Kategorie-Archiv: Literaturhaus Wiesbaden

Tanz, Lyrik und Literatur setzen das Programm der 22. Wiesbadener Literaturtage fort

Tänzerisch geht es in der zweiten Festivalhälfte der 22. Wiesbadener Literaturtage weiter.  Am Donnerstag, 9. September 2021, finden um 18 und 21 Uhr zwei Vorstellungen des Tanztheaters „Skoronel“ in der Wartburg Wiesbaden statt. Konzept und Regie stammen von Judith Kuckart, die man zuvor bereits bei einer eigenen Lesung während des Festivals erleben konnte. Sie war eines der fünf Gründungsmitglieder, die das Tanztheater 1984 in Berlin ins Leben gerufen haben. Die damaligen Stücke von ikonischen Biografien, welche Tanz und Sprache stets vereinten, sollen durch eine Art Reunion erneut davon erzählen, wie sich Tanz und Leben über die Jahre hinweg verändert haben. Die Eckpfeiler aus Live-Performance und Text, alten und neuen Geschichten sowie dem Körpergedächtnis der Tänzerinnen und Tänzer erschaffen dabei etwas gänzlich Neuartiges unter dem Titel „Die Erde ist gewaltig schön, doch sicher ist sie nicht“. Die Vorstellungen sind bereits ausverkauft.

Der sechste Festivaltag der Wiesbadener Literaturtage steht ganz im Zeichen der Lyrik. Am Freitag, 10. September 2021, um 19.30 Uhr treffen Daniela Danz und Thilo Krause im Museum Wiesbaden erstmals persönlich aufeinander, bisher kennen sie sich lediglich aus ihren gegenseitigen literarischen Werken. Verbindendes Element dabei ist neben dem Verfassen von Lyrik und Prosa, ihre ostdeutsche Herkunft sowie ihr Alter. Daniela Danz liest aus ihrem Gedichtband „Wildniß“, während Thilo Krause Auszüge aus „Was wir reden, wenn es gewittert“ vorstellt. Im Gespräch mit dem Autor und Moderator Hans-Jürgen Balmes werden beide Gäste die Voraussetzungen und Eigenarten ihres Schreibens thematisieren und über ihr umfassendes Werk sprechen. Die Lesung wird zudem als Livestream übertragen.

Den krönenden Abschluss der Wiesbadener Literaturtage 2021 bildet Judith Hermann mit ihrem neuen Roman „Daheim“, den sie am Samstag, 11. September 2021, um 19.30 Uhr im Museum Wiesbaden vorstellt. Darin folgen wir einer 50-jährigen Frau, die sich nach Norddeutschland begibt, um mit Ruhe und Reflektion Orientierung in ihrem Leben zu finden. Dass dazu auch schmerzliche Erinnerungen und nüchterne Resümees des bisher Erlebten gehören, formuliert Judith Hermann in gewohnt kraftvoller Sprache mit einem Hauch nordischer Lakonie. „Daheim“ war 2021 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Zudem erhält Judith Hermann in diesem Jahr den Rheingau Literatur Preis. Die Lesung vor Ort ist bereits ausverkauft, es sind aber noch Tickets für den Livestream verfügbar. Die Moderation übernimmt der Festivalkurator Peter Stamm selbst und beschließt damit die 22. Wiesbadener Literaturtage.

Die Wiesbadener Literaturtage sind eine Veranstaltung des Kulturamtes Wiesbaden und wer-den mit Unterstützung des Kulturfonds Frankfurt RheinMain vom 5. bis 11. September 2021 ausgerichtet: Weitere Informationen unter www.wiesbaden.de/literaturtage

Tanztheater „Skoronel“ mit „Die Erde ist gewaltig schön, doch sicher ist sie nicht“
Zeit und Ort: Do 09.09.2021, 18 Uhr & 21 Uhr, Wartburg, Schwalbacher Straße, 65183 Wiesbaden
AUSVERKAUFT

Lyrikabend: Daniela Danz und Thilo Krause lesen „Wildniß“ und „Was wir reden, wenn es gewittert“
Zeit und Ort: Fr 10.09.2021, 19.30 Uhr, Museum Wiesbaden, Friedrich-Ebert-Allee 2, 65185 Wiesbaden
Eintritt:€ 10 / erm. € 6, zzgl. VVG plus Gebühr
Streaming-Ticket: € 5 plus Gebühr

Judith Hermann liest „Daheim“
Zeit und Ort: Sa 11.09.2021, 19.30 Uhr, Museum Wiesbaden, Friedrich-Ebert-Allee 2, 65185 Wiesbaden
AUSVERKAUFT
Streaming-Ticket: € 5 plus Gebühr

Städtische Kultureinrichtungen in Wiesbaden öffnen wieder

Kunsthaus Wiesbaden Archivbild. © Foto: Diether v. Goddenthow
Kunsthaus Wiesbaden Archivbild. © Foto: Diether v. Goddenthow

Wie die Stadt Wiesbaden meldet, öffnen nach langen Wochen und Monaten des pandemiebedingten Lockdowns  etliche städtische Kultureinrichtungen des Kulturamts nach und nach wieder.

Stadtarchiv
Ab Dienstag, 8. Juni, ist der Zutritt zum Ausstellungsfoyer des Stadtarchivs unter Einhaltung der allgemein geltenden Einschränkungen und Regeln während der Öffnungszeiten des Stadtarchivs wieder möglich. Aktuell wird die Ausstellung „Ungleiche Paare“ gezeigt, die sechs Paare der Kirchengeschichte aus Württemberg und Nassau vorstellt. Vor dem Besuch der Ausstellung ist eine Voranmeldung unter veranstaltung-stadtarchiv@wiesbaden.de oder telefonisch unter (0611) 313747 erforderlich. Der Lesesaal des Stadtarchivs ist ebenfalls geöffnet. Nach wie vor ist eine Voranmeldung unter stadtarchiv@wiesbaden.de oder (0611) 313329 erforderlich.

KZ-Gedenkstätte
Die KZ-Gedenkstätte „Unter den Eichen“ kann nach Voranmeldung und Terminvereinbarung unter stadtarchiv@wiesbaden.de oder telefonisch unter (0611) 313080 ebenfalls ab dem 8. Juni unter Einhaltung der allgemein geltenden Einschränkungen und Regeln besichtigt werden.

Kunsthalle im Kunsthaus
Die Kunsthalle im Kunsthaus, Schulberg 10, wird mit der Eröffnung der Ausstellung „Painter’s Portrait“ von Chunqing Huang ab dem 13. Juni wieder öffnen und zwar dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr sowie donnerstags von 11 bis 19 Uhr.

Stadt- und Musikbibliothek in der Mauritius-Mediathek
Die Stadt- und Musikbibliothek in der Mauritius-Mediathek, Hochstättenstraße 6-10, wird ab Dienstag, 15. Juni, wieder für den Publikumsverkehr geöffnet. Gleichzeitig wird der Bestell- und Abholservice an diesem Standort eingestellt. Die Stadt- und Musikbibliothek kehrt zur Regelung vor der Schließung zurück. Folgendes gilt: Die Personenzahl innerhalb der Räumlichkeiten ist auf 35 begrenzt; die Aufenthaltsdauer beträgt jeweils 20 Minuten pro Person; die Erfassung der Kontaktdaten erfolgt per App oder Formular. In den Stadtteilbibliotheken Bierstadt, Biebrich, Kostheim, Klarenthal und Schierstein läuft bis zu den Sommerferien der Bestell- und Abholservice weiter.

Caligari Filmbühne
Die Caligari Filmbühne, Marktplatz 9, öffnet – bei gleichbleibend positiver Entwicklung der Inzidenzzahlen – am Mittwoch, 16. Juni, unter anderem mit einer Preview des sechsfachen Oscargewinner-Films „Nomadland“. Vom 18. bis 21. Juni präsentiert das Kulturamt in Kooperation mit der Homonale-Filmgruppe das queere Filmfest „Homonale“, das wegen Corona nicht im Januar dieses Jahres stattfinden konnte. Neun aktuelle Produktionen verschiedener Genres machen Perspektiven jenseits des hetero-normativen Kinos sichtbar. Alle Informationen zum Programm und zum Besuch im Caligari sind ab dem 10. Juni unter www.wiesbaden.de/caligari zu finden.

