Kategorie-Archiv: MMK3

Ab sofort kostenfreier Eintritt in 18 Frankfurter Museen für rund 14.000 Studierende

Neues Ausstellungshaus des Historischen Museums Frankfurt, wird ab Februar 2018 auch das Kindermuseum und dem neuen Namen "Junges Museum" beherbergen. Foto: Diether v. Goddenthow
Neues Ausstellungshaus des Historischen Museums Frankfurt, wird ab Februar 2018 auch das Kindermuseum und dem neuen Namen „Junges Museum“ beherbergen. Foto: Diether v. Goddenthow

Neue Kooperation zwischen Kulturdezernat und Frankfurt University of Applied Sciences

(kus) Ab sofort haben Studierende der Frankfurt University of Applied Sciences (FRA-UAS) die Möglichkeit, mit ihrem Studierendenausweis 18 Frankfurter Museen kostenfrei zu besuchen. Für das Kulturticket, einem gemeinsamen Projekt des Kulturdezernats und des AStA der FRA-UAS, bezahlen die Studierenden lediglich einen Euro pro Semester.
„Ich freue mich sehr, dass Studenten der Frankfurt University of Applied Sciences ab sofort mit ihrem Studierendenausweis auch gleich das Kulturticket in der Tasche haben. Alle sind herzlich eingeladen, die teilnehmenden Häuser kennenzulernen. Der Museumsbesuch kann als Ausgleich zum Unialltag oder zur Vertiefung des Studiums beitragen und darf nicht am knappen Budget scheitern. Mit dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Frankfurt University of Applied Sciences haben wir einen tollen und sehr engagierten Kooperationspartner gewonnen“, betont Kulturdezernentin Ina Hartwig.

Mit in den Verhandlungen stand der AStA der FRA-UAS und begrüßt das Ergebnis: „Zugang zu kulturellen Angeboten sollte kein Luxusgut, sondern eine Selbstverständlichkeit sein. Daher freuen wir uns, dass nun auch unsere Hochschule vom breiten Angebot der Frankfurter Museen profitieren kann. Das Kulturticket ermöglicht uns Studierenden auch außerhalb der eigenen Fachrichtung eine Weiterbildung abseits von Vorlesungen und Seminaren.“

Die Hochschulleitung ergänzt: „Wir begrüßen die Einführung eines Kulturtickets für unsere Studierenden. Das Kulturticket ermöglicht den Besuch aller städtischen Museen und bietet so eine weitere Gelegenheit für unsere Studierenden, sich mit der Stadt zu verknüpfen und dabei über den Tellerrand des Fachstudiums hinauszuschauen.“

Neben der Goethe-Universität Frankfurt ist die FRA-UAS die zweite Hochschule, mit der das Kulturdezernat eine Kooperation eingeht. Das Kulturticket ermöglicht rund 60.000 Frankfurter Studierenden, kostenfrei die museale Vielfalt Frankfurts zu erleben. Sie zeigen dafür an der Kasse lediglich ihren Studierendenausweis vor und besuchen damit kostenfrei alle Dauer- und Sonderausstellungen der teilnehmenden Museen. Die neue Kooperation des Kulturdezernats ist ein weiterer Schritt, Türen zu öffnen und kulturelle Bildung und Teilhabe für alle zu ermöglichen.

Neben dem bereits bestehenden Angebot für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren können so auch Studierende das breite kulturelle Programm der Stadt kostenfrei kennenlernen und nutzen.

Die teilnehmenden Museen sind: Archäologische Museum, Caricatura Museum, Deutsche Architekturmuseum, Deutsche Filmmuseum, Hindemith Kabinett, Historische Museum, Ikonen-Museum, Institut für Stadtgeschichte, Jüdisches Museum (Wiedereröffnung 2019), Kinder Museum, MMK 1|2|3 des MMK Museum für Moderne Kunst, Museum Angewandte Kunst, Museum Giersch der Goethe-Universität, Museum Judengasse, Porzellan Museum und Weltkulturen Museum.

