Kategorie-Archiv: Staatskanzlei Rheinland-Pfalz

Jüdisches Leben Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Wir bekämpfen Antisemitismus und sind stolz auf eine jahrtausendealte Tradition in unserem Land

© Staatskanzlei RLP/Sämmer
© Staatskanzlei RLP/Sämmer

„Für die Landesregierung bleibt es oberstes Ziel, dass Juden und Jüdinnen frei und sicher in Rheinland-Pfalz ihren Alltag und ihren Glauben leben können. Mit Blick auf den 7. Oktober erleben wir gerade einen erschütternden Antisemitismus, der jüdisches Leben nicht nur bedroht, sondern es vernichten will. Der Rechtsstaat geht dagegen vor. Das Verherrlichen der Hamas-Gewalt ist strafbar und wird verfolgt, genauso wie das Verbrennen der israelischen Flagge, Volksverhetzung oder verhetzende Beleidigung, Angriffe gegen die Menschenwürde oder das Aufstacheln zu Willkürmaßnahmen. Mich persönlich erschüttert es sehr, wie viel Angst jüdische Bürger und Bürgerinnen um ihre Sicherheit haben. Ich möchte ihnen versichern, dass wir sie unterstützen, die Sicherheitsmaßnahmen haben wir weiter erhöht und wir sind im engen Austausch zwischen Sicherheitsbehörden und jüdischen Gemeinden. Wir lassen Sie nicht alleine“, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei einem Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern der jüdischen Gemeinden in Mainz. An dem Termin nahmen auch die Integrationsministerin Katharina Binz, Justizminister Herbert Mertin, Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig, Staatssekretärin Nicole Steingaß und Ministerialdirektor Daniel Stich sowie die Beauftragte für jüdisches Lebens und Antisemitismusfragen, Monika Fuhr, teil.

„Jüdisches Leben gehört fest zu Rheinland-Pfalz. Die Landesregierung setzt sich weiterhin für ein sicheres und selbstbewusstes jüdisches Leben in unserem Land ein. Neben den Sicherheitsfragen und der Bildungsarbeit gehört dazu auch die Stärkung des Austauschs zwischen jüdischen Gemeinden und Schulen, die Unterstützung des jüdisch-muslimischen Dialogs sowie die Fortentwicklung der Gedenkarbeit und Erinnerungskultur“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Die Neufassung der Staatsverträge mit dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden und der Jüdischen Kultusgemeinden Mainz-Rheinhessen sei ein weiteres wichtiges Zeichen dafür. Mit der Neufassung werde die jährliche Landesleistung ab dem Haushaltsjahr 2023 verdoppelt und auf insgesamt 1,1 Millionen Euro erhöht.“

„Die Jüdische Kultusgemeinde Mainz-Rheinhessen sieht in dem Gespräch mit der Ministerpräsidentin, den zuständigen Ministern und der Beauftragten für jüdisches Leben in Rheinland-Pfalz eine große Bedeutung. Vor dem Hintergrund eines ansteigenden Antisemitismus im Zuge des Nahostkonflikts und einer angespannten Sicherheitslage für die Jüdischen Gemeinden in Rheinland-Pfalz ist es wichtig, über verschiedene Gesichtspunkte zu sprechen, die sich daraus ergeben. Die Jüdische Kultusgemeinde Mainz-Rheinhessen sieht in der Landesregierung einen zuverlässigen Partner, der stets ein offenes Ohr für die Belange, aber auch für die Sorgen der Gemeinde und ihrer Mitglieder hat“, sagte Anna Kischner, Vorstandsvorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde Mainz-Rheinhessen K..d.ö.R.

„Die Jüdischen Gemeinden von Rheinland-Pfalz fühlen sich nicht allein gelassen. Nach dem 7. Oktober 2023 hat die Politik klar zum Ausdruck gebracht, dass Antisemitismus in unserer Gesellschaft keinen Platz hat“, so Avadislav Avadiev, Vorsitzender des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Rheinland-Pfalz.

Familienministerin Katharina Binz betonte: „Antisemitismus darf in Deutschland, in Rheinland-Pfalz und auch anderswo keinen Platz haben. Als Gesellschaft müssen wir hier ‚klare Kante‘ zeigen. Jeder Einzelne ist aufgerufen, sich auch im eigenen Umfeld entsprechend zu positionieren. Es kann und darf nicht sein, dass jüdische Menschen in Deutschland Angst haben und Bedrohungen ausgesetzt sind. Wir treten jeder Form des Antisemitismus oder des Sympathisierens mit Terror und Gewalt entschieden entgegen. Jüdische Einrichtungen in Rheinland-Pfalz werden besonders geschützt, damit Jüdinnen und Juden sich sicher fühlen können.“

„In Rheinland-Pfalz ist die Zentralstelle zur Bekämpfung von Terrorismus und Extremismus der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz für die Bearbeitung von Strafverfahren mit antisemitischem Bezug zuständig. Hier wird mit viel Erfahrung und Sachverstand ermittelt. Die Generalstaatsanwaltschaft verfolgt israelfeindliche Straftaten mit Nachdruck, damit Hass und Hetze gegen Israel in Rheinland-Pfalz keinen Platz haben“, sagte Justizminister Herbert Mertin.

„An den Schulen in Rheinland-Pfalz ist für Antisemitismus, für Rassismus und für Hetze kein Platz. Diese klare Haltung spiegelt sich auch in unseren vielen Maßnahmen zur Demokratiebildung wider. Die Bekämpfung von Antisemitismus ist in allen Klassenstufen ein wichtiges Anliegen. Wenn es um den Nahostkonflikt geht, ist die Partnerschaft und Solidarität mit Israel ein zentraler Bestandteil des Unterrichts“, so Bildungsministerin Stefanie Hubig.

Zu den Sicherheitsfragen ergänzte Staatssekretärin Nicole Steingaß: Die polizeilichen Schutzmaßnahmen in Bezug auf die jüdischen Einrichtungen in Rheinland-Pfalz waren bereits vor dem Terrorangriff auf einem hohen Niveau und wurden seit dem anlassbezogen angepasst. Die Polizei Rheinland-Pfalz trifft lageorientiert die notwendigen Maßnahmen und zeigt insbesondere an neuralgischen Punkten verstärkt Präsenz. Die polizeilichen Maßnahmen erstrecken sich von Bestreifungen zu unregelmäßigen und festgelegten Zeiträumen über Objektbegehungen bis hin zu anlassbezogener polizeilicher Präsenz. Darüber hinaus halten die rheinland-pfälzischen Sicherheitsbehörden einen fortlaufenden Kontakt mit den jüdischen Gemeinden und Verbänden und stehen zudem auch mit den Sicherheitsbehörden des Bundes in einem engen Austausch.

„Wir als Landesregierung haben unsere Solidarität mit Israel unmissverständlich erklärt. Es braucht diese klare Haltung aber auch von der Zivilgesellschaft. Es ist unser aller Verantwortung, dass alle Menschen in unserem Land sicher leben und ihre Religion frei ausüben können. Es darf nicht sein, dass Jüdinnen und Juden wieder Angst haben“, betonte Ministerialdirektor Daniel Stich.

„In unserem Land engagieren sich viele Menschen, auch viele junge Menschen für den interreligiösen Dialog. Das ist ermutigend. Aber wir müssen noch mehr Begegnungsmöglichkeiten und Räume schaffen, um das gegenseitige Verständnis füreinander zu fördern. Vor diesem Hintergrund ist es gut, dass sich in der vergangenen Woche in Rheinland-Pfalz der jüdische Studierendenverband ‚Hinenu‘ gegründet hat. Ich sehe darin die Chance, dass die Perspektive junger Jüdinnen und Juden noch stärker in der gesellschaftspolitischen Diskussion wahrgenommen wird“, sagte die Beauftragte für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen Monika Fuhr.

