Kategorie-Archiv: Pfingstturnier Wiesbaden

Die US-Amerikanerin Chloe Reid gewinnt den großen Preis von Wiesbaden

Volker Krieger (Longines) gratuliert der Siegerin Chloe Reid (USA)  Foto: equistock.de
Volker Krieger (Longines) gratuliert der Siegerin Chloe Reid (USA) Foto: equistock.de

US-Sieg nach 43 Jahren: Der „LONGINES Grand Prix 2019, Großer Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden“, ist entschieden: Die 22-jährige Chloe Reid hängte die Weltspitze in Wiesbaden ab und gewann im Sattel von Luis P.

43 Jahre haben die US-amerikanischen Springreiter auf einen Sieg in der hessischen Landeshauptstadt gewartet. Buddy Brown war der letzte US-Sieger im Jahr 1976. Jetzt wäre Wiesbadens Großer Preis fast sogar mit einer US-Doppelspitze ausgegangen. 37 Starter aus 13 Nationen waren in diesem Großen Preis am Start, 13 aus acht hatten sich für das Stechen qualifiziert. Wiesbadens Oberbürgermeister Sven Gerich, Stammgast beim PfingstTurnier, formulierte knapp auf den Punkt: „Die PfingstTage im Schlosspark waren großartig!“

Der Reihe nach: Der Jüngste im Stechen, der 21-jährige Lucas Porter aus den USA, setzte seine Kollegen mächtig unter Druck. Mit fehlerfreiem Stechparcours in 48,08 Sekunden sauste er auf dem zwölfjährigen C Hunter durch den Parcours und übernahm als fünfter Teilnehmer im Stechen die Führung. Vier Reiter später toppte seine Landsmännin, Chloe Reid, seine Vorlage und übernahm den Spitzenplatz. 47,97 Sekunden brauchte die 22-Jährige mit dem zehnjährigen Luis P. Aber der ‚Große-Preis-Krimi‘ war noch nicht vorbei. Charlotte Bettendorf aus Luxemburg setzte mit Hope Street alles auf eine Karte: Es sah verdammt knapp aus, die Zuschauer hielten die Luft an, am Ende konnte die 30-Jährige aber doch nicht die Zeit von Reid übertrumpfen und wurde Zweite. USA-Luxemburg-USA – auf Platz vier hielt Marcel Marschall als bester Deutscher die Fahnen hoch. Auch der baden-württembergische Springprofi, der zusammen mit Vater Manfred einen Springstall in Heiligkreuztal leitet, hatte eine flotte Nullrunde hingelegt. Seine Zeit: 49,35 Sekunden.

„Ich habe den Ritt von Lucas gesehen“, schmunzelte Reid. „Er hat ganz schön Gas gegeben. Das hat mich noch mehr angespornt.“ Seit vier Jahren trainiert die junge Amazone im Stall von Markus und Meredith Beerbaum und betont: „Ich habe in dieser Zeit unheimlich viel gelernt.“ Kurz vor dem Stechen habe Meredith sie noch angerufen und erklärt: „Markus hat den Großen Preis in Wiesbaden gewonnen, sein Bruder Ludger auch und ich auch – jetzt bist Du dran.“ Das hat geklappt!

Die zweitplatzierte Charlotte Bettendorf war mächtig stolz auf ihre zehnjährige Stute. „Für Hope Street war es erst der zweite Vier-Sterne-Grand Prix. Ich bin begeistert wie sie das heute mitgemacht hat.“ Leicht geknickt über seinen dritten Platz gab Porter zu: „Ich hätte schon gerne gewonnen. Ich bin als schneller Reiter bekannt und Hunter ist ein super Pferd. Aber den Sieg an eine US-Kollegin abzugeben, das ist die zweitbeste Alternative.“

Marschall war schon als dritter der 13 Starter im Stechen am Start und musste vorlegen. „Aber ich hätte auch im Nachhinein betrachtet nicht viel schneller reiten können“, gab der Vierte des Großen Preises zu. „Ich habe mit Utopia alles auf den Großen Preis ausgerichtet und das hat sich gelohnt. Ich bin super glücklich mit Platz vier.“

Michael Krieger, verantwortlich für das Springen in Wiesbaden, resümierte: „Es ist tatsächlich so: Wiesbadens Springprüfungen werden immer bunter – nicht nur durch die vielen verschiedenen Nationen, auch wenn man sieht, dass die jungen Reiter hier ganz vorne mitgemischt und einige ‚alte Hasen‘ abgezogen haben.“

WRFC-Präsidentin Kristina Dyckerhoff steht seit 1992 dem Vorstand vor. Seit 1992 zeichnet sie sich für das Wiesbadener PfingstTurnier verantwortlich, in diesem Jahr zum ersten Mal als LONGINES PfingstTurnier Wiesbaden ausgetragen. „Wir haben mit LONGINES einen super Partner gefunden. Unsere Zusammenarbeit ist längerfristig ausgelegt und darauf freuen wir uns.“

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Das LONGINES PfingstTurnier Wiesbaden
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Harrie Smolders gewinnt Preis des Hessischen Ministerpräsidenten – Morgen: großer Preis von Wiesbaden

Der Holländer Harrie Smolders ist der Sonntags-Sieger in Wiesbaden. Hier bei der Ehrenrunde nach der Siegerehrung für den Großen Preis des Ministerpräsidenten. © Foto: Diether v. Goddenthow
Der Holländer Harrie Smolders ist der Sonntags-Sieger in Wiesbaden. Hier bei der Ehrenrunde nach der Siegerehrung für den Großen Preis des Ministerpräsidenten. © Foto: Diether v. Goddenthow

Harrie Smolders – der Sonntags-Sieger in Wiesbaden
Der Sonntag war ein ‚Genusstag‘ beim 83. LONGINES PfingstTurnier Wiesbaden – 15.000 Zuschauer waren im Sonnenschein in den Biebricher Schlosspark gepilgert. Unter Ihnen: Der Hessische Minister des Innern und für Sport, Peter Beuth, der stellvertretend für den Ministerpräsidenten Siegern und Platzierten im Hauptspringen des Tages, im Preis des Hessischen Ministerpräsidenten, gratulierte. „Ich bin wirklich begeistert von diesem Turnier und dieser spannenden Prüfung. Ich möchte den Reitern, dem Veranstalter und auch den vielen ehrenamtlichen Helfern ganz herzlich zu dieser Veranstaltung gratulieren.“

Harrie Smolders hält gemeinsam den Preislöwen mit dem Hessischen Minister des Innern und für Sport, Peter Beuth, der stellvertretend für den Ministerpräsidenten Siegern und Platzierten im Hauptspringen des Tages gratulierte. Davor Kristina Dyckerhoff, Präsidentin des Wiesbadener Reit- & Fahr-Club e.V.  und Vizepräsident Dr. med. Hanns-Dietrich Rahn (mitte). © Foto: Diether v. Goddenthow
Harrie Smolders hält gemeinsam den Preislöwen mit dem Hessischen Minister des Innern und für Sport, Peter Beuth, der stellvertretend für den Ministerpräsidenten Siegern und Platzierten im Hauptspringen des Tages gratulierte. Davor Kristina Dyckerhoff, Präsidentin des Wiesbadener Reit- & Fahr-Club e.V. und Vizepräsident Dr. med. Hanns-Dietrich Rahn (mitte). © Foto: Diether v. Goddenthow

