Kategorie-Archiv: Wiesbadener Reit- und Fahr-Club WRFC

Premiere: Deutschlands U25-Springpokal in Wiesbaden

Abheben im Biebricher Schlosspark – ab 2017 auch für Deutschlands beste Spring-Youngster.  Foto: WRFC/Toffi
Abheben im Biebricher Schlosspark – ab 2017 auch für Deutschlands beste Spring-Youngster. Foto: WRFC/Toffi

Das Internationale Wiesbadener PfingstTurnier feiert 2017 eine weitere Premiere: Neben dem Louisdor-Preis für Deutschlands beste Grand Prix-Nachwuchspferde präsentieren sich bei der 81. Ausgabe des PfingstTurniers auch Deutschlands beste Nachwuchs-Springreiter. Deutschlands U25-Springpokal geht in seine vierte Saison und macht erstmals in Wiesbaden Station.

„Wir sind unheimlich froh, dass wir mit dieser Serie nach Wiesbaden kommen dürfen“, erklärt Bundestrainer Otto Becker. „Wiesbaden ist eins von den Top-Turnieren, die wir in Deutschland haben. Ich bin sicher, dass die jungen Leute da viel lernen können. Der große Platz mit den alten Bäumen ist speziell, in positivem Sinn speziell.“ Insgesamt sind es in diesem Jahr drei Springpokal-Stationen plus Finale, Wiesbaden ist Station Nummer zwei. Bei den anderen Stationen werden drei Prüfungen geritten, Wiesbaden hat eine Sonderregelung: In Wiesbaden werden nur zwei Prüfungen geritten, aber in beiden Prüfungen dürfen zwei Pferde geritten werden. Allerdings müssen die Reiter im Vorfeld benennen, welches Pferd für die Wertung des Springpokals zählen soll. „Ich freue mich sehr auf die Station Wiesbaden“, ergänzt Becker. „Für uns ist das eine super Station mit Blickrichtung zum Finale in Aachen.“

2014 wurde die Serie für die U25-Springreiter ins Leben gerufen. Denis Nielsen saß auf Cashmoaker als er beim Finale über die Ziellinie ritt und Deutschlands erster Springpokal-Sieger wurde. Ein Jahr später sicherte er sich den Titel: Deutscher Meister! 2015 flitzte Guido Klatte auf Coolio fast dreieinhalb Sekunden schneller durch das Springpokal-Finale als sein Verfolger und siegte souverän. Ein Jahr später wurde er Europameister der Jungen Reiter, 2017 hat er sich bereits mit sensationellen Runden einen Startplatz beim Weltcup-Finale in Omaha/USA gesichert. Im dritten Jahr feierte die erste junge Dame ihren Springpokal-Sieg: Kendra Claricia Brinkop trat im finalen Stechen gegen zwei weitere Damen an und siegte mit sieben Sekunden Vorsprung auf dem ehemaligen Bundeschampion A la Carte. Noch einer von den ganz erfolgreichen ‚jungen Wilden‘ ist Niklas Krieg. 2015 gewann er die U25-Springpokal-Etappe in Mannheim, ein halbes Jahr später verwies er die gesamte internationale Spitze beim Weltcup-Springen in Leipzig auf die Plätze und startete bis zum Finale in Göteborg durch.

Fraglos: Der U25-Springpokal ist die ‚Fundgrube‘ für die Championatsreiter von morgen. Das passt zu Wiesbaden. „Das PfingstTurnier ist seit vielen Jahren Station des U25-Förderpreises Vielseitigkeit und das mit großer Überzeugung und Begeisterung von unserer Seite“, betont Albert Schäfer vom Wiesbadener Reit- und Fahr-Club (WRFC). „Wir wissen, dass der Nachwuchs die Chance braucht, sich unter Topreitern und mit besten Bedingungen zu messen. Wir freuen uns sehr, dass wir jetzt auch die besten deutschen Nachwuchsreiter im Springsattel bei uns im Schlosspark zu Gast haben werden. Der U25-Springpokal passt wunderbar zu unserem Konzept.“

Das Internationale Wiesbadener PfingstTurnier wird nach Mannheim und vor Balve die zweite der drei U25-Springpokal-Stationen sein. Die Finalisten treffen sich, wie im vergangenen Jahr, im Rahmen des CHIO Aachen.

Highlight beim Internationalen Wiesbadener PfingstTurnier2017

Reiten vor PfingstTurnier-Kulisse – eine herrliche Herausforderung  Foto: WRFC/ Sportfotos-Lafrentz.de
Reiten vor PfingstTurnier-Kulisse – eine herrliche Herausforderung
Foto: WRFC/ Sportfotos-Lafrentz.de

Für Lina Born (Hofheim) und Frank Hofmann (Wiesbaden) steht ihr Highlight des Jahres 2017 schon fest: Der Start beim Internationalen Wiesbadener PfingstTurnier! Zwei regionale Springsportgrößen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, stellen sich der ‚kribbeligen Herausforderung‘ neben internationalen Stars der Szene an den Start zu gehen.

Es ist Tradition beim Internationalen Wiesbadener PfingstTurnier, dass zwei Startplätze an regionale Reiter vergeben werden. Normalerweise sind das die beiden Erfolgreichsten des Schlossparkturniers, also der sogenannten kleinen Schwester des PfingstTurniers. Das Schlossparkturnier findet immer drei Wochen nach dem Internationalen PfingstTurnier statt, 2016 machten die Wassermassen aber einen Strich durch die Planung der Organisatoren. Der Schlosspark war einfach zu nass, das Turnier musste im Sinne von Reitern, Pferden und des Parks abgesagt werden. „Wir wollten aber unbedingt an unserer Tradition festhalten, zwei regionalen Reitern beim PfingstTurnier einen Start zu ermöglichen“, erklärt Albert Schäfer, Vorstandsmitglied des Wiesbadener Reit- und Fahr-Clubs. „Also haben wir uns etwas anderes überlegt und den beiden erfolgreichsten Amateuren der Kreismeisterschaft die Plätze zugesprochen.“ Diese beiden Besten waren Lina Born, die sich den Kreismeistertitel der Leistungsklasse 3-Reiter sicherte, und Frank Hofmann, der Vize-Meister.

