Kategorie-Archiv: Hessische Staatskanzlei

Wilhelm Leuschner-Medaille an Bundesministerin Brigitte Zypries, Ministerpräsident a.D. Roland Koch und den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Frankfurt Prof. Dr. Salomon Korn in Wiesbaden verliehen

Verleihung der Wilhelm Leuschner-Medaille an „Persönlichkeiten, die sich für das demokratische Zusammenleben engagieren und deren Lebensleistung eine Auszeichnung verdient“. v.li.n.r.:Prof. Dr. Salomon Korn, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, Roland Koch, Ministerpräsident a.D., Brigitte Zypries, Bundeswirtschaftministerin. Ministerpräsident Volker Bouffier. Foto: Diether v. Goddenthow
Verleihung der Wilhelm Leuschner-Medaille an „Persönlichkeiten, die sich für das demokratische Zusammenleben engagieren und deren Lebensleistung eine Auszeichnung verdient“. v.li.n.r.:Prof. Dr. Salomon Korn, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, Roland Koch, Ministerpräsident a.D., Brigitte Zypries, Bundeswirtschaftministerin. Ministerpräsident Volker Bouffier. Foto: Diether v. Goddenthow

Wiesbaden. Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier hat heute den früheren Hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch, die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Brigitte Zypries und den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Frankfurt Professor Dr. Salomon Korn mit der Wilhelm Leuschner-Medaille ausgezeichnet. Die Wilhelm Leuschner-Medaille ist die höchste Auszeichnung des Landes Hessen und wird jeweils am Hessischen Verfassungstag, dem 1. Dezember, verliehen.

Ministerpräsident Volker Bouffier. Foto: Diether v. Goddenthow
Ministerpräsident Volker Bouffier. Foto: Diether v. Goddenthow

„Mit der Wilhelm Leuschner-Medaille wird die Lebensleistung von Personen gewürdigt, die sich in außergewöhnlicher Weise für Freiheit, Demokratie und soziale Gerechtigkeit eingesetzt haben. In diesem Sinne ehren wir in diesem Jahr drei Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft, die sich für das demokratische Zusammenleben in unserer Gesellschaft engagiert und Hessen würdig vertreten haben. Das verdient Respekt und Anerkennung. Ich gratuliere Brigitte Zypries, Roland Koch und Prof. Dr. Salomon Korn zur Auszeichnung mit der Wilhelm Leuschner-Medaille“, so der Ministerpräsident bei der Feierstunde im Wiesbadener Kurhaus.

Brigitte Zypries war von 2002 bis 2009 Bundesjustizministerin und ist seit Januar 2017 Bundesministerin für Wirtschaft und Energie in der Großen Koalition. „Brigitte Zypries steht beispielhaft für Pragmatismus, Pflichterfüllung und Kontinuität. Unaufgeregt und an der Sache orientiert hat sie stets mit Engagement und Tatkraft ihre Ämter ausgefüllt. Gerade als Justizministerin hat Brigitte Zypries keine Konflikte gescheut und in vielen Rechtsgebieten ihre Spuren hinterlassen. Sie steht für einen modernen und starken Rechtsstaat, der auch den Schutz des Schwächeren, von Minderheiten und denjenigen, die den Schutz von Staat und Recht besonders benötigen, fest im Blick hat – auch das ist ganz im Sinne Wilhelm Leuschners. Im Namen der Landesregierung danke ich zudem für eine konstruktive Zusammenarbeit, wenn es um die Unterstützung hessischer Interessen ging. Das war und ist für Brigitte Zypries immer selbstverständlich“, so der hessische Regierungschef.

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries mit Ministerpräsident Volker Bouffier. Foto: Diether v. Goddenthow
Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries mit Ministerpräsident Volker Bouffier. Foto: Diether v. Goddenthow

Die Kasselerin studierte ab 1972 Rechtswissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen und schloss ihr Studium 1978 mit dem Ersten und 1980 mit dem Zweiten Juristischen Staatsexamen ab. Von 1997 bis 2002 war Zypries beamtete Staatssekretärin, zunächst bis 1998 im Niedersächsischen Ministerium für Frauen, Arbeit und Soziales, von November 1998 bis Oktober 2002 im Bundesministerium des Innern. Von 2002 bis 2009 hatte sie das Amt der Bundesministerin der Justiz in den Kabinetten von Bundeskanzler Schröder sowie Bundeskanzlerin Merkel inne. Am 27. Januar 2017 wurde sie zur Bundesministerin für Wirtschaft und Energie in der Großen Koalition ernannt. Bis dahin übte Brigitte Zypries von 2013 bis 2017 das Amt als Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie aus und war insbesondere für Digitales und Außenwirtschaft zuständig. Von 2005 bis 2017 war sie direkt gewählte Abgeordnete des Deutschen Bundestags für den Wahlkreis Darmstadt und Darmstadt-Dieburg.

Roland Koch amtierte von 1999 bis 2010 als Ministerpräsident des Landes Hessen. „Roland Koch hat, wie die Ministerpräsidenten vor ihm, dieses Land würdig vertreten und ist stets engagiert für die freiheitlich-demokratische Grundordnung eingetreten. Seine Politik war immer darauf angelegt, für Hessen neue und innovative Lösungen zu finden. Er war in seinen elfeinhalb Jahren Amtszeit stets davon überzeugt, dass Hessen im nationalen und internationalen Wettbewerb auch mutige Reformen brauchte. Diese waren von Erfolg gekrönt, denn auch dank der mittel- und langfristigen Auswirkungen seines ehrgeizigen Konsolidierungsprogramms haben wir heute mehr politischen Gestaltungsspielraum. Roland Koch war als streitbarer Demokrat immer zum Konsens und zur konstruktiven Zusammenarbeit fähig und als Mensch vom ‚Willen des Gestalten Wollens‘ angetrieben“, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier bei der Verleihung.

Ministerpräsident a.D. Roland Koch mit dem amtierenden Hessischen Ministerpräsident Volker Bouffier. Foto: Diether v. Goddenthow
Ministerpräsident a.D. Roland Koch mit dem amtierenden Hessischen Ministerpräsident Volker Bouffier. Foto: Diether v. Goddenthow

Der gebürtige Frankfurter studierte Rechtswissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität und schloss sein Studium 1982 mit dem Ersten und 1985 mit dem Zweiten Juristischen Staatsexamen ab. Von 1985 bis 1999 arbeitete er als selbständiger Rechtsanwalt in Eschborn. Im Jahr 1987 zog er als Abgeordneter des Wahlkreises Main-Taunus I erstmals in den Hessischen Landtag ein. Von 1990 bis 1991 und von 1993 bis 1999 war Koch Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion. Im Februar 1999 wurde Koch zum Hessischen Ministerpräsidenten gewählt und bildete mit der FDP die zweite christlich-liberale Regierungskoalition in der Geschichte Hessens. Es folgten Wiederwahlen im Jahr 2003 und 2009. Am 31. August 2010 legte Koch aus freier Entscheidung sein Amt als Hessischer Ministerpräsident nieder. Nach seiner Zeit als Ministerpräsident war der Ehrenvorsitzende der Hessischen CDU von 2011 bis 2014 Vorsitzender des Vorstandes der Bilfinger SE. Von 2011 an war er Vorsitzender des Aufsichtsrates UBS Deutschland AG, heute führt er den Aufsichtsrat der UBS-Europe SE. Im Ehrenamt ist Koch seit 2010 Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung. Roland Koch und seine Frau Anke haben 2014 die Stiftung „Tuberöse Sklerose Deutschland“ zur Unterstützung der Bekämpfung dieser seltenen Krankheit gegründet. Im September 2010 wurde er mit dem Silver Award der American Chamber of Commerce geehrt und ihm von der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Hanoi/Vietnam die Ehrendoktorwürde verliehen.

Professor Dr. phil. Salomon Korn ist seit 1999 Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main und war 2003 bis 2014 Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. „Auch im übertragenen Sinne und unter moralischen Gesichtspunkten hat Prof. Dr. Salomon Korn Fundamente errichtet und Häuser gebaut und damit jüdisches Leben in Frankfurt nach den schrecklichen Ereignissen des Nationalsozialismus wieder möglich gemacht. Mit Beharrlichkeit leistet er bis heute einen Beitrag, jüdisches Leben unverrückbar in die Architektur unserer freiheitlichen Gesellschaft einzugliedern und sie zum festen Bestandteil zu machen. Prof. Korn ist eine Persönlichkeit der Frankfurter Stadtgesellschaft ebenso wie ein Förderer und Impulsgeber für eine lebendige Erinnerungskultur in kultureller und wissenschaftlicher Hinsicht. Seine Auszeichnung ist für uns alle auch Auftrag, sich antisemitischen Ausschreitungen, extremen Gedankengut und antijüdischen Ressentiments mit aller Vehemenz entgegenzustellen. Indem wir gemeinsam handeln, erfüllen wir das Erbe Wilhelm Leuschners für die Freiheit, Demokratie und den Rechtsstaat“, würdigte Bouffier in seiner Laudatio.

Prof. Dr. Salomon Korn, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Frankfurt mit Ministerpräsident Volker Bouffier. Foto: Diether v. Goddenthow
Prof. Dr. Salomon Korn, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Frankfurt mit Ministerpräsident Volker Bouffier. Foto: Diether v. Goddenthow

Korn, am 4. Juni 1943 im polnischen Lublin geboren, kam nach dem Krieg mit seinen Eltern nach Frankfurt-Zeilsheim. Nach dem Abitur studierte Salomon Korn Architektur und im Nebenfach Soziologie an der Freien Universität Berlin und an der Technischen Hochschule Darmstadt, 1976 wurde er promoviert. Von 1971 bis 1986 war Korn als freier Architekt tätig. 1986 wurde das nach Korns Plänen erbaute Jüdische Gemeindezentrum in Frankfurt am Main eröffnet. Im gleichen Jahr wurde er in den Vorstand der Jüdischen Gemeinde Frankfurt gewählt. Salomon Korn ist zudem Mitglied in zahlreichen Stiftungen, Kuratorien und öffentlichen Einrichtungen. Unter anderem im Stiftungsrat der „Stiftung Flucht, Vertreibung und Deportation“, im Kuratorium der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, im Senat der Deutschen Nationalstiftung oder im ZDF-Fernsehrat. Zudem wurde Salomon mehrfach ausgezeichnet, beispielsweise im Jahr 2006 mit dem Ehrentitel „Professor“ durch das Land Hessen oder 2009 mit dem Hessischen Kulturpreis.

