Kategorie-Archiv: Buchkultur

Dörte Hansen wird neue Mainzer Stadtschreiberin – Zum 37. Mal vergeben: Stadtschreiber-Literaturpreis des ZDF, 3sat und der Landeshauptstadt Mainz

Dörte Hansen. Copyright: ZDF
Dörte Hansen. Copyright: ZDF

Die Schriftstellerin Dörte Hansen wird Mainzer Stadtschreiberin des Jahres 2022. Die Autorin, 1964 in Husum in Nordfriesland, geboren, ist damit die 37. Trägerin des von ZDF, 3sat und der Stadt Mainz vergebenen Literaturpreises. Gemeinsam mit dem ZDF wird die Schriftstellerin eine Dokumentation nach freier Themenwahl produzieren und zeitweilig die Stadtschreiberwohnung im Mainzer Gutenberg-Museum beziehen. Die Verleihung des mit 12.500 Euro dotierten Preises ist für Anfang März 2022 geplant. „Es ist schwer, sich Dörte Hansens erzählerischem Sog zu entziehen. Sie nimmt ihre Leserinnen und Leser ganz spielerisch gefangen und lotet dabei aus, was Sprache und Dialekt für unsere Identität bedeuten,“ so Anne Reidt, Leiterin der Hauptredaktion Kultur im ZDF. „Wir freuen uns schon sehr auf die Zusammenarbeit mit der neuen Mainzer Stadtschreiberin.“

Die Jury: „Dörte Hansen wird von Leserinnen und Lesern, Literaturkritikerinnen und -kritikern gleichermaßen geliebt und gelobt. Hansen beherrscht es meisterlich, in ihren Romanen unsentimental und lebensnah davon zu erzählen, wie es ist, sich nach der ländlichen Heimat zu sehnen und zugleich von ihr davonlaufen zu wollen. Dörte Hansen schreibt keine Heimatidyllen, sondern eher bitterzarte Dorfromane in einer Welt, die zu verschwinden droht.“

Nach dem Abitur studierte Hansen an der Uni Kiel Soziolinguistik, Anglistik, Romanistik und Frisistik. In Hamburg wurde sie 1994 mit einer soziolinguistischen Arbeit promoviert. Viele Jahre arbeitete Hansen als Journalistin für Hörfunksender der ARD sowie für diverse Zeitschriften und bis 2012 als Kulturredakteurin bei NDR Info. 2015 errang sie mit ihrem ersten Roman „Altes Land“ einen Millionenerfolg. Die Geschichte um eine junge Frau, die auf der Flucht aus Ostpreußen versucht, im Alten Land heimisch zu werden, wurde 2020 unter der Regie von Sherry Hormann für das ZDF verfilmt. Ihr zweiter Roman „Mittagsstunde“ (2018) erzählt die Geschichte eines nordfriesischen Straßendorfs von den 1960er-Jahren bis in unsere Gegenwart. Auch dieses Buch wurde zum Bestseller. Anna-Sophie Mahler inszenierte es 2021 in einer musikalischen Bühnenfassung für das Hamburger Thalia Theater. Eine Kinoverfilmung unter der Regie von Lars Jessen in Ko-Produktion mit dem ZDF ist zurzeit in Arbeit.

Dörte Hansen wurde bereits mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet. Sie lebt mit ihrer Familie in Husum.

Ingo Schulze im Gespräch mit Frank Witzel – Lesungsabend zum Preis der Literaturhäuser 2021

2021 hat das Netzwerk der Literaturhäuser dem Dresdner Autor Ingo Schulze den Preis der Literaturhäuser zugesprochen. Verbunden mit der Auszeichnung ist neben einer Dotierung von 20.000 Euro auch eine Lesereise auf Einladung der Literaturhäuser. Am Dienstag, 9. November, macht Ingo Schulze Halt im Kulturforum Wiesbaden und liest unter anderem aus seinem neuen Erzählband „Tasso im Irrenhaus“. Moderiert wird der Abend von dem Wiesbadener Autor Frank Witzel, mit dem Schulze gut befreundet ist. Neben der Lesung geht es allgemein um das Werk des Preisträgers, um seine Figuren und Erzählstrukturen ebenso wie um seine Verbundenheit zu ostdeutschen Thematiken. Zusätzlich zur Veranstaltung vor Ort wird ein Livestream angeboten. Im Kulturforum gilt die 3G-Regel. Aktuelle Informationen sind auf der Website des Literaturhauses unter www.wiesbaden.de/literaturhaus zu finden.

Ingo Schulze wurde 1962 in Dresden geboren. Nach seinem ersten Erzählband im Jahr 1995 folgten zahlreiche Romane, Reden und Essays. 2020 war er mit seinem Roman „Die rechtschaffenen Mörder“ für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert und erhielt im selben Jahr den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.

Frank Witzel, geboren 1955 in Wiesbaden, ist Autor, Illustrator, Radiomoderator und Musiker. 2015 wurde er mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet, 2017 kuratierte er die Wiesbadener Literaturtage. Im Jahr 2021 wurde ihm der Erich Fried Preis zugesprochen.

Zeit und Ort:
Di 09.11.2021, 19:30 Uhr, € 8 / erm. € 5 zzgl. VVG. Es gibt eine Abendkasse!
Kulturforum Wiesbaden, Friedrichstr. 16, 65185 Wiesbaden
Kartenvorverkauf: Tourist-Information Wiesbaden, Marktplatz 1, Telefon: 0611 / 1729-930;
Online unter www.wiesbaden.de/literaturhaus. Streaming-Tickets sind für € 5 zzgl. VVG
unter www.reservix.de und über die Homepage des Literaturhauses erhältlich.

Carl-Zuckmayer-Medaille 2022 geht an Rafik Schami, Brückenbauer zwischen den Kulturen

Foto:  Diether v Goddenthow
Foto: Diether v Goddenthow

Er ist ein leidenschaftlicher Geschichtenerzähler, der wortstark für Demokratie und Menschenrechte eintritt und Brücken zwischen den Kulturen baut. Für seine Verdienste um die deutsche Sprache zeichnet Ministerpräsidentin Malu Dreyer den deutsch-syrischen Autor Rafik Schami am 18. Januar 2022 mit der Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes aus. „Mit seinen Geschichten und Erzählungen voller Weisheit, Humor und Melancholie begeistert Rafik Schami ein Millionenpublikum. Durch seine Verknüpfung mit der arabischen Erzähltradition hat er die deutsche Literatur wunderbar bereichert. Längst gehört er zu den wichtigsten deutschen Schriftstellern der Gegenwart, der auch mit seiner klaren gesellschaftspolitischen Haltung überzeugt“, begründete die Ministerpräsidentin ihre Entscheidung, die sie aufgrund des eindeutigen Votums einer Fachkommission getroffen hat.

