Kategorie-Archiv: Boersenverein d. deutschen Buchhandels

Deutscher Buchpreis 2017: Jury nominiert 20 Romane für die Longlist

Die Jury des Deutschen Buchpreis 2017 V.l.n.r.: Tobias Lehmkuhl, Maria Gazzetti, Katja Gasser, Lothar Schröder, Silke Behl, Mara Delius, Christian Dunker Copyright: Christina Weiß
Die Jury des Deutschen Buchpreis 2017
V.l.n.r.: Tobias Lehmkuhl, Maria Gazzetti, Katja Gasser, Lothar Schröder, Silke Behl, Mara Delius, Christian Dunker Copyright: Christina Weiß

200 Titel waren in der Auswahl / Shortlist wird am 12. September veröffentlicht / „Buchpreisblogger“ stellen Titel auf www.deutscher-buchpreis-blog.de vor

Die nominierten Titel für den Deutschen Buchpreis 2017 stehen fest: Die Jury hat 20 Romane für die Longlist ausgewählt. Die sieben Jurymitglieder haben seit Ausschreibungsbeginn 200 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2016 und dem 12. September 2017 (Bekanntgabe der Shortlist) erschienen sind oder noch erscheinen.

Jurysprecherin Katja Gasser (Österreichischer Rundfunk): „Eine der wichtigsten Fähigkeiten von Literatur ist das Weiten unserer Welt. Das ist in Zeiten, in denen sich die Blickwinkel mehr und mehr zu verengen scheinen, besonders wichtig. Die Longlist 2017 ist Ausdruck des Versuchs, die Vielfalt der aktuellen deutschsprachigen Literaturlandschaft zu spiegeln. Auf ihr finden sich mit den Büchern unterschiedliche literarische Antworten auf das Leben, den Zustand der Welt, der Menschen: Politisches wie explizit Unpolitisches, traditionell Erzähltes wie Sprachzentriertes und Risikofreudiges, lyrisch Gewobenes wie realistisch Gestricktes. Allen Büchern gemeinsam ist, dass sie die Jury auf die eine oder andere Art gestochen und gebissen haben – angerührt im besten Wortsinne. Vielleicht wird der Blick auf die Welt mit den Büchern der Longlist 2017 wieder etwas größer, weiter.“

Die nominierten Romane (in alphabetischer Reihenfolge):

• Mirko Bonné: Lichter als der Tag (Schöffling & Co, Juli 2017)

• Gerhard Falkner: Romeo oder Julia (Berlin Verlag, September 2017)

• Franzobel: Das Floß der Medusa (Paul Zsolnay, Januar 2017)

• Monika Helfer: Schau mich an, wenn ich mit dir rede! (Jung und Jung, März 2017)

• Christoph Höhtker: Das Jahr der Frauen (Weissbooks, August 2017)

• Thomas Lehr: Schlafende Sonne (Carl Hanser, August 2017)

• Jonas Lüscher: Kraft (C.H. Beck, März 2017)

• Robert Menasse: Die Hauptstadt (Suhrkamp, September 2017)

• Birgit Müller-Wieland: Flugschnee (Otto Müller, Februar 2017)

• Jakob Nolte: Schreckliche Gewalten (Matthes & Seitz Berlin, März 2017)

• Marion Poschmann: Die Kieferninseln (Suhrkamp, September 2017)

• Kerstin Preiwuß: Nach Onkalo (Berlin Verlag, März 2017)

• Robert Prosser: Phantome (Ullstein fünf, September 2017)

• Sven Regener: Wiener Straße (Galiani Berlin, September 2017)

• Sasha Marianna Salzmann: Außer sich (Suhrkamp, September 2017)

• Ingo Schulze: Peter Holtz (S. Fischer, September 2017)

• Michael Wildenhain: Das Singen der Sirenen (Klett-Cotta, September 2017)

• Julia Wolf: Walter Nowak bleibt liegen (Frankfurter Verlagsanstalt, März 2017)

• Christine Wunnicke: Katie (Berenberg, März 2017)

• Feridun Zaimoglu: Evangelio (Kiepenheuer & Witsch, März 2017)

Im nächsten Schritt wählen die Juroren aus den Titeln der Longlist sechs Romane für die Shortlist aus, die am 12. September 2017 veröffentlicht wird. Erst am Abend der Preisverleihung erfahren die sechs Autorinnen und Autoren, an wen von ihnen der Deutsche Buchpreis geht. Der Preisträger oder die Preisträgerin erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro.

Der Deutsche Buchpreis wird von der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung vergeben. Förderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.

Die Preisverleihung findet am 9. Oktober 2017 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt.

Die Longlist kennenlernen: Leseproben, Hörproben, Bloggerrezensionen

Anlässlich der Nominierung der Longlist-Titel erscheint das Buch „Die Longlist 2017 – Leseproben“. Es wird herausgegeben vom Fachmagazin Börsenblatt im Verlag der MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH, einer Wirtschaftstochter des Börsenvereins. Darin werden Leseproben und Hintergrundinformationen zu den nominierten Romanen veröffentlicht. Es ist ab kommender Woche im Buchhandel erhältlich. In welchen Buchhandlungen das Buch mit den Leseproben verfügbar ist, zeigt eine interaktive Karte auf der Website www.jetzteinbuch.de.

Das deutschlandweite Onlineradio detektor.fm hat die Leseproben vertont. Ab heute sind Hörproben der 20 Longlist-Titel unter https://detektor.fm/deutscher-buchpreis abrufbar. Sie sind zudem über die detektor.fm-App, die Smart-TV-App und über das Soundcloud-Profil von detektor.fm verfügbar. Ab dem 15. August präsentiert der Radiosender täglich von Montag bis Freitag jeweils einen Longlist-Titel um 10.15 Uhr in der Sendung „detektor.fm – am Vormittag“ und um 17.40 Uhr in der Sendung „detektor.fm – der Tag“. Die Hörproben zum Deutschen Buchpreis gibt es auch als Podcast. Auf den Plattformen Apple Podcast, Spotify und Deezer sind alle Inhalte direkt zu hören.

