Kategorie-Archiv: Schauspielhaus Frankfurt

ITI-Festival THEATER DER WELT 2023 nach Offenbach und Frankfurt vergeben

Auf einer heutigen Pressekonferenz im Museum Angewandte Kunst (MAK) Frankfurt mit ITI-Präsident Joachim Lux, der Hessischen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Angela Dorn, der Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt, Dr. Ina Hartwig, Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke, Offenbach am Main sowie Matthias Pees, MAK-Direktor Professor Matthias Wagner K und Frankfurter Schauspiel-Direktor Anselm Weber wurde bekannt gegeben, dass das ITI-Festival THEATER DER WELT 2023 nach Offenbach und Frankfurt vergeben wird.

„THEATER DER WELT“ zählt international zu den wichtigsten Festivals für zeitgenössisches Theater. Es präsentiert alle zwei bis drei Jahre jeweils in einer anderen Stadt in Deutschland wegweisende Entwicklungen in Tanz, Theater und Performance aus allen Konti nenten in einem ca. zweiwöchigen Programm. THEATER DER WELT wurde 1981 vom deutschen Zentrum des Internationalen Theaterinstituts, im Anschluss an das ITI-Festival „Theater der Nationen“ (1979 in Hamburg) gegründet.

Das ITI vergibt die Ausrichtung und Intendanz des Festivals jeweils an ein oder mehrere Theater in der ausgewählten Stadt oder Region, und hat in einer Festivalsatzung die Grundsätze für Aufgabe und Arbeitsweise des Festivals festgelegt. Die Grundfinanzierung des Festivals soll demnach vom Bund, von der ausrichtenden Stadt und vom Bundesland, in dem diese Stadt oder Region liegt, jeweils zu etwa einem Drittel getragen werden. Die zweite Ausgabe von THEATER DER WELT fand 1985 in Frankfurt am Main statt, weitere ausrichtende Städte waren bislang Köln (1981), Stuttgart (1987 & 2005), Hamburg (1989 & 2017), Essen (1991), München (1993), Dresden (1996), Berlin (1999), Halle/Saale (2008), Mannheim (2014). 2002 fand das Festival gleichzeitig in Köln, Bonn, Düsseldorf und Duisburg statt, 2010 in Essen und Mülheim an der Ruhr. Die für 2020 in Düsseldorf vorgesehene Ausgabe wurde aufgrund der Corona-Pandemie auf 2021 verschoben. Die Ausrichtung der für 2023 vorgesehenen Festivalausgabe wurde erstmals öffentlich ausgeschrieben. Das ITI wählte aus vier Bewerbern schließlich Frankfurt-Offenbach am Main als nächste Station von THEATER DER WELT aus.

Theater der Welt 2023 in Offenbach-Frankfurt
Für die Festivalausgabe im Jahr 2023 hatten sich das Künstlerhaus Mousonturm, das Museum Angewandte Kunst und das Schauspiel Frankfurt als gleichberechtigte Partner beworben; ihre jeweiligen Leiter Matthias Pees, Matthias Wagner K und Anselm Weber übernehmen auch gemeinsam die Festivalintendanz. THEATER DER WELT 2023 wird voraussichtlich vom 29. Juni bis 16. Juli 2023 im Stadtraum Frankfurt-Offenbach stattfinden.
Dabei sollen nicht nur die Städtischen Bühnen mitsamt dem Bockenheimer Depot, der Mousonturm, das Frankfurt LAB und andere Theater der freien Szene in Frankfurt bespielt werden, sondern etwa auch das Capitol-Theater und die Alte Schlosserei der Energieversorgung Offenbach AG und die urbanen Räume in beiden Städten. Die Ausrichter wollen im Zuge des Festivals auch neue Orte performativ erschließen. Das Museum Angewandte Kunst am Frankfurter Museumsufer im Metzlerpark wird für die gesamte Festivaldauer auf allen Etagen zum Performing Arts Center.

Der urbane Raum, den Frankfurt und Offenbach bilden, dient THEATER DER WELT als Brennglas, das im Lokalen globale Entwicklungen aufgreift und spiegelt und so zum idealen Resonanzkörper für die Artikulationen internationaler Künstler*innen im Rahmen des Festivals wird. Offenbach und Frankfurt werden dabei nicht als zwei nebeneinander liegende Festivalstädte mit aufgeteiltem Programm funktionieren. Die Städte bilden eine n Raum, der soziologisch, ökonomisch, kulturell und alltäglich zusammengehört und deshalb auch künstlerisch zusammen gedacht, analysiert und reflektiert, bespielt und aktiviert werden muss. Ein urbaner Raum, der über einen der bundesweit höchsten Migration santeile in der Bevölkerung verfügt und viel über die ökonomischen Verhält-nisse in Deutschland und der Welt erzählt, insbesondere über die zunehmende Segregation, die sich als eine Auswirkung der Corona-Krise derzeit noch zu verschärfen droht.

