Kategorie-Archiv: KrimiMärz

ZDF-Produktion „Das Gesetz sind wir“ gewinnt den Deutschen FernsehKrimi-Preis, Sonderpreis für Regie an Petra K. Wagner, Darstellerpreise an Anneke Kim Sarnau und Heiner Stadelmann

Jury in Wiesbaden ehrt die Produktionen „Das Gesetz sind wir“ (ZDF), „Tatort – Die Guten und die Bösen“ (HR) und „Polizeiruf 110 – Der Tag wird kommen“ (NDR).

„Mit zahlreichen Premieren, Begegnungen mit bekannten Filmschaffenden sowie einem neuen Serienwettbewerb hat das Wiesbadener Festival in seinem 16. Jahr weiter an Format und Publikumszuspruch gewonnen“ freut sich Wiesbadens Kulturdezernent Axel Imholz, der inmitten der Krimifans die kurzweilige Preisverleihung in der ausverkauften Caligari FilmBühne verfolgte.

Der Gewinner des Deutschen FernsehKrimi-Preises 2020 ist die ZDF-Produktion „Das Gesetz sind wir“. Die Krimikomödie um zwei Streifenpolizist*innen im Dickicht der Gesellschaft auf der Suche nach Gerechtigkeit überrasche stets aufs Neue, „mal mit feinem, mal mit nicht so leisem Humor – wie Witt und Burck es schaffen, den Kopf immer wieder aus der Schlinge zu ziehen, nur um sie anderen um den Hals zu legen. So haben wir Polizei noch nicht oft im deutschen Film gesehen“, begründet die Jury ihre Entscheidung. Die Regie führte Markus Imboden, das Buch verfasste Holger Karsten Schmidt; Julia Koschitz und Aljoscha Stadelmann sind in den Hauptrollen als Polizist*innen Maja Witt und Klaus Burck zu sehen, produziert wurde der Krimi-Fernsehfilm von Kordes & Kordes Film (André Zoch). Das Filmteam erhält 1.000 Liter Wein des Wiesbadener Weinguts Udo Ott als Preis.

Mit einem Sonderpreis für Regie zeichnet die Jury Petra K. Wagner für ihre Inszenierung des „Tatort – Die Guten und die Bösen“ (HR) aus. Außergewöhnlich sei hier, „dass ausnahmslos alle Figuren, unabhängig von Rollengröße, Text – oder Szenenanzahl, so zur Geltung kommen, dass sie im besten Sinne für uns Zuschauer `erleb-bar´ sind“. Die hintergründige Studie über Verbrechen, Schuld und Sühne spielt fast ausnahmslos auf der Baustelle des Dienstgebäudes der Ermittler*innen Anna Janneke und Paul Brix, gespielt von Margarita Broich und Wolfram Koch. Hannelore Elsner hat in diesem Tatort einen ihrer letzten Fernsehauftritte als ehemalige Kommissarin.

Den Preis für die beste Darstellerin erhält Anneke Kim Sarnau für ihre herausragende schauspielerische Leistung als Kriminalhauptkommissarin Katrin König in „Polizeiruf 110 – Der Tag wird kommen“ (NDR). Beeindruckt hat die Jury, „wie eine Schauspielerin mit großer Emotion und Mut zum Risiko die Integrität und Persönlichkeit ihrer Figur angesichts extremer Anforderungen durch Drehbuch und Regie aufrecht erhält“. Nie werde die Figur Opfer, „auch wenn sie den Kampf mit ihren inneren und äußeren Dämonen im Wechselspiel von körperlicher Vergiftung und Entzug fast zu verlieren droht“.

Mit dem Preis für den besten Darsteller wird Heiner Stadelmann für seine Nebenrolle als demenzkranker Vater in „Das Gesetz sind wir“ geehrt. Er schaffe es in wenigen Auftritten, „die Aufmerksamkeit auf seine Rolle zu ziehen und der Figur eine ganz besondere Würde zu verleihen. Wir lassen uns ein auf diese Verletzlichkeit der Figur des Horst Burck und auf seine anhaltende Suche nach sich selbst“, so die Jury, zu der neben dem diesjährigen Krimistipendiaten der Landeshauptstadt Wiesbaden Max Annas, der Schauspieler Felix Klare und die Schauspielerin Belinde Ruth Stieve gehörten

Mit dem Publikumspreis für „Tage des letzten Schnees“ ehrt die Leser*innenjury des Wiesbadener Kuriers eine weitere ZDF-Produktion. Neben der starken schauspielerischen Präsenz zeige dieser Film in „herausragender Weise wie menschliches Handeln in einem, oder wie in diesem Fall, sogar zwei miteinander verknüpften Kriminalfällen enden kann“.

Erstmals wird außerdem der Preis für die beste Krimi-Serie an „Der Pass“ (SKY) vergeben. Die intelligent strukturierte Erzählweise und die erfrischend eigensinnigen Charaktere sowie die düstere Atmosphäre der bayrisch/österreichischen Wälder und die spannende Kameraarbeit machen „Der Pass“ für die Jury zur besten Krimiserie des Jahres. Über den Serien- Preis entschied eine Jury aus Studierenden der Hochschule RheinMain, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, der Hochschule Darmstadt und der Hochschule Mainz.

Der Preis für „Deutschlands spannendsten FernsehKrimi-Drehbuchnachwuchs“ geht an Simon Thummet für sein Exposé zu „Wes Brot ich ess“. „Die große Lebendigkeit der Figuren, der Witz und die Wucht der Dialoge sowie die Fülle der Ideen“ überzeugte die Jury, der BR-Redakteurin Cornelia Ackers, Sandra Duschl (HessenFilm und Medien) und Produzent Ronald Mühlfellner (Bavaria Fiction) angehörten. Dieser Preis beinhaltet die Unterstützung bei der Entwicklung des Exposé zum Treatment durch TOP:Talente e. V., einem Verband von Drehbuchautorinnen und Drehbuchautoren. Außerdem kann der Gewinner das Treatment im Herbst bei einem Pitch-Workshop in Baden-Baden präsentieren.

AUSFALL der Lesung von Zoë Beck am 8.3. – Neuer Termin ist am 29.3.

Die für Sonntag, 8. März, geplante Lesung von Zoë Beck im Polizeipräsidium Westhessen muss leider krankheitsbedingt abgesagt werden. Nachgeholt wird die Lesung von Zoë Becks Kurzkrimi „Wie die Spielbank baden ging“ am Sonntag, 29. März, um 19.30 Uhr nach wie vor im Polizeipräsidium Westhessen. Gerwig Epkes moderiert die Veranstaltung wie angekündigt. Bereits gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit, können aber auch bei der Wiesbaden Tourist Information (Marktplatz 1, 65183 Wiesbaden) erstattet werden.

Der Wiesbadener KrimiMärz 2020 läuft noch bis zum 29. März an vielen Spielorten in ganz Wiesbaden. Das komplette Programm sowie alle Infos zu Tickets und Vorverkauf sind unter www.wiesbaden.de/krimimaerz und in der ausliegenden Programmbroschüre zu finden.

Start des 16. Deutschen FernsehKrimi-Festivals

Mit der Eröffnung zur Ausstellung „Die Macht der Hände“ mit Fotos von Heidi Schade startet am Sonntag, 1. März, um 17 Uhr das 16. Deutschen FernsehKrimi-Festivals in der Caligari FilmBühne. Anschließend findet um 18 Uhr die Ehrenpreisverleihung an Barbara Auer und Matthias Brandt statt.

Geehrt werden beide für ihre herausragenden schauspielerischen Leistungen in den „Polizeiruf 110“-Folgen „Kreise“, Tatorte“ und „Wölfe“. Inszeniert wurden die Folgen von Regisseur Christian Petzold, der bei der Ehrenpreisverleihung ebenfalls anwesend sein wird. „Kreise“ wird am Abend in der Caligari FilmBühne zu sehen sein, außerdem der aktuelle „Tatort – Die Nacht gehört dir“ (BR) als Public Viewing.

