Kategorie-Archiv: Freilichtmuseum Hessenpark

Freilichtmuseum Hessenpark: Eröffnung der Sonderausstellung „Naturerlebnis und Arbeitswelt.

Robert Sterl, Getreidefeld. © Robert-Sterl-Haus Naundorf, Sammelstiftungen des Bezirkes Dresden
Robert Sterl, Getreidefeld. © Robert-Sterl-Haus Naundorf, Sammelstiftungen des Bezirkes Dresden

Eröffnung der Sonderausstellung „Naturerlebnis und Arbeitswelt. Der Impressionist Robert Sterl“

Ab dem 13. April ist im Freilichtmuseum Hessenpark die Sonderausstellung „Naturerlebnis und Arbeitswelt“ zu sehen. Im Haus aus Gemünden (Wohra) zeigt das Museum rund 70 Werke des bedeutenden Dresdner Impressionisten Robert Sterl (1867 bis 1932), der um 1900 mehr als zehn Jahre lang in den Sommermonaten im hessischen Wittgenborn lebte. Heute ist Wittgenborn ein Stadtteil von Wächtersbach im Main-Kinzig-Kreis. Sterl beschäftigte sich in seinen Studien zum örtlichen Töpferhandwerk wie kaum ein anderer mit der dörflichen Arbeitswelt der „Dippemächer“. Seine Bilder passen damit ideal zum Jahresthema des Freilichtmuseums Hessenpark, das 2016 „Handwerk“ lautet. Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt des Freilichtmuseums mit dem Robert-SterlHaus in Naundorf, welches den größten Teil der Werke zur Verfügung stellt. Sonderausstellung „Naturerlebnis und Arbeitswelt. Der Impressionist Robert Sterl“ 13. März bis 27. November2016 Haus aus Gemünden (Wohra), Baugruppe Marktplatz Geöffnet: mittwochs, samstags, sonn- und feiertags von 11 bis 17 Uhr.

 

 

am: Sonntag, den 13. März 2016

um: 11 Uhr
Ort: Haus aus Gemünden (Wohra), Baugruppe Marktplatz

 

Das Programm:

Begrüßung: Jens Scheller, Museumsleiter

Grußwort: Gregor Meier, stell. Vorsitzender des Förderkreises Freilichtmuseum Hessenpark e.V.

Einführung in die Ausstellung: Friedrich Piesk, Kunsthistoriker

Die Saison 2016 im Freilichtmuseum Hessenpark

Das Museumsjahr 2016 steht ganz im Zeichen des Handwerks. Foto: Sascha Erdmann
Das Museumsjahr 2016 steht ganz im Zeichen des Handwerks. Foto: Sascha Erdmann

Eine große Sonderausstellung zum Thema Handwerken mit umfangreichem Begleitprogramm, die Eröffnung der neuen Dauerausstellung in der Synagoge aus Groß-Umstadt, der Umbau des Schweinestalls aus Oberkalbach zu einer interaktiven Schau rund um Mensch und Borstentier, die Eröffnung eines Schaudepots für landwirtschaftliche Großgeräte in der neuen Dreschhalle und ein buntes Veranstaltungsprogramm – 2016 können Besucher im Hessenpark viel erleben!

Neu-Anspach,  März 2016. Im März beginnt im Freilichtmuseum Hessenpark die neue Museumssaison. Von März bis Ende Oktober können Besucher täglich von 9 bis 18 Uhr eine Zeitreise in die Vergangenheit unternehmen. Über 100 Originalgebäude bieten auf dem 65 Hektar großen Gelände spannende Einblicke in 400 Jahre ländliches und kleinstädtisches Leben in Hessen. Neben interessanten Ausstellungen und original eingerichteten Häusern gehören traditionelle Handwerksvorführungen, Mitmachaktionen, öffentliche Führungen und ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm zum lebendigen Erscheinungsbild des Museums.

Jahresthema Handwerk
Ab dem 10. April ist in der Stallscheune aus Asterode eine große Sonderausstellung zum Thema „Handwerken. Vom Wissen zum Werk“ zu sehen. Die Ausstellung geht den Fragen nach, was Handwerkswissen auszeichnet, wie es entsteht und wie es weitergegeben wird. Ein umfangreiches Begleitprogramm mit verschiedensten Vorführungen, Mitmachaktionen für Kinder, einem Repair-Café und Führungen durch die Ausstellung sorgt dafür, dass der Themenschwerpunkt Handwerk die Besucher durch das ganze Jahr begleitet. Auch das Museumstheater greift in der neuen Schauspielführung „Arbeit bringt Brot – Faulheit bringt Not“ das Jahresthema auf: Durch wirtschaftliche Umwälzungen in der Mitte des 19. Jahrhunderts geraten althergebrachte Strukturen und Berufsbilder aus den Fugen. Von Armut bedroht stürzt sich ein Handwerker-Ehepaar in jede erdenkliche Arbeit. Können Emsigkeit und Erfindungsreichtum die beiden vor dem sozialen Niedergang bewahren? Die Schauspielführung wird im Rahmen unseres Begleitprogramms zur Sonderausstellung regelmäßig angeboten.

