Kategorie-Archiv: Allgemein

Highlights beim Trickfilmfestival Wiesbaden


Highlights des 19. Internationalen Trickfilm-Wochenendes Wiesbaden (26. bis 29. Oktober) sind vier Kurzfilm-Programme unter dem Motto „Best of International Animation 2016/2017“. Sie enthalten 44 Beiträge aus 17 Ländern, darunter die Hauptpreisträger der jüngsten internationalen Trickfilm-Festivals und -Wettbewerbe, u.a. Annecy, Zagreb, Ottawa, Hiroshima, Stuttgart, Espinho, Siggraph Computer Animation Festival sowie Oscar und Annie Award. Im Eröffnungsprogramm am Donnerstag, 20.15 Uhr, wird vom Wiesbadener Kulturdezernenten Axel Imhof der „Preis des Kulturamts der Landeshauptstadt Wiesbaden“ vergeben. Die Auszeichnung geht an die Slowenien Špela Čadež, vor kurzem ausgezeichnet mit dem Großen Preis beim Weltfestival des Trickfilms in Zagreb.

Weitere Programme im Rahmen des Festivals: Langfilme „Big Fish & Begonia“ (China), „In This Corner of the World“ (Japan) sowie die Kurzfilm-Programme „Best of German Animation“, „Young Animation International” und „Tricks für Kids”.

Eintrittspreise: Einzelkarte: 7 €; Festivalkarte (für 10 Programme): 50 €; Tricks für Kids: für Erwachsene 7 €, Kinder 6 €; Kartenvorbestellungen: www.filme-im-schloss.de und Tel. 0611 / 84 07 66.

Programm: Trickfilmfestival-2017

SWRlive – Rückblende 2016: Vernissage Politische Fotografie und Karikatur

©  SWR
© SWR

Dienstag, 20.6., 19 Uhr
Rückblende 2016: Vernissage
Politische Fotografie und Karikatur

Kurz vor der Bundestagswahl wirft die diesjährige Rückblende ein Schlaglicht auf Ereignisse des vergangenen Jahres, die noch längst nicht ad acta gelegt sind: Gezeigt werden preisgekrönte und viele weitere politische Fotografien und Karikaturen. Die Schwesterparteien CDU und CSU – wer beugt sich wem? Angela Merkel, die es noch einmal wissen will und deren Raute inzwischen zur Berühmtheit gelangt ist, und vieles mehr.

Kabarettistisches Rahmenprogramm mit Fatih Cevikkollu.

Ausstellung (im Foyer „Haus am Tor“) bis 30.6.17
Montag bis Freitag 9 – 17 Uhr, am 23.6. bis 20 Uhr

*****

SWRlive! im Foyer des SWR Funkhauses Mainz, Am Fort Gonsenheim 139, 55122 Mainz.
Einlass: 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn; Eintritt frei;
Infotelefon: 06131/929-32244; swrlive@swr.de; www.swr.de/swrlive

40. Internationaler Museumstag und Landesausstellung „vorZeiten- Archäologische Schätze an Rhein und Mosel“ im Landesmuseum Mainz eröffnet

„vorZeiten. Archäologische Schätze an Rhein und Mosel“ : Der Eingang zum Zeittunnel 400 Mio. Jahre Menschheitsgeschichte mit neun Schwerpunktthemen in 16 Kabinetten im Landesmuseum Mainz. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
„vorZeiten. Archäologische Schätze an Rhein und Mosel“ : Der Eingang zum Zeittunnel 400 Mio. Jahre Menschheitsgeschichte mit neun Schwerpunktthemen in 16 Kabinetten im Landesmuseum Mainz. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Ministerpräsidentin und Bundesratspräsidentin Malu Dreyer eröffnet Internationalen Museumstag in Mainz
Bundesratspräsidentin Malu Dreyer betonte bei der Auftaktveranstaltung zum Internationalen Musemstag in Mainz die herausragende Bedeutung von Museen und würdigte sie als lebendige Bildungs- und Kommunikationsorte. „Die bundesweit rund 6.300 Museen und mehr als 450 Ausstellungshäuser ermöglichen den Austausch und fördern das Verständnis füreinander. Sie bringen uns unsere Geschichte näher und öffnen den Blick für aktuelle, auch kontroverse Themen. Ich habe deshalb besonders gerne die Schirmherrschaft über den 40. Internationalen Museumtag übernommen“, sagte die Bunderatspräsidentin.

Ministerpräsidentin und Bundesratspräsidentin Malu Dreyer Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Ministerpräsidentin und Bundesratspräsidentin Malu Dreyer Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Sie habe ihre Bundesratspräsidentschaft unter das Motto „Zusammen sind wir Deutschland“ gestellt, weil sie die Stärken des demokratischen Miteinanders herausstellen wolle. „Mir ist es besonders wichtig, statt dem Trennenden das Gemeinsame zu sehen und zu leben. Gerade Museen leisten dazu einen großen Beitrag. Sie nehmen sich mit immer mehr spezifischen Angeboten ganz unterschiedlicher Zielgruppen an“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Dies werde auch beim diesjährigen Internationalen Museumstag wieder deutlich, der mit über 4.000 Aktionen in über 1.000 Orten in Deutschland ein vielseitiges Programm biete und deutlich mache, was Museen alles leisteten. „Dies ist auch hier in Rheinland-Pfalz so, das bekanntlich eine starke und vielseitige Museumslandschaft vorweisen kann“, so die Ministerpräsidentin. Sie wies dabei auf eine rheinland- pfälzische Besonderheit hin, denn rund 60 Prozent der über 430 Museen werden ehrenamtlich betrieben, häufig in Trägerschaft eines Vereins. „Wir sind sehr stolz darauf, dass gerade der Bereich der Kultur in Rheinland-Pfalz von einem äußerst lebendigen Ehrenamt geprägt wird“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Sie wünschte dem Internationalen Museumstag viele Besucherinnen und Besucher, die die faszinierende Welt der Museen entdecken und ihre zentrale Aufgabe noch besser verstehen lernen.

