Kategorie-Archiv: Landesmuseum Mainz

Mit Urban Sketching die Seele der Menschen berühren – „Vor Ort – Zeichnend erzählt“ im Landesmuseum Mainz

Eindruck aus Paris vom französischen Illustrator Lapin. © Foto: Diether v. Goddenthow
Eindruck aus Paris vom französischen Illustrator Lapin. © Foto: Diether v. Goddenthow

Wenn sieben international tätige Zeichnerinnen und Zeichner vom 29.06 bis 2. 09. 2018 im Mainzer Landesmuseum in der Sonderausstellung „Vor Ort – zeichnend Erzähltes“ Höhepunkte ihrer freihändig an allen möglichen Orten spontan entstandenen Arbeiten zeigen, soll der Erlebniswert dieser ohnehin emotional sehr ansprechenden Werke von multisensorische Stationen mit Riech-, Tast- und Hörmöglichkeiten aufgepeppt werden.

Beispielsweise geschieht das auch mit Felix Scheinbergers Skizzenbuch „Hedo Berlin“ auf recht originelle Weise.

Aus dem Skzissenbuch "Hedo Berlin" von Felix Scheinberger. © Foto: Diether v. Goddenthow
Aus dem Skzissenbuch „Hedo Berlin“ von Felix Scheinberger. © Foto: Diether v. Goddenthow

Der Professor für Design an der Fachhochschule Münster hat unter anderem in einem Berliner Nachtclub, in dem Fotografieren verboten ist, seinen Skizzenblock gezückt, und ähnlich wie ein Gerichtszeichner ganz entzückende Eindrücke mit Stift und Farbe festgehalten von Club-Außenansichten beim Anstehen zum Einlass, über das Treiben drinnen bis hin zu Porträts von Tänzerinnen und Prostituieren.

Dabei stünde wie beim Urban Sketching generell das Machen im Zentrum, und zwar vor allem zum Vergnügen des Zeichnenden. Es ginge nicht nur um den Mut, die ersten Striche zu machen, sondern darum, die eigenen Erfahrungen, den eigenen Blick ins Zentrum zu rücken“, erklärt Ellen Löchner, eine der Ausstellungsmacherinnen und Leiterin der Abteilung Vermittlung im Landesmuseum Mainz. Um die Besucherinnen und Besucher über die Bildbetrachtung hinaus noch intensiver am Erlebens des Künstlers bei seinem Zeichnen im Nachtclub teilhaben zu lassen, haben sich die

Multisensorische Station zum Skizzenbuch Hedo-Berlin.© Foto: Diether v. Goddenthow
Multisensorische Station zum Skizzenbuch Hedo-Berlin.© Foto: Diether v. Goddenthow

Ausstellungsmacherinnen etwas ganz Besonderes einfallen lassen, nämlich indem sie über die Möglichkeit zur haptischen Simulation per Latextücher und olfaktorischen Stimulation mit je einem schwülstigen Herren- und Damen-Duft weitere Sinne der Besucher ansprechen wollen. Und wer möchte, kann über ein QR-Code per Smartphone durch typische Nachtclubgeräusche in Form einer Komposition sich zusätzlich einschwingen lassen. Wobei ich sagen muss, dass die Bilder derart ausdrucksstark sind, und durchaus für sich alleine stehen können. Aber wer vielleicht noch nie in einem Nachtclub war, dürfte durch diese multisensorische Station, insbesondere durch die recht exotisch anmutenden Düfte von Bettina Frauen, durchaus bestens emotional unterstützt werden.

Sehr eindrucksvoll und keine technische Zeichnung ist Johanna Krimmels Bagger, aus ihrer Baggerserie. © Foto: Diether v. Goddenthow
Sehr eindrucksvoll und keine technische Zeichnung ist Johanna Krimmels Bagger, aus ihrer Baggerserie. © Foto: Diether v. Goddenthow

Wunderbar und spannend sind die zum Teil schwerpunktmäßig sehr verschiedenen Arbeiten von Marina Grechanik, Sebastian Koch, Johanna Krimmel, Lapin, Sebastian Lörscher und Inma Serrano. Neben ihren Arbeiten werden zwölf Grafiken aus dem Bestand des Landesmuseums gezeigt.