Neue Attraktionen
Die neue Dreschhalle, im Oktober 2015 im Rahmen des Erntefests erstmals genutzt, wird Mitte Juli zum Schaudepot für historische Landmaschinen. Die in der Baugruppe Nordhessen stehende Halle ist ein idealtypischer Bau aus den frühen 1950er-Jahren. Die Konstruktion ist dem zeitgenössischen Fachbuch „Der Zimmerpolier“ von Zimmermann Fritz Kreß entnommen. Von den sehr wenigen noch existenten Originaldreschhallen in Hessen war trotz langjähriger Suche keine ins Museum translozierbar. Die Gebäude waren entweder längst abgerissen, weil sie nicht mehr benötigt wurden, oder man hatte sie mit Wänden umbaut und als Gemeinschaftshaus oder Lagerschuppen umgenutzt. Der Hessenpark präsentiert in der Dreschhalle ab dem 10. Juli landwirtschaftliche Großdreschgeräte. Zu sehen sind eine Dreschmaschine, Erntewagen sowie gezogene und selbstfahrende Mähdrescher der 1950er- und 1960er-Jahre.

„Schweinewelten“ heißt die Dauerausstellung rund um Mensch und Borstentier, die ab dem 5. Juni im Schweinestall aus Oberkalbach zu sehen ist. Foto: Manfred Ruckszio
„Schweinewelten“ heißt die Dauerausstellung rund um Mensch und Borstentier, die ab dem 5. Juni im Schweinestall aus Oberkalbach zu sehen ist. Foto: Manfred Ruckszio

Im Schweinestall aus Oberkalbach entsteht im Laufe der Museumssaison 2016 die neue kindgerechte Dauerausstellung „Schweinwelten“. Thema ist die Lebenswelt des Nutztiers Schwein in Vergangenheit und Gegenwart. Obwohl das Hausschwein zu den am meisten verzehrten Tieren in Deutschland gehört, wissen heute viele Menschen kaum etwas über Schweine, ihre Haltung und Schlachtung. Ein Bewusstsein darüber, dass die Wurst oder das Schnitzel aus dem Supermarkt von einem lebenden Geschöpf stammen, ist kaum noch vorhanden. Hieran wird die Ausstellung in der Baugruppe Osthessen ab dem 5. Juni mit interaktiven Installationen und Objekten zum Anfassen anknüpfen.

Ab dem 17. April ist in der Synagoge aus Groß-Umstadt die Dauerausstellung „Sie waren hier. Jüdisches Landleben in Südhessen“ zu sehen. Anhand von ausgesuchten Familienbiografien werden Themen wie das Zusammenleben im Ort, Berufe, religiöser Alltag und Feste sowie die Emanzipation, Integration und Verfolgung der Juden beleuchtet. Schon 2012 wurde dazu ein Gestaltungswettbewerb ausgeschrieben, den das Gestaltungsbüro KATZKAISER aus Köln/Darmstadt für sich entscheiden konnte, das bereits Ausstellungen für die Jüdischen Museen Frankfurt und Berlin konzipiert hat.

Sonderausstellungen

In der Synagoge aus Groß-Umstadt ist ab dem 17. April eine neue Dauerausstellung zum jüdischen Landleben in Südhessen zu sehen. Foto: Ben Knabe
In der Synagoge aus Groß-Umstadt ist ab dem 17. April eine neue Dauerausstellung zum jüdischen Landleben in Südhessen zu sehen. Foto: Ben Knabe

Neben der großen Präsentation zum Thema Handwerk zeigt das Freilichtmuseum Hessenpark in der Saison 2016 sechs weitere neue Sonderausstellungen: Der Licher Fotopreis 2015 macht vom 6. März bis zum 24. April im Hessenpark Station. Im Haus aus Gemünden (Wohra) sind ab dem 13. März Werke des bedeutenden Dresdner Impressionisten Robert Sterl (1867 bis 1932) zu sehen, der um 1900 mehr als zehn Jahre lang in den Sommermonaten im hessischen Wittgenborn lebte. Sterl beschäftigte sich in seinen Studien zum örtlichen Töpferhandwerk intensiv mit der dörflichen Arbeitswelt der „Dippemächer“, seine Bilder passen damit ideal zum Themenschwerpunkt Handwerk. Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt des Freilichtmuseums mit dem Robert-Sterl-Haus in Naundorf, welches den größten Teil der Werke zur Verfügung stellt. Meilensteine der Kameratechnik stehen ab dem 3. April im Zentrum der Schau im Haus aus Queck. Von Mai bis September wird im Haus aus Münchhausen unter dem Titel „Vielleicht Blumen“ Malerei von Uwe Reher gezeigt. Detlef Sundermann setzt ab dem 19. Juni mit seinen Fotografien die Themen „Schafe, Wolle, Schäferei“ in Szene. Und im Rahmen des 15. Hessischen Gestaltungspreises präsentiert das Museum passend zum Jahresthema im September Wettbewerbsbeiträge aus den unterschiedlichsten gestalterischen Handwerksberufen. Zu sehen sind unter anderem Tischler-, Goldschmiede- und Maßschneiderarbeiten.

