Kategorie-Archiv: Baukultur – Ausstellungen

Wettbewerbsarbeiten im Gutenberg-Museum Mainz noch bis zum 29. Mai 2016 zu sehen

Siegerentwurf DFZ Architekten GmbH, Hamburg
Siegerentwurf DFZ Architekten GmbH, Hamburg

(rap) Weitere Führungen informieren über Zukunft des Weltmuseums der Druckkunst

Ausstellung „Museum der Zukunft“ wegen anhaltend starker Nachfrage bis 29. Mai 2016 zu sehen

Die Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten zum Gutenberg-Museum ist weiterhin stark besucht – viele Bürgerinnen und Bürger informieren sich weiterhin vor Ort über die verschiedenen Entwürfe.
„Wir freuen uns außerordentlich über das große Interesse an der Ausstellung und den Ergebnissen des Wettbewerbs. Ich möchte weiterhin alle Interessierten dazu ermuntern und einladen, die Ausstellung zu besuchen und das Angebot der öffentlich Führungen mit den Fachpreisrichtern aus der Jury des Wettbewerbsverfahrens zu nutzen“, so Bau- und Kulturdezernentin Marianne Grosse. „Wegen des großen Interesses hatten wir uns entschieden, die Ausstellung bis Ende April zu verlängern und auch weitere Termine für öffentliche Führungen anzubieten.“

Die nächsten öffentlichen Führungen finden statt am:
Dienstag, 26. April 2016, 17.00 Uhr mit Jürgen Hill, Architekt aus Mainz (Mitglied des Preisgerichts),
Donnerstag, 28. April 2016, 18.15 Uhr mit Jürgen Hill, Architekt aus Mainz (Mitglied des Preisgerichts),
Dienstag, 10. Mai 2016, 17.00 Uhr mit Prof. Wolfgang Lorch, Vorsitzender des Preisgerichts sowie am
Dienstag, 24. Mai 2016, 17.00 Uhr mit Prof. Wolfgang Lorch, Vorsitzender des Preisgerichts.

Ausstellung „Baukultur in Deutschland“ der Wüstenrot Stiftung in der IHK Wiesbaden eröffnet

Foto © massow-picture
Foto © massow-picture

Zu den hervorstechendsten Merkmalen Wiesbadens zählen die vielen Villen und Prachtbauten, die imposanten Gründerzeithäuser und die wunderbar angelegten Parks. Doch es sind nicht nur die historischen Baudenkmäler, die einen Standort formen – auch in der Gegenwart gibt es Ikonen der Baukunst. Prämierte Beispiele präsentiert die Ausstellung „Baukultur in Deutschland“, die am Donnerstag, 11. Februar, im 200 Jahre alten Erbprinzenpalais der IHK Wiesbaden eröffnet wurde. Die Wanderausstellung zeigt 14 ausgezeichnete Projekte und weitere bemerkenswerte Einsendungen des Gestaltungspreises „Baukultur in Deutschland“ der Wüstenrot Stiftung.

(vl.) Dr. Christian Gastl, Präsident der IHK Wiesbaden; Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung; Barbara Ettinger-Brinckmann, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer; Joachim E. Schielke, Vorsitzender des Vorstands der Wüstenrot-Stiftung; Prof. Dipl.-Ing. Michael Schumacher. Foto © massow-picture
(vl.) Dr. Christian Gastl, Präsident der IHK Wiesbaden; Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung; Barbara Ettinger-Brinckmann, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer; Joachim E. Schielke, Vorsitzender des Vorstands der Wüstenrot-Stiftung; Prof. Dipl.-Ing. Michael Schumacher. Foto © massow-picture

