Kategorie-Archiv: Freilichtmuseum Hessenpark

Auf Tuchfühlung mit Wolle, Hanf und Flachs im Freilichtmuseum Hessenpark am 13. u. 14. August 2016

 Im Hessenpark dreht sich ein Wochenende lang alles um heimische Naturfasern wie zum Beispiel Flachs. Foto: Petra Valentin
Im Hessenpark dreht sich ein Wochenende lang alles um heimische Naturfasern wie zum Beispiel Flachs. Foto: Petra Valentin

Im Freilichtmuseum Hessenpark dreht sich am 13. und 14. August alles um heimische  Naturfasern und deren Verarbeitung.

 Um 1870 wurden in Deutschland 200.000  Hektar Flachs für die Leinenherstellung angebaut und verarbeitet. Das entspricht etwa der heutigen Anbaufläche für Kartoffeln. Hanf war über Jahrhunderte eine der wichtigsten Kulturpflanzen weltweit. 1860 war Deutschland mit 30 Millionen Wollschafen der weltgrößte Exporteur von Schafwolle. Heute wandert die Wolle der rund 1,5 Millionen deutschen Schafe nicht selten in den Müll. Wenn wir vor knapp 150 Jahren unsere Textilfasern regional herstellen und sogar exportieren konnten, warum tragen wir dann heute Kunstfasern oder Baumwolle aus fernen Ländern?

Antworten auf diese und viele andere Fragen rund ums Thema liefert die Veranstaltung „Auf Tuchfühlung mit Wolle, Hanf und Flachs“. Im Freilichtmuseum Hessenpark findet man neben flauschigen Wollschafen nämlich auch Hanf und Flachs auf den Museumsfeldern. Besucher können an diesem Wochenende die vergessenen regionalen Fasern neu kennenlernen, die Wolle vom Schaf zur Socke begleiten und bei der Ernte und Verarbeitung von Hanf und Flachs mithelfen.

Das Weben ist eine von vielen Verarbeitungsmöglichkeiten textiler Fasern. Foto : Christiane Solzer
Das Weben ist eine von vielen Verarbeitungsmöglichkeiten textiler Fasern. Foto : Christiane Solzer

Ob Spinnen, Weben, Filzen, Blaufärben oder die Seilherstellung – die Verarbeitungsmöglichkeiten der textilen Fasern  sind  vielfältig. Wer Lust hat, darf unter versierter Anleitung auch gerne selbst Hand anlegen. Neben der Praxis kommt auch die Theorie nicht zu kurz, wenn Oma Emeline den jungen Besuchern ihre spektakulären Waschmethoden erläutert. Und wer sich eher für die schönen Dinge des Lebens interessiert, kann anschauen, wie aus historischen Fasern aktuelle Mode wird.

Erstmals gibt es in diesem Jahr einen Tuchmarkt mit hochwertigen Stoffen, Leinen, Borten, Hüten, Kurzwaren und Accessoires. Das Angebot umfasst von individuell gefertigten Produkten bis hin zu historischen Materialien und Techniken alles, was das Schneiderherz höher schlagen lässt. Besucher können mit den Ausstellern ins Gespräch kommen, sich beraten lassen und sich über die neuesten Trends rund ums Nähen, Sticken und Stricken informieren. Jeder, der mit eigenem Spinnrad kommt und sich an der Vorführung im Spinnkreis beteiligt, bezahlt nur den halben Eintritt.

 Auf Tuchfühlung mit Wolle, Hanf und Flachs
13./ 14. August 2016, 11 bis 17 Uhr
Tuchmarkt, 9 bis 18 Uhr

Freilichtmuseum Hessenpark GmbH
Laubweg 5
61267 Neu-Anspach

16. Gautschfest der Druckergesellen am 17. Juli 2016 im Hessenpark

Foto: Harald Kalbhenn © Hessenpark
Foto: Harald Kalbhenn © Hessenpark

Am 17. Juli findet im Freilichtmuseum Hessenpark die traditionelle Wassertaufe der Buchdrucker und Schriftsetzer statt.

Neu-Anspach, den 6. Juli 2016. Auch in diesem Jahr unterziehen sich die Kornuten, so nennt man die angehenden Druckergesellen, dem traditionsreichen Brauch des „Gautschens“ auf dem Marktplatz des Freilichtmuseums Hessenpark. Fünfzehn Männer und Frauen aus vielen Ausbildungsbetrieben der näheren Umgebung erleben am Sonntag, den 17. Juli 2016, die traditionelle Wassertaufe. Ab 14.30 Uhr schreiten Gautschmeister Hans Kempgen, Schwammhalter Manfred Hoffmann sowie die Packer Hans-Peter Pauli und Klaus-Albert Volkmann zur Tat, um das feuchte Ritual durchzuführen.