Öffentliche Führungen und Vorträge
In der Hauptsaison von März bis Oktober findet jeden Samstag um 15 Uhr eine öffentliche Führung statt. Allgemeine Museumsführungen, Themenführungen, Schauspielführungen und landwirtschaftliche Rundgänge – Besucher können das Museum an diesem Tag aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln kennenlernen. Und das Beste: Alle öffentlichen Führungen sind im Museumseintritt inklusive. Restaurator Matthias Stappel knüpft 2016 an die Erfolge seiner Mittwochsvorträge an. Seine Einblicke in die hohe Schule des Restaurierens werden von März bis Oktober unter dem Titel „Im Dialog mit dem Restaurator“ jeden ersten Mittwoch im Monat um 16 Uhr angeboten.

Das Museumstheater spielt auch im Jahresprogramm 2016 eine zentrale Rolle.
Das Museumstheater spielt auch im Jahresprogramm 2016 eine zentrale Rolle.

Veranstaltungen
Ein großes Chorfest im Juni, die beliebten Pflanzenmärkte im Mai und September, verschiedene Familientage, Glasherstellung im Taunus und der Tag der Deutschen Imkerei – das Veranstaltungsprogramm 2016 ist ebenso spannend wie vielfältig. Im Juni können Besucher im Rahmen des Themenwochenendes „Tierisch hessisch“ alte Haustierrassen im Dorf, auf dem Feld und im Wald erleben. Im September wird in der Martinsklause ein Wirtshausfest mit Vorführungen rund um die Braukunst gefeiert. Ende November lädt dann der durch neue Stände und viele museale Angebote erweiterte Adventsmarkt zu einem vorweihnachtlichen Bummel durch den Hessenpark ein. Außerdem stehen auf dem Programm: der Aktionstag Handwerk, der Märchentag, die Kinderwoche, der Treckertreff, die bewährten Klassiker Ernte- und Apfelfest, verschiedene Märkte und noch vieles mehr. Ein wichtiger Bestandteil des Jahresprogramms ist auch 2016 das Museumstheater. Besucher dürfen sich auf neue und bewährte Schauspielführungen und die letztmalige Wiederaufnahme des Freilichttheaters „Schwarze Füße, weißes Herz – Mietshausgeschichten 1957“ freuen. Im Mai und September gibt es darüber hinaus zwei große Theatertage: Am Pfingstsonntag erkunden die Schauspieler das Mühlenleben im Jahr 1783, also zum Ende des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges. Der 18. September steht unter dem Motto „Ein Dorf verschwindet“. Krieg, Hungersnot, Naturkatastrophen: Gründe zum Auswandern gibt es viele. Aber was passiert, wenn ein ganzes Dorf beschließt zu gehen?

Neuer Museumsführer und Internetauftritt
Zu den Meilensteinen im Museumsjahr 2016 gehören auch der neue Museumsführer, der voraussichtlich im Mai erscheint und die neue Website, die im späten Frühjahr online gehen soll. Im Zentrum der neuen Internetseite stehen der Besucher und sein Informationsbedürfnis. Ein übersichtlicher Veranstaltungskalender, ein Hessenparklexikon mit kurzen Artikeln zu allen Gebäuden, Handwerken und Tieren, eine interaktive Karte mit Themenrouten, eine übersichtliche Auflistung aller buchbaren Angebote – all das und noch viel mehr erwartet Interessenten, die sich online über das Freilichtmuseum Hessenpark informieren möchten. Bei der Gestaltung nimmt das Freilichtmuseum Rücksicht auf moderne Seh- und Nutzergewohnheiten: Die Seite ist selbstverständlich „responsive“, kann also sowohl vom heimischen PC als auch mit mobilen Endgeräten optimal abgerufen werden. Auch die Social Media-Aktivitäten des Hessenparks auf Facebook und Instagram stehen stärker als bisher im Fokus.

Museumsleiter Jens Scheller und sein Team freuen sich auf die neue Museumssaison: „Wir konnten 2014 und 2015 neue Besucherrekorde erzielen und sind zuversichtlich, dass wir diesen Trend 2016 fortsetzen können“, erklärt Scheller. „Anlässe für einen Besuch gibt es auch in der neuen Museumssaison mehr als genug.“ Dazu trägt Jens Scheller auch höchstpersönlich bei: Zum Auftakt der Saison bietet er am 6. März um 15 Uhr seine große Führung zum Saisonstart an. Interessierte Besucher erfahren hier, was sich in den letzten Monaten im Hessenpark getan hat, wie der aktuelle Stand der Baumaßnahmen im Gelände ist und auf welche Attraktionen sich die Museumsgäste 2016 freuen können.

 Die Eintrittspreise bleiben 2016 unverändert.

Ort:
Freilichtmuseum Hessenpark GmbH
Laubweg 5
61267 Neu-Anspach

Adventsmarkt im Freilichtmuseum Hessenpark am 28. u. 29. November 2015

Foto: Harald Kalbhenn
Foto: Harald Kalbhenn

Am 28. und 29. November lädt der Adventsmarkt im Freilichtmuseum zum vorweihnachtlichen Bummeln, Einkaufen und Schlemmen ein – der Museumsbesuch und ein Rahmenprogramm für die ganze Familie sind im Eintrittspreis inklusive.

