Kategorie-Archiv: Musikveranstaltungen

Mainzer Meisterkonzerte eröffnen am 13. März neuen Konzertsaal in der Rheingoldhalle

Deutsche Staatsphilharmonie / Mario Venzago, Dirigent © mainzplus CITYMARKETING
Deutsche Staatsphilharmonie / Mario Venzago, Dirigent © mainzplus CITYMARKETING

Premiere mit der Deutschen Staatsphilharmonie und „Very British“ mit Werken von Elgar und Walten

(rap)Nur wenige Wochen nach der Schlüsselübergabe der Rheingoldhalle GmbH & Co. KG an mainzplus Citymarketing steht am Sonntag, 13. März 2002 ein kulturelles Ereignis bevor, wenn die Rheingoldhalle nach dreijähriger Bauzeit ihre Pforten für die traditionsreichen Meisterkonzerte öffnet und ab dann wieder die großen Werke des klassisch-romantischen Repertoires im alten, wie „neuen“ Spielort zur Aufführung kommen.

Die Eröffnung des neuen „Kongress-Saals“ nach langer Pause ist für die Bürger:innen und die Musik in der Landeshauptstadt ein großer Gewinn. Mainz mit seiner lebendigen Musiktradition hat seine erstklassige Spielstätte wieder und der neue Saal wird ein Ort für alle Mainzer:innen und Gäste aus aller Welt sein.

Unter den Eröffnungsgästen beim „Stelldichein“ der großen Klangkörper sind der Cellist Maximilian Hornung (13.3.) sowie der Pianist Lars Vogt am 28. Mai. Am Pult der Deutschen Radio Philharmonie stehen der Schweizer Mario Venzago, bekannt für seine Leitung in historischer Aufführungspraxis und der charismatische Brite Michael Francis, Chefdirigent der Deutschen Staatsphilharmonie. Stargeiger Julian Rachlin (4.6.) übernimmt neben der Leitung des Abends auch den Solopart in Beethovens Violinkonzert.

„Alle Freundinnen und Freunde der Mainzer Meisterkonzerte und die Besucher aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet können sich auf herausragende musikalische Begegnungen im neuen Konzertsaal der Rheingoldhalle freuen. Das musikalische Herz des neuen Saals beginnt zu schlagen, wenn diesen ab dem 13. März die großen Orchester mit Leben füllen. Dieses Ereignis ist eine Einladung an alle Musikfreunde, nach Mainz zu kommen!“, so Kulturdezernentin Marianne Grosse. „Dass zu diesem Anlass dann auch der Chefdirigent der Deutschen Staatsphilharmonie, Michael Francis, am Pult stehen wird erfüllt mich mit großer Freude“, so Grosse weiter.

Die Akustik im neuen Konzertsaal ist formidabel – sehr räumlich und transparent. Was bedeutet, dass alle klanglichen Feinheiten besonders gut wahrgenommen werden können. Gleichzeitig ist auch im lauten Klangbereich ein differenzierter Höreindruck möglich. Zu diesem Ergebnis kamen alle Verantwortlichen bei einer Orchesterprobe mit der Staatsphilharmonie unter der Leitung von Mario Venzago am vergangenen Freitag.
„Eine noch bevorstehende Schalloptimierung im Bühnenbereich erfolgt zeitnah durch Einbringung weiterer Akustikelemente, und wird bis zum Abschluss der letzten Verschönerungsarbeiten durch die Rheingoldhalle GmbH & Co. KG abgeschlossen sein“, betont Frank Intra, Prokurist und Projektleiter der Rheingoldhalle GmbH & Co. KG.

Neben der einzigartigen Lage der Halle am Rheinufer mit herrlichem Blick auf den Fluss bietet die klanglich wirkungsvolle Akustikausstattung der Seiten- und Rückwand des Saals auch optisch attraktive Reize und erzeugt ein „Wohlfühlklima“ im Saal für alle Besucherinnen und Besucher.

„Auch wir sind begeistert von den Möglichkeiten, die der neu sanierte Kongress-Saal für Konzerte bietet und freuen uns, die Mainzer Meisterkonzerte endlich wieder in der Rheingoldhalle willkommen zu heißen“, erklären Katja Mailahn und Marc André Glöckner, Geschäftsführer:innen der mainzplus CITYMARKETING GmbH.

Informationen, Abonnements und Tickets unter
www.mainz-klassik.de
Telefon: 06249 – 80 57 77 4

Kartenpreise:
16 – 51 Euro

Abonnements:
105 – 231 Euro

Schüler, Studenten, Azubis und finanziell Bedürftige zahlen nur 25%

Familien PLUS:
Je Erwachsenem ist ein Kind (bis 16 Jahre) frei!

Weitere Informationen & Pressefotos zum Download unter
https://www.mainz-klassik.de

Rheingau Musik Festival 2022 Der 35. Festivalsommer vom 25.6. bis 3.9.2022

Impressionen Kloster Eberbach Rheingau Musik Festival © Foto Klaus-Weddig
Impressionen Kloster Eberbach Rheingau Musik Festival © Foto Klaus-Weddig

Oestrich-Winkel, 16.2.2022 – Im Rahmen der heutigen Pressekonferenz stellte der Intendant und Geschäftsführer des Rheingau Musik Festivals, Michael Herrmann, und der Geschäftsführer Marsilius Graf von Ingelheim das Programm für die 35. Saison in Oestrich-Winkel vor. Weitere Podiumsteilnehmer waren Lisa Ballhorn und Timo Buckow (beide Programmplanung des Rheingau Musik Festivals), der Pianist und diesjähriger Fokus-Künstler Jan Lisiecki sowie Caroline Funk (Head of Communications LG SIGNATURE).

Das 35. Rheingau Musik Festival findet vom 25. Juni bis zum 3. September 2022 statt und steht ganz im Zeichen des Leitgedankens „Zusammenhalt“. Der diesjährige Festivalsommer bringt seinem Publikum die Musik in voller Strahlkraft und in gewohnt stimmungsvoller Art und Weise zurück. Die Violinistin Julia Fischer und der Pianist Jan Lisiecki werden als Fokus-Künstler gleich in mehreren Konzerten des Rheingau Musik Festivals zu erleben sein. Ob in großen Orchesterkonzerten, mit berückend schöner Kammermusik oder auch das erste Mal überhaupt als Duo gemeinsam auf der Bühne – Julia Fischer und Jan Lisiecki bringen ihre tiefe musikalische Hingabe und ihre virtuose Spielfreude in den Rheingau. Auch dem Jazz bietet das Rheingau Musik Festival in zahlreichen Konzerten eine Bühne. Mit von der Partie ist diesen Sommer als Fokus Jazz-Künstler Wolfgang Haffner. Gemeinsam mit der hr-Bigband und Simon Oslender, der Wolfgang Haffner All Star Band und dem Pianisten Michael Wollny stattet der Schlagzeuger dem Rheingau im Festivalsommer 2022 gleich dreimal einen Besuch ab. Außerdem gedenkt die Musikwelt dieses Jahr dem 175-jährigen Todestag von Felix Mendelssohn Bartholdy. Im „Sommer voller Musik“ stehen im Rheingau daher die klang­gewaltigen Oratorien „Paulus“ und „Elias“, facettenreiche Kammermusik, eindrucksvolle Sinfonien, einzigartige Orgelmusik und das berühmte Violinkonzert in e-Moll auf dem Programm. Zudem sind in diesem Sommer gleich fünf der traditionsreichsten deutschen Knabenchöre zu Gast beim Rheingau Musik Festival. In spannenden Konzertprojekten geben der Thomanerchor, der Windsbacher Knabenchor, die Regensburger Domspatzen, der Tölzer Knabenchor und der Dresdner Kreuzchor faszinierende Einblicke in ihre einmalige Klangkultur.

