Kategorie-Archiv: Allgemein

Kunst-Mäzen Ferdinand Wolfgang Neess von Ministerpräsident Volker Bouffier mit derGeorg August Zinn-Medaille ausgezeichnet

Danielle Neess, Ferdinand Wolfgang Neess, Familienmitglied und Ministerpräsident Volker Bouffier. © Foto: Diether v Goddenthow
Danielle Neess, Mäzen Ferdinand Wolfgang Neess, Familienmitglied und Ministerpräsident Volker Bouffier. © Foto: Diether v Goddenthow

Während einer Feierstunde im Hessischen Landesmuseum Wiesbaden hat der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier den Wiesbadener Kunstsammler und Mäzen Ferdinand Wolfgang Neess mit der Georg August Zinn-Medaille geehrt. „Ferdinand Wolfgang Neess hat dem Museum Wiesbaden einen einzigartigen Schatz vermacht. Hessen ist nun im Besitz einer der bedeutendsten europäischen Privatsammlungen des Jugendstils und des Symbolismus“, erklärte der Regierungschef heute im Museum Wiesbaden.

Ministerpräsident Volker Bouffier. © Foto: Diether v Goddenthow
Ministerpräsident Volker Bouffier. © Foto: Diether v Goddenthow

Seit März 2017 ist das Museum Wiesbaden Eigentümer der Sammlung. Es war die größte Einzelschenkung in der Geschichte des Landesmuseums. Ihr Wert wird mit 42 Millionen Euro beziffert. Als sichtbares Zeichen des Dankes und der Anerkennung für seinen Verdienst, die Werke einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und sie dem Land Hessen und der Stadt Wiesbaden dauerhaft zur Verfügung zu stellen, hat der Wiesbadener Kunstmäzen die Georg August Zinn-Medaille vom Ministerpräsidenten erhalten. Sie wird seit 1997 für herausragende Verdienste und sehr großes Engagement zur Förderung des Gemeinwohls verliehen. „Die Hessische Museumslandschaft ist durch Herrn Neess um eine weitere kunsthistorische Attraktion reicher“, betonte Bouffier.

Impression der Jugendstilausstellung. © Foto: Diether v Goddenthow
Impression der Jugendstilausstellung. © Foto: Diether v Goddenthow

Über 40 Jahre hatte der heute 90-Jährige die Kunstobjekte des Jugendstils und des Symbolismus gesammelt. Die Leidenschaft habe mit einem Kauf in den sechziger Jahren begonnen. Als Banklehrling hatte er damals zwei Jugendstil-Leuchten erworben. Ein geschenkter Katalog sei dann die Initialzündung gewesen, die ihn endgültig zum Kunstmäzen machte.
Im Laufe der Zeit hat Neess rund 570 Jugendstil-Stücke aus dem 19. Jahrhundert zusammengetragen. Darunter finden sich unter anderem Möbel, Gemälde, Lampen und Glaskunst. „Die Schenkung ist einzigartig. Wir haben in Hessen nun, neben Darmstadt und Bad Nauheim, eine dritte Jugendstil-Hochburg. Darauf können wir stolz sein“, erklärte der Ministerpräsident. Die Exponate können von nun an in einer Dauerstellung, die im Juni 2019 eröffnet wurde, betrachtet werden. „Künftige Generationen nach uns werden noch viel Freude an den Exponaten haben“, erklärte der Ministerpräsident.

Dr. Jörg Dauer, kommissarischer Museumsdirektor und Abteilungsleiter für Kunst. © Foto: Diether v Goddenthow
Dr. Jörg Dauer, kommissarischer Museumsdirektor und Abteilungsleiter für Kunst. © Foto: Diether v Goddenthow

Dr. Jörg Daur kommissarischer Direktor und Kustos moderne und zeitgenössische Kunst, dankte dem Mäzen ganz herzlich und unterstrich, dass durch die Sammlung Jugendstil und Symbolismus das Museum Wiesbaden „seit nunmehr vier Monaten einen außerordentlichen Zuspruch erfahre. Tausende begeisterte Besucherinnen und Besucher besuchen die Neess’sche Sammlung, die „nun eben auch die unsere Sammlung“ sei, so Daur. Das Wichtigste sei vielleicht, dass „uns der Zugang der Jugendstilsammlung die Chance“ gebe, „uns selbst und unsere Sammlungen in wissenschaftlicher Hinsicht neu zu befragen. Wir nehmen dieses Geschenk also nicht nur mit großem Dank, sondern auch als Aufgabe an. Wir feiern hier heute also nicht nur das glorreiche Ergebnis einer Entwicklung, sondern zugleich auch den Aufbruch und den Beginn einer neuen Geschichte hier im Museum Wiesbaden“, so Daur in seiner Begrüßung.

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende. © Foto: Diether v Goddenthow
Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende. © Foto: Diether v Goddenthow

Oberbürgermeister Gert Uwe Mende gratulierte im Namen der Gremien der Stadt Wiesbaden Wolfgang Neess ganz herzlich für diese hohe Auszeichnung. Wiesbaden würde durch diese großartige Sammlung nunmehr in einem Atemzug mit den Jugendstil-Städten Darmstadt und Bad Nauheim genannt werden. Er könne sich vorstellen, dass für Kunstliebhaber alleine diese Jugendstilsammlung eine Reise nach Wiesbaden wert sei. Die Präsentation sei wirklich rundum gelungen. „Es ist ein wirkliches Highlight, wie wunderbar diese Ausstellung gelungen ist, auch in ihrer räumlichen Ausstattung und in der der Art und Weise wie die Kunstwerke dort präsentiert werden mit einer solchen Schönheit, mit einer solchen Anmut, dass es einem wirklich das Herz warm werden lässt“, so Mende.