Foto: Harald Kalbhenn © Hessenpark
Foto: Harald Kalbhenn © Hessenpark

Gautschen bezeichnet eigentlich das Entwässern und Pressen von Fasern in der Papiererzeugung. In der Druckbranche nennt man so auch den feierlichen Taufakt, mit dem die Drucker und Setzer als echte Schwarzkünstler und -künstlerinnen in die Gilde Gutenbergs aufgenommen werden. Wasserreich ist dieser Brauch allemal, denn mit der Taufe sollen die „Sünden“ der Lehrzeit abgewaschen werden. Während dem zukünftigen Gesellen eine Strafpredigt gehalten wird, bei der die Vergehen aus der Ausbildungszeit verlesen werden, drücken ihn die Helfer auf einen Stuhl, auf dem ein großer, nasser Schwamm liegt. Dem Schwammsitzen folgt die eigentliche „Taufe“: Von zwei Packern wird der Kornut in einen Bottich mit Wasser gesteckt und ordentlich getunkt. Wasser von unten, Wasser von oben und schließlich folgt kühles Nass von innen. Abgeschlossen wird die Taufe nämlich mit einem ehrenvollen Trunk und der Übergabe des Gautschbriefes an die Gegautschten.

16. Gautschfest im Freilichtmuseum Hessenpark
Wann: Sonntag, 17. Juli 2016
Wo: Freilichtmuseum Hessenpark, Marktplatz
Uhrzeit: 14.30 Uhr

Freilichtmuseum Hessenpark GmbH
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61267 Neu-Anspach
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Großes Chorfest im Freilichtmuseum Hessenpark

Zum Chorfest kommen am 26. Juni 16 hessische Sängergruppen in den Hessenpark.
Zum Chorfest kommen am 26. Juni 16 hessische Sängergruppen in den Hessenpark.

Neu-Anspach, den 17. Juni 2016. Zum Ende des Monats geht es im Freilichtmuseum Hessenpark höchst musikalisch zu: Beim Chorfest am 26. Juni präsentieren insgesamt 16 hessische Sängergruppen ihr Repertoire an deutschen und internationalen Volksliedern. Rund 500 Sängerinnen und Sänger treten auf vier Bühnen im Museumsgelände auf. Besucher können an den Scheunen aus Hadamar, Mornshausen und Erda sowie auf der Freilichtbühne bei der Kapelle aus Lollar den Chorgesängen lauschen. Auch für das leibliche Wohl aller Gäste ist gesorgt. Zusätzlich zu den Gasthäusern im Hessenpark findet sich in der Hofanlage Bamberger ein kleines gastronomisches Angebot. Zum Abschluss des Festes gibt es für alle Chöre und Besucher ab 17 Uhr ein „offenes Singen“ auf der Freilichtbühne des Museums. Hier werden fröhliche, swingende Kanons und Quodlibets gesungen, bei denen weder Text- noch Notenkenntnisse erforderlich sind. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Hessischen Sängerbund e.V. statt, die Schirmherrschaft hat Landrat Ulrich Krebs übernommen.

Zum Abschluss gibt es ab 17 Uhr ein „offenes Singen“ auf der Freilichtbühne.
Zum Abschluss gibt es ab 17 Uhr ein „offenes Singen“ auf der Freilichtbühne.

26. Juni 2016, 12.30 bis 18 Uhr
Chorfest im Freilichtmuseum Hessenpark
Freilichtmuseum Hessenpark GmbH
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Tierisch hessisch – das liebe Vieh – Kulturgeschichte der Nutztierrassen am 18. u. 19. 6. im Hessenpark Thema

Sattelschwein_250Im Freilichtmuseum Hessenpark geht es am 18. und 19. Juni wieder „tierisch hessisch“ zu. Als zertifizierter Arche-Park setzt sich das Museum seit einigen Jahren dafür ein, historische Nutztierassen – und damit einen Teil unserer Kulturgeschichte – vor dem Aussterben zu bewahren. Mitte Juni stehen  die alten Haustierrassen, die auf dem Museumsgelände leben, im Zentrum des Geschehens. Ziegen, Rinder, Schafe, Schweine, Kaninchen, Hühner und Gänse – die Schar der zwei- und vierbeinigen Hessenpark-Bewohner ist groß. Zur Unterstützung sind aber auch noch einige Gäste eingeladen:  Schwere Kaltblutpferde werden bei der Arbeit im Wald zu bewundern sein und ein achtköpfiges Ziegengespann stellt unter Beweis, dass Ziegen früher völlig zu Recht als „Kühe des kleinen Mannes“ bezeichnet wurden. Postreiter eilen mit wichtigen Depeschen durchs Gelände, während Ochse Urmel aus Wettenberg lieber gemütlich unterwegs ist.

