Kategorie-Archiv: Allgemein

73. Frankfurter Buchmesse: Back to business, aber (noch) nicht back to normal

Eröffnung der Frankfurter Buchmesse findet in der Kongresshalle Frankfurt statt. © Foto Diether v Goddenthow
Die Eröffnung der Frankfurter Buchmesse findet in der Kongresshalle Frankfurt statt. © Foto Diether v Goddenthow

Die kanadische Generalgouverneurin, Ihre Exzellenz Mary May Simon eröffnet die Frankfurter Buchmesse | 2000 Unternehmen aus 80 Ländern sind in den Messehallen präsent | Über 300 Autor*innen stehen im Rampenlicht | Ehrengast Kanada mit erstem hybriden Pavillon | Themenschwerpunkt „Wie wollen wir leben?” | Inter- nationale Branchenleader*innen im Fachprogramm „Frankfurt Studio: Inside Publishing“

2000 ausstellende Unternehmen aus 80 Ländern haben sich unter dem Motto “Re:connect – Welcome back to Frankfurt“ in Frankfurt eingefunden. Über 300 internationale Autor*innen werden in den kommenden Tagen im Rampenlicht stehen und über ihre neuen Romane und Sachbücher, über Debüts, Lyrik oder Reportagen diskutieren. 2000 Medienvertreter*innen aus aller Welt werden über das Geschehen in den Messehallen berichten. „Der Wunsch nach persönlicher Begegnung bringt in diesem Jahr wieder die internationale Buch- und Verlagswelt in Frankfurt zusammen. Die 73. Frankfurter Buchmesse rückt eine Branche in den Mittelpunkt, die sich in der Pandemie als resilient, kreativ und innovativ erwiesen hat. Back to business heißt jedoch noch nicht back to normal: Die Frankfurter Buchmesse wird in diesem Jahr anders aussehen, als wir sie kennen. Trotz der unsicheren Ausgangslage haben sich viele Aussteller*innen und Fachbesucher*innen für eine Teilnahme an der Frankfurter Buchmesse entschieden. Für alle, die in diesem Jahr nicht reisen können, haben wir mit der Frankfurt Conference und den Masterclasses im Vorfeld der Messe und mit „Frankfurt Studio – Inside Publishing“ während der Messetage ein starkes, digitales Fachprogramm im Angebot, in dem viele Branchenleader*innen zu Wort kommen“, sagte der Direktor der Frankfurter Buchmesse, Juergen Boos, bei der Eröffnungspressekonferenz.

© Foto Diether v Goddenthow
© Foto Diether v Goddenthow

„Wir haben mit der Pandemie einen der größten Stresstests der Geschichte souverän bestanden. Verlage, Buchhandlungen und die Buchlogistik haben mit großem Einsatz und Nähe zu den Kund*innen sichergestellt, dass Bücher auch in herausfordernden Zeiten zu den Menschen kamen“, sagte Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, heute bei der Pressekonferenz zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse. „Social distancing wurde nicht zu Distanz zum Buch. Die Menschen haben die Zeit in den eigenen vier Wänden genutzt, um öfter zu lesen. Das Buch erfüllt in herausfordernden Zeiten wichtige Bedürfnisse: Es gibt Antworten auf drängende Fragen –fundiert und in überschaubarem, abgeschlossenem Format. Es weitet den Blick, es eröffnet neue Welten und zeigt uns andere Lebenswürfe“, führte die Vorsteherin aus.

Die Durchführung der 73. Frankfurter Buchmesse wurde ermöglicht durch die großzügige finanzielle Unterstützung aus dem Programm NEUSTART KULTUR der Bundesregierung. „Die Pandemie hat existentielle Auswirkungen auf die ganze Messebranche, insofern freuen wir uns, dass die Frankfurter Buchmesse als eine der ersten internationalen Buchmessen wieder stattfinden kann, wenn auch in diesem Übergangsjahr unter veränderten Vorzeichen. 2021 wird die Frankfurter Buchmesse durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien aus Mitteln des Programms NEUSTART KULTUR substantiell gefördert. Dadurch konnten wir unseren Aussteller*innen Planungssicherheit gewährleisten. Ein Großteil der Fördersumme ist darüber hinaus in die Umsetzung des Gesundheitskonzeptes, Entwicklung und Weiterentwicklung nachhaltiger Digitalisierungsmaßnahmen und in die Unterstützung der Teilnahme der Aussteller*innen/Besucher*innen geflossen, bzw. ist dafür vorgesehen“, sagte Juergen Boos.

„Nach anderthalb Jahren, in denen Lesestoff noch mehr als sonst Seelennahrung war, setzt die Frankfurter Buchmesse die Segel für einen neuen Aufbruch. Ich danke allen Beteiligten für die Kreativität und Tatkraft, mit der sie die Buchbranche am Leben gehalten und im Großen und Ganzen wohlbehalten durch die Krise gebracht haben. Mir ist bewusst, wie sehr Autorinnen und Autoren, Verlegerinnen und Verleger sowie andere Kreative der Buchbranche unter den Folgen der Pandemie gelitten haben. Umso mehr hoffe ich, dass mit dieser Frankfurter Buchmesse 2021 viele persönliche und unternehmerische Erfolgsgeschichten ihren Anfang oder ihre Fortsetzung finden“, so Staatsministerin Prof. Monika Grütters, Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Frankfurter Buchmesse – mit Sicherheit
Oberste Priorität ist es, den Messebesuch für alle Teilnehmer*innen sicher zu gestalten. Der Zugang zum Messegelände ist nur mit personalisierten Tickets und nach der 3G-Regelung möglich. Der Einlass wird erst nach Überprüfung der entsprechenden Zugangsvoraussetzungen gewährt. Messebesucher*innen müssen nachweisen können, dass sie vollständig geimpft, genesen oder negativ auf Covid19 getestet sind. Informationen zum Hygienekonzept finden sich immer aktualisiert unter buchmesse.de/mit-sicherheit-2021.