Lina Born und Frank Hofmann – Zwei, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Lina ist die jüngste Tochter der pferdebegeisterten Familie Born und geht noch bei den Junioren, also den U18-Reitern, an den Start. Ihr Vater Manfred ist ihr Trainer und leitet den familieneigenen Pferdebetrieb Rosshof in Hofheim. Den Meistertitel sicherte sich Lina – und das ist der i-Punkt ihres Erfolgs – auf der selbst gezogenen Stute California.

Ganz anders Frank Hofmann. Der 53-Jährige ist zwar von Kindesbeinen an den Pferden verbunden, hat aber jahrelang mit der Reiterei ausgesetzt, um seine Catering-Firma aufzubauen. Erst durch seine Tochter animiert stieg er wieder in den Sattel, speziell in den von Fridolyn. „Fridolyn haben wir vor fünf Jahren gekauft, eigentlich für meine Tochter, aber das funktionierte nicht und so kam ich ins Spiel“, lacht Hofmann. „Wir haben uns zusammen entwickelt und im vergangenen Jahr einige gute Runden gedreht.“ Als der Hobby-Springreiter erfuhr, dass er beim PfingstTurnier 2017 reiten darf, hat er erst einmal nachgedacht. „Ich kenne das PfingstTurnier sozusagen von der anderen Seite der Bande, ich habe dort einige Jahre Catering gemacht. Aber auf den traditionellen Springplatz selbst einzureiten – das ist schon etwas anderes“, gesteht er. „Aber ich bin jemand, der gerne einen Schritt weitergeht und die Chance kommt vielleicht nie wieder.“ Nach kurzer Pause hängt Hofmann noch schmunzelnd an: „Ich habe es auch gerne mal kribbelig.“

Eine „kribbelige Herausforderung“ wird das PfingstTurnier 2017 sicher für beide – spannende Momente, wenn man beim Abreiten Bügel an Bügel mit den internationalen Springsportstars unterwegs ist, inklusive.

KimKreling/ EquiWords

Der Wiesbadener Tipp:

Tickets für das Internationale Wiesbadener PfingstTurnier vom 2. bis 5. Juni 2017 gibt es unter www.ticketmaster.de oder unter der Telefonnummer: 01806-9990000.

Louisdor-Preis beim Wiesbadener PfingstTurnier Das Internationale Wiesbadener PfingstTurnier wird Station für Deutschlands beste Grand Prix-Nachwuchspferde.

Weihegold OLD – über den Louisdor-Preis zur Siegerin beim Wiesbadener PfingstTurnier  und zu olympischem Gold! Foto: Sportfotos-Lafrentz.de
Weihegold OLD – über den Louisdor-Preis zur Siegerin beim Wiesbadener PfingstTurnier
und zu olympischem Gold! Foto: Sportfotos-Lafrentz.de

„Im vergangenen Jahr haben wir pünktlich zum 80. Geburtstag des PfingstTurniers den fünften Stern in der Dressur bekommen. Wir haben uns als Euro-Sichtung für Deutschlands besten Dressur-Nachwuchs etabliert. Und jetzt runden wir unser Programm mit einer Station der wichtigsten Grand Prix-Nachwuchs-Serie Deutschlands ab – das ist einfach klasse!“, freut sich Isabelle Kettner vom Wiesbadener Reit- und Fahr-Club, die beim PfingstTurnier für den Bereich Dressursport verantwortlich ist.

Wiesbaden wird in der Saison 2017 die zweite von sechs Etappen des Louisdor-Preises sein, die jeweils ersten beiden Paare der Wertungsprüfung qualifizieren sich für das Finale in Frankfurt.
Gerade feierte die Serie für Deutschlands beste Grand Prix-Nachwuchspferde ihr zehntes Finale in der Frankfurter Festhalle. Ein Charmeur der Extraklasse, ein Tänzer mit Modeloptik sicherte sich den Sieg: Sammy Davis jr unter dem Sattel der Mannschafts-Olympiasiegerin Dorothee Schneider. Keine Frage: Der Louisdor-Preis ist zum exquisiten Pool gereift, aus dem Cheftrainerin Monica Theodorescu ihre Sieger von morgen schöpft.

Der Dressursport und das Internationale Wiesbadener PfingstTurnier haben eine lange und besondere Verbindung. Schon vor dem Zweiten Weltkrieg hatten die Dressurprüfungen ihren festen Platz im Wiesbadener Programm. 1985 wurde erstmals das internationale offizielle Dressurturnier CDIO in Wiesbaden ausgetragen. Seither stehen die Siegerlisten des Wiesbadener PfingstTurniers für wirklich große Dressursportnamen wie Dr. Reiner Klimke, Nicole Uphoff und Isabell Werth.
Werth ist Stammgast in Wiesbaden. Die erfolgreichste Dressurreiterin aller Zeiten schwärmt von Wiesbaden als „ganz sicher eins der schönsten Turniere überhaupt“, sie ist Rekordsiegerin des PfingstTurniers und sie ist ein olympisches Bindeglied zum Louisdor-Preis. Die schwarze Dressurperle Weihegold OLD wurde über den Sieg im Finale des Louisdor-Preises, unter dem Sattel von Beatrice Buchwald und unter dem Management und der Ausbildung von Isabell Werth, in den großen Grand Prix-Sport eingeführt. Bei den Olympischen Spielen in Rio brachte Werth ihre Perle nahe der Vollendung zum Strahlen. Der Louisdor-Preis im wahrsten Sinn als olympische Vorstufe. Mit Emilio gewann Werth das Louisdor-Preis-Finale 2015. Der Westfale stand auf der ‚Nachrücker-Liste‘ für Olympia und hat bereits zweimal den German Master gewonnen. Ein weiteres Zeichen für die Klasse dieser Ausnahmeserie.