Neu-Anspach, den 12.11.2015. Ende November beginnt mit dem Advent eine der schönsten Zeiten des Jahres. Besonders stimmungsvoll eingeläutet wird die Vorweihnachtszeit mit dem Adventsmarkt auf dem Marktplatz des Freilichtmuseums. Am 28. und 29. November laden Stände mit Kunsthandwerk und Gastronomie zum gemütlichen Flanieren, Geschenke Kaufen und Verweilen ein. Das Angebot reicht von Schmuck und Weihnachtsdekoration über Kinderspielzeug, Gestecke und Glasperlen bis hin zu handgefertigten Kerzen und außergewöhnlichen Drechslerarbeiten. Der Markt ist diesmal wesentlich größer als in den vergangenen Jahren: Rund 100 Aussteller präsentieren ihre Schätze, die Buden reichen bis zum Dorfplatz in der Baugruppe Mittelhessen. Besonders beliebt und deshalb wieder mit dabei sind das historische Figurenkarussell, der Kettenflieger und St. Nikolaus, der kleine Geschenke an die Kinder verteilt.

Abgerundet wird der Adventsmarkt durch ein Rahmenprogramm für die ganze Familie. Während Lichterglanz und Musik für die richtige Stimmung sorgen, können jüngere Marktbesucher schon die ersten Weihnachtsgeschenke basteln. Zur Auswahl stehen Strohsterne und Advents-Hampelmänner. Wer möchte, kann auch Stofftiere herstellen, Laubsägen oder Kerzen gießen. Im Haus aus Eisemroth gibt es Vorführungen zum Thema „Advent in der historischen Hausfrauenarbeit“. Auch die übrigen historischen Gebäude sind zwischen 10 und 17 Uhr geöffnet, in der Stallscheune aus Asterode ist letztmalig die große Sonderausstellung „Der Apfel. Kultur mit Stiel“ zu sehen.

Adventsmarkt auf dem Marktplatz
Wann: Samstag und Sonntag, 28. / 29. November 2015, 10 bis 19 Uhr
Wo: Freilichtmuseum Hessenpark, Neu-Anspach
Eintritt: Erwachsene 4 €, Kinder 1,50 €, Familien 8 €
Der Marktplatz ist am letzten November-Wochenende nicht kostenfrei zugänglich.

Von Anfang November bis Ende Februar ist das Museum an den Wochenenden und Feiertagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Winterstimmung im Hessenpark Foto: Harald Kalbhenn
Winterstimmung im Hessenpark Foto: Harald Kalbhenn

Am 31. Oktober endet die Hauptsaison im Freilichtmuseum Hessenpark. Vom 1. November 2015 bis zum 29. Februar 2016 hat das Museum an den Wochenenden und Feiertagen (25./26. Dezember 2015 und 1. Januar 2016) von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Einlass erfolgt bis 16 Uhr. Die Häuser bleiben, soweit die Witterung es zulässt, offen.

Besucher können in den Wintermonaten samstags, sonn- und feiertags die historischen Gebäude besichtigen, Spaziergänge im weitläufigen Museumsgelände unternehmen und das kleine feine Winterprogramm genießen. Vom beliebten Adventsmarkt über die Vorführung winterlicher Textilarbeiten, abendliche Führungen durchs Museum mit dem Nachtwächter Paul und Mitmachaktionen für Kinder bis hin zur Traditionsveranstaltung „Von der Sau zur Worscht“ ist für jeden Geschmack das Richtige dabei.

In den Wintermonaten gelten die regulären Eintrittspreise: Erwachsene zahlen 8 €, Kinder ab 6 Jahren, Schüler und Studenten 2,50 €, Familien 16 €. Der Feierabendtarif findet bereits ab 15 Uhr Anwendung. Die Eintrittskarte für Erwachsene kostet dann 4 €, für Kinder 1,50 € und für Familien 8 €. Am letzten Novemberwochenende gilt der Feierabendtarif den ganzen Tag über. Aufgrund des Adventsmarkts ist der Marktplatz an diesem Wochenende nicht kostenfrei zugänglich. An allen anderen Winterwochen können alle, die nur zum Einkaufen oder Einkehren auf den Marktplatz kommen, an der Kasse Bescheid geben und erhalten kostenfreien Einritt. Wer seinen Einkaufsbummel mit einem Museumsrundgang verknüpfen möchte, zahlt den regulären Eintrittspreis.

Die Hauptsaison 2016 startet am 1. März!

Herbstferien im Freilichtmuseum Hessenpark ab 16. Oktober 2015

Mit dem Museumstheater auf Zeitreise in die Vergangenheit! Foto: Sascha Erdmann
Mit dem Museumstheater auf Zeitreise in die Vergangenheit! Foto: Sascha Erdmann

Am 16. Oktober beginnen in Hessen die Herbstferien. Wer seinen Urlaub hier in der Region verbringt, kann im Hessenpark viele spannende Dinge erleben: Auf dem 65 Hektar großen Museumsgelände gibt es mehr als hundert historische Gebäude, Streuobstwiesen, alte Haustierrassen, einen Weinberg, versteckte Waldwege und vieles mehr zu entdecken. Täglich lassen sich zudem mindestens drei Handwerkerinnen und Handwerker bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen und geben Auskunft über heute schon fast vergessene Handwerkstechniken.

