Kategorie-Archiv: Open Books

Open Books: Ein Symbol für die Lebendigkeit der Buchstadt Frankfurt in schwierigen Zeiten

Eröffnung mit Kulturdezernentin Ina Hartwig  © Open Books 2020
Eröffnung mit Kulturdezernentin Ina Hartwig © Open Books 2020

(ffm) Am Sonntag, 18. Oktober, ging Open Books, das Lesefest der Stadt zur Frankfurter Buchmesse, nach fünf erfolgreichen Tagen zu Ende. Die Botschaft des Festivals, dass unter klar definierten Hygieneverordnungen Lesungen auch vor Publikum stattfinden können, wurde angenommen. Insgesamt kamen 5300 Besucher zu den 90 Lesungen. Die 24 Livestreams fanden ebenfalls großen Zuspruch. Der populäre Lesungsmarathon „Literatur im Römer“ feierte in diesem Jahr sein 45-jähriges Jubiläum. Erstmalig stellten sich Frankfurter und Offenbacher Buchhandlungen mit dem Open Book Store Day am Buchmessensamstag als die kleine Buchmesse vor Ort vor.

Die große Unterstützung seitens der Verlage in Deutschland, Österreich und der Schweiz war ausschlaggebend dafür, dass die Stadt Frankfurt entschieden hat, das große Lesefest zur Buchmesse im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten zu organisieren und durchzuführen. Es konnte ein Programm zusammengestellt werden, dass den Markenkern des Festivals, die besten Neuerscheinungen des Herbstes in den Sparten Belletristik, Sachbuch, Lyrik, Comic und Kinderbuch an schönen Orten in der Frankfurter Innenstadt zu präsentieren, bewahrte. Insgesamt umfasste das Lesefest in diesem Jahr knapp 100 Veranstaltungen mit 170 Mitwirkenden. Aufgrund der klar definierten Verordnungen zum Infektionsschutz wurden in diesem Jahr größere Räume wie die Katharinenkirche, das Goethehaus, die Volksbühne am großen Hirschgraben und das Ignatz-Bubis-Gemeindezentrum bespielt, um in nennenswerter Zahl Publikum erreichen zu können. Die Kapazität der Räume reichte von 37 bis 110 Personen. Bestehende Kooperationen wie mit dem Blauen Sofa wurden ausgebaut und neue – wie der Auftritt der Nominierten des Schweizer Buchpreises, die SWR Bestenliste und 3sat Buchzeit – bereicherten das Programm.

Ijona Mangold und Sandra Kegel © Open Books 2020
Ijona Mangold und Sandra Kegel © Open Books 2020

Kulturdezernentin Ina Hartwig dankt allen Beteiligten: „Open Books war in diesem Jahr ein eindrucksvolles Symbol für die Lebendigkeit der Buchstadt Frankfurt in schwierigen Zeiten und ein Zeichen der Solidarität mit der Buchbranche insgesamt. Statt vor dem Coronavirus zu resignieren, hat das Open Books-Team die Herausforderung angenommen und auf der Grundlage eines überzeugenden Hygienekonzepts an vier Tagen Lesungen und Diskussionen vor Publikum organisiert. Dank der großen Unterstützung von insgesamt 60 Verlagen konnte auch in diesem Jahr ein abwechslungsreiches und vielfältiges Programm angeboten werden. So präsentierte sich die Frankfurter Innenstadt auch in diesem Ausnahmejahr mit den entsprechenden Regularien als vitaler Ort der Buchkultur. Besonders freue ich mich, dass selbst der von Hilmar Hoffmann initiierte Lesungsmarathon ‚Literatur im Römer‘ stattfinden konnte und dies in seinem 45. Jahr.“

Erstmals wurde in diesem Jahr ein Ticketing eingerichtet. Am freien Eintritt für alle Veranstaltungen – bis auf die große Autorengala mit dem Blauen Sofa zur Eröffnung und dem Lyrikabend „Teil der Bewegung“ zum Abschluss – wurde festgehalten.

Lesung mit Benjamin Moser und Denis Scheck © Open Books 2020
Lesung mit Benjamin Moser und Denis Scheck © Open Books 2020

„Open Books war auch 2020 ein echtes Live-Festival. Lesungen vor Publikum haben die Autorinnen und Autoren nach Frankfurt gelockt. Das Publikum war begeistert und dankbar. Die neuen und interessanten Lesungsorte waren ein Gewinn. Trotz Coronaauflagen hat das Lesefest Open Books Festivalsog erzeugt und sich seine schöne Stimmung bewahrt. Darüber sind wir stolz und glücklich“, sagt Sonja Vandenrath, die Leiterin von Opem Books.

Erstmalig fand am Buchmessen-Samstag der Open Book Store Day statt, zu dem sich 24 Buchhandlungen in Frankfurt und Offenbach auf Initiative des Kulturamtes Frankfurt zusammengeschlossen haben, um sich als die kleinen Buchmessen vor Ort zu präsentieren. Das Angebot wurde von den Buchhandlungen sehr engagiert aufgegriffen und fand zahlreiche Besucher, die die schönen Aktionen rund um das Buch lobten. Ein Flyer und ein Plakat informierten über das Programm.

Weitere Infos 

OPEN BOOKS 2020 und OPEN BOOK STORE DAY: Von 13. bis 18. Oktober steht Frankfurt im Zeichen des Buches

Knapp 100 Lesungen mit 187 Mitwirkenden aus 60 Verlagen vereint das städtisches Lesefest OPEN BOOKS zur Frankfurter Buchmesse. Es findet auch 2020 live vor Publikum statt und wurde um einige neue Orte erweitert hat. Ein Streaming, das über die Website www.openbooks-frankfurt.de aufgerufen werden kann, ergänzt das Angebot. © Foto: Diether v. Goddenthow
Knapp 100 Lesungen mit 187 Mitwirkenden aus 60 Verlagen vereint das städtisches Lesefest OPEN BOOKS zur Frankfurter Buchmesse. Es findet auch 2020 live vor Publikum statt und wurde um einige neue Orte erweitert hat. Ein Streaming, das über die Website www.openbooks-frankfurt.de aufgerufen werden kann, ergänzt das Angebot. © Foto: Diether v. Goddenthow

Open Books 2020 dürfte zur Frankfurter Buchmesse die einzig Präsenzveranstaltung sein, in der Lesungen analog vor Publikum möglich sind. Gestern hatten Dr. Ina Hartwig, Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt, und Dr. Sonja Vandenrath, Leiterin von OPEN BOOKS, das trotz Corona umfangreiche Programm des traditionellen Frankfurter Lesefestes vorgestellt. So wird es knapp 100 Lesungen mit 187 Mitwirkenden aus 60 Verlagen geben. Wie gesagt, nicht digital, sondern die Lesungen finden live vor Publikum
statt.  Dies wurde dadurch möglich, indem das Lesefest um einige neue Orte erweitert wurde, so dass an jedem Veranstaltungsort die Hygiene-Regeln mit deutlichen Sitzplatz-Abständen und ausreichender Be- und Entlüftung sicher gestellt werden kann.

Einige ausgewählte Lesungen werden dennoch parallel zur analogen Leseveranstaltung zusätzlich live gestreamt, so dass sie auch von zuhause aus mitverfolgt werden können. Livestream-Info

Für den Buchmessensamstag, 17.10., ist zudem ein Aktionstag für den lokalen Buchhandel in Frankfurt und Offenbach geplant, zu dem die Buchhandlungen selbst ein vielfältiges Programm anbieten. Dieser OPEN BOOK STORE DAY findet aus Anlass der Sonderedition der Frankfurter Buchmesse statt. Alle beteiligten Buchhandlungen in Frankfurt und Offenbach sind mit den Standorten in einem Flyer zu finden.

Beim gestrigen Pressetermin in der Evangelischen Akademie Frankfurt stellten die Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt Dr. Ina Hartwig und die Leiterin von OPEN BOOKS Dr. Sonja Vandenrath das diesjährige Programm des Lesefests sowie den erstmalig stattfindenden Aktionstag der Buchhandlungen in Frankfurt und Offenbach zur Buchmesse 2020 (OPEN BOOK STORE DAY ) vor.© Foto: Diether v. Goddenthow
Beim gestrigen Pressetermin in der Evangelischen Akademie Frankfurt stellten die Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt Dr. Ina Hartwig und die Leiterin von OPEN BOOKS Dr. Sonja Vandenrath das diesjährige Programm des Lesefests sowie den erstmalig stattfindenden Aktionstag der Buchhandlungen in Frankfurt und Offenbach zur Buchmesse 2020 (OPEN BOOK STORE DAY ) vor.© Foto: Diether v. Goddenthow

„Mit OPEN BOOKS und dem OPEN BOOK STORE DAY gibt es zwei attraktive Angebote für die Frankfurterinnen und Frankfurter, etwas Buchmessenluft in der Stadt zu schnuppern. Wenn auch nichts das geschäftige Treiben in den Messehallen ersetzen kann, so sind Lesungen vor Publikum und das Flanieren durch Buchhandlungen zumindest ein kleiner Trost. Vor allem freue ich mich, dass OPEN BOOKS KIDS in der Deutschen Nationalbibliothek stattfindet und so viele junge Leserinnen und Leser erreicht“, so Dr. Ina Hartwig, Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt. Auch in diesem Jahr präsentiert OPEN BOOKS die wichtigsten Neuerscheinungen in den Sparten Belletristik, Sachbuch, Lyrik und Comic. Die Einteilung der Häuser nach Sparten bleibt weitgehend erhalten. Des Weiteren wird der traditionelle Lesemarathon „Literatur im Römer“ am Buchmessen Mittwoch und Donnerstag durchgeführt. OPEN BOOKS freut sich in diesem Jahr über neue Kooperationspartner: Neben der schon traditionell gemeinsam veranstalteten Eröffnung ist „Das Blaue Sofa“ mit zwei prominent besetzten Krimiabenden zu Gast. Zudem werden unter dem Dach von OPEN BOOKS die 3sat Buchzeit, die SWR Bestenliste, eine Veranstaltung der DFB-Kulturstiftung sowie die für den Schweizer Buchpreis 2020 nominierten Autorinnen und Autoren vertreten.