Rafik Schami wurde 1946 in Damaskus geboren und wanderte als Oppositioneller 1970 über den Libanon nach Deutschland aus. Ursprünglich studierte er Chemie, wurde nach seiner Promotion jedoch Schriftsteller und lebt als einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Autoren in der Pfalz. Sein umfangreiches Werk besteht aus Märchen, Romanen, Essays und Erzählungen und wurde in 34 Sprachen übersetzt.

„Die Bücher von Rafik Schami bringen uns die arabischen Lebens- und Gedankenwelten näher, sie lassen uns träumen und in fremde Welten eintauchen. Seine Geschichten berühren, sie sind aber auch ein klares Statement gegen jede Form von Unterdrückung und Gewalt. Folgerichtig ist seine Arbeit als Brückenbauer nicht nur auf die Literatur beschränkt, sondern er engagiert sich gegen Rassismus, Antisemitismus und Gewalt“, sagte die Ministerpräsidentin. So setze er sich seit vielen Jahren für die Aussöhnung zwischen Palästinensern und Israelis ein oder habe den Verein Schams gegründet, der syrische Kinder und Jugendlichen unterstützt.

„Rafik Schami hat das gleiche Lebensalter wie unser Land Rheinland-Pfalz, das im kommenden Jahr seinen 75. Geburtstag feiert. Gerade im Jubiläumsjahr ist er ein wunderbarer Preisträger. Mit seiner literarischen Arbeit und mit seinem Engagement für Frieden, Freiheit und Menschenrechte steht er für das, was Rheinland-Pfalz ausmacht. Ich freue mich sehr auf die Preisverleihung“, so die Ministerpräsidentin.

Die Carl-Zuckmayer-Medaille wird vom Land Rheinland-Pfalz seit 1979 jährlich, am 18. Januar, dem Todestag Carl Zuckmayers, an Persönlichkeiten vergeben, die sich um die deutsche Sprache in besonderer Weise verdient gemacht haben. Die Verdienste des Preisträgers werden mit einer individuell gestalteten Kulturveranstaltung im Mainzer Staatstheater gewürdigt. Zu dem Preis gehört eine vom Künstler Otto Kallenbach geschaffene Medaille sowie ein 30-Liter-Fass Nackenheimer Wein, dem Lieblingswein Carl Zuckmayers.

Trägerinnen und Träger der Carl-Zuckmayer-Medaille sind:

Günther Fleckenstein (1979), Werner Hinz (1980), Georg Hensel (1982), Friedrich Dürrenmatt (1984), Ludwig Harig (1985), Dolf Sternberger (1986), Tankred Dorst (1987), Günter Strack (1988), Hanns Dieter Hüsch (1989), Martin Walser, Adolf Muschg, André Weckmann (1990), Albrecht Schöne (1991), Hilde Domin (1992), Hans Sahl (1993), Fred Oberhauser (1994), Grete Weil (1995), Mario Adorf (1996), Katharina Thalbach (1997), Harald Weinrich (1998), Eva-Maria Hagen (1999), Peter Rühmkorf (2000), Mirjam Pressler (2001), Herta Müller (2002), Monika Maron, Wolf von Lojewski (2003), Edgar Reitz (2004), Thomas Brussig (2005), Armin Mueller-Stahl (2006), Udo Lindenberg (2007), Bodo Kirchhoff (2008), Volker Schlöndorff (2009), Emine Sevgi Özdamar (2010), Hans Werner Kilz (2011), Uwe Timm (2012), Doris Dörrie (2013), Dieter Kühn (2014), Bruno Ganz (2015), Sven Regener (2016), Joachim Meyerhoff (2017), Yoko Tawada (2018), Robert Menasse (2019), Maren Kroymann (2020), Nora Gomringer (2021).

Tsitsi Dangarembga mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2021 ausgezeichnet

Die simbabwische Autorin und Filmemacherin Tsitsi Dangarembga ist heute mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet worden. Die Verleihung fand vor rund 400 geladenen Gästen in der Frankfurter Paulskirche statt. Die Laudatio hielt die kenianische Germanistin und Soziologin Auma Obama.

In ihrer Dankesrede analysierte Tsitsi Dangarembga, wie die innerhalb imperialer Strukturen ausgeübte physische, psychologische, politische, ökonomische, metaphysische und genozidale Gewalt sukzessive dazu geführt habe, dass wir heute in einem System lebten, das als „No-Win-Situation“ beschrieben werden müsse: „Das heißt, dass der Westen mit all seiner Technologie, seinen Überzeugungen und seiner Praxis auf vielfachen weiterhin praktizierten Formen der Gewalt aufgebaut ist, die er in den Rest der Welt exportiert hat und die jetzt in postkolonialen Staaten so eifrig praktiziert werden wie zuvor in imperialen und kolonialen Staaten. […] Es ist wohl bekannt, dass Gewalt weitere Gewalt erzeugt, und das sehen wir heute auf der ganzen Welt, auch in den Heimatstaaten des Imperiums.“

Die aktuellen gesellschaftlichen Denkmuster böten offensichtlich keinen Lösungsansatz – im Gegenteil: Weltweit gelehrte Disziplinen wie Marketing und Betriebswirtschaft, Politik und Werbung hätten zum Inhalt, eine Population anhand einer Reihe demografischer Merkmale zu segmentierten und anschließend zu manipulieren, um finanziellen, politischen, sozialen oder anders gearteten Profit zu maximieren: „Ein System, das auf Profit basiert, […] ist ein System der Ausbeutung. Ein System, das einerseits Konzentration und andererseits ein Defizit erzeugt, ist ein System des Ungleichgewichts. So ein System ist notwendigerweise instabil und deshalb auch nicht nachhaltig. Wie ist es möglich, dass wir in ein instabiles, nicht nachhaltiges System investieren, das uns zwangsläufig in den Untergang führt?“

Tsitsi Dangarembga sagte weiter: „Die Lösung ist, ethnisch determinierte und andere hierarchische Denkweisen abzuschaffen, die auf demografischen Merkmalen wie sozialem und biologischem Geschlecht, Religion, Nationalität, Klassenzugehörigkeit und jedweden anderen Merkmalen beruhen, die in der gesamten Geschichte und überall auf der Welt die Bausteine des Imperiums waren und noch immer sind. […] Was wir tun können, ist, unsere Denkmuster zu verändern, Wort für Wort, bewusst und beständig, und daran festzuhalten, bis wir Ergebnisse sehen in der Weise, wie wir Dinge tun und welche Folgen sich daraus ergeben.“

Mit der Hoffnung, dass ein solcher Paradigmenwechsel möglich ist, schloss die Preisträgerin ihre Rede: „Unsere Entscheidung, was und wie wir denken, ist letztlich eine Entscheidung zwischen Gewalt oder Frieden fördernden Inhalten und Narrativen. Dass jemand wie ich, der in nicht so ferner Vergangenheit aufgrund von demografischen Kriterien im schlimmsten Fall als nicht denkend, im besten Fall als nicht auf eine wertvolle Weise denkend und deshalb auf nicht wertvolle Weise existierend kategorisiert wurde, heute diesen Preis erhält, bezeugt die Fähig-keit für Wandel, die wir Menschen haben.“

