Kategorie-Archiv: Staatstheater Wiesbaden

Hessisches Staatstheater Wiesbaden mit Maifestspiel-Specials im I. Ersatzprogramm vom 18. Mai bis 6. Juni 2020

Hessische Staatstheater Wiesbaden © Foto: Diether v. Goddenthow
Hessische Staatstheater Wiesbaden © Foto: Diether v. Goddenthow

Auch das Hessische Staatstheater Wiesbaden versucht anlässlich der vom Land Hessen verfügten Lockerungen vom 7. Mai mit einem ersten Ersatzprogramm vom 18. Mai bis 6.Juni 2020 unter entsprechenden hygienischen Sicherheitsmaßnahmen einen schrittweisen Wiedereinstieg in den normalen Theaterbetrieb.

Dabei bietet das Haus in seinem ersten Ersatzprogramm einige Specials aus dem Spielplan der den Corona-Maßnahmen zum Opfer gefallenen Internationalen Maifestspielen 2020 an. Darunter sind beispielsweise musikalische Abende mit Günther Groissböck, Michael Volle, Gabriela Scherer, Andreas Schager, Klaus Florian Vogt, René Pape und weiteren Sänger*innen, die sich freuen in Wiesbaden wieder aufzutreten. Des Weiteren stehen eine Lesung von Jens Harzer, Ausschnitte der Opern »Tristan und Isolde«, »Carmen« sowie »Der Rosenkavalier« auf dem Programm und das Deutsche Theater Berlin ist mit dem Schauspiel »Ismene, Schwester von« zu Gast. Die Schwerpunkte unseres Schauspiel-Ersatzprogramms werden Soloabende und die Beckett-Trilogie sein, welche am 4., 5. & 6. Juni jeweils um 19.30 Uhr im Großen Haus Premiere feiert. Außerdem werden verschiedene Konzertformate angeboten. Im Ballett feiert die Produktion »Startbahn 2020« in zwei Teilen am 5. & 6. Juni jeweils um 19.30 Uhr im Kleinen Haus Premiere.

Ersatzprogramm 18. Mai bis 6. Juni 2020 zum Download 
Der Kartenvorverkauf beginnt am Freitag, den 15. Mai 2020 um 10 Uhr. Die Theaterkasse wird ab Freitag, den 15. Mai 2020, auch vor Ort im Theater wieder öffnen.

Das Sicherheits- und Hygienekonzept

Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Infektion mit dem Corona-Virus finden alle Vorstellungen unter strengen Schutz-und Hygienemaßnahmen statt. Einhergehend mit diesen Maßnahmen wird ein Ersatzprogramm mit stark reduzierter Anzahl an Sitzplätzen angeboten. Im Großen Haus werden 200 und im Kleinen Haus 60 Personen Platz nehmen können. Um den Theaterbesuch auch während der Corona-Pandemie sicher zu gestalten, werden folgende Maßnahmen beachtet:

  • · Das Hessische Staatstheater Wiesbaden hält sich  strikt an die Weisungen der Behörden.
  • · Alle medizinischen Empfehlungen, die die Behörden bezüglich des Umgangs und der Zusammenarbeit mit anderen Personen geben, werden umgesetzt und täglich kontrolliert bzw. entsprechend aktualisiert.
  • · Alle neuralgischen Punkte bzw. Bereiche in unseren Räumlichkeiten werden täglich gründlich gereinigt und desinfiziert.
  • · Über diese Weisungen und Empfehlungen informieren wir unsere Mitarbeiter*innen über die verfügbaren Kommunikationskanäle.
  • · Jede*r Besucher*in muss beim Kartenkauf Name, Anschrift und Telefonnummer hinterlassen. Kartenkäufer*innen von mehreren Karten sind verpflichtet die Kontaktdaten aller Kartennutzer*innen bereitzuhalten und auf Nachfrage mitzuteilen. Kartenkäufer*innen müssen einen aktuellen Personalausweis mit sich tragen.
  • · Die Plätze werden nach Reihen verkauft. Der jeweilige Platz wird am Abend vor Ort zugewiesen. Zwischen dem jeweiligen Sitznachbarn, die nicht dem gleichen Hausstand angehören, wird ein Abstand von drei Sitzplätzen einzuhalten sein. Zwischen zwei Sitzreihen wird eine Sitzreihe gesperrt sein.
  • · Innerhalb des Theatergebäudes ist das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung vorgeschrieben.
  • · Die Hygieneregeln, wie etwa die Einhaltung der Nies- und Husten-Etikette oder des Mindestabstandes von 1,5 m zu anderen Besucher*innen wie auch zum Theaterpersonal sind zu befolgen. Auf diese Regelung wird gesondert im Theatergebäude durch Aushänge und Durchsagen hingewiesen.
  • · Der Mindestabstand wird durch ein neues Einlass- sowie Wegeleitsystem gewährleistet.
  • · Der Einlassbeginn ist um 19 Uhr. Die Abendkasse öffnet um 18.30 Uhr in den Kassenhallen.
  • · Desinfektionsspender stehen im Eingangsbereich und auf den Toiletten bereit.
  • · Die Garderoben bleiben geschlossen. Das Hessische Staatstheater Wiesbaden wird an ausgewiesenen Stellen die Möglichkeit zur Ablage der Garderobe bereitstellen. Das Hessische Staatstheater Wiesbaden übernimmt für die Garderobe keine Haftung.
  • · Die sanitären Einrichtungen dürfen nur von einer Person genutzt werden.
  • · Der Gastronomiebetrieb wird nicht wie gewohnt im Foyer, sondern in den Kolonnaden geöffnet sein. Vorbestellungen sind nicht möglich. Das Foyer bleibt vorerst geschlossen.

Ticket-Infos:
Theaterkasse:
· Telefonisch Montag bis Freitag von 10 – 19.30 Uhr und Samstag von 10 – 14 Uhr unter der 0611.132 325
· Per E-Mail unter vorverkauf@staatstheater-wiesbaden.de
· Ab 15. Mai persönliche Beratung vor Ort wieder möglich

Abo-Büro und das Gruppenbüro sind nur telefonisch und per E-Mail erreichbar:

Abonnement-Büro
· Telefonisch Mo, Mi, Fr von 10 – 18 Uhr und Di + Do 10 – 19 Uhr unter der 0611.132 340
· Per E-Mail unter abonnement@staatstheater-wiesbaden.de

Gruppenbüro
· Telefonisch Montag bis Donnerstag von 9 – 16 Uhr sowie Freitag von 9 – 15 Uhr unter der 0611.132 300
· Per E-Mail unter gruppenticket@staatstheater-wiesbaden.de

Hessisches Staatstheater Wiesbaden: Programmübersicht der Spielzeit 2020.2021

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Foto: Diether v Goddenthow
Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Foto: Diether v Goddenthow

Bis zum 19. Mai 2020 hat das Hessische Staatstheater Wiesbaden seine Vorstellungen abgesagt. Ebenfalls aus aktuellem Anlass präsentierten Intendant Uwe Eric Laufenberg, Geschäftsführender Direktor Bernd Fülle und das Staatstheaterteam das kommende Programm für die Spielzeit 2020.2021 digital!

