Kategorie-Archiv: Allgemein

Welterbetag 2018: Welterbe für alle offen!

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Am kommenden Sonntag, 3. Juni, stehen die deutschen UNESCO-Welterbestätten wieder im Mittelpunkt: Auf Initiative der Deutschen UNESCO-Kommission und des Vereins UNESCO-Welterbestätten Deutschland e.V. sollen sie an diesem Tag wieder zu besonderen Erlebnisorten werden.

„‘Welterbe erleben und erlebbar machen, Menschen zusammen führen‘, lautet das Motto in diesem Jahr. Dazu tragen die vier Welterbestätten in Rheinland-Pfalz, mit dem Dom zu Speyer, den Römischen Monumenten in Trier, der Kulturlandschaft des Oberen Mittelrheintals und dem rheinland-pfälzischen Abschnitt des Obergermanisch-raetischen Limes wieder mit vielen Aktivitäten bei. Hier verbindet sich ein informatives und erlebnisreiches Potpourri und bietet Besucherinnen und Besuchern die Gelegenheit, die Welterbestätten auf unterhaltsame Weise kennenzulernen“, wirbt Kulturminister Konrad Wolf für den Besuch am Sonntag rund um das Welterbe. „Die Veranstalter haben für diesen Sonntag ein Programm erarbeitet, das man sich anschauen sollte. Das Welterbe steht für alle offen und es gibt viel zu entdecken!“

Rheinland-Pfalz beteiligt sich auch 2018 wieder an diesem Aktionstag mit einem umfangreichen Programm: Im Oberen Mittelrheintal bieten zahlreiche Gemeinden Besonderes rund um ihr Welterbe an: Oberdiebach, Bacharach-Medenscheid und Boppard-Hirzenach zeigen Ihre Welterbe-Gärten, die Villa Musica bespielt die Burg Maus mit einem Konzert, während Führungen im historischen Gewand die Besucherinnen und Besucher des Pfalzgrafensteins in längst vergangene Zeiten entführen. Fans des 19. Jahrhunderts können die Begründerin der Koblenzer Rheinanlagen mit einem Fest ehren.

In Trier werden Führungen zu den Highlights des Welterbes kostenfrei angeboten, von der Porta Nigra über die Barbarathermen bis zur Liebfrauenkirche und der Konstantinsbasilika. Die Stadtbibliothek Trier beteiligt sich mit einer speziellen Führung zum Codex Egberti, dem ältesten erhaltenen neutestamentlichen Bildzyklus mit Darstellungen aus dem Leben Christi, der seit 2004 zum UNESCO-Weltdokumentenerbe zählt.

Mit einem Römischen Spieletag für die ganze Familie feiert die Römerwelt Rheinbrohl den Welterbetag. Mühle spielen oder lieber Bogenschießen? Im Limesinformationszentrum ist für jeden etwas dabei. Im Limespark Osterburken kann man zum neugestalteten Kastellkomplex und zum eindrucksvollen Nachbau eines römischen Wachturms mit Limesmauer am „Förstlein“ wandern. Und Rainau bietet gemeinsam mit dem Limesmuseum Aalen und der Römergruppe VEX LEG VIII AUG Aktionen rund um die Religio Romana an.

Am 10. Juni gibt es dann spezielle Programme für die Kleinen, wenn der 5. Kinder-Welterbetag stattfindet. Ein spannendes Angebot von Aktivitäten und Darbietungen rund um Kultur, Geschichte und Natur lässt Kinder das UNESCO Welterbe kreativ erfahren und begreifen.

Enten, Mäuse, Abenteuer Comic-Tag für die ganze Familie am 10. Juni 2018 im Landesmuseum Mainz

Foto: Ursula Rudischer /Landesmuseum Mainz
Foto: Ursula Rudischer /Landesmuseum Mainz

Im Innenhof des Landesmuseums Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) dreht sich am Sonntag, 10. Juni von 10 bis 17 Uhr, alles um die beliebten Comic-Stars aus Entenhausen. Begleitend zur aktuellen Ausstellung „Walt Disney – Mickey, Donald & Friends“ lädt das Museum unter dem Motto „Enten, Mäuse, Abenteuer“ große und kleine Comic-Fans zum Mitmachen und Entdecken ein. Außerdem dürfen sich die Besucher auf einen berühmten Disney-Zeichner freuen: Jan Gulbransson wird am Comic-Tag zu Gast sein und Comics signieren.

An verschiedenen Stationen im Innenhof können die Besucher ihrem Zeichentalent und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Ob sie dabei Kunst fälschen mit den Panzerknackern, Comics selber texten und gestalten oder das coolste Blubberlutsch-Rezept aller Zeiten erfinden – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Der Künstler und Publizist Holger Wilmesmeier bringt beim gemeinsamen Zeichnen allen den richtigen Strich bei. Was dabei rauskommt, wenn alle Besucher gleichzeitig, sozusagen im Rudel, unter humorvoller Anleitung eine eigene Story zeichnen, darf anschließend zuerst im Innenhof an der langen Comic-Leine bewundert und dann selbstverständlich mit nach Hause genommen werden. Musikalische Unterstützung erhält das Landesmuseum von Schülerinnen und Schülern des Peter-Cornelius-Konservatoriums, die zusammen mit ihren Lehrkräften eigens für den Comic-Tag ein „tierisches“ Programm auf die Beine gestellt haben. Auf der Bühne im Innenhof bringen sie in unterschiedlichen Besetzungen Ohrwürmer wie „Probier‘s mal mit Gemütlichkeit“ und Disney-Klassiker aus Filmen wie „Pocahontas“, „Die Schöne und das Biest“ oder den „König der Löwen“ zu Gehör.