Auma Obama lobte in ihrer Laudatio Tsitsi Dangarembgas steten Antrieb, Verantwortung zu übernehmen und die Welt zum Guten zu verändern. Allen Hürden zum Trotz kämpfe sie tagtäglich voller Mut für diejenigen ohne eigene Stimme und für die Meinungsfreiheit: „Bestimmt hättest du manchmal am liebsten aufgegeben, Tsitsi, und der Versuchung nachgegeben, einfach ein normales, gewöhnliches Leben zu führen. Warum sich mühsam Gehör verschaffen, wenn man auch irgendwie so durchkommt? Warum unbedingt ein Forum für mehr Gerechtigkeit schaffen? Das Leben wäre sehr viel einfacher gewesen, für dich, für uns, wenn wir das gekonnt hätten. Aber du bist nicht gewöhnlich.“

Auch der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann zog den Hut vor Dangarembgas Engagement für das Recht auf Selbstbestimmung und gegen die Dominanz weißer Menschen: „Sie akzeptieren nicht, dass Menschen aufgrund von Geschlecht oder Rasse unterdrückt werden – oder weil Kolonialismus wie ein Echo aus der Vergangenheit unsere Gegenwart bestimmt. […] Sie fordern Gleichberechtigung. Sie stehen auf für Pressefreiheit, für den Kampf gegen Korruption – selbst wenn Machthaber, wie vergangenes Jahr, Sie mit Inhaftierung einzuschüchtern versuchen. Diese Haltung, die sich durch Ihre Romane, Dramen und Filme zieht, macht Sie zu einem Vorbild.“

Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins, stellte die Wirkung der Texte der Preisträgerin in den Fokus ihrer Ansprache und würdigte die Einblicke, die den Leser*innen hierdurch gewährt würden: „Danke, dass Sie mich an Tambus Seite gestellt haben, dass ich eins mit ihr werden durfte, dass ich Tambudzais Ausweglosigkeit begreifen konnte, aber auch jeden Versuch, wieder aufzustehen. Sie, haben es geschafft, uns eine Gesellschaft so nahe zu bringen, dass sie uns zwar nicht restlos verständlich wird, wir sie aber auf uns beziehen können, auf uns und unsere eigenen Unzulänglichkeiten.“

Seit 1950 vergibt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Preisträger waren unter anderem Sebastião Salgado, Albert Schweitzer, Astrid Lindgren, Václav Havel, Jürgen Habermas, Susan Sontag, Liao Yiwu, Navid Kermani, Margaret Atwood, Aleida und Jan Assmann und im vergangenen Jahr Amartya Sen. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert.

73. Frankfurter Buchmesse: Neustart der Buchbranche, Wiedersehensfreude und Kontroverse um die Grenzen der Meinungsfreiheit

Gratulation für Mut und Kreativität der Veranstalter, die 73. Frankfurter Buchmesse (20.-24. Oktober 2021) trotz ungewisser Pandemie-Lage erstmals seit 2019 wieder als Präsenzveranstaltung gewagt zu haben. Damit setzten sie ein wichtiges Zeichen für die Kulturbranche in Zeiten von Corona. Flankiert durch ein ausgeklügeltes Hygiene- und Sicherheitskonzept, konnte sich das Fach- und das Privatpublikum unter dem Motto “Re:connect” wieder sicher begegnen. Immerhin kamen – trotz des europaweiten Orkans mit Zug- und Flugausfällen am Buchmessen-Donnerstag – bereits gut 36.000 Fachbesucher*innen aus 105 Ländern und 37.500 private Leser*innen aus 85 Ländern zur Frankfurter Buchmesse 2021. Sie ist die erste große Präsenzveranstaltungen der internationalen Buchbranche seit Ausbruch der Pandemie. Insgesamt 2013 Unternehmen aus 80 Ländern präsentierten sich in den Hallen, im LitAg, an den neuen Workstations oder als digitale Aussteller*innen im Netz. Insgesamt 2.500 Medienvertreter*innen aus 39 Ländern waren für die diesjährige Frankfurter Buchmesse akkreditiert.

Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse: „Die 73. Frankfurter Buchmesse markiert nach 18 Monaten einen Neubeginn und hat angesichts der weltweit geltenden Reisebeschränkungen unsere Erwartungen weit übertroffen. Dies zeigt, wie resilient und kreativ unsere Branche ist. Viele Aussteller*innen und Fachbesucher*innen äußerten sich sehr zufrieden über die Qualität der Gespräche. Man konnte die Wiedersehensfreude in den Hallen förmlich spüren. Mit unserem digitalen Fachprogramm haben wir eine Brücke zu Teilnehmer*innen geschlagen, die in diesem Jahr nicht reisen konnten.“

Vom Dienstag, 19. Oktober, bis Sonntag, 24. Oktober, nutzten 130.000 User*innen die Angebote auf buchmesse.de. Der Livestream zum digitalen Fachprogramm “Frankfurt Studio: Inside Publishing” (27 Sessions) wurde allein auf der Website der Frankfurter Buchmesse über 15.500-mal in 97 Ländern eingeschaltet. Das deutschsprachige Live-Programm für das Privatpublikum im “Frankfurt Studio Festival” in Kooperation mit Buchjournal (34 Sessions) wurde bis zum Sonntagmittag bereits über 5.200-mal eingeschaltet. Die ARD-Buchmessenbühne zeigte 46 Stunden Programm im Livestream und das Frankfurt Studio sendete 44,5 Stunden. Das physische BOOKFEST city-Programm kommt auf insgesamt 85,5 Stunden. Zusätzlich konnte ein Großteil des Live-Programms beider Livestreams auch über Facebook und YouTube verfolgt werden. Die Inhalte stehen im November auf buchmesse.de in einer Mediathek zur Verfügung.

Auch das  physische Buchfest OPEN BOOKS des Kulturamtes der Stadt Frankfurt mit insgesamt 105 Veranstaltungen und Live-Events, auf denen 140 Autor*innen ihre neuen Bücher vorstellten, war mit 6500 Besuchern sehr gut besucht. Wer pandemiebedingt keinen Platz mehr bekommen konnte, konnte etliche Veranstaltungen daheim streamen.

Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels: „Die Frankfurter Buchmesse war geprägt von Wiedersehensfreude und Aufbruchsstimmung. Die Branche geht gestärkt aus der Pandemie hervor und hat die Messetage für die persönliche Begegnung, den Austausch über wichtige Branchenthemen und den Ausbau von Geschäftskontakten genutzt. Unterstützt durch ein breites digitales Angebot hat das Buch so eine weithin sichtbare Bühne bekommen. In aufgewühlten Zeiten standen auch wichtige gesellschaftliche Themen auf der Agenda. Dabei hat sich auch gezeigt, dass es gesellschaftliche Debatten gibt, die wir intensiv weiterführen müssen und werden – so etwa die zur Bekämpfung von Rassismus oder die zum Umgang mit extremen politischen Positionen in unserer Gesellschaft und auf Buchmessen.“

Besonders eindrücklich hat sich in den letzten Tagen gezeigt, wie sehr die Frankfurter Buchmesse die aktuellen gesellschaftlichen Debatten widerspiegelt und verstärkt. In über 100 Veranstaltungen auf dem Blauen Sofa, der ARD-Buchmessenbühne, im Forum Bildung äußerten sich Podiumsteilnehmer*innen aus vielen Disziplinen zu Themen wie Anti-Rassismus und Anti-Diskriminierung, Gendern und Meinungsfreiheit.

