Kategorie-Archiv: Frankfurter Buchmesse

Literaturnobelpreis 2023 geht an Jon Fosse

John Fosse erhält den Literaturnobelpreis 2023 © Tom A.Kolstad / Det Norske Samlaget
John Fosse erhält den Literaturnobelpreis 2023 © Tom A.Kolstad / Det Norske Samlaget

Der Nobelpreis für Literatur geht in diesem Jahr an Jon Fosse. Das hat das Nobelpreiskomitee in Stockholm am heutigen Donnerstag verkündet.

Der Norweger erhält den Preis für seine innovativen Theaterstücke und seine Prosa, die dem Unsagbaren eine Stimme geben, begründet das Literaturnobelpreiskomitee die Wahl.

«Sein immenses Werk, das in norwegischer Sprache (Nynorsk) verfasst wurde und eine Vielzahl von Genres umfasst, besteht aus einer Fülle von Theaterstücken, Romanen, Gedichtsammlungen, Essays, Kinderbüchern und Übersetzungen», so Anders Olsson, Vorsitzender des Literaturnobelpreiskomitees.

Jon Fosse folgt auf Annie Ernaux, die im vergangenen Jahr den begehrten Preis entgegennehmen durfte. Der norwegische Autor war bei den Buchmachern als Favorit gehandelt worden, und wir freuen uns sehr, dass er dieser verdienten Rolle gerecht werden konnte.

Programmleitung Ulrike Ostermeyer gratuliert im Namen aller Rowohlt-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter:

«Mit Jon Fosse wird einer der ganz großen Autoren unserer Zeit ausgezeichnet. Ein ‹säkularer› Mystiker, der in seinem Werk das Geheimnis der Schöpfung beschwört, einer, der in der Tradition des Staunens und Zweifelns steht – eine Tradition, die in unserer immer lauter werdenden Welt verloren zu gehen droht. Wir bei Rowohlt freuen uns unheimlich für unseren Autor und gratulieren ganz herzlich!»

Die ersten beiden Bände der «Heptalogie»
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Biographie

Jon Fosse, 1959 in der norwegischen Küstenstadt Haugesund geboren und am Hardangerfjord aufgewachsen, veröffentlichte auf Deutsch zunächst die Romane „Melancholie“, „Morgen und Abend“ und „Das ist Alise“. Für sein Prosawerk „Trilogie“ bekam er 2015 den Literaturpreis des Nordischen Rates verliehen, den renommiertesten Literaturpreis Skandinaviens. Mit dem ersten Band seines siebenteiligen Opus magnum, „Der andere Name“, war er 2020 für den Booker International Prize nominiert, mit dem letzten Band „Ein neuer Name“ stand er 2022 auf der Shortlist und wurde mit den wichtigsten norwegischen Literaturpreisen Brageprisen und Kritikerprisen ausgezeichnet. Er gilt als einer der wichtigsten europäischen Schriftsteller unserer Zeit. Seine mehr als dreißig Theaterstücke werden weltweit aufgeführt und brachten ihm zahlreiche Preise ein. Seit 2011 genießt er lebenslanges Wohnrecht in der „Grotte“, einer Ehrenwohnung des norwegischen Königs am Osloer Schlosspark, und lebt mitunter auch in Hainburg an der Donau/Österreich oder in Frekhaug/Norwegen. Seit 2022 ist er Mitglied der Akademie der Künste in Berlin.
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JON FOSSE
Die Nacht singt ihre Lieder
In Jon Fosses frühen Stücken sind die Situationen von erschütternder Alltäglichkeit: Ein Paar schottet sich gegen die Außenwelt ab, bis plötzlich ein Nachbar die Ruhe stört (Da kommt noch wer). Ein Mädchen kehrt nach langer Zeit hochschwanger zu seinen überrraschten Eltern zurück (Der Name). Eine junge Frau und Mutter verzweifelt an der Passivität ihres Mannes (Die Nacht singt ihre Lieder).
In Jon Fosses frühen Stücken wird das Banale zur Bedrohung. Scheinbar harmlose Ereignisse werfen die Menschen aus der gewohnten Bahn und bewirken lebensverändernde Einschnitte. So durchschnittlich die Probleme sind, die Fosse zeigt: Mit seiner wunderbar lakonisch-poetischen Sprache entwickelt er einen eindringlichen Sog.

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JON FOSSE
Ich bin der Wind
Zart und unerbittlich zugleich kreisen Jon Fosses späte Stücke um die Unausweichlichkeit des Todes: Eine Familie muss mit dem Selbstmord der einzigen Tochter fertig werden (Todesvariationen). Wie Wiedergänger begegnet sich ein hoffnungsfrohes junges Paar in einer Wohnung selbst im hohen Alter (Schlaf). Auf einem Boot versucht ein Mann seinen besten Freund in der Gegenwart zu halten, obwohl der sich von der Welt längst verabschiedet hat (Ich bin der Wind).
«Magisch, berührend, manchmal auch von leiser Komik» (Frankfurter Allgemeine Zeitung), setzt Jon Fosse seine Figuren tiefgreifenden Lebenskrisen aus und schreibt lange nachhallende, poetisch verdichtete Meditationen über das Menschsein, die Angst und Lust des spurlosen Verschwindens.
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Auf unserer Website finden Sie weitere Werke des Literaturnobelpreisträgers: https://www.book2look.com/book/9783499272370

Frankfurter Innenstadt wird zur Bühne der Bücher OPEN BOOKS 2023 mit 115 Lesungen zur Buchmesse und erstmalig mit „Debüts im Römer“

openbooks-2023_450Die Stadt Frankfurt am Main veranstaltet auch in diesem Jahr zur Buchmesse das beliebte Lesefest OPEN BOOKS. Insgesamt bietet das Programm 115 Lesungen mit vielen Neuerscheinungen des Herbstes. Mit rund 170 Autor:innen wird die Frankfurter Innenstadt an vier Tagen zur großen Lesebühne. Auftreten werden Doris Knecht, Nele Pollateschek, Marion Poschmann, Deniz Utlu, Ilija Trojanow, Herfried Münkler, Brigitte Giraud, Rita Falk, Deborah Feldman, Gabriele von Arnim, Elke Heidenreich, Lizzie Doron, Monika Maron, Can Dündar, Terézia Mora, Harald Welzer, Florian Illies, Vera Politkowskaja, Christopher Clark, Aleš Šteger, Reinhold Beckmann, Steffen Mau, Bov Bjerg, Jeannette Walls und viele mehr. OPEN BOOKS 2023 präsentiert Novitäten deutschsprachiger und internationaler Belletristik, Sachbücher, Gedichtbände, Graphic Novels und neue Kinderbücher. Eröffnet wird das Lesefest mit einer großen Autorengala und dem Blauen Sofa am Dienstag, 17. Oktober in der Deutschen Nationalbibliothek.

Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Dr. Ina Hartwig freut sich über das vielfältige und prominente Programm von OPEN BOOKS 2023: „Die Frankfurter Buchmesse feiert in diesem Jahr ihr 75. Jubiläum. Dazu gratuliere ich sehr herzlich. Die enge Verbundenheit Frankfurts mit dieser Institution der internationalen Buchkultur zeigt seit Jahren das von der Stadt veranstaltete Lesefest OPEN BOOKS. Das ist unser Bekenntnis zur Zukunft der Buchmesse, der Buchkultur und des Lesens. Die Stadt Frankfurt und die Buchmesse bilden eine untrennbare Einheit, die in diesem großen Jubiläumsjahr bekräftigt wird.“

Die Veranstaltungsorte von OPEN BOOKS 2023 sind der Römer, die Evangelische Akademie, das Haus am Dom, der Frankfurter Kunstverein, das Historische Museum, die Volksbühne, die Katharinenkirche sowie die Galerie Heussenstamm und in diesem Jahr mit der Feier zum 50. Jubiläums des Stadtschreiberpreises von Bergen-Enkheim erstmalig das Massif Central. „Literatur im Römer“, der traditionelle Lesemarathon am Buchmessen-Mittwoch und -Donnerstag erhält mit „Debüts im Römer“ einen jungen Ableger. Um die ganz jungen Leserinnen und Leser dreht sich wieder alles bei OPEN BOOKS KIDS, das am Wochenende mit zehn Lesungen in der Deutschen Nationalbibliothek zu Gast sein wird. Zum Abschluss von OPEN BOOKS findet das vierte Mal ein Frankfurt-Abend in der Volksbühne statt, der drei neue Bücher zu, aus oder über Frankfurt vorstellt.

Programmleiterin Dr. Sonja Vandenrath dankt den Verlagen für ihr Engagement und die Mitwirkung am Lesefest: „OPEN BOOKS bietet mit rund 110 neuen Titeln, die alle im Herbst 2023 erscheinen, echte Zeitgenossenschaft. Die neuen Bücher verhandeln Gegenwart, ob mit literarischen Mitteln oder als Sachbuch. Das Publikum kann auf Lesungen und Diskussionen die Themen und Stoffe entdecken, die den Buchherbst bestimmen. Die Begegnung mit Autorinnen und Autoren, das Signieren im Anschluss an die Veranstaltung und das gesellige Drumherum erzeugen eine vibrierende Atmosphäre, die unser Lesefest zum Erlebnis macht. Die teilnehmenden Verlage leisten dazu einen großen Beitrag.“

Mehrere Kooperationsveranstaltungen erweitern auch in diesem Jahr das Programm des Lesefests. Dazu gehören die vom Friedenspreis des Deutschen Buchhandels in der Katharinenkirche kuratierte Reihe „Zwischen Zeilen“, die Lesung der Nominierten des Schweizer Buchpreises sowie das Kritiker:innengespräch zur SWR Bestenliste. Die Frankfurter Rundschau führt eine Debatte zum Thema „Künstliche Freiheit und natürliche Intelligenz“ und die Frankfurter Allgemeine Zeitung lädt zu einer Diskussion über die Frage „AfD im Aufwind: Kippt die Demokratie?“ ein. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Einzige Ausnahme bildet die Eröffnungsveranstaltung am 17. Oktober in der Deutschen Nationalbibliothek. Für die Veranstaltungen von OPEN BOOKS KIDS können online wieder kostenlos Plätze reserviert werden.

Weitere Informationen auf www.openbooks-frankfurt.de

 

Archäologisches Museum Frankfurt: Archäologie in Slowenien, Altstadtfest, Führungen und mehr

© Foto Diether von Goddenthow
© Foto Diether von Goddenthow

Am 13. Oktober 2023 öffnet das Archäologische Museum Frankfurt für seine neue Slowenien-Sonderausstellung Türen, passend zum Thema der diesjährigen Buchmesse in Frankfurt. Auch zum Altstadtfest am 02. und 03. Oktober bietet es spannende Führungen und musikalische Klänge an. Noch im September findet eine Buchvorstellung im Historischen Museum statt, zu der das Archäologische Museum im Namen seines Kooperationspartners herzlich einlädt.

Vorschau Sonderausstellungen Herbst 2023

Tweets from the Past Archäologie Sloweniens: Klänge, Symbole und älteste Schriftzeugnisse

13. Oktober 2023 bis 17. März 2024
Die Ausstellung wurde auf Initiative des Archäologischen Museums Frankfurt als Teil der Begleitveranstaltungen der Frankfurter Buchmesse und des Ehrengastes Slowenien ins Leben gerufen.

Das Ziel der Ausstellung ist es, die slowenische Archäologie durch drei spezifische Objektgattungen vorzustellen. Zunächst sind archäologische Objekte zu sehen, die mit Klang verbunden sind. Das sind entweder Musikinstrumente – von prähistorischen Flöten aus Höhlenbärenknochen über antike Doppelflöten bis hin zu mittelalterlichen Maultrommeln – oder Rasseln, die bei Ritualen oder als Kinderspielzeug verwendet wurden.

Bei der zweiten Gruppe von Objekten handelt es sich um Exponate, die Symbole tragen oder selbst eine symbolische Bedeutung besitzen. Dies können prähistorische Figuren sein, die wahrscheinlich Darstellungen uns unbekannter Gottheiten sind, kleine Statuen antiker Götter, Objekte mit eingravierten astralen Symbolen, Figuren in Tiergestalt, Miniaturobjekte und Bildträger mit gravierten Figuren, die wie ein Comic eine Geschichte erzählen.

Die dritte Gattung von Exponaten sind archäologische Objekte, die die ältesten Inschriften aus Slowenien tragen. Unter diesen finden sich Beispiele für venetische Schrift aus der frühen Eisenzeit auf dem Fragment einer bronzenen Situla und einer Silberplatte, Inschriften mit den Namen lokaler Gottheiten, ein antikes Miniaturbuch und Graffiti.

All diese Objekte ermöglichen uns durch ihren Klang, durch die Symbole oder Texte einen tieferen Einblick in die Spiritualität, das Leben und die Welterklärung der Menschen aus der Vergangenheit. Sie zeigen das tiefe Bedürfnis des Menschen nach Ausdruck von Abstraktem bzw. nach der Verwendung von Symbolen und der dauerhaften Aufzeichnung von Geschichten, Gelöbnissen oder informellen Texten. Sie sind deutliche Kennzeichen für die Entwicklung menschlicher Kreativität, die zu einem ihrer Höhepunkte – dem Buch – geführt hat.

Durch die Exponate werden wichtige archäologische Fundorte Sloweniens vorgestellt und die Geschichte der Region bekannt gemacht, zu deren Erforschung die Archäologie einen großen Beitrag leistet.
Zehn größere Museen, die das slowenische archäologische Erbe bewahren, waren an der Vorbereitung der Ausstellung beteiligt. Neben dem Nationalmuseum von Slowenien, das das Projekt leitet, beteiligen sich auch das Regionalmuseum in Celje, das Regionalmuseum in Murska Sobota, das Regionalmuseum Ptuj Ormož, das Museum und die Galerien von Ljubljana, das Regionalmuseum in Novo Mesto, das Regionalmuseum Koper, das Regionalmuseum in Kranj, das Regionalmuseum in Nova Gorica und das Regionalmuseum in Tolmin.

Ausgeschlossen. Archäologie der NS-Zwangslager
Alkett-Kannen aus einem Zwangsarbeiterlager in Berlin-Reinickendorf. Foto: F. Hoffmann.