„Unser Anspruch als IHK mit eigener 150-jähriger Geschichte ist es, Tradition und Moderne zu verbinden. Wir wollen das Alte nicht konservieren, sondern wir wollen in Gedenken unserer Wurzeln Raum für Neues geben“, begrüßte IHK-Präsident Dr. Christian Gastl die gut 100 Gäste. „Wenn Sie die eindrucksvollen Projekte studieren, werden Sie erkennen, dass es nicht nur die historischen Baudenkmäler sind, die einen Standort formen – auch in der Gegenwart gibt es neue Ikonen der Baukunst“. In seiner Rede zur Ausstellungseröffnung ging der Hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir auf die gute Entwicklung des Architekturmarkts in Hessen ein: „Die Architektur-Branche ist Teil der Kultur- und Kreativwirtschaft. Ihr Anteil am Gesamtumsatz dieses Wirtschaftszweiges liegt in Hessen bei etwa 8 Prozent – im Bundesdurchschnitt sind es nur 6,3 Prozent.“ Die Branche erwirtschafte jährlich einen Umsatz in Höhe von gut einer Milliarde Euro. In Hessen sitzen rund 3.500 Architekturbüros, darunter auch zahlreiche von internationaler Bekanntheit. Al-Wazir betonte, dass Baukultur ein Element von Lebensqualität sei: „Wir wollen deswegen einen dauerhaften Dialog zwischen Fachleuten, Bauherren und Bürgern über Funktionalität und Schönheit, kulturelles Erbe und moderne Gestaltung, Kosten und Nachhaltig fördern, etwa mit der Landesinitiative ‚Baukultur in Hessen‘ oder dem Tag der Architektur.“

Der alle zwei Jahre bundesweit ausgeschriebene Gestaltungspreis „Baukultur in Deutschland“ der gemeinnützig tätigen Wüstenrot Stiftung versucht, anhand besonders gelungener Beispiele einen Beitrag zur Klärung der wichtigsten Kriterien und Merkmale von Baukultur zu leisten. Stiftungsvorsitzender Joachim E. Schielke erklärt: „Die Bedeutung von Baukultur wird leider oft unterschätzt. In einer globalen Welt ist Baukultur eine Visitenkarte für Städte und Unternehmen und schafft Identität und Lebensqualität. Der Gestaltungspreis verdeutlicht, dass Baukultur aus vielen unterschiedlichen, privaten, gewerblichen und öffentlichen Bauaufgaben entsteht.“

Für den aktuellen Wettbewerb gab es 615 Einsendungen aus dem gesamten Bundesgebiet. Die 14 Projekte wurden von einer hochkarätig besetzten Jury ausgezeichnet. Der mit 15.000 Euro dotierte Gestaltungspreis ging an die Architekten Lederer Ragnarsdóttir Oei (Stuttgart) für den Neubau des Hospitalhofes in Stuttgart. Damit würdigt die Jury ein vorbildhaftes Bauen im städtebaulichen Bestand sowie einen gelungenen Beitrag zur Stadtreparatur. Eine mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung erhielt die Schneider + Schumacher Planungsgesellschaft mbH aus Frankfurt am Main in Kooperation mit SPI Schüßler Plan Ingenieurgesellschaft mbH für den Neubau der Ölhafenbrücke in Raunheim. Ausgezeichnet wurde auch eine Arbeit des Wiesbadener Architekturbüros Kissler + Effgen für die Umgestaltung des Innenraums der Sankt Bartholomäus Kirche in Köln.

Weitere Informationen zu den Projekten finden sich unter: http://www.wuestenrot-stiftung.de/

Die Ausstellung im Foyer der IHK Wiesbaden, Wilhelmstraße 24-26, kann vom 12. Februar bis 10. März montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 16 Uhr besichtigt werden.

 

 

Fotoausstellung im ZBK Mainz – Brückenturm: „Ganz rein! Jüdische Ritualbäder“

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Jüdische Ritualbäder © Peter Seidel

(des) – Oberbürgermeister Michael Ebling und der Präsident der Architektenkammer Rheinland-Pfalz, Gerold Reker, eröffneten gestern gemeinsam die Ausstellung „Ganz rein! Jüdische Ritualbäder“.

