Kategorie-Archiv: Hessische Staatskanzlei

„Der „Hessentag bringt die Menschen zusammen und zeigt die Vielfalt unseres Landes“ – Ministerpräsident Rhein und Bürgermeister Spogat eröffnen Hessentag 2024 in Fritzlar

Eröffnung 61. Hessentag Fritzlar, v.l. Ministerpräsident Boris Rhein mit Frau Tanja Raab-Rhein, Bürgermeister Hartmut Spogat mit Frau Ilona, Hessentagspaar Kevin und Franziska Wathling, Landrat Winfried Becker mit Frau Iris, Foto: Karsten Socher
Eröffnung 61. Hessentag Fritzlar, v.l. Ministerpräsident Boris Rhein mit Frau Tanja Raab-Rhein, Bürgermeister Hartmut Spogat mit Frau Ilona, Hessentagspaar Kevin und Franziska Wathling, Landrat Winfried Becker mit Frau Iris, Foto: Karsten Socher

Wiesbaden/Fritzlar. „Eine Stadt voller Leben“ – unter diesem Motto hat am heutigen Freitag der Hessentag 2024 im nordhessischen Fritzlar begonnen. Hessens Ministerpräsident Boris Rhein und Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat eröffneten das 61. Landesfest mit einer feierlichen Zeremonie am Dom. „Brauchtum, Tradition und Fortschritt, Kunst, Kultur und Information: Der Hessentag zeigt die Vielfalt unseres Landes. Wir freuen uns sehr, auch in diesem Jahr wieder zusammenzukommen und die hessische Lebensfreude zu feiern“, sagte Ministerpräsident Rhein und fügte hinzu: „Der Hessentag ist Deutschlands ältestes Landesfest, seit jeher stehen dabei Vielfalt, Heimatverbundenheit und die Gemeinschaft im Mittelpunkt. Der Hessentag bringt die Menschen zusammen: aus dem ganzen Land – egal ob jung oder alt. Auf diese Tradition bin ich sehr stolz.“

Vom 24. Mai bis 2. Juni erwartet die Besucherinnen und Besucher in Fritzlar ein abwechslungsreiches Programm aus Kultur, Politik, Wirtschaft, Natur und Gesellschaft. Mehr als 1.200 Veranstaltungen hält der Programmkalender bereit. Ministerpräsident Rhein wird persönlich an zahlreichen Terminen vor Ort teilnehmen.

„Mit dem Ende der intensiven Planungszeit ist die Vorfreude auf den Hessentag in den vergangenen Tagen deutlich spürbar gestiegen. Jetzt kann es endlich losgehen und wir sind stolz darauf, dass unsere historische Stadt nun für zehn Tage im Mittelpunkt steht. Als gute Gastgeber wollen wir mit dazu beitragen, Fritzlar und die Region noch bekannter zu machen“, sagte Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat.

Regierungschef Rhein betonte die Bedeutung des Festes für die Stadt und Region sowie das besondere Jubiläum der diesjährigen Veranstaltung: „Vor genau 50 Jahren fand das Landesfest schon einmal in Fritzlar statt. In diesem Jahr feiern wir zum zweiten Mal gemeinsam hier. Und wieder wird der Hessentag die Stadt verändern und ihr Gesicht für die kommenden Jahrzehnte prägen, denn die Investitionen in die Stadt und das Gemeinschaftsgefühl wirken noch lange über den Hessentag hinaus.“ Der Ministerpräsident dankte außerdem den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz: „Der Hessentag lebt von einem herausragenden ehrenamtlichen Engagement vor Ort. Alle packen mit an, um den Besuchern und Besucherinnen ein unvergessliches Fest zu bieten. Ich bin mir sicher, dass dies auch in diesem Jahr gelingen wird und freue mich auf viele tolle Begegnungen, neue Eindrücke und die einzigartige Stimmung in den kommenden zehn Tagen.“

Das gesamte Programm des Hessentags ist abrufbar unter https://programm.hessentag2024.de/.

75 Jahre Grundgesetz – Festakt in der Goethe-Uni Frankfurt erinnert an die Genehmigung des Grundgesetzes durch die Alliierten am 12.Mai 1949

"75 Jahre Grundgesetz" inszeniert von  Histotainer Tino Leo. © Foto Diether von Goddenthow
„75 Jahre Grundgesetz“ inszeniert von Histotainer Tino Leo. © Foto Diether von Goddenthow

Frankfurt. Ministerpräsident Boris Rhein und Landtagspräsidentin Astrid Wallmann haben das Grundgesetz als Glücksfall der deutschen Geschichte bezeichnet. Aus Anlass der Genehmigung der Verfassung durch die Militärgouverneure der amerikanischen, britischen und französischen Besatzungszone am 12. Mai 1949 nahmen der Regierungschef und die Landtagspräsidentin am Sonntag an einem Festakt in Frankfurt teil. Dazu eingeladen hatten das Land Hessen, Vertreter der ehemaligen westlichen Alliierten, die Goethe-Universität Frankfurt sowie die Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte.

„Unser Grundgesetz ist der Gegenentwurf zum Nationalsozialismus und zu allen Formen des Totalitarismus“, sagte Ministerpräsident Rhein. Mit der Genehmigung des Grundgesetzes am 12. Mai 1949 hätten die westlichen Alliierten die Abkehr Deutschlands von der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft bestätigt und die Möglichkeit zur Westbindung Deutschlands eröffnet. „Das Grundgesetz verkörpert seit seinem Inkrafttreten vor 75 Jahren unsere kollektiven Werte, es schützt unsere Rechte und definiert unsere Pflichten als Bürgerinnen und Bürger. Wir können stolz sein auf unsere Verfassung, denn sie ist das Ergebnis eines langen Kampfes für Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit“, sagte der Regierungschef.

Prof. Dr. Enrico Schleiff, Präsident der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Dr. Michael Sprenger, Stiftung Orte der Deutschen Demokratiegeschichte, Prof. Dr. Falk Bretschneider, Institut Francais, Ffm., Ministerpräsident Boris Rhein Landtagspräsidentin Astrid Wallmann, Bürgermeisterin Dr. Nargess Eskandari-Grünberg, Stadt Frankfurt, Prof. Dr. Jean-Louis Georget, Universite Paris III - Sorbonne Nouvelle, Honorarkonsul des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland, Dr. Andreas Fabritius, Generalkonsul der Vereinigten Staaten von Amerika Norman Thatcher Scharpf, Jana Jehle, Studentin der Rechtswissenschaft, Goethe-Universität. © Foto Diether von Goddenthow
Prof. Dr. Enrico Schleiff, Präsident der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Dr. Michael Sprenger, Stiftung Orte der Deutschen Demokratiegeschichte, Prof. Dr. Falk Bretschneider, Institut Francais, Ffm., Ministerpräsident Boris Rhein Landtagspräsidentin Astrid Wallmann, Bürgermeisterin Dr. Nargess Eskandari-Grünberg, Stadt Frankfurt, Prof. Dr. Jean-Louis Georget, Universite Paris III – Sorbonne Nouvelle, Honorarkonsul des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland, Dr. Andreas Fabritius, Generalkonsul der Vereinigten Staaten von Amerika Norman Thatcher Scharpf, Jana Jehle, Studentin der Rechtswissenschaft, Goethe-Universität. © Foto Diether von Goddenthow

„Dass wir das Jubiläum des Grundgesetzes gemeinsam mit Vertretern der einstigen westlichen Alliierten feiern, zeigt die enge Verbundenheit und Freundschaft, die sich bis heute zwischen unseren Ländern und Völkern entwickelt hat und die 1949 ihren Anfang nahm. Wir dürfen nie vergessen, dass unser Staat auf den Trümmern einer Politik errichtet wurde, deren radikaler Nationalismus, Antisemitismus und Rassismus im größten Menschheitsverbrechen und in einem weltweit geführten Krieg gemündet ist. Dass die Alliierten vor diesem historischen Hintergrund Westdeutschland trotzdem den Weg zur Bildung eines neuen Staates mit einer demokratischen Verfassung ermöglichten und diesen Prozess unterstützten, war eine einmalige Chance, die glücklicherweise genutzt wurde. Sie verpflichtet uns als Politik und Gesellschaft bis zum heutigen Tag und auch in Zukunft“, sagte Hessens Landtagspräsidentin Astrid Wallmann.

Talkrunde  "DER 12. MAI 1949: VERPFLICHTUNG UND AUFTRAG - DAMALS WIE HEUTE" , moderiert von Prof. Dr. Falk Bretschneider, Institut Francais, Ffm., Diskutanten: Ministerpräsident Boris Rhein Landtagspräsidentin Astrid Wallmann, Bürgermeisterin Dr. Nargess Eskandari-Grünberg, Stadt Frankfurt, Prof. Dr. Jean-Louis Georget, Universite Paris III - Sorbonne Nouvelle, Honorarkonsul des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland, Dr. Andreas Fabritius, Generalkonsul der Vereinigten Staaten von Amerika Norman Thatcher Scharpf, Jana Jehle, Studentin der Rechtswissenschaft, Goethe-Universität. © Foto Diether von Goddenthow
Talkrunde „DER 12. MAI 1949: VERPFLICHTUNG UND AUFTRAG – DAMALS WIE HEUTE“ , moderiert von Prof. Dr. Falk Bretschneider, Institut Francais, Ffm., Diskutanten: Ministerpräsident Boris Rhein Landtagspräsidentin Astrid Wallmann, Bürgermeisterin Dr. Nargess Eskandari-Grünberg, Stadt Frankfurt, Prof. Dr. Jean-Louis Georget, Universite Paris III – Sorbonne Nouvelle, Honorarkonsul des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland, Dr. Andreas Fabritius, Generalkonsul der Vereinigten Staaten von Amerika Norman Thatcher Scharpf, Jana Jehle, Studentin der Rechtswissenschaft, Goethe-Universität. © Foto Diether von Goddenthow

Die Verabschiedung des Grundgesetzes am 23. Mai 1949 war das Ergebnis intensiver Beratungen im Parlamentarischen Rat, der 1948 von den Ländern als verfassunggebende Versammlung eingesetzt worden war und den politischen Neuanfang für Deutschland einleiten sollte. Aus Hessen wirkten im Parlamentarischen Rat unter anderem Elisabeth Selbert, Ludwig Bergsträsser, Heinrich von Brentano und der spätere Ministerpräsident Georg August Zinn mit.

