Kategorie-Archiv: Jugendstiljahr Wiesbaden 2019 /2020

Ausstellung zum Jugendstiljahr 2019, Vernissage So, 03.11.2019, 12 Uhr

jugendstil-ausstellung-webAb dem 3. November 2019 präsentiert die Wiesbadener Freie Kunstschule anlässlich des Jugendstiljahrs 2019/20 eine Vielfalt an zeitgenössischen künstlerischen Interpretationen einer Epoche, die sowohl wegbereitende als auch problematische Aspekte an den Tag legte.

Der Fokus der wfk liegt nicht auf der stilistischen Reproduktion des Bekannten, sondern auf der kritischen Aufarbeitung und Neuinterpretation. Die Besucher der Ausstellung erleben eine Vielfalt an eigenwilligen, modernen, ungewöhnlichen Experimenten zu neuen Lebensgefühlen und Ausdrucksmöglichkeiten, die nicht mehr, wie im Jugendstil üblich, eine Flucht vor der Realität bedeuteten, sondern die kritisch auf die Gesellschaft und ihren Umgang mit der Welt eingehen. Gleichzeitig findet jeder aber auch Verschnaufpausen in unserem Wiener Kaffee sowie im eigens eingerichteten absurden Museumsshop.

Vernissage: So, 03.11.2019, 12 Uhr
Dauer der Ausstellung: 03.11.2019 – 24.11.2019

Öffnungszeiten: Mo + Di 19 – 21 Uhr
Mi + Do 15 – 21 Uhr
Sa + So 13 – 17 Uhr

wfk
wiesbadener freie kunstschule
friedrichstr. 7
65185 wiesbaden

Eröffnung der Ausstellung „Stadt – Jugend – Stil. Lebensreform in Wiesbaden“

lebensreformGestern Abend wurde im Wiesbadener Stadtmuseum am Markt (SAM) die Ausstellung „Stadt – Jugend – Stil. Lebensreform in Wiesbaden“ feierlich von Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende, Kulturdezernent Axel Imholz und Dr. Helmut Müller, Geschäftsführer Kulturfonds Frankfurt RheinMain gemeinsam mit dem SAM-Team unter Leitung von Direktorin Dr. Vera Philipp eröffnet. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Sebastian Reckert mit klassischen Werken auf der Glasharmonikasoli.

Da Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende etwas später eintraf wegen der zur gleichen Zeit stattfindenden Ehrung des Kunstmäzens Friedrich Wolfgang Neess mit der Georg August Zinn-Medaille durch Ministerpräsident Volker Bouffier im Landesmuseum, eröffnete Kulturdezernent Axel Imholz im SAM den Grußwortreigen, und hob sogleich  Ferdinand Wolfgang Neess Jugendstil-Sammlung als Spiritus rectus auch dieser Ausstellung im SAM hervor: Da Ferdinand Wolfgang Neess dem Museum Wiesbaden so eine wunderbare Jugendstil-Ausstellung gestiftet habe, habe das Kulturamt der Landeshauptstadt Wiesbaden und das Hessische Landesmuseum Wiesbaden anlässlich der damaligen Ausstellungs-Eröffnung das Jahr des Jugendstils ins Leben gerufen, eins, das nicht mit dem Kalender Jahr identisch ist, sondern vom Juni 2019 bis zum Juni 2020 reicht, so Imholz.

Kulturdezernent und Stadtkämmerer Axel Imholz. © Foto: Diether v Goddenthow
Kulturdezernent und Stadtkämmerer Axel Imholz. © Foto: Diether v Goddenthow

Da ganz viele Kulturinstitutionen mit unterschiedlichen Kunstrichtungen sich an der inhaltlichen Gestaltung des Wiesbadener Jugendstiljahrs beteiligten, so Imholz weiter, haben „wir ein breitgefächertes Kulturprogramm im Jahr des Jugendstils, darunter: klassische Ausstellungen, historische Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Filme usw. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei, wobei das Verbindende die Beschäftigung mit dem Thema Jugendstil ist. Ein wichtiger Beitrag zum Jugendstiljahr sei die jetzt im SAM präsentierte Ausstellung „Stadt – Jugend – Stil. Lebensreform in Wiesbaden, wobei das SAM – im Unterschied zu anderen Jugendstilprojekten – den Blick auf einen anderen Aspekt richte, nämlich auf die Frage: „Was hat der Jugendstil in der Stadtgesellschaft von Wiesbaden in dieser Zeit für eine Bedeutung gehabt, und vielleicht auch noch heute. Das ist der Fokus der Ausstellung, die wir heute eröffnen.“, so Imholz.

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende. In der ersten Reihe v. r. Dr. Helmut Müller,Geschäftsführer Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Kulturdezerent Axel Imholz,, Kuratorin Dr. Vera Klewitz und Direktorin Dr. Vera Philipp im historischen Marktkeller. © Foto: Diether v Goddenthow
Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (li). In der ersten Reihe (v. r.) Dr. Helmut Müller,Geschäftsführer Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Kulturdezerent Axel Imholz,, Kuratorin Dr. Vera Klewitz und Direktorin Dr. Vera Philipp im historischen Marktkeller. © Foto: Diether v Goddenthow

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende unterstrich, dass es „die erste große Sonderausstellung der relativ jungen Stiftung Stadtmuseum unter Leitung von Frau Direktorin Dr. Vera Philipp“ sei, und zugleich die größte und aufwendigste. „Ich finde, das Stadtmuseum nimmt damit einen Stellenwert ein als Forum für Geschichte der Gegenwart und Zukunft der Stadt Wiesbaden. Hier wird Geschichte lebendig gemacht“, so der Oberbürgermeister, der von Hause aus Historiker ist und somit mit solchen Historiken eng vertraut. Eine solch gute Präsentation sei nicht nur schön, sondern einfach wichtig, um auch jungen Menschen den Zugang zu unserer Geschichte zu erleichtern, wozu ansehen und anschauen dazu gehöre, ebenso, eine sehr sinnliche Erfahrung von Dingen zu erleben. Und das liefere auch die neue Ausstellung, so der Oberbürgermeister.