Impressionen- Schloss-Vollrads © Foto Woody T. Herner Woodworks
Impressionen- Schloss-Vollrads © Foto Woody T. Herner Woodworks

Zu Gast in diesem Sommer sind außerdem herausragende Solisten und Ensembles wie Anne- Sophie Mutter mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra, Jonas Kaufmann mit dem WDR Funkhaus Orchester, Daniil Trifonov mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, Víkingur Ólafsson mit dem Bergen Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Edward Gardner, María Dueñas und Gabriela Montero mit dem Tonhalle-Orchester unter der Leitung von Paavo Järvi, Isabelle Faust und Antoine Tamestit mit dem Mahler Chamber Orchestra, das Gustav Mahler Jugendorchester unter der Leitung von Herbert Blomstedt, die Filarmónica Joven de Colombia unter der Leitung von Andrés Orozco-Estrada, das hr-Sinfonierorchester unter der Leitung von Alain Altinoglu, die Bamberger Symphoniker unter der Leitung von Christoph Eschenbach, das Collegium Vocale und das Collegium 1704 mit Václav Luks, Selina Ott und das Nowegian Chamber Orchestra, Avi Avital, Iveta Apkalna, Sophie Pacini, Linus Roth, Jean Rondeau, Grigory Sokolov, Michael Schönheit, Corinna Harfouch und Hanns Zischler, Bomsori Kim, Sabine Meyer, das Orchester im Treppenhaus, Frank-Peter Zimmermann und Martin Helmchen, Fabian Müller, Andreas Scholl und Dorothee Oberlinger, der Tenebrae Choir, Lucas und Arthur Jussen, Philippe Jaroussky, Kelvin Jones, Stephanie Heinzmann, Mighty Oaks, Laith Al-Deen, Nils Landgren, Phil Siemers und Yvonne Catterfeld.

133 Konzerte werden an 25 Spielstätten im Rheingau und benachbarten Regionen veranstaltet. 131.171 Eintrittskarten stehen für die Konzerte zur Verfügung. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 8 Mio. Euro. Langfristige Sponsorenverträge, Konzerte- und Sachsponsorings sowie die Beiträge und Spenden der Mitglieder des Fördervereins sichern die Finanzierung des Rheingau Musik Festivals.

Die Hauptveranstaltungsorte sind der Fürst von Metternich Konzert-Kubus auf Schloss Johannis­berg, Kloster Eberbach, Schloss Vollrads und das Kurhaus Wiesbaden. Dazu kommen zahlreiche Kirchen und Weingüter im Rheingau und Wiesbaden. In diesem Jahr ist der Schlachthof Wiesbaden wieder mit von der Partie. Als neue Spielstätte konnte das Gestüt Schafhof in Kronberg gewonnen werden.

Podiumsgäste v.l.n.r.: Marsilius Graf von Ingelheim (Geschäftsführer), Michael Herrmann (Intendant & Geschäftsführer), Caroline Funk (Head of Communications LG SIGNATURE), Jan Lisiecki (Pianist und Fokus-Künstler), Lisa Ballhorn und Timo Buckow (Programmplanung) © Foto Ansgar Klostermann
Podiumsgäste v.l.n.r.: Marsilius Graf von Ingelheim (Geschäftsführer), Michael Herrmann (Intendant & Geschäftsführer), Caroline Funk (Head of Communications LG SIGNATURE), Jan Lisiecki (Pianist und Fokus-Künstler), Lisa Ballhorn und Timo Buckow (Programmplanung) © Foto Ansgar Klostermann

LOTTO Hessen und LG Signature engagieren sich erneut als Hauptsponsoren des Rheingau Musik Festivals. Als Co-Sponsoren unterstützen die Fürst von Metternich Sektkellerei und die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) in Verbindung mit der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen sowie die R+V Allgemeine Versicherung AG das Rheingau Musik Festival. Als Premium-Projektpartner agieren die Brass-Gruppe, die Deutsche Leasing AG mit ihrer Tochter DAL sowie die UBS Deutschland AG. Offizieller Automobilpartner ist die ŠKODA AUTO Deutschland GmbH. Die BRITA GmbH wird in diesem Jahr offizieller Nachhaltigkeitspartner. Die Deutsche Lufthansa AG ist die Official Airline. Die Deutsche Telekom AG bleibt Digitalpartner des Festivals. Medienpartner sind der Hessische Rundfunk sowie Deutschlandradio und die Deutsche Welle.

Rheingau-Musik Festival Magazin

Der öffentliche Vorverkauf beginnt am 17.2.2022 um 10 Uhr.
Kartenbestellungen und Programminformationen:
Kartenvorverkauf TRM – Tickets für Rhein-Main GmbH
Postfach 1125 – 65367 Oestrich-Winkel
www.rheingau-musik-festival.de
Karten- und Infotelefon: +49 (0) 67 23/ 60 21 70 (Montag – Freitag, 9.30 – 17 Uhr)

„Junge Musik Hessen“ ist neue Heimat der hessischen Landesjugendensembles – Neues Dach für Sinfonie-, Blas- und Jazzorchester sowie Jugendchor

Landesjugendblasorchester © Foto Junge Musik Hessen gGmbH
Landesjugendblasorchester © Foto Junge Musik Hessen gGmbH

Wiesbaden. Die vier hessischen Landesjugendensembles haben seit Jahresbeginn ein gemeinsames Dach: die Junge Musik Hessen gGmbH. Zuvor waren die Nachwuchsensembles in verschiedenen Strukturen eingebunden: das Landesjugendblasorchester in der Arbeitsgemeinschaft Hessischer Musikverbände, der Landesjugendchor im Hessischen Sängerbund, das Landesjugendjazzorchester in einem privaten Trägerverein. Das Landesjugendsinfonieorchester ist schon seit einigen Jahren als landeseigene gGmbH organisiert, die nun um Jugendchor, Blas- und Jazzorchester erweitert und in „Junge Musik Hessen“ umbenannt wurde.

„Musik macht glücklich – und sie verbindet Menschen. Gerade im Ensemblespiel entwickeln junge Musikerinnen und Musiker nicht nur individuelle Fähigkeiten im Umgang mit ihrem Instrument oder ihrer Stimme, sondern auch soziale Kompetenzen“, erklärt Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn. „Musikalische Bildung steht für Chancengleichheit, Persönlichkeitsentwicklung und Horizonterweiterung. Wir wollen erreichen, dass alle kreativen Talente sich entfalten und so einen wichtigen Beitrag zur Vielfalt unserer Kunst und Kultur leisten können. Um sie zu entdecken und noch besser zu unterstützen, haben wir die Junge Musik Hessen als herausragendes Projekt der Kulturellen Bildung gegründet.“

Landesjugendjazzorchester © Foto Viola Riesner
Landesjugendjazzorchester © Foto Viola Riesner

Von der Zusammenführung erhofft sich das Land Hessen als Träger, die Organisation der Ensembles weiter zu professionalisieren. Zudem soll die musikalische und pädagogische Arbeit besser aufeinander abgestimmt und zwischen den Ensembles durchlässig werden. Gemeinsame Projekte und ein einheitlicher Markenauftritt sind geplant, der auch Veranstaltern die Zusammenarbeit mit den vier Ensembles vereinfachen soll. Dort sind derzeit fast 400 junge hessische Musikerinnen und Musiker Mitglieder.

