Kategorie-Archiv: Filmförderung

32. Hessischer Film- und Kinopreis 2021 wird im Hybrid-Format verliehen Feier im Offenbacher Capitol am 22. Oktober ist live online zu sehen

30. Hessischer Film- und Kino-Preis in der Alten Oper, Archivbild © Foto Diether v Goddenthow
30. Hessischer Film- und Kino-Preis in der Alten Oper, Archivbild © Foto Diether v Goddenthow

Frankfurt/Wiesbaden. Der Hessische Film- und Kinopreis wird in diesem Jahr wieder in einer Veranstaltung mit Gästen vergeben und zusätzlich live online übertragen. Eine große Gala gibt es wegen der Corona-Pandemie aber noch nicht. Durch die Veranstaltung nach den 2G-Regeln im Capitol in Offenbach am 22. Oktober vor rund 350 geladenen Gästen führen die Moderatorin und Journalistin Bärbel Schäfer und der Frankfurter Schauspieler, Drehbuchautor und Komödiant Rainer Ewerrien. Bei einer Pressekonferenz am 5. Oktober werden wie gewohnt bereits die Gewinnerinnen und Gewinner einiger Kategorien sowie die Nominierten in weiteren Kategorien bekannt gegeben. Rund um den Verleihungstermin werden viele der nominierten und ausgezeichneten Filme in Kinos in ganz Hessen zu sehen sein.

„Beim Hessischen Film- und Kinopreis geht es um den Film und das Kino und um alle Menschen vor, auf und hinter der Leinwand, die dafür brennen“, erklärt Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn. „Ich lade deshalb alle herzlich ein, online dabei zu sein, die sich für großartige Spiel- und Dokumentarfilme, für originelle Kurzfilme und Drehbücher, für herausragende Schauspielerinnen und Schauspieler und für den kreativen cineastischen Nachwuchs begeistern. Feiern Sie auch auf dem kleinen Bildschirm mit uns die große Leinwand, seien Sie dabei. Ihre Kommentare auf Social Media fließen in die Show ein, und wir vergeben unter allen Livestream-Zuschauerinnen und -zuschauern einen ,Löwen‘ für die aufmerksamste Online-Teilnahme an der Preisverleihung sowie VIP-Karten für den Hessischen Film- und Kinopreis 2022 – dann wieder in voller Pracht.“

Sieben ausgewählte hessische Kinos zeigen im Oktober Filme, die für den Hessischen Film- und Kinopreis nominiert sind. Kurz nach der Preisverleihung wird es auch Vorführungen der siegreichen Filme geben. „Wir haben in diesem Jahr besondere Energie darauf verwandt, gezielt Kinos anzusprechen, damit sie sich rechtzeitig Kopien der ausgezeichneten Filme besorgen und Plätze im Programm dafür reservieren können“, erläutert Ministerin Dorn. „Ich finde es großartig, dass das so gut gelungen ist und die Kinos so gern dabei mitmachen, denn dadurch bekommen deutlich mehr Filmfreundinnen und -freunde als bisher die Chance, die Filme zeitnah zur Verleihung in echter Kinoatmosphäre zu erleben.“

Aktuelle Informationen unter www.hessischerfilmpreis.de. Dort wird am 22. Oktober ab 20 Uhr auch die Veranstaltung im Capitol live zu sehen sein.

HessenFilm vergibt Höchstförderung an Spielfilmdebüt von Kasseler Regisseurin Insgesamt mehr als 2,5 Millionen Euro an 22 Film- und Serienprojekte

Wiesbaden. 22 Film- und Serienprojekte erhalten in der aktuellen Förderrunde der HessenFilm und Medien GmbH insgesamt mehr als 2,5 Millionen Euro. Darunter ist eine Förderung von einer Million Euro für das Langfilm-Debüt der Kasseler Filmemacherin Frauke Lodders. Das haben die jeweiligen Jurys unter dem Vorsitz von Anna Schoeppe, Geschäftsführerin der HessenFilm und Medien, entschieden.

„In den aktuellen Förderrunden unterstützen wir neue Geschichten für Leinwand und Bildschirm, die vielseitiger nicht sei könnten. Etwa den Animationsfilm ‚Whaling‘, der den Kampf zwischen Menschen und Meer zeigt, wenn die Ozeane durch die Klimakatastrophe ansteigen. Oder das Drehbuch zur Action-Komödie ‚Herr Schwarz‘, das den Nachfolger des Sensenmannes während seiner Probezeit begleitet“, erklärt Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn. „In der Produktionsförderung gratuliere ich besonders Frauke Lodders, die mit der Höchstfördersumme von einer Million Euro ihr Spielfilmprojekt ‚Am Ende des Sommers‘ komplett in Hessen umsetzen wird.“

Frauke Lodders wendet sich nach ihrem Dokumentarfilm „Unzertrennlich – Leben mit behinderten und lebensverkürzt erkrankten Geschwistern“ wieder einem fiktionalen Stoff zu und arbeitet an ihrem ersten Langspielfilm. Schon für das von der HessenFilm geförderte Drehbuch des Kinofilms „Am Ende des Sommers“ erhielt sie den Hessischen Filmpreis 2019 und eine Projektentwicklungsförderung. Mit der aktuellen Produktionsförderung in Höhe von einer Millionen Euro kann die Regisseurin und Autorin nun die Dreharbeiten für ihr Familiendrama, das aus Sicht zweier jugendlicher Geschwister erzählt wird, im kommenden Frühjahr in Hessen umsetzen.

Die Frankfurter U5 Filmproduktion widmet sich in dem mit 78.000 Euro geförderten Dokumentarfilm „German Games“ dem Kosmos von Brettspielen, der während der Pandemie eine Renaissance erlebte. In seinem Film begleitet der hessische Regisseur Hendrik M. Schmitt die kreativen Köpfe im wenig bekannten Berufsfeld der Spielentwicklung, prägende Figuren ebenso wie Newcomer mit ihren neuen Ideen.

