Kategorie-Archiv: Allgemein

Grafikdesign Denken Sprechen Eine digitale Plattform zu Grafikdesign von angewandter bis freier Kunst

Grafikdesign Denken Sprechen ist ein Projekt der Abteilung Buchkunst und Grafik des Museum Angewandte Kunst Frankfurt, initiiert von Dr. Eva Linhart. Die Plattform entsteht in Kooperation mit dem Bureau Sandra Doeller und Liebermann Kiepe Reddemann, unterstützt von Willkie Farr & Gallagher LLP.
https://grafikdesigndenkensprechen.com

Donnerstag, 11. Februar 2021: Erstes Einstiegsthema wird veröffentlicht Grafikdesign durchdringt heute alle Lebensbereiche: von Beipackzetteln für Medikamente, Layouts von Büchern, Zeitschriften und Internet-Auftritten, über Logos auf Knöpfen, T-Shirts und Tragetaschen bis hin zum Plakat. Grafikdesign steuert mehr denn je unsere Informations- und Kommunikationskultur. Es begleitet damit nicht nur die Erscheinungsweise unseres Lebens, sondern bedingt unsere Wirklichkeit wesentlich mit. Grafikdesign gibt all dem, worüber sich die Mehrheit heute austauscht, ein Aussehen. Angesichts der allseitigen Präsenz von Grafikdesign stellt sich die Frage, ob wir seiner Wirkungsmacht gerecht werden, wenn wir es als eine ausschließlich formale Angelegenheit bewerten. Wie können wir die intentionale Bildlichkeit von Grafikdesign zwischen freien und angewandten Kunstanspru chen denken und seine gesellschaftliche Verantwortung angemessen einordnen? Im Rahmen des dreijährigen Projekts Grafikdesign Denken Sprechen werden Persönlichkeiten aus Theorie und Praxis eingeladen, um über Grafikdesign ins Gespräch zu kommen. Das Medium ist eine Website, die Fragestellungen und Themen aus verschiedenen Perspektiven dynamisch aufnimmt und weiterführt. Der Fokus liegt auf Bewertungskriterien und der Frage, welchen Stellenwert wir mit unserem Denken und Sprechen Grafikdesign einräumen. Im Ergebnis entsteht nach und nach eine Sammlung zu Kriterien von Grafikdesign, die seine aktuelle Bedeutung reflektiert und damit zum Diskurs anregt. Die Einstiegsthemen der Plattform werden ab 11. Februar 2021 im monatlichen Intervall, jeden zweiten Donnerstag, auf der Website eingeführt. Dient das Jahr 2021 in seiner ersten Phase zur Einführung und Beschreibung der Problematik, geht es 2022 mit verändertem Modus und neuem medial erweiterten Webauftritt in der Phase des Diskurses mit Beiträgen von Theoretiker:innen und Praktiker:innen verschiedener Disziplinen weiter. Die Auswertung davon ist für Dezember 2023 geplant.

Am 11. Februar wird die Thematik zur Frage online gehen, warum das Museum Angewandte Kunst und seine Abteilung Buchkunst und Grafik diesen Diskurs führen. Grafikdesign aus der Perspektive des Denkens und Sprechens, statt des gewohnten Zeigens und Sehens zu beleuchten, hat für das Museum Angewandte Kunst und seine Abteilung Buchkunst und Grafik im Wesentlichen zwei Gründe. Der eine betrifft das Museum, zu dessen Sammlungsauftrag Grafikdesign zählt. Zusammen mit anderen Grafikgattungen vom Mittelalter bis in die Gegenwart ordnet es – schon allein aufgrund der Museumsbezeichnung – Grafikdesign der angewandten Kunst zu. Der andere Grund hängt mit den Sammlungskriterien zusammen. Ihre Aufgabe ist es, die identitätsstiftenden Merkmale von Grafikdesign, die Spezifik seiner intentionalen Bildlichkeit im Kontext der Lebenspraxis, im Unterschied zur freien bildenden Kunst einerseits sowie zum Industriedesign andererseits zu fassen.

Es ist das Anliegen dieser Website als einer Plattform des Museum Angewandte Kunst im Sinne eines öffentlichen Aushandlungsorts, ein Bewusstsein für die Paramater zwischen freier bildender und angewandter Kunst zu schärfen: ihre kulturwissenschaftlichen Herleitungen und die damit verbundenen gesellschaftlichen Motivationen für die herkömmliche Einordnung von Grafikdesign als einer Gebrauchsgrafik, die Inhalten die Form gibt. Es geht darum, für den Sammlungs- und Ausstellungsauftrag des Museums eine begründete Interpretationsbasis zu entwickeln. Allein der Umstand, nach der eigenen Wirkungsmacht von Grafikdesign zu fragen und eine selbständige Betrachtungsweise zu fordern, ist bereits ein Schritt, der Unterordnung unter Kunst und/oder Design entgegenzuwirken.

