermann  im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen. „Wir möchten den Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerkern damit einen Ausgleich für abgesagte Veranstaltungen bieten. Die Werke der Preisträgerinnen und Preisträger erinnern uns daran, wie arm unser Leben ohne das Individuelle und Besondere wäre.“

Durch den Abend führte Carolin Friedländer, Referatsleiterin Handwerk, Mittelstand, Handel, Wirtschaftsrecht im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen.

Dr. Sabine Wilp, Präsidentin des Bundesverbandes Kunsthandwerk e.V. © Foto Diether v Goddenthow
Dr. Sabine Wilp, Präsidentin des Bundesverbandes Kunsthandwerk e.V. © Foto Diether v Goddenthow

Dr. Sabine Wilp, Präsidentin des Bundesverbandes Kunsthandwerk, würdigte die Preisträger sowie deren preisgekrönten Werke. Gemeinsam mit Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Philipp Nimmermann überreichte die Präsidentin in Beisein von Stefan Füll, Hessischer Handwerkspräsident und Präsident des Hessischen Handwerkstags, die Urkunden an die Preisträger.

 

 

Förderpreis des Hessischen Staatspreises für das Deutsche Kunsthandwerk 

In diesem Jahr wurden zwei Förderpreise in Höhe von je 500 Euro vergeben. Diese erhielten die Porzellan-Künstlerin Lena Kaapke und der Tischler Gabriel Tarmassi.

Gabriel Tamassi
Gabriel Tamassi

Gabriel Tamassi, 1993 in Bamberg geboren, entdeckte schon früh seine Liebe zum Werkstoff Holz, absolvierte eine Ausbildung zum Tischler mit einem sehr gutem Ergebnis, bildete sich in München zum Gestalter im Handwerk weiter, hatte dabei die Gelegenheit beim deutschen Drechsler-Papst Ernst Gamperl zu hospitieren. Das Spektrum seiner Arbeit reicht von reduzierten Möbelentwürfen bis hin zu skulpturalen Wandobjekten. „Und ein solches Wandobjekt hat er hier eingereicht. Die Oberfläche dieses Wandmöbels erinnert an eine glänzende Wasseroberfläche. Sein Ästhetik-Empfinden und seine handwerkliche Kompetenz vereinigen sich hier poetisch miteinander.“, so Dr. Wilp.

Lena Kaapke arbeitet als freie Künstlerin in Kiel und arbeitet heute vorwiegend mit Porzellan.

Lena Kaapke  © Foto Diether v Goddenthow
Lena Kaapke © Foto Diether v Goddenthow

Die reichlich ausgezeichnete Künstlerin erhielt für ihre Installation „Wasser zum Trinken“ ebenfalls den mit 500 Euro dotierten Förderpreis des Hessischen Staatspreises für das Deutsche Kunsthandwerk. Die eingereichte Arbeit verweise in eindrücklicher Weise auf das zentrale Problem, dass die meisten Menschen auf diesem Planeten keinen Zugang zu sauberen Trinkwasser haben. So habe Kaapke eine Installation aus 194 handgedrehten Krügen und 194 Trinkbehältnissen geschaffen, die jeweils einen Nationalstaat der Erde repräsentierten. Die Größe des Trinkwasserbehältnisses repräsentiere den tatsächlichen Trinkwasserbedarf eines Menschen.

Lena Kaapke
Lena Kaapke

Und auch farblich symbolisierte der Grad der Wasserfarben-Intensität, wieviel Trinkwasser in dem betreffenden Land vorhanden sei.

 

 

Hessischer Staatspreis für das deutsche Kunsthandwerk

Dritter Preis

Konrad Koppold © Foto Diether v Goddenthow
Konrad Koppold © Foto Diether v Goddenthow

Der Drechsler Konrad Kopper, geboren 1967 in Bayern, wuchs auf dem elterlichen Bauernhof, hat nach jahrelanger Tätigkeit als Tischler an der Fachoberschule für Gestaltung in Augsburg und anschließend an der Fachhochschule in Rosenheim Innenarchitektur studiert und fand nach Lektüre eines berühmten englischen Drechslers zu seiner Berufung als Drechsler. Seit 2005 lebt und arbeitet er als freiberuflicher Drechsler in Leverkusen. Mit seinen drei eingereichten Objekten hat er den mit 2000 Euro dotierten dritten Preis im Hessischen Staatspreis gemacht.