Schaf250Vor der Scheune aus Gungelshausen erhalten die Hessenparkschafe ihre Sommerfrisur. Die frisch geschorene Wolle wird von den Bauersfrauen verarbeitet und zu Garn gesponnen. Ausgebildete Hütehunde zeigen mit ihrem Schäfer ihr erstaunliches Können. Ein Kuhgespann ist im Museum unterwegs, um zu beweisen, dass alte Rinderrassen nicht nur Milch und Fleisch liefern, sondern auch ordentlich was bewegen können. Melkvorführungen mit Erläuterungen der Bauersleute gibt es auch. In der Scheune aus Treisbach sind neben den hessenparkeigenen Meißner Widdern noch weitere sehenswerte Kaninchen- und Geflügelrassen zu sehen. Natürlich dürfen die Besucher nicht nur schauen, sondern bei den Mitmachaktionen auch selbst aktiv werden: Kinder können zum Beispiel in der Seilerei Pferdestricke herstellen, echte Hufeisen schmieden oder einen kleinen Reitkurs auf Dülmener Wildpferden absolvieren.

Feinschmecker dürfen sich am Sonntag auf den Erzeugermarkt der Vereinigung der hessischen Direktvermarkter e.V. freuen. Das Angebot umfasst Säfte, Honig, Öle, Käse, Eier, Wurstwaren, Wildprodukte, Eis, Spirituosen, Obst, Gemüse und andere Köstlichkeiten. Die Marktzeiten sind von 9 bis 18 Uhr.

Tierisch hessisch – das liebe Vieh
und 19. Juni 2016, 11 bis 17 Uhr
Eintritt: Erwachsene 9 €, Kinder 2,50 €, Familien 18 €

Freilichtmuseum Hessenpark GmbH
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Hessenpark ab 29. Mai: Neue Dauerausstellung in der Synagoge aus Groß-Umstadt: „Sie waren hier. Jüdisches Landleben in Südhessen“

Wieder aufgebaute Synagoge aus Groß-Umstadt im Hessenpark, Foto: Ben Knabe
Wieder aufgebaute Synagoge aus Groß-Umstadt im Hessenpark, Foto: Ben Knabe

Ab dem 29. Mai 2016 ist in der auf dem Hessenparksgelände wieder aufgebauten Synagoge aus Groß-Umstadt die neue Dauerausstellung „Sie waren hier. Jüdisches Landleben in Südhessen“ zu sehen.

 

 

 

 

Die Eröffnungsveranstaltung findet am 29. Mai gegen 11.00 Uhr in der Scheune aus Gottstreu (anschließend Synagoge aus Groß-Umstadt) statt.
Einführen in die Ausstellung werden:  Andreas Ullmann, Historiker, Otto-Friedrich-Universität Bamberg und Dr. Petra Naumann, Fachbereichsleitung Wissenschaft im Freilichtmuseum Hessenpark. Jo Dreiseitl, Staatssekretär und Bevollmächtigter für Integration und Antidiskriminierung und Fritz Backhaus, Stellvertretender Direktor des Jüdischen Museums in Frankfurt, werden Grußworte sprechen.

Familienarchiv Sondheimer, USA
Familienarchiv Sondheimer, USA © Hessenpark

Kern der Ausstellung sind jüdische Familienbiografien, die ab der Mitte des 19. Jahrhunderts rekonstruiert werden. Digitale Blätterbücher stellen die jüdischen Familien vor, die aus Groß-Umstadt, Oberursel, Michelstadt und Fränkisch-Crumbach stammen. Familienfotos, Dokumente und andere biografische Quellen erzählen ihre individuellen Lebensgeschichten. Auch werden anhand der persönlichen Dokumente das Berufsleben, der Glaube, die Kultur, der Alltag sowie die Emanzipation, Integration und Verfolgung der Juden beleuchtet. Besucher erfahren, welche Berührungspunkte es zwischen jüdischen und nicht-jüdischen Dorfbewohnern gab, welchen Einfluss die Religion auf das tägliche Leben der jüdischen Bürger hatte, welche Berufe sie überwiegend ausübten und wie sich ihre gesellschaftliche und rechtliche Stellung im Laufe der Zeit veränderte.

Der zweite Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf den Entwicklungsgeschichten der südhessischen Synagogen aus Groß-Umstadt, Dieburg, Michelstadt und Zwingenberg. Die Werdegänge der Gebäude sind verschieden, gleichzeitig stehen sie exemplarisch für die Historie vieler weiterer jüdischer Gotteshäuser in der Region. Begonnen mit der Erbauung der Synagogen wird gezeigt, was im Verlauf der Geschichte mit den Gebäuden passiert ist. Gab es Um- oder sogar Neubauten? Was geschah 1938 während der Novemberpogrome mit ihnen? Wurden sie zerstört? Und wenn nicht, wie wurden sie weiter genutzt?

Präsentiert werden die unterschiedlichen Themenbereiche in multifunktionalen Ausstellungsmöbeln, die zum selbstständigen Entdecken einladen – es gibt Schubladen zum Klappen, Blätterkästen mit vertiefenden Informationen und interaktive Medienstationen. Die Gestaltung übernahm das Büro KATZKAISER aus Köln/Darmstadt.

Die Dauerausstellung „Sie waren hier. Jüdisches Landleben in Südhessen“ wurde in Kooperation mit dem Jüdischem Museum Frankfurt, dem Fritz Bauer Institut und dem Runden Tisch jüdisches Leben Groß-Umstadt realisiert.

Dauerausstellung „Sie waren hier. Jüdisches Landleben in Südhessen“

Ort: Hessenpark: Synagoge aus Groß-Umstadt, Baugruppe Südhessen, ab 29. Mai 2016

Freilichtmuseum Hessenpark GmbH
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Aktionstag Handwerk im Freilichtmuseum Hessenpark am 22.Mai 2016

Am 22. Mai sind im Freilichtmuseum Hessenpark zahlreiche Handwerker bei der Arbeit zu sehen. © Hessenpark
Am 22. Mai sind im Freilichtmuseum Hessenpark zahlreiche Handwerker bei der Arbeit zu sehen. © Hessenpark

Der Hessenpark steht auch im Wonnemonat Mai ganz im Zeichen des Jahresthemas „Handwerk“. Zum Aktionstag Handwerk am 22. Mai zeigt das Freilichtmuseum zahlreiche traditionelle Gewerke. Zu bewundern sind unter anderem Maler, Korbflechter, Drechsler, Köhler, Maurer, Schreiner, Seiler, Schuhmacher, Schmiede und viele mehr. Besucher können lernen, wie man Holzfenster fachgerecht mit Leinölfarbe anstreicht und erfahren, wie schwer Handwerk wirklich ist. Experten erklären, welche Hilfsmittel es früher für schwere Baumaterialien gab und welche davon heute noch zum Einsatz kommen.

Besonders imposant für Auge und Ohr: Im Rahmen des Aktionstags machen Handwerker die Entwicklung der Kettensäge praktisch sicht- und hörbar und demonstrieren außerdem, wie man Eisenringe auf hölzerne Räder aufzieht.

Töpfer aus Indien zeigt seine Fingerfertigkeit auf der Drehscheibe. © Hessenpark
Töpfer aus Indien zeigt seine Fingerfertigkeit auf der Drehscheibe. © Hessenpark

Zum ersten Mal im Einsatz sind am 22. Mai zwei indische Handwerker aus dem Museum DakshinaChitra, die bis Mitte Juni im Freilichtmuseum Hessenpark zu Gast sind. Sie bemalen und gravieren Palmblätter und führen in der Töpferei Terrakotta-Arbeiten vor. Zum Auftakt des Gastspiels werden Museumsleiter Jens Scheller und sein indischer Kollege Sharat Nambiar (DakshinaChitra, Chennai) im Rahmen eines gemeinsamen Vortrags interkulturelle Vergleiche rund um die Handwerkstraditionen beider Länder ziehen. Die Auftaktveranstaltung beginnt um 11 Uhr in der Stallscheune aus Asterode (Baugruppe Nordhessen). Besucher, die die große Sonderausstellung „Handwerken. Vom Wissen zum Werk“ noch nicht gesehen haben, können dies im Anschluss an den Vortrag der Museumsleiter tun.

Auch die jüngsten Museumsgäste kommen am Aktionstag Handwerk nicht zu kurz: Sie können Ihr handwerkliches Geschick beim Mauern, Drechseln, beim Arbeiten mit dem Ziehmesser oder Papiermachen unter Beweis stellen.

Aktionstag Handwerk im Freilichtmuseum Hessenpark Sonntag, 22. Mai, 10 bis 17 Uhr
Eintritt: Erwachsene 9 Euro, Kinder 2,50 Euro, Familien 18 Euro

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Jubiläums-Pflanzenmarkt im Freilichtmuseum Hessenpark am 30. April u. 1. Mai

©  Freilichtmuseum Hessenpark
© Freilichtmuseum Hessenpark

Zum zehnjährigen Bestehen zeigt sich der Markt in diesem Frühjahr besonders groß und vielfältig.