Es siegte Harrie Smolders im Sattel von Zinius. „Zinius ist zwar schon 15, aber er hat immer noch jugendlichen Elan“, freute sich der Niederländer über seinen Sportpartner und grinste. „Er ist jetzt seit zweieinhalb Jahren bei mir im Stall und ist super in Schuss. Der große Rasenplatz in Wiesbaden, die vielen Leute – in so einer Atmosphäre holt man immer noch ein bisschen mehr aus sich heraus – Pferd und Reiter.“ In flotten 43,88 Sekunden beendete das Siegerpaar den Stechparcours und war damit mehr als eine Sekunde schneller als die Zweitplatzierten. „Zinius ist ein grundschnelles Pferd“, betonte Smolders und fügte, wieder grinsend, hinzu: „Das war heute noch nicht ganz 100 Prozent.“

Die Sieger des Preis des Hessischen Ministerpräsidenten. (v.l.):Erster Platz, Harrie Smolders, zweiter Platz Hikari Yoshitzawa u. auf Platz drei Peter Moloney. © Foto: Diether v. Goddenthow
Die Sieger des Preis des Hessischen Ministerpräsidenten. (v.l.):Erster Platz, Harrie Smolders, zweiter Platz Hikari Yoshitzawa u. auf Platz drei Peter Moloney. © Foto: Diether v. Goddenthow

Über ihren zweiten Platz schien die Reiterin selbst fast ein wenig verblüfft. „Für mich ist ein Traum wahr geworden“, gestand schüchtern die 28-jährige Japanerin Hikari Yoshitzawa. „Ich bin noch nie vor so vielen Zuschauern geritten, das war ein absolutes Erlebnis. Für mich ist es eine Ehre, hier reiten zu dürfen und dann auch noch Zweite hinter Harrie zu werden – absolut ein Traum.“

Fünf Jahre sitzt Hikari Yoshitzawa im Sattel des elfjährigen Holsteiners Conrato und hat sich Schritt für Schritt mit ihm nach oben gearbeitet. © Foto: Diether v. Goddenthow
Fünf Jahre sitzt Hikari Yoshitzawa im Sattel des elfjährigen Holsteiners Conrato und hat sich Schritt für Schritt mit ihm nach oben gearbeitet. © Foto: Diether v. Goddenthow

Fünf Jahre sitzt sie im Sattel des elfjährigen Holsteiners Conrato, hat sich Schritt für Schritt mit ihm nach oben gearbeitet und hat ein großes Ziel mit ihrem sprunggewaltigen Partner: die Olympischen Spiele in Tokio 2020. Zurzeit lebt die zielstrebige Reiterin in Belgien und trainiert mit Theo Molenaers. Schon viele Molenaers-Schüler haben Wiesbaden internationale Erfolge gefeiert.

Peter Moloney hat bereits am Samstag in Wiesbaden im Preis der Obermayr Europa Schule gesiegt. © Foto: Diether v. Goddenthow
Peter Moloney hat bereits am Samstag in Wiesbaden im Preis der Obermayr Europa Schule gesiegt. © Foto: Diether v. Goddenthow

Peter Moloney hat in Wiesbaden schon mal seinen 29. Geburtstag etwas vorgefeiert – mit dem Sieg im Preis der Obermayr Europa Schule am Samstag und Platz drei im Preis des Hessischen Ministerpräsidenten. Beide Mal saß der Ire im Sattel von Compelling Z, einem neunjährigen Nachkommen v. Chellano Z. „Andere Pferden sind etwas eingeschüchtert, wenn sie einen so großen Rasenplatz mit so vielen Zuschauern betreten. Compelling ist unter mir noch ein Stückchen größer geworden und hat es genossen.“

Elf der 34 Starter blieben in dieser Springprüfung fehlerfrei, für die Fachleute vor Ort ein Zeichen der Qualität. „Der Parcoursaufbauer hat gute Arbeit gemacht. Das Springen war schwer genug, die vielen gute Ritte zeigen, wie hoch die Qualität des Starterfeldes war“, erklärte Sieger Smolders. Und Michael Krieger, verantwortlich für den Springsport in Wiesbaden, fügte hinzu: „Wir haben in diesem Jahr etwas kleinere Starterfelder als in den Vorjahren, aber tatsächlich mit noch größerer Leistungsdichte.“

Smolders und Yoshizawa werden am Pfingstmontag im LONGINES Grand Prix, Großer Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden, noch einmal mit ihren Erfolgspferden von heute antreten. Das Ziel von Yoshizawa ist klar: „Ich werde versuchen, dieses Mal schneller zu sein als Harrie.“

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Akrobatik vom Feinsten – Voltigierprüfungen beim LONGINES PfingstTurnier Wiesbaden

Eddie the Eagle, alias Jannis Drewell. Der 27-jährige Sportsoldat und Europameister 2015 siegte in der zweiten Runde mit einer Gesamtwertung von 8,603. © Foto: Diether v. Goddenthow
Eddie the Eagle, alias Jannis Drewell. Der 27-jährige Sportsoldat und Europameister 2015 siegte in der zweiten Runde mit einer Gesamtwertung von 8,603. © Foto: Diether v. Goddenthow

Eleganz und Akrobatik in ihrer höchsten Vollendung zeigten alle prominenten Teilnehmer der Voltigierprüfungen auf dem Dressurplatz beim beim LONGINES PfingstTurnier Wiesbaden. Eddie the Eagle, Abba, Robin Hood und Tomb Raider – das sind Wiesbadens Voltigier-Promis, die großen Sieger der Voltigierwettbewerbe 2019 beim 83. LONGINES PfingstTurnier Wiesbaden.

Vier Disziplinen mit je zwei Umläufen, einmal unter Flutlicht, einmal im Sonnenschein, Tausende von Zuschauern, euphorische Begeisterung wie in einem Fußball-Station und die Voltigier-Verantwortliche des WRFC, Claudia Liebold, die gestand: „Das war unglaublicher Sport und eine Atmosphäre – pure Gänsehaut.“

Psychologiestudentin Jolina Ossenberg-Engels gewann Runde eins mit der Wertnote 8,529, wurde in der zweiten Runde Dritte mit 8,045, was ihr für den Gesamtsieg mit 8,288 reichte.© Foto: Diether v. Goddenthow
Psychologiestudentin Jolina Ossenberg-Engels gewann Runde eins mit der Wertnote 8,529, wurde in der zweiten Runde Dritte mit 8,045, was ihr für den Gesamtsieg mit 8,288 reichte.© Foto: Diether v. Goddenthow

Jolina Ossenberg-Engels war das fünfte Mal im Schlosspark am Start, aber das erste Mal als Einzelvoltigiererin. Die 22-jährige Psychologie-Studentin turnte ihre Kür in Anlehnung an die Actionlady Tomb Raider, gewann Runde eins mit der Wertnote 8,529, wurde in der zweiten Runde Dritte mit 8,045, was ihr für den Gesamtsieg mit 8,288 reichte. An der Longe stand die stolze Mutter und Trainerin Claudia Döller-Ossenberg-Engels, die stolz erklärte: „Die Stimmung, die Atmosphäre und die Leistung von Jolina – das alles hat uns umgehauen.“

Bei den Herren dominierte Eddie the Eagle, alias Jannis Drewell. Der 27-jährige Sportsoldat musste sich in der ersten Runde noch mit Platz zwei zufrieden geben. In der zweiten Runde trumpfte der Europameister von 2015 mit der Wertnote 8,769 auf und siegte mit einer Gesamtwertung von 8,603.

Pas de Deux-Voltigierer Diana Harwardt und Peter Künne sind das erste Mal in Wiesbaden bei den Senioren dabei. © Foto: Diether v. Goddenthow
Pas de Deux-Voltigierer Diana Harwardt und Peter Künne sind das erste Mal in Wiesbaden bei den Senioren dabei. © Foto: Diether v. Goddenthow

Die Pas de Deux-Voltigierer Diana Harwardt und Peter Künne waren noch nie beim PfingstTurnier am Start. Im vergangenen Jahr ist das Paar noch Vize-Europameister der Junioren geworden, 2019 sind sie das erste Mal bei den Senioren dabei. „Wir sind so froh, dass wir hier in Wiesbaden starten dürfen“, sprach Künne für beide. „Wir waren noch nie auf einem Outdoor-Voltigierturnier, das sind ganz andere Bedingungen und eine unglaubliche Atmosphäre. Das spornt uns noch mehr an.“ Angespornt zum Sieg – Im Robin Hood-Trikot zu klassischer Musik gewann das Paar beide Umläufe souverän.