Dr. Gerd Eckelmann, Vorsitzender des Vorstandes der Freunde des Museums Wiesbaden unterstrich diese außerordentliche Bedeutung der Sammlung Neess für das Hessische Landesmuseum und dankte auch im Namen der Freunde des Museums ganz herzlich dem Ehepaar Neess.

Kunstsammler Ferdinand Wolfgang Neess.© Foto: Diether v Goddenthow
Kunstsammler Ferdinand Wolfgang Neess.© Foto: Diether v Goddenthow

Der Geehrte Friedrich Wolfgang Neess, dankte ganz herzlich für diese Anerkennung und betonte, dass es „meine größte Freude ist, dass Museum Wiesbaden und die Stadt Wiesbaden mit dieser Schenkung glücklich gemacht zu haben“. „Ich übertrage das auch gleichzeitig auf meine Frau, die ein gutes Stück meines Weges, was die Sammlung betrifft, mich begleitet hat und mir mitgeholfen hat mit Rat und Tat und stets zur Seite stand, und der auch die Ehrung heute zusteht. Vielen Dank!“

Mainzer Dom – In Stein gehauener Machtanspruch – Vortrag am 24.09.2019 im Zentrum Baukultur Mainz

Foto: 3-D-Drucke Mainzer Dom-Modelle  © Kristina Schäfer, Mainz
Foto: 3-D-Drucke Mainzer Dom-Modelle © Kristina Schäfer, Mainz

Architektur ist zu keiner Zeit Selbstzweck, sondern ein Spiegelbild ihrer Zeit. Es gibt kaum ein Gebäude, für das dies mehr zutrifft, als den Mainzer Dom. Der Mainzer Erzbischof war einer der mächtigsten Potentaten des Reiches. Sein Dom ist gleichsam ein in Stein gehauener kirchlich-politischer Machtanspruch. In seiner Baugeschichte spiegeln sich 1000 Jahre politische und gesellschaftliche Entwicklung.
Die AS Architekten-Service GmbH und das Zentrum Baukultur laden herzlich ein zum Vortragsabend | Mainzer Dom | In Stein gehauener Machtanspruch | Dienstag, 24.September 2019, 18.30 Uhr.
Im Rahmen der Veranstaltung findet die Vergabe der Pokale (3-D Drucke verschiedener Zeitschichten des Mainzer Doms) für den 11. Deutschen Architekturmarathon an die Siegerteams statt.

24.September
2019, 18.30 Uhr

Zentrum Baukultur im Brückenturm
Rheinstr. 55
55116 Mainz
www.zentrumbaukultur.de
Anmeldung unter: info@zentrumbaukultur.de

Landesmuseum Mainz: Termine im August 2019

©  Foto: Diether v Goddenthow
© Foto: Diether v Goddenthow

DO 01.08. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

SO 04.08. | 14.00 – 16.00
Familiensonntag
› Familienführung um 14.30 Uhr mit thematisch passendem Workshop

DI 06.08. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

DI 06.08. | 18.00
Führung durch die Sonderausstellung „Emy Roeder – Das Kosmische allen Seins“

MI 07.08. | 17.00 – 18.00
Der Frische Blick
› Ellen Scharping blickt auf „Vor dem Kostümfest“ von Max Beckmann

DO 08.08. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

FR 09.08. | 17.00
Der Weinsalon – Das Jubiläum

SA 10.08. | 17.00
Der Weinsalon – Das Jubiläum

SO 11.08. | 10.00 – 17.00
Finissage der Sonderausstellung „Emy Roeder – Das Kosmische allen Seins“

DI 13.08. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

DI 13.08. | 18.00
Führung durch die Dauerausstellung
› Wissens- und Staunenswertes zu ausgewählten Objekten

DO 15.08. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

SA 17.08. | 14.00 – 16.00
Offenes Atelier – Die Mitmachwerkstatt
› Kennenlernen von verschiedenen künstlerischen Techniken

DI 20.08. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

DI 20.08. | 17.00
Der Weinsalon zu Gast im Innenhof

DI 20.08. | 18.00
Führung durch die Dauerausstellung
› Wissens- und Staunenswertes zu ausgewählten Objekten

DO 22.08. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

SO 25.08. | 15.00
Kunst gucken – Kinderführung
› Auf Spurensuche quer durchs Museum

DI 27.08. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

DI 27.08. | 18.00
Vortrag zur Landesausstellung „Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht“ (ab 2020)
› Der charismatische Ort. Das Reisekönigtum des Mittelalters und seine Paläste
› Holger Grewe M.A.

DO 29.08. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

Landesmuseum Mainz,
Große Bleiche 49-51.