Mehr Infos „Freier Museumseintritt“

„Florian Hecker. Formulations“ im MMK 3 des MMK Museum für Moderne Kunst in Frankfurt

Florian Hecker, A Script for Machine Synthesis, 2013-2016 Installationsansicht/installation view Studio 104, Maison de la Radio, Paris. Courtesy the artist, Sadie Coles HQ, London and Galerie Neu, Berlin. Foto/photo: © 2015, Marc Domage.
Florian Hecker, A Script for Machine Synthesis, 2013-2016
Installationsansicht/installation view Studio 104, Maison de la Radio, Paris. Courtesy the artist, Sadie Coles HQ, London and Galerie Neu, Berlin. Foto/photo: © 2015, Marc Domage.

Die Ausstellung „Florian Hecker. Formulations“ im MMK 3 des MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main ist eine Kooperation mit der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Deutschen Bundesbank. Sie findet im Rahmen der EUROPA-KULTURTAGE der EZB-Deutschland 2016 statt.

Florian Hecker (*1975) hat in den vergangenen Jahren ein einzigartiges Werk geschaffen, das international bereits mit einer Vielzahl von Ausstellungen, Performances und Konzerten gewürdigt wurde. „Auf konsequente Weise verbindet er in seiner Arbeit die Bereiche der bildenden Kunst, Musik und Performance, um etablierte Grenzen aufzuheben und neue Ausdrucksformen und Wahrnehmungsmöglichkeiten zu eröffnen. Mit dieser Arbeitsweise passt Florian Hecker sehr gut in das Programm des MMK, in dem wir einen transmedialen Ansatz verfolgen“, sagt Prof. Dr. Susanne Gaensheimer.

Die Ausstellung im MMK 3 zeigt 15 bestehende und zwei neue Arbeiten aus dem Zeitraum von 2004 bis 2016. Im Hauptraum des MMK 3 hat der Künstler 16 Werke raumspezifisch arrangiert, die über die Dauer eines gesamten Ausstellungstages, in minutiös gesetzten Choreografien, inszeniert sind. Parallel dazu wird die Arbeit „Modulator“ (2012) in einem eingebauten Raum im Erdgeschoss gezeigt.
Florian Hecker arbeitet mit synthetischem Klang, der durch Prozesse digitaler wie elektroakustischer Signalverarbeitung generiert wird. Kompositionsentwicklungen der Nachkriegsmoderne und Wissen aus Audiologie und Psychoakustik dienen ihm als Ausgangspunkte für sein abstraktes wie materielles Werk. Das modulare Lautsprechersystem ist eine skulpturale Intervention im Ausstellungsraum und zugleich eine funktionale Wiedergabeapparatur. Die Lautsprecher sind als materielle Bestandteile präsent und werden vom Künstler in der Architektur des Ausstellungsraums bewusst positioniert.

Hecker arrangiert komplexe Stücke als mehrkanalige Installationen, die den Besuchern im MMK 3 begegnen und ihnen ganz subjektive Erfahrungen ermöglichen. Sie sind in stringenter Nüchternheit angelegte und mehrdimensional inszenierte Kompositionen. Die Besucher erfahren dabei am eigenen Körper, wie die individuelle Wahrnehmung vom Zusammenspiel der akustischen Resonanz, dem Klangobjekt und dem eigenen Empfinden abhängt. Durch das aktive Hören werden psychische und physische Vorgänge ausgelöst.

Für die Ausstellung im MMK 3 konzentriert sich Hecker auf eine Auswahl von Werken, für die die Konzepte der Synthese, Analyse und Resynthese zentral sind. Klang wird dabei auf der Grundlage seiner qualitativen und quantitativen Eigenschaften analysiert, formalisiert und anschließend reproduziert. So entstehen Reproduktionen kompletter Arbeiten oder synthetische Replika vereinzelter Sound-Charaktere, aus denen der Künstler seine Stücke kreiert. In „Synthetic Hinge“, eine eigens für die Ausstellung im MMK 3 produzierte Arbeit, sind neben dem computergenerierten Ton auch die Sprecherstimmen in Avatare gewandelt worden. Eine weitere neue Arbeit „Modulator (Scattering Transform)“ (2016) folgt dieser Verfahrensweise durch eine 14-stufige Resynthese der bestehenden Arbeit „Modulator“ (2012) und bietet eine entsprechende Vervielfachung des Verständnisses von Klangfarbe.

