Kategorie-Archiv: Buchmesse Frankfurt

Buchmesse 2018: Der Shortlist-Abend des Deutschen Buchpreises zieht am 23.09. ins Große Haus des Schauspiel Frankfurt

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Bereits im vierzehnten Jahr bringt der Deutsche Buchpreis deutschsprachige Literatur ins Gespräch wie kaum eine andere Auszeichnung und gewinnt damit die Aufmerksamkeit der Leser wie Literaturkritiker gleichermaßen. Die Shortlist-Veranstaltung knüpft an diesen Erfolg an: Zum elften Mal präsentieren das Literaturhaus Frankfurt und das Kulturamt Frankfurt am Main in Kooperation mit der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung, die den Preis vergibt, die Autoren der Shortlist des Deutschen Buchpreises vor der Preisverleihung Mitte Oktober. Die Finalisten, die in diesem Jahr in der Endauswahl für den deutschsprachigen Roman des Jahres stehen, stellen sich am 23. September aufgrund des riesigen Erfolges dieser Veranstaltung und des großen Publikums- und Medieninteresses erstmals im Großen Haus des Schauspiel Frankfurt in Lesungen und Gesprächen vor. Der „Shortlist-Abend“ ist für das Frankfurter Publikum die Chance, die Nominierten des Deutschen Buchpreises im Vorfeld der Preisverleihung zu erleben. Die Moderationen übernehmen Sandra Kegel (F.A.Z), Alf Mentzer (hr2-kultur) und Insa Wilke (freie Kritikerin).

Karten zum Preis von 18 € / erm. 12 € gibt es im Vorverkauf des Schauspiel Frankfurt am Willy-Brandt-Platz ab 10. August 2018 (oder online unter www.schauspielfrankfurt.de, Tel.: 069 – 212 49494), Restkarten sind eine Stunde vor Vorstellungsbeginn an der Theaterkasse erhältlich.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Kulturamt Frankfurt am Main und Literaturhaus Frankfurt in Kooperation mit dem Schauspiel Frankfurt. Partner ist die Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung. Medienpartner ist hr2-kultur. Zu hören sind die einzelnen Lesungen dort vom 01.10. bis 06.10 (ausgenommen 03.10.) um 19.30 und 15.00 Uhr (Wdh.).

Lesungen während der Buchmesse im Schauspiel Frankfurt
Mittwoch, 10.10. Robert Seethaler: Das Feld
Donnerstag, 11.10. Eva Mattes liest Elena Ferrantes „Lästige Liebe“ und „Die Neapolitanische Saga“
Freitag, 12.10. Juli Zeh: Neujahr

Frankfurter Buchmesse Film Awards: Neuer Preis zeichnet den schönsten Bildband zum Thema Film aus

Impression der Frankfurter Buchmesse . © Foto: Diether v. Goddenthow
Impression der Frankfurter Buchmesse . © Foto: Diether v. Goddenthow

Opulent bebilderte Schauspielerbiografien, Making-of-Dokumentationen, Bildbände über Set-Design, nostalgische Lichtspieltempel, ausgefallene Kostüme oder atemberaubende Stunts – Bildbände halten magische Kinomomente fest und ermöglichen einen Blick hinter die Kulissen einer glamourösen Branche. Um die Leistungen der Verlage auf diesem Gebiet zu würdigen, vergibt die Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr gemeinsam mit der MGIP Motovun Group of International Publishers und THE ARTS+ den Preis für den besten Bildband zum Thema Film.

Die Auszeichnung wird in Anerkennung für originelle Buchkonzepte verliehen, für hervorragende gestalterische und herstellerische Qualität und die kongeniale Umsetzung eines filmrelevanten Themas in Buchform. Die eingereichten Bücher dürfen nicht vor August 2016 erschienen sein und müssen lieferbar sein. Verlage aus dem In- und Ausland können sich bewerben. Die Einreichungsfrist endet am 8. Juni 2018. Die Jurymitglieder werden aus den eingereichten Büchern eine Shortlist von fünf Titeln auswählen, diese wird Ende August bekannt gegeben.