Über 1600 Museen in ganz Deutschland öffneten ihre Türen. Nicht überall war es so voll wie im Landesmuseum bei der Eröffnung des 40. Internationalen Museumstages und der Landesausstellung "vorZeiten". Den Festakt konnten Besucher an verschieden platzierten Monitoren bei einem kostenlosen kleinen Imbiss und ein Glas Wein verfolgen. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Über 1600 Museen in ganz Deutschland öffneten ihre Türen. Nicht überall war es so voll wie im Landesmuseum Mainz  bei der Eröffnung des 40. Internationalen Museumstages und der Landesausstellung „vorZeiten“. Den Festakt konnten Besucher an verschieden platzierten Monitoren bei einem kostenlosen kleinen Imbiss und ein Glas Wein verfolgen. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Im Landesmuseum in Mainz fand der offizielle, bundesweite Auftakt des Internationalen Museumtages statt, der unter dem Motto „Spurensuche. Mut zur Verantwortung“ steht. Zugleich wurde die Landeausstellung „vorZeiten.

Thomas Metz, Generaldirektor der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE), für Ministerin Malu Dreyer und die Festgäste durch die Ausstellung. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Thomas Metz, Generaldirektor der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE), führt Ministerpräsidentin Malu Dreyer und die Festgäste durch die Ausstellung. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Archäologische Schätze an Rhein und Mosel“ eröffnet, die zu Ehren des 70-jährigen Jubiläums der Landesarchäologie Rheinland-Pfalz im Landesmuseum bis in den Herbst zu sehen sein wird. „Mit ihr dokumentiert die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz 70 Jahre Landesarchäologie als ganz eigene Spurensuche und Beitrag zum 70. Geburtstag des Landes Rheinland-Pfalz, das so unglaublich reich an Geschichte und reich an archäologischen Schätzen ist. Mein Dank gilt den Kolleginnen und Kollegen der Direktionen und Stabsstellen der GDKE sowie den Ausstellungsgestaltern um Frau Koppenhöfer für ihr großes Engagement bei der Realisierung dieser Ausstellung“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Der vom Internationalen Museumsrat (ICOM) jährlich im Mai weltweit ausgerufene Tag macht auf die Bedeutung und Vielfalt der Museen aufmerksam. In Deutschland wird der Internationale Museumstag maßgeblich von den Stiftungen und Instituten der Sparkassen-Finanzgruppe unterstützt und vom Deutschen Museumsbund und ICOM Deutschland in enger Kooperation mit den Museumsorganisationen und Beratungsstellen auf Bundesebene und in den Ländern umgesetzt. Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass der Internationale Museumstag erneut ein großer Erfolg werden wird. Mit Sonderführungen, Workshops, Aktionen, Vorträgen, einem Blick hinter die Kulissen und Museumsfesten vermitteln die Museen einen Einblick in ihre Arbeit und bieten den Besuchern ein vielfältiges Programm.

Prof. Dr. Eckart Köhne, Präsident des Deutschen Museumsbunds e. V. oto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Prof. Dr. Eckart Köhne, Präsident des Deutschen Museumsbunds e. V. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

„Das Ziel des internationalen Museumstages ist eben, auf die Bedeutung und die thematische Vielfalt der mehr als 6500 Museen in Deutschland und der Museen weltweit aufmerksam zu machen“, betonte Prof. Dr. Eckart Köhne, Präsident des Deutschen Museumsbunds e. V.
Als lebendige Foren der Geschichte, bieten Museen die Möglichkeit Museumsobjekten als Zeugen einer anderen Kultur oder Zeit zu begegnen. Denn jedes Objekt trägt Spuren, hat eine Geschichte und gibt Anlass für Erzählungen. Eine Stimme erhalten die Exponate im Museum. In Führungen, Sammlungen und Ausstellung kommen sie zu Wort, lenken den Blick auf Themen, denen man mitunter lieber aus dem Weg geht, bringen möglicherweise Verdecktes an den Tag und sparen auch die Schattenseiten der Geschichte und Gegenwart nicht aus.

 Prof. Dr. Beate Reifenscheid-Ronnisch, Präsidentin von ICOM Deutschland – Deutsches Nationalkomitee des Internationalen Museumsrates. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Prof. Dr. Beate Reifenscheid-Ronnisch, Präsidentin von ICOM Deutschland – Deutsches Nationalkomitee des Internationalen Museumsrates. Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

„Die Museen haben viel viel mehr Aufgaben als sie das vielleicht vor 20, 30 Jahren noch hatten. Da waren sie wirklich diese Orte des Sammelns, Bewahrens und eben auch ein bisschen Vermittlung,“ unterstrich Prof. Dr. Beate Reifenscheid-Ronnisch, Präsidentin von ICOM Deutschland – Deutsches Nationalkomitee des Internationalen Museumsrates. Heute stünde viel stärker die Vermittlung im Fokus, was natürlich auch hieße, zu fragen: „Was will ich eigentlich mit einem Museum oder mit Sammlungsobjekten vermitteln? Wer sucht aus, was ausgestellt wird? Wer legt das thematisch fest? Welches Objekt bekommt welche Deutungshoheit?“, so Prof. Reifenscheid-Ronnisch. Und was bedeute es, wenn man ein Objekt hat, das durch die Zeiten hinweg gehändelt wird und jeweils andere Perspektiven bekommen kann. Welche Perspektive sei die gültige? Gäbe es überhaupt eine gültige oder gäbe es viele mögliche oder mehrere zu einer bestimmten Zeit?, fragte die Präsidentin, und ist sich sicher, dass Deutung und Rezeption der Exponate auch der Wahrnehmung unterworfen sind, womit sie auch auf die neue Landesausstellung „vorZeiten – Archäologische Schätze an Rhein und Mosel“ zielte. „Ich glaube, das werden Sie nachher in der großen Landesausstellung ganz sicher sehen, weil Archäologie uns nicht unbedingt ganz nah ist. Die Objekte mögen zu uns sprechen, aber das was wir sehen, ist sicher nicht nur die Oberfläche, und da bedarf es natürlich der multiperspektivischen Wahrnehmung!“, so Prof. Reifenscheid-Ronnisch, die auch auf die gewachsene Verantwortung der Museen hinwies. „Das ist eben die Verantwortung der tatsächlichen Wissenschaft, die Verantwortung der Vermittlung, und zwar durch alle Bürgerschichten hindurch und durch alle Altersstufen, und natürlich auch mit Menschen, die möglicherweise bis dato weitgehend vom Museum ausgegrenzt wurden. Es geht also immer mehr darum, wirklich jedem das Museum auf unterschiedlichsten Ebenen der Verantwortung nahezubringen.“, so Prof. Reifenscheid-Ronnisch.