Kunst ist mehr als der Tischschmuck einer Gesellschaft

Dr. Helmut Müller, Geschäftsführer Kulturfonds Frankfurt RheinMain. © Foto: Diether v Goddenthow
Dr. Helmut Müller, Geschäftsführer Kulturfonds Frankfurt RheinMain. © Foto: Diether v Goddenthow

Wiesbaden sei bislang immer als eine Stadt des Historismus wahrgenommen worden. Die „Debatte war so stark, dass man an Jugendstil gar nicht oder nur ganz wenig gedacht hat“, was sich erst mit der Schenkung Neess, sozusagen als Startschuss, Wiesbaden auch als Jugendstilstadt zu sehen, geändert habe, erläuterte Dr. Helmut Müller. Das Jahr des Jugendstils mit seinen vielfältigen Angeboten, wozu auch diese Ausstellung „Lebensreform“ gehöre, sei eine Einladung, die Stadt neu zu entdecken und mit anderen Augen zu sehen. „Der besondere Wert dieser Ausstellung oder der besondere Ansatz liegt darin, zu zeigen, dass Kunst nicht nur der Tischschmuck einer Gesellschaft ist, sondern der Ausdruck eines Lebensgefühls, welches sich an Veränderungen einer Gesellschaft breit macht“, so Dr. Müller. Mit dem Ende einer bislang monarchistisch geprägten Gesellschaftsordnung gegen Ende des vorvorherigen Jahrhunderts seien ganz viele neue Bewegungen, eben auch die Jugendbewegung entstanden, die in der Kunst mit einer wirklich enormen Wucht aufgeschlagen sei und weit über die Jahrhundertwende hinaus gewirkt habe. Beispielsweise könne man im München das Lenbachhaus diese heftigen, mitunter völlig verschiedenen und doch parallel verlaufenden Strömungen und Umbrüche von einem zum anderen Zimmer selbst erleben: Sei man durch die Zimmer des Malerfürsten Lenbach gegangen, befände man sich eine Tür weiter in der „Modernen“. „Da sieht man“, so Müller, „wie zum selben Zeitpunkt eine unterschiedliche Ästhetik in einer Stadt, in einer Region da war, wie man sie sich unterschiedlicher nicht vorstellen kann. Und man bekommt auch eine Idee dafür, was welche Kraft in solchen (Jugenstil-)Strömungen stecke, und in Wiesbaden sei das genauso. Diese Ausstellung hier stelle genau diesen Weg her zwischen einer Kunstbetrachtung von Objekten (Bildern, Objekten, Skulpturen, Büchern) und einen Blick darauf zu richten, „welchen gesellschaftlichen Impact eine solche Veränderung hat, und vor allem, wie weit so etwas bis heute wirken kann“, so Müller.

Wir brauchen mehr Platz!

Direktorin Dr. Vera Philipp.© Foto: Diether v Goddenthow
Direktorin Dr. Vera Philipp.© Foto: Diether v Goddenthow

Dr. Sabine Philipp sagte, dass man bei der Erforschung des Jugendstils der Lebensreformer der damaligen Zeit in Wiesbaden auf fruchtbaren Boden gestoßen sei. „Das ist uns ein Auftrag, aber auch eine Wonne, sich mit so einer noch unbearbeiteten Zeit auseinander zu setzen, und das der breiten Öffentlichkeit eben ergänzend zu den wunderbaren anderen Veranstaltungen, die angesprochen wurden und die auch noch weiter entstehen werden, zeigen zu dürfen“. Die Direktorin dankte den Festrednern, den Sponsoren und vor allem ihrem Team, abschließend mit Blümchen und erläuterte kurz den Rahmen und Ansatz der Ausstellung, die den Spuren der Lebensreform im „Weltkurbad“ in den Jahren zwischen 1880 und 1932 auf den Grund gehe. Vor allem gäbe es ein großes Begleit- und Vermittlungsprogramm, und man arbeite auch noch am Ausstellungskatalog. Zudem ging die Direktorin auch auf „die“ Zahlen ein, machte deutlich, wie viel Arbeit in  Ausstellungen dieser Art stecke, obwohl dies   auf den ersten Blick kaum erkennbar sei. Sie  deutete zudem an, dass das SAM ein wenig zu eng sei, und man eigentlich mehr Platz benötige. Stadtkämmerer Axel Imholz als auch Oberbürgermeister  Gert-Uwe Mende hatten in ihren Grußworten bereits signalisiert, sich für die Sicherung der finanziellen Rahmenbedingungen weiterer Ausstellungsprojekte in den städtischen Gremien einsetzen zu wollen.

Lebensreform –  die Sehnsucht nach mehr Natur

Dr. Vera Klewitz, wissenschaftliche Konzeption. © Foto: Diether v Goddenthow
Dr. Vera Klewitz, wissenschaftliche Konzeption. © Foto: Diether v Goddenthow

Dr. Vera Klewitz, zuständig für die wissenschaftliche Konzeption, führte in die Ausstellung mit der Frage ein „Was Lebensreformbewegung“ bedeute, um dann auf die vielfältigen Auswirkungen und Strömungen der Lebensreform sowie der speziellen Sicht und Rezeption des Jugendstils in Wiesbaden zu sprechen zu kommen. Das alles kann man nun ausschnittweise im historischen Marktkeller am Dern‘schen Gelände nachschauen und erkunden, etwa wie die Wiesbadener Bürgergesellschaft Ende des 19. Jhd. und zu Beginn des 20. Jhd. die neuen Strömungen, Ideen und Impulse veränderter Lebensvisionen der Reformbewegung(en) vor allem aus den deutschsprachigen Zentren des Jugendstils Wien, Berlin, Weimar und Darmstadt aufgenommen und ins Geschäftsleben und die Alltagskultur integriert hat.

Jugendstil und Lebensreform – stünden für die Sehnsucht nach mehr Natur in der Kultur, für ein gesünderes Leben und mehr Freude am Körper. Der Nackte Körper sei Körperideal gewesen, so Klewitz. Die Hinwendung zur Natur habe insbesondere auch im Bereich der Gesundheit zu großen Veränderungen geführt. So wurden in Wiesbaden ein vegetarisches Restaurant und neue Erholungs- und Sportanlagen eröffnet.

Raus in die Natur - Nacktheit wurde bei den Lebensreformern zum neuen Körperideal.© Foto: Diether v Goddenthow
Raus in die Natur – Nacktheit wurde bei den Lebensreformern zum neuen Körperideal.© Foto: Diether v Goddenthow

In Neubauten wie dem Hauptbahnhof (1906), dem Kurhaus (1907) und dem städtischen Kaiser-Friedrich-Bad (1913) wurden dem historistischen Geschmack Kaiser Wilhelms II. zum Trotz Details oder auch ganze Räume im Jugendstil integriert. Die Stadt krönte ihre Glanzzeit mit einer stolzen Selbstdarstellung, der Ausstellung für Handwerk und Gewerbe, Kunst und Gartenbau im Jahr 1909. Die „Weltausstellung im Kleinformat“ lockte über eine Million Besucher an. Lange her? Nicht so sehr. Manches sei wohlerhalten, vieles wäre im historischen Gedächtnis verankert oder präge die Stadt noch heute. Darunter seien auch gebaute Zeugnisse, zum Beispiel die Trauerhalle auf dem Südfriedhof (1909), die vom Wiesbadener Jugendstilkünstler Hans Völcker ausgemalt wurde sowie das 1921 eröffnete Luft- und Lichtbad, das nach wie vor beliebte „Lufti“ Unter den Eichen.

Unter den Alltagszeugnissen sind Souvenirs wie ein Taschenmesser mit Ansichten von Wiesbaden, eine launig illustrierte Speisekarte und Fotos von Elisabeth Groitzsch mit ihren Patientinnen: Nach dem Tod ihres Mannes arbeitetet sie als Masseurin – nicht selbstverständlich für eine Frau um 1900, so Klewitz. .
Wie es in einer Pressemeldung heißt stammen historische Zeugnisse und Exponate aus den Sammlungen der Stiftung Stadtmuseum und einiger institutioneller wie privater Leihgeber. Sie sind kurz und eingängig in einem kostenlosen Exponat-Heft erklärt, das in deutscher und englischer Sprache erhältlich ist.
Mitmach-Stationen wie ein Mustergenerator oder eine Stereoskop-Apparatur laden ein, selbst kreativ zu werden beziehungsweise in ein Wiesbaden um die Wende zum 20. Jahrhundert einzutauchen. Ein vielseitiges Workshop- und Führungsangebot spricht explizit Schulklassen und Gruppen an.