Während der Ferien können Urlauber die herrliche Herbststimmung im Hessenpark genießen. Foto: Harald Kalbhenn
Während der Ferien können Urlauber die herrliche Herbststimmung im Hessenpark genießen. Foto: Harald Kalbhenn

Zum Auftakt der Ferien widmet das Freilichtmuseum der hessischen Lieblingsfrucht ein ganzes Wochenende. Am 17. und 18. Oktober wird mit allen Besuchern das „Apfelfest“ gefeiert. Auf dem Programm stehen verschiedene Führungen rund um die Streuobstwiesen sowie Vorführungen in der museumseigenen Kelterei. Der frisch gepresste Most fließt direkt in den Ausschank – ein Genuss, den man sich nicht entgehen lassen sollte!

In der ersten Ferienwoche lädt das Museumstheater zu einer Zeitreise in die Vergangenheit ein. Vom 19. bis zum 23. Oktober können Besucher im Rahmen der „Tage der Schauspielführungen“ verschiedene Führungen mitmachen und dabei in die Lebenswelten früherer Jahrhunderte eintauchen. Am Montag, den 19. Oktober, gibt die Führung „Aus Frieda Sommers Nähkästchen“ (11 und 14 Uhr)einen Einblick in die Hauswirtschaft und das Leben in den 1920er-Jahren. Praktische Tipps für den eigenen Haushalt dürfen dabei natürlich auch nicht fehlen. Am Dienstag, den 20. Oktober, wandeln alle Teilnehmer im Rahmen einer Märchenführung (11, 13 und 15 Uhr) auf den Spuren der Brüder Grimm durchs Freilichtmuseum. Am 21. und 22. Oktober vermittelt die Schauspielführung „Armut“ (11, 13, 14 und 15 Uhr) einen Eindruck vom hessischen Dorfleben gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Am Freitag, den 23. Oktober, treffen Besucher im Rahmen der Führung „Bornhäusers Reisen“ (11 und 14 Uhr) auf einen Zeitreisenden aus den 1950er-Jahren. Die Geschichte der historischen Gebäude und ihrer früheren Bewohner wird am Samstag, den 24. Oktober, um 15 Uhr bei der öffentlichen Führung „Wenn Wände reden könnten“ vermittelt. Alle Führungen sind im Museumseintritt inklusive, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zur Halbzeit können sich hungrige Urlauber am 25. Oktober auf dem Marktplatz mit Köstlichkeiten aus der Region eindecken. Wer nur zum Einkaufen kommt, erhält kostenfreien Zutritt zum Marktplatz. Alle Gäste, die ihren Einkaufsbummel mit einem Museumsbesuch verbinden, zahlen den regulären Eintrittspreis (Erwachsene 8 €, Kinder 2,50 €, Familien 16 €).

Die zweite Ferienwoche steht ganz im Zeichen des Töpferns. Foto: Sascha Erdmann
Die zweite Ferienwoche steht ganz im Zeichen des Töpferns. Foto: Sascha Erdmann

Die zweite Ferienwoche steht ganz im Zeichen des Töpferns: Am 24. und 25. Oktober können Groß und Klein dem Handwerk an der Töpferscheibe beiwohnen. Vom 26. bis zum 29. Oktober steht ein viertägiger Töpferkurs für Kinder auf dem Programm. Zum Thema „Drachen und Feen“ können die jungen Teilnehmer von 11 bis 13.30 Uhr ihre eigenen Ideen fantasievoll umsetzen. Zuerst wird ein Modell aus Ton geformt, das als Vorlage für eine größere Figur dient, die anschließend aus verschiedenen Tonarten modelliert wird. Es können auch andere Materialien (z. B. Glasstückchen) eingesetzt werden, um interessante Effekte zu erzielen. Am Ende werden die Werke noch angemalt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf max. 8 Kinder im Alter von 7 bis 14 Jahren. Die Kosten betragen 40 € und beinhalten Material und Brände. Eine Anmeldung ist telefonisch unter 06081 588-107/-108/-109 oder per E-Mail unter buchung@hessenpark.de möglich. Wer lieber mit Kommunikationstechnik experimentiert, kann sich unter der gleichen Adresse zu einem der entsprechenden Workshops anmelden. Diese finden am 17. und 31. Oktober um 12 oder 14 Uhr statt.

Die Samstagsführung am 31. Oktober widmet sich dem zur Jahreszeit passenden Thema „Licht und Dunkel“. Treffpunkt ist um 18 Uhr direkt hinter der Museumskasse. Am letzten Feriensonntag kommen im Hessenpark insbesondere die Fleischesser auf ihre Kosten: „Von der Sau zur Worscht“heißt die beliebte winterliche Veranstaltung am 1. November, die die Fleischverarbeitung in der historischen Hausfrauenarbeit und Vorführungen in der Schlachtküche beinhaltet. Kinder können Schweinchen aus Holz aussägen und gemeinsam mit ihren Eltern im Haus aus Eisemroth die frisch gekochte Wurst probieren. Um 15 Uhr gibt die Schauspielführung „Allerlei Schweinerei“ Auskunft über die Schweinehaltung in früheren Zeiten.