Dr. Stefan Korbach, Mitglied des Vorstandes der SV-Sparkassenversicherung mit Sitz in Wiesbaden Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Dr. Stefan Korbach, Mitglied des Vorstandes der SV-Sparkassenversicherung mit Sitz in Wiesbaden Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Dr. Stefan Korbach, Mitglied des Vorstandes der SV-Sparkassenversicherung mit Sitz in Wiesbaden, betonte, dass die Sparkassenversicherungen als größter Kulturförderer nach der Öffentlichen Hand sich dieser Aufgabe gern stellten. Denn für sie seien Museen ganz wichtige Orte, weswegen sie ganz bewusst Parnter von Museen seien, insbesondere auch von Einrichtungen, die sich den Religionen widmeten.

 

 

Thomas Metz, Generaldirektor der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Thomas Metz, Generaldirektor der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Thomas Metz, Generaldirektor der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) leitet von der Eröffnung des 40. Internationalen Museumstags zur neuen Landesausstellung „vorZeiten. Archäologische Schätze an Rhein und Mosel“ über, die zu Ehren des 70-jährigen Jubiläums der Landesarchäologie Rheinland-Pfalz im Landesmuseum an diesem Tag ihre Tore öffnet. Der Generaldirektor gab einen kundigen Abriss über die einzigartige Ausstellung und dankte allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der GDKE und Landesarchäologie für diese großartige Leistung. „Ich bin stolz auf meine Mitarbeiter!“, so Metz. Seit nunmehr 70 Jahren sei es die Aufgabe der Landesarchäologie, den Bestand an erdgeschichtlichen und archäologischen Kulturdenkmälern zu erforschen, zu sichern und für kommende Generationen zu bewahren. Doch damit sei ihre Aufgabe nicht getan. Erdgeschichte und Archäologie, so Thomas Metz, gehören zum gemeinsamen historischen Erbe und seien Teil unserer Geschichte. Der längste Teil dieser Geschichte sei jedoch nur durch die Funde und Befunde im Boden erhaltener Überreste zu erschließen. Erst indem die Ärchäologie den Bodenfund wissenschaftlich untersuche und ihm so seine Informationen entlocke, bringe sie ihn zum Sprechen. Damit trage sie entscheidend zu Beantwortung der Fragen bei, die uns alle bewegten: Woher kommen wir?, Wer sind wir? Und „Wohin gehen wir?“

Minsterpräsidentin Malu Dreyer mit Dr. Dr. Axel von Berg, Landesarchäologe, Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, vor der Drachenstandarte aus dem Römerkastell Niederbieber.  Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Minsterpräsidentin Malu Dreyer mit Dr. Dr. Axel von Berg, Landesarchäologe,
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, vor der Drachenstandarte aus dem Römerkastell Niederbieber.
Foto:. D. v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Der Generaldirektor, der kurz die neun Schwerpunktthemen der Ausstellung, Erdgeschichte, Steinzeit, Bronzezeit, Eisenzeit, Römerzeit, Völkerwanderungszeit (Spätantike), Frühes Mittelalter, Mittelalter und Neuzeit, ansprach und besonders bei den Städten Trier und Mainz ins Schwärmen geriet, überraschte die Ministerpräsidentin und Gäste mit einem ungewöhnlichen Geschenk, einer „Drachenstandarte“ aus rotem Transparent-Papier. Diese Papier-Replik hatte die Museumspädagogik mit Kindern nach dem Vorbild des römischen Drachenkopfes gebastelt, der im Kastell Niederbieber/Neuwied gefunden wurde. Es ist eines der zahlreichen Highlights der Ausstellung „vorZeiten“, wovon sich Malu Dreyer und die Gäste beim anschließenden ersten Rundgang durch die Ausstellung gleich überzeugen konnten.

Wochenende der Reformation im Landesmuseum Darmstadt – 5. bis 7. Mai 2017

Lucas Cranach d. Ä., linke Seite des Diptychons mit dem Bildnis Martin Luthers, 1529 (Ausschnitt) Foto: Wolfgang Fuhrmannek, HLMD
Lucas Cranach d. Ä., linke Seite des Diptychons mit dem Bildnis Martin Luthers, 1529 (Ausschnitt)
Foto: Wolfgang Fuhrmannek, HLMD

Vom 5. bis 7. Mai lädt das Landesmuseum Darmstadt ein zum Wochenende der Reformation.

In Kooperation mit dem Projekt »Reformation 2017 ökumenisch« widmet das Hessische Landesmuseum Darmstadt dem großen Reformationsjubiläum 2017 ein ganzes Wochenende und stellt die Persönlichkeit Martin Luther ins Zentrum kunst- und kulturhistorischer Betrachtungen. Einige Kunstwerke aus den reichen Sammlungen des Hauses – darunter das bekannte Bildnis Martin Luthers von Lucas Cranach d. Ä. – werden in anregenden Themenführungen, Gesprächen und Vorträgen vertieft. Darüber hinaus können Sie sich auf selten gezeigte Filme, ein Konzert mit der »Capella Lutherana«, Worms, Weinverkostungen sowie ein attraktives Familienprogramm freuen.