Prominent besetzt und krimiaffin ist in diesem Jahr auch die Jury, zu der neben dem diesjährigen Krimistipendiaten der Stadt Wiesbaden und Autor Max Annas („Morduntersuchungskommission“), der Drehbuchautor Sascha Arango (Tatort – Borowski), der Schauspieler Felix Klare (Tatort – Stuttgart) sowie die Schauspielerinnen Chiara Schoras( (Bozen-Krimi) und Belinde Ruth Stieve gehören.

Ganz dem neuen Krimi-Serienwettbewerb „Folgenschwer“ sind die Vorführungen am Montag, 2. März ab 16.30 Uhr, gewidmet. Nominiert und gezeigt werden Folgen aus den Serien „23 Morde“ (Sat.1/Joyn), „Der Pass“ (Sky), „4 Blocks“ (TNT Serie), „Die verlorene Tochter“ (ZDF) sowie „Babylon Berlin“ (X Filme/ARD Degeto/Sky/WDR/Beta Film). Zum Gespräch werden unter anderem Regisseur Özgür Yıldırım und Drehbuchautor Christian Jeltsch erwartet. Studierende aus Hochschulen und Universitäten der Rhein-Main-Region entscheiden über die beste Produktion.

Der Auftakt zum Wettbewerb findet am Dienstag, 3. März, um 20 Uhr mit der Premiere von „Tatort – Die Guten und die Bösen“ (HR) statt, zu der die Schauspielerinnen und Schauspieler Isaak Dentler, Wolfram Koch, Peter Lohmeyer, Dennenesch Zoudé, Regisseurin Petra K. Wagner, Drehbuchautor David Ungureit und Redakteurin Liane Jessen erwartet werden. In der HR-Produktion ist die 2019 verstorbene Hannelore Elsner in einem ihrer letzten Fernsehauftritte zu sehen.

Zahlreiche Filmschaffende haben sich zum Festival angemeldet, darunter unter anderem der Schauspieler Armin Rhode, die Regisseure Lars Becker und Eoin Moore sowie die Drehbuchautoren Erol Yesilkaya und Nils-Morten Osburg.

Insgesamt laufen zehn TV-Produktionen im Wettbewerb in der Caligari FilmBühne; darunter drei weitere Premieren mit „Das Gesetz sind wir“ (ZDF), „Tatort – Lass den Mond am Himmel stehn“ (BR) und der NDR-Produktion „Polizeiruf 110 – Der Tag wird kommen“. Eine weitere Premiere außer Konkurrenz wird mit der ZDF/Arte-Produktion „Der Schneegänger“ am Abend des 4. März um 20 Uhr im Murnau-Filmtheater zu sehen sein.

Mit den Schulvorstellungen „Das Gesetz sind wir“ (ZDF) am 4. März und „Der gute Bulle – Friss oder stirb“ (ZDF/Arte) am 5. März, jeweils um 9.30 Uhr in der Caligari FilmBühne, richtet sich das Festival gezielt an Schulen und den jungen Nachwuchs. In Kooperation mit dem Medienzentrum Wiesbaden wird Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit gegeben, im Dialog mit Filmemachern vor Ort zu diskutieren und den Arbeitsalltag in der Filmbranche aus erster Hand zu erfahren.

Das Festival widmet sich außerdem in einem Doku-Crime-Abend am Donnerstag, 5. März, dem aktuell virulenten Thema rechtsradikaler Entwicklungen in Deutschland, unter anderem mit der Doku „Der Mordfall Lübcke und rechter Terror in Deutschland“ (NDR/WDR/MDR). Auch der Wettbewerb „Deutschlands spannendster Fernsehkrimi-Drehbuchnachwuchs“ wird wieder veranstaltet, bei dem vier Autorinnen und Autoren mit ihren Stoffen nominiert sind. Die nominierten Stoffe liest der Schauspieler Florian Batholomäi am Abend des 5. März ab 19 Uhr in der Caligari FilmBühne.

Die Preisverleihung des Deutschen FernsehKrimi-Preises findet am Freitag, 6. März, um 20 Uhr in der Caligari FilmBühne statt. Zum Abschluss des Festivals findet am Samstag, 7. März, ab 18 Uhr, die „Lange FernsehKrimi-Nacht“ statt. Bis zum Morgen des 8. März werden alle zehn Wettbewerbsbeiträge in der Caligari FilmBühne als Wiederholung zu sehen sein.

Das komplette Programm finden Interessierte unter http://fernsehkrimifestival.de/fernsehkrimipreis. Informationen zum Kartenkauf stehen unter http://fernsehkrimifestival.de/tickets.

Am 27. Februar startet der vierte Wiesbadener KrimiMärz mit spannendem Programm, u.a. mit Max Annas, Ingrid Noll und Zoë Beck

krimimaerzDer vierte Wiesbadener KrimiMärz beginnt am Donnerstag, 27. Februar, mit einer Lesung und einem Werkstattgespräch mit dem diesjährigen Krimistipendiaten Max Annas. Um 19.30 Uhr spricht er mit Hannes Hintermeier (FAZ) im Literaturhaus Villa Clementine über sein Leben und Schaffen als einer der meistgelesenen Krimiautoren Deutschlands. Dabei geht es vor allem um die politische Komponente, die in seinen Romanen immer wieder eine große Rolle spielt. Gekonnt gelingt es Max Annas, fundierte Recherchen und spannende Plots miteinander zu verweben. An diesem Abend wird er zudem aus seinem aktuellen Roman „Morduntersuchungskommission“ lesen, der das Publikum in die DDR des Jahres 1983 entführt. Darin sollen die Ermittler den Mord an einem Vertragsarbeiter aus Mosambik aufklären und geraten rasch selbst in Konflikt mit den politischen Zielen des sozialistischen Regimes. Max Annas wird für die Dauer des Festivals in der Villa Clementine leben und arbeiten. Als Teil des Stipendiums ist er Mitglied der Jury des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2020.

Eindrucksvoll geht es am Sonntag, 1. März weiter, wenn die Grande Dame der Krimiliteratur, Ingrid Noll, in Wiesbaden zu Gast ist. Um 18.00 Uhr stellt sie im Literaturhaus im Gespräch mit Thomas Koch (SWR) ihren Roman „Goldschatz“ vor, der mitten im alternativen Lebensversuch einer Studenten-WG ansetzt. Zwischen Konsumkritik und Veganismus versucht darin eine Gruppe junger Kommilitonen ein Leben fernab des Mainstreams zu führen und dabei ein altes Bauernhaus wieder auf Vordermann zu bringen. Dass das jedoch nicht so einfach ist, zeigt sich spätestens, als sie auf ein Säckchen alter Goldmünzen stoßen. Während die Einen sich mit teuren Kleidern eindecken, wollen die Anderen lieber bitter nötige Renovierungsarbeiten davon bezahlen. Und dann gibt es da noch diesen Nachbarn mit dem Zweitschlüssel, der nach Belieben unangemeldet hereinplatzt … Auf gewohnt humoristische Weise gelingt es Ingrid Noll einmal mehr, Spannung und Unterhaltung miteinander zu verquicken. Es gibt nur noch wenige Restkarten für den Abend.

Lesung im Polizeipräsidium 

Ein besonderes Highlight ist zudem die Lesung der Wiesbadener Krimistipendiatin von 2019, Zoë Beck, am Sonntag, 8. März um 19.30 Uhr. Die Lesung findet an einem ganz besonderen Ort mit kriminalistischem Hintergrund statt: dem Polizeipräsidium Westhessen. Einen Monat lang wohnte die Autorin, Verlegerin und Übersetzerin im Literaturhaus Villa Clementine und recherchierte für einen Kurzkrimi. Im Gespräch mit Gerwig Epkes erzählt sie von ihrem Aufenthalt in Wiesbaden und ihren Nachforschungen in den Archiven der Stadt. Zudem liest sie ihren Kurzkrimi „Wie die Spielbank baden ging“, der während des Stipendiums entstanden ist.