23. November 2023 bis 26. Mai 2024
Kämme, Löffel, Essnäpfe und Stacheldraht – archäologische Funde erzählen vom Leben und Überleben, aber auch vom Sterben in den national sozialistischen Zwangslagern. Seit den 1990er Jahren werden an ehemaligen Lagerstandorten in Berlin und Brandenburg archäologische Grabungen durchgeführt und massenweise Funde geborgen. Die Ausstellung „Ausgeschlossen. Archäologie der NS-Zwangslager“ zeigt viele dieser Dinge zum ersten Mal. Über 300 Objekte in sieben Kapiteln geben einen Einblick in das komplexe System der Zwangs­lager, in ihre archäologische Überlieferung sowie die Arbeit der zeithistorischen Archäologie.

Altstadtjubiläum in Frankfurt am Main
Jazz zum 3. – Altstadtjubiläum 2023 in der KAISERPFALZ franconofurd

2. u. 3. Oktober 2023
Jazz und Archäologie am Ursprungsort der Stadt
Das Archäologische Museum Frankfurt präsentiert auf dem Domhügel die KAISERPFALZ franconofurd. Feiern Sie mit uns beim Altstadtfest 2023 bei entspannter Musik und spannenden Erkenntnissen der Archäologie an dem Ursprungsort Frankfurts.

onemoment-jazz ist ein Jazz-Trio aus Frankfurt am Main mit eigenen Kompositionen (instrumental). Auf der Suche nach der Melodie kombinieren Carsten Kromschröder (piano), Dirk „Märshall“ Schiller (Bass) und Roland Glöckler (Drums) Jazz-Rock mit Elementen aus Latin, Oriental und Modern Jazz und betten eingängige melodische Themen in rhythmisch-groovige Arrangements, garniert mit kunstvollen Soli aller Instrumente. Die Songs von onemoment-jazz sind konzertant, verspielt, groovig, dramatisch, melodisch und sprechen sowohl den routinierten Jazzfan als auch den Jazz-Neuling an.

An beiden Tagen führen Sie Archäologen des Museums durch die KAISERPFALZ franconofurd und stehen auch sonst jederzeit für Fragen zur Verfügung. Geschützt durch das „Stadthaus am Markt“ bietet die KAISERPFALZ franconofurd ein Schaufenster in die Ursprünge der Stadt Frankfurt: ein römisches Bad, die Mauern des karolingischen Königshofes, spätmittelalterliche Keller – Spuren aus rund 2000 Jahren Stadtgeschichte! Darüber hinaus werden ausgewählte Funde aus den Grabungen im Herzen der Frankfurter Altstadt präsentiert.

Programm
Montag, 2. Oktober 2023
geöffnet 13 – 20 Uhr
14 – 15 Uhr Führung durch die KAISERPFALZ franconofurd (Dr. Carsten Wenzel)
16-17 Uhr Führung durch die KAISERPFALZ franconofurd (Dr. Carsten Wenzel)
17 – 18:30 Uhr Musik mit onemoment – jazz
18:30 – 19 Uhr Führung durch die KAISERPFALZ franconofurd (Kilian Treitl B.A.)
19 – 20 Uhr Musik mit onemoment – jazz

Dienstag, 3. Oktober 2023
geöffnet 13 – 18 Uhr
14 – 15 Uhr Musik mit onemoment – jazz
15 – 15:30 Uhr Führung durch die KAISERPFALZ franconofurd (Kilian Treitl B.A.)
15:30 – 16:30 Uhr Musik mit onemoment – jazz
16:30 – 17 Uhr Führung durch die KAISERPFALZ franconofurd (Kilian Treitl B.A.)
17 – 18 Uhr Musik mit onemoment – jazz

Wenn keine Führungen laufen, stehen Archäologen des Museums für Fragen zur Verfügung.

Politiktheater im alten Rom
Lesung und Podiumsdiskussion mit Karl-Joachim Hölkeskamp
„Geschichte Jetzt!“, die gemeinsame Veranstaltungsreihe von Historischem Museum, Goethe-Universität Frankfurt und Archäologischem Museum, wendet sich in ihrer nächsten Lesung der Antike zu: „Theater der Macht. Die Inszenierung der Politik in der römischen Republik“ heißt die Neuerscheinung des international renommierten Althistorikers Karl-Joachim Hölkeskamp.
Dieser hat als Professor für Alte Geschichte am Historischen Institut der Universität zu Köln besonders zu Sozial-, Kultur- und Mentalitätsgeschichte des römischen Reichs geforscht und gelehrt.
Sein Fokus liegt auf der politischen Kultur der Aristokratie. Denn die als Republik geltende „res publica“ der alten Römer war eher ein aristokratisch-oligarchisches System, mit viel Selbstdarstellung und Machtinszenierung: streng festgelegte Rituale, ausgefeilte Zeremonien, gigantische Bauwerke und Denkmäler. Als Zentrum des Imperium Romanum wurde Rom zur Bühne dieser öffentlichen Aufführungen.
Der Autor wird sein neues Buch vorstellen und mit den Anwesenden diskutieren. Die Moderation hat der Frankfurter Althistoriker Hartmut Leppin.

MI, 27.9., 18.30 Uhr
Eintritt: 4€ / 2€ ermäßigt
Leopold-Sonnemann-Saal
Lesung und Podiumsdiskussion im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Geschichte Jetzt!“
mit Karl-Joachim Hölkeskamp; Moderation: Hartmut Leppin
In Kooperation mit dem Historischen Seminar der Goethe-Universität, dem Archäologischen Museum Frankfurt und hr2-kultur. Medienpartner ist die FAZ.

Eine Anmeldung im Vorfeld wird empfohlen. Möglich ist diese über den Online Ticketshop, oder beim Besucherservice von Montag bis Freitag von 10 bis 16 Uhr unter T +49 69 212-35154, oder per Mail an besucherservice@historisches-museum-frankfurt.de. Sind noch Plätze verfügbar, kann man sich auch unmittelbar vor Beginn der Veranstaltung an der Museumskasse anmelden.

Mehr Informationen zur Reihe „Geschichte Jetzt“ unter: https://historisches-museum-frankfurt.de/geschichte-jetzt

Ausstellung anlässlich des Paulskirchenfestes zum 175. Jubiläum der Deutschen Nationalversammlung in Frankfurt am Main
Letzte Chance zum Besuch der Ausstellung: Zwischen Römern und Germanen – Auf der Suche nach dem „deutschen Altertum“
18. Mai – 3. Oktober 2023

Die Ausstellung im Archäologischen Museum in der Karmeliterkirche sowie in der KAISERPFALZ franconofurd beleuchtet mit Schaubildern und archäologischen Funden die Zeit des Umbruchs in der Altertumsforschung in Deutschland. Erörtert wird die Frage, welche Rolle Kelten, Germanen, Römer und Slawen am Anfang der „deutschen Geschichte“ spielten.