Musikalische umrahmt wurde die Veranstaltung mit Werken von Peter I. Tschaikowsky, Jospeh Achron und Ludwig van Beethoven von der Kronberg Academy.Foto: Diether v. Goddenthow
Musikalische umrahmt wurde die Veranstaltung mit Werken von Peter I. Tschaikowsky, Jospeh Achron und Ludwig van Beethoven von der Kronberg Academy.Foto: Diether v. Goddenthow

Hintergrund

Wilhelm Leuschner, der sein Leben für die Freiheit ließ.  Foto: Diether v. Goddenthow
Wilhelm Leuschner, der sein Leben für die Freiheit ließ. Foto: Diether v. Goddenthow

Die höchste Auszeichnung des Landes Hessen wird seit 1965 vom Hessischen Ministerpräsidenten verliehen. Mit der Medaille wird der Einsatz für Freiheit, Demokratie und soziale Gerechtigkeit von Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft gewürdigt. Unter den Preisträgern der Wilhelm Leuschner-Medaille befinden sich Persönlichkeiten wie Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, die erste weibliche Bundesministerin Dr. Elisabeth Schwarzhaupt, der Philosoph Professor Jürgen Habermas, der Erfinder des Computers Konrad Zuse oder der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki. Erster Preisträger war im Jahr 1965 der ehemalige Staatsminister des Innern und frühere Landtagspräsident Heinrich Zinnkann.

Wilhelm Leuschner-Medaille 2017 an Brigitte Zypries, Roland Koch und Salomon Korn

2016 wurde der frühere Mainzer Bischof Karl Kardinal  Lehmann von Ministerpräsident Volker Bouffier am 30. November 2016 mit der Wilhelm Leuschner-Medaille im Biebricher Schloss ausgezeichnet. Foto: Diether v. Goddenthow
2016 wurde der frühere Mainzer Bischof Karl Kardinal Lehmann von Ministerpräsident Volker Bouffier am 30. November 2016 mit der Wilhelm Leuschner-Medaille im Biebricher Schloss ausgezeichnet. Foto: Diether v. Goddenthow

Ministerpräsident a.D. Roland Koch, Bundesministerin Brigitte Zypries und der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Frankfurt Prof. Dr. Salomon Korn erhalten die Wilhelm Leuschner-Medaille Ministerpräsident Volker Bouffier: „Mit persönlichem Mut und politischer Courage für Demokratie und Freiheit“

Wiesbaden. Ministerpräsident Volker Bouffier ehrt den früheren Hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch, die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Brigitte Zypries und den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, Professor Dr. Salomon Korn, mit der höchsten Auszeichnung des Landes Hessen. Die Wilhelm Leuschner-Medaille wird den Preisträgern traditionell am Verfassungstag des Landes Hessen, am 1. Dezember, in Wiesbaden verliehen.

„Mit Roland Koch, Brigitte Zypries und Prof. Salomon Korn ehren wir in diesem Jahr drei herausragende Persönlichkeiten, die sich im Geiste Wilhelm Leuschners große Verdienste um Freiheit und Demokratie erworben haben. Sie alle haben sich für das demokratische Zusammenleben in unserer Gesellschaft engagiert und Hessen und seine Bürgerinnen und Bürger würdig vertreten. Ich freue mich, in diesem Jahr drei hessische Persönlichkeiten auszeichnen zu dürfen, die sich über lange Jahre mit Kraft und Ausdauer für unsere Gesellschaft eingesetzt haben. Sie stehen mit ihrer Vita für das, was wir mit der Leuschner-Medaille ehren: persönlichen Mut, politische Courage, Kampf für Demokratie und Freiheit“, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier heute in Wiesbaden.

Die Medaille wurde vom ehemaligen Ministerpräsidenten Georg August Zinn am 29. September 1964, dem 20. Todestag Wilhelm Leuschners, gestiftet. Die Auszeichnung geht an Menschen, die sich beispielhaft und nachhaltig für Demokratie, Freiheit und soziale Gerechtigkeit eingesetzt haben.

Unter den Preisträgern der Wilhelm Leuschner-Medaille befinden sich Persönlichkeiten wie Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, die erste weibliche Bundesministerin Dr. Elisabeth Schwarzhaupt, der Philosoph Professor Jürgen Habermas, der Erfinder des Computers Konrad Zuse oder der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki. Erster Preisträger war im Jahr 1965 der ehemalige Staatsminister des Innern und frühere Landtagspräsident Heinrich Zinnkann. Der älteste lebende Träger der Leuschner-Medaille ist der 1986 ausgezeichnete 98-jährige ehemalige Hessische Innenminister Hanns-Heinz Bielefeld. Die älteste Trägerin ist die 96-jährige Widerstandskämpferin Trude Simonsohn, die 1996 geehrt wurde.

Hessischer Kulturpreis 2017 für Volker Mosbrugger und Matthias Lutz-Bachmann

Wissenschaftsminister Boris Rhein verlieh Prof. Dr. Dr. Lutz-Bachmann (li.) und Prof. Dr. Dr. Mosbrugger den Hessischen Kulturpreis 2017. © kunst.hessen.de / Sabrina Feige
Wissenschaftsminister Boris Rhein verlieh Prof. Dr. Dr. Lutz-Bachmann (li.) und Prof. Dr. Dr. Mosbrugger den Hessischen Kulturpreis 2017.
© kunst.hessen.de / Sabrina Feige

Wiesbaden/Frankfurt. Wissenschafts- und Kunstminister Boris Rhein hat zwei herausragende Wissenschaftler mit dem Hessischen Kulturpreis 2017 geehrt. Die Auszeichnung geht an den Naturwissenschaftler und Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Mosbrugger sowie den Philosophie-Professor und ehemaligen Vizepräsidenten der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt Professor Dr. Dr. Matthias Lutz-Bachmann. Der mit 45.000 Euro höchstdotierte Kulturpreis der Bundesrepublik Deutschland wird in diesem Jahr zum 35. Mal von der Hessischen Landesregierung vergeben.

Wissenschafts- und Kunstminister Boris Rhein: „Mit Professor Mosbrugger und Professor Lutz-Bachmann ehren wir zwei Wissenschaftler, die in den vergangenen Jahrzehnten auf ihren Gebieten exzellente Spitzenforschung betrieben haben. Durch ihre Arbeit in der Senckenberg Gesellschaft und an der Goethe-Universität haben sie ihr Wissen geteilt und der Öffentlichkeit nähergebracht. Als wissenschaftliche Botschafter tragen sie zum guten Ruf unseres Landes als Wissenschaftsstandort bei. Ich gratuliere herzlich zu der Auszeichnung.“

Volker Mosbrugger wurde 1953 in Konstanz geboren. Nach seinem Staatsexamen in Biologie und Chemie verfasste er seine Dissertation in Geologie und Paläontologie an der Universität Freiburg, wofür er 1983 seine Promotion erhielt. Mosbrugger habilitierte 1989 an der Universität Bonn und erhielt 1998 mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) die höchstdotierte deutsche Wissenschaftsauszeichnung. Seit 2009 ist der Fachmann für Biodiversität und Klimawandel Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung.

„Mit seinen herausragenden Forschungen zu ökologischen und klimatischen Veränderungen in der Erdgeschichte gibt Prof. Volker Mosbrugger auch Aufschluss darüber, wie sich Ökosysteme heute verändern. In Zeiten des Klimawandels sind diese nicht nur Fragen der Biodiversität, sondern betreffen auch die Zukunft unseres Planeten. Als Generaldirektor hat Prof. Mosbrugger die Einrichtung des ehrwürdigen Senckenberg-Instituts in Größe und Leistung nahezu vervierfacht. Das Naturmuseum ist Aushängeschild und – auch dank ihm – ein Besuchermagnet über die Grenzen Hessens hinaus. Mit der Idee des Senckenberg-Museums der Zukunft soll es bis 2019 noch einmal erweitert werden“, so Wissenschafts- und Kunstminister Boris Rhein.

Matthias Lutz-Bachmann wurde 1952 in Frankfurt am Main geboren. Seine wissenschaftliche Ausbildung begann er mit dem Studium der Philosophie, Katholischen Theologie, Politikwissenschaften an den Hochschulen in Frankfurt, Münster und St. Georgen. 1981 folgte die Promotion in der Philosophie, 1984 in der Theologie und schließlich 1987 die Habilitation. Seit 1994 lehrt und forscht Lutz-Bachmann unter anderem zur Praktischen Philosophie mit dem Schwerpunkt Politische Philosophie und Ethik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt, deren Vizepräsident er von 2009 bis 2015 war. Mit besonderer Zuständigkeit für Forschung und Geisteswissenschaften wurden während seiner Amtszeit zahlreiche wissenschaftliche Institute an der Hochschule gegründet und aufgebaut. Lutz-Bachmann ist Mitglied der Ethikkommission der Bundesregierung zum automatisierten Fahren.

„Das rasch zunehmende Wissen und die stetige Verschiebung der Grenzen des technologisch Machbaren stellen die Gesellschaft vor neue ethische Fragen. Die Suche nach allgemeingültigen Antworten auf diese Fragen bringt oft eine besondere Herausforderung mit sich. Prof. Matthias Lutz-Bachmann bietet der Gesellschaft mit seiner Arbeit Halt und moralische Leitlinien. Als Vizepräsident der Goethe-Universität hat er die akademische Forschung und das Renommee der Hochschule enorm gesteigert. Dafür gebührt ihm unser Dank“, so Wissenschafts- und Kunstminister Boris Rhein abschließend.

Hintergrund:
Der Kulturpreis wurde in Anerkennung besonderer Leistungen in Wissenschaft, Kunst und Kulturvermittlung das erste Mal 1982 verliehen. Dazu gehören neben der Literatur auch bildende Künste, Musik, Film, Wissenschaft und Architektur. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden von einem Kuratorium ausgewählt. Im Kuratorium, dessen Vorsitz der Hessische Ministerpräsident innehat, sind neben dem Hessischen Minister für Wissenschaft und Kunst Boris Rhein, folgende Persönlichkeiten vertreten:

Jürgen Engel, Architekt, Frankfurt am Main
Michael Herrmann, Intendant Rheingau Musik-Festival
Bernd Leifeld, ehemaliger Geschäftsführer der documenta und Museum Fridericianum Veranstaltungs­GmbH
Michael Quast, Schauspieler, Kabarettist, Regisseur
Hans Sarkowicz, Leiter Ressort hr2 Kultur und Bildung
Dr. Gerhard Stadelmaier, ehemaliger Redakteur und Theaterkritiker im Feuilleton der FAZ
Prof. Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Hessischer Film- und Kinopreis in der Alten Oper Frankfurt verliehen – Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten an Ulrich Tukur

v.l.i.: Ulrich Tukurm Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten, Corinna Harfouch , Beste Schauspielerin, Jens Harzer, Bester Schauspieler.  Foto: Diether v. Goddenthow
v.l.i.: Ulrich Tukurm Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten, Corinna Harfouch , Beste Schauspielerin, Jens Harzer, Bester Schauspieler. Foto: Diether v. Goddenthow

Im Rahmen einer glanzvollen Gala wurden gestern Abend in der Alten Oper Frankfurt der Hessische Film- und Kinopreis in acht Kategorien verliehen. Ulrich Tukur erhielt aus der Hand des Ministerpräsidenten Volker Bouffier den Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten 2017. Den ersten Nachwuchspreis überreichte Kunst- und Kulturminister Boris Rhein an die Wiesbadenerin Jasna Fritzi Bauer. Durch den Abend führte der bekannte Moderator Jochen Schopp. Die Laudationes übernahmen prominente Laudatoren. Zu den Gästen zählten Film- und Fernsehstars wie Josefine Preuß, Jörg Schüttauf, Corinna Harfouch, August Zirner und ehemalige Preisträger wie Margarita Broich und die Jurymitglieder Nina Kronjäger und Florian Bartholomäi. Musikalisch getragen wurde die Gala von der „Stage & Musical School Frankfurt“, den „Spardosen-Terzett“ und der Sängerin Cassandra Steen.