Der FrankfurtAbend, an dem neue Bücher über Frankfurt vorgestellt werden, findet erstmalig in der Volksbühne am Großen Hirschgraben statt, es moderiert der Hausherr Michael Quast. Dort wird auch ein Abend mit Debütantinnen und Debütanten seinen Ort haben. Die Frankfurter Rundschau hat ein eigenes Panel zum Thema Klimawandel erstellt, das im Sonnenmannsaal des Historischen Museums durchgeführt wird, die Crespo Foundation präsentiert die jüngst mit dem Wortmeldungen-Literaturpreis ausgezeichnete Autorin Kathrin Röggla. OPEN BOOKS KIDS erhält in der Deutschen Nationalbibliothek einen großzügigen Raum für Familienveranstaltungen am Wochenende, in diesem Jahr u.a. mit Martin Baltscheit, Charlotte Habersack, Jennifer Sieglar und Oliver Scherz. „Wir waren schier überwältigt von der Zahl an tollen Vorschlägen, die uns die Verlage für OPEN BOOKS gemacht haben. So ist OPEN BOOKS auch in diesem Jahr ein Lesefest der besonderen Art, das an seinem Markenkern festhält; die besten neuen Büchern des Herbstes an schönen Orten in der Frankfurter Innenstadt vorzustellen. Die pandemiebedingten Einschränkungen sollen den Charakter und die Atmosphäre von OPEN BOOKS so wenig wie möglich beeinträchtigen. Für sichere Rahmenbedingungen sorgen wir. Damit fördern wir das Buch, indem wir ihm Sichtbarkeit verschaffen und zwar primär im realen, aber auch im digitalen Raum“, stellt die Leiterin von OPEN BOOKS Dr.
Sonja Vandenrath fest.

Zu den Teilnehmenden gehören unter anderem Jan Assmann, Zsuzsa Bánk, Zoë Beck, Christian Berkel, Nico Bleutge, Helmut Brandstätter, Andreas Buck, Friedrich Curtius, Denis Scheck, Katja Ebstein, Roman Ehrlich, Wolfram Eilenberger, Melisa Erkurt, Veit Etzold, Jürgen Goldstein, Iris Hanika, Alexa Hennig von Lange, Oliver Hilmes, Alfons Kaiser, Bas Kast, Michael Kleeberg, Helmut Lethen, Andrea Petkovic, Peter Prange, Ijoma Mangold, Kristof Magnusson, Alfons Kaiser, Ralf König, Wladimir Klitschko, Wladimir Kaminer, Benjamin Moser, Ulrike Almut Sandig, Rüdiger Schaper, Jennifer Sieglar, Peter Stamm, Ronen Steinke, Tilman Spreckelsen, Andreas Winkelmann, Philipp Winkler, Johannes Willms und Nell Zink.

Das Lesefest OPEN BOOKS findet unter Einhaltung der Gesundheits- und Hygieneauflagen statt. Um sicher zu gehen, dass die Platzkapazitäten gewahrt bleiben und im Zweifelsfall die Nachverfolgung der Daten möglich ist, müssen die Besucherinnen und Besucher sich in diesem Jahr Tickets gegen eine Servicegebühr in Höhe von 1,50 Euro vorab buchen. Der Buchung ist je nach Verfügbarkeit bis 12 Uhr am Veranstaltungstag möglich. Im Fall von OPEN BOOKS Kids trägt der Veranstalter diese Umlage. Der Ticketanbieter ist AD Ticket. Das gesamte Programm und die Hinweise auf Orte, Zeiten und Tickets finden sich auf www.openbooks-frankfurt.de. Dort findet sich auch eine Mediathek. Gestreamt werden die Lesungen im Haus am Dom, in der Evangelischen Akademie Frankfurt sowie die Eröffnung mit dem Blauen Sofa und die Lesung mit Katja Ebstein im Ignatz-Bubis Gemeindezentrum der Jüdischen Gemeinde Frankfurt.

Eine willkommene Ergänzung erfährt OPEN BOOKS zudem durch eine gemeinschaftliche Aktion der Frankfurter Buchhandlungen – den OPEN BOOK STORE DAY. Am Samstag, 17. Oktober laden Frankfurter und Offenbacher Buchhändlerinnen und Buchhändler zu Gesprächen und Begegnungen im persönlichen Rahmen ein. Weitere Informationen zum OPEN BOOKS STORE DAY sind auf www.literaturstadt-frankfurt.de zu finden.

Programm und Orte

Die Veranstaltung findet in diesem Jahr an  11 Orten statt. Wie erwähnt finden Sie das gesamte Programm und die Hinweise auf Orte, Zeiten und Tickets auf www.openbooks-frankfurt.de

Coronabedingt werden in den den  Veranstaltungsorten Plätze wie folgt angeboten:

Römerhallen 56
Ratskeller im Römer 62
Haus am Dom 46
Evangelische Akademie Frankfurt 41
Historisches Museum Frankfurt 40
Katharinenkirche 138
Volksbühne im Großen Hirschgraben 87
Freies Deutsches Hochstift 50
Ignaz-Bubis-Gemeindezentrum 93
Deutsche Nationalbibliothek 97
AusstellungsHalle 1a 37

Aktionstag der Buchhandlungen in Frankfurt&Offenbach
Buchhandlungen: 24

Frankfurter Buchmesse 2020 – Special Edition: im Netz und in der Stadt, aber ohne klassische Hallenausstellung

Liveprogramm mit Starbesetzung, Veranstaltungen in der Stadt und Digital-Präsenz / Mit dabei: Irvine Welsh, John Niven, Karin Slaughter, Don Winslow, Elizabeth Gilbert, Bov Bjerg, Cornelia Funke, Chilly Gonzales, Joachim Meyerhoff, Harald Welzer, Francesca Melandri / Klassische Hallenausstellung aufgrund der neuerlichen Reisebeschränkungen nicht durchführbar

Die Frankfurter Buchmesse (14.-18. Oktober 2020) findet in diesem Jahr statt: mit einem umfangreichen Liveprogramm auf der ARD-Buchmessenbühne in der Festhalle, rund 80 Veranstaltungen im Rahmen des BOOKFEST city in Frankfurt und einem illustren Line-up beim BOOKFEST digital. Die klassische Hallenausstellung der Frankfurter Buchmesse wird in diesem Jahr pandemiebedingt ausgesetzt: Aufgrund der aktuell geltenden Reisebeschränkungen können zahlreiche Länderstände nicht wie geplant umgesetzt werden. Auch macht die ab 1. Oktober 2020 in Kraft tretende Quarantäneverordnung die Teilnahme von europäischen Aussteller*innen und Fachbesucher*innen nahezu unmöglich.

„Die Frankfurter Buchmesse ist nicht nur die größte Buchmesse der Welt, sie ist auch ein sich ständig weiterentwickelndes Unternehmen. Lebendig, agil und anpassungsfähig. In der aktuellen Situation bedeutet das nun den Verzicht auf Stände in Hallen aufgrund der wieder zunehmenden Corona-Einschränkungen. Dafür machen in diesem Jahr Veranstaltungen in Frankfurt am Main und anderen Städten Buchbegeisterung sowohl live vor Ort als auch digital und jederzeit abrufbar erlebbar“, sagt Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. „Wir danken der Bundes- und Landesregierung, insbesondere Kulturstaatsministerin Monika Grütters, dem Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier und dem Hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir für ihre anhaltende Unterstützung.“

„Die Frankfurter Buchmesse lebt vom internationalen Austausch. Wir danken allen Aussteller*innen für ihre Motivation und das Vertrauen, die Frankfurter Buchmesse 2020 auch physisch auf die Beine zu stellen“, sagt Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse. „Jetzt liegt der Fokus auf unserem virtuellen Angebot und den Veranstaltungen in der Festhalle und in der Stadt. In den letzten Monaten haben wir unsere zahlreichen, bereits vorhandenen Services zu einem stimmigen digitalen Gesamtkonzept ausgebaut. So treffen internationale Publishing Professionals auf bekannte und auch neue Digitalformate, mit denen sie auch in Zeiten von Corona ihr Geschäft vorantreiben können. Und das Lesepublikum hat die Möglichkeit, die Buchbegeisterung gleich doppelt auszuleben – sowohl im Internet als auch auf den Veranstaltungen vor Ort.“

Interessierte Besucher*innen können Tickets für die Veranstaltungen auf der ARD-Buchmessenbühne erwerben. Für die kostenfreien Events im Rahmen des BOOKFEST city ist eine Vorab-Registrierung erforderlich. Von 14. bis 18. Oktober können Buchfans auf www.buchmesse.de sowie bei zahlreichen Medienpartnern ein umfangreiches und vielseitiges digitales Programm mit Lesungen, Autor*innengesprächen und Diskussionen verfolgen sowie Neuerscheinungen von Verlagen entdecken.

