Kategorie-Archiv: Gründer

Unternehmerinnentag zeichnet erstmals erfolgreiche Geschäftsfrauen aus Rheinland-Pfalz mit Unternehmerinnenpreis aus

Im Rahmen des Unternehmerinnentages 2022, wurden in den Räumen der ISB-Bank Rheinland-Pfalz  erstmalig der neu geschaffene Unternehmerinnenpreis vergeben (v.li.) Alice Demessier (Hajok Wasser + Wärme GmbH),  RLP-Frauenministerin Katharina Binz, Johanna und Maria Daubner (vonhanni non-dairy GmbH), Dr. Antje Eckel (Dr. Eckel Animal Nutrition GmbH & Co KG), RLP-Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt, Dr. Alexandra Kohlmann (ROWE Mineralölwerk GmbH) und ISB-Vorstandsmitglied Dr. Ulrich Link. © Foto: Diether von Goddenthow
Im Rahmen des Unternehmerinnentages 2022, wurden in den Räumen der ISB-Bank Rheinland-Pfalz erstmalig der neu geschaffene Unternehmerinnenpreis vergeben (v.li.) Alice Demessier (Hajok Wasser + Wärme GmbH), RLP-Frauenministerin Katharina Binz, Johanna und Maria Daubner (vonhanni non-dairy GmbH), Dr. Antje Eckel (Dr. Eckel Animal Nutrition GmbH & Co KG), RLP-Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt, Dr. Alexandra Kohlmann (ROWE Mineralölwerk GmbH) und ISB-Vorstandsmitglied Dr. Ulrich Link. © Foto: Diether von Goddenthow

Beim gestrigen Unternehmerinnentag 2022 haben die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB), das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium sowie das rheinland-pfälzische Frauenministerium im Foyer der Mainzer ISB erstmals den neu geschaffenen Unternehmerinnenpreis für erfolgreiche Geschäftsfrauen aus Rheinland-Pfalz vergeben.

Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt und Frauenministerin Katharina Binz überreichten die jeweils mit 5000 Euro dotierten Ehrungen dreier Kategorien während einer Feierstunde in den Räumen der ISB-Bank Mainz an: Alice Demessier von Hajok Wasser + Wärme GmbH aus Ludwigshafen, Dr. Alexandra Kohlmann ROWE Mineralölwerk GmbH Worms, sowie an Dr. Antje Eckel von Dr. Eckel Animal Nutrition GmbH & Co KG aus Niederzissen. Den Sonderpreis „Newcomerin“ überreichte ISB-Vorstandsmitglied Dr. Ulrich Link an die beiden Startup Gründerinnen und Zwillingsschwestern Johanna und Maria Daubner der vonhanni non-dairy GmbH aus dem Hunsrück.

Vorausgegangen waren der Abendveranstaltung nachmittags zwei parallele Workshop-Blöcke, unter anderem zu den Themen „Finanzen und Businessplan“ und „Empowerment für das eigene Unternehmen“.

Im anschließenden Talk sagte Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt: „Für einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort ist es unverzichtbar, immer wieder Menschen zu unterstützen, die bereit sind, als Gründerin oder Unternehmerin Verantwortung zu übernehmen. Wir wollen die Rahmenbedingungen für eine aktive Unternehmerinnen-Szene stets optimieren. Deshalb freue ich mich, dass wir mit dem heute erstmals ausgelobten Unternehmerinnenpreis ein weiteres Instrument geschaffen haben. Der bereits etablierte Unternehmerinnentag bietet einen hervorragenden Rahmen dazu.“ Darüber hinaus unterstütze die Landesregierung Netzwerke von und für Unternehmerinnen und Gründerinnen im ganzen Land, so zum Beispiel die Zusammenarbeit mit den Gründungsbüros, dem Landesfrauenrat sowie mit den Landfrauenverbänden, um gerade auch Unternehmerinnen und Gründerinnen im ländlichen Raum zu erreichen. Auch der Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU) oder die bundesweite gründerinnenagentur (bga) seien wichtige Partner. Schmitt wies zudem auf die besonderen Aktivitäten der Landesregierung zur MINT-Förderung hin, die gerade verlängert wurde.

Wie durch die richtige Wortwahl ein überzeugender Auftritt gelingt, legte die Top 100-Trainerin und Keynote-Speakerin Silvia Agha-Schantl aus Wien in ihrer Keynote dar. Sie betonte: „Die Qualität unserer Kommunikation bestimmt die Qualität unseres Lebens und ist somit essentiell für unser Business! Deshalb killen Sie ab sofort Glaubenssätze wie „Kunde ist König!“ und ersetzen diesen mit „Kunde ist Partner auf Augenhöhe!“ – dann das ist ausschlaggebend für Power Wording im Verkauf, wenn Sie geschickt überzeugen wollen, um Kunden anzuziehen!“

Im Bühnengespräch anlässlich der Verleihung des Unternehmerinnenpreises hob Frauenministerin Katharina Binz hervor, wie wichtig es sei, Frauen bei der Existenzgründung zu fördern. „Ich wünsche mir, dass viele Frauen durch das Vorbild der heute ausgezeichneten Unternehmerinnen dazu inspiriert werden, ebenfalls mutig eine Unternehmensgründung oder –nachfolge für sich ins Auge zu fassen. Unternehmensgründungen und –nachfolgen erfolgen bisher mehrheitlich durch Männer. Echte Gleichstellung zwischen Männern und Frauen erreichen wir als Gesellschaft nur dann, wenn auch in der Wirtschaft mindestens genauso viele Frauen wie Männer an der Spitze von Unternehmen stehen.“ Gemeinsam mit Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt verlieh sie im Anschluss Preise in drei Erfahrungskategorien, die jeweils mit einem Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro einhergehen.

Den Preis der Kategorie 1 für Jungunternehmerinnen, die bis zu drei Jahren am Markt sind, erhielt Alice Demessier von Hajok Wasser + Wärme GmbH aus Ludwigshafen. Die Jungunternehmerin übernahm 2021 den Dienstleistungsbetrieb rund um Heizung, Bad und Sanitär und führt ihn seitdem erfolgreich fort.

Den Preis der Kategorie 2 für Unternehmerinnen, die bis zu fünf Jahre am Markt sind, erhielt die Geschäftsführerin von ROWE Mineralölwerk GmbH Dr. Alexandra Kohlmann aus Worms. Sie produziert mit rund 300 Mitarbeitenden innovative und hochwertige Schmierstoffe „Made in Germany“.