Die Ausstellung zeigt Fotografien von Peter Seidel und ist bis Anfang November im Zentrum Baukultur Rheinland-Pfalz zu sehen.

Die Mikwe, wörtlich „Wassersammlung“, ist ein jüdisches Tauchbad, das der rituellen Reinigung von Körper und Geist dient. Für die jüdische Religion haben die Bäder die gleiche Bedeutung wie Synagogen. Grundwasser ist der Ursprung dieser intimen Orte, daher sind sie eher im Verborgenen zu finden. Der Frankfurter Fotograf Peter Seidel hat diese Räume unterhalb der Alltagsoberfläche erforscht und ins Fotografische übersetzt. Von 1990 bis 2011 fotografierte er Mikwen in Frankreich, Italien, Spanien, Österreich und Deutschland. Seidels Fotografien sind dokumentarisch-konzeptionell und versuchen, die „Heiligkeit“ dieser Orte zu respektieren, deren kontemplative Ruhe zu vermitteln und zu dokumentieren.

© Peter Seidel
© Peter Seidel

„Die Mikwen-Ausstellung ist der erste Beitrag zur Auseinandersetzung mit dem großen Thema ‚SchUM‘ seit der Gründung des neuen SchUM-Vereins im vergangenen Jahr. Dass ‚Ganz rein‘ nacheinander in allen drei SchUM-Städten zu sehen ist, zeigt, dass Speyer, Worms und Mainz bei ihrer Bewerbung um den UNESCO-Welterbe-Titel weiterhin kraftvoll an einem Strang ziehen“, so Oberbürgermeister Michael Ebling.

Das Zentrum Baukultur Rheinland-Pfalz, Rheinstraße 55, 55116 Mainz, zeigt die Ausstellung im Brückenturm Mainz vom 15. Oktober bis zum 6. November 2015. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag von 14 bis 18 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung.

© Peter Seidel
© Peter Seidel

„Ganz rein! Jüdische Ritualbäder“ ist eine Ausstellung der Jüdischen Museen Hohenems, Frankfurt am Main, Wien und Franken, ergänzt durch Informationen der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz zu den Mikwen in den SchUM-Städten. Die Fotoausstellung wird in den SchUM-Städten Speyer, Worms und Mainz als gemeinsame Initiative gezeigt.

Begleitprogramm
Aharon Ran Vernikovsky, Gemeinderabbiner der Jüdischen Gemeinde Mainz hält am Donnerstag, 22. Oktober 2015, um 19 Uhr, in der Synagoge Mainz einen Vortrag zum Thema „Bedeutung und Vorschriften einer Mikwe“.

Der Förderverein Synagoge Mainz-Weisenau e.V. bietet Führungen durch die Weisenauer Synagoge an. Dabei können beide Mikwen besichtigt werden, die vor kurzem entdeckt und öffentlich zugänglich gemacht wurden. Die Führungen (Anmeldung: anke.sprenger@yahoo.it, Telefon 06131 50 19 324) finden zu folgenden Terminen jeweils um 15.30 Uhr statt:

Samstag, 17. Oktober 2015
Sonntag, 18. Oktober 2015
Samstag, 24. Oktober 2015
Sonntag, 25. Oktober 2015
Samstag, 31. Oktober 2015
Sonntag, 01. November 2015
Samstag, 07. November 2015

Am Mittwoch, 4. November 2015, findet um 17 Uhr eine Führung durch die Ausstellung „Ganz rein! Jüdische Ritualbäder“ mit Dr. Joachim Glatz, Landeskonservator a.D., statt. Im Anschluss hält Prof. Dr. Andreas Lehnardt vom Lehrstuhl für Judaistik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz um 18 Uhr im Rathaus (Haifa-Zimmer) einen Vortrag zum Thema „Mikwen und die Rolle jüdischer Frauen innerhalb der Gemeinden“.

Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos.