Kategorie-Archiv: Stadtarchiv Wiesbaden

Ausstellung Stadtarchiv: Vom Zeichenbrett an die Wand ab 28. Juni 2016

logo-kunstarcheUnter dem Motto „Vom Zeichenbrett an die Wand“ präsentiert das Stadtarchiv, Im Rad 42, in einer Ausstellung Karten, Pläne und Zeichnungen von Architekten, Gartengestaltern und Vermessungsingenieuren, überwiegend aus dem 19. und aus dem beginnenden 20. Jahrhundert. Die Ausstellung wird von Kulturdezernentin Rose-Lore Scholz am Dienstag, 28. Juni, um 19 Uhr eröffnet.

Gezeigt werden auch Arbeiten aus der Hand des Architekten und früheren Leiters der städtischen Denkmalschutzbehörde, Berthold Bubner, sowie Dokumente von nicht realisierten Bauprojekten. Ein großformatiger Plan von etwa 1850 zeigt den Verlauf des Kisselborns. Eine aquarellierte Ansicht der Kuranlagen und des Biebricher Schlossparks sind Beispiele für die Darstellung gärtnerischer Planungen. Das absolute Highlight der Ausstellung ist der Entwurf eines „Kurhauses für Wiesbaden“ des französischen Architekten Nicolas Alexandre de Salins de Montfort von 1807. Der elegante Zentralbau mit einem riesigen runden Ballsaal in der Mitte sah auch Räume für Liegekuren vor. Die Pläne sind eine Leihgabe der Hochschulbibliothek RheinMain. Die hier in Auswahl gezeigten Unterlagen und die dazu gehörigen Bauakten des Stadtarchivs werden vielfältig genutzt: Für private Bauherren und architekturhistorische Forschungen sind sie zentrale und unverzichtbare Materialien.

Zeitzeugengespräch zum Thema „Wie wir die Wende erlebten“ am 24.09.15 im Stadtarchiv Wiesbaden

Das Stadtarchiv Wiesbaden, Im Rad 42, lädt am Donnerstag, 24. September, 19 Uhr, zu einem Zeitzeugengespräch mit dem Titel „Wie wir die Wende erlebten“ ein. Dr. Juliane Roloff, Dr. Hermann Roloff und Dr. Rolf Faber berichten von ihrem Leben in Ostdeutschland und über den Fall der Mauer.

Der Physiker Dr. Hermann Roloff und seine Frau, die Bevölkerungswissenschaftlerin Dr. Juliane Roloff, stammen aus Ostberlin. Dr. Juliane Roloff kam 1993 aus beruflichen Gründen an das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung in der hessischen Landeshauptstadt. Ihr Ehemann lebt seit 2005 und seinem Ausscheiden aus dem deutschen Elektronensynchrotron, einer Großforschungseinrichtung in Berlin, in Wiesbaden. Über die Zeit vor und unmittelbar nach dem Mauerfall berichtet das Ehepaar aus eigener Erfahrung. An dem Gespräch beteiligt sich zudem der Jurist und Vorsitzende des Vereins für Nassauische Altertumskunde, Dr. Rolf Faber. Der gebürtige Wiesbadener war nach der Wiedervereinigung jahrelang im Erfurter Justizministerium in leitender Stellung als Aufbauhelfer tätig und gewann so wertvolle Einblicke in die historischen Abläufe.