Auch sechs hessische Drehbücher entstehen mit Hilfe einer Gesamtfördersumme von knapp 145.000 Euro. Darunter die neue Tragikomödie „Vor den Mauern warten sie“. des Bensheimers Peter Meister. Für dessen skurrile Komödie „Das Schwarze Quadrat“ , die im Herbst in die Kinos kommt, fördert die HessenFilm den Verleih bei Port au Prince Pictures mit 30.000 Euro. Für Lisa Bierwirths Debütfilm „Le Prince“, der ab dem 30. September in den deutschen Kinos läuft, erhält der Berliner Verleih 30.000 Euro. Auch der hessische Nachwuchsregisseur Jakob Zapf feiert mit seinem Spielfilmdebüt „Eine Handvoll Wasser“ im Frankfurter jip Filmverleih am 24. Oktober Kinostart (14.000 Euro). „Jetzt, wo wir alle endlich wieder Filme im Kino sehen können, freue ich mich besonders, dass wir drei starke Debüts aus Hessen im Verleih unterstützen“, erklärt Anna Schoeppe. „Zudem entstehen mit den aktuellen Förderungen neue Geschichten in und aus Hessen, ‚Fellinger‘ etwa, eine Hommage der Pandora Film an den langjährigen Lektor des Frankfurter Suhrkamp Verlages, Raimund Fellinger. Mit dem Drama ‚Milchzähne‘ und dem Thriller ‚The Dive‘ unterstützen wir auch zwei hervorragende internationale Koproduktionen, an denen in Hessen ansässige Unternehmen beteiligt sind.“

Über HessenFilm und Medien

Als erste Ansprechpartnerin in Sachen Filmförderung stärkt die HessenFilm und Medien die hessische Film- und Medienbranche und hilft dem Land, seine Position als Kultur- und Wirtschaftsstandort für die Zukunft weiter auszubauen. Sie unterstützt sowohl die künstlerische wie auch die kommerzielle Qualität von Filmproduktionen, um optimale Bedingungen für die hessische Kreativwirtschaft zu schaffen. Gesellschafter der HessenFilm und Medien GmbH sind das Land Hessen (90 Prozent) und der Hessische Rundfunk (zehn Prozent).

Mehr Informationen unter: www.hessenfilm.de

HessenFilm fördert Modernisierung von Kinos, Filmfestivals, Veranstaltungen und Nachwuchs

Wiesbaden. Dreizehn Kinos erhalten in der aktuellen Förderrunde der HessenFilm und Medien GmbH über 570.000 Euro zur Modernisierung. Zudem fließen weitere 175.000 Euro in filmkulturelle Veranstaltungen und Festivals. Die Talent-Paketförderung in Höhe von je 150.000 Euro geht an Perennial Lens und Fourmat Film. Das haben die jeweiligen Jurys der HessenFilm unter dem Vorsitz von Geschäftsführerin Anna Schoeppe entschieden.

„Die hessische Festivalszene zeigt, wie vielseitig sie ist. Wir unterstützen in dieser Förderrunde eine große Bandbreite – vom Queer Filmfest Weiterstadt bis hin zum Korean Film Festival Frankfurt“, so Hessens Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn. „Zudem freut es mich ganz besonders, dass mit Hilfe der Förderung eine in der Kinolandschaft bereits verloren geglaubte Spielstätte neuen Aufschwung erfährt: Das seit 2018 geschlossene Kino in Bad Nauheim wird in Zukunft wieder kultureller und sozialer Treffpunkt in der Wetterau sein und einen Beitrag leisten, das Kulturgut Kino für die Zukunft zu bewahren. Für diesen Einsatz bedanke ich mich und wünsche auch den beiden geförderten Nachwuchsunternehmen auf ihrem Weg in der Filmbranche alles Gute.“

Die geförderten Reihen und Festivals unterstreichen auch in den Pandemiejahren 2020 und 2021 die Vielfalt der Filmszene Hessens. So widmen sich die Angebote etwa skurrilen und obskuren Filmen beim Randfilmfest in Kassel (29.000 Euro), Filmen abseits von heteronormativen Mainstream-Produktionen beim 25. QUEER Filmfest Weiterstadt (9.900 Euro) oder Dokumentarfilmen für junges Publikum beim jungen dokfest –Bilderwelten denken, Kinoraum erleben (18.500 Euro) in Kassel.

Besonderes Augenmerk fällt auch auf Reihen, die kulturelle Angebote in ländlichen Regionen schaffen. So zeigt beispielsweise das Scheunenkino (4.760 Euro) des Capitol Kinos Witzenhausen in Kooperation mit regionalen Partnern wie dem Geo-Naturpark Frau Holle Land Filme an besonderen Orten. Auch die Globale Mittelhessen (10.000 Euro) wird im Herbst an zehn Standorten von Biebertal bis Weilburg Dokumentarfilme zu entwicklungspolitischen Themen und globalen Herausforderungen präsentieren.

Insgesamt 13 Kinos erhalten zudem Unterstützung bei Modernisierungs- und Umbauarbeiten in Höhe von 570.000 Euro. So wird das Cinema Frankfurt seine Umbauarbeiten mit der Renovierung des großen Saals (50.000 Euro) abschließen und das Cinema Kino Wolfhagen eine Lüftungs- und Klimaanlage installieren (96.000 Euro). Auch wird mit Hilfe der Kinoinvestitionsförderung das traditionsreiche Kino in Bad Nauheim, ehemals Fantasia, als FilmBühne neu eröffnet werden können. Mit der höchsten Fördersumme der Jurysitzung in Höhe von 140.000 Euro plant der neue Besitzer einen umfangreichen Umbau im Jugendstil sowie ein modernes Kinokonzept.

