Kategorie-Archiv: Filmförderung

Kongress Zukunft Deutscher Film am 5.-6.04.2018 parallel zum 11. Lichterfilmfest Frankfurt

filmkongresszukunft

Das Programm zu den Perspektiven der deutschen Film- und Kinokultur 5.+ 6. April 2018 im Frankfurter Zoo-Gesellschaftshaus

Das System der deutschen Filmförderung sorgt seit vielen Jahren für immer mehr Unmut in der Filmbranche. Zugleich leidet das Image des deutschen Films insgesamt. Was also muss getan werden, damit der deutsche Film wieder eine Zukunft hat? Ziel des Kongresses, der das 11. LICHTER Filmfest Frankfurt flankiert, sind konkrete Handlungsaufforderungen an die filmpolitischen Entscheiderinnen und Entscheider, damit sich das Filmfördersystem erneuern kann. Diese werden Publikum und Presse am Freitag, den 06. April um 18.00 Uhr im Rahmen des Abschlusspanels vorgestellt. 139,2 Millionen Menschen gingen 2015 in Deutschland ins Kino, 27,5 Prozent davon sahen deutsche Filme. Das ist zwar ein Rekord, dabei wird aber übersehen, dass kaum deutsche Filme mehr als 8.000 Zuschauer hatten, die große Zahl der Zuschauerinnen und Zuschauer sich also auf einige sehr wenige Titel konzentrierte. Bei rund 250 Kinostarts in Deutschland pro Jahr besteht die große Herausforderung darin, einzelne Werke für das Publikum überhaupt sichtbar zu machen. Ein ähnliches Schicksal ereilt anspruchsvolles europäisches Kino in den deutschen Kinos und Fernsehsendern. Kino muss neue Wege denken, damit es in Zeiten dauernder Verfügbarkeit audiovisueller Inhalte überleben kann. Die Ausrichter des Kongresses glauben an das Kino und widmen daher zwei Tage der Diskussion und dem Erarbeiten neuer Möglichkeiten.

Runde Tische, öffentliche Panels und neue Lösungswege

Parallel zu öffentlichen Podiumsdiskussionen und Vorträgen zu den drei Themenkomplexen Förderung & Finanzen, Ausbildung & Nachwuchs und Distribution & Kinokultur, der Filmreihe „Zukunft Deutscher Film“ und Veranstaltungen wie z.B. einem Videoschnipselvortrag von Jürgen Kuttner werden an drei runden Tischen zu den Kernthemen konkrete Handlungsvorschläge erarbeitet, die Anstöße für Veränderungen in die Politik und die Branche tragen sollen.

Zwischen den öffentlichen Panels, dem Publikum und den runden Tischen soll dabei ein Austausch entstehen, die Kongressteilnehmer sind ebenfalls aufgefordert, eigene Thesen und Handlungsaufforderungen einzureichen und zu twittern und unter #ZuDeuFi der Diskussion zu noch mehr Sichtbarkeit zu verhelfen.

Denn: Vieles muss sich ändern, darüber sind sich das Publikum und die Filmschaffenden in Deutschland branchen- und institutionsübergreifend einig. Doch wie kann es gelingen, dass internationale Erfolge wie Victoria oder Toni Erdmann keine Solitäre bleiben? Dass der deutsche Film wieder zum Publikum findet, sich die gesellschaftliche Vielfalt auf beiden Seiten der Kamera widerspiegelt, Filmschaffende von ihrer Arbeit leben können und das Kino als gesellschaftlich relevanter Ort erhalten bleibt? Welche neuen Auswertungs- und Distributionsmöglichkeiten gibt es? Kino hat das Potenzial, Erfahrungen zu vermitteln, Gemeinschaft zu stiften und auch politische Impulse zu setzen. Politische Impulse möchte auch unser Kongress setzen – mit europäischem Weitblick. Die Veranstalter erwarten Gäste aus Nachbarländern, die von ihren Arbeits- und Förderbedingungen berichten werden.

Das Programm

Edgar Reitz ist Pate des Kongresses und wird neben Lars Henrik Gass und Laura Walde am Donnerstag-Abendpanel teilnehmen, das sich der Frage widmet, wie eine deutsche Kinokultur gestärkt werden kann. Sophia Gräfe wird das Panel moderieren. Auf die Vorstellung des Projekts 6 Minuten 66 durch Julius Feldmeier folgt eine Diskussion darüber, wie die (junge) Filmbranche über sich selbst denkt. Daran beteiligen sich unter anderem die Regisseurinnen und Regisseure Julius Feldmeier, Jakob Lass, Tini Tüllmann und Dietrich Brüggemann.

Beim „Forum Europa“ werden Thomas Gammeltoft, Fabian Eder, Daniel Ebner, Prof. Andrew Higson und andere über die Arbeits- und Förderbedingungen im europäischen Ausland sprechen, Rüdiger Suchsland wird dieses moderieren. Lars Henrik Gass und Jascha Alleyne werden mit Florian Krautkrämer darüber sprechen, ob Filmförderung widerspruchsfrei sein kann. Darüber hinaus haben unter anderem bereits Dr. Bettina Reitz, Anna Schoeppe, Svenja Böttger, Martin Hagemann, Dr. Julia von Heinz, Linda Söfker, Anna de Paoli, Alfred Holighaus und Daniel Sponsel für den Kongress zugesagt.

Gefördert wird der Kongress von HessenFilm & Medien GmbH und dem Kulturamt der Stadt Frankfurt, wissenschaftlich begleitet von den Kooperationspartnern Deutsches Filminstitut – DIF e.V. und der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Eine Übersicht über das gesamte Programm und alle bisher bestätigten Teilnehmer finden Sie im Anhang der Pressemitteilung und stets aktuell unter: https://lichterfilmfest.de/programm/zukunft-deutscher-film/

Land Hessen fördert 24 Filmprojekte mit mehr als zwei Millionen Euro

filmmuseum0-800Wiesbaden. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat heute bekannt gegeben, dass die HessenFilm und Medien GmbH insgesamt 24 Filmprojekte mit mehr als zwei Millionen Euro fördert. Die Gremien der HessenFilm und Medien GmbH haben in den letzten beiden Jury-Sitzungen für das Jahr 2017 Filmprojekte in den Bereichen Produktion, Produktionsvorbereitung, Drehbuch und Verleih ausgewählt. Darunter „Lehman – Der große Crash“ und der Animationsfilm „Die Olchis – der Film“.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Die Filmförderung spielt in Hessen eine wichtige Rolle. Ich freue mich daher sehr, dass die HessenFilm und Medien GmbH insgesamt 24 Filmprojekte mit mehr als zwei Millionen Euro fördert. Wer seine kulturelle Identität erhalten möchte, muss sich dafür engagieren – und bezogen auf den Film heißt dieses Engagement Filmförderung.“

In einer ersten Sitzung wurde die höchste Fördersumme von 600.000 Euro an die Teenager-Komödie „Achtung, ich komme!“ von Regisseurin Mira Thiel vergeben, die in Wiesbaden und im Rheingau mit Hauptdarstellerin Muriel Bielenberg sowie Jana Pallaske und Maria Furtwängler drehen wird. Koproduzent ist die Frankfurter VIAFILM, Verleiher ist die in Frankfurt ansässige Twentieth Century Fox of Germany.