Der Preis ist Teil der Frankfurter Buchmesse Film Awards, die 2018 erstmalig in drei Kategorien vergeben werden. Neben dem Preis für den schönsten Bildband zum Thema Film wird der 2004 ins Leben gerufene Preis der Frankfurter Buchmesse für die beste internationale Literaturverfilmung in den Kategorien Adaption eines literarischen Stoffes und Adaption eines Kinder- und Jugendbuches verliehen. Die Verleihung der Frankfurter Buchmesse Film Awards findet am Donnerstag, 11. Oktober 2018, im THE ARTS+ Areal statt. Der Preis für den schönsten Bildband zum Thema Film wird von einem Jury-Mitglied der MGIP Motovun Group übergeben.

Informationen für Verlage
Bitte schicken Sie jeweils zwei Exemplare Ihres Titels sowie einschlägige Informationen (begleitende Pressemitteilung, PDF aus der Verlagsvorschau oder Waschzettel) an:
Frankfurter Buchmesse GmbH
z.Hd. Bettina Back
Braubachstraße 16
60311 Frankfurt am Main

Einsendeschluss ist der 8. Juni 2018 (Poststempel). Bitte beachten Sie, dass die Exemplare nicht zurückgesandt werden können. Falls Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Bettina Back (back@book-fair.com)

Georgien, Ehrengastland der Frankfurter Buchmesse, mit facettenreichem Literatur- u. Kulturangebot „Georgia – Made by Characters“ vertreten

v.r.n.li.:Peter Cachola Schmal (Direktor des Deutschen Architekturmuseums), George Bokhua (Künstlerischer Leiter des Ehrengastauftritts), Medea Metreveli (Direktorin des Georgian National Book Center), Mikheil Giorgadze (Minister für Kultur und Sport in Georgien), Juergen Boos (Direktor der Frankfurter Buchmesse), Ana Kordzaia-Samadashvili (Autorin),© Foto: Diether v. Goddenthow
v.r.n.li.:Peter Cachola Schmal (Direktor des Deutschen Architekturmuseums) erläutert als eine kleine Einführung über die alte Kulturnation Georgiens die Architektur in Tiflis., George Bokhua (Künstlerischer Leiter des Ehrengastauftritts), Medea Metreveli (Direktorin des Georgian National Book Center), Mikheil Giorgadze (Minister für Kultur und Sport in Georgien), Juergen Boos (Direktor der Frankfurter Buchmesse), Ana Kordzaia-Samadashvili (Autorin),© Foto: Diether v. Goddenthow

Wir haben erst Mai, und  die Frankfurter Buchmesse (10. bis  14. Oktober 2018) wirft bereits ihre Schatten voraus. Heute wurden im Deutschen Architekturmuseum (DAM) in Frankfurt die georgischen Autorinnen und Autoren, die im Herbst am Main erwartet werden, das Konzept des Ehrengast-Pavillons auf der Frankfurter Buchmesse sowie das begleitende Kulturprogramm in der Stadt vorgestellt.  Im Herbst werden rund 70 georgische AutorInnen zur Frankfurter Buchmesse erwartet und der Ehrengast-Pavillon lädt zu einer literarischen und kulturellen Entdeckungsreise – Made by Characters ein. Darüber hinaus bieten zahlreiche Frankfurter Museen und Institutionen ein umfangreiches Programm an.

Mit Georgien präsentiert sich in diesem Jahr eine jahrtausendealte Kulturnation als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse (10. bis 14. Oktober 2018). Unter dem Motto „Georgia – Made by Characters“ präsentiert Georgien nicht nur seine Literatur und die Neuerscheinungen in deutscher Sprache, sondern gibt auch mit einem umfangreichen Programm in den Frankfurter Kultureinrichtungen vielschichtige Einblicke in seine reiche Kulturlandschaft.

Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse unterstrich, dass Georgiens geografische Lage zwischen Europa und dem Kaukasus, seine ausgeprägte Individualität trotz – oder gerade wegen – der vielfältigen kulturellen und politischen Einflüsse, das Land zu einem der spannendsten Ehrengäste der letzten Zeit mache. Im Zuge der Vorbereitungen auf diesen Gastlandauftritt habe die georgische Buchbranche neue Strukturen eingeführt: „Die Gründung des Georgian National Book Centers (GNBC) steht unmittelbar im Zusammenhang mit dem Gastlandauftritt, ein Übersetzungsförderungsprogramm wurde aufgesetzt und die Verlage haben sich im Hinblick auf den Rechtehandel professionalisiert“, so Boos. Zu sehen, wie das Programm immer mehr Gestalt annehme, und wie vielfältig die Themen sein, wäre unglaublich spannend, so der Direktor der Frankfurter Buchmesse weiter. „Einen Meilenstein haben wir erreicht – aktuell liegen 80 georgische Titel in deutscher Übersetzung vor. Die engen Verbindungen, die bei der Planung eines solchen großen Auftritts entstehen, zeigen in beiden Ländern Wirkung: So richtet die Frankfurter Buchmesse 2018 auf der Buchmesse in Tiflis mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes einen großen Deutschen Gemeinschaftsstand aus. Zahlreiche deutsche Autorinnen und Autoren werden Ende Mai vor Ort sein. Von diesem Austausch profitieren beide Länder enorm und diese Nachhaltigkeit und Gegenseitigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil des Gastlandprogramms.“ sagte Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse.