Zur Erinnerung an die Verabschiedung des Grundgesetzes hat das Land Hessen die Kampagne „Das sind deine Rechte – 75 Jahre Grundgesetz“ gestartet, die in den nächsten Monaten zum Beispiel mit Theaterstücken über die Entstehungsgeschichte der Bundesrepublik informiert.

Neue Heimat für Rebecca Horns Lebenswerk mit 60 Exponaten im Landesmuseum Wiesbaden dank Koop mit Land Hessen – 24.3.24 Ausstellungseröffnung

Das Lebenswerk der deutschen Bildhauerin, Aktionskünstlerin und Filmemacherin Rebecca Horn kommt für immer ins Hessische Landesmuseum Wiesbaden. Zur Bekanntgabe der Kooperation zwischen dem Land Hessen und Rebecca Horns Stiftung Moontower Foundation war heute eigens Hessens Ministerpräsident u. früherer Kunstminister Boris Rhein zur Pressekonferenz gekommen. Hier bei der Besichtigung einiger Positionen von Rebecca Horn im Künstlerinnen-Saal des Museums Wiesbaden (v.l.n.r.) Ministerpräsident Boris Rhein, Dr. Andreas Henning, Karin und Peter Weyrich, Dr. Jörg Daur, Prof. Dr. Peter Raue. Im Hintergrund Horns Werk "Im Kreis des Adlers" von 2006  © Foto Diether von Goddenthow
Das Lebenswerk der deutschen Bildhauerin, Aktionskünstlerin und Filmemacherin Rebecca Horn kommt für immer ins Hessische Landesmuseum Wiesbaden. Zur Bekanntgabe der Kooperation zwischen dem Land Hessen und Rebecca Horns Stiftung Moontower Foundation war heute eigens Hessens Ministerpräsident u. früherer Kunstminister Boris Rhein zur Pressekonferenz gekommen. Hier bei der Besichtigung einiger Positionen von Rebecca Horn im Künstlerinnen-Saal des Museums Wiesbaden (v.l.n.r.) Ministerpräsident Boris Rhein, Dr. Andreas Henning, Karin und Peter Weyrich, Dr. Jörg Daur, Prof. Dr. Peter Raue. Im Hintergrund Horns Werk „Im Kreis des Adlers“ von 2006 © Foto Diether von Goddenthow

Schon mit 60 hatte sich die unverheiratete und kinderlose international bekannte Bildhauerin, Aktionskünstlerin und Filmemacherin Rebecca Horn Gedanken über den Verbleib ihres Werkes nach dem Tode gemacht. Der Wunsch der in Bad König beheimateten, am Sonntag ihren 80. Geburtstag feiernden Künstlerin war es, nach ihrem Tod den Kern ihrer Arbeiten in einem dafür geeigneten hessischen Museum zu wissen. Dieser Wunsch ging nun in Erfüllung. Bei der heutigen Pressekonferenz mit Ministerpräsident Boris Rhein gaben Prof. Dr. Peter Raue von der Moontower Foundation und Museumsdirektor Dr. Andreas Henning bekannt, dass ein großer Werkkomplex von Rebecca Horn in Hessen verbleiben wird. Im Rahmen einer exklusiven Kooperation der Stiftung von Rebecca Horn mit dem Land Hessen werden dem Museum Wiesbaden 30 raumgreifende Installationen sowie 30 Malereien und Zeichnungen der Künstlerin als Dauerleihgaben anvertraut. Dieses Konvolut umfasst alle wesentlichen Werkzyklen Rebecca Horns. Er wird in wechselnden Konstellationen im Museum Wiesbaden zu sehen sein. Zusammen mit den eigenen Werken, allen voran der Spiegelinstallation Jupiter im Oktogon, wird das Museum damit zum führenden Museum der weltweit renommierten Künstlerin.

 

Die 1944 in Michelstadt im Odenwald geborene Rebecca Horn ist im In- und Ausland mit zahlreichen Auszeichnungen, Ehrungen und Preisen bedacht worden. Die Hessische Kulturpreisträgerin (2010) erhielt – nach zahlreichen Auszeichnungen in den 1980er- und 1990er-Jahren – 2007 den Alexej von Jawlensky-Preis, den Praemium Imperiale (Japan 2010), sowie zuletzt den Wilhelm-Lehmbruck-Preis (2017). Seit 2019 ist sie Trägerin des Großen Verdienstkreuzes mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Prof. Dr. Peter Raue, 2. Vorstandsvorsitzenden der Moontower Foundation. erläutert Ministerpräsident Boris Rhein und Museumsdirektor Andreas Henning die Funktionsweise von Rebecca Horns Werk "Der Rabenbaum", 2009-2011. © Foto Diether von Goddenthow
Prof. Dr. Peter Raue, 2. Vorstandsvorsitzenden der Moontower Foundation. erläutert Ministerpräsident Boris Rhein und Museumsdirektor Andreas Henning die Funktionsweise von Rebecca Horns Werk „Der Rabenbaum“, 2009-2011. © Foto Diether von Goddenthow

Museumsdirektor Dr. Andreas Henning und Prof. Dr. Raue von Rebecca Horns Stiftung präsentierten heute den frisch unterzeichneten Kooperationsvertrag. Laut Vertrag soll der Kernbestand des Werkes von Rebecca Horn dauerhaft in Hessen verbleiben und darf nicht verkauft werden. Gemäß dem Wunsch der Künstlerin finden insgesamt sechzig Dauerleihgaben, davon 30 raumgreifende Installationen und 30 Malereien, „eine Heimat in Hessen“. Die Arbeiten der Künstlerin sollen erforscht, gepflegt, ausgestellt und an die Museen der Welt verliehen werden. Mit dem Museum Wiesbaden, das ihre Werke seit 2007 kontinuierlich präsentiert, wurde der dafür geeignete Ort gefunden. Während Bad König im Odenwald Arbeits- und Lebensmittelpunkt der Künstlerin ist, erlangte Rebecca Horn als documenta-Künstlerin internationales Renommee.

Es sei  eine große Freude und Ehre, dass das Museum Wiesbaden zum Haus von Rebecca Horn werde, war Dr. Andreas Henning, Direktor des Museums Wiesbaden, begeistert. „Diese herausragende Künstlerin spielt eine zentrale Rolle für uns. Bereits seit 2007 kommt keiner unserer Gäste an Rebecca Horn vorbei, denn gleich im Eingangsbereich stößt man auf ihre Arbeit Jupiter im Oktogon, die sie eigens für diesen Ort anlässlich der Verleihung des Alexej-von-Jawlensky-Preises realisiert hat. Wir danken der
Künstlerin, dem Land Hessen sowie der Moontower Foundation für diese exklusive Kooperation. Zugleich sehen wir mit Freude der gemeinsamen Verantwortung entgegen, das Werk Rebecca Horns zukünftig zu vermitteln und zu erforschen.“, so der Museumsdirektor.

Rebecca Horns Werke können erst nach Fertigstellung des Mueumserweiterungs-Baus umziehen

 

Um die 60 mitunter raumgreifenden Werke Rebecca Horns, wie hier "Der Rabenbaum" (2009-2011 aus Kupfer, Stahl, Kohlepulver, Glastrichter, Motoren, Elektronik) überhaupt sämtlich im Wiesbadener Museum unterbringen zu können, bedarf es dringend des geplanten Erweiterungsbaus. © Foto Diether von Goddenthow
Um die 60 mitunter raumgreifenden Werke Rebecca Horns, wie hier „Der Rabenbaum“ (2009-2011 aus Kupfer, Stahl, Kohlepulver, Glastrichter, Motoren, Elektronik) überhaupt sämtlich im Wiesbadener Museum unterbringen zu können, bedarf es dringend des geplanten Erweiterungsbaus. © Foto Diether von Goddenthow

Um die mitunter raumgreifenden 60  Werke, wie beispielsweise die Installation „Rabenbaum“ zeigt,  überhaupt im Museum Wiesbaden unterbringen zu können, müsse die Fertigstellung des Museumserweiterungsbaus abgewartet werden.  Hier soll der Architektenwettbewerb bis Ende der zweiten Jahreshälfte erfolgen, um in den darauf folgenden Jahren den neuen Museumstrakt erstellen zu können.

Bis zur Fertigstellung des Museumsanbaues, werde die Künstlerinnen-Räume mit wechselnden Positionen von Rebecca Horn bespielt, bis schließlich in ein paar Jahren das noch in Bad König lagernde Gesamtkonvolut ins neue Museum dann umziehen könne, so Andreas Henning.

Mit dem Konvolut des Werkes von Rebecca Horn wird eine Museumerweiterung unumgänglich werden, was nicht nur für das Museum, für Wiesbaden, sondern für ganz Hessen eine große Bereicherung werden wird.