Daneben erhalten das TV-Doku-Drama „Lehman – Der große Crash“ und der Animationsfilm „Die Olchis – der Film“ jeweils 450.000 Euro. „Lehman – Der große Crash“ wird mit Anna Maria Mühe in einer der Hauptrollen hauptsächlich in Frankfurt gedreht. „Die Olchis – der Film“ entsteht mit der für 3D Character Animation und VFX international bekannten und in Frankfurt ansässigen Firma Chimney.

In einer zweiten Sitzung wurden weitere 21 Projekte mit insgesamt rund einer halben Million Euro gefördert. Drehbuchförderungen gingen an die Autoren Marco Hülser, Oliver Rahayel und Ismail Erdogru. In der Produktionsvorbereitung wird unter anderem das Spielfilmprojekt „Ein Großer Deal“ des Filmemachers Kai Christiansen unterstützt. Die höchste Fördersumme der Jury-Sitzung im Bereich Produktion geht mit 90.000 Euro an den Spielfilm „Borga“. Autor und Regisseur ist der gebürtige Kasselaner York-Fabian Raabe. Verleihförderungen gehen unter anderem an den Filmemacher David Sieveking, der bereits den Hessischen Filmpreis für „David wants to fly“ und „Vergiss mein nicht“ erhielt.

Von den Film-Aktivisten vom Elsässer-Platz zur 30. Auflage des international beachteten Exground Filmfest Wiesbaden – vom 17. bis 26.Nov.2017


Aus persönlichem Frust über Wiesbadens Filmsituation griffen 1990 sechs Wiesbadener Film-Enthusiasten zur Selbsthilfe, indem sie ein eigenes Kinoprogramm jenseits der Blockbuster kreierten und mit New Yorker Independent-Stars wie Richard Kern oder Lydia Launch und Andy Warhols Klassiker „Empire“, einem achtstündigen Blick auf das Empire State Building, starteten. Festivalleiterin Andrea Wink, Frau der ersten Stunde, hatte selbst noch Filme mit dem 16-Millimeter-Projektor vorgeführt und zwischendrin Schnittchen geschmiert. Es war ein Riesenspaß! Das Filmfestival Exground, ein Wortspiel aus „Experimentell“ und „Underground“, war geboren, mit dem Angebot,  Avantgarde-Filme in Wiesbaden vorzustellen, zunächst zweimal im Jahr. Das passierte noch im Haus der Jugend am Elsässer Platz.

Dass das Filmfest Exground mittlerweile zu einer festen kulturellen Institution in Hessens Landeshauptstadt und im Rhein-Main-Gebiet wurde, hätten sich die Film-Aktivisten vom Elsässer-Platz nicht träumen lassen, wenngleich „es sofort ein Publikum dafür gab“, „was jährlich mitgewachsen sei, im vergangen Jahr auf 14 000 Zuschauer“ erinnert sich Andrea Wink beim gestrigen Pressegespräch im Foyer der Galigari Filmbühne.

Gute Stimmung schon bei der Pressekonferenz im Foyer der Caligari Filmbühne. v.li.n.r: Gerald Pucher, Exground-OrgaTeam, organisiert Youth-Days , Hans Joachim Mendig , Geschäftsführer  Hessenfilm und Media GmbH für das Land Hessen, Andrea Wink, Festivalleiterin, Kulturdezernent Axel Imholz, Dr. Helmut Müller, Geschäftsführer Frankfurt RheinMain.Foto: Diether v. Goddenthow
Gute Stimmung schon bei der Pressekonferenz im Foyer der Caligari Filmbühne. v.li.n.r: Gerald Pucher, Exground-OrgaTeam, organisiert Youth-Days , Hans Joachim Mendig , Geschäftsführer Hessenfilm und Media GmbH für das Land Hessen, Andrea Wink, Festivalleiterin, Kulturdezernent Axel Imholz, Dr. Helmut Müller, Geschäftsführer Frankfurt RheinMain.Foto: Diether v. Goddenthow

Mittlerweile in der 30. Auflage, präsentiert das Exground Filmfest Wiesbaden in diesem Jahr, vom 16. bis 26. November 2017, über 200 Filme aus 42 Ländern mit 21 Welt-, fünf internationalen, zwei Europa- und 28 Deutschland-Premieren sowie mit 19 Lang- und Kurzfilmen im Fokusprogramm Türkei. Darüber hinaus: sieben Lang- und 14 Kurzfilme in der Reihe Youth Days.

Spielorte sind wieder die Caligari FilmBühne, das Murnau Filmtheater, der Kulturpalast, das Kulturzentrum Schlachthof und der Nassauische Kunstverein. Weitere Spielorte „Im Nachspiel des Fokusprogramm Türkei“ werden in Darmstadt das programmkino rex, in Frankfurt a. Main die Kinos Orfeos Erben und Pupille sein.

Schwerpunktland Türkei – über Landesgrenzen hinweg

Dass sich in diesem Jahr das exground filmfest mit dem Länderschwerpunkt Türkei den außergewöhnlich interessanten Film- und Kulturschaffen in der Türkei widmet, war schon länger geplant. „Die politische Aktualität ist rein zufällig. Die Entscheidung fiel schon zwei Wochen vor dem Putsch im letzten Jahr“, so Andrea Wink.

Gegenwärtig sei extrem wichtig, so Dr. Helmut Müller, Ex-OB und Geschäftsführer des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, welcher das Festival mit 19 000 Euro fördert, dass die Brücken zwischen den Menschen beider Länder nicht abrissen. Auch wenn sich gegenwärtig die Politik die Brocken um die Ohren haue, mache die Türkei viel mehr aus als die gegenwärtige Politik“. Entgegen aller Warnungen war Wiesbadens Ex-OB mit dem Wiesbadener Partnerschaftsverein im Vorfeld nach Istanbul gefahren, und man habe gemerkt, dass vieles, wie es hier dargestellt würde, einfach übertrieben sei, betont Müller.
Beim diesjährigen Programm ist der Geschäftsführer des Kulturfonds Frankfurt Rhein-Main besonders gespannt auf die restaurierte Fassung des türkischen Film-Klassikers „Yol“ von 1982, ein Film, der episodisch eine Geschichte von Gefangenen nach dem Militärputsch erzählt, die auf einem einwöchigen Ausgang ihre zurückgelassenen Leben aufsuchen. „Yol“ läuft mit deutschen Untertiteln am 26.Nov. 17 um 12.00 h im Caligari.