Mit der Demokratiebewegung und dem Streben nach nationaler Einheit ist nach den Befreiungskriegen 1813 bis 1815 gegen die napoleonische Herrschaft auch die Suche nach einem „deutschen Altertum“ verbunden. In der Folge kommt es im zweiten Viertel des 19. Jahrhunderts in den deutschen Ländern zur Gründung zahlreicher Geschichts- und Altertumsvereine. Der damit verbundene Beginn der systematischen archäologischen Forschung in Deutschland wird maßgeblich von der Suche nach gemeinsamen Wurzeln und einer Urgeschichte der deutschen Nation bestimmt.

Mit der wachsenden Bedeutung der Archäologie als eigenständiger Wissenschaft einher gingen heute in Vergessenheit geratene, kontroverse Debatten über die Frage, welche Rolle Kelten, Germanen, Römer und Slawen am Anfang der „deutschen Geschichte“ spielten. Wenige Jahre nach Auflösung der Nationalversammlung in der Paulskirche erfolgte 1852 die Gründung des Römisch-Germanischen Zentralmuseums in Mainz als gemeinsamem (Archäologie-)Museum aller deutschen Länder. Das Museum verfügt heute über Weltgeltung, während der historische und geistesgeschichtliche Kontext seiner Entstehung im Umfeld der Paulskirchenversammlung aus dem öffentlichen Bewusstsein geraten ist.

Alle Infos unter Archäologisches Museum
Mi 10 – 20 Uhr, Do – So 10 – 18 Uhr
Mo und Di geschlossen

KAISERPFALZ franconofurd
Mi – So 13 – 17:30 Uhr

And the Story goes on! Mit Geschichten, Debatten, Philosophie, Poesie und Politik feiert die Frankfurter Buchmesse ihr 75 Jahre-Jubiläum

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Die 75. Frankfurter Buchmesse (18.-22. Oktober 2023) bietet in ihrem Jubiläumsjahr ein kulturell wie politisch hochkarätiges Programm – als Forum der Literatur und der gesellschaftlichen Debatten. Eröffnet wird das international größte Zusammentreffen in der Publishing-Branche am Dienstag, den 17. Oktober von Bundeskanzler Olaf Scholz und der slowenischen Staatspräsidentin Nataša Pirc Musar. Eine philosophische und eine literarische Festrede auf der Eröffnungsfeier halten – ausgewählt vom Komitee des Ehrengastlands Slowenien – der Autor und Philosoph Slavoj Žižek sowie die Lyrikerin und Publizistin Miljana Cunta. Weitere Redner*innen sind der Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt, Mike Josef, als Vertreterin des Landes Hessen die Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Angela Dorn, und die Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Karin Schmidt-Friderichs.

Heute fand in der Evangelischen Akademie Frankfurt die Vorschau-Pressekonferenz zur 75. Frankfurter Buchmesse (18.-22.Okt.2023) statt. Unter dem Motto „And the Story goes on“ wird die Frankfurter Buchmesse ihre Tore öffnen und spannende Geschichten und die Autoren und Verlage dahinter feiern. (v.li.:): Simone Bühler, Leiterin Ehrengast-Programm, Ines Bachor, PR Managerin Frankfurter Buchmesse, Torsten Casimier, Sprecher Frankfurter Buchmesse und Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse, stellten ihr umfangreiches Programm der Presse vor. © Foto Diether von Goddenthow
Heute fand in der Evangelischen Akademie Frankfurt die Vorschau-Pressekonferenz zur 75. Frankfurter Buchmesse (18.-22.Okt.2023) statt. Unter dem Motto „And the Story goes on“ wird die Frankfurter Buchmesse ihre Tore öffnen und spannende Geschichten und die Autoren und Verlage dahinter feiern. (v.li.:): Simone Bühler, Leiterin Ehrengast-Programm, Ines Bachor, PR Managerin Frankfurter Buchmesse, Torsten Casimier, Sprecher Frankfurter Buchmesse und Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse, stellten ihr umfangreiches Programm der Presse vor. © Foto Diether von Goddenthow

Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse, betonte auf der heutigen Pressekonferenz „die wachsende Bedeutung intellektueller und künstlerischer Verortung in Zeiten einer Verunsicherung, die in der Wirtschaft, in der Politik, auch in der Kultur überall zu beobachten ist. Für demokratischen Austausch, für Begegnungen in Frieden und Sicherheit steht die Frankfurter Buchmesse seit ihren Anfängen der frühen Nachkriegsjahre bis heute. Wir sind die Demokratiemesse.“

Frankfurt Pavilion

In zahlreichen Veranstaltungen werden während der fünf Messetage die drängendsten Themen aus Politik und Gesellschaft in den Fokus gerückt: Auf der kulturpolitischen Hauptbühne im ikonischen Frankfurt Pavilion diskutieren u.a. der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk und die philippinische Friedensnobelpreisträgerin Maria Ressa über die Lage und die Zukunft der Menschenrechte. Ebenfalls dort gibt die israelische Sängerin Liraz, die auf Farsi singt und mit ihren Liedern zu einer Identifikationsfigur der iranischen Frauenbewegung geworden ist, am Abend des Messedonnerstags ein Konzert.

Zum 70. der Buchmesse wurde erstmals der Frankfurt Pavilion, die kulturpolitische Hauptbühne der Buchmesse, aufgebaut. © Foto Diether von Goddenthow
Zum 70. der Buchmesse wurde erstmals der Frankfurt Pavilion, die kulturpolitische Hauptbühne der Buchmesse, aufgebaut. © Foto Diether von Goddenthow

Auf der International Stage widmen sich Experten der Vereinten Nationen dem Klimawandel und regen unter dem Titel „The era of global boiling – what can we do?“ den Schritt von der Analyse zur Aktion an. Auch die Klima-Aktivistin und Mitgründerin der „Letzten Generation“, Lea Bonasera, ist in Frankfurt zu Gast. Sie ist neben anderen Aktivistinnen Teil des Programms „SHEROES – Streiterinnen für die Zukunft“ auf der Literaturbühne von ARD, ZDF und 3sat. Zu den geladenen Autorinnen gehören in diesem Jahr des weiteren die ehemalige Femen-Aktivistin Zana Ramadani und die KI-Expertin Mina Saidze.

© Foto Diether von Goddenthow
© Foto Diether von Goddenthow

Fans guter Geschichten und literarischer Live-Begegnungen können sich in diesem Jahr auf eine Menge Highlights freuen. Im Bereich Frankfurt Audio, in dem es ums Hörbuch und um Podcasts geht, sind so bekannte Stimmen zu hören wie die von Rufus Beck (Harry Potter), Marc-Uwe Kling (Känguru-Chroniken) sowie der Moderatorin, Satirikerin und Autorin Sophie Passmann. Zum ersten Mal kommt der reichweitenstarke Politik-Podcast Lage der Nation in den Saal Harmonie des Congress Centers (CMF). Philip Banse und Ulf Buermeyer nehmen dort bei „Lage Live“ vor rund 2.000 Zuschauer eine neue Folge ihres Erfolgsformats auf und kommen mit ihren Hörern ins Gespräch. Ebenfalls im CMF wird es eine von ARD, ZDF und 3sat kuratierte Literaturgala mit Christopher Clark, Lizzie Doron, Cornelia Funke, Amir Gudarzi und Thomas Hettche geben. Auch der diesjährige Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels, Salman Rushdie hat seine Teilnahme an der Literaturgala zugesagt. Täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr werden auf der Literaturbühne von ARD, ZDF und 3sat literarische Neuheiten präsentiert. Bekannte Moderatoren wie Bärbel Schäfer, Denis Scheck, Knut Cordsen, Mona Ameziane, Thea Dorn, Katty Salié, Jo Schück, Vivian Perkovic und Gert Scobel treffen auf illustre Autoren.

