Kategorie-Archiv: Goethe-Museum Frankfurt

Deutsches Romantik-Museum in Frankfurt feierlich eröffnet

"Erinnerungen an Rom", Carl Gustav Carus 1832. © Freies Deutsches Hochstift
„Erinnerungen an Rom“, Carl Gustav Carus 1832. © Freies Deutsches Hochstift

Kulturstaatsministerin Monika Grütters, Angela Dorn, Ministerin für Wissenschaft und Kunst des Landes Hessen und Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main besichtigen anlässlich des Festaktes zur Fertigstellung des Hauses das neue Ausstellungsgebäude.

Einen Tag bevor das Deutsche Romantik-Museum am 14. September 2021 seine Türen für das Publikum öffnet führt Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken, Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts, Monika Grütters, die Staatsministerin für Kultur und Medien bei der Bundeskanzlerin, Angela Dorn, Ministerin für Wissenschaft und Kunst des Landes Hessen und Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main durch das neue Ausstellungsgebäude.

Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien: „Die Romantik gehört zu den bedeutendsten Literaturepochen der deutsch-europäischen Kulturgeschichte. In direkter Nachbarschaft zum Elternhaus Goethes wird sich künftig das Deutsche Romantik-Museum den vielen Facetten des Übergangs von der feudalen zur bürgerlichen Gesellschaft widmen. Der Bund hat mit 4 Mio. Euro gern ein Drittel der Baukosten für dieses außergewöhnliche Ausstellungshaus zur Verfügung gestellt, mit dem das Freie Deutsche Hochstift neben dem Goethe-Haus und dem Brentano-Haus dieser markanten geistesgeschichtlichen Epoche ein Glanzlicht verleiht.“

Angela Dorn, Ministerin für Wissenschaft und Kunst des Landes Hessen, unterstreicht: „Ein besonderer Glücksgriff ist die Verbindung exzellenter Wissenschaft im Freien Deutschen Hochstift als außeruniversitärer Forschungseinrichtung mit der Bewahrung wichtiger Kulturgüter und jetzt auch der verständlichen und genussreichen Vermittlung romantischer Kunst und Kultur. Der Neubau ist die wunderschöne Hülle, in der eine hervorragend kuratierte Ausstellung den Zauber der Romantik zum Leben erweckt. Eine Vielzahl von Stationen lädt ein zur sinnlichen Auseinandersetzung mit dieser Epoche, der die Sinne so wichtig waren. Hier schläft nicht nur ein Lied in allen Dingen, hier fangen Bücher an zu singen.“

Oberbürgermeister Peter Feldmann betont die Bedeutung des neuen Ausstellungshauses für die Stadt Frankfurt: „Mit dem Deutschen Romantik-Museum erhält unsere Stadt ein weit über die Region hinaus wirkendes Haus. Es freut mich sehr, dass das Museum sich mit seinem Angebot an alle wendet, von den Literatur- und Kunstgeschichtsinteressierten bis hin zu Schülerinnen und Schülern. Vor allem freut mich, dass das Romantik-Museum auch auf die politische Umbruchzeit des Vormärz und die Revolution von 1848 eingeht. Vergessen wir nicht, dass mit Jacob Grimm und Ludwig Uhland zwei berühmte Romantiker gewählte Abgeordnete der Paulskirche waren. Das Träumen dieser Ära hat dafür gesorgt, dass auch die Freiheit in Deutschland einzog, ein Vorbote unserer heutigen Demokratie.“

„Der Zauber der Originale schlägt uns in den Bann und die multimediale Museumsgestaltung macht die präsentierten Ideen, Werke und Personenkonstellationen auf einnehmende Weise nahbar. Das Freie Deutsche Hochstift hat in Frankfurt einen Ort geschaffen, der einem vielfältigen Publikum die Möglichkeit gibt, der Romantik zu begegnen und deren Verbindung mit Goethe neu zu betrachten. Die unmittelbare räumliche Nähe des neuen Museums zu Goethes Elternhaus ist hierbei eine überaus glückliche Fügung“, erläutert Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Dr. Ina Hartwig. „Mit diesem Haus und seiner einzigartigen Sammlung ist das Frankfurter Museumsufer um einen Magneten reicher.“

„Ausdrücklich danken wir Bund, Land und Stadt sowie unseren maßgeblich beteiligten privaten Unterstützern für ihre Fördermittel“, hebt Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken hervor. „Das Deutsche Romantik-Museum wurde ermöglicht durch ein umfassendes, gemeinschaftliches Engagement aus öffentlicher und privater Hand. Stellvertretend für die über 1.500 privaten Förderinnen und Förderer seien an dieser Stelle genannt: Ernst Max von Grunelius-Stiftung, Deutsche Bank, Karsten Greve, Stiftung Polytechnische Gesellschaft, Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Andrea und Carl-L. von Boehm-Bezing, Dirk Ippen, Wüstenrot Stiftung, Art Mentor Foundation Lucerne, Bergit Gräfin Douglas sowie Friedrich von Metzler. Wir sind äußerst dankbar für die uns zuteil gewordenen Zuwendungen, die uns zugleich auch wichtiger Ansporn sind.“

Am Abend des 13. September 2021 wurde nun nach 10jähriger Planungs- und Bau-Zeit die Fertigstellung des Deutschen Romantik-Museums, welches heute für die Öffentlichkeit öffnet,  mit einem Festakt begangen.

