Kategorie-Archiv: Pfingstturnier Wiesbaden

In 14 Tagen beginnt das LONGINES PfingstTurnier Wiesbaden – nahezu alle Titelverteidiger aus dem vergangenen Jahr sind dabei – in allen drei olympischen Disziplinen!

Christian Ahlmann -  Titelverteidiger im Springen beim LONGINES PfingstTurnier Wiesbaden 2019 © Foto: Diether v. Goddenthow
Christian Ahlmann – Titelverteidiger im Springen beim LONGINES PfingstTurnier Wiesbaden 2019 © Foto: Diether v. Goddenthow

Titelverteidigung Springen – Christian Ahlmann
Christian Ahlmann hat mit Clintrexo beim PfingstTurnier 2018 den Großen Preis der Landeshauptstadt gewonnen. Es war das erste Mal, dass der viermalige Olympiateilnehmer die Ehrenrunde des Großen Preises im Biebricher Schlosspark anführte. „Mit dem Sieg hatte ich überhaupt nicht gerechnet, aber Clintrexo ist ein Ausnahmepferd“, strahlte Ahlmann nach seinem Sieg. 2019 tritt der 44-Jährige wieder in Wiesbaden an – sein Titel möchte verteidigt werden, aber die Konkurrenz scharrt ebenfalls mit den Hufen.

So reisen beispielsweise die Brüder Beerbaum, Markus und Ludger, an. Beide wissen, wie man im Biebricher Schlosspark gewinnt. Ludger Beerbaum hat den Großen Preis des PfingstTurniers schon vor 23 Jahren gewonnen, das war 1996, außerdem 2002 und 2011. Markus Beerbaum hieß der Sieger im Großen Preis 1997. 2017 führte Holger Wulschner die Ehrenrunde auf dem traditionellen Springplatz an, auch er möchte seinen Titel 2019 wieder verteidigen.

Auf der Liste der deutschen Reiter, die für Wiesbaden ihre Nennung abgegeben haben, stehen sechs Namen, die schon Championatsmedaillen gewonnen haben. Neben Ahlmann und den Brüdern Beerbaum sind das Marco Kutscher, Janne Friederike Meyer-Zimmermann und Michael Jung, wenngleich er bisher ausschließlich in der Vielseitigkeit Medaillen eroberte. Diese sechs bringen insgesamt 59 Championatsmedaillen inklusive olympischer Medaillen mit in Wiesbadens Parcours. Auch aus anderen Nationen treten starke Reiter an: Luciana Diniz beispielsweise – die für Portugal startet und den Großen Preis in Wiesbaden 2012 gewann. Jeroen Dubbeldam – der niederländische Olympiasieger von 2000. Oder die starken Reiter aus der Schweiz und Irland wie Pius Schwizer und Billy Twomey. Ganz sicher haben viele auch noch das olympische Doppelgold 1996 von Ulrich Kirchhoff in Erinnerung. 2019 geht er in Wiesbaden für die Ukraine an den Start. Der LONGINES Grand Prix, Großer Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden – es dürfte ganz sicher keine leichte Titelverteidigung für Christian Ahlmann werden.

Titelverteidigung Dressur – Dorothee Schneider
So wie Ahlmann im vergangenen Jahr erstmals den Großen Preis der Springreiter in Wiesbaden gewonnen hat, so hat sich Dorothee Schneider erstmals im Großen Preis der Dressurreiter, im Grand Prix Special, den Sieg gesichert. Ihr Partner: der damals erst zehnjährige Faustus. „Das war ein Gefühl zum Genießen“, freute sich Schneider. Zum 83. LONGINES PfingstTurnier Wiesbaden bringt die Mannschafts-Olympiasiegerin in diesem Jahr die elfjährige Pathétique mit – Mission Titelverteidigung kann beginnen.

Aber auch sie trifft auf solche, die das Siegen in Wiesbaden lieben, allen voran Wiesbadens Rekordsiegerin Isabell Werth. Werth hat bisher siebenmal die Flutlicht-Kür und zwölfmal den Grand Prix Spezial vor dem Schloss gewonnen, 2019 ist auch sie wieder dabei. Außerdem haben sich die Wiesbaden-Sieger Sönke Rothenberger (Sieg im Grand Prix Spezial 2017) und Matthias Alexander Rath (Sieg im Grand Prix Spezial 2011 und 2014) angekündigt, ebenso Reitmeisterin Ingrid Klimke und natürlich Lokalmatadorin Anja Plönzke. Die zweifachen Olympiareiterinnen Emma Hindle und Laura Tomlinson reisen aus Großbritannien an, Heather Blitz geht für die USA in Wiesbaden an den Start und Hirohiko Koyanagi wird Japan vertreten. Internationalität und Olympiaerfahrung prägen Wiesbadens Dressur-Starterfeld 2019.

Titelverteidigung Vielseitigkeit – Ingrid Klimke
Vier Reiter aus dem aktuellen Olympiakader der Vielseitigkeit haben sich angekündigt – Wiesbaden hat sich als Top-Turnier für die ‚Buschis‘ etabliert und ist im dritten Jahr Teil der Eventing Rider Masters (ERM). Wiesbadens Vielfach-Sieger Michael Jung (viermaliger Wi-Sieger) und Ingrid Klimke (fünfmalige Wi-Siegerin, zuletzt 2018) treffen auf ihre Kaderkollegen Andreas Ostholt und Josefa Sommer. Dirk Schrade und Christoph Wahler aus dem Perspektivkader stehen ebenfalls auf der Nennliste. Sechs deutsche Kaderreiter, sechs potenzielle Sieg-Kandidaten! Sarah Cohen aus Großbritannien hat 2017 die ERM-Station Wiesbaden gewonnen, das möchte die 45-Jährige 2019 wiederholen. Das Olympia erfahrene Ehepaar Jonelle und Tim Price geht für Neuseeland im Schlosspark an den Start, der olympische Medaillenträger Christopher Burton für Australien und der zweifache Vize-Europameister mit dem schwedischen Team, Ludwig Svennerstal. Auch im ‚Busch‘ gilt: Topstarter in Wiesbaden.

Die drei olympischen Disziplinen, drei Titel, drei Chancen zur Verteidigung und jede Menge Konkurrenz beim LONGINES PfingstTurnier Wiesbaden 2019!

 www.pfingstturnier.org

Internationales „Longines PfingstTurnier Wiesbaden“ vom 7. bis 10. Juni mit Jubiläums-Pferde-Nacht und internationaler Reiter-Elite

Holger Wulschner Archivbild  © Foto: Diether v. Goddenthow
Holger Wulschner Archivbild © Foto: Diether v. Goddenthow

Der Countdown für das 83.  Internationale Wiesbadener PfingstTurnier vom 7. bis 10. Juni 2019 im Biebricher Schlosspark mit Kutschenkorso am 4. Juni und Jubiläums-PferdeNacht am 7. Juni läuft. 

Neuer Name „Longines PfingstTurnier Wiesbaden“
Das Internationale Wiesbadener Pfingstturnier wird zum ersten Mal unter dem Namen „Longines PfingstTurnier Wiesbaden“ veranstaltet: „Noch ein wenig Zungenbrecher, aber bis zum Beginn des PfingstTuriers können wir es alle auch richtig aussprechen“, scherzt Kristina Dyckerhoff . Präsidentin Wiesbadener Reit- & Fahr-Club e.V., ein wenig selbstironisch beim heutigen Pressegespräch auf Henkellsfeld. Der Schweizer Uhrenhersteller Longiens unterstütze schon seit 1912 internationale Turniere und große Ereignisse und passe „als professioneller Titelsponsor unseres PfingstTurniers hervorragend zu unserem Konzept, nämlich: hochkarätiger Sport einerseits, angenehme Atmosphäre andererseits und alles eingebettet in dieses wunderschöne Ambiente im Schlosspark“, erläutert Vizepräsident Dr. med. Hanns-Dietrich Rahn.

Vorstand des Wiesbadener Reit- und Fahr-Club e.V., der mit rund 400 Helfern ehrenamtlich das gesamte PfingstTurnier organisiert. Kulisse: Marmorsaal auf Henkellsfeld der HENKELL & CO. SEKTKELLEREI KG. © Foto: Diether v. Goddenthow
Vorstand des Wiesbadener Reit- und Fahr-Club e.V., der mit rund 400 Helfern ehrenamtlich das gesamte PfingstTurnier organisiert. Kulisse: Marmorsaal auf Henkellsfeld der HENKELL & CO. SEKTKELLEREI KG. © Foto: Diether v. Goddenthow

Jubiläen: 70 Jahre im Schlosspark und 25 Jahre PferdeNacht

Gleich zwei Jubiläen gibt es zu feiern: Zum einen wird das PfingstTurnier zum 70. mal im Biebricher Schlosspark ausgetragen. Zum anderen feiert die beliebte PferdeNacht ihren 25. Geburtstag.