Programm:
Freitag
5. Mai, 19.00 – 22.30 Uhr
Gastvortrag und Musik

19.00 Uhr
Begrüßung in der Haupthalle
mit Dr. Theo Jülich, HLMD
mit Ulrike Schmidt-Hesse, Dekanin, Evangelisches Dekanat Darmstadt-Stadt

19.15 Uhr
Musik aus der Reformationszeit – 1. Teil
mit der »Capella Lutherana«, Worms

19.45 Uhr
»Gewinner und Verlierer: Lucas Cranach und der Kunstmarkt der Reformationszeit«
Gastvortrag mit Prof. Dr. Dr. Andreas Tacke, Universität Trier

Pause
Ausschank von Getränken in der Haupthalle

21.30 Uhr
Musik aus der Reformationszeit – 2. Teil
mit der »Capella Lutherana«, Worms

Samstag
6. Mai, 11.00 – 22.00 Uhr
Führungen, Vorträge, Filme

11.30 Uhr
»Luther finden – Spuren der Reformation im HLMD«
Themenführung mit Hannes Pflügner, M. A.

13.00 Uhr
Filmvorführung – »Martin Luther«
1. Teil, 1983, DDR, mit Ulrich Thein, Regie: Kurt Veit, 90 Min.
im Vortragssaal

14.00 Uhr
»Reliquien Verehrung in vorreformatorischer Zeit«
mit Dr. Theo Jülich, HLMD

15.00 Uhr
Dialogische Führung »Das Religionsgespräch in Marburg« von August Noack, 1867
mit Dr. Klaus-D. Pohl, HLMD und David Schnell (Theologe)

16.00 Uhr
Filmvorführung – »Martin Luther«
4. Teil, 1983, DDR, mit Ulrich Thein, Regie: Kurt Veit, 90 Min.
im Vortragssaal

17.00 Uhr
»Luther finden – Spuren der Reformation im HLMD«
Themenführung mit Jürgen Erzgräber

18.30 Uhr
»Reformation in Darmstadt«
Vortrag von Dr. Peter Engels, Stadtarchiv Darmstadt
im Vortragssaal

ab 19.30 Uhr
Weine und Speisen wie zu Luthers Zeiten
im Café Rodenstein (bei schönem Wetter in den Höfen des HLMD)
Ab 20.00 Uhr schließt das Museum, bitte nutzen Sie dann den Eingang über das Museumscafé.

Sonntag
7. Mai, 11.00 – 19.00 Uhr
Familienprogramm

11.30 Uhr
Lucas Cranachs d. Ä. »Bildnis des Kardinals Albrecht von Brandenburg« (1525)
mit Einführung zur Aktion »Bildgeschichten«
Familienausflug zur Kunst und Kultur
mit Dagmar Boltze, M. A.

13.00 Uhr
»Luther finden – Spuren der Reformation im HLMD«
Themenführung mit Hannes Pflügner, M. A.

14.00 Uhr
Lucas Cranachs d. Ä. »Bildnis des Kardinals Albrecht von Brandenburg« (1525)
mit Einführung zur Aktion »Bildgeschichten«
Familienausflug zur Kunst und Kultur
mit Eva Nebhuth, M. A.

14.30 Uhr
»Martin Luther und die Musik«
Kleiner Vortrag mit Musikbeispielen
mit Dr. Lothar Jahn, Musikwissenschaftler, Hofgeismar
im Vortragssaal

15.00 Uhr
Jugendliche als Kulturvermittler/Museumsguides über Martin Luther
mit N. N.
Leitung: Lars Harres (Naturwissenschaften),
Margit Sachse (Geschichte), Dr. Simone Twiehaus (Kunst)

16.00 Uhr
Lucas Cranachs d. Ä. »Bildnis des Kardinals Albrecht von Brandenburg« (1525)
mit Einführung zur Aktion »Bildgeschichten«
Familienausflug zur Kunst und Kultur
mit Vera Seyfarth

16.00 Uhr
Auftritt der »Jugend-Jazz Band«
(bei schönem Wetter im Römischen Hof)
mit Katarina Ott (Gesang), Josh Gebhardt (Bass), Henry Rehberg (Klavier),
Florian Spamer (Bass), Samuel Billger (Schlagzeug)

17.00 Uhr
Filmvorführung – »Martin Luther«
2003, USA, D, GB, mit Joseph Fiennes
Sir Peter Ustinov, Regie: Eric Till, 118 Min
im Vortragssaal

Alle Veranstaltungen am 6. und 7. Mai 2017 kostenfrei, lediglich Museumseintritt,
max. 25 Teilnehmer an den öffentlichen Führungen und Familienausflügen, Teilnahmekarten für Führungen und Familienausflüge am Veranstaltungstag an der Museumskasse, keine Vorreservierung möglich

Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren haben freien Eintritt.

Treffpunkt für öffentliche Führungen und Familienausflüge: Haupthalle

goEast liebt 35mm-Film! 21 Lang- und 13 Kurzfilme werden im Rahmen der 17. Festivaledition analog projiziert

goe-eastAls Projekt des Deutschen Filminstituts, das 1949 gegründet wurde und damit das älteste filmwissenschaftliche Institut der Bundesrepublik ist, steht goEast seit der Festivalgründung im Jahr 2001 für die Würdigung und angemessene Präsentation der Filmgeschichte(n) der Staaten Mittel- und Osteuropas. Diese ist Teil gleich mehrerer der goEast-Festivalsektionen, insbesondere jedoch des jährlichen goEast Symposiums und der Hommage.

2017 werden die Mehrzahl der Filme des Symposiums Feministisch wider Willen: Filmemacherinnen aus Mittel- und Osteuropa und alle Filme der Hommage an die ungarische Regisseurin Márta Mészáros im 35mm-Format gezeigt: insgesamt 21 Lang- und 13 Kurzfilme. In Wiesbaden ist goEast in der glücklichen Lage, gleich zwei Kinos zu seinen Festivalspielstätten zählen zu können, die für eine analoge Projektion – auch von wertvollen Archivkopien – ausgestattet sind: die Caligari FilmBühne und das Murnau-Filmtheater.

goEast ist auch in seiner 17. Festivalausgabe sehr daran gelegen, seinem Publikum Filmgeschichte in ihrer analogen Aufführungspraxis zu präsentieren – als 35mm-Projektion im Kino.