„Neben dieser Verarbeitung von Sound zur veränderten Wahrnehmung ist auch die psycho-physische Dimension, die Art und Weise, wie Sound sinnlich rezipiert und neurologisch verarbeitet wird, ein Kernthema in Heckers Schaffen. Die Wahrnehmung von akustischen Werken ist subjektiv und abhängig von dem physischen Standort des Rezipienten, der akustischen sowie visuellen Perspektive, von persönlichen Neigungen, der Aufmerksamkeit und den Bezugspunkten, die in ihm individuelle Assoziationen auslösen“, so Anna Goetz, Kuratorin der Ausstellung.
Viele von Heckers neueren Arbeiten sind in dreifachen Symmetrien angelegt, so beispielsweise „2×3 Channel“ (2009), „Affordance“ (2013) oder „Hecker Leckey Sound Voice Chimera“ (2011). Bewusst wird der Rezipient dabei von Hecker mit drei inhaltlich differenzierten, wie räumlich versetzten Soundquellen konfrontiert und so dazu animiert, sich durch den Raum zu bewegen und bereits Gehörtes zu erinnern, denn nur in dieser Parallelität ist das Stück als Ganzes zu erfassen.

In seinen Installationen, Performances und Tonträger-Veröffentlichungen widmet sich Florian Hecker den Grenzen und Möglichkeiten der Produktion und Aufnahme von Klang. Er fordert die Erwartungshaltung und die Wahrnehmungsgewohnheit im Kontext zeitgenössischer Kunstrezeption heraus, indem er durch artifizielle Klangobjekte, Fragen zu Performance, Konzeptkunst und Skulptur dramatisiert, abstrahiert und reformuliert.

Aufgrund seiner bedeutenden Rolle in der Technokultur und der elektronischen Musik bildet Frankfurt den idealen Ort für die Arbeit von Florian Hecker. Bereits 2010 entwickelte er für die Ausstellung „Radical Conceptual“ im MMK 1 die Arbeit „Event, Stream, Object“, die im Anschluss für die Sammlung erworben wurde.

Im Zusammenhang mit der Ausstellung kooperiert das MMK mit der Alten Oper Frankfurt: Gemeinsam wurde die neue Arbeit FAVN (2016) produziert, die im Vorfeld der Ausstellung im Großen Saal der Alten Oper aufgeführt wurde. Zusätzlich wird am 25. Januar 2017 in der Ausstellung im MMK 3 ein Abend mit Konzerten von François J. Bonnet und Alberto de Campo stattfinden. Im Anschluß spricht Robin Mackay zu der Arbeit von Florian Hecker.

Die Ausstellung ist eine Zusammenarbeit mit Culturgest, Porto.
Das Programm im MMK 3 wird ermöglicht durch die Jürgen Ponto-Stiftung.

Die Produktion der Displaysysteme wurde unterstützt von der Firma ARNOLD AG und die akustische Raumausstattung von „Modulator“ (2012) wird ermöglicht durch freundliche Unterstützung der Firma Kvadrat, Soft Cells.

Publikation:
Anlässlich der Ausstellung entsteht in Kooperation mit Culturgest, Porto eine umfangreiche Publikation, die Textbeiträgen von Éric Alliez, Ina Blom, François J. Bonnet, Gabriel Catren, Diedrich Diederichsen, Christopher Haworth, Robin Mackay, Sarat Maharaj, Reza Negarestani, Michael Newman und Fernando Zalamea zum Werk von Florian Hecker versammelt. (Koenig Books, London, 25 €).