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2017: Eva Menasse hält Laudatio auf Margaret Atwood

© juergen-bauer.com
© juergen-bauer.com

Die österreichische Schriftstellerin Eva Menasse hält die Laudatio auf Margaret Atwood, die in diesem Jahr mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geehrt wird. Die Verleihung findet während der Frankfurter Buchmesse am Sonntag, 15. Oktober 2017, um 11 Uhr in der Frankfurter Paulskirche statt und wird live im ZDF übertragen.

Eva Menasse, geboren 1970 in Wien, lebt als freie Schriftstellerin in Berlin. Mit ihren Romanen, Erzählbänden und Essays sowie als Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland steht sie für eine politisch und gesellschaftlich engagierte Autorenschaft ein.

Nach ihrem Germanistik- und Geschichte-Studium war Eva Menasse als Redakteurin tätig, unter anderem für das Feuilleton der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Aus ihrer Berichterstattung über den Londoner Prozess gegen den Holocaustleugner David Irving im Jahr 2000 ist das Buch „Der Holocaust vor Gericht. Der Prozess um David Irving“ (Siedler Verlag) hervorgegangen.

In ihrem Debütroman „Vienna“ (Kiepenheuer & Witsch, 2005), für den sie den Rolf-Heyne-Debütpreis erhalten hat, entwirft sie mit den Geschichten einer Wiener Familie mit jüdischen Wurzeln den Bilderreigen einer ganzen Epoche. Ihr Roman „Quasikristalle“ (Kiepenheuer & Witsch, 2013) zeichnet die Biographie einer Frau aus unterschiedlichen Perspektiven nach. Er wurde unter anderem mit dem Heinrich-Böll-Preis ausgezeichnet.

2015 wurde Eva Menasse für ihr bisheriges Werk mit dem Jonathan-Swift-Preis und 2017 mit dem Friedrich-Hölderlin-Preis geehrt. Ebenfalls 2017 ist ihr Erzählband „Tiere für Fortgeschrittene“ (Kiepenheuer & Witsch) erschienen – eine Sammlung kurioser Tiermeldungen, mit denen sie menschliche Abgründe entlarvt.

Buchblog-Award: Börsenverein und NetGalley suchen den besten Buchblog #bubla17

Einreichungen bis 30. August 2017 / Sonderpreis für Videoblogs, Instagram-Accounts und Podcasts / Preisverleihung auf der Frankfurter Buchmesse am 13. Oktober

NetGalley Deutschland und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels suchen den besten deutschsprachigen Buchblog. Mit dem Buchblog-Award, der ersten genreübergreifenden Auszeichnung für Buchblogs im deutschsprachigen Raum, starten sie einen Wettbewerb für Blogs, die aktiven Einfluss auf das öffentliche Gespräch über Bücher nehmen und ihre Zielgruppen charakteristisch ansprechen. Instagram-Accounts, Videoblogs und Podcasts können einen Sonderpreis gewinnen. Die Preisverleihung findet auf der Frankfurter Buchmesse 2017 statt. Bis zum 30. August kann jeder unter www.buchblog-award.de seinen eigenen Blog für die Longlist vorschlagen.

„Seit fast 10 Jahren unterstützt NetGalley weltweit BloggerInnen in ihrer Zusammenarbeit mit den Verlagen. Unseren Wunsch, das herausragende Engagement der deutschsprachigen BuchbloggerInnen aktiv und öffentlich zu honorieren, setzen wir mit dem Buchblog-Award in die Tat um“, sagt die Projektmanagerin des Buchblog-Awards, Karina Elm von NetGalley Deutschland.

„Die Vielfalt und Lebendigkeit des deutschen Buchmarkts wird im Internet besonders sichtbar: Hunderte Buchblogs allein in Deutschland besprechen Bücher von Bestsellern über Indie-Titel bis hin zu Klassikern. Das zeigt die feste Verankerung des Buches in unserer Gesellschaft. Blogs übernehmen dabei eine wichtige Funktion im Literaturbetrieb: Gespräche über Literatur und ihre Inhalte zu befördern. Mit dem Buchblog-Award wollen wir auf das breite Spektrum der Literaturblog-Landschaft aufmerksam machen“, sagt Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins.

Zwischen dem 1. und 11. September können alle Interessierten öffentlich über ihre Favoriten abstimmen. Aus den jeweils sieben Shortlist-Kandidaten wählt eine Jury den besten Buchblog sowie den Gewinner des Sonderpreises. Ausgezeichnet werden ausschließlich deutschsprachige Blogs und Accounts, die sich hauptsächlich mit Literatur befassen und mindestens 15 Beiträge zwischen Januar und Juli 2017 veröffentlicht haben. Der letzte Beitrag darf zur Zeit des Einreichungsstarts nicht älter als ein Monat sein. Das Mindestalter zur Teilnahme beträgt 16 Jahre.

Die unabhängige Jury setzt sich zusammen aus Felicitas von Lovenberg (Verlegerin, Piper Verlag), Sarah Reul (Buchhändlerin und Bloggerin, Buchladen am Freiheitsplatz, Hanau / pinkfisch.net), Dirk von Gehlen (Leiter Social Media / Innovation, Süddeutsche Zeitung), Elisabeth Rank (Redakteurin und Autorin) und Frank Krings (PR-Manager, Frankfurter Buchmesse).

Den Siegerinnen und Siegern winkt je eine Übernachtung im Literaturhotel Wedina in Hamburg inkl. Fahrtkosten und jeweils ein Bücherscheck über 100 Euro. Außerdem können sie bei den Buchpreisbloggern zum Deutschen Buchpreis 2018 teilnehmen.

Der Preis für den besten deutschsprachigen Buchblog und den besten Podcast, Videoblog oder Instagram-Account zum Thema Bücher wird während der Frankfurter Buchmesse am 13. Oktober 2017, 12 Uhr im Forum Börsenverein, Halle 3.1 H65, verliehen.