Abschlussbild aller Preisträger, Laudatoren, und Juroren des Hessischen Film- und Kinopreises bei der Verleihungs-Gala am 13.10.2017 in der Alten Oper Frankfurt am Main. Foto: Diether v. Goddenthow
Abschlussbild aller Preisträger, Laudatoren, und Juroren des Hessischen Film- und Kinopreises bei der Verleihungs-Gala am 13.10.2017 in der Alten Oper Frankfurt am Main. Foto: Diether v. Goddenthow

 

Ehrenpreis für Ulrich Tukur

Ulrich Tukur, Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten. Foto: Diether v. Goddenthow
Ulrich Tukur, Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten. Foto: Diether v. Goddenthow

Tukur wisse seit Jahrzehnten in unzähligen Rollen mit großer Vielseitigkeit in seiner Schauspielkunst die Menschen zu begeistern, unterstrich Ministerpräsident Volker Bouffier die Entscheidung der Jury. Dabei läge es auf der Hand, dass der gebürtige Hesse auch in die Rolle des hessischen Tatort-Kommissars Felix Murot geschlüpft’sei, so der Laudator weiter. „Zahlreiche große Filmproduktionen dokumentieren Tukurs großartige Schauspielkarriere. Nicht zuletzt in ‚Grzimek‘ – womit wir wieder in Hessen sind – demonstrierte er wiederholt, wie eindrucksvoll und feinsinnig er sich in die Charaktere hineinversetzen kann.“, so Bouffier. Aber nicht nur auf der Schauspielbühne oder am Filmset habe er in den letzten Dekaden brilliert. Auch als Musiker, Sänger, Pianist und Akkordeon-Spieler habe er sich erfolgreich hervorgetan. Somit sei Ulrich Tukur ein ‚Allrounder‘ – stets sicher im Takt. Und nichts bringe ihn dabei aus dem Rhythmus, so Ministerpräsident Bouffier.
Tukur, der 1957 im hessischen Viernheim das Weltenlicht erblickte, studierte in Tübingen Germanistik, Anglistik und Geschichte und trat als studentischer Musiker auf. Hierbei wurde der für die Bühne entdeckt und begann 1980 an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart seine Ausbildung in Schauspiel. Noch während seines Studiums wurde er wegengagiert in „Die Weisse Rose“ Bald darauf wurde er in München von Peter Zadek entdeckt, was 1984 zu Tukurs Durchbruch am Theater führte. Nach Stationen bei den Städtischen Bühnen Heidelberg, war er 10 Jahre Ensemble-Mitglied am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Dort wurde er 1986 von den deutschen Theaterkritikern zum Schauspieler des Jahres gekürt. Von 1995 bis 2003 war Tukur gemeinsam im Ulrich Waller Intendant der Hamburger Kammerspiele. Es folgten zahlreiche Auszeichnungen. 2010 gab Tukur sein Tatort-Debüt als Wiesbadener Tatort-Ermittler Felix Murot, und für die Tatort-Folge „Im Schmerz geboren“ erhielt Tukur 2011 die Goldene Kamera als Bester Schauspieler. Für seine Rolle als Erwin Rommel in „Rommel“ (2012) erhielt der Schauspieler die Bambi-Auszeichnung als Bester Schauspieler National 2012.

Beste Schauspielerin Corinna Harfouch

Corinna Harfouch , Beste Schauspielerin. Foto: Diether v. Goddenthow
Corinna Harfouch , Beste Schauspielerin. Foto: Diether v. Goddenthow

In der Kategorie Hessischer Fernsehpreis – Beste Schauspielerin (undotiert) gewann Corinna Harfouch für ihre Leistung im Fernsehfilm „Viel zu nah“ (ARD) 2017, Regie: Petra K. Wagner.

 

 

 

 

 

Bester Schauspieler Jens Harzer

Jens Harzer, Bester Schauspieler. Foto: Diether v. Goddenthow
Jens Harzer, Bester Schauspieler. Foto: Diether v. Goddenthow

In der Kategorie Hessischer Fernsehpreis – Bester Schauspieler (undotiert) gewann Jens Harzer für seine Leistung im Fernsehfilm „Tatort – Amour fou“ (ARD) 2017, Regie: Vanessa Jopp.

 

 

 

 

 

Newcomerpreis an Jasana Fritzi Bauer

Jasna Fritzi Bauer, Newcomerpreis. Foto: Diether v. Goddenthow
Jasna Fritzi Bauer, Newcomerpreis. Foto: Diether v. Goddenthow

In diesem Jahr wurde erstmals durch Kunst- und Kulturminister Boris Rhein der mit 7.500 Euro dotierte Newcomerpreis vergeben. Er ging an Jasna Fritzi Bauer. Sie wurde 1989 in Wiesbaden geboren und gehörte zuerst dem Jugendclub und später dem Ensemble des Hessischen Staatstheaters an. Ihre Schauspielausbildung absolvierte sie an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“. Von 2012 bis 2015 stand sie am Wiener Burgtheater auf der Bühne. Im Jahr 2013 war sie für ihre Rolle in Bettina Blümners Drama „Scherbenpark“ als „Beste Schauspielerin“ für den Hessischen Fernsehpreis nominiert.

„Jasna Fritzi Bauer ist eine der ausdrucksstärksten und begehrtesten Jungschauspielerinnen ihrer Generation. Ihre Darstellung von problematischen Jugendlichen sucht ihresgleichen. Mit großer Spielfreude und mitreißender Energie weckt sie Empathie beim Zuschauer und überzeugt sofort mit ihrem Spiel. Ich freue mich, eine so talentierte junge Schauspielerin mit unserem neuen Newcomerpreis auszeichnen zu können.“, begründete Kunst- und Kulturminister Boris Rhein die Entscheidung der Jury.
Kunst- und Kulturminister Boris Rhein gratulierte den Preisträgerinnen und Preisträgern des Hessischen Film- und Kinopreises 2017 und freute sich, dass der Hessische Film- und Kinopreis mittlerweile zu einem festen Bestanteil der deutschen Filmszene geworden sei.

 

Weitere Gewinner des Hessischen Film- und Kinopreises sind:

  • In der Kategorie Hessischer Filmpreis – Spielfilm (25.000 Euro) gewann „Nur Gott kann mich richten“ (Regie: Özgür Yildirim).
  • In der Kategorie Hessischer Filmpreis – Dokumentarfilm (15.000 Euro) gewann „Wunder der Wirklichkeit“ (Regie: Thomas Frickel).
  • In der Kategorie Hessischer Filmpreis – Kurzfilm (5.000 Euro) gewann „Familienzuwachs“(Regie Teresa Hoerl).
  • Den Hessischen Drehbuchpreis (7.500 Euro) gewann „Schneegestöber“ (Autor: David Ungureit, Bearbeitung: Rolf Silber).
  • Den Hessischen Hochschulfilmpreis (7.500 Euro) gewann „Ink of Yam“ (Tom Froehlich).

Der Kinopreis

Vertreterinnen und Vertreter der Kinos: Mal Seh'n Kino in Frankfurt, BALI-Kinos in Kassel, Filmladen in Kassel, Orfeo's Erben in Frankfurt, Harmonie Kinos in Frankfurt, Capitol Kino in Witzenhausen, Kino Traumstern in Lich, Programmkino Rex in Darmstadt, Lichtspielhaus Lauterbach in Lauterbach, Kammer-Palette-Atelier in Marburg, Kommunales Kino Eschborn, Murnau Filmtheater in Wiesbaden, Filmkreis - Unikino in Darmstadt, Kino Pupille in Frankfurt, Kommunale Kino Weiterstadt, naxos.Kino in Frankfurt, TraumKino im G-Werk in Marburg, Filmforum Höchst in Frankfurt, Kino des Deutschen Filmmuseums in Frankfurt und Caligari FilmBühne in Wiesbaden. Foto: Diether v. Goddenthow
Vertreterinnen und Vertreter der Kinos: Mal Seh’n Kino in Frankfurt, BALI-Kinos in Kassel, Filmladen in Kassel, Orfeo’s Erben in Frankfurt, Harmonie Kinos in Frankfurt, Capitol Kino in Witzenhausen, Kino Traumstern in Lich, Programmkino Rex in Darmstadt, Lichtspielhaus Lauterbach in Lauterbach, Kammer-Palette-Atelier in Marburg, Kommunales Kino Eschborn, Murnau Filmtheater in Wiesbaden, Filmkreis – Unikino in Darmstadt, Kino Pupille in Frankfurt, Kommunale Kino Weiterstadt, naxos.Kino in Frankfurt, TraumKino im G-Werk in Marburg, Filmforum Höchst in Frankfurt, Kino des Deutschen Filmmuseums in Frankfurt und Caligari FilmBühne in Wiesbaden. Foto: Diether v. Goddenthow

Mit den Hessischen Kinokulturpreisen werden gewerbliche und nichtgewerbliche Kinos in Hessen ausgezeichnet. Die Preise werden für eine besondere Programmgestaltung verliehen, welches das kulturelle Engagement der Kinos würdigt. Für gewerbliche Kinos wurden Preisgelder von insgesamt 75.000 Euro verliehen. Sie gingen an das Mal Seh’n Kino in Frankfurt, die BALI-Kinos in Kassel, den Filmladen in Kassel, Orfeo’s Erben in Frankfurt, die Harmonie Kinos in Frankfurt, das Capitol Kino in Witzenhausen, das Kino Traumstern in Lich, das Programmkino Rex in Darmstadt, das Lichtspielhaus Lauterbach in Lauterbach und das Kammer-Palette-Atelier in Marburg.
Nichtgewerbliche Kinos, Kommunale Kinos und Abspielstätten erhielten insgesamt 20.000 Euro. Ausgezeichnet wurden das Kommunale Kino Eschborn, das Murnau Filmtheater in Wiesbaden, Filmkreis – Das Unikino in Darmstadt, das Kino Pupille in Frankfurt, das Kommunale Kino Weiterstadt, das naxos.Kino in Frankfurt, das TraumKino im G-Werk in Marburg, das Filmforum Höchst in Frankfurt, das Kino des Deutschen Filmmuseums in Frankfurt und die Caligari FilmBühne in Wiesbaden.