Erntefest mit Herbstmarkt im Freilichtmuseum Hessenpark am 3. u. 4. Oktober

Erntefest mit Herbstmarkt
3. und 4. Oktober 2015, 11 bis 17 Uhr
Der Herbstmarkt hat analog zum Museum von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

Beim Erntedankfest: Frisch vom Feld in die Dämpfkolonne: Die Hessenpark-Kartoffeln erfreuen sich bei den Besuchern großer Beliebtheit und werden in rauen Mengen verzehrt. Foto: Harald Kalbhenn
Beim Erntedankfest: Frisch vom Feld in die Dämpfkolonne: Die Hessenpark-Kartoffeln erfreuen sich bei den Besuchern großer Beliebtheit und werden in rauen Mengen verzehrt. Foto: Harald Kalbhenn

Das Erntefest gehört zu den schönsten und beliebtesten Traditionen im Hessenpark. Seit den Anfängen des Freilichtmuseums wird jährlich mit Ernte- und Handwerksvorführungen, Speis und Trank das Ende des Sommers gefeiert. So auch in diesem Jahr! Am 3. und 4. Oktober wartet auf die Besucher ein buntes Programm für Jung und Alt.

Die Flöther Dampflokomobile kommt am 3. Oktober erstmals seit Jahren wieder zum Einsatz. Foto: Harald Kalbhenn
Die Flöther Dampflokomobile kommt am 3. Oktober erstmals seit Jahren wieder zum Einsatz. Foto: Harald Kalbhenn

Zu den besonderen Attraktionen gehört diesmal die hessenparkeigene Flöther Dampflokomobile, die nach langer Reparaturzeit erstmals wieder zum Einsatz kommt. 450 Arbeitsstunden hat Michael Luft, der stellvertretende Betriebsleiter im Feld- und Grubenbahnmuseum der Grube Fortuna bei Oberbiel, zusammen mit Frank Asmus und Wolfgang Weber in die Restaurierung der Lokomobile gesteckt. Nachdem der Kessel die Wasserdruckprüfung bestanden hat und die Abnahme durch den TÜV Hessen erfolgt ist, steht dem Einsatz der eindrucksvollen Dampfmaschine nun nichts mehr im Wege. Die Instandsetzung wurde mit Hilfe einer Spendenaktion des Förderkreises finanziert. Alle Spender sind zum Dank am Samstag um 11 Uhr zur feierlichen Inbetriebnahme eingeladen. Zu den Ehrengästen gehört natürlich auch Michael Luft, der mit seinen Männern viele Ersatzteile – ob aus Blech oder Messing – selbst gefertigt hat.

Der Herbst gehört zu den schönsten Jahreszeiten im Freilichtmuseum Hessenpark. Gefeiert wird er mit einem großen Erntefest. Foto: Harald Kalbhenn
Der Herbst gehört zu den schönsten Jahreszeiten im Freilichtmuseum Hessenpark. Gefeiert wird er mit einem großen Erntefest. Foto: Harald Kalbhenn

Im Rahmen des Erntefests können Museumsgäste den Dreschvorgang, bei dem die Körner aus den Getreideähren gewonnen werden, live miterleben. Pro Tag werden mehrere Leiterwagen Roggengarben ausgedroschen. Auch lässt sich beobachten, wie die Getreidekörner mit einer kleinen Windfege von der Spreu getrennt werden. Ein weiteres Highlight ist die Strohseilherstellung in der Hofanlage aus Emstal-Sand: Aus den alten Getreidesorten, die noch lange Halme hatten, lassen sich mit einer historischen Maschine Strohseile herstellen, die früher als preiswerter Seilersatz genutzt wurden. Zu Kränzen gebunden sind diese ein beliebter Dekorationsartikel in der herbstlichen Jahreszeit. Schön geschmückt ist auch die Kirche aus Ederbringhausen, in der an beiden Tagen jeweils um 16 Uhr Erntedank-Andachten in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche im Hochtaunus stattfinden.

Kinder können sich mit kleinen Handpressen ihren eigenen Apfelsaft aus den alten Apfelsorten des Museums pressen und anschließend beim Kürbis- oder Rübenschnitzen ihr handwerkliches Geschick unter Beweis stellen. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: Die Kartoffel-Dämpfkolonne ist im Einsatz und produziert frisch gedämpfte Hessenpark-Speisekartoffeln, die den Besuchern mit Quark oder Wurst von den eigenen Sattelschweinen angeboten werden. Frischer Most und deftige Köstlichkeiten runden die kulinarische Vielfalt ab. Der bunte Herbstmarkt hält saisonale Angebote bereit – von Kürbisprodukten und Honig über Laubsägearbeiten bis hin zu Wurst- und Schinkenspezialitäten ist für jeden Geschmack das Richtige dabei.