Juniorenteam des RV Nordheim.© Foto: Diether v. Goddenthow
Juniorenteam des RV Nordheim.© Foto: Diether v. Goddenthow

Bei den Gruppen-Voltigierern triumphierte das Juniorenteam des RV Nordheim. Mit einer nahezu identischen Leistung siegte das Team von Longenführer Kai Vorberg in beiden Runden. Kai Vorberg, der als Disziplintrainer Voltigieren ohnehin vor Ort war, ist kurzfristig als Longenführer des Teams eingesprungen, weil die eigentliche Trainerin, Andrea Blatz, erkrankt war. Doppelte Herausforderung für die Voltigierer, aber die Weltmeister von 2017 und Europameister von 2018 turnten souverän ihre Abba-Kür vor den jubelnden Fans zum Sieg.

Diana Harwardt auf Sir Laulau im Damen-Einzel CVI MasterClass Wiesbaden 2019 © Foto: Diether v. Goddenthow
Diana Harwardt auf Sir Laulau im Damen-Einzel CVI MasterClass Wiesbaden 2019 © Foto: Diether v. Goddenthow

Die Voltigier sportliche Konkurrenz des LONGINES PfingstTurniers Wiesbaden war in diesem Jahr groß – in den Niederlanden, Österreich und der Schweiz fanden wichtige Voltigierevents statt, so dass die internationale Beteiligung etwas geringer war als in den Vorjahren. „Ich freue mich, dass in diesem Jahr auch einige unserer Top-Nachwuchssportler, die Chance bekommen haben, hier in Wiesbaden zu starten“, betonte Bundestrainerin Ulla Ramge. „Und sie haben diese Chance genutzt. Ich bin sehr zufrieden mit diesem Jahr Voltigieren im Schlosspark!“

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Das LONGINES PfingstTurnier Wiesbaden LIVE
• Am PfingstTurnier-Montag HR von 17.45 Uhr bis 18.45 Uhr Heimspiel.
• Alle Prüfungen des Turniers live bei ClipMyHorse.TV übertragen.
• Die Vielseitigkeitsprüfung live bei www.eventridermasters.tv
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Petrus Launen zum Trotz: Großartige Pferdenacht-Party zum 25. als Einstimmung bei LONGINES PfingstTurnier Wiesbaden

'Arbeitsreiten' ist aus dem Süden Europas zu uns 'herüber geschwappt'. 20 Reiter der WED (Working Equitation Deutschland e.v.) haben diese noch recht neue Turnierdisziplin demonstriert © Foto: Diether v. Goddenthow
‚Arbeitsreiten‘ ist aus dem Süden Europas zu uns ‚herüber geschwappt‘. 20 Reiter der WED (Working Equitation Deutschland e.v.) haben diese noch recht neue Turnierdisziplin demonstriert © Foto: Diether v. Goddenthow

Grandios boten Akteure und Zuschauer auf der 25. Pferdenacht-Party im Biebricher Schlosspark den plötzlichen Wetter-Kapriolen die Stirn.  Präsentiert wurde die PferdeNacht zum  18. Mal von der Spielbank Wiesbaden beim LONGINES PfingstTurnier Wiesbaden !

Laut Veranstalter waren 12.000 wetterfeste PferdeNacht-Fans zum Feiern in den Schlosspark gekommen, unter ihnen zahlreiche Prominente wie die Schauspieler-Stars Gudrun Landgrebe und Hans Sigl, der ‚Bergdoktor’!

Noch kurz vor dem Gewitter brachte Pferdeflüsterer Pierre Fleury seine Herde von 8 Pferden in Gleichklang. © Foto: Diether v. Goddenthow
Noch kurz vor dem Gewitter brachte Pferdeflüsterer Pierre Fleury seine Pferde in Gleichklang. © Foto: Diether v. Goddenthow

Wegen einsetzenden Starkregens und Gewitterblitzgefahren gegen 19.45 Uhr bat der Krisenstab die Zuschauer im Freien Unterschlupf im kurzfristig dafür geöffneten Biebricher Schloss und in den überdachten Tribühnen sowie in bereitgestellten ESWE-Bussen zu finden. Noch stand die Veranstaltung auf der Kippe. Entwarnung kam durch den Deutschen Wetterdienst mit der Mitteilung, das schwere Gewitter habe Biebrich weitestgehend verschont und sei Richtung Wiesbaden-Ost abgezogen. Daraufhin beschlossen Veranstalter und Wiesbadener Feuerwehr die PferdeNacht zu starten, letztlich mit nur zwölf Minuten Verspätung. Der Regen zwischendurch konnte weder Akteure noch Zuschauer dieser großen Party vom grandiosen Feiern abhalten. Das Programm wurde etwas umgestellt, dem Regen angepasst, die Pause entfiel und los ging’s mit einer stimmungsvollen Atmosphäre,  gemeinsam Petrus Launen die Stirn geboten zu haben.

Das Connemara-Gestüt Kinzighausen mit seiner Show 'Crazy Animals' eröffnete die Party. © Foto: Diether v. Goddenthow
Das Connemara-Gestüt Kinzighausen mit seiner Show ‚Crazy Animals‘ eröffnete die Party. © Foto: Diether v. Goddenthow

Das Connemara-Gestüt Kinzighausen mit seiner Show ‚Crazy Animals‘ eröffnete die Party. Die Connemaras sind ideale Freizeitpartner, die wunderbar ‚einen Tag im Tierreich‘ mit einem farbenfrohen Bienenschwarm in Szene setzten. Der Publikums-Liebling: Ein Riesen-Teddy hopste in Rockerkleidung im Galopp auf einem Shetlandpony im Motorrad-Outfit – Wiesbadens Zuschauer jubelten.

 © Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Ein Zweiergespann mit Shettyponys vor römischem Kampfwagen, ein Kanonen-Planwagen, ein stilvoller Vierspänner, hochelegante Einspänner, blumenverzierte Klassiker, Landwagen mit Zweiergespannen – das Kutschenbild ist so bunt, so vielfältig, so traditionell wie modern und gehört zu den absoluten ‚Must Haves‘ bei Wiesbadens PferdeNacht.

Jagdfeld

Dr. Gerhard Obermayr im Bild vorneweg, führte zum ersten Mal das  Jagdfeld bei der PferdeNacht an.  © Foto: Diether v. Goddenthow
Dr. Gerhard Obermayr im Bild vorneweg, führte zum ersten Mal das Jagdfeld bei der PferdeNacht an. © Foto: Diether v. Goddenthow

Im Rahmen der 25. PferdeNacht, im traditionellen Jagdbild, übergab Wolfhard Hoffmann in diesem Jahr den Staffelstab des Jagdherrn an Dr. Gerhard Obermayr. Vorstandsmitglied des WRFC. Obermayr hat erstmals das Jagdfeld bei der PferdeNacht angeführt, Hoffmann hat diese Ehre 15 Jahre mit Bravour erfüllt. Das Jagdbild mit Schleppenjäger, Meute und Jagdhornbläsern auf dem großen Springplatz, dazu die beginnende Flutlichtstimmung – Gänsehaut pur!