Siehe auch: Fokus Türkei – über Landesgrenzen hinweg

Programm-Highlights

Starten wird das 30. Exground Filmfest am 17. November 2017 um 19.00 Uhr mit der Eröffnungsveranstaltung in der Caligari-Filmbühne und den Fillmen „The Gulf“ und „Theran Tabu“ (22.00 Uhr).

Die 10 Tage bis zum Abschluss vom Exground-Filmfest am 26.November 2017 wird ein Riesenprogramm mit zahlreichen Begleitveranstaltungen (Parties usw. siehe Programm) geboten, alles im Detail nachzulesen über die Festival-Website: http://exground.com/programm/ und in den ausliegenden roten Programmheften.

Zu Andrea Winks Film-Highlights gehören unter anderem: am 18.November, 20 Uhr: „Lucky“ mit Harry Dean Stanton in seiner letzten Rolle und am 26. November, 22 Uhr, die Deutschland-Premiere „How to talk to girls at parties“ mit Nicole Kidman (beide im Caligari).
Ihre weiteren Empfehlungen lauten: „Alive in France“ am 25. November, 22 Uhr u. „Liberation Day“ am 19. November, 22 Uhr (beide im Caligari) und das Regiedebüt von Vanessa Redgrave, mit Emma Thompson und Ralph Fiennes: „Sea Sorrow“ am 19. November, 16 Uhr, im Murnau-Filmtheater.

Gerald Pucher, ebenfalls Exground-Urgestein, aber vor allem für die Youth-Days zuständig, favorisiert unter anderem „Mansfield 66/67“ am 18. November, 22 Uhr, im Murnau-Filmtheater, „Die dritte Option“ am 25. November, 15 Uhr, sowie „Weekend“ am 20. November, 22 Uhr (beide im Caligari). Siehe hierzu: youth days @ 30. exground filmfest: Einblicke in verschlossene Welten

Zum ersten Mal auf der Exground-Pressekonferenz mit dabei: Kulturdezernent Axel Imholz. Er ist im „Nebenjob“ Kämmerer der Stadt Wiesbaden und so auch für die Finanzen zuständig. Die Stadt stelle gerne das Caligari kostenlos zur Verfügung und stifte auch Preisgelder. Zudem will Imholz aufgrund der mittlerweile erreichten Bedeutung des ehrenamtlich organisierten Festivals für Wiesbaden prüfen, ob der derzeit städtische Zuschuss von 50 000 Euro vielleicht im kommenden Jahr ein klein wenig angehoben werden könne.
Axel Imholz favorisiert wie Andrea Wink den Film „How to talk to girls at parties“. Besonders spannend findet Imholz auch die gut ausgewählten Filme für junge Leute im „Youth Days“-Programm.

Hessenfilm-Geschäftsführer Hans Joachim Mendig ist begeistert vom Wiesbadener Exground Filmfestival, dessen Programm er sehr innovativ findet. Als Beispiel nennt Mendig dass „hier schon Filme von Quentin Tarantino gezeigt wurden, als dieser noch kein Regie-Star war“. Die Hessenfilm und Media GmbH, welches die Filmförderung im Auftrag des Landes Hessen übernommen hat, fördert das Festival mit 50 000 Euro. Seine Film-Empfehlungen sind der Dokumentarfilm: „Anne Clark“ am 25. November, 17.30 Uhr, und „Teheran Tabu“ am 17. November, dem Eröffnungstag, 22 Uhr (beide im Caligari)

Auch in diesem Jahr sponsert ESWE mit kostenfeier Werbung in ihren Bussen und Außenwerbung das Filmfest.  v.li.n.r.:Dr. Helmut Müller, Geschäftsführer Frankfurt RheinMain, , Hans Joachim Mendig , Geschäftsführer  Hessenfilm und Media GmbH, Andrea Wink, Festivalleiterin, Kulturdezernent Axel Imholz, Gerald Pucher, Exground-OrgaTeam, organisiert Youth-Days. Foto: Diether v. Goddenthow
Auch in diesem Jahr sponsert ESWE mit kostenfeier Werbung in ihren Bussen und Außenwerbung das Filmfest. v.li.n.r.:Dr. Helmut Müller, Geschäftsführer Kulturfonds Frankfurt RheinMain, , Hans Joachim Mendig , Geschäftsführer Hessenfilm und Media GmbH, Andrea Wink, Festivalleiterin, Kulturdezernent Axel Imholz, Gerald Pucher, Exground-OrgaTeam, organisiert Youth-Days. Foto: Diether v. Goddenthow

 

 

Zum krönenden Abschluss; Matinee und Kurzfilm-Wettbewerb mit Preisverleihung
Am 26.November, dem letzten Festivaltag, präsentiert das Organisationsteam von exground in der Caligari Filmbühne um 12.00 Uhr im Rahmen einer Matinee zuerst die Deutschland-Premiere von YOL – THE FULL VERSION von Yilmaz Güney und Şerif Gören. Gegen 18.00 Uhr findet dann der beliebte Deutsche Kurzfilmwettbewerb statt. Anschließend  werden Preise aus sechs Wettbewerben (siehe nächsten Abschnitt) verliehen, bevor   das Exground Filmfest im Foyer der Caligari-Filmbühne mit JoMäx ausklingt.

Foto: Diether v. Goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow

Wettbewerbe beim exground filmfest
In insgesamt sechs Wettbewerben vergibt das exground filmfest Geld- und Sachpreise im Wert von 22.000 EUR. Ein besonderer Dank geht an den exground-Freundeskreis, der das Preisgeld für den Internationalen Kurzfilm-Wettbewerb in diesem Jahr auf 2.000 EUR erhöht hat. In der 16. Ausgabe dieses Wettbewerbs konkurrieren 18 Filme aus 16 Ländern um den Jurypreis, der am 26. November vergeben wird.

Im Deutschen Kurzfilm-Wettbewerb mit insgesamt zehn Produktionen kehren gleich drei altbekannte Regisseure zu exground zurück: Tomer Eshed mit seiner Animation OUR WONDERFUL NATURE– THE COMMON CHAMELEON, während das Künstlerduo „Warnix macht Nix“ mit WO DER WIDDER STAND ins Rennen geht. Außerdem zeigt die frühere exground-Preisträgerin Marion Pfaus ihren Film WOMEN ACTING LIKE DICTATORS.