Ehrengast Kanada: Singular Plurality – Singulier Pluriel

© Foto Diether v Goddenthow
© Foto Diether v Goddenthow

Im Anschluss an die Pressekonferenz konnten Medienvertreter*innen den Ehrengast-Pavillon im Forum, Ebene 1 vorab besichtigen. Er wird am Dienstagabend offiziell von der kanadischen Generalgouverneurin, Ihrer Exzellenz Mary May Simon eröffnet: Besucher*innen erwartet ein Parcours durch eine Installation, die mit den Elementen kanadischer Landschaft spielt – Wasser, Licht, Mineralien, Erde, Gebirge, Luft. Der Pavillon, zu dem es in diesem Jahr erstmalig auch ein virtuelles Pendant gibt, führt die Kreativität und Vielfalt der kanadischen Literatur- und Kulturszene vor Augen. Insgesamt 60 kanadischen Autor*innen und Illustrator*innen gestalten das kanadische Literaturprogramm – darunter acht herausragende Literat*innen, die Kanada in diesem Jahr vor Ort in Frankfurt vertreten werden: Michael Crummey, Michel Jean, Dany Laferrière, Catherine Mavrikakis, Paul Seesequasis, Vivek Shraya, Kim Thúy und Nancy Vo.

Impression aus dem Kanada-Pavillion. © Foto Diether v Goddenthow
Impression aus dem Kanada-Pavillion. © Foto Diether v Goddenthow

Neben Lesungen und interaktiven Formaten dieser acht Künstler*innen auf dem Messegelände werden über 50 Autor*innen an einer Vielzahl virtueller Veranstaltungen teilnehmen; dies beinhaltet auch virtuelle Auftritte von Margaret Atwood und Joséphine Bacon bei der Eröffnungsfeier. Das Programm bildet nicht nur die Größe des Gastlandes, sondern auch seine kulturelle, sprachliche und traditionelle Vielfalt ab. Unter dem Motto Singular Plurality werden die Themen „Sprache und Kultur“, „Indigene, politische und soziale Fragen“, „Raum und Territorien“, „Kinder- und Jugendliteratur“, „Frauen in der Literatur“, „LGBTQ2-Perspektiven“ und „Umwelt“ behandelt. Die „Books on … Canada“ Ausstellung im Ehrengast-Pavillon zeigt knapp 400 Neuerscheinungen zu Kanada aus 165 Verlagen.

Am 20. Oktober präsentiert der Ehrengast die „Canada Night“ in der Festhalle – ein Abend mit literarischen Diskussionsrunden, an denen Autor*innen und Illustrator*innen sowohl virtuell aus der Ferne als auch vor Ort auf der Bühne teilnehmen werden. Während der Messewoche wird Kanada darüber hinaus in ganz Frankfurt sein Kulturprogramm präsentieren. Darunter Projektionen, interaktive Aktivitäten und Illuminationen, die Kanadas Singular Plurality hervorheben.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Buchmesse wird Kanada die Welt auch in einem virtuellen Ehrengastpavillon willkommen heißen. Der virtuelle Pavillon stellt ein Gemeinschaftsprojekt dar, das die kanadische Literatur zusammen mit dem digitalen Know-how der kanadischen Kreativ- und Technologiebranche präsentiert. buchmesse.de/themen-programm/ehrengast-kanada.

Themenschwerpunkt „Wie wollen wir leben?“
Wie ein roter Faden zieht sich die Frage „Wie wollen wir leben?“ durch das Programm der diesjährigen Buchmesse. Auf der ARD-Buchmessenbühne in der Festhalle finden 75 prominent besetzte Veranstaltungen zu Themen wie Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Diversität, Wohnen und Arbeiten sowie Bildung und Digitalisierung statt. Auftreten werden Stefan Aust, Alina Bronsky, Bülent Ceylan, Jenny Erpenbeck, Elke Heidenreich, Julia Franck, Hallgrímur Helgasson, Prof. Dietrich Grönemeyer, Carolin Kebekus, Mai Thi Nguyen-Kim, Helen Macdonald, die LiBeraturpreisträgerin Pilar Quintana, Nicole Seifert, Edgar Selge, Colm Tóibín, Sahra Wagenknecht und viele andere.

Auch ARTE greift dieses zentrale Thema in einer Dokumentation auf und lädt unterschiedliche Protagonist*innen ein, gemeinsam in kurzer Zeit eine Vision zu entwickeln. Die Teilnehmenden kommen aus den Bereichen Kunst, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft, Innovation und Bildung. Mit dabei sind: Sophia Fritz, Dmitry Glukhovsky, Katharina Grosse, Francis Kéré, Raul Krauthausen, Van Bo Le-Mentzel, Mithu Sanyal und Daniel Schreiber, Regie führt Isabell Šuba. ARTE begleitet sie und den Entstehungsprozess in der Sendung „Wie wollen wir leben?“ (Ausstrahlung am 23. Oktober 2021, um 23.10 Uhr, im Rahmen des Programmschwerpunkts zur Frankfurter Buchmesse). Das Projekt wurde heute auf der Eröffnungspressekonferenz der Frankfurter Buchmesse vorgestellt.

Innenminister Lewentz eröffnet Kunstprojekt „Inszenierte Antike“ der Initiative Römisches Mainz e.V. (IRM) in der Römerpassage

Inszenierte Antike, Römersteine © Thomas Brenner
Inszenierte Antike, Römersteine
© Thomas Brenner

Innenminister Roger Lewentz hat am Freitag das Kunstprojekt „Inszenierte Antike“ der Initiative Römisches Mainz e.V. in der Römerpassage eröffnet. Damit präsentiert die Initiative Römisches Mainz das einzigartige römische Erbe der Stadt Mainz in einer völlig neuen, faszinierenden und aufregenden Form.

„Neue und einfallsreiche künstlerische Impulse tragen dazu bei, dem einzigartigen römischen Erbe die notwendige Achtsamkeit und Aufmerksamkeit zu schenken und damit der Stadtentwicklung der Römerstadt Mainz eine neue Dynamik zu geben. Das neue Kunstprojekt der Initiative Römisches Mainz geht genau diesen Weg und nutzt dabei die zeitgenössische Kunst als Vermittler“, so der für das kulturelle Erbe des Landes Rheinland-Pfalz zuständige Innenminister Roger Lewentz bei der Eröffnung in der Römerpassage.

Gemeinsam mit dem Künstler Thomas Brenner soll die „Inszenierte Antike“ erlebbar werden, die mitten in der stark frequentierten Römerpassage die römischen Monumente in den Alltag und das Bewusstsein der Besucherinnen und Besucher rückt. Brenner, der mit den Mitteln der Inszenierten Photographie arbeitet, erstaunt und begeistert nicht nur mit seinen schwebenden Kunstwerken, er lädt auch zum Anhalten und Nachdenken ein.

„Es ist müßig sich zu beklagen, dass angeblich zu wenige Menschen zu den römischen Denkmälern gehen. Besser ist es, die Aufmerksamkeit mit neuen Mitteln auf sie zu lenken und sei es, dass diesmal die Denkmäler zu den Menschen kommen. Sie sind nun in der Römerpassage sichtbar und schlagen Alarm: mit den Mitteln der Inszenierten Photographie“, so Prof. Christian Vahl, Vorstandsvorsitzender der Initiative Römisches Mainz e.V.

Die Initiative Römisches Mainz will gemeinsam mit dem Künstler Thomas Brenner Orte römischer Geschichte in Mainz mithilfe eines Kunstprojektes neu und aufregend interpretieren. Die im Foyer der Römerpassage schwebenden Photographien erreichen dadurch eine der Zeit enthobene Präsenz. Auch hinter den Glasfronten der Schaufenster finden sich großformatige Photographien, denen sich der Betrachter nicht entziehen kann, die Halt gebieten. Es sind bekannte Orte (u.a. Römisches Theater, Drususstein, Gräberstraße, Zollhafen, Römertor, Aquädukt-Römersteine), die in der Inszenierung von Thomas Brenner anfangen, neue Geschichten zu erzählen.

„Mit seinen opulent ausstaffierten Fotoarbeiten erweckt der Künstler Thomas Brenner“, so Dr. Martin Henatsch, Rektor der Kunsthochschule Mainz, „die römischen Relikte in unserer Stadt zu surreal-phantastischem Leben. Seine aufwendig inszenierten Fotografien sind lebensfrohe bis skurrile Aktualisierungen der antiken Zeugnisse, die ihm als Projektionsflächen seiner künstlerischen Phantasien dienen und doch immer Anknüpfungspunkte an deren historische Bedeutung bereithalten. Brenner holt die altehrwürdigen Stätten mit der Präsentation seiner Fotografien inmitten des Einkaufszentrums Römerpassage im wahrsten des Wortes aus dem antiken Jenseits in den Alltag heutiger Lebensrealität und verleiht ihnen mit seiner Interpretation neue Aufmerksamkeit.“

Nach Ende der Ausstellung in der Römerpassage werden die Arbeiten an anderen Standorten, in Mainz und weiteren Städten, unter anderem als Projektionen an Hauswänden zu sehen sein.

Prof. Christian Vahl bedankte sich im Anschluss an die Eröffnung im Namen des Vorstands der Initiative Römisches Mainz e.V. bei allen Sponsoren: „Ohne deren großzügige Unterstützung wäre eine Realisierung dieses aufwendigen Projekts nicht möglich gewesen. Unser Dank gilt der Stadt Mainz, der Akademiestiftung Stefan Schmitz, dem Tourismusfonds e.V. Mainz, Peter Karrié und der Mainzer Kunst Galerie.“

„Die Heilkräfte der Kunst“ – Beuys Jubiläum: Start der dritten Interventionswoche im Landesmuseum Wiesbaden

Der OMNIBUS für Direkte Demokratie parkt für eine Woche vor dem Museum und öffnet seine Türen für Gespräche über Grundfragen unserer Gesellschaft, nämlich Demokratie und Geld. © Foto Werner Kueppers
Der OMNIBUS für Direkte Demokratie parkt für eine Woche vor dem Museum und öffnet seine Türen für Gespräche über Grundfragen unserer Gesellschaft, nämlich Demokratie und Geld. © Foto Werner Kueppers

Joseph Beuys (1921—1986) zählt zu den wichtigsten deutschen Künstlern des 20. Jahrhunderts. Mit einem vielseitigen Veranstaltungsangebot findet vom 5. bis zum 12. Oktober die dritte Interventionswoche „Die Heilkräfte der Kunst“ im Rahmen des Jubiläums Beuys 100 mit Vorträgen, Führungen, Performances und Gesprächen statt.

„Die Heilkräfte der Kunst“
5—12 Okt 2021
Der OMNIBUS für Direkte Demokratie parkt für eine Woche vor dem Museum und öffnet seine Türen für Gespräche über Grundfragen unserer Gesellschaft, nämlich Demokratie und Geld. Im Museum wird das Kraftfeld der Kunstwerke täglich durch eine immersive Performance genutzt, die Katharina Schenk und Ensemble entwickeln. Ihr „Kreditinstitut für neue Geldflüsse“ steht allen Besucherinnen und Besuchern offen. Eine Reihe an Referenten wird in abendlichen Vorträgen Beuys‘ Ansatz zu den Heilkräften der Kunst und ihr Diagnosepotential für die Geldfrage behandeln. Am Wochenende ziehen die Performance und der OMNIBUS für Direkte Demokratie zum Schloss Freudenberg.

Programm:
6—8 Okt 2021, täglich 10:00—18:00 Uhr
OMNIBUS für Direkte Demokratie gGmbH:
„Jeder Mensch ist ein Künstler — Gespräche über Demokratie und Geld“
1971 gründete Joseph Beuys die „Organisation für Direkte Demokratie durch Volksabstimmung“ in Düsseldorf. Sein Leben lang arbeitete der Künstler für diese Idee. 1987 startete auf der documenta 8 der erste blaue OMNIBUS für Direkte Demokratie. Er steht heute im Park von Schloss Freudenberg und ist von Bienen bewohnt. Um die Gespräche zu Demokratie und Geld weiter voranzutreiben, parkt der neue weiße OMNIBUS für Direkte Demokratie erneut für eine Woche vor den Türen des Museums Wiesbaden und lädt alle Interessierten zum Mitdenken ein.

5—8 Okt 2021, täglich 10:00—15:00 Uhr
Immersive Performance von Katharina Schenk und Ensemble:
„Kreditinstitut für neue Geldflüsse — Forschen, Vertrauen, Heilen“ Im Museum Wiesbaden wird ein Staunfeld installiert. Künstlerinnen und Künstler sowie Aktivisten verwandeln das Museum in ein „Kreditinstitut für neue Geldflüsse“. Das Credo lautet: „Ich vertraue auf mein Vorhaben – Ich glaube an Dein Vorhaben.“ Um zu einem Verständnis von Freiheit, Bedingungslosigkeit und Demokratie zu gelangen, braucht es den Zustand des Staunens. Die Kunst selbst ist dafür das Experimentierfeld. Die Performance entwickelt ein immersives Spiel: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts für neue Geldflüsse evozieren und provozieren: Was ist dein Vorhaben, woran glaubst Du? Stell dir vor, Du kannst in einem Kreditinstitut dein Vorhaben vorstellen und die Kreditwürdigkeit ist nicht an Profit und Rentabilität geknüpft, sondern an einen Sinn. Deinen Sinn. Das Publikum erlebt eine theatrale, performative Museumsführung. Durch acht Performer / Performerinnen arbeiten die Gäste mit und an den Arbeiten von Joseph Beuys in der Sammlung Murken.