Eine Comic-Börse lädt zum Stöbern, Tauschen und Handeln ein. Interessierte können sich einen Stand bis zum 4. Juni unter per mail an annette.boegl@gdke.rlp.de reservieren.

„Intelligenz-Brötchen“ á la Entenhausen, Speis und Trank gibt’s wie immer vom Stullen-Andi alias Andreas Rothenbächer.

Der Comic-Tag wird musikalisch unterstützt durch das Peter-Cornelius-Konservatorium.

Eintritt (inkl. Disney-Ausstellung): 12 Euro/ erm. 9 Euro, Kinder bis 6 Jahre frei, Kinder ab 6 Jahre 7 Euro, Familienkarte ab 16 Euro.

Open Air-Kino am 16. und 17. Juni ab 21.00 Uhr im Innenhof

Vormerken sollte man sich auch schon mal die Termine für das Open Air-Kino am 16. und 17. Juni jeweils ab 21 Uhr. Einlass ist ab 19 Uhr und damit reichlich Gelegenheit, zuerst durch die Ausstellung zu wandern und dann ein Double-Feature mit Disney-Filmen im Innenhof zu genießen. Gezeigt werden jeweils ein kurzer Klassiker aus den frühen Jahren gefolgt von einem Kino-Hit der jüngsten Zeit.

Filmstart: 21 Uhr | freier Eintritt zum Open Air-Kino | Ermäßigter Eintritt zur Ausstellung ab 17 Uhr: Eintritt 6 Euro, ermäßigt 4 Euro.

„Walt Disney – Mickey, Donald & Friends“ ist eine Ausstellung von mainzplus CITYMARKETING in Kooperation mit dem Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE), in Zusammenarbeit mit dem artstar Verlag GmbH, Düsseldorf. Mit rund 300 Exponaten auf fast 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche bietet das Mainzer Landesmuseum der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) einen außergewöhnlichen Einblick in die Welt der berühmten Disney-Figuren, von der Skizze zum fertigen Comic, und stellt die Zeichner und ihre Arbeitsweisen in den Mittelpunkt – von den ersten Vorzeichnungen vor rund 90 Jahren bis heute.

Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm begleitet, das sich an alle großen und kleinen Comic-Fans richtet. Führungen, Workshops, Filme, Vorträge und viele Aktionen rund um den Kosmos Entenhausen laden noch bis zum Ende der Ausstellung am 29. Juli 2018 ins Landesmuseum Mainz ein.

Alle Informationen zur Ausstellung unter www.landesmuseum-mainz.de.

Ausstellung „Lebensfreude, die Mut macht“ über Margit Sponheimers Kinderhilfs-Projekt noch bis 20.04. in der MVB Mainz

Uwe Abel, Vorsitzender des Vorstands der MVB; Bernd Weisbrod, Fotograf; Margit Sponheimer, Ehrenbürgerin der Stadt Mainz; Ewald Dietrich, Vorsitzender von Human Help Network Mainz (v.l.)
Uwe Abel, Vorsitzender des Vorstands der MVB; Bernd Weisbrod, Fotograf; Margit Sponheimer, Ehrenbürgerin der Stadt Mainz; Ewald Dietrich, Vorsitzender von Human Help Network Mainz (v.l.)

Vor zwei Tagen wurde in der Mainzer Landesbank die Ausstellung „Lebensfreude, die Mut macht“  mit Bildern des Fotografen Bernd Weisbrod über die Afrika-Reise  Margit Sponheimers mit der Kinderhilfsorganisation Human Help Network eröffnet.

Weisbrod dokumentierte mit seiner Kamera die Reise der Mainzer Ehrenbürgerin  mit dem Verein Human Help Network nach Ruanda und Uganda, die sie im Sommer 2017 unternommen hat. Margit Sponheimer berichtete ausführlich von ihren Erlebnissen vor Ort. Die Fotografien zeigen Margit Sponheimer beim Besuch von Kinderfamilien und Kooperativen vor Ort.

„Wir sind heute sehr froh und stolz, diese Ausstellung bei uns eröffnen zu dürfen, denn hier kommen drei wesentliche Faktoren zusammen,“ so Uwe Abel, der Vorstandsvorsitzende der Mainzer Volksbank in seiner Eröffnungsrede. „Kunstausstellungen haben eine gute Tradition bei uns, Margit Sponheimer steht wie nur wenige für unsere Heimatstadt und ihr ehrenamtliches Engagement ist in jeder Hinsicht lobens- und unterstützenswert,“ erklärt Abel und schließt: „Weltoffenheit, Heimatverbundenheit und ehrenamtliches Engagement, das entspricht genau unserer genossenschaftlichen DNA.“

Unterstützung vor Ort reduziert Fluchtursachen
Margit Sponheimer unterstützt die Kinderhilfsorganisation Human Help Network seit langem. Auch nutzt sie ihre Popularität, um auf den Verein und dessen Arbeit aufmerksam zu machen. In Ruanda, dem rheinland-pfälzischen Partnerland in Afrika, unterstützt der Verein sogenannte Kinderfamilien, das sind Geschwister, die ohne Eltern aufwachsen und in denen ältere Brüder oder Schwestern die Verantwortung für die Familie übernehmen. Außerdem gehören die Verbesserung von Lebens- und Bildungsbedingungen zu ihren Schwerpunkten.
Im Sommer 2017 reiste Margit Sponheimer auf eigene Kosten zusammen mit dem Vorsitzenden des Vereins, Ewald Dietrich, nach Ruanda und Uganda, um sich vor Ort ein Bild der Vereinstätigkeiten zu machen.

Die Ausstellung
Die Ausstellung ist vom 21. März bis 20. April 2018 im MVB-Forum geöffnet. Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag 9 bis 18 Uhr.

Bernd Weisbrod
Bernd Weisbrod, geboren 1952 in Ludwigshafen am Rhein. Er arbeitet seit 1982 als Fotograf, seine Schwerpunkte sind Reportage, Porträt, Theater und Kunst. Eines seiner Themen ist die Reisefotografie, er unternahm u.a. mehrere Reisen nach Afrika. Weisbrod lebt und arbeitet in Ingelheim.

Margit Sponheimer
Margit Sponheimer, 1943 in Frankfurt geboren, aber seit ihrem siebten Lebensjahr Mainzerin, ist seit 1959 Teil der Mainzer Fastnacht. Sie hat viele Lieder erfolgreich werden lassen und sich so unvergesslich gemacht. Als Botschafterin für Human Help Network ist sie seit mehreren Jahren aktiv. Für ihr fastnachtliches Engagement ist sie mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden. Als „Botschafterin der Mainzer Lebensart“ erhielt sie am 7. März dieses Jahres die Ehrenbürgerschaft der Stadt Mainz – nach der Schriftstellerin Anna Seghers erst als zweite Frau seit 1831.

Programm-Highlights im Gutenberg-Museum Mainz

© Foto: atelier-Goddenthow
© Foto: atelier-Goddenthow

Samstag, 24. März 2018, 11-17 Uhr
Tag der offenen Tür im Gutenberg-Museum 

Ein vielfältiges Programm hat das Gutenberg-Museum für seinen Tag der offenen Tür am 24. März von 11.00 bis 17.00 Uhr zusammengestellt: Unter anderem Vorträge von Professor Dr. Gregor Wedekind, Johannes Gutenberg-Universität Mainz und Direktorin Dr. Annette Ludwig zum geplanten Neubau des Museums und zur zeitgenössischen Museumsarchitektur; Führungen in der Buchbinderabteilung, zur Pressegeschichte oder zu „Knüllern“ in der Miniaturbuchsammlung, aber auch „Für Eilige – Das Gutenberg-Museum in 30 Minuten“; der  alte Gutenberg-Puppentrickfilm mit Kult-Status und Gutenberg-Filme von 2005 und 2012, dazu ein Origami-Workshop im Foyer, musikalisches Rahmenprogramm, eine Überraschung, die noch nicht verraten wird, und noch mehr: Groß und Klein sind eingeladen, bei freiem Eintritt das Weltmuseum der Druckkunst zu erkunden.

Sonntag, 25. März 2018, 15-17 Uhr
Finissage der Sonderausstellung „Von Tieren, die träumen“ 
Unter dem Titel „Mit Tieren träumen – wie die Arbeiten von Franca Bartholomäi entstehen“ erläutert die amtierende Stadtschreiberin ihre künstlerische Arbeitsweise und führt durch die Ausstellung ihrer Holzschnitte der Jahre 2005-2017. Eintritt frei.
Donnerstag, 29. März 2018, 19 Uhr 
GUDDI MACHT DRUCK – Vom Sockel in die Werkstatt.

Guddi Gutenberg alias Hans-Peter Betz kommt zum dritten Mal ins Gutenberg-Museum.  Er will noch einmal gehörig Druck machen für den geplanten Erweiterungsbau, der „sein“ Museum in die Zukunft führen soll. „Es wird ein zu zwei Drittel aktualisiertes Programm geben“, kündigt der 65-Jährige für den letzten seiner drei exklusiven Auftritte im Gutenberg-Museum an.  Der pensionierte Schulleiter, der als „Guddi Gutenberg“ des Gonsenheimer Carneval-Vereins (GCV) und langjähriger Präsident der Mainzer Fernsehfastnachts-Sitzung zur Kultfigur geworden ist, trat im November vergangenen Jahres erstmals im Museum auf. In altbekannter Manier – ausstaffiert mit Guddis Druckerzunft-Kleidung und wallendem Haar – tauschte er die Bütt, die jahrelang sein Zuhause war, gegen das Rednerpult im Gutenberg-Museum ein. Von hier aus schießt er nun seine geschliffenen Pfeile gegen die Politik in Mainz und dem Rest der Welt ab. Auch zu seiner dritten Veranstaltung kommt ein prominenter Überraschungsgast. Sie kennen ihn aus Funk und Fernsehen.
So darf sich das Publikum erneut auf einen inhaltsreichen Abend mit „Guddi Gutenberg“ freuen. Für den Weinausschank ab 18 Uhr sorgt das Weingut Rebenhof aus Mainz. 
 Eintritt: 11 Euro, Vorverkauf ab sofort, nur an der Museumskasse.

Gutenberg-Museum
Liebfrauenplatz 5
55116 Mainz
http://www.gutenberg-museum.de

Zum 500. Todestag des Malers Martin Caldenbach rückt Landesmuseum Zeitgenossen von Albrecht Dürer in den Focus.

Er war ein zu Lebzeiten sehr geschätzter Künstler, blieb mit seinen Werken allerdings stets im Schatten weltberühmter Meister wie Albrecht Dürer und Lucas Cranach: der Frankfurter Maler Martin Caldenbach. Im Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) widmet sich die Kunsthistorikerin Dr. Michaela Schedl am 20. Februar dem Leben und Werk des Künstlers, der an der Zeitenwende von der Spätgotik zur Renaissance tätig war. Dr. Schedl ist durch zahlreiche wissenschaftliche Beiträge sowie unter anderem durch ihre Dissertation zur Tafelmalerei der Spätgotik am südlichen Mittelrhein ausgewiesene Expertin der deutschen Malerei um 1500 und wird beim Vortrag ihre neuen Forschungsergebnisse vorstellen.

Martin Caldenbach befasste sich in seiner Malerei, so wie seine berühmten Kollegen Dürer und Cranach, vornehmlich mit biblischen Motiven für Kirchen und Kapellen. Neben Portrait-Aufträgen nahm er zudem Restaurierungsarbeiten vor. Zusätzlich leistete er Vorarbeiten für Holzschnittillustrationen in gedruckten Büchern. Der Frankfurter war auch für Mainz tätig. Für die Erzbischofsstadt schuf er das äußerst qualitätsvolle Dreikönigsretabel, das wohl aus der Kirche St. Stephan stammt und nach der Säkularisation 1803 in die Städtische Gemäldesammlung, der Vorgängerinstitution des Landesmuseums, gelangte.

Der Vortrag von Dr. Michaela Schedl beginnt am Dienstag, 20. Februar, um 18 Uhr im Landesmuseum Mainz. Der Eintritt ist frei.

Senckenbergs 27. Sonderkolloquim: Biodiversität als Grundlage einer zukunftsfähigen Bioökonomie, 8.2.2018 Frankfurt

Rund 40 Millionen Objekte aus 200 Jahren Forschungsgeschichte umfassen die Sammlungen der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung – einen Teil dieser Sammlungen zeigt die Sonderausstellung „Faszination Vielfalt“ im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt. © Foto: Diether v. Goddenthow
Rund 40 Millionen Objekte aus 200 Jahren Forschungsgeschichte umfassen die Sammlungen der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung – einen Teil dieser Sammlungen zeigt die Sonderausstellung „Faszination Vielfalt“ im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt. © Foto: Diether v. Goddenthow

Wertvolle Vielfalt: Biodiversität als Grundlage einer zukunftsfähigen Bioökonomie – 27. Frankfurter Sonderkolloquium am 8.2. bei Senckenberg

Frankfurt, 02.02.2018. Die 27. Auflage des traditionsreichen Frankfurter Sonderkolloquiums, das gemeinsam von den Institutionen DECHEMA – Gesellschaft für Chemische Technik und  Biotechnologie, Deutsche Bunsen-Gesellschaft für Physikalische Chemie e. V, Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e.V, Gesellschaft Deutscher Chemiker e. V. Verein deutscher Ingenieure, Bezirksverein Frankfurt, Physikalischer Verein und Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ausgerichtet wird, findet dieses Jahr im neuen Hörsaal von Senckenberg statt. Im Fokus steht eine nachhaltige Zukunft – auf der Basis der Bioökonomie.

Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen sind wichtige Lieferanten für Nahrungsmittel, Wirkstoffe, verschiedenste Substanzen sowie Bau- und Werkstoffe. Die biologische Vielfalt ist damit unsere Lebensgrundlage und eine unerlässliche Ressource für jegliche biobasierte Wirtschaft.
Doch wie ist es um sie bestellt, wie kann ihre nachhaltige Nutzung gewährleistet werden, und was bedeutet das für die Bioökonomie? Ist eine breite wirtschaftliche Nutzung der Biodiversität mit ihrem Schutz vereinbar, und reicht unser heutiges Wissen über die Biodiversität und die Ökosysteme, um abzuschätzen, wie weit wir in der Nutzung gehen dürfen?
Das diesjährige Frankfurter Sonderkolloquium beleuchtet die Bedeutung der biologischen Vielfalt und diskutiert die Chancen und Risiken, die sich aus ihrer wirtschaftlichen Nutzung ergeben.

27. Frankfurter Sonderkolloquium „Wertvolle Vielfalt: Biodiversität als Grundlage einer zukunftsfähigen Bioökonomie“ am Donnerstag, 8. Februar 2018, 14:00 – 18:00 Uhr mit Prof. Dr. Markus Vogt, Ludwig-Maximilians-Universität München; Vorsitzender des Sachverständigenrates Bioökonomie Bayern: „Bioökonomie im Spannungsfeld zwischen Innovation und ethischem Anspruch“
Prof. Dr. Helge Bode, Goethe-Universität Frankfurt: „Biodiversität als Grundlage für Naturstoffe“
Prof. Dr. Thomas Hickler, Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung: „Grenzen der Bioökonomie: Wir können nicht bewerten, was wir nicht verstehen“
Dr. Steffi Ober, Naturschutzbund Deutschland (NABU), Referentin für nachhaltige Forschung und Innovation: „Wie kann eine zukunftsfähige Bioökonomie aussehen?“

Ort: Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, Hörsaal
Arthur-von-Weinberg-Haus | Robert-Mayer-Straße 2 | 60325 Frankfurt

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten unter: https://www.senckenberg.de/Sonderkolloquium2018

Das Thema der Bioökonomie wird Senckenberg auch in den kommenden Jahren beschäftigen: Das Gemeinschaftsprojekt „BioKompass“ setzt sich vielfältig mit den Zukunftsaussichten der Bioökonomie auseinander und trägt den Diskurs in die breite Öffentlichkeit. Mehr unter www.senckenberg.de/biokompass.

Axel Anklam und Renata Tumarova vom 3. Februar bis 10. März 2018 in der Galerie Rother – Winter Wiesbaden

Renata Tumarova, Our People, 2017, Öl auf Leinwand, 50 × 190 cm. Foto: Galerie Rother Winter
Renata Tumarova, Our People, 2017, Öl auf Leinwand, 50 × 190 cm. Foto: Galerie Rother Winter

Die Galerie Rother – Winter lädt zur Eröffnung ihrer nächsten Ausstellung mit Gemälden von Axel Anklam und Renata Tumarova am Samstag, den 3. Februar 2018, 18:00 bis 20:00 Uhr, in die  Galerieräume Taunusstraße 52, Wiesbaden ein.

Axel Anklam, Think, 2016, Edelstahl, 80 × 110 × 64 cm. Foto: Galerie Rother Winter
Axel Anklam, Think, 2016, Edelstahl, 80 × 110 × 64 cm. Foto: Galerie Rother Winter

Axel Anklam studierte an der Hochschule für Kunst Burg Giebichenstein, danach an der Universität der Künste, Berlin. Anklam schafft abstrakte Skulpturen aus Latex, Edelstahl oder Fiberglas, aufbauend auf einem Edelstahlgerüst, in einer perfekten Balance zwischen Fläche und Volumen. Neue Wandarbeiten aus titanbeschichtetem Edelstahl, inspiriert durch seine Assoziationen zu Landschaftseindrücken, entwickeln eine Spannung aus dynamischen und ruhig fließenden Partien.

Renata Tumarova, Alltag, 2017, 60 x 60 cm. Foto: Galerie Rother Winter
Renata Tumarova, Alltag, 2017, 60 x 60 cm. Foto: Galerie Rother Winter

Renata Tumarova studierte Malerei an der Akademie der Künste, St. Petersburg und an der Universität der Künste, Berlin. In ihrer Ölmalerei auf Leinwand geht es der Malerin um Atmosphärisches, um das Festhalten eines flüchtigen Augenblicks, den sie unmittelbar in ihre farblich ausdrucksstarken Bilder übersetzt. Ihr Hauptanliegen ist es, Licht mit den Mitteln der Kunst einzufangen. Das Ergebnis sind bewegte Bilder voll stimmungsvoller Dichte. Wir zeigen neue Arbeiten aus 2017 und 2018.

Die Ausstellung läuft vom 3. Februar bis 10. März 2018.
Öffnungszeiten sind: Dienstag – Freitag 11 – 18 Uhr, Samstag 12 – 16 Uhr

logo.rwGALERIE ROTHER WINTER
Taunusstr. 52
65183 Wiesbaden
Tel. +49 611 379967
info@rother-winter.de
www.rother-winter.de

Highlights beim Trickfilmfestival Wiesbaden


Highlights des 19. Internationalen Trickfilm-Wochenendes Wiesbaden (26. bis 29. Oktober) sind vier Kurzfilm-Programme unter dem Motto „Best of International Animation 2016/2017“. Sie enthalten 44 Beiträge aus 17 Ländern, darunter die Hauptpreisträger der jüngsten internationalen Trickfilm-Festivals und -Wettbewerbe, u.a. Annecy, Zagreb, Ottawa, Hiroshima, Stuttgart, Espinho, Siggraph Computer Animation Festival sowie Oscar und Annie Award. Im Eröffnungsprogramm am Donnerstag, 20.15 Uhr, wird vom Wiesbadener Kulturdezernenten Axel Imhof der „Preis des Kulturamts der Landeshauptstadt Wiesbaden“ vergeben. Die Auszeichnung geht an die Slowenien Špela Čadež, vor kurzem ausgezeichnet mit dem Großen Preis beim Weltfestival des Trickfilms in Zagreb.