Große Namen der Kinder- und Jugendliteratur versammelt das Frankfurt Kids Festival von Freitag bis Sonntag auf verschiedenen Bühnen des Messegeländes. Zu den Stars, die sich angekündigt haben, gehören neben Margit Auer und Cornelia Funke auch Benjamin Lacombe und Ursula Poznanski. Der runde Geburtstag Otfried Preußlers (er wäre am 20. Oktober 2023 100 Jahre alt geworden) wird ebenfalls gebührend gefeiert. Bei so viel literarischer Prominenz darf die Möglichkeit zu Signierstunden nicht fehlen: Das Meet the Author Areal in Halle 4.1 ist eine neue Eventlocation für die Begegnung zwischen Autoren und Fans auf Augenhöhe.

Großes Ehrengast-Kino verspricht das Organisationsteam des slowenischen Buchmesse-Auftritts. Rund 75 Autoren und Kreative aus dem erst seit 32 Jahren eigenständigen Nationalstaat gehören zur Delegation. Dazu kommen mehr als 30 ausstellende Verlage und Institutionen, eine Illustratoren-Ausstellung und ein umfangreiches Programm mit mehr als 70 Veranstaltungen im Ehrengast-Pavillon. Zu den Höhepunkten dort gehört ein Gespräch, das Messedirektor Juergen Boos mit UEFA-Präsident Aleksander Čeferin führen wird. Literarisch steht die Lyrik im Mittelpunkt des slowenischen Auftritts, unter dem Motto „Waben der Worte“.

Einen zweiten Schwerpunkt im Ehrengast-Programm bildet die Philosophie. So werden an der Goethe-Universität Theoretiker der Frankfurter Schule der Kritischen Theorie und der Ljubljana-Schule der Psychoanalyse und Philosophie aufeinandertreffen, um verschiedene Ansätze der Ideologiekritik zu diskutieren. Mit Spannung zu erwarten ist das von dem Buchwissenschaftler Miha Kovač kuratierte Fachprogramm, das sich interdisziplinär mit dem Thema „Higher Level Reading“ befasst. Kultureller Höhepunkt im Ehrengast-Programm wird das Konzert von Sloweniens berühmtester Band Laibach, die gemeinsam mit iranischen Interpretinnen und dem RTV Slovenia Symphony Orchestra „Alamut – Historische Sinfonie” in der Jahrhunderthalle aufführt. Das interkulturelle Werk basiert auf einem 1938 erschienenen Roman Vladimir Bartols.

plakat-75-jahre-frankfurter-buchmesseAus Anlass ihres Jubiläums wird die 75. Frankfurter Buchmesse mit besonderen Aktionen auf sich aufmerksam machen und die Bürger der Stadt Frankfurt in die Feier „ihrer“ Buchmesse einbeziehen. Unter dem Claim „And the story goes on“ verbindet die Kampagne Erinnerungen an historische Meilensteine mit dem Ausblick auf die nächsten Kapitel. Im öffentlichen Raum werden verschiedene Motive bereits vor der Messe in vielfältigen Werbeformaten ausgespielt. Werbeflächen an Bussen und Bahnhöfen sprechen potenzielle Besucher und Passanten im gesamten Stadtgebiet an, während die Positionierung am Flughafen und Hauptbahnhof ankommende Passagiere und Fahrgäste willkommen heißt. Ganz Frankfurt wird bereits ab Ende September zur Literaturstadt, wenn alle öffentlichen Bücherschränke der Stadt das diesjährige FBM-Branding tragen. Vorbeischauen lohnt sich: Im Inneren der Bücherschränke sind gelbe Umschläge versteckt, in denen sich Tickets für den Eintritt aufs Messegelände und weitere Gewinne befinden.

Am Montag, den 16. Oktober, verwandelt sich der geschichtsträchtige Paulsplatz in einen Ort der Geschichten: 75 Stühle werden auf dem Platz verteilt, an jedem Stuhl ist ein QR-Code angebracht, der zu einer persönlichen Geschichte über die Frankfurter Buchmesse führt. Unter den Erzähler*innen befinden sich bekannte Namen ebenso wie Besucher*innen und Menschen hinter den Kulissen.

Frankfurter Buchmesse 2023

Zur Frankfurter Buchmesse: Pop-Up-Empfang des Netzwerks der Literaturhäuser am 19.10.2023 im Literaturhaus Frankfurt

Unter dem Motto #WIRMACHENBUECHER gibt das Netzwerk der Literaturhäuser in Deutschland, Österreich und der Schweiz während der Frankfurter Buchmesse am Donnerstag, 19.10.2023, 21.00 – 01.00 Uhr, einen großen einen Pop-Up-Empfang (Mitmach-Empfang) im Literaturhaus Frankfurt.

Gedacht ist, dass sich die Buchbranche auf Augenhöhe trifft. Verlage, Autorinnen, Leser, Kritikerinnen, Buchhändler, Übersetzerinnen – kurz, alle Büchermacher kommen zusammen. #WIRMACHENBUECHER knipst das Licht an, nunmehr zum vierten Mal.

Die Einladung zum Mitmach-Empfang lautet: Werden Sie selbst Gastgeber unter Gastgebern. Deswegen sind alle Branchenplayer eingeladen, ihre Kollegen, Freundinnen, Kunden und Geschäftspartnerinnen am Abend des Messedonnerstags im Literaturhaus zu empfangen. Alles, was es dafür braucht, sind Empfangsstände. Und die gibt es im Literaturhaus Frankfurt, mobil und bestehend aus Bierkiste, Besenstiel und Banner mit Branding. Ein Bierempfangsstand kostet 70 Euro, Mineralwasser 50 Euro. Schwung und Musik vom Rhodes Piano kommen vom Reverend Dabeler.

#WIRMACHENBUECHER ist ein Pop-up-Empfang des Netzwerks der Literaturhäuser für die ganze Branche und offen für alle, die Bücher lieben und ins Gespräch kommen wollen.
Am 19.10.23 von 21.00 bis 01.00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die Anmeldung für Gastgeber kann ab sofort erfolgen; Anmeldeformular anbei bzw. unter www.literaturhaus.net. #WIRMACHENBUECHER und buchen bis 17.10.23 unseren Stand unter: wirmachenbuecher@literaturhaus-frankfurt.de

Das Netzwerk der Literaturhäuser freut sich auf Sie und alle Gäste!

Die 75. Frankfurter Buchmesse mit Cornelia Funke, Marc-Uwe Kling, Otto Waalkes, Margit Auer und Katja Brandis!

© Frankfurter Buchmesse
© Frankfurter Buchmesse

Frankfurt Kids mit Fachprogramm sowie Festival am Wochenende
Zum 75. Mal wird die Frankfurter Buchmesse (18. – 22. Oktober 2023) im Oktober ihre Tore öffnen und hunderte Geschichten sowie die Autor*innen dahinter feiern.