Hashtag zum Award: #bubla17
Website: www.buchblog-award.de
Facebook: www.facebook.com/BuchblogAward
Twitter: @BuchblogAward

Begleitprogramm August 2017: „Francfort en français / Frankfurt auf Französisch – Frankreich, Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2017“

logo-Francfort-en-français2Der Ehrengastauftritt Frankreichs auf der Frankfurter Buchmesse bildet den Höhepunkt eines französischen Kulturjahrs in ganz Deutschland mit einem vielfältigen und spartenübergreifenden Programm, das gemeinsam mit dem Institut français Deutschland umgesetzt wird. Mehr als 350 Veranstaltungen finden 2017 unter dem Label „Francfort en français / Frankfurt auf Französisch“ bundesweit statt: Theater, aktuelle Musik, Bildende Kunst, Kino, Literaturbegegnungen und vieles mehr mit 250 beteiligten Künstlern und französischsprachigen Autoren.

Begleitprogramm August 2017: „Francfort en français / Frankfurt auf Französisch“

Vortrag & Verkostung: Emmanuel Cosnard – Sur la route du champagne
Wann : 4. August 2017, 19:30 Uhr
Wo : DFKI Aachen
Der Weingutbesitzer Emmanuel Cosnard aus Béru bei Reims widmet sich in seinem Vortrag dem Weinanbaugebiet Champagne.
https://aachen.institutfrancais.de/kalender/veranstaltung/2017-08-04t173000-vortrag-verkostung-emmanuel-cosnard-sur-la-route-du-champagne

Schleswig-Holstein Musik Festival 2017 Hommage à Maurice Ravel
Jeden Tag ein Konzert von verschiedenen Ensemble in Andenken an Maurice Ravel.
https://kiel.institutfrancais.de/kalender/veranstaltung/2017-07-01t180000-bis-2017-08-27t180000-schleswig-holstein-musik-festival-2017-hommage-a-maurice-ravel

Ausstellung: „Titos Bunker“
Wann: bis zum 06. August 2017
Wo: Württembergischer Kunstverein Stuttgart
Ausgangspunkt dieser Ausstellung ist ein besonderer Ort: Titos Bunker in Konjic (BosnienHerzegowina), der gleichermaßen als konkreter Ort und offene Metapher verhandelt wird. Die Ausstellung befragt Fiktionen der Kontrolle, Errettung und des Entkommens. Es geht um die „Stunde null“ als post-katastrophische Projektionsfläche, um Strukturen der Selektion – die dem Bunker wie dem Museum zu Eigen sind –, um Motive der Tarnung und Verdrängung, um dystopische aber auch utopische Räume. Die eingeladenen KünstlerInnen greifen diese und weitere Aspekte sowohl direkt als auch indirekt auf.
http://www.wkv-stuttgart.de/programm/2017/ausstellungen/titos-bunker/

Ausstellung: „Meisterwerke der französischen Kunst aus dem Puschkin-Museum Moskau“
Wann: bis zum 13. August 2017
Wo: Herzogliches Museum Gotha
Im berühmten Moskauer Museum für Bildende Künste A. S. Puschkin bildet die französische Kunst einen bedeutenden Schwerpunkt. Hauptwerke etwa von Claude Lorrain, Nicolas Poussin, François Boucher und Jacques-Louis David zeigen einen repräsentativen Überblick der Malerei Frankreichs vom frühen 17. bis in das späte 18. Jahrhundert. Die Gothaer Ausstellung präsentiert nun eine bedeutende Auswahl dieser Meisterwerke, die zum großen Teil noch nie in Deutschland zu sehen waren. Die Werke bieten dem Besucher die einmalige Gelegenheit, ein Herzstück der prachtvollen Kollektion des Puschkin-Museums zu besichtigen.
http://www.stiftungfriedenstein.de/puschkin-museum-zu-gast-2017

Ausstellung : „This is my body, This is my software“
Wann : bis 16. August 2017
Wo : La Plaque tournante, Berlin
Die französische Künstlerin Orlan wird diesen Sommer im multimedialen, multidisziplinären Projektraum La Plaque Tournante erstmals in einer Einzelausstellung in Berlin gezeigt. Die Ausstellung wird unter anderem Arbeiten aus den Serien „Self-Hybridisation“ (ab 1998) und „Exogene“ (1997) enthalten wie auch das originale „Birth of War“ (1989).
http://www.laplaquetournante.org/03-11.html

Ausstellung: „Eclats DDRDA Splitter“ – Verlängerung
Wann: bis zum 31. August 2017
Wo: Galerie des Institut français Berlin
Das Ende der DDR kam ebenso plötzlich wie unumkehrbar. Dieser Staat hatte alles geplant, mit Ausnahme seines Zusammenbruchs. Mit dem politischen System zerfielen auch, bedingt durch verschiedene Prozesse und mehr oder weniger schnell, die Dinge des Alltags und die Orte, die damit verknüpft waren. Pierre-Jérôme Adjedj bringt durch seine Fotografien in unvergleichlicher Weise diese unbedeutend erscheinenden Orte zum Sprechen.
https://berlin.institutfrancais.de/kalender/veranstaltung/2017-05-09t120000-bis-2017-08-31t160000-
ausstellung-eclats-ddrda-splitter-verlaengerung

Ausstellung: „Tête-à-tête – Kopf an Kopf“
Wann: Juli (bis zum 2. September 2017)
Wo: Institut français Hamburg
Im tête-à-tête zeigt die Ausstellung fünfzig spielerische bis gesellschaftskritische Zeichnungen deutscher und französischer Politiker und Literaten. Portraitiert werden die deutsch französischen Liaisonen von renommierten deutschen (Rainer Ehrt, Walter Hanel, Frank Hoppmann) und französischen (Daniel Maja, Pancho, Honoré, Nicolas Vial) Karikaturisten und Pressezeichnern.
Kurator: Walther Fekl.
https://hamburg.institutfrancais.de/kalender/veranstaltung/2017-06-29t170000-bis-2017-09-02t170000-tete-a-tete-kopf-an-kopf