„Gerade aufgrund des Struktur- und Finanzgefälles, aufgrund der Ambivalenz zwischen Gemeinsamkeiten und trennenden Faktoren bilden Offenbach und Frankfurt genau die Internationalität ab, die wir ins Zentrum von THEATER DER WELT 2023 stellen wollen“, so die Festivalausrichter. „Wir wollen die Verfasstheit und Zukunft dieser Internationalität untersuchen und ihren Geist verteidigen. Weil hier wie vielleicht nirgendwo sonst in Deutschland ethnische Bezüge und ökonomische Situiertheit auf komplexe, heterogene und eben nicht zu vereinfachende Weise ineinandergreifen und der Begriff der Internationalität immer wieder neu ausgehandelt wird bzw. verhandelt werden muss von und in den diversen, heterogenen Communities, die hier miteinander leben. Und für die sich immer wieder d ie Frage stellt, wie sie hier leben wollen und können.“

Die Zukunft von Internationalität und Diversität zu befragen, zu verteidigen und zu gestalten, soll zentrales Leitmotiv von THEATER DER WELT 2023 in Frankfurt-Offenbach sein. Das Festival soll zugleich wichtige Impulse gegen Vereinfachungen setzen. Diese Aspekte sollen sich auch in der Auswahl der noch zu besetzenden Programmdirektion widerspiegeln, die diekünstlerische Leitung des Festivals übernimmt. Sie soll noch im Herbst über eine weltweite Ausschreibung gefunden werden.

Die Ausrichter werden dabei nach Kurator*innen suchen, die aufgrund ihrer Lebens – und Arbeitspraxis neue Perspektiven auf den Begriff der Internationalität werfen und bereit sind, ihn im Austausch mit Offenbach-Frankfurt zu füllen. Sie wollen dabei zu Bewerbungen von Zweierteams, auch aus anderen Kontinenten als dem europäischen, explizit ermutigen.

Die Programmdirektion wird mit einem eigenen Festivalteam inhaltlich wie budgetär autonom arbeiten können. Sie wird dabei in einem kontinuierlichen Dialog von der Festivalintendanz und den Teams der ausrichtenden Häuser begleitet. Diese bringen ihr Wissen über die Region und ihre entsprechenden Kontakte in die Festivalvorbereitung ein, ebenso wie sie sich um neue Partnerschaften und Impulse bemühen. Für THEATER DER WELT wollen die drei das Festival ausrichtenden Kulturinstitutionen der Stadt Frankfurt dauerhaft mit Partner*innen und Initiativen aus der blühenden Kunst- und Kreativszene Offenbachs zusammenarbeiten, mit denen sie teilweise bereits über viele Jahre gelebte Projekterfahrungen verbindet. Weil es wenig Institutionelle Kultureinrichtungen in Offenbach gibt und die Kulturszene nicht über ausreichend schlagkräftige finanzielle Mittel verfügt, wird sich die Zusammenarbeit zeitgemäß dezentral und horizontal gestalten.

Das Künstlerhaus Mousonturm, das Museum Angewandte Kunst und das Schauspiel Frankfurt verbinden langjährige positive Kooperationserfahrungen, die sie miteinander durch das gemeinsame (Ko-)Produzieren internationaler Theater- und Kunstprojekte in Frankfurt gesammelt haben und mit THEATER DER WELT auf eine neue Stufe stellen wollen. Aus den Kooperationen eines Stadttheaters, eines internationalen Produktions -hauses und eines innovativen Museums haben sich Blickerweiterungen und Perspektiv-wechsel ergeben, die für THEATER DER WELT nutzbar gemacht und zugleich mit einem solchen internationalen, multiperspektivischen Großereignis auch auf die Probe gestellt und gespiegelt werden sollen.

Zugleich teilen die drei Ausrichter die Überzeugung, dass ein zeitgemäßes Welt-TheaterFestival durch eine langfristige lokale Verankerung auf der Basis bereits bestehender Kontakte und Erfahrungen eine besondere Qualität gewinnen kann. Auf diese Weise sollen herausragende internationale Theaterarbeiten sowohl mit diversen Stadtgesellschaften vor Ort als auch mit den „glokalen“ Communities, die lokal und international vernetzt sind, und ihren Künstlerschaften in einen Dialog gebracht werden.

Die drei Häuser wollen deshalb, möglichst gemeinsam mit ihren Partnern in FrankfurtOffenbach, das Festival nachhaltig in ihren Programmen, Spielplänen und Aktivitäten vorbereiten und einbetten, damit die Möglichkeit zur Teilhabe der diversen Stadtgesellschaften, unabhängig vom Alter der Menschen, ihrer ethnischen Herkunft und ihrer Einkommensverhältnisse, nicht nur schiere Hoffnung und Behauptung bleibt, sondern sich tatsächlich erfüllen kann.