Der Wiesbaden-Special – Kurzfilm-Wettbewerb findet zum 13. Mal statt. Ausgewählt wurden zwölf Filme, darunter zahlreiche Premieren, die entweder von hier geborenen oder lebenden Regisseuren oder in Wiesbaden gedreht wurden. Der vom Publikum bestimmte Gewinner wird am 26. November preisgegeben.
Im Rahmen der youth days konkurrieren sieben Kurzfilme junger Regie-Talente aus Wiesbaden und Umgebung im Wiesbadener Jugendfilm-Wettbewerb um den Publikumspreis.

Ebenfalls bei den youth days verleihen im Internationalen Jugendfilm-Wettbewerb sowohl eine Jugendjury als auch das Publikum einen Preis für ihren Favoriten. Ins Rennen gehen diesmal sieben Produktionen, darunter Preisträger von anderen Festivals.
In der Reihe „Made in Germany“ wird der Preis DAS BRETT zum zweiten Mal von Insassen der JVA Wiesbaden vergeben. Insgesamt konkurrieren sechs Produktionen um den Gefangenen-Jurypreis.

30. exground filmfest Wiesbaden: Jubiläumsprogramm vollständig
200 Filme aus 42 Ländern // 56 Premieren // Geld- und Sachpreise im Wert von 22.000 Euro

youth days @ 30. exground filmfest: Einblicke in verschlossene Welten

Alle wichtigen Downloads zu Exground Filmfest 

„Nachhaltiges Kino“-Preis für „Cineplex“ in Baunatal

Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Bundesweit einmalige Auszeichnung würdigt umweltfreundliche und nachhaltige Konzepte

Wiesbaden. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat heute im Murnau-Filmtheater Wiesbaden den Preis „Nachhaltiges Kino“ verliehen. Die bundesweit einmalige, mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung geht an die Betreiber des Kinos „Cineplex“ in Baunatal im Landkreis Kassel. Erstmals wurden in diesem Jahr zudem Würdigungen für sieben weitere Kinos aus Kassel, Witzenhausen, Eschborn, Lich, Kronberg und Nidda ausgesprochen. Die Betreiber erhielten eine Urkunde als Anerkennung.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Ich gratuliere den Betreibern des Gewinner-Kinos herzlich zu ihrem Erfolg: Sie haben mit ihrem erst neu errichteten Haus viele bauliche Möglichkeiten ausgeschöpft, um einen nachhaltigen Kinobetrieb zu gewährleisten. Insgesamt bin ich begeistert von der Ideenvielfalt der eingereichten Bewerbungen und freue mich, in diesem Jahr mehreren Kinos Urkunden überreichen zu können, mit denen sie ihr Engagement auch ihren Kunden sichtmachbar machen können.“
Für den Preis „Nachhaltiges Kino“ bewertete eine Jury die eingereichten Vorschläge zum Beispiel danach, ob fair gehandelte Speisen und Getränke verkauft werden, es Mitarbeiterfortbildungen gibt oder das Programm die Auseinandersetzung mit umweltpolitischen Themen fördert. Sie setzt sich aus Fachleuten der Kinobranche sowie Vertretern des Film- und Kinobüros Hessen e.V. und dem Institut für Nachhaltigkeit in Kultur und Tourismus zusammen.

Die Jury begründet ihre Entscheidung für das „Cineplex“ in Baunatal damit, dass das Kino bereits viele gute Nachhaltigkeits-Ideen umsetzt und auch vor kostspieligen Investitionen nicht zurückschreckt. So haben die Planer des 2015 eröffneten Kinos architektonische Details berücksichtigt, die helfen, die Umwelt zu schonen: zum Beispiel eine bei Bedarf abrufbare Steuerung des Saallichtes und eine neuartige Laser-Projektion, die neben noch schärferen Bildern erhebliche Energieeinsparungen ermöglicht.

Auch die gewürdigten Kinos zeigen, wie vielfältig das Thema Nachhaltigkeit ist: Die „Kronberger Lichtspiele“ haben ihr Dach begrünt, das „Lumos Lichtspiel“ in Nidda unterstützt seine Mitarbeiter finanziell bei Sportaktivitäten und der Raucherentwöhnung. Das kommunale Kino in Eschborn bietet Flyer in Brailleschrift für Sehbehinderte an, während das „Kino Traumstern“ in Lich seine Programme bei einer ökologischen Druckerei anfertigen lässt. Zwei „Cineplex“-Kinos in Kassel lassen nicht mehr benötigte Werbebanner zu Taschen umnähen und das „Capitol“-Kino in Witzenhausen plant, Solarmodule anzuschaffen, um seine Ökobilanz zu verbessern. In diese Richtung geht auch die Idee der „Bali-Kino“ und des „Filmladens“ in Kassel: Sie wollen mit der Universität Kassel in einem Experiment prüfen, wie die Kinobesucher auf die Einführung eines CO2-Preises reagieren würden.

„Die Hessische Landesregierung will mit ihrer Nachhaltigkeitsstrategie die gute Lebensqualität, die vielfältige Landschaft und die hohe Wirtschaftskraft Hessens für die zukünftigen Generationen erhalten. Ich bin stolz, dass wir als erstes Bundesland auch Kinos als Orte für nachhaltige Strategien mit einem eigenen Preis auszeichnen“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein abschließend.

Landesregierung unterstützt Festivals, Filmreihen und Kinos mit rund 100.000 Euro

Wiesbaden. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat heute bekannt gegeben, dass in der ersten Jury-Sitzung der HessenFilm und Medien GmbH im Bereich der Abspielförderung entschieden wurde, dass Festivals, Filmreihen und Kinos insgesamt rund 100.000 Euro erhalten.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein „Die Abspielförderung richtet sich an Festivals, Filmreihen und Kinos. Sie stellt einen wichtigen Teil der Filmförderung dar, da hierbei besondere Filme und filmisch umgesetzte Themen auf die Leinwand und somit zum Publikum gebracht werden.“

In einer ersten Förderrunde wurde entschieden, dass acht Filmreihen, drei Festivals und zwei Projekte von HessenFilm und Medien gefördert werden.

Beispielsweise wird das in Gießen stattfindende Festival „Die Seriale“ mit 10.000 Euro gefördert. Auf diesem Filmfestival treffen sich Filmemacher, die Kurzfilme ausschließlich für Internetplattformen wie beispielsweise „UNSERE SERIE“ herstellen. Das Festival in Gießen ist Treffpunkt einer internationalen Szene.