Impression von der After-Show-Party in der Alten Oper. Foto: Diether v. Goddenthow
Impression von der After-Show-Party in der Alten Oper. Foto: Diether v. Goddenthow

„Eine Preisverleihung wie heute Abend zeigt nicht nur die Bandbreite schauspielerischen Könnens und herausragende Regie-Arbeit. Sie demonstriert gleichzeitig den Erfolg guter Förderung, die zu außergewöhnlichen Projekten führt. Gerade im vergangenen Jahr hat die Hessische Landesregierung entscheidende Schritte unternommen, um Hessen als Filmstandort weiter auszubauen. So wurden die Förderbedingungen angepasst, die Aufnahme Hessens im Länderverbund der großen Filmförderer ‚Focus Germany‘ ist gelungen, eine besondere Nachwuchsförderung wurde eingeführt und schließlich wurden auch mehr Filmfördermittel zur Verfügung gestellt. Die Filmförderung liegt in Hessen somit inzwischen bei rund 10 Millionen Euro“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein abschließend.

Aktuelle Informationen zum Hessischen Filmpreis unter www.hessischer-filmpreis.de

Zum 200. Geburtstag von Herzog Adolph zu Nassau ist sein Ururenkel zu Gast in Wiesbaden

Bei Kaiserwetter feierten Seine Königliche Hoheit Henri Großherzog von Luxemburg gemeinsam mit Ministerpräsident Volker Bouffier und Oberbürgermeister Sven Gerich den 200 . Geburtstag von Herzog Adolph zu Nassau in der einstigen Familien-Sommer-Residenz Schloss Biebrich. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Bei Kaiserwetter feierten Seine Königliche Hoheit Henri Großherzog von Luxemburg gemeinsam mit Ministerpräsident Volker Bouffier und Oberbürgermeister Sven Gerich den 200 . Geburtstag von Herzog Adolph zu Nassau in der einstigen Familien-Sommer-Residenz Schloss Biebrich. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Heute empfing der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier in Wiesbaden seine Königliche Hoheit Großherzog Henri von Luxemburg anlässlich des 200. Geburtstages von Adolph Herzog von Nassau-Weilburg und Großherzog von Luxemburg (1817 – 1905). Großherzog Henri ist ein Ururenkel des letzten souveränen Herrschers mit Sitz in Wiesbaden.

vli. Oberbürgermeister Sven Gerich, Ministerpräsident Volker Bouffier und Seine Königliche Hoheit Henri Großherzog von Luxemburg. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
vli. Oberbürgermeister Sven Gerich, Ministerpräsident Volker Bouffier und Seine Königliche Hoheit Henri Großherzog von Luxemburg. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Nach dem Empfangs-Zeremoniell des Großherzogs mit der luxemburgischen und deutschen Nationalhymne durch das Landespolizeiorchester und nach Eintrag in das Gästebuch der Hessischen Staatskanzlei, legte seine Königliche Hoheit einen Kranz zum Gedenken an seinen berühmten Vorfahr am Nassauischen Landesdenkmal an der Adolfshöhe  der Biebricher Allee nieder. Dort begrüßte Oberbürgermeister Sven Gerich den hohen Gast.

Besichtigung von Ausstellungsexponaten "Adolph Herzog von Nassau-Weilburg" im Westflügel. v.r.n.li.: Hier erläutert  Karl Weber, Direktor Staatliche Schlösser und Gärten Hessen, Großherzog von Luxemburg, Seven Gerich und Volker Bouffier die Exponate in einer der Ausstellungs-Vitrinen. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Besichtigung von Ausstellungsexponaten „Adolph Herzog von Nassau-Weilburg“ im Westflügel. v.r.n.li.:  Karl Weber, Direktor Staatliche Schlösser und Gärten Hessen, erläutert Großherzog von Luxemburg, Oberbürgermeister Seven Gerich und Ministerpräsident Volker Bouffier die Exponate in einer der Ausstellungs-Vitrinen. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Gemeinsam begab sich anschließend der Jubiläumstross gegen 11.30 Uhr zum Festakt ins Biebricher Schloss. Dort besichtigte Großherzog Henri von Luxemburg, begleitet von Ministerpräsident Volker Bouffier und Oberbürgermeister Seven Gerich, unter fachkundiger Führung von Karl Weber, Direktor Staatliche Schlösser und Gärten Hessen,  die Sonderausstellung „Adolph Herzog von Nassau-Weilburg“ in der Westgalerie des Schlosses. Der eigentliche Festakt fand in der Rotunde des Biebricher Schlosses statt.

Ministerpräsident Volker Bouffier. Foto: Diether v. Goddenthow
Ministerpräsident Volker Bouffier. Foto: Diether v. Goddenthow

„Das Großherzogtum Luxemburg und das luxemburgische Fürstenhaus haben einen besonderen Platz im Herzen vieler Hessinnen und Hessen, aber ganz besonders in der Landeshauptstadt Wiesbaden. Das Biebricher Schloss ist nur eines der Bauwerke, die das Gesicht der Stadt prägen, und das dank Adolph von Nassau eine Brücke zwischen Hessen und Luxemburg schlägt. Hier wurde der Herzog am 24. Juli 1817 geboren“, sagte der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier in seiner Begrüßung und Einführung und gab einen kleinen historischen Abriss über die wechselvollen 200 Jahre von 1817 bis 2017. Augenzwinkernd klärte der Ministerpräsident darüber auf, dass Nassauern nicht wie irrtümlich angenommen, etwas Negatives sei. Vielmehr habe der Herzog von Nassau, da das Herzogtum Nassau keine Uni hatte, seinen Landeskindern als Studienanreiz täglich ein kostenfreies Mittag-Essen spendiert, wenn sie sich in der Uni Göttingen einschrieben. Da nicht immer alle der für die Nassauer reservierten Essens-Plätze mit echten Nassauer besetzt waren, haben sich andere Kommilitonen an deren Stelle dorthin gesetzt, um sich das Mittagessen sozusagen zu erschnurren. Sie nassauerten also!

Oberbürgermeister Seven Gerich. Foto: Diether v. Goddenthow
Oberbürgermeister Seven Gerich. Foto: Diether v. Goddenthow

Oberbürgermeister Sven Gericht richtete den Fokus seines Grußwortes auf die Entwicklung Wiesbadens von der Nassauischen Residenzstadt 1817 bis zur Weltkurstadt in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Beispielsweise gehen der Bau des ersten Kurhauses, die Einrichtung der Spielbank, der Ausbau der Wilhelmstrasse zur attraktiven Flaniermeile oder auch die Gründung der Landeskreditanstalt Nassau 1840, aus der heutige Nassauische Sparkasse und die Helaba hervorgingen, auf das Herzoghaus Nassau zurück.

Professor Dr. Klaus Eiler, Leitender Archivdirektor des Hessischen Hauptstaatsarchiv i.R. Foto: Diether v. Goddenthow
Professor Dr. Klaus Eiler, Leitender Archivdirektor des Hessischen Hauptstaatsarchiv i.R. Foto: Diether v. Goddenthow

In seinem anschließenden Festvortrag gab Professor Dr. Klaus Eiler, Leitender Archivdirektor des Hessischen Hauptstaatsarchiv i.R., einen fundierten Gesamtüberblick über die Entwicklung der Geschichte der Grafen von Nassau vom 12. Jahrhundert, die dank enger Beziehungen zu den staufischen Königen und Kaisern einen beachtlichen wirtschaftlichen und politischen Aufstieg genommen hatten, sich später in die ottonische und in die walramische Linie teilten, wobei aus der walramischen Linie, die sich 1651 in fünf walramische Teillinien teilten, die Wiesbaden-Idsteiner (bis 1721), die Saarbrücker (bis 1723 und 1797) mit ihren Zweigen Ottweiler (bis 1728) und Usingen (bis 1816) und die jüngere Weilburger Linie (bis 1912) hervorgingen. 1688 wurden der Graf von Idstein und 1737 der von Weilburg gefürstet.

Erst durch den Wiener Kongress 1815 wurde das Herzogtum Nassau bestätigt, und Herzog Wilhelm von Nassau-Weilburg, nach dem die Wiesbadener Wilhelmstasse benannt wurde, folgte 1816 nach dem Tod und Aussterben der Usinger Linie auf den Thron des nunmehr vereinten Herzogtums Nassau. Herzog Wilhelm von Nassau-Weilburg war es auch, der durch einen Vertrag mit dem Königreich Hannover die Universität Göttingen zur Nassauischen Landesuniversität machte und als Anreiz einen Freitisch anbot, um Studierwilligen aus seinem Herzogtum, zukünftigen Nassauer Landesbeamten, dort das Studium zu ermöglichen.

Einen Tag nach dem Tode Herzog Wilhelms bestieg sein  Sohn, Erbprinz Adolph zu Nassau, dessen Geburtstag heute gefeiert wurde, den Thron. Doch sein „Pech“ war im „Deutschen Bruder-Kriege“ „Preußen gegen Österreich“ von 1866 auf der „falschen Seite“, nämlich auf der österreichischen, zu stehen, wodurch Herzog Adolf durch Preußen mit einem Abfindungsvertrag vom 18. September 1867 abgesetzt wurde und sein Land verlassen musste. Doch Glück im Unglück war, dass Adolf mit Aussterben der nassau-oranischen Linie aufgrund eines Hausgesetzes Großherzog von Luxemburg wurde.

Seine Königliche Hoheit Henri Großherzog von Luxemburg. Foto: Diether v. Goddenthow
Seine Königliche Hoheit Henri Großherzog von Luxemburg. Foto: Diether v. Goddenthow

In seinen Dankesworten hob Seine Königliche Hoheit Henri Großherzog von Luxemburg die enge Verbindung Luxemburgs zum Bundesland Hessen hervor und freute sich, dass inzwischen das Biebricher Schloss, dass seine Großmutter 1934 verlassen musste, durch das Land Hessen so hervorragend restauriert wurde.

Musikalisch umrahmt wurde die Geburtstagsfeier von der Klassik-Gruppe „HansoriCelli“.

Diether Wolf v. Goddenthow

Hessentagsumzug bildete krönenden Abschluss des 57. Hessentags in Rüsselsheim – 1,4 Mio. Besucher insgesamt

Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Ministerpräsident Volker Bouffier: „Ein wunderbar fröhlicher und sicherer Hessentag, der Rüsselsheim für Jahre stärken wird“

Rüsselsheim/Wiesbaden. Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und Oberbürgermeister Patrick Burghardt ziehen eine überaus positive Bilanz des zehntägigen Hessentags in Rüsselsheim. „1.400.000 Besucher und reichlich Sonnenstunden haben den 57. Hessentag zu einem wunderbaren Hessenfest   gemacht. Rüsselsheim hat sich als eine liebenswerte Gastgeberin präsentiert und Gäste aus allen Teilen des Landes mit offenen Armen empfangen. Um Traditionen zu pflegen, Menschen zu begegnen, Neues zu lernen und zu entdecken oder um gemeinsam friedlich zu feiern: Dafür ist unser Landesfest da. Der Hessentag dauert zehn Tage, wirkt aber für Jahrzehnte. Er war ein starker, sichtbarer Impuls für die Stadtentwicklung und hat das Wir-Gefühl innerhalb der Bürgerschaft enorm gestärkt. Ich danke den Rüsselsheimern und den tausenden freiwilligen Helferinnen und Helfern aus der Stadt und der Region für ihren großartigen Einsatz. Sie haben den Hessentag zelebriert und ihn zu einer fröhlichen und gleichzeitig auch sicheren Großveranstaltung gemacht“, erklärte der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier.