 

„Von der 12. auf die 13. Festivalausgabe, also vom Jahr 2012 auf das Jahr 2013, haben wir die vollständige Umstellung der aktuellen Filmproduktion und deren Vorführpraxis vom Analogen ins Digitale mitgemacht. Bei der Recherche nach Kopien für unsere Programme mit Filmen, die vor dieser Zeit entstanden sind, suchen wir gezielt nach guten und vorführbaren analogen Filmkopien und ziehen diese Kopien in der Regel den digitalisierten Fassungen vor. Nicht immer sind Archive inzwischen bereit, uns dieses Material für unsere Vorführzwecke zu leihen. Wir sind aber „hartnäckig“, so Festivalleiterin Gaby Babić: „Es kommt mitunter sogar vor, dass wir besondere Gebühren für das Entleihen einer analogen Kopie zahlen, die wir für die digitale Kopie nicht zahlen müssten. Uns wird immer stärker bewusst, dass wir als Festival aktiv dazu beitragen und auch einfordern müssen, die kulturelle Praxis des analogen Films zu retten. Wir sind auch ein Ort dieser analogen Seh- und Wahrnehmungsschule.“

Beachtenswert ist, dass die Mehrzahl der diesjährigen Symposiums-Filme und der Großteil des Werks von Mészáros – trotz der internationalen Bedeutung dieser Regisseurinnnen – noch nicht digitalisiert sind. Dies wären neben der Sicherung des analogen Ausgangs-Materials ebenso nötige Schritte.

goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films wird vom Deutschen Filminstitut veranstaltet und von zahlreichen Partnern unterstützt: Hauptförderer sind das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, die Landeshauptstadt Wiesbaden, die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ), der Kulturfonds Frankfurt RheinMain, die Robert Bosch Stiftung, ŠKODA AUTO Deutschland, die BHF-BANK-Stiftung, die Adolf und Luisa Haeuser-Stiftung für Kunst und Kulturpflege, das Auswärtige Amt, der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds, die Stadt Eschborn, die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit und Krušovice. Medienpartner sind u.a. 3sat, die FAZ und hr-iNFO.

„Aardman Late Night“ Zum Abschluss öffnet die erfolgreiche Sonderausstellung des Deutschen Filmmuseums bis spät in die Nacht!

Foto: Diether v. Goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow

Aardman Late Night:
Sonderausstellung öffnet im Endspurt extra lange
Donnerstag, 26., bis Samstag, 28. Januar, 10 24 Uhr
Abendführungen, Gewinnspiel und Rabattaktion im Museumsshop

Mehr als 60.000 Besucherinnen und Besucher hat die Sonderausstellung Die Kunst von Aardman bereits ins Deutsche Filmmuseum gelockt. Bevor Wallace & Gromit, Shaun das Schaf & Co. am Montag, 30. Januar, in ihre britische Heimat zurückkehren, bedankt sich das Haus mit extra langen Öffnungszeiten und zusätzlichen Führungen:

Von Donnerstag, 26., bis Samstag, 28. Januar, ist die Ausstellung von
10 bis 24 Uhr geöffnet. Die letzte Gelegenheit haben Besucher/innen am Sonntag, 29. Januar, von 10 bis 18 Uhr.

Schäfchen zählen und gewinnen
Wer herausfindet, wie viele Knetschafe in der Ausstellung zu finden sind,
gewinnt mit etwas Glück einen Shaun aus Plüsch!

Shaun das Schaf im Angebot
Von Freitag, 26. Januar, bis zum Ausstellungsende am Sonntag, 29. Januar, sind Aardman-Artikel wie die beliebten Plüschschafe im Museumsshop zum reduzierten Preis zu haben.
Es gibt 20 Prozent Nachlass auf alle Aardman-Artikel, ausgenommen sind Filme (DVD/Blu-Ray) sowie der Ausstellungskatalog.

Führungen (im Eintrittspreis enthalten):
Donnerstag, 26. Januar, 18:00 und 20:00 Uhr
Samstag, 28. Januar: 15:00, 18:00 und 20:00 Uhr

Eintrittspreise:
7,00€ (ermäßigt 5,00€, Schüler/innen 4,00€)

Bereits seit mehr als 40 Jahren begeistern die Figuren der britischen Animationsfilmkünstler bei Aardman Animations ihre Fans. Das Deutsche Filmmuseum stellt seit dem 12. Juni 2016 ihr Schaffen in einer bild- und modellreichen Ausstellung vor, die das Publikum über alle Altersgruppen hinweg begeistert. Es ist die erste große Ausstellung in Deutschland über die Arbeit des Studios. Seine Knettrickfilme sind nicht nur Oscar®-gekrönte Publikumsmagnete, sondern auch internationale Vorreiter einer modernen Interpretation sowie Auslöser einer regelrechten Renaissance traditioneller Knetfiguren-Animationsverfahren im Zeitalter der Digitalisierung.

Im Anschluss an Eröffnungsfeierlichkeit der Frankfurter Buchmesse eröffnen König Willem Alexander u. Philippe mit Königin Mathilde den Ehrengast-Pavillon Flandern & die Niederlande

Eingang zum Ehrengast-Pavillon Flandern & Niederlande auf der 68. Frankfurter Buchmesse. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Eingang zum Ehrengast-Pavillon Flandern & Niederlande auf der 68. Frankfurter Buchmesse. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Im Anschluss an die Eröffnungsfeierlichkeiten zur 68. Frankfurter Buchmesse im Kongress-Center eröffneten  Ihre Majestäten König Willem-Alexander und Philippe König der Belgier zusammen mit Königin Mathilde den diesjährigen Ehrengast-Pavillion Flandern und Niederlande im Forum Buchmesse in Frankfurt.

Erfolgsautor Arnon Grünberg und die flämische Dichterin Charlotte Van den Broeck. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Erfolgsautor Arnon Grünberg und die flämische Dichterin Charlotte Van den Broeck. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Die Festrede zur Eröffnung um 17 Uhr hatten der niederländische Erfolgsautor Arnon Grünberg und die flämische Dichterin Charlotte Van den Broeck in Anschluss an die Eröffnungsansprachen gehalten.