Frankfurt / Neu-Anspach, den 18. April 2016. Zum Auftakt der Gartensaison verwandeln am 30. April und 1. Mai rund 120 regionale und internationale Pflanzenspezialisten das Museumsgelände in ein großes Pflanzenmeer. Veranstaltet wird der Pflanzenmarkt vom Freilichtmuseum Hessenpark und dem Gartenbauverband Baden-Württemberg-Hessen e.V., in dem der Hessische Gärtnereiverband aufgegangen ist. Der diesjährige Markt ist der größte in seiner zehnjährigen Tradition.
Das Sortiment der Aussteller ist auch in diesem Frühjahr wieder beeindruckend: Alte und historische Rosen, Beet- und Balkonpflanzen aus heimischen Gärtnereien, Farne in unzähligen Züchtungen, verschiedenste Sorten von Funkien, Gehölzen, Stauden, mehr als 500 Kräuter oder Gräser – die Liste der Pflanzen ist lang. Im Vordergrund der über 20.000 Pflanzenraritäten aus aller Welt steht diesmal dasObstgehölzsortiment. „Wir freuen uns sehr, in diesem Jahr zahlreiche neue Aussteller gewonnen zu haben, so auch ein Aussteller, der ein umfangreiches Sortiment an Obstgehölzen für die Besucher bereithält“, erklärt Veranstaltungsleiter Thomas Södler vom Gartenbauverband Baden-Württemberg-Hessen. „Neben typischen Beerenobstgehölzen umfasst sein Sortiment auch seltene Apfel- und Birnensorten sowie krankheitsresistente Neuzüchtungen.“ Neben dem außergewöhnlichen Pflanzensortiment zeigen die Pflanzenprofis an ihren Verkaufsständen aktuelle Gartentrends, geben nützliche Tipps und haben neue Ideen für Haus, Hof und Garten.

©  Freilichtmuseum Hessenpark
© Freilichtmuseum Hessenpark

„Der Samstagmorgen ist ein echter Geheimtipp für ambitionierte Pflanzenkäufer“, unterstreicht Thomas Södler. „Die Erfahrung zeigt, dass gerade Besonderheiten schon am späten Samstagvormittag ausverkauft sind.“ Museumsleiter Jens Scheller und Thomas Södler rechnen in diesem Jahr mit rund 10.000 Besuchern. „Der Umwelt zuliebe haben wir noch einen Hinweis an unsere Besucher. Wir würden uns freuen, wenn diese ihre eigenen Taschen, Tüten und Körbe mitbringen, um so den Gebrauch von Plastiktüten bei der Veranstaltung zu verringern“, betont Thomas Södler.

Spezielle Hilfe für kranke Pflanzen bieten zwei Pflanzendoktoren des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen, die eigens für den Pflanzenmarkt ihre Praxis ins Freilichtmuseum Hessenpark verlegen. Die Experten können Schädlinge und Krankheiten von Pflanzen genau bestimmen, die weitere Behandlung verordnen und Ratschläge zum Pflanzenschutz geben. Wer eine genaue Diagnose von den Pflanzendoktoren möchte, sollte seine kranke Pflanze oder zumindest Zweige und Blätter davon mit zum Pflanzenmarkt bringen. Die Diagnose vor Ort ist kostenlos. Kostenlose Fachvorträge zu Topthemen „Gärten und Pflanzen“ sowie botanische Führungen runden das Angebot ab.

Außerdem erleichtert ein besonderer Service den Besuchern ihren Einkauf auf dem Pflanzenmarkt: Jugendliche der Pfadfinder und Freiwilligen Feuerwehr bringen die Einkäufe mit Karren zu einer Sammelstelle, wo die Besitzer sie anschließend bequem mit dem Auto abholen können. Die Besucher müssen also nicht die gekauften Pflanzen über den Markt schleppen, sondern können ungestört stöbern, entdecken, fachsimpeln und das Museum erkunden.


Pflanzenmarkt im Freilichtmuseum Hessenpark
Samstag , 30. April / Sonntag, 1. Mai 2016
Öffnungszeiten an beiden Tagen:
Pflanzenmarkt: 9 bis 18 Uhr
Museum: 9 bis18 Uhr

Abholung Pflanzendepot:
Pflanzenmarkt: 9 bis 18 Uhr
Praxiszeiten Pflanzendoktor:
9 bis 18 Uhr

Eintritt:
Es gelten die regulären Eintrittspreise des Freilichtmuseums Hessenpark.
 

Kostenlose Führungen über den Pflanzenmarkt:
Um 13 und 15 Uhr führt der Veranstaltungsleiter des Pflanzenmarkts im Hessenpark, Thomas Södler, interessierte Besucher durchs Gelände. Die maximale Gruppengröße beträgt 25 Personen. Eine Voranmeldung ist nicht nötig. Bitte finden Sie sich bei Interesse am Infopoint im Eingangsbereich ein.