Rheinland-Pfalz kann bei internationalen Fachkräften als attraktiver Standtort punkten – ZIRP-Abschlussveranstaltung „Rheinland-Pfalz in der Welt“ in der ISB-Bank

Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt: "Bei Fachkräften international punkten als attraktiver Standort", auf der ZIRP-Abschlussveranstaltung #Erlebnis23 am 13. Oktober 2023 im Foyer der Investitions- und Strukturbank (ISB). © Foto Diether von Goddenthow
Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt: „Bei Fachkräften international punkten als attraktiver Standort“, auf der ZIRP-Abschlussveranstaltung #Erlebnis23 am 13. Oktober 2023 im Foyer der Investitions- und Strukturbank (ISB). © Foto Diether von Goddenthow

Der Fachkräftebedarf in rheinland-pfälzischen Unternehmen und Verwaltungen ist groß – vor allem in bestimmten Funktionen bleiben Stellen teilweise sehr lange unbesetzt. Immer mehr kommt die Perspektive ins Spiel, Fachkräfte aus dem Ausland zu gewinnen und die entsprechenden Verfahren zu beschleunigen. Wie dies gelingen kann, von der dualen Ausbildung bis zum Spezialisten, war Thema der letzten Veranstaltung der ZIRP-Erlebnistage 2023 mit dem Titel „Fachkräfte willkommen – ein gutes Land zu Leben und Arbeiten“.

Gleich zu Beginn machte Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt deutlich: „Wir brauchen mehr Arbeits- und Fachkräfte aus dem Ausland. Rheinland-Pfalz ist ein weltoffenes, tolerantes und wirtschaftlich interessantes Land, das viel zu bieten hat. Das transportieren wir auch über unsere Wirtschaftsstandortkampagne Rheinland-Pfalz Gold. In Verbindung mit erleichternden gesetzlichen Rahmenbedingungen wollen wir mit dieser Attraktivität international punkten und erfolgreich sein.“

Veranstaltungs-Impression.© Foto Diether von Goddenthow
Veranstaltungs-Impression.© Foto Diether von Goddenthow

Die Ministerin, die zugleich Mitglied im Vorstand der ZIRP ist, verdeutlichte die Maßnahmen, die ihr Haus im Kontext der internationalen Standortwerbung für die Gewinnung von Fachkräften aus dem Ausland trifft. „Das Besondere in Rheinland-Pfalz ist, dass alle, die Verantwortung für die positive Entwicklung des Wirtschaftsstandortes und des Arbeitsmarkts tragen, im ständigen Dialog sind und sich zu sehr konkreten Maßnahmen verpflichten.“ Die Ministerin berichtete zudem von ihrer Delegationsreise nach Ruanda im September dieses Jahres, bei der auch die berufliche Ausbildung junger Menschen aus Ruanda in Rheinland-Pfalz ein wichtiges Thema war.

Günter Jertz, Hauptgeschäftsführer Industrie- und Handelskammer (IHK) für Rheinhessen.© Foto Diether von Goddenthow
Günter Jertz, Hauptgeschäftsführer Industrie- und Handelskammer (IHK) für Rheinhessen.© Foto Diether von Goddenthow

Die Bedeutung von Netzwerken hob auch Günter Jertz, Hauptgeschäftsführer Industrie- und Handelskammer (IHK) für Rheinhessen, hervor. „Beim Fachkräftemangel müssen wir gemeinsam handeln – deshalb haben wir als Industrie- und Handelskammern für Rheinland-Pfalz den Aktionsplan Fachkräfte aufgelegt. Hier suchen wir den Schulterschluss aller Akteure aus Wirtschaft, Politik, Bildungseinrichtungen und natürlich auch mit den Fachkräften selbst.“ Seit vielen Jahren bieten die Welcome Center erste Anlauf- und Beratungsstellen für Unternehmen und neu ankommende Fachkräfte.

Susanne Wingertszahn, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Rheinland-Pfalz/Saarland. © Foto Diether von Goddenthow
Susanne Wingertszahn, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Rheinland-Pfalz/Saarland. © Foto Diether von Goddenthow

Aus Sicht von Susanne Wingertszahn, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Rheinland-Pfalz/Saarland, gehören zu einem attraktiven Arbeitsplatz gute Arbeitsbedingungen und Sicherheit für die Beschäftigten. „Um wirklich interessant für Fachkräfte aus dem In- und Ausland zu sein, muss Rheinland-Pfalz als Standort für gute Arbeitsbedingungen stehen. Die Voraussetzungen dafür sind neben einer starken dualen Ausbildung, guten Weiterbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten vor allem Tarifbindung und echte Mitbestimmung für Beschäftigte in den Betrieben und Dienststellen“, unterstreicht Wingertszahn.

Heidrun Schulz, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz Saarland der Bundesagentur für Arbeit. © Foto Diether von Goddenthow
Heidrun Schulz, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz Saarland der Bundesagentur für Arbeit. © Foto Diether von Goddenthow

Heidrun Schulz, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz Saarland der Bundesagentur für Arbeit, erläuterte die Reform des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes und die Bedeutung für die Fachkräftesicherung. „Das Gesetz soll Erleichterungen in rechtlichen und Verfahrensfragen bringen und das ist dringend notwendig, denn ohne gezielte Zuwanderung stehen uns immer weniger Menschen zur Verfügung, die der Arbeitsmarkt dringend braucht. Die Arbeitgeberservices vor Ort unterstützen dabei“, so Schulz weiter. Zudem betonte sie die rheinland-pfälzische Besonderheit der schon jetzt ausgeprägten und gut funktionierenden Netzwerke.

Unternehmer Reiner Rudolphi, Geschäftsführer GOV GmbH & Co KG, Autor von "Azubis beißen nicht! Warum Sie unbedingt ausbilden sollten und wie Sie die richtigen Bewerber finden", Haufe Verlag, Freiburg 2021. © Foto Diether von Goddenthow
Unternehmer Reiner Rudolphi, Geschäftsführer GOV GmbH & Co KG, Autor von „Azubis beißen nicht! Warum Sie unbedingt ausbilden sollten und wie Sie die richtigen Bewerber finden“, Haufe Verlag, Freiburg 2021. © Foto Diether von Goddenthow

Dem Unternehmer Reiner Rudolphi, ist es gelungen, ruandische Auszubildende nach Deutschland zu holen. Die Partnerunternehmen in Kooperation mit seiner GOV GmbH+Co.KG. in Rockenhausen können einen Großteil des eigenen Fachkräftebedarfs mit diesen jungen Menschen decken. „Als Unternehmer muss man bereit sein zu investieren. Offenheit und Neugierde sind die Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zweier so unterschiedlicher Kulturen, von der beide Seiten enorm profitieren können.“

ZIRP wird „Goldpartner“

Die ZIRP wird aufgenommen als Partner in die Wirtschaftsstandortkampagne Rheinland-Pfalz Gold- Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt überreicht ZIRP-Geschäftsführerin Heike Arendt die "Goldpartner-Urkunde" © Foto Diether von Goddenthow
Die ZIRP wird aufgenommen als Partner in die Wirtschaftsstandortkampagne Rheinland-Pfalz Gold- Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt überreicht ZIRP-Geschäftsführerin Heike Arendt die „Goldpartner-Urkunde“ © Foto Diether von Goddenthow

Im Rahmen der Veranstaltung wurde die ZIRP Markenpartner der Initiative Rheinland-Pfalz Gold. Die Kampagne RLP Gold rückt die Vorzüge des Wirtschaftsstandortes Rheinland-Pfalz noch stärker in den Fokus. Gemeinsam mit allen Markenpartnern will das Land Investoren, Gründer und Fachkräfte für Rheinland-Pfalz begeistern. Die ZIRP versteht sich als Standortinitiative, die die Stärken des Landes innerhalb und außerhalb von Rheinland-Pfalz vermittelt.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer zeichnet Schauspieler und Autor Matthias Brandt für seine Verdienste um die deutsche Sprache aus

Matthias Brandt erhält im Januar 2024 die 47. Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz. © Arne Lesmann
Matthias Brandt erhält im Januar 2024 die 47. Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz. © Arne Lesmann

Der Schauspieler, Schriftsteller und Hörbuchsprecher Matthias Brandt erhält die 47. Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz. Für seine Verdienste um die deutsche Sprache und um das künstlerische Wort wird Ministerpräsidentin Malu Dreyer den bekannten Künstler am 18. Januar 2024 im Rahmen einer Feierstunde im Mainzer Staatstheater auszeichnen.