FÜHRUNGEN DURCH DIE BEUYS-SAMMLUNG
5—7 Okt 2021, täglich 16:00 Uhr
Mit Dr. Jörg Daur, Kustos für zeitgenössische Kunst, Museum Wiesbaden

8 Okt 2021, 16:30—18:00 Uhr
Mit Johannes Stüttgen, Künstler und Meisterschüler von Joseph, Düsseldorf

VORTRÄGE
Di, 5 Okt 2021, 18:00 Uhr
Philip Kovce, Ökonom und Autor, forscht u.a. an der Götz-Werner Professur für Wirtschaftspolitik und Ordnungstheorie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg: „Die Kunst des Grundeinkommens — Über Bedingungen der Bedingungslosigkeit“ In Kooperation mit der Freien Waldorfschule Wiesbaden im Rahmen der „Zukunftsgespräche“.

Mi, 6 Okt 2021, 18:00 Uhr
Michael von der Lohe und Kurt Wilhelmi, OMNIBUS für Direkte Demokratie: „Das Geld in der Sozialen Plastik“

Do, 7 Okt 2021, 18:00 Uhr
„Bienenfleiß – Joseph Beuys und die Honigpumpe“ Erinnerungen von Dr. Aloys Wilmsen, (Moderation: Dr. Jörg Daur, Museum Wiesbaden)

Fr, 8 Okt 2021, 18:00 Uhr
Johannes Stüttgen, Künstler und Meisterschüler von Joseph Beuys, Düsseldorf: „Die Heilung des Geldes“ In Kooperation mit den Freunden des Museums Wiesbaden e. V.

Di, 12 Okt 2021, 18:00 Uhr
Tobi Rosswog, Aktivist und Autor, Salzderhelden: „Geldfreier Leben — Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens“

Programm Schloss Freudenberg
Mit Symposium und Ringgesprächen
Sa, 9 Okt 2021, 15:00—18:00 Uhr

Symposium „Wie verwandeln wir die Wirtschaft und den Geldbegriff in eine Soziale Plastik?“
So, 10 Okt 2021, 9:30—13:00 Uhr
OMNIBUS-Arbeitskreis Geld mit einem öffentlichen Ringgespräch zum Thema „Der ökologische Geldkreislauf“
Besucher:innen können das Museum gemäß der aktuellen Pandemieverordnung derzeit unter Einhaltung der 3G Regeln besuchen. Es besteht Maskenpflicht (medizinische bzw. FFP2 Masken). Bei allen Fragen sind wir dienstags bis freitags von 10:00–14:00 Uhr unter der Telefonnummer 0611/335 2251 erreichbar.

Weitere Informationen zum Programm finden Sie  auf der Museums-Homepage (https://www.museum-wiesbaden.de/beuys-100). Eine Anmeldung zu den Vorträgen sowie den Führungen unter tickets.museum-wiesbaden.de wird empfohlen, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.

In Kooperation mit dem Schloss Freudenberg und dem OMNIBUS für Direkte Demokratie

Grafikdesign Denken Sprechen Eine digitale Plattform zu Grafikdesign von angewandter bis freier Kunst

Grafikdesign Denken Sprechen ist ein Projekt der Abteilung Buchkunst und Grafik des Museum Angewandte Kunst Frankfurt, initiiert von Dr. Eva Linhart. Die Plattform entsteht in Kooperation mit dem Bureau Sandra Doeller und Liebermann Kiepe Reddemann, unterstützt von Willkie Farr & Gallagher LLP.
https://grafikdesigndenkensprechen.com

Donnerstag, 11. Februar 2021: Erstes Einstiegsthema wird veröffentlicht Grafikdesign durchdringt heute alle Lebensbereiche: von Beipackzetteln für Medikamente, Layouts von Büchern, Zeitschriften und Internet-Auftritten, über Logos auf Knöpfen, T-Shirts und Tragetaschen bis hin zum Plakat. Grafikdesign steuert mehr denn je unsere Informations- und Kommunikationskultur. Es begleitet damit nicht nur die Erscheinungsweise unseres Lebens, sondern bedingt unsere Wirklichkeit wesentlich mit. Grafikdesign gibt all dem, worüber sich die Mehrheit heute austauscht, ein Aussehen. Angesichts der allseitigen Präsenz von Grafikdesign stellt sich die Frage, ob wir seiner Wirkungsmacht gerecht werden, wenn wir es als eine ausschließlich formale Angelegenheit bewerten. Wie können wir die intentionale Bildlichkeit von Grafikdesign zwischen freien und angewandten Kunstanspru chen denken und seine gesellschaftliche Verantwortung angemessen einordnen? Im Rahmen des dreijährigen Projekts Grafikdesign Denken Sprechen werden Persönlichkeiten aus Theorie und Praxis eingeladen, um über Grafikdesign ins Gespräch zu kommen. Das Medium ist eine Website, die Fragestellungen und Themen aus verschiedenen Perspektiven dynamisch aufnimmt und weiterführt. Der Fokus liegt auf Bewertungskriterien und der Frage, welchen Stellenwert wir mit unserem Denken und Sprechen Grafikdesign einräumen. Im Ergebnis entsteht nach und nach eine Sammlung zu Kriterien von Grafikdesign, die seine aktuelle Bedeutung reflektiert und damit zum Diskurs anregt. Die Einstiegsthemen der Plattform werden ab 11. Februar 2021 im monatlichen Intervall, jeden zweiten Donnerstag, auf der Website eingeführt. Dient das Jahr 2021 in seiner ersten Phase zur Einführung und Beschreibung der Problematik, geht es 2022 mit verändertem Modus und neuem medial erweiterten Webauftritt in der Phase des Diskurses mit Beiträgen von Theoretiker:innen und Praktiker:innen verschiedener Disziplinen weiter. Die Auswertung davon ist für Dezember 2023 geplant.

Am 11. Februar wird die Thematik zur Frage online gehen, warum das Museum Angewandte Kunst und seine Abteilung Buchkunst und Grafik diesen Diskurs führen. Grafikdesign aus der Perspektive des Denkens und Sprechens, statt des gewohnten Zeigens und Sehens zu beleuchten, hat für das Museum Angewandte Kunst und seine Abteilung Buchkunst und Grafik im Wesentlichen zwei Gründe. Der eine betrifft das Museum, zu dessen Sammlungsauftrag Grafikdesign zählt. Zusammen mit anderen Grafikgattungen vom Mittelalter bis in die Gegenwart ordnet es – schon allein aufgrund der Museumsbezeichnung – Grafikdesign der angewandten Kunst zu. Der andere Grund hängt mit den Sammlungskriterien zusammen. Ihre Aufgabe ist es, die identitätsstiftenden Merkmale von Grafikdesign, die Spezifik seiner intentionalen Bildlichkeit im Kontext der Lebenspraxis, im Unterschied zur freien bildenden Kunst einerseits sowie zum Industriedesign andererseits zu fassen.