Kritische, inklusions- und diversitätsfördernde Vermittlungs- und Outreachpogramme von Künstlerhaus Mousonturm, Museum Angewandte Kunst und Schauspiel Frankfurt befördern schon jetzt eine Vergrößerung und Durchdringung unterschiedlicher Publikums -gruppen (z.B. „All our Futures“ am Schauspiel Frankfurt, die intergene-rationelle Vermittlungsinitiative „ALL IN“ am Mousonturms, das „Create“-Programm am Museum Angewandte Kunst). Sie sollen für THEATER DER WELT 2023 genutzt und ausgebaut werden, um über eine kurzfristige Adressierung von unterschiedlichen Zielgruppen hinauszugehen und die Impulse und Fragen des Festivals längerfristig zu verwurzeln. So sollen diverse Communitys, ein hochkarätiges Stadttheaterensemble, die freie Theaterszene und auch die vielen interdisziplinär arbeitenden unabhängigen Künstler*innen und Gruppen in Frankfurt und Offenbach möglichst langfristig in ein Projekt namens THEATER DER WELT einbezogen werden.

Gemeinsam mit dem in Frankfurt-Offenbach ansässigem Kinder- und Jugend-theaterzentrum der Bundesrepublik Deutschland soll dabei auch das neue ITI-Konzept „Junges Theater der Welt“ weiterentwickelt und ausgebaut werden, und mit langfristig in die Festivalplanung einbezogenen Expert*innen Konzepte für mehr Accessibilty und die Verringerung von Barrieren sowie für klimaeffizientes und ökologisch nachhaltiges Handeln („Theater der Umwelt“) erarbeitet werden.

Weitere Informationen:
„THEATER DER WELT“
Künstlerhaus Mousonturm
Museum Angewandte Kunst
Schauspiel Frankfurt

Veranstaltungen im September im Frankfurter Literaturhaus u. während der Buchmesse im Schauspiel Frankfurt

©  Foto: Diether  v Goddenthow
© Foto: Diether v Goddenthow

Im September-Programm: Der letztjährige Goncourt-Preisträger Nicolas Mathieu (10.9.), Grüffelo-Erfinder Axel Scheffler (11.9.), die kanadische Schriftstellerin Esi Edugyan (12.9.), Cornelia Funke mit dem „Labyrinth des Fauns“ (16.9.), Saskia Hennig von Lange als Gastkritikerin bei den Schönen Aussichten (17.9.), Katharina Adler & Daniel Wisser zum Auftakt der „Acht Visionen“ (18.9.), Alexander Osang mit seinem neuen Roman (19.9.), Gerda Raidt für alle Schüler ab 8 Jahren (24.9.), der norwegische Autoren Johan Harstad (27.9.) sowie die Autoren der Shortlist im Schauspiel Frankfurt (29.9. AUSVERKAUFT!). „Gedankenflieger – Philosophieren mit Kindern“ ist eine neue Reihe im Jungen Literaturhaus, die ab September regelmäßig Grundschüler ins Literaturhaus einlädt, den Anfang macht Autor und Philosoph Jörg Bernardy (18./19.9. AUSGEBUCHT!).

Den Oktober starten wir mit der Preisverleihung der Serafina 2019 (15.10.), am Messe-Mittwoch und Messe-Donnerstag sind wir zu Gast im Schauspiel Frankfurt (s.u.), am Messe-Donnerstag findet erneut #WIRMACHENBUECHER, der Pop-up-Empfang von allen für alle zur Frankfurter Buchmesse statt (17.10.), es folgen im Messe-Kalender die Party der Independents (18.10.), die Literaturgala der Frankfurter Buchmesse mit Ken Follett, Margaret Atwood, Colson Whitehead u.a. (19.10.) und die Open Party (19.10.).

Nach der Messe stellt Karen Köhler ihren neuen Roman „Miroloi“ vor (28.10.), Miku Sophie Kühmel erhält den Ponto-Preis (29.10.) und der Verlag Antje Kunstmann ist mit Hauck&Bauer und Kristof Magnusson zu Gast im Branchendrehkreuz (31.10.).

Literaturhaus Frankfurt e.V.
Schöne Aussicht 2,
60311 Frankfurt am Main
literaturhaus-frankfurt.de

Veranstaltungen im Schauspiel Frankfurt – auch während der Messe

16.9. // 19.30 h // 18/12 €
Ein Abend mit Cornelia Funke „Das Labyrinth des Fauns“
Für alle ab 12 Jahren

Ausverkauft! 29.9. // 17 h // 18/12 €
Die Autoren der Shortlist. Deutscher Buchpreis 2019
Moderation: Maike Albath (freie Kritikerin), Anna Engel (hr2-kultur) und Christoph Schröder (freier Kritiker).