Angesichts des Themas Grafikdesign führt die Website den Diskurs auch mit ihren eigenen grafisch-ästhetischen Mitteln fort. Ihre Bildlichkeit wird zum Motiv ihrer Argumentation: Neben der sich variierenden Schrift Times New Arial, veranschaulicht das Design der Website die wissenschaftliche Praxis des Archivierens in der Anmutung eines Zettelkastens oder einer Blattsammlung. Die Struktur des Projekts – Praxis und Theorie aufeinander zu beziehen – wird begreifbar. Der Archivgedanke knüpft an den Sammlungsgedanken des Museums und seine Lagerung der Objekte in Depots an. Das Museum als Möglichkeitsraum erweitert seine Interpretationskompetenz: Vom Sammeln von Objekten zum Sammeln von Auslegungspositionen. Spezialwissen vernetzt sich zu einer interdisziplinären Betrachtung, die herkömmliche Hierarchien entlarvt und Grafikdesign neu verortet.

Projektverlauf

Donnerstag, 11. Februar 2021 Warum führt das Museum Angewandte Kunst und seine Abteilung Buchkunst und Grafik diesen Diskurs?

Donnerstag, 11. März 2021 Warum und wie orientiert sich Grafikdesign an der Kunst? (Sandra Doeller und Eva Linhart im Gespräch)

Donnerstag, 8. April 2021 Warum strukturieren wir Grafikdesign in Form und Inhalt? Und was sind die Konsequenzen?

Donnerstag, 13. Mai 2021 Warum und wie trennen wir die Kunst in frei und angewandt?

Donnerstag, 10. Juni 2021 Was drückt der Begriff angewandte Kunst aus, was deckt er ab und warum ist er vor allem für das Urheberrecht relevant?

Donnerstag, 8. Juli 2021 Ist Grafikdesign keine Frage ästhetischer Urteile und damit Kunst als angewandte Kunst?

Donnerstag, 12. August 2021 Warum ist Grafikdesign anders als Industriedesign? (Eine Frage nach der Bildlichkeit)

Donnerstag, 9. September 2021 Warum ist Grafikdesign anders als bildende freie Kunst? (Eine Frage der kommunikativen Intentionalität seiner Bildlichkeit)

Donnerstag, 14. Oktober 2021 Warum ist die Präsenz von Grafikdesign das Ergebnis von „Gruppenarbeit“? (Die Wirkung von Grafikdesign ist stets das Ergebnis verschiedener Kompetenzen und daher eines Teams.)

Donnerstag, 11. November 2021 (Wie relevant ist die persönliche Handschrift für die Wirkung von Grafikdesign?)

Donnerstag, 9. Dezember 2021 Warum kennen wir keine verkannten Grafikerinnen und Grafiker? (Oder warum macht die gesellschaftskritische Kategorie „verkanntes Genie“ in Bezug auf Grafikdesign keinen Sinn?)

Donnerstag, 13. Januar 2022 Warum verlangt die freie bildende Kunst nach einer produktionsa sthetisch argumentierenden Bewertung und Grafikdesign nach einer rezeptionsa sthetischen? (Warum geht es bei dem einen darum, wer es gemacht hat, und bei dem anderen, wie es wirkt?)
Grafikdesign Denken Sprechen ist ein Projekt der Abteilung Buchkunst und Grafik des Museum Angewandte Kunst in Frankfurt, initiiert von Dr. Eva Linhart. Die Plattform entsteht in Kooperation mit Bureau Sandra Doeller und Liebermann Kiepe Reddemann, unterstützt von Willkie Farr & Gallagher LLP.

https://grafikdesigndenkensprechen.com

Laufenberg. »Solo-Diskurse« Weihnachten 2020

Zum zweiten Mal ist Deutschland in einem strengen Lockdown. Die Kunst im Theater ist eingestellt, die Kunst darf jedoch nicht stillstehen:

Uwe Eric Laufenberg möchte hiermit einen Anstoß zu einer unerlässlichen, hoffentlich kontroversen Diskussion geben und setzt im Dezember seine »Solo-Diskurse« mit weiteren fünf Teilen zuzüglich eines Vorworts fort.

Vorwort
I. Mir geht es eigentlich gut
II. Das Theater, das Leben und der Todfeind
III. Stille Nacht
IV. Die Zukunft wird besser
V. Zwischen Bibel und Comic

Unter folgendem Link sind die Videos ab sofort abrufbar:
https://www.staatstheater-wiesbaden.de/extraseiten/laufenberg-solo-diskurse-weihnachten-2020

»Solo-Diskurse« sind ein künstlerischer Beitrag und keine Ansprache des Intendanten. (Aufnahmedatum: 4. Dezember 2020)

„Ich sehe was, was Du nicht siehst. Rassismus, Widerstand und Empowerment“ – Stadtlabor-Ausstellung v. 1.10.20 bis 28.02.2021im Historisches Museum Frankfurt