Literaturhaus Villa Clementine
Das Literaturhaus Villa Clementine nimmt den Veranstaltungsbetrieb mit Publikum vor Ort auch ab Mittwoch, 16. Juni, wieder auf. Aufgrund der anhaltenden Hygienemaßnahmen und Abstandsregelungen kommen die Räumlichkeiten der Villa Clementine für den Lesungsbetrieb derzeit noch nicht infrage, sodass auf andere Orte mit höherer Raumkapazität ausgewichen wird. Die Veranstaltungen des Literaturhauses finden daher im Kulturforum, im Museum Wiesbaden oder in der Mauritius-Mediathek statt. Als erste Veranstaltung mit Saalpublikum findet am 16. Juni um 19.30 Uhr die Verleihung des Literaturpreises der Landeshauptstadt Wiesbaden an Maren Kames im Kulturforum statt. Zusätzlich wird ein kostenloser Live-Stream auf www.wiesbaden.de/literaturpreis angeboten.

Das hr2-Hörfest präsentiert sich vom 23. bis 26. Juni an verschiedenen Orten in ganz Wiesbaden. Weitere Infos gibt es unter www.wiesbaden.de/hoerfest. Der Vorverkauf startet am 11. Juni.

Wiederaufnahme der Konzerttätigkeit der Wiesbadener Musik- und Kunstschule (WMK)
Ab Montag, 21. Juni, bis zu den Sommerferien erfolgt die Wiederaufnahme der Konzerttätigkeit der Wiesbadener Musik- und Kunstschule (WMK) und der Wiesbadener Musikakademie (WMA) im Kulturforum am Schillerplatz. WMK und WMA bieten in diesem Zeitraum in zehn Konzerten ein breit gefächertes Angebot: Von Klaviermusik aus drei Jahrhunderten über Gesangsabende und klassische Gitarre – da ist für jeden etwas dabei. Nähere Informationen zu den einzelnen Terminen sind auf der Homepage der WMK www.wmk-wiesbaden.de zu finden. Die Kartenanzahl ist auf 70 Plätze begrenzt, um eine Reservierung vorab wird gebeten (über die Homepage der WMK, per Mail unter kulturforum@wiesbaden.de oder unter (0611) 313035). Ab Juli wird auch die „ton ab“ Veranstaltungsreihe wieder starten. Den Auftakt machen „Mr. Smith & The Jazz Police“ am 7. Juli. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Kulturforum, Friedrichstraße 16. Einlass ist ab 19 Uhr. Der Eintritt kostet sieben Euro.

Abstandsregeln und Maske tragen

Grundsätzlich gilt, dass bei Besuchen der Kultureinrichtungen die bekannten Abstandsregeln einzuhalten sind und das Tragen einer medizinischen Mund-/Nase-Bedeckung verpflichtend ist. Zur digitalen Kontaktdatenerhebung wurde für diese Standorte auch die Luca-App eingerichtet. Wer über diese App verfügt, kann sich vor Ort über einen QR-Code als Gast/Nutzer für den Besuchszeitraum registrieren lassen. Ansonsten werden die Kontaktdaten weiterhin schriftlich erhoben.

 Testpflicht od. Nachweis vollständig genesen oder geimpft zu sein im Caligari und Kulturforum

Bei Besuchen im Caligari, dem Kulturforum beziehungsweise sonstigen Einzelveranstaltungen ist zusätzlich folgendes zu beachten: Besucherinnen und Besucher müssen mittels eines anerkannten Tests auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 getestet sein. Es muss ein tagesaktuelles (nicht älter als 24 Stunden), schriftliches Testergebnis eines Antigen-Schnelltests (Corona-Schnelltest) vorgelegt werden, das am Eingang kontrolliert wird. Darüber hinaus ist der Besuch zulässig für vollständig Genesene oder vollständig Geimpfte mit entsprechendem Nachweis.

Die Wiederöffnung von Caligari, Kulturforum und die Durchführung von Präsenzveranstaltungen des Literaturhauses setzen voraus, dass die 7-Tage-Inzidenz weiter unter 100 bleibt und Wiesbaden somit spätestens ab dem 16. Juni in die „Landesstufe 2“ kommt. Sofern die Inzidenz fünf Tage hintereinander unter 50 bleibt, erreicht Wiesbaden bereits ab dem 10. Juni die „Landesstufe 2“.

Kulturdezernent Axel Imholz freut sich, dass diese ersten und wichtigen Öffnungsschritte erfolgen können: „Es ist mir eine große Freude, dass das Wiesbadener Kulturleben sich nun wieder Schritt für Schritt entfalten kann und unsere Kultureinrichtungen wieder öffnen können. Für das wiederkehrende kulturelle Leben in der Stadt ist dies ein wichtiger Meilenstein. Wenn wir gemeinsam und in gegenseitiger Rücksichtnahme die aktuellen Regelungen einhalten, dürften auch weitere Lockerungen in absehbarer Zeit möglich sein.“

Klaus Modick liest aus „Fahrtwind“ – Live-Stream aus dem Literaturhaus Wiesbaden

Wiesbadener Literaturhaus Villa Clementine Archivbild Diether v. Goddenthow
Wiesbadener Literaturhaus Villa Clementine Archivbild Diether v. Goddenthow

Per Anhalter ab nach Italien, die Gitarre im Gepäck und kein Blick zurück – Klaus Modick weckt in seinem neuen Roman „Fahrtwind“ Erinnerungen an die 1970er-Jahre. Am Mittwoch, 19. Mai 2021, stellt er das Buch um 19:30 Uhr in einem Live-Stream des Literaturhauses Villa Clementine vor. Die Moderation übernimmt Alexander Wasner (SWR). Pandemiebedingt findet der Live-Stream ohne Publikum vor Ort statt, eigentlich war eine hybride Veranstaltung mit einem zusätzlichen Kontingent an Saalplätzen geplant. Tickets für den Live-Stream sind über www.reservix.de und über die Homepage des Literaturhauses www.wiesbaden.de/literaturhaus erhältlich.

„Fahrtwind“ handelt von einem jungen Protagonisten und dem Abenteuer namens ‚Leben‘. Während in den 1970er-Jahren die RAF und Revolutionen im studentischen Milieu die Schlagzeilen beherrschen, zieht sich ein junger Mann immer weiter aus der Gesellschaft zurück. Er verweigert das nützlich-Sein, entfremdet sich von seinen Eltern und begibt sich auf einen Roadtrip Richtung Süden. Per Anhalter lässt er sich den Fahrtwind um die Nase wehen und landet schließlich in Italien, wo er sich mit bewusstseinserweiternden Pilzen der völligen Entspannung hingibt. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Traum und Realität und es beginnt das Abenteuer seines Lebens.

Klaus Modick, Jahrgang 1951, ist einer der bekanntesten deutschsprachigen Schriftsteller. Sein weitreichendes Werk umfasst Romane, Essays, Übersetzungen und Herausgeberschaften. Vor allem seine Künstlerromane „Sunset“ (2011), „Konzert ohne Dichter“ (2015) oder „Keyserlings Geheimnis“ (2018) wurden von Publikum und Kritik begeistert aufgenommen. Er wurde unter anderem ausgezeichnet mit dem Rheingau Literatur Preis 2015, dem Hannelore-Greve-Literaturpreis 2020 und war 2011 für den Deutschen Buchpreis sowie den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis nominiert.

Zeit und Link:
Mi 19.05.2021, 19:30 Uhr, Live-Stream, € 5 zzgl. VVG. Erhältlich bis 60 Minuten vor Beginn unter www.reservix.de. Gültig bis 72 Stunden nach Veranstaltungsbeginn.

 

Veranstaltungen im Literaturhaus Frankfurt ab 20.4.2021

© Foto Diether v. Goddenthow
© Foto Diether v. Goddenthow

Ab 30.3. alle Veranstaltungen bis Juli unter:
http://literaturhaus-frankfurt.de/programm/kalender/

Alle Streaming-Tickets unter:
http://literaturhaus-frankfurt.de/karten/karteninfo/
 
Streamingtickets sind erhältlich zu 5 Euro bis 60 Minuten vor Veranstaltungsbeginn über den Kartenshop buchbar und 70 h nutzbar.
Für alle Veranstaltungen gilt: Sobald Saalpublikum wieder erlaubt ist, öffnen wir das Haus für Besucher und geben die entsprechenden Tickets zusätzlich zu den Streamingtickets in den Verkauf.