Der Leitspruch der Urban Sketchers aus ihrem Manifest lautet: „Wir zeichnen vor Ort, drinnen oder draußen, nach direkter Beobachtung“. Es geht nicht um Schön-Zeichnen, sondern um die Freude daran, um das Erlebnis zeichnen, wobei angemerkt sei, dass sämtliche gezeigten Werke aus der „Feder“ von Profis stammen. Es sind lebendige und verstehbare Werke, die keiner weiteren Erläuterung bedürfen, die authentisch sind, und vor allem, die die Seele der Menschen berühren und sie mitnehmen. Urban Sketching-Kunst ist eine Art Renaissance des Impressionismus, als die Künstler im 19. Jahrhundert ihre muffigen Ateliers verließen, und in der freien Natur ihre Eindrücke skizzierten und malten. Die gegenständliche Bilderwelt des Urban Sketching erfüllt dass, was mitunter zu abstrakte und zu akademische zeitgenössische Kunst vielfach nicht mehr vermag, nämlich den Menschen in seinen Bedürfnissen nach verständlicher Bildersprache und harmonischen Bilderleben anzusprechen.

Ein besonderes Ausstellungs-Highlight wird am Abend der Ausstellungseröffnung, heute  ab 19 Uhr, der „Skizzomat“ von Felix Scheinberger sein. Gemeinsam mit Studenten wird der Hochschullehrer für Zeichnen und Illustration an der Münsterer Fachhochschule auf Wunsch, Porträts der Besucher anfertigen. Hierfür stehen 1500 Blatt  DIN-4-Aquarell-Bögen zur Verfügung. Die Porträts, vor’s Gesicht des Porträtierten gehalten, werden anschließend mit dem Smartphone fotografiert und ins Netz gestellt, anschließend an einer Aktionswand der Ausstellung angebracht oder den Besuchern mitgegeben.

Ein umfangreiches Rahmenprogramm aus Workshops zum Mitmachen, Zeichenkursen und Vorträgen begleitet die Ausstellung.

Diether v. Goddenthow /Rhein-Main.Eurokunst

Weitere Informationen auf der Website des Landesmuseums Mainz.

Flyer zur Ausstellung

 

Landesmuseum Mainz zeigt Disney-Filme im Open Air-Kino des Innenhofs am 16. u. 17.Juni

Im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung „Walt Disney – Mickey, Donald & Friends“ veranstaltet das Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) gemeinsam mit der mainzplus CITYMARKETING GmbH ein Open Air-Kinowochenende. Im idyllischen Innenhof des Landesmuseums werden am 16. und 17. Juni jeweils ein Klassiker aus den frühen Jahren sowie ein Kino-Hit der jüngsten Zeit gezeigt. Einlass an beiden Tagen ist um 19 Uhr. So können die Besucher zunächst entspannt durch die Ausstellung wandern und im Anschluss die beiden Filme im Innenhof genießen. Passend dazu bietet Stullen Andi Popcorn, Snacks sowie Wein und alkoholfreie Getränke an. Filmstart ist um 21 Uhr. Der Eintritt zum Open Air-Kino ist kostenfrei. Für den Besuch der Ausstellung gelten ab 17 Uhr gesonderte Eintrittspreise (6 Euro, ermäßigt 4 Euro).