„Sein Name steht für hochanspruchsvolle Unterhaltung, die ein breites Publikum begeistert. Auf der Bühne und vor der Kamera weiß der brillante Schauspieler mit Sprache umzugehen und durch seine einfühlsame Rolleninterpretation zu überzeugen. Mit der ihm eigenen Nonchalance und Lakonik erreicht Matthias Brandt aber auch mit seinen eigenen Texten und als literarischer Erzähler die Menschen. Matthias Brandt macht sich durch das gesprochene, rezitierte und geschriebene Wort also gleich in mehrfacher Weise um die deutsche Sprache verdient“, begründete die Ministerpräsidentin ihre Entscheidung, die sie nach Vorschlägen einer hochkarätig besetzten Fachkommission unter der Leitung von Kulturministerin Katharina Binz getroffen hat.

Mit seiner Kunst verstehe es Matthias Brandt, bitteren Schmerz, große Komik und zarte Zwischentöne sehr elegant miteinander zu verbinden. Scheinbar Nebensächliches und Elementares stelle er nebeneinander. „In dieser besonderen Mischung von Melancholie und Komik ist er Carl Zuckmayer ähnlich. Ich freue mich sehr darauf, Matthias Brandt am 18. Januar 2024 mit der renommiertesten rheinland-pfälzischen Kulturauszeichnung zu ehren“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Matthias Brandt, geboren 1961 in West-Berlin, hat seine Jugendjahre in Bonn verbracht und lebt heute in Brandenburg. Er studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Es folgten zahlreiche Engagements an deutschen Theaterhäusern. In den späten 1980ern begann seine Karriere beim Film. Einem breiten Fernsehpublikum wurde er unter anderem als Münchner Hauptkommissar „Hanns von Meuffels“ im „Polizeiruf 110“ bekannt. Insgesamt stand der Schauspieler in über 80 Fernsehproduktionen vor der Kamera. 2021 kehrte er in Oliver Reeses Inszenierung von Max Frischs „Mein Name sei Gantenbein“ am Berliner Ensemble auf die Theaterbühne zurück. Brandt wurde bereits mit vielen unterschiedlichen Preisen für seine schauspielerischen Leistungen gewürdigt. Sein Roman „Blackbird“ (2019) und sein autobiographisches Werk „Raumpatrouille“ (2016) sind Bestseller. Außerdem arbeitet er als Hörbuchsprecher. Seine Stimme findet man unter anderem auch in Hörbüchern wie beispielsweise Robert Seetalers „Das Café ohne Namen.“

Die Carl-Zuckmayer-Medaille wird vom Land Rheinland-Pfalz seit 1979 jährlich, am 18. Januar, dem Todestag Carl Zuckmayers, an Persönlichkeiten vergeben, die sich um die deutsche Sprache in besonderer Weise verdient gemacht haben. Die Verdienste werden mit einer individuell gestalteten Kulturveranstaltung im Mainzer Staatstheater gewürdigt. Zu dem Preis gehört eine vom Künstler Otto Kallenbach geschaffene Medaille sowie ein 30-Liter-Fass Nackenheimer Wein, dem Lieblingswein Carl Zuckmayers.

Trägerinnen und Träger der Carl-Zuckmayer-Medaille sind:

Günther Fleckenstein (1979), Werner Hinz (1980), Georg Hensel (1982), Friedrich Dürrenmatt (1984), Ludwig Harig (1985), Dolf Sternberger (1986), Tankred Dorst (1987), Günter Strack (1988), Hanns Dieter Hüsch (1989), Martin Walser, Adolf Muschg, André Weckmann (1990), Albrecht Schöne (1991), Hilde Domin (1992), Hans Sahl (1993), Fred Oberhauser (1994), Grete Weil (1995), Mario Adorf (1996), Katharina Thalbach (1997), Harald Weinrich (1998), Eva-Maria Hagen (1999), Peter Rühmkorf (2000), Mirjam Pressler (2001), Herta Müller (2002), Monika Maron, Wolf von Lojewski (2003), Edgar Reitz (2004), Thomas Brussig (2005), Armin Mueller-Stahl (2006), Udo Lindenberg (2007), Bodo Kirchhoff (2008), Volker Schlöndorff (2009), Emine Sevgi Özdamar (2010), Hans Werner Kilz (2011), Uwe Timm (2012), Doris Dörrie (2013), Dieter Kühn (2014), Bruno Ganz (2015), Sven Regener (2016), Joachim Meyerhoff (2017), Yoko Tawada (2018), Robert Menasse (2019), Maren Kroymann (2020), Nora Gomringer (2021), Rafik Schami (2022), Nino Haratischwili (2023).

Vorbildhaftes Engagement für Menschen in Not – Ministerpräsidentin Malu Dreyer dankt ehrenamtlichen Helden und Heldinnen des Alltags

Malu Dreyer dankt ehrenamtlichen Helden und Heldinnen des Alltags. © Foto Jutta Ziegler
Malu Dreyer dankt ehrenamtlichen Helden und Heldinnen des Alltags. © Foto Jutta Ziegler

Einmal im Jahr öffnet die Staatskanzlei ihre Türen für ehrenamtlich Engagierte. Diesmal stehen vor allem Menschen im Mittelpunkt, die sich für Betroffene des Ukraine-Kriegs und für die Erdbebenopfer in der Türkei und Syrien einsetzen. „Das großartige Engagement der Menschen, die heute gekommen sind, erfüllt mich mit Stolz und Wertschätzung. Die Solidarität und Hilfsbereitschaft der Helfenden gegenüber den Menschen, die durch den russischen Angriffskrieg oder die verheerenden Erdbeben in Not geraten sind, ist vorbildhaft. Durch Ihr Tun und Wirken machen Sie einen Unterschied im Leben anderer und einen Unterschied in unserem Land. Ich freue mich, mit Ihnen heute ins Gespräch zu kommen und meinen besonderen Dank auszusprechen“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Der russische Angriffskrieg löste in der Ukraine unermessliches Leid aus. Rheinland-Pfalz und der Bund stehen solidarisch an der Seite der ukrainischen Geflüchteten. Gemeinsam wird mit ganzer Kraft daran gearbeitet, ihnen den Schutz und die Unterstützung zu geben, die sie benötigen. „Der Krieg in der Ukraine hat die Welt und besonders Europa verändert. Ehrenamtliche leisten Unglaubliches, um den schutzsuchenden Ukrainern und Ukrainerinnen bei uns in Rheinland-Pfalz zu helfen. Sei es bei der Unterbringung in Einrichtungen der Kommunen oder Privathaushalten, durch das Veranstalten von Benefizkonzerten oder die Organisation von Hilfstransporten, die Kraft und das Engagement der Ehrenamtlichen sind beeindruckend und stärken uns als offene und zukunftsorientierte Gesellschaft“, erklärte die Ministerpräsidentin.

Die Erdbeben in der türkisch-syrischen Grenzregion waren eine der schlimmsten Naturkatastrophen der letzten 100 Jahre. Das Ausmaß der Zerstörung umfasste eine Region so groß wie Österreich. Mehr als 57.000 Menschen haben dabei ihr Leben verloren und über 120.000 Menschen wurden verletzt. „Die Betroffenheit und Hilfsbereitschaft der Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen waren und sind immens. Zahlreiche Engagierte sammelten und organisierten in Rekordtempo Geldspenden und Hilfsgüter und koordinierten mit den Menschen in Syrien und der Türkei schnelle Hilfe“, sagte die Ministerpräsidentin. Damit die Hilfsgüter und Spenden schnellstmöglich bei den Menschen ankamen, die sie benötigten, richtete die Landesregierung gemeinsam mit der Landeshauptstadt Mainz eine zentrale Spendenstelle ein. „Ich bin froh, dass wir als Landesregierung die Opfer der Erdbeben unterstützen konnten, das alles wäre jedoch ohne das umfangreiche ehrenamtliche Engagement nicht möglich gewesen“, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