Weitere Programme im Rahmen des Festivals: Langfilme „Big Fish & Begonia“ (China), „In This Corner of the World“ (Japan) sowie die Kurzfilm-Programme „Best of German Animation“, „Young Animation International” und „Tricks für Kids”.

Eintrittspreise: Einzelkarte: 7 €; Festivalkarte (für 10 Programme): 50 €; Tricks für Kids: für Erwachsene 7 €, Kinder 6 €; Kartenvorbestellungen: www.filme-im-schloss.de und Tel. 0611 / 84 07 66.

Programm: Trickfilmfestival-2017

SWRlive – Rückblende 2016: Vernissage Politische Fotografie und Karikatur

©  SWR
© SWR

Dienstag, 20.6., 19 Uhr
Rückblende 2016: Vernissage
Politische Fotografie und Karikatur

Kurz vor der Bundestagswahl wirft die diesjährige Rückblende ein Schlaglicht auf Ereignisse des vergangenen Jahres, die noch längst nicht ad acta gelegt sind: Gezeigt werden preisgekrönte und viele weitere politische Fotografien und Karikaturen. Die Schwesterparteien CDU und CSU – wer beugt sich wem? Angela Merkel, die es noch einmal wissen will und deren Raute inzwischen zur Berühmtheit gelangt ist, und vieles mehr.

Kabarettistisches Rahmenprogramm mit Fatih Cevikkollu.

Ausstellung (im Foyer „Haus am Tor“) bis 30.6.17
Montag bis Freitag 9 – 17 Uhr, am 23.6. bis 20 Uhr

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SWRlive! im Foyer des SWR Funkhauses Mainz, Am Fort Gonsenheim 139, 55122 Mainz.
Einlass: 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn; Eintritt frei;
Infotelefon: 06131/929-32244; swrlive@swr.de; www.swr.de/swrlive

40. Internationaler Museumstag und Landesausstellung „vorZeiten- Archäologische Schätze an Rhein und Mosel“ im Landesmuseum Mainz eröffnet

„vorZeiten. Archäologische Schätze an Rhein und Mosel“ : Der Eingang zum Zeittunnel 400 Mio. Jahre Menschheitsgeschichte mit neun Schwerpunktthemen in 16 Kabinetten im Landesmuseum Mainz. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
„vorZeiten. Archäologische Schätze an Rhein und Mosel“ : Der Eingang zum Zeittunnel 400 Mio. Jahre Menschheitsgeschichte mit neun Schwerpunktthemen in 16 Kabinetten im Landesmuseum Mainz. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Ministerpräsidentin und Bundesratspräsidentin Malu Dreyer eröffnet Internationalen Museumstag in Mainz
Bundesratspräsidentin Malu Dreyer betonte bei der Auftaktveranstaltung zum Internationalen Musemstag in Mainz die herausragende Bedeutung von Museen und würdigte sie als lebendige Bildungs- und Kommunikationsorte. „Die bundesweit rund 6.300 Museen und mehr als 450 Ausstellungshäuser ermöglichen den Austausch und fördern das Verständnis füreinander. Sie bringen uns unsere Geschichte näher und öffnen den Blick für aktuelle, auch kontroverse Themen. Ich habe deshalb besonders gerne die Schirmherrschaft über den 40. Internationalen Museumtag übernommen“, sagte die Bunderatspräsidentin.

Ministerpräsidentin und Bundesratspräsidentin Malu Dreyer Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Ministerpräsidentin und Bundesratspräsidentin Malu Dreyer Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Sie habe ihre Bundesratspräsidentschaft unter das Motto „Zusammen sind wir Deutschland“ gestellt, weil sie die Stärken des demokratischen Miteinanders herausstellen wolle. „Mir ist es besonders wichtig, statt dem Trennenden das Gemeinsame zu sehen und zu leben. Gerade Museen leisten dazu einen großen Beitrag. Sie nehmen sich mit immer mehr spezifischen Angeboten ganz unterschiedlicher Zielgruppen an“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Dies werde auch beim diesjährigen Internationalen Museumstag wieder deutlich, der mit über 4.000 Aktionen in über 1.000 Orten in Deutschland ein vielseitiges Programm biete und deutlich mache, was Museen alles leisteten. „Dies ist auch hier in Rheinland-Pfalz so, das bekanntlich eine starke und vielseitige Museumslandschaft vorweisen kann“, so die Ministerpräsidentin. Sie wies dabei auf eine rheinland- pfälzische Besonderheit hin, denn rund 60 Prozent der über 430 Museen werden ehrenamtlich betrieben, häufig in Trägerschaft eines Vereins. „Wir sind sehr stolz darauf, dass gerade der Bereich der Kultur in Rheinland-Pfalz von einem äußerst lebendigen Ehrenamt geprägt wird“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Sie wünschte dem Internationalen Museumstag viele Besucherinnen und Besucher, die die faszinierende Welt der Museen entdecken und ihre zentrale Aufgabe noch besser verstehen lernen.