16.10. // 18.00 h // 18/12 €
Deniz Yücel & Michel Friedman „Agentterrorist“

16.10. // 20.15 h // 18/12 €
Doris Dörrie „Leben, schreiben, atmen. Eine Einladung zum Schreiben“

17.10. // 18.00 h // 26/12 €
Jostein Gaarder „Genau richtig. Die kurze Geschichte einer langen Nacht“

Deutschlandpremiere! 17.10. // 20.15 h // 26/12 € // Karten ab 10.9.
Vorkaufsrecht für Mitglieder des Literaturhausvereins ab 7.9.
Ein Abend Dirk Nowitzki & Thomas Pletzinger: „The Great Nowitzki“
Aufgrund der großen Nachfrage: Für den Abend mit Dirk Nowitzki und Thomas Pletzinger „The Great Nowitzki“ am 17.10. startet der Karten-VVK über das Schauspiel Frankfurt am 10.9. bzw. für Literaturhaus-Mitglieder am 7.9.!

16.11. // 19.30 h // 26/12 €
Ulrich Tukur: „Der Ursprung der Welt“

Schauspiel Frankfurt
Neue Mainzer Str. 17,
60311 Frankfurt am Main

Literaturhaus Frankfurt – Herbstvorschau und Shortlist-Abend zum Deutschen Buchpreis 2019

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Das vollständige Herbst-Programm erscheint am 17.7.:
http://literaturhaus-frankfurt.de/programm/kalender/

Montag 26.08.19 // 19.30 h // Eintritt 7 / 4 Euro // Karten ab 03.07., 10 h
Jan Brandt: Ein Haus auf dem Land / Eine Wohnung in der Stadt
Moderation: Oliver Elser (Deutsches Architekturmuseum)

Ein Autor greift ein: Engagierte Literatur
„Die Erfahrung der Wohnungslosigkeit hat mich sehr politisiert. Sie hat mich gezwungen, etwas gegen die herrschenden Verhältnisse zu unternehmen“, sagt der Autor Jan Brandt im SPIEGEL und schreibt zwei Bücher in einem, also ein Buch zum Wenden: „Ein Haus auf dem Land/ Eine Wohnung in der Stadt“ (DuMont). Während der Autor in Berlin kaum eine Wohnung findet, erfährt er, dass das Haus seines Urgroßvaters in Ostfriesland abgerissen werden soll. Profitgier treibt in Berlin wie in der Provinz die Spirale an. Aber Brandt begehrt auf und klagt an die Wohnungsbaupolitik, die Bankenstrategien, die Investoren und Spekulanten, die Eigentumsfuzzis, aber auch sich selbst. Moderation: Oliver Elser. In Kooperation mit dem Journal Frankfurt.

Donnerstag 29.08.19 // 19.30 h // Eintritt 7 / 4 Euro / Karten ab 03.07., 10 h
Norbert Zähringer: Wo wir waren
Moderation: Christoph Schröder

Aller Leute Mondlandung
Fünfzig Jahre nach der Mondlandung ist der Moment, in dem Neil Armstrong den ersten Fußabdruck hinterlässt, alles andere als vergessen. Vergessen ist aber auch nicht, wo wir waren in solchen Stunden. Ganz so erzählt es Norbert Zähringers gleichlautender Roman. Abermillionen verfolgten auf der Erde die Fernsehübertragung. Alle, die es miterlebt haben, wissen, wo sie damals gerade waren. Jahrzehnte später wird der 9. November 1989 solch ein kollektivierendes, zugleich hoch individuell erfahrenes Datum sein. „Wo wir waren“ (Rowohlt) ist ein breit angelegter, ein gesamtes Jahrhundert umspannender Roman einer zerrissenen Familie, ein Tableau, das Zeiten, Länder, Geschichtliches und vor allem eine Vielzahl von Schicksalen verschränkt. Und über allem die Frage: Wo waren wir, und wo werden wir einmal sein? Moderation: Christoph Schröder.