Einritt der Barockreiter.  © Foto: Diether v. Goddenthow
Einritt der Barockreiter. © Foto: Diether v. Goddenthow

Es wurde gediegener, getragen, sogar ein bisschen majestätisch bei der Vorführung der Barockreiter. Angereist vom Schwanenhof in Frankfurt mit traditionell gesattelten Pferden in historischen Kostümen – mit Lusitano-Hengsten, stolzen Friesen und Ponys, allesamt mit kunstvoll eingeflochtenen Mähnen. Versetzt in eine andere Zeit, eine andere Welt, eine ganz andere, aber ebenso ergreifende ‚Party‘.

Showteam Wäller Wind. © Foto: Diether v. Goddenthow
Showteam Wäller Wind. © Foto: Diether v. Goddenthow

Die ‚Isis‘ kommen: „Wheel of Time“ – Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart vereinen sich in dem neuen Schaubild des Showteams Wäller Wind in Anlehnung an den Steampunk! Isländer in action, mit Tölt und Rennpass – Pony-Punk im Party-Park!

Jubiläumsschaubilder

Mary Poppins, eines der 12 wunderbaren Schaubildern mit insgesamt 374 Teilnehmern/innen zum 25. Geburtstag der PferdeNacht. © Foto: Diether v. Goddenthow
Mary Poppins, eines der 12 wunderbaren Schaubildern mit insgesamt 374 Teilnehmern/innen zum 25. Geburtstag der PferdeNacht. © Foto: Diether v. Goddenthow

25 Jahre – das Jubiläum in seinem persönlichen Schaubild! Seit 1996 ist Dorothee Degenhardt (Taunusstein) und ihr Team fast ununterbrochen mit einer Schaunummer dabei – von Tabaluga und Winnetou, über Star Wars und Herr der Ringe, bis hin zu Lama-Trekking und der herabschwebenden Mary Poppins. Zwölf Schaubilder mit 385 Akteuren – so hat Dorothee Degenhardt 25 Jahre Wiesbadener PferdeNacht mit geprägt.

Working Equitation, ‚Arbeitsreiten‘ ist aus dem Süden Europas zu uns ‚herüber geschwappt‘. 20 Reiter der WED (Working Equitation Deutschland e.v.) haben diese noch recht neue Turnierdisziplin demonstriert – mit ihren speziellen Dressurlektionen aus der Arbeit mit den Rindern und kniffligen Trailhindernissen. All das informativ und unterhaltsam kommentiert von Arnaud Petit im Sattel seiner Lusitano-Stute Danone.

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Die Haflinger, die Fabeltiere! Der Hessische Haflinger Zucht- und Sportverein Altenstadt entführte das PferdeNacht-Publikum mit 18 gerittenen und zwei gefahrenen Haflingern und Edelbluthaflingern in die Geschichte des ‚Letzten Einhorns‘. Die Bösen und die Guten, die wilden Stiere und die Einhörner – ein Schaubild zum Träumen!

Schnell, waghalsig, risikofreudig – die Future Guys. Die Stuntreiter aus den Niederlanden im Stil echter, knallharter US-Cowboys brachten die PferdeNacht-Zuschauer zum Luft anhalten und Jubeln. Ihr schmunzelnder Tipp: ‚Versuchen Sie nicht, uns nach zu machen.“

Auf diese Schaubilder hat sich PferdeNacht-Organisator Uli Schneider besonders gefreut, die Auftritte zweier Freiheits-Spezialisten aus Frankreich: von Anne Bertho, dem Nachwuchsstar, und Pierry Fleury, dem Spezialisten. Die Kunst der sanften Kommunikation. Das Verschmelzen von Mensch und Tier. Vielleicht die schönste Art, Partnerschaft zu erleben.

300 Fackelträger rund um die PferdeNacht-Arena – das ist die romantische Art Wiesbadens Park zu erleuchten. Im Mittelpunkt: der Feuerreiter, Roland Heiß, und Hanna Gelzinnus an der Feuergarrocha. Das romantische Ende einer grandiosen Party, gekrönt mit pyrotechnischen Lichtbildern.

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Im Rahmen dieser 25. Party wurde PferdeNacht-Organisator Uli Schneider geehrt: „Uli, wir wollen uns bei Dir bedanken – für 25 Jahre PferdeNacht!“, sprach WRFC-Präsidentin Kristina Dyckerhoff im Namen all ihrer Vorstandskollegen. „Mach weiter so!“

Es war zeitweise eine nasse Party, aber eine klasse Party. Etwas erschöpft, aber glücklich und sehr zufrieden prostete Schneider am Ende dieses Abends… „auf die nächsten 25 Jahre Wiesbadener PferdeNacht!“

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In 14 Tagen beginnt das LONGINES PfingstTurnier Wiesbaden – nahezu alle Titelverteidiger aus dem vergangenen Jahr sind dabei – in allen drei olympischen Disziplinen!

Christian Ahlmann -  Titelverteidiger im Springen beim LONGINES PfingstTurnier Wiesbaden 2019 © Foto: Diether v. Goddenthow
Christian Ahlmann – Titelverteidiger im Springen beim LONGINES PfingstTurnier Wiesbaden 2019 © Foto: Diether v. Goddenthow

Titelverteidigung Springen – Christian Ahlmann
Christian Ahlmann hat mit Clintrexo beim PfingstTurnier 2018 den Großen Preis der Landeshauptstadt gewonnen. Es war das erste Mal, dass der viermalige Olympiateilnehmer die Ehrenrunde des Großen Preises im Biebricher Schlosspark anführte. „Mit dem Sieg hatte ich überhaupt nicht gerechnet, aber Clintrexo ist ein Ausnahmepferd“, strahlte Ahlmann nach seinem Sieg. 2019 tritt der 44-Jährige wieder in Wiesbaden an – sein Titel möchte verteidigt werden, aber die Konkurrenz scharrt ebenfalls mit den Hufen.

So reisen beispielsweise die Brüder Beerbaum, Markus und Ludger, an. Beide wissen, wie man im Biebricher Schlosspark gewinnt. Ludger Beerbaum hat den Großen Preis des PfingstTurniers schon vor 23 Jahren gewonnen, das war 1996, außerdem 2002 und 2011. Markus Beerbaum hieß der Sieger im Großen Preis 1997. 2017 führte Holger Wulschner die Ehrenrunde auf dem traditionellen Springplatz an, auch er möchte seinen Titel 2019 wieder verteidigen.

Auf der Liste der deutschen Reiter, die für Wiesbaden ihre Nennung abgegeben haben, stehen sechs Namen, die schon Championatsmedaillen gewonnen haben. Neben Ahlmann und den Brüdern Beerbaum sind das Marco Kutscher, Janne Friederike Meyer-Zimmermann und Michael Jung, wenngleich er bisher ausschließlich in der Vielseitigkeit Medaillen eroberte. Diese sechs bringen insgesamt 59 Championatsmedaillen inklusive olympischer Medaillen mit in Wiesbadens Parcours. Auch aus anderen Nationen treten starke Reiter an: Luciana Diniz beispielsweise – die für Portugal startet und den Großen Preis in Wiesbaden 2012 gewann. Jeroen Dubbeldam – der niederländische Olympiasieger von 2000. Oder die starken Reiter aus der Schweiz und Irland wie Pius Schwizer und Billy Twomey. Ganz sicher haben viele auch noch das olympische Doppelgold 1996 von Ulrich Kirchhoff in Erinnerung. 2019 geht er in Wiesbaden für die Ukraine an den Start. Der LONGINES Grand Prix, Großer Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden – es dürfte ganz sicher keine leichte Titelverteidigung für Christian Ahlmann werden.

Titelverteidigung Dressur – Dorothee Schneider
So wie Ahlmann im vergangenen Jahr erstmals den Großen Preis der Springreiter in Wiesbaden gewonnen hat, so hat sich Dorothee Schneider erstmals im Großen Preis der Dressurreiter, im Grand Prix Special, den Sieg gesichert. Ihr Partner: der damals erst zehnjährige Faustus. „Das war ein Gefühl zum Genießen“, freute sich Schneider. Zum 83. LONGINES PfingstTurnier Wiesbaden bringt die Mannschafts-Olympiasiegerin in diesem Jahr die elfjährige Pathétique mit – Mission Titelverteidigung kann beginnen.