Die Veranstaltung findet exklusiv im Livestream statt.
Dienstag 20.04.21 / 19.30 h / Saalticket 9 / 6 Euro // Streamingticket 5 Euro
Daniel Wisser: Wir bleiben noch
Moderation: Jan Wiele (F.A.Z.)

Krisengebiet Familie: heiter bis lakonisch
Daniel Wisser ist ein hinreißend ernster komischer Autor. „Wir bleiben noch“ (Luchterhand) ist ein Familien- und Geschichtsroman. Mit lakonischem Witz erzählt Wisser von vier Generationen eines Familiengeflechts, durch das sich die Falten und Fallstricke eines ganzen Landes ziehen. Wisser zeichnet das Bild einer Gesellschaft, der langsam dämmert, dass sich der Traum vom ungebremsten Fortschritt gegen sie wendet. Die vergessen hat, wofür es gut war, sozialistische Werte zu leben. Ein Familiengemälde, locker gezeichnet, aber zu genau, um nicht auch weh zu tun: E-Scooter, Erbrecht, Rechtsruck und die davon profitierenden Rechtsparteien. Was lässt sich retten in einer Welt, deren Ideale wackeln wie ein Stand-up-Paddler über trübem Grund? Das Gespräch leitet der F.A.Z.-Literatur- und Musikkritiker Jan Wiele.

Saaltickets sind aufgrund der aktuellen Lage vorerst nicht erhältlich. Ggf. werden diese zu einem späteren Zeitpunkt noch in den Verkauf gegeben.

 

Die Veranstaltung findet exklusiv im Livestream statt.
Donnerstag 22.04.21 / 19.30 h / Saalticket 7 / 4 Euro // Streamingticket 5 Euro
Mikael Ross: Goldjunge // Moderation: Jakob Hoffmann
Eröffnung des 4. Yippie-Kindercomicfestivals
Für alle ab 10 Jahren

Beethovens Jugendjahre
Über die Kindheit und Jugend Beethovens weiß man wenig. Dass es das Wunderkind nicht leicht hatte, ist bekannt. Der Vater, Alkoholiker und Spieler, wollte aus dem Jungen einen zweiten Mozart machen. Die Karriere des Genies beginnt holprig, nach und nach aber wird die musikalische Öffentlichkeit auf den jungen Ludwig aufmerksam, Haydn schließlich verhilft ihm zum Durchbruch. Beethovens körperliche Leiden und sein aufbrausendes Temperament lassen ihn kaum zur Ruhe kommen. „Goldjunge“ (Avant-Verlag) von Mikael Ross zeichnet diese Phase im Leben des Komponisten nach. Historische Episoden verflechten sich mit Mutmaßungen zu einem überzeugenden Porträt des Genies als jungem Menschen in einer Zeit der Umbrüche. Besonders eindrücklich gelingt dem Comickünstler dabei die visuelle Umsetzung der Musik. Max und Moritz-Preis-Gewinner Mikael Ross („Der Umfall“) erweist sich erneut als einer der überragenden Künstler des Genres. Lesung, Gespräch, Musikbeispiele – alles live. Die Veranstaltung ist der Eröffnungsabend des 4. Yippie-Kindercomicfestivals.
Das Junge Literaturhaus wird unterstützt von der Dr. Marschner Stiftung und der Cronstett- und Hynspergischen evangelischen Stiftung.
Saaltickets sind aufgrund der aktuellen Lage vorerst nicht erhältlich. Ggf. werden diese zu einem späteren Zeitpunkt noch in den Verkauf gegeben.

Die Veranstaltung findet exklusiv im Livestream statt.
Freitag 23.04.21 / 10.30 h / Saalticket 3 Euro // Streamingticket 5 Euro

Annette Pehnt: Hieronymus oder Wie man wild wird
Schülerlesung am Welttag des Buches für 3. und 4. Klassen

Auch Waschbären brauchen beste Freunde
Waschbär Hieronymus hat ein Problem: Er ist seinen Artgenossen zu zahm! Als er bei Luki auftaucht und ihn um Hilfe bittet, ist dieser sofort dabei. Hieronymus möchte wilder werden, und das könnte auch Luki nicht schaden. Dann würden die anderen Kinder aufhören, ihn Mamasöhnchen zu nennen. Doch was heißt das eigentlich – wild sein? Die Suche nach der Wildheit führt die beiden Freunde in ein großes Abenteuer. Dabei müssen Luki und Hieronymus nicht nur ganz schön viel Mut aufbringen und über sich selbst hinauswachsen, sie finden auch neue Freunde.
Annette Pehnt schreibt nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder grandiose Bücher. Ins Junge Literaturhaus kommt sie nach „Der Bärbeiß“ nun zum Welttag des Buches mit ihrem neuesten Werk „Hieronymus oder Wie man wild wird“ (Hanser).
Das Junge Literaturhaus wird unterstützt von der Dr. Marschner Stiftung und der Cronstett- und Hynspergischen evangelischen Stiftung.
Saaltickets sind aufgrund der aktuellen Lage vorerst nicht erhältlich. Ggf. werden diese zu einem späteren Zeitpunkt noch in den Verkauf gegeben.

Die Veranstaltung findet nur mit Saalpublikum statt. Ansonsten wird sie verschoben! Freitag 23.04.21 / 19.30 h / Einlass 19.15 h
Ticket 26,75 Euro (inkl. Buch, Snacks und Getränke)

Leseclubfestival am Welttag des Buches mit Shida Bazyar, Esther Becker und Katharina Köller
Moderation: Benno Hennig von Lange, Johanna Oechsle, Kristina Koehler

Endlich mal auf einer Party sein, auf der alle dasselbe Buch gelesen haben?
Das Leseclubfestival macht’s möglich: Man sucht sich einfach einen Titel aus dem Line-up aktueller Neuerscheinungen und besorgt sich das entsprechende Ticket. Das Buch kommt anschließend per Post nach Hause. Dann ist Zeit zum Lesen, um sich am Festivaltag mit der Autorin und maximal 19 anderen (mit ausreichend Abstand) zu treffen und über die Lektüreerfahrung zu sprechen. In lockerer Atmosphäre, auf Augenhöhe, samt Tiefgangpotential. Das Ganze findet am Welttag des Buches, mit insgesamt 50 Autorinnen und Autoren, 50 Büchern und in über 10 Städten statt. Das Leseclubfestival ist damit wahrscheinlich weltweit das größte Event seiner Art.
Im Literaturhaus Frankfurt finden im Rahmen des Festivals drei Leseclubs statt:
Shida Bazyar: „Drei Kameradinnen“ (KiWi)
In ihrem zweiten Roman erzählt Shida Bazyar von drei besten Freundinnen, die seit ihrer gemeinsamen Jugend zusammenhalten wie Pech und Schwefel. Sie alle machen die Erfahrung, aufgrund ihrer Herkunft andauernd infrage gestellt zu werden. Es ist eine Geschichte über bedingungslose Freundschaft, die ein selbstbestimmtes Leben in einer Gesellschaft ermöglicht, welche durch Blicke, Sprüche, Hass und Terror deutlich macht, dass sie keine Abweichungen von der Norm duldet. Den Austausch moderiert Benno Hennig von Lange (Literaturhaus Frankfurt).
Esther Becker: „Wie die Gorillas“ (Verbrecher Verlag)
In ihrem Debüt erzählt Esther Becker ungeschönt, berührend und gleichzeitig humorvoll vom Aufwachsen junger Mädchen, vom Frau-Werden und dem gesellschaftlichen Druck, der damit verbunden ist. Von Körpern, die nicht sind, wie sie sein sollten, von Bewertungen – den eigenen und denen der anderen –, vom Wunsch nach Selbstbestimmung, Individualität und Zugehörigkeit und nicht zuletzt davon, wie Sexismus und Bodyshaming die eigene Entwicklung beeinflussen. Den Austausch moderiert Johanna Oechsle (Literaturhaus Frankfurt).
Katharina Köller: „Was ich im Wasser sah“ (FVA)
Das Romandebüt der österreichischen Schauspielerin und Dramatikerin Katharina Köller entführt die Leser in eine magisch-realistische Inselwelt. Eine Frau kehrt nach Jahren auf jene Insel zurück, von der sie stammt. Auf der – inzwischen flachen – Brust trägt sie einen tätowierten Oktopus und darin den Vorsatz, sich nach der überstandenen Krebserkrankung nichts mehr wegnehmen zu lassen. Doch die ökologischen und gesellschaftlichen Problematiken unserer Zeit sind inzwischen auch auf der Insel angekommen. Ein geheimnisvoller Roman über Orte, die sich verändern, über das Erinnern an Vergangenes und über das Leben, das uns manchmal bestiehlt. Den Austausch moderiert Kristina Koehler (Literaturhaus Frankfurt).
Das Leseclubfestival ist ein Projekt von phileas FESTE & Faible Booking in Kooperation mit dem Literaturhaus Frankfurt, gefördert im Rahmen von Neustart Kultur der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e. V.
Weitere Infos zum Festival finden Sie unter www.literaturhaus-frankfurt.de und unter www.leseclubfestival.com.
Tickets unter: https://t.rausgegangen.de/tickets/shop/leseclubfestival