Auf Besucher warten auf 1200 Quadratmeter Ausstellungsfläche Exponate aus der gesamten Epoche der Romantik ab zirka Ende des 18. Jahrhunderts in allen ihren Facetten und Kunstarten Dabei stehen Originalmanuskripte, Briefe, Gedichte und Märchen der Geschwister Brentano, von Novalis, Eichendorff oder Tieck, aber auch Gemälde und Alltagsgegenstände im Mittelpunkt der bewusst übersichtlich gehaltene Präsentation, die multimedial mit Computeranimationen, Videos und Hörinseln konzipiert und federführend vom Freien Deutschen Hochstift zusammengetragen wurde.

Besuch
Für den Besuch ist ein Negativnachweis (Impfung, Genesung mit PCR-Test, tagesaktueller Antigen-Schnelltest) in Verbindung mit einem amtlichen Ausweispapier notwendig. Das Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Maske (FFP2, KN 95 (ohne Ventil), OP–Maske, Typ I, II und IIR) ist für den gesamten Aufenthalt verpflichtend.

Öffnungszeiten
Mo geschlossen
Di, Mi, Fr, Sa, So 10 – 18 Uhr
Do 10 – 21 Uhr

Deutschen Romantik-Museum
Großer Hirschgraben 23-25,
60311 Frankfurt

ERÖFFNUNG DES DEUTSCHEN ROMANTIK-MUSEUMS

© Deutsches Romantikmuseum / Alexander P. Englert
© Deutsches Romantikmuseum / Alexander P. Englert

Am 14. September 2021 öffnet in Frankfurt am Main das weltweit erste Museum, das sich der Epoche der deutschsprachigen Romantik als Ganzes widmet.

Rund zehn Jahre hat das Team des Freien Deutschen Hochstifts an der Realisierung des Deutschen Romantik-Museums gearbeitet. Am 14. September 2021 wird das Deutsche Romantik-Museum seine Türen für das Publikum öffnen. Das neue Museum präsentiert die Goethe-Galerie mit seinen zahlreichen Gemälden sowie auf zwei Stockwerken in 35 Stationen einzigartige Originale der Romantik mit innovativen Ausstellungsformen, die diese Zeit als Schlüsselepoche erfahrbar machen. Es ist weltweit das erste Museum, das sich der Epoche der deutschsprachigen Romantik als Ganzes widmet. Im Dialog mit dem benachbarten Goethe-Haus sind Manuskripte, Graphik, Gemälde und Gebrauchsgegenstände zu sehen. Das Deutsche Romantik-Museum bietet eine multimediale – im romantischen Sinn synästhetische – Umsetzung von Ideen, Werken und Personenkonstellationen. Goethe selbst wird dabei in ein neues Licht gerückt.

Grundlage für dieses Museum ist die einzigartige Sammlung zur Literatur der deutschen Romantik, die in den vergangenen 100 Jahren vom Freien Deutschen Hochstift, dem Träger des Frankfurter Goethe-Hauses, zusammengetragen wurde. Im Hochstift finden sich die international umfangreichsten und vielseitigsten Bestände zu den literarischen Schlüsselfiguren der Epoche. Zu den wertvollen Schätzen zählen u. a. – neben Handschriften von Clemens und Bettine Brentano, Novalis und den Brüdern Schlegel – Joseph von Eichendorffs handschriftlicher Entwurf zu einem der berühmtesten Gedichte der deutschen Romantik ‚Wünschelrute’‚ das Manuskript von Ludwig Tiecks Novelle ‚Des Lebens Überfluss’ und Robert Schumanns eigenhändige Kompositionsentwürfe zu seinen ‚Szenen aus Goethes Faust’. Dazu kommen so bekannte Gemälde wie Caspar David Friedrichs ‚Der Abendstern’, Johann Heinrich Füsslis ‚Der Nachtmahr‘, Bilder von Carl Gustav Carus, Graphiken von Philipp Otto Runge u. v. m.

Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken, Direktorin des Freien Deutschen Hochstift hebt hervor: „Bei allen Unwägbarkeiten, die so ein großes Vorhaben mit sich bringt, war es ein großes Glück, an der Realisierung des Deutschen Romantik-Museums arbeiten zu dürfen. Es ist das Werk von zahlreichen Menschen, die auf sehr unterschiedliche Weise gemeinsam an diesem Projekt gearbeitet haben. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die uns auf dem Weg von der ersten Idee bis zur Eröffnung begleitet haben. Wir freuen uns, nun endlich nach zehn Jahren intensiver Arbeit das Museum der Öffentlichkeit übergeben zu dürfen.“

„Dass das Freies Deutsche Hochstift tatsächlich das Deutsch Romantik-Museum in dieser Form errichten konnte, hat entscheidend mit dem bürgerschaftlichen Engagement unserer zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützer zu tun. Wir sind außerordentlich dankbar für die uns zuteil gewordenen Spenden und Förderungen. Dass dieses durchaus kühne Vorhaben glücken konnte, ist aber auch auf die Entschlossenheit von Frau Professor Bohnenkamp-Renken und Ihrem Team zurückzuführen, die unbeirrbar an der Realisierung ihrer Vision dieses Museums festgehalten hat“, betont Carl-L. von Boehm-Bezing, Vorsitzender des Verwaltungsausschusses des Freien Deutschen Hochstift.

BAU & ARCHITEKTUR Das Deutsche Romantik-Museum, dessen drei neue Fassaden mit der Fassade des historischen GoetheHauses eine Einheit bilden, wurde von MÄCKLER ARCHITEKTEN auf dem architektonischen Fußabdruck von Michael A. Landes errichtet. Der Museumsbau umfasst auf drei Stockwerken eine Ausstellungsfläche von insgesamt rund 1.200 Quadratmetern sowie weitere 400 Quadratmeter für Wechselausstellungen. Ca. 100 Quadratmeter stehen für die Räume der Vermittlungsarbeit zur Verfügung. Hinzu kommen ein großzügiger Eingangsbereich mit Kasse, Funktionsräumen und Museumsladen. Das Foyer ist zugleich der Eingangsbereich für das benachbarte Goethe-Haus. Bauherrin des Museums ist die städtische Wohnungsbaugesellschaft ABG FRANKFURT HOLDING.