Der Preis der Kategorie 3 für erfahrene Unternehmerinnen, die über fünf Jahre am Markt sind, ging an Dr. Antje Eckel von Dr. Eckel Animal Nutrition GmbH & Co KG aus Niederzissen. Sie gründete 1994 den erfolgreichen Betrieb, der inzwischen zu den führenden internationalen Anbietern moderner Futterzusatzstoffe für die Tierernährung zählt.

Den Sonderpreis „Newcomerin“ mit einem Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro verlieh ISB-Vorstandsmitglied Dr. Ulrich Link an die beiden Startup Gründerinnen und Zwillingsschwestern Johanna und Maria Daubner aus dem Hunsrück. Mit vonhanni non-dairy GmbH arbeiten sie mit Hunsrücker Biolandbetrieben und Landwirtinnen und Landwirten zusammen und produzieren nachhaltige Haferdrinks in Mehrwegflaschen. „Es freut uns zu sehen, wie junge und ambitionierte Unternehmerinnen ihre Ideen erfolgreich umsetzen und als Vorbilder für andere Frauen dienen. Zu unseren Kunden zählen viele erfolgreiche Unternehmerinnen. Wir unterstützen sie bei der Verwirklichung ihrer Geschäftsideen mit Förderprodukten und Beteiligungen gerne“, äußerte sich ISB-Vorstandsmitglied Dr. Ulrich Link bei der Preisvergabe.

Sechs Unternehmen als Pioniergeister 2022 ausgezeichnet – Gewinner aus Bobenheim-Roxheim, Mainz, Hinterweidenthal, Trier, Kaiserslautern und Bitburg

Pioniergeist-2022-Nominierte-und-Preistraeger-mit- Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt, SWR-Landessenderdirektorin Ulla Fiebig,ISB-Vorstandssprecher Ulrich Dexheimer, Mark Stehle, Mitglied des Vorstandes der Genobank Mainz eG. und SWR-Moderator Stephan Lenhardt. © Foto: Diether von Goddenthow
Pioniergeist-2022-Nominierte-und-Preistraeger-mit- Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt, SWR-Landessenderdirektorin Ulla Fiebig,ISB-Vorstandssprecher Ulrich Dexheimer, Mark Stehle, Mitglied des Vorstandes der Genobank Mainz eG. und SWR-Moderator Stephan Lenhardt. © Foto: Diether von Goddenthow

Gestern Abend  zeichneten die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB), die Volksbanken und Raiffeisenbanken in Rheinland-Pfalz sowie der Südwestrundfunk gemeinsam   mit dem rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium Gründer aus Rheinland-Pfalz aus, die mit ihrer Geschäftsidee und ihrem vorbildlichen Werdegang wahren Pioniergeist aufweisen. Insgesamt sechs Unternehmen aus Bobenheim-Roxheim, Mainz, Hinterweidenthal, Trier, Kaiserslautern und Bitburg bekamen in diesem Jahr einen Preis und die dazugehörige Prämie.

Daniela Schmitt Wirtschaftsministerin Rheinland-Pfalz. © Foto: Diether von Goddenthow
Daniela Schmitt Wirtschaftsministerin Rheinland-Pfalz. © Foto: Diether von Goddenthow

Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt gratulierte den prämierten Unternehmen und betonte die Bedeutung von Gründungen für die rheinland-pfälzische Wirtschaft: „Gründerinnen und Gründer beleben mit neuen Produkten, Dienstleistungen und innovativen Geschäftsideen den Wettbewerb und helfen dabei, unseren Wirtschaftsstandort leistungsfähig und attraktiv zu halten“, sagte Schmitt. Ihr Ministerium flankiere den unternehmerischen Mut von Gründern durch eine Vielzahl an Informations- und Beratungsangeboten, Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten sowie Wettbewerben. „Wichtig ist, unsere Angebote stets dem aktuellen Bedarf anzupassen und unsere Gründer nicht nur finanziell, sondern auch mit einem breiten Netzwerk zu unterstützen“, sagte Schmitt. Gerade in herausfordernden Zeiten wie diesen sei dieser ganzheitliche Blick von großer Bedeutung.

Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt, Dr. Helmut Jonuleit, CSO Professorin Dr. med. Andrea Tüttenberg, CEO der ActiTrexx GmbH aus Mainz, und ISB-Vorstandssprecher Ulrich Dexheimer © Foto: Diether von Goddenthow
Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt, Dr. Helmut Jonuleit, CSO Professorin Dr. med. Andrea Tüttenberg, CEO der ActiTrexx GmbH aus Mainz, und ISB-Vorstandssprecher Ulrich Dexheimer © Foto: Diether von Goddenthow

Den mit 15.000 Euro dotierten ersten Preis überreichte die Ministerin zusammen mit ISB-Vorstandssprecher Ulrich Dexheimer an Frau Professorin Dr. med. Andrea Tüttenberg, CEO,
der ActiTrexx GmbH aus Mainz für die Entwicklung der „ATrag“ Zelltherapie. Sie dient der Behandlung überschießender Immunreaktionen bei Stammzellentransplantationen und Autoimmunerkrankungen, etwa der Regulierung von abstoßungsreaktionsbedingten Entzündungsprozessen. Dank der Behandlung soll die Überlebensrate und die Lebensqualität von Transplantationspatienten erhöht werden. Damit hat die Zelltherapie das Potenzial, das Risiko und die Einschränkungen in der Stammzellentransplantation aufzuheben. „Mit ATrag hat das Unternehmen ein hochwertiges und langersehntes medizinisches Produkt geschaffen“, begründete Dexheimer die Entscheidung der Jury. Dies sei die erste Zelltherapie dieser Art, die den Durchbruch in der regenerativen Medizin schaffen könne.

Mark Stehle, Mitglied des Vorstandes der Genobank Mainz eG. Eng. Lukas Roth, Dr.-Ing. Christopher Petry, M. Sc. Rune Monzel der TENTA VISION GmbH aus Trier und Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt © Foto: Diether von Goddenthow
Mark Stehle, Mitglied des Vorstandes der Genobank Mainz eG. Eng. Lukas Roth, Dr.-Ing. Christopher Petry, M. Sc. Rune Monzel der TENTA VISION GmbH aus Trier und Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt © Foto: Diether von Goddenthow

Den mit 10.000 Euro ausgelobten zweiten Preis verlieh Mark Stehle, Mitglied des Vorstandes der Genobank Mainz eG, an die TENTA VISION GmbH aus Trier. Das Team um das erst in diesem Jahr gegründete Unternehmen hat Hightech-Messgeräte entwickelt und produziert, die eine disruptive Bauteilprüfung in der Leichtbauindustrie erlauben. „Ich bin stolz, dass ich heute ein Musterbeispiel für Pioniergeist mit dem Preis der Volksbanken und Raiffeisenbanken würdigen darf. Wir haben hier ein wunderbares Vorbild für das Zusammenspiel von Wissenschaft und Wirtschaft“, so Stehle. Seit November 2021 arbeiten die Absolventen der Hochschule Trier im Rahmen eines EXIST-Gründerstipendiums in Vollzeit an der Unternehmensgründung.