Erstmals wurde das Festival Randfilmfest in Kassel mit 7.000 Euro gefördert. Beim Randfilmfest stehen Genrefilme, Vergessenes, Zensiertes und Verdrängtes im Mittelpunkt. Das Festival findet vom 29. September bis 1. Oktober 2017 statt. Auch das beim Publikum sehr beliebte Shorts at Moonlight Kurzfilmfestival 2017 in Frankfurt Höchst wird mit 10.000 Euro gefördert.

Weiterhin werden spezielle Kinomaßnahmen unterstützt, wie ein innovatives Marketingprojekt des KUKI-Kinos in Schlüchtern mit 13.000 Euro. In den Schaufenstern der Vorverkaufsstellen rund um den Kinostandort wirbt das Kino mit digital eingespieltem Kinoprogramm, Trailern und Kinoplakaten. Außerdem wurde die Neuinstallation eines Studiokinosaals in Heppenheim mit 6.000 Euro gefördert.

Die Förderungen im Einzelnen:

Festivals:
Die Seriale in Gießen – 10.000 Euro
Das Randfilmfest in Kassel – 7.000 Euro
Shorts at Moonlight Kurzfilmfestival in Frankfurt Höchst – 10.000 EURO

Filmreihen:
Der FILM am Dienstag in Ginsheim-Gustavsburg – 4.000 Euro
Filmcafé im Capitol in Butzbach – 5.000 Euro
Filmkunst-Abspielring für diverse Kinos in ganz Hessen – 8.800 Euro
Eine Werkschau des Dokumentarfilmers Peter Nestler in Kassel – 4.000 Euro
hessen film tour für diverse Kinos in Hessen – 10.000 Euro
Kinderkino-Abspielring für diverse Kinos in Hessen – 7.350 Euro
kurz und hessisch für diverse Kinos in Hessen – 7.200 Euro
Pop-up Kino für diverse Orte in Mittelhessen – 8.000 Euro

Sonstige Projekte:
Innovatives Marketingprojekt „Digital Signage“, Kino Schlüchtern – 13.000 Euro
Neuinstallation eines Studiokinosaals, Kino Heppenheim – 6.000 Euro

Eine detaillierte Übersicht zu den Förderungen finden Sie auf www.hessenfilm.de

Landesregierung unterstützt hessischen Filmnachwuchs Erstmals Talentpaketförderung von insgesamt 410.000 Euro vergeben

Wiesbaden. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat heute bekannt gegeben, dass die HessenFilm und Medien GmbH drei hessische Nachwuchsproduzenten unterstützt. Insgesamt werden Förderungen von 410.000 Euro in den nächsten drei Jahren vergeben.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein „Mit unserer Talent-Paketförderung wollen wir dafür sorgen, dass sich der Filmnachwuchs mit einem soliden Fundament am Filmmarkt in Hessen etablieren kann. Das gelingt am besten, wenn die jungen Filmschaffenden gleich mehrere Projekte gefördert bekommen. Die Förderzusage über mehrere Jahre verschafft ihnen zudem die Sicherheit, sich ihren Projekten mit ausreichend Zeit widmen und sie zur Produktionsreife entwickeln zu können.“

Folgende Nachwuchsproduzenten werden gefördert:

PixelPEC UG mit einer Fördersumme von 140.000 Euro
Das Offenbacher Unternehmen wurde 2014 von Sebastian Simon gegründet, der unter anderem Visuelle Kommunikation an der HfG Offenbach studiert hat. PixelPEC hat sich auf Animation und Film spezialisiert. Mit der Talent-Paketförderung möchte das Unternehmen eine Sci-Fi-Webserie, eine TV-Serie und eine Fernsehdokumentation realisieren.

Raum 230 GbR mit einer Fördersumme von 135.000 Euro
Das Animationsstudio wurde 2016 von Dennis Stein-Schomburg und Martin Schmidt in Kassel gegründet. Zum Portfolio zählen Kurzfilme, Serienproduktionen und Virtual Reality Content. Raum 230 wird in den nächsten Jahren zwei Animationsprojekte, ein Virtual Reality Game und eine mediale Rauminstallation verwirklichen.

neoPOL Film GbR mit einer Fördersumme von 135.000 Euro
Die neoPOL Film wurde 2014 von Produzent Tonio Kellner und Regisseur Jakob Zapf in Frankfurt gegründet. Tonio Kellner ist Absolvent des „Atelier Ludwigsburg-Paris“, einer renommierten Weiterbildung für europäische Film-Koproduktion. Jakob Zapf arbeitet zurzeit an seinem Langfilmdebüt „Licht“. Die Talent-Paketförderung soll die Realisierung von einer TV-/Webserie und Kinospielfilmen ermöglichen.

Eine detaillierte Übersicht zu den Förderungen finden Sie auf www.hessenfilm.de

Hessen-Empfang auf der 67. Berlinale mit vielen Stars der Filmbranche – Nachwuchsförderung im Zentrum

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein (r) und die Schauspieler Armin Rohde (Mitte) und Philipp Hochmair. Foto: Markus Nass
Kunst- und Kulturminister Boris Rhein (r) und die Schauspieler Armin Rohde (Mitte) und Philipp Hochmair. Foto: Markus Nass

Nachwuchsförderung wird in Hessen künftig noch größer geschrieben

Wiesbaden/Berlin. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein begrüßte heute zahlreiche Gäste aus der Filmbranche auf dem Berlinale-Empfang der Hessischen Landesregierung in der Hauptstadt. Armin Rohde, der 2015 mit dem Hessischen Film- und Kinopreis in der Kategorie „Bester Schauspieler“ ausgezeichnet wurde, feierte genauso mit wie Esther Schweins, Nikolai Kinski, Adnan Maral, Dennenesch Zoudé und Lisa Martinek. Und nicht nur die Stimmung war ausgelassen: Viele Filmschaffende und Promis zeigten sich begeistert von der deutlichen Erhöhung und Verbesserung der Filmnachwuchs-Förderung in Hessen.

Diese war auch Thema der Gesprächsrunde auf dem Empfang, an der Hans Joachim Mendig, Geschäftsführer der HessenFilm und Medien GmbH, Regisseur Lars Kraume und Philipp Aubel von der Werkstatt der Jungen Filmszene teilnahmen. Sie alle stellten heraus, wie elementar eine starke Filmförderung für Hessen ist.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Erfolgreiche Filmförderung muss in den Nachwuchs investieren. Genau das tun wir in Hessen inzwischen verstärkt, und deshalb steht die Nachwuchsförderung in diesem Jahr im Fokus unseres Berlinale-Empfangs. Die hessische Filmförderung bietet jungen Filmschaffenden einen Anreiz, in Hessen zu bleiben, zu arbeiten und sich hier am Filmmarkt zu etablieren.“

Insgesamt wurden die Zuschüsse für die Filmförderung in diesem Jahr um zwei Millionen Euro erhöht, sodass sie sich nun auf fast zehn Millionen Euro beläuft. Davon profitiert besonders der Nachwuchs. So gibt es ab diesem Jahr die Möglichkeit, nicht nur die Abschlussfilme der hessischen Hochschulabsolventen zu fördern, sondern auch die Debüt- und Zweitfilme.