Erntefest mit Herbstmarkt
3. und 4. Oktober 2015, 11 bis 17 Uhr
Der Herbstmarkt hat analog zum Museum von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

Ort:

Freilichtmuseum Hessenpark GmbH
Laubweg 5
61267 Neu-Anspach

Flüchtlinge mit Betreuern kostenfrei willkommen im Freilichtmuseum Hessenpark

Bild: Museumsleiter Jens Scheller begrüßt eine Flüchtlingsgruppe im Hessenpark. Foto: Netzwerk für Integration Rödermark
Bild: Museumsleiter Jens Scheller begrüßt eine Flüchtlingsgruppe im Hessenpark. Foto: Netzwerk für Integration Rödermark

Flüchtlingsgruppen und ihre Betreuer können nach einem Beschluss des Aufsichtsrats bis auf weiteres das zentrale hessische Freilichtmuseum kostenfrei besuchen.

Kaum ein Thema beschäftigt uns zurzeit so intensiv wie die Flüchtlingsfrage. Wie können wir dazu beitragen, dass Integration gelingt? Dass sich Menschen bei uns sicher und willkommen fühlen? Die Hessische Landesregierung hat sich darauf verständigt, Menschenrechte und gelebte Humanität in den Mittelpunkt ihrer Asyl- und Flüchtlingspolitik zu stellen. Das Freilichtmuseum Hessenpark begrüßt dies und möchte als Landeseinrichtung ein Zeichen setzen, dass Flüchtlinge in Hessen willkommen sind. Der Aufsichtsrat der Freilichtmuseum Hessenpark GmbH hat deshalb beschlossen, Flüchtlingsgruppen und ihren Betreuer bis auf weiteres freien Eintritt zu gewähren. „Wir wollen, dass die Menschen bei uns im Freilichtmuseum in die Geschichte und Kultur der Region eintauchen und dadurch eine Verbindung zu ihrer neuen Umgebung aufbauen können“, erklärt Museumsleiter Jens Scheller.

Dass Bedarf für ein solches Angebot besteht, zeigen verschiedene Anfragen, die das Museum in den letzten Monaten erreichten. „Wir wurden vermehrt auf Möglichkeiten angesprochen, ehrenamtliches Engagement bei der Betreuung von Flüchtlingen zu unterstützen. Dazu zählt vor allem die Bitte auf Gewährung einer kostenfreien Eintrittsmöglichkeit für Flüchtlingsgruppen“, erzählt Jens Scheller. Im Einzelfall wurde solchen Wünschen bereits entsprochen. Hinsichtlich der eingangs formulierten Ziele der Landesregierung schien es aber sinnvoll, hierzu eine grundsätzliche Regelung zu treffen. „Wenn der Besuch im Hessenpark mit seinen historischen Gebäuden, dem weitläufigen Gelände, den alten Haustierrassen und den Vorführhandwerkern dazu beiträgt, dass unsere Gäste einen unbeschwerten Tag verleben und ihre Ängste und Sorgen zumindest für eine gewisse Zeit hinter sich lassen, dann haben wir schon viel erreicht“, unterstreicht Scheller. Nun hofft der Museumsleiter, dass viele Flüchtlingsgruppen das Angebot wahrnehmen.

Die bürokratischen Hürden sind gering: Interessierte Gruppen können ihren Besuch einfach telefonisch unter 06081 588-107/-108/-109 oder per E-Mail an buchung@hessenpark.de anmelden.

Museumstheatertag „Und über uns der Himmel“ im Hessenpark am 13.09.2015

 Vater Loch blickt einer ungewisse Zukunft entgegen – noch weiß er nichts vom Lotteriegewinn seiner Familie.
Vater Loch blickt einer ungewisse Zukunft entgegen – noch weiß er nichts vom Lotteriegewinn seiner Familie.

Am 13. September erwecken ehemalige Bewohner die historischen Gebäude im Freilichtmuseum Hessenpark zum Leben.

Neu-Anspach, den 2. September 2015. Am 13. September wird das Freilichtmuseum Hessenpark von 11 bis 17 Uhr zu einer großen Theaterbühne. Am Museumstheatertag  „Und über uns der Himmel“ schlüpfen 30 Schauspielerinnen und Schauspieler in die Rollen der früheren Hausbewohner. In zehn Gebäuden, hauptsächlich in der Baugruppe Mittelhessen, werden Hausgeschichten vom frühen 18. Jahrhundert bis ins Jahr 1950 nachgespielt.

Das Haus aus Mademühlen wird zum Schauplatz des Museumstheatertags „Und über uns der Himmel“.
Das Haus aus Mademühlen wird zum Schauplatz des Museumstheatertags „Und über uns der Himmel“.

Besonders spannend wird es rund um das Haus Bamberger und das gegenüberliegende Haus Heck aus Friedensdorf. Wie an ihren ursprünglichen Standorten stehen die beiden Häuser auch im Hessenpark in direkter Nachbarschaft zueinander. Hier streiten zwei Familien über den Verbleib des bäuerlichen Misthaufens. Auch das Haus aus Heskem und das Haus aus Launsbach werden miteinander verknüpft: An diesen beiden Gebäuden erfahren die Besucher einiges über die Auswirkungen der hessischen Auswanderer-bewegung in die USA im 19. Jahrhundert. Vor dem Haus aus Mademühlen freut sich die verarmte Familie Loch über einen Lotteriegewinn. Und das Haus aus Laubach (Baugruppe Marktplatz) wird von zwei echten Laubachern bewohnt, die Geschichten aus ihrem Ort nacherzählen werden. Doch nicht nur menschliche Schauspieler beteiligen sich am Museumstheatertag, auch unsere Schweine dürfen ihr schauspielerisches Talent unter Beweis stellen. Geführt vom Dorfschweinehirten werden sie rund um das „Feste Haus“ aus Ransbach zu sehen sein.