Die Veranstaltung findet exklusiv im Livestream statt.
Samstag 24.04.21 – Sonntag 25.04.21
Streamingpass 12 Euro  / Streamingeinzelticket 5 Euro
LITPROM-LITERATURTAGE 2021: »GLOBAL VERNETZT ODER JEDE*R FÜR SICH?«​
Netzwerker*innen, Einsame, Reisende, Erzähler*innen — sich durch Schreiben und Lesen verbinden
Mit Helon Habila, Zukiswa Wanner, Mieko Kawakami, Annika Reich u.a.

Sich durch Schreiben und Lesen verbinden
Vernetzung und Einsamkeit – zwei Seiten einer Medaille in der globalisierten Gesellschaft. Wie verbinden wir uns miteinander in einer ständig im Ausnahmezustand befindlichen Welt? Wie teilen wir unsere Geschichten und Träume? Wie können wir uns überhaupt verständigen? In der Krise entstehen neue Netzwerke, im Internet und analog. Durch Flucht und Einwanderung verändern sich Gewissheiten, erweitern sich Horizonte. Leid, Gewalt und Verlust stehen Neugier und Aufbruch gegenüber. In eine andere Kultur, eine neue Sprache. Die Autorinnen und Autoren erzählen von der sich verändernden Rolle der Frauen, dem Kampf um das wirtschaftliche Überleben, von Rassismus und moderner Sklaverei, Vernetzung und Unterwegssein.
Die in diesem Jahr online veranstalteten Literaturtage bieten Gespräche, Lesungen, Diskussionen und erstmals auch „Shared Reading”. Alle Veranstaltungen werden gedolmetscht.
Das ausführliche Programm – kuratiert von Barbara Weidle und Zoë Beck – finden Sie ab 30.03. unter www.litprom.de und unter www. literaturhaus-frankfurt.de.
Eine Veranstaltung von Litprom e.V. in Kooperation mit dem Literaturhaus Frankfurt. Unterstützt durch ein Projektstipendium „Hessen kulturell neu eröffnen” des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

 

Die Veranstaltung findet exklusiv im Livestream statt.
Freitag 30.04.21 / 21.00 h – Mitternacht / Zoom-Ticket 5 Euro
Tanz in den Mai – Sause für zu Hause
Mit den DJanes Antje Keil und Katharina Schmidt aka keilschmidt sowie Hauke Hückstädt

Jetzt als Haushaltspackung: der Literaturhaus-Tanz in den Mai
Bleiben Sie zu Haus. Reißen Sie die FFP2-Maske runter. Schnappen Sie sich Ihren Tanz-Buddy. Das Batiktuch über die Stehlampe. Die guten Tanzsocken raus. Boxen an Ihr Notebook oder Kopfhörer an Ihr Smartphone. Kamera an. Und dann zoomen Sie sich aufs Tanzparkett und drehen sich mit uns in den Mai. Das Haus an der Schönen Aussicht erwartet Sie mit den DJanes keilschmidt. Die kribbeln Ihnen den Winter aus den Laufmaschen, gemeinsam mit Konterpart Hauke Hückstädt, der ein admiralblau klingendes Beauty-case voller Engtanzmusik für Sie dabeihat. Und jede halbe Stunde begrüßen alle gemeinsam eine Überraschungs-Autorin, einen Überraschungs-Autor, die ein Lied für Sie im digitalen Gepäck haben. Sie selbst können im Chat kommentieren, grüßen, flirten, reimen oder den DJanes um den Bart gehen. Ein buntes Frühlingsknäuel ohne Gedränge. Alle vereint. Alle im eigenen Tanzbereich, so intim, dass wir ab Mitternacht an Sie abgeben … (geht uns ja nichts an!).

Videopodcast: Autor Wilhelm Bode und Herausgeberin Judith Schalansky über „Tannen“ – Digitale Angebote des Literaturhauses Wiesbaden

Villa Clementine Literaturhaus Wiesbaden © Foto Diether v. Goddenthow
Villa Clementine Literaturhaus Wiesbaden © Foto Diether v. Goddenthow

Einem Baum, der im Dezember festlich geschmückt in vielen Haushalten zu finden ist, widmet Wilhelm Bode sein neues Buch „Tannen“. Gemeinsam mit der Herausgeberin Judith Schalansky spricht der Forstwissenschaftler und Autor in einem Video-Podcast des Literaturhauses Villa Clementine Wiesbaden mit der freien Journalistin Sarah Beicht. Dabei wird ein umfassendes Portrait der Tanne gezeichnet, von botanischen Eigenschaften bis hin zum weihnachtlichen Brauch des christlichen Gabenbaums. Das Buch ist Teil der Reihe „Naturkunden“, erschienen im Verlag Matthes & Seitz. Das Video ist ab sofort auf der Internetseite www.wiesbaden.de/literaturhaus sowie auf dem YouTube-Kanal der Stadt Wiesbaden abrufbar.

Wilhelm Bode wurde 1947 in Westfalen geboren und war als Jurist sowie Diplom-Forstwirt tätig. Er lehrte unter anderem an der internen Fachhochschule für Forstwirtschaft des Landes Hessen und leitete die Abteilung Forst-, Jagd- und Holzwirtschaft in der saarländischen Landesforstverwaltung. Er setzt sich weiterhin aktiv für den Naturschutz ein und ist der Verfasser zahlreicher forstwissenschaftlicher Schriften. Nach „Hirsche“ legt er nun seinen zweiten Band in der Reihe „Naturkunden“ über die Tanne vor.

Judith Schalansky wurde 1980 in Greifswald geboren und ist als Schriftstellerin, Herausgeberin und Buchgestalterin tätig. Zu ihren bekanntesten Werken gehören der 2011 erschienene Roman „Der Hals der Giraffe“ oder ihr 2018 erschienenes „Verzeichnis einiger Verluste“. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem 2014 mit dem Preis der Literaturhäuser sowie dem Mainzer Stadtschreiber-Stipendium oder 2018 mit dem Wilhelm Raabe-Literaturpreis. Seit 2013 ist sie Herausgeberin der Reihe „Naturkunden“ im Verlag Matthes & Seitz.

Weitere digitale Angebote des Literaturhauses Villa Clementine sind auf www.wiesbaden.de/literaturhaus sowie dem YouTube-Kanal der Stadt Wiesbaden abrufbar.

Podcast: Autorin Felicitas Korn und Lektor Sebastian Richter über „Drei Leben lang“ – Digitale Angebote des Literaturhauses Wiesbaden

Villa Clementine © Archivbild: Diether v. Goddenthow
Villa Clementine © Archivbild: Diether v. Goddenthow

Ein Waisenkind, ein Drogenboss und ein abgestürzter Alkoholiker – Felicitas Korn widmet sich in ihrem Romandebüt „Drei Leben lang“ drei ganz unterschiedlichen Lebensumständen und zeigt, wie kleinste Entscheidungen den Verlauf des Lebenswegs weitreichend verändern können. Gemeinsam mit dem Agenten und Lektor Sebastian Richter spricht die aus Offenbach stammende Autorin in einem Podcast des Literaturhauses Villa Clementine mit der freien Journalistin Sarah Beicht. Dabei geht es um die Arbeit in Corona-Zeiten, wie sich das literarische und filmische Schreiben unterscheiden und wie es ist, im Lockdown einen Debütroman zu veröffentlichen. Das Gespräch ist ab sofort auf der Internetseite des Literaturhauses unter www.wiesbaden.de/literaturhaus abrufbar.