In der aktuellen Förderrunde wird auch die Talent-Paketförderung an zwei hessische Nachwuchsunternehmen vergeben: Mit Büros am Hauptsitz Darmstadt und Los Angeles produzieren die Filmschaffenden Yasmin C. Rams und Rodney Charles mit ihrer Produktionsfirma Perennial Lens sowohl szenische als auch Dokumentarfilme und erhalten 150.000 Euro für die Realisierung neuer Projekte. Ebenso unterstützt die HessenFilm das Team der Fourmat Film aus Darmstadt mit 150.000 Euro, das derzeit die Produktion des Kinodokumentarfilm „Looking for Erdnase“ abschließt.

„Trotz Corona-Pandemie entwickelt sich die die hessische Filmbranche in all ihren Teilbereichen weiter: Junge Unternehmen engagieren sich für einen lebendigen Standort, die Kinos bereiten sich auf die hoffentlich baldigen Wiedereröffnungen vor und Festivalteams und Initiativen lassen uns vorfreudig auf anstehende Veranstaltungen blicken,“ berichtet HessenFilm-Geschäftsführerin Anna Schoeppe. „Zudem ist uns bewusst, dass auch Festivals in der aktuellen Zeit einer Mehrfachbelastung ausgesetzt sind, da sie zum Teil sowohl digitale als auch analoge Angebote planen – immer mit dem Ziel, dem Publikum ein besonderes Filmerlebnis zu bieten.“

Alle Förderungen und die dazugehörigen Summen:

Foerderergebnisse Kinoinvestitionsförderung 2021 (PDF)
Foerderergebnisse Talent-Paketförderung 2021 (PDF)
Foerderergebnisse Abspiel Mai 2021 (PDF)

Über HessenFilm und Medien

Als erste Ansprechpartnerin in Sachen Filmförderung stärkt die HessenFilm und Medien die hessische Film- und Medienbranche und hilft dem Land, seine Position als Kultur- und Wirtschaftsstandort für die Zukunft weiter auszubauen. Sie unterstützt sowohl die künstlerische wie auch die kommerzielle Qualität von Filmproduktionen, um optimale Bedingungen für die hessische Kreativwirtschaft zu schaffen. Gesellschafter der HessenFilm und Medien GmbH sind das Land Hessen (90 Prozent) und der Hessische Rundfunk (zehn Prozent). Mehr: www.hessenfilm.de

 

Hessen sichert mit „Film-Ausfallfonds“ Kino- und Fernsehauftragsproduktionen ab Haushaltsauschuss genehmigt 4 Millionen Euro aus Sondervermögen

Wiesbaden. Die Corona-Pandemie trifft auch die Filmbranche hart: Kinofilme, Serien- und Fernsehauftragsproduktionen müssen unterbrochen oder ganz abgesagt werden. Um der Film- und Medienbranche durch die Krise zu helfen, haben Bund und Länder einen Ausfall-Fonds auf die Beine gestellt. Hessen beteiligt sich mit insgesamt vier Millionen Euro. Der Fonds soll coronabedingte Produktionsstörungen von Kinofilmen, Serien und Fernsehauftragsproduktionen absichern.

„Durch die Pandemie finden derzeit kaum Produktionen von Kinofilmen, Serien- und Fernsehauftragsproduktionen statt. Das hängt damit zusammen, dass das Risiko eines coronabedingten Drehabbruches groß und so teuer ist, dass kleinere und mittelständische Produktionsunternehmen schnell existenzgefährdet sind, da diese Risiken nicht über die üblichen Ausfallversicherungen abgedeckt werden können“, erklärt Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn. „Zur Existenzsicherung der hessischen Produktionslandschaft und zur Stabilisierung der Auftragslage für hessische Kreative ist dieser Ausfallfonds von großer Bedeutung. Schließlich arbeiten wir in Hessen seit der Gründung der HessenFilm und Medien GmbH an einer Stärkung der Film- und Medienbranche, die nun durch die Coronakrise wieder stark gefährdet ist.“

Der Fonds besteht aus zwei Teilen:
Mit dem Ausfallfonds I werden Kinofilme und HighEnd-Serienformate abgesichert, deren Herstellung durch den Bund oder die Länder gefördert wurde. Der Bund stellt bereits seit September für diesen Fonds 50 Millionen Euro zur Verfügung. Andere Bundesländer haben ihre Beteiligung erklärt. Hessen wird sich an diesem Fonds nun ebenfalls mit drei Millionen Euro beteiligen. Der Produzent trägt in der Regel nur noch zehn Prozent vom Schaden. Den Rest übernimmt der Fonds. In den Regularien wird dabei sichergestellt, dass im Schadensfall ein Land nur herangezogen wird, wenn es an dieser Produktion mit Fördermitteln, d.h. auch mit einem nachweisbaren Standorteffekt beteiligt ist.

Mit dem Ausfallfonds II sollen von durch Sender oder Streaming-Plattformen beauftragte Produktionen abgesichert werden. Die Details des Fonds befinden sich derzeit noch in der Endabstimmung zwischen den Sendern und den Ländern. Die Regularien sollen aber weitestgehend deckungsgleich zum Ausfallsfonds I sein. Bereits jetzt steht fest, dass sich Hessen auch an diesem Fonds mit einer Millionen Euro beteiligen wird. Für die Frage, welches Land den Schaden absichert und ggf. dann auch einen Schadensausgleich vornehmen muss, soll der Sitz des Produzenten maßgeblich sein, der den Auftrag ausführt. Da in Hessen auch einige Auftragsproduzenten ihren Sitz haben, stellt die Beteiligung an diesem Fonds sicher, dass es im Schadensfalls zu keinen existenzgefährdenden Situationen für hessische Produzenten kommt.