Ausstellung: „Paris sera toujours Paris“
Wann: August (bis zum 7. September 2017)
Wo: Institut français Bonn
Der Bonner Fotograph Jörg Balthasar ist der Promenade Plantée in Paris gefolgt, einem gut 4 Kilometer langen Eisennbahndamm mit Viadukten, dekorativen Rosenbögen, plätscherndem Wasser und Skulpturen. Der wohl schmalste und längste Park der Welt nimmt nahe der Place de la Bastille seinen Anfang und bietet besondere Ausblicke auch auf die Dächer und Häuserfassaden der Stadt.
https://bonn.institutfrancais.de/kalender/veranstaltung/2017-05-19t120000-bis-2017-09-07t150000-ausstellung-paris-sera-toujours-paris

Ausstellung: Capucine Vandebrouck: „Fata Morgana“
Wann: August (bis zum 10. September 2017)
Wo: Galerie Stadt Sindelfingen
Die französische Bildhauerin Capucine Vandebrouck enthüllt in ihrem Werk die Geheimnisse der Materie und die unsichtbare Aura der Objekte. Mit Hilfe von Installationen macht sie Verborgenes sichtbar und zeigt die pure Realität, indem sie spiegelt, reflektiert und beleuchtet. Sie erzeugt eine Spannung zwischen der Macht der Imagination, die ihre Arbeiten hervorrufen und dem Realen, das durch das reine Sehen wahrgenommen wird.
http://www.galerie-sindelfingen.de/

Ausstellung: Clément Cogitore „The resonant interval“
Wann: bis zum 15. September 2017
Wo: Galerie Reinhard Hauff, Stuttgart
Einzelausstellung des in Paris lebenden Künstlers Clément Cogitore in der Galerie Hauff.
https://stuttgart.institutfrancais.de/kalender/veranstaltung/2017-07-21t170000-bis-2017-09-15t130000- ausstellung-clement-cogitore-the-resonant-interval

Ausstellung: „Charles Perrault und die Brüder Grimm“
Wann: August (bis zum 28. Januar 2018)
Wo: Historisches Museum Hanau
Hanau ist die Geburtsstadt der Brüder Grimm und widmet ihnen und deren weltberühmten Märchen eine Ausstellung. Zur Vermittlung französisch-deutscher Kulturtradition präsentiert das Historische Museum Hanau Schloss Philippsruhe in einer Kabinettausstellung, wie Hugenotten aus Südfrankreich die Märchen von Charles Perrault (1628–1703) nach Hanau brachten. Perrault stand als Jurist und Autor in den Diensten von König Ludwig XIV. 1697 veröffentlichte er seine Contes de Fées, die das Märchengenre – mit moralisierender Betrachtung am Ende – in den französischen Salons äußerst populär werden ließ.
http://www.philippsruhe.hanau.de/mam/cms01/kultur/museen/hanau/va/flyer_cp.pdf

Lesung: „Romane in der Rotunde“ – Fiston Mwanza Mujila, Tram 83
Wann: 17. August 2017, 20:00 Uhr
Wo: Literarisches Colloquium Berlin
Eine kaputte, laute Großstadt in Afrika; der einzige Nachtclub vor Ort; die zwei ungleichen Freunde Lucien und Requiem; eine Sprache, deren Rhythmus vom Jazz eines John Coltrane getrieben ist – das sind die Zutaten für Fiston Mwanza Mujilas Roman Tram 83 (Zsolnay Verlag, aus dem Französischen von Katharina Meyer und Lena Müller). Die deutsche Fassung erhielt dieses Jahr den Internationalen Literaturpreis des Haus der Kulturen der Welt. Mujila, der seit 2009 in Graz lebt und dort an der Universität afrikanische Literatur lehrt, will in der Prosa nicht auf die Vorzüge der Poesie verzichten:
Seine Auftritte gleichen Performances, Mujila singt, manchmal schreit er seine Texte. Im Gespräch mit dem Berliner Romancier Thomas Lehr lässt uns der Autor seiner kunstvollen wie leidenschaftlichen Poetik näherkommen.
http://www.lcb.de/home/

France @Pop Kultur Festival 2017
Wann: vom 23. bis 25. August 2017
Wo: Kulturbrauerei Berlin
Für die 2017er Ausgabe des internationalen Festivals konnten auch zahlreiche Künstler „made in France“ gewonnen werden. Auf dem Line-Up stehen in diesem Jahr erneut französische Produktionen. Neu auf dem Line-Up sind Acid Arab, Michelle Blades und Rouge Gorge. Sie folgen auf die bereits bestätigten Acts Emel Mathlouthi, Fishbach, La Femme und Riff Cohen, unterstützt von bureauexport und Institut Français.
http://www.kulturbrauerei.de/veranstaltungen/

Workshops rund um den Prix des lycéens allemands
Wann: 23. August 2017
Wo: Frankfurt-Am-Main
LESartEN und die frankofone Bibliothek Au Plaisir De Lire organisieren drei Ateliers zum Prix des Lycéens allemands für Lehrerinnen und Lehrer: „Erste Schritte mit dem Prix des lycéens allemands“; „Wie kann ich mit der Auswahl des Prix des lycéens allemands arbeiten?“; „Wie bereite ich meine SchülerInnen mit dem Prix des lycéens allemands auf das Abitur vor?“.
https://mainz.institutfrancais.de/kalender/veranstaltung/2017-08-23t130000-bis-2017-08-23t150000-ateliers-autour-du-prix-des-lyceens-allemands

Sommerkonzert: Divertissement à la française
Wann: 23. August 2017
Wo : Weihergarten 5, Mainz, 19:00 Uhr
Das große Sommerkonzert des Institut français Mainz lockt in diesem Jahr mit klassischer Musik:
Mit: Renate Kehr (Querflöte) und Uwe Zeutzheim (Piano).
Mit Werken von Camille Saint-Saëns, Francis Poulenc, Gabriel Fauré oder auch Astor Piazolla.
https://mainz.institutfrancais.de/kalender/veranstaltung/2017-08-23t170000-sommerkonzertdivertissement-a-la-francaise

