Kategorie-Archiv: Boersenverein d. deutschen Buchhandels

Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2018 liest auf Einladung der Deutsche Bank Stiftung in Frankfurt

Inger-Maria Mahlke liest aus ihrem prämierten Roman „Archipel“ / Lesung am 20. November 2018 bei der Deutschen Bank, Frankfurt. © Foto: Diether v. Goddenthow
Inger-Maria Mahlke liest aus ihrem prämierten Roman „Archipel“ / Lesung am 20. November 2018 bei der Deutschen Bank, Frankfurt. © Foto: Diether v. Goddenthow

Am 20. November 2018 liest Inger-Maria Mahlke in Frankfurt am Main aus ihrem Roman „Archipel“. Das Werk hat in diesem Jahr den Deutschen Buchpreis erhalten. Die in Lübeck und Teneriffa aufgewachsene Autorin liest auf Einladung der Deutsche Bank Stiftung, Hauptförderer des Deutschen Buchpreises, im Deutsche-Bank-Hochhaus.

Dr. Alf Mentzer, Moderator und Leiter der Literaturredaktion bei hr2, moderiert die Veranstaltung. Der Eintritt ist kostenlos, um Anmeldung unter deutsche-bank-stiftung.de/anmeldung-frankfurt bis zum 16. November 2018 wird gebeten. Aufgrund der begrenzten Kapazität werden die Plätze nach Eingang der Anmeldung vergeben.

Termin: 20. November 2018, 19 Uhr
Ort: Deutsche Bank, Taunusanlage 12, 60325 Frankfurt am Main
Anmeldung: bis 16. November 2018 unter deutsche-bank-stiftung.de/anmeldung-frankfurt

Erfolgreich und im Geiste von Menschenrechten und Meinungsfreiheit – das war die 70. Frankfurter Buchmesse

70. Frankfurter Buchmesse: internationale Beteiligung wächst / dynamisches Lizenzgeschäft / Menschenrechte im Fokus / BOOKFEST begeistert das Publikum. © Foto: Diether v. Goddenthow
70. Frankfurter Buchmesse: internationale Beteiligung wächst / dynamisches Lizenzgeschäft / Menschenrechte im Fokus / BOOKFEST begeistert das Publikum. Rechts im Bild der neue, futuristisch anmutende Pavilion der Frankfurter Buchmesse © Foto: Diether v. Goddenthow

 

Frankfurt, 14.10.2018 – Mit einem Besucherplus von 0,8 Prozent am Messewochenende und einem leichten Rückgang von 1,8 Prozent an den Fachbesuchertagen ist die 70. Frankfurter Buchmesse zu Ende gegangen. Die Zahl der Fachbesucher, die aus dem Ausland nach Frankfurt anreisten, ist deutlich gestiegen. 285.024 (2017: 286.425) Besucherinnen und Besucher kamen auf das Messegelände, das entspricht einem Rückgang von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei den Ausstellern verzeichnete die Frankfurter Buchmesse einen leichten Anstieg: 7.503 Aussteller aus 109 Ländern nahmen in diesem Jahr teil. Das Literary Agents & Scouts Centre (LitAg) ist mit 528 gebuchten Tischen (2017: 500 Tische), 795 Agenten (788) und 337 Agenturen (321) aus 31 Ländern, davon 19 Neuaussteller, erneut gewachsen. 3000 Besucherinnen und Besucher nahmen an den Konferenzen und Workshops im THE ARTS+ Bereich teil, 125.000 Messegäste besuchten das innovative Areal in der Halle 4.1. Die Veranstaltungen des BOOKFEST im Frankfurt Pavilion und in der Stadt lockten 25.000 Besucherinnen und Besucher an.

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Als internationalste Veranstaltung ihrer Art ist die Frankfurter Buchmesse der ideale Ort um über globalgesellschaftliche Themen zu diskutieren. Wir beobachten ein erkennbar wachsendes Bedürfnis an politischer Teilhabe; der Wunsch, die eigene Position zu bestimmen und am gesellschaftlichen Diskurs teilzunehmen, nimmt zu. Gespräche über die Bedeutung der Menschenrechte, Flucht und Migration, Populismus und zivilgesellschaftliches Engagement prägten das Messegeschehen. An den Fachbesuchertagen standen internationale Buchmärkte und Branchentrends im Mittelpunkt“, sagte Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse.

v.l.n.r.:Prof. Dr. Carlos Collado Seidel, Generalsekretär des PEN-Zentrum Deutschland e.V., Günter Wallraff, Journalist und Schriftsteller und Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels im "Weltempfang", Halle 3.1. vor der Veranstaltung Weltempfang  "Das freie Wort unter Druck? Selbstzensur in Deutschland"  © Foto: Diether v. Goddenthow
v.l.n.r.:Prof. Dr. Carlos Collado Seidel, Generalsekretär des PEN-Zentrum Deutschland e.V., Günter Wallraff, Journalist und Schriftsteller und Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels im „Weltempfang“, Halle 3.1. vor der Veranstaltung Weltempfang
„Das freie Wort unter Druck? Selbstzensur in Deutschland“ © Foto: Diether v. Goddenthow

Heinrich Riethmüller, der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels: „Die 70. Frankfurter Buchmesse war am Puls der Zeit. Die Buchbranche hat deutlich Flagge gezeigt für Menschenrechte, für Freiheit, Vielfalt und Respekt. Fünf Tage lang war Frankfurt der weltweit größte Handelsplatz für Inhalte und Geschichten. Die Buchmesse zeigte sich als ein Ort der Ideen und Debatten und ein großes Fest des Lesens zugleich. Die Begeisterung für Bücher und die Bedeutung der Literatur für die Menschen ließen sich deutlich erleben. Verlage und Buchhandlungen arbeiten intensiv an neuen Wegen zu den Kunden von heute, das war auf der Messe greifbar.“

Junge Leute aus aller Welt schreiben ihre Botschaften zur Aktion I'm on the same page auf das große weiße Brett im Foyer der Halle 4.0. © Foto: Diether v. Goddenthow
Junge Leute aus aller Welt schreiben ihre Botschaften zur Aktion I’m on the same page auf das große weiße Brett im Foyer der Halle 4.0. © Foto: Diether v. Goddenthow

Internationale Beachtung hat die Kampagne On The Same Page gefunden, die von der Frankfurter Buchmesse gemeinsam mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels initiiert wurde und in Kooperation mit ARTE/ZDF und DER SPIEGEL sowie mit Unterstützung der Vereinten Nationen und von Amnesty International durchgeführt wurde. Die Kampagne wird in den nächsten Monaten weiterentwickelt.

Lesung im Ehrengast-Pavillon mit der in Deutschland lebenden und schreibenden Georgischen Autorin Nino Haratischwill aus ihrem für den Deutschen Buchpreis 2018 nominierten Werk"Die Katze und der General". © Foto: Diether v. Goddenthow
Lesung im Ehrengast-Pavillon mit der in Deutschland lebenden und schreibenden Georgischen Autorin Nino Haratischwill aus ihrem für den Deutschen Buchpreis 2018 nominierten Werk“Die Katze und der General“. © Foto: Diether v. Goddenthow

Zum Ehrengastauftritt Georgiens sagte Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse: „Georgiens Auftritt in Frankfurt hat die Herzen der Buchmessebesucher berührt. . Eine Präsentation, in der das georgische Alphabet mit Leichtigkeit und Eleganz raumgreifend inszeniert ist, Performances, Musik, kulinarische Entdeckungen, Lesungen und vor allem eine beeindruckende Vielfalt literarischer Stimmen. Das Team um Medea Metreveli hat ein fulminantes Programm auf die Beine gestellt und uns in wenigen Tagen Georgiens ‚Characters‘ und ihre jahrtausendealte Kultur nahegebracht. Georgien hat uns auf eine Entdeckungsreise eingeladen – wir sind dieser Einladung sehr gern gefolgt.“ Nach einem literarischen Gespräch mit dem georgischen Autor Zurab Karumidze und der norwegischen Autorin Åsne Seierstad wurde heute Nachmittag die Gastrolle an Norwegen übergeben. Die Musiker Mathias Eick, Kjetil Bjerkestrand und Herborg Kråkevik aus Norwegen bereicherten die feierliche Übergabe mit Klängen aus dem hohen Norden.

Der neue Frankfurt Pavilion war Publikumsmagnet und ist neues Wahrzeichen der Frankfurter Buchmesse. © Foto: Diether v. Goddenthow
Der neue Frankfurt Pavilion war Publikumsmagnet und ist neues Wahrzeichen der Frankfurter Buchmesse. © Foto: Diether v. Goddenthow

Ein Publikumsmagnet war der neue Frankfurt Pavilion, der von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnet wurde. Autoren von Weltrang machten die Frankfurter Buchmesse zu einem Fest für Literatur: Chimamanda Ngozi Adichie setzte den Ton mit ihrer eindrücklichen Rede zu brandaktuellen Themen wie Migration, Rassismus und Frauenrechten. An fünf Messetagen begeisterten Paul Beatty, Dmitry Glukhovsky, Ana Kordsaia-Samadischwili, Maja Lunde, Laksmi Pamuntiak, David Sedaris, Nguyen Ngoc Tu, Meg Wolitzer und viele andere Autoren ihr Publikum.

 

Aufbruch für Menschenrechte und zu neuer Lesekultur auf der 70. Frankfurter Buchmesse – Die Welt nicht nur in 140 Twitterzeichen erklären

Dunja Hayali, Esther Schweins, Christian Berkel,  Jasmin Tabatabai, Juergen Boos, Heinrich Riethmüller und viele andere Prominente haben zum Jubiläum 70 Jahre Buchmesse und 70 Jahre UN-Menschenrechtsdeklaration gestern Abend bei der Eröffnung der 70. Internationalen Frankfurter Buchmesse im Kongresscenter die Aktion I'm on the same page" ins Leben gerufen. © Foto: Diether v. Goddenthow
Dunja Hayali, Esther Schweins, Christian Berkel, Jasmin Tabatabai, Juergen Boos, Heinrich Riethmüller und viele andere Prominente haben zum Jubiläum 70 Jahre Buchmesse und 70 Jahre UN-Menschenrechtsdeklaration gestern Abend bei der Eröffnung der 70. Internationalen Frankfurter Buchmesse im Kongresscenter die Aktion I’m on the same page“ ins Leben gerufen. © Foto: Diether v. Goddenthow

Gestern Abend wurde mit viel Prominenz aus Kultur, Politik und Wirtschaft feierlich und kämpferisch  die 70. Frankfurter Buchmesse eröffnet. Nicht nur die Buchmesse wird 70 Jahre, sondern auch die UN-Charta der Menschenrechte. Statt sich selbst zu feiern, haben Buchmessegesellschaft und Börsenverein des Deutschen Buchhandels die Menschenrechts-Kampagne „On The Same Page“ gestartet. 

Mit der Kampagne „On The Same Page“ begehen der Börsenverein und die Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr zusammen mit Partnern das 70. Jubiläum der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.  „Fast täglich können wir beobachten, dass gegen Menschenrechte verstoßen wird. Wir müssen uns aktiv für sie einsetzen und von ihnen Gebrauch machen, um sie zu bewahren. Buchhandlungen und Verlage sehen sich in der Verantwortung, eine Gesellschaft, die auf den Menschenrechten basiert, mitzugestalten. Auch die gesamte Zivilgesellschaft ist aufgefordert, einen Beitrag zum Gelingen einer freien, demokratischen Gesellschaft zu leisten und sich für die Menschenrechte stark zu machen. Ansonsten bestimmen diejenigen den Diskurs, die anderen ihre Würde und ihre Rechte absprechen und Freiheiten einschränken wollen“, sagte Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels  zur Eröffnung der 70. Frankfurter Buchmesse.

Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. © Foto: Diether v. Goddenthow
Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. © Foto: Diether v. Goddenthow

Dabei betonte Riethmüller, dass das Menschenrecht der Meinungsfreiheit von  existenzieller Bedeutung für die Buchbranche sei. Mit besonderer Besorgnis blicken wir immer noch auf die Türkei – ein Land, zu dem Deutschland seit Jahrzehnten besondere Beziehungen pflegt. Rund 3 Millionen türkischstämmige Menschen leben in unserem Land. Deshalb erlaube ich mir, die Liste noch zu ergänzen: Deniz Yücel, aus der Haft in der Türkei entlassen, aber weiterhin wegen Volksverhetzung und Terrorpropaganda angeklagt. Oder Aslı Erdoğan, aus der Haft entlassen, heute im Exil in Frankfurt lebend, ihr droht weiterhin lebenslange Haft. Erst vergangene Woche hat ein Berufungsgericht die lebenslange Haftstrafe für den Journalisten und Autoren Ahmet Altan bestätigt. Er sitzt weiterhin im Gefängnis. Und mit ihm hunderte weitere Kultur- und Medienschaffende und sieben Menschen deutscher Staatsbürgerschaft. Von einer Normalisierung der Verhältnisse zwischen der Türkei und Deutschland, die sich Präsident Erdoğan wünscht, kann keine Rede sein.

Die Türkei ist Erstunterzeichnerin der UN-Menschenrechts-Charta. Faktisch ist ein Großteil ihrer Inhalte  aber in dem Land aktuell nicht mehr gültig. Deshalb lautet unser Appell und unsere Forderung als Buchbranche: Präsident Erdoğan, wenn Sie auf der Seite der Menschenrechte stehen, lassen Sie alle inhaftierten Autoren, Journalisten, Verleger, Kulturschaffenden und anderen politisch Gefangenen frei. Beenden Sie die Verfolgung von kritischen Stimmen und Andersdenkenden. Dieser Appell gilt dem türkischen Staatspräsidenten, aber auch allen anderen Despoten in Saudi-Arabien, China, Russland, Nikaragua oder den USA, die die Menschenrechte angreifen oder zu ihrem eigenen Vorteil auslegen.

We are on the same page. Seiten sind unser Kerngeschäft. Es ist das, was wir können und wofür wir brennen. Lassen Sie uns unsere Fähigkeit und unser Engagement nutzen, um Geschichten zu schreiben und zu verbreiten, die unseren Blick auf die Welt zeigen. Geschichten, die einschließen statt ausgrenzen, die die Vielfalt und den Respekt vor dem Anderen feiern, die uns bereichern. Die Menschenrechte haben es verdient, weiter und weiter fortgeschrieben zu werden.  „Wir fordern mit Nachdruck, dass alle inhaftierten Autoren, Journalisten, Verleger, Kulturschaffenden und anderen politisch Gefangenen in der Türkei – und weltweit – umgehend freigelassen werden. Die Verfolgung von kritischen Stimmen und Andersdenkenden muss ein Ende haben.“, so der Börsenvereinsvorsteher.

Die Bücherschau in bewegten Zeiten 

Die 70. Frankfurter Buchmesse (10-14. Oktober) fällt in eine bewegte Zeit: Während die Idee eines gemeinsamen Europas in die Defensive gerät, gewinnen populistische Gruppierungen in vielen demokratischen  Ländern Zulauf. Das politische Klima ist aufgeheizt, gleichzeitig verändern sich die wirtschaftlichen Voraussetzungen der Buch- und Verlangsbranche grundlegend: Immer weniger Menschen beziehen ihre Informationen aus etablierten Medien: „alternative Fakten“ sind längst Teil der Berichterstattung. Den demokratischen Meinungsbildungsprozess durch gut recherchierte Inhalte zu ermöglichen, hat für Branchenakteure oberste Priorität und ist mit Blick auf eine immer kleiner werdende Zahl von Lesern und Buchkäufern zugleich die größte Herausforderung.

Verlage und Buchhandlungen arbeiten daher  intensiv an neuen Ansätzen, um Menschen  für Bücher zu begeistern. Gleichzeitig wollen sie eine freie, demokratische Gesellschaft mitgestalten und beziehen Position für Menschenrechte, für Freiheit, Vielfalt und Respekt. Dies stellte Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, heute auf der Pressekonferenz in den Mittelpunkt seiner Begrüßung zur Frankfurter Buchmesse 2018: „Wir haben große und wichtige Aufgaben vor uns und gehen diese selbstbewusst und optimistisch an. Bücher sind ein zentrales Medium der Unterhaltung, der Information und der Meinungsbildung. Mit unseren Inhalten und unserer Vermittlungsarbeit wollen wir Kultur und Bildung fördern und zu Verständigung, Dialog und einem friedlichen Zusammenleben in einer pluralen Gesellschaft beitragen.“ (Die Eröffnungsrede von Heinrich Riethmüller)

 

Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse.© Foto: Diether v. Goddenthow
Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse.© Foto: Diether v. Goddenthow

„Angesicht der drängenden Themen, die unsere Gesellschaft heute beschäftigen, ist die Frankfurter Buchmesse eine wichtige öffentliche Plattform“, sagte Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse. Die internationale Buchmesse steht seit ihrer Wiedereröffnung nach dem Zweiten Weltkrieg 1949 für Meinungs- und Publikationsfreiheit, für internationale Vernetzung und Dialog. Auch die 70. Frankfurter Buchmesse wird unter politischen Vorzeichen stattfinden, führte Juergen Boos aus: „Die Frankfurter Buchmesse steht seit ihrer Wiedereröffnung nach dem Zweiten Weltkrieg 1949 für Meinungs- und Publikationsfreiheit, für internationale Vernetzung und Dialog. Für uns, wie für alle anderen internationalen Buchmessen, gilt: Meinungen zuzulassen und Diskussionen zu führen – auch und gerade zu kontroversen Themen. Polarisierende Autoren und Meinungen auszuhalten und sich argumentativ damit auseinanderzusetzen, sind Errungenschaften einer demokratischen Gesellschaft. Wir verurteilen jede Form von Fremdenhass aufs Schärfste. Mit unserem Veranstaltungsprogramm im Weltempfang und zum Thema „Menschenrechte“ als Teil unserer #onthesamepage-Kampagne setzen wir ein deutliches Signal für Vielfalt sowie für die Einhaltung der Grundrechte in unserer Gesellschaft.“

An fünf Tagen im Oktober werden in Frankfurt Geschäfte gemacht, wirtschaftliche Tendenzen analysiert, gesellschaftliche Phänomene diskutiert und kulturell Trends präsentiert. Die Frankfurter Buchmesse bezieht mit einem Veranstaltungsprogramm im Zentrum Weltempfang (Halle 4.1 B 81) und im neuen Frankfurt Pvilion selbst Stelllung: Hier geht es um Kunst im Spannungsfeld von Macht und Moral, um Strategien gegen antidemokratische Tendenzen, um Grenzbereiche politischer Kommunikation.