Aber auch sie trifft auf solche, die das Siegen in Wiesbaden lieben, allen voran Wiesbadens Rekordsiegerin Isabell Werth. Werth hat bisher siebenmal die Flutlicht-Kür und zwölfmal den Grand Prix Spezial vor dem Schloss gewonnen, 2019 ist auch sie wieder dabei. Außerdem haben sich die Wiesbaden-Sieger Sönke Rothenberger (Sieg im Grand Prix Spezial 2017) und Matthias Alexander Rath (Sieg im Grand Prix Spezial 2011 und 2014) angekündigt, ebenso Reitmeisterin Ingrid Klimke und natürlich Lokalmatadorin Anja Plönzke. Die zweifachen Olympiareiterinnen Emma Hindle und Laura Tomlinson reisen aus Großbritannien an, Heather Blitz geht für die USA in Wiesbaden an den Start und Hirohiko Koyanagi wird Japan vertreten. Internationalität und Olympiaerfahrung prägen Wiesbadens Dressur-Starterfeld 2019.

Titelverteidigung Vielseitigkeit – Ingrid Klimke
Vier Reiter aus dem aktuellen Olympiakader der Vielseitigkeit haben sich angekündigt – Wiesbaden hat sich als Top-Turnier für die ‚Buschis‘ etabliert und ist im dritten Jahr Teil der Eventing Rider Masters (ERM). Wiesbadens Vielfach-Sieger Michael Jung (viermaliger Wi-Sieger) und Ingrid Klimke (fünfmalige Wi-Siegerin, zuletzt 2018) treffen auf ihre Kaderkollegen Andreas Ostholt und Josefa Sommer. Dirk Schrade und Christoph Wahler aus dem Perspektivkader stehen ebenfalls auf der Nennliste. Sechs deutsche Kaderreiter, sechs potenzielle Sieg-Kandidaten! Sarah Cohen aus Großbritannien hat 2017 die ERM-Station Wiesbaden gewonnen, das möchte die 45-Jährige 2019 wiederholen. Das Olympia erfahrene Ehepaar Jonelle und Tim Price geht für Neuseeland im Schlosspark an den Start, der olympische Medaillenträger Christopher Burton für Australien und der zweifache Vize-Europameister mit dem schwedischen Team, Ludwig Svennerstal. Auch im ‚Busch‘ gilt: Topstarter in Wiesbaden.

Die drei olympischen Disziplinen, drei Titel, drei Chancen zur Verteidigung und jede Menge Konkurrenz beim LONGINES PfingstTurnier Wiesbaden 2019!

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Internationales „Longines PfingstTurnier Wiesbaden“ vom 7. bis 10. Juni mit Jubiläums-Pferde-Nacht und internationaler Reiter-Elite

Holger Wulschner Archivbild  © Foto: Diether v. Goddenthow
Holger Wulschner Archivbild © Foto: Diether v. Goddenthow

Der Countdown für das 83.  Internationale Wiesbadener PfingstTurnier vom 7. bis 10. Juni 2019 im Biebricher Schlosspark mit Kutschenkorso am 4. Juni und Jubiläums-PferdeNacht am 7. Juni läuft. 

Neuer Name „Longines PfingstTurnier Wiesbaden“
Das Internationale Wiesbadener Pfingstturnier wird zum ersten Mal unter dem Namen „Longines PfingstTurnier Wiesbaden“ veranstaltet: „Noch ein wenig Zungenbrecher, aber bis zum Beginn des PfingstTuriers können wir es alle auch richtig aussprechen“, scherzt Kristina Dyckerhoff . Präsidentin Wiesbadener Reit- & Fahr-Club e.V., ein wenig selbstironisch beim heutigen Pressegespräch auf Henkellsfeld. Der Schweizer Uhrenhersteller Longiens unterstütze schon seit 1912 internationale Turniere und große Ereignisse und passe „als professioneller Titelsponsor unseres PfingstTurniers hervorragend zu unserem Konzept, nämlich: hochkarätiger Sport einerseits, angenehme Atmosphäre andererseits und alles eingebettet in dieses wunderschöne Ambiente im Schlosspark“, erläutert Vizepräsident Dr. med. Hanns-Dietrich Rahn.

Vorstand des Wiesbadener Reit- und Fahr-Club e.V., der mit rund 400 Helfern ehrenamtlich das gesamte PfingstTurnier organisiert. Kulisse: Marmorsaal auf Henkellsfeld der HENKELL & CO. SEKTKELLEREI KG. © Foto: Diether v. Goddenthow
Vorstand des Wiesbadener Reit- und Fahr-Club e.V., der mit rund 400 Helfern ehrenamtlich das gesamte PfingstTurnier organisiert. Kulisse: Marmorsaal auf Henkellsfeld der HENKELL & CO. SEKTKELLEREI KG. © Foto: Diether v. Goddenthow

Jubiläen: 70 Jahre im Schlosspark und 25 Jahre PferdeNacht

Gleich zwei Jubiläen gibt es zu feiern: Zum einen wird das PfingstTurnier zum 70. mal im Biebricher Schlosspark ausgetragen. Zum anderen feiert die beliebte PferdeNacht ihren 25. Geburtstag.

Vandersee Stunt Archivbild 2018 © Foto: Diether v. Goddenthow
Vandersee Stunt Archivbild 2018 © Foto: Diether v. Goddenthow

Geboren wurde die Idee der PferdeNacht 1995 als die Zuschauerzahlen tief im Keller waren, und „wir uns fragten, was wir machen können, um neue Zuschauerschichten anzusprechen“, erinnert sich Uli Schneider, genannt ‚Mr. PferdeNacht‘,  da er seither das Riesen-Events organisiert, ehrenamtlich, so wie der gesamte  WRFC-Vorstand und 400 Helfer dies für das Gelingen des PfingstTuniers leisten.  „Da kann man nur dem damaligen und auch heutigen Vorstand dankbar sein, dass wir den Mut hatten, so einen Abend zu entwickeln. Denn das ist schon eine Herausforderung, auf 10 000 Quadratmetern mit riesigen alten Bäumen und fantastischem Ambiente, so eine Show auf die Beine zu stellen“, blickt Uli Schneider mit Recht ein wenig stolz zurück. Auf 10 000 Quadratmetern haben in den vergangenen Jahren 5500 Pferde sich und ihre Darbietungen den Zuschauern gezeigt. „Wir hatten 14 000 Mitwirkende in dieser Zeit, und sage und schreibe 375.000 Zuschauer“, freut sich ‚Mr. PferdeNacht‘ über die große Kontinuität. Denn „in Wiesbaden kommen Veranstaltungen, es gehen welche“, aber die PferdeNacht ziehe auch ohne „große“ Stars jedes Jahr sein Publikum an. Immer wieder von neuem versuche man die Zuschauer „mit der Atmosphäre und unserem Kamerad Pferd zu verzaubern.“ Das ist bisher großartig gelungen.

PferdeNacht – Nacht der Pferde am 7. Juni 2019

Kutschenkorso und Pferdenacht stimmen zum PfingstTurnier ein. Archivbild 2018 © Foto: Diether v. Goddenthow
Kutschenkorso und Pferdenacht stimmen zum PfingstTurnier ein. Archivbild 2018 © Foto: Diether v. Goddenthow

Auch dieses Jahr wird es wieder zum Start des PfingstTurniers am 7. Juni 2019 ab 21.00 Uhr, beginnend mit Einfahrt der Kutschen, eine fantastische PferdeNacht geben. Verraten wird noch nichts, nur so viel: Mit über 300 Pferden werden so viele elegante Rösser  wie noch nie mitmachen. Am Schluss würden 300 Fackel-Träger in die Bahn marschieren, Feuerreiter einreiten und eine bengalische Beleuchtung statt eines Feuerwerkes ein ganz anderes, atmosphärisch einmaliges Abschlussbild zaubern.