Landesjugendsinfonieorchester © Foto Konrad Merz
Landesjugendsinfonieorchester © Foto Konrad Merz

„Die Idee, die Ensembles zusammenzuführen, ist bei uns im Musikreferat des Ministeriums schon vor einiger Zeit entstanden“, ergänzt Kultur-Staatssekretärin Ayse Asar, zugleich Aufsichtsratsvorsitzende der gGmbH. „Wir haben sie unter anderem in zwei Workshops mit den Verantwortlichen der vier Ensembles und dem Aufsichtsrat der gGmbH ausführlich besprochen und geplant. Alle Beteiligten waren sich von Beginn an einig: Die Zusammenführung kann nur gewinnbringend für alle sein. Mit der ,Junge Musik Hessen gGmbH‘ entsteht das hessische Kompetenzzentrum für den besonders talentierten musikalischen Nachwuchs in unserem Land“

Landesjugendchor © Foto Jessica Pfeiffer
Landesjugendchor © Foto Jessica Pfeiffer

Jens Bastian, Geschäftsführer der Junge Musik Hessen gGmbH, betont das große Potenzial der neuen Struktur: „In den hessischen Landesjugendensembles werden seit Jahren nicht nur die Musikerinnen und Musiker von Morgen ausgebildet, sondern auch starke Persönlichkeiten hervorgebracht, die später in unserer Gesellschaft zentrale Aufgaben übernehmen. Unter dem neuen gemeinsamen Dach der Junge Musik Hessen gGmbH können sich die Ensembles weiterentwickeln und weiter professionalisieren.“

Ein gemeinsamer Internetauftritt der Jungen Musik Hessen ist in Arbeit. Außerdem ist ein großes Konzert geplant, bei dem alle vier Ensembles gemeinsam auf der Bühne stehen und Hessens musikalische Nachwuchstalente präsentieren.

Erfolgreiche Halbzeitbilanz des 34. Rheingau Musik Festivals Neue Formate und Spielorte sorgen für hohe Auslastungszahlen

© Foto Diether v. Goddenthow
© Foto Diether v. Goddenthow

Oestrich-Winkel, 5.8.2021 – Das Rheingau Musik Festival startet in die zweite Hälfte der Saison. Bis zum 26.* September stehen noch 82 hochkarätige Konzerte und Veranstaltungen auf dem Programm; 210 Konzerte bietet das RMF in diesem Jahr. Dazu kommen noch elf Veranstaltungen im Rahmen des Rheingau Literatur Festivals „WeinLese“ zwischen dem 16. bis 25. September 2021.

Sehr viele Festivalbesucher nutzen nach dem langen Kultur-Lockdown die Möglichkeit, Tickets für Veranstaltungen zu buchen. Von den rund 120.000 zum Verkauf angebotenen Karten sind noch etwa 10.000 Karten erhältlich. Im Vergleich zu dem Referenzjahr 2019 wurden 2021 für den gleichen Zeitraum 2.500 Karten mehr verkauft. Die Gesamtauslastung liegt derzeit bei 83% (Stand 04.08.2021). Der neu erbaute Fürst von Metternich-Kubus auf Schloss Johannisberg erzielt beim Publikum hohe Aufmerksamkeit (Auslastung 85%). Mit Kammermusikprogrammen in unterschiedlichen Besetzungen und Konzertreihen zur Nachwuchsförderung zählt er zu den beliebtesten Spielstätten des Festivals. Es wurden während des laufenden Festivals im Vergleich zu 2019 mehr Karten für den Konzert-Kubus verkauft als für den ganzen Sommer im Fürst von Metternich Saal. Ebenso waren die Strandkorb Open-Air-Konzerte in der BRITA-Arena sehr gut besucht (Auslastung von 90%). Das Wiesbadener Kurhaus liegt zur Halbzeit bei 80% und das Kloster Eberbach bei 87% Auslastung.
Michael Herrmann blickt in Anbetracht der schwierigen Situation des vergangenen Jahres sehr zufrieden auf die vergangenen Festivalwochen zurück: „Wir haben die aktuelle Situation sehr ernst genommen und auf Basis der Hygienevorschriften ein Festival geplant, das sich ein Stück weit neu erfunden hat. Dabei konnten wir unser Qualitätsversprechen zu jeder Zeit einlösen. Für alle Beteiligten – Künstler, Zuschauer und Mitarbeiter – waren die vergangenen Wochen eine herausfordernde Zeit; uns eint weiterhin die Mission, alles Erdenkliche zu tun, um kulturelle Vielfalt aufrecht zu erhalten und Konzerte zu ermöglichen. Im Zuge dessen liegt uns die Gesundheit und das Wohlergehen aller besonders am Herzen. Wir erleben ein begeistertes Publikum mit bewegenden Konzertmomenten.“

Basilika Kloster Eberbach © Foto Diether v. Goddenthow
Basilika Kloster Eberbach © Foto Diether v. Goddenthow

Marsilius Graf von Ingelheim betont: „Wir sind der aktuellen Situation mit großer Kreativität begegnet, um unseren Gästen sicher und hygienegerecht hochkarätige Konzertmomente zu bieten. Wir konnten durch neue Formate die Strahlkraft des Festivals ausweiten, gleichzeitig Vorfreude schüren, aber auch Neugier wecken. So haben wir mit den Strandkorb-Konzerten in der BRITA-Arena etwa 9.000 Konzertbesucher erreicht und haben es geschafft, neben den traditionellen Spielorten neue Musik- und Begegnungsräume zu etablieren. Als Publikumsmagnet zeichnet sich der Fürst von Metternich-Kubus auf Schloss Johannisberg aus, der als mobiler Konzertsaal ein wichtiges Signal für die gesamte Kulturbranche darstellt und überregional Faszination entfacht. Mit der Telekom als Digitalpartner an unserer Seite kann auch in diesem Jahr ein breites Publikum den Festivalsommer von zuhause live miterleben. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten und Mitwirkenden für die erfolgreiche Umsetzung der Konzerte.“

*aufgrund von Terminverlegungen werden 6 Veranstaltungen der Reihe „Fahrende Musiker in Weingütern“ vom 25. bis 26.9. nachgeholt.

Konzertausblick zur 2. Festival-Hälfte
Unter dem Titel „Russische Nacht II“ spielen Pablo Ferrández (Violoncello) und das Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn Werke von Pjotr Tschaikowski im Kreuzgang von Kloster Eberbach (6.8.). Anna Depenbusch widmet sich in ihrem neuen Programm „Echtzeit“ der Entschleunigung und dem Abstandnehmen von dem Druck, den die Digitalisierung aufbaut (14.8. / Hochheim, Hummelpark). In der Nachwuchsförderreihe „Next Generation“ kann man die junge Pianistin Isata Kanneh-Mason erleben (15.8. / Schloss Johannisberg). Unter der Leitung von Roland Wilson präsentieren La Capella Ducale und Musica Fiata Werke von Monteverdi und Zeitgenossen (15.8. / Kloster Eberbach). Mit „GO“ begibt sich Nils Wülker auf eine energische Exkursion in die elegante Elektronik (15.8. / Hochheim, Hummelpark).