© Staatskanzlei RLP / Pulkowski
© Staatskanzlei RLP / Pulkowski

Wann der Krieg in der Ukraine und der Wiederaufbau in der Türkei und Syrien ende, sei jetzt noch nicht abzusehen. Was man jedoch mit Sicherheit wisse, sei, dass sich die Betroffenen des russischen Angriffskrieges und der Erdbeben weiter auf Menschen verlassen können, die sich unermüdlich für sie einsetzen. „Ehrenamtlich Tätige gestalten das Zusammenleben in Rheinland-Pfalz solidarischer, gerechter und lebenswerter. Besonders in Zeiten, in denen unsere demokratischen Werte zunehmend angegriffen werden, ist es mir ein besonderes Anliegen, die Scheinwerfer auf das große Engagement zu richten, das sich für eine offene, demokratische Gesellschaft einsetzt. Es ist mir wichtig, auch die Sorgen und Bedürfnisse der Helfer und Helferinnen zu hören und im Austausch mit ihnen mehr darüber zu erfahren, wie wir das breite Engagement weiter unterstützen können. Die 1,5 Millionen ehrenamtlich Engagierten in Rheinland-Pfalz sind eine unserer größten Stärken und machen uns zu einem stolzen Ehrenamtsland“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Die Landesregierung stehe dem Ehrenamt als aktiver Förderer zur Seite und wolle gute Rahmenbedingungen schaffen. Dazu gehöre unter anderem die Einführung der Ehrenamtskarte.

Während des gesamten Empfangs wird den Gästen ein vielfältiges Programm geboten. Nach der Begrüßungsansprache haben die Delegationen der kreisfreien Städte und Landkreise Gelegenheit für ein Foto und ein Gespräch mit der Ministerpräsidentin. Darüber hinaus können sie die Staatskanzlei erkunden und ihre Fragen an die Mitarbeitenden richten. Dazu stehen alle Räume, vom Stresemannsaal bis zum Alten Kabinettssaal, dem Weinkeller und dem Büro der Ministerpräsidentin, offen.

Bildergalerie der Veranstaltung

Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) e.V. Gesundheitsminister Clemens Hoch: Rheinland-Pfalz hat herausragende Stärken in der Biotechnologie

In jedem Jahr widmet die ZIRP einem Schwerpunktthema zur Zukunft des Landes einen mehrtägigen Kongress. Das Erlebnis 2023 befasst sich unter dem Titel ZIRP international: Rheinland-Pfalz in der Welt in fünf Veranstaltungen mit der internationalen Verflechtung von Rheinland-Pfalz. Die Auftaktveranstaltung gilt dem Thema Biotechnologie, mit dem Rheinland-Pfalz 2020/2021 internationale Aufmerksamkeit erzielt hat. Die Landesregierung hat beschlossen, dass das Land in den kommenden zehn Jahren zu einem weltweit bekannten Biotechnologiestandort entwickelt werden soll.
In jedem Jahr widmet die ZIRP einem Schwerpunktthema zur Zukunft des Landes einen mehrtägigen Kongress. Das Erlebnis 2023 befasst sich unter dem Titel ZIRP international: Rheinland-Pfalz in der Welt in fünf Veranstaltungen mit der internationalen Verflechtung von Rheinland-Pfalz. Die Auftaktveranstaltung gilt dem Thema Biotechnologie, mit dem Rheinland-Pfalz 2020/2021 internationale Aufmerksamkeit erzielt hat. Die Landesregierung hat beschlossen, dass das Land in den kommenden zehn Jahren zu einem weltweit bekannten Biotechnologiestandort entwickelt werden soll.

Rheinland-Pfalz liegt im Herzen Europas und hat eine lange Tradition grenzüberschreitender und internationaler Zusammenarbeit. Das Land ist als starker Wirtschaftsstandort, als Industrie- und Exportland weltweit verankert. Im Jahr 2020 verlieh der Corona-Impfstoff aus Rheinland-Pfalz dem Land unerwartet Bekanntheit. Kaum ein Thema ist so in den Focus des internationalen Interesses geraten, wie die Entwicklung des ersten Covid-Impfstoffes durch das Mainzer Unternehmen BioNTech.

Die Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz, die sich jährlich über mehrere Veranstaltungen hinweg einem Schwerpunktthema widemet. beleuchtet in ihren diesjährigen  „Erlebnistagen“ die internationalen Stärken des Landes unter dem Titel ZIRP international: Rheinland-Pfalz in der Welt. Dabei geht einmal mehr zu hinterfragen, was hat Rheinland-Pfalz in der Welt an Leistungskraft zu bieten, welche Kontakte hat und braucht der Exportstandort Rheinland-Pfalz international, in der Wirtschaft, in der Forschung und hinsichtlich gesellschaftlicher Kontakte.
Denn Rheinland-Pfalz lebt nicht nur vom internationalen Güter- und Know-How-Austausch, sondern ist auch darauf angewiesen, dass Fachkräfte ins Land kommen und hier bleiben, insbesondere auch, was die Forschung betrifft.

Wissenschaftsminister Clemens Hoch. "Wir alle Voraussetzungen, um Erkenntnisse aus der Forschung in Innovationen und Geschäftsmodelle zu übertragen". © Foto Diether von Goddenthow
Wissenschaftsminister Clemens Hoch. „Wir
alle Voraussetzungen, um Erkenntnisse aus der Forschung in Innovationen und
Geschäftsmodelle zu übertragen“. © Foto Diether von Goddenthow

Die Auftaktveranstaltung „Das Momentum. Biotechnologie – Standortfaktor mit Strahlkraft“ wagte am Abend in Mainz einen Blick auf den Biotechnologiestandort der Zukunft mit internationaler Strahlkraft. „Rheinland-Pfalz ist auf dem Weg zum Biotechnologie Standort Nummer eins. Und dennoch optimieren wir weiter die Standortbedingungen, um die wissenschaftliche Forschung in Innovationen zu übertragen“, so Wissenschaftsminister Clemens Hoch. Er verwies zugleich auf die Schritte, die seit Mai 2021 unternommen wurden, um die Stärken des Biotechnologiestandortes zu stärken. „Wir haben drei entscheidende Stärken, die ein Alleinstellungsmerkmal ausmachen: ein starkes Forschungsnetzwerk von internationaler Bedeutung, die breite Akzeptanz und Mitwirkung ganz unterschiedlicher Akteure und die Verbindung von neuen Technologien wie Künstlicher Intelligenz mit den Lebens- und Alternswissenschaften. Zudem haben wir alle Voraussetzungen, um Erkenntnisse aus der Forschung in Innovationen und Geschäftsmodelle zu übertragen.“ Nirgends sei die Vielfalt in der Biotechnologie so groß wie in Rheinland-Pfalz, so der Minister weiter.

Prof. Dr. Eckhard Thines, Landeskoordinator für Biotechnologie Rheinland-Pfalz sprach anschließend übe „Enwicklung und Zukunft des Biotechnologie-Standortes Rheinland-Pfalz“.

Beim Talk 3 x 3 Gäste, drei Themen, drei Diskussionsrunden, sprach Jens Holstein, CEO BioNTech, zu "Wachsen am Standort", Patrizia Luchetta, Leiterin des Luxemburg Hub, über "Von anderen lernen am Beispiel Luxemburg" u. SWR_Wissenschaftsjournalist Pascal Kiss über Wissenschafts-Kommunikation. Die drei waren Gäste in der Runde (vli.); Wissenschaftsminister Clemens Hoch, Dr. Sabine Nikolaus, Vorsitzende ZIRP und Geschäftsführerin der Boehringer Ingelheim Deutschland, Dr. Beatrix Förster, Gründerin und Geschäftsführerin DoDerm GmbH Koblenz, Jens Holstein, CEO BioNTech sowie Moderatorin des Abends Julia Nestlen. © Foto Diether von Goddenthow
Beim Talk 3 x 3 Gäste, drei Themen, drei Diskussionsrunden, sprach Jens Holstein, CEO BioNTech, zu „Wachsen am Standort“, Patrizia Luchetta, Leiterin des Luxemburg Hub, über „Von anderen lernen am Beispiel Luxemburg“ u. SWR_Wissenschaftsjournalist Pascal Kiss über Wissenschafts-Kommunikation. Sie waren wechselnd Gäste in der Runde (vli.): Wissenschaftsminister Clemens Hoch, Dr. Sabine Nikolaus, Vorsitzende ZIRP und Geschäftsführerin der Boehringer Ingelheim Deutschland, Dr. Beatrix Förster, Gründerin und Geschäftsführerin DoDerm GmbH Koblenz, Jens Holstein, CEO BioNTech sowie Moderatorin des Abends Julia Nestlen. © Foto Diether von Goddenthow

Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, europäischen Nachbarländern und dem Wissenschaftsjournalismus diskutierten gemeinsam mit Clemens Hoch, Minister für Wissenschaft und Gesundheit, und Dr. Sabine Nikolaus, Vorsitzende der ZIRP und Vorsitzende des Vorstands der Boehringer Ingelheim Deutschland GmbH, über Pläne und Maßnahmen der Landesregierung, Anforderungen und Ideen von Unternehmern und Best Practice-Beispielen aus dem Ausland.