Prof. Dr. Peter Raue, 2. Vorstandsvorsitzender der Moontower Foundation erzählte, dass Rebecca Horn bereits vor knapp 20
Jahren zur Sicherung ihres Gesamtwerkes und zur Nachlass-Sicherung die Moontower Foundation  mit Sitz in Bad König gegründet habe. Dort habe  Rebecca ihre Kindheit und Jugend verbracht, „und wohin sie – nach vielen Jahren in Amerika, langen Aufenthalten in Berlin – wieder zurückgekehrt ist.“  Rebecca Horn hab den Stiftungszweck dahin formuliert: „Aufgabe der Stiftung sei unter anderem die ‚Erhaltung, Erforschung und Dokumentation des Werkes von Rebecca Horn‘. Ganz im Sinne des Wunsches hat die Moontower Stiftung nunmehr in dem Museum Wiesbaden einen Partner gefunden, der dem Oeuvre von Rebecca Horn auf Dauer eine Heimat in Hessens Hauptstadt bietet. Es ist ein Glück, dass der geplante Neubau eine Garantie dafür ist, dass immer wieder substantielle Teile dieser dem Museum anvertrauten, Arbeiten der Öffentlichkeit gezeigt werden können.“

Ab 24. März 2024 kleine Rebecca-Horn-Schau im Künstlerinnen-Raum des Museums Wiesbaden

Der stellvertretende Museums-Direktor Dr. Jörg Daur, Kustos für zeitgenössische Kunst am Museum Wiesbaden, erläutert die Funktionsweise von Rebecca Horns Werk "Im Kreis des Adlers". © Foto Diether von Goddenthow
Der stellvertretende Museums-Direktor Dr. Jörg Daur, Kustos für zeitgenössische Kunst am Museum Wiesbaden, erläutert die Funktionsweise von Rebecca Horns Werk „Im Kreis des Adlers“. © Foto Diether von Goddenthow

Zur Feier des 80. Geburtstags von Rebecca Horn wurde der 2019 konzipierte Künstlerinnenraum in der Dauerausstellung des Museums Wiesbaden neu eingerichtet. Das Museum Wiesbaden wird die Leihgaben der Künstlerin in wechselnden Konstellationen und ergänzt durch Werke aus dem Museumsbestand dauerhaft präsentieren. Zum Auftakt der Kooperation wird die raumgreifende Installation Der Rabenbaum, 2009-11, im Kontext weiterer skulpturaler Werke und großformatiger Malereien gezeigt.

Auch der jahrelangen Arbeit und Bemühung von Dr. Jörg Daur, stellvertretender Direktor des Museums Wiesbaden und Kustos für zeitgenössische Kunst am Museum Wiesbaden, ist es zu verdanken, dass Rebecca Horn ihre Werk ins Landesmuseum Wiesbaden einbringt. Er sagte auf der Pressekonferenz unter anderem, dass die „Künstlerinnen-Räume“ eine „zentrale Bedeutung für die Präsentation der Kunst der Gegenwart im Museum Wiesbaden haben. Dabei wird der jeweilige Werkkomplex einer Künstlerin oder eines Künstlers als exemplarische Gesamtheit betrachtet. Mit Jupiter im Oktogon und dem nun neu eingerichteten Raum ist Rebecca Horn im Museum Wiesbaden in besonderer Weise vertreten. Mit dem vereinbarten Zugriff auf einen wesentlichen Kernbestand ihrer Werke, wird unser Museum endgültig zu ihrem „Heimatmuseum“. Dieser Aufgabe kommen wir ausgesprochen gerne nach!“

Das in rund 50 Jahren von ihr erarbeitete, viel beachtete und hoch geschätzte Werk ist bis heute in über 120 Einzelausstellungen in in- und ausländischen Galerien, Kunstvereinen, Kunsthallen, und Museen präsentiert worden – darunter in großformatigen Retrospektiven u.a. im New Yorker Guggenheim-Museum (1993), in der Neuen Nationalgalerie Berlin (1994), in der Londoner Tate Modern (1994), in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen Düsseldorf (2004), im Berliner Gropius-Bau Berlin (2006/2007), dem Lehmbruck Museum Duisburg (2017), dem Museum Tinguely in Basel (2019), und zuletzt dem Centre Pompidou in Metz (2019/2020). In wenigen Wochen eröffnet das Haus der Kunst in München eine umfangreiche Ausstellung ihrer Werke.

Rebecca Horn studierte Kunst an der Hochschule der bildenden Künste Hamburg, am Central Saint Martins College of Art and Design in London und ab 1972 in New York. Seit den frühen 1970er-Jahren entwickelte sie ein sowohl weit ausgreifendes wie kohärentes Werk, das Skulptur, Malerei, Installation und Performance, aber auch Dichtung und Film umfasst.
1989 bis 2010 arbeitete sie als Professorin an der Hochschule für Künste in Berlin. 2007 gründete Rebecca Horn die Moontower Foundation mit Sitz in Bad König im Odenwald.

Von den frühen Körperskulpturen wie Einhorn und Paradieswitwe spannt sich ein komplexer, stets auf die existenziellen Bedingungen des Menschseins eingehender Bogen bis hin zu den großen, ortsbezogenen Installationen wie zum Beispiel Turm der Namenlosen (Wien 1994), Konzert für Buchenwald (Weimar 1999), Spiriti di Madreperla (Neapel 2002), Moon Mirror (Berlin, 2006) und Glutkern (Palma de Mallorca 2015). Im Bereich ihres Filmschaffens wurden Berlin – Exercises in nine parts (1974/75), Der Eintänzer (1978), Buster’s Bedroom (1990) sowie Moon Mirror Journey (2011) auf vielen Festivals und in zahlreichen Museen gezeigt.

Das dichterische Werk der Künstlerin erschien gesammelt in dem Band Das Wirbelsäulen Orakel (2015). Einige dieser poetischen Texte waren Ausgangspunkte für die großen, ortsbezogenen Installationen, die im Zentrum ihres Werks stehen.

Weitere Informationen: Museum Wiesbaden

Handwerk in großer Sorge vor existenzgefährdender Bürokratie – Boris Rhein verspricht Abhilfe – Hessen plant „Antibürokratie“-Minister

"Alles um uns herum , alles das ist Handwerk. Dieses Mikrophon hat ja nicht ein Jurist gebaut, und dass das Licht funktioniert, das hat ja kein Politologe verursacht, sondern das haben Handwerker gemacht, und dass das alles so unglaublich prunkvoll ist, haben eben auch Handwerker gemacht", so Ministerpräsident Boris Rhein  beim Parlamentarischen Neujahrsempfang am 7.2.2024 im Wiesbadener Kurhaus. © Foto Diether von Goddenthow
„Alles um uns herum , alles das ist Handwerk. Dieses Mikrophon hat ja nicht ein Jurist gebaut, und dass das Licht funktioniert, das hat ja kein Politologe verursacht, sondern das haben Handwerker gemacht, und dass das alles so unglaublich prunkvoll ist, haben eben auch Handwerker gemacht“, so Ministerpräsident Boris Rhein beim Parlamentarischen Neujahrsempfang am 7.2.2024 im Wiesbadener Kurhaus. © Foto Diether von Goddenthow

Wiesbaden, 8. Februar 2024. Beim diesjährigen Parlamentarischen Neujahrstreffen der Arbeitgeberverbände des Hessischen Handwerks (AHH) am 7.2.2024 im Wiesbadener Kurhaus standen einmal mehr die kulturelle, gesellschaftsprägende Bedeutung des Handwerks, aber auch die großen Sorgen über eine mittlerweile existenzerdrückende Bürokratie der Betriebe im Zentrum. Über 200 Gäste aus dem freiwillig organisierten Handwerk, den Handwerkskammern und der hessischen Landespolitik waren der Einladung der AHH ins Kurhaus Wiesbaden gefolgt.

Die kulturell prägende Rolle des Handwerks

AHH-Präsident Wolfgang Kramwinkel. © Foto Diether von Goddenthow
AHH-Präsident Wolfgang Kramwinkel. © Foto Diether von Goddenthow

„Ich freue mich, dass wir heute viele Vertreterinnen und Vertreter der neuen Landesregierung begrüßen dürfen“, begann AHH-Präsident Wolfgang Kramwinkel seine Rede. „Auch viele neue Landtagsabgeordnete sind hier, um mit dem Handwerk in den Dialog zu treten. Das freut uns sehr“, unterstrich der AHH-Präsident und hob die auch kulturell  zentrale Rolle des Handwerks in der Gesellschaft hervor:   „Das Handwerk hat unsere Gesellschaft geprägt wie kaum eine andere“, so Kramwinkel.  Davon zeugten bereits die zahlreichen, aus handwerklichen Berufen abgeleiteten Namen wie   Müller, Schuster, Schmidt usw.. Legendär im Handwerk seien auch das traditionell über Jahrhunderte hinweg gewachsene  große ehrenamtliche lokale Engagement sowie die Brauchtumspflege, insbesondere aber auch die Weitergabe der Traditionen an die nächste Generation, etwa durch Mitgliedschaften in Ausschüssen für Meister- und Gesellenprüfungen in Handwerksammern, Innungen und Kreishandwerkerschaften. Und  in allem, was irgendwo gebaut oder erschaffen wurde, steckt Handwerk „drin“.