Schloss Johannisberg © Foto Diether v. Goddenthow
Schloss Johannisberg © Foto Diether v. Goddenthow

Das Belcea Quartett bringt in diesem Sommer Schuberts bekanntestes Streichquartett „Der Tod und das Mädchen“ mit auf die Bühne des neuen Fürst von Metternich Konzert-Kubus (19.8. / Schloss Johannisberg). Um seine klanglichen Vorstellungen perfekt in Szene zu setzen, hat Albrecht Mayer sich vor mehr als zehn Jahren mit dem „Ensemble New Seasons“ ein eigenes Ensemble geschaffen. Sie spielen gemeinsam am 20.8. in Kloster Eberbach. Wenn Sol Gabetta zum wiederholten Mal zum Rheingau Musik Festival kommt, sind mit dem Gstaad Festival Orchestra und Pablo Heras-Casado enge Vertraute auf der Bühne des Wiesbadener Kurhauses an ihrer Seite (20.8. / Kurhaus Wiesbaden).

Wiesbadener Kurhaus © Foto Diether v. Goddenthow
Wiesbadener Kurhaus © Foto Diether v. Goddenthow

Es braucht keinen gewaltigen Orchesterapparat, um Bruckners gigantische Sinfonie Nr. 8 in all ihrer romantischen Farbigkeit auf die Bühne zu bringen. Dem Ensemble Mini reichen dazu genau 14 Instrumentalisten samt Dirigent Joolz Gale (28.8. / Kloster Eberbach).

Zwei Open Air-Konzerte im Kurpark sind in diesem Festivalsommer zu erleben: Das Landes Jugend Jazz Orchester Hessen unter der Leitung von Wolfgang Diefenbach zelebriert den 75. Geburtstag Hessens zusammen mit den New York Voices und mit Max Mutzke (28. & 29.8. / Kurpark Wiesbaden).

Inzwischen hat sich das Moka Efti Orchestra, die Original-Big-Band aus „Babylon Berlin“, im echten Leben einen Namen gemacht und lädt ein, ins originale „Babylon Berlin“-Gefühl einzutauchen (29.8. / Kurhaus Wiesbaden). Stargeiger Daniel Hope beherrscht alle Farben und (Zwischen-)Töne, die die Belle Époque zu bieten hat, und greift mit Simon Crawford-Phillips in die prallgefüllte Schatzkiste einer faszinierenden Zeit (1.9. / Kurhaus Wiesbaden).

Jonathan Fournel, 1. Gewinner des „Concours Reine Elisabeth 2021“, feiert im Fürst von Metternich-Kubus sein Debüt beim Rheingau Musik Festival (1.9. / Schloss Johannisberg). Andrè Schuen und Daniel Heide haben Schuberts Liedzyklus „Die schöne Müllerin“ für ein Konzert beim Rheingau Musik Festival vorgesehen (2.9. / Schloss Johannisberg). Kathia Buniatishvili war als Artist in Residenz in diesem Festivalsommer gleich in mehreren Konzerten zu erleben.

© Foto Diether v. Goddenthow
© Foto Diether v. Goddenthow

Ein Rezital beschließt nun ihre Konzertserie (3.9. / Kurhaus Wiesbaden). Johnny Logan – diesen Namen verbindet man vor allem mit dem Eurovision Song Contest. In diesen Sommer kann man ihn im Klosterhof von Kloster Eberbach erleben (3.9. / Kloster Eberbach).

Außerhalb der Festivalsaison:
Mit exklusiven Konzerterlebnissen starten die Meisterkonzerte Wiesbaden am 2.11.2021 ihre neue Saison im Kurhaus Wiesbaden. In acht Abo- und zwei Sonderkonzerten sind wieder hochkarätige Künstlerinnen und Künstler sowie Orchester von Weltrang zu Gast.
www.meisterkonzerte-wiesbaden.de

Kartenbestellungen und Programminformationen:

https://www.rheingau-musik-festival.de oder Kartentelefon: 06723 / 60 21 70

Christof Sänger erhält den Hessischen Jazzpreis 2021 – Jury würdigt „Klavierkunst auf höchstem Niveau“

Wiesbaden. Der Wiesbadener Pianist und Komponist Christof Sänger erhält den Hessischen Jazzpreis des Jahres 2021. Das gab Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn heute in Wiesbaden bekannt. Der jährlich vergebene Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Der Termin für ein Preisträgerkonzert steht noch nicht fest.

„Die entspannte Selbstverständlichkeit, mit der Christof Sänger seine herrlichen Improvisationen spielt, fasziniert mich sehr“, sagte Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn. „Er integriert beinahe alle Stile des Jazz in seine Arbeit; seine Innovation entsteht aus der Reflektion der Vergangenheit, aus der Mischung genial interpretierter Standards und Eigenkompositionen. Ich bin sehr froh, einen so großartigen Musiker wie Christof Sänger in Hessen zu wissen und gratuliere ihm herzlich zum Hessischen Jazzpreis. Der Jazzjury danke ich für ihr bemerkenswertes Votum.“

„Christof Sänger ist ein ‚versatile musician‘, wie man im Amerikanischen anerkennend zu sagen pflegt – ein wandlungsfähiger Musiker“, heißt es in der Begründung der hessischen Jazzjury, „vielseitig, beweglich und anpassungsfähig, dabei immer auf höchstem Niveau. Sein Spiel entfaltet die notwendige Geschmeidigkeit in der souveränen Begleitung großer Stilisten – etwa des legendären Tenoristen Ernie Watts – oder die virtuose Lässigkeit der großen Stride-Pianisten wie Fats Waller oder James P. Johnson genauso wie die akustische Verschrobenheit des New-Orleans-Jazz, zum Beispiel wenn Sänger in der legendären Frankfurter Barrelhouse Jazzband die Tasten bedient. Was auch immer Christof Sänger macht, es ist Klavierkunst auf höchstem Niveau. Wir finden, dieser Künstler, der seine hessischen Wurzeln nie vergessen hat, ist ein würdiger Hessischer Jazzpreisträger 2021.“

Christof Sänger studierte von 1984 bis 1989 an der Universität Mainz Musik. Er spielte frühzeitig in Jazz-Combos und im Landesjugendjazzorchester Hessen, aber auch in kammermusikalischen Formationen. Er arbeitete ab 1990 mit so unterschiedlichen Musikern wie Dusko Goykovich, Sunny Murray, Daniel Guggenheim oder Hermeto Pascoal. Mit seinem Trio (mit dem Bassisten Christian von Kaphengst und Schlagzeuger Heinrich Köbberling) spielte er u. a. das mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnete Album „Chorinho“ (1992) ein. Er trat daneben auch mit Richie Cole, Bill Saxton oder Allan Praskin auf. Seit 1996 hat er eine internationale Ausgabe seines Trios mit George Mraz und Al Foster. Er arbeitete auch mit Keith Copeland, Tom Nicholas, Peter Weniger und Peter Fessler, stellte 1998 seine Gruppe Cuban Fantasy mit Sandro und Giovanni Gulino vor und wurde 1999 Mitglied der Gruppe von Ernie Watts, mit dem er 2001 und 2003 Platten veröffentlichte. Er spielte auch mit Paquito D’Rivera und dem hr-Jazzensemble. Nachdem er 2003 Solokonzerte in Japan gegeben hatte, legte er für eine weitere Tournee 2004 eine japanische Ausgabe seines Trios auf. Seit 2010 ist er als Pianist der Barrelhouse Jazzband aktiv. Mit Lindy Huppertsberg und Tobias Schirmer spielt er zudem im Trio Classic Affairs.

Den Hessischen Jazzpreis hat die Landesregierung 1990 zur Förderung und Entwicklung der Jazzmusik gestiftet. Er soll Musikerinnen und Musiker, Ensembles oder dem Jazz verbundene Persönlichkeiten für ihre musikalischen Leistungen oder für besondere Verdienste um die Entwicklung der hessischen Jazzszene auszeichnen. Über die Vergabe entscheidet eine unabhängige Jury.