Programmhighlights der Frankfurter Buchmesse 2020
Der Deutsche Buchpreis und der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels werden wie geplant im Rahmen der Frankfurter Buchmesse vergeben: der Deutsche Buchpreis am 12. Oktober 2020, 18 Uhr, als Livesendung aus dem Frankfurter Römer, der Friedenspreis am 18. Oktober in der Frankfurter Paulskirche, live übertragen ab 10.45 Uhr in der ARD.

Die zentrale Bühne der Frankfurter Buchmesse befindet sich in der Festhalle: Hier feiert die ARD-Buchmessenbühne Premiere. Vom 14. bis 18. Oktober, jeweils von 10 bis 18 Uhr, finden Veranstaltungen statt. Als Gäste erwartet werden Christian Berkel, Michel Friedman, Cornelia Funke, Andrea Petković, Alice Schwarzer, Irvine Welsh, John Niven, Harald Welzer, Judith Zander, Linda Zervakis, und viele mehr. Mit dem Gesprächsformat „Chilly Gonzales and Malakoff Kowalski: Talking about Taste“ kommt auch der kanadische Musiker und Entertainer Chilly Gonzales auf die ARD-Buchmessenbühne: Sein erstes Buch, ENYA erscheint am 14. Oktober 2020. Weiteres Programmhighlight ist die ARD-Buchmessennacht am Freitagabend, 16. Oktober, u.a. mit: Ahmad Mansour, Max Czollek, Bas Kast, Stefanie Sargnagel, Klaus Brinkbäumer, Susanne Fröhlich, Elke Heidenreich, Alexa Hennig von Lange, Richard David Precht und Jan Weiler – sowie per Zuschaltung die/der Buchpreisträger*in 2020, Jan Böhmermann und David Grossman.

BOOKFEST digital und BOOKFEST city
In diesem Jahr wird das BOOKFEST physisch als BOOKFEST city und erstmals auch virtuell als BOOKFEST digital stattfinden. Beim BOOKFEST city sind die ca. 80 geplanten Events über alle fünf Messetage hinweg auf viele Locations in ganz Frankfurt verteilt. Für ein vielfältiges Programm voller Literatur, Inspiration und spannender Begegnungen sorgen u.a. Margit Auer, Max von Thun, Gabriele Krone-Schmalz, Bov Bjerg, Kristof Magnusson, Helmut Zierl, Max Giermann, Anastasia Zampounidis, Christian Stöcker, Andreas Steinhöfel, Eric Mayer, Linda Zervakis und Ahmad Mansour.

Alle am BOOKFEST city beteiligten Locations erfüllen die Schutzverordnungen des Landes Hessen. Die Begrenzung der Teilnehmerzahlen ermöglicht die Einhaltung der Abstandsregeln. Die Vorab-Registrierungen und das finale BOOKFEST-Programm sind ab Mitte September auf www.bookfest.de verfügbar.

Das BOOKFEST digital sendet am Samstag, 17. Oktober 2020, von morgens 10 Uhr bis abends 22 Uhr ein vielfältiges Programm und präsentiert u.a. Elizabeth Gilbert, Jenny Erpenbeck, Ayad Akhtar, Eliot Weinberger, Peter Wohlleben, Kirsten Boie, Don Winslow, Karin Slaughter, Clemens Meyer, Olga Grjasnowa, Joachim Meyerhoff, Iris Wolff und Ralf König. Das BOOKFEST digital wird über zwei Kanäle ausgestrahlt, die auf www.buchmesse.de verfügbar sind.

Die Teilnahme an allen BOOKFEST-Veranstaltungen ist kostenfrei. Das gesamte Programm ist ab Mitte September unter www.bookfest.de abrufbar.

Open Books
Parallel zur Frankfurter Buchmesse finden zudem in der Stadt Frankfurt zahlreiche kulturelle Veranstaltungen im Rahmen von Open Books statt. An den Plänen von OPEN BOOKS ändert sich in diesem Jahr nichts; im Gegenteil, durch neue Kooperationen wird das Programm weiter ausgebaut. Bereits zum 11. Mal findet das städtische Lesefest mit knapp 100 Live-Veranstaltungen rund um den Römer und an weiteren Orten in Frankfurt statt. Desweitern wird der traditionelle Lesemarathon „Literatur im Römer“ am Buchmessemittwoch und -donnerstag durchgeführt. OPEN BOOKS hat in diesem Jahr zu Gast „Das Blaue Sofa“ als gemeinsame Eröffnung in der Deutschen Nationalbibliothek und erstmalig mit zwei Krimiabenden, die 3-sat Buchzeit, die DFB-Kulturstiftung mit einem Fußballabend und die SWR-Bestenliste sowie die für den Schweizer Buchpreis 2020 nominierten Autorinnen und Autoren. OPEN BOOKS Kids wird in der Deutschen Nationalbibliothek stattfinden. Präsentiert werden Neuerscheinungen aller Sparten, d.h. Belletristik, Sachbuch, Lyrik und Comic. Zu den Teilnehmenden gehören unter anderem Jan Assmann, Zsuzsa Bánk, Christian Berkel, Helmut Brandstetter, Andreas Buck, Friedrich Curtius, Katja Ebstein, Zoe Beck, Roman Ehrlich, Melisa Erkurt, Veit Etzold, Iris Hanika, Oliver Hilmes, Andrea Petkovic, Ijoma Mangold, Kristof Magnusson Alfons Kaiser, Ralf König, Wladimir Klitschko, Wladmir Kaminer, Benjamin Moser, Ursula Poznanski, Rüdiger Schaper, Ronen Steinke, Tilman Spreckelsen, Andreas Winkelmann, Johannes Willms, Klaus-Peter Wolf und Nell Zink. Der Eintritt ist frei, das Programm wird ab Mitte September auf www.openbooks-frankfurt.de veröffentlicht.

Signals of Hope – ein digitales Event-Projekt für neue Zuversicht
Das Krisenjahr 2020 mit der Corona-Pandemie, dem Klimawandel und dem Kampf um Gleichberechtigung hat vielen Gewissheiten ein jähes Ende gesetzt. Inmitten einer Kultur von Verunsicherung und Verschwörungstheorien will die Frankfurter Buchmesse ein Zeichen setzen: Mit ihrem virtuellen Projekt „Signals of Hope“ zeigt sie das Potenzial des Prinzips Hoffnung und Ideen für neue Handlungsansätze auf. „Signals of Hope“ startet Mitte September mit einer Social-Media-Kampagne und ist an allen Tagen der Frankfurter Buchmesse als Event-Programm unter https://signalsofhope.buchmesse.de zu erleben.

Prominente Meinungsführer im Weltempfang
Leïla Slimani, Nora Bossong, Kirsten Boie, Nina George, Francesca Melandri, Thomas Meinecke, Yvonne Adhiambo Owuor, Matthias Lilienthal und viele weitere meinungsstarke Persönlichkeiten diskutieren im Weltempfang 2020. Die erste digitale Ausgabe des Weltempfangs – die gesellschaftspolitische Bühne der Frankfurter Buchmesse – steht unter dem Motto „Europa – Kulturen verbinden“. An jedem Buchmessetag (14.-18. Oktober 2020) finden digitale Weltempfang-Veranstaltungen statt, die auf www.buchmesse.de/digitale-buchmesse/live-programm übertragen werden. Der Weltempfang ist ein Gemeinschaftsprojekt der Frankfurter Buchmesse und des Auswärtigen Amtes.

Ehrengast Kanada
Kanada bereitet eine Reihe virtueller Programmelemente vor, welche die Vielfalt, Kreativität und Einzigartigkeit der kanadischen Literatur- und Kulturszene zeigen. Kanada wird sein Programm im September vorstellen. Der große physische Auftritt Kanadas findet 2021 statt.

Frankfurt Rights
Mit Frankfurt Rights hat die Frankfurter Buchmesse eine Plattform rund um den internationalen Rechte- und Lizenzhandel entwickelt. Hier finden alle Akteure des Rechte- und Lizenzhandels zusammen. Rechtehändler*innen knüpfen und festigen hier wichtige Businesskontakte, teilen Probekapitel oder anderes Ansichtsmaterial und versenden und erhalten Nachrichten von Kolleg*innen und Geschäftspartner*innen.