Es ist das Anliegen dieser Website als einer Plattform des Museum Angewandte Kunst im Sinne eines öffentlichen Aushandlungsorts, ein Bewusstsein für die Paramater zwischen freier bildender und angewandter Kunst zu schärfen: ihre kulturwissenschaftlichen Herleitungen und die damit verbundenen gesellschaftlichen Motivationen für die herkömmliche Einordnung von Grafikdesign als einer Gebrauchsgrafik, die Inhalten die Form gibt. Es geht darum, für den Sammlungs- und Ausstellungsauftrag des Museums eine begründete Interpretationsbasis zu entwickeln. Allein der Umstand, nach der eigenen Wirkungsmacht von Grafikdesign zu fragen und eine selbständige Betrachtungsweise zu fordern, ist bereits ein Schritt, der Unterordnung unter Kunst und/oder Design entgegenzuwirken.

Angesichts des Themas Grafikdesign führt die Website den Diskurs auch mit ihren eigenen grafisch-ästhetischen Mitteln fort. Ihre Bildlichkeit wird zum Motiv ihrer Argumentation: Neben der sich variierenden Schrift Times New Arial, veranschaulicht das Design der Website die wissenschaftliche Praxis des Archivierens in der Anmutung eines Zettelkastens oder einer Blattsammlung. Die Struktur des Projekts – Praxis und Theorie aufeinander zu beziehen – wird begreifbar. Der Archivgedanke knüpft an den Sammlungsgedanken des Museums und seine Lagerung der Objekte in Depots an. Das Museum als Möglichkeitsraum erweitert seine Interpretationskompetenz: Vom Sammeln von Objekten zum Sammeln von Auslegungspositionen. Spezialwissen vernetzt sich zu einer interdisziplinären Betrachtung, die herkömmliche Hierarchien entlarvt und Grafikdesign neu verortet.

Projektverlauf

Donnerstag, 11. Februar 2021 Warum führt das Museum Angewandte Kunst und seine Abteilung Buchkunst und Grafik diesen Diskurs?

Donnerstag, 11. März 2021 Warum und wie orientiert sich Grafikdesign an der Kunst? (Sandra Doeller und Eva Linhart im Gespräch)

Donnerstag, 8. April 2021 Warum strukturieren wir Grafikdesign in Form und Inhalt? Und was sind die Konsequenzen?

Donnerstag, 13. Mai 2021 Warum und wie trennen wir die Kunst in frei und angewandt?

Donnerstag, 10. Juni 2021 Was drückt der Begriff angewandte Kunst aus, was deckt er ab und warum ist er vor allem für das Urheberrecht relevant?

Donnerstag, 8. Juli 2021 Ist Grafikdesign keine Frage ästhetischer Urteile und damit Kunst als angewandte Kunst?

Donnerstag, 12. August 2021 Warum ist Grafikdesign anders als Industriedesign? (Eine Frage nach der Bildlichkeit)

Donnerstag, 9. September 2021 Warum ist Grafikdesign anders als bildende freie Kunst? (Eine Frage der kommunikativen Intentionalität seiner Bildlichkeit)

Donnerstag, 14. Oktober 2021 Warum ist die Präsenz von Grafikdesign das Ergebnis von „Gruppenarbeit“? (Die Wirkung von Grafikdesign ist stets das Ergebnis verschiedener Kompetenzen und daher eines Teams.)

Donnerstag, 11. November 2021 (Wie relevant ist die persönliche Handschrift für die Wirkung von Grafikdesign?)

Donnerstag, 9. Dezember 2021 Warum kennen wir keine verkannten Grafikerinnen und Grafiker? (Oder warum macht die gesellschaftskritische Kategorie „verkanntes Genie“ in Bezug auf Grafikdesign keinen Sinn?)

Donnerstag, 13. Januar 2022 Warum verlangt die freie bildende Kunst nach einer produktionsa sthetisch argumentierenden Bewertung und Grafikdesign nach einer rezeptionsa sthetischen? (Warum geht es bei dem einen darum, wer es gemacht hat, und bei dem anderen, wie es wirkt?)
Grafikdesign Denken Sprechen ist ein Projekt der Abteilung Buchkunst und Grafik des Museum Angewandte Kunst in Frankfurt, initiiert von Dr. Eva Linhart. Die Plattform entsteht in Kooperation mit Bureau Sandra Doeller und Liebermann Kiepe Reddemann, unterstützt von Willkie Farr & Gallagher LLP.

https://grafikdesigndenkensprechen.com

Laufenberg. »Solo-Diskurse« Weihnachten 2020

Zum zweiten Mal ist Deutschland in einem strengen Lockdown. Die Kunst im Theater ist eingestellt, die Kunst darf jedoch nicht stillstehen:

Uwe Eric Laufenberg möchte hiermit einen Anstoß zu einer unerlässlichen, hoffentlich kontroversen Diskussion geben und setzt im Dezember seine »Solo-Diskurse« mit weiteren fünf Teilen zuzüglich eines Vorworts fort.

Vorwort
I. Mir geht es eigentlich gut
II. Das Theater, das Leben und der Todfeind
III. Stille Nacht
IV. Die Zukunft wird besser
V. Zwischen Bibel und Comic

Unter folgendem Link sind die Videos ab sofort abrufbar:
https://www.staatstheater-wiesbaden.de/extraseiten/laufenberg-solo-diskurse-weihnachten-2020

»Solo-Diskurse« sind ein künstlerischer Beitrag und keine Ansprache des Intendanten. (Aufnahmedatum: 4. Dezember 2020)

„Ich sehe was, was Du nicht siehst. Rassismus, Widerstand und Empowerment“ – Stadtlabor-Ausstellung v. 1.10.20 bis 28.02.2021im Historisches Museum Frankfurt