100 Jahre – Darmstädter Sezession – 100 Tage Festival in Darmstadt und Berlin vom 8. Juni bis 15. September 2019

„Stellstück – Landschaft" schuf Werner Neuwirth 2018 und zeigt es in der Ausstellung "Sezession hoch n". (© Darmstädter Sezession)
„Stellstück – Landschaft“ schuf Werner Neuwirth 2018 und zeigt es in der Ausstellung „Sezession hoch n“. (© Darmstädter Sezession)

Bereits seit dem 8. Juni feiern mehr als 150 ausstellende Künstler der Künstlervereinigung Darmstädter Sezession an etwa 100 Veranstaltungsorten in Darmstadt und Berlin noch bis zum
bis 15. September 2019 ihr gleichnamiges Jubiläum „Darmstädter Sezession“ zu ihrem 100jährigen Bestehen. Wie es in einer Presseerklärung heißt, haben sich die einst spätexpressionistischen Kämpfer gegen die Bourgeoisie und für die Kunst der Moderne in eine moderne Künstlervereinigung mit vielfältigem schöpferischen Ausdruck weiterentwickelt. Anlässlich zum 100. Jahr ihres Bestehens zeigt die Gruppe an diesen 100 Tagen mit dem Kunstfestival „Den Bogen spannen“ entsprechend das gesamte breite Spektrum der künstlerischen Positionen ihrer rund 120 Mitglieder im gesamten Darmstädter Stadtgebiet und in Berlin – mal figurativ, abstrakt, konkret oder überraschend anders.

Festival statt Gedenkfeier
Ihr Centennial begeht die Künstlervereinigung nicht einfach als Retrospektive – sie feiert es mit einem Festival der Gegenwart und der Basis für die Zukunft. Zahlreiche Gattungen und Genres finden sich in den Werken von Kunstschaffenden verschiedener Generationen, von Sezessionisten und Gastkünstlern. Mehr als 150 Künstler unterschiedlichster Ausdrucksformen kommen dafür zusammen: etwa die international bekannten Sezessionistinnen Vera Röhm und Annegret Soltau sowie der amerikanische Videokünstler Ben Russel, der chinesische Keramikkünstler Lei Xue und der südafrikanischer Land-Art-Künstler Strijdom van der Merve.

Auf dem Freigelände des Designhauses auf der Mathildenhöhe stellt Vera Röhm unter anderem neben Achim Pahle und den figurativen Bildhauern Waldemar Otto und Thomas Duttenhöfer aus. Wechselnde Highlights von Sezessionisten aus der Städtischen Sammlung sind im Foyer des Museums Künstlerkolonie zu sehen – ein besonderer Schauplatz, denn die Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe ist derzeit auf dem Weg, Unesco-Welterbestätte zu werden.

Die medienübergreifende Ausstellungskomposition „Sezession hoch n“ zeigt das kreative Potenzial der Künstlervereinigung mit Arbeiten von Till Augustin, Bärbel Dieckmann, Barbara Eitel oder Peter Ruehle. Dem großen Format widmet sich eine Schau mit Werken etwa von Franz Baumgartner, Barbara Bredow und Karl Oppermann. Für die Jüngeren treten unter anderem der Videokünstler Ruben Aubrecht, der Berliner Maler Ryo Kato, die Frankfurter Bildhauerin Emilia Neumann und die Performance-Künstlerin Mila Hundertmark an. Die figürliche Darstellung aus Sicht von Künstlerinnen ist das Thema der Schau „Selbst/sichtbar“ mit Werken von sechs Frauen aus drei Generationen. Viele der 23 Ausstellungen haben die Mitglieder selbst kuratiert.

Kunst am Bau: Antes bis Zadkine
Der Multimediakünstler Thomas Georg Blank navigiert durch das atmosphärische Dickicht der Stadt und geht der Frage nach, warum wir uns an Orten wohlfühlen oder nicht. Von „Antes bis Zadkine“ ist der Titel von Führungen, die Spuren von exemplarisch 44 Künstlern im städtischen Raum zeigen. Von etwa 500 Exponaten in Darmstadt stammt mehr als die Hälfte von Sezessionisten. Kunstrouten verbinden fußläufig einen Großteil der mit Hinweisen gekennzeichneten Werke. Etwa 100 Programmpunkte wird es während des 100-tägigen Festivals an über 20 Orten geben.

Ein wenig Retrospektive muss es bei einem Centennial aber dann doch sein, denn der Bogen zwischen 1919 und 2019 will gespannt werden: Was vom Impetus „bourgeoiser Verschmutzung“ der Gründungsjahre geblieben ist, ergründen Initiatoren und Publikum in der Vortragsreihe „C ANNIS – Geschichte/n aus 100 Jahren Sezession“. Das ehemalige Atelier des Georg-Büchner-Preisträgers Carl Gunschmann, Mitbegründer und Präsident der Sezession, der Porträts im Stil der Neuen Sachlichkeit malte, öffnet seine Pforten und erlaubt einen Blick zurück.

Wie organisieren wir Gemeinschaft?
Und weil die Sezession vom Dialog zwischen älteren und jüngeren Kunstschaffenden lebt, wird das auch Thema von Gesprächen im Atelier Siegele sein. Der zentralen Frage „Wie organisieren wir Gemeinschaft?“ gehen die Festivalteilnehmer in vielerlei Formen nach. Ihre Antworten werden prägend für die künftige Ausrichtung der Gruppe sein, jedoch auch für den Zusammenhalt der Gesellschaft. Einen gesellschaftlichen „Superkleber“ werde es zwar nicht geben, so Thomas Georg Blank, aber „mit der Beschäftigung mit dem Denken von Kunstschaffenden und ihren Werken können wir einiges darüber lernen, wie wir uns langsam einer neuen Rezeptur für diesen Kleber annähern können“.