„Ich freue mich, dass ein so traditionelles Turnier wie Wiesbaden nun eine Louisdor-Station bekommt“, betont die internationale Dressurrichterin Dr. Evi Eisenhardt, die zugleich Vorstandsmitglied der Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung ist. Der Stiftung, die die Serie seit 2012 unterstützt. „Ich bin sicher, dass wir in Wiesbaden – wie immer – auf beste Bedingungen und beste Atmosphäre treffen werden. Das passt genau zu dieser wertvollen Serie.“
KimKreling/ EquiWords

Pferde, Kutschen, Hunde beim Sternritt mit Pferdesegnung auf Jagdschloss Platte des WRFC

Buntes Treiben beim WRFC-Sternritt – hier treffen sich Pferdefans und -sportler aller Couleur.  Foto: Elke Weisheit
Buntes Treiben beim WRFC-Sternritt – hier treffen sich Pferdefans und -sportler aller Couleur.
Foto: Elke Weisheit

Pferde, Kutschen, Hunde, das Jagdschloss Platte, der Klang der Jagdhornbläser, das fröhliche Gemurmel der Pferdeliebhaber. Kinderlachen, das goldschimmernde Herbstlaub, der Duft von Kartoffelsuppe – eine einmalige und typische Szene für Wiesbaden. Jedes Jahr, wenn der Sternritt des Wiesbadener Reit- und Fahr-Clubs (WRFC) im Kalender steht.

Am kommenden Sonntag, 09. Oktober, ist es wieder so weit: Der WRFC lädt zu seinem neunten Sternritt mit ökumenischer Andacht und Pferdesegnung. Treffpunkt ist – wie immer – das Jagdschloss Platte.

Gegen 12.00 Uhr treffen Kutschen und Reiter vor dem Jagdschloss ein. Im vergangenen Jahr haben sich 150 Pferde vor der historischen Kulisse versammelt – so viele wie noch nie, einige von ‚nebenan’, andere waren mehrere Stunden unterwegs. Der WRFC-Sternritt verbindet Reiter und Fahrer rund um Wiesbaden. Alle sind gerne dabei, denn alle haben eines gemeinsam: die Passion für ihren Partner, das Pferd. Wie wunderbar dieses Erlebnis für echte Pferdeliebhaber ist, haben im vergangenen Jahr vier junge Damen aus Medenbach gezeigt: Alle Vier teilen sich im Alltag, die Pflege für ein Pony. Da sie nicht zu viert auf jenem Pony reiten konnten, aber unbedingt alle beim Sternritt dabei sein wollten, wurde kurzerhand gelaufen und das Pony geführt. Dreieinhalb Stunden eine Strecke! Am Ende des Sternritt-Tages waren alle Beteiligten etwas müde, aber um ein wunderbares Erlebnis reicher.

Wie im vergangenen Jahr wird auch 2016 wieder Kaplan Simon Schade die Andacht halten und danach Pferde, Reiter und Fahrer segnen. Die Jagdhornbläser vom Kreisjägerverein Groß Gerau sind auch schon traditionelle Gäste beim WRFC-Sternritt. Sie begrüßen die Angereisten bei ihrer Ankunft und geben nach der Segnung ein Konzert im Jagdschloss. Für alle Herbsthungrigen bieten die fleißigen Helfer des WRFC eine leckere dicke Suppe mit Würstchen an.

Etwa um 13.30 Uhr brechen Reiter und Fahrer wieder gen Heimat auf und jeder Teilnehmer bekommt als Erinnerung eine WRFC-Sternritt-Jahresnadel.

„Das war ein Tag wie ein Traum!“, freute sich der Vizepräsident des WRFC, Dr. Hanns-Dietrich Rahn, im vergangenen Jahr. Und hat für den 9. Oktober 2016 schon wieder jede Menge Sternritt-Nadeln, Kartoffelsuppe und Sonne bestellt.

Ort:
Jagdschloss Platte
An der B417,
65195 Wiesbaden
Telefon: 0611 1729291
http://www.gasthof-jagdschlossplatte.de/speisen-getraenke/speisekarte

Klimke zieht mit Jung durch Sieg in der Vielseitigkeitsprüfung gleich

Viermal hat der Olympiasieger und Grand Slam-Gewinner Michael Jung die Vielseitigkeit im Biebricher Schlosspark dominiert, in diesem Jahr zieht die zweifache Mannschafts-Olympiasiegerin Ingrid Klimke mit ihm gleich. Sie siegte in der Vielseitigkeitsprüfung des 80. Internationalen Wiesbadener Pfingstturniers im Sattel von Horseware Hale Bob. Ihr Endergebnis: 32,50 Minuspunkte. Platz zwei ging an die Wiesbadener Vorjahressiegerin Julia Krajewski mit Chipmunk FRH (37,60 MP), Dritter wurde Andreas Ostholt mit Pennsylvania (42,10 MP).