Ein Themenschwerpunkt sind Kinder- und Jugendmedien. Für sie bietet die Messe an den Fachbesucher*innen-Tagen ein Fachprogramm und am Wochenende das Frankfurt Kids Festival für die ganze Familie.

Frankfurt Kids Fachprogramm
Vom Messe-Mittwoch bis Messe-Freitag findet wieder ein vielfältiges Fachprogramm statt. So werden im Rahmen der Frankfurt Kids Mini Conference im Publishing Perspectives-Forum Branchenthemen diskutiert: Wie vermarktet man heute Bücher für Schulen? Was steckt hinter dem weltweiten Wachstum von Comics und Graphic Novels?

Auf der Aldus Up-Stage sind u.a. Künstliche Intelligenz für Illustrator*innen und Mehrsprachigkeit in Kinderbüchern die Themen. Außerdem findet dort ein Panel mit Laurie Halse Anderson, Gewinnerin des ALMA (Astrid Lindgren Memorial Award) zum Thema Diversität statt. Dazu kommen Preisverleihungen wie der Deutsche Jugendliteraturpreis im Saal Harmonie oder die Preisverleihung des Gütesiegels Buchkita auf der Bonnier-Bühne.
Frankfurt Kids Festival auf dem Messegelände
Für Familien ein Highlight: Das Frankfurt Kids Festival vom Messe-Freitag bis Messe-Sonntag. Darunter hat die Frankfurter Buchmesse alle Lesungen, Signierstunden, Zeichnen-Workshops, Spiele und Aktionen für kleine (und große) Literatur-Fans zusammengefasst.

Wie wird aus einer beliebten Kinderbuch-Reihe ein beliebter Kino-Film? Diese Frage wird in „Neue Geschichten vom Franz: Wie findet ein Buch seinen Weg auf die Leinwand?“ im Frankfurt Pavilion beantwortet.

Viele Bestseller-Lesungen finden im großen Publikumssaal Harmonie statt. Hier lesen bekannte Kinderbuch-Autor*innen wie Margit Auer, Cornelia Funke und Marc-Uwe Kling aus ihren neuen Werken.

Zur gleichen Zeit wird auf dem Außengelände erstmals die Open Stage bespielt: Dort stellt Lexi Ryan („Court of Sun“) ihren neuen Titel vor. Außerdem feiert das Erdmännchen Tafiti sein 10-jähriges Jubiläum. Tierisch lustig geht es mit den Ottifanten weiter: Otto Waalkes interpretiert mit ihnen 75 Meisterwerke der Kunst neu. Und Pop-Sänger Sasha präsentiert Vorlesegeschichten und Kinderlieder.

Ebenfalls draußen und nicht zu verfehlen ist der Frankfurt Pavilion. Hier dreht sich am Messe-Sonntag alles um Kinderbuch-Bestseller: Autor*innen wie Katja Brandis, Alice Pantermüller, Daniela Kohl und Ursula Poznanski stellen ihre neuen Werke vor. Und anlässlich des 25. Jubiläums von Harry Potter lässt Rufus Beck als Sprecher der Hörbücher seine Stimme erklingen.

Am Messe-Sonntag bietet Nina Dulleck, Zeichnerin von „Die Schule der magischen Tiere“, eine Zeichenstunde an. Weitere Stationen für Fans von Kinder- und Jugendbüchern sind eine Signier- & Zeichenstunde zu Die drei ??? Kids sowie das neue Meet the Author-Areal, wo Zeichner Flix und Romance-Autor*innen vom Kyss Verlag ihre Bücher signieren.
Frankfurt Kids Festival in der Stadt
Auch außerhalb des Messegeländes wird das Frankfurt Kids Festival gefeiert. So wird es am Messe-Freitag erstmals einen Vorlese- und Mitmachtag in den Frankfurter Bibliotheken geben. Dort können Kinder den Lesungen lauschen, an Mal-Aktionen teilnehmen, nominierte Games des Kindersoftwarepreises TOMMI austesten oder die Rätsel in einem Escape-Room-Game lösen.

Im Struwwelpeter Museum findet wieder ein abwechslungsreiches Kinder- und Jugendbuchprogramm mit anschließender Signierstunde und Buchverkauf statt.

Bereits am Messe-Mittwoch liest Axel Scheffler aus seinem neuen Buch „Jims brillante Weihnachten“ sowie aus seinem Klassiker „Grüffelo“. Veranstaltungsort ist das Gemeindezentrum Sankt Elisabeth.

Details zu den Autor*innen sowie deren Veranstaltungen sind im Veranstaltungskalender der Frankfurter Buchmesse zu finden. Der Kalender wird bis zur Messe fortlaufend aktualisiert.

Die Zeitschrift Eltern ist offizieller Partner des Frankfurt Kids Festivals.

Mehr: buchmesse.de/kinder

Bundeskanzler Olaf Scholz und die slowenische Staatspräsidentin Nataša Pirc Musar eröffnen am 17. Okt. 2023 die 75. Frankfurter Buchmesse

© Foto Diether von Goddenthow
© Foto Diether von Goddenthow

Frankfurt, 05. September 2023 – Bundeskanzler Olaf Scholz und die slowenische Staatspräsidentin Nataša Pirc Musar werden am Dienstag, 17. Oktober 2023 die 75. Frankfurter Buchmesse (18.-22. Oktober 2023) eröffnen. Slowenien ist Ehrengast der Buchmesse 2023. Unter dem Motto „Waben der Worte“ werden 75 slowenische Autor*innen, Lyriker*innen und Übersetzer*innen in Frankfurt erwartet. Im Anschluss an den Festakt im Congress Center der Messe Frankfurt werden der Bundeskanzler und die slowenische Präsidentin den Ehrengast-Pavillon eröffnen. Die Frankfurter Buchmesse findet 2023 zum 75. Mal statt. In ihrem Jubiläumsjahr feiert die Buchmesse gute Geschichten, zelebriert den demokratischen Diskurs und ermöglicht den friedlichen Austausch in unfriedlichen Zeiten.

„Von ihren Anfängen in der Paulskirche bis heute steht die Frankfurter Buchmesse für Demokratie und Vielfalt. Zum 75. Mal wird die Buchmesse zu einer Plattform für demokratischen Austausch. Und sie ist ein Marktplatz der Kultur. Verleger*innen und Autor*innen, Literatur- und Kulturbegeisterte aus über 100 Ländern können hier einander in Frieden und Sicherheit begegnen. Die Anwesenheit des Bundeskanzlers und der slowenischen Präsidentin bei der Eröffnung unterstreicht die internationale Bedeutung der Buchmesse für Demokratie, Freiheit und Verständigung“, sagt Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse.

Weitere Redner anlässlich der Eröffnungsfeier der 75. Frankfurter Buchmesse sind neben Juergen Boos und Karin Schmidt-Friderichs, der Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, und Mike Josef, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main. Die literarischen Redner*innen, die traditionell vom Ehrengastkomitee ausgewählt werden, sind in diesem Jahr der Autor und Philosoph Slavoj Žižek und die Autorin Miljana Cunta.