„Wir sind sehr stolz, dass durch die enge Zusammenarbeit zwischen Architekten, dem zukünftigen Nutzer und uns als Bauherrn ein besonderes Werk gelungen ist.“, sagt Frank Junker, Vorsitzender der ABG FRANKFURT HOLDING. Wir sind sicher, dass das Deutsche Romantik zu einem besonderen Ort der Kulturgeschichte mit Strahlkraft weit über die Stadt Frankfurt und die Region Rhein-Main hinaus sein wird.“

Der Wettbewerb für die Goethehöfe mit dem Deutschen Romantik-Museum in Frankfurt am Main wurde im Herbst 2014 entschieden. Der Spatenstich fand am 13. Juni 2016 statt. Das Richtfest erfolgte am 11. September 2017.

AUSTELLUNGSKONZEPTION & -UMSETZUNG
Das Ausstellungskonzept wurde entwickelt von einem Kuratorenteam des Freien Deutschen Hochstifts (Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken, Dr. Mareike Hennig, Dr. Konrad Heumann, Prof. Dr. Wolfgang Bunzel, Dr. Joachim Seng) und der Musikwissenschaftlerin Dr. Ulrike Kienzle in enger Zusammenarbeit mit Petra Eichler und Susanne Kessler (Sounds of Silence), die für die künstlerische Leitung der RomantikDauerausstellung verantwortlich zeichnen. Die Gestalterinnen von Sounds of Silence haben in der Romantik-Ausstellung einen intensiven atmosphärischen Raum geschaffen. Ihre Inszenierung ist ein Angebot an die Besucherinnen und Besucher in die Geschichte der ausgestellten Objekte einzutauchen und nach deren Bedeutung für die Gegenwart zu fragen. Mit Liebe zum Detail ist jede Station künstlerisch individuell gestaltet, an deren Umsetzung unterschiedliche Künstler und Künstlerinnen mitgewirkt haben. Das Herzstück der museographischen Inszenierung sind die eigens für das Deutsche Romantik-Museum entwickelten Exponatmöbel, die das Ausstellen der kostbaren Originale ermöglichen.

In enger Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Designstudio MESO Digital Interiors entstanden zahlreiche interaktive Medienexponate, die zur Begegnung mit den Originalen auf der virtuellen Vermittlungsebenen einladen – von komplexen datengetriebenen Visualisierungen und poetischen Lichtinstallationen bis hin zu klassischen Hör- und Videostationen. Dank des interdisziplinären Teams konnten Konzeption, Gestaltung, Soft- und Hardwareentwicklung sowie Exponatbau und Inbetriebnahme aus einer Hand zusammengeführt werden.

Das Lichtkonzept des Ausstellungshauses wurde von den Lichtgestaltern atelier deLuxe kreiert und umgesetzt. Neben der Lichtgestaltung der Räume der Dauerausstellung war ein wichtiger Schwerpunkt ihrer Arbeit, die empfindlichen Manuskripte des Museums kunstvoll mit der geringstmöglichen Helligkeit zu beleuchten (35 bis 50 Lux) und diese doch für die Besucherinnen und Besucher als leuchtende und gut lesbare Exponate erscheinen zu lassen. Dies gelang mit einer Sonderentwicklung, bei der Miniaturleuchten in den Vitrinen unsichtbar für den Betrachtenden angebracht wurden.

Die Tonspur des Museums entstand in Kooperation mit dem Radiosender hr2-kultur. Schauspielerinnen und Schauspiel wie Ulrich Noethen, Mechthild Großmann, Michael Quast, Constanze Becker oder Christoph Pütthoff wirkten daran mit. Ihre Stimmen sind als „Raumton“, „Klangdusche“ oder über Kopfhörer im Museum zu hören – mit Briefen, Gedichten, naturwissenschaftlichen Forschungen, Märchen und persönlichen Zeugnissen aus der deutschen Romantik. Neben den Sprachaufnahmen und dem Sounddesign entstanden im Hessischen Rundfunk auch die Aufnahmen für den fast vierstündigen neuen Mediaguide durch den gesamten Ausstellungskomplex.

DIE PROJEKTFINANZIERUNG Ermöglicht wurde das neue Museum durch die Unterstützung aus öffentlicher wie auch privater Hand. Land und Bund beteiligen sich mit jeweils 4 Mio. Euro. Die Stadt Frankfurt stellt das Grundstück bereit und übernimmt darüber hinaus 1,8 Mio. Euro. Eingeworben wurden vom Freien Deutschen Hochstift rund 9 Mio. Euro von über 1.500 Einzelspendern. Stellvertretend für die vielen Förderinnen und Förderer seien an dieser Stelle genannt: Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Stadt Frankfurt am Main, Ernst Max von Grunelius-Stiftung, Deutsche Bank, Karsten Greve, Stiftung Polytechnische Gesellschaft, Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Andrea und Carl-L. von Boehm-Bezing, Dirk Ippen, Wüstenrot Stiftung, Art Mentor Foundation Lucerne, Dr. Christoph Graf Douglas und Bergit Gräfin Douglas, Friedrich von Metzler u.v.a. Der Bau wurde im ursprünglich vorgesehenen Kostenrahmen von 12 Mio. Euro erstellt. Für den Ausbau und die Realisierung der neuen Dauerausstellung wurden rund 6,5 Mio. verwendet.