Die Krise, die wir derzeit durchleben, so die Programm-Macher, zeige, wie sehr der Wert des Menschen jederzeit Gegenstand der Verhandlung sei. Der Spielplan des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden trüge dem in der kommenden Spielzeit in besonderer Weise Rechnung: „Sowohl in der Oper als auch im Schauspiel stehen Stoffe im Mittelpunkt, bei denen der Wert des Menschen auf grundlegende Weise durchgespielt wird. Dabei stehen zwei Großprojekte im Mittelpunkt: Zum einen Richard Wagners »Ring«, der nichts weniger als ein Versuch ist, die gesamte Menschheitsgeschichte abzubilden und der viermal zyklisch gezeigt wird; zum anderen die deutschsprachige Erstaufführung von Tom Stoppards Trilogie »Die Küste Utopias«, in der die Sozialgeschichte Europas und Russlands in brillanter Manier auf das persönliche Leben einiger Individuen heruntergebrochen wird“, so Intendant Uwe Eric Laufenberg.

Siehe auch die sehr empfehlenswerten LAUFENBERG. SOLO-DISKURSE – Gedanken in Zeiten von Corona!

Programmvorstellung
Spielzeit 2020.2021

Video-Botschaft an die Zuschauer

Das Programm 2020.2021 im Überblick

Insgesamt erwarten das Publikum in der Spielzeit 2020.2021 in der Opernsparte sieben oder acht Neuinszenierungen und zehn Wiederaufnahmen. Hervorzuheben sind hierbei das FigaroOperndoppel zum Saisonauftakt mit Gioachino Rossinis »Der Barbier von Sevilla« und Wolfgang Amadeus Mozarts »Die Hochzeit des Figaro«, auch dies (vor-)revolutionäre Befragungen des gesellschaftlichen Wertes des Menschen; Puccinis »Triptychon« in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg, drei Einakter, die Hölle, Fegefeuer und Himmel des Menschen ausschreiten; und als abschließender Höhepunkt die Neuproduktion von Jörg Widmanns Oper »Babylon«, ein in seiner allumfassenden Weltbeschreibung jegliche Grenzen überschreitendes Werk.

In den acht Sinfoniekonzerten des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden sind große Dirigentenpersönlichkeiten und herausragende Solisten vertreten. Am Pult des Hessischen Staatsorchesters stehen GMD Patrick Lange, Johannes Dabus, Andreas Spering und ChristophMathias Mueller. Als Solisten sind u.a. Chouchane Siranossian, Sebastian Manz und Frederic Belli sowie Olga Bezsmertna als Gesangssolistin zu erleben.

Das Schauspiel bietet neben der genannten Erstaufführung von Tom Stoppards Trilogie die Uraufführung der Bühnenfassung von Salman Rushdies jüngstem Roman »Quichotte« sowie neun weitere Premieren, darunter die deutschsprachige Erstaufführung des Stücks »Admissions« sowie im Großen Haus Uwe Eric Laufenbergs Inszenierung des Shakespeare’schen »König Lear«.

Das Hessische Staatsballett zeigt drei Premieren und die Wiederaufnahme von Tschaikowskys Klassiker »Der Nussknacker«. Ergänzt wird das Programm mit wichtigen Projekten aus der aktuellen Tanzszene. Das Junge Staatstheater bietet in allen Sparten zahlreiche Premieren und Wiederaufnahmen sowie ein erweitertes Programm der Theaterpädagogik für Kinder, Jugendliche und Familien an.

Im kommenden Jahr feiern die Internationalen Maifestspiele des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, die seit 1896 den kulturellen Höhepunkt im Theaterkalender der Stadt bilden, ihr 125. Jubiläum. Sämtliche Sparten der Darstellenden Kunst sind vertreten: Oper und Konzert, Tanz, Performance und Schauspiel. Tickets für die Opernvorstellungen der Maifestspiele sind telefonisch, online oder per E-Mail ab dem 24. April 2020 erhältlich. Karten für das komplette Programm der Internationalen Maifestspiele sind ab Februar 2021 erhältlich.

Das Programm der Spielzeit 2020.2021 wird durch die Nassauische Sparkasse unterstützt.

Oper

Die Spielzeit 2020.2021 am Hessischen Staatstheater Wiesbaden wird mit einem FigaroOperndoppel unter der Musikalischen Leitung von Konrad Junghänel eröffnet, mit Gisbert Jäkel als Bühnenbildner für beide Teile: Gioachino Rossinis »Der Barbier von Sevilla« wird von Schauspieler und Regisseur Tilo Nest inszeniert, der 2019.2020 »Tyll« im Großen Haus zeigte. Ioan Hotea übernimmt die Partie des Graf Almaviva. Als Figaro alternieren Christopher Bolduc und Benjamin Russell. Silvia Hauer singt die Partie der Rosina. Als Bartolo wird Thomas de Vries zu erleben sein. Wolfgang Amadeus Mozarts Oper »Die Hochzeit des Figaro« hat in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg Premiere. Die Titelpartie übernimmt Konstantin Krimmel, als Graf Almaviva alternieren Benjamin Russell und Christopher Bolduc. Als Gräfin Almaviva ist Slávka Zámečníková und als Susanna Anna El-Khashem zu erleben. Die Opernbearbeitungen der ersten beiden Teile von Beaumarchais’ Schauspiel-Trilogie werden am Hessischen Staatstheater zu einem Tripel ergänzt durch Ödön von Horváths Fassung des dritten Teils: »Figaro lässt sich scheiden« (Premiere im Studio).

In Philipp M. Krenns Neuinszenierung von Giuseppe Verdis »Il Trovatore« unter der Musikalischen Leitung von Alexander Joel singt Vesselina Kasarova ihr Rollendebüt als Azucena. Aluda Todua ist Graf von Luna, Cristiana Oliveira ist Leonora, Aldo di Toro alterniert mit Aaron Cawley als Manrico. Mit »Lady Macbeth von Mzensk« von Dmitri Schostakowitsch unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange inszeniert Evgeny Titov zum ersten Mal eine Oper. Die Partie der Katerina Lwowna Ismailowa singt Cornelia Beskow, als Boris TimofejewitschIsmailow ist Andrey Valentiy zu erleben. Die Partie des Sinowi Borissowitsch Ismailow übernimmt Rouwen Huther, die Partie des Sergej singt Aaron Cawley.

Für die Neuinszenierung von »Der Zigeunerbaron« von Johann Strauss haben Dirigent Philipp Pointner und Regisseur Marco Štorman für Wiesbaden eine eigene Spielfassung unter Verwendung der rekonstruierten Urfassung in der kritischen Edition erstellt. Zu den Solisten zählen u. a. Benjamin Russell (Graf Peter Homonay), Marco Jentzsch (Sándor Barinkay), Shavleg Armasi (Kálmán Zsupán), Stella An (Arsena), Narine Yeghiyan (Saffi) sowie Moderator Klaus Krückemeyer als Conte Carnero.

Giacomo Puccini fügte die drei Einakter »Der Mantel«, »Schwester Angelica« und »Gianni Schicchi« in »Das Triptychon« zusammen. Unter dem Gesamttitel »Puccinis ›Triptychon‹« inszeniert Uwe Eric Laufenberg, die Musikalische Leitung übernimmt Alexander Joel. Unter den Solisten sind u. a. Daniel Luis de Vicente als Michele und in der Titelpartie von »Gianni Schicchi« sowie Olesya Golovneva als Schwester Angelica und Lauretta hervorzuheben. Mit Giuseppe Verdis »Macbeth« zeigt der südafrikanische Regisseur Matthew Wild nach Leoš Janáčeks »Katja Kabanowa« seine zweite Operninszenierung am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Unter der Musikalischen Leitung von Leo McFall singen Aluda Todua als Macbeth und Gabriela Scherer als Lady Macbeth.