Digitales Konferenzprogramm: Frankfurt Conference
Die erste rein digitale Konferenzreihe der Frankfurter Buchmesse – Frankfurt Conference – bietet von Montag bis Donnerstag (12.-15. Oktober 2020) ein virtuelles Fachprogramm. Die Diskussionen, Q&A-Sessions und Kurzvorträge mit internationalen Expert*innen richten sich an Mitglieder der internationalen Publishing-Branche, die sich weiterbilden, im virtuellen Raum austauschen und neue Kontakte knüpfen können. An vier Tagen werden Konferenzen zu den Themenbereichen Academic & Scholarly Publishing, Rights & Licensing, Publishing Insights und Audio durchgeführt.

Für die Teilnahme an den kostenfreien Fachveranstaltungen ist eine Registrierung bei My Book Fair notwendig. Diese ist ab Mitte September auf www.buchmesse.de möglich.

OPEN BOOKS in der neuen Frankfurter Altstadt endet mit Besucherrekord

OPENBOOKS_LOGO_2019Das städtische Lesefest zur Buchmesse OPEN BOOKS hat sich 2019 in Frankfurts neue Altstadt ausgedehnt. Nach einem furiosen Auftakt in der Deutschen Nationalbibliothek fanden von Mittwoch bis Sonntag 170 Veranstaltungen rund um den Römer und dem wieder errichteten Hühnermarkt statt. Die Besucher nahmen das deutlich gewachsene Angebot mit Begeisterung an. Insgesamt nutzen 19.000 Menschen die Möglichkeit, die Neuerscheinungen des Herbstes kennenzulernen. Neben den etablierten Veranstaltungsorten rund um den Römer fanden erstmals Lesungen im Fotografie Forum, dem Frankfurter Salon, dem Museum für Moderne Kunst, dem Struwwelpeter Museum und dem Stadthaus statt. Der ständig frequentierte Slow Reading Room war in diesem Jahr im Gemeindezentrum der St. Paulsgemeinde untergebracht. Trotz dieser Ausdehnung bleibt OPEN BOOKS sich darin treu, alle Veranstaltungen auf das innerste Stadtzentrum zu konzentrieren.

 Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt, Dr. Ina Hartwig.© Foto: Diether v Goddenthow
Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt, Dr. Ina Hartwig.© Foto: Diether v Goddenthow

Die Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt, Dr. Ina Hartwig, war beeindruckt von der großen Resonanz auf OPEN BOOKS und Literatur im Römer: „Ich bin stolz darauf, dass OPEN BOOKS so beliebt beim Publikum ist. Die Menschen sind dankbar dafür, dass sie sich bei freiem Eintritt und in schönen Räumen einen Überblick über die neuen Bücher verschaffen können. OPEN BOOKS ist ein Highlight im Kulturangebot des Herbstes. Auch die Verlage und der Buchhandel profitieren von dem Lesefest. “

Impression einer Open-Book-Veranstaltung. © Foto: Diether v Goddenthow
Impression einer Open-Book-Veranstaltung. © Foto: Diether v Goddenthow

Die Leiterin von OPEN BOOKS, Dr. Sonja Vandenrath, ergänzt: „OPEN BOOKS hat in diesem Jahr wieder eine enorme Sogwirkung entfaltet. Die schönen neuen Räume sind ein Gewinn für das Lesefest. Die Autorinnen und Autoren waren aber vor allem begeistert vom Frankfurter Publikum, das nicht nur in Scharen gekommen ist, sondern mit höchster Konzentration auch anspruchsvollen Lesungen gelauscht hat.“

Eröffnung von Open Book – dem großen Frankfurter Lesefest zur Buchmesse

Eröffnung von OPEN BOOKS. Im Gespräch mit Luzia Braun, Sonja Vandenrath, Dorothea Westphal sowie Gert Scobel stellten die Gäste ihre aktuellen Publikationen vor. Auf dem Blauen Sofa nahmen gestern Abend Platz: Joachim Gauck „Toleranz: einfach schwer“. Felicitas Hoppe „Grimms Märchen für Heldinnen von heute und morgen“. David Wagner „Der vergessliche Riese“ und Saša Stanišić, der   Träger des Deutschen Buchpreises 2019 mit "Herkunft". © Foto: Diether v Goddenthow
Eröffnung von OPEN BOOKS. Im Gespräch mit Luzia Braun, Sonja Vandenrath, Dorothea
Westphal sowie Gert Scobel stellten die Gäste ihre aktuellen Publikationen vor. Auf dem
Blauen Sofa nahmen gestern Abend Platz:
Joachim Gauck „Toleranz: einfach schwer“. Felicitas Hoppe „Grimms Märchen für Heldinnen von heute und morgen“. David Wagner „Der vergessliche Riese“ und Saša Stanišić, der Träger des Deutschen Buchpreises 2019 mit „Herkunft“. © Foto: Diether v Goddenthow

Das elfte OPEN BOOKS, das große Lesefest zur Buchmesse der Stadt Frankfurt, wurde gestern Abend in der völlig ausverkauften Deutschen Nationalbibliothek gleich mit vier bekannten Autoren, darunter der neu gekürte Träger des Deutschen Buchpreises 2019, Saša Stanišić, eröffnet.
In diesem Jahr werden vom 15. bis 19. Oktober über 240 Autorinnen und Autoren bei rund 160 Veranstaltungen ihre neuen Bücher an Veranstaltungsorten rund um den Frankfurter Römerberg präsentieren. Am BuchmessenWochenende lädt das Kinderprogramm zu 13 Veranstaltungen im Jungen Museum am Römerberg ein. 94 Verlagshäuser aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen die Möglichkeit, die Novitäten ihres Herbstprogramms bei OPEN BOOKS vorzustellen. Neben den Veranstaltungen zu deutschsprachigen Belletristik, neuen Sachbüchern, Lyrik und Graphic Novels werden Lesungen internationaler Autorinnen und Autoren mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem diesjährigen Gastland Norwegen stattfinden.

Sonja Vandenrath im Gespräch mit Buchpreisträger Saša Stanišić über sein Werk "Herkunft" und seine Kritik an Literaturnobelpreisträger 2019  Peter Handke.© Foto: Diether v Goddenthow
Sonja Vandenrath im Gespräch mit Buchpreisträger Saša Stanišić über sein Werk „Herkunft“ und seine Kritik an Literaturnobelpreisträger 2019 Peter Handke.© Foto: Diether v Goddenthow

Den Abschluss des Lesefests bildet die OPEN PARTY in guter Tradition im Literaturhaus Frankfurt.

Weitere Informationen zum Programm von OPEN BOOKS und Literatur im Römer ist hier
zur finden: www.openbooks-frankfurt.de

Am 15. Oktober eröffnet das Lesefest OPEN BOOKS 2019 mit dem Blauen Sofa zur Frankfurter Buchmesse

OPENBOOKS_LOGO_2019Eröffnung von OPEN BOOKS 2019 mit dem Blauen Sofa Joachim Gauck, Felicitas Hoppe, David Wagner und der am Vorabend gekürte Buchpreisträger 2019 sprechen am 15. Oktober über ihre jüngst erschienen Bücher. Die Veranstaltung ist bereits ausverkauft. Aufgrund des großen Erfolgs findet die Eröffnungsveranstaltung des Lesefests OPEN BOOKS mit dem Blauen Sofa am 15. Oktober 2019 erneut in der Deutschen Nationalbibliothek statt. Im Gespräch mit Luzia Braun, Sonja Vandenrath, Dorothea Westphal sowie Gert Scobel stellen die Gäste ihre aktuellen Publikationen vor. Auf dem Blauen Sofa nehmen in diesem Jahr Platz:

  • Joachim Gauck „Toleranz: einfach schwer“
  • Felicitas Hoppe „Grimms Märchen für Heldinnen von heute und morgen“
  • David Wagner „Der vergessliche Riese“ und
  • die Trägerin/ der Träger des Deutschen Buchpreises 2019

OPEN BOOKS, das große Lesefest der Stadt Frankfurt, findet in diesem Jahr zum elften Mal statt und ist ein Publikumsmagnet. Vom 15. bis 19. Oktober präsentieren über 240 Autorinnen und Autoren bei rund 160 Veranstaltungen ihre neuen Bücher an Veranstaltungsorten rund um den Frankfurter Römerberg, am BuchmessenWochenende lädt das Kinderprogramm zu 13 Veranstaltungen im Jungen Museum am Römerberg ein. 94 Verlagshäuser aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen
die Möglichkeit, die Novitäten ihres Herbstprogramms bei OPEN BOOKS vorzustellen.
Neben den Veranstaltungen zu deutschsprachigen Belletristik, neuen Sachbüchern, Lyrik und Graphic Novels werden Lesungen internationaler Autorinnen und Autoren mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem diesjährigen Gastland Norwegen stattfinden. Den Abschluss des Lesefests bildet die OPEN PARTY in guter Tradition im Literaturhaus Frankfurt.