Das vollständige Programm finden Sie auf der Festival-Webseite www.denbogenspannen.de
Infos
Künstler
Programm
Orte

Für weitere Neuigkeiten zum Festival und der Darmstädter Sezession melden Sie für den Newsletter an: https://denbogenspannen.de/info/

Über die Darmstädter Sezession
Die Darmstädter Sezession nimmt seit 1919 die künstlerischen Interessen ihrer Mitglieder wahr und gibt der Öffentlichkeit mit Jahresausstellungen Einblicke in ihre Arbeit. Prominente Sezessionisten der ersten Stunde sind etwa die Maler Max Beckmann und Ludwig Meidner sowie die Schriftsteller Kasimir Edschmid und Carlo Mierendorff. Kunsthistorische Bedeutung bekommt die überregional ausgerichtete Künstlervereinigung durch ihren steten und oft streitbaren Einsatz für die Kunst der Moderne seit dem Spätexpressionismus. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Vereinigung als Neue Sezession Darmstadt wiedergegründet. 1988 kehrte sie zu ihrem Ursprungsnamen zurück. In der 100-jährigen Geschichte gehörten der Sezession mehr als 300 Künstler an. Heute aktiv sind rund 120 Kunstschaffende verschiedenster Disziplinen und Positionen.

Spannender Parlamentarischer Abend – 70 Jahre Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz

akad.d.w.mzAnlässlich ihres 70jährigen Bestehens hatte die Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz zu einem spannenden Parlamentarischen Abend in Landesmuseum Mainz eingeladen und vielfältige Einblicke in die umfangreiche Arbeit geboten. Begrüßt wurden die Gäste durch den Präsidenten des Landtages Rheinland-Pfalz, Hendrik Hering, und Dr. Denis Alt, neuer Staatssekretär  des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz sowie den Präsidenten der Akademie der Wissenschaften und der Literatur  Prof. Dr.-Ing. Reiner Anderl

Die Akademie der Wissenschaften und der Literatur wurde vor 70 Jahren in Worms gegründet und hat seit 1949 ihren Sitz in Mainz. Zu den Gründungsmitgliedern gehörte u. a. Alfred Döblin, der für die in der deutschen Akademienlandschaft einmalige Einrichtung einer Klasse der Literatur sorgte. Die überregional ausgerichtete Gelehrtengesellschaft dient der Pflege der Wissenschaften, der Literatur sowie der Musik und trägt auf diese Weise zur Bewahrung und Förderung des kulturellen Erbes bei.

Die Akademie gliedert sich in drei Klassen: die Mathematischnaturwissenschaftliche Klasse, die Geistes- und sozialwissenschaftliche Klasse sowie die Klasse der Literatur und der Musik. Seit 2016 besteht als Programm für die Nachwuchsförderung die Junge Akademie, die sich mit Symposien und Workshops in wissenschaftliche und öffentliche Debatten einbringt.

Die Akademie beteiligt sich an öffentlichen Auseinandersetzungen über wissenschaftliche und kulturell bedeutsame Fragestellungen und erörtert Zukunftsfragen der Gesellschaft: mit Symposien und Vortragsreihen, z. B. zur Globalisierung, zu Luftschadstoffen, Biodiversität und Klimawandel, Religionsfragen oder dem Problem der Alterung unserer Gesellschaft. Die Antworten auf solche Fragestellungen liefern dabei Erkenntnisse für Politik und Gesellschaft. Exzellenz und Interdisziplinarität sowie Unabhängigkeit und Verantwortung bestimmen das Leitbild der Akademie.

Die Projekte im Akademieprogramm 

Eine Besonderheit sind die 37 LangzeitForschungsvorhaben der Akademie (mit etwa 300 Personalstellen bundesweit) des von Bund und Ländern geförderten Akademienprogramms, das seit 1979 besteht. Sie sind von überregionaler Bedeutung und
gesamtstaatlichem, wissenschaftlichem Interesse und umfassen alle Epochen – von der Vor- und Frühgeschichte bis zur Neuzeit. Dazu gehören Quellencorpora wie die ›Regesta Imperii‹ mit den Quellen zur Reichsgeschichte oder das ›Corpus der Quellen zur Geschichte der Juden im spätmittelalterlichen Reich‹; große Editionsvorhaben wie ›Die deutschen Inschriften‹ oder die Ausgabe der Werke von Johann Joachim Winckelmann oder Wörterbücher wie das ›Mittelhochdeutsche Wörterbuch‹ und das ›Digitale Familiennamenwörterbuch‹. Einen besonderen Schwerpunkt nehmen die 16 musikwissenschaftlichen Editionsund Dokumentationsvorhaben ein. Alle Vorhaben besitzen eine große digitale Komponente, die von einer eigenen Arbeitsstelle aus, der Digitalen Akademie, konzipiert und begleitet wird.

Das digitale Familiennamenwörterbuch – und vier weitere Kurzpräsentationen

Anlässlich des Parlamentarischen Abends gaben Wissenschaftler in jeweils 10-minütigen Kurzpräsentationen spannende Einblicke in fünf dieser LangzeitForschungsprojeke.

Juniorprofessorin Dr.Mirjam-Schmuck
Juniorprofessorin Dr.Mirjam-Schmuck

Juniorprofessorin Dr. Mirjam Schmuck, Sprachwissenschaftlerin im Forschungsvorhaben Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,  präsentierte eben diese  in der Öffentlichkeit noch weitestgehend unbekannte  neue digitale Wörterbuch der Familiennamen. Aufgenommen wurden bislang solche, die mit 10 Telefonanschlüssen bundesweit vertreten sind. Immerhin konnten allein hierdurch bereits  gut 200 000 Nachnamen nach Herkunft, Region, Bedeutung usw. dokumentiert werden.