Malalai, die afghanische Jungfrau von Orléans Theateraufführung
Wo: Deutsches Nationaltheater Weimar
In Afghanistan erzählt man die Geschichte der Malalai von Maiwand, auch afghanische Jungfrau von Orléans genannt. Sie war eine Sanitäterin im Unabhängigkeitskrieg gegen die britische Kolonialmacht 1880. Als die Afghanen die letzte Hoffnung auf den Sieg verloren hatten und flohen, löste Malalai ihren Schleier, machte eine Flagge daraus und rannte auf den Feind zu. Die Soldaten kehrten um, folgten ihr und gewannen die Schlacht.
Malalai ist ein deutsch-französisch-afghanisches Projekt von Robert Schuster und Julie Paucker mit Texten von Schiller, Anouih, Brecht und Khattak.
Termine:
 25. und 27. August 2017, 20:00 Uhr
 03. September 2017, 18:00 Uhr
https://thueringen.institutfrancais.de/kalender/veranstaltung/2017-08-25t180000-malalai-dieafghanische-jungfrau-von-orleans?language=de

Meinungsfreiheit: Jugendliche aus Frankreich und Deutschland debattieren mit Tanja Kinkel und Hayko Bağdat

fuer-das-freie-wortDeutsch-französisches Jugendcamp zur Meinungsfreiheit vom 15. bis 22. Juli auf dem mediacampus frankfurt / Kamingespräch am 19. Juli um 19 Uhr / Akkreditierung unter presse@boev.de

Wie steht es um die Meinungsfreiheit in Europa? Was können Jugendliche und die gesamte Zivilgesellschaft tun, um freiheitliche Werte und Demokratie zu fördern? Diese Fragen diskutieren noch bis zum 22. Juli 2017 Mädchen und Jungen aus Frankreich und Deutschland beim Jugendcamp zur Meinungsfreiheit „Du hast das Wort – Tu as la parole“. In Workshops und Seminaren auf dem medicamapus frankfurt sowie bei Exkursionen nach Straßburg und Frankfurt am Main beschäftigen sich die 29 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit demokratischen Werten, Meinungsbildung und Meinungsvielfalt in Europa. Als Online- und Videoreporter setzen sie sich selbständig mit den Themen auseinander.

Beim Kamingespräch am 19. Juli debattieren die Jugendlichen mit Autorin und PEN-Präsidiumsmitglied Tanja Kinkel, dem armenisch-türkischen Exil-Journalisten Hayko Bağdat und Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Der Journalist Hayko Bağdat lebt in Deutschland im Exil. Er hat mit Can Dündar in Berlin das Onlineportal Özgürüz gegründet und ist Mitbegründer der Initiative „Friends of Hrant“, die sich für die Aufklärung des Mordes am armenisch-türkischen Journalisten Hrant Dink einsetzt. Die Autorin Tanja Kinkel ist Mitglied des Präsidiums des PEN-Zentrums Deutschland und hat das Hilfswerk „Brot und Bücher e.V.“ mitbegründet, welches sich für die Belange von Kindern in Afrika, Indien und Deutschland stark macht.

Die Veranstaltung ist nicht öffentlich. Pressevertreterinnen und -vertreter sind herzlich eingeladen, das Kamingespräch und Jugendcamp zu besuchen; Akkreditierung bitte per Mail an presse@boev.de.

Das Jugendcamp „Du hast das Wort – Tu as la parole“ findet im Rahmen von „Francfort en français – Frankfurt auf Französisch: Frankreich Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2017“ statt. Die Jugendlichen präsentieren ihre Medienprojekte auf der Buchmesse im Oktober 2017.

Das Camp ist ein Projekt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung in Kooperation mit dem mediacampus frankfurt. Förderer sind die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main und die Gemeinnützige Hertie-Stiftung. Das Jugendcamp wird unterstützt von der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.

Weitere Informationen zum Programm unter www.wort-und-freiheit.de/jugendcamp.

Du hast das Wort! – Deutsch-französisches Jugendcamp fördert Meinungsfreiheit und Demokratie über Grenzen hinweg

Header_DhdW_mit-Claim2Jugendcamp „Du hast das Wort! Tu as la parole!“ / 15. bis 22. Juli 2017 auf dem mediacampus frankfurt / Workshops, Exkursionen und Medienprojekte zu Meinungsbildung und -vielfalt / Kamingespräch mit Tanja Kinkel und Hayko Bazdat

15 Jugendliche aus Deutschland, 15 Jugendliche aus Frankreich, ein Thema: Meinungsfreiheit in Europa. Vom 15. bis 22. Juli 2017 findet auf dem medicacampus frankfurt das deutsch-französische Jugendcamp „Du hast das Wort! Tu as la parole!“ statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschäftigen sich anhand von Workshops, Seminaren und Exkursionen mit demokratischen Werten, Meinungsbildung und -vielfalt. In Online- und Videoprojekten setzen sie sich selbstständig mit den Themen auseinander. Zu Gast sind unter anderem die Autorin Tanja Kinkel und der türkische Journalist Hayko Bazdat.

„Das Jugendcamp führt Jugendliche aus zwei Ländern zusammen, die mehr als enge politische Beziehungen verbindet. Frankreich und Deutschland teilen freiheitliche und demokratische Werte. Beide Länder sehen sich aber auch gesellschaftlichen Entwicklungen gegenüber, die die Grundpfeiler von Demokratie und Freiheit verstärkt in Frage stellen. Im Jahr des Ehrengastauftritts Frankreichs auf der Frankfurter Buchmesse will das Camp die Auseinandersetzung mit demokratischen Werten wie Meinungsfreiheit über Grenzen hinweg fördern“, sagt Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins.

„Wir wollen jungen Menschen nicht allein fachliche Kompetenzen mitgeben, sondern ihnen auch vermitteln, dass sie selbst gesellschaftlichen und politischen Einfluss nehmen können und einen wichtigen Beitrag zum Gelingen einer demokratischen Gesellschaft leisten“, ergänzt Monika Kolb-Klausch, Geschäftsführerin des mediacampus frankfurt. „Junge Menschen haben eine besondere Verantwortung, die gemeinsamen Werte weiterzutragen. Sie gestalten den europäischen Diskurs der Zukunft.“

Das Jugendcamp findet im Rahmen von „Francfort en français – Frankfurt auf Französisch: Frankreich Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2017“ statt. Die Jugendlichen präsentieren ihre Medienprojekte auf der Buchmesse im Oktober 2017.