Vandersee Stunt Archivbild 2018 © Foto: Diether v. Goddenthow
Vandersee Stunt Archivbild 2018 © Foto: Diether v. Goddenthow

Geboren wurde die Idee der PferdeNacht 1995 als die Zuschauerzahlen tief im Keller waren, und „wir uns fragten, was wir machen können, um neue Zuschauerschichten anzusprechen“, erinnert sich Uli Schneider, genannt ‚Mr. PferdeNacht‘,  da er seither das Riesen-Events organisiert, ehrenamtlich, so wie der gesamte  WRFC-Vorstand und 400 Helfer dies für das Gelingen des PfingstTuniers leisten.  „Da kann man nur dem damaligen und auch heutigen Vorstand dankbar sein, dass wir den Mut hatten, so einen Abend zu entwickeln. Denn das ist schon eine Herausforderung, auf 10 000 Quadratmetern mit riesigen alten Bäumen und fantastischem Ambiente, so eine Show auf die Beine zu stellen“, blickt Uli Schneider mit Recht ein wenig stolz zurück. Auf 10 000 Quadratmetern haben in den vergangenen Jahren 5500 Pferde sich und ihre Darbietungen den Zuschauern gezeigt. „Wir hatten 14 000 Mitwirkende in dieser Zeit, und sage und schreibe 375.000 Zuschauer“, freut sich ‚Mr. PferdeNacht‘ über die große Kontinuität. Denn „in Wiesbaden kommen Veranstaltungen, es gehen welche“, aber die PferdeNacht ziehe auch ohne „große“ Stars jedes Jahr sein Publikum an. Immer wieder von neuem versuche man die Zuschauer „mit der Atmosphäre und unserem Kamerad Pferd zu verzaubern.“ Das ist bisher großartig gelungen.

PferdeNacht – Nacht der Pferde am 7. Juni 2019

Kutschenkorso und Pferdenacht stimmen zum PfingstTurnier ein. Archivbild 2018 © Foto: Diether v. Goddenthow
Kutschenkorso und Pferdenacht stimmen zum PfingstTurnier ein. Archivbild 2018 © Foto: Diether v. Goddenthow

Auch dieses Jahr wird es wieder zum Start des PfingstTurniers am 7. Juni 2019 ab 21.00 Uhr, beginnend mit Einfahrt der Kutschen, eine fantastische PferdeNacht geben. Verraten wird noch nichts, nur so viel: Mit über 300 Pferden werden so viele elegante Rösser  wie noch nie mitmachen. Am Schluss würden 300 Fackel-Träger in die Bahn marschieren, Feuerreiter einreiten und eine bengalische Beleuchtung statt eines Feuerwerkes ein ganz anderes, atmosphärisch einmaliges Abschlussbild zaubern.

Der Kutschenkorso in der Innenstadt am 4. Juni

Kutschenkorso in der Wilhelmsstrasse Archivbild  © Foto: Diether v. Goddenthow
Kutschenkorso in der Wilhelmsstrasse Archivbild © Foto: Diether v. Goddenthow

Am 4. Juni, traditionell am Dienstag vor Pfingsten, wird der Kutschenkorso in der Wiesbadener Innenstadt das Internationale Wiesbadener Longines-PfingstTurnier einläuten mit dem Stopp auf dem Schlossplatz vor dem Rathaus:  Zum Eintreffen der Kutschen und Reiter wird die „Bläsergruppe des Kreisjägervereins Groß-Gerau“ blasen. Anschließend werden die großenteils historischen und mit viel Liebe zum Detail restaurierten Kutschen und herausgeputzten Reiter mit ihren Pferden dem Publikum vorgestellt werden.

Das Reitsport-Turnier – Dressur, Springen, Vielseitigkeit und Voltigieren
Archivbild  © Foto: Diether v. Goddenthow
Archivbild © Foto: Diether v. Goddenthow

Dressur im Schlosspark 2019
Beim LONGINES PfingstTurnier Wiesbaden 2019 sind insgesamt 14 Dressurprüfungen ausgeschrieben, darunter 4 internationale Prüfungen auf Grand Prix-Niveau, 6 internationale Prüfungen für junge Dressurpferde, 2 nationale Prüfungen der ‚Kleinen Tour‘, Prix St. Georges und Intermediaire I sowie 2 nationale Prüfungen für die Teilnehmer des Piaff-Förderpreises.
Obwohl es angesichts der eine Woche nach dem Wiesbadener Pfingstturnier bevorstehenden Deutschen Meisterschaften in Balve gar nicht so einfach war, die Top-Elite nach Wiesbaden zu holen, kommen inzwischen immer mehr Zusagen der absoluten Weltklasse-Reiter, so dass auch in diesem Jahr wieder ein sehr gutes Starterfeld präsentiert werden kann. Darunter etwa Matthias Alexander Rath, der in der großen Tour starten wird, wie auch Silke Rothenberg, die zudem bei den erstmals in diesem Jahr angebotenen Jungpferdwettbewerb teilnehmen wird. An den 6 internationalen Prüfungen für junge Dressurpferde können Top-Reiter, auch parallel zu ihrer Teilnahme an der großen Tour,  mit ihren 5-, 6- und 7-jährigen Jungpferden teilnehmen.

Springen im Schlosspark 2019

Archivbild 2018 © Foto: Diether v. Goddenthow
Archivbild 2018 © Foto: Diether v. Goddenthow

Während des LONGINES PfingstTurniers Wiesbaden 2019 wird sich auch die deutsche und internationale Reiter-Elite im Wiesbadner Schlosspark wieder treffen, unter ihnen viele Olympioniken, Weltmeisterschaftsteilnehmer und andere international bekannte Namen, darunter am Start: Christian Ahlmann, Markus Beerbaum, Ludger Beerbaum, Tobias Meyer, Holger Wulschner, Eva Bitter, Michael Jung, Marco Kutscher, Marcel Marschall, Jan Friederike David Will und viele andere.
Insgesamt sind 21 Springprüfungen ausgeschrieben, darunter 10 internationale Prüfungen ab 1,40-Meter, 3 internationale Springprüfungen der Youngster-Tour, 6 Prüfungen für die internationalen Amateure und 2 nationale Prüfungen für die Teilnehmer des U25-Springpokals.

Von den zehn internationalen Prüfungen zählen vier für die Weltrangliste:

  • der „LONGINES Grand Prix, Großer Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden“
  • die erste Qualifikation für den Großen Preis, der Lotto Hessen-Preis am Samstagabend
  • die zweite Qualifikation für den Großen Preis, der Preis des Hessischen Ministerpräsidenten am Sonntagnachmittag und
  • das Punktespringen mit Joker am Montagmittag.

David Will, erfolgreichster Reiter des PfingstTurniers Wiesbaden 2011 erinnert sich noch als wäre es erst gestern gewesen: „2011 war ich das erste Mal selbst in Wiesbaden am Start. Ich kann mich noch gut an das erste Einreiten durch den Torbogen erinnern – da hatte ich schon Respekt und auch Herzklopfen. Seitdem war ich fast jedes Jahr am Start und freue mich in diesem Jahr ganz besonders auf Wiesbaden. Ich habe zehn Jahre im hessischen Pfungstadt gelebt, habe mich inzwischen selbstständig gemacht und bin seit Mitte April wieder in Hessen zu Hause. Ich bin definitiv ein Stück in Hessen verwurzelt und habe viele Freunde hier, die ich in Wiesbaden treffe. Außerdem liebe ich es, auf großen Rasenplätzen zu reiten. Spring Dark ist meine aktuelle Nummer eins im Stall. Ihn werde ich auf jeden Fall mit nach Wiesbaden bringen.“

Vielseitigkeit im Schlosspark 2019

Ingrid Klimke, die fünffache Siegerin der Vielseitigkeit in Wiesbaden. Archivbild  © Foto: Diether v. Goddenthow
Ingrid Klimke, die fünffache Siegerin der Vielseitigkeit in Wiesbaden. Archivbild © Foto: Diether v. Goddenthow

Beim LONGINES PfingstTurnier Wiesbaden 2019 werden insgesamt auch zwei Vielseitigkeitsprüfungen ausgeschrieben, nämlich die Vier-Sterne-Prüfungen mit Wertungsprüfung: 1. zur Event Rider Masters und 2. für den ‚U25-Förderpreis Vielseitigkeit 2019‘. Die Vielseitigkeitsstrecke führt traditionell wieder durch den idyllischen Schlosspark direkt am Rhein der hessischen Hauptstadt – nah an den Zuschauern, herrlich zu beobachten, mit dem Zieleinritt auf dem großen Springplatz. Internationale Reiter wie Jula Krajewski, Michal Jung, Ingrid Klimke und viele andere werden wieder am Start sein. Sie lieben den Biebricher Schlosspark: “Das PfingstTurnier in Wiesbaden ist einfach ein Traum – nicht nur die Vielseitigkeit mit dem Gelände, auch das ganze Drumherum und der Dressurplatz vor dem Schloss. Dieses Jahr werde ich wieder das Vergnügen haben, im Gelände und in der Dressur an den Start zu gehen. Geplant sind Bobby für die (ERM) und Franziskus für die Special-Tour. Und wer weiß: vielleicht bringe ich ja auch noch ein Springpferd mit :-)“, so Ingrid Klimke, die fünffache Siegerin der Vielseitigkeit in Wiesbaden.