„Das war die beste Dressur, die Bobby je gegangen ist“, schwärmte Klimke nach der ersten Teildisziplin. „Im Springen war er motiviert und kernig und heute im Gelände spritzig und rittig. Es hat riesigen Spaß gemacht.“ Der zwölfjährige Helikon xx-Sohn ist Klimkes große Hoffnung für die Olympischen Spiele in Rio im kommenden August. Schon 1999 hat Klimke ihren ersten Sieg in Wiesbaden gefeiert, damals noch im Sattel von Windfall. Es folgten goldene Schleifen mit Tabasco im Jahr 2012 und mit Escada ein Jahr darauf.

Krajewski war mit ihrem Siegpferd aus dem vergangenen Jahr in die Landeshauptstadt gereist. Platz vier gab es für Samourai du Thot, sein jüngerer achtjähriger Stallnachbar Chipmunk aber lief dem ‚großen Nachbarn’ den Rang ab und wurde Zweiter. „Ich war total baff wie Chipmunk das gemacht hat“, erklärte Krajewski. „Chipmunk ist praktisch mein Baby, obwohl er sehr groß und sensibel ist. Ich war im Ziel wirklich gerührt.“

Andreas Ostholt hatte nach eigenen Angaben mit Pennsylvania, genannt Penny, schon vor zwei Wochen in Münster das ‚schnelle Reiten’ geübt und war auch der Schnellste im Schlosspark. Mit sechs Minuten und vier Sekunden hat er nur knapp die erlaubte Zeit überschritten. „Mein Pferd ist nicht so schnell, aber die Sprünge kamen positiv auf mich zu.“

Keinem Reiter gelang es in diesem Jahr, innerhalb der erlaubten Zeit zu bleiben. „Rüdiger Schwarz hatte den Kurs technisch noch anspruchsvoller als in den vergangenen Jahren gebaut, da musste man das Tempo stellenweise rausnehmen“, erklärte Bundestrainer Hans Melzer. „Er hat im Grunde die bekannten Linien genutzt, aber mit neuen Aufgaben gefüllt. Es war wieder ein klasse Kurs.“

Nach dem großen Regen am Nachmittag zuvor war die Aufregung zunächst groß – spätestens als zwei Tonnen schwere Holzhindernisse einfach weggeschwommen sind. „Der Regen hat den Boden passend gewässert und der Sprung ist rechtzeitig wieder zurückgeschwommen“, fasste Klimke treffend und lachend zusammen. Tatsächlich war der Boden nach dem Regenguss am Tag zuvor optimal. „Ich habe vor einigen Tagen noch eine Textnachricht bekommen, dass wir unbedingt Wasser fahren müssen“, schmunzelte Albert Schäfer, der Verantwortliche für die Wiesbadener Vielseitigkeit. „Nächstes Jahr kann das Wasser dann gerne aus dem Wassertank kommen und nicht von oben.“

Er strahlte besonders an diesem Wiesbadener Vielseitigkeitstag: Prof. Bernd Heicke. „Die Vielseitigkeit ist der schönste Sport und ich habe mir besonders die nachhaltige Nachwuchsförderung zur Aufgabe gemacht“, erklärt Heicke. „Der beste Beweis, dass das Konzept stimmt, sitzt hier auf dem Podium mit Julia.“ Julia Krajewski ist über den U25-Förderpreis in dem Sport groß geworden und mischt jetzt selbst bei den ‚Großen’ mit. Die diesjährige beste U25-Reiterin war Stephanie Böhe auf Haytom mit Platz sechs. Wiesbaden war die vierte der acht Stationen vom U25-Förderpreis Vielseitigkeit. Mit Nachdruck erklärte Heicke: „Wir werden auch im nächsten Jahr auf jeden Fall weiter die Vielseitigkeit in Wiesbaden unterstützen.“

Das PfingstTurnier im Fernsehen
Das HR-Fernsehen wird wieder live aus dem Schlosspark berichten, wenn es um die Entscheidung im Großen Preis von Wiesbaden, dem Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden und der Qatar Equestrian Federation, geht.
Das PfingstTurnier im HR-Fernsehen live: Pfingstmontag von 17.00 bis 18.00 Uhr.

Außerdem werden alle Prüfungen von dem Internet-Fernsehsender ClipMyHorse live übertragen: www.clipmyhorse.tv

15 000 begeisterte Zuschauer bei der Pferdenacht 2016 – Wettergott war wohl gesonnen

© massow-picture
© massow-picture

Ganz Wiesbaden hat am Nachmittag den Atem angehalten: Wird die Wiesbadener Pferdenacht stattfinden oder nicht? Hagel hatte die Rasenflächen in der Innenstadt in weiße Felder verwandelt, Keller wurden ausgepumpt, die Feuerwehr war im Großeinsatz. Aber auch der Wettergott scheint ein Fan der Pferdenacht zu sein. Rechtzeitig hatte er sich ausgetobt und die Pferdenacht präsentiert von der Spielbank Wiesbaden verzauberte – wie geplant – ihre Zuschauer. Ausgebucht – und alle sind trotz der Wetterkapriolen am Nachmittag  angereist, 15.000 an der Zahl. Pferdenacht-Fans sind wahre Fans.

© massow-picture
Gespann des tschechischen Nationalgestüts Kladruby nad Labem© massow-picture

Ein 80. Geburtstag – wie der des Internationalen Wiesbadener Pfingstturniers – muss auch mit Würde und Stil gefeiert werden. Das passt: In Gespannen des tschechischen Nationalgestüts Kladruby nad Labem, dem ältesten Großgestüt weltweit, machte der Vorstand des Wiesbadener Reit- und Fahr-Clubs dem Pferdenacht-Publikum seine Aufwartung. 80 Jagdhunde, etwa 80 Jagdreiter – die 80 spiegelte sich auch in den Schaubildern der Pferdenacht immer wider.