Öffnungszeiten ab 14. September 2021
Dienstag, Mittwoch, Freitag, Samstag, Sonntag 10 – 18 Uhr
Donnerstag 10 – 21 Uhr
Montag geschlossen

Eintrittspreise für den Besuch von Frankfurter Goethe-Hause und Deutsches Romantik-Museum ab 14. September 2021
Regulär 10 €
Ermäßigt 3 € (Menschen mit Behinderung ab 50 GdB, Arbeitslose,
Wehr- & Freiwilligendienstleistende, Inhaber des Frankfurt Pass)
Studierende / Auszubildende 5 €
Schülerinnen / Schüler 2,50 €
Kulturpass 1 €
Gruppen (ab 11 Personen) 7 € pro Person
Gruppen (ab 20 Personen) 6 € pro Person
Familien 15 € (max. 2 Erwachsene + Kinder bis einschließlich 18 Jahre)
Kinder bis 6 Jahre frei
Für Mitglieder des Freien Deutschen Hochstifts ist der Eintritt in die Ausstellungsbereiche kostenfrei.

Besucherinformation
Telefon + 49 (0)69 138 80-0 anmeldung@freies-deutsches-hochstift.de
https://deutsches-romantik-museum.de
https://frankfurter-goethe-haus.de
https://freies-deutsches-hochstift.de

Frankfurter Museen öffnen wieder ab dem 24. Mai 2021

frankfurter-museen-oeffnen-wiederIm Rahmen der Hygieneregeln öffnen Frankfurts Museen wieder Detaillierte Informationen zu Ausstellungen und  Angaben  zu den Anmeldeverfahren finden Sie auf den Webseiten der Museen,

Archäologisches Museum Frankfurt
Das Museum öffnet ab Dienstag, dem 1. Juni 2021.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, Mittwoch bis 20 Uhr
www.archaeologisches-museum-frankfurt.de

Bibelhaus Erlebnis Museum
Das Bibelhaus ist ab Mittwoch, dem 26. Mai geöffnet.
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag von 14 Uhr bis 17 Uhr
www.bibelhaus-frankfurt.de

Caricatura Museum Frankfurt
Das Caricatura Museum öffnet am Mittwoch, dem 26. Mai 2021.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr
www.caricatura-museum.de

Deutsches Architekturmuseum
Das Deutsche Architekturmuseum ist von Pfingstmontag, 24. Mai, an wieder geöffnet.
Öffnungszeiten: Dienstag 12 bis 18 Uhr, Mittwoch bis Freitag von 12 bis 20 Uhr,
Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr
www.dam-online.de/besuch

DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum
Das DFF öffnet am Pfingstmontag, dem 24. Mai 2021, wieder seine Ausstellungen.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr
www.dff.film

Dommuseum Frankfurt
Das Museum ist wieder ab Mittwoch, 2. Juni, geöffnet.
Öffnungszeiten: Mittwoch, Donnerstag und Freitag 10 bis 17 Uhr
Samstags, sonntags und an den Feiertagen 11 bis 17 Uhr
Montags und dienstags geschlossen
www.dommuseum-frankfurt.de

Eintracht Frankfurt Museum
Das Museum öffnet ab Dienstag, dem 25. Mai 2021.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr
https://museum.eintracht.de/news/

Fotografie Forum Frankfurt
Das Fotografie Forum Frankfurt öffnet am Dienstag, 2. Juni 2021.
Öffnungszeiten bitte der Homepage entnehmen.
www.fffrankfurt.org

Frankfurter Goethe-Haus
Das Frankfurter Goethe-Haus öffnet ab Freitag, dem 28. Mai 2021.
Öffnungszeiten: Freitag, Samstag, Sonntag von 11 bis 17 Uhr
www.freies-deutsches-hochstift.de

Historisches Museum Frankfurt und Junges Museum Frankfurt
Beide Museen öffnen am Mittwoch, dem 26. Mai 2021.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag von 11
bis 19 Uhr.
www.historisches-museum-frankfurt.de
www.junges-museumm-frankfurt.de

Institut für Stadtgeschichte
Das Institut für Stadtgeschichte öffnet am Mittwoch, dem 26. Mai. Lesesaal und
Sammlungsbereich sind bereits nach Voranmeldung geöffnet.
Öffnungszeiten: Ausstellungen Montag bis Freitag 10 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag
11 bis 18 Uhr, Lesesaal nach Voranmeldung Montag bis Freitag 8.30 bis 17 Uhr
(Dienstag, 25.05. nur bis 12 Uhr)
ACHTUNG: Die Vorlage eines Negativnachweises ist nur für den Besuch von Lesesaal
und Sammlungsbereich nötig, nicht für den Ausstellungsbesuch. Weitere Informationen
auf der Webseite:
www.stadtgeschichte-ffm.de

Jüdisches Museum Frankfurt
Das Jüdische Museum öffnet ab Mittwoch, dem 26. Mai 2021.
Öffnungszeiten: Dienstag und Donnerstag 10 bis 21 Uhr, Mittwoch, Freitag, Samstag
und Sonntag von 10 bis 18 Uhr.
www.juedischesmuseum.de

Das Museum für Kommunikation
Das Museum öffnet am Dienstag, dem 25. Mai 2021.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr
Museumsshop & Museumsbibliothek
Der Museumsshop ist geöffnet. Ebenfalls wieder möglich ist der Besuch der
Museumsbibliothek: Eine Voranmeldung ist auch hier erforderlich, siehe Homepage des
Museums. Die Bibliothek ist dienstags bis Donnerstag von 10 bis 16 Uhr geöffnet.
http://www.mfk-frankfurt.de