„Wir haben zehn großartige Tage erlebt. Die Stimmung ist sehr gut, die Besucher sind voll des Lobes. Viele Menschen haben den Weg nach Rüsselsheim gefunden, und wir konnten uns als Stadt mit unseren Stärken und schönen Orten hervorragend präsentieren. Viele Besucherinnen und Besucher haben uns gesagt, dass sie künftig öfters nach Rüsselsheim kommen werden. Wir haben die Gäste freundlich empfangen, das höre ich überall. Und mein großer Dank gilt daher allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des Hessentags, aber auch dem Team aus der Verwaltung, vor und hinter den Kulissen. Das war Mannschaftssport, und so haben wir den Gästen wunderschöne Veranstaltungen und Atmosphäre bieten können. Dieses neue Wir-Gefühl ist etwas, das neben den baulichen Verbesserungen im Vorfeld weit über den Hessentag hinaus nachwirken wird. Die Bilanz fällt in jeder Hinsicht positiv aus“, ergänzte Oberbürgermeister Patrick Burghardt.

Nach zehn Tagen endet das 57. Landesfest am Sonntagabend. Zurzeit schlängelt sich der große Festzug mit mehr als 3.800 Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf der rund zweieinhalb Kilometer langen Strecke durch die Innenstadt. Den Anfang machen traditionell die Polizeireiterstaffel Hessen, das Landes-Polizeiorchester sowie das Hessentagspaar 2017, Selma Kücüyavuz und Marcel Sedlmayer. Mit insgesamt 165 Zugnummern sind Gruppen der Landkreise, Städte und Gemeinden mit vielen Vereinen und Initiativen dabei. Den Abschluss des Festzuges bildet ein Ausblick auf die Hessentagsstadt 2018 Korbach – eine Kutsche mit dem Hessentagspaar des kommenden Jahres. Rüsselsheims Oberbürgermeister Patrick Burghardt überreicht zum Schluss seinem Amtskollegen aus Hessens einziger Hansestadt, Klaus Friedrich, die „Hessentags-Fahne“ und damit symbolisch den Staffelstab.

„Die Rüsselsheimer haben gezeigt, wie aktiv und lebendig die Bürgerschaft vor Ort ist. Die Stadtgemeinschaft wird noch lange von diesem Zusammenhalt und dem Gemeinschaftsgefühl profitieren, genauso wie Rüsselsheim selbst. Ich bin mir sicher, dass nicht wenige der über eine Million Besucher auch nach dem Landesfest wieder in die Stadt kommen werden“, betonte Regierungschef Bouffier. Bei mehr als 1.500 Programmpunkten war für jeden etwas dabei. Von der Landespolitik bis zur Flora und Fauna Hessens: Die Landesausstellung, in der sich die Landesregierung und Landesbehörden sowie Vereine und Verbände präsentierten, war eine beliebte Anlaufstelle, wie auch die Sonderausstellung „Der Natur auf der Spur“, die ein Besuchermagnet eines jeden Hessentages ist. „Ob Landfrauentag oder das Treffen des Sozialverbandes VdK: Viele Verbandsmitglieder lernen sich erst auf dem Hessentag kennen, weil sie hier ihre großen Jahrestreffen abhalten“, sagte der Ministerpräsident. Traditionell tagte am vergangenen Freitag auch die Landesregierung in der Hessentagsstadt.

Ein zentraler Anlaufpunkt war wie in den Vorjahren der hr-Treff. Auch das Polizeibistro, der Platz der Bundeswehr und das Weindorf zählten zu den beliebtesten Treffpunkten in Rüsselsheim. Tausende Menschen verbrachten besinnliche Momente bei den Veranstaltungen der evangelischen und katholischen Kirchen oder wurden beim Festival des Sports aktiv. Die größte Einzelveranstaltung war die „Just White“-Party von FFH mit 28.000 Besuchern. „Ich bedanke mich bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die den 57. Hessentag zu ihrem Fest gemacht haben und freue mich auf Korbach 2018“, so der Ministerpräsident abschließend.

Noch 16 Tage bis zum 57. Hessentag – Ab 9. Juni wird Rüsselsheim 10 Tage Hessens „Hauptstadt“

Riesenrad_Hessentag Foto: © Ben Knabe Hr
Riesenrad direkt am Mainufer  am 57. Hessentag Foto: © Ben Knabe Hr

Mit 1500 Veranstaltungen und Mitmachaktionen erwartet die Besucher vom 9. bis 18. Juni 2017 zum 57. Hessentag  in Rüsselsheim das umfangreichste Hessentagsprogramm, das es je gab. Hessischer Rundfunk und Hit-Radio FFH sorgen mit TV-Shows, Konzerten, Partys und Open-Air-Veranstaltungen für die ganz großen musikalischen Höhepunkte des Mega-Events und senden täglich live vom Hessentag. Zum ersten Mal werden Besucher in 40 Metern Höhe  der schwebenden „Samsung-Sky-Bar“ bei gigantischer Sicht ihren Drink nehmen (siehe unten). Premiere hat auch eine Fährverbindung über den Main. Besucher können dadurch auch von Flörsheim (S 1 Halt) aus  direkt aufs Hessentagsgelände  gelangen.

Der Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, Oberbürgermeister Patrick Burghardt, Thomas Ranft, hr-Moderator und Gastgeber im hr-Treff, und Dominik Kuhn, Pressesprecher Hit Radio FFH /planet Radio, stellten heute bei einem Pressegespräch das Programm des Hessentags vor.

Pressekonferenz im Hotel Höll Rüsselsheim: (vli.): Gabriele Wacker, Moderation, Stadt Rüsselsheim, Thomas Ranft, Hr-Moderator, Christian Vogt, Hessentagsbeauftragter der Stadt Rüsselsheim, Patrick Burghardt, Oberbürgermeister, Axel Wintermeyer, Staatsminister, Hessische Staatskanzlei, Thorsten Herrmann, Hessentagsbeauftragter der Hessischen Staatskanzlei, Dominik Kuhn, Pressesprecher von Hit Radio FFH und planet radio.Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Pressekonferenz im Hotel Höll Rüsselsheim: (vli.): Gabriele Wacker, Moderation, Stadt Rüsselsheim, Thomas Ranft, Hr-Moderator, Christian Vogt, Hessentagsbeauftragter der Stadt Rüsselsheim, Patrick Burghardt, Oberbürgermeister, Axel Wintermeyer, Staatsminister, Hessische Staatskanzlei, Thorsten Herrmann, Hessentagsbeauftragter der Hessischen Staatskanzlei, Dominik Kuhn, Pressesprecher von Hit Radio FFH und planet radio.Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

„Wir freuen uns auf unser Landesfest, das gespickt mit Highlights ist. Der Hessentag ist eine starke Marke. Er vereinigt Tradition und Moderne, Unterhaltsames und Informatives“, sagte Staatsminister Wintermeyer. Ein inhaltlicher Leitgedanke, und dass ist dem Staatsminister ganz wichtig, wird in diesem Jahr die vor einigen Monaten gestartete Initiative „Hessen lebt Respekt“ sein. „Dieses Motto passt perfekt zum Hessentag, denn unser Landesfest bringt Menschen unterschiedlicher Kulturen und jeden Alters zusammen. Das wollen wir nutzen und in vielen Veranstaltungen für mehr Toleranz und Rücksichtnahme werben. Unser Dank gilt den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und den Sponsoren, ohne die ein solches Programm nicht zu stemmen wäre.“

Der Hessische Rundfunk wird wie jedes Jahr mit Hörfunk- und Fernsehübertragungen sowie Showdarbietungen im hr-Treff aufwarten. Der Eintritt ist frei. Einfach kommen, Platz nehmen und genießen! hr-Hessentags-Programm

hr-Treff Hessentag Foto: © Tim Wegner

hr-Treff Hessentag Foto: © Tim Wegner

„Vieles ist nur möglich dank der Partnerschaft mit Opel. Das Unternehmen stellt uns Flächen mit der dazugehörigen Infrastruktur zur Verfügung. Beispielsweise für die Hessentagsarena, unser großes Open-Air-Konzertgelände, oder für die Landesausstellung, die sich als ‚unser Tor zum Hessentag‘ in insgesamt sechs Hallen der Öffentlichkeit präsentieren wird“, sagte Oberbürgermeister Patrick Burghardt. „Der Rüsselsheimer Hessentag ist ein urbaner Hessentag. Die großen Veranstaltungs- und Ausstellungsflächen liegen mitten in der Stadt, alles ist vom Bahnhof aus fußläufig gut zu erreichen.“

Die Kernmodule des Landesfests

(vli.) Axel Wintermeyer, Staatsminister, Chef der Hessischen Staatskanzlei, Hessentagspaar  Marcel Sedlmayer und Selma Kücükyavuz, Patrick Burghardt, Oberbürgermeister der Stadt Rüsselsheim. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
(vli.) Axel Wintermeyer, Staatsminister, Chef der Hessischen Staatskanzlei, Hessentagspaar Marcel Sedlmayer und Selma Kücükyavuz, Patrick Burghardt, Oberbürgermeister der Stadt Rüsselsheim. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Die Kernmodule des Landesfests – Landesausstellung, Festzelt: Music Hall K48, Sonderschau „Der Natur auf der Spur“ und Hessentagsumzug als krönender Abschluss – bilden wieder die Grundstruktur des Hessentags. Infos zum Landesfest!
In der Landesausstellung präsentieren sich die Ministerien, der Hessischen Landtag und seine Fraktionen. „Die Ausstellung ist Treffpunkt und Informationsplattform und bietet mit dem politischen Forum interessante Einblicke auf all das, was Hessen ausmacht. Auch unsere Initiative ‚Hessen lebt Respekt‘ wird hier eine Rolle spielen, beispielsweise in der Gesprächsrunde des Ministerpräsidenten Volker Bouffier mit der Patin der Initiative, der Schriftstellerin Nele Neuhaus“, sagte Staatsminister Wintermeyer. Zudem informieren zahlreiche Unternehmen über ihre Produkte und Dienstleistungen.

Die Sonderschau „Der Natur auf der Spur“ gehört mit vielen Mitmach- und Erlebnisaktionen zu den beliebtesten Attraktionen auf dem Hessentag. Für alle jungen Besucher hält das dm-Kinderland Überraschungen bereit.