© massow-picture
Araberpferde mit PersischemWindhund © massow-picture

Woran denken Sie, wenn Sie an Pferde denken? Feuer? Drachen? Persische Windhunde? Wie wunderbar Pferde und Feuer zusammen passen, zeigten der Feuerreiter ohne Zügel, Roland Heiß. Feuerzauber im Dunkel der Pferdenacht – ein fantastisches Bild. Nicht mit Feuer, aber mit Licht wollte die Lichterquadrille des Reiterhofs Montabaur begeistern, aber eins der Pferde wurde krank. Um jede Ansteckung für alle anderen Pferde zu vermeiden, ließen sie die Pferde zu Hause und traten zu Fuß an – gar nicht auftreten war keine Option. Sie galoppierten leuchtend und energisch per pedes über den Schlossplatz.

© massow-picture
© massow-picture

Einen schottischen Drachen ließen die Kinder des Reit und Fahrvereins Wackernheim auf dem Biebricher Springplatz auferstehen. Die Salukis, die persischen Windhunde, sind schnell, stolz und schön und sie sind Jäger. Ihr Pendant in der Pferdezucht sind die Araber, beide zusammen haben in ihrer Pferdenacht-Show die Worte Schnelligkeit und Jagd exemplarisch verkörpert. Freihändig, kopfüber, mit tätowiertem, bloßem Oberkörper, sie sind wild und waghalsig und sie waren bei der Wiesbadener Pferdenacht 2016: die Trickreiter rund um Viktor Kirka.

Jadbild mit Jagdhornbläser und Schleppenleger Meute © massow-picture
Jadbild mit Jagdhornbläser und Schleppenleger Meute © massow-picture

Das große Finale, die Kombination der drei russischen Tenöre Ivan Vikulov, Pavel Ivanov und Igor Milukov mit einem außergewöhnlichen Künstler der Freiheitsdressur, Pierre Fleury – emotional, ergreifend und den Schlosspark erfüllend.

Voltigieren © massow-picture
Voltigieren © massow-picture

Wie „menschlich“ war es, als sich plötzlich zwei von Fleurys Pony-Partnern erschraken und auf dem großen Platz durcheinander kamen. Aber schnell hat ihnen ‚Papa Fleury’ wieder Vertrauen und Sicherheit gegeben. Genau das ist die Pferdenacht – das Ganze rund um unsere Pferde. „Pferde überraschen uns immer wieder, das ist das Schöne“, betont der Organisator der Pferdenacht, Ulrich Schneider vom WRFC. „Und das ist die spezielle Herausforderung der Pferdenacht, umso schöner und toller ist dieses Erlebnis jedes Jahr wieder.“

80. Internationales Wiesbadener PfingstTurnier 13. bis 16. Mai 2016 hat begonnen

Foto: Diether v. Goddenthow © massow-picture
Foto: Diether v. Goddenthow © massow-picture

Bei anfänglich schönem Wetter und zwischenzeitlich heftigem Gewitter hat das 80. Wiesbadener Pfingstturnier heute Morgen begonnen.

© massow-picture
© massow-picture

Ab 8.30 Uhr besuchten zahlreiche Wiesbadener Grundschulklassen das Turniergelände im Biebricher Schlosspark und konnten dabei gemeinsam mit ihren Lehrern Park mit  mit Spring- und Dressurstadion und der Vielseitigkeitsstrecke erkunden. Für jede Klasse war zudem eine 45-minütige Führung angeboten, bei der die Kinder auch die Gelegenheit hatten, einen Blick in den Stallbereich, in das ‚Turnier-Zuhause’ von
internationalen Weltpferden, zu werfen! Und: Jedes Kind durfte eine Runde beim Ponyreiten mitmachen.

Auch auf den Turnierplätzen ging es schon gleich morgens zur Sache:

dressurplatz-3Auf dem Dressurplatz (Bild oben)
08:00 Teilprüfung Dressur CIC*** (Vielseitigkeit)
„Preis der Familie Prof. Heicke“
Wertungsprüfung für den“ U25-Förderpreis Vielseitigkeit 2016“
13:00 Dressurprüfung Kl.M** Junioren
„Preis der Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung“
15:30 Dressurprüfung Kl.S* Junge Reiter
„Preis der Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung“
18.00 Dressurprüfung Kl. S* Prix St. Georges

© massow-picture
© massow-picture

Springplatz
13:30 CSI-Amateur-Tour
Qualifikation zur SPOOKS-Amateur Trophy 2016
Small – „Preis der Q GmbH und Garden & Country Wiesbaden“
Medium – „Preis des Wiesbadener Tagblatt“
Large – „Preis des Dorint Pallas Wiesbaden”
16:30 Teilprüfung Springen CIC*** (Vielseitigkeit)
„Preis der Familie Prof. Heicke“
Wertungsprüfung für den“ U25-Förderpreis Vielseitigkeit 2016“

Ab 19:15 startet die „Wiesbadener PferdeNacht“ powered by Spielbank Wiesbaden
mit „Six-Bars“ Barrierenspringen
„Preis der R+V Versicherung“


Rückblick: Mit der Liebe zum Pferd – 80 Jahre PfingstTurnier (Wiesbaden)

pfingsturnier16

Anneliese von Oppenheim gewann auf Zigeuner das Amazonenspringen der Klasse M im Damensattel, Prinz Christoph von Hessen siegte mit Tantris in der MDressur. Insgesamt standen sechs öffentliche Prüfungen auf dem Programm, allesamt wurden am Sonntag, den 2. Juni 1929, auf dem Sportplatz Kleinfeldchen ausgetragen. Das waren die Anfänge des Internationalen Wiesbadener PfingstTurniers. 2016 feiert es seinen 80. Geburtstag.