Ausgetrunken! Trinkgefäße von der Steinzeit bis zum Jugendstil im Landesmuseum Mainz

GDKE-GenusslandkarteLandesmuseum Mainz rückt Tischkultur in den Fokus
Präsentation zeigt Trinkgefäße von der Steinzeit bis zum Jugendstil
vom 13. Mai 2018 bis 28. April 2019

Unter dem Motto „Sharing Heritage“ wird 2018 das Europäische Kulturerbejahr begangen. Die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) feiert das mit einem Themenschwerpunkt zur Genusskultur. In diesem Rahmen zeigt das Landesmuseum Mainz der GDKE die Präsentation „Ausgetrunken! Trinkgefäße von der Steinzeit bis zum Jugendstil“. Eingebettet in die Dauerausstellung werden Becher, Kannen, Krüge, Kelche und Pokale aus unterschiedlichen Epochen gezeigt. Veranschaulicht wird dabei nicht nur der Wandel von Formen und Materialien, sondern auch die Vielfalt der Tischkultur in Europa. So wird erst im Rokoko das bisher übliche Trinkgeschirr durch etwas Neues bereichert: die Tasse mit Henkel und Untertasse für die aus Übersee importierten exotischen Getränke Tee, Kaffee und Schokolade. Auch ein neuer Werkstoff kam mit dem in Ostasien schon lange bekannten Porzellan hinzu, das nun auch in Europa produziert wurde. Die aus der Steinzeit bis ins 20. Jahrhundert stammenden Objekte wurden entweder in Mainz gefunden oder dort angefertigt.

Ergänzt wird die Themenpräsentation durch eine Besuchervitrine samt Hörstation. Zudem werden thematisch passende Exponate der Dauerausstellung durch zusätzliche Informationen hervorgehoben.

Im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres 2018 (ECHY) und unter dem Motto SHARING HERITAGE begibt sich die GDKE auf eine kulinarische Reise in die über 2.000-jährige Geschichte der Genusskultur in Rheinland-Pfalz – von der Antike bis ins 20. Jahrhundert. Eingebettet in das bundesweite Aktionsjahr „Zu Tisch! Genießen in Schlössern und Gärten“ laden in diesem Jahr historische Originalschauplätze im gesamten Bundesland zu einem ganz besonderen Kulturgenuss ein. Burgen, Schlösser und Landesmuseen in der Pfalz, dem Oberen Mittelrhein, Rheinhessen, der Eifel und Trier bitten zu Tisch.

http://www.landesmuseum-mainz.de/ausstellungen/ausgetrunken/

Denis Scheck hält donaldistischen Vortrag „Speis und Trank in Entenhausen“ im Landesmuseum Mainz

Literaturkritiker und TV-Moderator Denis Scheck hält donaldistischen Vortrag im Landesmuseum Mainz. Archiv-Bild: © Foto: Diether v. Goddenthow
Literaturkritiker und TV-Moderator Denis Scheck hält donaldistischen Vortrag im Landesmuseum Mainz. Archiv-Bild zeigt den beliebten Kulturmoderator noch in seiner „alten Form“.: © Foto: Diether v. Goddenthow

Im Rahmen der Sonderausstellung „Walt Disney – Mickey, Donald & Friends“ ist am 7. Juni der Journalist, Literaturkritiker und Übersetzer Denis Scheck zu Gast im Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE). In seinem donaldistischen Vortrag widmet sich der bekennende Hobbykoch dem Thema „Speis und Trank in Entenhausen. Denn auch die berühmten Enten sind den leiblichen Genüssen nicht abgeneigt. So erfand Daniel Düsentrieb Intelligenzbrötchen, die Neffen Tick, Trick und Track trinken leidenschaftlich gerne Blubberlutsch und erlebten mit Onkel Donald und Dagobert Duck waghalsige Abenteuer im Land der viereckigen Eier. Der berühmte Disney-Zeichner Don Rosa zauberte der Großfamilie aus Entenhausen sogar einen Gänsebraten auf den weihnachtlichen Festtagstisch.

Denis Scheck, bekannt als Moderator von „Druckfrisch“ in der ARD und der SWR-Sendung „Lesenswert“, wurde mit den Entencomics von Carl Barks literarisch sozialisiert. In Mainz erörtert er die Frage: Kann man von den Enten nicht nur lesen, sondern auch kochen lernen? Genauer: Lässt sich aus dem, was der amerikanische Zeichner Carl Barks und seine deutsche Übersetzerin Dr. Erika Fuchs ihre Enten kochen und zu sich nehmen ließen, eine gastrosophische Erziehung oder kulinarische Perspektive entwickeln?