Eines der monumentalsten zeitgenössischen Opernwerke der letzten Jahre, das an den Staatsopern in München und Berlin große Erfolge feierte, ist Jörg Widmanns »Babylon«. Die Neuproduktion am Hessischen Staatstheater Wiesbaden ist die erste Aufführung der neuen Fassung seit deren Uraufführung 2019 an der Staatsoper Berlin und wird die Internationalen Maifestspiele 2021 eröffnen. Im großen Solisten-Ensemble sind u. a. aus der Berliner Besetzung Marina Prudenskaya (Der Euphrat) und Otto Katzameier (Der Tod) zu erleben, Gloria Rehm kehrt in der Partie der Inanna ans Hessische Staatstheater zurück, weitere Solisten sind Daniel Jenz (Tammu), Michelle Ryan (Die Seele), Philipp Mathmann (Der Skorpionmensch) und Claudio Otelli (Der Priesterkönig).Die Musikalische Leitung der auch im Orchester außergewöhnlich groß besetzten Produktion hat Albert Horne inne, der als Chordirektor den Chor des Hessischen Staatstheaters leitet und diesen für »Babylon« mit dem Chor des Staatstheaters Darmstadt (Einstudierung: Sören Eckhoff) zusammenführt.

Die Opernsparte des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden bereichert den Spielplan außerdem mit einer Reihe eigener Wiederaufnahmen in zum Teil neuen Besetzungen. Ein Spielzeit-Höhepunkt ist Richard Wagners »Ring des Nibelungen« in der Regie von Uwe Eric Laufenberg, der erstmals unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange einstudiert und in vier kompletten Zyklen aufgeführt wird.

Schauspiel

Kaum ein anderes Drama stellt die Frage nach dem Wert des Menschen auf so existentielle Weise wie William Shakespeares »König Lear«: Nachdem Lear seine Macht freiwillig abgegeben hat, stürzt er in eine bis an die Grenzen des Nichts reichende Krise, in der alle sicher geglaubten Werte in sich zusammenfallen. Intendant Uwe Eric Laufenberg inszeniert diese vielleicht schwärzeste aller Shakespeare-Tragödien im Großen Haus mit Nicolas Brieger in der Titelrolle.

Im Kleinen Haus eröffnet die Spielzeit mit Ingmar Bergmans »Szenen einer Ehe«: In der Regie von Ingo Kerkhof unterziehen sich Tom Gerber und Sybille Weiser einer so gnadenlosen wie anrührenden Befragung der Institution Ehe. Albert Camus Roman »Die Pest« wiederum erkundet, wie man unter den extremen Bedingungen einer Seuche – ein derzeit nicht unvertrautes Thema – Mensch bleiben kann. Nach seinem fulminanten »Romulus« führt Sebastian Sommer zum zweiten Mal Regie in Wiesbaden. Auch Tim Kramer inszeniert zum zweiten Mal am Hessischen
Staatstheater Wiesbaden: Mit George Bernard Shaws überaus brillantem Konversationsdrama »Doktors Dilemma« stellt er sich dem Problem, wie Ärzte entscheiden, wenn die medizinische Grundversorgung nicht für alle reicht. Uwe Eric Laufenberg wird hier die Rolle des titelgebenden Doktors übernehmen. Zwei wichtige Erstaufführungen schließen sich an: »Admissions« von Joshua Harmon, ein bissiges Stück über die Selbsttäuschungen weißer Liberaler, erlebt seine deutschsprachige Erstaufführung in der Spielstätte Wartburg in der Regie von Daniela Kerck. Und als Uraufführung gar – nun wieder im Kleinen Haus – wird eine Bühnenfassung von Salman Rushdies jüngstem Roman »Quichotte« zu sehen sein, eine virtuose Übertragung von Cervantes‘ Klassiker in Trumps Amerika. Für die Inszenierung zeichnet Daniel Kunze verantwortlich. Johannes Lepper wird sich mit Henrik Ibsens Skandal-Klassiker »Gespenster« erstmals als Regisseur in Wiesbaden vorstellen. Ebenfalls zum ersten Mal am Hessischen Staatstheater Wiesbaden arbeitet Malte Kreutzfeldt, der Aldous Huxeleys immer aktueller werdende Dystopie »Schöne Neue Welt« inszeniert, in welcher der Wert des Menschen in einer diktatorisch verfassten, biologistischen Klassengesellschaft festgelegt wird. Während der Maifestspiele wird ein großes Projekt des Staatstheaters zum Abschluss gebracht: Mit den Teilen zwei und drei »Schiffbruch« und »Bergung« wird die deutsche Erstaufführung von Tom Stoppards großer Trilogie »Die Küste Utopias« in der Regie von Henriette Hörnigk vervollständigt. Am 13. Mai 2021 werden die drei Teile zudem zusammengeführt und zur Gesamtaufführung gebracht. Mit »Extrawurst« von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob, inszeniert von Tom Gerber, klingt die Saison komödiantisch aus.

Ergänzend zum Operndoppel »Barbier von Sevilla«/»Figaro« wird Alexander Olbrich zudem im Studio bei Ödön von Horvàths »Figaro lässt sich scheiden« Regie führen.

Konzert | Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

In der Spielzeit 2020.2021 präsentiert sich das Hessische Staatsorchester Wiesbaden wieder in acht Sinfoniekonzerten. Fünf der Konzerte leitet Generalmusikdirektor Patrick Lange, der auch für das Gesamtprogramm der Sinfoniekonzerte verantwortlich zeichnet. Der Titel »WIR«, den Patrick Lange mit Beginn seiner Amtszeit für die Konzerte einführte, wird auch in dieser Spielzeit beibehalten, er steht für die Verbundenheit des Orchesters mit dem Wiesbadener Publikum und für die Gemeinschaft beim Musizieren. Die Spielzeit ist zudem mit dem Leitbegriff »Zuhören« überschrieben. »Zuhören« benennt eine Grundvoraussetzung für das gemeinsame Musizieren wie auch das Konzerterleben, steht darüber hinaus für einen elementaren Bestanteil des gesellschaftlichen Miteinanders, dessen Abbild ein Orchester abgibt.

Als Gäste am Pult des Hessischen Staatsorchesters hat Patrick Lange drei hochkarätige Kollegen verpflichtet: Christoph-Mathias Mueller war lange Chefdirigent und Generalmusikdirektor des Göttinger Symphonie Orchesters und wurde mehrfach für seine außergewöhnliche Programmierung ausgezeichnet. Johannes Debus hat sich seit seinen Anfängen als Kapellmeister an der Oper Frankfurt schnell zu einem international gefragten Dirigenten entwickelt und ist zur Zeit Music Director der Canadian Opera Company in Toronto. Andreas Spering ist ein renommierter Barock-Dirigent, unter anderem ausgewiesener Kenner der Werke Händels und Haydns, und wird im jährlichen Barock-Konzert mit dem Hessischen Staatsorchester und der Mezzosopranistin Silvia Hauer aus dem Ensemble des Hessischen Staatstheaters ein reines Haydnund Mozart-Programm dirigieren.

Nachdem Chouchane Siranossian in der Spielzeit 2019.2020 mit großem Erfolg das Barock-Konzert von der Geige aus leitete, wird die Zusammenarbeit in der kommenden Spielzeit fortgesetzt. Sie wird – dieses Mal als Solistin unter der Leitung von GMD Patrick Lange – mit Beethovens Violinkonzert zu erleben sein. Im Konzert mit Johannes Debus wird Sebastian Manz, mehrfacher ECHO-Preisträger und Gewinner des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD, mit dem Klarinetten-Konzert von Magnus Lindberg zu hören sein. Solist Frederic Belli wird, unter derLeitung von Christoph-Mathias Mueller, das Posaunen-Konzert von Daniel Schnyder spielen.