Das erklärte Ziel der Landesregierung ist es, Rheinland-Pfalz in den kommenden zehn Jahren zu einem der weltweit führenden Biotechnologie-Standorte zu machen. Allein bis 2026 stehen 800 Mio. Euro für Biotechnologie und Life Sciences zur Verfügung.

In weiteren Veranstaltungen dieser Erlebnistage wird die ZIRP zeigen, dass Rheinland-Pfalz auch ein ganz wichtiger Exporteur von Umwelttechnologie ist, dass , von Gedanken der Nachhaltigkeit, das werden wir am Standort der BASF in Ludwigshafen zeigen, dass wir nachhaltig auch den Weltmärkten sind. Wir werden zeigen, dass wir internationale Forschungsnetzwerke haben, die dazu in der Lage sind, mit Menschen aus aller Welt an unsere Hochschulen eine Zeit oder auch für länger in Rheinland-Pfalz leben zu können.
Wir werden zeigen, wie wir Fachkräfte auch aller Welt für unsere mittelständische Handwerksunternehmen und Großunternehmen gewinnen können, auch als Gründer. Und wir wollen zeigen, wie wir als Teil der Großregion auch dazu beitragen, dass etwas, was uns auch zusammenhält, nämlich Kreativität, in Rheinland-Pfalz eine große Rolle spielt.

Vom 28. September bis 13. Oktober 2023 wird die ZIRP bei den Erlebnistagen 2023 mit fünf Themenveranstaltungen deutlich machen, wie das Land von seinen internationalen Beziehungen profitiert und mit seinen Kompetenzen und seiner Gastfreundschaft in die Welt strahlt.

  •  05.10. Kreative Städte – Die Großregion macht’s vor an der Europäische Kunstakademie, Trier
  • 10.10. Industriestandort Rheinland-Pfalz – Nachhaltig auf den Weltmärkten, im Gesellschaftshaus der BASF, Ludwigshafen
  • 11.10. Kluge Köpfe aus aller Welt – Internationale Forschungsnetzwerke, im Ostasieninstitut der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen
  • 13.10. Fachkräfte willkommen – Ein Land zum guten Leben und Arbeiten, Investitions- und Strukturbank (ISB) Mainz

Weitere Informationen finden Sie unter: www.zirp.de

Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Rheinland-Pfalz ist verlässlicher Partner in internationalen Netzwerken

Nach der Begrüßung durch Landtagspräsident Hendrik Hering (m.) moderierte im Anschluss Heike Arend, ZIRP-Geschäftsführin (r.) einen Talk mit den Vorsitzenden der ZIRP, Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Dr. Sabine Nikolaus,  Vorsitzende der Geschäftsführung der Boehringer Ingelheim Deutschland GmbH (li.) © Foto Diether von Goddenthow
Nach der Begrüßung durch Landtagspräsident Hendrik Hering (m.) moderierte im Anschluss Heike Arend, ZIRP-Geschäftsführin (r.) einen Talk mit den Vorsitzenden der ZIRP, Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Dr. Sabine Nikolaus, Vorsitzende der Geschäftsführung der Boehringer Ingelheim Deutschland GmbH (li.) © Foto Diether von Goddenthow

Beim Parlamentarischen Sommerfest der Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) kamen heute rund 150 Akteure aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft in Mainz zusammen. Thematischer Schwerpunkt war die internationale Vernetzung des Landes mit seinen Partnerländern. „Die internationale Verankerung von Rheinland-Pfalz, seine Partnerschaften und Freundschaften auf der ganzen Welt, sind für die Landesregierung, die Wirtschaft und die Wissenschaft von großer Bedeutung“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Sie machte deutlich, dass auch in dieser geopolitisch schwierigen Zeit enge und freundschaftliche Beziehungen wichtig sind. Gerade die Herausforderungen der Energieversorgung und der Fachkräftesicherung seien nur mit einem weltoffenen, attraktiven und in der Zusammenarbeit verlässlichen Rheinland-Pfalz zu bewältigen.

DSCF4582-30-Jahre-Zirp-450„Rheinland-Pfalz geht schon lange den Weg der regenerativen, möglichst regionalen Energiesicherung“, machte die Ministerpräsidentin deutlich. Die Wasserstoff-Strategie des Landes entspreche diesem Ziel, erfordere aber ein ausreichendes Netz an Versorgungsleitungen. Sie nannte als Beispiel einer gelebten Partnerschaft das Nachbarland Belgien, das sich zum europäischen Importstandort für Wasserstoff entwickeln will. Die Ministerpräsidentin, die bis Ende 2024 die Präsidentschaft der Großregion innehat, verwies auf die Rolle der gelebten Partnerschaft in diesem Netzwerk für das Alltagsleben der Menschen. „Die Großregion ist die größte Pendlerregion Europas. Wir wollen auch hier während der Präsidentschaft die Themen Energieversorgung ebenso wie die Weiterentwicklung als Arbeitsmarkt-, Gesundheits- und Mobilitätsregion in den Mittelpunkt stellen“, so die Ministerpräsidentin.

Dr. Sabine Nikolaus, Vorsitzende der ZIRP und Vorsitzende der Geschäftsführung der Boehringer Ingelheim Deutschland GmbH betonte: „Als global agierendes Unternehmen mit Hauptsitz in Rheinland-Pfalz legt Boehringer Ingelheim sehr viel Wert auf internationale Vernetzung. Menschen aus mehr als 100 Nationen arbeiten mit uns gemeinsam in Deutschland für mehr Gesundheit für Menschen und Tiere. Weltoffenheit ist für uns weit über die Verfügbarkeit von Fachkräften hinaus von essentieller Bedeutung.“

logo zirp-erlebnistage 28 09 - 13 10 2023Vom 28. September 2023 bis 13. Oktober 2023 wird die ZIRP unter dem Titel „ZIRP International – Rheinland-Pfalz in der Welt mit fünf Themenveranstaltungen deutlich machen, wie das Land von seinen internationalen Beziehungen profitiert und mit seinen Kompetenzen und seiner Gastfreundschaft in die Welt strahlt. Die ZIRP ist Netzwerk, Impulsgeber und Standortinitiative. Sie hat es sich seit ihrem Bestehen zur Aufgabe gemacht, das Bild des Landes Rheinland-Pfalz – insbesondere als Unternehmensstandort – in der nationalen und internationalen Öffentlichkeit entsprechend den tatsächlichen wirtschaftlichen, kulturellen, bildungs- und forschungsmäßigen Gegebenheiten darzustellen und zu verbessern.

ZIRP

Programm des 37. Rheinland-Pfalz-Tag (16.-18.06.2023) in Bad Ems vorgestellt

Am Rheinland-Pfalz-Tag wird sich Bad Ems unter anderem rund um das Welterbe "Great Spa Towns of Europe" - und mit seiner römischen Vergangenheit präsentieren. © Foto Diether von Goddenthow
Am Rheinland-Pfalz-Tag wird sich Bad Ems unter anderem rund um das Welterbe „Great Spa Towns of Europe“ – und mit seiner römischen Vergangenheit präsentieren. © Foto Diether von Goddenthow

In 44 Tagen ist es soweit. Vom 16. bis 18. Juni ist der Rheinland-Pfalz-Tag zu Gast in der malerischen Kurstadt Bad Ems. Ministerpräsidentin Malu Dreyer stellte gemeinsam mit Stadtbürgermeister Oliver Krügel und dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau, Uwe Bruchhäuser, sowie den Medienpartnern das Programm des Landesfestes vor.