Auch deinen eigenen Alltagsrassismus bekämpfen - drum prüfe stets sich selbst, wer anderen Rassismus unterstellt. Der Plakat-Slogan am Ende der Ausstellung bringt es auf den Punkt.  © Foto: Diether v. Goddenthow
Auch deinen eigenen Alltagsrassismus bekämpfen – drum prüfe stets sich selbst, wer anderen Rassismus unterstellt. Der Plakat-Slogan am Ende der Ausstellung bringt es auf den Punkt. © Foto: Diether v. Goddenthow

Mit der soeben eröffneten Ausstellung „Ich sehe was, was Du nicht siehst. Rassismus, Widerstand und Empowerment“ lädt das Stadtlabor im Historischen Museum Frankfurt noch bis zum 28. Februar 2020 ein, sich auf unterschiedliche Art und Weise mit der schwierigen Thematik von Alltagsrassismus auseinanderzusetzen. Ein wichtiges Anliegen der Veranstalter ist es dabei, Merkmale – eines zumeist unsichtbaren – Alltagsrassismus ausschließlich aus Perspektive besonderes häufig davon Betroffener herauszustellen: Schwarze, People of Color, Sinti*ze und Rom*nja, Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung. Dazu zeigt die Stadtlabor-Ausstellung Beiträge von mehr als 60 Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen aktivistischen und migrantischen Initiativen in Frankfurt, die eng mit dem Stadtlabor-Team gearbeitet haben. Die Beiträge sind vielfältig, persönlich und politisch.
Weitere Informationen: Hier

Respekt! Kein Platz für Rassismus

Historisches Museum Frankfurt, Junges Museum und Porzellan Museum beteiligen sich an der Initiative ‚Respekt! Kein Platz für Rassismus‘

Das Museumsteam des HMF zeigt Respekt. © HMF Foto: Susanne Thimm
Das Museumsteam des HMF zeigt Respekt. © HMF Foto: Susanne Thimm

(ffm) Dass das Historische Museum Frankfurt (HMF) an der Initiative „Respekt! Kein Platz für Rassismus“ teilnimmt, sehen jetzt alle Besucherinnen und Besucher an der großen Eingangstür. Mit der Anbringung des Schildes der Initiative setzt die Museumsfamilie ein klares Zeichen gegen Rassismus. Die Aktion spiegelt Grundwerte der Stadt Frankfurt wider: Respekt und Vielfalt.

Mit der Neueröffnung im Jahr 2017 überarbeitete das HMF sein Leitbild: Die Vielfalt der Stadtgesellschaft soll sich in den Ausstellungen, den Sammlungen und der Vermittlung zeigen. Mit „Frankfurt Jetzt!“ und dem Stadtlabor schuf das HMF ein partizipatives Ausstellungsformat. Alle Frankfurterinnen und Frankfurter sind eingeladen, das Museum mitzugestalten, Themen zu setzen und Ausstellungen zu erarbeiten. Das Museum teilt seine Deutungshoheit, es macht unterschiedliche Perspektiven sichtbar und lässt subjektive Positionen zu.

So ist die Aufarbeitung des Kolonialismus und Rassismus der Vergangenheit und Gegenwart in Frankfurt Thema der Stadtlabor Ausstellung „Ich sehe was, was Du nicht siehst. Rassismus, Widerstand und Empowerment“, die ab Donnerstag, 1. Oktober, gezeigt wird. Gemeinsam mit dem Museumsteam stellen rund 60 Stadtlaborantinnen und Stadtlaboranten ihre Lebensrealitäten und Auseinandersetzungen mit Rassismus dar.

Ebenso gehört das HMF zusammen mit weit über 50 Frankfurter Kulturinstitutionen und Kunstschaffenden zu de Erstunterzeichnern der „Frankfurter Erklärung der Vielen“. Damit spricht sich das Museum gegen Rassismus, Homo- und Transphobie, Frauenfeindlichkeit, Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit aus. Mit dieser Erklärung betont es die Bedeutung von demokratischer und künstlerischer Freiheit sowie von gesellschaftlicher Pluralität.

Die Initiative „Respekt! Kein Platz für Rassismus“ setzt sich mit Unterstützung ihres offiziellen Partners, der IG Metall, in unterschiedlichen Aktionen und Workshops gegen Rassismus, Diskriminierung und Intoleranz ein. Die Schilderaktion wurde 2010 ins Leben gerufen.

Corona: Landeshauptstadt Mainz beschließt weitere Maßnahmen zum Schutz gegen Coronavirus-Infektionen

© Foto: Diether v Goddenthow
© Foto: Diether v Goddenthow

(gl) Schulen und Kindertagesstätten bleiben bis einschließlich zum 19. April 2020 geschlossen. Veranstaltungen mit mehr als 75 anwesenden Personen werden untersagt.

