Kategorie-Archiv: Boersenverein d. deutschen Buchhandels

Deutscher Wirtschaftsbuchpreis 2021- Die Shortlist

© Handelsblatt /Börsenverein des Deutschen Buchhandels
© Handelsblatt /Börsenverein des Deutschen Buchhandels

Die Finalisten des Deutschen Wirtschaftsbuchpreises stehen fest. Zehn Bücher haben es in die Endauswahl geschafft. Aus ihnen wählt eine hochkarätige Jury nun das beste Wirtschaftsbuch des Jahres. Den Vorsitz der Jury hat Hans-Jürgen Jakobs, Senior Editor und Autor des Handelsblatts.

Verliehen wird der Deutsche Wirtschaftsbuchpreis am Freitag, 22. Oktober, im Rahmen der Frankfurter Buchmesse. Er ist mit 10.000 Euro dotiert und steht unter dem Motto „Wirtschaft verstehen“. Das Handelsblatt, die Frankfurter Buchmesse und die Investmentbank Goldman Sachs vergeben den Preis, um die Wirtschaftsliteratur zu fördern. Die drei Partnerinstitutionen wollen mit der Auszeichnung die Bedeutung des Wirtschaftsbuches bei der Vermittlung ökonomischer Zusammenhänge unterstreichen. Zu den Auswahlkriterien gehören daher neben innovativer Themensetzung oder einem neuen Blickwinkel auch Verständlichkeit und Lesbarkeit.

Die zehn Bücher der Shortlist stellt das Handelsblatt in den kommenden Wochen ausführlich auf der Literaturseite in der Wochenendausgabe sowie unter www.deutscher-wirtschaftsbuchpreis.de vor.

Die 10 Finalisten:

Eula Biss:
Was wir haben. Über Besitz, Kapitalismus und den Wert der Dinge.
Hanser, München 2021,
320 Seiten, 24 Euro

Markus K. Brunnermeier:
Die resiliente Gesellschaft
Aufbau Verlag, Berlin 2021,
336 Seiten, 24 Euro

Sir Ronald Cohen:
Impact – Ein neue Kapitalismus für echte Veränderungen
Plassen Buchverlage, Kulmbach 2021,
271 Seiten, 22,90 Euro

Sheera Frenkel/Cecilia Kang:
Inside Facebook. Die hässliche Wahrheit
S. Fischer Verlag, Frankfurt 2021,
384 Seiten, 24 Euro

Julia Friedrichs:
Working Class. Warum wir Arbeit brauchen, von der wir leben können
Berlin, Berlin 2021,
317 Seiten, 22 Euro

Bill Gates:
Wie wir die Klimakatastrophe verhindern
Piper Verlag, München 2021,
316 Seiten, 22 Euro

Felix Holtermann:
Geniale Betrüger – Wie Wirecard Politik und Finanzsystem bloßstellt
Westend Verlag, Frankfurt am Main 2021,
320 Seiten, 22 Euro

Daniel Kahnemann/Olivier Sibony/Cass R. Sunstein:
Noise. Was unsere Entscheidungen verzerrt – und wie wir sie verbessern können
Siedler Verlag, München 2021,
480 Seiten, 30 Euro

Fränzi Kühne:
Was Männer nie gefragt werden. Ich frage trotzdem mal.
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2021,
235 Seiten, 14 Euro

Moritz Schularick:
Der entzauberte Staat
C.H.Beck, München 2021,
140 Seiten, 14 Euro

Frankfurter Buchmesse 2021 mit Präsenzveranstaltung auf dem Messegelände / Hybrides Rahmenprogramm

Frankfurter Buchmesse © Archiv-Foto Diether v. Goddenthow
Frankfurter Buchmesse © Archiv-Foto Diether v. Goddenthow

Die Frankfurter Buchmesse (20.-24. Oktober 2021) als Leitmesse der internationalen Verlags- und Inhaltebranche richtet sich konsequent auf die aktuellen Herausforderungen aus und entwickelt ihr Präsenzformat und ihr digitales Angebot weiter. Die 73. Ausgabe des größten Branchenevents soll, vorbehaltlich der pandemischen Entwicklung und unter den im Oktober geltenden Sicherheits- und Hygienebestimmungen, auf dem Frankfurter Messegelände stattfinden. Ergänzt wird die Veranstaltung um digitale und hybride Angebote sowie um ein Veranstaltungsprogramm in der Stadt. Die Frankfurter Buchmesse 2021 wird unterstützt durch Mittel aus dem Programm NEUSTART KULTUR der Bundesregierung. Die Anmeldung zur Frankfurter Buchmesse ist weiterhin möglich.

Präsenzmesse mit Aussteller*innen aus 60 Ländern

Verlage, Agenturen, Dienstleister und branchennahe Institutionen aus aktuell 60 Ländern haben bisher ihre Standpräsenz auf der Frankfurter Buchmesse angemeldet: Die Regionen Nordamerika, Lateinamerika und Asien sowie die großen europäischen Buchmärkte, darunter Frankreich, Italien, Spanien, Niederlande, Skandinavien und Mittel- und Osteuropa, sind mit Länderständen in den Hallen präsent. Englischsprachige und frankophone Verlage aus Kanada werden ebenfalls mit Gemeinschaftsständen in den Messehallen erwartet. Nahezu alle deutschen Konzernverlage sowie die gesamte Palette der deutschsprachigen Literatur- und Sachbuchverlage haben sich für die Frankfurter Buchmesse registriert. Die Mitgliedsverlage der Kurt Wolff Stiftung sind mit eigenen Ständen vor Ort. Darüber hinaus sind Verlage aus den Bereichen Kunst- und Kinderbuch, Religion sowie Bildung und Wissenschaft in den Messehallen zahlreich vertreten.

Hygienekonzept der Frankfurter Buchmesse

Um die Sicherheit aller Teilnehmer*innen zu gewährleisten, hat das Team der Frankfurter Buchmesse nach den Vorgaben der Corona-Schutzverordnung des Landes Hessen und in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt und der Messe Frankfurt ein umfassendes Hygienekonzept entwickelt. Der Zugang zum Messegelände ist nur mit personalisierten Tickets möglich. Einlass wird erst nach Überprüfung der entsprechenden Zugangsvoraussetzungen gewährt; nach der derzeitigen Verordnungslage sind dies Dokumente, mit denen Personen nachweisen können, dass sie vollständig geimpft, genesen oder negativ auf Covid19 getestet sind. Durch eine großzügige Planung aller Hallenebenen und die Begrenzung der Gesamtteilnehmerzahl wird einer Entstehung von Menschenansammlungen entgegengewirkt. Die Verteilung der Menschen auf dem Gelände wird per Video-Monitoring überwacht. Zusätzliches Personal in den Hallen wird auf das Einhalten der Mindestabstände und der weiteren Hygieneregeln achten. Die Informationen zum Hygienekonzept werden fortlaufend auf der Webseite der Frankfurter Buchmesse aktualisiert: www.buchmesse.de/mit-sicherheit-2021. Darüber hinaus unterstützt das Buchmesse-Team die Aussteller*innen bei der Planung mit Handlungsempfehlungen und individueller Beratung.