Die Welt  nicht in 140 Twitterzeichen erklären

Volker Bouffier, Hessischer Ministerpräsident.© Foto: Diether v. Goddenthow
Volker Bouffier, Hessischer Ministerpräsident.© Foto: Diether v. Goddenthow

Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier hielt eine vielbeachtete Rede. Hier ein paar Auszüge daraus: „Die erste Buchmesse 1948, ausgerechnet in der Paulskirche, also an dem Ort, der mehr steht für die demokratische Entwicklung als viele andere, war eben nicht nur ein Markt der Meinungen, der Möglichkeiten und um vielleicht auch Geschäfte zu machen. Sondern es war viel mehr, es war die Rückkehr ein gutes Stück in die zivilisierte Welt. Und damals hatte niemand eine Vorstellung vom Internet, damals hatte niemand sich vorstellen können, was ein e-Book ist, und von Twitter wusste auch niemand etwas. Also die Welt hat sich komplett verändert, aber das ist geblieben: Diese universalen Menschenrechte, die Sie heute hier in den Mittelpunkt stellen. Dazu gratuliere ich Ihnen. Und ich möchte Sie auffordern, nicht nur heute, sondern generell, dass in den Mittelpunkt unserer Betrachtungen zu stellen. Dies ist nötig: Und Bücher können mehr als anregen. Was meine ich damit: Wir leben in einer Zeit, in der Sie alle Halben gesagt bekommen, dass niemand länger zuhört als 30 Sekunden, das Twitterformat sozusagen das Maß aller Kommunikation ist. Niemand mit Sinn und Verstand wird jemals auf die Idee kommen, in 140 Zeichen die Welt zu erklären. Aber genau das geschieht zur Zeit. Tosender Applaus.

Bücher haben die Chance, inne zu halten, darüber nachzudenken, ob die schnelle Botschaft, ob die Überschrift, ob das wirklich das ist, worum es geht. Deshalb sehe ich in dem Buch die großes Chance, kritisch zu bleiben, zu hinterfragen, auch sich selbst orientieren und anderen Orientierung zu geben. Sich auch die Zeit zu nehmen, und den Mut, einmal mit einem Gedanken sich etwas länger vertraut zu machen. Das ist auch das Geheimnis der Literatur. Das ist das, was wir den Literaten, also den Schriftstellerinnen und Schriftstellern verdanken, dass sie die Welt erklären zu einen in einer Geschichte, oder in einer Abfolge und jedenfalls nicht in 140 Zeichen.“

EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini. © Foto: Diether v. Goddenthow
EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini. © Foto: Diether v. Goddenthow

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini erklärte, weswegen sie gerne die Einladung zur Eröffnung angenommen hatte: „Wenn Georgien Gastland der Frankfurter Buchmesse ist, ist es wichtig, dass die EU dabei ist“. Der georgische Premierminister Mamuka Bakhtadze betonte „Europa hat die georgische Zivilisation geprägt. Wir sind ein modernes Land mit einer langen Geschichte und vielfältigen Kultur. Georgien war immer Teil Europas, und nur eine Zeitlang von ihm getrennt.“

 

Literarische Gastrednerinnen

Ngozi-Adichie. © Foto: Diether v. Goddenthow
Ngozi-Adichie. © Foto: Diether v. Goddenthow

Als literarische Gastrednerin auf der Eröffnungspressekonferenz am Vormittag begrüßte Juergen Boos die preisgekrönte nigerianische Autorin Chimamanda Ngozi Adichie, die mit ihren Romanen Blauer Hibiskus, Die Hälfte der Sonne und Amerika zu den großen literarischen Stimmen des 21. Jahrhunderts gehört und am Abend des 9. Oktobers mit dem PEN Pinter Prize in London ausgezeichnet wird. Chimamanda Ngozi Adichies TED-Talks „We Should All Be Feminists“ und „The Dangers of a Single Story“ haben zudem vielbeachtete Debatten zu den Themen Feminismus und Migration ausgelöst.

Nino-Haratischwili. © Foto: Diether v. Goddenthow
Nino-Haratischwili. © Foto: Diether v. Goddenthow

Nino Haratischwili und Aka Morchiladze stimmten bei der offiziellen Eröffnungsfeier am Dienstag Nachmittag mit ihren literarischen Keynotes die 2200 geladenen Gäste im Namen von Georgia ­ – Made by Characters auf den Ehrengast Georgien ein.  Nino Haratischwili. die schon lange in Deutschland lebt und lieber in deutscher Sprache schreibt stand auch auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2018.  Nino Haratischwili weiß um die Kraft und Macht von Geschichten. Und sie hat die große Gabe, in Form von Erzählungen Weltgeschichte zu vermitteln und dadurch unseren Blick auf einen Teil der Welt zu schärfen und gar zu verändern. In ihrem Roman „Das achte Leben“ zeichnet die Autorin anhand einer einzigen Familie ein Panorama ihres Heimatlandes in der Sowjetzeit, einem Jahrhundert, das – so die Erzählerin – „alle betrogen und hintergangen hat“. Betrogen und hintergangen werden sie alle, die Figuren von Haratischwili: um ihre Freiheiten und Träume, um ihre Hoffnung auf anhaltendes Glück und Menschlichkeit. Es gibt aber auch die kleinen Geschichten, die Hoffnung machen – die von Freundschaft, Liebe und Solidarität. (Haratischwilis Rede zum Download). Hier die  Rede von Aka Morchiladze.

Georgien – Ehrengastpavillon

Ehrengastpavillon Georgien © Foto: Diether v. Goddenthow
Ehrengastpavillon Georgien © Foto: Diether v. Goddenthow

Mit Georgien präsentiert sich eine jahrtausendealte Kulturnation als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse. Die georgischen „characters“, die 33 kunstvoll geschwungenen Buchstaben des einzigartigen Alphabets, zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe und prägen das Motto des Ehrengastauftritts: „Georgia – Made by Characters“. Das Land zwischen Europa und dem Kaukasus stellt dabei nicht nur seine Geschichten und Werke vor, sondern auch die dahinterstehenden Charaktere. Über 150 Neuerscheinungen wurden im Gastlandjahr auf dem deutschsprachigen Buchmarkt herausgegeben. 70 deutschsprachige Verlage haben Titel zu Georgien in ihrem Programm. Seit der Gründung des Georgian National Book Center (2014) und der Einführung des Übersetzungsförderungsprogramms (2011) sind insgesamt 200 Titel aus dem Georgischen in deutscher Sprache erschienen. Mehr als 70 Autorinnen und Autoren werden auf der Frankfurter Buchmesse und in der Stadt Frankfurt ihre Werke auf insgesamt 350 literarischen Veranstaltungen vorstellen. Rund 100 Kulturevents laden zu Entdeckungen des Landes ein. Das Herz des Ehrengastauftritts ist der Pavillon auf dem Messegelände, der in seiner Gestaltung an die 33 Buchstaben angelehnt ist.

Die Redner des Abends. © Foto: Diether v. Goddenthow
Die Redner des Abends. © Foto: Diether v. Goddenthow

In der Buchbranche sei derzeit eine Art Aufbruchsstimmung zu verspüren. „Angestoßen durch die Ergebnisse unserer umfangreichen Buchkäufer-Studie setzen sich Verlage und Buchhandlungen so intensiv mit ihren Kunden und deren Bedürfnissen auseinander wie nie zuvor. Denn die befragten Buch-Abwanderer schätzen das Buch und haben Sehnsucht danach – jedoch kommen sie im hektischen Alltag, gestresst durch Social Media und abgelenkt durch andere Unterhaltungsformate weniger zum Lesen. Ob kleine oder große Buchhandlung, Publikums- oder Fachverlag, die Branche arbeitet in allen Bereichen daran, das Buch wieder stärker zu den Menschen zu bringen, ihnen mehr Kontaktpunkte zu Büchern und mehr Orientierung zu bieten“, sagte Riethmüller. Der Markt 2018 liege aktuell einschließlich September mit -1,1 Prozent leicht unter dem Vorjahr. Man ist aber optimistisch, durch ein gutes Herbst- und Weihnachtsgeschäft noch ein ausgeglichenes Jahresergebnis zu erreichen.