„22. Mainzer Musiksommer“: Alte Musik, Klassik, Vokal- und Weltmusik vom 17. Juli bis zum 3. September 2021

22. Mainzer-Musiksommer Aris-Quartett-©-Sophie-Wolter
22. Mainzer-Musiksommer Aris-Quartett-©-Sophie-Wolter

(rap) Musik und Künstler:innen aus Spanien, Italien, Frankreich, Deutschland und der Schweiz, Tschechien, Israel und dem fernen Istanbul zu Gast im Großen Saal und im Garten des Kurfürstlichen Schlosses Mainz

Die Landeshauptstadt Mainz lädt in Zusammenarbeit mit der Landesstiftung Villa Musica und dem Südwestrundfunk zur 22. Auflage des Mainzer Musiksommers in die historischen Mauern des Kurfürstlichen Schlosses und dessen romantischen Innenhof ein. Die Innenräume der bekannten Mainzer Kirchen, vormals Hauptspielorte des Festivals, verbleiben pandemiebedingt für den Musiksommer 2021 im musikalischen Dornröschenschlaf.

Sei es Alte Musik, Klassik, Vokal- oder Weltmusik: Das weit über die Landesgrenzen hinweg bekannte Sommerfestival bietet 2021 eine enorme Bandbreite an Stilrichtungen und Musikepochen. Die Gastspiele hochrangiger Künstler:innen und Ensembles aus aller Welt verwandeln den Großen Saal und den Innenhof des Kurfürstlichen Schlosses zwischen dem 17. Juli und dem 3. September 2021 in stimmungsvolle Stätten musikalischer Begegnungen. Zur Festivaleröffnung am 17. Juli lädt die Villa Musica mit einem deutsch-tschechischen Kammerorchester zum Konzert „Goldenes Prag“ ein.

Martin Stadtfeld, Meisterpianist und Komponist mit heimischen Wurzeln, spielt Händelarien auf dem Piano (14.08.) – ein sehr persönliches Projekt, das sich seit 2019 auch als CD-Aufnahme vor seinen Zuhörern künstlerisch unter Beweis zu stellen weiß. Zwei weitere Weltstars, die ebenfalls Bach lieben: Maurice Steger und Avi Avital, der Schweizer mit den hundert Blockflöten und der Mandolinenvirtuose aus Israel, die gemeinsam mit dem Cembalisten Sebastian Wienand die Notenbüchlein der Bachfamilie aufblättern (06.08).
Das Vokalensemble amarcord verzaubert mit seinem Programm „Meister der Renaissance“ die Seelen der Zuhörer:innen mit geistlichen Liedern und Madrigalen in „stille Gärten des Glücks“ (25.07.). Weltmusik aus Spanien bringt das Barrios Guitar Quartet nach Mainz (11.08.) und das Trio Macchiato begleitet seine Zuhörer:innen mit Gesang, Geige, Bass und Bandoneon auf einer abenteuerlichen Reise mit dem „Orient Express“ von Paris bis ins ferne Istanbul (04.08.).

Mit von der Partie beim Festivalsommer 2021: Das renommierte Aris Quartett (23.07.), Micha Afkham, gemeinsam mit Stipendiaten der Villa Musica (01.08) und das sonic.art Saxophonquartett (20.08.). Der Cellist Alexander Hülshoff, künstlerischer Leister der Landesstiftung Villa Musica, tritt gemeinsam mit dem Gitarristen Claudio Piastra aus Parma und der israelischen Bratschistin Shira Majoni auf (22.08.).

Den Festivalabschluss gestaltet am 03. September der Brite Michael Francis mit „seiner“ Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und Bruckners klangreicher 7. Sinfonie in der Kammermusikfassung. Ein großes Orchester im Taschenformat – ein Novum beim Mainzer Musiksommer!

Wie in jedem Jahr werden viele der Konzerte aufgezeichnet und zu einem späteren Zeitpunkt im Radioprogramm des SWR2 gesendet. Auch in weiteren SWR-Hörfunk- und Fernsehprogrammen hat der Mainzer Musiksommer schon seit vielen Jahren seinen festen Platz.

Programm

Konzertbeginn jeweils 18.00 Uhr und 20.30 Uhr
Informationen, Festivalkarten und Einzelkarten: www.mainz-klassik.de und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Kartenpreise: 22 – 38 Euro
Festivalkarten 105 – 248 Euro
Schüler- und Studentenkarten: 8 – 14 Euro

Sound ohne Gnade: The Sisters of Mercy im Schlachthof Wiesbaden

Nicht viele Bands schaffen es, mit einem mageren Output von nur drei Studioalben eine rund 35-jährige Karriere erfolgreich zu bestreiten. The Sisters of Mercy aus Leeds gehören zu den wenigen, denen dies gelungen ist. Die Band um Sänger Andrew Eldritch existiert tatsächlich seit 1980 und veröffentlichte zwischen 1985 und 1990 die Alben „First and Last and Always“, „Floodland“ und „Vision Thing“. Und so ist es kein Wunder, dass die besten Songs daraus auch im Mittelpunkt des Konzerts Ende September im Schlachthof in Wiesbaden standen. Daneben gab es aber auch nicht-veröffentlichte Stücke wie das gleichwohl seit 2000 zum Live-Repertoire der ‚barmherzigen Schwestern‘ zählende „Crash and Burn“ zu hören. Auf der Bühne zwei Gitarristen, Eldritch am Gesang, im betont legeren Outfit mit Kapuzenshirt und Baggy Trousers, und Drumcomputer Doctor Avalanche. Im Publikum ist fast keiner unter 40, man sieht tätowierte Damen und Herren, viele auch als Gothics gestylt, obwohl sich Andrew Eldritch erklärtermaßen schon Anfang der 1990er Jahre von dieser Stilrichtung distanzierte. Nichtsdestotrotz sind es die Anhänger aus dem Gothic-Lager, die der düsteren Musik all die Jahre hindurch die Treue gehalten haben.

Das Konzert beginnt mit einer stark verkürzten Version des Songs „More“, gefolgt von „Ribbons“. Wie leider oft bei Liveauftritten der Band übertönt die Musik Eldritchs Gesang, der meist nur als ein Grummeln und Knurren wahrzunehmen ist, und auch gegen das, was eigentlich Background-Gesang sein sollte, nicht anzukommen scheint. Man fragt sich, ob die Stimme des Frontmanns durch den jahrelang praktizierten tiefen Düstergesang gelitten hat und das vielleicht der Grund für die lange Studioabstinenz sein könnte. Dass es auch anders geht, hatte die Vorgruppe des Abends bewiesen. The Membranes aus Blackpool mit Frontmann John Robb, mit seinen 56 Jahren nur zwei Jahre jünger als Andrew Eldritch, bieten Punk der ersten Stunde, gepaart mit purer Energie. Die 1977 gegründete Band veröffentlichte in den 80ern zahlreiche Alben, und auch jetzt ist John Robb noch bei guter Stimme und hat ausreichend Kondition, um mit treibenden Beats ordentlich einzuheizen. Songs des Albums „Dark Matter/Dark Energy“ wie „Do the Supernova“ und „The Hum of the Universe“ begeistern und zeigen, dass Punk auch nach 40 Jahren nicht angestaubt klingen muss.