SWR-Landessenderdirektorin Ulla Fiebig, Gründer und Inhaber Gianluca Siciliano von FRONTBAG E.K. Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt © Foto: Diether von Goddenthow
SWR-Landessenderdirektorin Ulla Fiebig, Gründer und Inhaber Gianluca Siciliano von FRONTBAG E.K. Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt © Foto: Diether von Goddenthow

Der dritte Preis in Höhe von 5.000 Euro ging an das Unternehmen Frontbag aus Bobenheim-Roxheim für die Produktion eines ergonomischen Schulranzens, der Kinderrücken besonders schont. Durch den zweiteiligen Ranzen wird das Gewicht des Stauraums gleichzeitig auf Rücken und Brust verteilt, sodass Rückenproblemen aufgrund einer zu hohen Belastung entgegengewirkt werden kann. „Eine moderne Gesellschaft lebt von immer wieder neuen Impulsen und Innovationen und natürlich vor allem von den Menschen, die oft einen langen Atem brauchen, um aus ihrer Idee schließlich ein neues Produkt oder Verfahren zu machen – so wie auch der Entwickler des gesundheitsfördernden Doppel-Ranzens. Und das sind dann natürlich auch interessante Geschichten aus Rheinland-Pfalz, über die wir als SWR unser Publikum gern informieren“, so SWR-Landessenderdirektorin Ulla Fiebig, die den Preis an das 2021 gegründete Unternehmen verlieh.

Brigitte Hermann, Mitglied des Vorstandes der rheinland-pfälzischen Business Angels und Dr.Max Birtel Finanzvorstand (CFO) LUBIS EDA aus Kaiserslautern © Foto: Diether von Goddenthow
Brigitte Hermann, Mitglied des Vorstandes der rheinland-pfälzischen Business Angels und Dr.Max Birtel Finanzvorstand (CFO) LUBIS EDA aus Kaiserslautern © Foto: Diether von Goddenthow

Den Sonderpreis der Business Angels in Höhe von 5.000 Euro für die beste Gründungsidee erhielt das Start-up LUBIS EDA aus Kaiserslautern für die Entwicklung einer Software, die die Erzeugung von Bauplänen für Halbleiter revolutioniert, indem es die durchgängige Nutzung aller während des Chip-Entwurfs erstellten Modelle ermöglicht. Das Verfahren kann auch ohne höhere mathematische Kenntnisse angewendet werden. Im Design- und Verifikationsprozess entstehen keine Informations- und Zeitverluste durch einen Modellwechsel, was einen Wettbewerbsvorteil mit sich bringt. „Sowohl das Verfahren als auch die Umsetzung als Produkt stellt eine weltweite Neuheit dar und führt zu einer erheblichen Kosteneinsparung bei der Herstellung von Halbleitern“, sagte Brigitte Hermann, Mitglied des Vorstandes der rheinland-pfälzischen Business Angels.

Mark Stehle und Anna Franken von Wundersee Fashion aus Bitburg mit Urkunde für ihren Sonderpreis © Foto: Diether von Goddenthow
Mark Stehle und Anna Franken von Wundersee Fashion aus Bitburg mit Urkunde für ihren Sonderpreis © Foto: Diether von Goddenthow

Mark Stehle verlieh stellvertretend für die 43 rheinland-pfälzischen Volksbanken und Raiffeisenbanken auch zwei Sonderpreise: Den Sonderpreis „Unternehmensnachfolge im Handwerk“ in Höhe von 1.000 Euro verlieh er an den nachhaltigen Handwerksbetrieb Fasswerk aus Hinterweidenthal. Inhaber Markus Vetter sorgt mit flexiblen Arbeitszeiten für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und eine gute Work-Life-Balance. Anna Franken von Wundersee Fashion aus Bitburg freute sich über den Sonderpreis „Geschäftsidee“ in Höhe von 1.000 Euro. „Beide Preisträger zeigen den Mut und Gestaltungswillen, den wir mit diesem Wettbewerb honorieren wollen“, begründete Stehle die Entscheidung.

Das Geschwisterpaar Professorin Ervis Gega-Dodi und Gersi Gega im Gespräch mit SWR-Moderator Stephan Lenhardt. © Foto: Diether von Goddenthow
Das Geschwisterpaar Professorin Ervis Gega-Dodi und Gersi Gega im Gespräch mit SWR-Moderator Stephan Lenhardt. © Foto: Diether von Goddenthow

Die Talkrunde mit dem erfolgreichen Geschwisterpaar Professorin Ervis Gega-Dodi und Gersi Gega bereicherte das Programm der Preisverleihung. Die professionelle Geigerin und der Gründer gaben einen persönlichen Einblick in ihren Werdegang und ermutigten Gründungsinteressierte, nicht aufzugeben und sich für ihr Vorhaben einzusetzen „Ich kann jeden nur dazu ermutigen, seine Ideen und Träume umzusetzen. Es gibt kein besseres Gefühl, als für diesen Traum zu arbeiten“, gab Gersi Gega mit auf den Weg.

20 Jahre Starterzentren Rheinland-Pfalz

Gründer-Talk  bei der Jubiläumsfeier 20 Jahre Starterzenten Rheinland-Pfalz.© Foto Diether von Goddenthow
Gründer-Talk bei der Jubiläumsfeier 20 Jahre Starterzenten Rheinland-Pfalz.© Foto Diether von Goddenthow

Allen gegenwärtigen Krisen zum Trotz befände sich das Gründungsland Rheinland-Pfalz im Steigflug, freuten sich gestern Abend Peter Hähner, Präsident der IHK für Rheinhessen, und Kurt Krautscheid, Präsident Handwerkskammer Koblenz, bei ihrer Begrüßung zur Jubiläumsveranstaltung 20 Jahre Starterzentren Rheinland-Pfalz im „Alten Auktionshaus“ visavis zur Halle 45 in Mainz. Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt gratulierte mit einem Grußwort. Es gab Videobotschaften aus ganz Rheinland-Pfalz, einen hochinteressanten Impulsvortrag von Dr. von Stockhausen zum eigentlich unmöglichen, aber bestens gelungenen Gründungsvorhaben „Halle 45“ sowie eine spannende Talkrunde mit erfolgreichen Jung-Gründerinnen und Gründern aus Rheinland-Pfalz.