Sorge vor existenzgefährdender  Bürokratie und sinkender Nachfolge-Bereitschaft

Der AHH-Präsident machte aber in seinem Grußwort auch auf die aktuellen Sorgen des Handwerks, allen voran auf die ständig wachsende Bürokratie, aufmerksam, die mittlerweile ein ernsthaftes Entwicklungshemmnis für das gesamte Handwerk darstellt. Das Handwerk, welches “unsere Gesellschaft geprägt hat wie kaum eine andere“, kämpfe in diesen Zeiten des Aufbruchs, aber auch von Unberechenbarkeit und Ungewissheit gegen wachsenden  Kontrollverlust, insbesondere aufgrund einer Bürokratie, „die leiten aber nicht erdrücken und schon gar nicht bevormunden“ dürfte, so Kramwinkel.

Die Bürokratie nehme mittlerweile „einen so großen Raum in unserem Alltag ein, dass sie unsere unternehmerischen Kapazitäten und Freiheiten einschränkt“, klagte der AHH-Präsident. Der durchschnittliche Handwerksbetrieb könne das einfach nicht mehr in seinen Arbeitsalltag integrieren. „Wir füllen Anträge aus, wir dokumentieren unsere Arbeit, messen Werte und schreiben Gutachten“, so Kramwinkel. Und an die Politik gerichtet: „Wofür machen wir das alles?“ Das wisse er meistens gar nicht so genau. Sehr ärgerlich sei auch:  „Wir halten Fristen ein und erfüllen unsere Pflichten. Und dann warten wir auf ein Signal von den Behörden. Aber wie so oft – wir bekommen selten eine zeitnahe Antwort. Oder gar keine.“, berichtet der AHH-Präsident vom alltäglichen Handwerkerfrust.

Es ginge aber um viel mehr als um Kritik an der staatlichen Bevormundung: „Nein, es geht darum, dass diese Auflagen für das Handwerk existenzgefährdend sind. Gerade die kleinen Betriebe haben nicht die Ressourcen, die wachsenden und sich oft noch ändernden Anforderungen zu erfüllen. Diese Regelungen wirken derzeit sogar so abschreckend, dass es die Weiterentwicklung und das Fortbestehen des Handwerks gefährdet.“, warnt Kramwinkel. Und weil es auch für junge Menschen nicht attraktiv erschiene, „sich den überwiegenden Teil ihrer Tätigkeit mit der Übererfüllung von Vorgaben zu beschäftigen“, entschieden sich  „junge gut ausgebildete Fachkräfte zunehmend dagegen, Verantwortung zu übernehmen und ein Unternehmen zu gründen oder zu übernehmen“, zeigt AHH-Präsident die Zusammenhänge auf. Doch „wir brauchen junge Menschen, die Verantwortung übernehmen wollen. Verantwortung für sich selbst, die Gesellschaft, aber auch für das Handwerk“,

Gerade „in Zeiten von multiplen Krisen, deren Auswirkungen vielen aufs Gemüt schlagen, sollten wir alles daransetzen, einen wichtigen Wirtschaftszweig nicht einbrechen zu lassen und Arbeitsplätze zu gefährden“. Dafür brauche man eine Politik, „die uns eine wichtige Last von den Schultern nehmen kann“, sagte Kramwinkel.

Boris Rhein im Schulterschluss mit dem Handwerk verspricht Bürokratieabbau – Antibürokratie-Minister geplant

Ministerpräsident Boris Rhein. © Foto Diether von Goddenthow
Ministerpräsident Boris Rhein. © Foto Diether von Goddenthow

Ministerpräsident Boris Rhein versicherte, die Sorgen des Handwerks sehr ernst zu nehmen. Auf die Politik gemünzt, räumte er ein, dass „wir alle einen Anteil haben“ an der „überbordenden Bürokratie, langwierigen Verfahren, hohen Unternehmenssteuern, teurem Strom und fehlenden Fachkräften“ Deutschland wäre „Spitze bei den Belastungen und Schlusslicht beim Wachstum“, so der Ministerpräsident. Deswegen sei es „unsere Aufgabe, das jetzt wieder umzudrehen, und an den richtigen Schrauben zu drehen“, so Rhein, der für einen Comeback-Plan für die Wirtschaft, und damit auch für das Handwerk, plädierte. „Das heißt; Steuern senken, Investitionen stärken und Bürokratie stoppen“. Denn man habe ein gemeinsames Ziel: „Wachstum und Wohlstand für Deutschland.

Unsere Zukunftsthemen wie Klimawandel, Digitalisierung, Elektromobilität und Wohnungsbau sind nur mit gutausgebildeten Handwerkern zu stemmen. Das Handwerk ist das Rückgrat unseres Mittelstands, deshalb machen wir seine Unterstützung zu einem Schwerpunkt unserer Regierungsarbeit: mit mehr Geld, mehr Bildung und weniger Bürokratie. So werden wir beispielsweise die duale Ausbildung noch attraktiver machen und unsere Berufsschulen mit mehr Lehrkräften und modernster Ausstattung verbessern“, so der Ministerpräsident und kündigte an: „Wir schaffen einen Tag des Handwerks an allgemeinbildenden Schulen, einen Tag, an dem es in den Schulen ausschließlich und nur um das Handwerk geht, eben, um sichtbar zu machen, was Handwerker können.“
Zudem wird die Landesregierung die Ausbildung zum Meister kostenfrei machen, „denn, wenn der Master an der Universität kostenlos ist, muss das natürlich auch der Meister im Handwerk sei „ versprach Rhein.

Ein „Anti-Bürokratieminister“ geplant
„Außerdem starten wir eine Offensive für Planungsbeschleunigung und Bürokratieabbau, von der auch das Handwerk profitieren wird. Gemeinsam werden wir das hessische Handwerk, die Wirtschaftsmacht von nebenan, stärken.“, versicherte Rhein. Außerdem habe man entschieden, „dass sich ab sofort ein eigener Minister mit der Autorität der Staatskanzlei in Hessen auf allerhöchster Ebene um Bürokratieabbau kümmert.“ Dazu werde er auch den Sachverstand aus dem Handwerk nutzen. „Im Dialog mit den Praktikern werden wir einen Katalog sinnvoller Maßnahmen erarbeiten und umsetzen“, machte der Ministerpräsident Hoffnung, dass wenigstens einige Fesseln, die man „Gulliver“ umgelegt habe, wieder abgeworfen werden können.

Talkrunde mit den Fraktionsvorsitzenden

Die Fraktionsvorsitzenden Ines Claus (CDU), Tobias Eckert (SPD), Robert Lambrou (AfD), Dr. Stefan Naas (SPD) und Mathias Wagner (Bündnis 90 / DIE GRÜNEN) stellten sich den Fragen von Moderatorin Ariane Focke (mitte). © Foto Diether von Goddenthow
Die Fraktionsvorsitzenden Ines Claus (CDU), Tobias Eckert (SPD), Robert Lambrou (AfD), Dr. Stefan Naas (SPD) und Mathias Wagner (Bündnis 90 / DIE GRÜNEN) stellten sich den Fragen von Moderatorin Ariane Focke (Mitte). © Foto Diether von Goddenthow

Wichtiger Bestandteil des Abends war anschließend die Podiumsdiskussion mit den Fraktionsvorsitzenden der im Hessischen Landtag vertretenen Parteien. Die Fraktionsvorsitzenden Ines Claus (CDU), Tobias Eckert (SPD), Robert Lambrou (AfD), Dr. Stefan Naas (SPD) und Mathias Wagner (Bündnis 90 / DIE GRÜNEN) stellten sich den Fragen von Moderatorin Ariane Focke. Sie wollte von den Diskutanten unter anderem wissen, wie sie einen Bürokratieabbau in Hessen fördern würden. Dabei gab es auch skeptische Stimmen, die nicht so recht an einen raschen Bürokratieabbau glaubten, vielmehr befürchten, dass die Vorschriftenflut weiter wachse.

Das Parlamentarische Neujahrstreffen der AHH wird traditionell am Anfang jeden Jahres durchgeführt und dient dem Austausch zwischen Handwerk und Politik. Ziel der Veranstaltung ist es, Vertreterinnen und Vertretern des Handwerks und der Politik zusammenzubringen, um sich über die aktuelle Situation des Handwerks, seine Nöte und Verbesserungsvorschläge auszutauschen.

(Dokumentation: Diether von Goddenthow /Rhein-Main.Eurokunst)

Ministerpräsident Boris Rhein empfängt 320 hessische Tollitäten im Schloss Biebrich – „Fastnachtsvereine sind Eckpfeiler des hessischen Brauchtums“

Ministerpräsident Boris Rhein empfängt gemeinsam mit seiner Ehefrau Tanja Raab-Rhein hessische Tollitäten im Wiesbadener Schloss Biebrich. Bild: Hessische Staatskanzlei/ Jonas Grom
Ministerpräsident Boris Rhein empfängt gemeinsam mit seiner Ehefrau Tanja Raab-Rhein hessische Tollitäten im Wiesbadener Schloss Biebrich. Bild: Hessische Staatskanzlei/ Jonas Grom

Wiesbaden. Als Zeichen des Dankes und der Anerkennung hat Hessens Ministerpräsident Boris Rhein gemeinsam mit seiner Frau Tanja Raab-Rhein mehr als 320 hessische Tollitäten im Wiesbadener Schloss Biebrich empfangen. Der Regierungschef sprach den ehrenamtlichen Fastnachterinnen und Fastnachtern seinen Respekt aus und betonte die gesellschaftliche Bedeutung ihres ehrenamtlichen Engagements. „In der fünften Jahreszeit sind die Närrinnen und Narrhalesen nahezu rund um die Uhr im Zeichen des Frohsinns im Einsatz und verbreiten unser jahrhundertealtes Brauchtum der hessischen Fastnacht. Das ist ein wirklich tolles Engagement, das nicht nur viel Zeit, sondern auch besonders viel Herzblut erfordert“, sagte der Regierungschef. Unter den Gästen der feierlichen Veranstaltung im Schloss waren Prinzenpaare und Kinderprinzenpaare, Hofmarschalle und Hofdamen, Fürstinnen und Fürsten, Zofen und Pagen aus rund 90 Vereinen der Interessengemeinschaft Mittelrheinischer Karneval und des Karnevalverbands Kurhessen.