Rahmenprogramm auf dem Messegelände

Frankfurt Pavillon auf der Frankfurter Buchmesse © Archiv-Foto Diether v. Goddenthow
Frankfurt Pavillon auf der Frankfurter Buchmesse © Archiv-Foto Diether v. Goddenthow

Die Vorbereitungen für das hybride Rahmenprogramm laufen auf Hochtouren: Gemeinsam mit den Medienpartnern ARD, ZDF, DER SPIEGEL, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und mit vielen weiteren Institutionen plant die Frankfurter Buchmesse eine Mischung aus Vor-Ort-Events mit Live-Übertragungen, Veranstaltungen in der Stadt Frankfurt sowie einem digitalen Programmangebot. Darüber hinaus entwickelt die Frankfurter Buchmesse gemeinsam mit der ARD und zahlreichen Distributionspartnern eine digitale Strategie zur Erhöhung der Reichweite und Sichtbarkeit.

Zahlreiche Autor*innen haben sich bereits angekündigt: Johanna Adorján, Bülent Ceylan, Elke Heidenreich, Prof. Dietrich Grönemeyer, Daniela Krien, Janina Kugl, Helen MacDonald, Eva Menasse, Emine Sevgi Özdamar, Sven Regener, Edgar Selge, Colm Tobín, Aminata Touré und viele andere werden ihre Neuerscheinungen auf der Messe präsentieren.

Die ARD-Buchmessenbühne wird erneut in der Festhalle Quartier beziehen: Unter dem Motto „Wie wollen wir leben? Unsere Bühne für die Zukunft“ sind hier Panels und Buchpräsentationen geplant. Im Mittelpunkt stehen viel diskutierte Themenfelder wie Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Diversität, Wohnen und Arbeitswelt sowie Bildung und Digitalisierung. Alle Veranstaltungen auf der ARD-Buchmessenbühne werden live auf der Webseite der Frankfurter Buchmesse und auf der Buchmessen-Website der ARD gestreamt.

Am bekannten Standort in Halle 3.1 werden die wichtigsten Autor*innen des Bücherherbstes auf dem Blauen Sofa Platz nehmen. Das Programm in der Buchmessenwoche wird erneut von den Partnern Bertelsmann, ZDF, Deutschlandfunk Kultur und 3Sat kuratiert und live gestreamt unter www.dasblauesofa.zdf.de.

Ehrengast Kanada

Unter dem Motto „Singular Plurality – Singulier Pluriel“ plant Kanada, Ehrengast der diesjährigen Frankfurter Buchmesse, den physischen Ehrengast-Pavillon im Forum, Ebene 1. Parallel entsteht ein hybrides Programm, in das zahlreiche kanadische Autor*innen, Illustrator*innen und Künstler*innen eingebunden sind. Veranstaltungen zum Ehrengast Kanada sind darüber hinaus auf der ARD-Buchmessenbühne geplant; auch in der Stadt Frankfurt am Main werden Ausstellungen und Lesungen stattfinden. Über 380 Titel kanadischer Autor*innen oder Titel zu Kanada sind aktuell auf der Neuerscheinungsliste der Frankfurter Buchmesse erfasst. Weitere Informationen: https://canadafbm2021.com.

Preisverleihungen auf dem Messegelände und in der Stadt

Auch in diesem Jahr werden renommierte Literatur- und Branchenpreise im Rahmen der Frankfurter Buchmesse verliehen. Den Rahmen bilden die Vergabe des Deutschen Buchpreises am Montag, 18. Oktober, im Frankfurter Römer und die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels am Sonntag, 24. Oktober, in der Frankfurter Paulskirche, dieses Jahr an die Schriftstellerin und Filmemacherin Tsitsi Dangarembga aus Simbabwe. Beide Veranstaltungen sind als Vor-Ort-Events und gemäß den dann geltenden Corona-Regeln mit Gästen geplant und werden live ausgestrahlt. Am Mittwoch, 20. Oktober, wird erstmals der ABC International Excellence Award for Accessible Publishing der World Intellectual Property Organization (WIPO) im Rahmen der Frankfurter Buchmesse verliehen. Das beste Wirtschaftsbuch des Jahres wird am Donnerstag, 21. Oktober, bei der Verleihung des Wirtschaftsbuchpreises (Handelsblatt) im Hotel Steigenberger Frankfurter Hof gekürt. Die feierliche Verleihung des Deutschen Jugendliteraturpreises wird am Freitag, 22. Oktober, im Congress Center Messe Frankfurt (CMF) stattfinden.

Veranstaltungen in der Stadt: BOOKFEST city und OPEN BOOKS

Auch in diesem außergewöhnlichen Jahr wird Frankfurt mit dem BOOKFEST city zur inspirierenden Kulturbühne. In Zusammenarbeit mit Verlagen und ausgewählten Locations sollen an allen fünf Messetagen Veranstaltungen angeboten werden. Das BOOKFEST city bietet eine perfekte Bühne für Autor*innen und Ideen und schafft Erlebnisse in außergewöhnlicher Atmosphäre in ganz Frankfurt. Die Veranstaltungsformate sind vielseitig: Bestseller-Events, Poetry Slams, Tastings, Konzerte, Partys, Talk-Runden, Workshops und weitere Inszenierungen sind möglich. Programmdetails werden in Kürze bekannt gegeben. Kontakt: bookfest-city@buchmesse.de

OPEN BOOKS, das städtische Lesefest zur Buchmesse, findet auch 2021 vor Publikum statt. Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz präsentieren ihre Neuerscheinungen des Herbstes im Sachbuch sowie in der deutschsprachigen und internationalen Belletristik. Zu erleben sind des Weiteren eine Diskussion zur SWR-Bestenliste, eine Veranstaltung mit den Nominierten des Schweizer Buchpreises und das Blaue Sofa mit der Auftaktveranstaltung in der Deutschen Nationalbibliothek sowie ein Krimiabend. Der Römer öffnet seine Pforten für den traditionsreichen Lesemarathon „Literatur im Römer“ am Buchmesse-Mittwoch und -Donnerstag. Am Wochenende stellt OPEN BOOKS KIDS auch in diesem Jahr neue Kinderbücher vor. Die Veranstaltungsorte der rund 100 Lesungen von OPEN BOOKS liegen wie immer rund um Römer und in der neuen Altstadt. Das städtische Lesefest wird in diesem Jahr im Rahmen von NEUSTART KULTUR gefördert.