Der Boykottaufruf einer Autorin auf Grund der Präsenz eines Verlages der „Neuen Rechten“, hat die Netz-Community aufgebracht die Öffentlichkeit gespalten: Wo kann ein Veranstalter wie die Frankfurter Buchmesse die Grenze ziehen, welche Verlage zugelassen werden? Wo endet die Meinungsfreiheit, wo beginnt Zensur?

Die Politikerin Aminata Touré und Managerin Janina Kugel haben sich entschieden, ihre geplanten Auftritte trotz des Boykottaufrufs im Netz wahrzunehmen und die Messe für sich und ihre Positionen zu nutzen. Sie trafen sich mit der Journalistin Jagoda Marinić im Rahmen der Reihe “SHEROES – Streiterinnen für die Zukunft” auf der ARD-Buchmessenbühne. Zum Thema “Boykott oder Ausschluss? Wie umgehen mit rechten Verlagen auf Buchmessen” fand am Messesonntag ein Panel mit Mirrianne Mahn (GRÜNE), Referentin für Diversitätsentwicklung der Stadt Frankfurt sowie dem Schriftsteller Per Leo statt.

„Wir bedauern zutiefst, dass Autor*innen ihren Auftritt auf der Frankfurter Buchmesse abgesagt haben. Wir haben mit unseren Partnern ein umfangreiches diverses Programm zusammengestellt, um viele Perspektiven aufzuzeigen. Die Stimmen dieser Autor*innen haben gefehlt. Mit ihrer Anwesenheit hätten sie ein Zeichen gesetzt, so wie das in der Vergangenheit zum Beispiel Salman Rushdie oder Chimamanda Ngozi Adichie getan haben und in diesem Jahr unsere diesjährige Friedenspreisträgerin Tsitsi Dangarembga oder deren Laudatorin Auma Obama, und viele andere“, sagte Juergen Boos.

Er führte aus: „Internationale Buchmessen leben von der Vielfalt der Meinungen und Inhalte sowie vom Austausch auf Augenhöhe. Inzwischen gibt es regelmäßig die Forderung nach Zensur und Ausschluss bestimmter Inhalte und Unternehmen – so auch in diesem Jahr. Für die Buchmesse gelten seit jeher zwei Grundsätze: Die Meinungsfreiheit darf nicht über die vom Staat gezogenen Grenzen hinaus eingeschränkt werden – das heißt für die Zulassung von Ausstellern in dubio pro libertate, und die Sicherheit der Teilnehmer*innen muss jederzeit maximal gewährleistet werden, so dass jede und jeder Einzelne sich frei und sicher fühlen kann, die Messe zu besuchen. Als Veranstalter der größten internationalen Buchmesse verwahren wir uns mit aller Schärfe gegen die Instrumentalisierung unserer Veranstaltungen. Die Freiheit des Wortes ist für uns nicht verhandelbar.“

Das Wochenendprogramm präsentierte Mona Ameziane, Volker Klüpfel & Michael Kobr, Ralf König, Janina Kugel, Daniel Schreiber, Aminata Touré, Elif Shafak (live zugeschaltet), Nicole Seifert und Sönke Wortmann auf der ARD-Buchmessenbühne; Dany Laferrière und Asfa-Wossen Asserate auf dem „Blauen Sofa“; Samira El Ouassil, Anastasia Zampounidis, Ulrike Folkerts, Rebecca Gablé, Florian Illies und Marc Elsberg im Frankfurt Studio Festival; Johanna Adorján, Peter Licht und Terézia Mora im detektor.fm-Podcaststudio.

Unter der Motto „Singular Plurality – Singulier Pluriel“ präsentierte Kanada, der Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2021, seine einzigartige Vielfalt. „Wir sind stolz darauf, dass wir die Gelegenheit hatten, unsere Literatur, Kunst und Kultur mit unseren deutschen Freunden und dem Rest der Welt zu teilen. Kanada ist ein Land mit vielen verschiedenen Stimmen, und wir sind uns sicher, dass unser Ehrengastauftritt diese Singular Plurality unseres Landes in den Fokus gerückt hat – die einzigartige Vielfalt, in der wir unsere Unterschiede annehmen und feiern. Mit dem Abschluss unserer zwei Ehrengastjahre beenden wir nun dieses unerwartet lange Kapitel der Frankfurter Buchmesse, und können es kaum erwarten zu sehen, was Spanien im nächsten Jahr für uns bereithält“, resümiert S. E. Steven Guilbeault, Minister für kanadisches Kulturerbe, den außergewöhnlichen Ehrengastauftritt Kanadas.

Der Kanadische Pavillon wurde am Dienstagabend (19. Oktober 2021) offiziell von der kanadischen Generalgouverneurin, Ihrer Exzellenz Mary May Simon eröffnet: Besucher*innen erwartete ein Parcours durch eine Installation, die mit den Elementen kanadischer Landschaft spielte. Der Pavillon, zu dem es in diesem Jahr erstmalig auch ein virtuelles Pendant gab, führte die Kreativität und Vielfalt der kanadischen Literatur- und Kulturszene vor Augen. Insgesamt 60 kanadischen Autor*innen und Illustrator*innen gestalteten das kanadische Literaturprogramm – darunter acht herausragende Literat*innen, die Kanada in diesem Jahr vor Ort in Frankfurt vertreten werden: Michael Crummey, Michel Jean, Dany Laferrière, Catherine Mavrikakis, Paul Seesequasis, Vivek Shraya, Kim Thúy und Nancy Vo. Neben Lesungen und interaktiven Formaten dieser acht Künstler*innen auf dem Messegelände haben über 50 Autor*innen an einer Vielzahl virtueller Veranstaltungen teilgenommen; dies beinhaltete auch virtuelle Auftritte von Margaret Atwood und Joséphine Bacon bei der Eröffnungsfeier. Die „Books on … Canada“ Ausstellung im Ehrengast-Pavillon zeigt knapp 400 Neuerscheinungen zu Kanada aus 165 Verlagen.

In einer feierlichen Zeremonie mit dem Buchmessedirektor Juergen Boos übergab Caroline Fortin, Vorsitzende des Ehrengastkomitees CanadaFBM2020/21, die GastRolle an Maria José Gálvez, Generaldirektorin Books and Reading Promotion der spanischen Regierung.