Frankfurter Kunstverein
Der Frankfurter Kunstverein öffnet am Dienstag, dem 1. Juni von 17 bis 22 Uhr mit dem
Soft Opening der Ausstellung „And This is Us 2021 – Junge Kunst aus Frankfurt“
Ab dem 2. Juni gelten folgende Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 11 bis 19
Uhr, Donnerstag von 11 bis 21 Uhr.
www.fkv.de

Museum Angewandte Kunst und Ikonenmuseum
Das Museum Angewandte Kunst und das Ikonenmuseum öffnen am Mittwoch, dem 26.
Mai 2021.
Öffnungszeiten Museum Angewandte Kunst: Dienstag von 12 bis 18 Uhr, Mittwoch von
12 bis 20 Uhr, Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr
Öffnungszeiten Ikonenmuseum: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr, Mittwoch von
12 bis 20 Uhr.
www.museumangewandtekunst.de

Museum Judengasse
Am Mittwoch, den 26. Mai 2021, erfolgt die Öffnung des Museums Judengasse.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr
www.juedischesmuseum.de/besuchen/museumjudengasse

MUSEUM MMK FÜR MODERNE KUNST
Der TOWER MMK öffnet am Pgingstmontag, dem 24. Mai 2021.
Reguläre Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr und Mittwoch 11 bis 20
Uhr
www.mmk.art

Portikus
Der Portikus auf der Alten Brücke öffnet wieder am Pfingstmontag, 24. Mai 2021.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 11 bis 18 Uhr, mittwochs 11 bis 20 Uhr

Senckenberg Naturmuseum
Am Mittwoch, dem 26. Mai wird das Senckenberg Naturmuseum
wieder geöffnet.
Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag von 9 bis 17 Uhr, mittwochs
von 9 bis 20 Uhr, Samstag, Sonntag und an den Feiertagen 9 bis 18 Uhr.
www.museumfrankfurt.senckenberg.de

Struwwelpeter Museum
Das Struwwelpeter Museum öffnet am Donnerstag, dem 3. Juni 2021.
Öffnungszeiten: Donnerstag bis Sonntag, 11 bis 18 Uhr
www.struwwelpeter-museum.de

Weltkulturen Museum
Ab Mittwoch, dem 26. Mai 2021 ist das Weltkulturen Museum geöffnet.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr, Mittwoch 11 bis 20 Uhr
www.weltkulturenmuseum.de

weitere Informationen finden Sie auf den Webseiten der einzelnen Häuser sowie unter
www.museumsufer.de

Frankfurter Goethe-Haus und Gemäldegalerie des Freien Deutschen Hochstifts sind ab dem 3. August 2020 wieder geöffnet

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Das Frankfurter Goethe-Haus und die Gemäldegalerie des Freien Deutschen Hochstifts sind ab dem 3. August 2020 wieder an sechs Tagen der Woche geöffnet:

Montag, Mittwoch, Donnerstag 11 – 17 Uhr
Freitag, Samstag, Sonntag 10 – 18 Uhr
Dienstag geschlossen

 

 

Führungen werden mit einer maximalen Teilnehmerzahl von 5 Personen angeboten. Die Teilnahme an den öffentlichen Führungen ist im Eintrittspreis inbegriffen. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Öffentliche Führungen durch das Goethe-Haus finden Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag um 14 und 16 Uhr statt, Samstag und Sonntag um 10:30, 14 und 16 Uhr. Jeden 3. Sonntag im Monat wird um 15 Uhr eine öffentliche Führung durch die Gemäldegalerie angeboten. Der nächste Termin hierfür ist der 16. August. Öffentliche Familien-Führungen – jeden zweiten und vierten Samstag im Monat, jeweils 14 Uhr, – bieten einen besonderen Rundgang für Eltern und Kinder ab 5 Jahren durch Goethes Elternhaus. Die nächsten Familien-Führungen finden am 9. und 23. August statt. Die Teilnahme ist bis 18 Jahre frei.

Weitere Informationen
Telefon + 49 (0)69 138 80-0
anmeldung@freies-deutsches-hochstift.de
https://freies-deutsches-hochstift.de

Hygieneplan und Vorsorgemaßnahmen
Die Öffnung von Goethe-Haus, Gemäldegalerie und wissenschaftlicher Bibliothek sowie die Durchführung der Veranstaltungen erfolgen entsprechend eines umfassenden Hygieneplans, der nach behördlichen Vorgaben entwickelt und umgesetzt wurde. Es gelten die offiziell erlassenen Verordnungen und Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, der Bundes- und Landesregierung, des Museumsverbandes und der Behörden der Stadt Frankfurt. Die Vorsorgemaßnahmen für den Infektionsschutz umfassen eine strenge Reduzierung der zugelassenen Besucherzahlen sowie die vermehrte Reinigung von neuralgischen Punkten. Es gilt die Abstandsregel von mindestens 1,5 Metern, die Nies- und Hust-Etikette ist einzuhalten. Darüber hinaus ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes während der gesamten Dauer des Aufenthaltes verpflichtend. Dieser kann mitgebracht oder an der Kasse zum Selbstkostenpreis erworben werden. Die Besucherinnen und Besucher werden vor Ort auf die Hygienevorschriften hingewiesen. Die Kontaktdaten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Führungen und Veranstaltungen werden zur Nachverfolgung von Infektionsketten erfasst.