Ministerpräsident Boris Rhein empfängt gemeinsam mit seiner Ehefrau Tanja Raab-Rhein 30 Kinderprinzenpaare im Wiesbadener Schloss Biebrich. Bild:: Hessische Staatskanzlei/ Jonas Grom.
Ministerpräsident Boris Rhein empfängt gemeinsam mit seiner Ehefrau Tanja Raab-Rhein 30 Kinderprinzenpaare im Wiesbadener Schloss Biebrich. Bild:: Hessische Staatskanzlei/ Jonas Grom.

Die Fastnacht habe auch eine enorm wichtige Bedeutung für das Zusammenleben, erläuterte der Ministerpräsident: Der Einsatz der Fastnachtsvereine reiche von der Organisation von Umzügen über die Gestaltung von Veranstaltungen bis hin zur Pflege der Tradition. „Die Vereine sind Eckpfeiler des hessischen Brauchtums und tragen entscheidend zum Zusammenhalt der Gemeinschaft bei“, sagte Rhein und fügte hinzu: „Durch die Organisation der Festlichkeiten schaffen sie Räume für Begegnungen, bei denen Menschen unterschiedlicher Altersgruppen, Hintergründe und Lebenssituationen zusammenkommen und gemeinsam feiern können. Das fördert nicht nur den Austausch zwischen den Generationen, sondern stärkt auch das Wir-Gefühl in der Gesellschaft.“

Rund 2.000 Landwirte demonstrieren mit ihren Traktoren in Wiesbaden

"Zu viel ist zu viel! Jetzt ist Schluss". Die Bauern laufen Sturm, wie hier auch in Wiesbaden vor der Hessischen Staatskanzlei am 8.1.2024, gegen die Sparpläne der Bundesregierung zum Agrardiesel und der  Kfz-Steuerbefreiung für landwirtschaftliche Fahrzeuge. (siehe Resolution). © Foto: Diether von Goddenthow
„Zu viel ist zu viel! Jetzt ist Schluss“. Die Bauern laufen Sturm, wie hier auch in Wiesbaden vor der Hessischen Staatskanzlei am 8.1.2024, gegen die Sparpläne der Bundesregierung zum Agrardiesel und der Kfz-Steuerbefreiung für landwirtschaftliche Fahrzeuge. (siehe Resolution). © Foto: Diether von Goddenthow

Über 80 Prozent der Hessinnen und Hessen leben auf dem Lande. Das Land und der Bund haben daher eine große Verantwortung den ländlichen Kulturraum zu erhalten, und dafür zu sorgen, dass die aktiv betriebene Landwirtschaft nicht eines Tages teilweise oder gar völlig  verschwunden sein wird. Das große Höfe-Sterben mit 35.600 Hofaufgaben allein in den vergangenen 10 Jahren darf  so nicht weitergehen. Die Bauern haben  größte Sorge um ihre Zukunft, da der bürokratische Wust, Auflagen, Dokumentationen, aber auch  Anfeindungen als Umwelt-Verschmutzer  und Klima-Killer ein beinahe unerträgliches Maß erreicht hätten bei gleichzeitig sinkenden Erträgen durch Inflation, Teuerungen bei Energie, Düngemitteln, Saatgut, Löhnen usw. Die Folge:  immer weniger Söhne und Töchter seien mutig genug, angesichts all dieser ständig weiter wachsender Lasten die elterlichen Höfe zu  übernehmen.

Der Streit um die Zurücknahme der Streichung der Agrardiesel-Subventionen habe das Fass zum überlaufen gebracht, weswegen die Bauern bundesweit, so auch in Wiesbaden, auf die Straße gingen und streckenweise den Verkehr lahmlegten, um auf ihre Belange und die Not des ländlich ausblutenden Raumes aufmerksam zu machen.

Wütender, aber friedlicher Bauernaufstand vor der Hessischen Staatskanzlei.  Die Bauern versicherten von keiner Stiftung angestellt oder gefördert worden zu sein, sondern ihren Streik aus eigener Tasche zu bezahlen, inklusiv der streikbedingten Arbeitsausfälle auf ihren Höfen. © Foto: Diether von Goddenthow
Wütender, aber friedlicher Bauernaufstand vor der Hessischen Staatskanzlei. Die Bauern versicherten, von keiner Stiftung angestellt oder gefördert worden zu sein, sondern ihren Streik aus eigener Tasche zu bezahlen, inklusiv der streikbedingten Arbeitsausfälle auf ihren Höfen. © Foto: Diether von Goddenthow

Gestern fand  in Wiesbaden der Auftakt der hessischen Aktionswoche statt. Dabei  demonstrierten bei einer Sternfahrt rund 2.000 Traktoren in der Wiesbadener Innenstadt gegen die geplanten Streichungen des Agrardiesels. Karsten Schmal, Präsident des Hessischen Bauernverbandes, betonte: „Wir brauchen gleiche Wettbewerbsbedingungen in Europa, um die Landwirtschaft in Deutschland zu erhalten. Es kann nicht sein, dass eine ganze Branche unverhältnismäßig hoch belastet wird. Auch die von der Bundesregierung angekündigten Überarbeitungen ändern nichts an unserer Forderung, dass Agrardieselbeihilfe und Kfz-Steuerbefreiung bleiben müssen.“

„Wir freuen uns, dass so viele Landwirtinnen und Landwirte den Weg nach Wiesbaden auf sich genommen haben. Die große Beteiligung verdeutlich nochmals die große Betroffenheit“, betonte Schmal. „Zudem freuen wir uns, dass die Aktion friedlich abgelaufen ist.“

HBV-Präsident Schmal übergab Axel Wintermeyer, Chef der Hessischen Staatskanzlei, die Resolution der Bauern, in der die Argumente der hessischen Landwirtinnen und Landwirte zusammengefasst sind. © Foto: Diether von Goddenthow
HBV-Präsident Schmal übergab Axel Wintermeyer, Chef der Hessischen Staatskanzlei, die Resolution der Bauern, in der die Argumente der hessischen Landwirtinnen und Landwirte zusammengefasst sind. © Foto: Diether von Goddenthow

Im Rahmen der parallel zur Sternfahrt stattfindenden Kundgebung auf dem Wiesbadener Kranzplatz trugen neben Karsten Schmal Tobias Wagner von LsV sowie Torben Eppstein von der Hessischen Landjugend, ihre Anliegen vor. HBV-Präsident Schmal übergab anschließend eine Resolution an Axel Wintermeyer, Chef der Hessischen Staatskanzlei, in der die Argumente der hessischen Landwirtinnen und Landwirte zusammengefasst sind. Schmal betonte, dass es um die Zukunftsfähigkeit der landwirtschaftlichen Branche gehe. „Wenn wir weiterhin eine Versorgung mit regionalen Lebensmitteln gewährleisten wollen, müssen beide Streichungsvorschläge vom Tisch. Eine weitere Verlagerung der Produktion ins Ausland kann nicht das Ziel sein.“

 © Foto: Diether von Goddenthow
© Foto: Diether von Goddenthow

Im weiteren Verlauf der Woche sind von den jeweiligen Kreis- und Regionalbauernverbänden regionale Aktionen u.a. in Kassel, Frankfurt, Limburg sowie dem Untertaunus geplant.

Hier: Resolution und Forderung der Bauern

(Hessischer Bauernverband /Diether von Goddenthow – Rhein-Main.Eurokunst)

Ministerpräsident Rhein und Königin Silvia von Schweden eröffnen in Frankfurt erstes „Childhood-Haus“ in Hessen

Ministerpräsident Rhein und Königin Silvia von Schweden (Foto Mitte) eröffnen erstes „Childhood-Haus“ in Hessen. © Hessische Staatskanzlei/Tim Wegner
Ministerpräsident Rhein und Königin Silvia von Schweden (Foto Mitte) eröffnen erstes „Childhood-Haus“ in Hessen. © Hessische Staatskanzlei/Tim Wegner

Frankfurt. Der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt ist der Hessischen Landesregierung sehr wichtig: Um junge Menschen künftig noch besser zu schützen, hat Ministerpräsident Boris Rhein gemeinsam mit Ihrer Majestät Königin Silvia von Schweden deshalb nun Hessens erstes „Childhood-Haus“ eröffnet. „Gewalt und Missbrauch an Kindern gibt es leider überall“, sagte Ministerpräsident Rhein am Montag bei der Eröffnung in Frankfurt. „Mit dem neuen Childhood-Haus setzen wir ein deutliches Zeichen gegen jede Form von Gewalt und Missbrauch. Ich bin Ihrer Majestät Königin Silvia von Schweden und allen Beteiligten sehr dankbar, dass sie sich gemeinsam mit der Hessischen Landesregierung dafür einsetzen, allen Kindern eine sichere und liebevolle Kindheit zu ermöglichen.“