100 Nennungen von Reitern aus Wiesbaden, Darmstadt und Frankfurt übertrafen bei der Turnierpremiere 1929 die Erwartungen. Auch finanziell war diese Erstauflage ein ‚glattes’ Ereignis: 11.120 RM Ausgaben standen Einnahmen von rund 4.900 RM und Zuschüssen von 6.179 RM gegenüber. Exezllenz Generalleutnant a.D. Günther von Etzel war zufrieden. Er war derzeit der Präsident des ausrichtenden Wiesbadener Reit- und Fahr-Clubs und Leiter des Turniers.

Schon im zweiten Jahr wurde das Turnier verlegt, der Platz in Kleinfeldchen reichte nicht aus. So zog man 1930 auf das Rennbahngelände in Wiesbaden-Erbenheim um. Dieses zweite Turnier ging als „Befreiungsturnier“ in die Geschichte ein, denn erstmals nach dem ersten Weltkrieg durften deutsche Offiziere wieder in Uniform starten. 1931 feiert der Kutschenkorso Premiere – eine Tradition, an der die Wiesbadener bis heute festhalten. Nach zwei Turnieren auf dem Rennbahngelände war wiederum klar: Das Gelände ist dem Andrang nicht gewachsen. 1932 nimmt der WRFC sein neues Turniergelände „Unter den Eichen“ in Besitz. 1934 wird erstmals eine Military-Prüfung ausgeschrieben zur Vorbereitung auf die Olympischen Spiele, 1935 gibt es die ersten Wettkämpfe mit Auto und Pferd – die Jump-and-Drive-Prüfungen wurden geboren. Bis 1939, dem letzten Turnier vor dem zweiten Weltkrieg mit 34 Prüfungen, 1.645 Nennungen und 440 Pferden, hat das Internationale Wiesbadener Pfingstturnier hier seine Heimat. 1949 veranstaltete der WRFC das erste Nachkriegs-Turnier auf der Wiese hinter dem Schloss, auf dem heutigen Dressurviereck. Wilhelm Dyckerhoff, der von 1950 bis zu seinem Tode 1987 Präsident des WRFC war, stellte damals bei den amerikanischen Besatzern die Anfrage, ob im Schlosspark ein Reitturnier durchgeführt werden dürfe – und erhielt ein ‚Ja’ als Antwort. Doch auch dieser Platz war bald zu eng, denn die Wiesbadener hatten schon damals ein Ziel: Die Durchführung eines internationalen Reitturniers. Der Park hatte Ausweichmöglichkeiten. 1951 wurde der große Turnierplatz ausgebaut und der Grundstein für den heutigen Springplatz gelegt.

Die internationale Resonanz war überwältigend: Teams aus Amerika, Chile, Spanien, England, Frankreich und Deutschland reisten 1952 in den Schlosspark. 45.000 Zuschauer genossen das pferdesportliche Groß-Ereignis. 1957 waren erstmals die Voltigierer im Schlosspark dabei, 1958 wurde der Große Preis das erste Mal ausgetragen. Der Sieger war Hans Günter Winkler mit der legendären Halla. 1983 wurde die Kür mit Musik im Schlosspark eingeführt und ist bis heute ein Highlight unter Flutlicht geblieben. 1992 übernham die heutige Präsidentin Kristina Dyckerhoff die Leitung des Clubs und feiert in diesem Jahr ihren 25. WRFC-PräsidentinnenGeburtstag. 1995 erlebte die „Wiesbadener Pferdenacht“ Premiere, 2001 kam die Springsport-Serie Riders Tour als weiterer Höhepunkt hinzu und 2008 kehrt die Vielseitigkeit zurück in den Schlosspark. Seit 2014 wird das PfingstTurnier als Freundschaftsturnier ausgetragen, als German-Qatar-Friendships. All das sind Stationen einer 80-jährigen Geschichte.

Das Turnier hat eine bewegende Geschichte erlebt und bewegende Geschichten geschrieben. All das hat Friedericke Stritter-Arnds in einem Buch zusammengetragen: „80 Jahre Wiesbadener PfingstTurnier“. Auf 180 Seiten tummeln sich Berichte, Erzählungen und Anekdoten, die 80 Jahre PfingstTurnier lebendig werden lassen (erhältlich beim Wiesbadener Reit- und Fahr-Club).

„Wir, die Mitglieder des Vorstandes des Wiesbadener Reit- und Fahr-Clubs, fühlen uns neben all unseren aktuellen Aufgaben auch der Tradition und damit all denjenigen verpflichtet“, erklärt die Präsidentin Kristina Dyckerhoff, „die dieses Turnier gegründet und über acht Jahrzehnte hinweg getragen und entwickelt haben. Frauen und Männer, die aus Liebe zum Pferd und dem Pferdesport in stürmischen und turbulenten, in schweren und schicksalsträchtigen Zeiten, nie den Glauben an die Zukunft dieses Internationalen Wiesbadener PfingstTurniers verloren haben.“

Details auch unter www.pfingstturnier.org. Am leichtesten finden Sie das 80. Internationale Wiesbadener PfingstTurnier unter #Pfingstturnier_Wiesbaden oder in der Social Media Plattform Facebook www.facebook.com/Internationales-WiesbadenerPfingstTurnier-280718398771282/?fref=ts

Kutschenkorso zum Auftakt des Internationalen Wiesbadener Pfingstturniers 2016

Kutschenkorso, hier ein Gespann im napoleonischen Stil, auf der Wiesbadener Wilhelmstrasse © massow-picture
Kutschenkorso, hier ein Gespann im napoleonischen Stil, auf der Wiesbadener Wilhelmstrasse © massow-picture

Mit großer Begeisterung schauten gestern, am 10. Mai 2016, zahlreiche Wiesbadener  und Gäste der Landeshauptstadt dem seit Jahren traditionellem Kutschenkorso zum Auftakt des 80. Internationales Wiesbadener PfingstTurnier (vom 13. – 16. Mai 2016 im Schlosspark Biebrich) in der Wilhelmstrasse und vor dem Wiesbadener Rathaus zu. Selbst das etwas launische Wetter tat der guten Stimmung keinen Abbruch.