Um 11.30, 13.30 und 15.30 Uhr stehen Schauspielführungen auf dem Programm: Ein Haus- und Bauforscherteam berichtet interessierten Besuchern dann über das frühere Leben in den Gebäuden. Doch die Forscher haben die Rechnung ohne die Hausbewohner gemacht – die historischen Gestalten übernehmen die Regie und zeigen, was sich wirklich zugetragen hat. Nach der letzten Führung kommt es zum großen Finale …

Museumstheatertag „Und über uns der Himmel“
Sonntag, 13. September, 11 bis 17 Uhr

Freilichtmuseum Hessenpark GmbH
Laubweg 5
61267 Neu-Anspach

Tücher, Tauwerk, dichte Ritzen – heimische Faserpflanzen im Hessenpark

Das Spinnrad steht am 22. und 23. August nicht still.
Das Spinnrad steht am 22. und 23. August nicht still.

Im Freilichtmuseum Hessenpark dreht sich am 22. und 23. August alles um heimische Faserpflanzen und deren Verarbeitung.

Um 1870 wurden in Deutschland 200.000 ha Flachs für die Leinenherstellung angebaut und verarbeitet. Das entspricht etwa der heutigen Anbaufläche für Kartoffeln. Hanf war über Jahrhunderte eine der wichtigsten Kulturpflanzen weltweit. 1860 war Deutschland mit 30 Millionen Wollschafen der weltgrößte Exporteur von Schafwolle. Heute wandert die Wolle der rund 1,5 Millionen deutschen Schafe häufig in den Müll. Wenn wir vor knapp 150 Jahren unsere Textilfasern regional herstellen und sogar exportieren konnten, warum tragen wir dann heute Kunstfasern oder Baumwolle aus fernen Ländern und isolieren unsere Häuser mit Styropor?

Flachsverarbeitung zum Mitmachen
Flachsverarbeitung zum Mitmachen

Antworten auf diese und viele anderen Fragen rund ums Thema liefert die Veranstaltung „Tücher, Tauwerk, dichte Ritzen“. Besucher können an diesem Wochenende vergessene regionale Fasern neu kennenlernen, die Wolle vom Schaf zur Socke begleiten und bei der Ernte und Verarbeitung von Hanf und Flachs mithelfen.

Ob Spinnen, Weben, Filzen, Blaufärben oder die Seilherstellung – die Verarbeitung der textilen Fasern ist enorm vielseitig. Wer Lust hat, darf unter versierter Anleitung auch gerne selbst Hand anlegen. Neben der Praxis kommt auch die Theorie nicht zu kurz: Oma Emeline zeigt den jungen Besuchern ihre spektakulären Waschmethoden, Experten geben Auskunft über das Dämmen und Dichten mit Naturstoffen. Und wer sich eher für die schönen Dinge des Lebens interessiert, kann anschauen, wie aus historischen Fasern aktuelle Mode wird.

Tücher, Tauwerk, dichte Ritzen
22. / 23. August 2015, 11 bis 17 Uhr

Ort:
Freilichtmuseum Hessenpark GmbH
Laubweg 5
61267 Neu-Anspach

Historisches Forstjägerlager im Freilichtmuseum Hessenpark am 15- u. 16. August

Fotos: Christiane Solzer
Forstjägerlager im Hessenpark. Fotos: Christiane Solzer

Am 15. und 16. August können Besucher im Freilichtmuseum Hessenpark das Forst- und Lagerleben im 18. Jahrhundert kennenlernen.

Zum Hintergrund: Im Jahr 1784 sind die herrschaftlichen Jäger nach Ende des Unabhängigkeitskrieges in Amerika wieder zurück in ihrer Heimat und sollen in ihre Aufgaben als Forstbeamte eingewiesen werden: Es herrscht allerorten Holznot, die Wälder werden übernutzt und es muss dringend etwas geschehen. Auf einem Rundgang erfahren die Forstjäger, wie die Wälder wieder in guten Stand zu bringen sind. Sie müssen einen Eid auf die Forstordnung leisten und Waldstücke in Heege bringen.

Im Rahmen des „Historischen Forstjägerlagers“ erhalten die Besucher Mitte August einen spannenden Einblick ins Lagerleben. Die Forstjäger führen auf dem Gelände Vermessungen und Waldarbeiten durch, spielen Jagdhornsignale und zeigen, welche Werkzeuge bei der Jagd und Waldarbeit Einsatz fanden.

Die Darsteller dieses Lagers gehören größtenteils zur Gesellschaft für hessische Militär- und Zivilgeschichte e.V.. Die Leitung des Projekts liegt bei dem langjährigen historischen Förster des Freilichtmuseums Karl-Matthias Groß, diplomierter Ingenieur der Forstwirtschaft.

Historisches Forstjägerlager
Termin: 15. und 16. August 2015, 9 bis 17 Uhr
Ort: Freilichtmuseum Hessenpark