„Drei Leben lang“ verknüpft die Perspektiven von Michi, King und Loosi miteinander – drei Figuren, wie sie auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten. Doch obwohl ihr Alltag gleichsam bestimmt wird von Verlust, Leid und korrupten Machenschaften in der Frankfurter Unterwelt, versuchen alle drei, einfach nur weiterzumachen und sich irgendwie durchzuschlagen. Die einzige Verbindung zwischen ihnen ist Aziz aus der Autowerkstatt. Bei ihm verflechten sich die Fäden der drei Leben langsam zu einem dichten Strang, bis sie plötzlich untrennbar miteinander verbunden sind.

Felicitas Korn wurde 1974 in Offenbach geboren und ist Regisseurin, Drehbuch- und Romanautorin. Zu ihren bekanntesten Werken gehört das Musikvideo zum Song „Supergirl“ der Band „Reamonn“ oder der Spielfilm „Auftauchen“, für den sie unter anderem beim Brooklyn International Film Festival mit dem Nachwuchspreis für die beste Regie ausgezeichnet wurde. „Drei Leben lang“ ist ihr erster Roman. Sie lebt in Berlin und arbeitet derzeit an der Verfilmung von „Drei Leben lang“ sowie an einem zweiten Roman.

Sebastian Richter ist Literatur- und Drehbuchagent und Lektor bei der Literaturagentur des Frankfurter Verlags der Autoren und dort in leitender Funktion tätig.

Weitere digitale Angebote des Literaturhauses Villa Clementine sind auf www.wiesbaden.de/literaturhaus sowie dem YouTube-Kanal der Stadt Wiesbaden abrufbar.

Literaturhaus Wiesbaden mit spannenden Lesungen zu Gast im Landesmuseum und Kulturform – 26.08. bis 24.09.2020

Vom Ende August an begibt sich das Literaturhaus mit seinen gastierenden Autorinnen und Autoren auf Lesereise. Da die Räume in der Villa Clementine bei den geltenden Abstandsregelungen für Lesungen zu klein sind, finden diese vorübergehend im Museum Wiesbaden oder auch im Kulturforum Wiesbaden statt.

MI 26. August | 19.30 Uhr
INGO SCHULZE
„Die rechtschaffenen Mörder“
Autorenlesung
Moderation: Shirin Sojitrawalla (DLF und taz)

Norbert Paulini ist ein Bücherliebhaber, er schätzt das gedruckte Wort und arbeitet als Antiquar in Dresden. Tapfer behauptet er sich über die Jahre gegen sinkende Leserschaften oder das Internet. Doch so wie sich die Gesellschaft um ihn herum wandelt, so verändert sich auch der Antiquar. Er wird reizbar, aufbrausend, ja aggressiv sogar und entwickelt sich vom friedfertigen Büchernarr zum Reaktionär, bis er plötzlich beschuldigt wird, an rassistischen Ausschreitungen teilgenommen zu haben und sich wegen Mordes verantworten muss.

INGO SCHULZE, 1962 in Dresden geboren, ist Autor zahlreicher Romane, Essays und Erzählungen. Für seine Werke wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem 1995 mit dem Ernst-Willner-Preis beim Ingeborg Bachmann-Wettbewerb sowie mit dem Rheingau Literatur Preis 2017 für den Roman „Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst“, der im gleichen Jahr auch auf der Longlist des Deutschen Buchpreises stand. „Die rechtschaffenen Mörder“ war für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.

KARTEN: € 8 / erm. € 5 zzgl. VVG. Keine Abendkasse! VVK bis 16 Uhr am Veranstaltungstag.
VERANSTALTUNGSORT: Kulturforum Wiesbaden, Friedrichstraße 16, 65185 Wiesbaden VERANSTALTER: Literaturhaus Villa Clementine

MI 09. September | 19.30 Uhr
FRANK WITZEL
„Inniger Schiffbruch“
Autorenlesung
Moderation: Shirin Sojitrawalla (DLF und taz)

Wenn die eigenen Eltern sterben, kann man ihr Leben und ihre Geschichten entweder tief mit ihnen in die Erde einlassen oder man nimmt sich die Zeit, öffnet verschlossene Kisten und befasst sich eingehend mit ihrer und gleichzeitig auch der eigenen Vergangenheit. Frank Witzel hat solch eine Kiste geöffnet und befasst sich in „Inniger Schiffbruch“ mit dem Nachlass seiner verstorbenen Eltern. Gewohnt selbstreflexiv und autobiografisch verweist er dabei auch immer wieder auf den Entstehungsprozess des eigenen Romans und Schreibens. Den Titel leiht Frank Witzel sich dabei von dem italienischen Dichter Giacomo Leopardi und scheint mit dem Roman regelrecht selbst zu versinken in diesem unendlichen Meer der Erinnerungen.

FRANK WITZEL, geboren 1955 in Wiesbaden, gehört zu den bekanntesten deutschsprachigen Schriftstellern. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem 2015 mit dem Deutschen Buchpreis für seinen Roman „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969“. 2017 kuratierte Frank Witzel die Wiesbadener Literaturtage.

KARTEN: € 8 / erm. € 5 zzgl. VVG. Keine Abendkasse! VVK bis 16 Uhr am Veranstaltungstag.
VERANSTALTUNGSORT: Kulturforum Wiesbaden, Friedrichstr. 16, 65185 Wiesbaden VERANSTALTER: Literaturhaus Villa Clementine

DI 15. September | 19.30 Uhr
LYRIKPREIS ORPHIL
Preisträgerinnen: Marion Poschmann (Hauptpreis) & Eva Maria Leuenberger (Debütpreis) Preisverleihung & Lesung
Moderation: Alf Mentzer (hr2-Kultur)
Musikalische Umrahmung: Max Klioutchnikov (Piano)

Zu Ehren des Dichters George Konell, der viele Jahre in Wiesbaden lebte, wird zum fünften Mal der Orphil-Preis für Lyrik verliehen. Die Schriftstellerin Marion Poschmann erhält den mit 10.000 Euro dotierten Hauptpreis. Damit wird sie für ihr bisheriges lyrisches Werk, insbesondere für den 2020 erschienenen Band „Nimbus“ ausgezeichnet. Der mit 2.500 Euro dotierte Debütpreis geht an Eva Maria Leuenberger für ihren Band „dekarnation“.

Die Jury bilden der Literaturredakteur Alf Mentzer, die freie Kritikerin Beate Tröger sowie der Leiter des Hessischen Literaturforums im Mousonturm, Björn Jager. Der Wiesbadener Kulturdezernent Axel Imholz wird die Auszeichnungen übergeben.

MARION POSCHMANN, geboren 1969 in Essen, gehört mit ihren fünf Gedichtbänden zu den wichtigsten deutschsprachigen Lyrikerinnen. Für ihre Lyrik und Prosa wurde sie vielfach ausgezeichnet: 2011 erhielt sie den Peter-Huchel-Preis und 2013 den Wilhelm Raabe-Literaturpreis. Ihr Roman „Die Kieferninseln“ stand 2017 auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und war für den International Booker Prize 2019 nominiert. 2020 wurde ihr mit dem Hölty-Preis für Lyrik der höchstdotierte Lyrikpreis im deutschsprachigen Raum zugesprochen.

EVA MARIA LEUENBERGER, Jahrgang 1991, wurde in Bern geboren und lebt heute in Biel. Sie stand zwei Mal im Finale des Open Mike in Berlin und erhielt 2016 das „Weiterschreiben“-Stipendium der Stadt Bern. „dekarnation“ wurde 2020 als erstes Lyrikdebüt mit dem Basler Lyrikpreis ausgezeichnet.

EINTRITT FREI. Einlass ist nur mit Karte möglich. Diese sind in der T-Info und online unter www.wiesbaden.de/literaturhaus erhältlich. Es gibt nur noch wenige Restkarten.
VERANSTALTUNGSORT: Kulturforum Wiesbaden, Friedrichstr. 16, 65185 Wiesbaden
VERANSTALTER: Kulturamt Wiesbaden in Kooperation mit hr2-kultur

DO 24. September | 19.30 Uhr
ZSUZSA BÁNK
„Sterben im Sommer“
Autorenlesung
Moderation: Alexander Wasner (SWR)

Ein heißer Sommer am Balaton im Schatten der Bäume. Auf dem Wasser spiegelt sich der wolkenlose Himmel, es ist schön und ruhig im Westen Ungarns. Doch im Körper des Vaters stürmt es, der Krebs ist unheilbar zurück und zwingt ihn zur Rückreise nach Frankfurt im Rettungshubschrauber und Krankenwagen. Einfühlsam und nachdenklich erzählt Zsuzsa Bánk die Geschichte einer Tochter, die am Krankenbett ihres Vaters weilt und die Erinnerungen reflektiert, wie die spiegelglatte Oberfläche eines Sees.