Gut gerüstet für den Medienmarkt der Zukunft

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Mit Blick auf die deutsche Buchbranche sagte Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels: „Wir haben große und wichtige Aufgaben vor uns und gehen diese selbstbewusst und optimistisch an. Bücher sind ein zentrales Medium der Unterhaltung, der Information und der Meinungsbildung. Mit unseren Inhalten und unserer Vermittlungsarbeit wollen wir Kultur und Bildung fördern und zu Verständigung, Dialog und einem friedlichen Zusammenleben in einer pluralen Gesellschaft beitragen.“

Die 70. Frankfurter Buchmesse präsentiert sich als dynamische Leistungsschau der globalen Buch- und Medienbranche. Rund 7.500 Aussteller zeigen ihre Produkte und ihre Marke in Frankfurt, das entspricht einem Zuwachs von rund drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit einem Anteil von knapp 70 Prozent an internationalen Ausstellern, die aus 110 Ländern nach Frankfurt kommen, unterstreicht die Frankfurter Buchmesse ihre Position als größte internationale Messe der Content-Branche. Der Handel mit Rechten und Lizenzen floriert: Das Literary Agents & Scouts Centre (LitAg) ist in diesem Jahr um rund sechs Prozent gewachsen.

„Die Frankfurter Buchmesse baut ihre Stellung als wichtigste internationale Leitmesse auch im 70. Jahr ihres Bestehens weiter aus“, sagte Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse heute auf der Eröffnungspressekonferenz in Frankfurt. „Ob Filmproduzenten oder Literaturagenten, ob App-Entwickler, Buchhändler oder Bibliothekare, ob Bildungs-Start-up oder Datenbankspezialisten: Die Frankfurter Buchmesse bringt den Kosmos der Medienbranche an wenigen Tagen im Jahr zusammen. Alle, die in der Branche erfolgreich agieren wollen, profitieren von dem globalen Netzwerk, vom Wissenstransfer und von den zahlreichen zielgruppenspezifischen Angeboten, die wir für sie entwickeln.“

Der neue Frankfurt Pavilion

Das neue Wahrzeichen der Buchmesse: Der Frankfurt Pavilion, hier bei der Eröffnungspressekonferenz am 9.10.2018 © Foto: Diether v. Goddenthow
Das neue Wahrzeichen der Buchmesse: Der Frankfurt Pavilion, hier bei der Eröffnungspressekonferenz am 9.10.2018 © Foto: Diether v. Goddenthow

Mit dem Frankfurt Pavilion erhält die 70. Frankfurter Buchmesse ein neues Wahrzeichen, das zugleich das Herz des neuen BOOKFEST ist. Im Rahmen des Festivals finden vom 9. bis zum 14. Oktober 80 Veranstaltungen im Frankfurt Pavilion, im Saal Harmonie auf der Messe und in vielen Locations in Frankfurt statt. Auf der Buchmesse setzt das BOOKFEST literarische Akzente. Im neuen Frankfurt Pavilion auf der Agora erwartet das Messepublikum ein Programm mit ausgezeichneten Schriftstellerinnen und Schriftstellern: u. a. mit Paul Beatty, Dmitry Glukhovsky, Dörte Hansen, Eckart von Hirschhausen, Cixin Liu, Maja Lunde, Robert Seethaler, Martin Suter, Benedict Wells, Meg Wolitzer, Deniz Yücel und Juli Zeh. Am Sonntag, 14. Oktober 2018, wird es von 9.30 Uhr bis 14.00 Uhr einen Family Day mit Veranstaltungen und Lesungen für Familien und Kinder geben, u. a. mit Martin Baltscheit und Ralph Caspers.

Der Frankfurt Pavilion,  © Foto: Diether v. Goddenthow
Der Frankfurt Pavilion, © Foto: Diether v. Goddenthow

 

Inger-Maria Mahlke mit dem Deutschen Buchpreis 2018 für Ihren Roman „Archipel“ in Frankfurt ausgezeichnet

Die Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2018 ist Inger-Maria Mahlke. Sie erhält die Auszeichnung für ihren Roman „Archipel“ (Rowohlt). © Foto: Diether v. Goddenthow
Die Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2018 ist Inger-Maria Mahlke. Sie erhält die Auszeichnung für ihren Roman „Archipel“ (Rowohlt). © Foto: Diether v. Goddenthow

Mit dem Deutschen Buchpreis zeichnet die Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung seit 2005 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse den besten deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Partner sind neben der Frankfurter Buchmesse die Deutsche Bank Stiftung und die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.

Der Deutsche Buchpreis 2018 geht an Inger-Maria Mahlke. Während eines Festaktes mit über 300 geladenen Gästen der Buchbranche erhielt die  1977 in Hamburg geborene Autorin heute Abend  im Frankfurter Römer die Auszeichnung für ihren Roman „Archipel“ (Rowohlt)  aus den Händen von  Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

Ina Hartwig, Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt. © Foto: Diether v. Goddenthow
Ina Hartwig, Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt. © Foto: Diether v. Goddenthow

Kulturdezernentin Ina Hartwig wies in ihrem Grußwort darauf hin, dass schon die Nominierung zum Deutschen Buchpreis ein großer Erfolg sei. Der Deutsche Buchpreis gelte als wichtigste Auszeichnung der Branche und habe auch  deutlichen Einfluss auf die Verkaufszahlen. Die Sieger schafften es in der Regel auf einen vorderen Platz der Bestsellerlisten.

Im Finale um den Deutschen Buchpreis 2018 standen neben der Preisträgerin  weitere fünf  Autorinnen und Autoren mit je einem Werk: María Cecilia Barbetta, „Nachtleuchten“ (S. Fischer), Maxim Biller, „Sechs Koffer“ (Kiepenheuer & Witsch), Nino Haratischwili, „Die Katze und der General“ (Frankfurter Verlagsanstalt), Susanne Röckel, „Der Vogelgott“ (Jung und Jung) und Stephan Thome, „Gott der Barbaren“ (Suhrkamp).

v.li.n.r. Stephan Thome: Gott der Barbaren (Suhrkamp, September 2018), Maxim Biller: Sechs Koffer (Kiepenheuer & Witsch, September 2018),Inger-Maria Mahlke: Archipel (Rowohlt, August 2018),María Cecilia Barbetta: Nachtleuchten (S. Fischer, August 2018). vorne r.:Susanne Röckel: Der Vogelgott (Jung und Jung, Februar 2018), Nino Haratischwili: Die Katze und der General. © Foto: Diether v. Goddenthow
v.li.n.r. Stephan Thome: Gott der Barbaren (Suhrkamp, September 2018), Maxim Biller: Sechs Koffer (Kiepenheuer & Witsch, September 2018),Inger-Maria Mahlke: Archipel (Rowohlt, August 2018),María Cecilia Barbetta: Nachtleuchten (S. Fischer, August 2018). vorne r.:Susanne Röckel: Der Vogelgott (Jung und Jung, Februar 2018), Nino Haratischwili: Die Katze und der General. © Foto: Diether v. Goddenthow

Die sieben Jurymitglieder haben seit Ausschreibungsbeginn 199 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2017 und dem 11. September 2018 erschienen sind. Der Jury für den Deutschen Buchpreis 2018 gehören neben Christine Lötscher an: Christoph Bartmann (Goethe Institut Warschau), Luzia Braun (ZDF), Tanja Graf (Literaturhaus München), Paul Jandl (freier Kritiker), Uwe Kalkowski (Literaturblog „Kaffeehaussitzer“) und Marianne Sax (Bücherladen Marianne Sax, Frauenfeld).

Heinrich Riethmüller unterstrich, dass der Deutsche Buchpreis in jedem Jahr einen Höhepunkt in der öffentlichen Beschäftigung mit Büchern markiere. „Die Diskussionen um die nominierten Titel zeigen uns immer aufs Neue, was das eigentlich Wertvolle an Kultur ist: Kultur funktioniert, weil sie vielfältig ist. Sie funktioniert im Austausch und in gegenseitiger Anregung“, so der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. © Foto: Diether v. Goddenthow
Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. © Foto: Diether v. Goddenthow

Die Möglichkeiten sich mit Büchern auseinanderzusetzen, seien so zahlreich wie noch nie. Das Reden über Bücher fände in unzähligen digitalen wie analogen Bäumen statt. Bücherfans diskutierten ihre Lese-Erlebnisse auf Buchblogs und Instargram. Sie treffen sich in Büchercafés oder zu Literatur-Events wie in diesem Jahr dem ausverkauften Shortlist-Abend im Schauspiel Frankfurt mit rund 700 gebannten Zuhöhrern. Die Begeisterung und Geschichten sei ungebrochen, auch wenn die Zahl der Buchkäufer ein wenig zurückgegangen sei. Dafür kauften die, die Bücher kauften, im Schnitt mehr. „Ich möchte sogar behaupten, das Sprechen und das Teilhaben an Literatur ist offener und zugänglicher denn je“, so Riehtmüller.

Auch die Bücher der diesjährigen Shortlist sprächen diese Einladung aus. „Die Titel begeben sich in ferne Welten, in andere Länder, in die Geschichte, ins Phantastische. Sie fordern und auf, sich einzulassen, auf ihre Rhythmen und ihre Ordnungen. Sie schärfen auf besondere Art und Weise unsere Beobachtungskraft. Ihre Protagonisten fordern unser Urteilen heraus. Ein aufregender Unruhezustand legt sich über die Geschichten. Mehr als einmal bittet das Gelesene um einen zweiten Blick“, so Riethmüller in seiner Ansprache zur Preisverleihung.

archipel

Wenn auch alle sechs nominierten Titel den Buchpreis verdient hätten, weil jedes Werk auf ganz unterschiedliche Art und Weise die Leser zu einem zweiten Blick und neuen Perspektiven herausfordert, hat sich die Jurys letztlich für Inger-Maria Mahlkes Roman „Archipel“ (Rowohlt) entschieden. Ihre Begründung: „Der Archipel liegt am äußersten Rand Europas, Schauplatz ist die Insel Teneriffa. Gerade hier verdichten sich die Kolonialgeschichte und die Geschichte der europäischen Diktaturen im 20. Jahrhundert. Inger-Maria Mahlke erzählt auf genaue und stimmige Weise von der Gegenwart bis zurück ins Jahr 1919. Im Zentrum stehen drei Familien aus unterschiedlichen sozialen Klassen, in denen die Geschichte Spaniens Brüche und Wunden hinterlässt. Vor allem aber sind es die schillernden Details, die diesen Roman zu einem eindrücklichen Ereignis machen. Das Alltagsleben, eine beschädigte Landschaft, aber auch das Licht werden in der Sprache sinnlich erfahrbar. Faszinierend ist der Blick der Autorin für die feinen Verästelungen in familiären und sozialen Beziehungen.“

Übergabe der Urkunde an die Preisträgerin aus den Händen von Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins Deutscher Buchhandel. © Foto: Diether v. Goddenthow
Übergabe der Urkunde an die Preisträgerin aus den Händen von Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins Deutscher Buchhandel. © Foto: Diether v. Goddenthow

Die Preisträgerin erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro. Der Roman des Jahres wurde in mehreren Auswahlstufen ermittelt. Die sieben Jurymitglieder haben seit Ausschreibungsbeginn 199 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2017 und dem 11. September 2018 erschienen sind. Aus diesen Romanen haben die Jurorinnen und Juroren eine 20 Titel umfassende Longlist zusammengestellt und daraus sechs Titel für die Shortlist gewählt.

Christine Lötscher, Sprecherin der Jury des Deutschen Buchpreises 2018, zur Auswahl: „,Das Vergangene ist nicht tot, es ist nicht einmal vergangen‘ – der berühmte Satz, den Faulkner 1951 schrieb, hängt wie ein unausgesprochenes Motto über der deutschsprachigen Literatur dieses Jahres. Die sechs nach Ansicht der Jury gelungensten und wichtigsten Romane folgen ganz unterschiedlichen Spuren in die Vergangenheit oder in mythische Schichten der Wirklichkeit – fabulierend, spekulierend, verspielt; mit lakonischer Eleganz und bittersüßer Präzision, mit epischer Langsamkeit und spannungsgeladener Wucht. Antworten bekommen wir auf diesen Reisen durch Raum und Zeit nicht, und schon gar keine einfachen Wahrheiten. Umso faszinierter lässt man sich als Leserin, als Leser auf vielstimmige Erzählkompositionen und auf die Sinnlichkeit einer anderen Zeit ein, die immer auf unsere verweist.“

Empfang in den Römerhallen. © Foto: Diether v. Goddenthow
Empfang in den Römerhallen. © Foto: Diether v. Goddenthow

Unter www.deutscher-buchpreis-blog.de veröffentlichen die „Buchpreisblogger“ Rezensionen zu allen Titeln der Longlist sowie Hintergrundinformationen und kritische Debattenbeiträge. Mehr ist auf der Facebook-Seite des Deutschen Buchpreises und unter dem Hashtag #dbp18 zu finden.

Exklusive englische Übersetzungen von Leseproben der sechs Shortlist-Titel sowie ein englischsprachiges Dossier stehen unter www.new-books-in-german.com bereit.

Weitere Informationen und Termine des Preisträgers rund um die Frankfurter Buchmesse können abgerufen werden unter www.deutscher-buchpreis.de.

Talkreihe „Streiterinnen!“ Esther Schweins, Margarete Stokowski, Anne Wizorek u.v.a. auf der ARD-Bühne

Archivbild: "Femme Fatale" Diskussionrunde mit Moderatorin Sascha Mika auf der Buchmesse 2017 © Foto: Diether v. Goddenthow
Archivbild: „Femme Fatale“ Diskussionsrunde mit Moderatorin Sascha Mika auf der Buchmesse 2017 © Foto: Diether v. Goddenthow

Die #metoo-Debatte, der Women´s March, die Frauenquote – Frauen verteidigen heute stärker denn je ihre Rechte, fordern ein und klagen an. Dass es trotzdem noch ein langer Weg zur gleichberechtigten Gesellschaft ist und wie diese aussehen kann, möchte die Talkreihe „Streiterinnen!“ aufzeigen, die die Frankfurter Buchmesse gemeinsam mit der Frankfurter Rundschau und der ARD vom 11. bis 14. Oktober 2018 veranstaltet.

Jeweils um 16 Uhr diskutieren Autorinnen wie Margarete Stokowski, Anne Wizorek und Meredith Haaf, Schauspielerinnen und Filmemacherinnen wie Esther Schweins, Imogen Kogge und Annette Baumeister auf der ARD Bühne (Frankfurter Buchmesse, Forum, Ebene 0) über streitbare Themen wie #metoo, Sprache als Ausdruck von Macht oder Equal Pay. Moderatorinnen der Reihe sind u.a. Bärbel Schäfer (hr), Gitta Severloh (hr) und Bascha Mika, Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau, die anlässlich „100 Jahre Frauenwahlrecht“ die monatliche FR-Serie „Das Jahr der Frauen“ initiiert hat.

„Wir Frauen haben viel erreicht, aber längst nicht genug. Noch nie wurden uns Rechte gegeben, die wir nicht einforderten. Noch nie wurden uns Freiheiten geschenkt, höchstens zugestanden. Und stets wurde uns nur so viel an Gleichberechtigung eingeräumt, wie wir mit aller Macht beanspruchten – und wofür bereit waren, zu streiten“, sagt Bascha Mika, Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau.

„Frauenrechte sind Menschenrechte, dafür müssen und dafür wollen wir kämpfen – mit unserer Sprache, mit unseren Worten. Seien wir also stolz darauf, ‚Streiterinnen‘ zu sein!“, so Gitta Severloh, langjährige Leiterin der ARD-Sendung „ttt“ im hr und verantwortliche Redakteurin der ARD-Bühne.

„Mit gemeinsam konzipierten Veranstaltungsreihe ‚Streiterinnen‘ rücken die Frankfurter Buchmesse, die Frankfurter Rundschau und die ARD Frauenrechte ins Rampenlicht – live auf der Buchmesse und in den Medien,“ sagt Kathrin Grün, Abteilungsleiterin Kommunikation der Frankfurter Buchmesse.

Das Programm der „Streiterinnen“-Reihe auf der ARD-Bühne (Forum Ebene 0)

Donnerstag, 11. Oktober 2018, 16.00 – 16.30 Uhr
S T R E I T E R I N N E N !
Thema: „Wir haben die Wahl!“
100 Jahre Frauenwahlrecht

Damit Anfang 1919 Frauen in Deutschland zum ersten Mal wählen durften, haben Frauen gestritten, gestreikt und gehungert. Wie dieser Kampf für das Frauenwahlrecht aussah, zeichnet die Regisseurin und Drehbuchautorin Annette Baumeister im TV-Dokudrama „Die Hälfte der Welt gehört uns“ nach. Sie und Esther Schweins, eine der Hauptdarstellerinnen, diskutieren zusammen mit der Autorin Meredith Haaf darüber, warum es auch heute noch wichtig ist, für das scheinbar Selbstverständliche und für eine gerechte Gesellschaft zu streiten.
Moderation: Gitta Severloh (hr)

Freitag, 12. Oktober 2018, 16.00 – 16.30 Uhr
S T R E I T E R I N N E N !
Thema: „…jetzt erst Recht!“
Sprache ist Macht

Dass Männer die Macht und Frauen wenig zu melden haben, zeigt sich in allen gesellschaftlichen Bereichen – einschließlich der Sprache. Auch beim Sprechen reproduziert sich der männliche Blick auf die Welt. Muss sich Sprache ändern, damit Frauen sich gleichberechtigt wahrgenommen fühlen können? Wie haben sich die Macht- und Sprachverhältnisse in den vergangenen Jahrzehnten verändert?
Darüber diskutieren zwei junge Autorinnen – Hannah Lühmann und Anne Wizorek – mit der Schriftstellerin Doris Gercke, der Erfinderin von Bella Block.
Moderation: Bascha Mika (FR)

Samstag, 13. Oktober 2018, 16.00 – 17.00 Uhr
S T R E I T E R I N N E N !
Thema: „Zieh dich (warm) an!”
#metoo – nächste Runde…

Sexueller Missbrauch, Belästigungen, Übergriffe – #metoo und kein Ende. Was hat die Debatte bisher gebracht? Werden Frauen in die typische Opferrolle gedrängt und Männer pauschal denunziert? Darüber streiten die Autorin Margarete Stokowski, der TV-Moderator Jörg Thadeusz und Schauspielerin N.N.
Moderation: Bascha Mika (FR)

Sonntag, 14. Oktober 2018, 16.00 – 16.30 Uhr
S T R E I T E R I N N E N !
Thema: „Keiner schiebt uns weg“.
Gerechtigkeit für alle!

Gerade wurde der WDR/ARD-Fernsehfilm „Keiner schiebt uns weg“ fertiggestellt, der die wahre Geschichte dreier Arbeitskolleginnen thematisiert, die 1979 erfolgreich um Lohngleichheit gekämpft haben – und dabei trotz vieler Spannungen erkannten, dass das nur gemeinsam gelingen kann… Die Schauspielerinnen Imogen Kogge und Alvara Höfels, Produzentin Katharina Trebitsch und Schriftstellerin Nina George diskutieren darüber, warum der Kampf für Gerechtigkeit weiterhin aktuell bleibt.
Moderation: Bärbel Schäfer (hr)

Börsenverein des Deutschen Buchhandels: Solidaritäts-Aktion „Lesen für die Freiheit“ als Protest gegen Erdoğan-Empfang am 28.09.2018

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Mit einem Appell und der Solidaritäts-Lesung „Lesen für die Freiheit“ setzt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels dem Empfang des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan in Berlin ein Zeichen für Meinungsfreiheit, Demokratie und Menschenrechte entgegen. Im Livestream mit dabei: Aslı Erdoğan, Michel Friedman, Insa Wilke, Hauke Hückstädt, Jörg Bong u.a. am Freitag, 28. September, 18 Uhr

„Im selben Moment, in dem Präsident Erdoğan vom Bundespräsidenten und Regierungspolitikern in Berlin zum Staatsbankett empfangen wird, sitzen Hunderte Menschen als politisch Gefangene in türkischen Gefängnissen – nur, weil sie ihre Meinung gesagt haben. Das ist ein Skandal! Deutschland rollt den roten Teppich für einen Despoten aus, der in seinem Land die Meinungsfreiheit und die Menschenrechte außer Kraft gesetzt hat. Es ist wichtig, den Gesprächsfaden zwischen Deutschland und der Türkei nicht abreißen zu lassen. Aber dass Deutschland das türkische Staatsoberhaupt feierlich und mit allen Ehren empfängt, ist ein Schlag ins Gesicht all derer, die in der Türkei seit Monaten und Jahren unter fadenscheinigen Gründen und ohne fairen Prozess angeklagt und inhaftiert sind. Wir fordern die umgehende Freilassung dieser Menschen und ein Ende der Repressalien gegenüber Kultur- und Medienschaffenden und anderen Verfolgten! Die Bundesregierung und der Bundespräsident müssen gegenüber ihrem Staatsgast klare Worte finden und sich konsequent für Meinungsfreiheit und Menschenrechte einsetzen“, sagt Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins.

Solidaritäts-Aktion: Lesen für die Freiheit

Mit einer Solidaritäts-Lesung während des Höhepunktes des Staatsbesuchs, einem Staatsbankett in Schloss Bellevue, wollen der Börsenverein und zahlreiche Kultur- und Medienschaffende sich für Freiheit und Menschenrechte einsetzen. Die Initiatoren wollen inhaftierten und verfolgten Autorinnen und Autoren zeigen, dass sie in Deutschland nicht vergessen sind. Die Lesung wird per Livestream aus Frankfurt am Main übertragen.

Livestream:

für-das-Wort-und-die-Freihe„Lesen für die Freiheit – Solidarität mit inhaftierten und verfolgten Autorinnen und Autoren in der Türkei“
am Freitag, 28. September 2018, ab 18 Uhr
auf www.wort-und-freiheit.de und www.facebook.com/Boersenverein
mit Texten von Ahmet Altan, Deniz Yücel, Can Dündar, Aslı Erdoğan und Selahattin Demirtaş

Es lesen: Aslı Erdoğan, Michel Friedman, Insa Wilke, Hauke Hückstädt, Jörg Bong, Alexander Skipis, Monika Kolb u.a.

Wer die Aktion unterstützen will, kann den Livestream über Facebook teilen.

Die Aktion ist Teil der Kampagne „On The Same Page“, mit der der Börsenverein, die Frankfurter Buchmesse und weitere Partner den 70. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte begehen.

Verleihung des ITB BuchAward 2018 auf der Frankfurter Buchmesse

SLOsgmvabLfgFlWJSRbzIgPreisverleihung des ITB BuchAward 2018 in der Kategorie „Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2018 – Georgien“ erstmals in Frankfurt

Frankfurt, Berlin, 24. September 2018 Zum ersten Mal vergibt die ITB Berlin gemeinsam mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr einen ITB BuchAward in der Kategorie „Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2018 – Georgien“. Die Preisverleihung findet statt am Freitag, 12. Oktober 2018 um 12 Uhr im Ehrengast-Pavillon / Georgian Characters (Small stage, Forum, Ebene 1).

Die prämierten AutorInnen und Verlage sind:

• Marlies Kriegenherdt: „Georgien – Handbuch für individuelles Entdecken“, Reise Know-How
• Giorgi Kvastiani, Vadim Spolanski und Andreas Sternfeldt: „Reiseführer Georgien. Unterwegs zwischen Kaukasus und Schwarzem Meer“, Trescher Verlag
• Nino Haratischwili: „Das achte Leben (für Brilka)“, Ullstein Taschenbuch Verlag/Frankfurter Verlagsanstalt

Nach Grußworten des Ehrengasts Georgien, von David Ruetz, (Juryvorsitzender und Head of ITB Berlin) und Lars Birken-Bertsch (Frankfurter Buchmesse), werden zwei der Jurymitglieder, Raphaela Sabel (Chefredakteurin Schweizer Buchhandel) und Eckart Baier (Redaktionsleiter Buchjournal) den Autorinnen und Autoren und ihren Verlagen die Preise im Ehrengast-Pavillon überreichen.

Mit den ITB BuchAwards zeichnet die ITB Berlin jährlich herausragende Veröffentlichungen aus der Sparte Reise und Tourismus vorrangig in deutscher Sprache oder deutscher Übersetzung aus. Ebenfalls unter touristischem Blickwinkel wird in der neuen Kategorie „Ehrengast der Frankfurter Buchmesse“ außerdem ein literarischer Titel ausgezeichnet.

Die sechs Finalisten für den Deutschen Buchpreis 2018 sind ermittelt

Deutscher Buchpreis: Die Shortlist 2018 María Cecilia Barbetta, Maxim Biller, Nino Haratischwili, Inger-Maria Mahlke, Susanne Röckel und Stephan Thome ziehen mit ihren Werken ins Finale ein. © Foto: Christina Weiß
Deutscher Buchpreis: Die Shortlist 2018
María Cecilia Barbetta, Maxim Biller, Nino Haratischwili, Inger-Maria Mahlke, Susanne Röckel und Stephan Thome ziehen mit ihren Werken ins Finale ein. © Foto: Christina Weiß

Die Jury hat die sechs Romane für die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2018 ausgewählt:

  • María Cecilia Barbetta: Nachtleuchten (S. Fischer, August 2018)
  • Maxim Biller: Sechs Koffer (Kiepenheuer & Witsch, September 2018)
  • Nino Haratischwili: Die Katze und der General (Frankfurter Verlagsanstalt, August 2018)
  • Inger-Maria Mahlke: Archipel (Rowohlt, August 2018)
  • Susanne Röckel: Der Vogelgott (Jung und Jung, Februar 2018)
  • Stephan Thome: Gott der Barbaren (Suhrkamp, September 2018)

Christine Lötscher (freie Kritikerin), Sprecherin der Jury des Deutschen Buchpreises 2018, zur Auswahl: „,Das Vergangene ist nicht tot, es ist nicht einmal vergangen‘ – der berühmte Satz, den Faulkner 1951 schrieb, hängt wie ein unausgesprochenes Motto über der deutschsprachigen Literatur dieses Jahres. Die sechs nach Ansicht der Jury gelungensten und wichtigsten Romane folgen ganz unterschiedlichen Spuren in die Vergangenheit oder in mythische Schichten der Wirklichkeit – fabulierend, spekulierend, verspielt; mit lakonischer Eleganz und bittersüßer Präzision, mit epischer Langsamkeit und spannungsgeladener Wucht. Antworten bekommen wir auf diesen Reisen durch Raum und Zeit nicht, und schon gar keine einfachen Wahrheiten. Umso faszinierter lässt man sich als Leserin, als Leser auf vielstimmige Erzählkompositionen und auf die Sinnlichkeit einer anderen Zeit ein, die immer auf unsere verweist.“

Die sieben Jurymitglieder haben seit Ausschreibungsbeginn 199 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2017 und dem 11. September 2018 erschienen sind.

Der Jury für den Deutschen Buchpreis 2018 gehören neben Christine Lötscher an: Christoph Bartmann (Goethe-Institut Warschau), Luzia Braun (ZDF), Tanja Graf (Literaturhaus München), Paul Jandl (freier Kritiker), Uwe Kalkowski (Literaturblog „Kaffeehaussitzer“) und Marianne Sax (Bücherladen Marianne Sax, Frauenfeld).

Mit dem Deutschen Buchpreis 2018 zeichnet die Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung den deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Der Preisträger oder die Preisträgerin erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalistinnen und Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro. Die Preisverleihung findet am 8. Oktober 2018 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt.

Der Deutsche Buchpreis wird von der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung vergeben. Förderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland. Interessierte können die Preisverleihung per Live-Stream unter www.deutscher-buchpreis.de verfolgen.
Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur übertragen die Preisverleihung im Rahmen von „Dokumente und Debatten” im Digitalradio und auf www.deutschlandradio.de/debatten.

Ab 26. September 2018 werden Auszüge aus den Shortlist-Titeln in englischer Übersetzung und ein englischsprachiges Dossier zur Shortlist auf dem Internetportal www.new-books-in-german.com präsentiert. „Die Buchpreisblogger“ stellen auf www.deutscher-buchpreis-blog.de alle nominierten Titel vor. Die Bloggerinnen und Blogger lesen die 20 Bücher der Longlist, verfassen Rezensionen, bieten Hintergrundinformationen und kritische Debattenbeiträge. Zusammengeführt werden die Beiträge auch auf der Facebook-Seite des Deutschen Buchpreises sowie unter dem Hashtag #dbp18.

70 Jahre Frankfurter Buchmesse – Themen, Programme Innovationen u. Menschenrechtskampagne

Die internationale Literatur-Szene zu Gast bei der größten Bücherschau der Welt, der Frankfurter Buchmesse. © Foto: Diether v. Goddenthow
Die internationale Literatur-Szene zu Gast bei der größten Bücherschau der Welt, der Frankfurter Buchmesse. © Foto: Diether v. Goddenthow

Wenn sich die internationale Literaturszene vom 10. bis zum 14. Oktober 2018 in Frankfurt zur Buchmesse trifft, verwandelt sich die Rhein-Main-Metropole zum Bücher-Mekka für Buchbegeisterte, Autoren, Agenten, Verleger, Übersetzer, Journalisten, Blogger und alle, die vielleicht „nur“ die vielfältigen Events rund um und nach der Messe genießen wollen. Das neue Wahrzeichen der Frankfurter Buchmesse wird der  Frankfurt Pavilion mitten auf der Agora sein. Erstmals gibt es während der Messe auch das  „Bookfest“,  welches Besucher nationale und internationale Stars live erleben lässt.
BOOKFEST bringt internationale Stars nach Frankfurt

Otto Waalkes wird  anlässlich seines 70. Geburtstags einen Jubiläumsband  auf der Buchmesse präsentieren. © Foto: Diether v. Goddenthow
Otto Waalkes wird anlässlich seines 70. Geburtstags einen Jubiläumsband auf der Buchmesse präsentieren. © Foto: Diether v. Goddenthow

Mit dem „Bookfest“ werden ergänzend zum traditionellen städtischen Lesefest „Open-Books“ ein hochkarätig besetztes und internationales Literatur-Programm sowie Events geboten mit Bestsellerautoren im neuen Frankfurt Pavilion und  auf dem Messegelände.  Poetry Slams, Tastings und Talk-Runden wird es zudem in angesagten Frankfurter Locations geben. Damit soll die Stadt noch stärker als bislang unmittelbar in das Messegeschehen integriert werden, so Marketing- und Kommunikations-Chefin Katja Böhne beim gestrigen Pressegespräch. Mit dem „Bookfest“ werde insbesondere auch Verlagen Gelegenheit und eine Plattform geboten noch besser ihre Inhalte und Autoren   präsentieren zu können, so die Marketing-Chefin.  An knapp 20 Veranstaltungsorten in der Stadt seien hierzu  28 Events geplant. International bekannte Autoren und Autorinnen wie Maja Lunde, Paul Beatty, Håkan Nesser, Otto Waalkes, Meg Wolitzer und Juli Zeh sind ebenso zu Gast wie Helden des wahren Lebens – etwa wenn der Feuerwehrmann, Unfallsanitäter und Buchautor Jörg Nießen aus seinem Alltag berichtet oder die Journalisten der Süddeutschen Zeitung, Annette Ramelsberger, Wiebke Ramm, Tanjev Schultz und Rainer Stadler, über den NSU-Prozess sprechen, den sie über fünf Jahre protokolliert haben. buchmesse.de/bookfest

 © Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Gastland Georigen
Unter dem Motto „Georgia – Made by Characters“, präsentiert sich in diesem Jahr der Ehrengast Georgien. Mehr als 70 georgische Autorinnen und Autoren werden im Oktober in Frankfurt erwartet, rund 200 Titel liegen in deutscher Übersetzung vor. Freuen Sie sich nicht nur auf zahlreiche literarische Entdeckungen, sondern auf kulinarische, musikalische und künstlerische Darbietungen. Über fünf Jahre habe die Vorbereitungszeit betragen, und mittlerweile seien fast alle seine Mitstreiter schon einmal in Tiflis gewesen, die Stadt, ob seines großartigen Kulturangebotes und der Architektur für viele beinahe zu einer Art Sehnsuchtsort geworden sei, freut sich Juergen Boos, Direktor der Buchmesse Frankfurt.
Für die Freiheit des Wortes – „On The Same Page“ Kampagne zum Geburtstag zu 70 Jahre Internationale Menschenrechte

© Frankfurter Buchmesse
© Frankfurter Buchmesse

Die Buchmesse, so Juergen Boos, habe jedoch mehrere Dimension, nämlich eine ökonomische, eine kulturelle und eine politische Dimension. Die politische Dimension liege ihm besonders am Herzen. Die internationalste Buchmesse stehe seit ihrer Wiedereröffnung nach dem Zweiten Weltkrieg 1949 „für Meinungs- und Publikationsfreiheit, für internationale Vernetzung und Dialog. Auch die 70. Frankfurter Buchmesse wird unter politischen Vorzeichen stattfinden. Und für uns, wie für alle anderen internationalen Buchmessen, gilt: Diskussionen zuzulassen – auch und gerade zu kontroversen Themen. Polarisierende Autoren und Meinungen auszuhalten und argumentativ zu widerlegen, sind Errungenschaften einer demokratischen Gesellschaft. Diese Grundsätze sind Teil unserer DNA.“ Aus diesem Grund, und da auch vor 70 Jahren, am 10. Dezember 1948, die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurde, will die Buchmesse ihren Geburtstag mit der internationalen Menschenrechts-Kampagne #onthesamepage begehen. Die Internationalen Menschenrechte seien die Voraussetzung für die Freiheit der Sprache, und wir wollen darauf hinweisen, dass wir die Institutionalisierung der Menschenrechte nicht für selbstverständlich hinnehmen können und wir müssen uns für ihren Schutz und ihre Einhaltung engagieren, so Boos.
Mit der Kampagne „On The Same Page“ werde die Bedeutung der Menschenrechte stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Gemeinsam mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und den Partnern ARTE, ZDF und DER SPIEGEL sowie mit Unterstützung der Vereinten Nationen und Amnesty International werden zahlreiche Veranstaltungen zum Thema Menschenrechte auf der Messe stattfinden.

Paul Beatty, Dimitry Glukhovsky, Dörte Hansen, Maja Lunde, Robert Seethaler, Meg Wolitzer, Deniz Yücel, Juli Zeh – dies sind nur einige der Autorinnen und Autoren, die wir im Oktober erwarten. Auftreten werden sie und viele andere Schriftsteller im Frankfurt Pavilion, dem neuen Wahrzeichen der Frankfurter Buchmesse – und dem Herzstück unseres BOOKFEST.