Voltigieren im Schlosspark 2019
Nach Wiesbaden kommt immer nur die Weltspitze zum Voltigieren. Die deutschen Reiter stammen alle samt aus dem Championat und Perspektivkader. In diesem Jahr sind beim LONGINES PfingstTurnier Wiesbaden 2019 insgesamt 4 Voltigierprüfungen ausgeschrieben, nämlich der internationale Voltigier-Wettbewerb für: 1. Damen/Einzel, 2. Herren/Einzel, 3. Gruppen und 4. für den Pas de Deux. Jannis Drewell, Vize-Weltmeister (2016) und 2014 das letzte Mal in Wiesbaden dabei, lobte einmal die guten Wettbewerbs-Bedingungen: „Eigentlich finden unsere Turniere immer unter Dach statt, schon deswegen ist Wiesbaden für uns Voltigierer immer etwas ganz besonderes. Dazu kommt die ganz besondere Atmosphäre vor dem Schloss. Wir sagen auch immer: ‚In Wiesbaden entstehen die schönsten Bilder!‘ Ich freue mich sehr, dass Wiesbaden 2019 wieder in meinen Terminkalender passt. Ich komme dieses Mal mit meiner ‚Eddie The Eagle-Kür‘ nach Wiesbaden und turne zu Musik, die an seinen Film angelehnt ist, und in einem Kostüm, das seinem Skispringer-Anzug sehr ähnlich ist.“

Weitere Infos: PfingstTurnierTicket-Kauf, Starterlisten und   Programm !

Wiesbadener PfingstTurnier vom 7. bis 10. Juni – Wiesbadener Pferdenacht feiert 25. Geburtstag

Pferde, Pferde, Pferde – im Mittelpunkt der Wiesbadener PferdeNacht seit 25 Jahren! Foto: Sprtfotos Lafrentz.de
Pferde, Pferde, Pferde – im Mittelpunkt der Wiesbadener PferdeNacht seit 25 Jahren! Foto: Sprtfotos Lafrentz.de

In 25 Jahren Wiesbadener PferdeNacht ging es in der Hauptsache immer um eins: um Pferde! Alle Rassen, alle Farben, große und kleinste, schnelle Vollblüter und gemütlichere Kaltblüter. Welche, die mit Feuer tanzen und andere, die Mary Poppins, Star Wars oder Tabaluga in den Biebricher Schlosspark brachten. So liegt das Motto für die große 25. Geburtstags-PferdeNacht nah: ‚Pferde, Pferde, Pferde!‘ Seit 18 Jahren wird die Wiesbadener PferdeNacht, eine der größten Pferdeschauen Deutschlands, von der Spielbank Wiesbaden präsentiert. Zwei Partner, die beste Unterhaltung mit den treuesten Freunden der Menschheit, den Pferden, garantieren.

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

„Wir werden ein großes Kaleidoskop der verschiedenen Rassen präsentieren“, freut sich Ulrich Schneider, der seit 25 Jahren die PferdeNacht organisiert. „Riesige Shire Horses sind ebenso dabei wie Barockpferde, Connemara Ponys, Tinker, Mustangs oder Shetlandponys. Insgesamt machen bei der 25. Wiesbadener PferdeNacht mehr als 300 Pferde mit – so viele wie noch nie!“

Die PferdeNacht 2019 wird eine Geburtstags-Mischung aus neuen Schaunummern und Traditionsbildern. Auch in den nächsten 25 Jahren wird die PferdeNacht wohl niemals ohne das große Jagdbild oder die Präsentation der prächtigen Kutschen stattfinden. Sie gehören einfach dazu.

Vandersee Stunt. © Foto: Diether v. Goddenthow
Vandersee Stunt. © Foto: Diether v. Goddenthow

Für rasante Action sorgt das Trickreiter-Team Future Guys aus den Niederlanden. Das rund 20-köpfige Team um den Deutschen Meister und Team-Weltmeister der Working Equitation, Mitja Hinzpeter, zeigt die alten europäischen Arbeitsreitweisen. So wie man früher wilde Rinder gehütet und getrieben hat – es geht um Schnelligkeit, Intelligenz, Vertrauen und Teamwork. Sehr sanft und eher spielerisch treten dagegen die Künstler der Freiheitsdressur aus Frankreich auf: der bereits weltweit bekannte Pierre Fleury und ein noch recht junger Star am Sternenhimmel der Freiheitskünstler, Anne-Gaëlle Bertho. Die junge Französin reist aus ihrem beschaulichen Dorf Saint-Guen in der Bretagne stolze 1000 Kilometer nach Wiesbaden, um beim 25. Geburtstag der PferdeNacht dabei zu sein. Haflinger sind Herzenspferde – optisch und in ihrem Gemüt. Eine Quadrille mit gleich 16 Haflingern kann also nur eine sportliche Herzensangelegenheit werden. Und emotional geht es gleich weiter: PferdeNacht-Schaubilder im Zeitraffer zeigt das gigantische Bild rund um das Team von Dorothee Degenhardt aus Taunusstein. Tabaluga, Indianer, Kinder dieser Welt, Star Wars, Reise durch die Kontinente, Herr der Ringe und nicht zuletzt die vom Himmel schwebende Mary Poppins – sie alle haben in den vergangenen 25 Jahren PferdeNacht den Biebricher Schlosspark verwandelt. Und sie alle werden im Zeitraffer beim 25. Geburtstag mit einem gemeinsamen großartigen Bühnenbild feiern.

Foto: WRFC
Foto: WRFC

Ein Feuerbild mit bengalischem Lichtermeer, Flammenwerfer, unerwartete Lichtspiele auf dem 10.000 Quadratmeter großen Rasenplatz und 250 Fackelträger. Im Zentrum zwei Pferde und dazu zauberhafte Musik – nein, das kann man sich nicht vorstellen. Das muss man erleben: beim 25. Geburtstag der Wiesbadener PferdeNacht am Abend des 7. Juni!
Schneider wünscht sich vor allem eins für diesen besonderen Geburtstag: „Dass wir nicht 25 Jahre alt, sondern jung sind und dass wir noch lange nicht am Ende sind.“

Ein Prosit auf die vergangenen und auf die nächsten 25 Jahre Wiesbadener PferdeNacht…
(KiK/Equiwords)

Tickets:
Tickets bestellen bei www.Ticketmaster.de und Telefon 01806 – 999 0000.

Das Internationale Wiesbadener PfingstTurnier feiert 2019 zwei runde Geburtstage! 90 Jahre Wiesbadener PfingstTurnier 70 Jahre Wiesbadener PfingstTurnier im Schlosspark

 © Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

1929 trug der Wiesbadener Reit- und Fahr-Club sein allererstes Turnier aus – mit sechs Prüfungen und 100 Nennungen. 20 Jahre später feierte das Wiesbadener Turnier Premiere im Biebricher Schlosspark. Das Turnier hatte sich enorm gemausert, trotz Unterbrechung durch den Zweiten Weltkrieg. 1949 gingen bereits 270 Pferde an den Start, 24 Prüfungen waren ausgeschrieben. 2019 feiert das Internationale Wiesbadener PfingstTurnier nun vom 7. bis 10. Juni 70. Geburtstag im Schlosspark. Es ist das 83. PfingstTurnier insgesamt.