Ministerpräsident Rhein und Königin Silvia von Schweden auf dem Weg zum Festakt. © Hessische Staatskanzlei/Tim Wegner
Ministerpräsident Rhein und Königin Silvia von Schweden auf dem Weg zum Festakt. © Hessische Staatskanzlei/Tim Wegner

Die ambulante Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche auf dem Gelände des Universitätsklinikums Frankfurt vereint die Professionen Medizin, Psychologie, Jugendamt, Justiz und Polizei unter einem Dach, um von Gewalt betroffenen Kindern und Jugendlichen eine möglichst umfassende Hilfe zu bieten. Ihre Majestät Königin Silvia von Schweden sagte: „Mit der festen Überzeugung, dass jedes Kind das Recht auf eine sichere und liebevolle Kindheit hat, frei von sexualisierter Gewalt, habe ich vor fast 25 Jahren die World Childhood Foundation gegründet. Heute haben wir einen wichtigen Schritt zur Verwirklichung dieser Vision getan. Möge dieses Childhood-Haus in Frankfurt ein Ort der Hoffnung und des Schutzes für alle Kinder sein, die hier Hilfe und Unterstützung suchen. Lassen Sie uns gemeinsam für eine Welt eintreten, in der Kinderrechte kein Privileg, sondern eine Selbstverständlichkeit sind.“

Die Errichtung eines Childhood-Hauses ist Teil der Handlungsempfehlungen des novellierten Aktionsplans des Landes zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt und wurde federführend vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration umgesetzt. „Kinder und Jugendliche tragen oft ihr Leben lang an den Folgen erlittener Gewalt“, sagte der Hessische Minister für Soziales und Integration Kai Klose. „Hier im Childhood-Haus erhalten sie die nötige Hilfe, um sich dennoch gesund zu entwickeln, an einem Ort. Unser wichtigstes Ziel ist, die Retraumatisierung betroffener Kinder und Jugendlicher zu vermeiden. Dafür ist das Konzept des Childhood-Hauses beispielgebend: Alle beteiligten Professionen schaffen eine kinderfreundliche, multidisziplinäre und behördenübergreifende ambulante Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche jeden Alters, die Opfer oder Zeugen von sexualisierter oder körperlicher Gewalt geworden sind.“

„Kindern und Jugendlichen einen geschützten Raum zu bieten, geht weit über den Aspekt des bloßen Schutzes vor Übergriffen hinaus. Eine Gesellschaft, die auf Fürsorge und Wertschätzung beruht, ermöglicht jungen Menschen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und ihr volles Potenzial zu entfalten – dafür danke ich allen an der Eröffnung des neuen Childhood-Hauses Beteiligten und ganz besonders Ihrer Majestät Königin Silvia von Schweden“, sagte Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz.

„Mit der festen Überzeugung, dass jedes Kind das Recht auf eine sichere und liebevolle Kindheit hat, frei von sexualisierter Gewalt, habe ich vor fast 25 Jahren die World Childhood Foundation gegründet." Ihre Majestät Königin Silvia von Schweden. © Hessische Staatskanzlei/Tim Wegner
„Mit der festen Überzeugung, dass jedes Kind das Recht auf eine sichere und liebevolle Kindheit hat, frei von sexualisierter Gewalt, habe ich vor fast 25 Jahren die World Childhood Foundation gegründet.“ Ihre Majestät Königin Silvia von Schweden. © Hessische Staatskanzlei/Tim Wegner

„Angebote wie dieses sind besonders wichtig, damit Kinder und Jugendliche, die sexualisierte Gewalt erlebt haben, alle notwendigen Hilfen bekommen“, sagte Innenminister Peter Beuth. „Derweil unternehmen Polizeibehörden alles in ihrer Macht stehende, um sexualisierte Gewalt gegen Kinder effektiv zu bekämpfen und den Tätern habhaft zu werden. Mit den fortwährenden Maßnahmen der 300 Mitarbeiter starken BAO FOKUS unterstreicht die hessische Polizei, dass der Kampf gegen Kindesmissbrauch in Hessen höchste Priorität hat.“

„Wenn Kinder Opfer von Straftaten werden, müssen ihre Bedürfnisse bei den Ermittlungen und auch im späteren Prozess in besonderer Weise geschützt werden. Im Childhood-Haus können Verfahren mithilfe interdisziplinärer Zusammenarbeit optimiert und noch kindgerechter gestaltet werden. Die Justiz trägt damit einen wichtigen Beitrag zu einem lückenlosen Kinderschutz bei“, sagte Justizminister Prof. Dr. Roman Poseck.

Wissenschaftsministerin Angela Dorn sagte: „Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst fördert seit mehreren Jahren die Kinderschutzambulanz im Universitätsklinikum Frankfurt. Mit der Eröffnung des Childhood-Hauses eröffnen sich viele Synergien und Entwicklungschancen für die betroffenen medizinischen Bereiche – alles mit dem Ziel, besonders schutzbedürftige Kinder und Jugendliche optimal zu versorgen.“

„Hessen hat in den Bau des Childhood-Hauses in Frankfurt rund 1,4 Millionen Euro investiert. Wir unterstützen damit das bewundernswerte Engagement Ihrer Majestät Königin Silvia von Schweden – vor allem unterstützen wir aber viele Kinder, die Hilfe nötig haben“, sagte Finanzminister Michael Boddenberg.

Mike Josef, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main, sagte: „Das Childhood-Haus ist der geschützte und sichere Ort, den Kinder und Jugendliche, die Gewalterfahrungen machen mussten, so sehr brauchen. Hier bekommen sie den Raum, das Erlebte kindgerecht und begleitet aufzuarbeiten. Als Oberbürgermeister ist mir die gute Versorgung der Jungen und Mädchen, ihre Stärkung für eine gute Zukunft und eine kindgerechte Justiz wichtig. Mein Dank gilt Königin Silvia von Schweden und allen Beteiligten für den besonderen Einsatz und das Engagement zum Wohl der Kinder und Jugendlichen.“

Dr. Astrid Helling-Bakki, Geschäftsführung World Childhood Foundation Deutschland, sagte: „Es ist an der Zeit, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die schweren und unangenehmen Themen zu lenken. Nur durch offene Diskussionen und konstruktive Fragen können wir die Strukturen verändern, die sexualisierte Gewalt an Kindern begünstigen oder gar systematisch decken.“

„Die Goethe-Universität und das Universitätsklinikum Frankfurt sind 1914 durch bürgerliches Stiftungsengagement entstanden und seither entscheidend durch den Stiftungsgedanken geprägt“, sagte Prof. Dr. Jürgen Graf, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Frankfurt. „Auch die spätere Universitäts-Kinderklinik war ursprünglich 1908 im Haus der Annie-Stiftung untergebracht. Das Childhood-Haus Frankfurt kehrt nun an genau diesen historischen Ort zurück, und die Etablierung wurde durch das außerordentliche Engagement der World Childhood Foundation und der Hessischen Landesregierung möglich. Somit kehren die Kinder zurück in das Annie-Heim, und erneut wird eine Zukunftsentwicklung an der Universitätsmedizin durch den Stiftergedanken getragen.“

Prof. Dr. Mathias Kieslich, Leiter des Childhood-Hauses Frankfurt, sagte: „Die Gründung einer disziplinenübergreifenden Einrichtung für von Misshandlung, Vernachlässigung und sexuellem Missbrauch betroffene Kinder und Jugendliche ist die konsequente Fortsetzung eines sich über die letzten 15 Jahre entwickelten Kinderschutzsystems. Die beteiligten Disziplinen Jugendamt, Medizin, Polizei und Justiz kommen am Kind zusammen, um, orientierend an der Perspektive der Kinder und Jugendlichen, die notwendigen Maßnahmen zu realisieren.“

„Erst wenn man die Sicht der betroffenen Kinder und Jugendlichen einnimmt, erkennt man deren Bedürfnisse und Notwendigkeiten. Das Childhood-Haus soll den betroffenen Kindern und Jugendlichen die zur Aufarbeitung und zum Schutz notwendigen interdisziplinären Maßnahmen in einem vertrauensvollen und kindgerechten Umfeld so schonend wie möglich machen“, sagte Prof. Dr. Marco Baz Bartels, Koordinator des Childhood-Hauses Frankfurt.

Hintergrund World Childhood Foundation:

Ihre Majestät Königin Silvia von Schweden gründete die World Childhood Foundation im Jahr 1999. Die gemeinnützige Stiftung trägt insbesondere durch die Errichtung von Childhood-Häusern zu einem nachhaltigen und systemischen Wandel im Kinderschutz bei. Ihre Majestät ist die ehrenamtliche Vorsitzende des Kuratoriums von Childhood Deutschland und unterstützt Deutschland sowie die Schwesterstiftungen in Schweden, den USA und Brasilien bei der Umsetzung der Vision, eine Welt zu schaffen, in der alle Kinder eine sichere und beschützte Kindheit erleben dürfen und frei von (sexualisierter) Gewalt aufwachsen können.

Mehr Informationen zur World Childhood Foundation finden sich unter https://www.childhood-de.org/.