Der Vortrag „Speis und Trank in Entenhausen“ beginnt am Donnerstag, 7. Juni, um 18 Uhr im Landesmuseum Mainz. Der Eintritt ist frei.

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Mit Comiczeichner-Legende im Landesmuseum eine Reise zu Don Rosa im Landesmuseum Mainz

Jakubowski und Don Rosa.Foto Agentur Bonewitz.
Jakubowski und Don Rosa.Foto Agentur Bonewitz.

Podiumsgespräch mit Autor und Journalist Alex Jakubowski über eine lebende Comiczeichner-Legende im Landesmuseum

Die Disney-Zeichner-Legende Don Rosa steht am 24. Mai um 18.30 Uhr im Landesmuseum Mainz, der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE), im Mittelpunkt eines Podiumsgesprächs zwischen dem Autor Dr. Alex Jakubowski und Annette Boegl vom Landesmuseum (Eintritt frei). Don Rosa gilt als Nachfolger von Carl Barks und hat mehr als 20 Jahre lang den Kosmos Entenhausen fortgeschrieben. Zu seinem 66. Geburtstag ist im vergangenen Jahr der außergewöhnlicher Bildband „I still get Chills“ erschienen – ein sehr persönliches Porträt und eine liebevolle Hommage an den genialen Comiczeichner, der seit zehn Jahren keine Comicgeschichten mehr gezeichnet hat, aber sich einer stetig wachsenden Fangemeinde erfreut. Autor des Bildbands ist der ARD-Journalist und leidenschaftliche Comic-Sammler, Alex Jakubowski, der zusammen mit dem preisgekrönten und international renommierten Fotografen Lois Lammerhuber die lebende Legende Don Rosa eine Woche lang in den USA besucht hat. Im Podiumsgespräch schildert Alex Jakubowski eindrücklich seine „Reise zu Don Rosa“ und lässt die Zuhörer an der erstaunlichen Lebenswelt des außergewöhnlichen Meisterzeichners teilhaben. Und „wenn Carl Barks Dagoberts Vater ist, dann ist Don Rosa mindestens sein Patenonkel“ urteilte einst „Der Tagesspiegel“. Mit Onkel Dagoberts Biographie „Sein Leben, seine Milliarden“ erlangte Rosa Weltruhm und gewann den Eisner-Award, den wichtigsten Comic-Preis der Welt. Ein Augenleiden zwang ihn dazu mit dem Comiczeichnen aufzuhören. Don Rosa besitzt eine der größten Comicsammlungen Nordamerikas, eine Film- und CD-Bibliothek sowie einige exquisite Vintage Cars. Seine Sammelleidenschaft ist fast so legendär wie seine Zeichenkunst. Was es mit seiner Flipper-Sammlung und seiner Chilli-Plantage auf sich hat, erzählt Jakubowski im Rahmen des Podiumsgesprächs.

„Reise zu Don Rosa“. Podiumsgespräch mit Autor und Journalist Alex Jakubowski“ am 24. Mai um 18.30 Uhr im Landesmuseum Mainz. Eintritt ist frei.

Zur aktuellen Sonderausstellung

folderDas Gespräch über die Reise zu Don Rosa läuft im Rahmenprogramm der Sonderausstellung „Walt Disney – Mickey, Donald & Friends“, eine Ausstellung von mainzplus CITYMARKETING in Kooperation mit dem Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) in Zusammenarbeit mit dem artstar Verlag GmbH, Düsseldorf. Mit rund 300 Exponaten auf fast 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche bietet das Mainzer Landesmuseum einen außergewöhnlichen Einblick in die Welt der berühmten Disney-Figuren, von der Skizze zum fertigen Comic, und stellt die Zeichner und ihre Arbeitsweisen in den Mittelpunkt – von den ersten Vorzeichnungen vor rund 90 Jahren bis heute.

Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm begleitet, das sich an alle großen und kleinen Comic-Fans richtet. Führungen, Workshops, Filme, Vorträge und viele Aktionen rund um den Kosmos Entenhausen laden noch bis zum Ende der Ausstellung am 29. Juli 2018 ins Landesmuseum Mainz ein.