Begrüßung und Vorstellung der Kutscher und Kutscherinnen vor dem Rathaus, Heike v. Goddenthow © massow-picture
Begrüßung und Vorstellung der Kutscher und Kutscherinnen vor dem Wiesbadener Rathaus, Foto: Heike v. Goddenthow © massow-picture

Mit großenteils historischen und mit viel Liebe zum Detail restaurierten Kutschen und herausgeputzten Reitern  setzte sich der lange – fast wie zu Kaisers Zeiten anmutende – Tross von der Nerobergbahn im Nerotal über die Taunusstrasse, Wilhelmstrasse, Friedrichstrasse und De-Laspe-Strasse bis  zum Rathausplatz in Bewegung.  Zum Eintreffen der Kutschen und Reiter gegen 19.30 Uhr blies die „Bläsergruppe des Kreisjägervereins Groß-Gerau“, bevor die Kutschen und Reiter  dem Publikum namentlich vorgestellt wurden.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Band „Best-Age“, die die Gäste mit wunderbaren  Pop classics unterhielt.

Auch bei der Wiesbadener Pferdenacht mit dabei: die andalusische Reiterstaffel.© massow-picture
Auch bei der Wiesbadener Pferdenacht mit dabei: die andalusische Reiterstaffel.© massow-picture

Wer die historischen Kutschen und Reiter vor der einzigartigen Kulisse des Biebricher Schlossparks hautnah erleben möchte, sollte unbedingt zur Wiesbadener PferdeNacht am Freitag, den 13. Mai 2016, ab 19.00 Uhr, kommen.
Auch dieses Jahr werden farbenfrohe Bilder mit den verschiedend­sten Pferderassen dieser Welt, atemberaubende Akrobatik, Illuminationen und vieles mehr die Besucher im Schlosspark erwarten.

Weitere Informationen  zum Ticketerwerb

Weitere Impressionen zum Kutschenkorso auf Wiesbaden.de

Projekttag PfingstTurnier mit Hessens Grundschülern am 13. Mai 2016

Internationales Wiesbadener PfingstTurnier German-Qatar Friendships-Wiesbaden-Schloßpark Biebrich-Hessen-Germany,
Internationales Wiesbadener PfingstTurnier German-Qatar Friendships-Wiesbaden-Schloßpark Biebrich-Hessen-Germany,

Der Wiesbadener Reit- und Fahr-Club (WRFC) und der Pferdesportverband Hessen laden Hessens Grundschüler ein: zum Projekttag PfingstTurnier.

Am ersten Turniertag des 80. Internationalen Wiesbadener PfingstTurniers, Freitag, den 13. Mai, dürfen Hessens Grundschüler einen Tag auf dem Gelände des PfingstTurniers verbringen. Um 8.30 Uhr können die Kinder mit ihren Lehrern den Biebricher Schlosspark mit Spring- und Dressurstadion und der Vielseitigkeitsstrecke erkunden. Für jede Klasse wird zudem eine 45-minütige Führung angeboten, bei der die Kinder auch die Gelegenheit haben, einen Blick in den Stallbereich zu werfen. Einen Blick in das ‚Turnier-Zuhause’ von internationalen Weltpferden! Und: Jedes Kind darf eine Runde beim Ponyreiten mitmachen.

Dieses Grundschul-Projekt feiert Premiere in Wiesbaden. So werden schon die Kleinsten an den Pferdesport herangeführt und WRFC-Präsidentin Kristina Dyckerhoff freut sich: „Kinder und Pferde, die beiden gehören einfach zusammen. Für uns ist es eine große Freude, die Kinder zum 80. Geburtstag des PfingstTurniers einzuladen. Die Kinder sollen einen schönen Tag hier genießen und wer weiß, vielleicht gehören einige von ihnen zu den PfingstTurnier-Besuchern von morgen.“

Für alle, die aus dem Grundschulalter schon herausgewachsen oder noch auf der Suche nach einem ganz besonderen Ostergeschenk sind: Eintrittskarten, Tribünen- und Flanierkarten gibt es noch unter www.ticketmaster.de oder telefonisch unter 01806 – 999 00 00.

Details auch unter www.pfingstturnier.org

Am leichtesten finden Sie das 80. Internationale Wiesbadener PfingstTurnier unter #Pfingstturnier_Wiesbaden oder in der Social Media Plattform Facebook www.facebook.com/Internationales-Wiesbadener-PfingstTurnier-280718398771282/?fref=ts

Kim Kreling

Sahnehäppchen, Trio total und Damensuche bei den Voltigierern

Eleganz auf Pferd Foto © Julia Rau, Wiesbadener Reit- & Fahr-Club e.V
Eleganz auf Pferd Foto © Julia Rau, Wiesbadener Reit- & Fahr-Club e.V

Nach dem Weltcup-Finale ist vor dem Wiesbadener PfingstTurnier: Die beiden besten deutschen Pas de Deux-Paare des Voltigiersports mussten sich neue Damen suchen.