Sieht man von den für The Sisters of Mercy schon berühmt-berüchtigten Soundproblemen ab, so gelang es der Band mit ihrer Lightshow und den für Eldritch typischen Posen, die Anhängerschaft mitzureißen. Auch wenn mancher einer bei „This Corrosion“ Patricia Morrison am Bass und den weiblichen Background-Gesang der Albumversion vermisst haben mag, scheint auch der Wiedererkennungsfaktor fast aller gespielten Stücke ein Übriges getan zu haben. Bleibt abzuwarten, ob Andrew Eldritch seine vor den Wahlen in den USA verlautbarte Ankündigung wahr macht, das nächste Album aufzunehmen, wenn Trump Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika geworden ist.

(Jutta Ziegler /Rhein-Main.Eurokunst)

Brillant und in Bestform: Nick Cave & The Bad Seeds in der Frankfurter Jahrhunderthalle


In Top-Form präsentierten sich Nick Cave & The Bad Seeds kürzlich in der Jahrhunderthalle in Frankfurt-Höchst.

Angesichts von 16 Studioalben konnte die Band aus dem Vollen schöpfen und bestritt ein 135-minütiges Programm ohne Vorgruppe. Dies dankten die mehr als 4.000 Fans, die dafür verantwortlich waren, dass das Konzert bereits im Februar innerhalb von zwei Wochen ausverkauft war. Einzig Tickets für Sitzplätze im oberen Rang gab es noch an der Abendkasse. Im Mittelpunkt des Auftritts stand das aktuelle Album von Nick Cave & The Bad Seeds, das vor einem Jahr veröffentlichte „Skeleton Tree“. Sieben Stücke, und damit mehr als ein Drittel der inklusive Zugaben 18 gespielten Songs, stammten daraus, melancholische Werke, die unter dem Eindruck des Todes von Nick Caves Sohn Arthur standen, der im Sommer 2015 15-jährig unter LSD-Einfluss von einer Klippe stürzte.

Der Opener des Abends, „Anthrocene“, wird frenetisch bejubelt, und Cave, wie üblich in schwarzem Maßanzug und weißem Hemd, nimmt vom ersten Moment an Kontakt mit dem Publikum auf. Wie ein Schlangenbeschwörer gestikuliert er immer wieder am Bühnenrand über den Händen, die sich ihm dutzendfach entgegenrecken, ergreift sie und lässt sie etwa beim „Higgs Boson Blues“ tatsächlich seinen Herzschlag fühlen, während er sich in die Zeile „Can you hear my heart beat?“ hineinsteigert und ein scheinbar endloses „Boom Boom Boom“ wiederholt. Zwischen die jüngsten Songs gesellt sich Altbekanntes aus der langen Karriere des mittlerweile 60-jährigen Künstlers wie „The Mercy Seat“, „Red Right Hand“ und „From Her to Eternity“. Auch hier stehen die großen Themen wie Liebe, Eifersucht, Hoffnung, Leidenschaft, Vergänglichkeit, Tod und Verlust im Vordergrund. Cave, der begnadete Geschichtenerzähler und Poet – ihm fehlen die Worte angesichts des Todes des eigenen Sohnes, und das spiegelt sich auch in den neueren Songtexten wider, die weniger narrativ als assoziativ daherkommen.

Balladen wechseln sich mit treibenden Stücken ab. Dabei sorgen die sechs Mann starken Bad Seeds für einen präzisen Klang, allen voran Thomas Wydler am Schlagzeug, unterstützt von Jim Sclavunos an Percussion und Orgel und Martyn Casey am Bass. Warren Ellis, als kongenialer Kompositionskollege Caves seit 1997 im Boot, ist vor allem für den flirrend-schwebenden Sound der neueren Stücke seit dem Album „Push the Sky Away“ verantwortlich. Er wirbelt über die Bühne, malträtiert seine Geige, spielt sie über weite Strecken wie eine Gitarre und entlockt ihr Dissonanzen. Dazwischen wechselt er oft ans Klavier. Auch Nick Cave übernimmt kurze Intermezzi am Piano, ist dann aber wieder am Bühnenrand zu finden, läuft die gesamte Länge der Bühne ab und zeigt sich leichtfüßig in bester Kondition. Mit seiner stimmigen Performance übertrifft er alle Erwartungen der Fans. Doch der Höhepunkt sollte erst bei den Zugaben kommen, die von „The Weeping Song“ eröffnet werden. Plötzlich bahnt sich Cave einen Weg durch das staunende Publikum, lässt sich auf dessen Händen tragen und fordert die Umstehenden auf, das Stück mit stakkatohaftem Klatschen zu akzentuieren. Beim folgenden „Stagger Lee“ nimmt er mehrere Dutzend Fans mit auf die Bühne, wo sie den Australier zum Finale des unvergesslichen und an Intensität kaum zu überbietenden Konzertabends feiern, während sich dieser mit „Push the Sky Away“ vom begeisterten Publikum verabschiedet.

(Jutta Ziegler /Rhein-Main.Eurokunst)

New Model Army im Frankfurter Hof in Mainz: Weggefährten aus früheren Tagen


Mitte Juli fühlte man sich im Frankfurter Hof in Mainz um rund 25 bis 30 Jahre zurückversetzt. Die Band New Model Army um Justin Sullivan aus Bradford schaffte es mit ihrer charakteristischen Mischung aus rockigen, punkigen und folkigen Elementen, treibenden Drums und Gitarren, bisweilen unterlegt von unaufdringlichen Keyboards, den Saal ordentlich zu füllen und, zumindest gegen Ende, leichte Nostalgie aufkommen zu lassen.

Der Einstieg erfolgte mit einem neueren Song, „Stormclouds“ von 2013, gefolgt von „Orange Tree Roads“ von 1999. Doch da hatte man den Eindruck, dass Sullivan und seine Band erst mal etwas an Fahrt aufnehmen mussten. „Here Comes the War“ an vierter Stelle brachte das Publikum erstmals in Bewegung, doch bis Hits wie „51st State“ an die Reihe kamen, dauerte es noch etwa eine halbe Stunde. Für Abwechslung sorgte Shir-Ran Yinon. Die Geigerin mit Mannheimer und israelischen Wurzeln, die jetzt in Leipzig lebt, akzentuierte die folkigeren Stücke der Band mit ihrem Instrument.

Klar war, wer vergangenen Freitag im Frankfurter Hof war, erwartete nicht wirklich Überraschungen, man gab sich eher den Erinnerungen hin, holte sich an das Bar noch schnell das fünfte Bier, vielleicht etwas gesitteter als vor 25 Jahren, aber als dann gegen Ende des regulären Sets endlich die bekannten Songs wie „Wonderful Way to Go“ und „Green and Grey“ von den Alben Strange Brotherhood und Thunder and Consolation dran waren, gab es bei vielen kein Halten mehr. Wer noch Kondition hatte, tanzte, hüpfte und reckte die Arme zur typischen New Model Army-Choreografie in die Höhe, zumindest am Rand oder im hinteren Bereich des Auditoriums, oder wagte sich gar in den Mosh Pit, der sich vor der Bühne gebildet hatte. Nach 75 Min. war dann Schluss, wenigstens vorläufig. Eine kurze 15-minütige Zugabe brachte mit „Vagabonds“, „Poison Street“ und „Get Me Out“ die Achtziger und frühen Neunziger zurück und setzte den Höhepunkt der Auftritts von New Model Army im Frankfurter Hof in Mainz, präsentiert von KUZ unterwegs.