Begleitet wurde die Delegation vom Ministerpräsidenten der flämischen Regierung, Geert Bourgeois, von der niederländischen Kulturministerin Jet Bussemaker und dem flämischen Kulturminister Sven Gatz.

Das Meer ist was wir, Deutschland mit den Niederlanden und Flandern teilen. Wer in den Pavillon kommt, kann sich dort ausruhen und auf Wunsch ein Gedicht vorlesen lassen, oder in den zahlreichen Bereichen "Atelier", "Theater", "Collateralroom" und hinter dem Meereshorizont Bücher anschauen. Ehrengast-Pavillon Flandern & Niederlande auf der 68. Frankfurter Buchmesse. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Das Meer ist was wir, Deutschland mit den Niederlanden und Flandern, teilen. Wer in den Pavillon kommt, kann sich dort ausruhen und auf Wunsch ein Gedicht vorlesen lassen, oder in den zahlreichen Bereichen „Atelier“, „Theater“, „Collateralroom“ und hinter dem Meereshorizont Bücher anschauen. Ehrengast-Pavillon Flandern & Niederlande auf der 68. Frankfurter Buchmesse. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Unter dem Motto „Dit is wat we delen“ („Dies ist, was wir teilen“) präsentieren Flandern und die Niederlande  ein umfangreiches literarisches und kulturelles Ehrengast-Programm auf der Frankfurter Buchmesse selbst und auf verschiedenen Podien der Stadt. Hier sind bis zum 23. Oktober 99 Schriftsteller aller Genres, Virtual Reality-Präsentationen, Ausstellungen über Kunst, Design, Architektur, Theater- und Filmfestivals und literarische Gespräche vor großem Publikum zu erleben.

Herzstück des Programms ist der 2.300 m2 große Ehrengast-Pavillon, dessen Gestaltung von der Nordsee mit ihrem weiten Horizont inspiriert wurde. Täglich laden hier von 9 bis 19 Uhr u.a. ein Theater, ein Atelier, ein Kino, Virtual Reality-Installationen, Ausstellungen und die „Books on“-Präsentation der Frankfurter Buchmesse mit über 700 Büchern aus und über Flandern und die Niederlande zu einer Begegnung mit dem Ehrengast ein.
Bei einer Happy Hour kann man hier ab 17 Uhr mit vielen Autoren und den Organisatoren in Kontakt kommen und die Gespräche abends im flämisch-niederländischen Gastlandcafé im Mousonturm fortsetzen.

Weitere Höhepunkte auf der Buchmesse ist das Programm auf der Agora, wo das „Grünberg Lab“, das „Kinky & Cosy Experience“, Film- und Virtual Reality-Darbietungen, „Bücherärzte“ und „Posieflüsterer“ neue Erfahrungen versprechen.

Ihre Majestäten Willem von Niederlande, König Philippe (hier nicht mehr zu sehen), Frau Paola mit Hut (r.) informierten sich intensiv über die heutigen Herstelltechniken von Zeischriften im Atelier. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Ihre Majestäten Willem von Niederlande, König Philippe (hier nicht mehr zu sehen), Frau Mathilde mit Hut (r.) informierten sich intensiv über die heutigen Herstelltechniken von Zeischriften im Atelier. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Im „Atelier“ können Besucher einem Team aus flämischen und niederländischen Illustratoren und Graphic Novelists bei der Herstellung einer brandneuen Ausgabe der Zeitschrift „Parade“ über die Schultern schauen.

König Philippe von Belgien (r.) u. Frau Paola, bedanken sich für die Demonstation im Atelier. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
König Philippe von Belgien (r.) u. Frau Mathilde, bedanken sich für die Demonstation im Atelier. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Hier hatten sich bei der Eröffnung ihre Majestäten Willem der Niederlande und Philippe mit Gattin Mathilde von Belgien genau über die Herstellschritte einer Zeitschrift und die heute möglichsten neuesten digitalen Möglichkeiten der Produktion informiert.

In Halle 5.0 kann man Verlegern aus Flandern und den Niederlanden sowie Vertretern der Flämischen und der Niederländischen Stiftung für Literatur begegnen. Zudem hält hier die CB Lowlands Stage ein umfangreiches Programm für Präsentationen rund um die Ehrengast-Literatur und den Buchmarkt bereit.

Mit 467 Neuerscheinungen aus und über Flandern und die Niederlande, darunter 306 literarische Übersetzungen aus den Genres Belletristik, Sachbuch, Poesie, Kinder- und Jugendliteratur und Graphic Novel, bricht der Ehrengast alle Rekorde. Nie zuvor wurde so viel Literatur aus dem Niederländischen ins Deutsche übersetzt. Deutschland ist für die niederländischsprachige Literatur mit Abstand das wichtigste Exportland – zudem sind deutsche Übersetzungen häufig ein Sprungbrett in andere Sprachräume.

Landesmuseum Mainz thematisiert Wandel des Stadtbildes

Stadtansicht von 1965 © Landesmuseum Mainz
Stadtansicht von 1965 © Landesmuseum Mainz

Immer wieder verändern Zerstörung, Wiederaufbau und Modernisierung das Gesicht einer Stadt grundlegend. Historische Bausubstanz und moderne Strukturen stoßen mitunter hart aufeinander. Das führt gelegentlich zu kontroversen Diskussionen in der Bevölkerung. Grund genug für die Architektenkammer und die GDKE, sich in den nächsten Wochen intensiv mit Fragestellungen zur Stadtplanung, -entwicklung, -gestaltung und Denkmalpflege im Mainzer Stadtbild zu beschäftigen.

Im Rahmen der Sonderausstellung „Mainz – ein Blick, viele Ansichten“ starten im Oktober dazu drei Gesprächsrunden. Die Reihe beginnt am 4. Oktober mit dem Thema „Wiederaufbau der Nachkriegszeit: Bewahrung – Brüche – Wandlungen“. Unter der Moderation von Thomas Metz, Generaldirektor der GDKE, wird zunächst Prof. Dr. Werner Durth von der TU Darmstadt einen Impulsvortrag halten. Danach diskutieren mit ihm die Landeskonservatorin Dr. Roswitha Kaiser, Prof. Dr. Regina Stephan von der Hochschule Mainz und der Zeitzeuge Prof. Hellmut Kanis über die teils umstrittenen Kontraste zwischen Alt und Neu, die im Zuge des Wiederaufbaus durch schnelle Notlösungen, durch die Bewahrung historischer Bauten und durch den Aufbruch in die Moderne entstanden sind.