Frankfurter Goethe-Haus: ,Tumult in feurigem Gemüte‘ Goethe und Nicolai im Wortgefecht, Vortrag, 5. November

goethe-haus-logoAm Dienstag, 5. November 2019, 19.00 Uhr lädt das Freie Deutsche Hochstift / Frankfurter Goethe-Museum zum Vortrag ‚Tumult in feurigem Gemüte. Goethe und Nicolai im Wortgefecht‘ in den Arkadensaal ein. Es spricht Dr. Michael Knoche.

Seit Nicolais ‚Freuden des jungen Werthers‘ als Antwort auf Goethes Sturm-und-Drang-Roman waren der Berliner und Weimarer Schriftsteller in herzlicher Feindschaft miteinander verbunden. Ohne dass Nicolais Verdienste als zentrale Gestalt der deutschen Aufklärung anerkannt worden wären, bildete er für Goethe und Schiller im Xenienstreit eine der Hauptzielscheiben ihrer Attacken. So lautet etwa das Xenion 277: ‚Querkopf!‘ schreiet ergrimmt in unsere Wälder Herr Nickel. ‚Leerkopf?‘ schallt es darauf zum Walde heraus.

Noch schlimmer erging es Nicolai im ‚Faust‘. Aber der Angefeindete war in seinen Gegenangriffen nicht minder zimperlich. Der Vortrag zeigt, welch scharfe Trennlinie zwischen Aufklärung und Weimarer Klassik – jenseits des Persönlichen – diese Auseinandersetzung markiert.

Dr. Michael Knoche hat Germanistik, Philosophie und Theologie studiert und eine Bibliothekarsausbildung absolviert. Er war Angestellter bei wissenschaftlichen Verlagen und von 1991 bis 2016 Direktor der Herzogin Anna Amalia Bibliothek der Klassik Stiftung Weimar.

Eintritt: 4,- Euro / frei für Mitglieder des Freien Deutschen Hochstifts

„POETISCHE PERLEN“ AUS DEM „UNGEHEUREN STOFF“ DES ORIENTS 200 JAHRE GOETHES ‚WEST-ÖSTLICHER DIVAN‘

©  Foto: Diether v Goddenthow
© Foto: Diether v Goddenthow

Im Jahr 1819 erschien erstmals Goethes ‚West-östlicher Divan‘, mit dem der nunmehr 70 Jahre alte Dichter den Orient für sich entdeckte und noch einmal neue innovative Wege beschritt. Nur wenige Zeitgenossen erkannten das Besondere dieses fein komponierten Alterswerkes, des immerhin größten Gedichtensembles in Goethes Gesamtwerk. Der Zauber des ‚Divan‘ wirkt bis heute, und er bleibt hoch aktuell, weil er den Kulturen übergreifenden Dialog und damit Goethes Idee einer ‚Weltliteratur‘ poetisch verwirklicht. Erstaunlich auch der offen komponierte Prosateil, der die Kenntnisse der Leser über den Orient vertiefen soll.

Im Zentrum der Ausstellung stehen die ‚Divan‘-Gedichte – die „poetischen Perlen“. Wie Goethe sie aus dem „ungeheuren Stoff“ des Orients formte und darin sein „eignes Poetisches verwebte“, soll für die Besucher erfahrbar werden. An 17 Gedicht-Beispielen wird gezeigt, wie der Dichter für die Literatur und Kultur Persiens und Arabiens entflammte, mit dem persischen Dichter Hafis in poetischen Wettstreit trat und intensive Orient-Studien betrieb. Besondere Dokumente und originale Handschriften aus dem Nachlass sowie Zeugnisse von Goethes Liebe zur mitdichtenden Marianne von Willemer bieten die Chance, die überaus spannende Entstehung der Gedichte nachzuvollziehen. Am Ende der Ausstellung wird auch ein Blick auf den Prosateil des ‚Divan‘ geworfen. Einander spiegelnd entwerfen die Gedichte und der Prosateil des ‚West-östlichen Divan‘ ein ost-westliches, west-östliches Oszillieren, das Sprachen, Literaturen, Kulturen miteinander in Dialog bringt. Darin ist der ‚West-östliche Divan‘ aktueller denn je – gerade heute.

Auf Goethes arabische Schreibübungen hat der Künstler Axel Malik reagiert. Seine Palimpseste setzen einen zeitgenössischen Akzent, ebenso wie die Schriftprojektionen des Designers Stefan Matlik, der zur Gestaltung der Ausstellung beitrug.

Kuratiert wird die Schau von Univ.-Prof. Dr. Anke Bosse, die seit den 1980er Jahren zu Goethes ‚West-östlichem Divan‘ publiziert und forscht, insbesondere zum Nachlass und zu Goethes Schreibprozessen. Unterstützt wird sie in Frankfurt von Dr. Joachim Seng, dem Leiter der Bibliothek des Freien Deutschen Hochstifts.

Ermöglicht durch: Aventis Foundation, Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Dr. Marschner Stiftung, Friede Springer Stiftung, Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten e.V., Helaba, Dr. Hans Feith und Dr. Elisabeth Feith-Stiftung

Die Ausstellung wird am Dienstag, 20. August 2019, 19 Uhr, eröffnet. Der Eintritt ist frei.

Sie ist vom 21. August bis 23. Oktober 2019 zu sehen. Der Besuch der Ausstellung ist im Eintrittspreis für das Goethe-Haus enthalten.

Zur Ausstellung wird ein vielfältiges Rahmenprogramm angeboten. Außerdem erscheint als Begleitpublikation ein Katalog (86 Seiten, Preis 15,- €).