Montag 02.09.19 / 19.30 h / Eintritt 9 / 6 Euro / Karten ab 03.07., 10 h
Alina Bronsky: Der Zopf meiner Großmutter
Moderation: Dilek Üsük (ZDF)

Zu böse, um unwahr zu sein
Die Autorin Alina Bronsky hat eine große Lesergemeinde. Und glücklich ist, wer sich bereits dazu zählt. Denn Bronsky zu lesen macht uns unempfänglich für Vorurteilsfreude, Rechthaberei und Humorlosigkeit – und wer weiß, was sonst noch alles. So böse wie in „Der Zopf meiner Großmutter“ (KiWi) war Bronsky wohl noch nie. Aber vielleicht wurde insgeheim auch nie mehr geliebt als innerhalb ihrer Familienbande unter dem Okular. Die titelstiftende Großmutter ist unerträglich. Der erzählende Knirps tut einem nur leid. Der liebende Großvater: mein Gott! Die Geliebte. Das zweite Kind. Invasionen der Bitternis. Das deutsche Schulsystem. Flüchtlinge. Paranoia und Terror à la famille. Das ganze Buch ist eine ätzende Lachsalve. Also ein Buch, das wir brauchen. Es moderiert die TV-Journalistin Dilek Üsük (ZDF).

Mittwoch 04.09.19 / 19.30 h / Eintritt 7 / 4 Euro / Karten ab 03.07., 10 h
Christiane Neudecker: Der Gott der Stadt
Moderation: Sandra Kegel (F.A.Z.)

„Er streckt ins Dunkel seine Fleischerfaust.“ Georg Heym
Die Autorin, Theaterregisseurin, Librettistin und Kick-Boxerin Christiane Neudecker hat mit „Der Gott der Stadt“ (Luchterhand) einen Roman geschrieben, der zwei Todesfälle verbindet. Jemand versinkt unterm Eis, eine Leiche hängt von der Decke eines Theaters. Die Todesfälle liegen weit auseinander, wenn sie auch dasselbe Datum teilen, den 16. Januar. Im Winter 1912 ertrank der expressionistische Dichter Georg Heym beim Schlittschuhlaufen, 1995 werden die Novizen einer elitären Schauspielschule im gerade wiedervereinten Berlin auf Heyms verrätseltes Faust-Fragment angesetzt. Angestachelt von ihrem Professor verstricken sie sich immer tiefer in den Gedankenlabyrinthen des genialischen Dichters. Der psychologische Druck steigt, Konkurrenz entflammt, Wahn und Wirklichkeit beginnen zu verschwimmen. Das Gespräch mit der Autorin führt Sandra Kegel (F.A.Z.).

Hinweis! Am heutigen Abend eröffnet die kleinste Dauerausstellung der Welt: Die Schönsten Deutschen Bücher 2019.

Informationen und Karten über: Literaturhaus Frankfurt / Schöne Aussicht 2 / 60311 Frankfurt am Main, Tel.: 069 – 75 61 84 0 / Fax: 069 – 75 61 84 20 / www.literaturhaus-frankfurt.de

Das Literaturhaus Frankfurt zu Gast
im Schauspiel Frankfurt

Das Literaturhaus Frankfurt im Schauspiel Frankfurt
Montag 16.09.19 / 19.30 h / Eintritt 18 / 12 Euro
Cornelia Funke: Das Labyrinth des Fauns
Moderation: Anna Engel (hr2-kultur)
Lesung des Texts: Rainer Strecker
Eine Veranstaltung für alle ab 12 Jahren

Ein Abend mit Cornelia Funke über die Kraft der Fantasie
Fantasy ist das präziseste Mittel, das uns zur Verfügung steht, um all die Wunder und Schrecken der Realität darzustellen“, sagte Cornelia Funke einmal. In ihrem neuen Buch, das durch den Film „Pans Labyrinth“ von Guillermo del Toro inspiriert ist, zeigt sich das mit aller Wucht. Spanien, 1944: Ofelias Vater ist gestorben und mit ihrer Mutter zieht sie zu deren neuem Mann. Ihr Leben wird nun von Gewalt bestimmt – durch den Krieg wie den Stiefvater. Doch Ofelia findet ein Labyrinth und erfährt dort, dass sie die lang gesuchte Prinzessin eines unterirdischen Reiches ist. Bevor sie jedoch dahin zurückkehren kann, muss sie drei Prüfungen bestehen. Cornelia Funke nimmt uns gemeinsam mit dem Schauspieler Rainer Strecker mit in „Das Labyrinth des Fauns“ (S. Fischer). Durch den Abend führt Anna Engel (hr2-kultur).

Karten ab 22.08. unter www.schauspielfrankfurt.de. Mitglieder des Literaturhausvereins haben ab 19.08., 10 Uhr, ein Vorkaufsrecht.

Eine Veranstaltung des Jungen Literaturhauses Frankfurt in Kooperation mit dem Schauspiel Frankfurt. Das Junge Literaturhaus wird unterstützt von der Cronstett- und Hynspergischen evangelischen Stiftung.