Das komplette Programm des Wiesbadener KrimiMärz 2020 sowie alle Infos zu Tickets und Vorverkauf sind unter www.wiesbaden.de/krimimaerz und in der ausliegenden Programmbroschüre zu finden.

Barbara Auer und Matthias Brandt erhalten Ehrenpreis zur Eröffnung des 16. Deutschen FernsehKrimi-Festivals in Wiesbaden vom 1. bis 8.März 2020

DFKF20_Logo16. Deutsches FernsehKrimi-Festival mit Ehrenpreis an Barbara Auer und Matthias Brandt, prominenten Gästen und neuem Krimi-Serienwettbewerb

Während  der Wiesbadener Krimi-Stipendiat und Autor Max Annes den Wiesbadener KrimiMärz bereits am 27.02.2020  eröffnet, startet  komplementär dazu das 16. Deutsche Fernsehkrimifestival am 1. März 2020  in der Filmbühne Caligari: Um 17 Uhr Foyer mit einer Vernissage der Foto-Ausstellung „Die Macht der Hände“ von Heidi Schade. Hier geht es unter anderem  um Täterhände, Fingerabdrücke usw. Ab 18 Uhr wird im Kino zum zweiten Mal der  Ehrenpreis des Deutschen Fernsehkrimifestivals verliehen. Er geht in diesem Jahr an  Barbara Auer und Matthias Brandt für ihre herausragenden schauspielerischen Leistungen in den „Polizeiruf 110“-Folgen „Kreise“, „Wölfe“ und „Tatorte“.

Auer  und Brandt spielen in den von Christian Petzold inszenierten Folgen ein Ermittlerduo und fragiles Liebespaar, das in einer düsteren Welt „trotz allem der menschlichen Sehnsucht eine Stimme verleiht“. Die drei gemeinsamen TV-Auftritte seien unvergesslich und „Kriminalfilme in Vollendung“, so die Jury in ihrer Begründung. „Es freut mich ganz besonders, ein so herausragendes Schauspiel-Duo in Wiesbaden zu ehren und den noch jungen Ehrenpreis so hochrangig etabliert zu haben. Die konstant hohe Anzahl von Einreichungen für den Wettbewerb zeigt auch: der Deutsche FernsehKrimi-Preis ist und bleibt eine begehrte Auszeichnung in der Branche“, so Axel Imholz, Kulturdezernent der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Neu in diesem Jahr ist der Krimi-Serienwettbewerb „Folgenschwer“ am 2. März, weswegen das Deutsche FernsehKrimifestival flux um einen Tag verlängert  wurde.

Traditionell beginnt  der Film-Wettbewerb  mit einer Premiere, in diesem Jahr am 3. März  von „Tatort – Die Guten und die Bösen“ (HR), u.a. in Anwesenheit der Schauspieler Isaak Dentler, Wolfram Koch, Peter Lohmeyer, Dennenesch Zoudé, Drehbuchautor David Ungureit und der Regisseurin Petra K. Wagner.

Der Überblick im Einzelnen

 Krimi-Serienwettbewerb 

Erstmals sucht das Festival 2020 im Krimi-Serienwettbewerb „Folgenschwer“ nach der besten Krimi-Serie des Jahres. Nominiert sind „23 Morde“ (SAT.1/JOYN), „Der Pass“ (SKY), die finale Staffel „4 Blocks“ (TNT SERIE), „Die verlorene Tochter“ (ZDF) sowie Staffel drei von „Babylon Berlin“ (X FILME/ARD DEGETO/SKY/WDR/BETA FILM). Am 2. März ab 16.30 Uhr laufen ausgewählte Folgen in der Caligari FilmBühne, zum Gespräch werden u.a. Regisseur Özgür Yıldırım und Drehbuchautor Christian Jeltsch erwartet. Eine Jury von Studierenden aus Hochschulen und Universitäten der Rhein-Main-Region votet für die beste Produktion.

Tatort-Premiere am 3. März zum Wettbewerbsauftakt

Am 3. März um 20 Uhr startet der Wettbewerb mit der Premiere von „Tatort – Die Guten und die Bösen“ (HR), zu der die Schauspieler Isaak Dentler, Wolfram Koch, Peter Lohmeyer, Dennenesch Zoudé sowie die Regisseurin Petra K. Wagner, der Drehbuchautor David Ungureit und die Redakteurin Liane Jessen erwartet werden. In der HR-Produktion ist die 2019 verstorbene Hannelore Elsner in einem ihrer letzten Fernsehauftritte zu sehen. Unter der Regie von Petra K. Wagner stoßen Margarita Broich und Wolfram Koch als Frankfurter Ermittlerteam Anna Janneke und Paul Brix im Rahmen ihrer Ermittlungen auf immer neue Fragen, die ihre eigene Arbeit betreffen und ihr Selbstverständnis als Polizisten erschüttern: Ein Mann wurde offenbar ermordet und dann gefoltert. Polizeihauptmeister Ansgar Matzerath legt noch vor Ort ein Geständnis ab. Er habe die Tat begangen, weil der Mann vor sieben Jahren seine Frau entführt und vergewaltigt habe. Sagt Matzerath die Wahrheit, ist er wirklich der Täter? Und was weiß die längst pensionierte Kommissarin (Hannelore Elsner in einem ihrer letzten Fernsehauftritte), die den Fall damals bearbeitet und nie aufgelöst hat? Nach der Vorführung begrüßt Moderator Knut Elstermann im Filmgespräch die Schauspieler*innen Wolfram Koch, Peter Lohmeyer, Isaak Dentler, Dennenesch Zoudé, die Regisseurin Petra K. Wagner, den Drehbuchautor David Ungureit und die Produzentin Liane Jessen vor Ort in Wiesbaden.

Aus 68 Einsendungen gelangten insgesamt zehn TV-Produktionen in den Wettbewerb ; darunter mit „Das Gesetz sind wir“ (ZDF), „Tatort – Lass den Mond am Himmel stehn“ (BR) und der NDR-Produktion „Polizeiruf 110 – Der Tag wird kommen“ drei weitere Premieren.

Zum 50. Geburtstag des Tatorts sind auch vier Produktionen des traditionsreichen Formats beim Festival dabei. Im 30. Jahr der deutschen Einheit sind Fernsehkrimis von Sendern aus nahezu allen Regionen Deutschlands im Wettbewerb vertreten. Neben Produktionen von ZDF, ARTE, SAT.1., NDR, BR, MDR und HR auch vom ORF. Die Werke zeigen – häufig anhand von Einzelschicksalen – eine große Bandbreite lokaler wie emotionaler Beziehungsgeflechte in der deutschen Gesellschaft.
„Die zehn ausgewählten Filme sind starke, emotionale Werke, die ein aufregendes Kaleidoskop des Landes aufzeigen, und in denen Lokalkolorit immer wieder durchdringt. Sie lassen die Zuschauer*innen auf das Schicksal der Menschen blicken, egal ob im beruflichen, familiären oder gesellschaftlichen Umfeld.
Ich freue mich darauf, gute Krimis auf großer Leinwand zu sehen, anregenden Gesprächen mit den Filmgästen des Festivals zu lauschen, und lade alle Krimifans ebenfalls sehr herzlich dazu ein“, so Axel Imholz.
Die Wettbewerbsfilme des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2020:

Dienstag, 3. März 2020, 20.00 Uhr – Eröffnung/Premiere
Tatort – Die Guten und die Bösen
HR
Regie: Petra K. Wagner, Buch: David Ungureit
mit Margarita Broich, Wolfram Koch, Peter Lohmeyer, Dennenesch Zoudé, Isaak Dentler,
Hannelore Elsner, u.a.