XXL-Buch der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte

Auf der Frankfurter Buchmesse wird Amnesty International ein über zwei Meter hohes XXL-Buch der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte aufstellen. ARTE widmet sein Standprogramm am Buchmesse-Samstag dem Thema (Halle 4.1 D 14) – unter anderem mit Gesprächen zum Menschenrechts-Schwerpunkt, den ARTE Ende November ausstrahlt. buchmesse.de/onthesamepage

Veranstaltungsprogramm im Zentrum Weltempfang 

Archivbild: © Foto: Diether v. Goddenthow
Archivbild: © Foto: Diether v. Goddenthow

An fünf Tagen im Oktober werden in Frankfurt Geschäfte gemacht, wirtschaftliche Tendenzen analysiert, gesellschaftliche Phänomene diskutiert und kulturelle Trends präsentiert. Die Frankfurter Buchmesse bezieht mit einem Veranstaltungsprogramm im Zentrum Weltempfang (Halle 4.1 B 81) und im neuen Frankfurt Pavilion selbst Stellung: Hier geht es um Kunst im Spannungsfeld von Macht und Moral, um Strategien gegen antidemokratische Tendenzen, um Grenzbereiche politischer Kommunikation. Auf der Eröffnungs-Pressekonferenz am Dienstag, 9. Oktober 2018, spricht die nigerianische Autorin Chimamanda Ngozi Adichie, deren Manifest „We Should All Be Feminists“ eine Diskussion über Feminismus ausgelöst hat. Hochrangige internationale Vertreter aus Politik und Gesellschaft haben ihr Kommen angekündigt, darunter Federica Mogherini, die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Prof. Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, und Mamuka Bachtadse, Ministerpräsident Georgiens, dem Gastland der Frankfurter Buchmesse 2018.
Lizenzhandel boomt, Afrika kommt, Dynamik im Bildungsbereich

Literary Agents & Scouts Centre (LitAg)  mit Buchungsrekord 

Archivbild: © Foto: Diether v. Goddenthow
Archivbild: © Foto: Diether v. Goddenthow

Die 70. Frankfurter Buchmesse ist jedoch nicht nur eine Plattform für gesellschaftliche Themen – sie ist vielmehr Taktgeber der internationalen Branche und eine Trendschau für Innovationen. So boomt das Geschäft mit Übersetzungsrechten und Lizenzen in Frankfurt: Das Literary Agents & Scouts Centre (LitAg) ist seit dem Frühjahr ausverkauft und erneut kann ein Buchungsrekord vermeldet werden. In diesem Jahr ist die Teilnehmerzahl um 5,6 Prozent gewachsen. Wachstumsregionen auf der Messe sind vor allem Nordamerika, Kanada, Afrika und Südostasien. Zum ersten Mal seit Jahren ist Kuba mit einem Gemeinschaftsstand auf der Messe vertreten.

Größere Afrikanische Präsenz auf der Buchmesse 2018

Unter dem Motto „Lettres d’Afrique Francfort – Changing the narrative“ findet in diesem Jahr erstmalig ein mehrtägiges Veranstaltungsprogramm zum afrikanischen Buchmarkt statt (Halle 5.1 B 125). Verlage und Gemeinschaftsstände aus 19 afrikanischen Ländern präsentieren Titel auf der Buchmesse, darunter aus Angola, Äthiopien, Ghana, den Kapverden, Nigeria und dem Senegal. Ein Fokus auf Südostasien legt das ASEAN Forum: Zahlreiche Länder vom Verband Südostasiatischer Nationen ASEAN werden beim neuen ASEAN Forum auf der diesjährigen Buchmesse (Halle 4.0 B 106) vertreten sein, darunter Indonesien, Malaysia, Singapur, Thailand, Vietnam und die Philippinen. Das Forum bringt an den Fachbesuchertagen Veranstaltungen rund um diese Buchmärkte. Es geht unter anderem um die Vorstellung der einzelnen Märkte sowie um die Entwicklung des Verlagswesens in den ASEAN-Staaten – vom akademischen und Kinderbuch-Publishing bis hin zu Übersetzungsförderprogrammen.

Dynamische Entwicklung der Bildungsbranche

Dynamisch entwickelt sich der Bereich Bildung auf der Frankfurter Buchmesse: Mit Frankfurt EDU entsteht eine neue internationale Plattform für innovative Konzepte, Inhalte und Technologien der Bildungsbranche auf der Buchmesse. „Wir werden Frankfurt EDU zum größten Event für Aussteller, Dienstleister und Technologieanbieter aus diesem Bereich entwickeln“, sagte Juergen Boos. Aussteller der Bildungsbranche präsentieren sich in den Hallen 4.2 (internationale Aussteller) und 3.1 (deutsche Aussteller). Zu Frankfurt EDU gehören neue Bühnen und Formate in der Halle 4.2 wie die Education Stage, die EdTech Area und das LAB als interaktives Bildungslabor auf 500m² am Wochenende. Für innovative Treiber in der EdTech-Branche ist die neue Start-up Area die ideale „Home Base“ auf der Frankfurter Buchmesse.

Jugendmedien weiter im Aufwind

Archivbild: © Foto: Diether v. Goddenthow
Archivbild: © Foto: Diether v. Goddenthow

Wachstum verzeichnet die Frankfurter Buchmesse darüber hinaus auch im Bereich Kinder- und Jugendmedien. Die Aussteller verteilen sich über mehrere Hallen – neben der beliebten Halle 3.0 finden sich in Halle 6 viele Anbieter englischsprachiger Kinder- und Jugendmedien. In Halle 5 sind Bücher aus europäischen Ländern, Lateinamerika und dem arabischen Raum vertreten. Und im neuen „Frankfurt Kids – Foyer 5.1/6.1” erwartet Fachbesucher das neue internationale Kinderbuchzentrum für Business und Networking. Im Frankfurt Pavilion findet außerdem am Sonntag, 14. Oktober 2018, der Family Day mit einem bunten Programm für Kinder und Erwachsene statt.

„THE ARTS+“-Festival

Archivbild: © Foto: Diether v. Goddenthow
Archivbild: © Foto: Diether v. Goddenthow

Das dritte „THE ARTS+“-Festival wird in diesem Jahr zu einem internationalen Showroom der Zukunft, der die kreativen Köpfe und Pioniere des digitalen Ökosystems in spannenden Mikrokonferenzen und Events zusammenbringt. Inspirierende Keynotes von internationalen Sprechern wie JiaJia Fei und Frank Thelen und außergewöhnliche Performances von „Cyborg“ Moon Ribas, des holographischen Popstars Maya Kodes und 3D Drum Girl LIZZY – das ist THE ARTS+ 2018 „Future of Culture Festival“.

Weitere Informationen über: https://www.buchmesse.de/

Buchblog-Award 2018: Die Finalisten stehen fest #bubla18

45 Blogs in neun Kategorien im Finale / Insgesamt 679 Einreichungen / Auszeichnung der Sieger-Blogs am 12. Oktober 2018 auf der Frankfurter Buchmesse

Buchblogs, Videoblogs, Instagram-Accounts und Podcasts – 45 Online-Buchkanäle stehen im Rennen um den Buchblog-Award 2018. Alle Finalisten sind abrufbar unter www.buchblog-award.de/news/finalisten2018. Insgesamt wurden 679 Blogs und Accounts in neun verschiedenen Kategorien eingereicht.

Nominierungen waren in den sieben Genre-Kategorien „Allesleser“, „Fantasy & SciFi“, „Kinder- & Jugendbuch“, „Krimi & Thriller“, „Liebe & Herz“, „Literatur“, und „Sachbuch & Ratgeber“ sowie in der Kategorie „Newcomer“ möglich. Instagram-Accounts, Video-Blogs, Podcasts und Facebook-Seiten konnten in der Kategorie „Andere Formate“ an den Start gehen. Über die Finalteilnahme entschied ein öffentliches Online-Voting. Pro Kategorie erhielten die fünf Blogs mit den meisten Stimmen einen Platz im Finale.

Aus den Finalisten-Blogs kürt eine Jury die Gewinner der jeweiligen Kategorien. Der Jury gehören an: Felicitas von Lovenberg (Verlegerin, Piper Verlag), Sarah Reul (Buchhändlerin und Bloggerin, Buchladen am Freiheitsplatz, Hanau / pinkfisch.net), Dirk von Gehlen (Leiter Social Media / Innovation, Süddeutsche Zeitung), Elisabeth Rank (Programming Manager Audible und Autorin) und Frank Krings (PR-Manager, Frankfurter Buchmesse).

Die meisten Nominierungen entfielen auf die Kategorie „Allesleser“ mit insgesamt 319 eingereichten Blogs. 226 Blogs wurden in der Kategorie „Literatur“ nominiert, 200 in der Kategorie „Kinder- & Jugendbuch“. 162 Accounts erhielten eine Nominierung als „Andere Formate“. Blogs und Kanäle konnten in mehreren Kategorien nominiert werden. Über 3.000 Personen stimmten insgesamt für ihre Lieblingsblogs ab.

Der Award

NetGalley Deutschland und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels suchen mit dem Buchblog-Award die besten deutschsprachigen Buchblogs. Die erste genreübergreifende Auszeichnung für Buchblogs im deutschsprachigen Raum zeichnet Blogs aus, die aktiven Einfluss auf das öffentliche Gespräch über Bücher nehmen und ihre Zielgruppen charakteristisch ansprechen. Der Buchblog-Award wird 2018 zum zweiten Mal verliehen. Die Auszeichnung der besten Buchblogs findet während der Frankfurter Buchmesse am Freitag, 12. Oktober 2018, 12 Uhr, im Frankfurt Pavilion auf der Agora statt.