Das Literaturhaus Frankfurt im Schauspiel Frankfurt
Sonntag 29.09.19 / 17.00 h / Eintritt 18 / 12 Euro
Die Autoren der Shortlist. Deutscher Buchpreis 2019
Moderation: Maike Albath, Anna Engel und Christoph Schröder

Die sechs für den Deutschen Buchpreis nominierten Autoren lesen in Frankfurt.
Kurz vor Eröffnung der Buchmesse wird in Frankfurt am Main der Roman des Jahres in deutscher Sprache gekürt. Mit dem Deutschen Buchpreis zeichnet die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels einen Roman stellvertretend für alle wichtigen Romane des Jahres aus. Aufgrund des Erfolgs dieser Veranstaltung und des Medien- und Publikumsinteresses in den letzten Jahren lesen die Autoren der Shortlist zwei Wochen vor der Verkündung des diesjährigen Preisträgers auch in diesem Herbst wieder im Schauspiel Frankfurt. Am 17. September erfahren Sie, wer die Sechs sind.

Karten ab 19.08., 10 Uhr, unter www.schauspielfrankfurt.de.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Literaturhaus Frankfurt und Kulturamt Frankfurt am Main in Kooperation mit dem Schauspiel Frankfurt. Partner ist die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Medienpartner ist hr2-kultur. Zu hören sind die einzelnen Lesungen dort vom 07.10. bis 11.10. um 09.30 Uhr.

Das Literaturhaus Frankfurt zu Gast im Schauspiel Frankfurt
Mittwoch 16.10.19 / 18.00 h / Eintritt 18 / 12 Euro
Deniz Yücel: Agentterrorist
Moderation: Michel Friedman

Publizist & Philosoph
„Niemals“ werde man Deniz Yücel nach Deutschland ausliefern, erklärte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan im Frühjahr 2017, jedenfalls nicht, solange er, Erdogan, im Amt sei. Nach zwölf Monaten wurde Yücel endlich freigelassen. Die Inhaftierung des Türkei-Korrespondenten der WELT führte hierzulande zu einer riesigen Solidaritätsbewegung und sorgte für die bis dahin größte Belastung der deutsch-türkischen Beziehungen seit dem Zweiten Weltkrieg. Zugleich entfacht der Fall eine Debatte über das Verhältnis der Deutschtürken zu beiden Ländern. Jetzt erzählt Deniz Yücel in „Agentterrorist“ (KiWi), wie er dieses Jahr in Einzelhaft verbrachte. Eine Geschichte von Willkür, Erpressung, Solidarität, Liebe und Widerstand und auch ein Blick auf die Entwicklung der Türkei in den vergangenen Jahren. Michel Friedman tritt mit dem Publizisten ins Gespräch.

Karten ab 22.08. unter www.schauspielfrankfurt.de. Mitglieder des Literaturhausvereins haben ab 19.08., 10 Uhr, ein Vorkaufsrecht.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Schauspiel Frankfurt.

Das Literaturhaus Frankfurt zu Gast im Schauspiel Frankfurt
Mittwoch 16.10.19 / 20.15 h / Eintritt 18 / 12 Euro
Doris Dörrie: Leben, schreiben, atmen. Eine Einladung zum Schreiben

Der große Live-Versuch: Schreibwerkstatt für die eigene Biografie

Frankfurter Buchmesse. Schauspiel Frankfurt, Großer Saal. Lesung? – Nein, wir laden ein zur größten Schreibwerkstatt der Welt. Nicht, um ins Guinness-Buch der Rekorde zu gelangen, sondern um zu zeigen, was nur die Literatur vermag. Bringen Sie Block und Schreibstift mit. Wir machen den Versuch. Denn Schreiben heißt für die Regisseurin, Drehbuchautorin und Schriftstellerin Doris Dörrie, das eigene Leben bewusst wahrzunehmen. Wirklich zu sehen, was vor unseren Augen liegt. Oder wiederzufinden, was wir verloren oder vergessen glaubten. Schreiben ist Trost, Selbstvergewisserung, Anklage, Feier des Lebens. Doris Dörrie denkt in „Leben, schreiben, atmen“ (Diogenes) über das autobiografische Schreiben nach. Sie gibt darin Tipps und kreative Anleitungen und erzählt hinreißend ehrlich von ihrem eigenen Leben. Heute gibt es eine Weltpremiere: Gemeinsam mit Dörrie schreiben wir den ersten Satz unserer Autobiografie.

Karten ab 22.08. unter www.schauspielfrankfurt.de. Mitglieder des Literaturhausvereins haben ab 19.08., 10 Uhr, ein Vorkaufsrecht.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Schauspiel Frankfurt.