Ministerpräsident Boris Rhein tauscht sich mit Kronprinzessin Victoria von Schweden über wirtschaftliche Beziehungen aus

Ministerpräsident Boris Rhein empfängt Kronprinzessin Victoria von Schweden zum wirtschaftlichen und kulturellen Austausch in der Staatskanzlei. © Hessische Staatskanzlei
Ministerpräsident Boris Rhein empfängt Kronprinzessin Victoria von Schweden zum wirtschaftlichen und kulturellen Austausch in der Staatskanzlei. © Hessische Staatskanzlei

Wiesbaden. Hessens Ministerpräsident Boris Rhein hat zum Besuch von Kronprinzessin Victoria von Schweden auf die sehr guten wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Hessen und Schweden hingewiesen und angekündigt, diese in Zukunft weiter zu pflegen. „Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Hessen und Schweden haben in den vergangenen Jahren eine positive Entwicklung genommen. Beide Regionen teilen ähnliche wirtschaftliche Interessen und legen großen Wert auf Innovation, Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Der Besuch von Kronprinzessin Victoria wird dazu beitragen, diese gemeinsamen Werte zu stärken und neue Möglichkeiten für eine verstärkte Zusammenarbeit zu schaffen“, sagte Rhein am Freitag in Wiesbaden. Dort waren der Ministerpräsident und Ihre Königliche Hoheit zum wirtschaftlichen und kulturellen Austausch in der Staatskanzlei zusammengekommen. Kronprinzessin Victoria trug sich außerdem in das Gästebuch der Staatskanzlei ein.

Von der guten Zusammenarbeit profitierten Hessen und Schweden in verschiedenen wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und sozialen Bereichen, sagte Rhein. Durch die Ansiedlung schwedischer Unternehmen im Land entstünden nicht nur Arbeitsplätze, es entstehe auch Raum für Technologietransfer und Innovation. „Viele große schwedische Unternehmen haben einen Sitz oder einen Standort in Hessen. So liegt zum Beispiel die Deutschlandzentrale von Ikea in Hofheim. Andere schwedische Firmen wie Essity verdeutlichen das hohe lnnovationspotenzial der hessisch-schwedischen Beziehungen: Essity betreibt in Wiesbaden die weltweit erste Papierfabrik, die emissionsfrei mit grünem Wasserstoff betrieben wird“, sagte Rhein. Auch der E-Highway, die Autobahn A5 am Flughafen Frankfurt, deute als Gemeinschaftsprojekt von Siemens und dem schwedischen Lastwagenhersteller Scania auf die enge wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Hessen und Schweden hin. Rhein hob ferner das Experience Center des schwedischen Medizintechnikunternehmens Getinge in Frankfurt als besonderen Ort für Wissenstransfer und Ideenaustausch hervor. Das Center wurde im vergangenen Jahr eröffnet und umfasst Produktausstellungsbereiche zum Thema klinische Gesundheitsversorgung, Schulungseinrichtungen und Büros. Die Kronprinzessin hatte das Center am Vormittag im Rahmen des Swedish-German Business Day besucht.

 Kronprinzessin Victoria von Schweden trägt sich ins Gästebuch der Staatskanzlei ein. © Hessische Staatskanzlei
Kronprinzessin Victoria von Schweden trägt sich ins Gästebuch der Staatskanzlei ein. © Hessische Staatskanzlei

 Der Regierungschef ging außerdem auf die engen persönlichen Beziehungen Hessens mit dem Königreich Schweden ein. „In Hessen leben mehr als 2.000 Menschen mit schwedischer Staatsangehörigkeit, gerade in Frankfurt gibt es eine wachsende schwedische Community, die aufgrund der wirtschaftlichen Stärke des Rhein-Main-Gebiets in Hessen eine zweite Heimat gefunden hat“, sagte er. Zudem gebe es in der Wissenschaft mit 70 verschiedenen Hochschulkooperationen einen engen Austausch. Auch die Beziehungen mit dem Königshaus hätten schon lange Tradition und seien von Vertrauen und Herzlichkeit geprägt, sagte Rhein weiter. So hatten zuletzt 2019 Ministerpräsident a.D. Bouffier und das Landeskabinett die Mutter Victorias, Königin Silvia von Schweden, in Wiesbaden empfangen.

 Kronprinzessin Victoria nimmt am Abend noch im Kurhaus Wiesbaden an der 20. Verleihung des Schwedischen Unternehmenspreises teil. Am 19. November wird Ihre Königliche Hoheit zum Volkstrauertag eine Rede im Bundestag halten.

Regierungschefs von Hessen und Nordrhein-Westfalen wollen Spitzenforschung für nachhaltiges Wachstum stärken

Geisenheim. Hessens Ministerpräsident Boris Rhein und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst haben sich beeindruckt gezeigt von den Leistungen der Hochschule Geisenheim University (HGU) in Forschung und Lehre bei den Sonderkulturen im Wein- und Gartenbau: „Die Hochschule Geisenheim ist ein Aushängeschild für die Spitzenforschung in Hessen und zieht als Hochschule mit internationalem Ruf Studierende aus aller Welt an“, sagte Rhein am Mittwoch in Geisenheim. Gemeinsam mit seinem Amtskollegen aus Düsseldorf informierte er sich über die Forschungsschwerpunkte, Bauvorhaben und Studienangebote der Hochschule. Ministerpräsident Hendrik Wüst sagte: „Der Klimawandel gehört zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Er fordert von uns schnelle, innovative und durchdachte Lösungen – in allen wirtschaftlichen Bereichen. Dank Spitzenforschung und zukunftsweisenden Konzepten ist die Hochschule Geisenheim schon heute Vorreiter beim nachhaltigen Wein- und Gartenbau. Ich bin beeindruckt von den vielfältigen Angeboten in Forschung und Lehre, aus denen die Studierenden hier in Geisenheim wählen können. Sie bilden die Basis für eine fundierte Ausbildung in wirtschaftlich relevanten Zukunftsfeldern und sind eine wichtige Säule, damit die Versorgung der Menschen mit gesunden und frischen Lebensmitteln weiter möglich ist.“

Hochschule Geisenheim: Vordenker für Weinbau im Klimawandel
Winzerinnen und Winzer stehen vor großen Herausforderungen: Die Folgen des Klimawandels – Trockenheit und Extremwetter­ereignisse – machen vielen Betrieben genauso zu schaffen wie die Pläne zur Pestizid­reduzierung von Seiten der EU. „Die Winzer benötigen praxistaugliche Lösungen beim Pflanzenschutz und stehen für einen konstruktiven Dialog bereit“, sagte Rhein und fügte hinzu: „Wir wollen diese einzigartige Kulturlandschaft im Rheingau und damit auch die wirtschaftliche Stärke dieser Region erhalten. Ich bin den Forscherinnen und Forschern hier an der Hochschule in Geisenheim überaus dankbar für ihre wertvolle Arbeit, mit der sie zum Erhalt dieser kulturellen und wirtschaftlichen Lebensgrundlagen in der Region beitragen.“ Die Themen Klimawandel, Nachhaltigkeitsziele und Biodiversitätsverlust sind essentielle Bestandteile aller Forschungsfragen, denen sich Geisenheimer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im regionalen aber auch nationalen und internationalen Kontext widmen.

Aufgrund des erheblichen Anpassungsdrucks für den Weinsektor ist die Einrichtung eines Forschungszentrums für nachhaltigen und klimaangepassten Weinbau (VITA) an der Hochschule Geisenheim University von großer Bedeutung. Durch den Klimawandel etablieren sich zum Beispiel neue Schaderreger. Außerdem müssen Strategien zur Wasser- und Nährstoffversorgung an das Klima angepasst werden. Ein Ansatz, eine durch Starkregen verursachte Erosion zu mindern, ist die Querterrassierung, die ebenfalls in einem Praxisprojekt der Hochschule untersucht wurde.

„An der Hochschule Geisenheim arbeiten wir in enger Abstimmung mit der Praxis daran, die Anbausysteme im Wein- und Gartenbau mit Blick auf ihre Umweltwirkung und -leistung insbesondere angesichts der Herausforderungen des Klimawandels zukunftsfähig weiterzuentwickeln: sensorgestützte Düngung- und Bewässerungssteuerung, Agri-Photovoltaik, biologischer Pflanzenschutz, Biodiversitätsförderung und Eingriffsfolgenbewältigung sind nur einige der vielfältigen Arbeitsbereiche“, erläuterte Prof. Dr. Annette Reineke, Vizepräsidentin Forschung der Hochschule Geisenheim. „Wir freuen uns, dass die Ministerpräsidenten Hendrik Wüst und Boris Rhein sich die Zeit genommen haben, unseren Lehr- und Forschungsstandort näher kennenzulernen.“

Die beiden Regierungschefs ließen sich im Zentralen Instituts- und Laborgebäude ein hochmodernes Analyselabor des Instituts für Getränkeforschung zeigen und tauschten sich mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern einer derzeit zum Thema Biodiversität auf dem Campus stattfindenden SummerSchool aus. Auf den Freilandflächen des Instituts für Gemüsebau stand ein Versuchsaufbau im Mittelpunkt, bei dem die Wassernutzungseffizienz, die Stoff- und Energieflüsse im gewachsenen Bestand unter heutigen sowie künftigen klimatischen Bedingungen und CO2-Konzentrationen erprobt und erforscht werden. Dies hilft bei der Entwicklung eines zukunftsfähigen Sonderkulturanbaus. Zum Abschluss informierten sich die Ministerpräsidenten über die Forschung in der sogenannten FACE-Anlage, einer weltweit einzigartigen Infrastruktur zur Erforschung der Auswirkungen des Anstiegs der atmosphärischen Kohlendioxid-Konzentration in Rebenanlagen.