Alle Informationen zur Ausstellung unter www.landesmuseum-mainz.de.

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Landesmuseum Mainz feiert Internationalen Museumstag mit buntem generationsübergreifenden Programm

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Für den Internationalen Museumstag am Sonntag, 13. Mai, hat das Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) ein vielfältiges Programm für Groß und Klein zusammengestellt. Premiere feiert beispielsweise die Themenpräsentation „Ausgetrunken! Trinkgefäße von der Steinzeit bis zum Jugendstil“. Gezeigt werden Becher, Kannen, Krüge, Kelche und Pokale aus unterschiedlichen Epochen. Veranschaulicht wird dabei nicht nur der Wandel von Formen und Materialien, sondern auch die Vielfalt der Tischkultur in Europa. Ergänzt wird die Themenpräsentation durch eine Besuchervitrine samt Hörstation. Die Präsentation im Landesmuseum ist Teil des Themenschwerpunkts zur Genusskultur, mit dem die GDKE das Europäische Kulturerbejahr feiert, das 2018 unter dem Motto „Sharing Heritage“ steht. Am Internationalen Museumstag werden dazu um 12, 14 und 16 Uhr spezielle Führungen angeboten.

Passend zum Europäischen Kulturerbejahr, das die GDKE mit zahlreichen Veranstaltungen an historischen Orten überall in Rheinland-Pfalz begeht, startet um 15 Uhr eine Spezial-Veranstaltung der Reihe „Der Frische Blick“. Zu Gast ist der Event-Koch Ralph Schüller, der sich mit den Porträts von Nikolaus Martin, genannt Fressmüller, und Johann Friedrich Carl von Ostein aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert beschäftigt und seine Gedanken zur Beziehung der beiden Personen zueinander und zum Essen darlegt.

Für die kleinen Gäste stehen ab 10.30 Uhr stündlich Führungen zu einem Objekt aus dem Projekt „Mein Weg ins Museum“ auf dem Programm. Dabei können sich die Kinder aktiv beteiligen und Gegenstände mitbringen, die aus ihrer Sicht in ein Museum passen würden. Abgerundet wird das museumspädagogische Angebot an diesem Tag mit einem „Upcycling-Camp“, bei dem die Kinder aus allerlei verschiedenen Gegenständen Kunstwerke erschaffen.

Der Internationale Museumstag, der dieses Jahr unter dem Motto „Netzwerk Museum: Neue Wege, neue Besucher“ läuft, wird im Landesmuseum von 10 bis 17 Uhr gefeiert. Der Eintritt ist frei.

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Jugendkunstpreis 2018 im Landesmuseum Mainz verliehen

Die Preisträger Saskia Kussmann, Paula Barth, Yinying Shen, Dagat Mera, Helena Fankel, Victoria Porten, Melina Nickel, Ayu Hosea, Dana Lenz, Lucie Becker, Selina Hammer und Emma Menne zusammen mit Ilse Lang von der ALISA-Stiftung (8.v.l.) und Bernhard Bremm vom rheinland-pfälzischen Bildungsministerium (rechts). © Agentur Bonewitz
Die Preisträger Saskia Kussmann, Paula Barth, Yinying Shen, Dagat Mera, Helena Fankel,
Victoria Porten, Melina Nickel, Ayu Hosea, Dana Lenz, Lucie Becker, Selina Hammer und
Emma Menne zusammen mit Ilse Lang von der ALISA-Stiftung (8.v.l.) und Bernhard Bremm
vom rheinland-pfälzischen Bildungsministerium (rechts). © Agentur Bonewitz