Ausstellungs-Impression der Ausstellung „Stadt – Jugend – Stil. Lebensreform in Wiesbaden“  vom 23.10.2019 - 8.03.2020 © Foto: Diether v Goddenthow
Ausstellungs-Impression der Ausstellung „Stadt – Jugend – Stil. Lebensreform in Wiesbaden“ vom 23.10.2019 – 8.03.2020 © Foto: Diether v Goddenthow

 

Begleitprogramm

Das Begleitprogramm lässt die Themen der damaligen Zeit lebendig werden: Im Museum eröffnet am Mittwoch, 27. Oktober, um 11 Uhr der Salon Jugendstil. Am Dienstag, 12. November, lädt die Wiesbadener Traditionsfirma F. Ad. Müller und Söhne ins „sam – Stadtmuseum am Markt“ ein, live dabei zu sein, wenn ihre Erfindung – das Reformauge – ein besonders lebensechtes, trag- und haltbares Glasauge, angefertigt wird. Bei einem Reform-Menü kann die Lebensreform auch außerhalb im Restaurant Les Deux Dienstbach erschmeckt werden. Jugendstil und Lebensreform werden dank des „sam – Stadtmuseum am Markt“ mit allen Sinnen erfahrbar.

Das für die Ausstellung verantwortliche SAM-Team
Die Wissenschaftliche Konzeption leitet Dr. Vera Klewitz, für das Austellungsmanagement und die PR sind Carolin Falk, Eva Köhler, Antje Stöhr, und Stephan Wiesehöfer zuständig und die Museumspädagogik und Vermittlung leiten Nicole Weidel und Sabine Weber. Die Gesamtleitung trägt Sabine Philipp, die Gestaltung haben Jochen Hunger und Britta Speer von Jochen Hunger Museum and exhibition design übernommen und das Ausstellungsdesign ist von Sandra Di Maria.

Informationen zu diesen und vielen weiteren Veranstaltungen gibt es im Ausstellungs-Flyer sowie – immer aktuell – auf der Homepage des Stadtmuseums www.wiesbaden.de/sam oder unter der Telefonnummer: (0611) 44750060

Die Ausstellung „Stadt – Jugend – Stil. Lebensreform in Wiesbaden“ ist vom Mittwoch, 23. Oktober, bis zum Sonntag, 8. März 2020,

Ort: 
„sam – Stadtmuseum am Markt“, Marktplatz 3, zu sehen.

Öffnungszeiten der Ausstellung sind von Dienstag bis Donnerstag von 11 bis 17 Uhr.
Der Eintritt kostet 6 Euro, ermäßigte Karten erhält man für 4 Euro, inklusive Exponat-Heft.

 

Kunst-Mäzen Ferdinand Wolfgang Neess von Ministerpräsident Volker Bouffier mit derGeorg August Zinn-Medaille ausgezeichnet

Danielle Neess, Ferdinand Wolfgang Neess, Familienmitglied und Ministerpräsident Volker Bouffier. © Foto: Diether v Goddenthow
Danielle Neess, Mäzen Ferdinand Wolfgang Neess, Familienmitglied und Ministerpräsident Volker Bouffier. © Foto: Diether v Goddenthow

Während einer Feierstunde im Hessischen Landesmuseum Wiesbaden hat der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier den Wiesbadener Kunstsammler und Mäzen Ferdinand Wolfgang Neess mit der Georg August Zinn-Medaille geehrt. „Ferdinand Wolfgang Neess hat dem Museum Wiesbaden einen einzigartigen Schatz vermacht. Hessen ist nun im Besitz einer der bedeutendsten europäischen Privatsammlungen des Jugendstils und des Symbolismus“, erklärte der Regierungschef heute im Museum Wiesbaden.

Ministerpräsident Volker Bouffier. © Foto: Diether v Goddenthow
Ministerpräsident Volker Bouffier. © Foto: Diether v Goddenthow

Seit März 2017 ist das Museum Wiesbaden Eigentümer der Sammlung. Es war die größte Einzelschenkung in der Geschichte des Landesmuseums. Ihr Wert wird mit 42 Millionen Euro beziffert. Als sichtbares Zeichen des Dankes und der Anerkennung für seinen Verdienst, die Werke einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und sie dem Land Hessen und der Stadt Wiesbaden dauerhaft zur Verfügung zu stellen, hat der Wiesbadener Kunstmäzen die Georg August Zinn-Medaille vom Ministerpräsidenten erhalten. Sie wird seit 1997 für herausragende Verdienste und sehr großes Engagement zur Förderung des Gemeinwohls verliehen. „Die Hessische Museumslandschaft ist durch Herrn Neess um eine weitere kunsthistorische Attraktion reicher“, betonte Bouffier.

Impression der Jugendstilausstellung. © Foto: Diether v Goddenthow
Impression der Jugendstilausstellung. © Foto: Diether v Goddenthow

Über 40 Jahre hatte der heute 90-Jährige die Kunstobjekte des Jugendstils und des Symbolismus gesammelt. Die Leidenschaft habe mit einem Kauf in den sechziger Jahren begonnen. Als Banklehrling hatte er damals zwei Jugendstil-Leuchten erworben. Ein geschenkter Katalog sei dann die Initialzündung gewesen, die ihn endgültig zum Kunstmäzen machte.
Im Laufe der Zeit hat Neess rund 570 Jugendstil-Stücke aus dem 19. Jahrhundert zusammengetragen. Darunter finden sich unter anderem Möbel, Gemälde, Lampen und Glaskunst. „Die Schenkung ist einzigartig. Wir haben in Hessen nun, neben Darmstadt und Bad Nauheim, eine dritte Jugendstil-Hochburg. Darauf können wir stolz sein“, erklärte der Ministerpräsident. Die Exponate können von nun an in einer Dauerstellung, die im Juni 2019 eröffnet wurde, betrachtet werden. „Künftige Generationen nach uns werden noch viel Freude an den Exponaten haben“, erklärte der Ministerpräsident.

Dr. Jörg Dauer, kommissarischer Museumsdirektor und Abteilungsleiter für Kunst. © Foto: Diether v Goddenthow
Dr. Jörg Dauer, kommissarischer Museumsdirektor und Abteilungsleiter für Kunst. © Foto: Diether v Goddenthow

Dr. Jörg Daur kommissarischer Direktor und Kustos moderne und zeitgenössische Kunst, dankte dem Mäzen ganz herzlich und unterstrich, dass durch die Sammlung Jugendstil und Symbolismus das Museum Wiesbaden „seit nunmehr vier Monaten einen außerordentlichen Zuspruch erfahre. Tausende begeisterte Besucherinnen und Besucher besuchen die Neess’sche Sammlung, die „nun eben auch die unsere Sammlung“ sei, so Daur. Das Wichtigste sei vielleicht, dass „uns der Zugang der Jugendstilsammlung die Chance“ gebe, „uns selbst und unsere Sammlungen in wissenschaftlicher Hinsicht neu zu befragen. Wir nehmen dieses Geschenk also nicht nur mit großem Dank, sondern auch als Aufgabe an. Wir feiern hier heute also nicht nur das glorreiche Ergebnis einer Entwicklung, sondern zugleich auch den Aufbruch und den Beginn einer neuen Geschichte hier im Museum Wiesbaden“, so Daur in seiner Begrüßung.