Mittwoch, 4. März 2020, 9.30 Uhr – Schulvorstellung/Premiere
Das Gesetz sind wir
ZDF
Regie: Markus Imboden, Buch: Holger Karsten Schmidt mit Julia Koschitz, Aljoscha Stadelmann, Bernadette Heerwagen, Heiner Stadelmann, Michael Wittenborn, Marc Hosemann, u.a.

Mittwoch, 4. März 2020, 12.00 Uhr
Tatort – Das Nest
MDR
Regie: Alex Eslam, Buch: Erol Yesilkaya
mit Karin Hanczewski, Cornelia Gröschel, Martin Brambach, Allessandro Schuster, Peter Trabner, Uwe Preuss u.a.

Mittwoch, 4. März 2020, 16.30 Uhr
Tage des letzten Schnees
ZDF
Regie: Lars-Gunnar Lotz, Buch: Nils-Morten Osburg nach dem Roman von Jan Costin Wagner
mit Henry Hübchen, Bjarne Mädel, Barnaby Metschurat, Victoria Mayer, Mercedes Müller, Victoria Trauttmansdorff, u.a.

Mittwoch, 4. März 2020, 19.00 Uhr – Premiere
Tatort – Lass den Mond am Himmel stehn
BR
Regie: Christopher Schier, Buch: Stefan Hafner, Thomas Weingartner
mit Udo Wachtveitl, Miroslav Nemec, Ferdinand Hofer, Laura Tonke, Lenn Kudrjawizki, Victoria Mayer, u.a.

Mittwoch, 4. März 2020, 21.15 Uhr
Todesfrist – Nemez und Sneijder ermitteln
SAT.1
Regie: Christopher Schier, Buch: Verena Kurth nach dem Roman von Andreas Gruber
mit Josefine Preuß, Raymond Thiry, Mavie Hörbiger, Nils Hohenhövel, Stefan Pohl, Heinz Arthur Boltuch, u.a.

Donnerstag, 5. März 2020, 9.30 – Schulvorstellung
Der gute Bulle – Friss oder stirb
ZDF/ARTE
Regie & Buch: Lars Becker
mit Armin Rohde, Edin Hasanović, Nele Kiper, Almila Bagriacik, Murathan Muslu, Michael Maertens, u.a.

Donnerstag, 5. März 2020, 12.00 Uhr
Das dunkle Paradies
ORF/ZDF
Regie: Catalina Molina, Buch: Sarah Wassermair, Catalina Molina
mit Stefanie Reinsperger, Manuel Rubey, Andrea Wenzl, Wolfgang Rauh, Clara Mühlthaler, Ulrike Beimpold u.a.

Donnerstag, 5. März 2020, 16.30 Uhr
Tatort – Tschill Out
NDR
Regie: Eoin Moore, Buch: Eoin Moore, Anika Wangard
mit Til Schweiger, Fahri Yardim, Tim Wilde, Zoe Moore, Udo Thies, Laura Tonke, u.a.

Donnerstag, 5. März 2020, 19.00 Uhr – Premiere
Polizeiruf 110 – Der Tag wird kommen
NDR
Regie: Eoin Moore, Buch: Florian Oeller
mit Anneke Kim Sarnau, Charly Hübner, Uwe Preuss, Andreas Guenther, Josef Heynert, Peter Trabner, u.a

Vorjury
In der Vorjury des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2020 wählten Burkhard Althoff (stellvertretender Leiter des Kleinen Fernsehspiel beim ZDF), Tina Ermuth (Redaktion Fernsehfilm ProSiebenSat.1), Anne Even (ehem. Arte/ZDF-Fernsehfilmredakteurin), Kathrin Flessing (Redaktion Fernsehfilm ProSiebenSat.1), Jürgen Heimbach (Krimiautor, Redakteur „Kulturzeit“/3sat), Liane Jessen (ehemalige Fernsehfilmchefin HR), Diana Kraus (Hauptredaktion Fernsehfilm/Serie ZDF) sowie die Leiterin des Festivals Cathrin Ehrlich die Filme des Wettbewerbs aus. Der Auswahl der zehn Wettbewerbsfilme sind 68 Einreichungen vorausgegangen, davon 22 Premieren und 12 Filme von Regisseurinnen. „Ein starker Jahrgang, über den die Vorjury sehr ausführlich diskutieren musste“, erinnert sich Festivalleiterin Cathrin Ehrlich. „Am Ende wurde sich auf zehn Produktionen geeinigt, die mit hochspannenden Geschichten unterhalten und deren Bildsprachen Kinoformat besitzen.“
Jury
Die Wettbewerbs-Jury für den Deutschen FernsehKrimi-Preis setzt sich 2020 zusammen aus dem Krimiautor und diesjährigen Krimistipendiaten der Stadt Wiesbaden, Max Annas, dem Drehbuchautor Sascha Arango und den Schauspieler*innen Felix Klare, Chiara Schoras und Belinde Ruth Stieve zusammen.

Zahlreiche prominente Gäste
Zahlreiche Filmschaffende haben sich zum Festival angemeldet, darunter u.a. der Schauspieler Armin Rhode, die Regisseure Lars Becker und Eoin Moore sowie die Drehbuchautoren Erol Yesilkaya und Nils-Morten Osburg.

Die Preisverleihung des Deutschen FernsehKrimi-Preises findet am Freitag, 6. März um 20 Uhr in der Caligari FilmBühne statt.

Doku-Crime-Abend
Neben dem Wettbewerb widmet sich der Doku-Crime-Abend am Donnerstag, 5. März aktuellen rechtsradikalen Entwicklungen in Deutschland, u.a. mit der Doku „Der Mordfall Lübcke und rechter Terror in Deutschland“ (NDR/WDR/MDR).

„Deutschlands spannendster Fernsehkrimi-Drehbuchnachwuchs“
Mit dem Drehbuchwettbewerb „Deutschlands spannendster Fernsehkrimi-Drehbuchnachwuchs“ sucht das Festival gemeinsam mit HessenFilm und Medien nach abendfüllenden Drehbuchstoffen von Nachwuchsautor*innen. Nominiert sind vier der eingereichten Stoffe, die am Abend des 5. März in einer Lesung live in der Caligari FilmBühne vorgetragen werden. BR-Redakteurin und Hochschuldozentin Cornelia Ackers, Sandra Duschl von der HessenFilm und Medien und Produzent Ronald Mühlfellner bilden die Drehbuchwettbewerbs-Jury. Zu gewinnen ist eine Zusammenarbeit mit TOP: Talente e. V., die bei der Entwicklung des Stoffes vom Exposé bis zum Treatment begleitet und die kostenlose Teilnahme an einem Pitch-Workshop im Herbst in Baden-Baden ermöglicht.

„Lange FernsehKrimi-Nacht“
Den Abschluss des Festivals bildet am Samstag, 7. März, ab 18 Uhr, die „Lange FernsehKrimi-Nacht“. Bis zum Morgen des 8. März werden noch einmal alle zehn Wettbewerbsbeiträge in der Caligari FilmBühne zu sehen sein.

Programmheft

Alle weiteren Informationen finden Sie unter: Fernsehkrimifestival

Wiesbadener KrimiMärz 27.2.-28.3.2020 mit Leichen im Kanalsystem und tiefen menschlichen Abgründen

krimimärzBereits drei Tage vor dem Start des 16. Deutschen Fernsehkrimifestivals startet parallel und komplementär dazu der Wiesbadener KrimiMärz am 27. Februar 2020 mit überaus spannender Unterhaltung, unter anderem über verschwundene Kunstwerke, einen Goldschatz, Leichen im hiesigen Kanalsystem und vielen anderen  Grausamkeiten und tiefen menschlichen Abgründen. Zudem werden namhafte Gäste erwartet, unter ihnen die Kimiautoren Max Annas, Ingrid Noll, Zoe Beck und Friederich Ani und andere. Wenngleich auf ein Motto verzichtet wurde, liegt der diesjährige Schwerpunkt auf Regionalkrimis.