Konrad Koppold
Konrad Koppold

Die Liebe zum Holz spräche aus jedem seiner gedrechselten Objekte und ließen die Emotionen sofort auf die Betrachter überspringen. Stilistisch asymmetrisch, relativ groß mit Brüchen und offenen Stellen, zeigten sich seine Gefäße, denen etwas Archaisches anhaftet und zugleich hochmodern sei, so Dr. Wilp.

Zweiter Platz

Antje Dienstbir  © Foto Diether v Goddenthow
Antje Dienstbir © Foto Diether v Goddenthow

Silberschmiedin Antje Dienstbir lebt und arbeitet in Wiesbaden und hat den mit 2.500 Euro dotierten zweiten Platz des Hessischen Staatspreis für das Deutsche Kunsthandwerk für die Becherserie erhalten. Unter Eingeweihten ist Antje Dienstbir vor allen Dingen als Löffelschmiedin bekannt. 1970 in Bremen geboren, erlangte sie 1989 die Fachhochschulreife für Gestaltung, es folgten eine Ausbildung zur Goldschmiedin und ein Studium an der Hochschule Pforzheim im Fachbereich Gestaltung mit dem Studienschwerpunkt „Objekt in Metall“, welches sie als Diplom-Designerin für Schmuck und Gerät beendete.

Antje Dienstbir
Antje Dienstbir

Seither ist sie freischaffend als Löffelschmiedin tätig. Ihre Objekte lassen die Spuren des Schmiedeprozesses deutlich sichtbar werden. Am besten und feinsten gelingt das, wenn sie mit ihrem Lieblingsmaterial Silber arbeitet, so Dr. Wilp. Für den Hessischen staatspreis hat Antje Dientbier eine Serie von fünf Bechern eingereicht, Becher aus aufgezogenem Feinsilber und Becher aus Kupfer, aufgezogen und thermisch gefärbt. Eine Serie, die die zugrundliegende Form geschickt variiert. Zurückhaltend und klassisch in der Formgebung, gezeichnet durch die kräftigen Hammerschläge mit den die Künstlerin den metallischen Materialien zuleibe rückt und beeindruckend durch den Farbwechsel vom eleganten kühlen Silber bis zu den ausdrucksstarken monochrom oder zweifarbigen Kupferbechern mit ihrem starken Kontrast von innen und außen, so Dr. Wilp.

Erster Platz

Petra Bittl  © Foto Diether v Goddenthow
Petra Bittl © Foto Diether v Goddenthow

Den mit 3.500 Euro dotierten ersten Platz des Hessischen Staatspreises für das Deutsche Kunsthandwerk erhielt die Bonner Keramikerin Petra Bittl für ihr zum Wettbewerb eingereichtes keramisches Gefäß „Gestalt“. –Dr. Wilp zitierte in ihrer Laudatio  Monika Gass, langjährige Leiterin der Leiterin der Fachschule Keramik und des Keramikmuseums Westerwald in Höhr-Grenzhausen. „Wenn Talent und ästhetische Empfindsamkeit zusammentreffen mit breit gefächertem Wissen, fachlich exzellenter Ausbildung, einer präzisen Materialkenntnis und technischer Verfeinerung bis ins Detail, dann entstehen Werke und Keramiken, die den Rahmen üblicher Betrachtung massiv erweitern.

Petra Bittl © Foto Diether v Goddenthow
Petra Bittl © Foto Diether v Goddenthow

Petra Bittl, eine der absolut herausragenden deutschen Künstlerinnen , die sich der Keramik, dem Material Ton, Porzellan, seit Jahrzehnten widmet, gelingt es treffsicher und anscheinend mühelos ihre Liebe zu Malerei zum Stofflichen, zur Skulptur und zum Bildhaften in ihren Werken eng zu verweben. Dicht beschichtete, so rhythmisch wie zart strukturierte komplexe Oberflächen fügen sich in Petra Bittls gebauten Formen zur Einheit, zum Unikat, zur Figur. Gebaut, geflochten, gedreht, doppelwandig, vielfältig montiert, filigran, für Wand und Sockel. Ihre Handschrift ist stark und unverwechselbar.
Bei ihrem eingereichten Objekt suggeriere die Leichtigkeit großer Keramik-Körper Textiles in Faltenwurf in Webstruktur. Variantenreich und vielfältig, immer im Experimentieren und im Verfeinern ihrer künstlerischen Sprache, nutze sie in letzter Zeit klassisch koreanische Ritztechniken mit ganz eigenen Stempel und Schabtechniken, kombiniert diese mit nuancenreich aufgetragenen farbigen experimentellen Rohstoffen (…), so Dr. Wilp zit. n. Monika-Gass.