FAVN – Eine Performance von Florian Hecker im Rahmen des Musikfests „Nachmittag eines Fauns“ in der Alten Oper Frankfurt

nachmittag-eines-faunsFAVN – Eine Performance von Florian Hecker

Im Vorfeld seiner Ausstellung „Formulations“ (26. November 2016 – 5. Februar 2017) im MMK 3 des MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main zeigt Florian Hecker seine Performance „FAVN“ am 5. Oktober um 20 Uhr im Rahmen des Musikfests „Nachmittag eines Fauns“ in der Alten Oper Frankfurt.
Mit der Performance begibt sich Hecker zum ersten Mal aus dem Zusammenhang der bildenden Kunst heraus hinein in ein klassisches Konzerthaus.

In seiner neuen Arbeit nimmt Florian Hecker Bezug auf Debussys „Prélude à l’après-midi d’un faune“ wie auch auf die dichterische Vorlage Stéphane Mallarmés und die choreografische Umsetzung durch Vaslav Nijinsky aus dem Jahr 1912 – drei Werke, in denen für Hecker die Erwartungshaltungen des Publikums und deren Nichterfüllung in spannungsvollem Kontrast stehen. Diese Kluft wie auch die Frage der eigenen Wahrnehmung von Realität und Fiktion beschäftigten Hecker in seiner Arbeit. Inmitten der computergenerierten Klänge wird der Zuhörer keine zielgerichtete Erzählung erleben, sondern einen überflüssig gewordenen Zeitbegriff erfahren.

Die Arbeiten des international agierenden Sound-Künstlers Florian Hecker waren unter anderem auf der documenta, zahlreichen internationalen Ausstellungsorten sowie im MMK zu erleben. In der Sammlung des MMK ist Hecker mit der Arbeit „Event, Stream, Object“ (2010) vertreten. Seine „sound-pieces“ sind Klangereignisse, die sich im Raum und in der Bewegung der Rezipienten erschließen.
Das MMK Museum für Moderne Kunst wird vom 26. November 2016 bis zum 5. Februar  2017 unter dem Titel „Formulations“ eine umfassende Sequenz von Florian Heckers Klangwerken zeigen.

Eine Koproduktion der Alten Oper Frankfurt mit dem MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main

Mit freundlicher Unterstützung der Gesellschaft der Freunde der Alten Oper Frankfurt.

Eintritt 19 Euro / Tickets über Alte Oper: 069 / 13 40 400 oder www.alteoper.de

Laure Prouvost „all behind, we’ll go deeper, deep down and she will say:“ MMK3 Frankfurt, 3.09.2016

Video Installation, Courtesy of the artist and MOT International, London & Brussels, Foto: Tim Bowditch
Video Installation, Courtesy of the artist and MOT International, London & Brussels, Foto: Tim Bowditch


3. September – 6. November 2016 im MMK 3

Laure Prouvost (*1978) verwandelt das MMK 3 mit der Ausstellung „all behind, we’ll go deeper, deep down and she will say:“ in ein raumgreifendes Environment. „Das MMK Museum für Moderne Kunst freut sich sehr, die Turner-Preisträgerin mit ihrer ersten umfassenden Einzelpräsentation in Deutschland zu zeigen, in der sie mehrere Neuproduktionen mit filmischen Arbeiten der letzten Jahre sowie mit skulpturalen Elementen und Malerei zu einer neuen Erzählung verbindet“, so Prof. Susanne Gaensheimer, Direktorin des MMK.

Ausgangspunkt der Ausstellung im MMK 3 ist die fiktive Geschichte der Großeltern der Künstlerin. Der Großvater – eine Persiflage der heroisch männlichen Künstlerfigur – gräbt im Rahmen eines Kunstprojektes einen Tunnel, verschwindet darin und ist seither nicht wieder aufgetaucht. Die Großmutter wird unterdessen im Bericht der Enkelin zur eigentlichen Protagonistin, die sich die zurückgelassenen Kunstwerke des Großvaters zu eigen macht, sie umfunktioniert und so ihr eigenes künstlerisches Schaffen entfalten kann. Diese Geschichte, die Prouvost bereits 2013 in ihrer mehrfach preisgekrönten Arbeit „Wantee“ angelegt hat, dient der Künstlerin als Motiv für die Beschäftigung mit dem Thema Eskapismus und der damit verbundenen Abwendung von gesellschaftlich etablierten Rollenbildern, Werte- und Ordnungssystemen sowie der Hinwendung zu alternativen, fantastischen Weltvorstellungen.