Die Eröffnungsveranstaltung ist bereits ausverkauft, vereinzelte Restkarten (10/7 €) sind ggf. noch an der Abendkasse der Deutschen Nationalbibliothek ab 19.45 Uhr erhältlich. Die Veranstaltung kann auch über einen Livestream verfolgt werden, der unter folgendem Link zu finden ist: www.kultur-frankfurt.de/livestream. Das Blaue Sofa in Frankfurt wird veranstaltet von Bertelsmann, ZDF, Deutschlandfunk Kultur und 3sat gemeinsam mit dem Kulturamt Frankfurt am Main und der Deutschen Nationalbibliothek. Das Programm von OPEN BOOKS und Literatur im Römer ist hier zur finden: www.openbooks-frankfurt.de

OPEN BOOKS – Autoren lesen „Zwischen Zeilen“ – Literatur aus Krisengebieten

OPENBOOKS_LOGO_2019Während der Buchmesse finden vom 16. bis 18. Oktober finden auch in der St. Katharinenkirche an der Frankfurter Hauptwache täglich Veranstaltungen statt u.a. mit Deniz Yücel, Nora Bossong, Janne Teller / Filmvorführung „Das Salz der Erde“ über Friedenspreisträger Sebastião Salgado

Ein Ausdruck des gegenseitigen Verstehens und ein Zeichen für Solidarität – bei der Lesungsreihe „Zwischen Zeilen – eine Stunde Schönheit“ lesen Autorinnen und Autoren die Werke ihrer Kolleginnen und Kollegen, in deren Heimatländern Krieg und Gewalt herrschen. Initiiert vom Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, finden die Lesungen vom 16. bis 18. Oktober 2019 in der St. Katharinenkirche an der Frankfurter Hauptwache statt. Sie gehören zum Programm des Lesefestes OPEN BOOKS.

Es lesen in diesem Jahr: Friedrich Ani, Nora Bossong, Jennifer Clement, Katharina Hacker, Jagoda Marinić, Terézia Mora, Martin Schult, Janne Teller, David Wagner, Frank Witzel und Deniz Yücel.

Programm:

Mittwoch, 16. Oktober 2019, 18.00 Uhr
Katharina Hacker liest Masande Ntshanga (Südafrika), Jagoda Marinić liest Juan Pablo Villalobos (Mexiko) und Frank Witzel liest Wsewolod Petrow (Russland).
Moderation: Martin Schult

Donnerstag,17. Oktober 2019, 18.00 Uhr
Nora Bossong liest Ketty Nivyabandi (Burundi), David Wagner liest Zang Di (China) und Leung Ping-kwan (Hongkong) und Deniz Yücel liest Selahattin Demirtaş (Türkei).
Moderation: Martin Schult

Freitag, 18. Oktober 2019, 18.00 Uhr
Friedrich Ani liest Yishai Sarid (Israel), Jennifer Clement liest Behrouz Boochani (Iran), Terézia Mora liest Rasha Abbas (Syrien) und Janne Teller liest aus „Imagine Africa 2060“.
Moderation: Martin Schult

Alle Veranstaltungen finden in der St. Katharinenkirche, An der Hauptwache, 60313 Frankfurt am Main, statt. Der Eintritt ist frei.

Anlässlich der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 2019 an Sebastião Salgado zeigen die Frankfurter E-Kinos am Freitag, 18. Oktober 2019, 20.00 Uhr den Dokumentarfilm „Das Salz der Erde“ über das Leben und Werk des Fotografen. Anschließend sprechen Pfarrer Olaf Lewerenz und Stephan Füssel, Professor für Buchwissenschaft der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, über den Film. Eintritt: 8 Euro.

172 Lesungen mit über 240 Autoren bei Open Books rund um den Römer während der Frankfurter Buchmesse

OPENBOOKS_LOGO_2019Open Books – Lesefest rund um den Römer und ein vielfältiges Kulturprogramm zum Ehrengastland Norwegen
(ffm) Am 15. Oktober öffnet die Frankfurter Buchmesse ihre Tore, auch in diesem Jahr nehmen eine große Anzahl Frankfurter Kulturinstitutionen und das Kulturamt der Stadt dies zum Anlass, ein vielfältiges Rahmenprogramm auf die Beine zu stellen.

Open Books, das große Lesefest der Stadt Frankfurt zur Buchmesse, findet vom 15. bis 19. Oktober statt: Es sind über 150 Veranstaltungen mit rund 250 Autoren aus Deutschland und der Welt geplant, unter anderem mit Jakob Augstein, Isabel Bogdan, Rebecca Gablé, Joachim Gauck, Maja Lunde, Marina und Herfried Münkler, Luisa Neubauer, Sascha Lobo und Sarah Wagenknecht.

Wie immer rund um den Römer und in diesem Jahr auch in der Altstadt werden die wichtigsten Neuerscheinungen des Herbstes im Bereich der deutschsprachigen Belletristik und Lyrik, des Sachbuches, der Graphic Novels und der internationalen Literatur – insbesondere des Gastlands Norwegen – sowie des Kinderbuches präsentiert.

„Das städtische Lesefest Open Books gilt heute als eine bundesweit anerkannte Kulturmarke. Seit 2009 gelingt es dem Organisationsteam um Sonja Vandenrath jedes Jahr aufs Neue, unterschiedlichste Literaturgenre auf vielfältige Weise erlebbar zu machen. Die dabei im Frankfurter Stadtraum angebotenen Buchpräsentationen und Lesungen, Ausstellungen oder Performances schaffen eine einmalige Begegnungs- und Austauschmöglichkeit für Autoren und Leser, von der auch die Verlage deutlich profitieren“, sagt Kulturdezernentin Ina Hartwig.

94 Verlagshäuser aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen die Möglichkeit, die Novitäten ihres Herbstprogramms bei Open Books vorzustellen. Neben den Veranstaltungen zu deutschsprachigen Belletristik, neuen Sachbüchern und Graphic Novels werden Lesungen internationaler Autoren mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem diesjährigen Gastland Norwegen stattfinden. Zur Eröffnung von Open Books 2019 präsentieren Joachim Gauck, Felicitas Hoppe, David Wagner und der am Tag zuvor gekürte Preisträger des Deutschen Buchpreises ihre neuesten Bücher auf dem Blauen Sofa in der Deutschen Nationalbibliothek. Bei Literatur im Römer in den Römerhallen stehen die wichtigsten deutschsprachigen Romane des Herbstes im Fokus: am Messemittwoch und -donnerstag werden jeweils acht Autoren im kurzen moderierten Gespräch ihre neuesten Werke vorstellen. Den Abschluss des Lesefests bildet die große Party in guter Tradition im Literaturhaus Frankfurt. Bis auf wenige Ausnahmen (Eröffnung, Teil der Bewegung und die Abschlussparty) ist der Eintritt zu allen Lesungen frei.

Die Leiterin von Open Books, Sonja Vandenrath, sagt: „Open Books, das ist auch 2019 das Lesefest im Herzen der Stadt. Darin bleiben wir uns treu und sind doch gewachsen. Dank der neuen Altstadt gewinnen wir ein wunderschönes Quartier hinzu, das den gewachsenen Bedarf an Räumen deckt. Räume, die an das 18. Jahrhundert erinnern, als die Lesewut sprichwörtlich war. In diesem Sinne wünschen auch wir uns eine Rückkehr der geselligen Lesekultur als Ausdruck einer breiten Begeisterung für das Buch.“

Auf der Buchmesse und in der Stadt stellt der Ehrengastauftritt die norwegische Literatur und Kultur in seiner ganzen Vielfalt in Zusammenarbeit mit zahlreichen Frankfurter Kulturinstitutionen vor. Zu erleben sind neben Lesungen auch Ausstellungen, Konzerte, Performances, Theateraufführungen und Filmvorführungen.

„Die Stadt Frankfurt, ihre Museen und Kulturinstitutionen haben uns mit offenen Armen empfangen, so dass es jetzt zahlreiche Möglichkeiten gibt norwegische Kunst und Literatur kennenzulernen. Dasselbe gilt auch für die deutschsprachigen Verlage: Über 190 von ihnen präsentieren Bücher aus oder über Norwegen in ihrem Programm. Für uns ist das ein Traum˝, sagt Halldór Guðmundsson, Projektleiter des norwegischen Gastlandauftritts.

So verwandelt sich das Museum Angewandte Kunst zum House of Norway vom 11. Oktober bis zum 26. Januar 2020 und zeigt auf seiner gesamten Ausstellungsfläche Positionen aus Norwegens Kunst und Kultur, Design, Handwerk und Architektur.