Das Camp ist ein Projekt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung in Kooperation mit dem mediacampus frankfurt. Förderer sind die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main und die Gemeinnützige Hertie-Stiftung. Das Jugendcamp wird unterstützt von der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.

Wort und Freiheit – Jugendcamp

Ehrengastauftritt Frankreich: „Öffnung hin zu einem Europa der Gastfreundschaft“

ehrengast-frankreich2Ehrengastpräsentation im Zeichen der Vielstimmigkeit / Wajdi Mouawad ist der literarische Eröffnungsredner / Kulturprogramm: 134 französischsprachige Autoren und Künstler reisen nach Frankfurt

logo-Francfort-en-français2Vergangene Woche wurden in Beisein der Französischen Ministerin für Kultur Fraçoise Nyssen während einer Pressekonferenz zum Ehrengastauftritt Frankreichs auf der Frankfurter Buchmesse (11.–15. Oktober 2017) Details zum literarischen Programm und zur Ehrengastpräsentation bekannt gegeben. 134 Autoren und Künstler aus Frankreich, der französischen Schweiz, Belgien, Luxemburg, Kanada sowie aus Afrika, Asien und dem Maghreb werden auf der Frankfurter Buchmesse vorstellen. Wajdi Mouawad wird als literarischer Redner zur Eröffnung der Buchmesse (Dienstag, 10. Oktober 2017) erwartet. Wajdi Mouawad ist Autor, Schauspieler und Dramaturg libanesischer Herkunft und aktuell Direktor des Théâtre national de la Colline in Paris. Er repräsentiert den Ehrengastauftritt in optimaler Weise durch seinen Werdegang und seine Art, mit Sprache in ihrer ganzen Vielfalt umzugehen. Der Ehrengastauftritt wird von einer beeindruckenden Anzahl von Übersetzungen begleitet: 130 deutschsprachige Verlage übertragen 473 Romane, Sachbücher, Kinder- und Jugendbücher und Graphic Novels ins Deutsche (Stand Juni 2017).

„Mit weit mehr als hundert französischsprachigen Autoren, die auf der Frankfurter Buchmesse anwesend sein werden, und hunderten Kulturveranstaltungen inner- und außerhalb der Buchmesse, steht „Francfort en français“ als Symbol eines neuen Aufschwungs zwischen Frankreich und Deutschland und vermittelt eine sehr starke Öffnung in Richtung eines Europas der Gastfreundschaft“, sagte Paul de Sinety, Vorsitzender des Ehrengastauftritts.

„In einer Zeit, in der Europa politisch zunehmend unter Druck gerät und in dessen Bevölkerung wir tiefe Risse beobachten, festigt der Auftritt Frankreichs auf der Frankfurter Buchmesse die engen Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich. Gleichzeitig entsteht hier ein lebendiger kultureller Raum, der weit über geographische Grenzen hinausweist. In wenigen Wochen werden wir in Frankfurt Autoren erleben, die sich mit ihrer (Wahl-)Heimat auseinandersetzen, das Bild Frankreichs in der Welt hinterfragen und neu erfinden, mit Vorurteilen und Klischees aufräumen. Und dies unabhängig davon, ob sie nun in Frankreich geboren sind oder aus beruflichen, politischen oder persönlichen Gründen das Französische als ‚langue de préférence‘ angenommen haben“, so Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse, auf der Pressekonferenz.

Ehrengastpräsentation: Experimentierraum der Vielstimmigkeit

Im Zentrum des Gastlandauftritts steht die Ehrengastpräsentation. Auf einer Fläche von 2.500 Quadratmetern entsteht im Forum, Ebene 1, ein dreidimensionales Gesamtkunstwerk, an dem die große Vielfalt der frankophonen Literatur erfahrbar wird. „Der Pavillon ist konzipiert als Raum für Ausstellungen, Diskussionsrunden und Begegnungen mit Autoren. Er ist eine Bibliothek, welche die Vielfalt der französischsprachigen Literatur beherbergt. Gleichzeitig verleiht ihm ein Tragwerk aus Holzleisten die Anmutung eines Baugerüsts, das den Prozess des Entstehens und des Werdens symbolisiert. Schließlich soll der Pavillon aber auch Orientierung bieten. Im Zeichen der Gastfreundschaft und des Austauschs wird die Ehrengastpräsentation der lebendigen und grenzenlosen französischsprachigen Literatur eine Bühne bereiten“, sagte Ruedi Baur, der Künstlerische Leiter des Ehrengastauftritts. Im Pavillon werden mehrere Ausstellungen präsentiert, darunter eine Auswahl belgisch-französischer Graphic Novels und eine Darstellung der über 200-jährigen französischen Verlagsgeschichte.

Im Pavillon lässt sich anhand einer Nachbildung der berühmten Gutenberg-Presse die Geschichte des Buchdrucks erforschen. Die Gestaltung der Ehrengastpräsentation entsteht nach einem Entwurf der Hochschuldozenten Denis Coueignoux und Éric Jourdan in Zusammenarbeit mit den Studierenden der Hochschule für Kunst und Design Saint-Etienne und mit Unterstützung der Stadt Saint-Etienne.

Ehrengastprogramm in Frankfurt

Kulturfreunde können im Oktober in der gesamten Stadt Frankfurt französischsprachige Autoren und Künstler entdecken. Am Sonntag, 8. Oktober 2017, finden sich Schriftsteller, Historiker und Philosophen zur Veranstaltung „Je vous écris d’Europe“ ein, bei der erörtert wird, was man über Europa schreibt, denkt, erinnert und vergisst. Im Schauspiel Frankfurt werden unter anderem Michel Houellebecq und Yasmina Reza auftreten. Weitere Lesungen und Diskussionen mit französischen Intellektuellen finden in der Romanfabrik, im Literaturhaus Frankfurt und in der Goethe-Universität statt.