2001 nahm das Traditionsturnier die damals neu ins Leben gerufene Serie ‚Riders Tour‘ mit ins Programm auf. 18 Jahre konnte diese Serie Wiesbadener Tradition und Erfahrung genießen, das PfingstTurnier dagegen freute sich über moderne Impulse – auch durch diese Serie. Tradition kombiniert mit moderner Entwicklung und neuen Herausforderungen – das ist schon immer das Motto der Macher vom WRFC. 2019 wird die Riders Tour nicht mehr Bestandteil des PfingstTurniers sein, neue Impulse kommen inzwischen beispielsweise von der Vielseitigkeitsserie Event Riders Masters (ERM), die zum dritten Mal im Schlosspark dabei ist. Oder auch vom neuen Dressurkonzept mit den internationalen Prüfungen für fünf- bis siebenjährige Pferde mit Blick auf die Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde. „Für uns ist Tradition ein sehr wichtiger Aspekt“, betont WRFC-Präsidentin Kristina Dyckerhoff, „aber immer mit dem Blick in die Zukunft und auf moderne Entwicklungen des Sports.“

Traditioneller Programmpunkt bleibt natürlich der Große Preis für die internationalen Springreiter am Pfingstmontag. 1952 wurde erstmals ein CHI beim PfingstTurnier ausgerichtet, also ein internationales Turnier. 1958 erstmals der Große Preis, dessen Sieger Hans Günter Winkler auf Halla war. Im Juli 2018 ist der fünfmalige Olympiasieger im Alter von 91 Jahren gestorben. 2019 wird das PfingstTurnier erstmals nach dem Tod dieser Springreit-Legende ausgetragen. ‚HGW‘ hat vor allen Dingen die 50er, 60er und auch die 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts geprägt und nicht zuletzt auch dem Wiesbadener Turnier seinen Stempel aufgedrückt. In Wiesbaden gehörte er zu den Stammgästen, zunächst im Sattel, dann als Zuschauer. 2018 gewann Christian Ahlmann mit Clintrexo Z den Großen Preis im Schlosspark. Von Winkler bis Ahlmann – die Pferde haben sich verändert, die Reiterei hat sich verändert, der Sport hat sich verändert. Das Internationale Wiesbadener PfingstTurnier ist die traditionelle Bühne dieser Entwicklung – seit 90 Jahren insgesamt, seit 70 Jahren im Biebricher Schlosspark.
(KiK/EquiWords)

INTERNATIONALES WIESBADENER PFINGSTTURNIER 2019 – Neues Dressurkonzept beim PfingstTurnier

Neues Dressurkonzept beim PfingstTurnier – mit Prüfungen für internationale Dressur- Nachwuchspferde und erneut mit Piaff-Förderpreis –

Ingrid Klimke Archivbild 2018, © Foto: Diether v. Goddenthow
Ingrid Klimke Archivbild 2018, © Foto: Diether v. Goddenthow

Das Internationale Wiesbadener PfingstTurnier und der Spitzen-Dressursport haben eine lange gemeinsame Geschichte. Wichtiges Kapitel in dieser Geschichte ist der ‚Nachwuchs‘. Viele Jahre war das PfingstTurnier Sichtungs-Turnier für die anstehenden Europameisterschaften der Nachwuchsreiter. Dem Nachwuchs bleibt auch das 83. Internationale Wiesbadener PfingstTurnier treu – mit einem großen Unterschied. In diesem Jahr wird das romantische Dressurviereck vor dem Biebricher Schloss nicht Bühne für den zweibeinigen, sondern erstmals für den vierbeinigen Nachwuchs. Internationale Dressurprüfungen für fünf-, sechs- und siebenjährige Dressur-Nachwuchspferde stehen auf dem Programm.

„Die Zeitschiene ist in diesem Sommer für alle Turniere etwas nach hinten verschoben, angefangen mit dem späten Ostertermin. So liegen wichtige Turniere für die Nachwuchsreiter sehr eng beieinander“, erklärt Wiesbadens Dressur-Chefin Isabelle Kettner. „Das brachte uns auf die Idee, erstmals die besten Nachwuchspferde einzubeziehen statt der Nachwuchsreiter. Und ich muss sagen: Je länger wir über das neue Konzept nachgedacht haben, umso besser gefällt es uns.“

Vom 1. bis 4. August finden die Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde im niederländischen Ermelo statt. Somit liegt das Internationale Wiesbadener PfingstTurnier vom 7. bis 10. Juni in der Vorbereitung zeitlich optimal. „Bei uns im Schlosspark können sich die Spitzen-Nachwuchspferde auf herrlicher Bühne präsentieren, internationalen Richtern und einem sehr fachkundigen Publikum zeigen. Zudem können die Pferde mit Blick auf die WM noch einmal viel lernen, vom Ablauf, von der Kulisse, von den Bedingungen.“

Die beiden ‚Großen Touren‘ mit Grand Prix und Special auf der einen und Grand Prix und Flutlichtkür auf der anderen Seite bleiben natürlich bestehen. Auch die bewährte ‚Kleine Tour‘ mit Prix St. Georges und Intermediaire I ist weiterhin fester Teil des Programms.

Für die internationalen Dressurreiter bedeutet das: Sie können 2019 erstmals mit sechs Pferden im Biebricher Schlosspark an den Start gehen – zwei für die beiden Großen Touren, ein Pferd für die Kleine Tour und drei für die neuen Nachwuchs-Prüfungen.

So lohnt sich die Reise nach Wiesbaden gleich sechsfach!

Außerdem sind die U25-Reiter zurück im Schlosspark: In diesem Jahr kehrt der Piaff-Förderpreis für Deutschlands beste U25-Reiter wieder nach Wiesbaden zurück. Wer bei dieser hochkarätigen Serie in dieser Saison dabei ist, das entscheidet sich bereits Anfang Februar, wenn in Warendorf der alljährliche Auswahl-Lehrgang auf dem Programm steht. Die Spannung steigt…!

Das 83. Internationale Wiesbadener PfingstTurnier – mit neuem Dressurkonzept und mit traditionellem top Niveau.

Tickets für das 83. Internationale Wiesbadener PfingstTurnier gibt es im Vorverkauf bei ticketmaster (www.ticketmaster.de) oder mit weiteren Informationen unter www.pfingstturnier.org.
(KiK/Equiwords)

WRFC-Ehrenpräsidentin Veronika Dyckerhoff ist verstorben

Impression vom 82. Internationalem Pfingstturier 2018: Ehrenpräsidentin Veronika Dyckerhoff gratuliert Michael Jung, dem Sieger des Preises der Familie Dyckerhoff in Höhe von 25.000 Euro. © Foto: Diether v. Goddenthow
Impression vom 82. Internationalem Pfingstturier 2018: Ehrenpräsidentin Veronika Dyckerhoff gratuliert Michael Jung, dem Sieger des Preises der Familie Dyckerhoff in Höhe von 25.000 Euro. © Foto: Diether v. Goddenthow

Der Vorstand und die Mitglieder des Wiesbadener Reit- und Fahr-Clubs e.V. trauern um ihre Ehrenpräsidentin. Veronika Dyckerhoff, die Mutter von WRFC-Präsidentin Kristina Dyckerhoff, ist am 18. August im Alter von 101 Jahren verstorben.

„Mit ihrer herausragenden Persönlichkeit, ihrer herzlichen Ausstrahlung und ihrem immer währenden Engagement“, betont der Vizepräsident des WRFC Dr. Hanns-Dietrich Rahn, „hat Veronika Dyckerhoff über Jahrzehnte das Leben des Wiesbadener Reit- und Fahr-Clubs e.V. und insbesondere des Internationalen Wiesbadener PfingstTurniers intensiv geprägt.“

Veronika Dyckerhoff hatte ihr ganzes Leben die Pferde im Herzen. Auf dem Gut ihrer Großeltern, Gut Truntlack in Ostpreußen, schnupperte sie ersten Pferdeduft, der sie nie wieder losgelassen hat. Mit 13 Jahren hat sie ihr erstes eigenes Pferd, Grauchen, bekommen. Bis zum Ende ihrer Tage war sie stolze Pferdebesitzerin und freute sich, dass ihre fünf Enkelkinder auch schon Interesse am Pferdesport zeigen.

Veronika Dyckerhoff war es, die bei einem Spaziergang mit ihrem Mann und ihren beiden Schnauzern die Idee hatte, das Internationale Wiesbadener PfingstTurnier in den Biebricher Schlosspark zu verlegen. Jedes Jahr, auch in diesem Jahr noch, verbrachte sie ihre Pfingsttage im Schlosspark und verfolgte begeistert die reiterlichen Wettbewerbe. Ihr besonderes Interesse aber, ihre Leidenschaft, galt der Jagdreiterei.

Am 24. Juni 1917 war Veronika Dyckerhoff in Königsberg/Ostpreußen geboren worden. Es war auch die Liebe und die Passion für die Pferde, die ihr 101 erfüllte Jahre bescherten.

82. Internationales Pfingstturnier Wiesbaden geht mit Überraschungssieger Ahlmann u. Besucherrekord zu Ende

Christian Ahlmann hat beim 82. Internationalen Wiesbadener PfingstTurnier den Großen Preis der Landeshauptstadt, die dritte Etappe der DKB-Riders Tour, gewonnen. Es war das erste Mal, dass der 43-jährige viermalige Olympiateilnehmer die Ehrenrunde des Großen Preises im Biebricher Schlosspark anführte. © Foto: Diether v. Goddenthow
Christian Ahlmann hat beim 82. Internationalen Wiesbadener PfingstTurnier den Großen Preis der Landeshauptstadt, die dritte Etappe der DKB-Riders Tour, gewonnen. Es war das erste Mal, dass der 43-jährige viermalige Olympiateilnehmer die Ehrenrunde des Großen Preises im Biebricher Schlosspark anführte. © Foto: Diether v. Goddenthow

Zum ersten Mal hat der viermalige Olympiateilnehmer Christian Ahlmann auf  Clintrexo in Wiesbaden den Großen Preis der Landeshauptstadt, die dritte Etappe der DKB-Riders Tour, gewonnen. Der zweite Platz ging an Spanier Sergio Alvarez Moja auf Luchino. Drittplatzierter wurde Wilm Vermeir auf DM Jacqmotte.