ZSUZSA BÁNK, Jahrgang 1965, gehört zu den renommiertesten deutschsprachigen Autorinnen. Nach ihrem Sieg beim Open Mike im Jahr 2000, erhielt sie für ihren Debütroman „Der Schwimmer“ 2002 den Aspekte Literaturpreis, den Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung sowie 2003 den Deutschen Bücherpreis. „Sterben im Sommer“ ist ihr vierter Roman.

KARTEN: € 8 / erm. € 5 zzgl. VVG. Keine Abendkasse! VVK bis 16 Uhr am Veranstaltungstag.
VERANSTALTUNGSORT: Museum Wiesbaden, Friedrich-Ebert-Allee 2, 65185 Wiesbaden
VERANSTALTER: Literaturhaus Villa Clementine

Die Veranstaltungen finden unter Vorbehalt der amtlichen Genehmigung statt. Bei den Veranstaltungen des Literaturhauses besteht eine Pflicht zur Bedeckung von Mund und Nase. Aktuelle Informationen erhalten Sie auf der Homepage www.wiesbaden.de/literaturhaus.

Start des 16. Deutschen FernsehKrimi-Festivals

Mit der Eröffnung zur Ausstellung „Die Macht der Hände“ mit Fotos von Heidi Schade startet am Sonntag, 1. März, um 17 Uhr das 16. Deutschen FernsehKrimi-Festivals in der Caligari FilmBühne. Anschließend findet um 18 Uhr die Ehrenpreisverleihung an Barbara Auer und Matthias Brandt statt.

Geehrt werden beide für ihre herausragenden schauspielerischen Leistungen in den „Polizeiruf 110“-Folgen „Kreise“, Tatorte“ und „Wölfe“. Inszeniert wurden die Folgen von Regisseur Christian Petzold, der bei der Ehrenpreisverleihung ebenfalls anwesend sein wird. „Kreise“ wird am Abend in der Caligari FilmBühne zu sehen sein, außerdem der aktuelle „Tatort – Die Nacht gehört dir“ (BR) als Public Viewing.

Prominent besetzt und krimiaffin ist in diesem Jahr auch die Jury, zu der neben dem diesjährigen Krimistipendiaten der Stadt Wiesbaden und Autor Max Annas („Morduntersuchungskommission“), der Drehbuchautor Sascha Arango (Tatort – Borowski), der Schauspieler Felix Klare (Tatort – Stuttgart) sowie die Schauspielerinnen Chiara Schoras( (Bozen-Krimi) und Belinde Ruth Stieve gehören.

Ganz dem neuen Krimi-Serienwettbewerb „Folgenschwer“ sind die Vorführungen am Montag, 2. März ab 16.30 Uhr, gewidmet. Nominiert und gezeigt werden Folgen aus den Serien „23 Morde“ (Sat.1/Joyn), „Der Pass“ (Sky), „4 Blocks“ (TNT Serie), „Die verlorene Tochter“ (ZDF) sowie „Babylon Berlin“ (X Filme/ARD Degeto/Sky/WDR/Beta Film). Zum Gespräch werden unter anderem Regisseur Özgür Yıldırım und Drehbuchautor Christian Jeltsch erwartet. Studierende aus Hochschulen und Universitäten der Rhein-Main-Region entscheiden über die beste Produktion.

Der Auftakt zum Wettbewerb findet am Dienstag, 3. März, um 20 Uhr mit der Premiere von „Tatort – Die Guten und die Bösen“ (HR) statt, zu der die Schauspielerinnen und Schauspieler Isaak Dentler, Wolfram Koch, Peter Lohmeyer, Dennenesch Zoudé, Regisseurin Petra K. Wagner, Drehbuchautor David Ungureit und Redakteurin Liane Jessen erwartet werden. In der HR-Produktion ist die 2019 verstorbene Hannelore Elsner in einem ihrer letzten Fernsehauftritte zu sehen.

Zahlreiche Filmschaffende haben sich zum Festival angemeldet, darunter unter anderem der Schauspieler Armin Rhode, die Regisseure Lars Becker und Eoin Moore sowie die Drehbuchautoren Erol Yesilkaya und Nils-Morten Osburg.

Insgesamt laufen zehn TV-Produktionen im Wettbewerb in der Caligari FilmBühne; darunter drei weitere Premieren mit „Das Gesetz sind wir“ (ZDF), „Tatort – Lass den Mond am Himmel stehn“ (BR) und der NDR-Produktion „Polizeiruf 110 – Der Tag wird kommen“. Eine weitere Premiere außer Konkurrenz wird mit der ZDF/Arte-Produktion „Der Schneegänger“ am Abend des 4. März um 20 Uhr im Murnau-Filmtheater zu sehen sein.

Mit den Schulvorstellungen „Das Gesetz sind wir“ (ZDF) am 4. März und „Der gute Bulle – Friss oder stirb“ (ZDF/Arte) am 5. März, jeweils um 9.30 Uhr in der Caligari FilmBühne, richtet sich das Festival gezielt an Schulen und den jungen Nachwuchs. In Kooperation mit dem Medienzentrum Wiesbaden wird Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit gegeben, im Dialog mit Filmemachern vor Ort zu diskutieren und den Arbeitsalltag in der Filmbranche aus erster Hand zu erfahren.

Das Festival widmet sich außerdem in einem Doku-Crime-Abend am Donnerstag, 5. März, dem aktuell virulenten Thema rechtsradikaler Entwicklungen in Deutschland, unter anderem mit der Doku „Der Mordfall Lübcke und rechter Terror in Deutschland“ (NDR/WDR/MDR). Auch der Wettbewerb „Deutschlands spannendster Fernsehkrimi-Drehbuchnachwuchs“ wird wieder veranstaltet, bei dem vier Autorinnen und Autoren mit ihren Stoffen nominiert sind. Die nominierten Stoffe liest der Schauspieler Florian Batholomäi am Abend des 5. März ab 19 Uhr in der Caligari FilmBühne.

Die Preisverleihung des Deutschen FernsehKrimi-Preises findet am Freitag, 6. März, um 20 Uhr in der Caligari FilmBühne statt. Zum Abschluss des Festivals findet am Samstag, 7. März, ab 18 Uhr, die „Lange FernsehKrimi-Nacht“ statt. Bis zum Morgen des 8. März werden alle zehn Wettbewerbsbeiträge in der Caligari FilmBühne als Wiederholung zu sehen sein.

Das komplette Programm finden Interessierte unter http://fernsehkrimifestival.de/fernsehkrimipreis. Informationen zum Kartenkauf stehen unter http://fernsehkrimifestival.de/tickets.

Am 27. Februar startet der vierte Wiesbadener KrimiMärz mit spannendem Programm, u.a. mit Max Annas, Ingrid Noll und Zoë Beck

krimimaerzDer vierte Wiesbadener KrimiMärz beginnt am Donnerstag, 27. Februar, mit einer Lesung und einem Werkstattgespräch mit dem diesjährigen Krimistipendiaten Max Annas. Um 19.30 Uhr spricht er mit Hannes Hintermeier (FAZ) im Literaturhaus Villa Clementine über sein Leben und Schaffen als einer der meistgelesenen Krimiautoren Deutschlands. Dabei geht es vor allem um die politische Komponente, die in seinen Romanen immer wieder eine große Rolle spielt. Gekonnt gelingt es Max Annas, fundierte Recherchen und spannende Plots miteinander zu verweben. An diesem Abend wird er zudem aus seinem aktuellen Roman „Morduntersuchungskommission“ lesen, der das Publikum in die DDR des Jahres 1983 entführt. Darin sollen die Ermittler den Mord an einem Vertragsarbeiter aus Mosambik aufklären und geraten rasch selbst in Konflikt mit den politischen Zielen des sozialistischen Regimes. Max Annas wird für die Dauer des Festivals in der Villa Clementine leben und arbeiten. Als Teil des Stipendiums ist er Mitglied der Jury des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2020.