Das Französische Kulturjahr
Der Ehrengastauftritt Frankreichs auf der Frankfurter Buchmesse (11.–15. Oktober 2017) bildet den Höhepunkt eines französischen Kulturjahrs in ganz Deutschland mit einem vielfältigen und spartenübergreifenden Programm, das gemeinsam mit dem Institut français Deutschland umgesetzt wird. Mehr als 300 Veranstaltungen finden 2017 unter dem Label „Frankfurt auf Französisch“ bundesweit statt: Theater, aktuelle Musik, Bildende Kunst, Kino, Literaturbegegnungen und vieles mehr mit 250 beteiligten KünstlerInnen und französischsprachigen AutorInnen.

Über die Frankfurter Buchmesse
Die Frankfurter Buchmesse ist mit über 7.150 Ausstellern aus 106 Ländern, rund 278.000 Besuchern, über 4.000 Veranstaltungen und rund 10.000 akkreditierten Journalisten, davon 2.400 Blogger, die größte Fachmesse für das internationale Publishing. Darüber hinaus ist sie ein branchenübergreifender Treffpunkt für Player aus der Filmwirtschaft und der Gamesbranche. Einen inhaltlichen Schwerpunkt bildet seit 1976 der jährlich wechselnde Ehrengast, der dem Messepublikum auf vielfältige Weise seinen Buchmarkt, seine Literatur und Kultur präsentiert. Die Frankfurter Buchmesse organisiert die Beteiligung deutscher Verlage an rund 20 internationalen Buchmessen und veranstaltet ganzjährig Fachveranstaltungen in den wichtigen internationalen Märkten. Mit der Gründung des Frankfurter Buchmesse Business Clubs bietet die Frankfurter Buchmesse Unternehmern, Verlegern, Gründern, Vordenkern, Experten und Visionären ideale Voraussetzungen für ihr Geschäft. Die Frankfurter Buchmesse ist ein Tochterunternehmen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. www.buchmesse.de

Detaillierte Informationen zum Ehrengastprogramm

Börsenverein des Deutschen Buchhandels warnt vor einer Abschaffung der Vergütung für digitale wissenschaftliche Werke und Lehrbücher

buchkultur-2Börsenverein: „Unsere Wissensgesellschaft braucht keine Lehrbücher zum Nulltarif, sondern einen freien Markt für hochwertige Medien“

Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz will Lizenzierung für digitale Nutzung von Lehrbüchern und anderen Werken in Forschung und Lehre abschaffen / Freier Markt wird damit außer Kraft gesetzt / Anhörung im Bundestag am 29. Mai

Das geplante Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz wird den freien Markt für Bildungs- und Wissenschaftsmedien außer Kraft setzen – die Folge wird ein drastischer Rückgang hochwertiger und vielfältiger Lehrmaterialien sein. Davor warnt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels im Vorfeld der öffentlichen Anhörung zum Gesetzentwurf vor dem Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz des Deutschen Bundestages am 29. Mai 2017.

„Wenn das Gesetz wie geplant verabschiedet wird, erhalten Verlage und Autoren keine nennenswerten Erlöse mehr für die Nutzung ihrer Werke in Forschung, Unterricht und Lehre. Das wäre ein kapitaler Fehler: Unsere Wissensgesellschaft braucht keine Lehrbücher zum Nulltarif, sondern einen freien Markt für hochwertige Medien. Nur Lizenzeinnahmen gewährleisten eine faire, angemessene Vergütung für Autoren und Verlage und damit private Investitionen in ein breitgefächertes und hochwertiges Angebot an wissenschaftlicher Literatur“, sagt Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins.

Durch das Gesetz werde die Qualität von Bildung und damit die Basis des Bildungs- und Wissenschaftsstandorts Deutschland Schaden nehmen, so Skipis: „Verlagen werden die Mittel fehlen, in neue Publikationen und attraktive Modelle für die Zugänglichmachung von Werken zu investieren. Autoren haben keinen Anreiz mehr, ihr Wissen für den Nachwuchs aufzubereiten und Lehrbücher zu verfassen. Gut funktionierende privatwirtschaftlich finanzierte Publikationsstrukturen werden zerstört, sodass am Ende der Staat die Veröffentlichung wissenschaftlicher Werke organisieren und mit Steuergeld bezahlen muss. Das kann niemand wollen.“

Lizenzmodelle werden in großen Teilen der Welt praktiziert

Der Wegfall der Lizenzierungsmöglichkeit ist das Kernproblem des Gesetzentwurfs aus Sicht der Verlage: Dafür, dass Schüler, Studierende, Lehrende und Forschende große Teile von Lehrbüchern oder ganze Zeitschriftenartikel kostenlos vervielfältigen, herunterladen und ausdrucken können, sollen Bibliotheken und Bildungseinrichtungen keine Lizenzverträge mehr mit Verlagen abschließen müssen. Stattdessen würden Verlage und Autoren nur noch eine minimale Pauschalvergütung erhalten.

Der Börsenverein plädiert für ein Verfahren, das heute bereits erfolgreich praktiziert wird – nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA, Australien oder Asien: Verlage unterbreiten Bibliotheken und Universitäten Lizenzangebote für die Nutzung ihrer Werke. Für einen bestimmten Preis pro Seite und Nutzer können Bildungseinrichtungen und Bibliotheken dann Auszüge aus Lehrbüchern, Zeitschriften und anderen Medien digital beziehen und Studierenden, Lehrenden und Forschenden zur Verfügung stellen. Dafür haben Verlage praktikable und gut funktionierende Lizenzierungsplattformen wie beispielsweise www.digitaler-semesterapparat.de entwickelt, die eine rechtssichere und optimale Werknutzung ermöglichen. Wenn kein angemessenes Lizenzangebot von Seiten des Verlages vorliegt, können Bibliotheken oder Universitäten Auszüge aus Werken auf Basis der gesetzlichen Schranken nutzen. Diese Nutzungen werden dann über die Verwertungsgesellschaften abgegolten.