Zum 4. KrimiMärz laden herzlich ein das Literaturhaus Villa Clementine, die VHS, das künstlerhaus 43 und viele weitere Veranstalter. „Der Wiesbadener KrimiMärz ist immer ein besonders gutes Pflaster zum Austausch und Vernetzen innerhalb der verschiedenen Sparten“, freut sich Kulturdezernent Axel Imholz auf ein spannendes Programm. „Durch die vielen interdisziplinären Verknüpfungen lerne ich immer wieder neue Facetten des Krimigenres kennen. Gerade der Fokus auf regionale Autorinnen und Autoren in diesem Jahr lässt erkennen, wie viel literarisches Potential im Rhein-Main-Gebiet liegt. Ich freue mich natürlich auch auf über die Landesgrenzen hinaus bekannte und beliebte Gäste und auf anregende Lesungen und Gespräche mit renommierten Krimiautorinnen und -autoren.“

Zum Auftakt am Donnerstag, 27. Februar stellt der diesjährige Krimistipendiat, Max Annas, der für vier Wochen im Literaturhaus Villa Clementine wohnen und arbeiten wird, seinen aktuellen Roman „Morduntersuchungskommission“ vor. Das Buch entführt seine Zuhörer und Leser in die DDR des Jahres 1983, als es gilt, den Mord an einem Vertragsarbeiter aus Mosambik aufzuklären. Dabei gerät der Ermittler in Konflikt mit den politischen Zielen des sozialistischen Regimes. Max Annas ist ein Meister des politischen Kriminalromans und vermag es, fundierte Recherchen mit spannenden Plots von politischer Brisanz zu verknüpfen. Am Sonntag, 1. März lässt die Großmeisterin der Kriminalliteratur, Ingrid Noll, die Gäste des Literaturhauses an einer gesellschaftlichen Versuchsanordnung der besonderen Art teilhaben: In ihrem Roman „Goldschatz“ stellt sie in gewohnt humoriger Weise eine alternative Studenten-WG, die sich einem Lebensstil fernab von Konsumdruck und Wegwerfgesellschaft verschrieben hat, auf die Probe, als die Aussteiger unter anderem auf einen echten Goldschatz stoßen. Tatort-Fans sollten sich den 19. März vormerken, wenn Krimi- und Drehbuchautor Friedrich Ani in „All die unbewohnten Zimmer“ einen Blick nach München wirft, wo er mehrere seiner beliebten Ermittlerfiguren aufeinandertreffen lässt, um unter anderem den Tod eines Polizisten aufzuklären.

Ein besonderes Augenmerk liegt beim diesjährigen KrimiMärz auf Autorinnen und Autoren aus der Region ebenso wie auf Geschichten, die im Rhein-Main-Gebiet verortet sind. So gilt für ehemalige Krimistipendiaten offensichtlich dasselbe, was man über Verbrecher sagt: Sie kehren immer wieder an den Tatort zurück. So auch Zoë Beck. Die Krimistipendiatin von 2019 kommt am 8. März zurück nach Wiesbaden und präsentiert ihren Kurzkrimi, der während ihre Aufenthaltes im letzten Jahr entstand, an einem ganz besonders kriminalistischen Ort: dem Polizeipräsidium Westhessen. Regionale Delikte bilden auch beim Tatort Rhein-Main am 13. März den Schwerpunkt. Uli Aechtner, Sonja Rudorf und Charly Weller lassen das Publikum an der Verbrechensbekämpfung zwischen Wetterau und Frankfurt teilhaben. Begleitet wird die Kriminacht musikalisch von dem Jazzgitarrenduo „Swing Guitars“ mit Unterstützung des bekannten Wiesbadener Kontrabassisten Alexander Sonntag. Und während am 21. März die Autoren Stefan Koldehoff und Tobias Timm über Kunst und Verbrechen im Museum Wiesbaden diskutieren, führt am 26. März die Suppenlesung während der Mittagspause rund um Edgar Allan Poe zurück zu den Wurzeln der Schauerliteratur. Als ganz besonderes Krimi-Spektakel beschließt die Wiesbadener Autorengruppe „Dostojewskis Erben“ das Abendprogramm des KrimiMärz am 27. März. Mit dem Programm „Rache, Raub und Regenwald“ wird das erfolgreiche Format des letzten Jahres fortgesetzt und in einer szenischen Lesung kriminelle Verwicklungen aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt. Sowohl die agile Senioren-WG, als auch die rigorosen Umwelt-Aktivisten und die ausgebufften Gentlemen-Gangster verfolgen das Ziel, einen zwielichtigen Wiesbadener Bankier um sein Schwarzgeld zu erleichtern – allerdings ohne voreinander zu wissen. In einer turbulenten Schlussszene treffen die drei Gruppen dabei aufeinander und lernen einmal mehr: Nichts ist, wie es scheint!

Und was wäre die Verbrechensbekämpfung schließlich ohne Nachwuchs? Getreu dem Motto „Früh übt sich, wer ein Meister werden will“ können am 2. März Kinder und Jugendliche bei einem Workshop mit der Detektei Schrumpf von einem echten Detektiv lernen oder sich am 28. März in und um die Mauritius-Mediathek bei einer Schnitzeljagd auf die Suche nach der versteckten Beute eines Bücherdiebes machen.

Das komplette Programm des Wiesbadener KrimiMärz 2020 sowie alle Infos zu Tickets und Vorverkauf sind unter www.wiesbaden.de/krimimaerz zu finden und in der ausliegenden Programmbroschüre.

Wiesbadener KrimiMärz: „Krimisofa“ im Literaturhaus Villa Clementine am 24. März 2019

Logo@Wiesbadener-KrimiMärz-300x172Zwar fiel bereits am vergangenen Wochenende mit der Langen FernsehKrimi-Nacht in der Caligari Filmbühne der letzte Vorhang beim Deutschen FernsehKrimi-Festival. Doch die literarische Variante, der Wiesbadener KrimiMärz geht im Wiesbadener Literaturhaus, Villa Clementine, Frankfurter Straße 1, weiter, mit einem besonderem Highlight am Sonntg, 24. März, 18.00 Uhr.

Da nehmen nämlich auf dem „Krimisofa“ Platz die  aktuelle Trägerin des „Deutschen Krimi Preises“ Simone Buchholz und der Migrationsforscher Ralph Ghadban Im Gespräch mit Eric Marr (ZDF) werden sie ihre aktuellen Bücher vorstellen und über das Oberthema des „Wiesbadener KrimiMärz 2019“ organisierte Kriminalität sprechen. Am Montag, 25. März, sind um 19 Uhr an selber Stelle die Krimiautoren Petra Reski und Norbert Horst zu Gast. Moderiert wird dieser Abend von Thomas Koch (SWR).

Im Roman „Mexikoring“ von Simone Buchholz, nimmt sich die Hamburger Staatsanwältin Chastity Riley des Falls von Nouri Saroukhan an, einem verlorenen Sohn des Mhallamiye-Clans, der sich auf der Flucht vor seiner kriminellen Familie befand und in einem brennenden Auto starb. Simone Buchholz wurde 1972 in Haunau geboren und studierte Philosophie, Literatur und Journalismus. Seit 1996 lebt sie in St. Pauli, 2008 erschien mit „Revolverherz“ ihr erster Kriminalroman um die Staatsanwältin Chastity Riley.

In seinem Sachbuch „Arabische Clans. Die unterschätzte Gefahr“ erklärt Ralph Ghadban, woher die Clans kommen, wie sie sich entwickelt haben und wie sie in einigen deutschen Großstädten so stark werden konnten, dass sie sogar zum Angriff auf die Staatsgewalt übergehen. Ralph Ghadban wurde 1949 im Libanon geboren und lebt seit 1972 in Deutschland. Er promovierte als Politologe, war Leiter der Beratungsstelle für Araber beim Diakonischen Werk in Berlin und Mitglied der ersten Islamkonferenz.

