Kategorie-Archiv: Frankfurter Alte Oper

Überwältigende Klangebilde und Highlights der Klassik in der Saison 2018/19 der Alten Oper Frankfurt

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Intensives Erleben von Musik auf ganz unterschiedliche Weisen, gemeinschaftliche Musikerfahrungen und Begegnungen mit herausragenden Künstlern sind prägende Leitgedanken des wieder wunderbar zusammengestellten umfangreichen Programms in der Spielzeit 2018/19 der Alten Oper Frankfurt.

Musikfest zum Saisonauftakt

Eingeleitet wird die neue Saison mit dem Musikfest, welches vom 15. bis zum 30. September 2018 wieder eines der großen Meisterwerke der Musikgeschichte in den Mittelpunkt stellt. In dieser Saison steht György Ligetis Orchesterwerk „Atmosphères“ aus dem Jahr 1961 ganz im Zentrum des Geschehens als eindrucksvolles  Beispiel dafür, welche Sogkraft Musik auf Menschen ausüben kann. Ausgehend von (und zurückkehrend zu) Ligetis „Atmosphères“ beschäftigt sich das Musikfest deshalb nicht nur mit Ligetis musikalischer Verwurzelung und seinem Umfeld, sondern auch mit Musik weiterer Genres und Epochen, die auf ihre eigene Weise die Hörer mit zum Teil überwältigenden Klangebilden in Bann zieht. Diese Auseinandersetzung findet nicht nur in Konzerten, sondern auch in Performance, Film, Gespräch und interaktiven Formaten statt.

„Anders hören: Die Abramović-Methode für Musik“

„Anders hören: Die Abramović-Methode für Musik“ lautet der Titel eines ganz besonderen Musikprojekts, das die Performancekünstlerin Marina Abramović für die Alte Oper entwickelt (17. – 24. März 2019). Marina Abramović, eine der bekanntesten und einflussreichsten Künstlerinnen der Welt, wird dafür Musik und die von ihr entwickelte Abramović-Methode zusammenführen, um eine neue Art des Hörens zu ermöglichen – in einer gemeinschaftlichen Erfahrung aller Teilnehmer. Übungen der Abramović-Methode (etwa das Zählen von Reiskörnern oder das Gehen in Zeitlupe) werden untrennbar an den Besuch eines Konzertes gekoppelt. Wer sich zuvor mit Geist und Körper auf die reinigende Wirkung der Übungen eingelassen hat, wird im eigens für die Alte Oper konzipierten abschließenden Konzert die Musik auf einer tiefergehenden Ebene wahrnehmen können. „Anders hören: Die Abramović- Methode für Musik“ wird ein einzigartiges und noch nie dagewesenes Gemeinschafts-Event sein, in dem das Publikum der Musik durch die Erfahrung der Performance-Kunst und durch die gemeinschaftliche Erfahrung von Achtsamkeit begegnet.

Im Fokus

Fokus heißt es immer dann, wenn sich das Augenmerk konzentriert auf besondere Musikerpersönlichkeiten oder Themen richtet. In der Spielzeit 2018/19 gibt die Alte Oper drei Künstlern Raum und Zeit, dem Publikum einen intensiveren Eindruck von ihrer Arbeit zu vermitteln – den Dirigenten Gustavo Dudamel (13. + 14.09.2018, 05.11.2018) und Sir Simon Rattle (22.02.2019, 09.04.2019) sowie dem Pianisten Leif Ove Andsnes (12.12.2018, 07. + 08.02.2019, 11. + 12.05.2019).

Im Fokus steht aber auch das Schaffen Wolfgang Amadeus Mozarts in den Jahren 1785/86: Das Mahler Chamber Orchestra und Leif Ove Andsnes planen ein neues mehrjähriges Großprojekt, das Mozarts Werke aus dieser Zeit beleuchtet – die Alte Oper hat sie eingeladen, das Projekt am 11./12. Mai 2019 mit einem Fokus-Festival in der Alten Oper zu starten.

Interaktive Formate prägen die kommende Spielzeit in besonderem Maße, denn mehrfach erhält das Publikum die Möglichkeit, selbst zu Akteuren zu werden. Das betrifft nicht nur das Projekt von Marina Abramović, sondern spiegelt sich auch in weiteren Formaten wieder: Cages „Musicircus“ auf dem Opernplatz (15.09.2018) bringt Menschen, die Klänge erzeugen, zusammen; die Performance „Great Barrier Reef“ (24.09.2018) erfordert kollektives Körperspiel. Und das Projekt „Unboxing Mozart“ (11./12.05.2019) löst Grenzen zwischen Orchestermusikern und Publikum auf.

Weltmusik und Jazz 

Im Entertainmentbereich werden die beiden Reihen mit Weltmusik und Jazz fortgesetzt. Die vier Konzerte umfassende Reihe „Weltmusik im Mozart Saal“ blickt diesmal besonders auf Länder und Regionen am Rande Europas und deren spezifische Musikkulturen. Und die vier Termine der Reihe „Jazz im Mozart Saal“ zeigen, welche klanglichen Möglichkeiten das Triospiel im Jazz bereithält. Daneben finden sich im Programm aber auch wieder Klassiker des Entertainmentbereichs wie die stets hochkarätig besetzten JazzNights oder eine große Musicalproduktion zur Weihnachtszeit: Vom 19. Dezember 2018 bis zum 12. Januar 2019 heißt es „Mamma Mia!“, wenn die Alte Oper Frankfurt das Musical um die größten Hits von ABBA zeigt.

„PEGASUS – Musik erleben!“ für Kinder und Jugendliche

Für kleinere Ohren hält die Alte Oper erneut ihr erfolgreiches Kinder- und Jugendprogramm „PEGASUS – Musik erleben!“ bereit, das sich an sämtliche Altersstufen, an Familien, Kindergartengruppen oder Schulklassen richtet. Wie in den Vorjahren wird das Programm separat veröffentlicht, der Kartenvorverkauf startet am 12. Juni 2018 für Familien, am 13. Juni 2018 für Kitas.

Highlights des Klassik-Programms der Alten Oper Frankfurt

Auch in der kommenden Spielzeit weist das Klassik-Programm der Alten Oper Frankfurt eine hohe Dichte an Konzerten mit weltbekannten Künstlern und Orchestern auf. Einige Highlights:

• Mahler Chamber Orchestra unter Gustavo Dudamel 13. + 14.09.2018 Fokus Gustavo Dudamel

• Frankfurter Opern- und Museumsorchester unter Lawrence Foster mit Tzimon Barto 16./17.09.2018 Veranstaltung der Frankfurter Museums-Gesellschaft e.V. im Rahmen des Musikfests „Atmosphères“

• „2001: A Space Odyssey“ mit dem hr-Sinfonieorchester unter Frank Strobel 22.09.2018 In Kooperation mit dem Deutschen Filminstitut und dem hr-Sinfonieorchester im Rahmen des Musikfests „Atmosphères“

• hr-Sinfonieorchester unter Christoph Eschenbach mit Marisol Montalvo 27./28.09.2018 Veranstaltung des hr-Sinfonieorchesters im Rahmen des Musikfests „Atmosphères“

• Bamberger Symphoniker unter Jakub Hrůša mit Frank Peter Zimmermann 30.09.2018 Musikfest „Atmosphères“

• Gewandhausorchester unter Andris Nelsons mit Kristīne Opolais 07.10.2018

• St. Petersburger Philharmoniker unter Yuri Temirkanov mit Yefim Bronfman 14.10.2018

• Orchestre des Champs-Élysées unter Philippe Herreweghe 24.10.2018

• Berliner Philharmoniker unter Gustavo Dudamel mit Tamara Mumford 05.11.2018 Fokus Gustavo Dudamel

• Budapest Festival Orchestra unter Iván Fischer mit Sir András Schiff 25.11.2018

• 1822-Neujahrskonzert mit der Jungen Deutschen Philharmonie unter Wilson NG 13.01.2019

• Wiener Philharmoniker unter Michael Tilson Thomas mit Igor Levit 19.01.2019

• Sächsische Staatskapelle Dresden unter Christian Thielemann mit Frank Peter Zimmermann
04.02.2019

• London Symphony Orchestra unter Sir Simon Rattle 22.02.2019
Fokus Sir Simon Rattle

• Philharmonia Orchestra unter Esa-Pekka Salonen 03.03.2019

• Münchner Philharmoiker unter Valery Gergiev mit Rudolf Buchbinder 27.03.2019

• Bachs Johannespassion als halbszenische Aufführung (Regie: Peter Sellars) mit Sir Simon Rattle, dem Choir and Orchestra of the Age of Enlightenment, Mark Padmore, Magdalena Kožená, Christian Gerhaher und anderen 09.04.2019 Fokus Sir Simon Rattle

• Anna Netrebko und Yusif Eyvazov 29.04.2019 Veranstaltung der DEAG Classics AG. Örtliche Durchführung: Handwerker Promotion GmbH in Kooperation mit der Alten Oper Frankfurt

• Mahler Chamber Orchestra mit Leif Ove Andsnes u.a. 11.+12.05.2019 Fokus Mozart 1785/86 • Fokus Leif Ove Andsnes

• Chamber Orchestra of Europe unter Sir Antonio Pappano mit Janine Jansen 02.06.2019

• Klavierabende mit Pierre-Laurent Aimard, Alexandre Tharaud, Leif Ove Andsnes, Mitsuko Uchida, Seong-Jin Cho und Javier Perianes.

Der Kartenvorverkauf für sämtliche hier genannten wie auch für alle weiteren in unserer Saisonbroschüre präsentierten Konzerte und Veranstaltungen der Alten Oper Frankfurt beginnt am 8. März 2018 (Tickethotline: 069 / 1340 400, www.alteoper.de).

Frankfurter Buchmesse und Oper Frankfurt kooperieren ab Spielzeit 2017/18

Alte Oper Frankfurt Foto: Diether v. Goddenthow
Alte Oper Frankfurt Foto: Diether v. Goddenthow

Die Frankfurter Buchmesse (11.-15. Oktober 2017) und die Oper Frankfurt haben zum Start der Spielzeit 2017/18 eine Kooperationsvereinbarung beschlossen. Ziel der strategischen Partnerschaft ist es, sowohl dem Opern- als auch dem Buchmessepublikum Kulturerlebnisse internationalen Zuschnitts aus der jeweils anderen „Sparte“ zu bieten.

„Kulturinteressierte Bürgerinnen und Bürger können sich für große Literatur ebenso begeistern wie für Opernaufführungen. Mit ihren opulenten Inszenierungen ist die Oper Frankfurt für Musikliebhaber in Deutschland und in der ganzen Welt ein Leuchtturm mit besonderer Strahlkraft. Wir freuen uns deshalb auf die Zusammenarbeit mit Bernd Loebe und seinem Team und hoffen, dass wir die Kulturinteressierten in Frankfurt und weltweit stärker vernetzen und ihnen gemeinsam neue kulturelle Highlights bieten können“, sagt Markus Gogolin, Leiter Strategisches Marketing DACH bei der Frankfurter Buchmesse.

logoPraktischer Hinweis: Für die Vorstellungen am 13., 15., 21. und 29. Oktober sowie am 4. November 2017 sind Tickets ausschließlich über die Vorverkaufskasse am Willy-Brandt-Platz mit Nachweis über den Besuch der Frankfurter Buchmesse erhältlich.

ALTE OPER FRANKFURT mit „Fremd bin ich“ in SAISON 2017/18 – International hochrangiges Veranstaltungsprogramm

Foto:  Diether v. Goddenthow  © atelier-goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Bei der heutigen Vorstellung des umfangreichen Eigen- und Kooperations-Programms der Alten Oper in Frankfurt unterstrich Oberbürgermeister Peter Feldmann, dass die Alte Oper nicht nur ein bauliches Wahrzeichen Frankfurts sei, sondern zugleich ein Kultur- und Kongresszentrum von internationalem Rang. „Herausragende Solisten, Ensembles und Orchester des aktuellen Musiklebens sind hier regelmäßig zu Gast und machen Frankfurt zu einem weltweit bedeutenden kulturellen Anziehungspunkt“, so der Oberbürgermeister wörtlich. Es seien die großen Namen, an denen man beim Blättern durch das frisch veröffentliche Programm der Spielzeit 2017/18 zunächst hängen bliebe, ergänzte Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig, aber nicht nur: „Dass aber die Alte Oper ihren festen Platz als einer der Leuchttürme im kulturellen Angebot Frankfurts behauptet, liegt aber mindestens in gleichem Maße an der intensiven künstlerisch programmatischen Arbeit des Hauses“, versicherte die Kulturdezernentin, und nannte als ein Beispiel unter vielen den Programmpunkt  das Musikfest „Winterreise“ der Spielzeit 2017 /18. Dieses diene nicht nur zur Reflexion musikalischer Inhalte, sondern zugleich als Forum der Auseinandersetzung mit relevanten gesellschaftlichen Fragen. „Ein Werk wie Schuberts ‚Winterreise‘ ist schließlich kein unantastbares Heiligtum, sondern ein eindringliches Exempel für eine essentielle Lebenserfahrung, die die Menschen heute eben betreffen kann wie im 19. Jahrhundert – das Gefühl der Fremde“, so Ina Hartwig.

Musikfest „Fremd bin ich …“Esa-Pekka Salonen dirigiert das Philharmonia Orchestra London mit Pekka Kuusisto 24.09.2017 © Minna Hatinen, Finnish National Opera and Ballet.
Musikfest „Fremd bin ich …“Esa-Pekka Salonen dirigiert das Philharmonia Orchestra London mit Pekka Kuusisto 24.09.2017 © Minna Hatinen, Finnish National Opera and Ballet.

Franz Schuberts „Winterreise“ ist ein Leitgedanke der Saison 2017/18.  Dabei sei es ein zentrales Anliegen des Musikfestes und des Klassik-Bereichs, ein wegweisendes Schlüsselwerk der Musikgeschichte bis in die Gegenwart nachklingen zu lassen, so Intendant Dr. Stephan Pauly. „Franz Schuberts ‚Winterreise‘, die diesmal im Mittelpunkt steht, ist ein Werk, das die Auseinandersetzung nicht allein aus musikgeschichtlichen Gründen lohnt: Die 24 Lieder des Zyklus erzählen eindringlich von Ausgrenzung und Außenseiterschaft, von Traum und Enttäuschung, von Flucht und Exil, vom Gefühl der Fremdheit – kurzum von Themen, die uns auch heute betreffen und beschäftigen.“, erläutert der Intendant die Intention der Auswahl für diesen Stoff.

Nicht „Winterreise“, sondern „Fremd bin ich …“ lautet deshalb der Titel des Musikfests, das über zwei Wochen hinweg jenem in der ersten Zeile der „Winterreise“ angesprochenen Grundgefühl nachgeht – in Konzert, Performance, Film und Gespräch.

Daniil Trifonov © Dario Acosta
Daniil Trifonov © Dario Acosta

Mit ihren Fokus-Festivals möchte die Alte Oper in der kommenden Spielzeit erneut besonderen Musikerpersönlichkeiten oder Themen Zeit und Raum geben. Diesmal stellt die Alte Oper drei Künstler vor, die an jeweils drei über die gesamte Saison verteilten Terminen Einblicke in ihre Arbeit geben: Daniil Trifonov (28.11.2017, 15.03.2018 und 03.06.2018), Teodor Currentzis (29.10.2017, 14.04.2018 und 15.05.2018) und Lang Lang (06.11.2017, 19. + 20.04.2018).

Das Fokus-Festival wird gegen Ende der Spielzeit 2017/18 gleichsam als Modellversuch gewagt. Ein gemeinsames Projekt der Alten Oper Frankfurt, des Ensemble Modern und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt, initiiert und gefördert durch die Deutsche Bank Stiftung. Starry Heavens_Pozzi_u._Zimmerman © M.Nadj-Torma
Das Fokus-Festival wird gegen Ende der Spielzeit 2017/18 gleichsam als Modellversuch gewagt. Ein gemeinsames Projekt der Alten Oper Frankfurt, des Ensemble Modern und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt, initiiert und gefördert durch die Deutsche Bank Stiftung. Starry Heavens_Pozzi_u._Zimmerman © M.Nadj-Torma

Ein weiteres Fokus-Festival wird sich mit neuen Zugängen zu zeitgenössischer Musik befassen, indem es Spiel und Musik zusammenbringt: „Playsonic Festival“ lautet der Titel dieses Projekts, das die Alte Oper gemeinsam mit dem Ensemble Modern und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt durchführt (25. – 27.05.2018).

Michael Wollny © Jörg Steinmetz
Michael Wollny © Jörg Steinmetz

Im Bereich Entertainment werden die in der vergangenen Spielzeit eingeführten beiden Reihen mit Weltmusik und Jazz fortgesetzt. Das bedeutet: In vier Konzerten unter dem Motto „Jazz im Mozart Saal“ stellen Musiker aktuelle Strömungen des Jazz vor und zeigen dabei nicht nur, aus welch vielfältigen Quellen sich der Jazz speisen kann, sondern auch, welche außergewöhnlichen Besetzungen derzeit die Jazzwelt bereichern.

Andere Lebenswelten über ihre Musik kennen und verstehen zu lernen – mit diesem Gedanken startete in der vergangenen Saison die neue Weltmusik-Reihe der Alten Oper.

MAGISCHE MELODIEN DES MAGHREBS Aziz Sahmaoui & University of Gnawa Freitag 16. Februar 2018 20:00, Mozart Saal  © Manuel Lagos
MAGISCHE MELODIEN DES MAGHREBS Aziz Sahmaoui & University of Gnawa Freitag 16. Februar 2018 20:00, Mozart Saal © Manuel Lagos

An die vier erfolgreichen Konzertprojekte knüpft die Alte Oper 2017/18 an und setzt die Hörreise der „Weltmusik im Mozart Saal“ fort. Im Zentrum: vier musikalische Begegnungen mit Meistermusikern aus uralten Kulturlandschaften, die heute zur muslimischen Welt gehören und deren Musik durch mystische Spiritualität geprägt ist. Die Gruppen sind derzeit vor allem im Gespräch, weil die Lebensbedingungen dort die Menschen in großer Zahl in die Flucht treiben.

Eine große Musicalproduktion gehört wieder zum  Weihnachts-Programm. Vom 19. Dezember 2017 bis zum 7. Januar 2018 zeigt die Alte Oper Frankfurt „Dirty Dancing“. ©  Jens-Hauer
Eine große Musicalproduktion gehört wieder zum Weihnachts-Programm. Vom 19. Dezember 2017 bis zum 7. Januar 2018 zeigt die Alte Oper Frankfurt „Dirty Dancing“. © Jens-Hauer

Fortgesetzt werden Klassiker des Entertainmentbereichs wie die stets hochkarätig besetzten JAZZnights, und auch eine große Musicalproduktion zur Weihnachtszeit gehört wieder zum Programm: Vom 19. Dezember 2017 bis zum 7. Januar 2018 zeigt die Alte Oper Frankfurt „Dirty Dancing“, das Musical nach dem Erfolgsfilm der 80er Jahre.

Fortgesetzt wird auch das erfolgreiche Kinder- und Jugendprogramm „PEGASUS – Musik erleben!“, mit dem die Alte Oper Kinder sämtlicher Altersklassen, sei es gemeinsam mit ihrer Familie oder mit ihrer Krippe, ihrem Kindergarten, ihrer Schule, ansprechen möchte.

Wie in den Vorjahren wird auch diesmal das Programm separat veröffentlicht. Am 12. Juni 2017 erscheint die Broschüre mit sämtlichen Angeboten, am 20. Juni (9.00 Uhr) beginnt der Vorverkauf für Familien, am 21. Juni der Vorverkauf für Kitas. Bei den Konzerten für Kinder bis sechs Jahre ist erneut mit starker Nachfrage zu rechnen.

Anne Sophie Mutter © Bastian Achard
Anne Sophie Mutter © Bastian Achard

Zurück aber noch einmal zur Klassik: Selbstverständlich hält auch die Spielzeit 2017/18 der Alten Oper Frankfurt wieder ein breit gefächertes „Who is Who“ der internationalen Musikwelt bereit.

Unter den vielen hochkarätig besetzten Konzerten der kommenden Spielzeit soll an dieser Stelle auf einige Highlights hinweisen werden:

• Staatskapelle Dresden unter Christian Thielemann mit Rudolf Buchbinder 04.09.2017

• Frankfurter Opern- und Museumsorchester unter Sebastian Weigle 24./25.09.2017 Veranstaltung der Frankfurter Museums-Gesellschaft e.V. im Rahmen des Musikfests „Fremd bin ich …“

• Philharmonia Orchestra London unter Esa-Pekka Salonen mit Pekka Kuusisto 24.09.2017 Musikfest „Fremd bin ich …“