Weitere Informationen
www.hessenpark.de / www.pflanzenmaerkte-hessen.de

Geschichtstag für Taunus und Main zum Thema  „Heimat und Fremde“ am 30. April 2016 im Hessenpark

Hessenpark: Baugruppe Mittelhessen. © Hessenpark
Hessenpark: Baugruppe Mittelhessen. © Hessenpark

Neu-Anspach. Nicht nur aktuell, sondern auch historisch ist die Region im Taunus und am Main in hohem Maße  von Ein- und Durchwanderung geprägt.  Den Begegnungen zwischen „Heimat“ und „Fremde“ spürt der diesjährige Geschichtstag für Taunus und Main nach, der am 30. April im Freilichtmuseum Hessenpark stattfindet.

Krankenschwestern - © Hessenpark
Krankenschwestern – © Hessenpark

Aus der Fülle der historischen Migrationserscheinungen haben die Veranstalter Beispiele aus dem 20. Jahrhundert ausgewählt, die in kurzen Vorträgen vorgestellt werden. Gregor Maier, Leiter des Fachbereichs Kultur des Hochtaunuskreises, wird mit einem Einführungsvortrag über Ein- und Auswanderung in der Orts- und Regionalgeschichte die Reihe der Referate eröffnen. Peter Maresch, Kreisarchivar des Hochtaunuskreises, nimmt die Zeit der sogenannten Rheinlandbesetzung nach dem Ersten Weltkrieg in den Blick, als weite Teile der Region mit fremdländischen Besatzungssoldaten konfrontiert waren. Dem Thema Fremdarbeit in der NS-Zeit spürt am Fallbeispiel Eschborn der dortige Stadtarchivar Gerhard Raiss nach. Mit der Integration der Vertriebenen in das Wirtschaftsleben der jungen Bundesrepublik hat sich Oliver Rapp aus Oberursel intensiv beschäftigt und wird dieses Thema am Beispiel der Glasindustrie im Vordertaunus darstellen. Und schließlich beschäftigt sich die frühere Leiterin des Bad Homburger Stadtmuseums, Ursula Stiehler, unter dem Titel „Heimat Bad Homburg – nicht geplant…“ mit dem Schicksal der Gastarbeiter, die in den Taunus kamen. Den Abschluss des Programms bildet ein Rundgang mit Dr. Petra Naumann, der Fachbereichsleiterin Wissenschaft im Freilichtmuseum Hessenpark. Sie wird zeigen, wie der Hessenpark das Thema „Heimat und Fremde“ aufgreift und präsentiert

Im Rahmenprogramm der Tagung tritt außerdem die Künstlergruppe „Mobile Albania“ im Hessenpark auf, die eine „Inne-Haltestelle“ einrichtet und sich auf künstlerische Weise mit den Themen Bewegung und Transit beschäftigt. Und wer das Thema „Wanderung“ wörtlich nehmen will, der kann von Bad Homburg aus auf Schusters Rappen den Geschichtstag besuchen: Um 8 Uhr startet eine ortsgeschichtliche Wanderung des Stadtarchivs mit Andreas Mengel am Gotischen Haus in Bad Homburg und steuert den Geschichtstag im Hessenpark an.

Die Tagung beginnt um 10 Uhr; im Teilnehmerbeitrag von 15 Euro ist auch ein Mittagsimbiss enthalten. Informationen und Anmeldung beim Kreisarchiv Hochtaunuskreis, Tel. 06172/999-4610, kreisarchiv@hochtaunuskreis.de, www.hochtaunuskreis.de/kultur.

Geschichtstag für Taunus und Main zum Thema „Heimat und Fremde“
Wann: 30. April 2016, 10 bis 16 Uhr
Wo: Freilichtmuseum Hessenpark
Anmeldung:
kreisarchiv@hochtaunus.de

Flyer: Flyer_Heimat und Fremde

Info:
Der „Geschichtstag für Taunus und Main“, der dieses Jahr zum sechsten Mal stattfindet, wird veranstaltet von der Arbeitsgemeinschaft der Heimat- und Geschichtsvereine des Hochtaunuskreises und dem Historischen Verein Rhein-Main-Taunus. Die organisatorische Federführung liegt beim Kreisarchiv des Hochtaunuskreises. Neben dem Freilichtmuseum Hessenpark sind beim diesjährigen Geschichtstag auch die KulturRegion FrankfurtRheinMain und der Kulturfonds Frankfurt RheinMain beteiligt, die unter anderem den „Transit-Bus“ mit der „Inne-Haltestelle“ zum Geschichtstag in den Hessenpark bringen.