Es ist unter GMD Patrick Lange zu einer Tradition geworden, einzelne Musiker*innen des Hessischen Staatsorchesters dem Publikum als Solisten näher vorzustellen: Im Eröffnungskonzert der Saison ist die Solo-Harfenistin des Hessischen Staatsorchesters Kristina Kuhn mit Debussys »Deux Danses« zu erleben, im 7. Sinfoniekonzert treten mit J. S. Bachs Doppelkonzert für zwei Violinen und Orchester die beiden Konzertmeister des Hessischen Staatsorchesters, Alexander Bartha und Karl-Heinz Schultz, solistisch in Erscheinung.

Für das jährliche Chorkonzert mit dem Hessischen Staatsorchester Wiesbaden kommen unter der Leitung von GMD Patrick Lange der Chor der Stadt Wiesbaden (Einstudierung: Christoph Stiller) und der Chor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden (Einstudierung: Albert Horne) zusammen, um ein groß angelegtes Chorwerk zu präsentieren: Leoš Janáčeks »Glagolitische Messe« mit den Gesangssolisten Anna El-Khashem (Sopran), Silvia Hauer (Mezzosopran), Peter Berger (Tenor) und Young Doo Park (Bass).

Programmatische Schlaglichter der Konzertsaison werfen wir u. a. auf Werke von Komponistinnen – Lili Boulanger und Louise Farrenc –, auf zeitgenössische Komponisten in der Auswahl der SoloKonzerte sowie auf Werke des 18. Jahrhunderts im Barock-Konzert mit Andreas Spering. Hervorzuheben ist ebenfalls das Abschlusskonzert, das mit Werken von Felix Mendelssohn
Bartholdy, Ernest Chausson und Alexander von Zemlinsky Klangbilder des Meeres und von Seejungfrauen evoziert. Solistin in Chaussons »Poème de l’amour et de la mer« ist die aufstrebende Sopranistin Olga Bezsmertna aus dem Ensemble der Wiener Staatsoper.

Das Neujahrskonzert »WIR Feiern« wird in diesem Jahr von Albert Horne geleitet

Konzertangebote für junges Publikum liegen GMD Patrick Lange besonders am Herzen. In der Spielzeit 2020.2021 gibt es erstmals eine Konzertreihe für alle ab acht Jahren im Großen Haus, mit GMD Patrick Lange am Pult des Hessischen Staatsorchesters. Im Fokus jedes der drei Konzertprogramme, die in insgesamt vier Konzerten zur Aufführung gebracht werden, steht je ein großes Orchesterwerk sowie ein Thema, das anhand der Musik vertieft wird: Dvořák und die Instrumente, Brahms und die Sinfonie sowie Johann Sebastian Bach und die Violine. Die in der vergangenen Spielzeit eingeführte Lounge-Reihe Club classique in der Wartburg wird weitergeführt. Auch in der anstehenden Saison werden im Jungen Konzert eine Reihe an Kammerkonzerten für Kinder angeboten.

Das Programm der Kammerkonzerte der Kammermusikvereinigung des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden ist anlässlich des Beethoven-Jubiläumsjahrs in der ersten Spielzeithälfte von den Werken Ludwig van Beethovens geprägt. Ihm sind mehrere Kammerkonzerte sowie ein Sonderkonzert gewidmet. Im Weihnachtskonzert wird festliche Barockmusik von Telemann und
J. S. Bach zu hören sein. Im Neujahrskonzert geht die Reise nach Wien diesmal über Italien und Frankreich. Besonderer Dank gebührt dem Förderverein des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden. Die Konzertsaison hätte ohne dessen Förderung in dieser Form nicht realisiert werden können.

Hessisches Staatsballett

Die Spielzeit des Hessischen Staatsballetts beginnt mit dem Doppelabend »Horizonte«, mit dem Auftragswerk »Timeless« der chinesischen Choreografin Xie Xin und »Untitled Black« der Israelin Sharon Eyal. In den beiden starken zeitgenössischen Tanzkompositionen kommen elementare Kräfte des Tanzes zusammen, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Mit seiner neuen Kreation »memento« bringt Hauschoreograf Tim Plegge Josef Suks Sinfonie, gespielt vom Hessischen Staatsorchester Wiesbaden zur Uraufführung. Das Stück war ursprünglich als Erinnerungsmusik konzipiert, entwickelte sich dann aber im 20. Jahrhundert zu einer kraftvollen Überwindungs- und Aufbruchsmusik. Plegges Werk knüpft hier an und beschäftigt sich mit dem Augenblick zwischen memento mori und memento vivere, dem Zurück- und Nachvornschauen, während wir vor allem mit beiden Beinen im Jetzt stehen. Ohad Naharin, kommt nach dem großen Erfolg mit »Sadeh 21« in der Spielzeit 2018.2019 mit »Kamuyot« zurück nach Wiesbaden. »Kamuyot« beschäftigt sich mit dem Aufbrechen der traditionellen Barriere zwischen Szene und Auditorium und initiiert die gemeinsame Erfahrung zwischen Tanzenden und Nicht-Tanzenden. Der großen Nachfrage folgendwird Tim Plegges Choreografie von »Der Nussknacker«, die mit skurrilem Spielwitz und vielerlei überraschenden Momenten besticht, in dieser Spielzeit wiederaufgenommen. Die Ballettversion des Hessischen Staatsballetts wagt einen neuen Blick auf die Musik Tschaikowskys und auf das Libretto des berühmten Handlungsballetts Marius Petipas und nimmt Bezüge zur MärchenVorlage »Nussknacker und Mausekönig« von E. T. A. Hoffmann.

Auch in dieser Spielzeit wird das Programm mit außergewöhnlichen Gastspielen ergänzt, die unter dem Label »Das Hessische Staatsballett lädt ein« präsentiert werden. Unter dieses Label fällt ebenso ein Residenzprogramm zur Förderung frei arbeitender internationaler Tanzschaffender. In den Residenzen wird Choreograf*innen, für die die Beschaffung eines Proberaums eine organisatorische oder finanzielle Herausforderung darstellt, der Ballettsaal für Neukreationen zur Verfügung gestellt. Am Ende der jeweiligen Residenz öffnen die Choreograf*innen in dem Format »Work in progress« die Türen des Ballettsaals für eine Präsentation und geben so Einblick in ihren Arbeitsprozess. Die Tanzplattform Rhein-Main, die Kooperation des Hessischen Staatsballetts mit dem Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt, bringt spannende Formate in die Region. Mit ihren Aktivitäten stärkt sie die hiesige Tanzszene nachhaltig, vernetzt Akteure und Institutionen regional sowie überregional und möchte damit Menschen im Rhein-Main-Gebiet für den Tanz begeistern. Ein Programmhöhepunkt ist das Tanzfestival Rhein-Main, das vom 30. Oktober bis 15. November 2020 seine fünfte Ausgabe in Wiesbaden, Darmstadt, Frankfurt und Offenbach erleben wird.

JUST

Alle Sparten des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden präsentieren neue Produktionen für Kinder, Jugendliche und Familien: Mit der Uraufführung von »W183 – Inside Westend« (14+) spürt Autor und Regisseur Adewale Teodros Adebisi den Geschichten des Westends hinterher und setzt diese in einer Coming of Age – Story in Szene. Die Inszenierung von »Das NEINhorn« (4+), einem Bilderbuch des preisgekrönten Autors Marc-Uwe Kling, erzählt die Geschichte eines trotzigen Einhorns. In »Die Furiosen Drei« (7+) von Angela Khuon-Siefert geht es um drei Pferde, die mit List und Spielwitz ihre bevorstehende Verwurstung abwenden. »Konrad oder das Kind aus der Konservenbüchse« (6+) von Christine Nöstlinger erzählt die Geschichte von einem Jungen, der vom Musterknaben zum unartigen »Rotzbengel« umerzogen wird. »Behalt das Leben lieb« (10+) nach Jaap ter Haar spricht universelle und existenzielle Themen an und zeigt, wie ein junger Mensch mit einer außergewöhnlichen Situation umgeht und wie diese schicksalhafte Erfahrung ihn befähigt, gestärkt aus ihr hervorzugehen. Das Klassenzimmerstück die »Die Weiße Rose – lebt« (14+) von Günther Breden über Wachsamkeit, Mut und Engagement, basiert zum Teil auf den Briefen und Aufzeichnungen der Geschwister Scholl und zeigt immer wieder Parallelen zur Gegenwart auf. Nach dem Dramenfragment von Georg Büchner ist »Woyzeck – White Boxx Vol. 3« (15+) zu erleben, ein Stück über eine Welt, an der man verrückt werden könnte. Die diesjährige Weihnachtsproduktion ist »Kleiner König Kalle Wirsch« (6+), in einer Adaption von Dirk Schirdewahn.

Das Junge Staatsmusical startet mit dem Klassiker »Frankenstein Junior« (12+) in die neue Spielzeit. Uraufgeführt wird der immer wieder aktuelle Roman von Ödön von Horváth »Jugend ohne Gott« (14+), in dem gekonnt das verstörend eindrückliche Bild einer gedankenlosen, ideologisch verblendeten Jugend am Beginn des NS-Regimes gezeichnet wird. Iris Limbarth bringt die eigens für das Hessische Staatstheater geschriebene und komponierte Fassung von Paul Graham Brown auf die Bühne.

Eine Vielzahl unterschiedlicher Konzertformate für Kinder und Jugendliche ergänzen das Programm. Vor allem die drei »Jungen Konzerte« im Großen Haus unter der Leitung des GMD Patrick Lange versprechen höchsten Genuss.

Das Team der Theaterpädagogik hat unter dem Motto Mission Theater ein breites Programm mit Führungen, Workshops, Clubangeboten und Ferienakademien für alle Altersstufen, dem Format »Theaterscouts« für Studenten und dem generationsübergreifenden Gedankenprojekt »Schöne neue Welt « zusammengestellt. Die Theaterclubs haben so wunderbare Arbeitstitel wie Mission Glück, Mission Zukunft oder Mission Glück. Vom 22. bis 26. März 2021 öffnet sich wieder der Vorhang für die Schultheatertage 2021.

Internationale Maifestspiele 2021

Mit einem der monumentalsten zeitgenössischen Opernwerken von Jörg Widmann eröffnen die Internationalen Maifestspiele 2021, die in diesem Jahr ihr 125. Jubiläum feiern. Unter der Musikalischen Leitung von Albert Horne und in der Inszenierung von Daniela Kerck ist»Babylon« zu erleben. Die Neuproduktion am Hessischen Staatstheater Wiesbaden ist die erste Aufführung der neuen Fassung seit deren Uraufführung 2019 an der Staatsoper Berlin. Außerdem ist das Figaro-Operndoppel »Der Barbier von Sevilla« und »Die Hochzeit des Figaro« unter der Musikalischen Leitung von Konrad Junghänel sowie »La Traviata« mit Antonello Allemandi am Pult zu erleben. Ein besonderes Highlight ist Richard Wagners »Ring des Nibelungen« in der Regie von Uwe Eric Laufenberg, erstmals einstudiert unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange. Zu den Gastsolisten gehören u.a.: José Fardilha als Bartolo, Florian Boesch als Graf Almaviva und Erwin Schrott in der Rolle des Figaro. Albert Pesendorfer ist als Fasolt zu erleben und wechselt sich in der Rolle des Siegmund mit Klaus Florian Vogt ab. Andreas Schager singt die Partie des Siegfried, Faustpreisträger Johannes Martin Kränzle den Gunther und Catherine Foster ist Brünnhilde.

Anlässlich des 125. Jubiläums plant die Stiftung Stadtmuseum Wiesbaden parallel zu den Internationalen Maifestspielen 2021 die Jubiläums-Ausstellung »Vorhang auf! 125 Jahre
Maifestspiele in Wiesbaden«. Das Gesamtprogramm der Internationalen Maifestspiele mit Ballett-, Schauspiel-, Konzert-, Kinderund Sonderprogramm wird im Februar 2021 bekanntgegeben.

Tickets

Tickets für die Spielzeit 2020.2021 sind ab Freitag, den 24. April 2020, um 10 Uhr telefonisch unter 0611.132 325, per E-Mail unter vorverkauf@staatstheater-wiesbaden.de oder online unter www.staatstheater-wiesbaden.de erhältlich.

Der Vorverkauf für einige Veranstaltungen der Internationalen Maifestspiele 2021 beginnt ebenfalls am 24. April 2020, um 10 Uhr. Karten für das gesamte Programm sind im Februar 2021
erhältlich.

Die Theaterkasse, das Abo-Büro und das Gruppenbüro sind nur telefonisch und per E-Mail erreichbar.

Theaterkasse:
· Telefonisch Mo – Fr 10 – 19:30 Uhr unter der 0611-132-325
· Per E-Mail unter vorverkauf@staatstheater-wiesbaden.de
· Aktuell keine persönliche Beratung vor Ort

Abonnement-Büro:
· Telefonisch Mo, Mi, Fr 10 – 18 Uhr und Di und Do 10-19 Uhr unter der 0611-132-340
· Per E-Mail: abonnement@staatstheater-wiesbaden.de

Gruppenbüro:
· Telefonisch Mo – Do 9 – 16 Uhr sowie Fr 9-15 Uhr unter der 0611-132-300
· Per E-Mail: gruppenticket@staatstheater-wiesbaden.de

Staatstheater Wiesbaden: Laufenberg. Solo-Diskurse – Gedanken in Zeiten von Corona

Bis zum 19. Mai 2020  keine Veranstaltungen im Hessischen Staatstheater Wiesbaden © Foto: Diether v Goddenthow
Bis zum 19. Mai 2020 keine Veranstaltungen im Hessischen Staatstheater Wiesbaden © Foto: Diether v Goddenthow

Die letzten Wochen haben das Theater und die Welt zu einem vollkommenen Stillstand verurteilt. Die künstlerische Weltsicht jedoch kann nicht stillstehen: Uwe Eric Laufenberg hat daher seinen sehr persönlichen Künstlerblick auf die gegenwärtige Krise gerichtet und seine Überlegungen in sieben sowohl inhaltlich als auch formal unterschiedlich gestalteten »Solo-Diskursen« festgehalten. Wir veröffentlichen Uwe Eric Laufenbergs Lesung der so entstandenen Texte vom 24. April ab an vier aufeinanderfolgenden Tagen als Video. Sehr empfehlenswert!

Vorwort

24. April 2020

1. „Die Gesundheit geht vor«

24. April 2020

2. Natur Mensch Maschinen

25. April 2020

»3. Die Geschichte des Virus, die Angst vor dem Tod
und die Angst der Regierung vor dem Volk«

25. April 2020

»4. Kunstfreiheit«

26. April 2020

»5. Die Welt, der Westen und das neue Menschenbild«

26. April 2020

Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Corona: Hessische Staatstheater Wiesbaden schließt bis zum 19. April 2020

© Foto: Diether v Goddenthow
© Foto: Diether v Goddenthow

Corona-Virus: Keine Vorstellungen bis einschließlich 19. April 2020 im Hessischen Staatstheater Wiesbaden

Aufgrund der vom Land Hessen verfügten Anordnung im Rahmen der Maßnahmen zur Eindämmung der Infektion mit dem Corona-Virus werden alle Vorstellungen des Hessischen Staatstheaters Wiesbadens vom 14. März bis zum 19. April 2020 in allen Spielstätten abgesagt. Das gilt auch für Führungen und Begleitprogramme. Der Verkauf für die Vorstellungen ab dem
20. April läuft wie gewohnt weiter.
Bereits gekaufte Tickets können gegen einen Gutschein umgetauscht oder zurückerstattet werden. Versandkosten gelten als Fremdleistungen und werden nicht zurückerstattet. Karteninhaber müssen sich nicht sofort für die Rückerstattung melden. Aufgrund des hohen Bearbeitungsaufkommens, kann eine Rückforderung bis zum 30. April erfolgen.
Die Theaterkasse hat ab dem 16. März geänderte Öffnungszeiten:
• Telefonisch unter der 0611-132-325 (Mo – Fr 10 – 19:30 Uhr // Sa 10 – 14 Uhr)
• Persönlich an der Theaterkasse (Mo – Fr 10 – 19:30 Uhr // Sa 10 – 14 Uhr)
• Per Post über Staatstheater Wiesbaden, Kartenvorverkauf, Christian-Zais-Str. 3, 65189 Wiesbaden
• Online über den Webshop

Umgang mit bereits gekauften oder reservierten Karten:
Alle Karten der abgesagten Vorstellungen werden automatisch storniert, wenn Zuschauer*innen bei uns ihre Kontodaten hinterlegt haben. Der Betrag wird auf die hinterlegte Bankverbindung erstattet. Wir bitten, von Rückfragen per Telefon abzusehen. Für die Stornierung müssen Karteninhaber*innen nicht eigens an die Theaterkasse kommen. Bei Rückfragen zur Rückzahlung, nehmen wir Kontakt mit dem Karteninhaber*in auf.

Alle Besucher*innen, die ohne Angabe persönlicher Daten oder per Kreditkarte bei uns gekauft haben, werden gebeten, sich an den Kartenservice zu wenden, bei dem sie die Karten gekauft haben. Das geht vor Ort oder telefonisch unter Vorlage des Tickets bzw. Nennung der Auftragsnummer.

Abonnenten erhalten automatisch einen Umtauschschein für ihre Abonnementvorstellung, der bis Juli 2021 gültig und bei der Theaterkasse hinterlegt sein wird. Abonnenten können sich bei Fragen an das Abonnementbüro telefonisch unter 0611-132-340 oder per E-Mail: abonnement@staatstheater-wiesbaden.de wenden.

Pussy-Riots performen im Wiesbadener Staatstheater für die Freiheit –

Diskussion über die Freiheit mit Pussy-Riot-Gruppe im Theater-Foyer des Wiesbadner Staatstheaters am 29.11.2019. Die regimekritische Polit-Punk-Gruppe aus Moskau erlangte 2012 weltweite Bekanntheit mit ihrem »Punk-Gebet« in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale. Der Aktion folgte ein international stark kritisierter Gerichtsprozess, an dessen Ende drei der beteiligten Frauen zu jeweils zwei Jahren im Arbeitslager verurteilt wurden.© Foto: Diether v Goddenthow
Diskussion über die Freiheit mit Pussy-Riot-Gruppe im Theater-Foyer des Wiesbadner Staatstheaters am 29.11.2019. Die regimekritische Polit-Punk-Gruppe aus Moskau erlangte 2012 weltweite Bekanntheit mit ihrem »Punk-Gebet« in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale. Der Aktion folgte ein international stark kritisierter Gerichtsprozess, an dessen Ende drei der beteiligten Frauen zu jeweils zwei Jahren im Arbeitslager verurteilt wurden.© Foto: Diether v Goddenthow

Nach der im Kleinen Hauses des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden gefeierten Cross-Over-Performance »Riot Days« des 2011 gegründeten russischen Protestkunst-Kollektivs Pussy Riot, hatten die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und die Karl Hermann-Flach-Stiftung zur einer Diskussion über die Geschichte ihr 2012 erfolgten Inhaftierung wegen „Rowdytum aus religiösem Hass“  und  ins Theater-Foyer eingeladen.  Die Aufarbeitung dieser Erfahrung, das Leben in einem russischen Lager, der Kampf gegen Repression wird in diesem Stück verarbeitet und ist ein Cross-Over aus Konzert, Kundgebung und Theater. Elektrische Sounds, Sprechgesang und Live-Musik erzählen eine Geschichte von Widerstand, Repression und Revolution.

(v.li.) Deutschland-Funk Moderator Christoph Heinemann,  Pussy Riot-Producer Aleander Cheparukin, Pussy-Riot-Aktivistin und Künstlerin Marija Aljochina, Julius Freytag-Loringhoven, Leider des  Moskauer Büros der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Boris-Nemzow-Stiftung, sowie Martin Hammer, Dramaturg, Kurator und Leiter der Biennale Wiesbaden © Foto: Diether v Goddenthow
(v.li.) Deutschland-Funk Moderator Christoph Heinemann, Pussy Riot-Producer Aleander Cheparukin, Pussy-Riot-Aktivistin und Künstlerin Marija Aljochina, Julius Freytag-Loringhoven, Leider des Moskauer Büros der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Boris-Nemzow-Stiftung, sowie Martin Hammer, Dramaturg, Kurator und Leiter der Biennale Wiesbaden © Foto: Diether v Goddenthow

Anschließend diskutierten unter Leitung von Deutschland-Funk Moderator Christoph Heinemann  Pussy Riot-Producer Alexander Cheparukin, Pussy-Riot-Aktivistin und Künstlerin Marija Aljochina, Julius Freytag-Loringhoven, Leiter des  Moskauer Büros der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Boris-Nemzow-Stiftung, sowie Martin Hammer, Dramaturg, Kurator und Leiter der Biennale Wiesbaden über die Freiheit und den oftmals schmalen Grat, wie weit Kunst gehen darf. Dabei standen insbesondere die Ereignisse und die Folgen ihrer, in leichtbekleideter Weise durchgeführten 41-Sekunden-Performance am Altar des zentralen Gotteshauses der Russisch-Orthodoxen Kirche (ROK), der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau, am 21. Februar 2012 im Zentrum.

Pussy-Riot-Aktivistin und Künstlerin Marija Aljochina. © Foto: Diether v Goddenthow
Pussy-Riot-Aktivistin und Künstlerin Marija Aljochina. © Foto: Diether v Goddenthow

Obgleich sich die Pussy-Riot-Aktivistinnen nach ihrer Aktion bei den Gläubigen entschuldigten, wurden sie am 17. August 2012 wegen „Rowdytums aus religiösem Hass“ zu jeweils zwei Jahren Freiheitsentzug  verurteilt mit der Begründung, sie hätten „die soziale Ordnung grob unterwandert“. Besonders hätten sich damals die Bilder der fünf jungen Frauen in Glaskäfigen vor Gericht ins kollektive Gedächtnis eingebrannt (weiter über: https://www.freiheit.org/veranstaltung-es-gibt-keine-freiheit-wenn-man-nicht-taglich-fur-sie-kampft)

 

 

»My Fair Lady« wieder im Großen Haus Wiederaufnahme am 16. November 2019

My Fair Lady - Mira Benser, Uwe Kraus. Foto: Karl Monika Forster
My Fair Lady – Mira Benser, Uwe Kraus. Foto: Karl Monika Forster

Ab Samstag, den 16. November 2019 um 19.30 Uhr, ist das Musical »My Fair Lady« von Frederick Loewe, unter der Musikalischen Leitung von Christoph Stiller und in der Inszenierung von Beka Savić, wieder im Großen Haus des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden zu sehen.

Der Broadway-Klassiker »My Fair Lady« bringt George Bernard Shaws Satire »Pygmalion« zum Singen und Tanzen. Die Grundlage ist ein alter Mythos: Ein Mann schafft sich ein weibliches Idealbild nach seinen Vorstellungen – doch was, wenn sich dieses Wesen selbständig machen will? Sprachforscher Henry Higgins sieht im Straßenslang der jungen, ungebildeten Eliza zunächst nur eine wissenschaftliche Herausforderung und macht sie zum Objekt einer Wette unter Freunden. Kaum kann Eliza »Es grünt so grün …« tadellos aussprechen und geht damit auf dem Ball als feine Dame durch, so hat sie ihren Nutzen für ihn verloren. Oder sind die Grenzen zwischen oben und unten, Macht und Ohnmacht, Mann und Frau doch endgültig verschoben?

In der Inszenierung am Hessischen Staatstheater Wiesbaden werden – wie in der »My Fair Lady« -Uraufführung in New York (1954) – die Hauptrollen von Schauspieler*innen verkörpert.

Musikalische Leitung Christoph Stiller Inszenierung Beka Savić Bühne Bettina Neuhaus

Kostüme Claudia Jenatsch Choreografie Myriam Lifka Licht Andreas Frank Chor Albert Horne Dramaturgie Katja Leclerc, Laura Weber

Professor Henry Higgins Uwe Eric Laufenberg Eliza Doolittle Mira Benser Alfred P. Doolittle Michael Birnbaum Oberst Pickering Uwe Kraus Freddy Eynsford-Hill Björn Breckheimer Mrs. Higgins Margit Schulte-Tigges Mrs. Pearce Evelyn M. Faber, Mrs. Eynsford-Hill Petra Urban Zoltan Karpathy Klaus Krückemeyer.

Karten erhältlich unter: Telefon 0611.132 325 | E-Mail: vorverkauf@staatstheater-wiesbaden.de | www.staatstheater-wiesbaden.de

Tanzfestival Rhein-Main 2019 am Hessischen Staatstheater Wiesbaden ab 31.10 – 17.11.2019

Fotolia_64613562_S
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Vom 31. Oktober bis 17. November 2019 findet das Tanzfestival Rhein-Main, mit dem diesjährigen Motiv »Moving beyond«, an den Spielorten Wiesbaden, Frankfurt, Darmstadt und Offenbach statt. Das Festival ist eines der Höhepunkte im Programm der Tanzplattform Rhein-Main, einem Kooperationsprojekt des Künstlerhauses Mousonturm und des Hessischen Staatsballetts.

Das zweiwöchige Bühnenprogramm vereint Produktionen herausragender Choreograf*innen aus der Region sowie Gastspiele internationaler Tanzstars mit einem spannenden Rahmenprogramm, das zahlreiche Möglichkeiten des Austauschs zwischen Tanzschaffenden und -interessierten bietet. Ergänzend dazu haben Besucher*innen mit und ohne Tanzerfahrung Gelegenheiten, ihre Kenntnisse und Erfahrungen zu vertiefen und tanzbezogene Themenfelder zu erforschen. Am Tanztag Rhein-Main am 16.11. laden unzählige Schnupperkurse die ganze Region zum Mittanzen ein.

Am Hessischen Staatstheater Wiesbaden ist das Tanzfestival Rhein-Main mit fünf Veranstaltungen zu erleben:

»Der Nussknacker«
Die Vorlage zum Stück stammt von E.T.A. Hoffmann, die in der Version von Alexandre Dumas von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky vertont und eines der populärsten Ballette überhaupt wurde. In Plegges Fassung, in der märchenhafte Elemente und blanker Familienweihnachtsalltag ineinander verschränkt sind, haben auch die dunklen und skurrilen Seiten der Geschichte ihren Platz. Genau da liegen für Marie die Nüsse verborgen, die sie auf ihrem Weg zu knacken hat.

»Der Nussknacker«
Ballett von Tim Plegge
Donnerstag, 31. Oktober 2019 | 19.30 Uhr | Großes Haus

» My Body is Your Body«
Der Choreograf und Spezialist für zeitgenössischen Zirkus Tim Behren konfrontiert in »My Body is Your Body« die Zuschauer*innen mit ihrem eigenen Blick. Er verweist sie in die Ränge einer bifrontalen Arena direkt auf »opposing benches«, ähnlich denen des britischen Parlaments. Zur Debatte steht der Körper inklusive des Ichs, das in ihm steckt. Das Plädoyer hält ein ungleiches Performer*innen-Trio, das sich in dem ausgestellten Zwischenraum befindet. An der Grenze zwischen Tanz, Performance und zeitgenössischem Zirkus entstehen subtile Zwischenräume, in denen sich so manche gesehenen Realitäten verschieben.

» My Body is Your Body«
Overhead Project
Donnerstag, 7. November 2019 | 19.30 Uhr | Wartburg
Freitag, 8. November 2019 | 19.30 Uhr | Wartburg

»Antanzen: Zeitgenössisch« mit Jungyeon Kim
Antanzen ist ein regelmäßig stattfindendes, offenes Training für Nichtprofis, angeboten vom Hessischen Staatsballett. Es bietet Raum, um unterschiedliche Stile und Tanztechniken – von klassischem bis zeitgenössischem Tanz – kennenzulernen und zu erproben. Alle sind willkommen. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich.

»Antanzen: Zeitgenössisch«
mit Jungyeon Kim
Samstag, 9. November 2019 | 10.00 Uhr | Treff: Bühneneingang (bereits ausverkauft)

»Danza Contemporánea de Cuba«
Das Ensemble Danza Contemporánea de Cuba blickt auf eine über 50-jährige Geschichte zurück und ist in vielerlei Hinsicht ein Abbild des Inselstaates und seiner Menschen. Da der Tanz auf Kuba einen so hohen Stellenwert hat wie in kaum einem anderen Land der Welt, wird die traditionsreichste Kompanie besonders geschätzt. Ihr unverwechselbares ästhetisches Profil basiert auf kubanischen Modern-Dance-Techniken, die von afrikanischen und spanischen Vorfahren beeinflusst wurden und unterschiedlichste Tanzstile verbinden.

»Danza Contemporánea de Cuba«
Iglesias / Darkin / Cespedes
Samstag, 9. November 2019 | 19.00 Uhr | Kleines Haus (bereits ausverkauft)
Sonntag, 10. November 2019 | 16.00 Uhr | Kleines Haus (bereits ausverkauft)

» Lisbeth Gruwez Dances Bob Dylan«
Ein Körper, alleine auf der Tanzfläche, vollkommen verloren in der Musik. »Lisbeth Gruwez dances Bob Dylan« führt an Grenzen, zwischen zwei Menschen, zwischen Tanz und Musik und zwischen der Sprache und jenen Momenten, die unaussprechlich sind. Das Set-up des Stückes ist dabei mehr als einfach: Maarten Van Cauwenberghe, Co-Direktor von Voetvolk, steht an zwei Plattenspielern und Lisbeth Gruwez tanzt. Verbunden wird diese intime Begegnung ohne Worte durch die Lieder von Bob Dylan, die der Soundtrack des Abends sind. Zwischen ihnen, Van Cauwenberghe und Gruwez entfaltet sich eine ungeahnte Dynamik. Es entfaltet sich ein Plädoyer für die befreiende Kraft körperlicher Ekstase, das alle in den Bann zieht, unabhängig davon, ob Sie Bob-Dylan-Fan sind oder nicht.

» Lisbeth Gruwez Dances Bob Dylan«
Voetvolk | Lisbeth Gruwez
Samstag, 9. November 2019 | 21.30 Uhr | Wartburg (bereits ausverkauft)

Karten erhältlich unter: Telefon: 0611.132 325 | E-Mail: vorverkauf@staatstheater-wiesbaden.de | www.staatstheater-wiesbaden.de

125 Jahre Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Neues Königliches Theater 1884 © Hessisches Landesarchiv/Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden
Neues Königliches Theater 1884 © Hessisches Landesarchiv/Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden

Am 16. Oktober 1894 wurde das Wiesbadener Theater in Anwesenheit Kaiser Wilhelm II. feierlich eröffnet. Ein Ereignis, das nicht nur die Stadtgesellschaft mit Spannung verfolgte, sondern auch über die Grenzen der Stadt hinaus Beachtung fand. Seither ist das Theater das kulturelle Herz Wiesbadens. Mehr als 300 000 Besucher und Besucherinnen jährlich erfreuen sich am vielfältigen Programm des Fünf-Sparten-Hauses. Solisten aller Sparten, das Hessische Staatsballett, der Chor des Hessischen Staatstheaters sowie das Hessische Staatsorchester Wiesbaden unter der Leitung von GMD Patrick Lange zelebrierten diesen besonderen Geburtstag mit einer festlichen Gala.

Gastspiele im Rahmen des »MADE.Festivals« am 13. & 14. September im Studio des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden

made-logoAm 13. & 14. September 2019 gastiert das »MADE.Festivals«, das seit 2011 besonders sehenswerte Produktionen der Freien Darstellenden Künste in Hessen landesweit in 4-6 Städten auf die Bühne bringt, mit zwei Vorstellungen am Hessischen Staatstheater Wiesbaden.

»Rot oder tot – Folge 2: Der Weltfrieden hat nichts mit dir zu tun.«
Freitag, 13. September 2019 | 19.30 Uhr | Studio

Die 60er Jahre. Eine sozialistische Romeo-&-Julia-Erzählung. Ein Sohn, der vom eigenen Vater ins Gefängnis gebracht wird. Eine Tochter, die, als sie selbst ein Kind erwartet, mit ihrem Geliebten ins Gefängnis muss, weil sie ihren Mund aufgemacht hat. Ein Geliebter, der schon längst eine neue Liebe hat. Hier trifft eine Elterngeneration von staatstreuen Kommunisten, welche Nazideutschland noch erlebt hat, auf eine Kindergeneration, die auf

der Suche ist. Kommunisten sind sie auch, aber sie wollen Kritik üben können an diesem Staat. Welche Haltung hat man zum Mauerbau? Zum elften Plenum? Zum Prager Frühling? Wen verrät man – das eigene Kind oder die Idee? »ROT ODER TOT« ist immersives Theater als Gedankenexperiment zu kontrastierenden Verläufen von Geschichte. Jede der fünf Folgen ist in einem Jahrzehnt der DDR situiert und ist ohne Vorkenntnisse der anderen Folgen besuchbar.

» Möchten Sie Ihren Vater wirklich in den Papierkorb verschieben?«
Eine Spurensuche mit Cornelia Niemann
Samstag, 14. September 2019 | 19.30 Uhr | Studio

» Möchten Sie Ihren Vater wirklich in den Papierkorb verschieben?«
Da war zuerst ein Koffer. Und Liebesbriefe. Ganz unpolitische, alltägliche Liebesbriefe, die Cornelia Niemanns Vater ihrer Mutter während des Zweiten Weltkriegs schrieb. Die Lücken füllt ein Buch über Hans Frank, Kriegsverbrecher und Chef ihres Vaters am »Institut für Deutsche Ostarbeit« in Krakau. »Was war das für ein Institut? Was hat mein Vater da gemacht? Ich habe ihn nie kennengelernt.« Cornelia Niemanns Spurensuche ist der rote Faden dieser Collage aus (Dokumentar-)Theater, Krimi und Videos mit Frankfurter Schülerinnen und Schülern – zu der Martin Lejeune mit der elektronisch erweiterten Fender E-Gitarre kongenial Melodien, Lieder, Jazz und Rock’n’Roll beisteuert.

Ort: Studio – Kleines Haus

©  Foto: Diether  v Goddenthow
© Foto: Diether v Goddenthow

Karten erhältlich unter: Telefon: 0611.132 325 | E-Mail: vorverkauf@staatstheater-wiesbaden.de | www.staatstheater-wiesbaden.de

Theaterfest – Am Samstag, den 24. August 2019, ab 14 Uhr, öffnet das Hessische Staatstheater Wiesbaden nach der Sommerpause seine Türen für das Publikum

Theaterfest-Impression 2018 ©  Foto: Diether v Goddenthow
Theaterfest-Impression 2018 © Foto: Diether v Goddenthow

Mit einem Kostümverkauf auf der Hinterbühne des Großen Hauses und der beliebten Kostümversteigerung, Chor- und Kammerkonzerten sowie Ausschnitten aus dem Programm der Spielzeit 2019.2020 aller Sparten an verschiedenen Orten des Hauses wie in den Kolonnaden und der Außenbühne am Warmen Damm bietet das Theaterfest ein reichhaltiges Programm für Groß und Klein. Die Werkstätten gewähren Einblicke in ihre Arbeit. Bei Führungen durch die Kostüm- und Maskenabteilungen werfen die Besucher einen Blick hinter die Kulissen. Ein Meet & Greet mit der Theaterleitung und der Dramaturgie gibt Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen. In den Theaterkolonnaden informieren Stände unterschiedlicher Abteilungen und Kooperationspartner über das Angebot der neuen Spielzeit. Für das leibliche Wohl sorgt die Theaterkantine.

Neu in diesem Jahr ist das »Yourspace – Open Air«:
Das »Yourspace – Open Air« bietet die Möglichkeit, das eigene Können unter Beweis zu stellen. Auf 3 mal 3 Metern, der kleinen Bühne am Warmen Damm, haben Interessierte die Chance für 3-4 Minuten aufzutreten. Eine Jury kürt aus den Teilnehmern und Teilnehmerinnen einen Gewinner, der noch am selben Abend, um 19.45 Uhr, auf der Bühne im Großen Haus auftreten kann. Um Anmeldung wird gebeten: Im Voraus unter: yourspace@staatstheater-wiesbaden.de oder vor Ort am Info-Point am Warmen Damm.

Sonder-Rabat auf Karten am Tag des Theaterfestes

Theaterfreunde nutzen die Chance, sich für viele attraktive und ausgewählte Vorstellungen den nur an diesem Tag gewährten 50 % Rabatt auf den regulären Kartenpreis zu sichern. ©  Foto: Diether v Goddenthow
Theaterfreunde nutzen die Chance, sich für viele attraktive und ausgewählte Vorstellungen den nur an diesem Tag gewährten 50 % Rabatt auf den regulären Kartenpreis zu sichern. © Foto: Diether v Goddenthow

Für viele attraktive und ausgewählte Vorstellungen gewährt die Theaterkasse an diesem Tag spezielle Angebote zum Spielzeitstart, so erhalten Theaterfestbesucher beispielsweise 50 % Rabatt auf den regulären Kartenpreis. Der Start dieser Aktion beginnt bereits um 13 Uhr.

Theaterfest
Samstag, 24. August 2019
Beginn: 14 Uhr
Kolonnaden & verschiedene Orte in & um das Hessische Staatstheater Wiesbaden

Programm des Theaterfestes PDF-Download oder
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