Die Filmförderanstalt (FFA) administriert bereits den Ausfallfonds I und soll auch den Ausfallfonds II abwickeln. Zu diesem Zweck wird das Land mit der FFA eine Verwaltungsvereinbarung abschließen. Der Start ist dann für Anfang nächsten Jahres geplant.

Hessische Filmförderung für zehn Filmproduktionen und zehn weitere Projekte Jurys entscheiden über 1,7 Millionen Euro Förderung

krimimaerzWiesbaden/Frankfurt. Zehn neue Filmproduktionen sowie zehn weitere Projekte in Drehbuchentwicklung, Produktionsvorbereitung, Postproduktion und Verleih erhalten in der aktuellen Förderrunde der hessischen Filmförderung insgesamt gut 1,7 Millionen Euro. Das haben die beiden Jurys der HessenFilm und Medien GmbH entschieden, die für die Förderung von Spielfilmen mit Produktionskosten von mehr als 1,5 Millionen Euro sowie für Produktionen mit Kosten von bis zu 1,5 Millionen Euro zuständig sind.

Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn verspricht rasche und unbürokratische Hilfe für Kulturschaffende. © Foto: Diether v Goddenthow
Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn  © Foto: Diether v Goddenthow

Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn erklärt: „Die Vielfalt der geförderten Produktionen und Projekte beweist, wie viel filmisches Talent in Hessen steckt: Frauke Lodders, die an der Kunsthochschule Kassel studierte, widmet sich nach ihrem sehr bewegenden Dokumentarfilm ‚Unzertrennlich‘ nun mit ‚Am Ende des Sommers‘ einem fiktionalen Stoff und wird diesen sicherlich ebenso feinfühlig umsetzen. Es freut mich außerdem sehr, dass wir mit ‚Klandestin‘ ein anspruchsvolles internationales Drama mit hervorragenden Schauspielerinnen und Schauspielern sowie mit ‚Der gefallene Stern‘ eine Serie für Kinder fördern können, die schon den ganz Kleinen demokratische Teilhabe zugesteht.“

„Dies war die letzte Förderrunde, der ich als Juryvorsitz beiwohnen durfte, bevor ich die Geschäftsführung der HessenFilm und Medien an Anna Schoeppe übergeben habe. Umso mehr freue ich mich, tiefe Einblicke in so viele unterschiedliche Film- und Serienvorhaben erhalten zu haben“, sagt Günter Schmitteckert, der bis Ende April kommissarisch die HessenFilm und Medien als Geschäftsführer leitete.

Anna Schoeppe Foto "privat"
Anna Schoeppe Foto „privat“

Anna Schoeppe hat nun zum 1. Mai 2020 die Leitung der hessischen Filmförderung von Günter Schmitteckert übernommen: „Ich freue mich auf die Aufgabe als Geschäftsführerin der HessenFilm und Medien. Aktuell steht die hessische Film- und Medienbranche durch das Coronavirus vor einer großen Herausforderung. Ich bin davon überzeugt, dass wir diese Aufgabe im intensiven Austausch mit den hessischen Filmschaffenden meistern können“, sagt Anna Schoeppe, neue Geschäftsführerin Hessen Film und Medien.

Insgesamt wählte die Jury des Gremiums 1 (Spielfilme mit Produktionskosten von mehr als 1,5 Millionen Euro) drei Filme aus, die mit insgesamt 1,25 Millionen Euro gefördert werden. Die Jury des Gremiums 2 (Kino- und TV-Produktionen mit Herstellungskosten von bis zu 1,5 Millionen Euro) vergab insgesamt 487.100 Euro.

Die höchste Fördersumme von 600.000 Euro erhält das Projekt „Klandestin“ von Regisseurin Angelina Maccarone. Die internationale Koproduktion konnte bereits einen renommierten Cast um Barbara Sukowa, Lambert Wilso sowie Maryam Zaree und Nicolette Krebitz für sich gewinnen. Mit „Am Ende des Sommers“ entschied die Jury zudem Förderung in Höhe von 500.000 Euro für eine hessische Inszenierung. Regisseurin Frauke Lodders erhielt bereits 2018 größere Aufmerksamkeit für ihren Dokumentarfilm „Unzertrennlich – Leben mit behinderten und lebensverkürzt erkrankten Geschwistern“. Für das Drehbuch zu ihrem ersten Langspielfilm „Am Ende des Sommers“ erhielt sie den Hessischen Filmpreis 2019. Auch die TV-Serie „Der gefallene Stern“ erhält 155.000 Euro Fördergelder für die Produktion. Die Serie richtet sich an Kinder und Familien und thematisiert Antisemitismus und Rassismus auf deutschen Schulhöfen. Umgesetzt wird sie von Tellux Film in Koproduktion mit der hessischen Produktionsfirma sad ORIGAMI und dem ZDF, die bereits gemeinsam in der HessenFilm-geförderten Serie „Dschermeni“ gesellschaftspolitische Themen konsequent aus der Perspektive von Kindern aufbereitet haben.

Unter den Produktionen mit weniger als 1,5 Millionen Euro Kosten gehen insgesamt 487.100 Euro Fördergelder an 17 weitere Projekte. Eine Drehbuchförderung in Höhe von 25.000 Euro geht beispielsweise an Tom Sommerlatte, der mit „Reisende ohne Gepäck“ seine Geschwister-Trilogie („Im Sommer wohnt er unten“, „Bruder Schwester Herz“) abschließt. Weiter führen die geförderten Projekte nach Rio de Janeiro („Gewalt und Spektakel“, Dokumentarfilm, 82.000 Euro), Polen („SUPERBOHATER-KI*Superheldinnen“, Dokumentarfilm, 9.800 Euro), Cornwall („Son of Cornwall“, Dokumentarfilm, 14.000 Euro), Südtirol („Matters of Identity“, Dokumentarfilm, 20.000 Euro) und einmal quer durch Deutschland („Trails One – Von Frankfurt nach Frankfurt/Oder“, Kurzfilm, 39.000 Euro).

Die weiteren Förderungen und die dazugehörigen Summen finden unter: Hessenfilm und Medien

Über HessenFilm und Medien
Als erste Ansprechpartnerin in Sachen Filmförderung stärkt die HessenFilm und Medien die hessische Film- und Medienbranche und hilft dem Land, seine Position als Kultur- und Wirtschaftsstandort für die Zukunft weiter auszubauen. Sie unterstützt sowohl die kommerzielle wie auch die künstlerische Qualität von Filmproduktionen, um optimale Bedingungen für die hessische Kreativwirtschaft zu schaffen. Gesellschafter der HessenFilm und Medien GmbH sind das Land Hessen (90 Prozent) und der Hessische Rundfunk (zehn Prozent).

Mehr Informationen unter: www.hessenfilm.de

Anna Schoeppe wird neue Geschäftsführerin der hessischen Filmförderung

Foto „privat“
Foto „privat“

Wiesbaden/Frankfurt. Anna Schoeppe, zurzeit Direktorin des Kuratoriums junger deutscher Film in Wiesbaden, wird neue Geschäftsführerin der HessenFilm und Medien GmbH. Das gab die Vorsitzende des Aufsichtsrats der HessenFilm, Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn, heute in Frankfurt bekannt. Anna Schoeppe übernimmt zum 1. Mai 2020 die Leitung der hessischen Filmförderung von Günter Schmitteckert. Der Ministerialdirigent im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst hatte die Aufgabe im Oktober 2019 für einen Übergangszeitraum übernommen und kehrt nun zu seinen Aufgaben im Ministerium zurück.

„Wir haben mit Anna Schoeppe die ideale Besetzung für die Aufgabe gefunden“, erklärte Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn, „sie hat viel Erfahrung und klare Vorstellungen, wie sie die Filmförderung in Hessen gestalten und erneuern will. Anna Schoeppe hat uns im Aufsichtsrat, der sich einstimmig für sie entschieden hat, davon überzeugt, dass sie die Richtige ist für einen Aufbruch. Wir wollen gemeinsam mit ihr neue künstlerische Perspektiven erschließen, den Nachwuchs fördern und den Filmstandort entwickeln. Als langjährige Leiterin des Kuratoriums junger deutscher Film, das insbesondere Nachwuchsregisseurinnen und -regisseure sowie Nachwuchsautorinnen und -autoren fördert, bringt sie das richtige Gespür für Talente und ihre Bedürfnisse mit.“

Anna Schoeppe, Jahrgang 1984, hat schon während ihres Studiums (Geschichte und Germanistik an der TU Berlin) Praktika im Film- und Fernsehbereich absolviert. In ihrer Magisterarbeit hat sie sich mit der Rezeption von Sophie Scholl insbesondere im Film befasst. Nach Stationen unter anderem bei der European Film Academy, Berlin, und der Filmakademie Baden-Württemberg wurde sie 2013 Leiterin der Geschäftsstelle des Kuratoriums junger deutscher Film in Wiesbaden und 2017 dessen Direktorin.

„Ich freue mich, dass ich die Leitung der HessenFilm in einer Zeit übernehmen kann, in der sich die Branche stetig weiterentwickelt, unter anderem durch filmpolitische Debatten, technische Entwicklungen und verändertes Zuschauerverhalten“, sagt die designierte Geschäftsführerin Anna Schoeppe. „Gemeinsam mit dem kompetenten Team der HessenFilm und im Austausch mit der Branche werde ich diese Herausforderung angehen. Die HessenFilm soll ein transparenter, ansprechbarer Partner für alle Filmschaffenden am Standort sein. Ich freue mich auf spannende Projekte aus und in Hessen.“

Kunst- und Kulturministerin Dorn: „Ich möchte heute ganz besonders den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der HessenFilm und insbesondere dem kommissarischen Leiter Günter Schmitteckert danken. Sie haben in den vergangenen Monaten keinen leichten Job gehabt. Aber sie haben diese Lage mit viel Engagement, Einsatz und Leidenschaft für die Sache gemeistert. Das ist alles andere als selbstverständlich. Vielen Dank dafür.“

Über HessenFilm und Medien
Als erste Ansprechpartnerin in Sachen Filmförderung stärkt die HessenFilm und Medien die hessische Film- und Medienbranche und hilft dem Land, seine Position als Kultur- und Wirtschaftsstandort für die Zukunft weiter auszubauen. Sie unterstützt sowohl die kommerzielle wie auch die künstlerische Qualität von Filmproduktionen, um optimale Bedingungen für die hessische Kreativwirtschaft zu schaffen. Gesellschafter der HessenFilm und Medien GmbH sind das Land Hessen (90 Prozent) und der Hessische Rundfunk (zehn Prozent).

Kulturstiftung fördert drei Mainzer Filmkunst-Projekte

Der Vorstand der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur unter Vorsitz von Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat entschieden, drei Filmkunst-Projekte aus Mainz mit einer Förderung in Höhe von insgesamt 13.000 Euro zu unterstützen.

So erhält die Mainzer Indievisuals Filmproduktion einen Zuschuss von 5.000 Euro für die Postproduktion des Dokumentarfilms „Son of Cornwall“. In der filmischen Biographie berichtet Regisseur Lawrence Richards über das bewegte Leben seines Vaters, John Treleaven. Ebenfalls mit 5.000 Euro unterstützt die Stiftung die Postproduktion des Filmprojekts „Jupiter“ von Mariana Schneider und Frédéric Hambalek, der in Mainz Filmwissenschaft und Amerikanistik studierte und 2019 für den Grimme-Preis nominiert wurde. Der szenische Langfilm befasst sich als Psychodrama mit einer krisenhaften Mutter/Sohn-Beziehung. Einen Zuschuss von 3.000 Euro vergibt die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur an Manuel Föhl, der vor kurzem sein Studium der Filmwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz absolvierte. Mit der Webserie „Stadtgeflüster“, die um den Mainzer Gartenfeldplatz spielt, möchte Föhl die Diversität der Gesellschaft nutzen, um Klischees und Vorurteile zu hinterfragen.

„Rheinland-Pfalz ist ein reichhaltiges Kulturland. Wir haben ein weltbekanntes Weltkulturerbe, renommierte Theater, Museen und soziokulturelle Zentren sowie eine vielfältige freie Szene. Die Kulturstiftung unterstützt die rheinland-pfälzischen Kulturschaffenden dabei, neue spannende Kunst- und Kulturprojekte auf den Weg zu bringen und damit die kulturelle Vielfalt unseres Landes zu pflegen und zu erhalten“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Seit 1991 fördert die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur Projekte aus unterschiedlichen Kultursparten. In der aktuellen Vergaberunde werden insgesamt 15 Projekte u.a. aus den Bereichen Musik, Literatur, Filmkunst und Ausstellungen sowie sozio-kulturelle Projekte mit 110.000 Euro unterstützt.

„Die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur ist ein wichtiger Partner der Kulturszene in unserem Bundesland. Viele Projekte können dank der Förderung der Stiftung realisiert werden, die sonst vielleicht nicht umgesetzt werden könnten. Damit trägt die Stiftung entscheidend dazu bei, auch innovative Formate zu unterstützen und damit neue Impulse in der rheinland-pfälzischen Kulturlandschaft möglich zu machen“, sagte der Vorsitzende des Stiftungskuratoriums, Kulturminister Prof. Dr. Konrad Wolf.

Die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur wurde 1991 von der Landesregierung zur Förderung von Kunst und Kultur gegründet und erfüllt dabei unterschiedliche Aufgaben. So vergibt die Stiftung Projektförderungen und institutionelle Förderungen, veranstaltet den Kultursommer Rheinland-Pfalz, unterhält die Künstlerhäuser Edenkoben und Schloss Balmoral und erteilt Stipendien an junge Schriftstellerinnen und Schriftsteller sowie Künstlerinnen und Künstler über ein Bewerbungsverfahren. Nähere Informationen zur Stiftung sind auf der Homepage zu finden unter www.kulturstiftung-rlp.

Land Hessen erhöht die Förderung von Filmfestivals auf 913.000 Euro

Wiesbaden. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat heute bekannt gegeben, dass das Land Hessen im kommenden Jahr 21 Filmfestivals mit 913.000 Euro fördern wird. Dies ist das Ergebnis intensiver Beratungen der aus Fachleuten zusammengesetzten Jury unter der Leitung des Geschäftsführers der HessenFilm und Medien GmbH, Hans Joachim Mendig.

„Hessen hat eine vielfältige und qualitativ hochwertige Festivalszene, auf die wir sehr stolz sind. Mit unserer Förderung unterstützen wir großartige Filmfeste, die den Blick für neue Werke öffnen und jungen Talenten eine Bühne bieten“, sagte Kunst- und Kulturminister Boris Rhein. „Besonders freut mich, dass wir unsere Gesamtfördersumme für die Festivals steigern konnten. So wird im Herbst des Vorjahres üblicherweise über die Festivalförderung des nächsten Jahres entschieden. Gemeinsam mit der Förderrunde, die wir im Frühsommer dieses Jahres verkündet haben, stellen wir für das Jahr 2019 insgesamt 913.000 Euro für Filmfestivals zur Verfügung. Das entspricht einer Erhöhung der Fördergelder um rund 370.000 Euro gegenüber dem Vorjahr.“

Die höchste Fördersumme, insgesamt 270.000 Euro, erhält die Kinothek Asta Nielsen für die erstmalige Durchführung eines Frauenfilmfestivals. In diesem Jahr jährt sich die Geburtsstunde der Frauenwahlrechte in Deutschland zum 100sten Mal. Der Hessischen Landesregierung ist es ein Anliegen, diesem bedeutenden Datum Rechnung zu tragen. Dieses Festival ist im Kontext der Gleichberechtigung von Frauen und Männern zu sehen.

Höhere Fördersummen konnten aber auch den bereits etablierten Festivals wie dem Kasseler Dokumentarfilm- und Videofestival, dem Lichter Filmfest, dem LUCAS-Festival und dem Japanischen Filmfestival zugesagt werden. Sie erhalten zusätzliche Mittel von über 100.000 Euro.

„Mit unserer Förderung würdigen wir das Engagement der vielen Menschen, die hinter den Kulissen hart daran arbeiten, dass die Besucherinnen und Besucher unvergessliche Stunden erleben – auch im ländlichen Raum. Ein besonders bemerkenswertes Beispiel ist das Open Filmfest Weiterstadt, das wir mit 45.000 Euro unterstützen. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – vom Filmvorführer bis zur Pressebetreuung – setzen sich ehrenamtlich und unbezahlt dafür ein, dass das Festival ein Erfolg wird“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein abschließend.

 Die Förderentscheidungen im Überblick:

Empfänger Festival Förderung 2018 Förderung 2019
Deutsches Filminstitut – DIF e.V. Africa Alive 8.000 Euro 11.000 Euro
GoEast Filmfestival 115.000 Euro 115.000 Euro
LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans 30.000 Euro 50.000 Euro
Filmforum Höchst/VHS Frankfurt Cuba im Film 5.000 Euro 5.000 Euro
Kulturamt Wiesbaden Deutsches FernsehKrimi-Festival 12.000 Euro 12.000 Euro
DOBAGO FILM Die Seriale 11.000 Euro 8.000 Euro
Wiesbadener Kinofestival e.V. Exground filmfest 50.000 Euro 65.000 Euro
Freunde der Filme im Schloss Internationales Trickfilm-Wochenende Wiesbaden 7.000 Euro 7.000 Euro
Filmladen Kassel Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest 116.000 Euro 140.000 Euro
LICHTER Filmkultur e.V. LICHTER Filmfest Frankfurt International 60.000 Euro 70.000 Euro
Indian Vibes Neue Generationen e.V. New Generations – Independent Indian Filmfestival 2.000 Euro 2.000 Euro
Nippon Connection e.V. Nippon Connection – Japanisches Filmfestival 45.000 Euro 55.000 Euro
Kommunales Kino Weiterstadt Open Air Filmfest Weiterstadt 40.000 Euro 45.000 Euro
Café Trauma e.V. OpenEyes Filmfest 9.000 Euro 10.000 Euro
Cinema Concetta Filmförderung Rüsselsheimer Filmtage 5.000 Euro 5.000 Euro
Shorts at Moonlight Kurzfilmfestival e.V. Shorts at Moonlight 5.000 Euro 5.000 Euro
Bundesverband Jugend und Film e.V. Werkstatt der Jungen Filmszene 10.000 Euro 10.000 Euro
Medienzentrum Frankfurt Visionale hessen 5.000 Euro 5.000 Euro
AWO Stadtverband Hessen e.V. Jung & Abgedreht – Jugendkurzfilmfestival 1.450 Euro 3.000 Euro
Transfer zwischen den Kulturen e.V. Türkisches Filmfestival Frankfurt/M. 3.000 Euro 20.000 Euro
Kinothek Asta Nielsen Remake FrauenFilmFestival 0 Euro 270.000 Euro
    539.450 Euro 913.000 Euro

Land Hessen fördert Kinofilm „Crescendo“ mit 350.000 Euro Setbesuch in Wiesbaden mit Peter Simonischek, Daniel Donskoy und Bibiana Beglau

Land Hessen fördert Kinofilm „Crescendo“ mit 350.000 Euro
Setbesuch in Wiesbaden mit Peter Simonischek, Daniel Donskoy und Bibiana Beglau

Wiesbaden. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat heute die Dreharbeiten zum Kinofilm „Crescendo“ im RheinMain CongressCenter in Wiesbaden besucht. Die Hallen sind neben der Goethe-Universität und dem Flughafen in Frankfurt sowie dem Theater Rüsselsheim Drehorte in Hessen für das Drama um ein israelisch-palästinensisches Jugendorchester. Weitere Schauplätze sind in Südtirol und Israel.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Dass gleich mehrere hessische Städte für diesen Film als Drehorte ausgewählt wurden, zeigt, welche Vielfalt an Locations Hessen zu bieten hat. Das ist eine tolle Imagewerbung für unser Bundesland.“

Das Projekt, das von Dr. Alice Brauner produziert wird und in dem Dror Zahavi Regie führt, wird unter anderem von HessenFilm und Medien mit 350.000 Euro gefördert. In der Hauptrolle ist Peter Simonischek, bekannt aus „Toni Erdmann“, als Dirigent zu sehen. Es ist damit das dritte Engagement des Österreichers in Zusammenarbeit mit HessenFilm, nach den Filmen „Die Welt der Wunderlichs“ und „Nur Gott kann mich richten“. Daniel Donskoy gibt in der jugendlichen Hauptrolle sein Kinodebüt. Außerdem stehen Bibiana Beglau, Sabrina Amali und Götz Otto vor der Kamera in der Produktion von CCC Filmkunst.

Der Film hat neben den Drehorten noch einen weiteren hessischen Bezug: Die Neue Philharmonie Frankfurt übernimmt den Part des Jugendorchesters in dem Film. „Wir fördern als Land Hessen nicht nur regelmäßig Filmproduktionen, sondern auch den musikalischen Nachwuchs. Mit einem Kinofilm bekommt die Neue Philharmonie Frankfurt noch einmal eine ganze andere Plattform geboten, um ihr Talent zu zeigen“, freut sich Kunst- und Kulturminister Boris Rhein über die Auswahl des Ensembles.

Zum Film: Im Rahmen von Friedensverhandlungen zwischen Diplomaten aus Israel und Palästina soll in Südtirol ein Konzert eines Jugendorchesters junger Palästinenser und Israelis unter massiven Sicherheitsvorkehrungen stattfinden. Die Jugendlichen wollen die Friedensbemühungen, die in ihrem Mikrokosmos bereits gefruchtet haben, nicht aufgeben und sehen nach und nach im gemeinsamen Zueinanderfinden und Musizieren einen ersten Weg zur Überbrückung von Hass, Intoleranz und Terror. Hat die Musik die Kraft, trotz der vielen Herausforderungen und Hindernisse Brücken zwischen den jungen Menschen verschiedener Religionen und verhasster Nationalitäten zu bauen?

Im Jahr 2017 standen den Filmschaffenden und hessischen Filminstitutionen zehn Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung, wovon fünf Millionen Euro aus dem Etat des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst kamen, vier Millionen Euro aus Garantiemitteln aus dem Finanzministerium sowie 750.000 Euro vom Hessischen Rundfunk und 250.000 Euro vom ZDF. In 2018 wurde die Förderung auf 11,5 Millionen Euro aufgestockt. Gefördert werden unter anderem Filmproduktionen, Kinos sowie Festivals.