Alle Gespräche, die an den Messetagen auf der ARD-Buchmessenbühne stattgefunden haben, sind in der ARD-Mediathek auch im Nachhinein verfügbar. Alle detektor.fm-Gespräche sind ebenfalls weiterhin als Podcast abrufbar und auch auf dem YouTube-Kanal der Frankfurter Buchmesse finden sich zahlreiche Inhalte der Messewoche für die Rückschau.

OPEN BOOKS 2021 erneuter Publikumsmagnet

Am Sonntag, den 21. Oktober, ging OPEN BOOKS, das Lesefest der Stadt zur Frankfurter Buchmesse, nach fünf erfolgreichen Tagen zu Ende. Gute Stimmung, viel Freude bei den Mitwirkenden und glückliche Besucher*innen machten das Festival zu einem großen Erfolg.

OPEN BOOKS setzte auch in diesem Jahr wieder auf Live-Events und stellte auf 105 Veranstaltungen insgesamt 140 Autor*innen mit ihren neuen Büchern vor. Die Besucherzahl beläuft sich auf 6.500. Das Programm setzte sich aus den besten Neuerscheinungen des Herbstes in den Sparten Belletristik, Sachbuch, Lyrik, Comic und Kinderbuch zusammen, die zahlreiche Verlage aus dem deutschsprachigen Raum zur Präsentation im Rahmen von OPEN BOOKS vorgeschlagen hatten. Lesungsorte waren erneut Räume rund um den Römer und in der neuen Altstadt. Die feierliche Eröffnung von OPEN BOOKS mit dem ersten Auftritt der frisch gekürten Buchpreisträgerin Antje Rávik Strubel sowie OPEN BOOKS Kids zum Wochenende wurden im großen Saal der Deutschen Nationalbibliothek abgehalten. Der Eintritt war frei, es mussten allerdings vorher Tickets gebucht werden.

Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig dankt allen Beteiligten: „OPEN BOOKS ist ein fester Bestandteil der Buchmessenwoche und zieht Buch-Begeisterte aus der gesamten Rhein Main-Region an. Die Menschen sind auch in diesem Jahr zu den Veranstaltungen geströmt. Ich bin daher insbesondere den deutschsprachigen Verlagen dankbar, dass sie sich mit ihrer Teilnahme an der Frankfurter Buchmesse 2021 zum Standort Frankfurt bekannt haben. Die Buchmesse ist das Epizentrum der Buch- und Literaturstadt Frankfurt und die Stadt bietet ihr mit OPEN BOOKS eine weitere Bühne rund um den Römer und in der neuen Altstadt.“

 

2021 wurde das zehnjährige Jubiläum der Kooperation von OPEN BOOKS mit dem Blauen Sofa zur Eröffnung des Lesefestes gefeiert. Weitere Kooperationen fanden statt mit dem Schweizer Buchpreis, dem SWR, der Frankfurter Rundschau und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels sowie dem Lyriknetzwerk „Teil der Bewegung“. Das erste Mal war die Frankfurter Allgemeine Zentrum Rhein-Main mit einer eigenen Veranstaltung zu Gast. Sie hatte Alice Brauner mit ihrem Buch „Also dann in Berlin …“ in die Volksbühne eingeladen „OPEN BOOKS hatte auch in diesem Jahr ein großartiges Publikum, das hochkonzentriert und mit spürbarer Begeisterung den Lesungen folgte. Die 110 Veranstaltungen waren nahezu ausgebucht und wir sind sehr glücklich über das große Interesse, das sich auch in langen Schlangen vor den Signiertischen manifestierte. Die Büchertische des lokalen Buchhandels freuten sich über viele verkaufte Bücher. Der ‚Frankfurt-Abend´ in der Volksbühne bildete einen stimmungsvollen Abschluss des Lesefestes und wird sicher zu einer Tradition“, so Dr. Sonja Vandenrath, die OPEN BOOKS verantwortet.

In diesem Jahr wurde OPEN BOOKS durch den Deutschen Literaturfonds mit seinem Programm Neustart Kultur großzügig gefördert. Medienpartner waren das Journal Frankfurt und hr2 kultur. Die Büchertische wurden von Frankfurter unabhängigen Buchhandlungen gestellt.

Eine fulminante Eröffnung mit der Buchpreisträgerin Antje Ravik Strubel und den weiteren Gästen, Sasha Marianna Salzmann, Gert Loschütz und Per Leo, in der Deutschen Nationalbibliothek verhieß einen guten Start. ‚Literatur im Römer‘ am Buchmessen-Mittwoch und -Donnerstag bildete wie immer einen Höhepunkt des Programms von OPEN BOOKS. Große Resonanz erfuhren auch die Auftritte v on Wolf Biermann, Peter Wohlleben, Sarah Biasini, Julia Franck, Herfried Münkler, Florian Ilies, Dilek Güngor, Richard Powers, Sönke Wortmann, Heinz Rudolf Kunze, PeterLicht, Alice Brauner sowie der diesjährigen Friedenspreisträgerin Tsitsi Dangarembbga bei „Zwischen Zeilen“. Die Lyriklesungen und das von Jakob Hoffmann kuratierte ComicProgramm fand ebenfalls begeisterte Zuschauer*innen. Auch das Kinderprogramm von OPEN BOOKS Kids, das am Sonntag Nachmittag zu Ende ging, wurde begeistert angenommen. Von den ursprünglich geplanten 115 Veranstaltungen mussten 10 abgesagt werden. Drei davon, und zwar die mit Matthias Nawrat, Ciani-Sophia Hoeder und Katharina Hoppe, als Ausdruck ihrer Solidarität mit Jasmina Kuhnke, die aus Protest gegen rechte Verlage auf der Buchmesse ihre Teilnahme zurückgezogen hatten.

Frankfurter Buchmesse: „Die Buchbranche hat den Stresstest Corona bestanden, braucht aber faire Rahmenbedingungen“

© Foto Diether v Goddenthow
© Foto Diether v Goddenthow

Eröffnung der Frankfurter Buchmesse 2021 / Buch fest in der Gesellschaft verankert / Stabile Umsätze in der Pandemie / Vertragsfreiheit für E-Book-Leihe in Bibliotheken muss erhalten bleiben

Die Buchbranche zeigt sich zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse optimistisch und voller Tatendrang: „Wir haben mit der Pandemie einen der größten Stresstests der Geschichte souverän bestanden. Verlage, Buchhandlungen und die Buchlogistik haben mit großem Einsatz und Nähe zu den Kund*innen sichergestellt, dass Bücher auch in herausfordernden Zeiten zu den Menschen kamen“, sagte Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, heute bei der Pressekonferenz zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse.