(Jutta Ziegler/ Rhein-Main.Eurokunst)

Musikmesse und Prolight + Sound 2016 Frankfurt großer Erfolg mit hohem Besucherzuspruch

Musikmesse - hier Begegnungen in der Galerie: Musikstiftungen, Musikinitivativen, Musikorganisationen, Weiterbildungen und Verände wie GEMA etc. © massow-picture
Musikmesse – hier Begegnungen in der Galerie: Musikstiftungen, Musikinitivativen, Musikorganisationen, Weiterbildungen und Verände wie GEMA etc. © massow-picture

Musikmesse punktet mit emotionalen Musikevents und erweitertem Händler-Angebot
Prolight + Sound: Mehr Aussteller, mehr Fläche, hohe Internationalität

In den vergangenen Tagen präsentierte sich Frankfurt als Hauptstadt der Musik- und Eventtechnikbranche. Die Musikmesse schließt heute ihre Tore, die Prolight + Sound endete bereits am Freitag. Knapp 110.000 (2015: 108.409) Besucher aus rund 130 Ländern kamen in den vergangenen Tagen auf das Frankfurter Messegelände, um auf den beiden internationalen Messen zu ordern, sich über Innovationen zu informieren und Produktneuheiten auszuprobieren. Musikmesse und Prolight + Sound präsentierten sich in diesem Jahr mit neuem Konzept. „In Frankfurt spielt die Musik. Das haben die beiden Veranstaltungen klar gezeigt. Wir sind mit der Neuausrichtung unseres starken Messe-Duos auf dem richtigen Weg.

Halle 8 Großes Gedränge herrschte auch bei den Musikverlagen. © massow-picture
Halle 8 Großes Gedränge herrschte auch bei den Musikverlagen. © massow-picture

Vor dem Hintergrund sich verändernder Vertriebsstrukturen im Zuge der Digitalisierung werden wir diesen Weg gemeinsam mit der Branche weitergehen und im Dialog mit Verbänden und Ausstellern an der Feinjustierung arbeiten“, sagt Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt. Darüber hinaus besuchten mehr als 20.000 Musikfans die über 50 Konzerte im Rahmen des Musikmesse Festivals, das erstmalig parallel zur Musikmesse an über 30 Locations in Frankfurt stattfand. „Wir freuen uns sehr, dass das erste Musikmesse Festival so viele Menschen begeistern konnte. Das Konzept ist aufgegangen, die Musik in die Stadt zu tragen“, sagt Wolfgang Weyand, Leiter des Musikmesse Festivals.

Prolight + Sound (Gelände Ost) Halle 4.0.: Eventtechnik in der Halle Light + Multimedia: Theater-, Studio-, Show- und Bühnenlicht, Medientechnik, Film- und Kameratechnik, Display, Video, LED. Halle 8 Großes Gedränge herrschte auch bei den Musikverlagen. © massow-picture
Prolight + Sound (Gelände Ost) Halle 4.0.: Eventtechnik in der Halle Light + Multimedia: Theater-, Studio-, Show- und Bühnenlicht, Medientechnik, Film- und Kameratechnik, Display, Video, LED. Halle 8 Großes Gedränge herrschte auch bei den Musikverlagen. © massow-picture

Insgesamt 2.043 Aussteller aus 60 Ländern präsentierten sich im Rahmen des neuen Konzepts. Branchenverbände ziehen mit Blick auf die Veränderungen beider Messen ein positives Fazit. „Aus Sicht des VPLT war die Prolight + Sound 2016 ein voller Erfolg. Die Neuordnung ist der Messe Frankfurt sehr gut gelungen und hat die Entwicklung der Branche gut aufgefangen: Event-Technologie boomt weiterhin“, sagt Helge Leinemann, stellvertretender Vorsitzender des Verbandes für Medien- und Veranstaltungstechnik (VPLT). Nach Jahren des Aufwärtstrends nähern sich die Umsätze der Veranstaltungstechnik-Branche der 4 Milliarden Euro-Marke. Im Zentrum der Leistungen der Event-Industrie stehen laut VPLT weiterhin kreative, professionelle, sichere und innovative Events. Daniel Knöll, Geschäftsführer SOMM – Society Of Music Merchants e. V., erklärt: „Mehr Innovationen, Emotionen, Edutainment und Netzwerkgedanken in Frankfurt auf der Prolight + Sound und der Musikmesse. Das ist mit den neuen Angeboten in weiten Teilen gelungen. Wir konnten beweisen, dass die Musikmesse und Prolight + Sound für deutsche, europäische und internationale Unternehmen zu den wichtigsten Business-to-Business-Plattformen gehören. Wir haben aber auch aufzeigen können, dass Musikmachen in der Gesellschaft nach wie vor ein relevantes Thema ist, betrachten wir die gefüllten Messehallen an allen Tagen.“

© massow-picture
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Auch führende Aussteller ziehen ein erfreuliches Fazit. „Wir sind vom Verlauf und der Stimmung der Messe positiv überrascht. Die Frequenz der Fachhändler war an den ersten beiden Tagen gut und der Andrang der Endverbraucher nach Öffnung ‎an allen Tagen erwartet gut“, so Michael Stöver, Director Country Management, Yamaha Music Europe GmbH. Michael Kunz, Senior Product Manager, Kawai Europa GmbH, sagt: „Für uns hat das neue Konzept hervorragend funktioniert. Unser Ziel war es, sowohl Händler als auch Endverbraucher zu erreichen. Das hat auf der Musikmesse sehr gut funktioniert Auf der Musikmesse erleben wir eine Internationalität, wie es sie bei keiner vergleichbaren Veranstaltung gibt.“ Auch Key Player der Eventtechnik-Branche äußern sich zufrieden über den Verlauf der Messe: „Die Neuerungen haben uns sehr gut gefallen. Von allen Messen, an denen wir teilnehmen, ist die Prolight + Sound für uns die wichtigste – sie bietet das gesamte Paket und jeder, der in der Branche arbeitet, ist hier“, sagt Marlon von der Kraan, Marketing, Philips Lighting B. V.

Die gesamte Vielfalt der Musik: Instrumente und Events in den Hallen, Festivalstimmung auf dem Freigelände

Konzertflügel und Klaviere in Halle 9.0 Classic meets Keys. © massow-picture
Konzertflügel und Klaviere in Halle 9.0 Classic meets Keys. © massow-picture

Von Rock und Pop über Classic und Jazz bis hin zu Elektro und Recording: Besucher konnten in den musikalischen Themenwelten der Musikmesse das volle Spektrum an Instrumenten und Musik-Equipment erleben. Mit außergewöhnlichen Designs und neuen Kollektionen punkteten die Hersteller bei den Besuchern

Selbst ausprobieren die Basstuba, hier in Halle 10.2 Classic meets Jazz.© massow-picture
Selbst ausprobieren die Basstuba, hier in Halle 10.2 Classic meets Jazz.© massow-picture

„Wir waren das erste Mal seit Jahren auf der Musikmesse. Im neuen Konzept sehen wir gute Ansätze, die Messe als Marketingplattform zu stärken. Wir präsentierten hier unser neues Produktsegment im Bereich Akustikgitarren und sind sowohl zufrieden mit den Händlerkontakten, die wir auf der Messe haben, als auch mit dem Interesse auf Endkundenseite“, sagt Hans Peter Wilfer, Geschäftsführer der Warwick GmbH. Auch der fortschreitende Digitalisierungstrend ließ sich auf der Messe beobachten: Grenzen zwischen akustischen

E-Gitarrenfans an den Test-Desks. Hier in Halle 11.0 Rock meets Pop.© massow-picture
E-Gitarrenfans an den Test-Desks. Hier in Halle 11.0 Rock meets Pop.© massow-picture

und elektronischen Welten verschwimmen – so imitieren hochwertige E-Pianos den Klang von Konzertflügeln immer exakter, digitale Drumsets nähern sich dem Spielgefühl echter Schlagzeuge weiter an, elektrische Streichinstrumente geben die Möglichkeit, per Kopfhörer zu üben. Auch Musik-Apps sind inzwischen mehr als nur eine „Spielerei“ und sorgten auch bei musikalischen Profis für Interesse.