Siegerehrung: Christian Ahlmann. Der Vorstand des Wiesbadener Reit- und Fahrclub (WRFC) mit Oberbürgermeister Sven Gerich (neben Pferd r.) © Foto: Diether v. Goddenthow
Siegerehrung: Christian Ahlmann. Der Vorstand des Wiesbadener Reit- und Fahrclub (WRFC) mit Oberbürgermeister Sven Gerich (neben Pferd r.) © Foto: Diether v. Goddenthow

Bei herrlichem Wetter waren am gestrigen Pfingstmontag zum Höhepunkt und Abschluss des 82. Internationalen Pfingstturnier 45 Weltklasse-Paare  im Biebricher Schlosspark vor ausverkauften Tribünen an den Start gegangen und boten internationalen Reitsport vom Feinsten. Es gab zwei Runden, wobei der anspruchsvolle Parcours für den zweiten, entscheidenden  Durchgang ein wenig geliftet wurden. Zudem nahmen die zwölf Besten weder ihre Zeiten noch Strafpunkte mit in die zweite Runde. Alles begann   wieder bei null. Zum Glück für den späteren Sieger Christian Ahlmann und seinen neunjährigen Clintrexo, deren Strafpunkte wegen eines Stangenabwurfs in der ersten Runde somit nicht zählte. Da das Reiter-Paar so schnell war, kamen sie dennoch unter die ersten Zwölf und konnten sich den Sieg holen.

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Für Christian Ahlmann gab es in Umlauf zwei nur „eine Devise: Vollgas! Ich habe Clintrexo letztes Jahr schon mal geritten und ihn jetzt vor einigen Wochen wieder übernommen. Letzte Woche in Hamburg ging das schon sehr gut, da war er schnell, aber mit einem Abwurf. Heute passte alles zusammen.“ Und dann gestand der 43-Jährige: „Mit dem Sieg hatte ich überhaupt nicht gerechnet, aber Clintrexo ist ein Ausnahmepferd.“ Ebenso erstaunt war der zweitplatzierte Spanier Sergio Alvarez Moja: „Mein Pferd Luchino ist erst neun Jahre alt und das war sein erster Großer Preis. Ich bin super super happy mit dem zweiten Platz, ich habe nicht erwartet,dass er so schnell ist.“ Wilm Vermeir saß wie seine beiden Reiterkollegen auf einem neunjährigen Pferd, DM Jacqmotte. Ein Pferd mit einer sehr persönlichen Bindung: „Dieses Pferd ist das erste Pferd, das meine Frau selbst gezogen hat, deshalb ist dieser Erfolg und dieses Pferd für mich etwas ganz besonderes“, erzählte der 38-Jährige gerührt.

Oberbürgermeister Sven Gerich. © Foto: Diether v. Goddenthow
Oberbürgermeister Sven Gerich. © Foto: Diether v. Goddenthow

Wiesbadens Oberbürgermeister Sven Gerich hatte an der Entscheidung fast aktiv teilgenommen: „Ich habe so mitgefiebert. Je öfter ich beim PfingstTurnier bin, umso mehr zittere ich mit. Dieses Jahr habe ich tatsächlich den Atem angehalten, wenn die Reiter in vollem Tempo zum letzten Sprung galoppiert sind.“ Barbara Ramm von der Bemer International AG, Partner der DKB-Riders Tour, ging es ähnlich: „Ich bin Pferdelaie, aber ich habe so was von mitgezittert.“ Gezittert haben dürften auch die Beifahrer von Christian Ahlmann als er eine sehr spritzige Ehrenrunde in seinem Siegerfahrzeug, einem nagelneuen Mitsubishi Pickup L200, drehte. „Ich hatte kurz damit geliebäugelt, die Zuschauer an der Bande abzuklatschen“, grinst der Sieger.

Preis der Familie Dyckerhoff

Michael Jung, der Viel-Sieger in Wiesbaden – allein in diesem Jahr hatte er vier Springprüfungen für sich entschieden. Hier bei der Ehrenrunde anlässlich des gewonnenen Preises der Familie Dyckerhoff in Höhe von 25.000 Euro. © Foto: Diether v. Goddenthow
Michael Jung, der Viel-Sieger in Wiesbaden – allein in diesem Jahr hatte er vier Springprüfungen für sich entschieden. Hier bei der Ehrenrunde anlässlich des gewonnenen Preises der Familie Dyckerhoff in Höhe von 25.000 Euro. © Foto: Diether v. Goddenthow

Michael Jung, der Viel-Sieger in Wiesbaden – allein in diesem Jahr hatte er vier Springprüfungen für sich entschieden – hatte am frühen Pingstmontag-Nachmittag bereits den mit insgesamt 25.000 Euro dotierten „Preis der Familie Dyckerhoff“ gewonnen. Beim abschließenden Großen Preis der Landeshauptstadt war er das erste Mal am Start, sogar der schnellste im zweiten Durchlauf, aber mit einem Stangenpatzer. So landete der Olympiasieger der Vielseitigkeitsreiter am Ende auf Platz sechs und schwärmte: „Das hat riesigen Spaß gemacht. Mein Pferd fischerSolution ist unheimlich motiviert, springt klasse, uns fehlt nur noch etwas Feintuning.“

Ehrenpräsidentin Veronika Dyckerhoff gratuliert dem Sieger  Michael Jung. © Foto: Diether v. Goddenthow
Ehrenpräsidentin Veronika Dyckerhoff gratuliert dem Sieger
Michael Jung. © Foto: Diether v. Goddenthow

Die Grande Dame des WRFC, Ehrenpräsidentin Veronika Dyckerhoff, hatte mit den Reitern mitgefiebert und gratulierte Jung herzlich zu seinem Sieg im Preis der Familie Dyckerhoff. Die 100-jährige Dame verkörpert 100 Jahre Pferdeleidenschaft. „Die Pferde und das Pfingstturnier halten meine Mutter fit“, freut sich Tochter und WRFC-Präsidentin Kristina Dyckerhoff. „Je näher es in Richtung Pfingstturnier geht, umso lebhafter wird sie.“

Es lief noch nie so rund wie dieses Mal – Rekordbesucherzahl

WRFC-Präsidentin Kristina Dyckerhoff freut sich schon richtig auf das 83. Internationale Wiesbadener PfingstTurnier 2019.© Foto: Diether v. Goddenthow
WRFC-Präsidentin Kristina Dyckerhoff freut sich schon richtig auf das 83. Internationale Wiesbadener PfingstTurnier 2019.© Foto: Diether v. Goddenthow

„Wir hatten so viel Glück mit dem Wetter. Wir haben so tollen Sport erlebt und sehr viel Begeisterung erfahren. Mit rund 66.000 Zuschauern können wir außerdem einen neuen Rekord verbuchen. Schöner hätte unser 82. PfingstTurnier nicht verlaufen können.“, freute sich WRFC-Präsidentin Kristina Dyckerhoff und fügt hinzu „Wir hatten schon viele schöne Turniere, aber in so viele zufriedene Gesichter habe ich noch nie geschaut (…) „Es ist tatsächlich noch nie so rund gelaufen. Egal, wen ich frage: Das 82. Pfingstturnier war eine super erfolgreiche Veranstaltung“ Ich muss wirklich sagen, bei aller Arbeit: Ich freue mich jetzt schon wieder mit dem ganzen Team auf das 83. Internationale Wiesbadener PfingstTurnier.“

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

82. Internationales PfingstTurnier Wiesbaden: Ingrid Klimke siegt zum fünften Mal in „Vielseitigkeit“

Henkell-Siegerdusche: Julia KRAJEWSKI (GER) auf Samourai du Thot (3.Preis), Ingrid KLIMKE (GER) auf SAP Hale Bob OLD (1.Preis) u. Oliver TOWNEND (GBR) auf  Cillnabradden Evo (2.Preis). © Foto: Diether v. Goddenthow
Henkell-Siegerdusche: Julia KRAJEWSKI (GER) auf Samourai du Thot (3.Preis), Ingrid KLIMKE (GER) auf SAP Hale Bob OLD (1.Preis) u. Oliver TOWNEND (GBR) auf Cillnabradden Evo (2.Preis). © Foto: Diether v. Goddenthow

Ingrid Klimke und SAP Hale Bob OLD – das sind die Sieger im Preis der Familie Prof. Heicke, der zweiten Station der ERM. Die internationale Vielseitigkeitsserie Event Rider Masters (ERM) macht das zweite Mal Station in Wiesbaden. Die ERM präsentiert Top-Vielseitigkeitssport medial aufbereitet, Wiesbaden bietet genau dafür eine Spitzenbühne.