Die Hochschule Geisenheim University ist am 1. Januar 2013 gegründet worden. Sie ging aus der Forschungsanstalt Geisenheim und dem Fachbereich Geisenheim der Hochschule RheinMain hervor. Als bundesweit erste „Hochschule Neuen Typs“ vereint die Hochschule Geisenheim University praxisorientierte Bachelorstudiengänge mit fachhochschulspezifischen Merkmalen, universitäre Masterstudiengänge und Promotionsrecht unter einem Dach. Aktuell sind rund 1.720 Studierende an der Hochschule eingeschrieben. Mit der Etablierung des englischsprachigen Bachelor-Studiengangs International Wine Business und des Angebots von internationalen Kooperationsstudiengängen fördert die Hochschule Geisenheim die Internationalisierung in Studium und Lehre. Sie bietet im Bereich Weinbau, Oenologie und Weinwirtschaft mit ihren Partnern verschiedene internationale Studiengänge an. Den Studierenden gibt dieses Angebot die Möglichkeit, einen gemeinsamen Studienabschluss zu erlangen beziehungsweise den Abschluss gleichzeitig an der Hochschule Geisenheim und an der ausländischen Partnerhochschule zu erreichen.

„Ich bin tief beeindruckt vom aktuellen Forschungsstand und der Innovationskraft. In Geisenheim werden Forschung und Lehre für die Sonderkulturen auf höchstem Niveau und modernstem Stand betrieben“, sagte Ministerpräsident Rhein. „Neben neuen Anbaumethoden steht natürlich vor allem die Ausbildung junger Menschen im Mittelpunkt. Das wollen wir als Land weiterhin fördern und damit den Gemüse-, Obst- und Weinbau in unseren Breitengraden für die kommenden Jahrzehnte sicherstellen.“

2. Di@-Lotsen-Tag – Ehrenamtliche Digital-Lotsen machen Senioren „computerfit“

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen und Preisträger des 2. Di@-Lotsen-Tages" der hessischen Landesregierung, hier auf der Freitreppe des Schloss Biebrich.  © Foto Diether von Goddenthow
Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen und Preisträger des 2. Di@-Lotsen-Tages“ der hessischen Landesregierung, hier auf der Freitreppe von Schloss Biebrich. © Foto Diether von Goddenthow

Die Hessische Landesregierung hat beim 2. Di@-Lotsen-Tag in Wiesbaden neun neue Stützpunkte in Hessen begrüßen können. Der Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, überreichte ihnen an diesem Tag ihre Urkunden.

„Wir freuen uns sehr, dass wir hessenweit nun 50 Stützpunkte und über 300 Di@-Lotsinnen und -Lotsen haben, die ältere Menschen im Umgang mit der digitalen Welt unterstützen. Das zeigt, dass das Interesse an unserem Programm und eben auch der Bedarf groß sind“, sagten der Chef der Staatskanzlei, Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus und Sozialstaatssekretärin Anne Janz. Sie ergänzten: „Unser Ziel ist es, gerade die älteren Menschen in unserer Gesellschaft bei der Digitalisierung zu unterstützen. Das Internet bietet gerade ihnen sehr viele Möglichkeiten, die ihnen den Alltag erleichtern können. Den Einkauf zu erledigen beispielsweise oder eben auch den Kontakt zu Freunden und Familien aufrechterhalten – all das ist heutzutage sehr viel leichter machbar und ohne große Hürden zu meistern.“

Anne Janz, Staatssekretärin für Soziales und Integration im Gespräch mit Vorständin Dagmar Hirche des Vereins Wege aus der Einsamkeit, Hamburg. Dagmar Hirche hat Erfahrung mit der Schulung digitaler Kompetenz älterer Menschen und fordert von der Politik unter anderem, dass Banken und Versicherungen, die Online-Banking und digitale Dienste anbieten, verpflichtet werden müssten, ihre Kunden digital zu schulen. Ferner müssten Alten- und Pflegeheime digital aufrüsten, und in jedem Zimmer WLAN anbieten.- Vor allem aber müsste die Wirtschaft verpflichtet werden, einfache Bedieneroberflächen für Menschen mit Einschränkungen anzubieten. Arme ältere Menschen müssten die digitale Infrastruktur gestellt bekommen, um am Leben teilnehmen zu können. Und, so Frau Hirche: "Lernen Sie, solange Sie noch fit sind!". Ihr Hamburger Verein hat mittlerweile 20 000 Senioren geschult. Aber wichtig sei die ständige Wiederholung und offene Zoom-Räume für Hilfe und Rundum-Beratung von Senioren. Denn der größte "Gegner" digitaler Teilhabe älterer und geistig eingeschränkter Menschen ist nun mal das Gedächtnis, und das lässt  im Alter bei den meisten Menschen nach. Ärgerlich und oft unüberwindbar sei für Ältere, wenn sich alle Jahre die Technik ändere, wenn Updates kämen, so dass die Senioren gerade Erlerntes und Trainiertes nicht mehr anwenden könnten, und  immer wieder neu anfangen müssten. © Foto Diether von Goddenthow
Anne Janz, Staatssekretärin für Soziales und Integration im Gespräch mit Vorständin Dagmar Hirche des Vereins Wege aus der Einsamkeit, Hamburg. Dagmar Hirche hat Erfahrung mit der Schulung digitaler Kompetenz älterer Menschen und fordert von der Politik unter anderem, dass Banken und Versicherungen, die Online-Banking und digitale Dienste anbieten, verpflichtet werden müssten, ihre Kunden digital zu schulen. Ferner müssten Alten- und Pflegeheime digital aufrüsten, und in jedem Zimmer WLAN anbieten.- Vor allem aber müsste die Wirtschaft verpflichtet werden, einfache Bedieneroberflächen für Menschen mit Einschränkungen anzubieten. Arme ältere Menschen müssten die digitale Infrastruktur gestellt bekommen, um am Leben teilnehmen zu können. Und, so Frau Hirche: „Lernen Sie, solange Sie noch fit sind!“. Ihr Hamburger Verein hat mittlerweile 20 000 Senioren geschult. Aber wichtig sei die ständige Wiederholung und offene Zoom-Räume für Hilfe und Rundum-Beratung von Senioren. Denn der größte „Gegner“ digitaler Teilhabe älterer und geistig eingeschränkter Menschen ist nun mal das Gedächtnis, und das lässt im Alter bei den meisten Menschen nach. Ärgerlich und oft unüberwindbar sei für Ältere, wenn sich alle Jahre die Technik ändere, wenn Updates kämen, so dass die Senioren gerade Erlerntes und Trainiertes nicht mehr anwenden könnten, und immer wieder neu anfangen müssten. © Foto Diether von Goddenthow

 

Spannende Impulse über die Digitalisierung des Alltages
Mehr als 130.000 Euro stehen in diesem Jahr für Schulungen der Ehrenamtlichen, Technikförderung in Form von Tablets, Smartphones oder auch zum Beispiel Smartwatches sowie für die Unterstützung, Beratung und Begleitung der Stützpunkte bereit.

Das Programm des 2. Di@-Lotsen-Tags in Wiesbaden hielt spannende Impulse über die Digitalisierung des Alltages und die Künstliche Intelligenz bereit. Digitalministerin Sinemus nahm dazu an einer Gesprächsrunde teil. Außerdem ging es unter anderem um Sicherheit im Internet und an IT-Geräten. Sozialstaatssekretärin Anne Janz eröffnete den Tag. „Wir wollen den Di@-Lotsen die Möglichkeit bieten, dass sie sich austauschen und vernetzen können. Schließlich kann man sich ja immer mal etwas abschauen oder Erfahrungsberichte teilen. Die Resonanz ist sehr positiv“, sagten der Chef der Staatskanzlei, die Digitalministerin und die Sozialstaatssekretärin.

Folgende neun neue Stützpunkte haben an diesem Nachmittag ihre Urkunde erhalten:

Staatsminister und Chef der hessischen Staatskanzlei Axel Wintermeyer zeichnete 9 neue Di@Lotsen-Stützpunkte aus. Im Bild der Stützpunkt der DRK Frankenberg gGmbH. © Foto Diether von Goddenthow
Staatsminister und Chef der hessischen Staatskanzlei Axel Wintermeyer zeichnete 9 neue Di@Lotsen-Stützpunkte aus. Im Bild der Stützpunkt der DRK Frankenberg gGmbH. © Foto Diether von Goddenthow

 

Generationenhilfe Oberzent e.V. Odenwaldkreis
Diakonie Odenwald in Reichelsheim Odenwaldkreis
Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Darmstadt Stadt e.V. Stadt Darmstadt
Gemeinde Weilrod Hochtaunuskreis
Jugendhilfeverbund St. Elisabeth in Flieden LK Fulda
Stadt Wetzlar Lahn-Dill-Kreis
LandFrauen Fuldastrand in Ludwigsau LK Hersfeld-Rotenburg
DRK Frankenberg gGmbH LK Waldeck-Frankenberg
Stadt Spangenberg Schwalm-Eder-Kreis

„Digital im Alter – Di@-Lotsen“
Die Federführung für „Digital im Alter – Di@-Lotsen“ liegt bei der Hessischen Staatskanzlei. Das Sozialministerium finanziert und unterstützt die Schulung der Lotsinnen und Lotsen, der Geschäftsbereich der Hessischen Digitalministerin stellt die Technikförderung für die Stützpunkte bereit. Das Institut für Medienpädagogik und Kommunikation Hessen e.V. führt die Schulungen durch und bietet darüber hinaus kompetente Medienunterstützung mit Sprechstunden für alle Di@-Lotsinnen und –Lotsen an.

Impression des Marktes der Möglichkeiten. © Foto Diether von Goddenthow
Impression des Marktes der Möglichkeiten. © Foto Diether von Goddenthow

Die Bilder vom 2. Di@-Lotsen-Tag können ab Freitagnachmittag (08.09.23) über https://staatskanzlei.hessen.de/ heruntergeladen werden.