• hr-Sinfonieorchester unter Christoph Eschenbach mit Bruno Philippe und William Hagen 29.09.2017
Veranstaltung des Hessischen Rundfunks in Kooperation mit dem Kronberg Academy Festival im Rahmen des Musikfests „Fremd bin ich …“

• Bamberger Symphoniker unter Jakub Hrůša mit Sol Gabetta 30.09.2017 Musikfest „Fremd bin ich …“

• Berliner Philharmoniker unter Sir Simon Rattle mit Lang Lang 06.11.2017 Fokus Lang Lang

• Mahler Chamber Orchestra unter und mit Yuja Wang 10.11.2017
Helaba CLASSICnights

• Koninklijk Concertgebouworkest unter Daniele Gatti mit Julia Kleiter und Tatjana Vassiljeva 11.11.2017

• City of Birmingham Symphony Orchestra unter Gražinytė-Tyla und Vilde Frang 26.11.2017

• Junge Deutsche Philharmonie unter Ingo Metzmacher mit Alexandre Tharaud und Xavier Larsson Paez / 1822-Neujahrskonzert 14.01.2018

• Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia unter Sir Antonio Pappano mit Anne-Sophie Mutter 26.01.2018

• Diana Damrau, Jonas Kaufmann und Helmut Deutsch 10.02.2018
Veranstaltung der Alten Oper Frankfurt in Kooperation mit der Pro Arte Frankfurter Konzertdirektion

• Orchester des Mariinsky-Theaters St. Petersburg unter Valery Gergiev 11.02.2018

• London Philharmonic Orchestra unter Vladimir Jurowski mit Daniil Trifonov 15.03.2018 Fokus Daniil Trifonov · Eine Veranstaltung der Pro Arte Frankfurter Konzertdirektion in Kooperation mit der Alten Oper Frankfurt

• Gustav Mahler Jugendorchester unter Vladimir Jurowski mit Pierre-Laurent Aimard und Tamara Stefanovich 10.04.2018

• Christian Gerhaher, Gerold Huber und Ulrich Tukur 13.04.2018

• Lang Lang 19.04.2018 Fokus Lang Lang · Eine Veranstaltung der Alten Oper Frankfurt in Kooperation mit der Pro Arte Frankfurter Konzertdirektion

• Wiener Philharmoniker unter Zubin Mehta 25.04.2018

• London Symphony Orchestra unter Sir Simon Rattle 28.04.2018

• BR-Symphonieorchester unter Mariss Jansons mit Frank Peter Zimmermann 01.05.2018

• Budapest Festival Orchestra unter Iván Fischer mit Christiane Karg und Elisabeth Kulman 22.05.2018

• Kremerata Baltica mit Gidon Kremer und Daniil Trifonov 03.06.2018 Fokus Daniil Trifonov

• Sechs Konzerte des Ensemble Modern z.T. Musikfest „Fremd bin ich …“, Fokus Playsonic Festival

• Klavierabende mit Piotr Anderszewski, Lucas Debargue, David Fray, Lang Lang, Sir András Schiff , Daniil Trifonov, Francesco Tristano und Mitsuko Uchida z.T. Musikfest „Fremd bin ich …“, Fokus Daniil Trifonov, Fokus Lang Lang

Der Kartenvorverkauf für sämtliche hier genannten wie auch für alle weiteren in der Saisonbroschüre präsentierten Konzerte und Veranstaltungen der Alten Oper Frankfurt beginnt am 24. März 2017 (Tickethotline: 069 / 1340-400, www.alteoper.de).

Alte Oper Frankfurt zieht positive Bilanz nach Konzertprojekt „One Day in Life“

One Day in Life - Konzert in der Küche im  Römer © AOF, Norbert Miguletz
One Day in Life – Konzert in der Küche im Römer © AOF, Norbert Miguletz

Eine ganze Stadt als musikalische Partitur: Unter dem Titel „One Day in Life“ hat die Alte Oper Frankfurt am Wochenende 21./22. Mai 2016 mit 75 Konzerten an 18 Orten Frankfurts innerhalb 24 Stunden das bislang größte Konzertprojekt in ihrer Geschichte realisiert und dabei eine enorme Resonanz des Publikums erfahren.