„Kaiserbad, Sommerhauptstadt Europas, Weltbad, Klein-Nizza, für Bad Ems gibt es viele passende Umschreibungen. Die Bäderstadt, die seit 2021 als Teil der ‚Great Spa Towns of Europe‘ sogar UNESCO-Welterbe ist, wird mit ihrem idyllischen Stadtbild auf jeden Fall den perfekten Rahmen für das Landesfest bieten. Drei Tage lang erwartet die Besucher und Besucherinnen auf sieben großen Bühnen und über 200 Ständen und Aktionsflächen eine bunte Mischung aus Kultur, Musik, Information, Unterhaltung“, so die Ministerpräsidentin. Als Traditionsfest, das jedes Jahr hunderttausende Gäste anziehe, stehe der Rheinland-Pfalz-Tag für die Vielfalt und Lebensfreude, die das Land und auch Bad Ems auszeichnen. „Ich bin stolz darauf, dass der Rheinland-Pfalz-Tag weiterhin ein kostenfreies und vielfältiges Informations- und Unterhaltungsprogramm für die ganze Familie bietet. Der freie Eintritt gilt auch bei den großen Konzerten“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Information und Unterhaltung auf der Landesbühne
Der Rheinland-Pfalz-Tag konzentriert sich auf die drei Themenschwerpunkte Ehrenamtliches Engagement, Tourismus/Standortmarketing sowie Selbsthilfe, Gesundheit, Pflege und Demografie. Sie finden sich in Aktions- und Informationsflächen wieder, in denen sich zahlreiche Vereine, Initiativen und Einrichtungen aus dem ganzen Land präsentieren. Sie alle freuen sich darauf, mit den Gästen direkt ins Gespräch zu kommen und ihr Engagement vorstellen zu können. Ein Höhepunkt ist traditionell der große Festzug am Sonntag mit 60 Zugnummern, den das SWR-Fernsehen überträgt.

Das Land Rheinland-Pfalz betreibt mit dem „Treffpunkt Rheinland-Pfalz – Die Landesbühne“, eine Musikbühne, auf der auch Formate, wie der #Jugendtalk mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer, der Frühschoppen der Landesregierung und verschiedene Talks mit Kabinettsmitgliedern zu erleben sein werden. Das Informations- und Unterhaltungsprogramm moderiert Andreas Bockius. Top-Act auf der Landesbühne ist am Sonntagabend der Sänger und Songwriter Max Mutzke.

Bad Ems wird ein guter Gastgeber sein
„Wie wollen wir leben“ – unter diesem spannenden Schwerpunktthema präsentieren sich die Stadt Bad Ems und die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau gemeinschaftlich als Ausrichter des Rheinland-Pfalz-Tages. „Zusammen mit unseren regionalen Partnern, Bürgerinnen und Bürgern werden wir die faszinierende Geschichte unserer Stadt bis zur Verleihung des Titels „Great Spa Towns of Europe“ im Rahmen von verschiedenen Formaten und Veranstaltungselementen darstellen und die Vielfalt und die Facetten der Region in den Vordergrund stellen. Gemeinsam mit unseren regionalen Partnern, Bürgerinnen und Bürgern und unseren Gästen werden wir ein schönes, aber auch informatives Fest gestalten und einige Antworten zur Leitfrage ‚Wie wollen wir leben‘ präsentieren“, so Stadtbürgermeister Oliver Krügel.

„Unsere Region zeichnet sich durch malerische Orte entlang der Lahn und auf den Höhen von Taunus und Westerwald aus. Kaiserliche Bäderkultur, Weine direkt vom Winzer, heiße Thermalquellen, Wander- und Radwege entlang des „Obergermanisch-Raetischen Limes“ – all‘ das haben wir zu bieten“, so Bürgermeister Uwe Bruchhäuser. „Die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau lädt ein, Natur und Kultur zu genießen, und ich freue mich, dass wir diese Vielfalt vielen Gästen näherbringen können. Wir freuen uns auf „Sie“. Lassen Sie uns gemeinsam ein tolles Landesfest feiern!“

SWR präsentiert Stars, Musik, Spaß und Action
Der SWR bringt Stars, Musik, Spaß und Action vom 16. bis 18. Juni in die Bäderstadt an der Lahn. Auf der großen Open-Air-Bühne im Kurpark präsentiert der Landessender musikalische Highlights und spannende Gäste aus dem Land. Ulla Fiebig, SWR Landessenderdirektorin RP: „Wir wollen dazu beitragen, dass die Menschen an diesem Wochenende in Bad Ems eine richtig gute Zeit haben. Als SWR sind wir fest verankert in den Regionen und nah dran an dem, was die Bürger und Bürgerinnen bewegt. Auch wir sind hier zu Hause. Der Rheinland-Pfalz-Tag ist für uns eine schöne Gelegenheit, mit den Besucherinnen und Besuchern ins persönliche Gespräch zu kommen, ihnen zuzuhören und über das, was wir als öffentlich-rechtliches Medienhaus tun, zu informieren. Die Gäste können uns und unsere vielfältigen Angebote noch besser kennenlernen und einige der Macherinnen und Macher vor Ort erleben. Wir freuen uns auf diese drei Tage Landesfest.“ Auftakt ist die 90-minütige Livesendung „Rheinland-Pfalz feiert!“ am Freitagabend mit der SWR Big Band, Alice Merton, Kelvin Jones und Anthony Strong, die auch im SWR Fernsehen ausgestrahlt wird. Der Samstag gehört der Musikwelt der achtziger Jahre: Das SWR1 Open Air „Back to the 80s“ katapultiert das Publikum zurück in das Kultjahrzehnt und präsentiert mit Maggie Reilly und Sidney Youngblood gleich zwei Stars aus den Achtzigern. Die „Tina Turner Tribute Show“ vollendet die Bühnenshow mit Pop-Balladen und Rock’n’Roll aus dem Musikjahrzehnt. Am Sonntag gibt es mit der KiKA Show Action zum Mitmachen und Mittanzen für die Kleinsten. Zum Abschluss der Festtage heizt die Partyband „Hit Radio Show“ den Besucherinnen und Besuchern am Sonntagabend noch mal richtig ein.

RPR1. und bigFM erfüllen musikalische Herzenswünsche
„Das Landesfest gehört nach Jahren coronabedingter Absagen endlich wieder zu unseren Veranstaltungs-Höhepunkten. Mit BUZZ, der Original RPR1. Liveband, „Juli“ und „Clock Clock“ auf unserer Bühne erfüllen wir vielen Musikfans in Rheinland-Pfalz einen Herzenswunsch – ein großes, kostenloses Open-Air-Konzert für die ganze Familie in einem wunderschönen Rahmen. Zusätzlich freuen wir uns, allen jungen Besucherinnen und Besuchern des Rheinland-Pfalz-Tages mit einer Karrieremeile dabei zu helfen, den für sie richtigen Job zu finden. Wir freuen uns auf eine tolle Stimmung in Bad Ems“, sagte der Programmchef von RPR1., Andreas Holz.

„bigFM ist stolz, auch in diesem Jahr wieder ein erstklassiges Line Up präsentieren zu können. Nachmittags treten mit Hetti und Noel Andre zwei Newcomer auf. Am Abend übernehmen dann mit Glockenbach und Leony zwei absolute Top Acts die bigFM-Bühne. Wir freuen uns, mit unseren Hörerinnen und Hörern in Bad Ems zu feiern“, so big-FM-Programmchef Patrick Morgan.