In der Krise habe sich gezeigt, wie fest das Buch in der Gesellschaft verankert sei. Schmidt-Friderichs: „Social distancing wurde nicht zu Distanz zum Buch. Die Menschen haben die Zeit in den eigenen vier Wänden genutzt, um öfter zu lesen. Das Buch erfüllt in herausfordernden Zeiten wichtige Bedürfnisse: Es gibt Antworten auf drängende Fragen – fundiert und in überschaubarem, abgeschlossenem Format. Es weitet den Blick, es eröffnet neue Welten und zeigt uns andere Lebensentwürfe. Es bietet Denkanstöße, gibt Mut und Hoffnung.“

So konnte die Branche das Jahr 2020 mit stabilen Umsätzen abschließen. Auch der Blick auf 2021 stimmt zuversichtlich: Über alle Vertriebswege hinweg hat der Umsatz auf dem Buchmarkt mit Ende der KW 40 (10. Oktober) das Vor-Corona-Niveau eingeholt und liegt 0,7 Prozent über dem Umsatz des Vergleichszeitraums 2019. Somit stehen die Chancen auf ein positives Jahresergebnis gut.

Nach eineinhalb herausfordernden Jahren stünden überall die Zeichen auf Neustart. Die Buchbranche könne die Gesellschaft auf diesem Weg unterstützen und bei der Lösung wichtiger Fragen helfen: „Gelingt es uns, wirksam gegen den menschengemachten Klimawandel vorzugehen? Wie können wir unsere Innenstädte wieder zu lebendigen Orten machen? Welche Lösungen finden wir angesichts bedenklicher politischer Entwicklungen und Einschränkungen der Meinungsfreiheit um uns herum? Schaffen wir mehr Gleichberechtigung für Menschen unabhängig von ihrer Hautfarbe, ihrem Geschlecht, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Herkunft? Alle diese Fragen werden auch in Büchern verhandelt“, so Schmidt-Friderichs.

„Bibliotheken dürfen keine steuerfinanzierte Kostenlos-Plattform für E-Books werden“
Eine entscheidende Frage für die Zukunft der Buchbranche sei die nach der Entwicklung des Urheberrechts. Dieses sei in den vergangenen Jahren zunehmend eingeschränkt worden. Aktuell müsse die Buchbranche befürchten, dass sich die Rahmenbedingungen bei der E-Book-Leihe für sie drastisch verschlechtern. Der Bundesrat hat gefordert, dass Verlage den Bibliotheken künftig alle E-Books ab dem Erscheinungstag für die Ausleihe zur Verfügung stellen müssen. Es bestehe die große Sorge, dass die künftige Bundesregierung diesen Vorschlag aufgreift. Bislang haben Verlage und Autor*innen die Freiheit, einige wenige Bücher erst nach einem gewissen Zeitfenster in die kostenlose Ausleihe zu geben, um sich die ausschlaggebenden Erlöse durch Verkäufe innerhalb der ersten zwölf Monate zu sichern. Wenn Leser*innen ab Markteinführung eines Buchs bereits kostenlos auf die Leihvariante als E-Book zugreifen können, bricht Verlagen und Autor*innen diese kommerzielle Erlösmöglichkeit weg. Während bereits fast die Hälfte des E-Book-Konsums auf Bibliotheken entfällt, machen Verlage schon jetzt nur 6 Prozent ihres E-Book-Umsatzes damit.

Schmidt-Friderichs: „Wir setzen uns für den Erhalt der Vertragsfreiheit bei der E-Book-Leihe in Bibliotheken ein. Autor*innen und Verlage, also diejenigen, die davon – und dafür leben – müssen das auch in Zukunft können. Es kann nicht sein, dass der Staat aus Bibliotheken eine mit Steuergeldern finanzierte E-Book-Plattform mit Kostenlosangebot macht. Ich unterstütze daher mit Nachdruck den Appell der Initiative ,Fair Lesen‘, zu der sich aktuell Autor*innen, Verlage und Buchhandlungen zusammengeschlossen haben. Sie wollen aufzeigen, dass gesetzliche Regelungen wie die einer Zwangslizenz für die E-Book-Ausleihe in Bibliotheken den Buchmarkt gefährden und wichtige Erlösquellen für Autor*innen, Verlage und den Buchhandel zerstören.“

Antje Rávik Strubel erhält den Deutschen Buchpreis 2021 für ihren Roman „Blaue Frau“

Die Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2021 ist Antje Rávik Strubel. Sie erhält die Auszeichnung für ihren Roman „Blaue Frau“ (S. Fischer). Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, gratuliert und überreicht der Gewinnerin die Preisurkunde.
Die Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2021 ist Antje Rávik Strubel. Sie erhält die Auszeichnung für ihren Roman „Blaue Frau“ (S. Fischer). Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, gratuliert und überreicht der Gewinnerin die Preisurkunde.

 

Die Begründung der Jury:
„Mit existenzieller Wucht und poetischer Präzision schildert Antje Rávik Strubel die Flucht einer jungen Frau vor ihren Erinnerungen an eine Vergewaltigung. Schicht um Schicht legt der aufwühlende Roman das Geschehene frei. Die Geschichte einer weiblichen Selbstermächtigung weitet sich zu einer Reflexion über rivalisierende Erinnerungskulturen in Ost- und Westeuropa und Machtgefälle zwischen den Geschlechtern.

Antje Rávik Strubel © Foto Diether v Goddenthow
Antje Rávik Strubel © Foto Diether v Goddenthow

In einer tastenden Erzählbewegung gelingt es Antje Rávik Strubel, das eigentlich Unaussprechliche einer traumatischen Erfahrung zur Sprache zu bringen. Im Dialog mit der mythischen Figur der Blauen Frau verdichtet die Erzählerin ihre eingreifende Poetik: Literatur als fragile Gegenmacht, die sich Unrecht und Gewalt aller Verzweiflung zum Trotz entgegenstellt.“

Der Jury für den Deutschen Buchpreis 2021 gehören an: Knut Cordsen (Kulturredakteur, Bayerischer Rundfunk), Bettina Fischer (Leiterin Literaturhaus Köln), Anja Johannsen (Leiterin Literarisches Zentrum Göttingen), Richard Kämmerlings (Literarischer Korrespondent, Die Welt), Sandra Kegel (Ressortleiterin Feuilleton, Frankfurter Allgemeine Zeitung), Beate Scherzer (Buchhändlerin, Proust Wörter + Töne) und Anne-Catherine Simon (Feuilleton-Redakteurin, Die Presse).

„Der Deutsche Buchpreis schafft Aufmerksamkeit für die aktuelle deutschsprachige Literatur – auch in herausfordernden Zeiten. Die gute Nachricht ist: Menschen lesen wieder mehr Bücher, das Bedürfnis nach neuen Perspektiven und Geschichten ist in der Pandemie gewachsen. Über eine Vielzahl an Kanälen hat der Deutsche Buchpreis den Romanen des Jahres eine Bühne geboten und das Gespräch über die Fragen, die sie verhandeln, befördert. Die Verleihung des Preises heute wird das Gespräch weiter anfachen. Ich danke der unabhängigen Jury, den Förderern und Partnern, ohne die der Preis nicht möglich wäre, sowie den teilnehmenden Verlagen und Autor*innen“, sagt Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

Für die Auszeichnung waren außerdem nominiert:
Norbert Gstrein: Der zweite Jakob (Carl Hanser), Monika Helfer: Vati (Carl Hanser), Christian Kracht: Eurotrash (Kiepenheuer & Witsch), Thomas Kunst: Zandschower Klinken (Suhrkamp) und Mithu Sanyal: Identitti (Carl Hanser).