Neu ist auch die Talent-Paketförderung: Junge Produktionsfirmen mit Sitz in Hessen können sich um eine mehrjährige Förderung bewerben. Sie werden über drei Jahre mit pauschal bis zu 150.000 Euro gefördert, wenn sie mindestens drei Kino- und/oder Fernsehfilmprojekte in dieser Zeit entwickeln.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein konnte eine weitere Neuerung bekanntgeben: Auch die Förderung von Festivals wird angehoben. „Die Hessische Landesregierung ist stolz auf die vielfältige, bunte Festivallandschaft in Hessen, zu denen auch viele Filmfeste gehören. Das zeigt sich in unserer Unterstützung: Mit einer Gesamtförderung in Höhe von 562.000 Euro können wir die Festivals in ihrer Bandbreite erhalten und stärken. Gegenüber dem Vorjahr haben wir die Förderung um 100.000 Euro erhöht.“

Für die HessenFilm und Medien GmbH gab der Berlinale-Empfang Anlass für einen Rückblick. Denn seit Anfang 2016 ist sie der zentrale Ansprechpartner für die Filmförderung in Hessen. Und gleich in ihrem ersten Jahr war sie sehr erfolgreich: Der von Hessen geförderte Spielfilm „Der Staat gegen Fritz Bauer“ von Regisseur Lars Kraume räumte beim Deutschen Filmpreis insgesamt sechs Lolas ab. Eine Lola in der Kategorie „Beste weibliche Hauptrolle“ gab es für Laura Tonke in dem von Hessen geförderten Film „Hedi Schneider steckt fest“.

Auf dem Hessen-Empfang konnten die Gäste weitere vom Land Hessen geförderte Filme des Jahres 2016 in einem Trailer sehen. Unter ihnen erneut zwei Filme, die derzeit in der Vorauswahl zur Nominierung für den Deutschen Filmpreis sind: „Morris aus Amerika“ und „Die Welt der Wunderlichs“. Vielversprechend ist auch die Liebeskomödie „Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner“, den Pepe Danquart unter anderem in Frankfurt am Main gedreht hat. Er und sein Bruder Didi Danquart, ebenfalls Regisseur, zählten auch zu den Gästen auf dem Hessen-Empfang.

„Hessen hat sich zu einem profilierten Filmstandort entwickelt. Wir haben alles, was eine moderne Filmlandschaft zu bieten hat: Vom traditionellen Kino über kreative und anspruchsvolle Filmproduktionen und einzigartige Filmlocations, bis hin zu modernster Postproduktion. Darüber hinaus ist Hessen nun Mitglied in ,Focus Germany‘, der Dachorganisation der großen regionalen Filmfördereinrichtungen. Die Mitgliedschaft in diesem Verbund ist für die hessische Filmförderung ein Meilenstein“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein abschließend.

Landesregierung fördert drei Spielfilmprojekte mit über einer Million Euro

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat heute bekannt gegeben, dass die HessenFilm und Medien GmbH drei Spielfilmprojekte im Bereich „Produktion Kino & TV“ mit 1,03 Millionen Euro fördert. Dies ist das Ergebnis intensiver Beratungen der aus Fachleuten zusammengesetzten Jury unter der Leitung des Geschäftsführers der HessenFilm und Medien GmbH, Hans Joachim Mendig. Die drei Spielfilmprojekte sind das mit 510.000 Euro geförderte Drama „Partynation“ der Regisseurin und Drehbuchautorin Felicitas Korn, die mit 400.000 Euro geförderte Fortsetzung der Kinderkomödie „Hilfe, ich habe meine Lehrerin geschrumpft“ und die mit 120.000 Euro geförderte Tragikomödie „Arthur & Claire“.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Hessen bietet großartige Drehorte, europaweit ausgezeichnete Animationsstudios und erfolgreiche Produktionsfirmen. Das wird gerade bei den aktuellen Förderentscheidungen deutlich. Wer bereits in Hessen gedreht hat, kommt gerne wieder.

In dem mit 510.000 Euro geförderten Drama „Partynation“ erzählt die in Offenbach geborene Regisseurin und Drehbuchautorin Felicitas Korn in drei kunstvoll ineinander verwobenen Handlungssträngen die Geschichte einer atemlosen Suche nach Geborgenheit und Halt. Ein pubertierender Junge auf der Suche nach einer Heimat, ein Koksdealer im Gerangel um Macht und ein Schwerstalkoholiker voll Sehnsucht nach Liebe kämpfen im Drogenmilieu um ihr Leben. Der Film spielt in Frankfurt und Umgebung und wird von einem hessischen Filmteam realisiert.

Die Fortsetzung der mit über 1,1 Millionen Kinobesuchern erfolgreichen Kinderkomödie „Hilfe, ich habe meine Lehrerin geschrumpft“ wird mit 400.000 Euro gefördert. Im zweiten Teil wird es ein Wiedersehen geben mit den Schauspielern Otto Waalkes, Anja Kling und Oskar Keymer. Der Film wird zum Teil in Hessen gedreht werden und das international renommierte Studio Pixomondo in Frankfurt wird wieder für die visuellen Effekte verantwortlich sein.

HessenFilm unterstützt außerdem mit 120.000 Euro die schwarzhumorige Tragikomödie „Arthur & Claire“, die mit Josef Harder und Hannah Hoekstra in den Hauptrollen von Regisseur Miguel Alexandre nach dem Theaterstück von Stefan Vogel inszeniert wird. Produziert wird „Arthur & Claire“ von der Bad Homburger Tivoli Film Produktion.

„Mit der neu gegründeten HessenFilm und Medien GmbH haben wir unserem Filmland in der Filmförderung ein neues Gesicht gegeben. Seit Anfang 2016 gibt es nur noch einen zentralen Ansprechpartner für die Filmförderung in Hessen, egal ob kulturelle, wirtschaftliche, Festival- oder Nachwuchsförderung. Darüber hinaus ist Hessen nun Mitglied in ‚Focus Germany‘, der Dachorganisation der großen regionalen Filmfördereinrichtungen. Die Mitgliedschaft in diesem Verbund ist für die hessische Filmförderung ein Meilenstein“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein abschließend.