Robert Menasse_Open Books 2017 Lesung Ratskeller. copyright Alexander Paul Englert
Robert Menasse_Open Books 2017 Lesung Ratskeller. copyright Alexander Paul Englert

Die Schau „Ethereal. Photographic Art from Norway“ im Fotografie Forum Frankfurt widmet sich den Arbeiten von Dag Alveng, AK Dolven und Linn Pedersen (Donnerstag, 3. Oktober bis 12. Januar 2020), während das Deutsche Architekturmuseum mit der Ausstellung „In Norwegischen Landschaften. Hunting high and low“ den Besonderheiten der architektonischen Tradition Norwegens nachgeht und aktuelle Projekte aus verschiedenen geografischen Teilen des Landes vorstellt, die häufig die Beziehung zwischen Gebäuden und Landschaft reflektieren (14. September 2019 bis 19. Januar 2020).

Außergewöhnliche monumentale Bildteppiche von Hannah Ryggen sind vom 26. September 2019 bis zum 12. Januar 2020 in der Schirn Kunsthalle zu sehen. Die große Einzelausstellung präsentiert dem Publikum erstmals in Deutschland einen umfassenden Einblick in das monumentale, politisch inspirierte Werk der der norwegisch-schwedischen Künstlerin.

Mit der Ausstellung „Eaten Fish“ lädt das Haus am Dom ein, sich vom 2. bis 30. Oktober mit Zeichnungen von Ali Dorani zu beschäftigen. Der in Norwegen lebende Cartoonist dokumentiert seinen mehrjährigen Aufenthalt als Flüchtling in einem australischen Flüchtlingslager. In der AusstellungsHalle 1A stellt die ehemals im Atelierfrankfurt ansässige Künstlerin Monika Hansebakken auf Einladung des Kulturamts Frankfurt einen Querschnitt ihres Werks aus (17. Oktober – 3. November 2019). Ihre Arbeit kombiniert Malerei mit skulpturalen Elementen und beschäftigt sich mit der Schönheit der norwegischen Landschaft als auch der Gefährdung der Natur.

Beim Norsk Festival im Mousonturm vom 15. bis 19. Oktober machen sich einige der wichtigsten Persönlichkeiten der norwegischen Musikszene bekannt. Das umfangreiche Festivalprogramm umfasst neben Konzerten und einer Clubnacht auch Performances, Lesungen, Poetry Slam und Talks. Rock, Pop, Electro, Jazz und Folk – und somit einen beeindruckenden Querschnitt der nordischen Klangwelten.

Das Norwegische Filmschaffen wird im Oktober unter anderem im Deutschen Filminstitut & Filmmuseum (DFF) von der Stummfilmzeit bis heute beleuchtet. Im September gibt es zuvor eine Retrospektive sämtlicher bislang sieben Spielfilme des international renommierten Regisseurs Bent Hamer.

Aber natürlich bewegt vor allem die norwegische Literatur ganz Frankfurt: Einen Überblick in die Literaturgeschichte Norwegens vermittelt die Einführung von Oliver Møystad bei der LiteraturLounge im Haus am Dom (13. Oktober 2019, 11 Uhr), und der Literaturbahnhof im Haus des Buches stellt jeden Tag für eine Stunde zwei norwegische Schriftsteller und ihre Neuerscheinungen vor (16. – 19. Oktober 2019). Das Literaturhaus ist mit Jostein Gaarder im Schauspiel Frankfurt zu Gast (17. Oktober 2019, 18 Uhr), in der Romanfabrik stellen Jan Erik Vold, Lotta Elstad und Lars Saabye-Christensen ihre Neuerscheinungen vor (16. Oktober 2019, 20 Uhr). Über Neue Sami-Poesie zwischen Tradition und Moderne sprechen Synnøve Persen, Niillas Holmberg, Inga Ravna Eira und Dirk Hülstrunk am 17. Oktober 2019 in der Zentralbibliothek (19.30 Uhr), eine lange Nacht der norwegischen Literatur veranstaltet das Hessisches Literaturforum im Mousonturm (18. Oktober 2019, 19.30 Uhr).

Das Schauspiel Frankfurt bringt „Brand“ von Henrik Ibsen in einer Neuübersetzung auf die Bühne (Premiere: 12. Oktober 2019), „Wieder da“ von Gegenwartsdramatiker Fredrik Brattberg findet seine deutsche Erstaufführung im September 2019. Zudem sind an den Städtischen Bühnen zwei Gastspiele zu erleben: das Nationaltheatret Oslo führt die „Nordische Heerfahrt“ von Henrik Ibsen auf (16./17. Oktober 2019), das Norske Teatret spielt die preisgekrönte „Trilogie“ von Jon Fosse in einer Inszenierung von Luk Perceval (23./24. Oktober 2019).

Das gesamte Rahmenprogramm ist im Veranstaltungskalender der Frankfurter Buchmesse unter https://bit.ly/2R19gnb abrufbar.

 

OpenBooks Programm

Literatur in hochpolitischen Zeiten Das Frankfurter Lesefestival Open Books der Buchmesse öffnet seine Türen

Logo-Openbooks-LSeit zehn Jahren flankiert das Lesefestival Open Books die weltgrößte Buchmesse mit Buchpräsentationen und Lesungen. Frei nach dem Motto »Bücher für alle« sollen die herbstlichen Novitäten der Verlagsbranche in die Stadt getragen werden, von Anfang an war der Andrang groß, die Plätze kostenlos und heiß begehrt.

Am Dienstagabend eröffnete die Kulturdezernentin das des Frankfurters beliebtestes Lesespektakel im mit über 300 Besuchern gefüllten Konferenzsaal der Deutschen Nationalbibliothek. Die rauschende Messestimmung hatte sich eingestellt, schließlich war auch die frisch gekürte Trägerin des Buchpreises geladen, um auf dem traditionsreichen Blauen Sofa Platz zu nehmen. Neben Inger-Maria Mahlke, deren Roman »Archipel« jüngst mit der höchsten deutschen Auszeichnung für ein Buch geehrt wurde, sprach der Schauspielerveteran und Romandebütant Christian Berkel (»Der Apfelbaum«), die Hamburger Theater- und Romanautorin Nino Haratischwili (»Die Katze und der General«) sowie der für seinen hitzigen Aufruf zur Desintegration kurzzeitig von der Lyrik abgekommene Max Czollek (»Desintegriert Euch!«).

Nichts ist unpolitisch an diesem Abend, die Zeichen stehen auf Konfrontation und wenn dies der herbstliche Ausschnitt der deutschen Literaturlandschaft im Jahr 2018 ist, dann lässt sich eines mit gutem Gewissen feststellen: Literatur kann das. Literatur kann Antworten geben auf die steigende Komplexität einer Gesellschaft. Diese Antworten sind wiederum zäh, sie sind schwierig, nicht linear, sie schmerzen und sie geben Anlass zum Streit. Vielleicht ist der literarische Raum einer, an dem wir lernen können, dass »Diversität« eben mehr als ein Begriff ist, der Gleichstellungsratgeber bewohnt.

Prominentester Gast war die frisch gekürte Trägerin den Deutschen Buchpreises 2018 Inger Maria Mahlke. © Foto: Diether v. Goddenthow
Prominentester Gast war die frisch gekürte Trägerin den Deutschen Buchpreises 2018 Inger Maria Mahlke. © Foto: Diether v. Goddenthow

Buchpreisträgerin Inger-Maria Mahlke ist Kausalitäten gegenüber misstrauisch. Sie hält sie für falsch, für fehlgeleitet. Falsche Kausalitäten verstecken sich in scheinbaren Geschichtszyklen, in der vorschnellen Identifikation von Ereignissen, in instrumentalisierbaren Fortschrittsnarrativen. Deswegen rekonstruiert  Mahlke in »Archipel« die Geschichte der Kanareninsel Teneriffa anhand zweier Familienbiographien chronologisch rückwärts. Das anachronische Erzählen bewirkt, dass das Verhältnis zur Zeitlichkeit beim Lesen neu geordnet wird. Grob vereinfacht, Plot und Story fallen auseinander, der Leser wird in die Illusion geführt, mehr zu wissen, als die Handlungsträger, was vor einer identifikatorischen oder geisteslosen Lektüre schützt: Die Lesehaltung ist eine immer schon distanzierend-puzzlende, ordnende, verwaltende, kurz, eine konzentrierte. Mahlke verrät an diesem Abend, dass ihr Schreiben genauso wenig linear verläuft, wie die Handlung ihres Romans. Sie schreibt ganze Seiten voll, die sie dann zerschneidet, verkehrt ineinander fügt, liest und wieder liest, sodass sie am Ende ihren gesamten Romantext auswendig aufsagen kann – immerhin 432 Seiten.

Jahrelang war Schauspieler Christian Berkel vor seiner Geschichte davongelaufen. Jetzt hat er sie aufgeschrieben. © Foto: Diether v. Goddenthow
Jahrelang war Schauspieler Christian Berkel vor seiner Geschichte davongelaufen. Jetzt hat er sie aufgeschrieben. © Foto: Diether v. Goddenthow

Christian Berkel, der bisher eher für sein schauspielerisches Talent bekannt war, nähert sich in »Der Apfelbaum« der Geschichte seiner jüdischen Großmutter, indem er sie neu erfindet, indem er Distanz zu vertrauten Figuren entwickelt, sie fiktionalisiert und neu anschaut. Milde lächelnd bricht er jeden autobiographischen Pakt mit dem Leser: Wie auch beim Schauspielen ist das Erschaffen einer literarischen Figur determiniert und begrenzt durch den eigenen Erfahrungsraum. Der Aufruf zur absoluten Authentizität, so klingt es an, ist vielmehr ein erdrückender Zwang zur Entscheidung.