Hähner betonte, dass die Zahl der Gewerbeanmeldungen von rund 31 300 im Jahr 2020 auf knapp 33 600 im Jahr 2021 gestiegen sei, während parallel dazu die Zahl der abgemeldeten Unternehmen seit 2013 kontinuierlich sank. Seit 2018 habe sich dieser Rückgang sogar noch verstärkt. Damit lag der Saldo bei Gewerbeanmeldungen und -abmeldungen im vergangenen Jahr bei knapp 6000 neuen Unternehmen. Den stärksten Zuwachs gab es unterm Strich im Bereich wirtschaftliche Dienstleistungen, danach folgt der Sektor Information und Kommunikation. Die einzige Branche mit einem Rückgang ist laut IHK das Gastgewerbe. Grund dafür seien – trotz einer hohen Zahl von Neugründungen – die zahlreichen Abmeldungen während der Corona-Pandemie. Etwa jede dritte Neugründung in dem Bundesland ging im vergangenen auf eine Frau zurück. Jeder fünfte Betrieb wurde von Nicht-Bundesbürgern gegründet. „Wer in Zeiten von Pandemie, Flutkatastrophe, Inflation und gestörten Lieferketten gründet – und das trotz guter Chancen auf dem Arbeitsmarkt – tut dies aus Überzeugung. Solche Gründer und Gründerinnen braucht das Land“, unterstrich Hähner.

Beim Gründertalk dabei: Die Zwillinge Maria und Johanna Daubner hatten die grandiose Gründungsidee, Haferdrink in Mehrwegflaschen abzufüllen und zu vertreiben. "Wir möchten mit unserem Start-up zu einer nachhaltigen Lebensmittelversorgung beitragen". Das machen die Studentinnen sehr erfolgreich. Mehr unter: https://www.vonhanni.de/uebervonhanni.html © Foto Diether von Goddenthow
Beim Gründertalk dabei: Die Zwillinge Maria und Johanna Daubner hatten die grandiose Gründungsidee, Haferdrink in Mehrwegflaschen abzufüllen und zu vertreiben. „Wir möchten mit unserem Start-up zu einer nachhaltigen Lebensmittelversorgung beitragen“. Das machen die Studentinnen sehr erfolgreich. Mehr unter: https://www.vonhanni.de/uebervonhanni.html © Foto Diether von Goddenthow

Teil und Treiber dieser Entwicklung sind die Starterzentren Rheinland-Pfalz. Sie wurden als erste Adresse für den Start in die Selbständigkeit von den vier Industrie- und Handelskammern und den vier Handwerkskammern im Jahre 2002 an den Start gebracht, so Hähner. Damals, noch in Zeiten der vom Arbeitsamt geförderten Ich-AG’n als Beratungsangebot geschaffen, hatte wohl niemand gedacht, dass dieses Modell bis heute deutschlandweit seinesgleichen sucht. Begonnen mit gemeinsamen kostenfreien Beratungsangeboten, einem Qualitätsstandard unterworfen und flächendeckend angeboten, haben die Starterzentren bis heute tausenden von Gründerinnen und Gründern in die unternehmerische Selbständigkeit verholfen und deren weiteres Wachstum bis hin zu Unternehmensübergaben mit begleitet. Von Beginn an haben die Kammern auf ein landesweites Netzwerk an Kooperationspartnern gesetzt und können eine Vielzahl an Service-und Beratungsangeboten vorweisen, die Gründungsinteressierten den Aufbau des eigenen Unternehmens erleichtern.

Weitere Informationen über das umfangreiche Gründungsberatungs-Programm unter: https://www.starterzentrum-rlp.de/

Einzigartiges Kreativ- und Gründerzentrum im Alten Gericht ab Ende 2022 /Anfang 2023

Das künftige Innovationszentrum im Alten Gericht in Wiesbaden soll auf 2500 qm über 7 Tagungsräume, 5 Veranstaltungsräume, 20 Büroräume, ein Cafè und vieles mehr verfügen. Den überwiegenden Teil der insgesamt 7500 qm hat die Eigentümerin, die Nassauische Heimstätte, in 48 Mietwohnungen umgewandelt, die bereits zu 12,95 Euro pro qm angeboten werden . © Foto Diether von Goddenthow
Das künftige Innovationszentrum im Alten Gericht in Wiesbaden soll auf 2500 qm über 7 Tagungsräume, 5 Veranstaltungsräume, 20 Büroräume, ein Cafè und vieles mehr verfügen. Den überwiegenden Teil der insgesamt 7500 qm hat die Eigentümerin, die Nassauische Heimstätte, in 48 Mietwohnungen umgewandelt, die bereits zu 12,95 Euro pro qm angeboten werden . © Foto Diether von Goddenthow

Einen besseren Ort als das „Alte Gericht“, ein imposanter Neorenaissance-Gründerzeitbau, in dem von 1897 bis 2009 das Wiesbadener Amts- und Landgericht residierte, hätte der Wiesbadener Heimathafen zur Realisierung seines um den Faktor 10 expandierenden Gründerzentrums kaum finden können. „Ich freue mich sehr, dass die Landeshauptstadt Wiesbaden die Entstehung dieses neuen Kreativ- und Innovationszentrums unterstützen darf. Für die bauliche Herrichtung und Erstausstattung des Gründerzentrums stellt die Stadt einen Zuschuss von insgesamt 1,2 Millionen Euro zur Verfügung. Die erste Teilauszahlung ist bereits im Juni erfolgt.