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende. © Foto: Diether v Goddenthow
Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende. © Foto: Diether v Goddenthow

Oberbürgermeister Gert Uwe Mende gratulierte im Namen der Gremien der Stadt Wiesbaden Wolfgang Neess ganz herzlich für diese hohe Auszeichnung. Wiesbaden würde durch diese großartige Sammlung nunmehr in einem Atemzug mit den Jugendstil-Städten Darmstadt und Bad Nauheim genannt werden. Er könne sich vorstellen, dass für Kunstliebhaber alleine diese Jugendstilsammlung eine Reise nach Wiesbaden wert sei. Die Präsentation sei wirklich rundum gelungen. „Es ist ein wirkliches Highlight, wie wunderbar diese Ausstellung gelungen ist, auch in ihrer räumlichen Ausstattung und in der der Art und Weise wie die Kunstwerke dort präsentiert werden mit einer solchen Schönheit, mit einer solchen Anmut, dass es einem wirklich das Herz warm werden lässt“, so Mende.

Dr. Gerd Eckelmann, Vorsitzender des Vorstandes der Freunde des Museums Wiesbaden unterstrich diese außerordentliche Bedeutung der Sammlung Neess für das Hessische Landesmuseum und dankte auch im Namen der Freunde des Museums ganz herzlich dem Ehepaar Neess.

Kunstsammler Ferdinand Wolfgang Neess.© Foto: Diether v Goddenthow
Kunstsammler Ferdinand Wolfgang Neess.© Foto: Diether v Goddenthow

Der Geehrte Friedrich Wolfgang Neess, dankte ganz herzlich für diese Anerkennung und betonte, dass es „meine größte Freude ist, dass Museum Wiesbaden und die Stadt Wiesbaden mit dieser Schenkung glücklich gemacht zu haben“. „Ich übertrage das auch gleichzeitig auf meine Frau, die ein gutes Stück meines Weges, was die Sammlung betrifft, mich begleitet hat und mir mitgeholfen hat mit Rat und Tat und stets zur Seite stand, und der auch die Ehrung heute zusteht. Vielen Dank!“

Sieger des Kompositionswettbewerbs zur Spielzeit 2019.2020 anlässlich des Wiesbadener Jugendstiljahrs

Der zur Spielzeit 2019.2020 ins Leben gerufene Kompositionswettbewerb des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden für zeitgenössische Musik hat in seiner ersten Auflage drei Preissieger. Ziel des Wettbewerbs ist es, regionale und mit Wiesbaden und der Rhein-Main-Region verbundene Komponistinnen und Komponisten zu fördern. Durch die Anbindung des diesjährigen Wettbewerbs an die Ausstellung des Museum Wiesbaden (Schenkung Neess) »Jugendstil in Wiesbaden« und das »Jugendstiljahr Wiesbaden 2019.2020« soll zudem ein Schlaglicht auf diese Epoche, ihre Themen und ihre spezifischen Erscheinungsformen geworfen werden.

Die Jury aus Generalmusikdirektor Patrick Lange, Jörg-Uwe Funk (Vertreter des Kulturamts der Stadt Wiesbaden), Christoph Nielbock (Vertreter der Wiesbadener Musikakademie) und Johann Ludwig (Vertreter des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden) hat am 15. August 2019 in einem anonymisierten Verfahren unter den eingesendeten Wettbewerbsbeiträgen einstimmig drei Preise vergeben. Die drei mit jeweils 5.000 EUR dotierten Preise gehen an Oliver Mattern, der in Mainz lebt und arbeitet, an den gebürtigen Wiesbadener Emanuel Reichert-Lübbert und an den im Rheingau ansässigen Irineos Triandafillou.

Die Jury begründet die Vergabe der Preise wie folgt:
»Alle drei prämierten Werke sind auf einem professionellen, qualitativ hohen kompositorischen Niveau. Gleichermaßen werden sie interessant für das Wiesbadener Publikum sein. Es sind drei sehr unterschiedliche Werke. Während Oliver Matterns Orchesterwerk Nacht-Tisch-Lampe MEDUSA direkt bezugnimmt auf Kunstwerke der Jugendstil-Sammlung im Museum Wiesbaden, beschäftigt sich Emanuel Reichert-Lübbert mit seinem Orchesterwerk Diplomatie II auf philosophischer Ebene mit dem Jugendstil, und Irineos Triandafillou streift mit )Elements( den historischen Hintergrund dieser Epoche.«

Die Uraufführungen der drei preisgekrönten Werke finden einzeln in drei Sinfoniekonzerten des Hessischen Staatsorchesters im Friedrich-von-Thiersch-Saal des Kurhauses Wiesbaden unter der Leitung von GMD Patrick Lange statt:

WIR 1
Mittwoch, 25. September 2019 | 20.00 Uhr | Kurhaus
Uraufführung von Emanuel Reichert-Lübbert: Diplomatie II

WIR 3
Mittwoch, 20. November 2019 | 20.00 Uhr | Kurhaus
Uraufführung von Irineos Triandafillou: )Elements(

WIR 4
Mittwoch, 29. Januar 2020 | 20.00 Uhr | Kurhaus
Uraufführung von Oliver Mattern: Nacht-Tisch-Lampe MEDUSA

Die Urkunden werden den Preissiegern offiziell beim 8. Sinfoniekonzert am 1. Juli 2020 im Friedrich-von-Thiersch-Saal des Kurhauses Wiesbaden überreicht. Zu diesem Anlass werden die drei preisgekrönten Werke erneut aufgeführt, und das Publikum vergibt per Abstimmung einen Publikumspreis, der mit 2.500 EUR dotiert ist. Dieser Preis wird vom Kulturamt der Stadt Wiesbaden gestiftet.

Karten erhältlich unter: Telefon 0611.132 325 | E-Mail: vorverkauf@staatstheater-wiesbaden.de | www.staatstheater-wiesbaden.de

Biografien der Preisträger

Oliver Mattern
Oliver Mattern, geboren 1969 in Harderberg, jetzt Georgsmarienhütte, hat an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Osteuropäische Geschichte studiert. Schon in frühen Jahren nahm er an der musikalischen Früherziehung sowie am Gitarrenunterricht am städtischen Konservatorium Osnabrück teil.
Von 1982 bis 1995 war Oliver Mattern Mitglied im Osnabrücker Dom- und Jugendchor.
Seit 1992 ist er freier Mitarbeiter bei »Schott Music«, einem der ältesten noch bestehenden Musik- und Musikbuchverlage in Mainz.

Emanuel Reichert-Lübbert
Emanuel Reichert-Lübbert, geboren 1998 in Wiesbaden, ist Instrumentalist und Komponist aus Bad Schwalbach und wurde in frühen Jahren von den Eltern an Violine und Klavier unterrichtet. Bis 2013 gewann er mehrere 1. Preise bei »Jugend Musiziert« und Regionalwettbewerben in Geige und Klavier.
Seit 2016 ist er Mitglied der »Mainzer Virtuosi«, einem jungen Streicherensemble, die seit 2007 international erfolgreiche Konzerte geben. Seit 2017 studiert Emanuel Reichert-Lübbert Violine an der Hochschule für Musik in Mainz.

Irineos Triandafillou
Irineos Triandafillou, geboren 1969 in Larissa/Griechenland, erhielt seinen ersten Musikunterricht am griechischen Nationalkonservatorium. An der Universität zu Patras studierte er Akkordeon, Musik sowie Mathematik. Parallel zu seiner Promotion im Fach Mathematik studierte er an der Musikakademie »Athenaeum« Komposition. Für sein Diplom bekam er eine Sonderauszeichnung des griechischen Kulturministeriums.
In Weimar studierte Irineos Triandafillou das Fach Dirigieren. Als Dirigent leitete er diverse Orchester wie z. B. die Jenaer Philharmonie, das Peçs Symphonie Orchestra in Ungarn und das Landesorchester Thüringen in Gothar. Als Komponist hat er Kammer- und symphonische Musik sowie eine Oper und vier Ballette geschrieben. Seine Werke werden sowohl in der Heimat als auch im Ausland aufgeführt. Heute wohnt er in Wiesbaden, wo er als Lehrer für Musik und Mathematik arbeitet.

Eine der bedeutendsten europäischen Privatsammlungen des Jugendstils und Symbolismus öffnet am 29.6.2019 für immer im Wiesbadener Museum für Kunst und Natur

Der dem Foyer folgende  Raum ist der Idee des Gesamtkunstwerks des Jugendstils gewidmet. Dabei spielt der Einsatz  von elektrischem Licht eine besondere Rolle, mit dem sie eine künstlich beleuchte Welt aus Blumenblättern und Früchten auf transparentem Glas zauberten. Louis Comfort Tiffanys berühmter Ausspruch »Das Licht der Lampe soll uns jederzeit die Sonnenstunden des Tages herbei ¬ zaubern« steht stellvertretend für den Fortschrittsglauben der Künstler der Zeit“ (zit. N. Begleitkatalog,  S. 34.) © Foto: Diether v. Goddenthow
Der dem Foyer folgende Raum ist der Idee des Gesamtkunstwerks des Jugendstils gewidmet. Dabei spielt der Einsatz von elektrischem Licht eine besondere Rolle, mit dem sie eine künstlich beleuchte Welt aus Blumenblättern und Früchten auf transparentem Glas zauberten. Louis Comfort Tiffanys berühmter Ausspruch »Das Licht der Lampe soll uns jederzeit die Sonnenstunden des Tages herbei ¬ zaubern« steht stellvertretend für den Fortschrittsglauben der Künstler der Zeit“ (zit. N. Begleitkatalog, S. 34.) © Foto: Diether v. Goddenthow

Mit der millionenschweren Schenkung der Familie Ferdinand Neess steigt das Hessische Landesmuseum für Kunst und Natur Wiesbaden zu einem der international bedeutendsten Häuser für Jugendstil und Symbolismus auf. Morgen, am 29. Juni 2019, wird parallel zum Museumsfest (Beginn 17.00 Uhr) mit der Dauer-Ausstellung „Jugend­stil. Schen­kung Samm­lung F. W. Neess“ um 18.00 Uhr der neue permanente Sammlungsbereich der Galerien im Südflügel seiner Bestimmung übergeben. Die neue Jugendstil-Dauerausstellung präsentiert auf 800 qm Ausstellungsfläche in sieben Räumen über 500 Objekte von höchster Qualität, darunter komplette Möbelensembles, Lampen, Glasarbeiten, Silber, Keramik und 63 Gemälde, Pastelle und Aquarelle unter anderem von Franz von Stuck, Heinrich Vogeler und Gustave Moreau, die sich als „Gesamtkunstwerk“ in den neu gestalteten Ausstellungsräumen vereint finden.

Kunstministerin Angela Dorn. © Foto: Diether v. Goddenthow
Kunstministerin Angela Dorn. © Foto: Diether v. Goddenthow

Es sei „ein großer Tag für das Museum Wiesbaden und ein Anlass zu großer Dankbarkeit“, betonte die Hessische Kunstministerin Angela Dorn beim gestrigen Pressegespräch, und dankte Ferdinand Wolfgang Neess und seiner Frau Danielle im Namen der hessischen Landesregierung „und aller künftigen, hoffentlich zahlreichen Besucherinnen und Besucher des Landesmuseums dafür, dass wir in den Genuss dieser großartigen Sammlung kommen dürfen.“ Die Ministerin hob hervor, dass das die morgige Eröffnung einen „ Meilenstein in der Geschichte des Museums Wiesbaden“ markiere. Denn nunmehr könne das Landesmuseum Wiesbaden nun Kunst- und Kulturgeschichte von 1850 bis in die Gegenwart durchgängig in Spitzenwerken präsentieren. „Besonders freut mich,“ so Dorn,“ dass der Jugendstil ab jetzt mit Wiesbaden einen neuen prominenten Ort auf der hessischen Landkarte bekommen hat, neben dem Landesmuseum und der Mathildenhöhe in Darmstadt und den Kuranlagen in Bad Nauheim.“

Ausstellungs-Impression. © Foto: Diether v. Goddenthow
Ausstellungs-Impression. © Foto: Diether v. Goddenthow

Die auf einen Wert von mindestens 41 Millionen Euro geschätzte Ausstellung hat nach ihrem Umzug aus der von Josef Beitscher 1901/02 erbauten Jugendstil-Villa »Weisse Haus« in der Bingertstraße 10, nunmehr ihren neuen Ausstellungsort auf der Ebene 1 des Südflügels des Museums, in den historischen Ausstellungsräumen der Nassauischen Altertümer gefunden. Für die 1,5 Millionen Euro teure Sanierung steuerte die Familie Neess noch einmal eine Millionen dazu. Mit der neuen dauerhaften Nutzung würden, so Direktor Alexander Klar, die von Theodor Fischer für die Ausstellung von Objekten und Skulpturen vorgesehenen Räume wieder ihrer ursprünglichen Anmutung als Tageslichtgalerien für Objekte zugeführt. „Theodor Fischers Raumfolge ist eine für die Präsentation von Objekten, Möbeln und Interieurs maßgeschneiderte Architektur, die nun wieder ihre ursprüngliche Erscheinung als Ausstellungsräume für eine kulturhistorische Sammlung erhalten hat.“, sagte Klar und dankte allen Unterstützern, die es möglich gemacht haben, die Sammlung Neess in diesen Räumen zu zeigen, darunter in erster Linie den Stiftern, dem Land Hessen, der Hessischen Kulturstiftung und der Stadt Wiesbaden und insbesondere Peter Forster, Kustos Alte Meister und Jugendstil Sammlung F.W. Neess. Peter Forster ist es maßgeblich zu verdanken, dass die Schenkung ans Museum Wiesbaden kam und die Ausstellung aus dem Privatbereich des „Weissen Hauses“ so gekonnt ins Wiesbadener Museum überführt und zu dieser sensationellen, wissenschaftlich fundierten Präsentation gebracht werden konnte.

Peter Forster, Kustos Alte Meister und Jugendstil Sammlung F.W. Neess führt durch die auch brillant präsentierte Jugendstilausstellung Hier erläutert er die große Bodenvase mit Masken, deren Besonderheit in der Entwicklung der sich an der französischen Kunstkeramit orientierenden Steinzeugserie Grès-Bijou lag. © Foto: Diether v. Goddenthow
Peter Forster, Kustos Alte Meister und Jugendstil Sammlung F.W. Neess führt durch die auch brillant präsentierte Jugendstilausstellung Hier erläutert er die große Bodenvase mit Masken, deren Besonderheit in der Entwicklung der sich an der französischen Kunstkeramit orientierenden Steinzeugserie Grès-Bijou lag. © Foto: Diether v. Goddenthow

Stifter Ferdinand Wolfgang Neess sei ein „Pionier in der Wiederentdeckung des Jugendstils“, sagte Peter Forster, denn er habe zu einem Zeitpunkt Jugendstil zu sammeln begonnen , als diese Kunstrichtung nicht hoch im Kurs stand. Wie kaum ein zweiter Sammler habe er sich in den Stil der Jugend eingefühlt, habe deren Credo der Einheit aus Kunst und Leben zu seinem eigenen gemacht. Und das von ihm selbst so apostrophierte Bauchgefühl habe ihn niemals im Stich gelassen. Neess sei immer, so Foster, von seiner Fachkompetenz geleitet gewesen. „Mit einer einzigartigen Treffsicherheit hat er sich der Materie angenommen und eine Sammlung aufgebaut, die aus dem Geist des Gesamtkunstwerks geboren und selbst zum Gesamtkunstwerk geworden ist und die europaweit ihresgleichen sucht“, lobt der Kustos das hohe Niveau der Schenkung Neess. Forster dankte der Familie Neess, insbesondere auch Direktor Alexander Klar, der ihn habe „machen lassen“, seinem engagierten Mitarbeiterteam.

Filmaufnahmen der Tänzerin Loïe Fuller (1862-1928) mit Nutzung von Lichteffekten im Foyer-Bereich. © Foto: Diether v. Goddenthow
Filmaufnahmen der Tänzerin Loïe Fuller (1862-1928) mit Nutzung von Lichteffekten im Foyer-Bereich. © Foto: Diether v. Goddenthow

Der Rundgang beginnt mit historischen Filmaufnahmen der Tänzerin Loïe Fuller (1862-1928), einer Amerikanerin, die sich das kurz zuvor erfundene elektrische Licht auf der Bühne zu eigen machte, und mit ihrem Tanz auf der Pariser Weltausstellung 1900 die Kunstwelt inspirierte. Parallel dazu wird eine bedeutende Quelle für den biomorphen Formenschatz des Jugendstils im Vorraum des Saales der Formenvielfalt mit lithografischen Bildtafeln aus Ernst Haeckels (1834-1919) Kunstformen der Natur vorgestellt, zumal die Natur von Beginn an das Wörterbuch der Jugendstilkünstler bildete. Der folgende Ausstellungsraum beschäftigt sich mit der Idee des „Gesamtkunstwerks“. Eine besondere Rolle spielte dabei auch hier der Einsatz von elektrischem Licht. Die Jugendstilkünstler schufen mit ihrem Fantasie¬ und Formenreichtum eine künstlich beleuchtete Welt aus Blumenblättern und Früchten auf transparentem Glas.

Wohnen im individuellen Gesamtkunstwerk - Ausstellungs-Raum D. © Foto: Diether v. Goddenthow
Wohnen im individuellen Gesamtkunstwerk – Ausstellungs-Raum D. © Foto: Diether v. Goddenthow

Die Kunst sollte insgesamt den privaten Lebensraum vollständig durchdringen, Alltagsgegenstände wurden künstlerisch überformt und das Ideal ging dabei über das bloße Wohnen inmitten der Kunst weit hinaus; erfüllte sich erst in einer existenziellen Verschränkung von Leben und Kunst. Der zweite Raum konzentriert sich auf Art Nouveau in Frankreich. In Form einer begehbaren Skulptur mit Hauscharakter vereint er die wesentlichen Strömungen der floral¬ symbolistischen Variante des Jugendstils. Wichtige Positionen sind Hector Guimard und Vertreter der École de Nancy, des Zentrums des Art Nouveau, mit ihren Hauptprotagonisten Émile Gallé und Louis Majorelle. Frauenbilder und Geschlechterrollen um 1900 sind Schwerpunkt zahlreicher Gemälde und Objekte. Ein weiterer Raum ist der Weltausstellung 1900 in Paris gewidmet. Zahlreiche Objekte aus der Sammlung befanden sich in der Kunstausstellung und werden atmosphärisch von originalen Film¬ und Bildaufnahmen umfangen. Ferner stellt ein Ausstellungsraum die Wiener Werkstätte und die sogenannte Wiener Secession vor. Der Rundgang endet mit der deutschen Ausprägung des Jugendstils und präsentiert Künstlerpositionen zwischen München und Worpswede.

Zahlreiche der gezeigten Exponate  wurden auf der Pariser Weltausstellung ausgestellt. © Foto: Diether v. Goddenthow
Zahlreiche der gezeigten Exponate wurden auf der Pariser Weltausstellung ausgestellt. © Foto: Diether v. Goddenthow

Die Eröffnung der Jugendstilschenkung wird im Rahmen des eigens aus diesem Anlass ins Leben gerufene „Jugendstiljahr Wiesbaden 2019/2020“ über die Dauer eines Jahres würdig gefeiert. Rund um die morgige Eröffnung im Museum Wiesbaden warten übers Jahr verteilt, zahlreiche Wiesbadener Institutionen mit einem vielfältigen und abwechslungsreichen Programm auf. Mehr Informationen unter www.jugendstiljahr.de

Ort:
museum-wsbMuseum Wiesbaden
Friedrich-Ebert-Allee 2,
65185 Wiesbaden

Weitere Informationen Jugendstilausstellung!

Jugendstil HOMMAGE ab 15. Juni 2019 in der BBK SCHAUstelle in Wiesbaden

Einladungskarte-JugendstilWie über 24 weitere teilnehmende Institutionen beteiligt sich der Verband Bildende Künstler mit seiner Ausstellung Jugendstil HOMMAGE in der BBK SCHAUstelle ab 15.Juni 2019 am Jugendstiljahr Wiesbaden 2019 / 2020. In dieser Ausstellungen antworten die Künstler/innen Doris Bardong, Julia Belot, Peter Bernhard, Ingrid Heuser, Tine Kaiser, Horst Reichard, Renate Reifert, Renate Schwarz Kraft, Christiane Steitz und Claudia Stöber auf die zeitgeschichtlichen, gesellschaftlichen und ästhetischen Aspekte dieser bedeutenden Bewegung.