Sich nicht entscheiden müssen zwischen verschiedenen Herkünften, darum geht es Nino Haratischwili, die zu Recherchezwecken für ihren Roman über die menschlichen Abgründe vier russischer Soldaten inmitten des Tschetschenienkriegs auch mal »als Geogierin ging«. An diesem Open Books Abend interessiert sie sich besonders für die verschlungenen und düsteren Wege des falschen Erinnerns: Warum sind die beiden Tschetschnenkriege kein Teil der kollektiven Erinnerung, obwohl sich in der Region kaum jemand finden lässt, der nicht durch die Ereignisse verformt, zumindest geprägt wurde? Wie sieht das historische Bewusstsein der nachfolgenden Generationen aus, wenn von dieser Zeit nicht berichtet wird? Dennoch, historische Instruktionsliteratur schreibt Haratschiwili nicht.

Mit etwas Mut lässt sich sagen, das der letzte und sicher kontroverseste Auftritt an diesem Abend, die gelegten Fäden zusammenführt. Max Czollek wird vom Deutschlandfunk-Kulturchef René Aguigah etwas polemisch als »vorbildlich integriert« vorgestellt: Promovierter Historiker, Autor mehrerer Lyrikbände, jüdisch. Sein Essay »Desintegriert Euch!« ist eine Absage an das Gedächtnistheater, so Czollek, das mit den Juden in Deutschland gespielt wird, und das vornehmlich dazu dienen soll, ein positives deutsches Selbstbild zu stabilisieren. Weil aber das Konzept »Integration« an sich schon davon ausgeht, dass es einen gesellschaftlichen Ziel-Ort gibt, dass das noch Fremde in den schon integrierten Kern einverleibt wird, dreht Czollek den Spieß um: Teilweise ironisch, teilweise furios ruft er eine jüdisch-muslimische Allianz aus, eine Allianz der Desintegretierten, die sich von den Rollenerwartungen des Integrationsparadigmas löst. Es bleibt zu diskutieren, wie das konkret aussieht. Czolleks Interesse ist zunächst ein hermeneutisches: Was lernen wir über uns, über die Strukturierung unserer Gesellschaft, wenn wir den Blick verändern? Wenn wir zurücktreten, um klarer zu sehen?

Das kann Literatur. Denn es gilt ja nicht, Komplexitäten zu reduzieren, sondern zu lernen, komplex zu denken. Treffend formuliert es die Buchpreisträgerin Inger-Maria Mahlke: »In so komplexen Zeiten wie den unseren müssen wir den Ball manchmal eben über die Bande spielen«.

(Miryam Schellbach /Rhein-Main.Eurokunst)

Das Lesefestival  geht weiter

Open Books, das Lesefestival zur Buchmesse im und rund um den Frankfurter Römer wurde gestern eröffnet. © Foto: Diether v. Goddenthow
Open Books, das Lesefestival zur Buchmesse im und rund um den Frankfurter Römer wurde gestern eröffnet. © Foto: Diether v. Goddenthow

Das OPEN-BOOKS-Programm auf einen Blick!

Programmheft zum Download!

Das gesamte Rahmenprogramm ist im Veranstaltungskalender der Frankfurter Buchmesse
abrufbar: www.buchmesse.de/kalender

Veranstaltungsorte auf einen Blick
Literatur im Römer
Römerhallen, Römerberg 23,
60311 Frankfurt am Main

Römer
(Romerhalle, Schwanenhalle, Ratskeller)
Römerhalle, Römerberg 23, 60311 Frankfurt
Schwanenhalle, Römerberg 27, 60311 Frankfurt
Ratskeller, Paulsplatz 7, 60311 Frankfurt

Frankfurter Kunstverein
Steinernes Haus am Römerberg,
Markt 44, 60311 Frankfurt am Main
www.fkv.de

Haus am Dom
Katholische Akademie Rabanus Maurus
Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main
www.hausamdom-frankfurt.de

Evangelische Akademie Frankfurt
Römerberg 9, 60311 Frankfurt am Main
www.evangelische-akademie.de

Historisches Museum Frankfurt
Junges Museum Frankfurt
Saalhof 1, 60311 Frankfurt am Main
www.historisches-museum-frankfurt.de

Deutsche Nationalbibliothek
Adickesallee 1, 60322 Frankfurt am Main
www.dnb.de

Literaturhaus Frankfurt
Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt am Main
www.literaturhaus-frankfurt.de

Katharinenkirche
An der Hauptwache, 60313 Frankfurt am Main
www.st-katharinengemeinde.de

10 Jahre OPEN BOOKS – Das Lesefest zur Buchmesse mit 180 Autoren und 138 Lesungen an 8 Orten rund um den Römer

Logo-Openbooks-LZum zehnten Mal findet in diesem Jahr das Lesefest OPEN BOOKS statt. Vom 9. bis 13. Oktober präsentieren rund um den Römer 180 Autorinnen und Autoren bei 138 Veranstaltungen  ihre neuen Bücheran an den folgenden 8 Orten: Frankfurter Kunstverein, Römer, Haus am Dom, Evangelische Akademie Frankfurt, Historisches Museum Frankfurt/ Junges Museum Frankfurt, Katharinenkirche, Deutsche Nationalbibliothek, Literaturhaus Frankfurt (Adressen, siehe unten!).  Auch das Angebot für Kinder wurde erweitert und lädt zu 16 Lesungen am Buchmessen-Wochenende (13./14.10.2018)  in das Junge Museum am Römerberg ein. Die Veranstaltungen sind bis auf die Eröffnung (10/ 7 €, Vorverkauf), Teil der Bewegung (5€, nur Abendkasse) und die Open Party zum Abschluss (7/ 4 €, Vorverkauf) eintrittsfrei.

Darüber hinaus präsentiert „Kultur & Bahn e.V.“ ihren LiteraturBahnhof 2018 mit weiteren eintrittsfreien Lese- und Sonderveranstaltungen, siehe: Literaturbahnhof zur Buchmesse 2018

Das OPEN-BOOKS-Programm auf einen Blick!

Programmheft zum Download!

Frankfurts Kulturdezernentin Ina Hartwig (r.) präsentiert gemeinsam mit Dr. Sonja Vandenrath, Leiterin von OPEN-BOOKS das umfangreiche Jubiläums-Programm des Lesefestes zur Buchmesse.  Rechts im Hintergrund: die  rege frequentierte, neue teilrekonstruierte Frankfurter Altstadt, die vom 28. - 30.09.2018 mit einem Bürgerfest eröffnet werden wird. © Foto: Diether v. Goddenthow
Frankfurts Kulturdezernentin Ina Hartwig (r.) präsentiert gemeinsam mit Dr. Sonja Vandenrath, Leiterin von OPEN-BOOKS das umfangreiche Jubiläums-Programm des Lesefestes zur Buchmesse. Rechts im Hintergrund: die rege frequentierte, neue teilrekonstruierte Frankfurter Altstadt, die vom 28. – 30.09.2018 mit einem Bürgerfest eröffnet werden wird. © Foto: Diether v. Goddenthow

„10 Jahre OPEN BOOKS – was 2009 im Frankfurter Kunstverein seinen Anfang nahm, hat sich mittlerweile zu einem wahren Publikumsrenner nicht nur für Lesebegeisterte entwickelt. Mit hochkarätig besetzten Lesungen, Buchvorstellungen und Literaturgesprächen gelingt es dem städtischen Lesefest Jahr für Jahr, die Welt der Bücher auf inspirierende Art und Weise erlebbar zu machen – seit der Premiere von OPEN BOOKS KIDS vergangenes Jahr sogar über alle Altersgruppen hinweg“, lobt Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig das bewährte Veranstaltungskonzept.

Rund 80 Verlagshäuser aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen die Möglichkeit, die Novitäten ihres Herbstprogramms bei OPEN BOOKS vorzustellen. Neben den Veranstaltungen zu deutschsprachiger Belletristik, neuen Sachbüchern und Graphic Novels werden Lesungen internationaler Autoren mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem diesjährigen Gastland Georgien stattfinden.