Zeitzeuge Dr. Oliver Franz, kennt wie kaum ein anderer aus seiner Zeit als Richter noch das Alte Gericht. Auf diesem Klapphocker habe einst ein Vollzugsbeamter Platz genommen, nachdem er die Angeklagten aus ihren Zellen im Keller über ein separates Treppenhaus zur Anklagebank geleitet habe.. © Foto Diether von Goddenthow
Zeitzeuge Dr. Oliver Franz, kennt wie kaum ein anderer aus seiner Zeit als Richter noch das Alte Gericht. Auf diesem Klapphocker habe einst ein Vollzugsbeamter Platz genommen, nachdem er die Angeklagten aus ihren Zellen im Keller über ein separates Treppenhaus zur Anklagebank geleitet habe.. © Foto Diether von Goddenthow

Ich bin zuversichtlich, dass die geplante Eröffnung im Dezember 2022 ein großer Erfolg wird und wünsche allen Beteiligten in dieser Phase des Endausbaus weiterhin viel Erfolg und gutes Gelingen sowie Freude an diesem einmaligen Projekt.“, so Wiesbadens Bürgermeister und Wirtschaftsdezernent Dr. Oliver Franz (CDU) bei der ersten öffentlichen Pressebesichtigung am 26. Juli 2022 nach Beginn der Umbau- und Sanierungsarbeiten. Geführt von Dominik Hofmann und Nils Hafa, Geschäftsführer der heimathafen GmbH & Co.KG, verschaffte sich Dr. Franz gemeinsam mit Birgit Knetsch, Referatsleitung Wirtschaft und Beschäftigung, Beate Betz, Leiterin des Teams Gründerservice und junge Unternehmen und Ulrich Albersmeyer, Leiter des Regionalcenters der Nassauischen Heimstätte GmbH, einen Überblick über den Stand der Umbauarbeiten und Räumlichkeiten. Für den Bürgermeister war der Rundgang durch die Noch-Baustelle auch eine nostalgische Rückkehr an seine frühere Wirkungsstätte als junger Richter.

Im ehemaligen Schwurgerichtssaal des Alten Gerichtes sollen demnächst Events und Seminare möglich sein. Die alten Holzbänke und  -Täfelungen sowie der neuzeitliche Hessische Löwe sollen erhalten bleiben. © Foto Diether von Goddenthow
Im ehemaligen Schwurgerichtssaal des Alten Gerichtes sollen demnächst Events und Seminare möglich sein. Die alten Holzbänke und -Täfelungen sowie der neuzeitliche Hessische Löwe sollen erhalten bleiben. © Foto Diether von Goddenthow

Dieses künftige Kreativ- und Gründerzentrum sei anders aufgestellt als die bisherigen Aktivitäten der Stadt zur Gründerförderung wie die Existenzgründungsgesellschaft (EXINA), das Startwerk, der Startblock oder andere Förderinstrumente wie Mieterzuschüsse für Gründer, so Franz. Die 2.500 Quadratmeter wird der heimathafen künftig mit einem New Work Space, mit Co-Working-Räumen, Gründerbüros mit 23 Arbeitsplätzen, knapp 20 Büroräumen mit Platz für bis zu 120 „Coworker und Coworkerinnen“, 7 Tagungs- und Eventlocations für 5 bis 100 Personen im historischen Schwurgerichtssaal, 5 Veranstaltungsräumen für allerei Events und Kultur, sowie den sogenannten „Kultur-Katakomben“ mit Raum für Events und Künstler-Ausstellungen im Untergeschoss des Alten Gerichts bespielen.

In den künftigen Coworking-Räumen wurden wie überall die Deckenabhängungen der 70er Jahre herausgerissen und die Original-Kassettendecken in 4,5 wieder freigelegt. © Foto Diether von Goddenthow
In den künftigen Coworking-Räumen wurden wie überall die Deckenabhängungen der 70er Jahre herausgerissen und die Original-Kassettendecken in 4,5 wieder freigelegt. © Foto Diether von Goddenthow

Dominik Hofmann vom „heimathafen“ entwickelte bereits 2016 ein erstes Ideenpapier für das Gebäude. Diese Vision wurde in den folgenden drei Jahren immer weiter konkretisiert und finalisierte sich zu diesem überregionalen Kreativ- und Innovationszentrum für Wiesbaden, dessen Strahlkraft das gesamte Rhein-Main-Gebiet einnehmen soll, so der Bürgermeister.

„Wir wollen, dass das ein anziehender Ort ist, der jeden und jede, der hier vorbeiläuft, eigentlich reinzieht, und wenn sie oder er drinnen ist, merkt, hier werde ich unterstützt, hier werde ich inspiriert, hier werde ich motiviert, egal, ob ich eine soziale Gründungsidee hab‘ oder eine ökologische Gründungs-Idee, ob ich Kreativer bin oder was auch immer, es soll ein Unterstützungs-Ökosystem sein“, so schwärmt Dominik Hofmann, der schon weiter denkt.

(vli.:) Nils Hafa, der neue Co-Geschäftsführer insbesondere künftig für die Finanzen zuständig, Dominik Hofmann, Gründungsgeschäftsführer von Heimathafen, und Bürgermeister Dr. Oliver Franz auf der Mensa-Terrasse des Hochschul-Campus der das Alte Gericht mit der Hochschule Fresenius verbindet und wichtiger Treffpunkt sein wird. © Foto Diether von Goddenthow
(vli.:) Nils Hafa, der neue Co-Geschäftsführer, insbesondere künftig für die Finanzen zuständig, Dominik Hofmann, Gründungsgeschäftsführer von Heimathafen, und Bürgermeister Dr. Oliver Franz auf der Mensa-Terrasse des Hochschul-Campus, der das Alte Gericht mit der Hochschule Fresenius verbindet und wichtiger Treffpunkt sein wird. © Foto Diether von Goddenthow

Der Heimathafen-Gründer möchte demnächst unter dem entliehenen historischen Begriff „Civilkammer“ eine solche im übertragenen Sinne am authentischen Ort wieder eröffnen: „Auch für die Civilkammer, die wir wieder eröffnen werden, werden wir eine gemeinnützige Gesellschaft gründen, um eigentlich zu verhandeln, wie wir in Zukunft zusammenleben wollen“ Es ginge um die Fragen, was die Herausforderungen der Gesellschaft seien, wie wir mehr Einigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt erreichen könnten, es ginge über Überalterung oder Urbanisierung, kurz um alle Themen, die aufkommen, auf die man durch in einem offenen Kommunikationsprozess sozusagen zusammen mit einem 360-Grad-Blick schauen könne und so zu besseren Lösungen fände, so Hofmann.

Blick in ein größeres Gründerzentrum-Büro  in einer ehemaligen Dienstwohnung des Seitentraktes zur Moritzstraße hin. Es kann von dort aus, aber auch über den Campus betreten werden. © Foto Diether von Goddenthow
Blick in ein größeres Gründerzentrum-Büro in einer ehemaligen Dienstwohnung des Seitentraktes zur Moritzstraße hin. Es kann von dort aus, aber auch über den Campus betreten werden. © Foto Diether von Goddenthow

„Zudem soll das Alte Gericht allen Wiesbadener Bürgerinnen und Bürgern offen stehen. Mit einem Café, individuellen Seminar- und Konferenzräumen sowie außergewöhnlichen Ausstellungs- und Veranstaltungsräumen wird ein Ort für Kultur und Öffentlichkeit geschaffen, der alle einbindet“, so Dr. Franz abschließend.