Unter dem Motto „Attrappenkult: Rekonstruktionen – wiedergewonnene oder gefälschte Geschichte?“ wird am 11. Oktober zunächst die Landeskonservatorin Dr. Roswitha Kaiser den Impulsvortrag präsentieren, anschließend diskutiert sie mit der Frankfurter Architektin Astrid Wuttke, dem Historiker und Ingenieur Björn Wissenbach sowie dem Denkmalpfleger Hartmut Fischer die Fragen: Sind Rekonstruktionen ein legitimes Mittel der Stadtsanierung, um Lücken zu schließen und eine menschlichere Stadt zu gestalten? Oder wird hier lediglich eine heile Welt vorgespielt, die so nie existiert hat? Die Moderation übernimmt Dr. Martin Bredenbeck vom Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, Köln.

Abgeschlossen wird die Gesprächsreihe am 25. Oktober mit dem Thema „Bunt wie das Leben? Farbe in der historischen Stadt“. Professor Gerhard Meerwein wird nach seinem Impulsvortrag in die Diskussion einsteigen. Mit Prof. Markus Schlegel von der Hochschule Hildesheim, Dr. Georg Peter Karn von der Landesdenkmalpflege und Sabine Guttmann vom Stadtplanungsamt Frankfurt diskutiert er unter der Moderation von Annette Müller M.A., Architektenkammer Rheinland-Pfalz, über die Fragen: Sollen sich Fassaden harmonisch in das Gesamtbild einfügen oder sind sie berechtigter Ausdruck individueller Freiheit? Und welche Bedeutung hat der historische Farbkanon in einer gewachsenen Stadt?

„Auf all diese Fragen gibt es häufig unterschiedliche Positionen“, erklärt Generaldirektor Thomas Metz: „Vielmehr sollen unterschiedliche Blickwinkel vorgestellt und diskutiert werden. Die historische Erfahrung sowie die Bedeutung dieser Themen für unsere Zeit sollen im Zentrum der Gesprächsrunden stehen.“

Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Die Veranstaltungen finden jeweils dienstags am 4., 11. und 25. Oktober um 18 Uhr im Forum des Mainzer Landesmuseums statt. Der Eintritt ist frei.

GENERALDIREKTION KULTURELLES ERBE RHEINLAND-PFALZ
Landesmuseum Mainz
Große Bleiche 49-51
55116 Mainz

Julius-Campe-Preis 2016 geht an Netzwerk der Literaturhäuser

literaturhaus-netDer Julius-Campe-Preis, den der HOFFMANN UND CAMPE Verlag 2016 verleiht, geht in diesem Jahr an das Netzwerk der Literaturhäuser.

Die Auszeichnung gilt Persönlichkeiten und Institutionen, die sich auf herausragende Weise literaturkritische und literaturvermittelnde Verdienste erworben haben. Der Preis ist mit 99 Flaschen edlen Weins und des bei HOFFMANN UND CAMPE erschienenen Faksimiles der Französischen Zustände Heinrich Heines dotiert.

Die Verleihung erfolgt am Freitag, 21. Oktober 2016 im Haus des Buches während der Frankfurter Buchmesse.

Die Laudatio hält der Schriftsteller Hanns-Josef Ortheil.

Daniel Kampa, Verleger von Hoffmann und Campe:

»Literatur ist vielerorts zu Hause. Zu den schönsten Orten gehören sicherlich die Literaturhäuser in Basel, Berlin, Göttingen, Graz, Hamburg, Köln, Leipzig, Rostock, Salzburg, Stuttgart, Wien, Wiesbaden und Zürich, die heute das seit 2008 bestehende Netzwerk literaturhaus.net bilden.

Als Treffpunkt für Autoren, Leser und Literaturinteressierte sind Literaturhäuser eine wertvolle und unverzichtbare Einrichtung im Kulturleben jeder Stadt. Sie bieten der Literatur eine prominente Bühne für Begegnungen und Inspirationen. Hier wird das Lesen zum Ereignis, hier werden Bücher lebendig. Wenn – wie Cicero einst sagte – »ein Haus ohne Bücher wie ein Körper ohne Seele« ist, sind es die Literaturhäuser, die in vielen Städten die Seele der Bücher zum Schwingen bringen.

Das Netzwerk der Literaturhäuser dient dem Austausch von Erfahrungen, Konzepten und Kontakten und leistet so einen essenziellen Beitrag zur fortwährenden Weiterentwicklung und Neuerfindung dieser so wichtigen Institution. Mit gemeinsamen Projekten, Veranstaltungen, Werbeaktionen, der Initiative »Junges Literaturhaus« und dem »Preis der Literaturhäuser« hat das Netzwerk seit seiner Gründung die Ausstrahlungskraft der Literaturhäuser als Zentren des literarischen Lebens und der Literaturvermittlung enorm gesteigert. Die Arbeit und Wirkung des Netzwerks Literaturhaus kann daher nicht hoch genug gewürdigt werden.«

Mit der Verleihung des Julius-Campe-Preises 2016 ehrt der Hoffmann und Campe Verlag das Netzwerk der Literaturhäuser für die Verdienste um die deutsche Literatur.

Im Netzwerk der Literaturhäuser, 2008 aus einem losen Zusammenschluss zahlreicher deutschsprachiger Literaturhäuser als Verein hervorgegangen, entwickeln und veranstalten 14 Literaturhäuser in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit verschiedenen Partnern internationale Projekte wie Länderschwerpunkte, bilaterale Stadtschreiberprojekte, Plakataktionen wie »Poesie in die Stadt« und Veranstaltungsreihen, zuletzt »Fragile. Europäische Korrespondenzen«.