Auch deinen eigenen Alltagsrassismus bekämpfen - drum prüfe stets sich selbst, wer anderen Rassismus unterstellt. Der Plakat-Slogan am Ende der Ausstellung bringt es auf den Punkt.  © Foto: Diether v. Goddenthow
Auch deinen eigenen Alltagsrassismus bekämpfen – drum prüfe stets sich selbst, wer anderen Rassismus unterstellt. Der Plakat-Slogan am Ende der Ausstellung bringt es auf den Punkt. © Foto: Diether v. Goddenthow

Mit der soeben eröffneten Ausstellung „Ich sehe was, was Du nicht siehst. Rassismus, Widerstand und Empowerment“ lädt das Stadtlabor im Historischen Museum Frankfurt noch bis zum 28. Februar 2020 ein, sich auf unterschiedliche Art und Weise mit der schwierigen Thematik von Alltagsrassismus auseinanderzusetzen. Ein wichtiges Anliegen der Veranstalter ist es dabei, Merkmale – eines zumeist unsichtbaren – Alltagsrassismus ausschließlich aus Perspektive besonderes häufig davon Betroffener herauszustellen: Schwarze, People of Color, Sinti*ze und Rom*nja, Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung. Dazu zeigt die Stadtlabor-Ausstellung Beiträge von mehr als 60 Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen aktivistischen und migrantischen Initiativen in Frankfurt, die eng mit dem Stadtlabor-Team gearbeitet haben. Die Beiträge sind vielfältig, persönlich und politisch.
Weitere Informationen: Hier

Respekt! Kein Platz für Rassismus

Historisches Museum Frankfurt, Junges Museum und Porzellan Museum beteiligen sich an der Initiative ‚Respekt! Kein Platz für Rassismus‘

Das Museumsteam des HMF zeigt Respekt. © HMF Foto: Susanne Thimm
Das Museumsteam des HMF zeigt Respekt. © HMF Foto: Susanne Thimm

(ffm) Dass das Historische Museum Frankfurt (HMF) an der Initiative „Respekt! Kein Platz für Rassismus“ teilnimmt, sehen jetzt alle Besucherinnen und Besucher an der großen Eingangstür. Mit der Anbringung des Schildes der Initiative setzt die Museumsfamilie ein klares Zeichen gegen Rassismus. Die Aktion spiegelt Grundwerte der Stadt Frankfurt wider: Respekt und Vielfalt.

Mit der Neueröffnung im Jahr 2017 überarbeitete das HMF sein Leitbild: Die Vielfalt der Stadtgesellschaft soll sich in den Ausstellungen, den Sammlungen und der Vermittlung zeigen. Mit „Frankfurt Jetzt!“ und dem Stadtlabor schuf das HMF ein partizipatives Ausstellungsformat. Alle Frankfurterinnen und Frankfurter sind eingeladen, das Museum mitzugestalten, Themen zu setzen und Ausstellungen zu erarbeiten. Das Museum teilt seine Deutungshoheit, es macht unterschiedliche Perspektiven sichtbar und lässt subjektive Positionen zu.

So ist die Aufarbeitung des Kolonialismus und Rassismus der Vergangenheit und Gegenwart in Frankfurt Thema der Stadtlabor Ausstellung „Ich sehe was, was Du nicht siehst. Rassismus, Widerstand und Empowerment“, die ab Donnerstag, 1. Oktober, gezeigt wird. Gemeinsam mit dem Museumsteam stellen rund 60 Stadtlaborantinnen und Stadtlaboranten ihre Lebensrealitäten und Auseinandersetzungen mit Rassismus dar.

Ebenso gehört das HMF zusammen mit weit über 50 Frankfurter Kulturinstitutionen und Kunstschaffenden zu de Erstunterzeichnern der „Frankfurter Erklärung der Vielen“. Damit spricht sich das Museum gegen Rassismus, Homo- und Transphobie, Frauenfeindlichkeit, Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit aus. Mit dieser Erklärung betont es die Bedeutung von demokratischer und künstlerischer Freiheit sowie von gesellschaftlicher Pluralität.

Die Initiative „Respekt! Kein Platz für Rassismus“ setzt sich mit Unterstützung ihres offiziellen Partners, der IG Metall, in unterschiedlichen Aktionen und Workshops gegen Rassismus, Diskriminierung und Intoleranz ein. Die Schilderaktion wurde 2010 ins Leben gerufen.

Corona: Landeshauptstadt Mainz beschließt weitere Maßnahmen zum Schutz gegen Coronavirus-Infektionen

© Foto: Diether v Goddenthow
© Foto: Diether v Goddenthow

(gl) Schulen und Kindertagesstätten bleiben bis einschließlich zum 19. April 2020 geschlossen. Veranstaltungen mit mehr als 75 anwesenden Personen werden untersagt.

Der Verwaltungsstab der Landeshauptstadt Mainz hat heute gemeinsam mit dem Leiter des zuständigen Gesundheitsamts Mainz-Bingen getagt und weitere Maßnahmen zum Schutz gegen Coronavirus-Infektionen beschlossen. Sie gelten ab Montag 16. März 2020 bis einschließlich 19. April 2020 (Ende der rheinland-pfälzischen Osterferien):

• Alle Schulen, Kitas und Horte werden geschlossen. Die betroffenen Eltern werden gebeten, die Betreuung der Kinder selbst zu organisieren, beispielsweise über Verwandte oder Freunde. Eine Notbetreuung wird eingerichtet für Eltern, die in für die Versorgung der Bevölkerung kritischen Berufen arbeiten (zum Beispiel medizinisches Personal, Feuerwehr), und die keine alternativen Betreuungen organisieren können.
• Veranstaltungen mit mehr als 75 anwesenden Personen werden untersagt werden.
• Der Mainzer Wochenmarkt, der der Bevölkerung für die Versorgung mit frischen Lebensmitteln dient, findet dienstags und freitags wie gewohnt statt. Der Wochenmarkt am Samstag wird räumlich entzerrt und findet auch auf dem Liebfrauenplatz statt.
• Alle städtischen Verwaltungsgebäude werden für den Publikumsverkehr geschlossen. In dringenden Fällen, beispielsweise bei unaufschiebbaren Terminsachen, ist eine telefonische Terminvereinbarung möglich.
• Städtische Veranstaltungen und Gremiensitzungen, die nicht zwingend erforderlich sind, werden abgesagt. Entsprechende Informationen werden rechtzeitig bekannt gegeben.
• Das Peter-Cornelius-Konservatorium wird geschlossen.
• Trauerfeiern in den Trauerhallen der städtischen Friedhöfe werden auf maximal 30 Personen begrenzt.
• Die Jugendzentren bleiben geschlossen und alle dort geplanten Veranstaltungen werden abgesagt.
• Der Gutenberg-Marathon wird abgesagt.
• Der Dreck-Weg-Tag wird abgesagt.
• Bereits ab Samstag, 14. März 2020, werden alle öffentlichen Sportstätten geschlossen. Auch das Taubertsbergbad wird geschlossen.