In ihrem Palermo-Krimi „Bei aller Liebe“ beschreibt die in Venedig lebende Autorin Petra Reski nur leicht fiktionalisiert die Rivalitäten zwischen der sizilianischen Cosa Nostra und der kalabrischen ‚Ndrangheta sowie deren schmutzige Geschäfte mit Flüchtlingen. Petra Reski, im Ruhrgebiet geboren, studierte Romanistik und Sozialwissenschaften und besuchte die Henri-Nannen-Schule in Hamburg. Seit 1991 lebt sie in Venedig. Bereits seit 1989 schreibt sie über Italien und immer wieder über das Phänomen Mafia.

In Norbert Horsts „Kaltes Land“ wird ein minderjähriger unbegleiteter Flüchtling tot in Dortmund aufgefunden. In seinem Darm hat er Kokain transportiert. Kommissar Thomas Adam nimmt die Spur derjenigen auf, die an seinem Tod verdienen. Norbert Horst, Jahrgang 1956, ging nach der Schule zur Polizei des Landes Nordrhein-Westfalen und wurde Kriminalkommissar. 2003 erschien mit „Leichensache“ sein erster Kriminalroman.

Karten für beide Veranstaltungen sind ab 8 Euro, ermäßigt 7 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühren bei der Tourist-Information Wiesbaden, Marktplatz 1, Telefon (0611) 1729930 oder in der TicketBox in der Wiesbadener Galeria Kaufhof, Kirchgasse 28, Telefon (0611) 304808 und unter www.wiesbaden.de/literaturhaus sowie an der Abendkasse für 12 Euro, ermäßigt 11 Euro erhältlich.

Auftakt zum 15. Deutschen FernsehKrimi-Festival in Wiesbaden ist am Sonntag, 10. März 2019

DFKF19_LogoParallel zum literarischen KrimiMärz, der  morgen Abend, 7. März, um 20 Uhr in der Villa Clementine mit dem Schwerpunktthema „Organisiertes Verbrechen“ beginnt, startet für cineastische Krimifans  das Wiesbadener Fernsehkrimifestival am Sonntag, 10. März mit Ulrike Folkerts, Heino Ferch, einem Bilderzyklus von Harald Reiner Gratz und einer Fernsehkrimi-Retrospektive in der Caligari Filmbühne.

Zum Festivalauftakt am 10. März um 15 Uhr wird das Krimigenre in Kunst, Schauspiel und Film gefeiert: Heino Ferch und der Maler Harald Reiner Gratz treffen bei der Ausstellungseröffnung „Hinter den Spiegeln“ aufeinander, Ulrike Folkerts erhält in der Caligari Filmbühne den 1. Ehrenpreis des Festivals und anschließend zeigt eine Retrospektive drei Gewinnerfilme aus den letzten 14 Jahren.

Neue Werke des Malers Harald Reiner Gratz werden in der SV AtriumGalerie, Bahnhofstraße 69, in Wiesbaden zu sehen sein. Der Künstler hat eigens für das Festival unter dem Titel „Hinter den Spiegeln“ einen Bildzyklus gemalt, inspiriert von Motiven aus der TV-Krimiszene, unter anderem sind Heino Ferch und Thomas Thieme auf den expressiven Werken dargestellt. Heino Ferch, Gewinner des Darstellerpreises 2018 und in diesem Jahr mit der Premiere von „Spuren des Bösen – Sehnsucht“ (ZDF/ORF) am 14. März im Wettbewerb vertreten, wird bereits zum Auftakt bei der Vernissage vor Ort sein. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit der SV SparkassenVersicherung und ist in der SV AtriumGalerie bis Ende April zu sehen, Zeichnungen von Harald Reiner Gratz werden im Foyer der Caligari FilmBühne, Marktplatz 9, bis 17. März ausgestellt.

„Ich habe immer davon geträumt, dass sich ganz Wiesbaden im März während des FernsehKrimi-Festivals in Deutschlands Krimihauptstadt verwandelt und die ganze Stadt im Krimifieber ist, sich vernetzt und das Genre feiert. Ich freue mich ganz besonders, dass in diesem Jahr erstmals auch das Hessische Staatstheater Wiesbaden mitmacht und Krimis in seinen Spielplan für März aufgenommen hat“, sagt Festivalleiterin Cathrin Ehrlich.

Bereits am Freitag, 8. März, um 19.30 Uhr führt das Hessische Staatstheater Wiesbaden die Premiere von „Der Club“ nach dem Roman von Takis Würger auf und hat am Montag, 11. März, um 19.30 Uhr mit „Arsen und Spitzenhäubchen“ ein weiteres Kriminalstück im Programm.

Ein weiterer Höhepunkt des Festivalauftaktes am 10. März wird die Übergabe des 1. Ehrenpreises an Ulrike Folkerts sein. Die Preisverleihung findet um 18 Uhr in der Caligari FilmBühne statt. Die Laudatio halten HR-Fernsehspielchefin Liane Jessen sowie der Regisseur und Drehbuchautor Axel Ranisch. Anschließend werden im Rahmen einer Retrospektive drei ehemalige Preisträger-Filme der vergangenen Jahre gezeigt: „Tatort – Herzversagen“ (HR, 2005), „Duell in der Nacht“ (ZDF, 2008) sowie „Tatort – Verbrannt“ (NDR, 2016). Die Programmauswahl erfolgte über ein Online-Voting auf http://www.fernsehkrimifestival.de/. Vom 19. Februar bis 1. März konnten von allen bisherigen 14 Gewinnerfilmen (2005 bis 2018) jeweils drei Favoriten angeklickt werden.

Zehn Fernsehkrimis – darunter drei Premieren

Donnerstag, 14. März 2019, 16.30 Uhr –Premiere Spuren des Bösen – Sehnsucht (ZDF/ORF). ©ZDF/Petro Domenigg
Donnerstag, 14. März 2019, 16.30 Uhr –Premiere Spuren des Bösen – Sehnsucht (ZDF/ORF). ©ZDF/Petro Domenigg

Insgesamt zehn Fernsehkrimis – darunter drei Premieren – konkurrieren im Wettbewerb vom 12. bis 15. März um den diesjährigen Deutschen FernsehKrimi-Preis in der Caligari FilmBühne. Die Bandbreite der Themen reicht von Cybermobbing bis hin zu kriminellen Clans. Häufig stehen Jugendliche oder junge Erwachsene im Fokus. Mit den Schulvorstellungen zur BR-Produktion „Polizeiruf 110 – Das Gespenst der Freiheit“ (ab 16 Jahre) am Mittwoch, 13. März, um 9.30 Uhr und zur ZDF/Arte-Produktion „Rufmord“ (ab 15 Jahre) am Donnerstag, 14. März, um 9.30 Uhr in der Caligari FilmBühne, richtet sich das Festival gezielt an Schulen und den jungen Nachwuchs. In Kooperation mit dem Medienzentrum Wiesbaden wird Schülern und Schülerinnen die Gelegenheit gegeben, aktuelle gesellschaftlich relevante Themen im Dialog mit Filmemachern vor Ort zu diskutieren und den Arbeitsalltag in der Filmbranche aus erster Hand zu erfahren.

Darüber hinaus erwartet das Festival prominente Filmgäste, so haben sich unter anderem die Schauspielerinnen Anneke Kim Sarnau, Barbara Philipp, Brigitte Hobmeier und die Schauspieler Heino Ferch, Axel Milberg, Hans-Jochen Wagner, die Drehbuchautorin Ruth Toma und die Regisseurinnen Julia von Heinz sowie Viviane Andereggen in Wiesbaden angemeldet.