Erarbeitet werden die Artikel, so Schmuck, primär nach absteigender Frequenz der Familiennamen (Müller, Meyer, Schmidt), unter Einbeziehung der weniger häufigen Varianten (Meyr, Mayr). Parallel werden die betreffenden Namenfelder bearbeitet, zum einen nach thematischen Gesichtspunkten (z.B. alle Berufsnamen, die sich auf das Schmiedehandwerk beziehen, wie Schmitt, Faber, Schmiedel, Pinkepank), und zum anderen nach formalen Kriterien (z.B. Komposita wie Messerschmidt, Kleinschmidt, Blechschmidt, Schmidthuber). Das Wörterbuch ist seit Mitte 2015 mit einer Betaversion online verfügbar.

Zentrale Aufgaben des neuen Familiennamenwörterbuchs sind:

  • Zusammenführung von Bedeutungskonkurrenzen aus der vorliegenden Familiennamenliteratur.
  • Präzisierung bisheriger Deutungen und Erweiterung um Zusatzinformationen.
  • Neubewertung bisheriger Deutungen durch Ausschluss unwahrscheinlicher Bedeutungskonkurrenzen oder deren kritischer Bewertung.
  • Erstaufnahme von Namen, die Varianten zu einem häufigeren Familiennamen sind (der in einem Wörterbuch auftaucht) und deshalb nicht neu gedeutet werden müssen.
  • Erstdeutung von Familiennamen, die in keinem der überregionalen Familiennamenwörterbücher aufgenommen sind und erstmals gedeutet werden müssen.
  • Neudeutung von Familiennamen, wenn keine der bisherigen Deutungen zutreffen kann.

Hochspannend waren auch die folgenden Beiträge:
Jan Wagner (Schriftsteller und Übersetzer, Büchner-Preisträger 2017. Mitglied der Klasse der Literatur und der Musik) „Aus einem europäischen Brief;
Prof. Dr. Matthias Neubert (Physiker, Exzellenzcluster PRISMA an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Mathematisch-naturwissenschaftliche Klasse) „Zwischen Südpol und Mainz: Über die Erforschung der Physik des Universums“;
Prof. Dr. Vinzenz Hediger (Filmwissenschaftler, Goethe Universität Frankfurt am Main. Geistes- und sozialwissenschaftliche Klasse) „Ein guter Trailer ist einer, der Sie vom Film fernhält. Über Ungewissheit und ihre Folgen in Märkten für Kulturgüter“; Dr. Magdalena Zorn (Musikwissenschaftlerin, Ludwig MaximilliansUniversität München. Junge Akademie) „Empathie und Ästhetik: Die Junge Akademie im wissenschaftlichen Diskurs“.

Die Akademie der Wissenschaften und der Literatur ist Partner in verschiedenen regionalen und nationalen Netzwerken. Sie ist beteiligt am Aufbau einer ›Nationalen Forschungsdateninfrastruktur‹ (NFDI), mit der Forschungsdaten nachhaltig und langfristig zugänglich gemacht und gepflegt werden. Am Wissenschaftsstandort Mainz ist sie in der Mainzer Wissenschaftsallianz aktiv. Sie ist mit der Digitalen Akademie Partner von ›mainzed‹, des Mainzer Zentrums für Digitalität in den Geistes- und Kulturwissenschaften. Im Rahmen des Studiengangs ›Digitale Methodik in den Geistesund Kulturwissenschaften‹ finden Seminare in den Räumen der Akademie statt.

Kontakt:
Akademie der Wissenschaften und der Literatur
Geschwister-Scholl-Str. 2
55131 Mainz
http://www.adwmainz.de

Landesmuseum Mainz: Schritt für Schritt zum UNESCO Weltkulturerbe – Vortrag am 15.1.2019

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Die SchUM-Stätten in Speyer, Worms und Mainz – ein Jahr vor der Antragstellung

Seit 2006 engagiert sich das Land Rheinland-Pfalz gemeinsam mit der jüdischen Gemeinde Mainz und den drei Städten Speyer, Worms und Mainz für die Anerkennung der einzigartigen und vorbildgebenden Monumente der SchUM-Städte als UNESCO-Welterbe. Im Januar 2020 soll der Antrag „Die SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz“ bei der UNESCO eingereicht werden. Ein Jahr vor der Antragstellung möchten wir Ihnen den aktuellen Stand des Antrags und die Bedeutung von SchUM vorstellen, aber auch über noch folgende Schritte informieren und einen Blick in die Zukunft werfen.

Die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz lädt ein zum Vortragsabend „Schritt für Schritt zum UNESCO Weltkulturerbe. Die SchUM-Stätten in Speyer, Worms und Mainz-ein Jahr vor der Antragstellung“ am

Dienstag, 15. Januar 2019, 18:00 Uhr im Landesmuseum Mainz,
Große Bleiche 49-51, 55116 Mainz.

Programm:
Begrüßung
Thomas Metz
Generaldirektor der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz

Grußworte
Prof. Dr. Konrad Wolf
Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz

Marianne Grosse
Bau- und Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Mainz

Die SchUM-Städte ein Jahr vor der Antragstellung
Dr. Stefanie Hahn
Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz

Die SchUM-Städte als Orte verdichteter Erinnerung vom Mittelalter bis in die Neuzeit
Dr. Christoph Cluse
Universität Trier

Bauten von außergewöhnlich universellem Wert – Die Monumente der SchUM-Städte
Prof. Dr. Matthias Untermann
Universität Heidelberg

SchUM2019 – Die Bedeutung für die Jüdische Gemeinde heute
PD. Dr. Peter Waldmann
Jüdische Gemeinde Mainz

Hintergrund-Info
Die SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz bildeten im Mittelalter ein europaweit bedeutendes Zentrum jüdischen Lebens, in dem wesentliche Grundlagen für das aschkenasische Judentum gelegt wurden. Die drei Gemeinden mit ihren bis heute verehrten Rabbinern gelten als die Wiege des aschkenasischen Judentums. Aus dieser Zeit haben sich einzigartige bauliche Zeugnisse erhalten: In Speyer die nahezu vollständig erhaltene Mikwe

sowie die Reste der 1104 eingeweihten Synagoge, in Worms die 1938 zerstörte, bis 1961 auf Ruinenmauern aufgebaute Synagoge, die Mikwe von 1185/86 sowie der in situ erhaltene und eine einzigartige Kontinuität aufweisende Friedhof „Heiliger Sand“ und in Mainz der 1926 eröffnete Denkmalfriedhof.