Er fördert die Kreativität, bringt künstlerisch begabte junge Menschen zusammen und wurde in diesem Jahr bereits zum neunten Mal vergeben: der Alexandra-Lang-Jugendkunstpreis des Landes Rheinland-Pfalz. Im Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) nahmen die zwölf Preisträgerinnen und Preisträger nun die Auszeichnung entgegen. Der Jugendkunstpreis, der in diesem Jahr an Schülerinnen und Schüler zwischen 13 und 17 Jahren vergeben wurde, umfasst ein mehrtägiges Seminar in einem idyllisch gelegenen Landhaus in Hennweiler im Hunsrück. Dort haben die talentierten Jugendlichen unter dem Motto „Kreationstage 2018“ ihre eigenen Kunstwerke geschaffen, die bei der Preisverleihung im Landesmuseum ausgestellt wurden. Unterstützung bekamen sie dabei von Eberhard Grillparzer (Zeichnung, Stencil), Dorothee Becker (Zeichnung, Stencil), Harry Seifert (Zeichnung, Comic) und Eva Korn, die gemeinsam mit drei Teilnehmern der Gruppe einen Handyfilm mit gezeichnetem Storyboard entwickelte. „Man wird herausgefordert, etwas zu versuchen, was man alleine wohl nie begonnen hätte“, beschreibt Saskia (16) den Reiz des Kunstseminars, und Victoria (13) ergänzt: „Die Atmosphäre war klasse, weil wir so viele Interessen teilen.“

Der Jugendkunstpreis für Bildkunst (Grafik, Malerei, Plastik, Fotografie usw.) für künstlerisch hochbegabte Jugendliche wird seit 2008 vergeben, gestiftet in Erinnerung an die Künstlerin Alexandra Lang (1970-2000). Die Auszeichnung wird gefördert von der Alisa Stiftung, deren Initiatorin Ilse Lang alljährlich persönlich die Preise verleiht, und dem BDK Fachverband für Kunstpädagogik. Schirmherrin ist die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig.

Urban Sketchers im Landesmuseum Mainz – „Vor Ort – zeichnend Erzähltes“

"Schnüffler", Liesel Metten
„Schnüffler“, Liesel Metten

Auftakt zu Rahmenprogramm rund um Ausstellung „Vor Ort – zeichnend Erzähltes“

Die „Urban Sketchers“ sind ein internationales Netzwerk von kreativen Künstlern, die mit ihrem Zeichenstift Städte auf der ganzen Welt in ihren Skizzenbüchern verewigen. Im Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) erhält die Künstlervereinigung nun eine Plattform, um in einer Ausstellung ihre Werke zu präsentieren und zugleich den Besuchern ihre Philosophie, Technik und Herangehensweise zu erläutern. Am Mittwoch, 9. Mai, steht der Auftakt zu einem breit gefächerten Rahmenprogramm an, das anlässlich der Ausstellung „Vor Ort – zeichnend Erzähltes“ viele spannende Veranstaltungen und Aktionen rund um die Kunst der Urban Sketchers bereithält. Unter dem Titel „Das Museum zeichnend erobern“ wird Urban Sketcherin Nadine Hanssen, Mitarbeiterin des Römisch-Germanischen-Zentralmuseums, bei einem Lunchtime-Gespräch um 12.30 Uhr vor vier ausgewählten Objekten Zeichentechniken demonstrieren, die eine spontane Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Werk ermöglichen. Dabei lädt Hanssen die Besucher dazu ein, es ihr gleich zu tun und selbst künstlerisch tätig zu werden. Die Aktion, die auch ein Beitrag zur 1. Mainzer Science-Week ist, weist zugleich auf die Ausstellung „Vor Ort – zeichnend Erzähltes“ hin, die vom 29. Juni bis 2. September Arbeiten von international tätigen Urban Sketchers zeigt. Die Ausstellung wird in Konzept und Rahmenprogramm viele Möglichkeiten zur handelnden Annäherung an die persönliche Umwelt und die gezeigten Zeichnungen bieten.