Rockland Radio rockt das Landesfest
Nach dem Riesenerfolg beim Landesfest im vergangenen Jahr in Mainz kommt Rockland Radio mit seinem großen Tribute-Festival auch zum Rheinland-Pfalz-Tag nach Bad Ems. „Wir haben uns dazu entschlossen, das Rockland Radio Tribute-Festival fortzuführen und als eines der großen Highlights beim Rheinland-Pfalz-Tag zu etablieren“, erläuterte Rockland Radio Geschäftsführer Steffen Müller die zukünftige Programmpolitik beim Landesfest. So wird beim 37. Rheinland-Pfalz-Tag in Bad Ems auf der Rockland Bühne am Marktplatz die Musik der großen Rock-Giganten wie Queen, Coldplay, AC/DC und Sting für Mega-Stimmung sorgen.

Vier Tribute-Bands wurden von Rockland Radio engagiert. Los geht’s am Freitag mit Welthits von den Hard Rock Pionieren AC/DC sowie ein atemberaubendes Live-Tribute der Pop Rock Band Coldplay. Am Samstag geht es mittags weiter mit einem Live-Auftritt von herrH, einem der populärsten Kinderlieder-Stars Deutschlands. Abends gibt es musikalische Highlights der New-Wave Band The Police, welche mit Frontmann und Rocklegende Sting unvergleichlich wurden. Nach dem Motto „All we hear is radio ga ga“ gibt es zum Abschluss Musik von Queen, den britischen Rockern rund um Weltikone Freddie Mercury.

Verstärkung des ÖPNV Angebots
„Es freut uns, dass wir gemeinsam mit dem Rhein-Lahn-Kreis und dem Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord in bewährt guter Art und Weise ein Rahmenkonzept für eine stressfreie An- und Abreise zum diesjährigen Rheinland-Pfalz-Tag entwickeln konnten. Wir hoffen, dass viele Kunden die ÖPNV-Angebote nutzen und so dazu beitragen, dass das Event auch unter Umweltaspekten ein voller Erfolg wird. Zumal es das Deutschland-Ticket ja nun auch vereinfacht, aus den angrenzenden Bundesländern mit Bus&Bahn anzureisen“, erläuterte Philipp Klee vom Verkehrsverbund Rhein-Mosel GmbH.

Rheinland-Pfalz-Tag ist ein Gemeinschaftsprojekt
„Der Rheinland-Pfalz-Tag ist ein großartiges Gemeinschaftsprojekt, das den Zusammenhalt und die Identität unseres Landes stärkt“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Das Organisationteam von Stadt, Verbandsgemeinde und den anderen Partnern sei mit seinen Vorbereitungen für das Landesfest im Zeitplan. Selbstverständlich stehe bei allen Planungen die Veranstaltungssicherheit an vorderster Stelle. „Wenn das Wetter mitspielt, rechnen wir über alle drei Veranstaltungstage mit rund 150.000 Besucherinnen und Besuchern.“ Die Ministerpräsidentin dankte den Medienpartnern für das Musik- und Unterhaltungsprogramm, das immer ein besonderer Anziehungspunkt sei. „Mein Dank gilt auch allen Sponsoren, Unterstützern und Mitwirkenden, ohne deren Beitrag oder ehrenamtliches Engagement der Rheinland-Pfalz-Tag nicht möglich wäre“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Der 36. Rheinland-Pfalz-Tag fand 2022 anlässlich des 75-jährigen Jubiläums von Rheinland-Pfalz in der Landeshauptstadt Mainz statt. Davor musste das Landesfest pandemiebedingt zwei Jahre ausfallen. Bad Ems richtet nach 2005 bereits zum zweiten Mal den Rheinland-Pfalz-Tag aus. Aufgrund der gestiegenen Anforderungen an solche Großveranstaltungen findet der Rheinland-Pfalz-Tag nach Bad Ems nicht mehr jährlich, sondern alle zwei Jahre statt. Das nächste Mal ist das Landesfest dann 2025.

Das komplette Programm und alle weiteren Infos über: https://rlp-tag.de/de/programm/

Rheinland-Pfalz Verfassungsfest 18. Mai: Landtag öffnet seine Pforten

Verfassungsfest 2022. Landtag Rheinland-Pfalz/Torsten Silz und Landtag Rheinland-Pfalz/Andreas Linsenmann
Verfassungsfest 2022. Landtag Rheinland-Pfalz/Torsten Silz und Landtag Rheinland-Pfalz/Andreas Linsenmann

Der Landtag Rheinland-Pfalz öffnet am 18. Mai 2023 wieder seine Türen und bietet im Rahmen des Verfassungsfests ein vielfältiges Programm für alle Altersgruppen. „Gemeinsam feiern wir diesen Festtag der Demokratie und erinnern daran, dass die Bürgerinnen und Bürger von Rheinland-Pfalz am 18. Mai 1947 der Verfassung des nach dem Zweiten Weltkrieg neu geschaffenen Landes zugestimmt haben“, sagte Landtagspräsident Hendrik Hering.

„Gerne öffnen wir auch in diesem Jahr wieder die Tore des Landtags, um allen Interessierten von Jung bis Alt einen Einblick in die Arbeits- und Funktionsweisen der Werkstatt unserer Demokratie zu bieten, zum Mitgestalten zu motivieren und für die Demokratie zu begeistern“, lädt Landtagspräsident Hendrik Hering die gesamte Bevölkerung herzlich ein. Man müsse sich bewusstmachen, dass Demokratie und Freiheit keine Selbstverständlichkeiten seien. Auch das Büro des Landtagspräsidenten kann inspiziert werden, und in einem der Ausschussräume wird exemplarisch der Ablauf einer Ausschusssitzung erklärt.

Führungen, Musik und Lesungen
Die Besucher:innen erwartet im und um den Landtag ein buntes Programm aus Informationen, Ausstellungen, Kultur und Politik für die ganze Familie. Es besteht die Gelegenheit, den Plenarsaal zu besichtigen, an verschiedenen und thematischen Führungen durch das Deutschhaus teilzunehmen sowie ein abwechslungsreiches musikalisches Angebot zu erleben. Das Landespolizeiorchester Rheinland-Pfalz und die französische Band „Le voyage de Caleb“, die Band der US Air Force, „Wings of Swing“ bieten ein vielseitiges musikalisches Programm auf der Bühne im Innenhof des Landtags. Im Plenarsaal unterhält die musikalische Lesung „Democracy is Coming“, Motzki liest, Maier singt, Schärf spielt Cohen und Dylan”. Ein Stand der Bürgerbeauftragten des Landes Rheinland-Pfalz und der Beauftragten für die Landespolizei (Foyer Landtag) informiert über deren Tätigkeit.

DFB-Demokratie-Talk und Parlaments-Check
Im Laufe des Mittags findet außerdem ein DFB-Demokratie-Talk mit Weltfußballerin Célia Šašić im Plenarsaal sowie die Malaktion „Elephants for Peace“ (in Saal 7 des Landtags) statt. Besonders willkommen sind auch an diesem Tag die Kinder: Julian Janssen, auch bekannt als Checker Julian, erklärt den jungen Gästen das Parlament.

Kulturelles aus Partnerregionen
Vertreten sind auch die Partnerregionen von Rheinland-Pfalz Burgund-Franche-Comté, Oppeln und Mittelböhmen. Diese informieren nicht nur über ihre kulturellen und touristischen Highlights, sondern bieten auch ihre speziellen kulinarischen Genüsse an. Für das leibliche Wohl sorgen ebenfalls das Landtagsrestaurant „RheinTisch“ sowie die Landfrauen aus Mainz-Finthen.

Weitere aktuelle Informationen, das Programm sowie ein Lageplan finden Sie demnächst auf der Website des Landtags unter www.landtag.rlp.de.