Freies Deutsches Hochstift
Frankfurter Goethe-Museum
Großer Hirschgraben 23-25
60311 Frankfurt am Main
www.deutsches-romantik-museum.de
www.goethehaus-frankfurt.de

BENEFIZKONZERT FÜR DAS DEUTSCHE ROMANTIK-MUSEUM am 25.6.2019 Frankfurter Goethe-Haus Frankfurt

© Christoph Mäckler Architekten in der Planungsgemeinschaft ‚Goethehöfe – Deutsches Romantik-Museum‘
© Christoph Mäckler Architekten in der Planungsgemeinschaft ‚Goethehöfe – Deutsches Romantik-Museum‘

Am Dienstag, 25. Juni 2019, 19.00 Uhr lädt das Freie Deutsche Hochstift / Frankfurter Goethe-Museum zu einem Benefizkonzert für das Deutsche Romantik-Museum in den Arkadensaal ein. Bernd Glemser spielt spielt Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen!

Der renommierte Pianist Bernd Glemser, der – mit seinem Repertoire von Haydn bis Debussy – seit vielen Jahren als einer der besten Interpreten der Klavierliteratur des 19. Jahrhunderts gilt, wird Werke zweier Protagonisten der Romantik präsentieren: von Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann. Als herausragende Symbolfigur tritt zu Beginn des 19. Jahrhunderts in allen Künsten die Arabeske in Erscheinung – Schumanns ‚Arabeske‘ wird das Programm eröffnen, auch seine ‚Nachtstücke‘ kommen zu Gehör. Inspiriert vom Volkslied kam das Kunstlied damals in zahlreichen berühmten Liederzyklen zu hoher Blüte. Von Mendelssohn werden ‚Lieder ohne Worte‘ in einer Auswahl zu hören sein – er setzt ausschließlich auf die musiksprachliche Inspiration.
DAS DEUTSCHE ROMANTIK-MUSEUM

Zur Zeit findet der Innenausbau des neuen Deutschen Romantik Museums statt. © Foto: Diether v. Goddenthow
Zur Zeit findet der Innenausbau des neuen Deutschen Romantik Museums statt. © Foto: Diether v. Goddenthow

Unmittelbar neben dem Frankfurter Goethe-Haus entsteht derzeit das Deutsche Romantik-Museum, mit dem das heutige Ensemble aus Goethe-Haus und Gemäldegalerie der Goethezeit in einem Erweiterungsbau um ein innovatives Museum ergänzt wird. Basis hierfür ist die weltweit einzigartige Sammlung zur Literatur der deutschen Romantik, die in den vergangenen 100 Jahren vom Freien Deutschen Hochstift, dem Träger des Frankfurter Goethe-Hauses und -Museums, zusammengetragen wurde. Das Ausstellungskonzept des Goethe-Museum und Deutsches Romantik-Museum umgreifenden Gesamtkomplexes verbindet die Präsentation von hochkarätigen Originalen (Manuskripte, Graphik, Gemälde, Gebrauchsgegenstände) mit interaktiven und experimentellen Ausstellungsformen, die die Zeit der Romantik als deutsche und europäische Schlüsselepoche erfahrbar machen wollen. Goethe selbst wird dabei in ein neues Licht gerückt. Das neue Museum wird nach dem Entwurf von Christoph Mäckler Architekten in der Planungsgemeinschaft ‚Goethehöfe – Deutsches Romantik-Museum‘ mit dem Architekturbüro Michael A. Landes, das für das städtebauliche Gesamtkonzept verantwortlich ist, entstehen. Bauherr für das Projekt ist die ABG Frankfurt Holding.

Dass das Projekt realisiert werden kann, ist dem ausgeprägten Engagement der Bürger zu verdanken. Zahlreiche private Unterstützer haben sich bisher, neben den öffentlichen Zuwendungsgebern Bund, Land und Stadt, für das Projekt begeistert und engagiert. Die Grundfinanzierung in Höhe von 16 Mio. Euro für den Neubau und die Einrichtung der Dauerausstellung ist bereits gesichert. Um das neue Museum museografisch und museumspädagogisch angemessen ausstatten zu können, werden weitere Mittel benötigt, für die das Freie Deutsche Hochstift neue Unterstützer gewinnen möchte.

Weitere Infos: deutsches-romantik-museum-frankfurt/

https://deutsches-romantik-museum.de/

 

Goethe Haus Frankfurt: LIBERALISMUS ALS OPPOSITION LUDWIG GEIGERS VERBINDUNG VON HUMANISMUS UND JUDENTUM.

goethe-haus-logoAm Donnerstag, 6. Juni 2019, 19.00 Uhr, lädt das Freie Deutsche Hochstift / Frankfurter Goethe-Museum gemeinsam mit dem Jüdischen Museum Frankfurt zur Veranstaltung ‚Liberalismus als Opposition. Ludwig Geigers Verbindung von Humanismus und Judentum‘ in den Arkadensaal ein. Anlässlich des 100. Todesjahres des deutsch-jüdischen Goethe-Philologen ist ein Vortrag von Andreas Kilcher (ETH Zürich) zu hören, dem sich ein Gespräch mit Nadine Meyer (Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung) anschließen wird.