Oberste Priorität hat die Verlangsamung der Ausbreitungsgeschwindigkeit des Virus. Alle Maßnahmen von Bund, Land und Kommunen sind darauf ausgerichtet. Eine Überforderung des Gesundheitssystems muss verhindert werden.

Der Verwaltungsstab der Landeshauptstadt Mainz wird die weitere Entwicklung bei der Ausbreitung der Coronavirus-Infektionen kontinuierlich beobachten und die beschlossenen Maßnahmen entsprechend anpassen. Der Verwaltungsstab wird dazu in engen zeitlichen Abständen zusammentreten.

Veranstaltungen im Gutenberg-Museum vom 03.02. bis 09.02.2020

© Foto: Diether v Goddenthow
© Foto: Diether v Goddenthow

Veranstaltungen, die vom 03.02. bis 09.02.2020 im Gutenberg-Museum stattfinden.
Bitte beachten Sie den neu hinzugekommenen Führungstermin am 04.02.2020

Montag, 03.02.2020, 9.00-17.00 Uhr
Drucken und Setzen im Druckladen des Gutenberg-Museums für Kleingruppen. Setzen mit Holzlettern, Drucken der Motive im Hochdruck, Anwenden des Frottageverfahrens. Weitere Projekte nach Absprache. Kosten: Werkstattbeitrag (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Dienstag, 04.02.2020, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse

Dienstag, 04.02.2020, 12.15 Uhr
Führung durch die Sonderausstellung„ABC. Avantgarde – Bauhaus – Corporate Design“. Führung 1,50 Euro (zzgl. Eintritt).

Mittwoch, 05.02.2020, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse

Donnerstag, 06.02.2020, 9.00-17.00 Uhr
Drucken und Setzen im Druckladen des Gutenberg-Museums für Kleingruppen. Setzen mit Holzlettern, Drucken der Motive im Hochdruck, Anwenden des Frottageverfahrens. Weitere Projekte nach Absprache. Kosten: Werkstattbeitrag (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Donnerstag, 06.02.2020, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse

Freitag, 07.02.2020, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse

Freitag, 07.02.2020, 13.30-17.00 Uhr
Drucken und Setzen im Druckladen des Gutenberg-Museums für Kleingruppen
Setzen mit Holzlettern, Drucken der Motive im Hochdruck, Anwenden des Frottageverfahrens. Weitere Projekte nach Absprache. Kosten: Werkstattbeitrag (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Freitag, 07.02.2020, 11.00 Uhr
Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung mit den Gästeführern der Stadt Mainz. Führung 5 Euro (zzgl. Eintritt)

Samstag, 08.02.2020, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse

Samstag, 08.02.2020, 10.00-15.00 Uhr
Offene Werkstatt im Druckladen des Gutenberg-Museums
für Einzelpersonen und Kleingruppen mit max. 5 Teilnehmern. Drucken von eigenen oder vorhandenen Motiven, Setzen mit Holzlettern. Sondermaterialien auf Anfrage. Kosten: Werkstattbeitrag

Samstag, 08.02.2020, 10.30-14.30 Uhr
Offener Workshop im Druckladen: Experiment „Papier marmorieren mit Rasierschaumtechnik“
Unter Anleitung von Beate Krüger marmorieren Kinder ab 6 Jahren und Erwachsene Papiere mit Farbe und Rasierschaum. Jede/r Teilnehmende hat 30 Minuten Werkstattzeit, um sein eigenes Kunstwerk kreativ zu gestalten. Kosten: Werkstattbeitrag.
Samstag, 08.02.2020, 11.00 Uhr
Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung mit den Gästeführern der Stadt Mainz. Führung 5 Euro (zzgl. Eintritt)

Samstag, 08.02.2020, 13.30-16.30 Uhr
Nachlass von großen und kleinen Sünden
Druckvorführung von Ablassbriefen im 1. Stock des Gutenberg-Museums
Samstag, 08.02.2020, 14.00 Uhr
Kinderführung (ab 6 Jahre)
Treffpunkt 14 Uhr im Foyer. Druckvorführung, Gießen von Bleilettern, Rundgang durch das Museum. Führung 2 Euro (zzgl. Eintritt)
Sonntag, 09.02.2020, 12.00, 13.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse (15 Uhr im Rahmen der Kinderführung)

Sonntag, 09.02.2020, 13.00 Uhr
Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung mit den Gästeführern der Stadt Mainz. Führung 5 Euro (zzgl. Eintritt)

Sonntag, 09.02.2020, 15.00-17.00 Uhr
Familiennachmittag
Von tanzenden Buchstaben und bunten Blättern – Spannende Kinderführung von A bis Z mit Druckerschwärze und zauberhaften Büchern im Reich der schwarzen Kunst. Für Kinder ab 4 Jahre und ihre Eltern. Treffpunkt 15 Uhr an der Museumskasse | Mobile Druckwerkstatt: Drucken im Foyer des Gutenberg-Museums. Teilnahmebeitrag pro Kind: Führung 2 Euro und Drucken 2 Euro, inkl. Eintritt, erm. Eintritt 3,50 Euro für Eltern und begleitende Angehörige

Von Montag bis Freitag zwischen 9.00-17.00 Uhr
Einzelbetreuung und Druckaufträge im Druckladen des Gutenberg-Museums
Erstellen privater Drucksachen unter fachkundiger Hilfe. Entgegennahme von Aufträgen nach persönlicher Absprache (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Gutenberg-Museum
Liebfrauenplatz 5
55116 Mainz

Telefon: +49 6131 12-2640
Telefax: +49 6131 12-3488
gutenberg-museum@stadt.mainz.de
http://www.gutenberg-museum.de