Max Slevogts Orient – Landesmuseum Mainz bietet Vortrag im Rahmen der Sonderausstellung „Ein Tag am Meer“ an

Max Slevogt, Lybische Wüste, 1914 © GDKE – Landesmuseum Mainz (Foto: Ursula Rudischer)
Max Slevogt, Lybische Wüste, 1914
© GDKE – Landesmuseum Mainz (Foto: Ursula Rudischer)

Begleitend zur aktuellen Sonderausstellung „Ein Tag am Meer. Slevogt, Liebermann & Cassirer“ hält Prof. Dr. Gregor Wedekind am 10. Januar einen Vortrag im Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE). Der Professor für Kunstgeschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz widmet sich dabei dem Thema „Max Slevogts Orient“. Er schildert, welche Rolle der Orient im künstlerischen Schaffen des bekannten Malers spielte und welche Assoziationen die gegen Ende der Kolonialzeit entstandenen Orientbilder Slevogts hervorrufen.

Max Slevogt reiste im Frühjahr 1914 nach Ägypten und gehört damit zu den europäischen Künstlern, die den Orient selbst besucht haben. Bereits während seiner Studienzeit in München hatte er begonnen, sich mit Literatur aus diesem Kulturraum, wie etwa den Geschichten aus Tausendundeiner Nacht, zu beschäftigen. Wie Wedekind bei seinem Vortrag darlegen wird, ist das gesamte künstlerische Schaffen Slevogts geprägt von Motiven aus der Welt des Orients.

Prof. Dr. Gregor Wedekind lehrt Kunstgeschichte der Moderne und der Gegenwart an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Die wissenschaftliche Aufarbeitung des Nachlasses von Max Slevogt gehört zu einem seiner aktuell laufenden Forschungsprojekte.

Der Vortrag „Max Slevogts Orient“ beginnt am Donnerstag, 10. Januar, um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Landesmuseum Mainz bietet Vortrag im Rahmen der Sonderausstellung „Ein Tag am Meer“ an

Begleitend zur aktuellen Sonderausstellung „Ein Tag am Meer. Slevogt, Liebermann & Cassirer“ hält Prof. Dr. Gregor Wedekind am 10. Januar einen Vortrag im Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE). Der Professor für Kunstgeschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz widmet sich dabei dem Thema „Max Slevogts Orient“. Er schildert, welche Rolle der Orient im künstlerischen Schaffen des bekannten Malers spielte und welche Assoziationen die gegen Ende der Kolonialzeit entstandenen Orientbilder Slevogts hervorrufen.

Max Slevogt reiste im Frühjahr 1914 nach Ägypten und gehört damit zu den europäischen Künstlern, die den Orient selbst besucht haben. Bereits während seiner Studienzeit in München hatte er begonnen, sich mit Literatur aus diesem Kulturraum, wie etwa den Geschichten aus Tausendundeiner Nacht, zu beschäftigen. Wie Wedekind bei seinem Vortrag darlegen wird, ist das gesamte künstlerische Schaffen Slevogts geprägt von Motiven aus der Welt des Orients.

Prof. Dr. Gregor Wedekind lehrt Kunstgeschichte der Moderne und der Gegenwart an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Die wissenschaftliche Aufarbeitung des Nachlasses von Max Slevogt gehört zu einem seiner aktuell laufenden Forschungsprojekte.

Der Vortrag „Max Slevogts Orient“ beginnt am Donnerstag, 10. Januar, um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Welterbetag 2018: Welterbe für alle offen!

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Am kommenden Sonntag, 3. Juni, stehen die deutschen UNESCO-Welterbestätten wieder im Mittelpunkt: Auf Initiative der Deutschen UNESCO-Kommission und des Vereins UNESCO-Welterbestätten Deutschland e.V. sollen sie an diesem Tag wieder zu besonderen Erlebnisorten werden.

„‘Welterbe erleben und erlebbar machen, Menschen zusammen führen‘, lautet das Motto in diesem Jahr. Dazu tragen die vier Welterbestätten in Rheinland-Pfalz, mit dem Dom zu Speyer, den Römischen Monumenten in Trier, der Kulturlandschaft des Oberen Mittelrheintals und dem rheinland-pfälzischen Abschnitt des Obergermanisch-raetischen Limes wieder mit vielen Aktivitäten bei. Hier verbindet sich ein informatives und erlebnisreiches Potpourri und bietet Besucherinnen und Besuchern die Gelegenheit, die Welterbestätten auf unterhaltsame Weise kennenzulernen“, wirbt Kulturminister Konrad Wolf für den Besuch am Sonntag rund um das Welterbe. „Die Veranstalter haben für diesen Sonntag ein Programm erarbeitet, das man sich anschauen sollte. Das Welterbe steht für alle offen und es gibt viel zu entdecken!“

Rheinland-Pfalz beteiligt sich auch 2018 wieder an diesem Aktionstag mit einem umfangreichen Programm: Im Oberen Mittelrheintal bieten zahlreiche Gemeinden Besonderes rund um ihr Welterbe an: Oberdiebach, Bacharach-Medenscheid und Boppard-Hirzenach zeigen Ihre Welterbe-Gärten, die Villa Musica bespielt die Burg Maus mit einem Konzert, während Führungen im historischen Gewand die Besucherinnen und Besucher des Pfalzgrafensteins in längst vergangene Zeiten entführen. Fans des 19. Jahrhunderts können die Begründerin der Koblenzer Rheinanlagen mit einem Fest ehren.