Die einzelnen Positionen der Künstler!

Vernissage: Freitag, 14.Juni 2019 um 18 Uhr
Dauer der Ausstellung 15. Juni – 7. Juli 2019
samstags und sonntags 14 – 18 Uhr
Künstlergespräch am 5. Juli 2019 um 18 Uhr
BBK SCHAUstelle Nerostraße 32, 65183 Wiesbaden

Aus Jugendstilperspektive: Spontane Malerei online inkl. täglicher Austausch im Blog + Ausstellungsbeteiligung

jugendhilfe-logoJeden Tag Bearbeitung eines künstlerischen Themas von zu Hause aus – Betreutes Fernstudium + intensive gemeinsame Diskussion und Präsentation im Blog.

Anlässlich des Jugendstiljahrs 2019/20 offerieren wir den Teilnehmern dieses Seminar-Formates die unterschiedlichsten künstlerischen Herausforderungen um das Thema Jugendstil. Innerhalb zweier Wochen erarbeiten sie täglich ein Bild – zu verstehen als Ergebnis einer individuellen künstlerischen Umkreisung. Zugleich werden besondere Techniken der Malerei, universelle Aspekte der Komposition und Farbe vermittelt und handwerklich umgesetzt. Zudem erfolgt ein täglicher kollegialer Austausch im Blog. Die Ergebnisse werden im Rahmen der beiden Jahresausstellungen präsentiert.

Teilnehmergebühr: 190,- Euro

Erarbeiten Sie von zu Hause aus ca. 2 Wochen lang täglich ein Bild innerhalb maximal zweier Stunden und vergleichen und diskutieren Sie im Anschluss Ihre Ergebnisse mit allen anderen Teilnehmern. Dieses Projekt spricht künstlerisch interessierte Menschen landesweit (bzw. deutschsprachiger Raum) an. Pro Person entstehen mindestens 13 Werke.

Alla-prima-Malerei bedeutet ein tägliches spontanes Arbeiten auf Zeit. Ein unglaubliches geistiges Training wartet auf Sie! Im Anschluss ist eine genauere Ausarbeitung möglich und sinnvoll. Sie erhalten täglich eine neue, herausforderungsvolle Aufgabenstellung, die Sie innerhalb des einen Tages tatsächlich auch abschließen sollen (2 Stunden sind nur ein Richtwert). Die Anzahl der Werke und erweiterten Ausarbeitungen ist nicht vorgegeben. Mindestens entsteht aber täglich ein Werk.

Ziel sind nicht perfekte Bilder, sondern zahlreiche Erfahrungen kompositorischer, farbinteraktorischer und malerisch-technischer Art, die wir im Rahmen des gemeinsamen Arbeitens zusammentragen und diskutieren wollen.

Der Vergleich ist der beste Lehrer! Neben der intensiven täglichen Online-Betreuung (die täglichen Ausarbeitungen werden per E-Mail zugeschickt und von unserer Seite intensiv kommentiert) offenbart die Präsentation und Diskussion im Blog der wfk die Vielfalt der individuellen Herangehensweisen. Sie erleben, dass alle im gleichen Boot sitzen, wenn es darum geht, eingespielte Gewohnheitsstrukturen radikal aufzubrechen und eigenständige bildnerische Lösungswege zu finden.

Um jeweils 10 Uhr Vormittags wird die jeweilige tägliche Aufgabenstellung per Email verkündet bzw. im Blog hinterlegt, erläutert und ggf. bestimmte gestalt- und farbtheoretische Aspekte illustriert, ganztägige Betreuung per Mail und Kommentierung im Blog.

Materialien (Pinsel, Malgründe, Acryl- u. Ölfarben) müssen selbst besorgt werden.

Über Ihre Anmeldung (bitte vorab per Mail) würden wir uns sehr freuen!
Teilnehmergebühren: 190,- Euro

Termine
17.06. – 29.06.2019 (am 29.06. eröffnet das Landesmuseum Wiesbaden seine Jugendstilsammlung)
16.09. – 28.09.2019
03.02. – 15.02.2020
04.05. – 16.05.2020

wfk
wiesbadener freie kunstschule
friedrichstr. 7
65185 wiesbaden
www.w-f-k.de

Wiesbaden wird wichtiges Zentrum des Jugendstils – Vorschau auf das Jugendstil-Jahr 2019 /2020

Jugendstil - Muschelsaal im Kurhaus Wiesbaden. © Foto: Diether v. Goddenthow
Pressekonferenz im Jugendstil – Muschelsaal, Kurhaus Wiesbaden. © Foto: Diether v. Goddenthow

Umgeben vom Jugendstil-Flair des Muschelsaals im Wiesbadener Kurhaus gaben heute Axel Imholz, Kulturdezernent der Landeshauptstadt Wiesbaden, Dr. Peter Forster, Leiter des Jugendstil-Projektes und Kustos im Museum Wiesbaden,
Jörg-Uwe Funk, neuer Kulturamtsleiter der Landeshauptstadt Wiesbaden und Dr. Helmut Müller, Geschäftsführer des Kulturfonds Frankfurt RheinMain,  eine Vorschau auf das Wiesbadener Jugendstiljahr 2019 /2020.

Mit der über 700 Exponate umfassenden Jugendstilschenkung der Kunsthändlerfamilie Neess im April 2017, der größten Schenkung die das Museum Wiesbaden jemals erhielt, steigt Wiesbaden neben Darmstadt und Bad Nauheim zu einem wichtigen internationalen Zentrum des Jugendstils auf. Mit dem Jugendstil-Jahr 2019 /2020 möchte die Hessische Landeshauptstadt dieses Ereignis feiern und  sich als neue Metropole des Jugendstils präsentieren. Zahlreiche Wiesbadener Kulturinstitutionen werden das Jugendstiljahr Wiesbaden 2019 /2020 mit einem Veranstaltungsprogramm spartenübergreifend   ausrichten.

Bekanntermaßen formte sich der Jugendstil als ein internationales Phänomen des ausgehenden 19. Jahrhunderts als Antwort auf die Industrialisierung und den Historismus in Europa, wobei noch strittig ist, ob, wie der 2011 verstorbene Hessische Landeskonservator Gottfried Kiesow vertrat, der Jugendstil  aus dem Historismus heraus entstanden sei, oder, ob er sich als dessen Gegenbewegung verstand.

Angefangen mit der britischen ‚Arts and Crafts‘-Bewegung suchten Künstlerinnen und Künstler in ganz Europa und
darüber hinaus nach einem Stil der eigenen Zeit mit eigenem Charakter und definierten Gegenstände des Alltags neu. Viele von ihnen, darunter Émile Gallé oder Alphonse Mucha, fanden Inspiration in der Natur und verbanden ihre Kunst mit geschwungenen Linien oder floralen Ornamenten. Aber auch düstere, symbolistische Motive nahmen Einfluss auf die Kunst und Kultur des Fin de Siécle.