In der Jury unter Vorsitz von Hans Joachim Mendig (HessenFilm und Medien) entschieden: Christian Bührmann (Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst), Heinrich Finger (Hessisches Ministerium der Finanzen), Torsten Frehse (neue visionen Filmverleih), Dr. Elisabeth Kobbe (Hessischer Rundfunk / FS Spiel und Spielfilm), Rolf Silber (Regisseur), Klaus Stern (Sternfilm) und Christoph Oliver Strunck (Esperanto Entertainment).

Mehr Informationen zu den einzelnen Förderprojekten finden Sie unterwww.hessenfilm.de/foerderung/foerderung-uebersicht.html

Hier alle Förderergebnisse im Überblick:

 Arthur & Claire
Spielfilm Kino
Länge: 90 min
Antragsteller/in: Tivoli Film Produktion GmbH
Fördersumme: 120.000 Euro
Regie: Miguel Alexandre
Drehbuch: Miguel Alexandre und Josef Hader
Produzent/in: Gerald Podgornig

 Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft 2
Spielfilm Kino
Länge: 90 min
Antragsteller/in: blue eyes Fiction GmbH & Co. KG
Fördersumme: 400.000 Euro
Regie: Tim Trageser
Drehbuch: Gerrit Hermans
Produzent/in: Corinna Mehner

Partynation (AT)
Spielfilm Kino
Länge: 100 min
Antragsteller/in: maze pictures
Fördersumme: 510.000 Euro
Regie und Drehbuch: Felicitas Korn
Produzent/in: Philipp Kreuzer

Klaus Maria Brandauer erhält Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten Jochen Schropp moderiert den Hessischen Film- und Kinopreis

Frankfurt/Wiesbaden. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat heute die ersten Nominierungen und den Ehrenpreisträger des diesjährigen Hessischen Film- und Kinopreises vorgestellt. Bei der Gala am 21. Oktober dürfen sich die Gäste auf den Moderator Jochen Schropp sowie zahlreiche Film- und Fernsehstars wie Heino Ferch, Nicolette Krebitz, Dani Levy, Rudolf Kowalski, Manfred Zapatka u.v.m. freuen. Als Musikact erwartet die Gäste die Schauspielerin Jasmin Tabatabai mit dem David Klein Quartett.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Der Hessische Film- und Kinopreis ist zu einem festen Bestanteil der deutschen Filmszene geworden. Darauf sind wir stolz. Ich freue mich sehr, dass in diesem Jahre beispielsweise der große Film- und Opernregisseur István Szabó und die Ausnahmeregisseurin Feo Aladag als Laudatoren zugesagt haben. Ebenso freue ich mich natürlich auf die vielen Filmschaffenden, die für das nationale und internationale Ansehen des Filmstandortes Hessen stehen.“

Den Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten 2016 erhält in diesem Jahr Klaus Maria Brandauer. Der 73-jährige Österreicher wurde zunächst als Schauspieler, später auch als Regisseur bekannt und gehört zu den wenigen Österreichern, die sich auch in Hollywood einen Namen machen konnten. Er bekam mehr amerikanische Kritikerpreise als irgendein anderer deutschsprachiger Filmschauspieler. Für die Rolle des Bror Blixen-Finecke in „Jenseits von Afrika“ erhielt Brandauer den Golden Globe und eine Oscar-Nominierung.

International bekannt wurde der Schauspieler im Jahr 1981 in der Rolle des Hendrik Höfgen in der Verfilmung des Klaus-Mann-Buches „Mephisto“ unter der Regie von István Szabó. Dieser und zwei weitere Filme unter der Leitung von Szabó mit Brandauer als Darsteller, nämlich „Oberst Redl“ und „Hanussen“, wurden für den Oscar als bester fremdsprachiger Film nominiert. „Mephisto“ wurde mit dem Oscar ausgezeichnet.

Vielen Kinobesuchern ist Klaus Maria Brandauer in seiner Rolle des Maximilian Largo als Gegenspieler von Sean Connery im James-Bond-Film „Sag niemals nie“ aus dem Jahr 1983 bekannt.

Seit dem Jahr 1972 ist Brandauer Ensemblemitglied und Regisseur am Wiener Burgtheater. Er lehrt als Professor am Max-Reinhardt-Seminar in Wien und ist zudem Vorsitzender des Vereins „Poesie im Ausseerland“, seinem Geburts- und Wohnort, der jeden Sommer Kulturprojekte realisiert, u.a. mit Studenten des Wiener Max-Reinhardt-Seminars den „Sommernachtstraum“ von William Shakespeare.

Seine Entscheidung begründete Ministerpräsident Volker Bouffier wie folgt: „Klaus Maria Brandauer ist einer der herausragenden deutschsprachigen Theater- und Filmschauspieler der letzten 35 Jahre. Er nennt eine erstaunliche schauspielerische Vielfalt sein eigen, die er mit einer einnehmenden Präsenz verknüpft, mit der er sein internationales Publikum begeistert. Bereits ein Gigant an seiner künstlerischen Heimat, dem Wiener Burgtheater, drückt er mit „Mephisto“ über Nacht auch dem Kino seinen Stempel auf und bringt so Nicht-Theatergänger in den Genuß seiner überwältigenden Kunst. Große internationale Rollen folgen, doch Brandauer zieht es immer wieder zum Theater – als Schauspieler aber auch als Regisseur. Nicht zu vergessen seine Inszenierungen von Berthold Brechts „Dreigroschenoper“ oder Richard Wagners Oper „Lohengrin“. Klaus Maria Brandauer hat ein Gesamtkunstwerk geschaffen, vor dem ich mich zutiefst verneige.“

Der Hessische Film- und Kinopreis ist in diesem Jahr mit insgesamt 185.000 Euro dotiert.

In der Kategorie Hessischer Filmpreis – Spielfilm sind nominiert:

  • Die Welt der Wunderlichs (Regie: Dani Levy)
  • Jonathan (Regie: Piotr J. Lewandowski)
  • Fritz Lang (Regie: Gordian Maugg)

In der Kategorie Hessischer Filmpreis – Dokumentarfilm sind nominiert:

  • Ghostland – the view of the Ju’/Hoansi (Regie: Simon Stadler)
  • Meine Brüder und Schwestern im Norden (Regie: Sung-Hyung Cho )
  • Tokat – das Leben schlägt zurück (Regie: Andrea Stevens)

Die Nominierungen in beiden Kategorien sind mit je 5.000 Euro dotiert.