Kongress Zukunft Deutscher Film am 5.-6.04.2018 parallel zum 11. Lichterfilmfest Frankfurt

filmkongresszukunft

Das Programm zu den Perspektiven der deutschen Film- und Kinokultur 5.+ 6. April 2018 im Frankfurter Zoo-Gesellschaftshaus

Das System der deutschen Filmförderung sorgt seit vielen Jahren für immer mehr Unmut in der Filmbranche. Zugleich leidet das Image des deutschen Films insgesamt. Was also muss getan werden, damit der deutsche Film wieder eine Zukunft hat? Ziel des Kongresses, der das 11. LICHTER Filmfest Frankfurt flankiert, sind konkrete Handlungsaufforderungen an die filmpolitischen Entscheiderinnen und Entscheider, damit sich das Filmfördersystem erneuern kann. Diese werden Publikum und Presse am Freitag, den 06. April um 18.00 Uhr im Rahmen des Abschlusspanels vorgestellt. 139,2 Millionen Menschen gingen 2015 in Deutschland ins Kino, 27,5 Prozent davon sahen deutsche Filme. Das ist zwar ein Rekord, dabei wird aber übersehen, dass kaum deutsche Filme mehr als 8.000 Zuschauer hatten, die große Zahl der Zuschauerinnen und Zuschauer sich also auf einige sehr wenige Titel konzentrierte. Bei rund 250 Kinostarts in Deutschland pro Jahr besteht die große Herausforderung darin, einzelne Werke für das Publikum überhaupt sichtbar zu machen. Ein ähnliches Schicksal ereilt anspruchsvolles europäisches Kino in den deutschen Kinos und Fernsehsendern. Kino muss neue Wege denken, damit es in Zeiten dauernder Verfügbarkeit audiovisueller Inhalte überleben kann. Die Ausrichter des Kongresses glauben an das Kino und widmen daher zwei Tage der Diskussion und dem Erarbeiten neuer Möglichkeiten.

Runde Tische, öffentliche Panels und neue Lösungswege

Parallel zu öffentlichen Podiumsdiskussionen und Vorträgen zu den drei Themenkomplexen Förderung & Finanzen, Ausbildung & Nachwuchs und Distribution & Kinokultur, der Filmreihe „Zukunft Deutscher Film“ und Veranstaltungen wie z.B. einem Videoschnipselvortrag von Jürgen Kuttner werden an drei runden Tischen zu den Kernthemen konkrete Handlungsvorschläge erarbeitet, die Anstöße für Veränderungen in die Politik und die Branche tragen sollen.

Zwischen den öffentlichen Panels, dem Publikum und den runden Tischen soll dabei ein Austausch entstehen, die Kongressteilnehmer sind ebenfalls aufgefordert, eigene Thesen und Handlungsaufforderungen einzureichen und zu twittern und unter #ZuDeuFi der Diskussion zu noch mehr Sichtbarkeit zu verhelfen.

Denn: Vieles muss sich ändern, darüber sind sich das Publikum und die Filmschaffenden in Deutschland branchen- und institutionsübergreifend einig. Doch wie kann es gelingen, dass internationale Erfolge wie Victoria oder Toni Erdmann keine Solitäre bleiben? Dass der deutsche Film wieder zum Publikum findet, sich die gesellschaftliche Vielfalt auf beiden Seiten der Kamera widerspiegelt, Filmschaffende von ihrer Arbeit leben können und das Kino als gesellschaftlich relevanter Ort erhalten bleibt? Welche neuen Auswertungs- und Distributionsmöglichkeiten gibt es? Kino hat das Potenzial, Erfahrungen zu vermitteln, Gemeinschaft zu stiften und auch politische Impulse zu setzen. Politische Impulse möchte auch unser Kongress setzen – mit europäischem Weitblick. Die Veranstalter erwarten Gäste aus Nachbarländern, die von ihren Arbeits- und Förderbedingungen berichten werden.

Das Programm

Edgar Reitz ist Pate des Kongresses und wird neben Lars Henrik Gass und Laura Walde am Donnerstag-Abendpanel teilnehmen, das sich der Frage widmet, wie eine deutsche Kinokultur gestärkt werden kann. Sophia Gräfe wird das Panel moderieren. Auf die Vorstellung des Projekts 6 Minuten 66 durch Julius Feldmeier folgt eine Diskussion darüber, wie die (junge) Filmbranche über sich selbst denkt. Daran beteiligen sich unter anderem die Regisseurinnen und Regisseure Julius Feldmeier, Jakob Lass, Tini Tüllmann und Dietrich Brüggemann.

Beim „Forum Europa“ werden Thomas Gammeltoft, Fabian Eder, Daniel Ebner, Prof. Andrew Higson und andere über die Arbeits- und Förderbedingungen im europäischen Ausland sprechen, Rüdiger Suchsland wird dieses moderieren. Lars Henrik Gass und Jascha Alleyne werden mit Florian Krautkrämer darüber sprechen, ob Filmförderung widerspruchsfrei sein kann. Darüber hinaus haben unter anderem bereits Dr. Bettina Reitz, Anna Schoeppe, Svenja Böttger, Martin Hagemann, Dr. Julia von Heinz, Linda Söfker, Anna de Paoli, Alfred Holighaus und Daniel Sponsel für den Kongress zugesagt.

Gefördert wird der Kongress von HessenFilm & Medien GmbH und dem Kulturamt der Stadt Frankfurt, wissenschaftlich begleitet von den Kooperationspartnern Deutsches Filminstitut – DIF e.V. und der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Eine Übersicht über das gesamte Programm und alle bisher bestätigten Teilnehmer finden Sie im Anhang der Pressemitteilung und stets aktuell unter: https://lichterfilmfest.de/programm/zukunft-deutscher-film/