Nachdem die abgehängte Decke freigelegt wurde, wird das künftige "Gerichts-"Cafe ein wahres Schmuckstück im Hause werden. Rund 75 Plätze mit kleiner Bühne für Veranstaltungen sowie eine Außenbewirtung über die frühere separate Postbotentreppe zur Gerichtsstraße hin soll's geben. © Foto Diether von Goddenthow
Nachdem die abgehängte Decke freigelegt wurde, wird das künftige „Gerichts-„Cafe ein wahres Schmuckstück im Hause werden. Rund 75 Plätze mit kleiner Bühne für Veranstaltungen sowie eine Außenbewirtung über die frühere separate Postbotentreppe zur Gerichtsstraße hin soll’s geben. © Foto Diether von Goddenthow

Das neue im ehemaligen Zivilgerichts-Saal eingerichtete Café wird vom Foyer linkerhand durch die ehemalige Poststelle betreten werden können. Es soll  75 Innenplätze sowie eine Veranstaltungsbühne und Möglichkeiten für Events bieten. Auch hier kam nach Rückbau der Deckenabhängung aus den 70er Jahren der wunderbare ursprüngliche Stuck wieder zum Vorschein. Wenn 2023 die Gerichtsstraße zur Fußgängerzone mit Quartiersplatz umgestaltet ist, seien auch Außenplätze geplant, so Hofmann.

(Diether v Goddenthow /Rhein-Main.Eurokunst)

Fünf Finalisten in der Auswahl für den Frankfurter Gründerpreis 2022 zum Finale am 12. September im Kaisersaal

ffm. Die diesjährigen Finalisten des Frankfurter Gründerpreises stehen fest. Nach einem zweistufigen Bewerbungsverfahren kürte die Jury folgende Jungunternehmen für das Finale der Preisverleihung am 12. September im Kaisersaal des Römers: Ebb & Flow Keg, Layover Solutions, MentalStark, OMC°C (Office for Micro Climate Cultivation) und Werkules.

Insgesamt gingen bei der Wirtschaftsförderung 45 Bewerbungen für den Frankfurter Gründerpreis ein. Davon kamen 18 Bewerberinnen und Bewerber in die zweite Runde und wurden von der Jury vor Ort besucht, nochmals geprüft und bewertet. Die Bandbreite der eingereichten Bewerbungen war insgesamt sehr vielfältig, von Dienstleistungen aus der Gesundheitsbranche, Getränke- und Lebensmittelindustrie, Software für das Bau-Handwerk, Schmuckherstellung, Mobilität rund ums Fahrrad sowie Anbau im Mikroklima war alles dabei. Bewertet wurden unter anderem der Arbeitsplatzeffekt sowie die Persönlichkeit der Gründerinnen und Gründer und das Geschäftsmodell.

Wirtschaftsdezernentin Stephanie Wüst ist begeistert von den eingereichten Geschäftsideen: „In diesem Jahr haben wir sehr spannende junge Unternehmen und damit einhergehend hochmotivierte Gründerinnen und Gründer dabei, die alle Potenzial haben, den Frankfurter Gründerpreis zu gewinnen. Die fünf Finalisten können bereits jetzt stolz sein, sich aus insgesamt 45 starken Einreichungen hervorgetan zu haben. Alle Gründungen sind qualitativ hochwertig und thematisch sehr breit aufgestellt.“

Oliver Schwebel, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt und Vorsitzender der Jury, ergänzt: „Frankfurt lebt von Menschen mit Gründergeist, die ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen. Mit ihren Ideen, Mut und Engagement schaffen sie Arbeitsplätze, entwickeln neue Geschäftsmodelle und bringen innovativ die Stadt voran.“

Der Frankfurter Gründerpreis wird am 12. September im Kaisersaal des Römers verliehen. Die Preisverleihung wird vom Medienpartner RheinMainTV live übertragen und auf dem YouTube-Kanal der Wirtschaftsförderung Frankfurt zu sehen sein.

Der Frankfurter Gründerpreis ist eine Initiative der Stadt Frankfurt am Main und der Wirtschaftsförderung Frankfurt sowie der Frankfurt University of Applied Sciences. Seit 2001 wird der Preis jährlich an herausragende Gründerinnen und Gründer aus dem Frankfurter Stadtgebiet verliehen. Er ist mit Preisgeldern von insgesamt 30.000 Euro dotiert. In der Jury wirken neben Mitgliedern der Stadtverordnetenversammlung auch Gründungs- und Fachexperten sowie ehemalige Preisträgerinnen und Preisträger mit. Organisiert wird der Wettbewerb von der Wirtschaftsförderung Frankfurt.

Die Finalisten in alphabetischer Reihenfolge

Ebb & Flow Keg GmbH i.G.
Branche: Wein, Getränke, Lebensmittelbranche
Gründerin und Gründer: Deandra Anderson und Philipp Neveling
ebbflowkeg.com

Layover Solutions GmbH
Branche: Technologie, Hotellerie, Luftfahrt
Gründer: Simon Dierdorf, Chang Lee und Pascal Petsch
layoversolutions.com

MentalStark GmbH
Branche: Gesundheitswesen
Gründernnen und Gründer: Vera Claas, Sally Schulze und Mischa Zöller
mentalstark.online

OMC°C (Office for Micro Climate Cultivation UG)
Branche: Entwicklung und Vertrieb von vertikalen Begrünungssystemen
Gründerinnen: Carlotta Ludig und Nicola Stattmann
omc-c.com

Werkules GmbH
Branche: SaaS (Software as a service) für Handwerker in der Baubranche
Gründer: Alexander Fritsch und Simon Kay
werkules.de

Zeit für Neustarts und Netzwerken // Deine Stadt. Deine Chance – 6. Mainzer Gründungswoche vom 15. bis 21. November

Für das Gründungsnetzwerk rund um Mainz und alle Start-ups, jungen Unternehmen und Gründungsinteressierten ist es Mitte November endlich wieder soweit: Die Mainzer Gründungswoche geht bereits in ihre sechste Auflage. Vom 15. bis 21. November können sich Gründungsinteressierte, Gründerinnen und Gründern und Profis der Branche vernetzen und mit frischen Infos und Impulsen versorgen.