Der Kutschenkorso in der Innenstadt am 4. Juni

Kutschenkorso in der Wilhelmsstrasse Archivbild  © Foto: Diether v. Goddenthow
Kutschenkorso in der Wilhelmsstrasse Archivbild © Foto: Diether v. Goddenthow

Am 4. Juni, traditionell am Dienstag vor Pfingsten, wird der Kutschenkorso in der Wiesbadener Innenstadt das Internationale Wiesbadener Longines-PfingstTurnier einläuten mit dem Stopp auf dem Schlossplatz vor dem Rathaus:  Zum Eintreffen der Kutschen und Reiter wird die „Bläsergruppe des Kreisjägervereins Groß-Gerau“ blasen. Anschließend werden die großenteils historischen und mit viel Liebe zum Detail restaurierten Kutschen und herausgeputzten Reiter mit ihren Pferden dem Publikum vorgestellt werden.

Das Reitsport-Turnier – Dressur, Springen, Vielseitigkeit und Voltigieren
Archivbild  © Foto: Diether v. Goddenthow
Archivbild © Foto: Diether v. Goddenthow

Dressur im Schlosspark 2019
Beim LONGINES PfingstTurnier Wiesbaden 2019 sind insgesamt 14 Dressurprüfungen ausgeschrieben, darunter 4 internationale Prüfungen auf Grand Prix-Niveau, 6 internationale Prüfungen für junge Dressurpferde, 2 nationale Prüfungen der ‚Kleinen Tour‘, Prix St. Georges und Intermediaire I sowie 2 nationale Prüfungen für die Teilnehmer des Piaff-Förderpreises.
Obwohl es angesichts der eine Woche nach dem Wiesbadener Pfingstturnier bevorstehenden Deutschen Meisterschaften in Balve gar nicht so einfach war, die Top-Elite nach Wiesbaden zu holen, kommen inzwischen immer mehr Zusagen der absoluten Weltklasse-Reiter, so dass auch in diesem Jahr wieder ein sehr gutes Starterfeld präsentiert werden kann. Darunter etwa Matthias Alexander Rath, der in der großen Tour starten wird, wie auch Silke Rothenberg, die zudem bei den erstmals in diesem Jahr angebotenen Jungpferdwettbewerb teilnehmen wird. An den 6 internationalen Prüfungen für junge Dressurpferde können Top-Reiter, auch parallel zu ihrer Teilnahme an der großen Tour,  mit ihren 5-, 6- und 7-jährigen Jungpferden teilnehmen.

Springen im Schlosspark 2019

Archivbild 2018 © Foto: Diether v. Goddenthow
Archivbild 2018 © Foto: Diether v. Goddenthow

Während des LONGINES PfingstTurniers Wiesbaden 2019 wird sich auch die deutsche und internationale Reiter-Elite im Wiesbadner Schlosspark wieder treffen, unter ihnen viele Olympioniken, Weltmeisterschaftsteilnehmer und andere international bekannte Namen, darunter am Start: Christian Ahlmann, Markus Beerbaum, Ludger Beerbaum, Tobias Meyer, Holger Wulschner, Eva Bitter, Michael Jung, Marco Kutscher, Marcel Marschall, Jan Friederike David Will und viele andere.
Insgesamt sind 21 Springprüfungen ausgeschrieben, darunter 10 internationale Prüfungen ab 1,40-Meter, 3 internationale Springprüfungen der Youngster-Tour, 6 Prüfungen für die internationalen Amateure und 2 nationale Prüfungen für die Teilnehmer des U25-Springpokals.

Von den zehn internationalen Prüfungen zählen vier für die Weltrangliste:

  • der „LONGINES Grand Prix, Großer Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden“
  • die erste Qualifikation für den Großen Preis, der Lotto Hessen-Preis am Samstagabend
  • die zweite Qualifikation für den Großen Preis, der Preis des Hessischen Ministerpräsidenten am Sonntagnachmittag und
  • das Punktespringen mit Joker am Montagmittag.

David Will, erfolgreichster Reiter des PfingstTurniers Wiesbaden 2011 erinnert sich noch als wäre es erst gestern gewesen: „2011 war ich das erste Mal selbst in Wiesbaden am Start. Ich kann mich noch gut an das erste Einreiten durch den Torbogen erinnern – da hatte ich schon Respekt und auch Herzklopfen. Seitdem war ich fast jedes Jahr am Start und freue mich in diesem Jahr ganz besonders auf Wiesbaden. Ich habe zehn Jahre im hessischen Pfungstadt gelebt, habe mich inzwischen selbstständig gemacht und bin seit Mitte April wieder in Hessen zu Hause. Ich bin definitiv ein Stück in Hessen verwurzelt und habe viele Freunde hier, die ich in Wiesbaden treffe. Außerdem liebe ich es, auf großen Rasenplätzen zu reiten. Spring Dark ist meine aktuelle Nummer eins im Stall. Ihn werde ich auf jeden Fall mit nach Wiesbaden bringen.“

Vielseitigkeit im Schlosspark 2019

Ingrid Klimke, die fünffache Siegerin der Vielseitigkeit in Wiesbaden. Archivbild  © Foto: Diether v. Goddenthow
Ingrid Klimke, die fünffache Siegerin der Vielseitigkeit in Wiesbaden. Archivbild © Foto: Diether v. Goddenthow

Beim LONGINES PfingstTurnier Wiesbaden 2019 werden insgesamt auch zwei Vielseitigkeitsprüfungen ausgeschrieben, nämlich die Vier-Sterne-Prüfungen mit Wertungsprüfung: 1. zur Event Rider Masters und 2. für den ‚U25-Förderpreis Vielseitigkeit 2019‘. Die Vielseitigkeitsstrecke führt traditionell wieder durch den idyllischen Schlosspark direkt am Rhein der hessischen Hauptstadt – nah an den Zuschauern, herrlich zu beobachten, mit dem Zieleinritt auf dem großen Springplatz. Internationale Reiter wie Jula Krajewski, Michal Jung, Ingrid Klimke und viele andere werden wieder am Start sein. Sie lieben den Biebricher Schlosspark: “Das PfingstTurnier in Wiesbaden ist einfach ein Traum – nicht nur die Vielseitigkeit mit dem Gelände, auch das ganze Drumherum und der Dressurplatz vor dem Schloss. Dieses Jahr werde ich wieder das Vergnügen haben, im Gelände und in der Dressur an den Start zu gehen. Geplant sind Bobby für die (ERM) und Franziskus für die Special-Tour. Und wer weiß: vielleicht bringe ich ja auch noch ein Springpferd mit :-)“, so Ingrid Klimke, die fünffache Siegerin der Vielseitigkeit in Wiesbaden.

Voltigieren im Schlosspark 2019
Nach Wiesbaden kommt immer nur die Weltspitze zum Voltigieren. Die deutschen Reiter stammen alle samt aus dem Championat und Perspektivkader. In diesem Jahr sind beim LONGINES PfingstTurnier Wiesbaden 2019 insgesamt 4 Voltigierprüfungen ausgeschrieben, nämlich der internationale Voltigier-Wettbewerb für: 1. Damen/Einzel, 2. Herren/Einzel, 3. Gruppen und 4. für den Pas de Deux. Jannis Drewell, Vize-Weltmeister (2016) und 2014 das letzte Mal in Wiesbaden dabei, lobte einmal die guten Wettbewerbs-Bedingungen: „Eigentlich finden unsere Turniere immer unter Dach statt, schon deswegen ist Wiesbaden für uns Voltigierer immer etwas ganz besonderes. Dazu kommt die ganz besondere Atmosphäre vor dem Schloss. Wir sagen auch immer: ‚In Wiesbaden entstehen die schönsten Bilder!‘ Ich freue mich sehr, dass Wiesbaden 2019 wieder in meinen Terminkalender passt. Ich komme dieses Mal mit meiner ‚Eddie The Eagle-Kür‘ nach Wiesbaden und turne zu Musik, die an seinen Film angelehnt ist, und in einem Kostüm, das seinem Skispringer-Anzug sehr ähnlich ist.“

Weitere Infos: PfingstTurnierTicket-Kauf, Starterlisten und   Programm !

Wiesbadener PfingstTurnier vom 7. bis 10. Juni – Wiesbadener Pferdenacht feiert 25. Geburtstag

Pferde, Pferde, Pferde – im Mittelpunkt der Wiesbadener PferdeNacht seit 25 Jahren! Foto: Sprtfotos Lafrentz.de
Pferde, Pferde, Pferde – im Mittelpunkt der Wiesbadener PferdeNacht seit 25 Jahren! Foto: Sprtfotos Lafrentz.de

In 25 Jahren Wiesbadener PferdeNacht ging es in der Hauptsache immer um eins: um Pferde! Alle Rassen, alle Farben, große und kleinste, schnelle Vollblüter und gemütlichere Kaltblüter. Welche, die mit Feuer tanzen und andere, die Mary Poppins, Star Wars oder Tabaluga in den Biebricher Schlosspark brachten. So liegt das Motto für die große 25. Geburtstags-PferdeNacht nah: ‚Pferde, Pferde, Pferde!‘ Seit 18 Jahren wird die Wiesbadener PferdeNacht, eine der größten Pferdeschauen Deutschlands, von der Spielbank Wiesbaden präsentiert. Zwei Partner, die beste Unterhaltung mit den treuesten Freunden der Menschheit, den Pferden, garantieren.

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

„Wir werden ein großes Kaleidoskop der verschiedenen Rassen präsentieren“, freut sich Ulrich Schneider, der seit 25 Jahren die PferdeNacht organisiert. „Riesige Shire Horses sind ebenso dabei wie Barockpferde, Connemara Ponys, Tinker, Mustangs oder Shetlandponys. Insgesamt machen bei der 25. Wiesbadener PferdeNacht mehr als 300 Pferde mit – so viele wie noch nie!“

Die PferdeNacht 2019 wird eine Geburtstags-Mischung aus neuen Schaunummern und Traditionsbildern. Auch in den nächsten 25 Jahren wird die PferdeNacht wohl niemals ohne das große Jagdbild oder die Präsentation der prächtigen Kutschen stattfinden. Sie gehören einfach dazu.

Vandersee Stunt. © Foto: Diether v. Goddenthow
Vandersee Stunt. © Foto: Diether v. Goddenthow

Für rasante Action sorgt das Trickreiter-Team Future Guys aus den Niederlanden. Das rund 20-köpfige Team um den Deutschen Meister und Team-Weltmeister der Working Equitation, Mitja Hinzpeter, zeigt die alten europäischen Arbeitsreitweisen. So wie man früher wilde Rinder gehütet und getrieben hat – es geht um Schnelligkeit, Intelligenz, Vertrauen und Teamwork. Sehr sanft und eher spielerisch treten dagegen die Künstler der Freiheitsdressur aus Frankreich auf: der bereits weltweit bekannte Pierre Fleury und ein noch recht junger Star am Sternenhimmel der Freiheitskünstler, Anne-Gaëlle Bertho. Die junge Französin reist aus ihrem beschaulichen Dorf Saint-Guen in der Bretagne stolze 1000 Kilometer nach Wiesbaden, um beim 25. Geburtstag der PferdeNacht dabei zu sein. Haflinger sind Herzenspferde – optisch und in ihrem Gemüt. Eine Quadrille mit gleich 16 Haflingern kann also nur eine sportliche Herzensangelegenheit werden. Und emotional geht es gleich weiter: PferdeNacht-Schaubilder im Zeitraffer zeigt das gigantische Bild rund um das Team von Dorothee Degenhardt aus Taunusstein. Tabaluga, Indianer, Kinder dieser Welt, Star Wars, Reise durch die Kontinente, Herr der Ringe und nicht zuletzt die vom Himmel schwebende Mary Poppins – sie alle haben in den vergangenen 25 Jahren PferdeNacht den Biebricher Schlosspark verwandelt. Und sie alle werden im Zeitraffer beim 25. Geburtstag mit einem gemeinsamen großartigen Bühnenbild feiern.

Foto: WRFC
Foto: WRFC

Ein Feuerbild mit bengalischem Lichtermeer, Flammenwerfer, unerwartete Lichtspiele auf dem 10.000 Quadratmeter großen Rasenplatz und 250 Fackelträger. Im Zentrum zwei Pferde und dazu zauberhafte Musik – nein, das kann man sich nicht vorstellen. Das muss man erleben: beim 25. Geburtstag der Wiesbadener PferdeNacht am Abend des 7. Juni!
Schneider wünscht sich vor allem eins für diesen besonderen Geburtstag: „Dass wir nicht 25 Jahre alt, sondern jung sind und dass wir noch lange nicht am Ende sind.“

Ein Prosit auf die vergangenen und auf die nächsten 25 Jahre Wiesbadener PferdeNacht…
(KiK/Equiwords)

Tickets:
Tickets bestellen bei www.Ticketmaster.de und Telefon 01806 – 999 0000.

Das Internationale Wiesbadener PfingstTurnier feiert 2019 zwei runde Geburtstage! 90 Jahre Wiesbadener PfingstTurnier 70 Jahre Wiesbadener PfingstTurnier im Schlosspark

 © Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

1929 trug der Wiesbadener Reit- und Fahr-Club sein allererstes Turnier aus – mit sechs Prüfungen und 100 Nennungen. 20 Jahre später feierte das Wiesbadener Turnier Premiere im Biebricher Schlosspark. Das Turnier hatte sich enorm gemausert, trotz Unterbrechung durch den Zweiten Weltkrieg. 1949 gingen bereits 270 Pferde an den Start, 24 Prüfungen waren ausgeschrieben. 2019 feiert das Internationale Wiesbadener PfingstTurnier nun vom 7. bis 10. Juni 70. Geburtstag im Schlosspark. Es ist das 83. PfingstTurnier insgesamt.

2001 nahm das Traditionsturnier die damals neu ins Leben gerufene Serie ‚Riders Tour‘ mit ins Programm auf. 18 Jahre konnte diese Serie Wiesbadener Tradition und Erfahrung genießen, das PfingstTurnier dagegen freute sich über moderne Impulse – auch durch diese Serie. Tradition kombiniert mit moderner Entwicklung und neuen Herausforderungen – das ist schon immer das Motto der Macher vom WRFC. 2019 wird die Riders Tour nicht mehr Bestandteil des PfingstTurniers sein, neue Impulse kommen inzwischen beispielsweise von der Vielseitigkeitsserie Event Riders Masters (ERM), die zum dritten Mal im Schlosspark dabei ist. Oder auch vom neuen Dressurkonzept mit den internationalen Prüfungen für fünf- bis siebenjährige Pferde mit Blick auf die Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde. „Für uns ist Tradition ein sehr wichtiger Aspekt“, betont WRFC-Präsidentin Kristina Dyckerhoff, „aber immer mit dem Blick in die Zukunft und auf moderne Entwicklungen des Sports.“