Jakob Bruckner mit Bruder Mattis rissen mit ihren locker flockigen Songs wie "Zurück ans Meer", "Warten auf Godot§ oder "Die letzte Nacht" das Publikum mit. Hier auf Lakewood Guitars am Stand des Gitarrenbauers auf der Frankfurter Musikmesse  2016. "Nebenbei studiere ich noch, aber das Musikmachen wird immer mehr zum Hauptberuf".  © massow-picture
Jakob Bruckner mit Bruder Mattis rissen mit ihren locker flockigen Songs wie „Zurück ans Meer“, „Warten auf Godot§ oder „Die letzte Nacht“ das Publikum mit. Hier auf Lakewood Guitars am Stand des Gitarrenbauers auf der Frankfurter Musikmesse 2016. „Nebenbei studiere ich noch, aber das Musikmachen wird immer mehr zum Hauptberuf“. © massow-picture

Mit vielen neuen Event- und Informationsangeboten war die Messe ein Anziehungspunkt für Fachbesucher und das musikinteressierte Publikum gleichermaßen. Händler und Distributoren erfuhren im Rahmen der neuen Business Academy, wie sie Digitalisierungsprozesse für ihr eigenes Geschäftsmodell nutzen können. Musiker und Musikinteressierte erlebten im stark frequentierten Drum Camp Auftritte weltbekannter Schlagzeuger, erhielten im Club Forum Tipps für die perfekte Klangveredelung und erweiterten in der Piano Lounge ihr Wissen rund um Tasteninstrumente.

Auftritte ohne Ende auf den großen Freigeländen während aller Messetage .© massow-picture
Auftritte ohne Ende auf den großen Freigeländen während aller Messetage .© massow-picture

Auf dem Freigelände herrschte Festivalstimmung – die Musikmesse Street Food Session präsentierte musikalische Erlebnisgastronomie der besonderen Art, dazu sorgten bekannte Künstler auf mehreren Bühnen für den richtigen Sound. Zahlreiche Stars waren im Rahmen des musikalischen Programms zu erleben: darunter der Elektro-Musiker Schiller, Ärzte-Bassist Rodrigo González, die Pop-Rocker Jupiter Jones, der aktuelle Bon Jovi-Gitarrist Phil X, die All-Star-Band The Dead Daisies sowie der Liedermacher Konstantin Wecker, der die Auszeichnung „Klavierspieler des Jahres“ entgegennahm.

Sonderareal Music4Kidz

Foto: Messe Frankfurt Exhibition GmbH /©  Pietro Sutera
Foto: Messe Frankfurt Exhibition GmbH /© Pietro Sutera

Auch das Engagement für den musikalischen Nachwuchs hat die Musikmesse noch weiter ausgebaut. Das etablierte Sonderareal Music4Kidz brachte Kindern die Begeisterung für das Musizieren näher und bot in diesem Jahr ein neu zusammengestelltes Angebot an ungewöhnlichen Instrumentenschöpfungen, interaktiven Klangskulpturen und kreativen Sound-Experimenten. Erstmals fand auf dem Messegelände das Eurofinale des weltgrößten Bandcontests Emergenza statt – und beim SchoolJam wetteiferten junge Talente um den Titel „Deutschlands beste Schülerband“, der an die Regensburger Rap-Rocker „Aber Hallo!“ ging.

Showroom und Informationsplattform für die Event-Branche

© massow-picture
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Auf der Prolight + Sound konnten Besucher alles erleben, was eine Veranstaltung zu einem spektakulären Ereignis macht. So präsentierte die Messe Weiterentwicklungen im Bereich der Lasertechnik, die Projektionen schärfer und brillanter machen und das Farbspektrum erweitern. Entsprechende Geräte werden ausgefeilter und anwenderfreundlicher – sie finden ihren Einsatz nicht nur auf der Showbühne, sondern auch in Museen, Planetarien oder Fahrgeschäften in Freizeitparks. Mit mobilen Video-Leinwänden bringen sich einige Hersteller für die sportlichen Großereignisse 2016 in Stellung. Die LED-Technik wird immer flexibler und ist zum Beispiel auch in innovativen Einrichtungsobjekten wie Multimedia-Lampen, bespielbaren Bartischen und Video-Tanzböden verbaut. Ein weiteres Highlight auf der Prolight + Sound: Kameradrohnen, die Luftaufnahmen in Full-HD Qualität ermöglichen und live auf eine Leinwand übertragen. Auch die Key-Player des Audio- und DJ-Bereich stellten ihre Innovationen vor. „Wir haben auf der Prolight + Sound unsere neuen Flaggschiff-Produkte präsentiert und eine hohe Aufmerksamkeit erhalten. Unser Stand war besonders am Nachmittag stark frequentiert und die Besucherqualität war sehr hoch. Die Prolight + Sound wird mit jedem Jahr besser“, sagt Tania Lee, Channel Marketing Manager bei Pioneer DJ Europe Limited.

Business meets Business im exklusiven Bereich für Aussteller, Industrie Vertriebe, Media, Händler, Einkäufer und Networking in Halle 11.1. © massow-picture
Business meets Business im exklusiven Bereich für Aussteller, Industrie Vertriebe, Media, Händler, Einkäufer und Networking in Halle 11.1. © massow-picture

Die eindrucksvolle Entwicklung der Veranstaltungstechnik-Industrie hat in den vergangenen Jahren zu einem immer stärkeren Bedarf an gut ausgebildeten Mitarbeitern geführt. Auch aus diesem Grund hat die Prolight + Sound ihre Angebote zur Weiterbildung und Fachqualifikation noch weiter ausgebaut. Ein umfangreiches Seminarprogramm mit über 70 Vorträgen hochkarätiger Referenten vermittelte sowohl Basis- als auch Expertenwissen zu technologischen Trends, fortschrittlichem Event-Management sowie Sicherheitsfragen in der Veranstaltungsindustrie. Mit dem neuen „Future Talents Day“ am Messedienstag bot die Prolight + Sound erstmals ein zielgerichtetes Programm für Studenten, Berufsschüler und Azubis im Event-Bereich. Branchenneulinge konnten sich über Karriereszenarien in der Veranstaltungsindustrie informieren, an Matchmaking-Angeboten teilnehmen sowie spezielle Workshops und Vorträge besuchen. „Das umfangreiche Konferenzprogramm auf der Prolight + Sound bot sowohl für Einsteiger als auch für ‚alte Hasen‘ attraktive Angebote und wäre auch alleine ein Zugpferd für die Reise nach Frankfurt“, sagt Joachim König, Präsident des Europäischer Verband der Veranstaltungs-Centren (EVVC e. V.). „Wieder einmal hat die Prolight + Sound gezeigt, dass sie zu Recht die Leitmesse der Veranstaltungstechnik ist“.

Die nächste Musikmesse und die nächste Prolight + Sound finden Anfang April 2017 statt.

Mehr Informationen zur Musikmesse und zur Prolight + Sound unter www.musikmesse.com und www.prolight-sound.com