Neben der Wettbewerbsjury, der in diesem Jahr die Schauspielerin Ann-Kathrin Kramer und der Schauspieler Oscar Hoppe sowie Zoë Beck (Krimistipendiatin der Landeshauptstadt Wiesbaden und Krimiautorin), Heike Borufka (Gerichtsreporterin des HR) und Benjamin Dörr (Strafverteidiger) angehören, vergibt eine Publikumsjury des Wiesbadener Kuriers auch einen Publikumspreis.

Die Preisverleihung findet am Freitag, 15. März, um 20 Uhr in der Caligari FilmBühne statt. Moderiert wird sie von Rainer Maria Jilg, für das musikalische Begleitprogramm sorgt das Streicherinnen-Duo La Finesse.

Fernsehkrimifestival auf einen Blick

Tickets zum Fernsehkrimifestival

Zoë Beck und Volker Kutscher eröffnen „Wiesbadener KrimiMärz 2019“

Logo@Wiesbadener-KrimiMärz-300x172Ab Donnerstag dem 7. März benötigen Krimifreunde und alle, die es vielleicht noch werden möchten, gute Nerven! Denn dann startet der „Wiesbadener KrimiMärz“, bereits in seiner dritten Auflage, mit dem uns alle unter die Haut gehenden Thema „Organisierte Kriminalität“. Zum Auftakt dockt um 20 Uhr im Wiesbadener Literaturhaus Villa Clementine die diesjährige Krimistipendiatin Zoë Beck in einem Gespräch mit SWR-Moderator Gerwig Epke mit ihrem aktuellen Werk „Die Lieferanten“ an moderne Verbrechensmethoden in einem Londen nach dem Brexit an. Es verspricht nicht nur ein äußerst spannender, sondern auch informativer Abend zu werden.

Am Samstag, 9. März, ist der Krimistipendiat des letzten Jahres Volker Kutscher um 19.30 Uhr in der Caligari Filmbühne, Marktplatz 9, zu Gast, um seinen Wiesbaden-Kurzkrimi „Westend“ zu präsentieren. Moderiert wird dieser Abend von der Krimi-Expertin Margarete von Schwarzkopf, im Anschluss an die Lesung läuft ab 21 Uhr die Arthur Conan Doyle-Verfilmung „Der Hund von Baskerville“ von Carl Lamac aus dem Jahr 1937.

In „Die Lieferantin“ entwirft Zoë Beck ein Bild von London nach dem Brexit: Nationalisten versuchen, eine knallharte Drogenpolitik durchzusetzen, der Rechtskurs der Bürgermeisterin ruft Demonstranten auf die Straßen. Ellie Johnson, die „Lieferantin“, bringt Drogen in höchster Qualität per Drohne zu ihren Kunden. Praktisch die gesamte Londoner Unterwelt fühlt sich von Ellies Geschäftsmodell bedroht und setzt ein Kopfgeld auf sie aus.
„Die Lieferantin“ ist eine ebenso spannende wie beklemmende Mixtur aus Gesellschaftskritik und Gangsterthriller. Ein politischer Kriminalroman, der an die Gegenwart andockt und diese konsequent weiterinterpretiert.

Zoë Beck wurde 1975 im Lahn-Dill-Kreis geboren. Sie lebt in Berlin, leitet zusammen mit Jan Karsten den Culturbooks-Verlag und arbeitet als Synchronregisseurin für Film und Fernsehen. 2010 erhielt sie den „Friedrich-Glauser-Preis“ in der Sparte „Kurzkrimi“, 2016 den „Deutschen Krimi Preis“.

Volker Kutscher hat seinen Wiesbaden-Kurzkrimi im Jahre 1937 angesiedelt: Im Westend lebt ein Weinlieferant, ein Mann mit einer geheimnisvollen Vergangenheit, der offensichtlich nicht entdeckt werden will. Als er eines Tages nach einem langen Arbeitstag heimkehrt, findet er eine Leiche in seiner Wohnung und eine Frau, die er aus gemeinsamen Berliner Tagen kennt: die Gräfin Sorokina. Sie bittet den Mann um Hilfe, und um sein Geheimnis zu wahren, willigt er ein. Er hilft ihr und wird in einen Erpressungsfall hineingezogen. Es geht um viel Geld, um Sowjets und Nazis und um ein Geheimnis, das um jeden Preis gewahrt werden muss.

Volker Kutscher wurde 1962 im Bergischen Land geboren. Nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte arbeitete er zunächst als Tageszeitungsredakteur. 2007 begann er mit dem Roman „Der nasse Fisch“ seine Serie um Kriminalkommissar Gereon Rath, die den Stoff für die international erfolgreiche TV-Serie „Babylon Berlin“ lieferte.

Karten für die Veranstaltung mit Zoë Beck gibt es nur an der Abendkasse; sie kosten acht, ermäßigt sieben Euro.

Für den Abend mit Volker Kutscher, Lesung und Film, können Karten für neun, ermäßigt sieben Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühr bei der Tourist-Information Wiesbaden, Marktplatz 1, Telefon (0611) 1729930, bei der TicketBox in der Wiesbadener Galeria Kaufhof, Kirchgasse 28, Telefon (0611) 304808 sowie online unter www.wiesbaden.de/literaturhaus erworben werden.

Ulrike Folkerts erhält 1. Ehrenpreis des Deutschen Fernsehkrimifestivals 2019 in Wiesbaden

Polizeiruf 110 – Kindeswohl   © NDR_filmpool fiction
Polizeiruf 110 – Kindeswohl
© NDR_filmpool fiction

Auch im 15. Jahr seines Bestehens bietet das Deutsche Fernsehkrimifestival Wiesbaden (12. bis 17.03.2019) in Kooperation mit dem literarischen KrimiMärz (7. bis 31.03.2019) wieder ein hochspannendes wie vergnüglich schauderhaftes Film-, Lese-, Gesprächs- und Rahmenprogramm.  Während der Fernsehkrimiwoche wird wieder eine  Auswahl der besten Serien- und Einzel-Produktionen, dieses Mal aus 67 Wettbewerbs-Einreichungen, gezeigt. Gestartet wird der cinematische Gänsehaut-Reigen am 12.3. mit der Premiere  von  „Polizeiruf 110 – Kindeswohl“, der im Mai in der ARD ausgestrahlt werden wird.

Während der gesamten Krimifestivalwoche werden in Wiesbaden zahlreiche prominente Schauspieler und Autoren erwartet, unter ihnen: die Schauspielerin Barbara Philipp, die Schauspieler Heino Ferch, Axel Milberg, Hans-Jochen Wagner, die Drehbuchautorin Ruth Toma und die Regisseurinnen Julia von Heinz, Viviane Andereggen sowie Regisseur Dietrich Brüggemann.

Ehrenpreis an Ulrike Folkerts u. Vernissage „Hinter den Spiegeln“

Ulrike Folkerts © Edith Held
Ulrike Folkerts © Edith Held

Bereits zum Festival-Auftakt am 10.03.2017 wird in der Sparkassen-Versicherung Haralds Reiner Gratz Ausstellung „Hinter den Spiegeln“ eröffnet und anschließend in der Caligari-Filmbühne die bekannte Tatort-Kommissarin Lena Rosenthal alias Ulrike Folkerts mit dem 1. Ehrenpreis des Festivals für ihr 30jähriges Tatortjubiläum geehrt.