Titelträger in allen vier Disziplinen: die Voltigierer sorgen beim 80. Wiesbadener PfingstTurnier für Weltklasse-Niveau.

„Ich freue mich sehr auf das 80. PfingstTurnier“, strahlt schon im Vorfeld die Bundestrainerin der Voltigierer, Ulla Ramge. „Wir haben hier mit der internationalen Masterclass der Voltigierer begonnen, wir haben als weiteren Höhepunkt das Pas de Deux integriert und auch in diesem Jahr komme ich mit unseren besten Voltigierern, um Wiesbadens 80. Geburtstag zu feiern.“

Die 23-jährige Corinna Knauf aus Köln ist derzeit Deutschlands beste Voltigierdame. In den vergangenen drei Jahren hat sie sich den Deutschen Meistertitel gesichert, bei den Europameisterschaften 2015 in Aachen holte sie sich die Silbermedaille und sie führt die Starterliste der Damen beim 80. Wiesbadener PfingstTurnier an. Ihre Konkurrenz kommt nicht zuletzt aus der Schweiz. Mit Marina Mohar kommt die aktuelle Nummer eins der Schweiz nach Wiesbaden.

Auch bei den Herren wird der amtierende Vize-Europameister antreten: Thomas Brüsewitz. Brüsewitz gehört seit vielen Jahren zu den besten der Welt. 2009 gewann er seine erste Medaille: die  Silbermedaille bei den Europameisterschaften der Junioren. Er trifft in Wiesbaden auf vier der sechs Weltcup-Finalisten von Dortmund, Vincent Haennel und Clement Taillez, beide aus Frankreich, Lukas Heppler aus der Schweiz und Lukas Klouda aus Tschechien. Am PfingstTurnier-Freitag feiert Brüsewitz seinen22. Geburtstag
– ein gutes Omen für den deutschen Top-Voltigierer?

Bei den Gruppen sind sie seit Jahren das Maß der Dinge, die Voltigierer des RSV Neuss-Grimlinghausen um Meistertrainerin Jessica Lichtenberg. Sie sind die amtierenden Europameister, sie sind die amtierenden Weltmeister und sie kommen zum PfingstTurnier. Die Sportler des Voltigiervereins Köln Dünnwald sind, neben dem VVI Ingelsberg, die stärksten Konkurrenten für die Neusser im eigenen Land und auch sie gehen in Wiesbaden an den Start. Hinzu kommen noch die Voltigierer der Gruppe Mainz-Laubenheim, die sich jetzt, weil sie ihren Trainingsort gewechselt haben, Gruppe Ingelheim nennen. Unter ihrer jahrelangen Trainerin, Voltigiermeisterin Hanne Strübel, gewannen die Lokalmatadoren WM-Gold im Jahr 2002. Strübel hat inzwischen die Longe an den ehemaligen Voltigierer Jürgen Köhler übergeben, ist aber weiterhin im Training dabei. So treten in diesem Jahr drei absolute Spitzenteams des deutschen Voltigiersports im Schlosspark an, das Trio total!

Seit Einführung im Schlosspark im Jahr 2013 sind die Pas de Deux-Voltigierer ein ‚Lieblingskind’ der Schlosspark.Besucher. In diesem Jahr wird es besonders spannend.
Die Herren der beiden besten deutschen Pas de Deux’ waren auf Damensuche und treten in Wiesbaden erstmals mit ihren neuen Damen an. Torben Jacobs hat sich gerade noch mit Pia Engelberty den Weltcup-Sieg in Dortmund gesichert. Doch nach dem Finale war Schluss für Engelberty, aus beruflichen Gründen musste sie ihre
Voltigierkarriere beenden. Das Paar gehörte nicht nur zu den Stammgästen in Wiesbaden, sie waren auch abonnierte Sieger. Die neue Partnerin von Torben Jacobs heißt nun Theresa-Sophie Bresch und ist eigentlich schon eine ‚alte’ Partnerin. Die beiden haben schon früher zusammen voltigiert und gewannen bereits Gold bei der Europameisterschaft der Pas de Deux-Voltigierer im Jahr 2011. In Wiesbaden werden sie erstmalig wieder zusammen turnen.

Auf Damensuche war auch Justin van Gerven, der mit Gera Marie Grün schon zweimal knapp an einer Championats-Medaille im Pas de Deux vorbeigeschrammt ist und mit der er 2015 den Sieg im Weltcup-Finale feierte. Gervens neue Partnerin hat Championatserfahrung aus dem Bereich der Junioren: Chiara Congia gewann 2014 die Bronze-Medaille bei der Europameisterschaft der Junioren. Für dieses Paar wird Wiesbaden gemeinsame Premiere.

Es wird ganz sicher vor Spannung knistern, wenn die Voltigierer beim 80. PfingstTurnier den Platz vor dem Schloss erobern – und die Herzen der Wiesbadener Zuschauer. „Die Wiesbadener Voltigierwettbewerbe sind immer hochkarätig besetzt und das Programm ist knackig, sehr abwechslungsreich und optimal für ein breites Publikum. Wenn ich mir für die nächsten 80 Jahre PfingstTurnier etwas wünschen dürfte…“, erklärt die Bundestrainerin: „Es soll so bleiben wie es ist, das Programm ist vom Feinsten – ein Sahnehäppchen nach dem anderen.“

Am leichtesten finden Sie das 80. Internationale Wiesbadener PfingstTurnier unter #Pfingstturnier_Wiesbaden oder in der Social Media Plattform Facebook www.facebook.com/Internationales-Wiesbadener-PfingstTurnier-280718398771282/?fref=ts

Kim Kreling