Digitale Angebote für Fachbesucher*innen und Publikum

Die Frankfurter Buchmesse entwickelt zusammen mit dem Technologie- und Informationsanbieter MVB und der SYZYGY GROUP eine langfristig ausgerichtete Digitalstrategie. Diese beinhaltet die Prüfung und Entwicklung von tragfähigen digitalen Geschäftsmodellen für den B2B- und B2C-Bereich, die das physische Messeformat dauerhaft und unabhängig von der pandemischen Entwicklung ergänzen werden. Dazu gehört unter anderem der gemeinsame Auf- und Ausbau digitaler Plattformlösungen.

Im Fokus steht dabei stets der konkrete Nutzen für die ausstellenden Unternehmen, Fachbesucher*innen und das Publikum. Auf der Basis der Erfahrungen von 2020 entwickelt die SYZYGY GROUP unter Federführung ihrer Strategie- und Businessdesign-Beratung diffferent aus Berlin und mit SYZYGY Techsolutions das digitale Angebot der Frankfurter Buchmesse weiter und optimiert die Customer Journey. Die Zusammenarbeit ist zunächst bis zum Jahr 2024 angelegt.

Fachbesucher*innen können sich auch 2021 auf die Frankfurt Conference und auf das Networking-Format The Hof freuen. Neu in diesem Jahr sind die Masterclasses, intensive einstündige Formate mit Best Practices und viel Expertenwissen. Sowohl Aussteller*innen als auch Kund*innen, die sich gegen eine Standpräsenz in Frankfurt entschieden haben, können sich an allen Formaten aktiv beteiligen. Zusätzlich haben Unternehmen die Möglichkeit, sich im Ausstellerverzeichnis zu registrieren und (digitale) Veranstaltungen im Veranstaltungskalender einzutragen. 

Beim traditionellen Frankfurt CEO Talk am Mittwoch, 20. Oktober 2021, wird eine Führungspersönlichkeit eines internationalen Verlagskonzerns Auskunft darüber geben, welche Strategien sich beim Steuern durch die Pandemie bewährt haben. Den Rahmen bildet die Präsentation des aktuellen „Global 50 World Ranking“ der Verlage, das die leitenden Redakteur*innen von Bookdao (China), Buchreport (Deutschland), Livres Hebdo (Frankreich) und Publishers Weekly (USA) in der Moderation von Rüdiger Wischenbart präsentieren. Die Veranstaltung wird live gestreamt.

An einem B2C-Format wird derzeit gearbeitet. Detaillierte Informationen und Preise werden in Kürze bekannt gegeben. Weitere Informationen: https://www.buchmesse.de/ausstellen/digitale-praesentationsoptionen

Frankfurt Rights und Matchmaking

Die Nutzung von Frankfurt Rights, der digitalen Rechteplattform der Frankfurter Buchmesse, steht Rechtehändler*innen für Transaktionen zur Verfügung. Auf der Plattform sind aktuell über 1.500 Firmen sowie über 10.000 individuelle Ver- und Einkäuferprofile zu finden, 400.000 Titel sind in der Datenbank erfasst. Alle Messeteilnehmer*innen, die ein Profil auf MyBookFair angelegt haben, können die Matchmaking-Funktion erneut nutzen.

https://www.buchmesse.de/matchmaking.

Ticketshop und Buchverkauf

Der Ticketverkauf für Fachbesucher*innen und Publikum zur 73. Frankfurter Buchmesse startet im August. Die Frankfurter Buchmesse 2021 ist erstmalig bereits ab Freitag, 22. Oktober, 14.00 Uhr, für das Publikum geöffnet. Der Buchverkauf ist in diesem Jahr an allen Publikumstagen möglich.
Über die Frankfurter Buchmesse

Die Frankfurter Buchmesse ist die wichtigste Fachmesse für das internationale Publishing und ein branchenübergreifender Treffpunkt für Player aus den Bereichen Bildung, Filmwirtschaft, Games, Wissenschaft und Fachinformation. Einen inhaltlichen Schwerpunkt bildet seit 1976 der jährlich wechselnde Ehrengast, der dem Messepublikum auf vielfältige Weise seinen Buchmarkt, seine Literatur und Kultur präsentiert. Die Frankfurter Buchmesse organisiert die Beteiligung deutscher Verlage an internationalen Buchmessen und veranstaltet ganzjährig Fachveranstaltungen in den wichtigen internationalen Märkten. Die Frankfurter Buchmesse ist ein Tochterunternehmen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. https://www.buchmesse.de/

Woche der Meinungsfreiheit: „Wir haben ein starkes Zeichen für Demokratie, Debatte und Toleranz gesetzt“

Wolfgang Niedecken, Musiker, Maler, Autor Foto: Lutz Bischoff (Molchkragen Media)
Wolfgang Niedecken, Musiker, Maler, Autor Foto: Lutz Bischoff (Molchkragen Media)

In den vergangenen sieben Tagen haben sich Tausende Menschen, Organisationen und Unternehmen in Deutschland für Meinungsfreiheit, Demokratie und Toleranz eingesetzt. Zur ersten Woche der Meinungsfreiheit veranstalteten auf Initiative des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels rund 30 Organisationen über 50 Online-Diskussionen, Podiumsgespräche, Podcasts und Sendungen, Lesungen, Video- und Social-Media-Aktionen. Rund 2.000 Menschen haben sich hinter die Charta der Meinungsfreiheit gestellt, die weiterhin unterzeichnet werden kann. Am heutigen Gedenktag an die Bücherverbrennung in Deutschland geht die Aktionswoche 2021 zu Ende. Die Woche der Meinungsfreiheit soll jährlich vom 3. bis 10. Mai stattfinden und auf Europa und die Welt ausgeweitet werden. Darüber hinaus will die Initiative auch das Jahr über aktiv sein, etwa auf der Frankfurter Buchmesse.

Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins:
„Bei der ersten Woche der Meinungsfreiheit haben wir mit einem breiten Bündnis der Zivilgesellschaft ein starkes Zeichen für Demokratie, Debatte und Toleranz gesetzt. Es war beeindruckend, wie viele Menschen und Organisationen sich öffentlich zu den Werten einer freien, demokratischen und vielfältigen Gesellschaft bekannt haben. Gerade der heutige Tag, an dem wir der Bücherverbrennungen in Deutschland vor 88 Jahren gedenken, zeigt, wie wichtig es ist, sich aktiv für die Meinungsfreiheit einzusetzen. Nach dem erfolgreichen Start möchten wir die Woche der Meinungsfreiheit in den kommenden Jahren als festen und wichtigen gesellschaftlichen Anlass etablieren, in Deutschland und darüber hinaus. Wir werden auch in den kommenden Monaten nicht nachlassen, uns für verfolgte Kulturschaffende einzusetzen und für Meinungsfreiheit einzustehen. Denn unsere Demokratie und ihre freiheitlichen Werte haben nur Bestand, wenn wir täglich dafür eintreten und sie verteidigen.“

Vielfältiges Programm
Cancel Culture, Hate-Speech, Sport und Meinungsfreiheit, die Lage in China, Russland oder der Türkei, Solidarität mit verfolgten Autor:innen – diese und weitere Themen standen im Zentrum der Woche der Meinungsfreiheit. Ein großer Teil der Veranstaltungen ist weiterhin abrufbar unter: www.woche-der-meinungsfreiheit.de/programm. Ebenfalls zum Nachhören: Eine Sendung zur Bücherverbrennung 1933 und ihren Folgen, ein Kooperationsprojekt des Börsenvereins und hr2-kultur.

Bekannte Persönlichkeiten wie Katja Riemann, Wolfang Niedecken, Michel Friedman, Susanne Fröhlich, ARD-Intendant Tom Buhrow oder Kulturstaatsministerin Monika Grütters bezogen öffentlich Stellung zur Meinungsfreiheit. Die Buchbranche als Initiatorin der Aktionswoche engagierte sich in hohem Maße: Mehrere Hundert Buchhandlungen, Verlage, Autor:innen und Leser:innen machten Meinungsfreiheit in Social Media zum Thema, gaben Buchtipps und regten zur Debatte an. Buchläden gestalteten Schaufenster, Büchertische und wiesen sich mit Plakaten als „Ort der Meinungsfreiheit“ aus.

Aufmerksamkeitsstarke Kampagne

Die Woche der Meinungsfreiheit fand eine umfangreiche Medienresonanz. Zeitungen, Zeitschriften, Radio, Fernsehen und Online-Medien berichteten regional und überregional über die Aktionen und entwickelten eigene Formate zum Thema Meinungsfreiheit. Unter dem Hashtag #MehrAlsMeineMeinung bezogen Menschen auf Social Media Stellung und diskutierten über die Bedeutung und Grenzen von Meinungsfreiheit.

Begleitend sorgte eine Kampagne für große Sichtbarkeit in den Medien und im öffentlichen Raum: Anzeigen erschienen pro bono in Medien wie der F.A.Z., Frankfurter Rundschau oder Horizont. Über eine Partnerschaft mit Ströer waren die Kampagnenmotive an rund 3.000 Außenflächen bundesweit zu sehen. Media Frankfurt ermöglichte Anzeigen und Videos am Frankfurter Flughafen. Insgesamt erreichte die Anzeigenkampagne einen Media Value von geschätzt einer Million Euro.

Die Partner der Woche der Meinungsfreiheit

Allianz Kulturstiftung
Amnesty International
Bildungsstätte Anne Frank
Büchergilde Gutenberg
Bundesverband Information Bibliothek
Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung
Die Vielen e.V.
Dudenverlag
Eintracht Frankfurt
Federation of European Publishers
Frankfurter Agenturallianz
Frankfurter Buchmesse
Goethe-Institut
Initiative Offene Gesellschaft
Interkulturelles Zentrum Heidelberg
Join Politics
LG Buch
LiteraturLounge
Margit-Horváth-Stiftung
mediacampus frankfurt
MVB
Osnabrücker Friedensgespräche
Palm-Stiftung e.V.
Penguin Random House Verlagsgruppe
PEN-Zentrum Deutschland
Reporter ohne Grenzen
Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband
Spread Group
Stiftung Tafelkultur e.V.
Verband Bildungsmedien
Verbrannte Orte e.V.
Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller in ver.di
Verlag C.H.Beck
Verlagsgruppe Droemer Knaur
vhs.wissen live
Weiter schreiben

Die Frankfurter Agenturallianz, hat den Börsenverein bei der Planung, Organisation und Durchführung der Aktionswoche unterstützt. Sie besteht aus Kreativen und Kommunikationsexpert:innen aus dem Rhein-Main-Gebiet, die größtenteils pro bono für die Initiative arbeiten. Ströer DERG Media GmbH und Media Frankfurt waren Werbepartner der Woche der Meinungsfreiheit.

Die Woche der Meinungsfreiheit auf Social Media: Twitter: @WdM2021 | Instagram: @woche_der_meinungsfreiheit | Facebook: @WochederMeinungsfreiheit

Woche der Meinungsfreiheit

Woche der Meinungsfreiheit vom 3.–10. Mai – Ein starke Bewegung für Demokratie, Vielfalt und Toleranz

woche-der-meinungsfreiheit_socialEin breites gesellschaftliches Bündnis stellt ab Montag mit der Woche der Meinungsfreiheit die Bedeutung der Freiheit des Wortes und lebendiger Debatten für eine freie, demokratische Gesellschaft in den öffentlichen Fokus. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat die Initiative ins Leben gerufen, die vom Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai bis zum Tag der Bücherverbrennung in Deutschland am 10. Mai geht. Grundlage ist die Charta der Meinungsfreiheit, die Privatpersonen, Organisationen und Unternehmen unterzeichnen können. Bei einer virtuellen Pressekonferenz stellten Initiator:innen und Unterstützer:innen heute die Initiative und das Programm vor.

Das Programm
Unter dem Claim #MehrAlsMeineMeinung machen über 30 Partnerorganisationen eine Woche lang auf unterschiedliche Art und Weise Meinungsfreiheit zum Thema. Das Programm umfasst Online-Diskussionen, Podiumsgespräche, Podcasts und Sendungen, Lesungen, Video- und Social-Media-Aktionen. Bei der begleitenden Kampagne kommen Testimonials von Persönlichkeiten wie Cosma Shiva Hagen, Wolfang Niedecken, Michel Friedman, Anne Chebu oder Susanne Fröhlich.

Den Auftakt macht eine Lesung und Diskussion am 3. Mai, 19 Uhr, mit Schauspielerin Katja Riemann, Markus N. Beeko (Amnesty International Deutschland), Alexander Skipis (Börsenverein) und Esra Küçük (Allianz Kulturstiftung). Die Veranstaltung wird online ausgestrahlt. Das Programm mit allen Details ist hier nachzulesen: www.woche-der-meinungsfreiheit.de/programm.

Charta der Meinungsfreiheit
Bereits rund 600 Privatpersonen und Vertreter:innen von Organisationen und Unternehmen haben die elf Leitsätze der Meinungsfreiheit bereits unterzeichnet, darunter ARD-Intendant Tom Buhrow, der Vorsitzende des Deutschen Bibliotheksverbands Prof. Dr. Andreas Degkwitz sowie zahlreiche Buchhändler:innen, Verleger:innen und Kulturschaffende. Die Charta kann unter www.woche-der-meinungsfreiheit.de/charta-der-meinungsfreiheit abgerufen und unterzeichnet werden.