Das Netzwerk ermöglicht es, Erfahrungen und Kontakte auszutauschen und über gemeinsame Projekte und Mittelakquisition im deutschsprachigen Raum als Literaturvermittler zu wirken. Die inzwischen auch international anerkannte »Marke« Literaturhaus soll gestärkt werden. Ziel ist es, zu zeigen, wie es auch im digitalen Zeitalter möglich ist, deutschsprachige und internationale Gegenwartsliteratur zeitgemäß und innovativ zu verbreiten. Viele der Mitglieder stärken unter dem Label »Junges Literaturhaus« die Kinder- und Jugendliteratur.

Außerdem wird jährlich der Preis der Literaturhäuser verliehen. Mit diesem Preis werden Autorinnen und Autoren ausgezeichnet, die sich um originelle Lesungskonzepte bemühen und Abende in den Literaturhäusern zu unvergesslichen Live-Erlebnissen machen. Zu den Preisträgern zählen etwa Peter Kurzeck, Judith Schalansky, Feridun Zaimoglu, Elke Erb, Sibylle Lewitscharoff, Nicolas Mahler, Ilija Trojanow oder 2016 Ulf Stolterfoht. Medienpartner des literaturhaus.net ist ARTE. Weitere Informationen unter www.literaturhaus.net.

Der Laudator Hanns-Josef Ortheil wurde 1951 in Köln geboren. Er ist Schriftsteller, Pianist und Professor für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Seit vielen Jahren gehört er zu den bedeutendsten deutschen Autoren der Gegenwart. Sein Werk wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Thomas-Mann-Preis, dem Nicolas-Born-Preis, dem Stefan-Andres-Preis und zuletzt dem Hannelore-Greve-Literaturpreis. Seine Romane wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt.

Der Preis ist benannt nach Julius Campe (1792 – 1867), der zu den größten Verlegern der deutschen Geschichte zählt. Als Entdecker von Heinrich Heine und als mutiger Förderer der Autoren des »Jungen Deutschlands« wurde er zum Inbegriff des idealistischen Verlegers, der literarische Entdeckungsfreude mit gesellschaftlichem Engagement vereint.

Die Julius-Campe-Preisträger der vergangenen Jahre waren:

2015: Denis Scheck
2014: Buchhandlungskooperation 5 plus
2013: Felicitas von Lovenberg
2012: Petra Roth
2011: Roger Willemsen
2010: Elke Heidenreich
2009: Elisabeth Niggemann
2008: Wendelin Schmidt-Dengler (posthum)
2007: Klaus Reichert
2006: Michael Naumann
2005: Jan Philipp Reemtsma
2004: Joachim Kaiser
2003: Heinrich Detering
2002: Martin Walser

Kriegsgräberstätten als markante Erinnerungsmale sollen in Rheinland-Pfalz bis 2018 erfasst werden

(vli.) Geschäftsführer der VDK, Diego Voigt, Projektbeauftragte Katharina Kreuzarek, der Landesvorsitzende der VDK Rheinland-Pfalz, Michael Hörter, Generaldirektor der GDKE, Thomas Metz, Leiterin des Fachbereichs Inventarisierung der Landesdenkmalpflege, Dr. Doris Fischer, Kulturpflege Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, Stefanie Hahn und Dr. Georg Peter Karn von der Landesdenkmalpflege. Foto: Diether v. Goddenthow  © massow-picture
Auf einer Pressekonferenz im Erthaler Hof, Mainz, wurde heute das neue Gemeinschaftsprojekt von GDKE und VDK vorgestellt, dessen Ziele nach der Erfassung und Neubewertung der rund 800 Kriegsgräberstätten in Rheinland-Pfalz unter anderem sein werden: Herausgabe einer Buchpublikation, Entwicklung einer Wanderausstellung bis 2019 zum 100jährigen Jubiläum des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge  und Ausbau 10 ausgesuchter Kriegsgräberanlagen für pädagogische Zwecke.Geschäftsführer der VDK, Diego Voigt, Projektbeauftragte Katharina Kreuzarek, der Landesvorsitzende der VDK Rheinland-Pfalz, Michael Hörter, Generaldirektor der GDKE, Thomas Metz, Leiterin des Fachbereichs Inventarisierung der Landesdenkmalpflege, Dr. Doris Fischer, Kulturpflege Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, Stefanie Hahn und Dr. Georg Peter Karn von der Landesdenkmalpflege. Foto: Diether v. Goddenthow © massow-picture

 

 

Historische Friedhöfe und Gedenkstätten in Rheinland-Pfalz sollen neu erfasst werden

Beispiel einer Kriegsgräberanlage "Dahner-felsenkabd"
Beispiel einer Kriegsgräberanlage „Dahner-felsenkabd“

In Rheinland-Pfalz erinnern rund 800 historische Friedhöfe und Gedenkstätten an die zahlreichen Opfer, die den Kriegen des 20. Jahrhunderts zum Opfer fielen. Im Rahmen eines gemeinsamen Projektes der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) und des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge (VDK) werden diese Kriegsgräberstätten nun erfasst, dokumentiert und unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten neu bewertet.

Der Denkmalpfleger Dr. Ewald Wegner, der 2012 verstarb, hat diese Inventarisierung bereits bei rund einem Drittel der 800 Anlagen vorgenommen. Um diese Arbeit fortzuführen, haben die GDKE und der VDK Ende 2015 einen Kooperationsvertrag unterschrieben. Die Ergebnisse des Projekts sollen 2018 – 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs – der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Geplant sind darüber hinaus eine Wanderausstellung sowie eine Publikation. Zudem sollen einige, besonders markante Kriegsgräberstätten ausgewählt und pädagogisch aufgearbeitet werden, sodass sie beispielsweise im Schulunterricht thematisiert werden können.

Die Erfassung und Dokumentation der Kriegsgräberstätten wird von Katharina Kreuzarek durchgeführt, für die denkmalpflegerische Bewertung ist die Leiterin des Fachbereichs Inventarisierung der Landesdenkmalpflege, Dr. Doris Fischer, verantwortlich. Die Publikation und die Wanderausstellung werden von VDK und GDKE gemeinsam konzipiert.