Antje Rávik Strubel erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalist*innen erhalten jeweils 2.500 Euro. Die Preisträgerin wurde in mehreren Auswahlstufen ermittelt. Die sieben Jurymitglieder haben seit Ausschreibungsbeginn 230 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2020 und dem 21. September 2021 erschienen sind. Aus diesen Romanen wurde eine 20 Titel umfassende Longlist zusammengestellt. Daraus haben die Juror*innen sechs Titel für die Shortlist gewählt.

Mit dem Deutschen Buchpreis 2021 zeichnet die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels den deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Hauptförderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.

Unter dem Hashtag #buchpreisbloggen stellen 20 Literaturblogger*innen die nominierten Titel 2021 vor. Die Rezensionen werden unter www.deutscher-buchpreis-blog.de veröffentlicht und über die Social-Media-Kanäle des Deutschen Buchpreises geteilt. Auf der Webseite und den Social-Media-Kanälen des Deutschen Buchpreises vermitteln zudem Videoporträts einen Eindruck von den nominierten Werken und ihren Autor*innen.

Weitere Informationen und Termine der Preisträgerin können abgerufen werden unter: www.deutscher-buchpreis.de

Die Verleihung des Deutschen Buchpreises 2021 audiodigital und per Stream live erleben

Literaturbegeisterte können am Bildschirm dabei sein, wenn der Roman des Jahres gekürt wird: Die Verleihung des Deutschen Buchpreises wird am 18. Oktober 2021 um 18 Uhr auf www.deutscher-buchpreis.de live aus dem Frankfurter Römer übertragen.

Gleichzeitig senden Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur die Veranstaltung live über den Sonderkanal „Dokumente und Debatten“ im Digitalradio und als Stream auf www.deutschlandradio.de/debatten.

Der Stream der Preisverleihung ist auch über die Webseite der Frankfurter Buchmesse www.buchmesse.de erreichbar.

Der Deutsche Buchpreis begleitet die Veranstaltung außerdem auf Twitter: www.twitter.com/buchpreis, Hashtag: #dbp21.

Mit dem Deutschen Buchpreis zeichnet die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels den deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Hauptförderer der Auszeichnung ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie die Stadt Frankfurt am Main.

OPEN BOOKS, Literatur im Römer und OPEN BOOKS KIDS – Das Lesefest der Stadt Frankfurt zur Buchmesse bei freiem Eintritt vom 19. bis 23. Oktober

Logo-e1599671063355-450x250OPEN BOOKS, das große Lesefest der Stadt Frankfurt zur Buchmesse, findet 2021 vom 19. bis 23. Oktober statt: Bei 112 Veranstaltungen stellen 150 Autorinnen und Autoren aus Deutschland und der Welt ihre neuen Bücher des Herbstes an 11 Veranstaltungsorten vor. U.a. sind Sarah Biasini, Richard Powers, Julia Franck, Eva Menasse, Daniela Krien, Heinz Rudolf Kunze, Jenny Erpenbeck, Herfried Münkler, Johanna Adorján, Peter Wohlleben, Sigrid Nunez, Sasha Marianna Salzmann, Ralph Bollmann und Kim Thúy zu Gast.

Wie immer werden die wichtigsten Neuerscheinungen des Herbstes im Bereich der deutschsprachigen Belletristik und Lyrik, des Sachbuches, der Graphic Novels und der internationalen Literatur präsentiert. 70 Verlagshäuser aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen die Möglichkeit, ihre Novitäten einem breiten Publikum vorzustellen. Das Kulturamt Frankfurt am Main ist Veranstalter von OPEN BOOKS und trifft eine Auswahl aus den Vorschlägen der Verlage.

Nach dem großen Zuspruch im vergangenen Jahr unter Corona-Bedingungen setzt OPEN BOOKS auch in diesem Jahr auf Präsenzveranstaltungen mit Publikum bei freiem Eintritt – selbstverständlich unter Berücksichtigung der geltenden Verordnungen und Empfehlungen zum Infektionsschutz. Um möglichst vielen Interessierten den Besuch der Veranstaltungen zu ermöglichen, findet das Lesefest, das traditionell rund um den Frankfurter Römerberg und in der neuen Altstadt ausgerichtet wird, auch in ausgewählten Räumen in der Innenstadt aus.

Dr. Sonja Vandenrath, Fachbereichsleiterin Literatur im Kulturamt Frankfurt am Main u. verantwortliche Organisatorin des Lesefests OPEN BOOKS und Dr. Ina Hartwig, Kultur- und Wissenschaftsdezernentin der Stadt Frankfurt, präsentierten in der Evangelischen Akademie das OPEN BOOKS –Programm 2021. © Foto Alexander Paul Englert
Dr. Sonja Vandenrath, Fachbereichsleiterin Literatur im Kulturamt Frankfurt am Main u. verantwortliche Organisatorin des Lesefests OPEN BOOKS und Dr. Ina Hartwig, Kultur- und Wissenschaftsdezernentin der Stadt Frankfurt, präsentierten in der Evangelischen Akademie das OPEN BOOKS –Programm 2021. © Foto Alexander Paul Englert

Die Kultur- und Wissenschaftsdezernentin der Stadt Frankfurt, Dr. Ina Hartwig, stellt fest: „OPEN BOOKS findet auch in diesem Jahr mit über 100 Buchvorstellungen vor Publikum statt. Das ist eine wichtige Botschaft, die von der Buch- und Literaturstadt Frankfurt an die Buchbranche, aber auch an die breite Öffentlichkeit ausgeht. Mit dem Lesefest schaffen wir auch in diesem Jahr Räume für neue Bücher aller Sparten und bieten Orte der Begegnung von Autorinnen und Autoren mit ihren Lesern. Dies alles verdichtet an wenigen Tagen und mit einem breiten Angebot, in dem für jeden Geschmack und jede Altersklasse etwas dabei ist. Mit OPEN BOOKS bekennen wir uns als Stadt Frankfurt zur Buchkultur, die einen unverzichtbaren Platz in der Ausverhandlung gesellschaftlicher Prozesse innehat. Das Lesefest steht fest an der Seite der Frankfurter Buchmesse, die das Gravitationszentrum der Buch- und Literaturstadt Frankfurt bildet.“

Dr. Sonja Vandenrath, die das Lesefest OPEN BOOKS verantwortet, ergänzt: „OPEN BOOKS ist mehr denn je ein Gemeinschaftswerk: Deshalb danke ich den Verlagen, die bei uns ihre Autor*innen des Herbstes vorstellen, ebenso wie den vielen neuen Partnern, die wir in den letzten Jahren dazu gewonnen haben. Dazu gehört seit zehn Jahren das Blaue Sofa, mit dem wir gemeinsam das Lesefest eröffnen. Seitdem sind eine große Anzahl neuer Kooperationspartner, wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels mit seiner Reihe ‚Zwischen Zeilen‘, hinzugekommen. So entstehen Synergieeffekte, die das Programm bereichern. OPEN BOOKS aber bleibt das Lesefest der offenen Türen im Herzen der Buch- und Literaturstadt Frankfurt.“

Zur Eröffnung von OPEN BOOKS 2021 findet im großen Saal der Deutschen Nationalbibliothek der erste öffentliche Auftritt des/der am Abend zuvor gekürten Preisträgers/in des Deutschen Buchpreises statt. Die Eröffnung wird in Zusammenarbeit von Bertelsmann, ZDF und Deutschlandfunk Kultur gemeinsam mit der Stadt Frankfurt und der Deutschen Nationalbibliothek durchgeführt.