Die Woche der Meinungsfreiheit gestalten als Partner unter anderem mit:

Allianz Kulturstiftung
Amnesty International Deutschland
Bildungsstätte Anne Frank
Büchergilde Gutenberg
Bundesverband Information Bibliothek
Bundeszentrale für politische Bildung
Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung
Die Vielen e.V.
Eintracht Frankfurt
Federation of European Publishers
Frankfurter Agentur-Allianz
Frankfurter Buchmesse
Goethe-Institut
Initiative Offene Gesellschaft
Interkulturelles Zentrum Heidelberg
Join Politics
LG Buch
LiteraturLounge
Margit-Horváth-Stiftung
mediacampus frankfurt
MVB
Palm-Stiftung e.V.
Penguin Random House Verlagsgruppe
PEN-Zentrum Deutschland
Reporter ohne Grenzen
Spread Group
Stiftung Tafelkultur e.V.
Verband Bildungsmedien
Verbrannte Orte e.V.
Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller
Verlagsgruppe Droemer Knaur
vhs.wissen live
Weiter schreiben

Die „Frankfurter Agentur-Allianz“, bestehend aus Kreativen und Kommunikationsexpert:innen aus dem Rhein-Main Gebiet, die größtenteils pro bono für die Initiative arbeiten, unterstützt den Börsenverein bei der Planung, Organisation und Durchführung der Aktionswoche. Ströer und Media Frankfurt sind Werbepartner der Woche der Meinungsfreiheit.

Die Woche der Meinungsfreiheit auf Social Media: Twitter: @WdM2021 | Instagram: @woche_der_meinungsfreiheit | Facebook: @WochederMeinungsfreiheit

Programm Woche der Meinungsfreiheit

Woche der Meinungsfreiheit – Cancel Culture oder Trigger Warnung? Müssen literarische Texte heutigen Erwartungen angepasst werden?

woche-der-meinungsfreiheit_socialÜber den Umgang mit kulturellen Stereotypen, klischeehaften Darstellungen und diskriminierenden Formulierungen in der Literatur ist ein heftiger Streit entbrannt: Auf dem Prüfstand stehen Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur ebenso wie Werke des Literaturkanons. Daraus ergeben sich zahlreiche Diskussionsansätze: Wieviel Rücksicht muss Literatur auf die Bedürfnisse heutiger Leserinnen und Leser nehmen? Dürfen oder sollten die betreffenden Werke nachträglich umgeschrieben werden? Muss der klassische Kanon neubewertet werden? Über diese Fragen diskutieren:

  • Prof. Ernst Osterkamp, Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung
  • Dr. Christiane Raabe, Direktorin der Internationalen Jugendbibliothek (IJB) München
  • Ijoma Mangold, Kulturkorrespondent der Wochenzeitung DIE ZEIT und Autor
  • Ulrike von Stenglin, Verlagsleiterin, hanserblau
  • Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse

Eine Veranstaltung der Frankfurter Buchmesse und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung zur Woche der Meinungsfreiheit

Virtuelles Gespräch mit Liveübertragung
Mittwoch, 5. Mai 2021, 18.00 – 19.15 Uhr
Link zum Livestream

Über die Woche der Meinungsfreiheit
Zusammen mit einem breiten Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen und Unternehmen ruft der Börsenverein des Deutschen Buchhandels vom 3.-10. Mai 2021 die „Woche der Meinungsfreiheit“ aus. In einem zunehmend schwierigen gesellschaftlichen Diskursklima und angesichts der massiven Bedrohung der Meinungsfreiheit weltweit macht die Kampagne auf die Bedeutung dieses Menschenrechts aufmerksam, fördert konstruktive Debatten und engagiert sich für verfolgte Kulturschaffende.

Vom Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai bis zum Tag der Bücherverbrennung in Deutschland am 10. Mai finden unter dem Claim #mehralsmeinemeinung bundesweit Veranstaltungen, Aktionen und Kampagnen statt. Als Partner sind bereits über 25 Organisationen und Unternehmen dabei: von Amnesty International, der Frankfurter Buchmesse und Reporter ohne Grenzen über das Goethe Institut bis hin zu Eintracht Frankfurt. Inhaltliche Basis ist eine vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels entwickelte „Charta der Meinungsfreiheit“, zu deren Unterzeichnung der Börsenverein aufruft. Weitere Informationen: Woche der Meinungsfreiheit

Charta der Meinungsfreiheit

1. Meinungsfreiheit ist ein universelles Menschenrecht und als solches nicht verhandelbar. Jeder Mensch hat das Recht, die Meinungsfreiheit für sich in Anspruch zu nehmen.

2. Die Meinungsfreiheit beinhaltet das Recht auf Information, die Pressefreiheit sowie die Freiheit des Publizierens und der Berichterstattung.

3. Meinungsfreiheit ist die Grundvoraussetzung für eine freie, vielfältige und demokratische Gesellschaft. Die Meinung aller Bürger:innen trägt zum Meinungsbildungsprozess in einer Gesellschaft bei und sichert damit erst die Souveränität des Volkes in einer Demokratie.

4. Meinungsfreiheit verpflichtet zu einem Umgang, der von gegenseitigem Respekt, Zuhören, Ausredenlassen, Reflexion und argumentativem Abwägen geprägt ist.

5. Hetze und Hass werden nicht von der Meinungsfreiheit gedeckt, sondern beschädigen sie. Die Meinungsfreiheit endet da, wo die Würde eines Menschen angegriffen wird.

6. Meinungsfreiheit bedeutet nicht, frei von Kritik zu sein. Kritik ist der Beginn einer inhaltlichen Auseinandersetzung und somit wichtiger Bestandteil des Meinungsbildungsprozesses.

7. Meinungsfreiheit erfordert eine Debattenkultur, für die sowohl der Staat wie auch die Zivilgesellschaft eine Verantwortung tragen.

8. Jede Einschränkung der Meinungsfreiheit durch staatliche Gewalt ist ein untrügliches Zeichen der Abkehr von einer freien, vielfältigen und demokratischen Gesellschaft, berechtigt zum Widerstand und verpflichtet zur Solidarität.

9. Demokratische Staaten tragen insbesondere die Verantwortung, in ihrer Außen- und Wirtschaftspolitik darauf hinzuwirken, dass Einschränkungen des Rechts auf freie Meinungsäußerung unterbleiben.

10. Gewaltausübung gegen Andersdenkende durch physische und psychische Einschüchterung, Drohung und finanzielle Druckmittel ist unzulässig.