One Day in Life  Commerzbank-Arena © AOF, Wonge
One Day in Life Commerzbank-Arena © AOF, Wonge Bergmann

Für das Konzertprojekt, das der weltbekannte Architekt Daniel Libeskind für die Alte Oper konzipiert hat, wurden insgesamt 15.500 Tickets verkauft. Rund 200 Musiker wirkten mit, darunter das hr-Sinfonieorchester, die Gächinger Kantorei, der Pianist Pierre-Laurent Aimard und die Geigerin Carolin Widmann, die gemeinsam mit Daniel Libeskind am Sonntag, 22. Mai, um 18.00 Uhr das Konzertprojekt in der Commerzbank-Arena abschloss.

One Day in Life Konzert in einer fahrenden Straßenbahn © AOF, Achim Reissner
One Day in Life Konzert in einer fahrenden Straßenbahn © AOF, Achim Reissner

Bereits im Vorfeld hatten zahlreiche nationale wie auch internationale Medien das Projekt begleitet, und auch am Konzertwochenende selbst fand eine umfangreiche Berichterstattung durch Print-, Rundfunk- und Online-Medien statt. Dazu zählten auch Live-Übertragungen zweier Konzerte auf dem Online-Kanal des deutsch-französischen Kultursenders ARTE.

One Day in Life - Operationssaal © AOF, Tibor Pluto
One Day in Life – Operationssaal © AOF, Tibor Pluto

Einen symbolischen Tag im Leben mit Grunddimensionen menschlichen Daseins wie „Bewegung“, „Erinnerung“, „Arbeit“, „Natur“ musikalisch zu erfassen, das war das Anliegen des US-amerikanischen Architekten Daniel Libeskind, der mit „One Day in Life“ sein erstes Konzertprojekt realisierte. Diese grundlegenden menschlichen Dimensionen koppelte Libeskind mit unterschiedlichen Orten Frankfurts wie auch eigenen musikalischen Welten. Erfahrbar wurden auf diese Weise Werke von Beethoven- oder Schubert-Klaviersonaten über das Mozart-Requiem bis hin zu Musik unserer Tage, und dies an außergewöhnlichen Orten wie einem Operationssaal, einem Boxcamp, einer Großküche und einem Schwimmbad.

One Day in Life - Konzert in der Alten Oper Frankfurt © AOF, Tibor Pluto
One Day in Life – Konzert in der Alten Oper Frankfurt © AOF, Tibor Pluto

Alte-Oper-Intendant Dr. Stephan Pauly, dessen Einladung zur Entwicklung eines Konzerts an Daniel Libeskind am Anfang des Projekts stand, blickt zurück nicht nur auf ein Konzertwochenende voll an reichen Eindrücken, sondern auch auf eine intensive Vorbereitungsphase: „Es war ein Abenteuer, gemeinsam mit Daniel Libeskind dieses einmalige Projekt zu entwickeln, das alle Dimensionen sprengte. Ich bin glücklich, dass es uns gelungen ist, ein äußerst innovatives Konzertformat zu entwickeln und damit viele Menschen nicht nur an unbekannte Orte der Stadt, sondern auch an zeitgenössische und klassische Musik heranzuführen. Um ein derartiges Projekt zu stemmen, bedarf es freilich vieler Kräfte. Ich danke daher an dieser Stelle ganz herzlich allen, die in den vergangenen zwei Jahren ihr Herzblut und ihre Zeit in dieses Projekt investiert haben: Daniel Libeskind, dem Team der Alten Oper, den vielen Frankfurter Kooperationspartnern, ohne die „One Day in Life“ nicht realisierbar gewesen wäre, und den Sponsoren und Förderern, die mit uns an die Kraft einer visionären Idee geglaubt und uns unterstützt haben.“

Und auch für Daniel Libeskind bleibt am Ende eine außergewöhnliche Erfahrung: „Ich war überwältigt von der Offenheit und dem Interesse, mit dem das Projekt in Frankfurt aufgegriffen wurde. Und nun durften wir das Resultat unserer Arbeit erleben: Ganz Frankfurt war in Bewegung an diesem Wochenende. Wir konnten erfahren, wie Musik uns verbindet – mit dem Ort, an dem wir leben, der Stadt, der Welt – und den Menschen!“

Siehe auch: Feuerwehrtrainingscenter, Nationalbibliothek und Boxcamp

Musical Labyrinth
Installation Musical-Labyrinth, 289m² groß, begehbar, auf dem Opernplatz vor der Alten Oper Frankfurt © massow-picture
Installation Musical-Labyrinth, 289m² groß, begehbar, auf dem Opernplatz vor der Alten Oper Frankfurt © massow-picture

Noch bis zum 14. Juni erinnert eine 289 m² große Installation des Architekten, „Musical Labyrinth“, auf dem Frankfurter Opernplatz an das Konzertevent und macht als begehbares Kunstwerk die Grundidee des Projektes zugänglich.