Publikums-Voting für Lieblingskrimi aus 15 Jahren
Anlässlich des Jubiläums 15 Jahre Fernsehkrimifestival, kann das Publikum aus den 14 bisherigen Gewinnerfilmen den Lieblingsfilm auswählen. Die ersten drei Gewinner-Krimis werden am Sonntag, 10. März, ab 18.30 Uhr noch einmal auf der großen Leinwand in der Caligari-Filmbühne zu sehen sein. Teilnahme ist bis zum 1. März 2019 möglich! Zum Voting

Festival-Eröffnung am 12. März um 20 Uhr
Das Fernsehkrimi-Festival wird am Dienstag, 12. März, um 20 Uhr, mit der Premiere des Wettbewerbsbeitrags „Polizeiruf 110 – Kindeswohl“ eröffnet (Wiederholung: Sonntag, 17. März 2019, 03.50 Uhr). Die Erstausstrahlung erfolgt am 12.5.2019 in der ARD. Unter der Regie von Lars Jessen haben es Charly Hübner als Kommissar Alexander Bukow und Anneke Kim Sarnau als seine Kollegin Katrin König mit einem ganz persönlichen Fall zu tun: In Rostock wird der Leiter eines privaten Kinderheimträgers erschossen. Schnell gerät das Heimkind Keno in Verdacht. Keno ist jedoch verschwunden – und zusammen mit ihm offenbar auch Samuel, der Sohn von Kommissar Bukow …

Nach der Vorführung begrüßt Moderator Knut Elstermann im Filmgespräch die Schauspielerin und Schauspieler Anneke Kim Sarnau, Charly Hübner, Jack Owen Berglund, Junis Marlon, den Regisseur und Drehbuchautor Lars Jessen, die Drehbuchautorin Christina Sothmann und die Produzentin Iris Kiefer.

Verleihung des Fernsehkrimi-Preises am 15. März 2019

Archivbild: Fernsehkrimipreisverleihung. © Foto: Diether v. Goddenthow
Archivbild: Fernsehkrimipreisverleihung. © Foto: Diether v. Goddenthow

1000 Liter köstlicher Wein vom Weingut Ott warten auf den Gewinner des Fernsehkrimi-Preises 2019, der am 15. März um 20 Uhr in der der Caligari FilmBühne verliehen wird . Zudem ermittelt die die Fachjury aus den zehn Wettbewerbsfilmen auch drei Sonderpreise für herausragende Einzelleistungen. Der Jury gehören in diesem Jahr an: Zoë Beck (Krimistipendiatin der Landeshauptstadt Wiesbaden und Krimiautorin), Heike Borufka (Gerichtsreporterin des HR), Benjamin Dörr (Strafverteidiger), die Schauspielerin Ann-Kathrin Kramer sowie der Schauspieler Oscar Hoppe.

Wettbewerbsfilme und Rahmenprogramm

Während der Festivalwoche werden die Wettbewerbsfilme gezeigt, Lesungen und Filmgespräche  mit einem weit gespannten Themenspektrum  angeboten, welches reicht von Cybermobbing und den Verstrickungen des Verfassungsschutzes in die rechte Szene bis hin zum organisierten Verbrechen krimineller Clans. Zudem stehen häufig  Jugendliche bzw. junge Erwachsene im Fokus. Darüber hinaus geht es immer wieder auch um private wie berufliche Verstrickungen. Die Filmvorführungen finden in der Caligari FilmBühne, Marktplatz 9,  statt.  Die Filmgespräche moderiert der  Berliner Filmkritiker Knut Elstermann

Details entnehmen Sie bitte den Programmen: Fernsehkrimifestival und KrimiMärz.

Fernsehkrimi-Drehbuchnachwuchs-Preis

Neben dem Hauptwettbewerb, wird in enger Kooperation mit Hessenfilm- und Medien GmbH zum dritten Mal ein Preis an den besten Fernsehkrimi-Drehbuchnachwuchs verliehen. Der Preis besteht in der dramaturgischen Begleitung des Drehbuchstoffs vom Exposé bis hin zum Treatment sowie ein Pitch-Workshop im Rahmen des Fernseh-Filmfestivals in Baden-Baden im November.

„Das Böse“ auf der Bühne – Kooperation mit dem Staatstheater

Das Hessisches Staatstheater Wiesbaden ergänzt Film und Literatur mit zwei Krimis im Spielplan, dem Klassiker „Arsen und Spitzenhäubchen“ (11.3.2019), und mit der Premiere „Der Club“ nach dem 2017er-Debüt-Roman von Spiegel-Redakteur Takis Würger (08./10./22.03.2019), eine „Crime-and-Love-Story“ ganz besonderer Art.

Zum Abschluss:  Die „Lange FernsehKrimi-Nacht“

Den Abschluss des Festivals bildet am Samstag, 16. März, ab 19.30 Uhr, die „Lange FernsehKrimi-Nacht“. Bis zum Morgen des 17. März werden noch einmal alle zehn Wettbewerbsbeiträge in der Caligari FilmBühne zu sehen sein.

Das Deutsche FernsehKrimi-Festival ist eine Veranstaltung des Kulturamtes der Landeshauptstadt Wiesbaden mit Unterstützung durch die HessenFilm und Medien GmbH und dem Hessischen Rundfunk, in Kooperation mit dem Medienzentrum Wiesbaden, der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, dem Literaturhaus Villa Clementine und dem Wiesbadener Kurier.

Kartenvorverkauf beginnt ab 22. Februar 2019
Tickets-Infos u. www.wiesbaden.de/tourismus/kartenvorverkauf-shop

Highlights-Auswahl des  Fernsehkrimifestival und  KrimiMärz 2019:

am 7. März, um 20 Uhr „Lesung & Werkstattgespräch ‚Die Liferantin‘ mit Wiesbadens Krimistipendiation Zoë Beck, moderiert von Gerwig Epkes (SWR),

am 9. März, Lesung & Film mit Volker Kutscher. Kutscher war der Wiesbadener Krimi-Stipendiat 2018. In der Ur-Lesung „Westend“ stellt er seinen im letzten Jahr dabei verfassten Wiesbaden-Kurzkrimi vor. Anschließend: „Der Hund von Baskerville“ von 1937.

10.3.2019, 18:30 Uhr. Retrospektive 15 Jahre Deutsches FernsehKrimi-Festival, Caligari FilmBühne.

13.3.2019, 18:30 Uhr, Serien-Abend. DER PASS & M – EINE STADT SUCHT EINEN MÖRDER (Murnau Filmtheater).
Doku Crime-Abend

14.3.2019, 19:00 Uh, „Cybercrime – Das Geschäft mit der Angst“ & „Gegen die Angst“, Moderation: Bärbel Schäfer (Murnau Filmtheater)

15.3.2019, 17:00 Uh. Krimi-Talk „Das Böse als ewiges Problem“, Moderation: Dr. Anton Magnus Dorn, TOP: Talente der Akademie für Film- und Fernsehdramaturgie, München. Literaturhaus Villa Clementine.

16.3.2019, 19:30 Uhr, Filmvorführung „Die Lange FernsehKrimi-Nacht“ Caligari FilmBühne
Alle zehn Wettbewerbsfilme als Marathon im Lauf einer Nacht?
19.30 – 21.00 Uhr Polizeiruf 110 – Das Gespenst der Freiheit BR
21.10 – 22.40 Uhr Rufmord ZDF
22.50 – 00.20 Uhr Nichts zu verlieren BR/ORF
00.30 – 02.00 Uhr Tatort – Borowski und das Glück der anderen NDR
02.10 – 03.40 Uhr Gegen die Angst ZDF
03.50 – 05.20 Uhr Polizeiruf 110 – Kindeswohl NDR
05.30 – 07.00 Uhr Tatort – Für immer und Dich SWR
07.10 – 08.40 Uhr Schwartz & Schwartz – Mein erster Mord ZDF
08.50 – 10.20 Uhr Spuren des Bösen – Sehnsucht ZDF/ORF
10.30 – 12.00 Uhr Tatort – Murot und das MurmeltierHR

16. u. 17.3.2019, jeweils 15:00 Uhr Traumkino für Kinder „Kommissar Gordon & Buffy“ Caligari FilmBühne

am 24. März 2019 Auf dem Krimisofa mit Simone Buchholz & Ralph Ghadbahn, Villa Clamentine, über Clankriminalität.

Alle KrimiMärz-Programmpunkte

(Diether v. Goddenthow /Rhein-Main.Eurokunst)