Von persönlichen Einblicken in Gründungsgeschichten über Workshops bis zu Info- und Matchingveranstaltungen: Insgesamt 29 Events haben die Veranstalter auf die Beine gestellt, die meisten davon sind online oder finden live vor Ort statt. Sie richten sich an Gründungsinteressierte, die in den Startlöchern stehen ebenso wie an junge Unternehmen und auch an Seriengründerinnen und -gründer. Die Teilnahme ist kostenfrei, weitere Infos gibt es unter www.mainzer-gründungswoche.de. Aufgrund der aktuellen Coronaverordnung ist eine Anmeldung für jedes Event aus organisatorischen Gründen erforderlich.

In enger und langjähriger Zusammenarbeit wird die Woche von der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Mainz, der IHK für Rheinhessen und der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) sowie zahlreichen Partnerinnen und Partnern aus dem Mainzer Gründungsnetzwerk organisiert.

Jetzt ist Zeit zum Netzwerken
Den Auftakt zur Mainzer Gründungswoche liefert am Montagabend, 15. November ab 18.00 Uhr, die Kick-Off-Veranstaltung im The Pier auf der Großen Bleiche in Mainz. Der Abend startet mit einer von Nils Zeizinger moderierten Talkrunde mit Dr. Ulrich Link, Mitglied des Vorstandes der ISB, dem Hauptgeschäftsführer der IHK für Rheinhessen, Günter Jertz sowie der Mainzer Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz.
Anschließend folgen spannende Einblicke und Erfahrungsberichte aus den Gründungsgeschichten lokaler Start-ups: Christian Wunsch, Geschäftsführer des Veranstaltungsortes und Coworking Spaces The Pier, erzählt von seiner Motivation zur Gründung. Benjamin Mandos, Gründer von GotBag und Social Entrepreneur, berichtet über seinen beeindruckenden Werdegang und Erfolg am Gründungsstandort Mainz. Bei Snacks, Getränken und guten Gesprächen kann der Abend ausklingen.

„Wer ein Unternehmen gründen oder übernehmen will, findet in Mainz eine gut vernetzte Szene. Wir freuen uns, als Förderbank in vielen Veranstaltungen der Gründungswoche über Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten zu informieren“, sagt Dr. Ulrich Link.
„Mit unserem neuen Format und der breiten Mischung aus Präsenz- und Hybrid-Angeboten treffen wir genau den Nerv der Mainzer Gründungsszene”, findet Günter Jertz, Hauptgeschäftsführer der IHK Rheinhessen. Zu den Veränderungen zählen ein neues Logo und die neue zentrale Webseite www.mainzer-gründungswoche.de.
Die Mainzer Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz fasst die gemeinsame Initiative von Wirtschaftsförderung, ISB und IHK treffend zusammen: „Die Mainzer Gründungswoche ist ein etabliertes und hoch gefragtes Format in der Mainzer Gründerszene, das aus dem Mainzer Gründungsökosystem nicht mehr wegzudenken ist.“

Das Programm und alle Informationen zur Gründungswoche finden Sie unter der neuen Website https://mainzer-gründungswoche.de.

Zwölf junge hessische Unternehmen aus Frankfurt, Darmstadt, Wiesbaden, Bensheim, Langen und Butzbach ausgezeichnet


Im Rahmen einer unter Corona-Bedingungen erfreulich gut besuchten festlichen Abendgala wurden die Hessischen Gründerpreise 2021 gestern Abend (Mittwoch, 3. November) live übergeben. Rund 130 gut gelaunte Besucherinnen und Besucher feierten zwölf junge hessische Unternehmen, die als Preisträger ausgezeichnet wurden und aus deren Kreis zusätzlich ein Sieger-Unternehmen pro Wettbewerbskategorie gekürt wurde. In die Abstimmung über die Sieger und Siegerinnen flossen auch mehrere tausend Stimmen ein, die über ein offenes Online-Voting abgegeben wurden.

„Gründerinnen und Gründer sorgen für Innovationen, wirtschaftliche Dynamik und Arbeitsplätze, sie sind der Mittelstand von morgen. Die Landesregierung tut deshalb alles, ihnen optimale Bedingungen zu bieten. Das beginnt mit Beratungsangeboten und reicht bis zu passgenauen Finanzierungsinstrumenten“, sagte Tarek Al-Wazir, der Hessische Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen und zugleich Schirmherr des Preises, bei der Verleihung. In der Kategorie „Innovative Geschäftsidee“ übergab Minister Al-Wazir die Preise an Vertreter von PipePredict, Core sensing sowie Compredict. Alle drei Unternehmen kommen aus Darmstadt und haben Geschäftsideen rund um Künstliche Intelligenz, Sensoren und Vorhersage von Verschleiß entwickelt. PipePredict analysiert Sensordaten, um Wasserrohrbrüche mit KI-Hilfe zu verhindern, Core sensing haben einen Kraft- und Drehmomentsensor entwickelt, der Maschinenelemente zu smarten Sensoren macht und so Informationen zu Verschleiß und Lebensdauer liefert und Compredict sagt die Lebensdauer von Fahrzeugteilen mittels virtueller Sensoren vorher. Als Sieger dieser Kategorie zeichnete Minister Al-Wazir sodann Christhopher Dörner stellvertretend für das Team von von PipePredict aus.

Dr. Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion Hessen der Arbeitsagentur, übergab danach die Preise in der Kategorie „Gesellschaftliche Wirkung“. Preisträger sind das Würdezentrum Frankfurt, Digi Sapiens-Digital Learning aus Langen und Enviria Energy Holding aus Frankfurt. „Die Corona-Krise hat es gerade Existenzgründerinnen und -gründern im letzten Jahr schwer gemacht, ihre Ideen in tragbare, existenzsichernde Start-Ups umzusetzen. Umso erfreulicher ist es, dass wir mit dem Hessischen Gründerpreis auch 2021 wieder in der Lage sind viele erfolgreiche Unternehmensgründer und -gründerinnen auszuzeichnen“, so Dr. Martin. Das Würdezentrum Frankfurt setzt innovative und international erfolgreiche Projekte für die Weiterentwicklung der Altenhilfe, des Gesundheitswesens und der allgemeinen Sorgekultur in Hessen um. Digi Sapiens-Digital Learning entwickelt Leseförderlösungen, die menschliche Nähe mit Künstlicher Intelligenz kombinieren. Die Enviria Energy Holding bietet innovative Energy-as-a-Service Lösungen für den B2B-Sektor, um Unternehmen stärker in die Energiewende einzubinden. Zum Sieger der Kategorie kürte Dr. Martin dann Boris Knopf vom Team des Würdezentrums Frankfurt.