Das Blaue Sofa von Bertelsmann, ZDF, Deutschlandfunk Kultur und 3sat kommt bereits zum zehnten Mal zu Open Books und gehört damit zu den verlässlichsten Partnern des Frankfurter Lesefestes.

Die Premiere am 11. Oktober 2011 begann mit einem wahren Tusch: Zu Gast waren der damalige Friedenspreisträger Boualem Sansal, das erste Supermodel Veruschka von Lehndorff, die dänische Autorin Janne Teller, Steinunn Sigurðardóttir aus dem damaligen Gastland Island sowie Eugen Ruge, der Gewinner des Deutschen Buchpreises 2011. Damit wollten die Partner des Blauen Sofas und die Stadt Frankfurt eine literarische Brücke zwischen der Literarturstadt und der Buchmesse bauen. In den vergangenen zehn Jahren wirkten insgesamt 49 bekannte Autorinnen und Autoren an dieser Literatur-Gala mit, darunter Christian Berkel, John Burnside, Leon de Winter, Didier Eribon, Ken Follett, Joachim Gauck, Wladimir Klitschko, Connie Palmen, Martin Walser sowie die Frankfurter Schriftsteller Eva Demski und Bodo Kirchhoff. Eine Konstante über den Zeitraum bildet der erste öffentliche Auftritt der/des Gewinners/in des Deutschen Buchpreises nach der montäglichen Preisverleihung im Frankfurter Römer.

Im Jubiläumsjahr werden wieder die oder der Buchpreisträger/in 2021 den Abend eröffnen. Außerdem sprechen Sasha Marianna Salzmann („Im Menschen muss alles herrlich sein“, Suhrkamp), Gert Loschütz („Besichtigung eines Unglücks“, Schöffling & Co.) und Per Leo (“Tränen ohne Trauer“, Klett-Cotta) über ihre Novitäten. Die Gespräche werden moderiert von Wiebke Porombka und René Aguigah (Deutschlandfunk Kultur), Cécile Schortmann (3sat) und Sonja Vandenrath, der Literaturreferentin der Stadt Frankfurt.

PK-OPEN-BOOKS-2021_Alexander-Paul-EnglertAuch in diesem Jahr sind Kinderbücher ein wichtiger Teil des städtischen Lesefestes. Am 23. und 24. Oktober stellt OPEN BOOKS KIDS in Zusammenarbeit mit der Deutschen Nationalbibliothek eine Auswahl der Neuerscheinungen für Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren vor. Bei acht Lesungen präsentieren Philipp Waechter, Fee Krämer, Alex Rühle, Sven Gerhardt, Lena Hach, Martin Muser, Mara Andeck mit Phine Wolff sowie Markus Orths ihre Bücher.

Erneut finden drei Veranstaltungen der Reihe „Zwischen Zeilen“ des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels in der St. Katharinenkirche statt: Von Mittwoch, 20. Oktober bis Freitag, 22. Oktober, jeweils um 18 Uhr, werden Texte gelesen, deren Existenz keine Selbstverständlichkeit darstellt, weil autoritäre Gesellschaftssysteme, Umweltkatastrophen, Armut, Krieg, Flucht oder repressive Strukturen ihr Entstehen erschweren. Im Rahmen von OPEN BOOKS lesen Sulaiman Addonia, Tsitsi Dangarembga, John von Düffel, Jenny Erpenbeck, Felicitas Hoppe, Hasnain Kazim, Moritz Rinke, Sasha Marianna Salzmann und Najem Wali als eine Art Solidaritätsbekundung aus den Werken ihrer Kolleginnen und Kollegen und tragen dazu bei, deren Stimmen hörbar zu machen. Jeder Abend widmet sich einem besonderen Thema: Liebe woanders, selbstbestimmte Fremdheit und Zeitenwende.

Literatur im Römer ist die älteste literarische Großveranstaltung und ein Publikumsliebling seit Beginn. In Kooperation mit hr2-kultur präsentiert das Kulturamt Frankfurt in den Römerhallen die wichtigsten deutschsprachigen Romane des Herbstes. Am Messe-Mittwoch sind Henning Ahrens, Tomi Garder, Felicitas Hoppe, Eva Menasse, Peter Stamm, Natascha Wodin, Katharina Volckmer und Ulf Erdmann Ziegler zu Gast, am Donnerstag kommen John von Düffel, Jenny Erpenbeck, Julia Franck, Franz Hohler, Sven Regener, Sasha Marianna Salzmann, Ferdinand Schmalz und Edgar Selge. Die Gespräche führen am Mittwoch Insa Wilke und Gerwig Epkes, am Donnerstag moderieren Cécile Schortmann und Martin Maria Schwarz.

Platzkarten sind für alle Veranstaltungen erforderlich und auf www.openbooks-frankfurt.de oder über FrankfurtTicket (www.frankfurtticket.de, T. 069-1340400) buchbar. Der Eintritt ist bis auf die Eröffnungsveranstaltung (19.10.2021) und Teil der Bewegung (23.10.2021) frei. Je Ticket fällt eine Servicegebühr in Höhe von 1,20 € an, die direkt bei der Buchung gezahlt wird. Für die Veranstaltungen von OPEN BOOKS KIDS fallen keine Buchungsgebühren an, ein kostenfreies Platzticket ist aber für jeden Gast notwendig. Die Eröffnungsveranstaltung, beide Literatur im Römer-Veranstaltungen und einige weitere Termine sind bereits ausgebucht.

  • Eröffnung OPEN BOOKS mit dem Blauen Sofa: Dienstag, 19. Oktober, 20 Uhr
  • OPEN BOOKS Mittwoch bis Samstag, jeweils 16 bis 21 Uhr, einige wenige Veranstaltungen enden gegen 21.30 Uhr
  • OPEN BOOKS KIDS Samstag, 23. Oktober, 12 bis 16 Uhr sowie Sonntag, 24. Oktober, 10.30 bis 17.30 Uhr
  • Literatur im Römer Mittwoch, 20. Oktober und Donnerstag, 21. Oktober, 20 bis 22 Uhr

OPEN BOOKS ist eine Kooperation des Kulturamts Frankfurt am Main mit deutschsprachigen Verlagen und den Veranstaltungsorten und wird gefördert im Rahmen von Neustart Kultur der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V.

www.openbooks-frankfurt.de
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