Traditioneller Programmpunkt bleibt natürlich der Große Preis für die internationalen Springreiter am Pfingstmontag. 1952 wurde erstmals ein CHI beim PfingstTurnier ausgerichtet, also ein internationales Turnier. 1958 erstmals der Große Preis, dessen Sieger Hans Günter Winkler auf Halla war. Im Juli 2018 ist der fünfmalige Olympiasieger im Alter von 91 Jahren gestorben. 2019 wird das PfingstTurnier erstmals nach dem Tod dieser Springreit-Legende ausgetragen. ‚HGW‘ hat vor allen Dingen die 50er, 60er und auch die 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts geprägt und nicht zuletzt auch dem Wiesbadener Turnier seinen Stempel aufgedrückt. In Wiesbaden gehörte er zu den Stammgästen, zunächst im Sattel, dann als Zuschauer. 2018 gewann Christian Ahlmann mit Clintrexo Z den Großen Preis im Schlosspark. Von Winkler bis Ahlmann – die Pferde haben sich verändert, die Reiterei hat sich verändert, der Sport hat sich verändert. Das Internationale Wiesbadener PfingstTurnier ist die traditionelle Bühne dieser Entwicklung – seit 90 Jahren insgesamt, seit 70 Jahren im Biebricher Schlosspark.
(KiK/EquiWords)

INTERNATIONALES WIESBADENER PFINGSTTURNIER 2019 – Neues Dressurkonzept beim PfingstTurnier

Neues Dressurkonzept beim PfingstTurnier – mit Prüfungen für internationale Dressur- Nachwuchspferde und erneut mit Piaff-Förderpreis –

Ingrid Klimke Archivbild 2018, © Foto: Diether v. Goddenthow
Ingrid Klimke Archivbild 2018, © Foto: Diether v. Goddenthow

Das Internationale Wiesbadener PfingstTurnier und der Spitzen-Dressursport haben eine lange gemeinsame Geschichte. Wichtiges Kapitel in dieser Geschichte ist der ‚Nachwuchs‘. Viele Jahre war das PfingstTurnier Sichtungs-Turnier für die anstehenden Europameisterschaften der Nachwuchsreiter. Dem Nachwuchs bleibt auch das 83. Internationale Wiesbadener PfingstTurnier treu – mit einem großen Unterschied. In diesem Jahr wird das romantische Dressurviereck vor dem Biebricher Schloss nicht Bühne für den zweibeinigen, sondern erstmals für den vierbeinigen Nachwuchs. Internationale Dressurprüfungen für fünf-, sechs- und siebenjährige Dressur-Nachwuchspferde stehen auf dem Programm.

„Die Zeitschiene ist in diesem Sommer für alle Turniere etwas nach hinten verschoben, angefangen mit dem späten Ostertermin. So liegen wichtige Turniere für die Nachwuchsreiter sehr eng beieinander“, erklärt Wiesbadens Dressur-Chefin Isabelle Kettner. „Das brachte uns auf die Idee, erstmals die besten Nachwuchspferde einzubeziehen statt der Nachwuchsreiter. Und ich muss sagen: Je länger wir über das neue Konzept nachgedacht haben, umso besser gefällt es uns.“

Vom 1. bis 4. August finden die Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde im niederländischen Ermelo statt. Somit liegt das Internationale Wiesbadener PfingstTurnier vom 7. bis 10. Juni in der Vorbereitung zeitlich optimal. „Bei uns im Schlosspark können sich die Spitzen-Nachwuchspferde auf herrlicher Bühne präsentieren, internationalen Richtern und einem sehr fachkundigen Publikum zeigen. Zudem können die Pferde mit Blick auf die WM noch einmal viel lernen, vom Ablauf, von der Kulisse, von den Bedingungen.“

Die beiden ‚Großen Touren‘ mit Grand Prix und Special auf der einen und Grand Prix und Flutlichtkür auf der anderen Seite bleiben natürlich bestehen. Auch die bewährte ‚Kleine Tour‘ mit Prix St. Georges und Intermediaire I ist weiterhin fester Teil des Programms.

Für die internationalen Dressurreiter bedeutet das: Sie können 2019 erstmals mit sechs Pferden im Biebricher Schlosspark an den Start gehen – zwei für die beiden Großen Touren, ein Pferd für die Kleine Tour und drei für die neuen Nachwuchs-Prüfungen.

So lohnt sich die Reise nach Wiesbaden gleich sechsfach!

Außerdem sind die U25-Reiter zurück im Schlosspark: In diesem Jahr kehrt der Piaff-Förderpreis für Deutschlands beste U25-Reiter wieder nach Wiesbaden zurück. Wer bei dieser hochkarätigen Serie in dieser Saison dabei ist, das entscheidet sich bereits Anfang Februar, wenn in Warendorf der alljährliche Auswahl-Lehrgang auf dem Programm steht. Die Spannung steigt…!

Das 83. Internationale Wiesbadener PfingstTurnier – mit neuem Dressurkonzept und mit traditionellem top Niveau.

Tickets für das 83. Internationale Wiesbadener PfingstTurnier gibt es im Vorverkauf bei ticketmaster (www.ticketmaster.de) oder mit weiteren Informationen unter www.pfingstturnier.org.
(KiK/Equiwords)

WRFC-Ehrenpräsidentin Veronika Dyckerhoff ist verstorben

Impression vom 82. Internationalem Pfingstturier 2018: Ehrenpräsidentin Veronika Dyckerhoff gratuliert Michael Jung, dem Sieger des Preises der Familie Dyckerhoff in Höhe von 25.000 Euro. © Foto: Diether v. Goddenthow
Impression vom 82. Internationalem Pfingstturier 2018: Ehrenpräsidentin Veronika Dyckerhoff gratuliert Michael Jung, dem Sieger des Preises der Familie Dyckerhoff in Höhe von 25.000 Euro. © Foto: Diether v. Goddenthow

Der Vorstand und die Mitglieder des Wiesbadener Reit- und Fahr-Clubs e.V. trauern um ihre Ehrenpräsidentin. Veronika Dyckerhoff, die Mutter von WRFC-Präsidentin Kristina Dyckerhoff, ist am 18. August im Alter von 101 Jahren verstorben.

„Mit ihrer herausragenden Persönlichkeit, ihrer herzlichen Ausstrahlung und ihrem immer währenden Engagement“, betont der Vizepräsident des WRFC Dr. Hanns-Dietrich Rahn, „hat Veronika Dyckerhoff über Jahrzehnte das Leben des Wiesbadener Reit- und Fahr-Clubs e.V. und insbesondere des Internationalen Wiesbadener PfingstTurniers intensiv geprägt.“

Veronika Dyckerhoff hatte ihr ganzes Leben die Pferde im Herzen. Auf dem Gut ihrer Großeltern, Gut Truntlack in Ostpreußen, schnupperte sie ersten Pferdeduft, der sie nie wieder losgelassen hat. Mit 13 Jahren hat sie ihr erstes eigenes Pferd, Grauchen, bekommen. Bis zum Ende ihrer Tage war sie stolze Pferdebesitzerin und freute sich, dass ihre fünf Enkelkinder auch schon Interesse am Pferdesport zeigen.

Veronika Dyckerhoff war es, die bei einem Spaziergang mit ihrem Mann und ihren beiden Schnauzern die Idee hatte, das Internationale Wiesbadener PfingstTurnier in den Biebricher Schlosspark zu verlegen. Jedes Jahr, auch in diesem Jahr noch, verbrachte sie ihre Pfingsttage im Schlosspark und verfolgte begeistert die reiterlichen Wettbewerbe. Ihr besonderes Interesse aber, ihre Leidenschaft, galt der Jagdreiterei.

Am 24. Juni 1917 war Veronika Dyckerhoff in Königsberg/Ostpreußen geboren worden. Es war auch die Liebe und die Passion für die Pferde, die ihr 101 erfüllte Jahre bescherten.