Mikheil Giorgadze, Minister für Kultur und Sport in Georgien und Leiter des Ehrengast-Projekts, erläuterte, dass der Countdown laufe und das Gastland sich auf Oktober sehr freue, „denn dann werden Sie die reiche Kultur und Geschichte eines modernen Landes näher kennenlernen. Eines Landes, das mit Europa grundlegende Werte und Hoffnungen teilt und sich nun mit seiner historischen europäischen Familie wiedervereinen wird, so Giorgadze. Georgien wäre ein altes Land mit einer langen christlichen Tradition, das schon
immer zu Europa gehört habe. Das georgische Alphabet sei 2016 von der UNESCO in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen worden und bilde das Herzstück des Ehrengast-Konzepts und Mottos: Georgia –Made by Characters, so der Kulturminister weiter. „Für Georgien und seine Verbundenheit mit Europa ist 2018 ein sehr symbolträchtiges Jahr, denn vor 100 Jahren wurde die Unabhängigkeit der Ersten Demokratischen Republik Georgien durch Deutschland anerkannt. Vor etwa 200 Jahren entstanden außerdem die ersten deutschen Siedlungen in Georgien. Eine Vielzahl der Kulturbauten des Landes entstand nach den Entwürfen deutscher Architekten. Die deutschen Bewohner Georgiens haben sich sehr gut in das kulturelle Gefüge von Tiflis integriert und einen gewissen europäischen Charme beigesteuert. Bis heute gibt es praktisch keine kulturellen Aktivitäten, bei denen Georgien und Deutschland nicht Hand in Hand zusammenarbeiten. Diese lebhafte Beziehung wäre natürlich nicht möglich ohne die Menschen, die aktiv dazu beitragen. Die beiden Länder verbindet also eine besondere Beziehung und eine gemeinsame Geschichte. Gerade deshalb ist es für die Menschen aus Georgien und Deutschland besonders wichtig, die Kultur des jeweils anderen Landes zu kennen.
Ab Frühling 2018 werden wir insgesamt 100 kulturelle Events in etwa acht deutschen Städten veranstalten. Georgien wird das ganze Jahr über die Gelegenheit haben, seine Kultur und seine Werte in Deutschland zu präsentieren. Wir hoffen, dass diese Aktivitäten letztlich zur Integration Georgiens in Europa beitragen und das Bewusstsein für die georgische Kultur stärken.“ sagte Mikheil Giorgadze, Minister für Kultur und Sport in Georgien und Leiter des Ehrengast-Projekts.

Georgische Autoren und Literaturprogramm
Bisher stehen 60 Autorinnen und Autoren fest, die im Oktober auf der Buchmesse ihre Werke in deutscher Sprache vorstellen. Weitere werden in den nächsten Monaten dazukommen. Einige davon sind bereits seit März auf Lesetour im deutschsprachigen Raum und haben ihre Bücher schon dem interessierten Publikum vorgestellt.

Heute bestätigte Medea Metreveli, Direktorin des Georgian National Book Center (GNBC), dass Aka Morchiladze, einer der berühmtesten Autoren der modernen georgischen Literatur, zusammen mit Nino Haratischwili, der renommierten deutschen Autorin georgischer Herkunft, die beiden Hauptredner des diesjährigen Ehrengastes Georgien bei der Eröffnungszeremonie der Frankfurter Buchmesse am 9. Oktober 2018 sein werden. Die Werke der georgischen Autorinnen und Autoren decken alle Genres der Literatur ab: von Kurzgeschichten, Romanen und Epen über Gedichtsammlungen, Krimis und Kinderbücher bis hin zu Sachbüchern und Essaysammlungen. Rund 130 deutschsprachige Neuerscheinungen und davon über 80 Übersetzungen aus dem Georgischen von mehr als 60 Verlagen wurden angekündigt oder bereits veröffentlicht. Dabei handelt es sich um eine Zahl, die bis zur Buchmesse weiter steigen wird. Aber nicht nur die Autoren kommen nach Frankfurt, auch der wichtigste georgische Literaturpreis: der SABA-Literaturpreis. Die Preisverleihung findet am 12. Oktober im Kaisersaal – dem historischen Rathaus von Frankfurt – statt.

Eine weiterer Höhepunkt ist das diesjährige Illustrations-Programm. Rund 20 georgische Illustratoren werden ihre Werke in Berlin, Frankfurt und Hamburg präsentieren. Darüber hinaus wird kulturkind e.V. die Ausstellung „My Image of Georgia“ zeigen, die als Vorpremiere zur Frankfurter Buchmesse bereits am 29. Mai in Berlin zu sehen sein wird. Im Oktober begrüßt dann das Struwwelpeter-Museum in Frankfurt georgische Illustratoren mit der Ausstellung „Tsikara – Museum im Museum“.

Seit dem Frühjahr werden bereits Buchhändler in ganz Deutschland auf den diesjährigen Ehrengast und dessen abwechslungsreiche Literatur eingestimmt.

Ehrengast-Pavillon – Made by Characters
Die Vielfalt der georgischen Kultur und Literatur wird im Ehrengast-Pavillon „Made by Characters“ erfahrbar: Das George Bokhua Studio und Multiverse Architecture aus Tiflis ließen sich bei der konzeptuellen sowie formellen Gestaltung von den 33 geschwungenen Buchstaben des einzigartigen georgischen Alphabets inspirieren: So öffnen sich 33 Türen, 33 Lieder erklingen, 33 Boote segeln und 33 Brote werden gebacken. Daneben bietet der Pavillon eine Bühne für die georgischen Neuerscheinungen. Wie jedes Jahr können Verlage aus aller Welt in der „Books on Georgia“-Ausstellung, organisiert und umgesetzt von der Frankfurter Buchmesse, ihre aktuelle Titelproduktion rund um den Ehrengast präsentieren.

Das Kulturprogramm – Made by Characters

Während auf der Buchmesse die georgische Literatur, Autoren und Verlage im Fokus stehen, können interessierte Besucher auch jenseits des Messegeländes weitere faszinierende Facetten der georgischen Kultur kennenlernen: Museen und Institutionen in Frankfurt realisieren in diesem Kontext naturhistorische, archäologische, kultur- und kunsthistorische Ausstellungen und inszenieren Vorführungen darstellender Künste und filmischer Werke. Sie illustrieren damit die Vielfalt des Landes, das über viele Jahrhunderte unter östlichen wie westlichen Einflüssen stand und heute ein eigenständiges, kulturelles Selbstverständnis pflegt. So zeigt etwa die Liebieghaus Skulpturensammlung in der Schau „Medeas Liebe und die Suche nach dem Goldenden Vlies“ archäologische Funde und antike Kunstwerke aus Georgien, die den Reichtum der beiden antiken Königreiche von Kolchis und Iberien repräsentieren. Das Senckenbergmuseum plant „Homo georgicus – der Schädel aus dem Ursprungsland der ersten Europäer“, wo 1991 mit dem Kieferknochen eines Hominiden die ältesten menschlichen Überreste jenseits von Afrika gefunden wurden. Unter dem Titel „Gold & Wein. Georgiens älteste Schätze” zeigt das Archäologische Museum Frankfurt ein umfassendes Bild der frühen kulturellen Entwicklungen Georgiens – vom Beginn der Landwirtschaft im Kaukasus ab 6000 v. Chr. bis zur Trialeti-Kultur der Mittelbronzezeit um 2100 – 1700 v. Chr. Die Deutschlandpremiere der neuen Filminstallation „Burning Palm“ (2018) des gebürtigen Georgiers und Wahlberliners Andro Wekua wird am 11. Oktober im MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main gezeigt. Das Klingspor Museum in Offenbach am Main rückt zum ersten Mal das georgische Alphabet – seit 2016 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes – und dessen Geschichte in den Fokus einer Ausstellung. Im Deutschen Architekturmuseum (DAM) steht die Hauptstadt Tiflis mit ihrer Architektur im Zentrum der großen Schau „Hybrid Tbilisi“. Das Museum Angewandte Kunst erzählt in der Ausstellung „Lara protects me” mithilfe von Videos, Fotos und Zeichnungen sowie Design- und Mode-Objekten Geschichten aus Georgien. Das Georgian Video Art Archive präsentiert in der Ausstellung „DESCRIPTIONS“ im ATELIERFRANKFURT e.V. georgische Videokunst. In der Schau „Picture Languages“ können sich Besucher im Fotografie Forum Frankfurt ein Bild von den aktuellen Entwicklungen der georgischen Fotokunst machen. Im PORTIKUS treten bei der ersten Einzelausstellung von Thea Djordjadze, der wohl profiliertesten georgischen Künstlerin, die Skulpturen in einen Dialog mit dem Raum. Ein weiteres Highlight des Kulturprogramms sind die Performances der Bouillon Group, die in der Frankfurter Produktions- und Ausstellungsplattform basis e.V. erstmals in Deutschland einen Überblick über ihr umfangreiches Werk bietet.

Bekannte Musiker präsentieren Georgien in den führenden Konzerthallen Deutschlands, darunter in der Elbphilharmonie in Hamburg, im Konzerthaus und in der Philharmonie in Berlin, in der Alten Oper Frankfurt sowie im Pavillon der Frankfurter Buchmesse. Zu den Künstlern zählen etwa Khatia Buniatischwili, Lisa Batiaschwili, Nino Machaidze, Beka Gochiaschwili, Nino Katamadze, das Georgische Nationalballett „Sukhishvili“, das Volkslied-Ensemble „Rustavi“, das Georgische Philharmonische Orchester, der Gori Frauen-Kammerchor und das Symphonie-Orchester Tiflis.

Zusammen mit dem Schauspiel Frankfurt, dem Künstlerhaus Mousonturm Frankurt und dem Badischen Staatstheater Karlsruhe präsentiert der Ehrengast Georgien aktuelle Werke der bekanntesten zeitgenössischen Autoren, Theaterstücke und Performance-Projekte von jungen unabhängigen Gruppen, darunter das Rezo Gabriadze Marionetten-Theater mit „Ramona“, das Staatstheater Rustaweli mit „Styx“, das Staatstheater Marjanishvili mit „Navigator“, das Königliche Bezirkstheater mit „Prometheus – 25 Jahre Unabhängigkeit“ sowie Musik- und Theaterprojekte unabhängiger Gruppen. Sie alle laden das Publikum ein, Georgien und sein Theater „auf dem Balkon Europas“ neu zu entdecken.

Gemeinsam mit dem Deutschen Filmmuseum zeigt das Georgian National Film Center während der Buchmesse eine Filmreihe über das georgische Kino – von der Stummfilmzeit bis zu den Produktionen, die 1991 über die Unabhängigkeit Georgiens entstanden. Der preisgekrönte Animationsfilm „The Pocket Man“ von Ana Chubinidze wird in der Stadtbücherei Frankfurt, Bibliothekszentrum Höchst, zu sehen sein.

Außerdem wird es eine Vielzahl an Vorträgen und Lesungen geben, unter anderem im Rahmen von OPEN BOOKS, dem städtischen Lesefest, sowie dem BOOKFEST, dem Festival der Frankfurter Buchmesse, oder auch im Künstlerhaus Mousonturm. Feinschmecker erhalten bei zahlreichen Anlässen Gelegenheit, authentische Speisen und Getränke aus dem ältesten Weinland der Welt zu probieren. So bringt der diesjährige Ehrengast etwa auf dem Frankfurter Museumsuferfest (24. bis 26. August 2018) mit Auftritten bekannter Musiker sowie einem breiten kulinarischen Programm die Besucher auf den Geschmack. Während der Frankfurter Buchmesse wird die Freitagsküche dann zum offiziellen kulinarischen Standort des Ehrengastes außerhalb des Messegeländes – vom Mittagstisch bis zum allabendlichen Dinner mit literarischem oder philosophischem Begleitprogramm kann man sich hier landestypisch verwöhnen lassen.

Weitere Information: www.georgia-characters.com

Deutscher Buchpreis 2018: Die Jury ist gewählt

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Die Jury für den Deutschen Buchpreis 2018 steht fest. Die Akademie Deutscher Buchpreis hat folgende Literaturexpertinnen und -experten in die Jury berufen:

  • Christoph Bartmann, Leiter Goethe-Institut Warschau, Literaturkritiker und Autor, Jurymitglied des Deutschen Buchpreises 2008
  • Luzia Braun, ZDF, stellvertretende Leiterin von „aspekte“, redaktionell zuständig für „Das literarische Quartett“
  • Tanja Graf, Leiterin Literaturhaus München, zuvor Verlegerin des Schirmer Graf Verlags und des Graf Verlags bei Ullstein
  • Paul Jandl, freier Kritiker, u. a. für die Welt und NZZ, von 2009 bis 2013 Jurymitglied des Ingeborg-Bachmann-Preises
  • Uwe Kalkowski, Literaturblog „Kaffeehaussitzer“, Buchpreisblogger 2015 und Gewinner des Buchblog-Awards 2017
  • Christine Lötscher, freie Kritikerin, bis 2016 Mitglied im Kritikerteam des „Literaturclub“ (Schweizer Fernsehen), Jurymitglied des Schweizer Buchpreises 2011 bis 2013
  • Marianne Sax, Inhaberin des Bücherladen Marianne Sax, Frauenfeld, bis 2016 Präsidentin des Schweizer Buchhändler- und Verleger Verbands, Programmverantwortliche des Thurgauer Literaturhauses

Die Jurymitglieder entscheiden, wer den Deutschen Buchpreis 2018 erhält. Um eine größtmögliche Unabhängigkeit der Auszeichnung zu gewährleisten, wählt die Akademie Deutscher Buchpreis die Jury in jedem Jahr neu. Eine mehrmalige Jurymitgliedschaft ist möglich. Der diesjährige Juror Christoph Bartmann war bereits 2008 in der Jury des Deutschen Buchpreises.

„Literatur kann Diskussionen anregen, sie stellt in Frage, irritiert und rüttelt auf, ihr Perspektivenreichtum öffnet unseren Blick für Unbedachtes und Ungeahntes. Sie leistet einen wesentlichen Beitrag zu einer freien und demokratischen Debatte. Neue Literatur ins Gespräch und ihre Themen in die Gesellschaft zu bringen, ist damit umso wichtiger. Ich freue mich schon jetzt auf die Romanauswahl der Jury und auf vielfältige und spannende Diskussionen“, sagt Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und Vorsitzender der Akademie Deutscher Buchpreis.

Verlage können Titel einreichen

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Verlage können ihre Kandidatinnen und Kandidaten für den Deutschen Buchpreis 2018 ab sofort unter www.deutscher-buchpreis.de/anmeldung benennen. Bis zum 23. März 2018 können jeweils zwei deutschsprachige Romane aus dem aktuellen oder geplanten Programm eingereicht und zusätzlich bis zu fünf weitere Titel aus dem aktuellen oder geplanten Programm empfohlen werden. Voraussetzung für die Bewerbung ist die Mitgliedschaft im Börsenverein des Deutschen Buchhandels, im Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband oder im Hauptverband des Österreichischen Buchhandels. Die Bücher müssen zwischen Oktober 2017 und dem 11. September 2018 (Bekanntgabe der Shortlist) erscheinen. Die Titel, Lese-Exemplare, E-Books und Fahnen können bis zum 15. Juni 2018 nachgereicht werden.

Der Roman des Jahres wird in einem mehrstufigen Verfahren ermittelt. Zunächst sichtet die Jury alle von den Verlagen eingereichten Romane und stellt eine 20 Titel umfassende Longlist zusammen. Diese wird am 14. August 2018 bekannt gegeben. Daraus wählen die Juroren sechs Titel für die Shortlist, die am 11. September 2018 veröffentlicht wird. Erst am Abend der Preisverleihung erfahren die sechs Autorinnen und Autoren, an wen von ihnen der Deutsche Buchpreis geht.

Die Verleihung findet am 8. Oktober 2018 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt. Die Preisträgerin oder der Preisträger erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalistinnen und Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro. Den Deutschen Buchpreis 2017 gewann Robert Menasse für seinen Roman „Die Hauptstadt“.

Der Deutsche Buchpreis wird von der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung vergeben. Förderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.

Alle Informationen und das Online-Bewerbungsformular können abgerufen werden unter www.deutscher-buchpreis.de.