Auf dem Treppchen:Julia KRAJEWSKI (GER) auf Samourai du Thot (3.Preis), Ingrid KLIMKE (GER) auf SAP Hale Bob OLD (1.Preis) u. Oliver TOWNEND (GBR) auf  Cillnabradden Evo (2.Preis). © Foto: Diether v. Goddenthow
Auf dem Treppchen:Julia KRAJEWSKI (GER) auf Samourai du Thot (3.Preis), Ingrid KLIMKE (GER) auf SAP Hale Bob OLD (1.Preis) u. Oliver TOWNEND (GBR) auf Cillnabradden Evo (2.Preis). © Foto: Diether v. Goddenthow

Der fünfte Sieg für die Reitmeisterin in Wiesbadens Vielseitigkeit, der zweite im Sattel von Hale Bob. „Das war heute genau so wie ich es mir gewünscht habe.“ Etwas heftig sei ‚Bobby‘ bei den ersten drei Sprüngen im Gelände gewesen. „Da wollte er unbedingt hinter dem Pferd her, was vor uns gestartet ist. Bei Sprung vier habe ich ihn dann einmal richtig aufnehmen müssen und dann lief er wie am Schnürchen. Ich glaube, er hat das Gelände heute genauso genossen wie ich.“

Ingrid KLIMKE (GER) auf SAP Hale Bob OLD (1.Preis) kurz vor dem Ziel © Foto: Diether v. Goddenthow
Ingrid KLIMKE (GER) auf SAP Hale Bob OLD (1.Preis) kurz vor dem Ziel © Foto: Diether v. Goddenthow

Durch das Ziel in 5 Minuten und 54 Sekunden – Punktlandung. Vier Sekunden über der erlaubten Zeit, aber sicher zum Sieg. Drei Sekunden Spielraum hatte sie noch, hätte Klimke aber mehr als 5,57 Minuten gebraucht, wäre der Sieg weg gewesen. Perfekt geplant? „Nö“, lacht die amtierende Europameisterin, „eher Zufall.“ Bob kam sehr fit und frisch durchs Ziel. „Wenn es nach ihm gegangen wäre, hätten wir den Kurs gerne noch einmal machen können“, grinst die Reiterin. „Dies war unser Start in die Saison, aber Bobby ist schon in super Kondition.“ Das Ziel des Jahres für Ingrid Klimke: die Weltreiterspiele in Tryon.

Julia KRAJEWSKI (GER) auf Samourai du Thot, Platz 3, erfolgreichste deutsche Berufsreiterin.   © Foto: Diether v. Goddenthow
Julia KRAJEWSKI (GER) auf Samourai du Thot, Platz 3, erfolgreichste deutsche Berufsreiterin. © Foto: Diether v. Goddenthow

Tryon hat auch der Weltranglisten-Führende Oliver Townend im Visier. Er wurde in Wiesbaden am Ende mit dem zwölfjährigen Iren Cillnabradden Evo Zweiter – ganz knapp hinter der zweimaligen Mannschafts-Olympiasiegierin. Platz drei ging an die Bundestrainerin der deutschen Nachwuchsreiter und Olympiateilnehmerin von Rio, Julia Krajweski.[/caption]

Nur zwei Paare blieben in dem anspruchsvollen Kurs von Parcourschef Rüdiger Schwarz fehlerfrei, die landeten aber auf den Plätzen fünf und sieben. Das unterstreicht die Aussage von Bundestrainer Hans Melzer: „Wer hier vorne mitmischen möchte, muss von Anfang an gut vorlegen – der muss direkt in der Dressur eine starke Runde zeigen.“

Premiere und Sieg für Svennerstal

Ludwig SVENNERSTÅL  auf (SWE)  Stinger , war das erste Mal dabei. © Foto: Diether v. Goddenthow
Ludwig SVENNERSTÅL auf (SWE) Stinger , war das erste Mal dabei. © Foto: Diether v. Goddenthow

Der Schwede Ludwig Svennerstal war das erste Mal in Wiesbaden. „Wow, das war eine anspruchsvolle Prüfung, mit sehr guten Reiter, großer Konkurrenz und in einer fast unwirklichen Kulisse.“ Der 27-Jährige siegte mit seinem schwedischen Wallach Stinger im Preis von Veronika Dyckheroff – und zwar mit komfortablem Abstand. Sein Endergebnis: 28,30 Strafpunkte. Die zweitplatzierte Liz Halliday-Sharp aus den USA folgte mit 36,50 Strafpunkten.

Svennerstal war der einzige Reiter, der ohne Zeit- und Hindernisfehler aus dem Wiesbadener Gelände kam. Nach der Prüfung flitzte der Sieger zu seinem Rückflug, aber nicht ohne zu versprechen: „Ich komme nächstes Jahr gerne wieder.“ Die 100-jährige Ehrenpräsidentin und Mutter der amtierenden Präsidentin des Wiesbadener Reit- und Fahr-Clubs (WRFC), Veronika Dyckerhoff, war nicht ‚nur‘ Sponsorin dieser Prüfung. Die sehr eng dem Pferdesport Verbundene ließ es sich nicht nehmen, bei der Siegerehrung ihrer Prüfung persönlich anwesend zu sein und den Reitern zu gratulieren.

U25-Förderpreis für Jérome Robine

 Jerome ROBINE( GER) auf Quaddeldou R OLD  beim anschließendem Pressegespräch. © Foto: Diether v. Goddenthow
Jerome ROBINE( GER) auf Quaddeldou R OLD beim anschließendem Pressegespräch. © Foto: Diether v. Goddenthow

Jérome Robine, stammt aus Darmstadt, Sohn des hessischen Vielseitigkeits-Meisters Dr. Frank Robine und heute Gewinner des U25-Förderpreises Vielseitigkeit in Wiesbaden. „Ich war die letzten zehn Jahre zum Zugucken hier“, erzählt der 20-Jährige. „Am Anfang habe ich noch gedacht: ‚Oh Mann, ist das hoch‘, aber jedes Jahr ist man etwas näher herangerückt und irgendwann dachte ich: ‚Wäre ja cool, auch mal hier mit zu reiten.“ Das hat er getan und die U25-Wertung gewonnen. „Das ist schon etwas ganz besonderes!“ Viermal war Jerome Robine schon bei einer Nachwuchs-EM am Start, brachte die Bronzemedaille als 16-Jähriger mit nach Hause und gewann zweimal Teamgold. Nach seinem Abitur wollte er eins: Reiten. So ist er nun an der Bundeswehrsportschule in Warendorf, reitet und fühlt sich „allerbestens betreut“. Sein Erfolgspferd Quaddeldou ist ein Familienprodukt, selbst gezogen und ausgebildet. Der Erfolg heute somit ein Familienerfolg von der Pferdesport-Familie Robine.

Bei Kaiserwetter kamen samstags mindestens 10 000 Besucher

82. Internationales Pfingstturnier - Schätzungsweise gut 10 000 Besucher waren am Samstag, 19. Mai 2018, zur Dressur, Springen und Vielseitigkeit, und auch zum Shoppen, Genießen und Chillen in den Biebricher Schlosspark gekommen. © Foto: Diether v. Goddenthow
82. Internationales Pfingstturnier – Schätzungsweise gut 10 000 Besucher waren am Samstag, 19. Mai 2018, zur Dressur, Springen und Vielseitigkeit, und auch zum Shoppen, Genießen und Chillen in den Biebricher Schlosspark gekommen. © Foto: Diether v. Goddenthow

Bundestrainer Hans Melzer und Albert Schäfer vom Wiesbadener Reit- und Fahr-Club freuten sich gleichermaßen über einen rundum gelungenen Geländetag. „Es ist unheimlich schön zu sehen, wie der Vielseitigkeitssport hier in Wiesbaden an die Besucher gebracht wird, auch an Menschen, die sonst gar nicht viel mit unserem Sport zu tun haben“, betonte Melzer und Schäfer ergänzte: „Besser hätte der Vielseitigkeitssport nicht laufen können. Wir hatten Spitzen-Starterfelder, großen Sport, keinen Unfall, allerbestes Wetter und im Gelände hatten wir sicher um die 10.000 Zuschauer, die die Reiter angefeuert und bejubelt haben. Das war ein wunderbares Erlebnis.“
(KiK/EquiWords)

HR-Fernsehen – Live aus dem Schlosspark – TV-Tipp:
Das hr-Fernsehen überträgt live den Großen Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden, die dritte Etappe der DKB-Riders Tour, am Pfingstmontag von 16.00 Uhr bis 17.15 Uhr.