Zur Chronik der Frankfurter Buchmesse: https://www.buchmesse.de/chronik
Mehr Informationen zum Ehrengastauftritt Sloweniens: https://sloveniafrankfurt2023.com/de

Deutscher Buchpreis 2023: Das sind die 20 nominierten Romane

logo_dbp23_26020 Romane hat die Jury für den Deutschen Buchpreis 2023 nominiert. Seit Ausschreibungsbeginn hat sie 196 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2022 und dem 19. September 2023 (Bekanntgabe der Shortlist) erschienen sind oder noch erscheinen.

Jurysprecherin Katharina Teutsch, freie Kritikerin:
„Eine Longlist ist nicht einfach nur eine Liste mit Titeln, die eine Jury preiswürdig findet. Sie bildet einen kollektiven Leseprozess ab. Was treibt uns an? Was finden wir wichtig? Welche literarischen Entdeckungen haben wir gemacht? Unsere Auswahl ist auch in diesem Jahr wieder der Beweis dafür, dass die deutschsprachige Gegenwartsliteratur voller Überraschungen ist. Newcomer*innen stehen selbstbewusst neben etablierten Autor*innen; kleine Verlage wechseln sich mit großen Verlagen ab; Geschichten von tragischem Ernst stehen neben Kapriolen der Fantasie. Wichtig war der diesjährigen Jury, auch den literarischen Humor zu würdigen. Er ist in vielen der ausgewählten Titel nicht nur Treibstoff des Erzählens, sondern auch Ausdruck eines sympathisch undogmatischen Weltverhältnisses, das uns besonders in dieser Zeit beeindruckt hat.“

Die nominierten Romane (in alphabetischer Reihenfolge):

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  • Tomer Dotan-Dreyfus: Birobidschan (Verlag Voland & Quist, Februar 2023)
  • Raphaela Edelbauer: Die Inkommensurablen (Klett-Cotta, Januar 2023)
  • Sherko Fatah: Der große Wunsch (Luchterhand Literaturverlag, August 2023)
  • Elena Fischer: Paradise Garden (Diogenes Verlag, August 2023)
  • Charlotte Gneuß: Gittersee (S. Fischer Verlag, August 2023)
  • Luca Kieser: Weil da war etwas im Wasser (Picus Verlag, August 2023)
  • Angelika Klüssendorf: Risse (Piper Verlag, August 2023)
  • Sepp Mall: Ein Hund kam in die Küche (Leykam Verlag, August 2023)
  • Terézia Mora: Muna oder Die Hälfte des Lebens (Luchterhand Literaturverlag, August 2023)
  • Thomas Oláh: Doppler (Müry Salzmann Verlag, Februar 2023)
  • Angelika Overath: Unschärfen der Liebe (Luchterhand Literaturverlag, April 2023)
  • Necati Öziri: Vatermal (claassen, Juli 2023)
  • Teresa Präauer: Kochen im falschen Jahrhundert (Wallstein Verlag, Februar 2023)
  • Anne Rabe: Die Möglichkeit von Glück (Klett-Cotta, März 2023)
  • Kathrin Röggla: Laufendes Verfahren (S. Fischer Verlag, Juli 2023)
  • Tonio Schachinger: Echtzeitalter (Rowohlt Verlag, März 2023)
  • Sylvie Schenk: Maman (Carl Hanser Verlag, Februar 2023)
  • Clemens J. Setz: Monde vor der Landung (Suhrkamp Verlag, Februar 2023)
  • Tim Staffel: Südstern (Kanon Verlag Berlin, September 2023)
  • Ulrike Sterblich: Drifter (Rowohlt Verlag Hundert Augen, Juli 2023)

Der Jury gehören neben Katharina Teutsch an: Shila Behjat (Journalistin und Publizistin), Heinz Drügh (Goethe-Universität Frankfurt am Main), Melanie Mühl (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Lisa Schumacher (Steinmetz’sche Buchhandlung, Offenbach), Florian Valerius (Gegenlicht Buchhandlung, Trier), Matthias Weichelt (Zeitschrift Sinn und Form).

Im nächsten Schritt wählen die Jurymitglieder aus den Titeln der Longlist sechs Romane für die Shortlist aus, die am 19. September 2023 veröffentlicht wird. Erst am Abend der Preisverleihung erfahren die sechs Autoren, an wen von ihnen der Deutsche Buchpreis geht. Der oder die Preisträger/in erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro. Die Preisverleihung findet am 16. Oktober 2023 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt und wird live übertragen.

Der Deutsche Buchpreis wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels vergeben. Hauptförderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.

Die nominierten Romane kennenlernen: Leseproben, Hörproben, Blogger-Rezensionen
Ab dieser Woche ist das Taschenbuch „Deutscher Buchpreis 2023: Die Nominierten“ deutschlandweit in vielen Buchhandlungen kostenlos erhältlich. Es enthält Leseproben aller Bücher und weiterführende Informationen, kuratiert vom Fachmagazin Börsenblatt des Technologie- und Informationsanbieters MVB, und lädt zum Entdecken der Geschichten und ihrer Autor*innen ein.

Das Podcast-Radio detektor.fm hat Hörproben der 20 nominierten Titel produziert. Die Podcast-Episoden sind abrufbar unter www.deutscher-buchpreis.de/longlist oder https://detektor.fm/serien/deutscher-buchpreis, über die detektor.fm-App und einen eigenen Podcast-Feed.

Unter dem Hashtag #buchpreisbloggen stellen in den kommenden Wochen 20 Literaturblogger je einen nominierten Titel vor. Die Rezensionen werden unter www.deutscher-buchpreis.de/news gesammelt und über die Social-Media-Kanäle des Deutschen Buchpreises geteilt.

Die Philippinen werden Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2025

Ehrengast der diesjährigen Frankfurter Buchmesse (18.-22. Oktober 2023) ist Slowenien (Bild: Standmodell). Das Spektrum der bisherigen Gäste reicht von Neuseeland über Norwegen, Litauen, Brasilien, Flandern und den Niederlanden zu Indien und Indonesien. 2022 präsentierte sich Spanien als Ehrengast; Italien wird 2024 und die Philippinen 2025 in Frankfurt erwartet.
Ehrengast der diesjährigen Frankfurter Buchmesse (18.-22. Oktober 2023) ist Slowenien (Bild: Standmodell). Das Spektrum der bisherigen Gäste reicht von Neuseeland über Norwegen, Litauen, Brasilien, Flandern und den Niederlanden zu Indien und Indonesien. 2022 präsentierte sich Spanien als Ehrengast; Italien wird 2024 und die Philippinen 2025 in Frankfurt erwartet.

Der Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2025 steht fest: Die Philippinen werden das Gastland der 77. Buchmesse (15.-19. Oktober 2025) sein. Bei einem Festakt im philippinischen Davao unterzeichneten heute Buchmesse-Direktor Juergen Boos und Vertreter*innen des National Book Development Board den offiziellen Ehrengast-Vertrag. Damit begrüßt die Buchmesse nach Indonesien (2015) zum zweiten Mal ein Gastland aus Südostasien in Frankfurt.

Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse, sagt: „Ich freue mich sehr auf die Ehrengastpräsentation der Philippinen. Unser Ehrengastprogramm stellt nicht nur die Literatur und Kultur einer bestimmten Region in den Mittelpunkt, sondern fördert auch den Dialog und die Vernetzung des Gastlandes innerhalb der internationalen Verlagswelt. Obwohl die Philippinen mit mehr als 110 Millionen Einwohnern die dreizehntgrößte Nation der Welt sind, ist für viele von uns in Europa die philippinische Literatur noch eher unbekanntes Terrain. Auf dem Weg zum Ehrengastauftritt werden wir viel über die Bedeutung des Storytellings und der heutigen Kulturszene für die philippinische Zivilgesellschaft erfahren. Ich freue mich besonders, die vielfältigen Einflüsse von 183 verschiedenen Sprachen, die auf den 7.641 Inseln der Philippinen gesprochen werden, 2025 in Frankfurt zu erleben.“

Die philippinische Senatorin Loren Legarda sagt: „Der Weg zum Ehrengast hat viele Jahre gedauert. Indonesien war 2015 Ehrengast – eine Premiere für ein südostasiatisches Land. Zehn Jahre später ist es nun höchste Zeit, dass ein weiteres Land aus der Region ins Rampenlicht gerückt wird. Es ist höchste Zeit, dass die internationale Gemeinschaft unsere Geschichten, die mit unseren eigenen Stimmen erzählt werden, lesen und schätzen lernt. Und auch erkennt, dass philippinische Geschichten es wert sind, gelesen zu werden, und sieht, dass sie komplex und von der kolonialen und postkolonialen Vorstellungskraft geprägt sind.“

Dante Francis Ang II, Vorsitzender des philippinischen National Book Development Board, sagt: „Mein Team ist bereit, ein solch historisches Ereignis zu organisieren. Es ist in der Tat an der Zeit, die Geschichten unseres Archipels mit über 7.000 Inseln auf der internationalen Bühne ins Rampenlicht zu rücken.“

Charisse Aquino-Tugade, Direktorin des National Book Development Board, sagt: „Die philippinische Verlagsbranche verzeichnete in den letzten fünf Jahren ein stetiges Wachstum. 2025, wenn wir als Ehrengast die internationale Bühne betreten, werden wir die Geschichte der Filipinos erzählen: von unserer reichen mythologischen Tradition, den nationalistischen Romanen von José Rizal, den einfühlsamen post-ökologischen Geschichten über das Klima unserer zeitgenössischen Belletristik bis hin zu den kolonialen Ursprüngen des Kapitalismus und der offenen Haltung unserer wachsenden Diaspora-Bevölkerung. Wir freuen uns auf dieses neue Kapitel der philippinischen Literatur und Kultur.“

Auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse (18.-22. Oktober 2023) sind die Philippinen mit einem Stand in Halle 5.1 vertreten (B66).

Über das Ehrengastprogramm der Frankfurter Buchmesse

Seit 1976 verleihen die Ehrengastauftritte der Frankfurter Buchmesse eine besondere Prägung. Sie fanden zunächst im zweijährigen Rhythmus und im Wechsel mit thematischen Schwerpunkten statt. Seit 1988 präsentiert sich in jedem Jahr ein anderes Land oder eine Region in Frankfurt. Für den Ehrengast selbst ist der Auftritt von doppelter Bedeutung: Neben der großen Aufmerksamkeit für seine Literatur und Kultur, die in Ausstellungen und einem breit gefächerten Veranstaltungsprogramm vorgestellt werden, profitiert auch seine Buchbranche: Sie präsentiert sich auf der weltgrößten Buchmesse einem internationalen Publikum.

Ein Kernziel des Ehrengastprogramms ist es, die Anzahl der Übersetzungen aus dem Gastland ins Deutsche zu steigern. Das große öffentliche Interesse, das dem Ehrengast der Frankfurter Buchmesse jedes Jahr entgegengebracht wird, ist ebenfalls ein Anreiz für Verlage weltweit, Titel aus dem jeweiligen Gastland zu veröffentlichen. So fördert das Ehrengastprogramm der Frankfurter Buchmesse den internationalen Lizenzhandel und den Literaturtransfer.

Ehrengast der diesjährigen Frankfurter Buchmesse (18.-22. Oktober 2023) ist Slowenien. Das Spektrum der bisherigen Gäste reicht von Neuseeland über Norwegen, Litauen, Brasilien, Flandern und den Niederlanden zu Indien und Indonesien. 2022 präsentierte sich Spanien als Ehrengast; Italien wird 2024 in Frankfurt erwartet.

Frankfurter Buchmesse 2023

Deutscher Buchpreis: 111 Verlage konkurrieren mit 172 Titeln um den Roman des Jahres 2023

v.l.n.r.: Florian Valerius, Shila Behjat, Lisa Schumacher, Heinz Drügh, Katharina Teutsch, Matthias Weichelt, Melanie Mühl © Foto Christof Jakob
v.l.n.r.: Florian Valerius, Shila Behjat, Lisa Schumacher, Heinz Drügh, Katharina Teutsch, Matthias Weichelt, Melanie Mühl © Foto Christof Jakob

111 deutschsprachige Verlage schickten insgesamt 172 Titel ins Rennen um den Roman des Jahres. 81 Verlage sitzen in Deutschland, 10 in der Schweiz und 20 in Österreich.

Von den eingereichten Titeln stammen 97 aus dem aktuellen Frühjahrsprogramm, 70 weitere kommen im Herbst auf den Markt. 5 Titel sind bereits im vergangenen Herbst erschienen. Jeder Verlag konnte maximal zwei Titel einreichen, die zwischen Oktober 2022 und dem 19. September 2023 (Bekanntgabe der Shortlist) erschienen sind bzw. erscheinen. Darüber hinaus konnten bis zu fünf weitere Titel empfohlen werden. Auf der Empfehlungsliste landeten dieses Jahr 105 Romane. Aus der Liste kann die Jury Titel für den Auswahlprozess anfordern.

Bei ihrer ersten gemeinsamen Jurysitzung wählten die Jurymitglieder Katharina Teutsch (freie Kritikerin) zu ihrer Jurysprecherin. Der Jury gehören außerdem an: Shila Behjat (Journalistin und Publizistin), Heinz Drügh (Goethe-Universität Frankfurt am Main), Melanie Mühl (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Lisa Schumacher (Steinmetz’sche Buchhandlung, Offenbach), Florian Valerius (Gegenlicht Buchhandlung, Trier), Matthias Weichelt (Zeitschrift Sinn und Form).

Die Jury entscheidet über den Roman des Jahres in einem mehrstufigen Auswahlverfahren. Am 22. August 2023 gibt sie die 20 nominierten Titel bekannt. Aus dieser Longlist wählen die Juror*innen sechs Titel für die Shortlist, die am 19. September 2023 veröffentlicht wird. Erst am Abend der Preisverleihung, am 16. Oktober 2023, erfahren die sechs Autor*innen, wer von ihnen den Deutschen Buchpreis gewonnen hat.

Der Deutsche Buchpreis wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels vergeben. Hauptförderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.

Informationen zum Deutschen Buchpreis 2022 können Interessierte unter www.deutscher-buchpreis.de abrufen.

Der Hashtag zum Deutschen Buchpreis 2023: #dbp23