Familientag „Wald“ und „Tag des Bieres“ im Freilichtmuseum Hessenpark am 24. April 2016

Kinder auf dem Walderlebnispfad. Bild: Licher / Rolf K. Wegst
Kinder auf dem Walderlebnispfad. Bild: Licher / Rolf K. Wegst

Neu-Anspach, den 14. April 2016. Das Freilichtmuseum Hessenpark bietet am 24. April gleich zwei spannende Themenveranstaltungen: Der Familientag „Wald“ lädt Eltern und Kinder dazu ein, den Wald mit allen Sinnen zu erkunden und etwas über nachhaltige Forstwirtschaft zu lernen. In der Martinsklause können Besucher zum „Tag des Bieres“ Brauvorführungen der Licher Privatbrauerei erleben.

 Spielt die Hauptrolle beim nächsten Familientag: Der Wald Freilichtmuseum Hessenpark. Bild: Licher / Rolf K. Wegst
Spielt die Hauptrolle beim nächsten Familientag: Der Wald Freilichtmuseum Hessenpark. Bild: Licher / Rolf K. Wegst

Der Familientag „Wald“ ermöglicht spannende Einblicke in die Waldarbeit und die vielfältigen Waldnutzungsmöglichkeiten früherer Zeiten: Rund zehn historische Forstjäger werden zum Beispiel ihrem Handwerk nachgehen und Bäume pflanzen und fällen. Dazu passend gibt es um 11:30 Uhr und um 14:30 Uhr forstgeschichtliche Exkursionen zum Thema „Pflanzung“. Wer es lieber praktisch mag, kann selbst mitsägen und die Werkzeuge kennenlernen, die die Forstjäger benutzen. Bei einer Führung auf dem Hartig-Walderlebnispfad um 13 Uhr können Kinder und Erwachsene spielerisch verschiedene Baum- und Holzarten kennenlernen und die Tiere unserer heimischen Wälder entdecken. Familiengerechte Mitmachangebote runden den Thementag ab.

Braumeister Günther Halfter schürt das Feuer. Bild: Licher / Rolf K. Wegst
Braumeister Günther Halfter schürt das Feuer. Bild: Licher / Rolf K. Wegst

Wie in früheren Zeiten Bier hergestellt wurde, erfahren interessierte Besucher beim „Tag des Bieres“. Die Braumeister der Licher Privatbrauerei lassen sich ab 11 Uhr in der Scheune der Martinsklause über die Schulter schauen. In dem Gebäude, das einst in Remsfeld in Nordhessen stand, sind seit September 2014 die Brauereiausstellung von Licher und eine Gastwirtschaft untergebracht. Die Experten von Licher erklären den Besuchern des Hessenparks, welche Unterschiede es zwischen der Bierherstellung damals und heute gibt. Dazu schüren sie zum Beispiel unter dem großen gemauerten Ofen das Feuer von Hand und kochen im Kessel darüber die Würze.

Kein „Tag des Bieres“ ohne Fassbieranstich: Der erste Anstich zur Probe findet am Sonntag um 11 Uhr statt, der offizielle Anstich erfolgt um 13 Uhr. Bei Bedarf gibt es um 15 Uhr einen letzten Fassbieranstich. Serviert wird das Hopfengetränk wieder in den exklusiven Hessenpark-Bierseideln, die als Souvenir mit nach Hause genommen werden dürfen. Außerdem wird ein Quiz zum Thema Bier veranstaltet, bei dem es drei Brauereiführungen zu gewinnen gibt. Für musikalische Unterhaltung sorgen die Musiker der „Rhöner Säuwäntzt“, die Hessen-Blues auf Geräten wie Waschbrett, Milchkannen und Teekisten-Bass spielen und in ihren Mundart-Liedern alltägliche Themen aus den abwegigsten Blickwinkeln betrachten.

Programm Familientag „Wald“:
11:30 und 14:30 Uhr: Forstgeschichtliche Exkursion zum Thema „Pflanzung“
13 Uhr: Führung auf dem Hartig-Walderlebnispfad zum Thema „Nachhaltigkeit heute – 200 Jahre Forstamt Weilrod“

11-17 Uhr: Heimliche Jäger – Wildkatzen basteln
11-17 Uhr: Lohschälen und Holzsägen zum Mitmachen
11-17 Uhr: kleine betreute Ausstellung von Kettensägen mit Vorführungen
11-17 Uhr: Lager der Hanauer Jäger: Waldarbeiten – Pflanzung, Baumfällen und Holzsägen
11-13 und 13:30-17 Uhr: Hirsche – Könige des Waldes: Handpuppen zum Selbermachen
(mit der Herstellung der Figuren kann jeweils bis spätestens 1 Stunde vor der Pause bzw. vor Veranstaltungsende begonnen werden)