Eindrucksvoll geht es am Sonntag, 1. März weiter, wenn die Grande Dame der Krimiliteratur, Ingrid Noll, in Wiesbaden zu Gast ist. Um 18.00 Uhr stellt sie im Literaturhaus im Gespräch mit Thomas Koch (SWR) ihren Roman „Goldschatz“ vor, der mitten im alternativen Lebensversuch einer Studenten-WG ansetzt. Zwischen Konsumkritik und Veganismus versucht darin eine Gruppe junger Kommilitonen ein Leben fernab des Mainstreams zu führen und dabei ein altes Bauernhaus wieder auf Vordermann zu bringen. Dass das jedoch nicht so einfach ist, zeigt sich spätestens, als sie auf ein Säckchen alter Goldmünzen stoßen. Während die Einen sich mit teuren Kleidern eindecken, wollen die Anderen lieber bitter nötige Renovierungsarbeiten davon bezahlen. Und dann gibt es da noch diesen Nachbarn mit dem Zweitschlüssel, der nach Belieben unangemeldet hereinplatzt … Auf gewohnt humoristische Weise gelingt es Ingrid Noll einmal mehr, Spannung und Unterhaltung miteinander zu verquicken. Es gibt nur noch wenige Restkarten für den Abend.

Lesung im Polizeipräsidium 

Ein besonderes Highlight ist zudem die Lesung der Wiesbadener Krimistipendiatin von 2019, Zoë Beck, am Sonntag, 8. März um 19.30 Uhr. Die Lesung findet an einem ganz besonderen Ort mit kriminalistischem Hintergrund statt: dem Polizeipräsidium Westhessen. Einen Monat lang wohnte die Autorin, Verlegerin und Übersetzerin im Literaturhaus Villa Clementine und recherchierte für einen Kurzkrimi. Im Gespräch mit Gerwig Epkes erzählt sie von ihrem Aufenthalt in Wiesbaden und ihren Nachforschungen in den Archiven der Stadt. Zudem liest sie ihren Kurzkrimi „Wie die Spielbank baden ging“, der während des Stipendiums entstanden ist.

Das komplette Programm des Wiesbadener KrimiMärz 2020 sowie alle Infos zu Tickets und Vorverkauf sind unter www.wiesbaden.de/krimimaerz und in der ausliegenden Programmbroschüre zu finden.

Barbara Auer und Matthias Brandt erhalten Ehrenpreis zur Eröffnung des 16. Deutschen FernsehKrimi-Festivals in Wiesbaden vom 1. bis 8.März 2020

DFKF20_Logo16. Deutsches FernsehKrimi-Festival mit Ehrenpreis an Barbara Auer und Matthias Brandt, prominenten Gästen und neuem Krimi-Serienwettbewerb

Während  der Wiesbadener Krimi-Stipendiat und Autor Max Annes den Wiesbadener KrimiMärz bereits am 27.02.2020  eröffnet, startet  komplementär dazu das 16. Deutsche Fernsehkrimifestival am 1. März 2020  in der Filmbühne Caligari: Um 17 Uhr Foyer mit einer Vernissage der Foto-Ausstellung „Die Macht der Hände“ von Heidi Schade. Hier geht es unter anderem  um Täterhände, Fingerabdrücke usw. Ab 18 Uhr wird im Kino zum zweiten Mal der  Ehrenpreis des Deutschen Fernsehkrimifestivals verliehen. Er geht in diesem Jahr an  Barbara Auer und Matthias Brandt für ihre herausragenden schauspielerischen Leistungen in den „Polizeiruf 110“-Folgen „Kreise“, „Wölfe“ und „Tatorte“.

Auer  und Brandt spielen in den von Christian Petzold inszenierten Folgen ein Ermittlerduo und fragiles Liebespaar, das in einer düsteren Welt „trotz allem der menschlichen Sehnsucht eine Stimme verleiht“. Die drei gemeinsamen TV-Auftritte seien unvergesslich und „Kriminalfilme in Vollendung“, so die Jury in ihrer Begründung. „Es freut mich ganz besonders, ein so herausragendes Schauspiel-Duo in Wiesbaden zu ehren und den noch jungen Ehrenpreis so hochrangig etabliert zu haben. Die konstant hohe Anzahl von Einreichungen für den Wettbewerb zeigt auch: der Deutsche FernsehKrimi-Preis ist und bleibt eine begehrte Auszeichnung in der Branche“, so Axel Imholz, Kulturdezernent der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Neu in diesem Jahr ist der Krimi-Serienwettbewerb „Folgenschwer“ am 2. März, weswegen das Deutsche FernsehKrimifestival flux um einen Tag verlängert  wurde.

Traditionell beginnt  der Film-Wettbewerb  mit einer Premiere, in diesem Jahr am 3. März  von „Tatort – Die Guten und die Bösen“ (HR), u.a. in Anwesenheit der Schauspieler Isaak Dentler, Wolfram Koch, Peter Lohmeyer, Dennenesch Zoudé, Drehbuchautor David Ungureit und der Regisseurin Petra K. Wagner.

Der Überblick im Einzelnen

 Krimi-Serienwettbewerb 

Erstmals sucht das Festival 2020 im Krimi-Serienwettbewerb „Folgenschwer“ nach der besten Krimi-Serie des Jahres. Nominiert sind „23 Morde“ (SAT.1/JOYN), „Der Pass“ (SKY), die finale Staffel „4 Blocks“ (TNT SERIE), „Die verlorene Tochter“ (ZDF) sowie Staffel drei von „Babylon Berlin“ (X FILME/ARD DEGETO/SKY/WDR/BETA FILM). Am 2. März ab 16.30 Uhr laufen ausgewählte Folgen in der Caligari FilmBühne, zum Gespräch werden u.a. Regisseur Özgür Yıldırım und Drehbuchautor Christian Jeltsch erwartet. Eine Jury von Studierenden aus Hochschulen und Universitäten der Rhein-Main-Region votet für die beste Produktion.

Tatort-Premiere am 3. März zum Wettbewerbsauftakt

Am 3. März um 20 Uhr startet der Wettbewerb mit der Premiere von „Tatort – Die Guten und die Bösen“ (HR), zu der die Schauspieler Isaak Dentler, Wolfram Koch, Peter Lohmeyer, Dennenesch Zoudé sowie die Regisseurin Petra K. Wagner, der Drehbuchautor David Ungureit und die Redakteurin Liane Jessen erwartet werden. In der HR-Produktion ist die 2019 verstorbene Hannelore Elsner in einem ihrer letzten Fernsehauftritte zu sehen. Unter der Regie von Petra K. Wagner stoßen Margarita Broich und Wolfram Koch als Frankfurter Ermittlerteam Anna Janneke und Paul Brix im Rahmen ihrer Ermittlungen auf immer neue Fragen, die ihre eigene Arbeit betreffen und ihr Selbstverständnis als Polizisten erschüttern: Ein Mann wurde offenbar ermordet und dann gefoltert. Polizeihauptmeister Ansgar Matzerath legt noch vor Ort ein Geständnis ab. Er habe die Tat begangen, weil der Mann vor sieben Jahren seine Frau entführt und vergewaltigt habe. Sagt Matzerath die Wahrheit, ist er wirklich der Täter? Und was weiß die längst pensionierte Kommissarin (Hannelore Elsner in einem ihrer letzten Fernsehauftritte), die den Fall damals bearbeitet und nie aufgelöst hat? Nach der Vorführung begrüßt Moderator Knut Elstermann im Filmgespräch die Schauspieler*innen Wolfram Koch, Peter Lohmeyer, Isaak Dentler, Dennenesch Zoudé, die Regisseurin Petra K. Wagner, den Drehbuchautor David Ungureit und die Produzentin Liane Jessen vor Ort in Wiesbaden.

Aus 68 Einsendungen gelangten insgesamt zehn TV-Produktionen in den Wettbewerb ; darunter mit „Das Gesetz sind wir“ (ZDF), „Tatort – Lass den Mond am Himmel stehn“ (BR) und der NDR-Produktion „Polizeiruf 110 – Der Tag wird kommen“ drei weitere Premieren.