Festival des Sports und Tag der Polizei
festival-sportAuch der Sport kommt mit mehr als 100 Veranstaltungen nicht zu kurz. Ein Höhepunkt ist das zweitägige „Festival des Sports“. Es gibt Aktionen zum Zuschauen und Mitmachen. Besucherinnen und Besucher können von einer Sommerskischanze springen, eine Biathlonanlage testen oder einen Parcours für Fahrrad-Trial bezwingen. Außerdem werden die Deutschen Meisterschaften im Fahrrad-Trial und Hessische Meisterschaften unter anderem im Degen- und Florettfechten sowie im Tanzen ausgetragen. Der „Tag der Polizei“, an dem rund 900 Polizeikommissaranwärterinnen und -anwärter vereidigt werden, lockt mit einer Polizei-Sport-Musikshow jedes Jahr zahlreiche Besucher an.

Kultur-und Musikprogramm

hrTreff Hessentag Kleinste Buehne   Foto: © Tim Wegner hr
hrTreff Hessentag Kleinste Buehne Foto: © Tim Wegner hr

Abends spielen zahlreiche Musikgrößen in der Hessentagsarena. Den Auftakt bildet das große „hr3 Open Air“ mit Silbermond, Andreas Bourani und Joris. An den folgenden Tagen sorgen unter anderem die Rock-Legenden Scorpions, Star-Geiger David Garrett, Gianna Nannini und die Kings of Leon für Stimmung. Neben der Megaparty „Just White“ lädt HIT RADIO FFH zum Neunziger-Festival „Just90s!“ ein.  Bereits  18 000 Karten seien jeweils schon verkauft, freut sich Dominik Kuhn, der Pressesprecher von Hit Radio FFH /planet Radio. Wer sich beeile erhielte aber noch Karten.

In der Music Hall K48 werden das Tigerpalasts-Varieté, Comedian Bülent Ceylan sowie Jürgen Drews und Mickie Krause ihre Zuschauer begeistern. Im Theater finden die Rüsselsheimer Filmtage statt, außerdem treten Tatort-Star Jan Josef Liefers mit seiner Band Radio Doria, der erfolgreiche Jazz-Musiker Till Brönner oder das Comedy-Duo Badesalz auf.

großes Kultur- und Musikprogramm auf zahlreichen Bühen. Foto: © Tim Wegner hr
großes Kultur- und Musikprogramm auf zahlreichen Bühen. Foto: © Tim Wegner hr

Der Hessentag bietet allen gesellschaftlichen Bereichen eine Bühne. „Das Hessische Kabinett wird in Rüsselsheim tagen, traditionell treffen sich hier auch die Landfrauen und die Mitglieder des Sozialverbandes VdK. Foren, Vorträge und Podiumsgespräche gehören fest zum Programm“, zeigte Staatsminister Axel Wintermeyer die große Bandbreite des Fests auf. „Das ist vor allem deshalb möglich, weil wir eine ganz große Unterstützung von der Rüsselsheimer Bürgerschaft erfahren. Egal ob Musikbands auf den Aktionsbühnen im Wein- und Vereinsdorf oder Handwerker im Pavillon der Handwerkskammer: Überall steckt Rüsselsheim drin“, ergänzte Oberbürgermeister Burghardt.

Rüsselsheimer Leitthemen

Impressionen aus dem Stadt- und Industriemuseum Rüsselsheim.
Impressionen aus dem Stadt- und Industriemuseum Rüsselsheim.

Der Oberbürgermeister stellte die beiden Themenschwerpunkte vor, mit denen sich Rüsselsheim  am Hessentag 2017 präsentieren wird.  Das erste Leitthema lautet:  „Rüsselsheim – von der Arbeiterstadt zur Denkfabrik“. Es nimmt Bezug auf die technologischen Entwicklung der Stadt, etwa bei Opel. Stand zu Adam Opels Zeiten noch der häufig schweißtreibende Produktionsprozess – wie schweißen, pressen, gießen, heben, bewegen und montieren – im Arbeitsmittelpunkt,  sind heutzutage bereits 25 Prozent aller Arbeitsplätze im Bereich Forschung und Entwicklung angesiedelt. 

Der zweite Themenschwerpunkt lautet: „Rüsselsheim – eine internationale Stadt“. „Die Menschen in Rüsselsheim am Main kommen aus über 120 Nationen und sind überdurchschnittlich jung. Das bringt viele unterschiedliche Sichtweisen, Ideen und Möglichkeiten mit sich“, so Oberbürgermeister Burghardt. „Die Besucherinnen und Besucher des Hessentags werden erleben, wie vielfältig, interkulturell und weltoffen unsere Stadt ist. Dies wird sich sowohl kulinarisch, als auch mit einem eigenen Kulturprogramm zeigen, das einen besonderen Schwerpunkt beim Jazz haben wird.“, so der Oberbürgermeister.

Das Hessentagspaar

Das Hessentagspaar
Das Hessentagspaar

Selma Kücükyavuz und Marcel Sedlmayer sind als interkulturelles -Hessentags-Paar  die idealen Botschafter und Repräsentanten für den Hessentag 2017. Die beiden sympathischen jungen Menschen sind seit ihrer Kindheit in Rüsselsheim verwurzelt. Sie sind hier zur Schule gegangen, und auch zu Opel haben sie Verbindungen: sowohl Selmas Eltern als auch die Großeltern waren „Opelaner“. Ihre Hessentagskostüme sind in Anlehnung an die Gründerzeit und die Zeit des Wirkens von Adam und Sophie Opel entworfen wurden.

Hessischer Rundfunk größter Einzelveranstalter

Silbermond  9. Juni 2017, Hessentagsarena hr3-Open-Air. Foto: © Sony Music_Harald_Hoffmann
Silbermond 9. Juni 2017, Hessentagsarena hr3-Open-Air. Foto: © Sony Music_Harald_Hoffmann

Thomas Ranft gab einen kurzen Abriss von den Programm-Highlights des Hessischen Rundfunks. Zu rund 80 Veranstaltungen lädt der Hessische Rundfunk (hr) während des 57. Hessentags nach Rüsselsheim ein. Damit ist der hr einmal mehr der größte Einzelveranstalter auf dem jährlichen Landesfest der Hessen.

Truck Stop Foto: ©  Warner Music
Truck Stop Foto: © Warner Music

Im Mittelpunkt steht dabei das Hessentags-Festzelt des Hessischen Rundfunks, der „hr-Treff“ am Riesenrad direkt am Mainufer. Vom 9. bis zum 18. Juni können Hessentagsbesucher hier von vormittags bis spät in die Nacht Fernsehshows, Konzerte und Partys erleben – und das bei stets freiem Eintritt. In unmittelbarer Nähe zum Festzelt lädt zudem der „hr-Beach“ zum Verweilen ein. Für das 20 x 25 Meter große Strandareal mit eigener Cocktailbar werden insgesamt 100 Kubikmeter Sand angefahren.

Tickets sichern für hr3 Open Air mit Silbermond, Andreas Bourani und Joris

Hit Radio FFH /planet radio mit den heißesten Hessentagspartys

planet radio party attack 2017 Foto: Martin Weinhage planet-radio
planet radio party attack 2017 Foto: Martin Weinhage planet-radio

Das private Hit Radio FFH/planet radio wird, so Dominik Kuhn, zum 57. Hessentag in Rüsselsheim  wieder einige der  angesagtesten Hessenstags-Events veranstalten: Am 9. Juni startet die Neuauflage der heißesten Party der vergangenen Hessenfeste: „planet radio party attack in der „Music Hall K48“ auf dem Opel-Firmengelände (Mainzer Straße 204), Einlass um 19,30 Uhr, Beginn 9.00 Uhr. Infos zum Vorverkauf und der Party gibt es im planet radio-Programm von planet radio, auf den Seiten planetradio.de und hessentag2017.de

Einen Tag später, am ersten Samstag, 10. Juni 2017, steigt  das Neunziger-Festival „FFH-Just 90s! mit „Stars und Hits aus den 90er Jahren live und Open Air in der Hessentags-Arena (Friedrich-Lutzmann-Ring 1; Einlass 17 Uhr, Beginn 19 Uhr). Unter anderem  stehen auf der Bühne: Caught in the Act, Vengaboys, Jenny Berggren von Ace of Base, Twenty 4 Seven, Face meets Voice – A Milli Vanilli Experience und das Neunziger-DJ-Duo Buffalo Bude & Wallace Love. Tickets und Infos gibt es auf den Internetseiten FFH.de, der kostenlosen FFH-App und auf der Seite hessentag2017.de

FFH Just White, hier Impression vom Hessentag Herborn 2016. Foto: FFH-Pressefoto
FFH Just White, hier Impression vom Hessentag Herborn 2016. Foto: FFH-Pressefoto

Am zweiten Hessentags-Samstag (17. Juni) kommt HIT RADIO FFH mit dem Publikumsmagneten „FFH-Just White! Die Megaparty – ganz in Weiß“ nach Rüsselsheimin  in die Hessentags-Arena (Friedrich-Lutzmann-Ring 1, Einlass 17.30 Uhr, Start 20.00 Uhr). „Rüsselsheim wird weiß sein“ prophezeit Dominik Kuhn. Alle Gäste werden  in weißer Kleidung kommen, um  in Hessens größtem Open-Air-Club auf dem Hessentag in Rüsselsheim zu feiern. Die Megaparty – ganz in Weiß“. Musikstars, Pyro-Effekte, Projektionen, LED-Walls, Licht-Show – bei den letzten Hessentagen war FFH-Just White die jeweils am besten besuchte Veranstaltung, mit bisher mehr als 200.000 Besuchern. Tickets und Infos gibt es auf den Internetseiten FFH.de, FFH JustWhite 2017, der kostenlosen FFH-App und auf der Seite hessentag2017.de.

FFH bietet erstmals ein Kombi-Ticket für FFH-Just 90s und FFH-Just White an.

Samsung-Sky-Bar
Erstmals bietet FFH direkt neben dem Festival-Gelände die FFH-Samsung-Sky-Bar: Mit einem Kran wird eine Bar in luftige Höhe gezogen und ermöglicht den außergewöhnlichen Blick auf FFH-Just White – aus 40 Metern Höhe auf die größte Veranstaltung des Hessentages. Der Ticketkauf für die FFH-Samsung-Sky-Bar beinhaltet eine persönliche  „Check-In-Zeit“ sowie einen Drink in luftiger Höhe und einen gigantischen Ausblick – Selfiemotiv pur!  Weitere Infos auf „Samsung-Sky-Bar“ und  FFH.de

Öffentlichen Nahverkehr und Fahrrad nutzen 

hessentag-mobil,jpgDie Verantwortung für die Umwelt ist den Veranstaltern wichtig. „Wir wünschen uns, dass viele Besucher öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Bis in die späte Nacht fahren Busse und Bahnen. Es lohnt sich, das eigene Auto stehen zu lassen“, sagte der Chef der Staatskanzlei. „Über den Mainradweg entlang des Flusses oder mit der Fähre vom Flörsheimer Mainufer ist der Hessentag auch mit dem Fahrrad gut zu erreichen. Es werden rund 6.000 Fahrrad-Abstellplätze mit Anschlussmöglichkeit zur Verfügung stehen, darunter auch bewachte Abstellplätze“, sagte Patrick Burghardt.