11. Die Zivilgesellschaft trägt die Verantwortung, für die Meinungsfreiheit einzutreten, Einschränkungen der Meinungsfreiheit kenntlich zu machen und ihnen wirksam entgegenzutreten.

Deutscher Buchpreis 2021: 197 Romane von 125 Verlagen eingereicht

Mehr Einreichungen und teilnehmende Verlage als je zuvor / Knut Cordsen ist Sprecher der Jury

Das zweite Jahr in Folge steigt die Zahl der Einreichungen für den Deutschen Buchpreis auf einen bisherigen Höchstwert: 125 deutschsprachige Verlage schickten insgesamt 197 Titel ins Rennen um den Roman des Jahres. Das sind 10 Titel und 5 Verlage mehr als im Rekordjahr 2020. 83 Verlage sitzen in Deutschland, 22 in der Schweiz, 19 in Österreich und einer in Luxemburg.

Von den vorgeschlagenen Titeln stammen 110 aus dem aktuellen Frühjahrsprogramm, 67 weitere kommen im Herbst auf den Markt. 20 Titel sind bereits im vergangenen Herbst erschienen. Jeder Verlag konnte maximal zwei Titel einreichen, die zwischen Oktober 2020 und dem 21. September 2021 (Bekanntgabe der Shortlist) erschienen sind bzw. erscheinen. Darüber hinaus konnten bis zu fünf weitere Titel empfohlen werden. Auf der Empfehlungsliste landeten dieses Jahr 112 Romane – 16 mehr als im Vorjahr. Aus der Liste können die Juror*innen Titel für den Auswahlprozess anfordern.

Die erste gemeinsame Jurysitzung fand per Videokonferenz statt. Als ihren Sprecher haben die Jurymitglieder Knut Cordsen (Kulturredakteur, Bayerischer Rundfunk) benannt. Der Jury gehören außerdem an: Bettina Fischer (Leiterin Literaturhaus Köln), Anja Johannsen (Leiterin Literarisches Zentrum Göttingen), Richard Kämmerlings (Literarischer Korrespondent, Die Welt), Sandra Kegel (Ressortleiterin Feuilleton, Frankfurter Allgemeine Zeitung), Beate Scherzer (Buchhändlerin, Proust Wörter + Töne) und Anne-Catherine Simon (Feuilleton-Redakteurin, Die Presse).

Die Jury entscheidet über den Roman des Jahres in einem mehrstufigen Auswahlverfahren. Am 24. August 2021 gibt sie die 20 nominierten Titel bekannt. Aus dieser Longlist wählen die Juror*innen sechs Titel für die Shortlist, die am 21. September 2021 veröffentlicht wird. Erst am Abend der Preisverleihung, am 18. Oktober 2021, erfahren die sechs Autor*innen, wer von ihnen den Deutschen Buchpreis gewonnen hat.

Der Deutsche Buchpreis wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels vergeben. Förderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.

Informationen zum Deutschen Buchpreis 2021 können Interessierte unter www.deutscher-buchpreis.de abrufen.

Peter Kraus vom Cleff wird neuer Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels

Peter Kraus vom Cleff (53) wird zum 1. Januar 2022 neuer Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Buchtage Berlin 2019 am 18.06.2019 im Ellington, Berlin   Foto: Monique Wüstenhagen
Peter Kraus vom Cleff (53) wird zum 1. Januar 2022 neuer Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Buchtage Berlin 2019 am 18.06.2019 im Ellington, Berlin Foto: Monique Wüstenhagen

Peter Kraus vom Cleff (53) wird zum 1. Januar 2022 neuer Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Er folgt auf Alexander Skipis (66), dessen Vertrag nach über 15-jähriger Tätigkeit endet. Der Vorstand des Börsenvereins hat die Entscheidung für Peter Kraus vom Cleff einstimmig getroffen.

„Wir sind sehr froh, dass wir mit Peter Kraus vom Cleff eine herausragende Führungspersönlichkeit der Buchbranche für diese verantwortungsvolle Aufgabe gewinnen konnten. Mit ihm wollen wir in herausfordernden Zeiten einerseits Kurs halten und andererseits neue überzeugende Antworten auf die Fragen finden, die sich durch Digitalisierung und die Corona-Krise stellen“, erklärt Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins. „Ich bedanke mich bei Alexander Skipis für seinen langjährigen, erfolgreichen Einsatz für den Verband. Er hat großen Anteil daran, dass die Stimme der deutschen Buchbranche national und international gehört wird.“

Peter Kraus vom Cleff zu seiner neuen Aufgabe: „Für mich ist es eine große Ehre, die Nachfolge von Alexander Skipis antreten zu dürfen. Die reiche und erfolgreiche Tradition des Börsenvereins fortzuschreiben und gleichzeitig neue gesellschaftspolitische und technologische Trends aufzugreifen, um das Kulturgut Buch zukunftsfest zu machen, sind große Aufgaben. Eine Agenda, der ich mit Respekt und dem Vertrauen in eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem hochqualifizierten Team des Börsenvereins und seinen vielen ehrenamtlichen Unterstützer*innen freudig entgegensehe.“

Peter Kraus vom Cleff war mehr als 20 Jahre in verschiedenen Häusern der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck aktiv, zuletzt führte er seit 2008 als kaufmännischer Geschäftsführer den Rowohlt Verlag. Bevor er in die Buchbranche einstieg, arbeitete der gebürtige Wuppertaler und Diplom-Ökonom fünf Jahre lang im Auslands- und Konzerncontrolling der Mannesmann-Demag AG. 1999 begann er seine Tätigkeit in der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, zunächst im Controlling und Projektmanagement im Bereich Publikumsverlage. Seit 2002 war er zusätzlich kaufmännischer Geschäftsführer des Kindler Verlags, von 2004 bis 2008 zudem Geschäftsführer der Hanseatischen Gesellschaft für Verlagsservice mbH. Im Börsenverein ist er seit 2012 stellvertretender Vorsitzender des Verleger-Ausschusses. Seit 2017 engagiert er sich in offizieller Funktion beim europäischen Verlegerverband FEP, 2020 wurde er zu dessen Präsident gewählt. Peter Kraus vom Cleff ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. ist die Interessenvertretung der deutschen Buchbrache gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit. Er wurde 1825 gegründet und vertritt rund 4.500 Buchhandlungen, Verlage, Zwischenbuchhändler und andere Medienunternehmen. Er veranstaltet die Frankfurter Buchmesse, vergibt den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, den Deutschen Buchpreis und den Deutschen Sachbuchpreis, engagiert sich in der Leseförderung und für die Freiheit des Wortes.