Journalistin Golineh Atai für mutige Reportagen aus dem Iran mit dem Marie Juchacz-Frauenpreis 2023 ausgezeichnet

Golineh Atai, Leiterin des ZDF-Auslandsstudios Kairo, zuständig für die Berichterstattung aus Ägypten, Libyen, dem Tschad, Saudi-Arabien, Jemen, Oman, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrein, Syrien, Irak, Maghreb-Staaten (nur pan-arabische/pan-islamische Themen) und dem Libanon, aus Kuwait und dem Nord-Sudan. © ZDF/Jana Kay
Golineh Atai, Leiterin des ZDF-Auslandsstudios Kairo, zuständig für die Berichterstattung aus Ägypten, Libyen, dem Tschad, Saudi-Arabien, Jemen, Oman, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrein, Syrien, Irak, Maghreb-Staaten (nur pan-arabische/pan-islamische Themen) und dem Libanon, aus Kuwait und dem Nord-Sudan. © ZDF/Jana Kay

„Golineh Atai steht für einen Journalismus, der mutig berichtet und scharf analysiert, ohne sich selbst in den Vordergrund zu stellen. Sie nutzt ihr großartiges Talent, um Frauen in ihrem Kampf für Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und Freiheit zu unterstützen. Wir ehren sie heute für ihre klare demokratische Haltung als Journalistin und für ihren Einsatz für Frauen und ihre Rechte. Für ihre besonderen Verdienste um die Gleichberechtigung von Männern und Frauen verleihe ich ihr den Marie Juchacz-Frauenpreis“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei der Preisübergabe in Mainz.

Am heutigen Tag der Internationalen Frauensolidarität richtete die Ministerpräsidentin ein besonderes Zeichen der Solidarität an die mutigen Frauen im Iran, die unter dem Ruf „Frauen, Leben, Freiheit“ für ein besseres Leben kämpfen. „Weltweit steht es nicht gut um die Situation der Frauen, die in besonderem Maße von ungerechten Gesellschaften und bewaffneten Konflikten betroffen sind. Doch weltweit stehen sie wie schon zu Zeiten von Marie Juchacz und auch jetzt im Iran immer wieder an der Spitze von gesellschaftlichen Bewegungen, die für Freiheit und Gerechtigkeit eintreten. Dabei gehört die internationale Solidarität zu den Fundamenten der Frauenbewegung und wir müssen alles dafür tun, dass die Stimmen der mutigen iranischen Frauen gehört werden“, betonte die Ministerpräsidentin.

Golineh Atai, die im Alter von fünf Jahren aus dem Iran nach Deutschland gekommen sei, habe den Frauen im Iran eine Plattform gegeben, um ihre Geschichte zu erzählen und von ihren Träumen, Hoffnungen und Zielen zu berichten. „Mit den Portraits in ihrem 2021 erschienenen Buch ‚Die Freiheit ist weiblich‘ führt sie uns vor Augen, wie riskant schon der kleinste Protest sein kann. Es ist der Blick in einen Alltag, der für uns in seiner Ungerechtigkeit oftmals unfassbar ist und doch das Leben von Millionen iranischen Frauen und Mädchen bestimmt“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Eine der Frauen, die Golineh Atai portraitiert habe, sei Azam Jangravi, die extra aus Kanada eingereist war, um die Laudatio auf die Preisträgerin zu halten. In dem Buch schildere sie eindrucksvoll, wie sie 2018 nach langen Jahren der Reformversuche schließlich den Weg des öffentlichen symbolischen Protestes wählte und sich mit offenen Haaren gegen den Kopftuchzwang stellte. „Das Video davon ging viral um die Welt. Heute kämpft sie aus ihrer neuen Heimat Kanada weiter für die Gleichberechtigung der Frauen im Iran. Die Öffentlichkeit ist dabei ihr stärkster Verbündeter, der nochmals stärker wurde, seit Joko Winterscheid ihr seinen Instagram-Account mit über 1 Million Followern dauerhaft überließ“, so die Ministerpräsidentin.

Öffentlichkeit wie auch Meinungsvielfalt und Wahrheit seien besonders wichtig für all jene, die sich in ihren Heimatländern für Demokratie und Menschenrechte einsetzen. Golineh Atai sei als Journalistin überall dort zu finden, wo die Welt in Aufruhr sei. Sie habe über die Maidan Proteste und die Annexion der Krim berichtet, seit vielen Jahren bringe sie einem großen Publikum den Mittleren Osten in seiner Vielfalt und Dynamik nahe. „Als souveräne Auslands-Korrespondentin ist Golineh Atai ein echtes Role Model“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Wie man mit einem herausfordernden Beruf und gefährlichen Situationen umgeht und dabei resilient bleibt, darüber sprach die Preisträgerin mit Dr. Donya Gilan, die den Bereich „Resilienz und Gesellschaft“ am Leibniz-Institut für Resilienzforschung in Mainz leitet.

Der Frauenpreis der Ministerpräsidentin wurde erstmals 2019 anlässlich des hundertjährigen Jubiläums des Frauenwahlrechts verliehen. Erste Preisträgerin war 2019 Dr. Lore Maria Peschel-Gutzeit. Sie setzte sich vor allem für das Recht von Beamtinnen ein, aus familiären Gründen in Teilzeit arbeiten zu können. Preisträgerin 2020 war Marlies Krämer, die sich für die sprachliche Gleichbehandlung von Frauen stark macht. Sportjournalistin Claudia Neumann, die als Fernseh-Kommentatorin von Fußballspielen Vorbild und Pionierin in einer vermeintlichen ‚Männerdomäne war, wurde 2021 mit dem Frauenpreis ausgezeichnet.

Der Frauenpreis 2022 ging an die Soziologin Jutta Allmendinger sowie Rita Süssmuth, die für ihr Lebenswerk geehrt wurde.

Mit dem Namen des Preises erinnert Ministerpräsidentin Malu Dreyer auch an die frauenpolitische Vorreiterinnenrolle und die Verdienste von Marie Juchacz, die als Abgeordnete in der Weimarer Nationalversammlung als erste Frau eine Rede hielt. Vorgeschlagen werden die Preisträgerinnen von einer Expertinnen-Jury aus Wirtschaft, Wissenschaft, Medien, Kultur und Vertreterinnen verschiedener Gremien aus dem Bereich der Gleichstellung und Frauenpolitik unter Vorsitz der Ministerpräsidentin.

Ministerpräsident Boris Rhein empfängt hessische Fastnachtsvereine

Ministerpräsident Boris Rhein und seine Frau Tanja Raab-Rhein empfangen die hessischen Tollitäten im Schloss Biebrich in Wiesbaden Hessische ©   Staatskanzlei/Jonas Grom
Ministerpräsident Boris Rhein und seine Frau Tanja Raab-Rhein empfangen die hessischen Tollitäten im Schloss Biebrich in Wiesbaden Hessische © Staatskanzlei/Jonas Grom

Tausende ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger stiften in der fünften Jahreszeit Frohsinn und Zusammenhalt

Wiesbaden. Um den ehrenamtlichen Fastnachtern und Karnevalisten in Hessen für ihr Engagement zu danken, haben Ministerpräsident Boris Rhein und seine Frau Tanja Raab-Rhein 425 Repräsentanten des närrischen Brauchtums ins Schloss Biebrich nach Wiesbaden eingeladen. Die hessischen Prinzessinnen, Prinzen und ihr Gefolge stammen aus mehr als 100 Vereinen, die der Interessengemeinschaft Mittelrheinischer Karneval oder dem Karneval-Verband Kurhessen angehören.

Ministerpräsident Boris Rhein und seine Frau Tanja Raab-Rhein empfangen die hessischen Tollitäten, hier mit den Kinderprinzenpaaren, im Schloss Biebrich in Wiesbaden Hessische ©  Staatskanzlei/Jonas Grom
Ministerpräsident Boris Rhein und seine Frau Tanja Raab-Rhein empfangen die hessischen Tollitäten, hier mit den Kinderprinzenpaaren, im Schloss Biebrich in Wiesbaden Hessische © Staatskanzlei/Jonas Grom

„Egal ob Fastnacht, Fasching oder Karneval: Die fünfte Jahreszeit verbindet Jung und Alt und bringt Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft zusammen. Tausende Menschen engagieren sich ehrenamtlich, um ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern auf Sitzungen oder in Umzügen eine Freude zu machen. Das finde ich gut“, sagte der Ministerpräsident. Nicht vergessen werden dürfe bei all dem närrischen Treiben, dass der Karneval in vielen Gegenden auch eine politische Funktion habe, indem er den gewählten Vertreterinnen und Vertretern humorvoll den Spiegel vorhalte. „Dieser Beitrag ist gelebte Demokratie. Ich danke allen Närrinnen und Narrhallesen in Hessen herzlich für ihren Einsatz“, sagte der Ministerpräsident.