Zum 50. Geburtstag des Tatorts sind auch vier Produktionen des traditionsreichen Formats beim Festival dabei. Im 30. Jahr der deutschen Einheit sind Fernsehkrimis von Sendern aus nahezu allen Regionen Deutschlands im Wettbewerb vertreten. Neben Produktionen von ZDF, ARTE, SAT.1., NDR, BR, MDR und HR auch vom ORF. Die Werke zeigen – häufig anhand von Einzelschicksalen – eine große Bandbreite lokaler wie emotionaler Beziehungsgeflechte in der deutschen Gesellschaft.
„Die zehn ausgewählten Filme sind starke, emotionale Werke, die ein aufregendes Kaleidoskop des Landes aufzeigen, und in denen Lokalkolorit immer wieder durchdringt. Sie lassen die Zuschauer*innen auf das Schicksal der Menschen blicken, egal ob im beruflichen, familiären oder gesellschaftlichen Umfeld.
Ich freue mich darauf, gute Krimis auf großer Leinwand zu sehen, anregenden Gesprächen mit den Filmgästen des Festivals zu lauschen, und lade alle Krimifans ebenfalls sehr herzlich dazu ein“, so Axel Imholz.
Die Wettbewerbsfilme des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2020:

Dienstag, 3. März 2020, 20.00 Uhr – Eröffnung/Premiere
Tatort – Die Guten und die Bösen
HR
Regie: Petra K. Wagner, Buch: David Ungureit
mit Margarita Broich, Wolfram Koch, Peter Lohmeyer, Dennenesch Zoudé, Isaak Dentler,
Hannelore Elsner, u.a.

Mittwoch, 4. März 2020, 9.30 Uhr – Schulvorstellung/Premiere
Das Gesetz sind wir
ZDF
Regie: Markus Imboden, Buch: Holger Karsten Schmidt mit Julia Koschitz, Aljoscha Stadelmann, Bernadette Heerwagen, Heiner Stadelmann, Michael Wittenborn, Marc Hosemann, u.a.

Mittwoch, 4. März 2020, 12.00 Uhr
Tatort – Das Nest
MDR
Regie: Alex Eslam, Buch: Erol Yesilkaya
mit Karin Hanczewski, Cornelia Gröschel, Martin Brambach, Allessandro Schuster, Peter Trabner, Uwe Preuss u.a.

Mittwoch, 4. März 2020, 16.30 Uhr
Tage des letzten Schnees
ZDF
Regie: Lars-Gunnar Lotz, Buch: Nils-Morten Osburg nach dem Roman von Jan Costin Wagner
mit Henry Hübchen, Bjarne Mädel, Barnaby Metschurat, Victoria Mayer, Mercedes Müller, Victoria Trauttmansdorff, u.a.

Mittwoch, 4. März 2020, 19.00 Uhr – Premiere
Tatort – Lass den Mond am Himmel stehn
BR
Regie: Christopher Schier, Buch: Stefan Hafner, Thomas Weingartner
mit Udo Wachtveitl, Miroslav Nemec, Ferdinand Hofer, Laura Tonke, Lenn Kudrjawizki, Victoria Mayer, u.a.

Mittwoch, 4. März 2020, 21.15 Uhr
Todesfrist – Nemez und Sneijder ermitteln
SAT.1
Regie: Christopher Schier, Buch: Verena Kurth nach dem Roman von Andreas Gruber
mit Josefine Preuß, Raymond Thiry, Mavie Hörbiger, Nils Hohenhövel, Stefan Pohl, Heinz Arthur Boltuch, u.a.

Donnerstag, 5. März 2020, 9.30 – Schulvorstellung
Der gute Bulle – Friss oder stirb
ZDF/ARTE
Regie & Buch: Lars Becker
mit Armin Rohde, Edin Hasanović, Nele Kiper, Almila Bagriacik, Murathan Muslu, Michael Maertens, u.a.

Donnerstag, 5. März 2020, 12.00 Uhr
Das dunkle Paradies
ORF/ZDF
Regie: Catalina Molina, Buch: Sarah Wassermair, Catalina Molina
mit Stefanie Reinsperger, Manuel Rubey, Andrea Wenzl, Wolfgang Rauh, Clara Mühlthaler, Ulrike Beimpold u.a.

Donnerstag, 5. März 2020, 16.30 Uhr
Tatort – Tschill Out
NDR
Regie: Eoin Moore, Buch: Eoin Moore, Anika Wangard
mit Til Schweiger, Fahri Yardim, Tim Wilde, Zoe Moore, Udo Thies, Laura Tonke, u.a.

Donnerstag, 5. März 2020, 19.00 Uhr – Premiere
Polizeiruf 110 – Der Tag wird kommen
NDR
Regie: Eoin Moore, Buch: Florian Oeller
mit Anneke Kim Sarnau, Charly Hübner, Uwe Preuss, Andreas Guenther, Josef Heynert, Peter Trabner, u.a

Vorjury
In der Vorjury des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2020 wählten Burkhard Althoff (stellvertretender Leiter des Kleinen Fernsehspiel beim ZDF), Tina Ermuth (Redaktion Fernsehfilm ProSiebenSat.1), Anne Even (ehem. Arte/ZDF-Fernsehfilmredakteurin), Kathrin Flessing (Redaktion Fernsehfilm ProSiebenSat.1), Jürgen Heimbach (Krimiautor, Redakteur „Kulturzeit“/3sat), Liane Jessen (ehemalige Fernsehfilmchefin HR), Diana Kraus (Hauptredaktion Fernsehfilm/Serie ZDF) sowie die Leiterin des Festivals Cathrin Ehrlich die Filme des Wettbewerbs aus. Der Auswahl der zehn Wettbewerbsfilme sind 68 Einreichungen vorausgegangen, davon 22 Premieren und 12 Filme von Regisseurinnen. „Ein starker Jahrgang, über den die Vorjury sehr ausführlich diskutieren musste“, erinnert sich Festivalleiterin Cathrin Ehrlich. „Am Ende wurde sich auf zehn Produktionen geeinigt, die mit hochspannenden Geschichten unterhalten und deren Bildsprachen Kinoformat besitzen.“
Jury
Die Wettbewerbs-Jury für den Deutschen FernsehKrimi-Preis setzt sich 2020 zusammen aus dem Krimiautor und diesjährigen Krimistipendiaten der Stadt Wiesbaden, Max Annas, dem Drehbuchautor Sascha Arango und den Schauspieler*innen Felix Klare, Chiara Schoras und Belinde Ruth Stieve zusammen.

Zahlreiche prominente Gäste
Zahlreiche Filmschaffende haben sich zum Festival angemeldet, darunter u.a. der Schauspieler Armin Rhode, die Regisseure Lars Becker und Eoin Moore sowie die Drehbuchautoren Erol Yesilkaya und Nils-Morten Osburg.

Die Preisverleihung des Deutschen FernsehKrimi-Preises findet am Freitag, 6. März um 20 Uhr in der Caligari FilmBühne statt.

Doku-Crime-Abend
Neben dem Wettbewerb widmet sich der Doku-Crime-Abend am Donnerstag, 5. März aktuellen rechtsradikalen Entwicklungen in Deutschland, u.a. mit der Doku „Der Mordfall Lübcke und rechter Terror in Deutschland“ (NDR/WDR/MDR).

„Deutschlands spannendster Fernsehkrimi-Drehbuchnachwuchs“
Mit dem Drehbuchwettbewerb „Deutschlands spannendster Fernsehkrimi-Drehbuchnachwuchs“ sucht das Festival gemeinsam mit HessenFilm und Medien nach abendfüllenden Drehbuchstoffen von Nachwuchsautor*innen. Nominiert sind vier der eingereichten Stoffe, die am Abend des 5. März in einer Lesung live in der Caligari FilmBühne vorgetragen werden. BR-Redakteurin und Hochschuldozentin Cornelia Ackers, Sandra Duschl von der HessenFilm und Medien und Produzent Ronald Mühlfellner bilden die Drehbuchwettbewerbs-Jury. Zu gewinnen ist eine Zusammenarbeit mit TOP: Talente e. V., die bei der Entwicklung des Stoffes vom Exposé bis zum Treatment begleitet und die kostenlose Teilnahme an einem Pitch-Workshop im Herbst in Baden-Baden ermöglicht.

„Lange FernsehKrimi-Nacht“
Den Abschluss des Festivals bildet am Samstag, 7. März, ab 18 Uhr, die „Lange FernsehKrimi-Nacht“. Bis zum Morgen des 8. März werden noch einmal alle zehn Wettbewerbsbeiträge in der Caligari FilmBühne zu sehen sein.

Programmheft

Alle weiteren Informationen finden Sie unter: Fernsehkrimifestival