In Trier werden Führungen zu den Highlights des Welterbes kostenfrei angeboten, von der Porta Nigra über die Barbarathermen bis zur Liebfrauenkirche und der Konstantinsbasilika. Die Stadtbibliothek Trier beteiligt sich mit einer speziellen Führung zum Codex Egberti, dem ältesten erhaltenen neutestamentlichen Bildzyklus mit Darstellungen aus dem Leben Christi, der seit 2004 zum UNESCO-Weltdokumentenerbe zählt.

Mit einem Römischen Spieletag für die ganze Familie feiert die Römerwelt Rheinbrohl den Welterbetag. Mühle spielen oder lieber Bogenschießen? Im Limesinformationszentrum ist für jeden etwas dabei. Im Limespark Osterburken kann man zum neugestalteten Kastellkomplex und zum eindrucksvollen Nachbau eines römischen Wachturms mit Limesmauer am „Förstlein“ wandern. Und Rainau bietet gemeinsam mit dem Limesmuseum Aalen und der Römergruppe VEX LEG VIII AUG Aktionen rund um die Religio Romana an.

Am 10. Juni gibt es dann spezielle Programme für die Kleinen, wenn der 5. Kinder-Welterbetag stattfindet. Ein spannendes Angebot von Aktivitäten und Darbietungen rund um Kultur, Geschichte und Natur lässt Kinder das UNESCO Welterbe kreativ erfahren und begreifen.

Enten, Mäuse, Abenteuer Comic-Tag für die ganze Familie am 10. Juni 2018 im Landesmuseum Mainz

Foto: Ursula Rudischer /Landesmuseum Mainz
Foto: Ursula Rudischer /Landesmuseum Mainz

Im Innenhof des Landesmuseums Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) dreht sich am Sonntag, 10. Juni von 10 bis 17 Uhr, alles um die beliebten Comic-Stars aus Entenhausen. Begleitend zur aktuellen Ausstellung „Walt Disney – Mickey, Donald & Friends“ lädt das Museum unter dem Motto „Enten, Mäuse, Abenteuer“ große und kleine Comic-Fans zum Mitmachen und Entdecken ein. Außerdem dürfen sich die Besucher auf einen berühmten Disney-Zeichner freuen: Jan Gulbransson wird am Comic-Tag zu Gast sein und Comics signieren.

An verschiedenen Stationen im Innenhof können die Besucher ihrem Zeichentalent und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Ob sie dabei Kunst fälschen mit den Panzerknackern, Comics selber texten und gestalten oder das coolste Blubberlutsch-Rezept aller Zeiten erfinden – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Der Künstler und Publizist Holger Wilmesmeier bringt beim gemeinsamen Zeichnen allen den richtigen Strich bei. Was dabei rauskommt, wenn alle Besucher gleichzeitig, sozusagen im Rudel, unter humorvoller Anleitung eine eigene Story zeichnen, darf anschließend zuerst im Innenhof an der langen Comic-Leine bewundert und dann selbstverständlich mit nach Hause genommen werden. Musikalische Unterstützung erhält das Landesmuseum von Schülerinnen und Schülern des Peter-Cornelius-Konservatoriums, die zusammen mit ihren Lehrkräften eigens für den Comic-Tag ein „tierisches“ Programm auf die Beine gestellt haben. Auf der Bühne im Innenhof bringen sie in unterschiedlichen Besetzungen Ohrwürmer wie „Probier‘s mal mit Gemütlichkeit“ und Disney-Klassiker aus Filmen wie „Pocahontas“, „Die Schöne und das Biest“ oder den „König der Löwen“ zu Gehör.

Eine Comic-Börse lädt zum Stöbern, Tauschen und Handeln ein. Interessierte können sich einen Stand bis zum 4. Juni unter per mail an annette.boegl@gdke.rlp.de reservieren.

„Intelligenz-Brötchen“ á la Entenhausen, Speis und Trank gibt’s wie immer vom Stullen-Andi alias Andreas Rothenbächer.

Der Comic-Tag wird musikalisch unterstützt durch das Peter-Cornelius-Konservatorium.

Eintritt (inkl. Disney-Ausstellung): 12 Euro/ erm. 9 Euro, Kinder bis 6 Jahre frei, Kinder ab 6 Jahre 7 Euro, Familienkarte ab 16 Euro.

Open Air-Kino am 16. und 17. Juni ab 21.00 Uhr im Innenhof

Vormerken sollte man sich auch schon mal die Termine für das Open Air-Kino am 16. und 17. Juni jeweils ab 21 Uhr. Einlass ist ab 19 Uhr und damit reichlich Gelegenheit, zuerst durch die Ausstellung zu wandern und dann ein Double-Feature mit Disney-Filmen im Innenhof zu genießen. Gezeigt werden jeweils ein kurzer Klassiker aus den frühen Jahren gefolgt von einem Kino-Hit der jüngsten Zeit.