(Diether v. Goddenthow /Rhein-Main.Eurokunst)

Bilderliste der eingereichten Exponate

Zeit für Neustarts und Netzwerken // Deine Stadt. Deine Chance – 6. Mainzer Gründungswoche vom 15. bis 21. November

Für das Gründungsnetzwerk rund um Mainz und alle Start-ups, jungen Unternehmen und Gründungsinteressierten ist es Mitte November endlich wieder soweit: Die Mainzer Gründungswoche geht bereits in ihre sechste Auflage. Vom 15. bis 21. November können sich Gründungsinteressierte, Gründerinnen und Gründern und Profis der Branche vernetzen und mit frischen Infos und Impulsen versorgen.

Von persönlichen Einblicken in Gründungsgeschichten über Workshops bis zu Info- und Matchingveranstaltungen: Insgesamt 29 Events haben die Veranstalter auf die Beine gestellt, die meisten davon sind online oder finden live vor Ort statt. Sie richten sich an Gründungsinteressierte, die in den Startlöchern stehen ebenso wie an junge Unternehmen und auch an Seriengründerinnen und -gründer. Die Teilnahme ist kostenfrei, weitere Infos gibt es unter www.mainzer-gründungswoche.de. Aufgrund der aktuellen Coronaverordnung ist eine Anmeldung für jedes Event aus organisatorischen Gründen erforderlich.

In enger und langjähriger Zusammenarbeit wird die Woche von der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Mainz, der IHK für Rheinhessen und der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) sowie zahlreichen Partnerinnen und Partnern aus dem Mainzer Gründungsnetzwerk organisiert.

Jetzt ist Zeit zum Netzwerken
Den Auftakt zur Mainzer Gründungswoche liefert am Montagabend, 15. November ab 18.00 Uhr, die Kick-Off-Veranstaltung im The Pier auf der Großen Bleiche in Mainz. Der Abend startet mit einer von Nils Zeizinger moderierten Talkrunde mit Dr. Ulrich Link, Mitglied des Vorstandes der ISB, dem Hauptgeschäftsführer der IHK für Rheinhessen, Günter Jertz sowie der Mainzer Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz.
Anschließend folgen spannende Einblicke und Erfahrungsberichte aus den Gründungsgeschichten lokaler Start-ups: Christian Wunsch, Geschäftsführer des Veranstaltungsortes und Coworking Spaces The Pier, erzählt von seiner Motivation zur Gründung. Benjamin Mandos, Gründer von GotBag und Social Entrepreneur, berichtet über seinen beeindruckenden Werdegang und Erfolg am Gründungsstandort Mainz. Bei Snacks, Getränken und guten Gesprächen kann der Abend ausklingen.

„Wer ein Unternehmen gründen oder übernehmen will, findet in Mainz eine gut vernetzte Szene. Wir freuen uns, als Förderbank in vielen Veranstaltungen der Gründungswoche über Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten zu informieren“, sagt Dr. Ulrich Link.
„Mit unserem neuen Format und der breiten Mischung aus Präsenz- und Hybrid-Angeboten treffen wir genau den Nerv der Mainzer Gründungsszene”, findet Günter Jertz, Hauptgeschäftsführer der IHK Rheinhessen. Zu den Veränderungen zählen ein neues Logo und die neue zentrale Webseite www.mainzer-gründungswoche.de.
Die Mainzer Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz fasst die gemeinsame Initiative von Wirtschaftsförderung, ISB und IHK treffend zusammen: „Die Mainzer Gründungswoche ist ein etabliertes und hoch gefragtes Format in der Mainzer Gründerszene, das aus dem Mainzer Gründungsökosystem nicht mehr wegzudenken ist.“

Das Programm und alle Informationen zur Gründungswoche finden Sie unter der neuen Website https://mainzer-gründungswoche.de.

exground filmfest 34 startet Internationales Stelldichein in Wiesbaden // angemessene Hygienemaßnahmen

exground-34-logo450Am Freitagabend startet exground filmfest 34 in der Caligari FilmBühne mit QUEEN OF GLORY von Nana Mensah in Anwesenheit von Kamerafrau Cybel Martin. Vom 12. bis zum 21. November präsentiert das Festival über 150 unabhängig produzierte Lang- und Kurzfilme aus 47 Ländern auf der großen Leinwand, darunter 13 Welt-, fünf internationale, zwei Europa-, 26 Deutschland- und zahlreiche Rhein-Main-Premieren. Neben dem Filmprogramm erwartet die Gäste ein spannendes Rahmenprogramm mit Diskussionsrunden, Ausstellungen, Filmquiz und einer Lesung. Zahlreiche Filmgäste aus dem In- und Ausland werden in Wiesbaden erwartet, um mit dem Publikum über ihre Filme zu diskutieren.