SK Laser aus Wiesbaden, Aqon Water Solutions aus Bensheim und Grafik-Idee Textilwerbung aus Frankfurt wurden von Sven Volkert, Geschäftsführer der Bürgschaftsbank Hessen als Preisträger der Kategorie „Zukunftsfähige Nachfolge“ ausgezeichnet. „Die Übernahme eines bestehenden Unternehmen ist eine der spannendsten Formen der Gründung. An der Schwelle zur Erneuerung warten immer ganz besondere Herausforderungen auf die neue Generation. Dies ist einer der Gründe, warum wir als Bürgschaftsbank Hessen diese Kategorie so gerne präsentieren“, sagte Volkert. SK Laser stellt Lasermaschinen für die Industrie her, mit denen unterschiedliche Materialien graviert, markiert, abgetragen und geschnitten werden können. Die Tochter von Gründer Christoph Kollbach, Dina Reit, wollte eigentlich Kuratorin in einem Museum werden, übernahm dann aber 2019 die Geschäftsführung des weltweit operierenden Unternehmens mit Maschineninstallationen auf sechs Kontinenten. Aqon Water Solutions erforscht seit 2004 Technologien rund um die Themen Filtration und Verfahrenstechnik. Die Söhne von Gründer Marian Wilk stiegen 2017 in das Unternehmen ein und haben mit Aqon Pure eine Kalkschutzanlage ohne Salz entwickelt, die Kalkablagerungen reduziert, den Chloridgehalt im Abwasser reduziert und so die Umwelt schont. Sebastian Borst hat nach 17 Jahren als Angestellter im Betrieb das Unternehmen Grafik-Idee Textilwerbung übernommen und weiterentwickelt. Dort legt er nun besonderes Augenmerk auf Nachhaltigkeit, hat die GOTS-Zertifizierung für einen kontrollierbaren Standard hinsichtlich sozialer und ökologischer Verantwortung in der Textilherstellung erlangt und Veredelungstechniken, Siebdruck oder Digitaldirektdruck immer nachhaltiger gemacht. Als Sieger der Kategorie nahm Sebastian Borst von Grafik-Idee Textilwerbung seine Ehrung entgegen.

„Hochschulen sind ein wichtiger Eckpfeiler für die Förderung von Gründer*innengeist und Innovation. Wir sehen es als unseren gesellschaftlichen Auftrag, Entrepreneurship zu fördern und haben hierzu ein umfassendes Programm. Wir wollen nicht nur angestellte Manager ausbilden – sondern gerade auch jene, die als Gründer*innen für die Jobs anderer sorgen“, sagte Professorin Lilia Waehlert, Prodekanin Wiesbaden & Frankfurt der Hochschule Fresenius, zu den Gästen und den Preisträger*innen in der Kategorie „Gründung aus der Hochschule“. Sie zeichnete Revoltech und Small World Vision aus Darmstadt sowie Fisego Brandschutztechnik aus Butzbach als Preisträger aus. Small World Vision entwickelt hochpräzise 3D-Scanner für kleine, komplexe und farbenprächtige Objekte, die für Museen im Bereich Forschung und Archivierung von großem Interesse sind. Fisego hat das erste Branderkennungs- und Brandbekämpfungssystem für elektrische Klein- und Großgeräte entwickelt, das einen Brand nicht nur erkennt, sondern diesen auch ohne menschliches Eingreifen löscht. Revoltech produzieren die rein pflanzliche Lederalternative Lovr aus Abfällen des deutschen Hanfanbaus – zu 100 % biologisch abbaubar, vegan, erdöl- sowie chemiefrei und das erste rein pflanzliche Produkt mit lederähnlicher Optik, Haptik und Robustheit. Dann kürte Prof. Waehlert Sophia Reiter für das Team von Fisego als Siegerin dieser Kategorie.

„Es ist wirklich toll, dass wir in diesem Jahr die Preisverleihung und auch viele Veranstaltungen der Kampagne wieder in Präsenz stattfinden lassen konnten. Wie viele Gründer und Gründerinnen und wie die ganze Gesellschaft haben wir letztes und auch dieses Jahr noch enorme Einschränkungen durch die Pandemie gehabt, aber auch Chancen genutzt. Das Online-Voting beispielsweise ist eine Folge der Corona-Krise. Es ist aber so gut angekommen, dass wir es beibehalten“, sagt Elisabeth Neumann, Projektleiterin für den Hessischen Gründerpreis bei KIZ SINNOVA Gesellschaft für soziale Innovationen gGmbH. „Dass wir 2021 den vierten Teilnehmerrekord in Folge hatten, zeigt, dass sich die hessischen Gründerinnen und Gründer selbst von einer Pandemie nicht abschrecken lassen. Auch diese Erkenntnis aus der Krise hat mich begeistert.“

Hessischer Gründerpreis seit 2003 verliehen

Geschäftsideen mit KI und Sensoren bilden inhaltlichen Schwerpunkt unter den  zwölf jungen hessischen Unternehmen in der letzten Wettbewerbsrunde zum Hessischen Gründerpreis, der zum 14. Mal verliehen wird. 

Junge Unternehmen aus der Wissenschaftsstadt Darmstadt stellen mit 5 von 12 Finalisten fast die Hälfte der Finalteilnehmer*innen beim Hessischen Gründerpreis 2021. Ein Viertel kommt aus Frankfurt und auch die anderen Finalisten sind allesamt aus dem südwestlichen Teil des Bundeslandes. Das ist eines der Ergebnisse des spannenden Halbfinales mit aufregenden Pitches am vergangenen Montag (20. September 2021) bei Design Offices in Frankfurt. „Es ist schon ein bisschen ungewöhnlich, dass sich in diesem Jahr keine Gründer und Gründerinnen aus Ost-, Nord- oder Mittelhessen für das Finale qualifizieren konnten. In den vorigen Jahren war das anders. Von den 48 Startups aus dem Halbfinale konnten nur zwölf das Finale erreichen und teilweise waren die Entscheidungen der Jurys sehr eng“, sagt Elisabeth NeumannProjektleiterin für den Hessischen Gründerpreis bei KIZ SINNOVA Gesellschaft für soziale Innovationen gGmbH. „Ich bin mir ganz sicher, dass die jungen Unternehmen aus den anderen Landesteilen das als Ansporn nehmen, um 2022 den Preis in ihre Region zu holen.“ (mehr ….)