In der Kategorie Hessischer Fernsehpreis – Beste Schauspielerin sind nominiert:

  • Margarita Broich für ihre Leistungen in den Fernsehfilmen„Tatort – Wendehammer“ (Regie: Markus Imboden) und „Aufbruch“ (Regie: Hermine Huntgeburth)
  • Nicolette Krebitz für ihre Leistung in dem Fernsehfilm „Comeback der Träume“ (Regie: Jan Růžička)
  • Barbara Phillips für ihre Leistung in dem Fernsehfilm „Tatort – Es lebe der Tod“ (Regie: Sebastian Marka)

In der Kategorie Hessischer Fernsehpreis – Bester Schauspieler sind nominiert:

  • Heino Ferch für seine Leistung in dem Fernsehfilm „Allmen und die Libellen“ (Regie: Thomas Berger)
  • Wolfram Koch für seine Leistung in dem Fernsehfilm„Tatort – Wendehammer“ (Regie: Markus Imboden)
  • Nicholas Ofczarek für seine Leistung in dem Fernsehfilm „Tatort – Die Geschichte vom bösen Friederich“ (Regie: Hermine Huntgeburth)

Die Nominierungen für den Hessischen Fernsehpreis sind undotiert.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: Wir haben mit unserer neu strukturierten Filmförderung die Weichen für die Zukunft gestellt haben. Ein Schwerpunkt ist die Stärkung der Nachwuchsförderung. Künftig wird es neben der Förderung von Debüt- und Zweitfilmen auch Slate-Funding geben. Dies sind nur zwei Maßnahmen, mit denen wir noch bessere Bedingungen für Filme aus und in Hessen schaffen wollen. In jedem Fall setzen wir uns nach Kräften dafür ein, dass unsere Talente auch in Hessen bleiben und sich als Teil der hessischen Filmwirtschaft etablieren können. Dafür stehen ab 2017 mindestens 250.000 Euro zur Verfügung.“

Hinweis:
Der Hessische Rundfunk strahlt am Sonntag, dem 23. Oktober 2016 um 18:30 Uhr eine
30-minütige Sondersendung mit dem Titel „Die hessischen Oscars – der Hessische Film- und Kinopreis 2016“ aus.

Aktuelle Informationen zum Hessischen Filmpreis unter www.hessischer-filmpreis.de  und vertiefende Informationen zu den Nominierungen

Setbesuch in Frankfurt mit Judy Winter, Jessica Schwarz und Christoph Letkowski

Christoph Letkowski, Judy Winter, Hans Joachim Mendig von HessenFilm, Jessica Schwarz, Staatsminister Boris Rhein und Regisseur Pepe Danquart am Frankfurter Filmset von "Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner" Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Christoph Letkowski, Judy Winter, Hans Joachim Mendig von HessenFilm, Jessica Schwarz, Staatsminister Boris Rhein und Regisseur Pepe Danquart am Frankfurter Filmset von „Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner“ Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein und Hans Joachim Mendig beim Setbesuch des neuen Films von Regisseur und Oscar-Preisträger Pepe Danquart auf dem Dach des ehemaligen Gebäudes der Hypovereinsbank in Frankfurt.

Die Hessische Filmförderung unterstützt die deutsche Filmproduktion „Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner“ mit den Schauspielern Jessica Schwarz, Christoph Letkowski und Judy Winter mit 800.000 Euro. Aus diesem Anlass besuchten  Kunst- und Kulturminister Boris Rhein und Hans Joachim Mendig, Geschäftsführer von HessenFilm,  am 27. Juni 2016 die Dreharbeiten in Frankfurt. Mit dabei am Set waren neben Regisseur Pepe Danquart und seinen Darstellern Jessica Schwarz, Christoph Letkowski und Judy Winter auch die Produzenten Alexander Thies, Gabriele Jung und Clemens Schaeffer sowie Redakteurin Claudia Grässel. Seit dem 31. Mai laufen die Dreharbeiten in Hessen zu „Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner“ zu dessen hochkarätigem Ensemble auch Felix Klare, Juliane Köhler, Milan Peschel, Adnan Maral und Oliver Korittke gehören.

Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner: Roman (Allgemeine Reihe. Bastei Lübbe Taschenbücher). Köln 2012, ISBN-13: 978-3404167951,  8, 99 Euro
Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner: Roman (Allgemeine Reihe. Bastei Lübbe Taschenbücher). Köln 2012, ISBN-13: 978-3404167951, 8, 99 Euro

Nach dem gleichnamigen Bestseller von Erfolgsautorin Kerstin Gier (u.a. „Rubinrot“, „Saphirblau“) erzählt die Liebeskomödie „Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner“ von Regisseur Pepe Danquart die Geschichte einer Liebe unter ungewöhnlichen Vorzeichen: Die Beziehung zwischen Kati (Jessica Schwarz) und Felix (Felix Klare) ist im Alltagstrott versunken. Als Kati Mathias (Christoph Letkowski) kennenlernt, verändert sich ihr Leben. Durch einen Unfall macht Kati einen unerklärlichen Zeitsprung von fünf Jahren in die Vergangenheit – es ist der Tag, bevor sie Felix zum ersten Mal begegnet. Nun will die junge Frau alles richtig machen.

Hauptdarstellerin Jessica Schwarz mit Kunst- und Kultusminister Boris Rhein. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Hauptdarstellerin Jessica Schwarz mit Kunst- und Kultusminister Boris Rhein. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Ich freue mich, dass Oscar-Preisträger Pepe Danquart seinen neuen Kinofilm  komplett in Hessen dreht. Das zeigt deutlich, dass der Filmstandort Hessen immer attraktiver wird und wir auf einem guten Weg sind, mehr Filme in Hessen sowie mehr Filme aus Hessen zu produzieren. Wir wollen die Standortbedingungen und die innovativen Kräfte in der hessischen Film- und Medienbranche stärken, die Auftragslage in Hessen weiter verbessern und damit die Beschäftigung für Kreative und Filmschaffende sichern. Deshalb fördern wir den Film mit 800.000 Euro.“

Drehorte sind  neben Frankfurt und Wiesbaden  auch Offenbach, Hattersheim und Darmstadt.

Im Jahr 2015 hat Hessen mit der Gründung der HessenFilm und Medien GmbH eine solide Basis für eine moderne und serviceorientierte Filmförderung geschaffen. Die von der Landesregierung und der Filmbranche unisono geforderte Bündelung von wirtschaftlicher und kultureller Filmförderung ist seit 1. Januar 2016 umgesetzt.

In diesem Jahr verfügt die HessenFilm und Medien GmbH über einen Förderetat in Höhe von 6,765 Millionen Euro. Diese Summe setzt sich zusammen aus fünf Millionen Euro Bürgschaftsmitteln der WI-Bank, 1,015 Millionen Euro originären Landesmitteln sowie 750.000 Euro des Hessischen Rundfunks.