Der Verwaltungsstab der Landeshauptstadt Mainz hat heute gemeinsam mit dem Leiter des zuständigen Gesundheitsamts Mainz-Bingen getagt und weitere Maßnahmen zum Schutz gegen Coronavirus-Infektionen beschlossen. Sie gelten ab Montag 16. März 2020 bis einschließlich 19. April 2020 (Ende der rheinland-pfälzischen Osterferien):

• Alle Schulen, Kitas und Horte werden geschlossen. Die betroffenen Eltern werden gebeten, die Betreuung der Kinder selbst zu organisieren, beispielsweise über Verwandte oder Freunde. Eine Notbetreuung wird eingerichtet für Eltern, die in für die Versorgung der Bevölkerung kritischen Berufen arbeiten (zum Beispiel medizinisches Personal, Feuerwehr), und die keine alternativen Betreuungen organisieren können.
• Veranstaltungen mit mehr als 75 anwesenden Personen werden untersagt werden.
• Der Mainzer Wochenmarkt, der der Bevölkerung für die Versorgung mit frischen Lebensmitteln dient, findet dienstags und freitags wie gewohnt statt. Der Wochenmarkt am Samstag wird räumlich entzerrt und findet auch auf dem Liebfrauenplatz statt.
• Alle städtischen Verwaltungsgebäude werden für den Publikumsverkehr geschlossen. In dringenden Fällen, beispielsweise bei unaufschiebbaren Terminsachen, ist eine telefonische Terminvereinbarung möglich.
• Städtische Veranstaltungen und Gremiensitzungen, die nicht zwingend erforderlich sind, werden abgesagt. Entsprechende Informationen werden rechtzeitig bekannt gegeben.
• Das Peter-Cornelius-Konservatorium wird geschlossen.
• Trauerfeiern in den Trauerhallen der städtischen Friedhöfe werden auf maximal 30 Personen begrenzt.
• Die Jugendzentren bleiben geschlossen und alle dort geplanten Veranstaltungen werden abgesagt.
• Der Gutenberg-Marathon wird abgesagt.
• Der Dreck-Weg-Tag wird abgesagt.
• Bereits ab Samstag, 14. März 2020, werden alle öffentlichen Sportstätten geschlossen. Auch das Taubertsbergbad wird geschlossen.

Oberste Priorität hat die Verlangsamung der Ausbreitungsgeschwindigkeit des Virus. Alle Maßnahmen von Bund, Land und Kommunen sind darauf ausgerichtet. Eine Überforderung des Gesundheitssystems muss verhindert werden.

Der Verwaltungsstab der Landeshauptstadt Mainz wird die weitere Entwicklung bei der Ausbreitung der Coronavirus-Infektionen kontinuierlich beobachten und die beschlossenen Maßnahmen entsprechend anpassen. Der Verwaltungsstab wird dazu in engen zeitlichen Abständen zusammentreten.

Veranstaltungen im Gutenberg-Museum vom 03.02. bis 09.02.2020

© Foto: Diether v Goddenthow
© Foto: Diether v Goddenthow

Veranstaltungen, die vom 03.02. bis 09.02.2020 im Gutenberg-Museum stattfinden.
Bitte beachten Sie den neu hinzugekommenen Führungstermin am 04.02.2020

Montag, 03.02.2020, 9.00-17.00 Uhr
Drucken und Setzen im Druckladen des Gutenberg-Museums für Kleingruppen. Setzen mit Holzlettern, Drucken der Motive im Hochdruck, Anwenden des Frottageverfahrens. Weitere Projekte nach Absprache. Kosten: Werkstattbeitrag (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Dienstag, 04.02.2020, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse

Dienstag, 04.02.2020, 12.15 Uhr
Führung durch die Sonderausstellung„ABC. Avantgarde – Bauhaus – Corporate Design“. Führung 1,50 Euro (zzgl. Eintritt).

Mittwoch, 05.02.2020, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse

Donnerstag, 06.02.2020, 9.00-17.00 Uhr
Drucken und Setzen im Druckladen des Gutenberg-Museums für Kleingruppen. Setzen mit Holzlettern, Drucken der Motive im Hochdruck, Anwenden des Frottageverfahrens. Weitere Projekte nach Absprache. Kosten: Werkstattbeitrag (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Donnerstag, 06.02.2020, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse

Freitag, 07.02.2020, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse

Freitag, 07.02.2020, 13.30-17.00 Uhr
Drucken und Setzen im Druckladen des Gutenberg-Museums für Kleingruppen
Setzen mit Holzlettern, Drucken der Motive im Hochdruck, Anwenden des Frottageverfahrens. Weitere Projekte nach Absprache. Kosten: Werkstattbeitrag (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Freitag, 07.02.2020, 11.00 Uhr
Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung mit den Gästeführern der Stadt Mainz. Führung 5 Euro (zzgl. Eintritt)

Samstag, 08.02.2020, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse

Samstag, 08.02.2020, 10.00-15.00 Uhr
Offene Werkstatt im Druckladen des Gutenberg-Museums
für Einzelpersonen und Kleingruppen mit max. 5 Teilnehmern. Drucken von eigenen oder vorhandenen Motiven, Setzen mit Holzlettern. Sondermaterialien auf Anfrage. Kosten: Werkstattbeitrag