Zur Eröffnung von OPEN BOOKS am 09.10.2018, um 20:00 Uhr in der Deutschen Nationalbibliothek (Ticketpflichtig)  präsentieren Christian Berkel, Max Czollek, Nino Haratischwili und der am Tag zuvor gekürte Preisträger des Deutschen Buchpreises ihre neuesten Bücher in Zusammenarbeit mit dem Blauen Sofa. Den Abschluss des Lesefests bildet am 13.10.18, ab 21.00 Uhr die große Party in guter Tradition im Literaturhaus Frankfurt (Ticketpflichtig).
Die Leiterin von OPEN BOOKS, Dr. Sonja Vandenrath, verweist auf die große Popularität von OPEN BOOKS: „Das größte Ereignis von OPEN BOOKS ist das Publikum. Seit 2009 schenkt es uns in großer Zahl seine Gunst. Es ist neugierig, offen und hochkonzentriert. Die Zuhörer sind begeistert von dem Angebot, an vier Tagen kompakt die wichtigsten Bücher des Herbstes kennenzulernen und Autorinnen und Autoren persönlich zu erleben. Frankfurt hat auf ein Lesefest wie OPEN BOOKS gewartet. Für die Verlage ist das städtische Lesefest dagegen das Frankfurter Schaufenster für die Herbstsaison geworden.“

OPEN BOOKS in den Römerhallen
Bei Literatur im Römer in den Römerhallen stehen die wichtigsten deutschsprachigen Romane des Herbstes im Zentrum. Am Messemittwoch und -donnerstag werden jeweils acht Autoren im kurzen Gespräch mit den Moderatorinnen und Moderatoren Insa Wilke, Gerwig Epkes, Cécile Schortmann und Alf Mentzer ihre neuesten Werke vorstellen. Am Mittwoch, 10. Oktober, lesen Artur Becker, Karen Duve, Dörte Hansen, Michael Kumpfmüller, Inger-Maria Mahlke, Steffen Mensching, Jan Wagner und Meike Wetzel. Am Donnerstag, 11. Oktober, sind María Cecilia Barbetta, Wolf Haas, Alexa Hennig von Lange, Ursula Krechel, Anke Stelling, Stephan Thome, Timur Vermes und Andreas Martin Widmann zu Gast.

Ehrengast Georgien

Maria Danelia (stehend), Leiterin des Literaturprogramms von "Georgia - Made by Chracters" bei der Präsentation des georgischen Programm-Anteils des Lesefestes. © Foto: Diether v. Goddenthow
Maria Danelia (stehend), Leiterin des Literaturprogramms von „Georgia – Made by Chracters“ bei der Präsentation des georgischen Programm-Anteils des Lesefestes. © Foto: Diether v. Goddenthow

Georgien ist in diesem Jahr Ehrengast der Buchmesse und wird von einem reichen Rahmenprogramm begleitet. „Wir freuen uns sehr, dass wir unsere georgische Literatur und Kultur in der Stadt Frankfurt vorstellen und präsentieren können. Die zahlreichen Genres unserer neu übersetzten Bücher in deutscher Sprache sowie die wundervolle Kunst aus verschiedenen Epochen zeigen, wie bunt und vielfältig unser Land und unsere ‚georgian characters‘ sind“, so Maia Danelia, Leiterin des Literaturprogramms von „Georgia – Made by Characters“.

Einbindung der Frankfurter Museen in die Buchmesse
Auf der Frankfurter Buchmesse und in der Stadt stellt der Ehrengastauftritt georgische Literatur und Kultur in seiner ganzen Vielfalt in Zusammenarbeit mit zahlreichen Frankfurter Kulturinstitutionen vor. So beleuchtet die Ausstellung „Hybrid Tbilisi“ im Deutschen Architekturmuseum die architektonischen Besonderheiten der georgischen Hauptstadt (29.09.2018–13.01.2019). Die junge Generation Georgiens wird in der Fotoausstellung „The Future is Ours“ im ATELIERFRANKFURT portraitiert (bis 14.10.2018), während im Museum Angewandte Kunst verschiedene Künstler anhand der Geschichte „Lara protects me“ der Frage nachgehen, was den Mythos des Schmelztiegels Tbilisi ausmacht (21.09.2018- 20.02.2019). Das Archäologische Museum zeigt unter dem Titel „Gold&Wein – Georgiens älteste Schätze“ eine Vielzahl von Funden aus der Zeit ab 6000 v.Chr. (6.10.2018– 10.02.2019). Im Liebieghaus wird der Medea-Mythos anhand kostbarer Leihgaben aus dem Georgischen Nationalmuseum nacherzählt (5.10.2018–10.02.2019). Mit „Georgien. Wege und Bilder“ präsentiert die Galerie Peter Sillem Fotografien von Peter Oehlmann in den Räumen von Der Kleine Mann mit dem Blitz (29.9.-20.10.2018).

Bühne für georgische Literatur
Der georgischen Literatur wird in ganz Frankfurt eine große Bühne geboten. So findet im Haus am Dom eine Matinée mit Vernissage zu „Georgien: Eine literarische Reise“ statt (7.10.2018), der Literaturbahnhof im Haus des Buches stellt jeden Tag für eine Stunde zwei georgische Schriftstellerinnen und Schrifsteller sowie ihre Neuerscheinungen vor (10.– 13.10.2018).

Musikalische Werke
Auch der reichen Musiktradition Georgiens wird während der Buchmesse Rechnung getragen. Im Gesellschaftshaus Palmengarten veranstaltet ARTE das Konzert „The Sound of Georgia“ mit zahlreichen georgischen Stars der Klassik, Jazz und Pop-Musik (11.10.2018). Das Georgian Philharmonic Orchestra, die Violinistin Lisa Batiashvili sowie gleich zwei georgische Chöre stellen in der Alten Oper Meisterwerke der georgischen klassischen Musik vor (13.10.2018).

Bühnen-Angebote
Das Künstlerhaus Mousonturm zeigt mit acht Inszenierungen der innovativsten Bühnen des Landes einen Querschnitt durch die georgische Theaterlandschaft. Mit dabei sind u.a. das Royal District Theatre, das Kote Marjanishvili State Drama Theatre, das Shota Rustaveli State Drama Theatre und das Music and Drama Theatre (2.-12.10.2018). Im Schauspiel Frankfurt führt das Rezo Gabriadze Theater „Ramona“ auf, eine ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen zwei Lokomotiven in Zeiten des Krieges (17. und 18.10.2018).

Filmmuseum
Den ganzen Monat Oktober über lädt das Deutsche Filmmuseum zur „Georgian Film Series“, die die Zuschauer durch 90 Jahre georgische Filmgeschichte führt. In der Stadtbücherei können Jung und Alt anhand von Screenings, Workshops und einer Ausstellung die Welt des georgischen Animationsfilms „The Pocket Man“ entdecken.

Lesefest für Kinder

Aino Kelle, zuständig für die Koordination des Kinderprogramms, präsentiert die  Highlights von "OPEN BOOKS Kids", welches im Jungen Museum /Historische Museum stattfindet.© Foto: Diether v. Goddenthow
Aino Kelle, zuständig für die Koordination des Kinderprogramms, präsentiert die Highlights von „OPEN BOOKS Kids“, welches im Jungen Museum /Historische Museum stattfindet.© Foto: Diether v. Goddenthow

Auch in diesem Jahr findet im Rahmen von OPEN BOOKS ein Lesefest für Kinder statt. Am Samstag und Sonntag stellt OPEN BOOKS KIDS in Zusammenarbeit mit Verlagen und dem Jungen Museum Frankfurt eine Auswahl der spannendsten Herbstneuerscheinungen für Kinder im Alter ab 4 Jahren vor. In unterhaltsamen Lesungen und interaktiven Auftritten präsentieren Autorinnen und Autoren ihre neuesten Werke, häufig zusammen mit der Illustratorin oder dem Illustrator des Buches. Der Eintritt ist frei. Ort: Junges Museum Frankfurt, Saalhof 1, 60311 Frankfurt am Main.  Detaillierte Infos zum Kinderprogramm!

Das OPEN-BOOKS-Programm auf einen Blick!

Programmheft zum Download!

Das gesamte Rahmenprogramm ist im Veranstaltungskalender der Frankfurter Buchmesse
abrufbar: www.buchmesse.de/kalender

Veranstaltungsorte auf einen Blick
Literatur im Römer
Römerhallen, Römerberg 23,
60311 Frankfurt am Main

Römer
(Romerhalle, Schwanenhalle, Ratskeller)
Römerhalle, Römerberg 23, 60311 Frankfurt
Schwanenhalle, Römerberg 27, 60311 Frankfurt
Ratskeller, Paulsplatz 7, 60311 Frankfurt

Frankfurter Kunstverein
Steinernes Haus am Römerberg,
Markt 44, 60311 Frankfurt am Main
www.fkv.de

Haus am Dom
Katholische Akademie Rabanus Maurus
Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main
www.hausamdom-frankfurt.de

Evangelische Akademie Frankfurt
Römerberg 9, 60311 Frankfurt am Main
www.evangelische-akademie.de

Historisches Museum Frankfurt
Junges Museum Frankfurt
Saalhof 1, 60311 Frankfurt am Main
www.historisches-museum-frankfurt.de

Deutsche Nationalbibliothek
Adickesallee 1, 60322 Frankfurt am Main
www.dnb.de

Literaturhaus Frankfurt
Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt am Main
www.literaturhaus-frankfurt.de

Katharinenkirche
An der Hauptwache, 60313 Frankfurt am Main
www.st-katharinengemeinde.de