Das PfingstTurnier im Web:
Alle Prüfungen live und anschließend im Archiv bei www.clipmyhorse.tv

Der Wiesbadener Tipp:
Tickets für das Internationale Wiesbadener PfingstTurnier vom 18.-21.Mai 2018 gibt es unter www.ticketmaster.de oder unter der Telefonnummer: 01806-9990000

Weitere Infos unter:
www.pfingstturnier.org (zum Pfingstturnier)
www.eventridermasters.tv (zur ERM)
www.pferd-aktuell.de (zum U25-Förderpreis)

Die große Nacht der Pferde – Drei Stunden Verzauberung, Action und Darbietungen eröffnen das 82. Internationale PfingstTurnier Wiesbaden

Die Kutschen eröffnen die Wiesbadener Pferdenacht am 18.Mai 2018 © Foto: Diether v. Goddenthow
Die Kutschen eröffnen die Wiesbadener Pferdenacht am 18.Mai 2018 © Foto: Diether v. Goddenthow

Über 15 000 Zuschauer feierten gestern Abend die zum 17. Mal von der Wiesbadener Spielbank mit Moderator Dirk Alexander Lude grandios präsentierte PferdeNacht zum Auftakt des 82. Internationalen PfingstTurniers. Drei Stunden hielten Kutschen, Pferde, Stunts, Vorführungen, Jagdszenen und Verzauberung bei wunderbar illuminierten Schlosspark-Stadion Jung und Alt in Atem.

Amüsant, informativ und unterhaltsam führte Dirk Alexander Lude durch den Abend – am liebsten begleitet von den Henkell Golden Girls, die ihm galant assistierten. © Foto: Diether v. Goddenthow
Amüsant, informativ und unterhaltsam führte Dirk Alexander Lude durch den Abend – am liebsten begleitet von den Henkell Golden Girls, die ihm galant assistierten. © Foto: Diether v. Goddenthow

 

Preis der R+V Versicherung – Barrierenspringprüfung“

Max Kühner auf  Alfa Jordan (Aut) und Laura Klaphake (GER) auf Bantou Balou haben gemeinsam den „Preis der R+V Versicherung – Barrierenspringprüfung“ gewonnen. Hier bei der Siegerehrung im Vorfeld der Pferdenacht mit Kristina Dyckerhoff, Präsidentin des Wiesbadener Reit- und Fahr-Club e.V., © Foto: Diether v. Goddenthow
Max Kühner auf Alfa Jordan (Aut) und Laura Klaphake (GER) auf Bantou Balou haben gemeinsam den „Preis der R+V Versicherung – Barrierenspringprüfung“ gewonnen. Hier bei der Siegerehrung im Vorfeld der Pferdenacht mit Kristina Dyckerhoff, Präsidentin des Wiesbadener Reit- und Fahr-Club e.V., © Foto: Diether v. Goddenthow

Eingestimmt hatte die Besucher der „Preis der R+V Versicherung – Barrierenspringprüfung“ bei dem es zwei Sieger gab, nämlich Max Kühner auf Alfa Jordan (Aut) und Laura Klaphake (GER) auf Bantou Balou. Bei der Siegerehrung scherte Bantou Balou zunächst ein wenig aus, konnte aber zum Gruppenbild schließlich doch noch bewegt werden.

Ein kleines Warm-Up zum eigentlichen Show-Programm:

Reisen wie zu Kaiser’s Zeiten

„Teusche Schauspielcompagnie des Emanuel Schikaneders“  mit Spielleuten und Feuerschlucker.  © Foto: Diether v. Goddenthow
„Teutsche Schauspielcompagnie des Emanuel Schikaneders“ mit Spielleuten und Feuerschlucker. © Foto: Diether v. Goddenthow

Den Show-Reigen eröffneten traditionell die historischen Kutschen, die bereits am Dienstag den Wiesbadener Kutschenkorso bildeten, mit herrlichen Bildern über das Reisen in früheren Zeiten: Shetty-Kutschen, Friesengespanne, Ein-, Zwei- und Vierspänner, ein riesiger Gauklerwagen, Tandemanspannung mit Arabern, Turnier-Fahrpferde und eine Kanonentransport-Kutsche – umfunktioniert bei der PferdeNacht zum Äppelwoi-Lieferant. Eine ganz besondere Attraktionen war der Kutschwagen „Teusche Schauspielcompagnie des Emanuel Schikaneders“ mit Spielleuten und Feuerschlucker.

Einblick ins Training der Vielseitigkeits-Junioren

Julia-Krajewski. © Foto: Diether v. Goddenthow
Julia-Krajewski. © Foto: Diether v. Goddenthow

Julia Krajewski, die erfolgreichste deutsche Berufsreiterin und Bundestrainerin der Vielseitigkeits-Junioren, gab gemeinsam mit drei jungen Reiterinnen im Alter von 13 und 14 Jahren eindrucksvolle Einblicke in die anspruchsvolle Trainings-Arbeit. Die Zuschauer erlebten wie vielseitig im wahrsten Wortsinne die Disziplin der Vielseitigkeit ist.

Dülmener Wildpferd

Die IG Dülmener Wildpferd Deutschland und ihre kleinen Alleskönner.© Foto: Diether v. Goddenthow
Die IG Dülmener Wildpferd Deutschland und ihre kleinen Alleskönner.© Foto: Diether v. Goddenthow

Die IG Dülmener Wildpferd Deutschland und ihre kleinen Alleskönner. Ponys wie man sie sich wünscht: brav, treu, Allrounder. Vor der Kutsche, unter dem Sattel, über einen roten Riesen, eine riesige rote Plane, 225 Quadratmeter groß, und darunter hindurch, mit Kindern und Erwachsenen, springende über eine fahrende Stange und unter einem wandernden Dach unterdurch.

Jagdbild mit der Vogelsberg und der Rheinland Meute.

Das Jagdbild. © Foto: Diether v. Goddenthow
Das Jagdbild. © Foto: Diether v. Goddenthow

Das traditionellste Bild: das Jagdbild mit der Vogelsberg und der Rheinland Meute. Was für ein Gewusel von Hufen und Pfoten, dazu der Klang der Jagdhörner. Das Jagdfeld, angeführt von Fieldmaster Wolfhard Hoffmann, mit 84 Pferden, kleine, große, Braune, Falben, im Damensattel oder im ganz traditionellen roten Jagdrock. Dieses Bild darf nicht fehlen.

Haflinger-Quadrille

18 Haflinger vom Hessischen Haflinger Zucht- und Sportverein, allesamt mit Leuchtgirlanden in der Mähne.© Foto: Diether v. Goddenthow
18 Haflinger vom Hessischen Haflinger Zucht- und Sportverein, allesamt mit Leuchtgirlanden in der Mähne.© Foto: Diether v. Goddenthow

18 – eine imposante Zahl bezogen auf eine Quadrille: 18 Haflinger vom Hessischen Haflinger Zucht- und Sportverein, allesamt mit Leuchtgirlanden in der Mähne, die zu flotter Swingmusik eine Quadrille zeigten. Haflinger, vielleicht die Gutmütigsten unter den Ponys, aber selbst für diese kleinen Knuddeligen war die Wiesbadener PferdeNacht-Kulisse sehr beeindruckend. So beeindruckend, dass ein Freudenhüpfer etwas zu vehement ausfiel und die Reiterin zu Boden. Das ist der Charme einer Live-Show. Der kleine Übermütige wurde wieder eingefangen, die Quadrille noch einmal gestartet – und klappte perfekt!

Ralf Heil, der Dolmetscher zwischen Pferd und Mensch. Mit Natural Horsemanship trainiert er seine Pferde, auf der Basis von Vertrauen und feinster Kommunikation. Heil und seine Kollegen präsentierte ihre Partner, ihre Pferde, allesamt ohne Gebiss, nur mit einem Halsring oder vom Boden aus, mit kleinsten Zeichen. Harmonie zwischen Mensch und Pferd in aller Herrlichkeit.

Hohe Dressur – in der Passage schwebten sie auf den Rasenplatz, zeigten Galopp-Wechsel der schwersten Sorte und beherrschten perfekte Galopp-Pirouetten – die Quadrille der zehn Papp-Pferdchenreiter der RSG Eddersheim waren ein Hit!

Die Spielbank Wiesbaden – seit 17 Jahren Partner der PferdeNacht. 20 Bälle ließ die Spielbank in die PferdeNacht-Zuschauermenge werfen, jeder Ball ein Gewinn! Die drei Hauptgewinne.

Wagemutige Damen in Netzstrumpfhosen

Atemberaubende Stunts Gruppe "Vandersee".© Foto: Diether v. Goddenthow
Atemberaubende Stunts Gruppe „Vandersee“.© Foto: Diether v. Goddenthow

Nach glücklichen Gewinnern ging es weiter mit den Comanchen-Ladies aus Neu Poserin. Wagemutige Damen in Netzstrumpfhosen, die in waghalsigem Tempo vorwärts, seitwärts, rückwärts, ihre Pferde umturnten. Eine absolute action-Nummer, dazu der Soung von DJ Nasty, die Menge jubelte. Und dann kam das Horseman Team aus Frankreich: zwei Männer, Evan und Bastien, barfuß, mit Schlips und Slip, ohne Pferde, durchtrainiert, sprunggewaltig und richtige Spaßvögel. Immer höher, immer höher zogen sie die Hindernisse und übersprangen am Ende Stangen in Höhe von 1,60 Meter – so hoch wie eine olympische Springprüfung für Pferde. Unglaublich lässig und sehr cool!