Programm „Tag des Bieres“:
13 Uhr: offizieller Fassbieranstich
11 und 15 Uhr: weitere Fassbieranstiche
11-16 Uhr: Musik der Gruppe „Rhöner Säuwäntzt“

Familientag „Wald“ und „Tag des Bieres“ im Freilichtmuseum Hessenpark

  1. April 2016, 11 bis 17 Uhr

Ostern im Freilichtmuseum Hessenpark – Auftakt ab 19. März 2016 mit Ostermarkt

Osterbrunnen  Foto © Hessenpark
Osterbrunnen Foto © Hessenpark

In den Tagen rund um Ostern bietet das Freilichtmuseum Hessenpark ein spannendes und abwechslungsreiches Ferienprogramm. Der bunte Ostermarkt, verschiedene Mitmachaktionen für Kinder und Vorführungen rund um die Osterzeit laden ebenso zu einem Museumsbesuch ein wie die Tage der Schauspielführungen in der zweiten Ferienwoche.

 Foto © Hessenpark
Foto © Hessenpark

Zum Auftakt der Ostersaison findet am 19. und 20. März der beliebte Ostermarkt in den Gebäuden rund um den Marktplatz statt. Über 80 Aussteller – mehr als doppelt so viele wie im letzten Jahr – präsentieren handwerkliche Traditionen und österliche Waren. Vom handbemalten Osterei über Frühlingsschmuck bis hin zu dekorierten Kerzen ist für jeden Geschmack etwas dabei. An einigen Ständen lassen sich Aussteller beim Bemalen und Verzieren der Ostereier über die Schulter schauen. Darüber hinaus gibt es viele Aktionen für die jüngeren Museumsbesucher. Auf dem Programm stehen unter anderem Filzen, Eier suchen, Eier bemalen, Hampelhasen basteln und eine Marmorier-Werkstatt.

Ab dem 22. März stimmen verschiedene Vorführungen auf das nahende Osterfest ein: Im Haus aus Grebenau können Besucher eine traditionelle Form der Verzierung aus dem Marburger Land bestaunen. Unter Kennern gilt sie als eine der schönsten. Noch heute werden unter anderem in Mardorf ungekochte Eier in der Wachsreservetechnik bemalt und beschrieben. Das Besondere daran: Nachdem die Eier gefärbt worden sind, wird das Wachs entfernt. Die filigranen Verzierungen oder in feiner Schrift geschriebenen Sprüche erscheinen so weiß auf dem farbigen Untergrund.

 Foto © Hessenpark
Foto © Hessenpark

Ab dem 24. März können Kinder im Rahmen der Mitmachaktionen kleine Ostergeschenke basteln. Zur Auswahl stehen das Färben von Ostereiern oder das Aussägen von Osterfiguren. Am 26. März, 2. April und 9. April finden Workshops zum Thema „Kommunikationstechnik“ für Kinder ab 10 Jahren statt. Die Teilnahme ist im Museumseintritt inklusive, eine Anmeldung unter buchung@hessenpark.de ist erforderlich. Im Haus aus Eisemroth gibt es ab dem 29. März Vorführungen rund ums Thema „Uromas Küche“. Kostproben dürfen dabei natürlich nicht fehlen! In der Blaufärberwerkstatt dürfen sich Besucher in den Tagen nach Ostern an der Kunst des Blaudrucks versuchen.

Für Abwechslung in der zweiten Ferienwoche sorgen die Tage der Schauspielführungen: Vom 5. bis zum 9. April stehen tägliche wechselnde Schauspielführungen auf dem Programm. Am Sonntag vor Schulbeginn wird zudem die große Sonderausstellung „Handwerken. Vom Wissen zum Werk“ eröffnet.

Das Programm im Überblick
19./20.3.: Ostermarkt mit vielen Mitmachaktionen für Kinder
24.3. bis 28.3.: Mitmachaktionen für Kinder: Ostereier färben und Laubsägen
28.3., 4.4., 11.4.: Workshop für Kinder ab 10: Experimentieren mit Kommunikationstechnik (mit Anmeldung, Kontakt: buchung@hessenpark.de, Tel. 06081 588-107/-108/-109)

29.3. bis 3.4.:Mitmachaktion für Kinder: Blaudrucken
29.3. bis 3.4.: Uromas Küche: Vorführung mit Kostproben
22.3. bis 28.3.:Traditionelle oberhessische Ostermalerei

5.4. bis 9.4.:Tage der Schauspielführungen
10.4.: Eröffnung der Sonderausstellung „Handwerken. Vom Wissen zum Werk“

Eintrittspreise: Erwachsene 8 Euro, Kinder 2,50 Euro, Familien 16 Euro

Freilichtmuseum Hessenpark GmbH
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