Deutscher PEN bittet um Spenden zur Unterstützung bedrohter Autoren

fuer-das-freie-wortDas PEN-Zentrum Deutschland ruft zu Spenden an den internationalen PEN Emergency Fund auf, damit dieser weltweit seine Arbeit fortführen kann, Autorinnen und Autoren, die von Tod und Inhaftierung bedroht sind, zu helfen.
„Wem die Freiheit des Wortes am Herzen liegt, der muss sich der Sprache der Despoten verweigern – ob gegenüber den Verbrechen gegen die Menschlichkeit im nationalsozialistischen Deutschland, den schweren Verletzungen des Humanitären Völkerrechts in den Jugoslawien-Kriegen oder den Menschenrechtsverletzungen heute in Eritrea und in der Türkei. Das Writers-in-Prison-Komitee des internationalen PEN setzt sich für bedrohte Journalisten, Schriftsteller und Autorinnen ein, die in ihren Ländern Missstände beschreiben und aufdecken, da sie sich als Literaten einzig der Wahrheit und der Wahrhaftigkeit ihres Werks verpflichtet fühlen. Schreibend die Welt nicht nur abzubilden, sondern auch zu verändern, sollte von Ehre und Ruhm begleitet sein, wird jedoch allzu oft mit Tod oder Gefängnis bestraft.“

Jedes Jahr werden weltweit viele bedrohte Schriftstellerinnen und Schriftsteller durch den PEN Emergency Fund unterstützt. Auch Ihre Spende kann helfen! Nähere Informationen finden Sie unter https://penemergencyfund.com/en. Sie können auch an das deutsche PEN-Zentrum mit dem Verwendungszweck „Writers-in-Prison“ spenden.

Das deutsche PEN-Zentrum ist mit seinem Geschäftssitz in Darmstadt eine von weltweit über 150 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International zusammengeschlossen sind. PEN steht für Poets, Essayists, Novelists. Die ursprünglich 1921 in England gegründete Vereinigung hat sich als Anwalt des freien Wortes etabliert und gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Der deutsche PEN begleitet mit Initiativen und Veranstaltungen das literarische Leben in der Bundesrepublik. Er bezieht Stellung, wenn er die Meinungsfreiheit, gleich wo, in Gefahr sieht. Er mischt sich ein, wenn im gesellschaftlichen Bereich gegen den Geist seiner Charta verstoßen wird.

Veranstaltungen im Gutenberg-Museum vom 09.12. bis 15.12.2019

© Foto: Diether v Goddenthow
© Foto: Diether v Goddenthow

Veranstaltungen, die vom 09.12. bis 15.12.2019 im Gutenberg-Museum stattfinden.

Montag, 09.12.2019, 9.00-17.00 Uhr
Drucken und Setzen im Druckladen des Gutenberg-Museums für Kleingruppen. Setzen mit Holzlettern, Drucken der Motive im Hochdruck, Anwenden des Frottageverfahrens. Weitere Projekte nach Absprache. Kosten: Werkstattbeitrag (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Dienstag, 10.12.2019, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse

Mittwoch, 11.12.2019, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse

Donnerstag, 12.12.2019, 9.00-17.00 Uhr
Drucken und Setzen im Druckladen des Gutenberg-Museums für Kleingruppen. Setzen mit Holzlettern, Drucken der Motive im Hochdruck, Anwenden des Frottageverfahrens. Weitere Projekte nach Absprache. Kosten: Werkstattbeitrag (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Donnerstag, 12.12.2019, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse

Freitag, 13.12.2019, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse

Freitag, 13.12.2019, 11.00 Uhr
Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung mit den Gästeführern der Stadt Mainz. Führung 5 Euro (zzgl. Eintritt)

Freitag, 13.12.2019, 13.30-17.00 Uhr
Drucken und Setzen im Druckladen des Gutenberg-Museums für Kleingruppen
Setzen mit Holzlettern, Drucken der Motive im Hochdruck, Anwenden des Frottageverfahrens. Weitere Projekte nach Absprache. Kosten: Werkstattbeitrag (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Freitag, 13.12.2019, 19.00 Uhr
Vortragspräsentation „True Print – Buchdruckplakate von Dafi Kühne“
Dafi Kühne ist Plakatgestalter und Buchdrucker aus Glarus (Schweiz). In seiner Vortragspräsentation spricht er über seine international bekannt gewordenen Plakatgestaltungen, deren Plakatlayouts autonom mit alten und neuen Mitteln umgesetzt werden. Kosten: Museumseintritt

Samstag, 14.12.2019, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse

Samstag, 14.12.2019, 10.00-15.00 Uhr
Offene Werkstatt im Druckladen des Gutenberg-Museums
für Einzelpersonen und Kleingruppen mit max. 5 Teilnehmern. Drucken von eigenen oder vorhandenen Motiven, Setzen mit Holzlettern. Sondermaterialien auf Anfrage. Kosten: Werkstattbeitrag

Samstag, 14.12.2019, 10.00-17.00 Uhr
Workshop „Experimentelles Drucken mit Karton“ mit Dafi Kühne in der bauhaus.werkstatt des Gutenberg-Museums; Teilnahmebeitrag 10 Euro inkl. Museumseintritt für Schüler/-innen ab ca. 14 Jahre und Studierende, 20 Euro inkl. Museumseintritt für Erwachsene

Samstag, 14.12.2019, 11.00 Uhr
Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung mit den Gästeführern der Stadt Mainz. Führung 5 Euro (zzgl. Eintritt)

Samstag, 14.12.2019, 13.30-16.30 Uhr
Nachlass von großen und kleinen Sünden
Druckvorführung von Ablassbriefen im 1. Stock des Gutenberg-Museums
Samstag, 14.12.2019, 14.00 Uhr
Kinderführung(ab 6 Jahre): Treffpunkt im Foyer. Druckvorführung, Gießen von Bleilettern, Rundgang durch das Museum; Führung 2 Euro (zzgl. Eintritt)

Sonntag, 15.12.2019, 12.00, 13.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse (15 Uhr im Rahmen der Kinderführung)

Sonntag, 15.12.2019, 15.00-17.00 Uhr
Familiennachmittag:Von tanzenden Buchstaben und bunten Blättern – Spannende Kinderführungvon A bis Z mit Druckerschwärze und zauberhaften Büchern im Reich der schwarzen Kunst. Für Kinder ab 4 Jahre und ihre Eltern. Beginn 15 Uhr (bei Bedarf auch 16 Uhr) an der Museumskasse | Mobile Druckwerkstatt: Drucken im Foyer des Gutenberg-Museums; Teilnahmebeitrag pro Kind: Führung 2 Euro und Drucken 2 Euro, inkl. Eintritt, erm. Eintritt 3,50 Euro für Eltern und begleitende Angehörige

Von Montag bis Freitag zwischen 9.00-17.00 Uhr
Einzelbetreuung und Druckaufträge im Druckladen des Gutenberg-Museums
Erstellen privater Drucksachen unter fachkundiger Hilfe. Entgegennahme von Aufträgen nach persönlicher Absprache (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Gutenberg-Museum
Liebfrauenplatz 5
55116 Mainz