Trampeltierwallach Sahib von Frank Bock des Camel Show Teams in Sauldorf.© Foto: Diether v. Goddenthow
Trampeltierwallach Sahib von Frank Bock des Camel Show Teams in Sauldorf.© Foto: Diether v. Goddenthow

Ganze Parade, Halten, rückwärtsrichten, Schenkelweichen – und wieder ist kein Pferd dabei: Aber der Trampeltierwallach Sahib von Frank Bock vom Camel Show Team in Sauldorf. Hinlegen und Luftballons zerdrücken, im Galopp durch die Feuergirlande und das alles mit dem Ausdruck stoischer Gelassenheit. Ein Wiesbaden-Auftritt mit Wonne und Würde.

Isländer-Quadrille des Showteams Wäller Wind.© Foto: Diether v. Goddenthow
Isländer-Quadrille des Showteams Wäller Wind.© Foto: Diether v. Goddenthow

Star Wars in Wiesbaden, Wiesbaden wird zur Galaxie: Isis of the Galaxy! Die galaktische Isländer-Quadrille des Showteams Wäller Wind. Die Isländer verbinden absolutes Urvertrauen mit enormer Energie. Mit Funken sprühenden Wunderlichtern an den Vorderbeinen, unbeeindruckt, zielstrebig. Die Reiter in aufwändigen Star Wars-Kostümen. Im Rennpass in die Welt der Sterne.

Das große Finale mit dem frisch gebackenen Mannschafts-Weltmeister der Working Equitation, Mietje Hinzpeter. Der mit Pferd und Feuer spielt, unerschrocken, ohne Zäumung, über die Feuerbrücke. Eine Partnerschaft der Superlative. Und natürlich, das große Lebewohl der Pferdenacht mit Feuerwerk. Ein Feuerwerk, das zugleich ‚Tschüß‘ und ‚Bis zum nächsten Jahr‘ ruft.

 

 

Internationales Pfingstturnier – Ingrid Klimke auf Goldkurs

Mit nur 22,2 Strafpunkten legte das Paar Klimke-Hale Bob eine Toprunde in der Dressur hin – umgerechnet bedeutet das ein Ergebnis von 77,76 Prozent – und blieb auch im Springparcours ohne Fehler.© Foto: Diether v. Goddenthow
Mit nur 22,2 Strafpunkten legte das Paar Klimke-Hale Bob eine Toprunde in der Dressur hin – umgerechnet bedeutet das ein Ergebnis von 77,76 Prozent – und blieb auch im Springparcours ohne Fehler.© Foto: Diether v. Goddenthow

„Es ist einfach schön hier! Ich habe mich gestern schon so gefreut, als ich hier im Schlosspark angekommen bin.“ Ingrid Klimke liebt das Internationale Wiesbadener PfingstTurnier. Viermal schon hat die Reitmeisterin hier dominiert und auch 2018 ist sie auf Goldkurs. Nach zwei von drei Teilprüfungen, Dressur und Springen, liegt die amtierende Europameisterin vorne. Morgen geht es auf den Geländekurs für die Vielseitigkeitsreiter, danach stehen die Sieger von Wiesbadens internationalen Drei-Sterne-Prüfungen fest. Der Preis der Familie Prof. Heicke ist wie im vergangenen Jahr Station der internationalen Vielseitigkeitsserie Event Rider Masters (ERM), die einzige deutsche und die zweite von sechs Stationen. Der Preis Veronika Dyckerhoff beinhaltet die Wertungsprüfung für den U25-Förderpreis Vielseitigkeit.

„Ich bin unheimlich happy mit SAP Hale Bob OLD“, strahlte Ingrid Klimke schon nach ihrer Dressur. Mit nur 22,2 Strafpunkten legte das Paar Klimke-Hale Bob eine Toprunde in der Dressur hin – umgerechnet bedeutet das ein Ergebnis von 77,76 Prozent – und blieb auch im Springparcours ohne Fehler. Ein Knackpunkt im Springen war das Zeitlimit. Elf der 25 Starter sammelten Zeitfehler, Klimke und Hale Bob nicht. Auch im Gelände morgen wird die Zeit ein Faktor sein. „Man muss im Gelände von Anfang an nach vorne reiten“, ist die amtierende Europameisterin Klimke nach dem Abgehen der Geländestrecke sicher. „Dadurch, dass es keine langen Galoppstrecken hier im Park gibt, müssen die Pferde schnell wenden, schnell reagieren und sehr durchlässig sein.“ Die Zeit sei immer entscheidend im Biebricher Schlosspark. „Bobby und mir kommt der Kurs entgegen“, freut sich Klimke. „Er hat eine sehr praktische Galoppade, reagiert sehr gut und wir sind top aufeinander eingespielt.“ Klimke und ihr Olympiapartner und Europameister kennen sich schon lange. Fünfjährig kam der braune Helikon xx-Sohn in den Stall Klimke, jetzt ist er 14. Neun Jahre, die die beiden zusammengeschweißt haben.

Ingrid Klimke: „Es ist einfach schön hier! Ich habe mich gestern schon so gefreut, als ich hier im Schlosspark angekommen bin.“ Ingrid Klimke liebt das Internationale Wiesbadener PfingstTurnier. Viermal schon hat die Reitmeisterin hier dominiert und auch 2018 ist sie auf Goldkurs. © Foto: Diether v. Goddenthow
Ingrid Klimke: „Es ist einfach schön hier! Ich habe mich gestern schon so gefreut, als ich hier im Schlosspark angekommen bin.“ Ingrid Klimke liebt das Internationale Wiesbadener PfingstTurnier. Viermal schon hat die Reitmeisterin hier dominiert und auch 2018 ist sie auf Goldkurs. © Foto: Diether v. Goddenthow

Auf dem Verfolgerrang hinter Klimke liegt nach Dressur und Springen der Weltranglistenerste Oliver Townend (GBR) mit Cillnabradden Evo. Er hat mit 22,80 Strafpunkten 0,6 Punkte mehr gesammelt als Klimke. Der amtierende niederländische Meister Tim Lips liegt mit 27,70 Strafpunkten zurzeit auf Platz drei.

Hoch zufrieden ist Bundestrainer Hans Melzer mit Tag eins im Biebricher Schlosspark: „Unsere Top-Pferde Hale Bob und Samourai (vonJulia Krajewski) waren beide spitze in der Dressur und fehlerfrei im Springen. Das war sehr gut“, lobt Melzer, „und Michi (Jung) hat ja ein Nachwuchspferd dabei, da ist Wiesbaden prima zum Lernen.“ Mit einem Blick auf Morgen erklärt der Wiesbadener Stammgast: „Für das Gelände in Wiesbaden braucht man rittige Pferde. Der Geländekurs in Wiesbaden ist immer speziell – wie die Formel eins in Monte Carlo.“

In der Wertung des U25-Förderpreises liegt nach den Teildisziplinen Dressur und Springen Jerome Robine auf Quaddeldou R OLD mit 36,10 Strafpunkten vor Anna-Katharina Vogel auf Quintana P (37,40 Strafp.) und Christoph Wahler auf Carjatan S (40,60 Strafp.).

Live im hr-fernsehen

Das 82. Internationale Wiesbadener PfingstTurnier und das hr-fernsehen ist wieder live dabei. Am Pfingstmontag gibt es ab 16.00 Uhr 75 Minuten„Heimspiel! extra live“ vom „Großen Preis der Landeshauptstadt“ aus dem Biebricher Schlosspark, Wertungsprüfung der DKB-Riders Tour. Moderieren wird Volker Hirth, Kommentator ist Sebastian Rieth. Unterstützt wird er von Saskia Meyer, die in den sozialen Netzwerken als „biniebo“ bekannt ist. Dort betreibt sie mehrere Kanäle rund um das Thema Reiten mit über 100.000 Fans.
(KiK/EquiWords)

HR-Fernsehen – Live aus dem Schlosspark – TV-Tipp:
Das hr-Fernsehen überträgt live den Großen Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden, die dritte Etappe der DKB-Riders Tour, am Pfingstmontag von 16.00 Uhr bis 17.15 Uhr.

Das PfingstTurnier im Web:
Alle Prüfungen live und anschließend im Archiv bei www.clipmyhorse.tv

Der Wiesbadener Tipp:
Tickets für das Internationale Wiesbadener PfingstTurnier vom 18.-21.Mai 2018 gibt es unter www.ticketmaster.de oder unter der Telefonnummer: 01806-9990000

Weitere Infos unter:
www.pfingstturnier.org (zum Pfingstturnier)
www.eventridermasters.tv (zur ERM)
www.pferd-aktuell.de (zum U25-Förderpreis)