Die Urban Sketchers-Bewegung versteht sich als eine Art visueller Journalismus, der Städte so zeigt, wie sie von den Künstlern in dem Moment des Zeichnens vor Ort gerade wahrgenommen werden. Das Künstlernetzwerk wurde 2007 in den USA ins Leben gerufen und hat auf der ganzen Welt mehrere tausend Mitglieder. Urban Sketcher stellen sämtliche Szenen des täglichen Lebens dar, sei es aus Großstädten, kleinen Städten oder ländlichen Gebieten. Gebäude, Menschen, Parks und Märkte können genauso zum Motiv werden wie Flugzeuge, Züge und Autos, Geschäfte und Cafés. Ihrem journalistischen Anspruch folgend schaffen die Künstler mit ihren Zeichnungen eine visuelle Chronik ihres Lebens. Dabei werden verschiedene Zeichentechniken und -materialien verwendet: von Bleistift- und Tintenzeichnungen über verschiedene Aquarelltechniken bis zur Anwendung digitaler Medien auf Smartphones und Tablets. Die Arbeiten werden vor allem über das Internet weltweit verbreitet und untereinander ausgetauscht.

Neben der Auftaktveranstaltung am 9. Mai und der Ausstellung „Vor Ort“ bieten erfahrene Urban Sketcher im Landesmuseum Mainz auch Workshops zum Mitmachen, Zeichenkurse und Vorträge an.

Ort:
Landesmuseum Mainz
Große Bleiche 49-51.
http://www.landesmuseum-mainz.de/

Neue Angebote für Kinder und Familien Sonderausstellung „Mickey, Donald & Friends“ im Landesmuseum Mainz

© GDKE Rheinland-Pfalz – Landesmuseum Mainz (Foto: Ursula Rudischer)
© GDKE Rheinland-Pfalz – Landesmuseum Mainz (Foto: Ursula Rudischer)

Kindercafé, Familien-Quiz, Leseecke und vieles mehr

Mit ganz neuen Angeboten speziell für Kinder und Familien ergänzt das Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) die Sonderausstellung „Walt Disney – Mickey, Donald & Friends.“ So wurde jetzt eigens ein Kindercafé inklusive Eisverkauf eingerichtet, mit witzigen Memory-Spielen, Puzzles und Malvorlagen. Auf Wunsch können die künstlerischen Werke in einen Briefkasten eingeworfen und auf Facebook veröffentlicht werden.

Außerdem gibt es ab sofort jeden Sonntag von 12-13 Uhr öffentliche Familienführungen und ab 12.5. auch samstags von 15-16 Uhr. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig. Die Teilnahme an der Führung kostet zusätzlich 3 Euro pro Person. Für größere Gruppen (bis zu 20 Kinder und Jugendliche) bietet sich die neue Themenführung an „Einmal Entenhausen, bitte!“, hier kann jeder miterleben, wie es den Disney-Zeichnern gelingt, die Comic-Figuren zum Lachen und Weinen zu bringen und den gezeichneten Enten und Mäusen menschelndes Leben einzuhauchen. Viele neue Angebote ergänzen zudem das Kinderprogramm: lustige Foto-Aktionen, ein spannendes Familien-Quiz, eine gemütliche Leseecke und am Ausgang erhält jedes Kind eine Überraschung.

Das museumspädagogische Rahmenprogramm für große und kleine Comic-Fans bietet zudem abwechslungsreiche Workshops und offene Ateliers mit Kurzführungen und praktischen künstlerischen Übungen. Außerdem verwandelt sich das Forum im Landesmuseum an jedem Wochenende in ein cooles Comic-Kino mit verschiedenen Disney-Klassikern für die ganze Familie. Das Programm für Kinder und Jugendliche kann direkt über Ellen.Loechner@gdke.rlp.deabgestimmt und gebucht werden.

Freuen dürfen sich alle Disney-Fans auch schon auf das große Comic-Fest im Landesmuseum, das am Sonntag, 10. Juni, einen ganzen Tag im Zeichen von Mickey, Donald & Friends steht, mit vielen interaktiven Angeboten und Überraschungen – Blubberlutsch inklusive.