Rüsselsheim macht sich schick fürs Landesfest

rathaus-ruesselsheimRüsselsheim habe sich für das Landesfest herausgeputzt. Zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen seien durch den Hessentag realisiert worden. „Die Stadt hat mit den Fördermitteln vor allem den Marktplatz und den Friedensplatz neu gestalten können. Weitere Mittel sind in die Neugestaltung des Mainufers geflossen. Das alles wäre ohne den Hessentag nicht möglich gewesen. Und es sind Dinge, die auch nach dem Hessentag bleiben, die nachhaltig sind“, hob der Oberbürgermeister hervor. „Zeigen wollen wir auch unsere Lage am Fluss. Die wenigsten Menschen, die nach Rüsselsheim oder in das Rhein-Main-Gebiet reisen, verbinden mit der Region intensive Naturerlebnisse. Und so freut es mich besonders, dass am Mainufer ein Stück unserer heimischen Natur und der Flusslandschaften, die das Rhein-Main-Gebiet mit prägen, gezeigt wird.“

Programm

veranstaltungsprogrDas Programm ist in einem rund 180 Seiten starken Heft zusammengefasst, das ab sofort in einer Auflage von 150.000 Exemplaren kostenlos verteilt wird. Darüber hinaus kann das Programm auch im Internet unter www.hessentag.de heruntergeladen oder über die Hessentags-App aufgerufen werden. Informationen zum ÖPNV gibt es in der Broschüre „Hessentag mobil“, die ebenfalls über die Hessentags-Homepage heruntergeladen werden kann.

Hessentags-Infos.
Hessentagsveranstaltungs-Kalender und Veranstaltungsprogramm-Heft zum Download.
Geländeplan_Hessentag 2017

Vor Ort-Hilfe im zentral gelegenen Hessentagsbüro

Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Das Hessentagsbüro am Marktplatz 6 ist seit dem 7. Juli 2016 geöffnet. Das Büro ist montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr sowie samstags von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Das Hessentagsbüro ist Anlaufstelle für Fragen rund um den Hessentag. Außerdem können dort Tickets und Werbeartikel zum Hessentag, wie das bereits sehr beliebte Hessentagsshirt, gekauft werden.

Geländeplan_Hessentag 2017

„Respekt im Sport“ – Vorstellung der Auftaktveranstaltung am 6. Mai in Rotenburg

v.l.n.r.: Thomas Baader, Leiter der HEAE-Außenstelle Rotenburg an der Fulda Ralf Koch, Hauptgeschäftsführer des Hessischen Landessportbunds Michael Trippel, Leiter der Koordination Leistungssport des Hessischen Behinderten- und Rehabilitationsklinik-Sportverband e.V., Annika Mehlhorn, Mehrfache Deutsche Meisterin und Olympiateilnehmerin im Schwimmen, Dr. Ulrich Dölp, Regierungspräsidium Gießen, Elke Cezanne, Stellvertetende Sprecherin der Hessischen Landesregierung. Foto: Hessische Landesregierung
v.l.n.r.:
Thomas Baader, Leiter der HEAE-Außenstelle Rotenburg an der Fulda Ralf Koch, Hauptgeschäftsführer des Hessischen Landessportbunds Michael Trippel, Leiter der Koordination Leistungssport des Hessischen Behinderten- und Rehabilitationsklinik-Sportverband e.V., Annika Mehlhorn, Mehrfache Deutsche Meisterin und Olympiateilnehmerin im Schwimmen, Dr. Ulrich Dölp, Regierungspräsidium Gießen, Elke Cezanne, Stellvertetende Sprecherin der Hessischen Landesregierung. Foto: Hessische Landesregierung

„Respekt im Sport“ – Stellvertretende Regierungssprecherin Elke Cezanne und Schwimmlegende Annika Mehlhorn stellen Programm der Auftaktveranstaltung vor „Das Gemeinschaftsgefühl, ein fairer Umgang miteinander und das Einhalten von Regeln sind Erfahrungen, die im Sport und im Leben weiterhelfen“

Wiesbaden/Rotenburg an der Fulda. Mit der Kampagne „Hessen lebt Respekt“ der Hessischen Landesregierung wird in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen für mehr Toleranz und Respekt im Alltag geworben. Ein wichtiger Teil ist dabei ein fairer Umgang im Sport. Die Stellvertretende Sprecherin der Hessischen Landesregierung, Elke Cezanne, hat gemeinsam mit der mehrfachen Deutschen Meisterin, Europa- und Vizeweltmeisterin sowie Olympiateilnehmerin im Schwimmen, Annika Mehlhorn, die Programmhöhepunkte der Auftaktveranstaltung am 6. Mai in Rotenburg vorgestellt. Der Sporttag in der Außenstelle der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge des Regierungspräsidiums Gießen bildet den Start für die sportliche Seite der Initiative.

Respekt im Sport.  Foto: Hessische Landesregierung
Respekt im Sport. Foto: Hessische Landesregierung

„Die Hessische Landesregierung hat das Jahr 2017 zum ‚Jahr des Respekts‘ ausgerufen. Ein wichtiger Gesellschaftsbereich, der auf ein funktionierendes Miteinander, Regeln und Fairness angewiesen ist, ist der Sport. Um den Respekt im sportlichen Wettbewerb zu fördern, in den Fokus zu stellen, haben wir gemeinsam mit zahlreichen Institutionen, prominenten Sportlern und vielen Aktiven aus unterschiedlichen Sportarten eine bunte Mischung aus sportlichen Aktivitäten und Informationen geplant. Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und Sozialminister Stefan Grüttner werden dabei ihre Erfahrungen mit Respekt im Sport kundtun“, sagte die Stellvertretende Regierungssprecherin Cezanne.

In einer Diskussionsrunde wird Ministerpräsident Volker Bouffier gemeinsam mit Fußballtrainerlegende Dragoslav Stepanović, der frisch gebackenen Weltmeisterin in der 4x100m-Sprintstaffel Lisa Mayer, Fußball-Schiedsrichter Abdelkader Boulghalegh und dem Kickboxweltmeister von 2014, Atila Tuluk, über das Thema „Was bedeutet Respekt für mich und was hat Respekt mit Integration zu tun?“ beraten und von ihren Erfahrungen berichten.

Das Programm bietet zudem verschiedene sportliche Tätigkeiten an: Beispielsweise präsentieren die Bundesliga-Basketballerinnen des TC Marburg mit den Volleyballern der TG Rotenburg, wie in ihren Sportarten ein respektvoller Umgang funktioniert und Regeln eingehalten werden. Gleiches zeigt Kickboxer Tuluk in einer Trainingseinheit. Als Höhepunkt wird ein Fußballspiel zwischen dem „Team Refugees Rotenburg“ der Erstaufnahmeeinrichtung gegen eine Hessenauswahl von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung des Hessischen Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband e.V. ausgetragen. Der Spielball wird zum Anpfiff von Olympia-Bronzemedaillengewinner im Reck, Eberhard Gienger, und Schwimmerin Annika Mehlhorn per Fallschirmtandemsprung eingeflogen. Zum Abschluss wird Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich in einer Siegerehrung die erfolgreichsten Sportler auszeichnen.

„Im Sport sind Herkunft oder Status unwichtig – es zählen Kameradschaftlichkeit, Einsatz und Teamgeist. Das Gemeinschaftsgefühl, der faire Umgang miteinander und das Einhalten von Spielregeln sind Erfahrungen, die im Sport und in vielen anderen Bereichen des Lebens weiterhelfen. Mit dem Sporttag wollen wir zeigen, wie respektvoller Umgang unserer Gesellschaft weiterhilft und dabei auch die Integration erleichtert“, sagte Elke Cezanne im Vorfeld der Veranstaltung.

Hintergrundinformationen
Im 2017 ausgerufenen „Jahr des Respekts“ wirbt die Landesregierung für Toleranz und Hilfsbereitschaft im Alltag, Rücksichtnahme im Verkehr, Fairness im Sport, Respekt in den sozialen Medien, vor Polizei, Rettungskräften und Ehrenamtlichen sowie bei der Integration von Flüchtlingen. Mit der Kampagne soll in einem rauer werdenden Klima in der Gesellschaft eine klare Haltung entgegensetzt und für Werte wie Rücksichtnahme, Toleranz und Achtung im Umgang miteinander geworben werden.
Umfangreiche Informationen zur Kampagne „Hessen lebt Respekt“ finden sich im Internet unter: www.hessen-lebt-respekt.de

Dr. Alexander Jehn wird neuer Direktor der Landeszentrale für politische Bildung in Hessen

Dr. Alexander Jehn wird neuer Direktor der Landeszentrale für politische Bildung
„Ausgewiesener Experte für die Vermittlung von Politik“

Wiesbaden. Dr. Alexander Jehn wird neuer Direktor der Landeszentrale für politische Bildung (HLZ) und tritt damit die Nachfolge von Dr. Bernd Heidenreich an, der in den Ruhestand verabschiedet wird. „Dr. Alexander Jehn bringt die besten Voraussetzungen für die Leitung der Landeszentrale für politische Bildung mit: Er ist promovierter Historiker und hat langjährige Erfahrungen im Bildungsbereich. Damit ist er ein ausgewiesener Experte für die Vermittlung von demokratischer Politik“, sagte der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier.

„Die Landeszentrale für politische Bildung prägt die demokratische Entwicklung unseres Landes seit mehr als sechs Jahrzehnten mit. Wer Politik vermitteln möchte, wer den Stellenwert von Freiheit und Rechtsstaatlichkeit deutlich machen möchte, muss sich an jede Generation wenden – die Aufgaben der HLZ bleiben stets aktuell. Ich bin sicher, dass es Alexander Jehn gelingen wird, die Geschicke der Landeszentrale in diesem Sinne weiterzuführen und mit seiner Arbeit auch in Zukunft die politische Bildung und damit das freiheitliche und rechtsstaatliche Denken in unserer Gesellschaft zu fördern“, sagte der Ministerpräsident.

Nach seiner Promotion wurde Dr. Alexander Jehn im Dezember 1997 Büroleiter des Bürgermeisters und Stadtrats von Darmstadt, Dr. Wolfgang Gehrke, bevor er 1999 in das Hessische Kultusministerium wechselte. Dort war er zunächst Referent, später Referatsleiter für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und von 2004 bis 2008 Leiter des Ministerbüros von Staatsministerin Karin Wolff. Von 2008 bis 2012 war er stellvertretender Abteilungsleiter verschiedener Abteilungen des Kultusministeriums und übernahm 2013 die stellvertretende Leitung der Zentralabteilung. Seit 2015 ist er für das Referat „Koordinierungsstelle Politische Bildung und außerschulische Lernorte“ zuständig. Auch ehrenamtlich ist der 51-Jährige tätig: Seit 2013 als Präsident der Stiftung „Jugend und Bildung“ und seit 2011 als Beiratsmitglied der Point-Alpha-Stiftung. 