Das Literaturhaus Frankfurt zu Gast im Schauspiel Frankfurt
Donnerstag 17.10.19 / 18.00 h / Eintritt 26 / 12 Euro
Jostein Gaarder: Genau richtig. Die kurze Geschichte einer langen Nacht
Moderation (dt./engl.): Margarete von Schwarzkopf
Lesung deutscher Text: Christoph Pütthoff

Buchmesse-Ehrengast Norwegen: der Autor von „Sofies Welt“
Seit dem Erfolg „Sofies Welt“ von 1991 ist der Autor Jostein Gaarder einer der bekanntesten Vertreter skandinavischer Literatur. Und seit seinem israelkritischen Beitrag in Norwegens führender Zeitung Aftenposten vor 13 Jahren („Guds utvalgte folk“) steht auch er in der Reihe der Meinungsstarken und vorsätzlich Missverstandenen. Nun liegt ein neuer, schmaler Roman vor: Ein Mann erhält eine Diagnose. Das Leben selbst zu beenden, scheint eine Lösung zu sein. In einer einsamen Ferienhütte am Waldsee sucht er mit sich selbst ins Reine zu kommen und schreibt in das Hüttenbuch. „Genau richtig. Die kurze Geschichte einer langen Nacht“ (Hanser) erzählt von Ehe, Liebe, Familie und Krise. Irgendwann treibt ein Boot ruderlos auf dem See und ein Fremder erscheint. Die Übersetzung von Gabriele Haefs liest Christoph Pütthoff (Schauspiel Frankfurt). Das Gespräch mit dem norwegischen Autor leitet Margarete von Schwarzkopf. Eine Veranstaltung in deutscher und englischer Sprache.

Karten ab 22.08. unter www.schauspielfrankfurt.de. Mitglieder des Literaturhausvereins haben ab 19.08., 10 Uhr, ein Vorkaufsrecht.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Schauspiel Frankfurt. Mit freundlicher Unterstützung von NORLA – Norwegian Literature Abroad.

Das Literaturhaus Frankfurt zu Gast im Schauspiel Frankfurt
Samstag 16.11.19 / 19.30 h / Eintritt 26 / 12 Euro
Ulrich Tukur: Der Ursprung der Welt

Der Schauspieler, Musiker und Autor entflieht der Zeit. Ulrich Tukur ist womöglich schon immer: ein Ermittler. Jetzt schreibt er ein Buch, in dem er durch Gegenwartsflucht etwas herausfindet. Denn das hier ist nicht mehr die Welt von Paul Goullet: Er, der alte Bücher und Bilder liebt, die Schönheit, den Traum und die Fantasie, findet sich in einer Zeit kaum noch zurecht, in der das Chaos herrscht und die Algorithmen. Um dem zu entkommen, entflieht er nach Paris, wo er ein altes Fotoalbum findet. Dessen Bilder aber scheinen ihn selbst zu zeigen, inmitten eleganter Damen und Herren aus den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. Fasziniert setzt sich Goullet auf die Fährte seines Doppelgängers, wechselt Zeiten und Kleider und kommt einem furchtbaren Geheimnis näher.

Karten ab 22.08. unter www.schauspielfrankfurt.de. Mitglieder des Literaturhausvereins haben ab 19.08., 10 Uhr, ein Vorkaufsrecht.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Schauspiel Frankfurt.

Literaturhaus Frankfurt / Schöne Aussicht 2 / 60311 Frankfurt am Main
Tel.: 069 – 75 61 84 0 / Fax: 069 – 75 61 84 20 / www.literaturhaus-frankfurt.de

Römerberggespräche: Was soll vom 68er-Erbe bleiben?

Kooperationsveranstaltung am 28. April im Schauspiel Frankfurt zum Thema „1968 – 2018: What is left?“ mit dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität

FRANKFURT. „1968 – 2018: What is left? Errungenschaften und Bürde eines politischen Aufbruchs“ – Unter diesem Titel fragt die traditionsreiche Reihe der Frankfurter Römerberggespräche am 28. April, was uns „68“ heute noch zu sagen hat: Was ist vom Aufbegehren übriggeblieben, und was davon sollte in die Zukunft weitergetragen werden? Zu den institutionellen Partnern der öffentlichen Veranstaltung im Schauspiel Frankfurt (Beginn 10 Uhr, Eintritt frei) gehört der Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität, der auch personell beteiligt ist.

„Wir wollen erörtern, wo das Erbe von 1968 liegt, wie man es richtigerweise annehmen könnte und in welchen Punkten man es womöglich ausschlagen sollte“, so Miloš Vec, Vorsitzender des ausrichtenden Trägervereins. Vec ist Professor für Rechts- und Verfassungsgeschichte an der Universität Wien und assoziiertes Mitglied des Frankfurter geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschungsverbundes. Auf dem Programm der kommenden Römerberg-Ausgabe stehen fünf Vorträge und eine Podiumsdiskussion. Die Moderation liegt in den Händen von Insa Wilke (Literaturkritikerin und Moderatorin u.a. für WDR und SWR) sowie Alf Mentzer (Leiter des Ressorts hr2-Tagesprogramm im Hessischen Rundfunk).