Buchpreisträger Bodo Kirchhoff liest am 29. Mai 2017 in den Frankfurter Zwillingstürmen der Deutschen Bank

Bodo Kirchhoff bei der Buchpreisverleihung in der Frankfurter Paulskirche am 17. Oktober 2016. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Bodo Kirchhoff bei der Buchpreisverleihung in der Frankfurter Paulskirche am 17. Oktober 2016. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Buchpreisträger Bodo Kirchhoff liest aus seinem neuen Titel / Lesung am 29. Mai 2017 in den Frankfurter Zwillingstürmen der Deutschen Bank

Am 29. Mai 2017 stellt der aktuelle Träger des Deutschen Buchpreises, Bodo Kirchhoff, zum ersten Mal Auszüge aus seinem im Juli erscheinenden Werk „Betreff: Einladung zu einer Kreuzfahrt“ vor. Er trägt außerdem aus der Novelle „Widerfahrnis“ (Frankfurter Verlagsanstalt) vor, für die er 2016 den Deutschen Buchpreis erhielt. Der Frankfurter Schriftsteller liest auf Einladung der Deutsche Bank Stiftung, Hauptförderer des Deutschen Buchpreises, in der Zentrale der Deutschen Bank.

Dr. Torsten Casimir, Chefredakteur des Fachmagazins der Buchbranche „Börsenblatt“, moderiert die Veranstaltung. Der Eintritt ist kostenlos, um Anmeldung per E-Mail an die Deutsche Bank Stiftung (office.dbstiftung@db.com) bis 25. Mai 2017 wird gebeten. Aufgrund der begrenzten Kapazität werden die Plätze nach Eingang der Anmeldung vergeben.

Termin: 29. Mai 2017, 19 Uhr
Ort: Deutsche Bank, Forum 1, Taunusanlage 12, 60325 Frankfurt am Main
Anmeldung: Bis 25. Mai 2017 bitte per Mail an office.dbstiftung@db.com, Eintritt frei

UNESCO-Welttag des Buches und des Urheberrechts am 23. April 2017

welttag.d.buches17Am 23. April feiern Lesebegeisterte in über 100 Ländern den UNESCO-Welttags des Buches und des Urheberrechts. Deutschlandweit veranstalten Buchhandlungen, Verlage, Bibliotheken und Schulen zahlreiche Aktionen, darunter rund 100 Lesungen. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und die Stiftung Lesen koordinieren den Welttag in Deutschland. Informationen zu den Aktionen sind auf der Seite www.welttag-des-buches.de abrufbar.

„Bücher sind ein Tor zur Welt. Sie schlagen Brücken zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen unterschiedlichen Generationen und Kulturen. Mit dem Lesen oder Hören eines Buches trainieren wir unsere Fähigkeit, andere Menschen über kulturelle und geographische Grenzen hinweg zu verstehen. Diese Fähigkeit ist ein unschätzbares Gut für die persönliche und gesellschaftliche Entwicklung“, sagt Dr. Roland Bernecker, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission.

„Der Welttag des Buches macht seit über zwanzig Jahren auf die Bedeutung von Büchern und des Lesens für unsere Gesellschaft aufmerksam. Dies ist umso wichtiger in einer Zeit, in der das Urheberrecht vom Gesetzgeber immer weiter eingeschränkt werden soll. Damit Qualität und Vielfalt auf dem Buchmarkt erhalten bleiben, müssen Autoren und Verlage für ihre Leistung angemessen entlohnt werden. Nur so können sie Bücher und Ideen zu den Menschen bringen, Debatten anstoßen und zu einer vielfältigen und offenen Gesellschaft beitragen“, sagt Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

„Am Welttag des Buches feiern wir das Lesen und rufen ganz Deutschland dazu auf, Bücher und Geschichten zu verschenken. Machen Sie am 23. April besonders Kindern und Jugendlichen eine Freude. Denn jeder sechste Schüler hat Probleme beim Lesen und Schreiben. Gute Geschichten und gemeinsame Lektüre sind die beste Unterstützung, am Welttag des Buches und an jedem anderen Tag des Jahres“, so Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen.

Über eine Million Kinder bekommen zum Welttag den Abenteuerroman „Das geheimnisvolle Spukhaus“ von Henriette Wich mit Illustrationen von Timo Grubing geschenkt. Im Rahmen der Aktion „Ich schenk dir eine Geschichte“ können sich Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 4 und 5 sowie von Integrations-, Förder- und Willkommensklassen ihr persönliches Exemplar gegen Vorlage eines Gutscheins in einer der 3.500 teilnehmenden Buchhandlungen abholen. „Ich schenk dir eine Geschichte“ ist eine gemeinsame Aktion von Stiftung Lesen, Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Deutsche Post, cbj Verlag und ZDF und steht unter der Schirmherrschaft der Kultusminister der Länder.

Auch zahlreiche Zusteller der Deutschen Post überreichen Menschen in ganz Deutschland kostenlos Bücher. Mit dem Geschenk erhalten die Empfänger den Aufruf, sich ebenfalls am Welttag des Buches zu beteiligen.

Bundesweit laden rund 100 Verlage zu ihrer Aktion zum Welttag des Buches ein: Unter dem Motto #verlagebesuchen öffnen Verlage ihre Türen und bieten Lesungen, Werkstattgespräche oder Führungen an. Das Programm der Aktion, die von den Landesverbänden des Börsenvereins initiiert wurde, ist abrufbar unter www.verlagebesuchen.de.

In 100 Buchhandlungen lesen Kinder- und Jugendbuchautoren im Rahmen der Aktion „Lese-Reise“. Sie wird bereits zum zehnten Mal von der Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen e.V. (avj) und dem Sortimenter-Ausschuss im Börsenverein organisiert.

Die UNESCO-Generalkonferenz hat 1995 den 23. April zum „Welttag des Buches und des Urheberrechts“ ausgerufen. Das Datum geht auf eine Tradition in Katalonien zurück: Zum Namenstag des Schutzheiligen St. Georg werden dort Rosen und Bücher verschenkt. Der 23. April ist zugleich der Todestag von William Shakespeare und Miguel de Cervantes.

Weitere Informationen sind unter www.welttag-des-buches.de abrufbar.