Samstag, 08.02.2020, 10.30-14.30 Uhr
Offener Workshop im Druckladen: Experiment „Papier marmorieren mit Rasierschaumtechnik“
Unter Anleitung von Beate Krüger marmorieren Kinder ab 6 Jahren und Erwachsene Papiere mit Farbe und Rasierschaum. Jede/r Teilnehmende hat 30 Minuten Werkstattzeit, um sein eigenes Kunstwerk kreativ zu gestalten. Kosten: Werkstattbeitrag.
Samstag, 08.02.2020, 11.00 Uhr
Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung mit den Gästeführern der Stadt Mainz. Führung 5 Euro (zzgl. Eintritt)

Samstag, 08.02.2020, 13.30-16.30 Uhr
Nachlass von großen und kleinen Sünden
Druckvorführung von Ablassbriefen im 1. Stock des Gutenberg-Museums
Samstag, 08.02.2020, 14.00 Uhr
Kinderführung (ab 6 Jahre)
Treffpunkt 14 Uhr im Foyer. Druckvorführung, Gießen von Bleilettern, Rundgang durch das Museum. Führung 2 Euro (zzgl. Eintritt)
Sonntag, 09.02.2020, 12.00, 13.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse (15 Uhr im Rahmen der Kinderführung)

Sonntag, 09.02.2020, 13.00 Uhr
Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung mit den Gästeführern der Stadt Mainz. Führung 5 Euro (zzgl. Eintritt)

Sonntag, 09.02.2020, 15.00-17.00 Uhr
Familiennachmittag
Von tanzenden Buchstaben und bunten Blättern – Spannende Kinderführung von A bis Z mit Druckerschwärze und zauberhaften Büchern im Reich der schwarzen Kunst. Für Kinder ab 4 Jahre und ihre Eltern. Treffpunkt 15 Uhr an der Museumskasse | Mobile Druckwerkstatt: Drucken im Foyer des Gutenberg-Museums. Teilnahmebeitrag pro Kind: Führung 2 Euro und Drucken 2 Euro, inkl. Eintritt, erm. Eintritt 3,50 Euro für Eltern und begleitende Angehörige

Von Montag bis Freitag zwischen 9.00-17.00 Uhr
Einzelbetreuung und Druckaufträge im Druckladen des Gutenberg-Museums
Erstellen privater Drucksachen unter fachkundiger Hilfe. Entgegennahme von Aufträgen nach persönlicher Absprache (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Gutenberg-Museum
Liebfrauenplatz 5
55116 Mainz

Telefon: +49 6131 12-2640
Telefax: +49 6131 12-3488
gutenberg-museum@stadt.mainz.de
http://www.gutenberg-museum.de

Deutscher PEN bittet um Spenden zur Unterstützung bedrohter Autoren

fuer-das-freie-wortDas PEN-Zentrum Deutschland ruft zu Spenden an den internationalen PEN Emergency Fund auf, damit dieser weltweit seine Arbeit fortführen kann, Autorinnen und Autoren, die von Tod und Inhaftierung bedroht sind, zu helfen.
„Wem die Freiheit des Wortes am Herzen liegt, der muss sich der Sprache der Despoten verweigern – ob gegenüber den Verbrechen gegen die Menschlichkeit im nationalsozialistischen Deutschland, den schweren Verletzungen des Humanitären Völkerrechts in den Jugoslawien-Kriegen oder den Menschenrechtsverletzungen heute in Eritrea und in der Türkei. Das Writers-in-Prison-Komitee des internationalen PEN setzt sich für bedrohte Journalisten, Schriftsteller und Autorinnen ein, die in ihren Ländern Missstände beschreiben und aufdecken, da sie sich als Literaten einzig der Wahrheit und der Wahrhaftigkeit ihres Werks verpflichtet fühlen. Schreibend die Welt nicht nur abzubilden, sondern auch zu verändern, sollte von Ehre und Ruhm begleitet sein, wird jedoch allzu oft mit Tod oder Gefängnis bestraft.“

Jedes Jahr werden weltweit viele bedrohte Schriftstellerinnen und Schriftsteller durch den PEN Emergency Fund unterstützt. Auch Ihre Spende kann helfen! Nähere Informationen finden Sie unter https://penemergencyfund.com/en. Sie können auch an das deutsche PEN-Zentrum mit dem Verwendungszweck „Writers-in-Prison“ spenden.

Das deutsche PEN-Zentrum ist mit seinem Geschäftssitz in Darmstadt eine von weltweit über 150 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International zusammengeschlossen sind. PEN steht für Poets, Essayists, Novelists. Die ursprünglich 1921 in England gegründete Vereinigung hat sich als Anwalt des freien Wortes etabliert und gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Der deutsche PEN begleitet mit Initiativen und Veranstaltungen das literarische Leben in der Bundesrepublik. Er bezieht Stellung, wenn er die Meinungsfreiheit, gleich wo, in Gefahr sieht. Er mischt sich ein, wenn im gesellschaftlichen Bereich gegen den Geist seiner Charta verstoßen wird.

Veranstaltungen im Gutenberg-Museum vom 09.12. bis 15.12.2019

© Foto: Diether v Goddenthow
© Foto: Diether v Goddenthow

Veranstaltungen, die vom 09.12. bis 15.12.2019 im Gutenberg-Museum stattfinden.

Montag, 09.12.2019, 9.00-17.00 Uhr
Drucken und Setzen im Druckladen des Gutenberg-Museums für Kleingruppen. Setzen mit Holzlettern, Drucken der Motive im Hochdruck, Anwenden des Frottageverfahrens. Weitere Projekte nach Absprache. Kosten: Werkstattbeitrag (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Dienstag, 10.12.2019, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse

Mittwoch, 11.12.2019, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse

Donnerstag, 12.12.2019, 9.00-17.00 Uhr
Drucken und Setzen im Druckladen des Gutenberg-Museums für Kleingruppen. Setzen mit Holzlettern, Drucken der Motive im Hochdruck, Anwenden des Frottageverfahrens. Weitere Projekte nach Absprache. Kosten: Werkstattbeitrag (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Donnerstag, 12.12.2019, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse

Freitag, 13.12.2019, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse

Freitag, 13.12.2019, 11.00 Uhr
Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung mit den Gästeführern der Stadt Mainz. Führung 5 Euro (zzgl. Eintritt)

Freitag, 13.12.2019, 13.30-17.00 Uhr
Drucken und Setzen im Druckladen des Gutenberg-Museums für Kleingruppen
Setzen mit Holzlettern, Drucken der Motive im Hochdruck, Anwenden des Frottageverfahrens. Weitere Projekte nach Absprache. Kosten: Werkstattbeitrag (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Freitag, 13.12.2019, 19.00 Uhr
Vortragspräsentation „True Print – Buchdruckplakate von Dafi Kühne“
Dafi Kühne ist Plakatgestalter und Buchdrucker aus Glarus (Schweiz). In seiner Vortragspräsentation spricht er über seine international bekannt gewordenen Plakatgestaltungen, deren Plakatlayouts autonom mit alten und neuen Mitteln umgesetzt werden. Kosten: Museumseintritt

Samstag, 14.12.2019, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse

Samstag, 14.12.2019, 10.00-15.00 Uhr
Offene Werkstatt im Druckladen des Gutenberg-Museums
für Einzelpersonen und Kleingruppen mit max. 5 Teilnehmern. Drucken von eigenen oder vorhandenen Motiven, Setzen mit Holzlettern. Sondermaterialien auf Anfrage. Kosten: Werkstattbeitrag

Samstag, 14.12.2019, 10.00-17.00 Uhr
Workshop „Experimentelles Drucken mit Karton“ mit Dafi Kühne in der bauhaus.werkstatt des Gutenberg-Museums; Teilnahmebeitrag 10 Euro inkl. Museumseintritt für Schüler/-innen ab ca. 14 Jahre und Studierende, 20 Euro inkl. Museumseintritt für Erwachsene

Samstag, 14.12.2019, 11.00 Uhr
Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung mit den Gästeführern der Stadt Mainz. Führung 5 Euro (zzgl. Eintritt)

Samstag, 14.12.2019, 13.30-16.30 Uhr
Nachlass von großen und kleinen Sünden
Druckvorführung von Ablassbriefen im 1. Stock des Gutenberg-Museums
Samstag, 14.12.2019, 14.00 Uhr
Kinderführung(ab 6 Jahre): Treffpunkt im Foyer. Druckvorführung, Gießen von Bleilettern, Rundgang durch das Museum; Führung 2 Euro (zzgl. Eintritt)

Sonntag, 15.12.2019, 12.00, 13.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse (15 Uhr im Rahmen der Kinderführung)

Sonntag, 15.12.2019, 15.00-17.00 Uhr
Familiennachmittag:Von tanzenden Buchstaben und bunten Blättern – Spannende Kinderführungvon A bis Z mit Druckerschwärze und zauberhaften Büchern im Reich der schwarzen Kunst. Für Kinder ab 4 Jahre und ihre Eltern. Beginn 15 Uhr (bei Bedarf auch 16 Uhr) an der Museumskasse | Mobile Druckwerkstatt: Drucken im Foyer des Gutenberg-Museums; Teilnahmebeitrag pro Kind: Führung 2 Euro und Drucken 2 Euro, inkl. Eintritt, erm. Eintritt 3,50 Euro für Eltern und begleitende Angehörige

Von Montag bis Freitag zwischen 9.00-17.00 Uhr
Einzelbetreuung und Druckaufträge im Druckladen des Gutenberg-Museums
Erstellen privater Drucksachen unter fachkundiger Hilfe. Entgegennahme von Aufträgen nach persönlicher Absprache (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Gutenberg-Museum
Liebfrauenplatz 5
55116 Mainz

Mainzer Dom – In Stein gehauener Machtanspruch – Vortrag am 24.09.2019 im Zentrum Baukultur Mainz

Foto: 3-D-Drucke Mainzer Dom-Modelle  © Kristina Schäfer, Mainz
Foto: 3-D-Drucke Mainzer Dom-Modelle © Kristina Schäfer, Mainz

Architektur ist zu keiner Zeit Selbstzweck, sondern ein Spiegelbild ihrer Zeit. Es gibt kaum ein Gebäude, für das dies mehr zutrifft, als den Mainzer Dom. Der Mainzer Erzbischof war einer der mächtigsten Potentaten des Reiches. Sein Dom ist gleichsam ein in Stein gehauener kirchlich-politischer Machtanspruch. In seiner Baugeschichte spiegeln sich 1000 Jahre politische und gesellschaftliche Entwicklung.
Die AS Architekten-Service GmbH und das Zentrum Baukultur laden herzlich ein zum Vortragsabend | Mainzer Dom | In Stein gehauener Machtanspruch | Dienstag, 24.September 2019, 18.30 Uhr.
Im Rahmen der Veranstaltung findet die Vergabe der Pokale (3-D Drucke verschiedener Zeitschichten des Mainzer Doms) für den 11. Deutschen Architekturmarathon an die Siegerteams statt.

24.September
2019, 18.30 Uhr

Zentrum Baukultur im Brückenturm
Rheinstr. 55
55116 Mainz
www.zentrumbaukultur.de
Anmeldung unter: info@zentrumbaukultur.de

Landesmuseum Mainz: Termine im August 2019

©  Foto: Diether v Goddenthow
© Foto: Diether v Goddenthow

DO 01.08. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

SO 04.08. | 14.00 – 16.00
Familiensonntag
› Familienführung um 14.30 Uhr mit thematisch passendem Workshop

DI 06.08. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

DI 06.08. | 18.00
Führung durch die Sonderausstellung „Emy Roeder – Das Kosmische allen Seins“

MI 07.08. | 17.00 – 18.00
Der Frische Blick
› Ellen Scharping blickt auf „Vor dem Kostümfest“ von Max Beckmann

DO 08.08. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

FR 09.08. | 17.00
Der Weinsalon – Das Jubiläum

SA 10.08. | 17.00
Der Weinsalon – Das Jubiläum

SO 11.08. | 10.00 – 17.00
Finissage der Sonderausstellung „Emy Roeder – Das Kosmische allen Seins“

DI 13.08. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

DI 13.08. | 18.00
Führung durch die Dauerausstellung
› Wissens- und Staunenswertes zu ausgewählten Objekten

DO 15.08. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

SA 17.08. | 14.00 – 16.00
Offenes Atelier – Die Mitmachwerkstatt
› Kennenlernen von verschiedenen künstlerischen Techniken

DI 20.08. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

DI 20.08. | 17.00
Der Weinsalon zu Gast im Innenhof

DI 20.08. | 18.00
Führung durch die Dauerausstellung
› Wissens- und Staunenswertes zu ausgewählten Objekten

DO 22.08. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

SO 25.08. | 15.00
Kunst gucken – Kinderführung
› Auf Spurensuche quer durchs Museum

DI 27.08. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

DI 27.08. | 18.00
Vortrag zur Landesausstellung „Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht“ (ab 2020)
› Der charismatische Ort. Das Reisekönigtum des Mittelalters und seine Paläste
› Holger Grewe M.A.

DO 29.08. | 12.30 – 13.00
KiM – Kunst in der Mittagspause

Landesmuseum Mainz,
Große Bleiche 49-51.

100 Jahre – Darmstädter Sezession – 100 Tage Festival in Darmstadt und Berlin vom 8. Juni bis 15. September 2019

„Stellstück – Landschaft" schuf Werner Neuwirth 2018 und zeigt es in der Ausstellung "Sezession hoch n". (© Darmstädter Sezession)
„Stellstück – Landschaft“ schuf Werner Neuwirth 2018 und zeigt es in der Ausstellung „Sezession hoch n“. (© Darmstädter Sezession)

Bereits seit dem 8. Juni feiern mehr als 150 ausstellende Künstler der Künstlervereinigung Darmstädter Sezession an etwa 100 Veranstaltungsorten in Darmstadt und Berlin noch bis zum
bis 15. September 2019 ihr gleichnamiges Jubiläum „Darmstädter Sezession“ zu ihrem 100jährigen Bestehen. Wie es in einer Presseerklärung heißt, haben sich die einst spätexpressionistischen Kämpfer gegen die Bourgeoisie und für die Kunst der Moderne in eine moderne Künstlervereinigung mit vielfältigem schöpferischen Ausdruck weiterentwickelt. Anlässlich zum 100. Jahr ihres Bestehens zeigt die Gruppe an diesen 100 Tagen mit dem Kunstfestival „Den Bogen spannen“ entsprechend das gesamte breite Spektrum der künstlerischen Positionen ihrer rund 120 Mitglieder im gesamten Darmstädter Stadtgebiet und in Berlin – mal figurativ, abstrakt, konkret oder überraschend anders.

Festival statt Gedenkfeier
Ihr Centennial begeht die Künstlervereinigung nicht einfach als Retrospektive – sie feiert es mit einem Festival der Gegenwart und der Basis für die Zukunft. Zahlreiche Gattungen und Genres finden sich in den Werken von Kunstschaffenden verschiedener Generationen, von Sezessionisten und Gastkünstlern. Mehr als 150 Künstler unterschiedlichster Ausdrucksformen kommen dafür zusammen: etwa die international bekannten Sezessionistinnen Vera Röhm und Annegret Soltau sowie der amerikanische Videokünstler Ben Russel, der chinesische Keramikkünstler Lei Xue und der südafrikanischer Land-Art-Künstler Strijdom van der Merve.

Auf dem Freigelände des Designhauses auf der Mathildenhöhe stellt Vera Röhm unter anderem neben Achim Pahle und den figurativen Bildhauern Waldemar Otto und Thomas Duttenhöfer aus. Wechselnde Highlights von Sezessionisten aus der Städtischen Sammlung sind im Foyer des Museums Künstlerkolonie zu sehen – ein besonderer Schauplatz, denn die Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe ist derzeit auf dem Weg, Unesco-Welterbestätte zu werden.

Die medienübergreifende Ausstellungskomposition „Sezession hoch n“ zeigt das kreative Potenzial der Künstlervereinigung mit Arbeiten von Till Augustin, Bärbel Dieckmann, Barbara Eitel oder Peter Ruehle. Dem großen Format widmet sich eine Schau mit Werken etwa von Franz Baumgartner, Barbara Bredow und Karl Oppermann. Für die Jüngeren treten unter anderem der Videokünstler Ruben Aubrecht, der Berliner Maler Ryo Kato, die Frankfurter Bildhauerin Emilia Neumann und die Performance-Künstlerin Mila Hundertmark an. Die figürliche Darstellung aus Sicht von Künstlerinnen ist das Thema der Schau „Selbst/sichtbar“ mit Werken von sechs Frauen aus drei Generationen. Viele der 23 Ausstellungen haben die Mitglieder selbst kuratiert.

Kunst am Bau: Antes bis Zadkine
Der Multimediakünstler Thomas Georg Blank navigiert durch das atmosphärische Dickicht der Stadt und geht der Frage nach, warum wir uns an Orten wohlfühlen oder nicht. Von „Antes bis Zadkine“ ist der Titel von Führungen, die Spuren von exemplarisch 44 Künstlern im städtischen Raum zeigen. Von etwa 500 Exponaten in Darmstadt stammt mehr als die Hälfte von Sezessionisten. Kunstrouten verbinden fußläufig einen Großteil der mit Hinweisen gekennzeichneten Werke. Etwa 100 Programmpunkte wird es während des 100-tägigen Festivals an über 20 Orten geben.

Ein wenig Retrospektive muss es bei einem Centennial aber dann doch sein, denn der Bogen zwischen 1919 und 2019 will gespannt werden: Was vom Impetus „bourgeoiser Verschmutzung“ der Gründungsjahre geblieben ist, ergründen Initiatoren und Publikum in der Vortragsreihe „C ANNIS – Geschichte/n aus 100 Jahren Sezession“. Das ehemalige Atelier des Georg-Büchner-Preisträgers Carl Gunschmann, Mitbegründer und Präsident der Sezession, der Porträts im Stil der Neuen Sachlichkeit malte, öffnet seine Pforten und erlaubt einen Blick zurück.

Wie organisieren wir Gemeinschaft?
Und weil die Sezession vom Dialog zwischen älteren und jüngeren Kunstschaffenden lebt, wird das auch Thema von Gesprächen im Atelier Siegele sein. Der zentralen Frage „Wie organisieren wir Gemeinschaft?“ gehen die Festivalteilnehmer in vielerlei Formen nach. Ihre Antworten werden prägend für die künftige Ausrichtung der Gruppe sein, jedoch auch für den Zusammenhalt der Gesellschaft. Einen gesellschaftlichen „Superkleber“ werde es zwar nicht geben, so Thomas Georg Blank, aber „mit der Beschäftigung mit dem Denken von Kunstschaffenden und ihren Werken können wir einiges darüber lernen, wie wir uns langsam einer neuen Rezeptur für diesen Kleber annähern können“.

Das vollständige Programm finden Sie auf der Festival-Webseite www.denbogenspannen.de
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Über die Darmstädter Sezession
Die Darmstädter Sezession nimmt seit 1919 die künstlerischen Interessen ihrer Mitglieder wahr und gibt der Öffentlichkeit mit Jahresausstellungen Einblicke in ihre Arbeit. Prominente Sezessionisten der ersten Stunde sind etwa die Maler Max Beckmann und Ludwig Meidner sowie die Schriftsteller Kasimir Edschmid und Carlo Mierendorff. Kunsthistorische Bedeutung bekommt die überregional ausgerichtete Künstlervereinigung durch ihren steten und oft streitbaren Einsatz für die Kunst der Moderne seit dem Spätexpressionismus. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Vereinigung als Neue Sezession Darmstadt wiedergegründet. 1988 kehrte sie zu ihrem Ursprungsnamen zurück. In der 100-jährigen Geschichte gehörten der Sezession mehr als 300 Künstler an. Heute aktiv sind rund 120 Kunstschaffende verschiedenster Disziplinen und Positionen.