Deutscher Sachbuchpreis 2021: Jury nominiert acht Sachbücher

Die nominierten Titel des Deutschen Sachbuchpreises 2021 © vntr-media
Die nominierten Titel des Deutschen Sachbuchpreises 2021 © vntr-media

Die Jury des Deutschen Sachbuchpreises 2021 hat acht Sachbücher für die Auszeichnung ausgewählt. Seit Ausschreibungsbeginn haben die sieben Jurymitglieder 240 Titel gesichtet, die seit Mai 2020 erschienen sind.

Jurysprecherin Dr. Kia Vahland, Süddeutsche Zeitung:
„Die Bücher dieser Auswahl variieren im Stil, den Themen, dem Umfang und den Methoden. Alle aber erforschen die Welt auf sehr eigene Weise und gehen den Dingen auf den Grund. Ihre Verfasser*innen wollen erst verstehen, bevor sie erklären; sie meiden eingetretene Pfade, stellen sich der Geschichte und immer auch der Gegenwart. Ihr Blick ist schonungslos, auf andere und sich selbst. Sie bringen sehr unterschiedliche Erfahrungen und Kenntnisse mit – und begnügen sich nicht mit diesen, sondern erkunden beim Schreiben Neuland. Der Zweifel, die Neugier und eine Portion Hartnäckigkeit treiben sie um und an. Sie suchen Erkenntnis statt Bekenntnis und stellen Fragen, die größer sind als ihre jeweiligen Sujets. So inspirieren sie eine breite, wissbegierige Leserschaft.“

Die nominierten Titel (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Heike Behrend, Menschwerdung eines Affen (Matthes & Seitz Berlin, Oktober 2020)
  • Asal Dardan, Betrachtungen einer Barbarin (Hoffmann und Campe, Februar 2021)
  • Jürgen Kaube, Hegels Welt (Rowohlt Berlin, August 2020)
  • Andreas Kossert, Flucht – Eine Menschheitsgeschichte. Von der Aufklärung bis heute (Siedler, Oktober 2020)
  • Daniel Leese, Maos langer Schatten. Chinas Umgang mit der Vergangenheit (C.H.Beck, Oktober 2020)
  • Michael Maar, Die Schlange im Wolfspelz. Das Geheimnis großer Literatur (Rowohlt, Oktober 2020)
  • Christoph Möllers, Freiheitsgrade. Elemente einer liberalen politischen Mechanik (Suhrkamp, September 2020)
  • Mai Thi Nguyen-Kim, Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit (Droemer Knaur, März 2021)

Der Jury gehören neben Kia Vahland an: Dr. Klaus Kowalke (Buchhandlung Lessing & Kompanie), Tania Martini (die tageszeitung), Dr. Jeanne Rubner (Bayerischer Rundfunk), Denis Scheck (ARD), Hilal Sezgin (freie Autorin) und Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger (Wissenschaftskolleg zu Berlin).

Die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels verleiht den mit insgesamt 42.500 Euro dotierten Deutschen Sachbuchpreis in diesem Jahr erstmalig. Ausgezeichnet wird ein herausragendes, in deutscher Sprache verfasstes Sachbuch, das Impulse für die gesellschaftliche Auseinandersetzung gibt.

Aus den acht nominierten Titeln kürt die Jury das Sachbuch des Jahres, das am 14. Juni 2021 in Berlin verkündet wird. Der oder die Preisträger*in erhält 25.000 Euro, die sieben Nominierten erhalten je 2.500 Euro. Die Preisverleihung findet im Humboldt Forum im Berliner Schloss statt.

Die Jury des Deutschen Sachbuchpreises 2021. (v.l.n.r.) Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger, Dr. Kia Vahland, Dr. Jeanne Rubner, Denis Scheck, Dr. Klaus Kowalke, Hilal Sezgin, Tania Martini Foto: Monique Wüstenhagen
Die Jury des Deutschen Sachbuchpreises 2021. (v.l.n.r.) Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger, Dr. Kia Vahland, Dr. Jeanne Rubner, Denis Scheck, Dr. Klaus Kowalke, Hilal Sezgin, Tania Martini Foto: Monique Wüstenhagen

Kulturstaatsministerin Monika Grütters ist Schirmherrin des Deutschen Sachbuchpreises. Hauptförderer des Preises ist die Deutsche Bank Stiftung, darüber hinaus unterstützt die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss die Auszeichnung. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Sachbuchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.

Die Nominierten kennenlernen: Gespräche, Filme und Blogger*innen-Rezensionen Gemeinsam mit seinen Partnern bietet der Deutsche Sachbuchpreis den Nominierten eine Bühne. Lesebegeisterte und Bücherfans können die nominierten Titel und ihre Autor*innen in Gesprächen, Diskussionsrunden, Filmen, in Audiobeiträgen und im Buchhandel kennenlernen. Die Termine sind abrufbar unter: www.deutscher-sachbuchpreis.de/veranstaltungen

Unter dem Hashtag #sachbuchpreisbloggen stellen in den kommenden Wochen acht Buchblogger*innen die nominierten Titel vor. Die Rezensionen werden auf den Social-Media-Kanälen des Deutschen Sachbuchpreises geteilt.

Frankfurter Buchmesse 2021 wieder als Präsenzmesse geplant – Anmeldung für Verlage hat schon begonnen

Impression der Buchmesse, wie wir sie kennen. Archivbild 2019  ©  Diether v. Goddenthow
Impression der Buchmesse, wie wir sie kennen. Archivbild 2019 © Diether v. Goddenthow

Verlage können sich ab jetzt für die 73. Frankfurter Buchmesse (20.-24. Oktober 2021) anmelden. Anmeldeschluss ist der 31. Mai 2021. Die Messe steht unter dem Motto Wiederbegegnung (re:connect): Sie ist als Präsenzveranstaltung mit ergänzenden digitalen Formaten geplant, und kann flexibel an die pandemische Entwicklung angepasst werden. Im Fokus stehen der internationale Rechtehandel und reichweitenstarke Angebote für das Publikum. Als Ehrengast präsentiert sich Kanada.

„Die Frankfurter Buchmesse wird auch 2021 wieder ein wichtiger Ort der Begegnung sein – für die Buchbranche, für Autor*innen und Leser*innen“, betonte Buchmesse-Geschäftsführer Juergen Boos. „Die Branche braucht Austausch und Sichtbarkeit mehr denn je. Wir haben in den letzten Monaten intensive Gespräche mit unseren Kund*innen geführt und ein Messekonzept maßgeschneidert auf die Bedürfnisse unserer Aussteller*innen erstellt. Mit angepassten Teilnahmebedingungen, großzügigen Stornobedingungen und unserem flexiblen Programm wollen wir Aussteller*innen in Deutschland und weltweit die Entscheidung für einen Auftritt in Frankfurt leicht machen. Der Gesundheitsschutz für Aussteller*innen und Besucher*innen steht für uns immer an erster Stelle. Daher planen wir flexibel und können unser Konzept schnell den Anforderungen anpassen.“ Die 73. Frankfurter Buchmesse wird durch Mittel aus dem NEUSTART KULTUR Programm der Bundesregierung gefördert: Diese Förderung wird an die Aussteller*innen weitergegeben, so dass diese mit deutlich günstigeren Standpreisen rechnen können.