„Walt Disney – Mickey, Donald & Friends“ ist eine Ausstellung von mainzplus CITYMARKETING in Kooperation mit dem Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE), in Zusammenarbeit mit dem artstar Verlag GmbH, Düsseldorf. Mit rund 300 Exponaten auf fast 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche bietet das Mainzer Landesmuseum der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) einen außergewöhnlichen Einblick in die Welt der berühmten Disney-Figuren, von der Skizze zum fertigen Comic, und stellt die Zeichner und ihre Arbeitsweisen in den Mittelpunkt – von den ersten Vorzeichnungen vor rund 90 Jahren bis heute.

Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm begleitet, das sich an alle großen und kleinen Comic-Fans richtet. Führungen, Workshops, Filme, Vorträge und viele Aktionen rund um den Kosmos Entenhausen laden noch bis zum Ende der Ausstellung am 29. Juli 2018 ins Landesmuseum Mainz ein.

Alle Informationen zur Ausstellung unter www.landesmuseum-mainz.de.

Raiffeisen in Mainz gewürdigt – Veranstaltungen und Ausstellungen im Raiffeisenjahr 2018

© Deutsche Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft e. V.
© Deutsche Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft e. V.

Anlässlich des Raiffeisen-Jahrs 2018 standen einmal mehr die Genossenschaftsidee und ihr Begründer Friedrich Wilhelm Raiffeisen im Mittelpunkt des Parlamentarischen Abends am 25. April im rheinland-pfälzischen Landtag. Der Präsident des Landtags, Hendrik Hering, Werner Böhnke, Vorsitzender der Deutschen Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft und die rheinland-pfälzische Staatsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler würdigten Friedrich Wilhelm Raiffeisen und seine auch heute noch aktuelle Idee der Genossenschaft, wie sie insbesondere heute auch verstärkt in Bürgergesellschaften, etwa im Bereich Schaffung bezahlbaren Wohnraums, Pflege- und Altenwohngemeinschaften usw. wieder zum Ausdruck käme.

Friedrich Wilhelm Raiffeisen wurde vor 200 Jahren geboren. Sein Lebenswerk ist heute aktueller denn je: Die Genossenschaftsidee erlebt in den vergangenen Jahren eine Wiederbelebung, weil die genossenschaftlichen Werte Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung heute besonders von jungen Menschen im Geschäftsleben gesucht werden.

Mehr als 22 Millionen Menschen in Deutschland sind Mitglied einer Genossenschaft, und immer mehr Menschen entdecken diese Form des gemeinschaftlichen Wirtschaftens – ob auf der Suche nach fairen Finanzprodukten, nachhaltiger Landwirtschaft, unabhängiger Energieversorgung oder bezahlbarem Wohnraum: Hier zählt das Wohl aller, nicht der Profit weniger. Seine Idee der Genossenschaft bewegt weiterhin Menschen und Märkte. Die Genossenschaftsidee wurde 2016 von der UNESCO in die
Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.

Ausstellungen und Veranstaltungen im Raiffeisen-Jahr 2018

„Mensch Raiffeisen. Starke Idee!“

© Deutsche Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft e. V.
© Deutsche Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft e. V.

Im Raiffeisen-Jahr 2018 heißt es deshalb unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident FrankWalter Steinmeier: „Mensch Raiffeisen. Starke Idee!“ mit unzähligen Veranstaltungen rund um die Genossenschaftsidee. Alle Infos unter www.raiffeisen2018.de.

 

Tradition Raiffeisen – Wirtschaft neu denken
Wechselausstellung

© GDKE
© GDKE

Landesmuseum Koblenz | Haus der Kulturgeschichte
vom 13. Juni 2018 bis 27. Januar 2019
Folgen Sie den Spuren Friedrich Wilhelm Raiffeisens (1818-1888) als einem der Begründer der modernen Genossenschaftsidee – seit 2016 Immaterielles Kulturerbe der UNESCO.
Entdecken Sie, wie Raiffeisen in Zeiten gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Herausforderungen die Idee der Genossenschaften miterdacht und umgesetzt hat, wie sich die Genossenschaften seitdem entwickelt und welche globale Ausbreitung sie erlangt haben.
Alle Infos unter: Tradition Raiffeisen – Wirtschaft neu denken“