USA

Aus dem Programm des diesjährigen Fokuslandes USA reisen etliche Filmschaffende an, darunter die Regisseure Paul Felten (SLOW MACHINE) und James Finn (THE ANNOTATED FIELD GUILD OF ULYSSES S. GRANT) sowie die Kamerafrau Cybel Martin (QUEEN OF GLORY) und der Kurzfilmschaffende Timothy Rainbow (ENJOYING A NICE LIFE). Für die Paneldiskussion zum Thema US CINEMA? WAS IST DAS? AUF DER SUCHE NACH EINER NATIONALEN KINEMATOGRAFIE werden zudem Filmkritikerin Beatrice Loayza und Filmemacher Noel Lawrence zu Gast sein.

Deutschland

Auch aus Deutschland werden ebenfalls viele Filmgäste vor Ort sein. So werden zur Vorstellung von SCHATTENSTUNDE am 18.11. um 17 Uhr in der Caligari FilmBühne sowohl Regisseur Benjamin Martins als auch die Darstellenden Christoph Kaiser, Beate Krist, Klaus Rodewald und Boris Becker für ein Gespräch anwesend sein. Regisseur Ronny Trocker wird für die Vorführung seines Films DER MENSCHLICHE FAKTOR am 15.11. um 19.30 Uhr zu Gast sein, und das Screening von EIN GROSSES VERSPRECHEN wird am 20.11. um 17.30 Uhr von einem Gespräch mit Regisseurin Wendla Nölle begleitet. Doch auch aus anderen Gewerken finden sich Gäste ein. So werden die Produzentin und Drehbuchautorin Marisa Meier (YOUTH TOPIA) und der Produzent Christoph Holthof, zusammen mit Darstellerin Anna Blomeier (DIE SAAT) vor Ort sein, um mit dem Publikum zu reden.

Benjamin Martins © Herbsthundfilme
Benjamin Martins © Herbsthundfilme

Kurzfilmgäste aus aller Welt

Besonders viele Kurzfilmschaffende machen sich in diesem Jahr auf den Weg in die hessische Landeshauptstadt. So kommen aus den Niederlanden unter anderem Regisseur Philip Besamusca (LIONESS) und Regisseurin Lara Aerts (GIRLSBOYSMIX), während die Filmemacherin Ceres Machado (AMATEURS) und Iker Esteibarlanda (BEFORE I DIE) aus Spanien anreisen. Auch aus Großbritannien (Jeb Hardwick für METEOR), Frankreich (Alexandre Manzanares für TREASURE), Serbien (Bojana Babić für FERAL), Singapur (Mun Chee Yong für 21 DAYS) und Israel (Sharon Israeli für TOURISTS) machen sich Gäste auf den Weg, um dem Wiesbadener Publikum persönlich ihre Filme näher zu bringen.

Internationale Jury für den Internationalen Kurzfilm-Wettbewerb

Passend zum Internationalen Kurzfilm-Wettbewerb, setzt sich die diesjährige Jury des mit 2.000 EUR dotierten Preises für den besten internationalen Kurzfilm aus drei Jurymitgliedern aus drei Ländern zusammen. Aus den USA macht sich dafür Filmproduzent Brendan Conway auf den Weg, während der spanisch-luxemburgische und Oscar-prämierte Kurzfilmregisseur Alexander Espigares aus seiner Wahlheimat, dem Rheingau anreist. Komplettiert wird die Jury durch die geborene Wiesbadenerin Karin Hoffinger, Leiterin des Bereichs International Relations der Berlinale.

Alexander Espigares, Karin Hoffinger und Brendan Conway
Alexander Espigares, Karin Hoffinger und Brendan Conway

Pandemiebedingte Einschränkungen für internationales Zusammenkommen

Sowohl für alle nationalen und internationalen Gäste als auch für das Kinopublikum vor Ort gelten in diesem Jahr noch einige pandemiebedingte Einschränkungen, um ein sicheres Festival zu gewährleisten. Alle Veranstaltungen finden unter 2-G-Bedingungen statt. In allen Kinos und Veranstaltungsorten gilt Maskenpflicht bis zum Platz und die Sitzplätze werden im Schachbrettmuster vergeben. Die Abstandregeln sind einzuhalten.

Weitere Infos und Programm