Der erste Vortragende, um 10.15 Uhr, ist Armin Nassehi, Soziologieprofessor an der  Ludwig-Maximilians-Universität München. Er widmet sich dem Thema: „Reflexion und Moralisierung als Pose – was von 1968 geblieben ist“. Nassehi sieht im heutigen linken Spektrum, aber auch auf der rechten Seite, die Tendenz, dass der Bezug auf gute Gründe ersetzt wird durch das Einnehmen von Identitäts-Posen, die sich selbst als unhinterfragbare Grundlage für Anerkennungsansprüche darstellen.

Um 11.15 Uhr geht Priska Daphi in ihrem Vortrag der Frage nach: „Wie sieht heutige Protestkultur aus?“. Die promovierte Soziologin lehrt an der Goethe-Universität und leitet die Nachwuchsgruppe „Konflikt und Soziale Bewegungen“ am Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK), einem Partner im Verbund des Frankfurter Clusters. Daphi schlägt einen Bogen von den 68er-Protesten bis zur heutigen Zeit und nimmt dabei Kontinuitäten, Bezüge und Unterschiede in den Blick.

„Reform und Revolte – 1968 in diachroner und transnationaler Perspektive“ lautet um 12.15 Uhr der Analysegegenstand von Ulrich Herbert, Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Freiburg. Dem Autor der viel beachteten „Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert“ geht es auch um einen Vergleich der damaligen Geschehnisse in der Bundesrepublik, der DDR und im Osten Europas – wobei verschiedene, keineswegs einheitliche Facetten sichtbar werden.

„Vom Nutzen und Nachteil der 68er-Geschichte für linke Politik“ handelt um 14.15 Uhr der erste Vortrag nach der Mittagspause. Referent ist Wolfgang Kraushaar von der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur. Der promovierte Politikwissenschaftler sieht Organisationen und Bewegungsformationen, die sich auf das utopische Projekt einer Gesellschaftsveränderung berufen, dem Totalitarismusverdacht ausgesetzt. Die 68er hätten vor allem soziokulturelle Wirkungen gehabt. Beispielsweise hätten die vielen seither entstandenen Bürgerinitiativen für das Gefühl gesorgt, Politik auch selbst gestalten zu können.

Für 15.30 Uhr ist die Podiumsdiskussion terminiert. „Wie emanzipatorisch war 1968?“ lautet ihr Titel, die Teilnehmerinnen sind Christina von Hodenberg, Professorin für Europäische Geschichte an der Queen Mary University in London, und Gisela Notz, promovierte Sozialwissenschaftlern und freie Publizistin mit einem Schwerpunkt auf der Geschichte der Frauenbewegung. Ebendiese wird bei der Betrachtung der späten sechziger Jahre und ihrer Langzeitwirkung häufig nicht hinreichend gewürdigt. Die Anstöße für Veränderungen der Geschlechterrollen und sexueller Normen kamen ganz wesentlich von Frauen, die vielfach in Vergessenheit gerieten.

Martin Saar, Professor für Sozialphilosophie an der Goethe-Universität und Mitglied des Exzellenzclusters, hält den abschließenden Vortrag. Sein Thema um 17 Uhr: „Was hieß (und was heißt) ‚Demokratisierung der Demokratie‘?“ Man könne, so Saar, argumentieren, dass die Zeit um 1968 eine Station auf dem Weg zur Selbstkritik und zivilgesellschaftlichen Öffnung demokratischer Institutionen war, verbunden mit der Forderung, dass nur eine reflexive, plurale Demokratie Legitimität beanspruchen dürfe. In diesem Sinn stecke der Stachel „1968“ bis heute noch im Fleisch des politischen Lebens der westlichen Demokratien.

Programm-Überblick
EINTRITT FREI
Samstag, 28. April 2018
IM SCHAUSPIEL FRANKFURT
Moderation: ALF MENTZER und INSA WILKE

10:00 Uhr Begrüssung
10.15 Uhr Armin Nassehi
Reflexion und Moralisierung als Pose – was von 1968 geblieben ist

11:15 Uhr Priska Daphi
Wie sieht heutige Protestkultur aus?

12:15 Uhr Ulrich Herbert
Reform und Revolte – 1968 in diachroner und transnationaler Perspektive

13.00 Uhr Mittagspause
14:15 Uhr Wolfgang Kraushaar
Vom Nutzen und Nachteil der 68er-Geschichte für linke Politik

15:30 Uhr Christina von Hodenberg und Gisela Notz im Gespräch
Wie emanzipatorisch war 1968?

17:00 Uhr Martin Saar
Was hieß (und was heißt) „Demokratisierung der Demokratie“?

ENDE GEGEN 18:00 UHR

Programm: www.roemerberggespraeche-ffm.de