Filmstart: 21 Uhr | freier Eintritt zum Open Air-Kino | Ermäßigter Eintritt zur Ausstellung ab 17 Uhr: Eintritt 6 Euro, ermäßigt 4 Euro.

„Walt Disney – Mickey, Donald & Friends“ ist eine Ausstellung von mainzplus CITYMARKETING in Kooperation mit dem Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE), in Zusammenarbeit mit dem artstar Verlag GmbH, Düsseldorf. Mit rund 300 Exponaten auf fast 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche bietet das Mainzer Landesmuseum der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) einen außergewöhnlichen Einblick in die Welt der berühmten Disney-Figuren, von der Skizze zum fertigen Comic, und stellt die Zeichner und ihre Arbeitsweisen in den Mittelpunkt – von den ersten Vorzeichnungen vor rund 90 Jahren bis heute.

Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm begleitet, das sich an alle großen und kleinen Comic-Fans richtet. Führungen, Workshops, Filme, Vorträge und viele Aktionen rund um den Kosmos Entenhausen laden noch bis zum Ende der Ausstellung am 29. Juli 2018 ins Landesmuseum Mainz ein.

Alle Informationen zur Ausstellung unter www.landesmuseum-mainz.de.

Ausstellung „Lebensfreude, die Mut macht“ über Margit Sponheimers Kinderhilfs-Projekt noch bis 20.04. in der MVB Mainz

Uwe Abel, Vorsitzender des Vorstands der MVB; Bernd Weisbrod, Fotograf; Margit Sponheimer, Ehrenbürgerin der Stadt Mainz; Ewald Dietrich, Vorsitzender von Human Help Network Mainz (v.l.)
Uwe Abel, Vorsitzender des Vorstands der MVB; Bernd Weisbrod, Fotograf; Margit Sponheimer, Ehrenbürgerin der Stadt Mainz; Ewald Dietrich, Vorsitzender von Human Help Network Mainz (v.l.)

Vor zwei Tagen wurde in der Mainzer Landesbank die Ausstellung „Lebensfreude, die Mut macht“  mit Bildern des Fotografen Bernd Weisbrod über die Afrika-Reise  Margit Sponheimers mit der Kinderhilfsorganisation Human Help Network eröffnet.

Weisbrod dokumentierte mit seiner Kamera die Reise der Mainzer Ehrenbürgerin  mit dem Verein Human Help Network nach Ruanda und Uganda, die sie im Sommer 2017 unternommen hat. Margit Sponheimer berichtete ausführlich von ihren Erlebnissen vor Ort. Die Fotografien zeigen Margit Sponheimer beim Besuch von Kinderfamilien und Kooperativen vor Ort.

„Wir sind heute sehr froh und stolz, diese Ausstellung bei uns eröffnen zu dürfen, denn hier kommen drei wesentliche Faktoren zusammen,“ so Uwe Abel, der Vorstandsvorsitzende der Mainzer Volksbank in seiner Eröffnungsrede. „Kunstausstellungen haben eine gute Tradition bei uns, Margit Sponheimer steht wie nur wenige für unsere Heimatstadt und ihr ehrenamtliches Engagement ist in jeder Hinsicht lobens- und unterstützenswert,“ erklärt Abel und schließt: „Weltoffenheit, Heimatverbundenheit und ehrenamtliches Engagement, das entspricht genau unserer genossenschaftlichen DNA.“

Unterstützung vor Ort reduziert Fluchtursachen
Margit Sponheimer unterstützt die Kinderhilfsorganisation Human Help Network seit langem. Auch nutzt sie ihre Popularität, um auf den Verein und dessen Arbeit aufmerksam zu machen. In Ruanda, dem rheinland-pfälzischen Partnerland in Afrika, unterstützt der Verein sogenannte Kinderfamilien, das sind Geschwister, die ohne Eltern aufwachsen und in denen ältere Brüder oder Schwestern die Verantwortung für die Familie übernehmen. Außerdem gehören die Verbesserung von Lebens- und Bildungsbedingungen zu ihren Schwerpunkten.
Im Sommer 2017 reiste Margit Sponheimer auf eigene Kosten zusammen mit dem Vorsitzenden des Vereins, Ewald Dietrich, nach Ruanda und Uganda, um sich vor Ort ein Bild der Vereinstätigkeiten zu machen.

Die Ausstellung
Die Ausstellung ist vom 21. März bis 20. April 2018 im MVB-Forum geöffnet. Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag 9 bis 18 Uhr.

Bernd Weisbrod
Bernd Weisbrod, geboren 1952 in Ludwigshafen am Rhein. Er arbeitet seit 1982 als Fotograf, seine Schwerpunkte sind Reportage, Porträt, Theater und Kunst. Eines seiner Themen ist die Reisefotografie, er unternahm u.a. mehrere Reisen nach Afrika. Weisbrod lebt und arbeitet in Ingelheim.

Margit Sponheimer
Margit Sponheimer, 1943 in Frankfurt geboren, aber seit ihrem siebten Lebensjahr Mainzerin, ist seit 1959 Teil der Mainzer Fastnacht. Sie hat viele Lieder erfolgreich werden lassen und sich so unvergesslich gemacht. Als Botschafterin für Human Help Network ist sie seit mehreren Jahren aktiv. Für ihr fastnachtliches Engagement ist sie mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden. Als „Botschafterin der Mainzer Lebensart“ erhielt sie am 7. März dieses Jahres die Ehrenbürgerschaft der Stadt Mainz – nach der Schriftstellerin Anna Seghers erst als zweite Frau seit 1831.