Über 1600 Museen in ganz Deutschland öffneten ihre Türen. Nicht überall war es so voll wie im Landesmuseum bei der Eröffnung des 40. Internationalen Museumstages und der Landesausstellung "vorZeiten". Den Festakt konnten Besucher an verschieden platzierten Monitoren bei einem kostenlosen kleinen Imbiss und ein Glas Wein verfolgen. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Über 1600 Museen in ganz Deutschland öffneten ihre Türen. Nicht überall war es so voll wie im Landesmuseum Mainz  bei der Eröffnung des 40. Internationalen Museumstages und der Landesausstellung „vorZeiten“. Den Festakt konnten Besucher an verschieden platzierten Monitoren bei einem kostenlosen kleinen Imbiss und ein Glas Wein verfolgen. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Im Landesmuseum in Mainz fand der offizielle, bundesweite Auftakt des Internationalen Museumtages statt, der unter dem Motto „Spurensuche. Mut zur Verantwortung“ steht. Zugleich wurde die Landeausstellung „vorZeiten.

Thomas Metz, Generaldirektor der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE), für Ministerin Malu Dreyer und die Festgäste durch die Ausstellung. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Thomas Metz, Generaldirektor der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE), führt Ministerpräsidentin Malu Dreyer und die Festgäste durch die Ausstellung. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Archäologische Schätze an Rhein und Mosel“ eröffnet, die zu Ehren des 70-jährigen Jubiläums der Landesarchäologie Rheinland-Pfalz im Landesmuseum bis in den Herbst zu sehen sein wird. „Mit ihr dokumentiert die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz 70 Jahre Landesarchäologie als ganz eigene Spurensuche und Beitrag zum 70. Geburtstag des Landes Rheinland-Pfalz, das so unglaublich reich an Geschichte und reich an archäologischen Schätzen ist. Mein Dank gilt den Kolleginnen und Kollegen der Direktionen und Stabsstellen der GDKE sowie den Ausstellungsgestaltern um Frau Koppenhöfer für ihr großes Engagement bei der Realisierung dieser Ausstellung“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Der vom Internationalen Museumsrat (ICOM) jährlich im Mai weltweit ausgerufene Tag macht auf die Bedeutung und Vielfalt der Museen aufmerksam. In Deutschland wird der Internationale Museumstag maßgeblich von den Stiftungen und Instituten der Sparkassen-Finanzgruppe unterstützt und vom Deutschen Museumsbund und ICOM Deutschland in enger Kooperation mit den Museumsorganisationen und Beratungsstellen auf Bundesebene und in den Ländern umgesetzt. Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass der Internationale Museumstag erneut ein großer Erfolg werden wird. Mit Sonderführungen, Workshops, Aktionen, Vorträgen, einem Blick hinter die Kulissen und Museumsfesten vermitteln die Museen einen Einblick in ihre Arbeit und bieten den Besuchern ein vielfältiges Programm.

Prof. Dr. Eckart Köhne, Präsident des Deutschen Museumsbunds e. V. oto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Prof. Dr. Eckart Köhne, Präsident des Deutschen Museumsbunds e. V. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

„Das Ziel des internationalen Museumstages ist eben, auf die Bedeutung und die thematische Vielfalt der mehr als 6500 Museen in Deutschland und der Museen weltweit aufmerksam zu machen“, betonte Prof. Dr. Eckart Köhne, Präsident des Deutschen Museumsbunds e. V.
Als lebendige Foren der Geschichte, bieten Museen die Möglichkeit Museumsobjekten als Zeugen einer anderen Kultur oder Zeit zu begegnen. Denn jedes Objekt trägt Spuren, hat eine Geschichte und gibt Anlass für Erzählungen. Eine Stimme erhalten die Exponate im Museum. In Führungen, Sammlungen und Ausstellung kommen sie zu Wort, lenken den Blick auf Themen, denen man mitunter lieber aus dem Weg geht, bringen möglicherweise Verdecktes an den Tag und sparen auch die Schattenseiten der Geschichte und Gegenwart nicht aus.

 Prof. Dr. Beate Reifenscheid-Ronnisch, Präsidentin von ICOM Deutschland – Deutsches Nationalkomitee des Internationalen Museumsrates. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Prof. Dr. Beate Reifenscheid-Ronnisch, Präsidentin von ICOM Deutschland – Deutsches Nationalkomitee des Internationalen Museumsrates. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