Ludwig Geiger, heute vor allem als Begründer der modernen Goethe-Philologie bekannt, war eine Ausnahmegestalt des deutschen Judentums um 1900. Er war ein erklärter Humanist in einem doppelten Sinne: historisch und zeitgenössisch. Zum einen machte er als Philologe den Humanismus von Reuchlin bis Goethe zum Gegenstand zahlreicher historischer Arbeiten, zum zweiten behauptete er als kritischer Zeitgenosse in Zeitschriften wie der Allgemeinen Zeitung des Judentums einen neuen Humanismus, mit dem er der Position des liberalen Judentums um 1900 wesentlich Gestalt verlieh. Das war nicht etwa Opportunismus, vielmehr Opposition. Tatsächlich behauptete er die liberale Position in einem gesellschaftlichen Umfeld, das diese von zwei Seiten her in Frage stellte: einerseits durch den in den Gründerjahren entstandenen modernen Antisemitismus, der die Juden in Deutschland polemisch als die Anderen par excellence demarkierte, andererseits durch den Zionismus, der das Programm des liberalen Judentums mit seinen beiden Grundpfeilern der Emanzipation und der Assimilation gerade angesichts des Antisemitismus als gescheitert erachtete. In diesem Kontext entfaltete Geigers Verbindung von deutscher humanistischer Kultur und jüdischer Moderne seine Widerständigkeit.

Vortrag von Andreas Kilcher (ETH Zürich), im Gespräch mit Nadine Meyer (Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung)

In Kooperation mit dem Jüdischen Museum Frankfurt

Eintritt: 4,- Euro / frei für Mitglieder des Freien Deutschen Hochstifts

Freies Deutsches Hochstift
Frankfurter Goethe-Museum
Großer Hirschgraben 23-25
60311 Frankfurt am Main
www.deutsches-romantik-museum.de
www.goethehaus-frankfurt.de

„Zur Geschichte des Freiheitsbegriffs“ – Auftaktveranstaltung der Frankfurter HausGespräche am 8. Mai 2019 im Goethe-Museum

PlakatHausgesprächeAm Mittwoch, 8. Mai 2019, 19.30 Uhr lädt das Freie Deutsche Hochstift / Frankfurter Goethe-Museum zur Auftaktveranstaltung der diesjährigen Frankfurter HausGespräche ‚Zur Geschichte des Freiheitsbegriffs‘ mit Prof. Dr. Anne Bohnenkamp, Prof. Dr. Michael Stolleis und Prof. Dr. Jochen Bär in den Arkadensaal ein.

Das Freie Deutsche Hochstift trägt die ‚Freiheit‘ im Namen: 60 Jahre nach der französischen Revolution, deren Wahlspruch „Liberté, Egalité, Fraternité“ Freiheit an die erste Stelle setzte, wurde es 1859 zum 100. Geburtstag Friedrich Schillers gegründet. Es sollte in Frankfurt am Main auf kulturellem Gebiet eine Institution bürgerlicher Freiheit schaffen, die auf staatlicher Ebene hier noch immer fern war. Der facettenreiche Begriff der ‚Freiheit‘ spielte in diesen Jahrzehnten sowohl in politischen, philosophischen und ästhetisch-literarischen Zusammenhängen eine zentrale Rolle.

Zum Auftakt der Frankfurter Haus-Gespräche fragt die Direktorin Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken im Gespräch mit dem Rechtshistoriker Prof. Dr. Michael Stolleis und dem Sprachwissenschaftler Prof. Dr. Jochen A. Bär nach den Voraussetzungen, Implikationen und Perspektiven der Rede von ‚Freiheit‘ um 1800 – und danach, was wir heute daraus lernen können.

„Nie standen die Frauen an ihrem gehörigen Platze“ – Sonderausstellung im Frankfurter Goethehaus ab 29.August 2018

goethe-haus-logoAusstellung „Nie standen die Frauen an ihrem gehörigen Platze“ Charlotte von Stein. Schriftstellerin, Freundin und Mentorin,  vom 29. Augst bis 28. Oktober 2018 im Arkadensaal des Freien Deutschen Hochstifts Frankfurt

Charlotte von Stein (1742–1827) gehört als wichtigste Bezugsperson Goethes in dessen erstem Weimarer Jahrzehnt, als Freundin Herzog Carl Augusts, Wielands, Herders, des Ehepaars Schiller und enge Vertraute der Herzogin Louise zu den zentralen Figuren des klassischen Weimar. Bis heute findet sie fast ausschließlich im Bezug zu Goethes Leben und Werk Beachtung. Die historische Person verschwindet dahinter fast ganz – auch gut 190 Jahre nach ihrem Tod. Dabei war sie keineswegs allein die Freundin und Muse Goethes. Sie war eine vielseitig begabte, außergewöhnliche Frau, die Stücke schrieb, sich für Kunst, Literatur und Wissenschaft interessierte und begabt für Freundschaften war. Als Übernahme aus dem Goethe- und Schiller-Archiv der Klassik Stiftung Weimar zeigt das Freie Deutsche Hochstift eine Ausstellung mit Erinnerungsstücken, Werkmanuskripten, Bildnissen und Briefen, die durch ausgewählte Exponate aus den Hochstiftsbeständen ergänzt wurde. So entsteht das Bild einer eigenständigen Frau, die mitfühlend und klug zur Mentorin einer jüngeren Frauengeneration im klassischen Weimar avancierte. – In Weimar wurde die Ausstellung von Elke Richter und Alexander Rosenbaum kuratiert, für die Frankfurter Schau zeichnet Joachim Seng verantwortlich.

Gefördert wird die Ausstellung durch die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, die Rudolf-August Oetker-Stiftung, die Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung zu Frankfurt am Main, den Arbeitskreis selbständiger Kultur-Institute e.V. und die Fazit-Stiftung. Die Commerzbank-Stiftung fördert die museumspädagogischen Vermittlungsangebote zur Ausstellung.

Freies Deutsches Hochstift
Frankfurter Goethe-Museum
Großer Hirschgraben 23-25
60311 Frankfurt am Main
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