Bildausschnitt aus: „Der Reigen“ von Franz von Stuck, der Sammlung Neess, ab 29. Juni 2019 in der neuen Jugendstil-Dauerausstellung im Wiesbadener Museum zu sehen.
Bildausschnitt aus: „Der Reigen“ von Franz von Stuck, der Sammlung Neess, ab 29. Juni 2019 in der neuen Jugendstil-Dauerausstellung im Wiesbadener Museum zu sehen.

Dr. Peter Forster, der mit seinem Museumsteam seit zwei Jahren aus der Sammlung Neess die große Jugendstil-Dauerausstellung entwickelt hat, schwärmt, dass nun das Museum Wiesbaden mit dieser Bandbreite an Exponaten nicht nur die bisherige Lücke im Bestand zur klassischen Moderne schließen, sondern Jugendstil auch als ein Gesamtkunstwerk zeigen könne.  Hierzu zählten nicht nur wertvolle Bilder, allein 10 Werke von Franz von Stuck und Heinrich Vogler, wodurch zudem die ganze Lebensreformbewegung thematisiert werden könne. Auch Möbel, Geschirr und Gegenstände des Alltags würden gezeigt werden, bis hin zu Besichtigungen von Jugendstil-Architektur, die sich entsprechend prägend im Stadtbild niedergeschlagen habe. Ein bauliches Beispiel sei das „Weiße Haus“ der Familie Neess, ein 1901 erbautes Jugendstiljuwel des Architekten Josef Beitscher in der Binger Strasse, welches quasi wie eine Schatulle oder ein Gesamtkunstwerk bislang die Jugendstilsammlung beherbergt habe.

Das internationale Flair, welches Wiesbaden einst auch als künstlerisch blühende Kurstadt des Art Nouveaus und des Jugendstils mit neuen und verspielten Formen, Motiven und Klängen bis hin zu Aufbruch symbolisierenden Tänzen ausgezeichnet hatte, würde nun wieder zurückgeholt. Hierzu greifen über 20 am Wiesbadener Jugendstiljahr gestaltend beteiligte Kultur-Institutionen (siehe unten) zur Feier der Eröffnung der Jugendstilsammlung Ferdinand Wolfgang Neess im Hessischen Landesmuseum für Kunst und Natur die Idee dieser fast zwei Jahrzehnte anhaltenden internationalen Strömung auf. Theateraufführungen, Konzerte, Opern, eine Filmreihe, Ausstellungen, Seminare und Workshops, Stadtführungen, Vorträge und Lesungen bieten von Mai 2019 bis Juli 2020 Einblicke in diese vom Aufbruch geprägte Zeit.

Das Hessische Landesmuseum für Kunst und Natur Wiesbaden zeigt ab dem 29. Juni 2019 die Sammlung von Ferdinand Wolfgang Neess als dauerhafte Präsentation in seinem Südflügel. Ferdinand Wolfgang Neess hat seit über 40 Jahren Kunst und Leben, ganz im Geiste der Stilrichtung, miteinander verbunden. Im März 2017 erfolgte die Schenkung seiner Sammlung an das Wiesbaden. Die über 700 Objekte umfassende Sammlung bildet einen Querschnitt durch alle Gattungen des Jugendstils und zählte bislang zu den bedeutendsten Privatsammlungen des Jugendstils und des Symbolismus in Europa und wird mit dem Einzug ins Hessische Landesmuseum erstmals einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dieses Geschenk an Wiesbaden feiert das Kooperationsprojekt Jugendstiljahr Wiesbaden 2019/2020 über die Dauer eines Jahres.

Auftaktkonzert am 26.  und Ausstellungs-Eröffnung am 29. Juni 

Der Auftakt des Jugendstiljahrs findet am Hessischen Staatstheater Wiesbaden am 26. Juni 2019 mit einem Eröffnungskonzert des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden WIR 8 statt. Rund um die Eröffnung der Jugendstilschenkung F.W. Neess im Museum Wiesbaden am 29. Juni 2019 warten zahlreiche Wiesbadener Institutionen mit einem vielfältigen und abwechslungsreichen Programm auf.

Hans Christiansen- Ausstellung ab 26. Mai
hans-christiansen169Noch vor der Eröffnung der großen Jugendstil-Ausstellung im Museum Wiesbaden, wird am Sonntag 26. Mai 2019, 11.30 Uhr die Ausstellung „Hans Christiansen, Gesamtkunstwerker des Jugendstils“ in der Kunstarche, Im Rad 42, als Beitrag zum Jugendstiljahr Wiesbaden 2019/ 2020 eröffnet werden. Die Realisierung war nur mit den Leihgaben der Mannheimer Sammlung Kirsch und anderen Leihgebern möglich.

Weitere Informationen unter: www.jugendstiljahr.de

Das Jugendstiljahr Wiesbaden 2019/2020 wird gefördert durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain.

Teilnehmende Institutionen Jugendstiljahr Wiesbaden 2019 / 2020

ATELIER Römerberg e. V.
Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler Wiesbaden e.V.
Brentanos Erben
Caligari FilmBühne
Freies Theater Wiesbaden
Henkell Freixenet
Hessisches Staatstheater Wiesbaden
Hinterhof Palazzo – Werkstatt für Gesang, Spiel und Sprache
Kammerspiele Wiesbaden
Katholische Erwachsenenbildung Wiesbaden
Kulturamt Wiesbaden
Kunstarche Wiesbaden e. V.
Literaturhaus Villa Clementine
Lutherkirche Wiesbaden
Murnau-Filmtheater
Museum Wiesbaden
Nassauer Kunstverein Wiesbaden
PANAKUSTIKA – Konzerte für Querhörer
sam – Stadtmuseum am Markt
Stadtarchiv Wiesbaden
Volksbildungswerk Klarenthal e.V.
Wiesbaden Marketing / Tourist Information
Wiesbadener Freie Kunstschule
Wiesbadener Musikakademie

Das Gesamtprogramm der folgend aufgeführten Institutionen

Dringend gesucht: Werke und Werksnachweise des Universal- und Jugendstilkünstlers Hans Christiansen

hans-christiansen169Zur Vorbereitung der Ausstellung „Hans Christiansen-Gesamtkunstwerker des Jugendstils“ vom 26.Mai -2.August 2019 in der Wiesbadener Kunstarche /Stadtarchiv und zur Ergänzung des Werkverzeichnisses von Margret Zimmermann-Degen (erschienen 1985) sucht die 1. Vorsitzende der Kunstarche Wiesbaden e.V., Felicitas Reusch, noch Nachweise und Quellen weiterer Werke des Universalkünstlers Hans Christiansen (*geb. Flensburg 1866, gest. Wiesbaden 1945).

Eigentümer und Besitzer von Werken oder von Kenntnissen über das Vorhandensein von Arbeiten und Aktivitäten des außergewöhnlichen Jugendstilkünstlers möchten sich bitte wenden an:

Felicitas Reusch
Kunstarche Wiesbaden e.V.
Im Rad 42
65197 Wiesbaden
Telefon: 0611.23838690 oder 525391
Email: Kontakt@Kunstarche-Wiesbaden.org
http://www.kunstarche-wiesbaden.org