„Die Museen haben viel viel mehr Aufgaben als sie das vielleicht vor 20, 30 Jahren noch hatten. Da waren sie wirklich diese Orte des Sammelns, Bewahrens und eben auch ein bisschen Vermittlung,“ unterstrich Prof. Dr. Beate Reifenscheid-Ronnisch, Präsidentin von ICOM Deutschland – Deutsches Nationalkomitee des Internationalen Museumsrates. Heute stünde viel stärker die Vermittlung im Fokus, was natürlich auch hieße, zu fragen: „Was will ich eigentlich mit einem Museum oder mit Sammlungsobjekten vermitteln? Wer sucht aus, was ausgestellt wird? Wer legt das thematisch fest? Welches Objekt bekommt welche Deutungshoheit?“, so Prof. Reifenscheid-Ronnisch. Und was bedeute es, wenn man ein Objekt hat, das durch die Zeiten hinweg gehändelt wird und jeweils andere Perspektiven bekommen kann. Welche Perspektive sei die gültige? Gäbe es überhaupt eine gültige oder gäbe es viele mögliche oder mehrere zu einer bestimmten Zeit?, fragte die Präsidentin, und ist sich sicher, dass Deutung und Rezeption der Exponate auch der Wahrnehmung unterworfen sind, womit sie auch auf die neue Landesausstellung „vorZeiten – Archäologische Schätze an Rhein und Mosel“ zielte. „Ich glaube, das werden Sie nachher in der großen Landesausstellung ganz sicher sehen, weil Archäologie uns nicht unbedingt ganz nah ist. Die Objekte mögen zu uns sprechen, aber das was wir sehen, ist sicher nicht nur die Oberfläche, und da bedarf es natürlich der multiperspektivischen Wahrnehmung!“, so Prof. Reifenscheid-Ronnisch, die auch auf die gewachsene Verantwortung der Museen hinwies. „Das ist eben die Verantwortung der tatsächlichen Wissenschaft, die Verantwortung der Vermittlung, und zwar durch alle Bürgerschichten hindurch und durch alle Altersstufen, und natürlich auch mit Menschen, die möglicherweise bis dato weitgehend vom Museum ausgegrenzt wurden. Es geht also immer mehr darum, wirklich jedem das Museum auf unterschiedlichsten Ebenen der Verantwortung nahezubringen.“, so Prof. Reifenscheid-Ronnisch.

Dr. Stefan Korbach, Mitglied des Vorstandes der SV-Sparkassenversicherung mit Sitz in Wiesbaden Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Dr. Stefan Korbach, Mitglied des Vorstandes der SV-Sparkassenversicherung mit Sitz in Wiesbaden Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Dr. Stefan Korbach, Mitglied des Vorstandes der SV-Sparkassenversicherung mit Sitz in Wiesbaden, betonte, dass die Sparkassenversicherungen als größter Kulturförderer nach der Öffentlichen Hand sich dieser Aufgabe gern stellten. Denn für sie seien Museen ganz wichtige Orte, weswegen sie ganz bewusst Parnter von Museen seien, insbesondere auch von Einrichtungen, die sich den Religionen widmeten.

 

 

Thomas Metz, Generaldirektor der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Thomas Metz, Generaldirektor der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Thomas Metz, Generaldirektor der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) leitet von der Eröffnung des 40. Internationalen Museumstags zur neuen Landesausstellung „vorZeiten. Archäologische Schätze an Rhein und Mosel“ über, die zu Ehren des 70-jährigen Jubiläums der Landesarchäologie Rheinland-Pfalz im Landesmuseum an diesem Tag ihre Tore öffnet. Der Generaldirektor gab einen kundigen Abriss über die einzigartige Ausstellung und dankte allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der GDKE und Landesarchäologie für diese großartige Leistung. „Ich bin stolz auf meine Mitarbeiter!“, so Metz. Seit nunmehr 70 Jahren sei es die Aufgabe der Landesarchäologie, den Bestand an erdgeschichtlichen und archäologischen Kulturdenkmälern zu erforschen, zu sichern und für kommende Generationen zu bewahren. Doch damit sei ihre Aufgabe nicht getan. Erdgeschichte und Archäologie, so Thomas Metz, gehören zum gemeinsamen historischen Erbe und seien Teil unserer Geschichte. Der längste Teil dieser Geschichte sei jedoch nur durch die Funde und Befunde im Boden erhaltener Überreste zu erschließen. Erst indem die Ärchäologie den Bodenfund wissenschaftlich untersuche und ihm so seine Informationen entlocke, bringe sie ihn zum Sprechen. Damit trage sie entscheidend zu Beantwortung der Fragen bei, die uns alle bewegten: Woher kommen wir?, Wer sind wir? Und „Wohin gehen wir?“

Minsterpräsidentin Malu Dreyer mit Dr. Dr. Axel von Berg, Landesarchäologe, Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, vor der Drachenstandarte aus dem Römerkastell Niederbieber.  Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Minsterpräsidentin Malu Dreyer mit Dr. Dr. Axel von Berg, Landesarchäologe,
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, vor der Drachenstandarte aus dem Römerkastell Niederbieber.
Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Der Generaldirektor, der kurz die neun Schwerpunktthemen der Ausstellung, Erdgeschichte, Steinzeit, Bronzezeit, Eisenzeit, Römerzeit, Völkerwanderungszeit (Spätantike), Frühes Mittelalter, Mittelalter und Neuzeit, ansprach und besonders bei den Städten Trier und Mainz ins Schwärmen geriet, überraschte die Ministerpräsidentin und Gäste mit einem ungewöhnlichen Geschenk, einer „Drachenstandarte“ aus rotem Transparent-Papier. Diese Papier-Replik hatte die Museumspädagogik mit Kindern nach dem Vorbild des römischen Drachenkopfes gebastelt, der im Kastell Niederbieber/Neuwied gefunden wurde. Es ist eines der zahlreichen Highlights der Ausstellung „vorZeiten“, wovon sich Malu Dreyer und die Gäste beim anschließenden ersten Rundgang durch die Ausstellung gleich überzeugen konnten.