Die Präsenzmesse

Frankfurter Buchmesse 2019 - Impression Halle 3 © Foto Diether v. Goddenthow
Frankfurter Buchmesse 2019 – Impression Halle 3 © Foto Diether v. Goddenthow

Geplant ist, die Hallen 3, 4 und 6 sowie das Forum und die Festhalle zu belegen. Das Literary Agents & Scouts Centre (LitAg) wird an neuem Standort in Halle 6.2 zu finden sein. Die innovativen Themenareale der Frankfurter Buchmesse, THE ARTS+ und Frankfurt Audio, werden zentral im Forum, Ebene 0 verortet sein. Die Präsentation des Ehrengastes Kanada bleibt im Forum, Ebene 1. In der Festhalle wird mit der ARD und weiteren Medienpartnern erneut eine große Bühne bespielt – alle Veranstaltungen sollen live gestreamt werden. Mit den Frankfurt Workstations in Hallen 3, 4, 6 und im Forum wurde ein flexibles Präsenzformat entwickelt – die Arbeitsplätze können tageweise angemietet werden. Der Anmeldeschluss für die Teilnahme an der Präsenzmesse ist der 31. Mai 2021.

Digitale Angebote

Parallel dazu arbeitet die Frankfurter Buchmesse an digitalen Formaten: Das Matchmaking-Angebot und die digitale Rechteplattform Frankfurt Rights werden optimiert. Das Konferenzprogramm Frankfurt Conference und das erfolgreiche Networking-Format „The Hof“ sollen weitergeführt werden. Veranstaltungskalender und Ausstellerkatalog werden in der App der Frankfurter Buchmesse und online zur Verfügung stehen. „Wir haben im Anschluss an die Frankfurter Buchmesse 2020 intensive Gespräche mit unseren Kund*innen geführt und sehr wertvolles Feedback erhalten. Wir optimieren unser digitales Angebot auf der Grundlage dieser Rückmeldungen“, sagte Juergen Boos.

Gesundheitsschutz hat Priorität

Die sichere Durchführung der Präsenzveranstaltung ist durch ein detailliertes Hygienekonzept und an die Pandemielage angepasste Rahmenbedingungen gewährleistet: Die Frankfurter Buchmesse plant mit einem großzügigen Hallen-Layout und deutlich verbreiterten Gängen zur Steuerung der Besucher*innen. Die Mindestgröße für Messestände beträgt dieses Jahr 8 statt 4 Quadratmeter. Die damit verbundenen Mehrkosten fallen nicht den Aussteller*innen zur Last, sondern werden durch Mittel aus dem NEUSTART KULTUR-Programm der Bundesregierung finanziert. Alle Messeteilnehmer*innen müssen sich vorab registrieren. Die Zugangszahlen für Besucher*innen werden entsprechend den im Oktober geltenden Infektionsschutzregeln kontrolliert und angepasst: Dazu gehört auch, dass die Frankfurter Buchmesse bereits am Messe-Freitag (22. Oktober 2021) für das Publikum geöffnet sein wird.

Ehrengast Kanada

Unter dem Motto „Singular Plurality“ wird Ehrengast Kanada in diesem Jahr mit einem vielfältigen Programm seine Literatur und Kultur auf der Frankfurter Buchmesse präsentieren. Mit über 300 geplanten Neuerscheinungen in 248 Verlagen steht der kanadischen Literaturszene ein außerordentlich produktives Jahr bevor. Die kanadische Delegation, bestehend aus gefeierten Autor*innen, Illustrator*innen und Künstler*innen, freut sich darauf, Teil der hybriden Frankfurter Buchmesse im Oktober zu sein.

Aktuelle Informationen zur Frankfurter Buchmesse 2021: www.buchmesse.de

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien unterstützt die Frankfurter Buchmesse mit Fördermitteln aus dem Konjunkturprogramm NEUSTART KULTUR.

Acht Perspektiven auf Titel des Deutschen Sachbuchpreises 2021

csm_210128_DSB_Header_website_7bf3744f5fAcht Titel, acht Blogger*innen, acht Perspektiven auf ausgezeichnete Sachbücher: Unter dem Hashtag #sachbuchpreisbloggen diskutieren und rezensieren Buchblogger*innen ab Mitte April 2021 die nominierten Titel des Deutschen Sachbuchpreises.

Die Beiträge sind auf den Social-Media-Kanälen und auf der Website des Deutschen Sachbuchpreises abrufbar. Ab sofort stellen sich die Teilnehmenden auf den Sachbuchpreis-Kanälen vor – und das ohne viele Worte. In Foto-Interviews beantworten sie Fragen anhand von Buchtiteln und lassen Raum für Diskussion und Interpretation.

Zum Deutschen Sachbuchpreis bloggen:
Sandro Abbate – novelero
Juliane Noßack und Stefan Diezmann – Poesierausch
Romy Henze – Travel Without Moving
Anne Spitzner – Literaturlärm (Youtube)
Sascha Pommrenke – Koreander
Bettina Schnerr – Bleisatz
Steffen Twardowski – Sachen lesen
Petra Wiemann – Elementares Lesen

Die Blogger*innen erhalten nach Bekanntgabe der Nominierten am 6. April 2021 je einen Titel per Losverfahren, den sie vorstellen und besprechen. Darüber hinaus wählen sie einen weiteren Titel aus, zu dem sie einen kreativen Beitrag in einem Format ihrer Wahl gestalten. Alle Beiträge erscheinen bis Ende Juni 2021 auf Instagram, Facebook und Twitter, auf der Website des Deutschen Sachbuchpreises sowie den Kanälen der jeweiligen Blogger*innen.

Die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels verleiht den mit insgesamt 42.500 Euro dotierten Deutschen Sachbuchpreis an ein herausragendes, in deutscher Sprache verfasstes Sachbuch, das Impulse für die gesellschaftliche Auseinandersetzung gibt.

Aus den acht nominierten Titeln kürt die Jury das Sachbuch des Jahres, das am 14. Juni 2021 in Berlin verkündet wird. Der oder die Preisträger*in erhält 25.000 Euro, die sieben Nominierten erhalten je 2.500 Euro.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters ist Schirmherrin des Deutschen Sachbuchpreises. Hauptförderer des Preises ist die Deutsche Bank Stiftung, darüber hinaus unterstützt die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss die Auszeichnung.

Weitere Informationen: www.deutscher-sachbuchpreis.de