Bereits vor Betreten der Ausstellungsräume fordert Prouvost die Besucher mit dem monumentalen Schild „IDEALLY YOU WOULD LEAVE EVERYTHING BEHIND“ (2016) auf, alles hinter sich zu lassen, um in ihre bizarre Vorstellungswelt einzutauchen. Diese Aufforderung wird durch die eigens für die Frankfurter Ausstellung entworfenen Installationen „On Our Way“ (2016) und „Deep Travels Ink.“ (2016) im Eingangsbereich aufgegriffen. Der Besucher findet sich in einem Reisebüro wieder und wird zum Akteur in einem surrealen Szenario, das ihn auf die zentralen Themen der Ausstellung einstimmt: die Sehnsucht nach dem Unbekannten und das Abtauchen in ferne Welten, Alltagsflucht und das bewusste sich Verlieren, in der Hoffnung, am Ende wieder zu sich selbst zu finden. Die Eingangsinstallation dient als Prolog für den Hauptteil der Präsentation im zentralen Saal des MMK 3. Nacheinander werden hier auf fünf großen Screens Videoarbeiten projiziert. Die Choreografie der Bilder umfasst zudem Licht- und Soundinstallationen. Erstmals löst Prouvost die einzelnen Filme aus ihren individuellen, räumlichen Inszenierungen und lässt sie in einer Art Traumwelt ineinandergreifen. Sie erzeugt ein Setting, das den Betrachter auf unterschiedlichen Sinnesebenen in seinen Bann zieht. Requisiten, die Prouvost in den Videos einsetzt, tauchen im Ausstellungsraum zusammen mit exotischen Pflanzen, von Erde und Kunstharz umfasst, wieder auf. Es entsteht eine dystopisch erscheinende Gesamtinszenierung, in der zusehends die Grenze zwischen Fiktion und Realität verschwimmt. 

Prouvosts Filme gehen immer über die erzählerische Ebene hinaus. Die Künstlerin erforscht die Verführungskraft von Bildern, deren Illusionspotenzial und die unmittelbar räumliche Dimension. Sie verbindet den filmischen mit dem realen Raum der Ausstellung und untersucht das Zusammenspiel von Bild, Ton, Schrift und Sprache. Besonders mit „Feeling the Wall“ (2014) schafft sie ein Bewusstsein für den Ausstellungsraum, der zum Hauptakteur dieser Sound- und Lichtinstallation wird. „Für Prouvosts vielschichtige Videoarbeiten ist eine surreale Grundstimmung sowie die Verwendung skurriler Wortspiele charakteristisch. Sie untersucht die Vorstellung von Fiktion und Wahrheit und regt den Betrachter dazu an, Wahrnehmungskonventionen zu hinterfragen“, erklärt Anna Goetz, Kuratorin der Ausstellung.

Im MMK 3 wird das zweite und zentrale Kapitel einer dreiteiligen Überblicksausstellung erzählt. 
Sie begann Ende Juni 2016 unter dem Titel „Dropped here and then, to live, leave it all behind“ in einer labyrinthischen Struktur im Le Consortium, Dijon (Frankreich). In Frankfurt gleitet die Geschichte nun in eine zeitlose Welt, die bestimmt ist von parallel verlaufenden Erzählsträngen. Ende Oktober 2016 kommt die Erzählung im Kunstmuseum Luzern (Schweiz) aus der Dunkelheit wieder ans Licht und trägt den Titel „and she will say: hi her, ailleurs to higher grounds…“. Obwohl die drei Ausstellungsorte einem übergreifenden thematischen Faden folgen, steht jede Präsentation für sich und bietet den Besuchern eine in sich geschlossene und eigenständige Ausstellungserfahrung. 

Ermöglicht durch: Jürgen Ponto-Stiftung
Mit Unterstützung von: Instiut Francais
In Kooperation mit Le Consortium, Dijon und Kunstmuseum Luzern
Ausstellungsdesign: Diogo Passarinho

Ort:
MMK3
Domstraße 3,
60311 Frankfurt am Main