Experte für Trinkwasseroptimierung feiert 50 Jahre BRITA: „A New Idea of Water“

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier würdigt das Vorzeige-Familienunternehmen aus Taunusstein

Taunusstein, 25. April 2017 – Unter dem Motto „A New Idea of Water“ feierte die BRITA Gruppe am 24. April mit rund 1.000 Gästen aus aller Welt ihr 50-jähriges Jubiläum. Innovationsstärke, Internationalität, Zukunftsfähigkeit, unternehmerische Verantwortung, der BRITA-typische Spirit und die Vision, die Art und Weise, wie Menschen Wasser trinken, nachhaltig zu verändern – das waren die Kernthemen des offiziellen Festakts im Wiesbadener Kurhaus.

Mit einem Festakt feierte der Taunussteiner Hidden Champion zusammen mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Deutschland, Vertretern seiner internationalen Tochtergesellschaften sowie Wegbegleitern aus Politik, Wirtschaft, Industrie und Gesellschaft sein 50-jähriges Bestehen. Mehr als 1.000 Gäste nahmen an der Veranstaltung im Kurhaus Wiesbaden teil und begaben sich gemeinsam auf eine Reise durch BRITAs Historie und in die Zukunft der einzigen globalen Marke in der Trinkwasseroptimierung und -individualisierung.

Volker Bouffier, Hessischer Ministerpräsident und Ehrengast, hält die Laudatio. "Wenn Sie erfolgreich sind, ist auch unser Land erfolgreich. In diesem Sinne alles Gute zum 50.".Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Volker Bouffier, Hessischer Ministerpräsident und Ehrengast, hält die Laudatio: „Wenn Sie erfolgreich sind, ist auch unser Land erfolgreich. In diesem Sinne alles Gute zum 50.“ Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Als hochrangiger Festredner gratulierte der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier. „Familienunternehmen wie BRITA sind das Rückgrat unserer Wirtschaft. Sie stützen und stabilisieren unsere Wirtschaft und sorgen seit Generationen für Arbeitsplätze und Wohlstand in unserem Land. Die hessischen Wurzeln von BRITA sind stark, tief und weit verzweigt, denn das Unternehmen ist weltoffen und international erfolgreich“, sagte Volker Bouffier. Dabei stehe der Name BRITA für eine ganze Marktnische und sei das Synonym für Wasserfilter. „BRITA verkörpert generationen- und grenzübergreifend Tugenden, die typisch für Hessen sind: ambitioniert und visionär, geprägt von Pionier- und Erfindergeist, gleichzeitig bodenständig, pragmatisch und nah an den Menschen.“ Der Ministerpräsident hob zudem das außerordentliche Engagement von BRITA, vor allem für die Region, aber auch für die Umwelt hervor.

Performance "Windriders" imitieren Wasserquellen. Foto: Diether v. Goddenthow
Performance „Windriders“ imitieren Wasserquellen. Foto: Diether v. Goddenthow

„Unübersehbar steht Wasser bei BRITA im Mittelpunkt. Wasser ist für uns alle viel mehr als ein Beruf, eher Berufung, manchmal schon Besessenheit“, sagte CEO Markus Hankammer. „Bei BRITA arbeiten wir jeden Tag an Wegen, den Menschen diesen einzigartigen Stoff auf smarte und ökologisch sinnvolle Art und Weise anzubieten. Denn nur so können wir unsere Zukunftsvision realisieren, die Art und Weise wie Menschen Wasser trinken, nachhaltig zu verändern. Und das ist, ganz ehrlich, schon ein besonders inspirierender Daseinszweck für unser Unternehmen mit seinen Mitarbeitern auf allen fünf Kontinenten.“

Fünf Prozent des Umsatzes investiert BRITA jährlich in Forschung und Entwicklung, über 100 Mitarbeiter arbeiten allein in diesem Bereich. Im Vordergrund stehen die Suche nach Werkstoffen, die sich besonders für den Kontakt mit dem Lebensmittel Wasser eignen, sowie die Entwicklung von Technologien und Produkten für die Optimierung und Individualisierung von Trinkwasser. Im Vorfeld des Jubiläums hat BRITA eine neue Markenkampagne konzipiert und ausgerollt, die unter dem Claim „Think your water“ die Verbraucher dazu anregen soll, ihren Umgang mit der lebenswichtigen Ressource und der Natur zu überdenken. „Warum denn nicht einfach hygienisch einwandfreies Leitungswasser optimieren, statt Plastikwasserflaschen hin- und her zu transportieren? Vor allem, wenn die unsachgemäße Entsorgung des Plastikmülls mit beängstigenden Folgen für unseren gesamten Planeten und vor allem unsere Ozeane einhergeht“, so Hankammer.

Feeding the fish Performance. Foto: Diether v. Goddenthow
Feeding the fish Performance. Foto: Diether v. Goddenthow

Um das Augenmerk der Öffentlichkeit noch stärker auf dieses Problem zu lenken, kooperiert BRITA seit Sommer 2016 mit der Non-Profit-Organisation Whale and Dolphine Conservation (WDC). Gemeinsam mit WDC hat BRITA unter anderem in der Vorwoche des Jubiläums eine breit angelegte Plakataktion „Weniger Plastik ist Meer“ in München, Frankfurt, Berlin und Wiesbaden durchgeführt; ein Großteil der BRITA-Tochtergesellschaften hat zudem Patenschaften für Meeressäuger übernommen.

Firmenchef Markus Hankammer führte persönlich durch's Programm, Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Firmenchef Markus Hankammer führte persönlich durch das Programm, Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Nicht nur das „Wasser-Gen“ sei es, was alle bei BRITA verbinde, sondern auch die Werte, die das  Familienunternehmen seit der Gründung 1966 auszeichnen: Eigenverantwortung, Freiraum, Vertrauen, Respekt, Offenheit, Diskussionsfreude, Ehrgeiz, zu den Besten gehören zu wollen, Engagement und Kollegialität. „Unsere Werte werden von allen BRITA-Mitarbeitern überall auf der Welt geschätzt und immer weiter mit Leben gefüllt. Und das, obwohl wir ja eigentlich längst eine Art Vereinte Nationen sind“, sagte Markus Hankammer. „60 Länder auf 5 Kontinenten; allein am Stammsitz arbeiten über 40 Nationalitäten zusammen. Und ich kann sagen: Das funktioniert, das ist produktiv, und das macht Spaß. Daraus speisen wir einen großen Teil unserer Energie und unserer Innovationskraft. Diesen Spirit, diese Werte wollen wir uns bewahren – und gleichzeitig aber auch Neuem aufgeschlossen gegenüberstehen.“

Starpianist Joja Wendt begeisterte zu Britas 50. Geburtstag im Wiesbadener Kurhaus die Gäste mit virtuos dargebotenen Happy-Birthday-Variationen à la Beethoven, Mozart, Tschaikowsky sowie mit weiteren atemberaubenden Klassik- und Jazz-Stücken. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Starpianist Joja Wendt begeisterte zu Britas 50. Geburtstag im Wiesbadener Kurhaus die Gäste mit virtuos dargebotenen Happy-Birthday-Variationen à la Beethoven, Mozart, Tschaikowsky sowie mit weiteren atemberaubenden Klassik- und Jazz-Stücken. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Durch die Festveranstaltung führte Markus Hankammer persönlich, umrahmt wurde das Programm von dem Hamburger Pianisten Joja Wendt, der zu dem Thema Wasser improvisierte, teils mit Unterstützung des Publikums.

Meilensteine der BRITA Gruppe

 Die BRITA-Geschichte beginnt 1966 mit der weitblickenden Idee des Firmengründers Heinz Hankammer, Leitungswasser praktisch und einfach zu optimieren. Seither hat sich BRITA von einem Einmannbetrieb zu einem international agierenden Unternehmen entwickelt. Der erste Wasserfilter für den Haushalt wurde 1970 patentiert. Anfangs war in diesem frühen Start-up die gesamte Familie an der Produktion beteiligt, in den folgenden Jahren gelang es Heinz Hankammer, die von ihm entdeckte Marktnische zu entwickeln und das Unternehmen BRITA – benannt nach seiner Tochter – als Innovationsführer im Bereich der Trinkwasseroptimierung zu etablieren. Als der Firmengründer 1999 in den Aufsichtsrat wechselte, übernahm sein Sohn Markus Hankammer die alleinige Geschäftsführung. Heinz Hankammer verstarb im September 2016.

BRITA ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen und hat seine Produktpalette stetig den wachsenden und immer individuelleren Bedürfnissen seiner Nutzer und Kunden angepasst. Heute gibt es neben Wasserfiltern für den Haushalt Filterlösungen für den Einsatz in Großgeräten der Gastronomie und Hotellerie sowie Getränkeautomaten sowie integrierte Filtersysteme für die Haushaltsgeräte namhafter Partner. 2010 ist BRITA in das Marktsegment der leitungsgebundenen Wasserspender eingestiegen und hat dies durch eine Reihe von Akquisitionen ausgebaut; 2016 wurde das Segment unter der Tochtergesellschaft BRITA Yource GmbH auf so genannte Wasserbars für Haushalte ausgeweitet.

Zur BRITA Gruppe:

Mit einem Gesamtumsatz von 429 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2015 und 1.480 Mitarbeitern weltweit (davon 785 in Deutschland) ist die BRITA Gruppe eines der führenden Unternehmen in der Trinkwasseroptimierung. Ihre Traditionsmarke BRITA – in vielen Ländern ein Synonym für den Tisch-Wasserfilter – hat eine Spitzenposition im globalen Wasserfiltermarkt. Das Familienunternehmen mit Hauptsitz in Taunusstein bei Wiesbaden ist durch 23 nationale und internationale Tochtergesellschaften bzw. Betriebsstätten sowie Beteiligungen, Vertriebs- und Industriepartner in über 60 Ländern auf allen fünf Kontinenten vertreten. Es betreibt Produktionsstätten in Deutschland, Großbritannien, der Schweiz, Italien und China. Gegründet 1966, entwickelt, produziert und vertreibt der Erfinder des Tisch-Wasserfilters für den Haushalt heute ein breites Spektrum innovativer Lösungen für die Trinkwasseroptimierung, für den privaten (Tisch-Wasserfilter, leitungsgebundene Systeme sowie die BRITA Integrated Solutions für Elektroklein- und
-großgeräte namhafter Hersteller) und den gewerblichen Gebrauch (Lösungen für Hotellerie, Gastronomie, Catering und Vending) sowie leitungsgebundene Wasserspender für Büros, Schulen, die Gastronomie und den hygienesensiblen Care-Bereich (Krankenhäuser, Pflegeheime). Weitere Informationen: www.brita.de.