Das Konzert mit Pierre-Laurent Aimard sowie das Abschlusskonzert mit Carolin Widmann wurden von ARTE Concert aufgezeichnet und live auf http://concert.arte.tv/de/onedayinlife-aimard-libeskind sowie http://concert.arte.tv/de/onedayinlife-widmann-libeskind übertragen. Beide Konzerte sind hier noch 90 Tage lang in der Mediathek verfügbar.

 

One Day in Life – Größtes Konzertspektakel der Geschichte der Alten Oper Frankfurt übertrifft jetzt schon alle Erwartungen

Der übersichtliche Folder informiert komprimiert über Orte, Programme und Termine aller 75 Konzert-Ereignisse bei "One Day in Life" Foto: © massow-picture
Der übersichtliche Folder informiert komprimiert über Orte, Programme und Termine aller 75 Konzert-Ereignisse bei „One Day in Life“ Foto: © massow-picture

One Day in Life – Das größte Projekt in der Geschichte der Alten Oper Frankfurt übertrifft schon vor Beginn alle Erwartungen – Die Aktion geht noch bis Sonntag 22. Mai 2016 um 16.00 Uhr!

Seit Samstag, 21. Mai 2016,  16 Uhr, läuft das 24-Stunden-Projekt „One Day in Life” von Daniel Libeskind und der Alten Oper in Frankfurt am Main. Es ist das größte Projekt, das die Alte Oper je gemacht hat. Bis Freitag waren bereits über 14 000 Tickets verkauft.

Dr. Stephan Pauly, Intendant und Geschäftsführer der Alten Oper © massow-picture
Dr. Stephan Pauly, Intendant und Geschäftsführer der Alten Oper © massow-picture

„Das hat all unsere Erwartungen übertroffen“ , so Dr. Stephan Pauly, Intendant und Geschäftsführer der Alten Oper. An dem Projekt seien über 200 Musiker beteiligt und „wir haben ein Riesen-Projektteam, das über 2 Jahre lang an diesem Projekt gearbeitet hat“, umreißt der Intendant die Eck-Dimensionen dieses „Experiments“, zu dessen Entwicklung er vor zwei Jahren den weltbekannten New Yorker Architekten Libeskind gewinnen konnte. Der Hintergrund von Paulys Idee war immer sein Wunsch oder die Hoffnung, „dass ein fremder Blick eines Nichtmusikers auf das, was wir machen, nämlich Menschen Musikerlebnisse zu ermöglichen, uns neue Entdeckungen beschert zu der  Frage: Wie kann man denn heute Konzerte veranstalten? Was können vitale und tolle Situationen sein, in denen Künstler und Publikum sich begegnen? Wie können wir ausbrechen aus dem manchmal doch sehr verkrusteten Betrieb der klassischen Musik und ebenso der zeitgenössischen Musik?“

Architekt Daniel Libeskind © massow-picture
Architekt Daniel Libeskind © massow-picture

Daniel Libeskind, der unter anderem in Berlin das Jüdische Museum entworfen und in seiner Heimatstadt New York den Masterplan für das wiedererichtete World Trade Center lieferte und zudem studierter Musiker ist, hatte  Stephan Pauly vor zwei Jahren sofort seine Mitarbeit zugesagt. Libeskind hatte völlig freie Hand; denn es war eine Einladung ohne Vorgaben, festgelegte Regeln, sondern eine, „die ganz offen war“, so Pauly. Libeskind sei  nicht schwergefallen, sich dieser Aufgabe zu stellen, denn für ihn „ist Musik die Grundlage von allem, sie kommt zuerst, auch vor der Architektur. Was die Architektur angeht, so verstehe ich sie als Fortsetzung der Welt der Musik.“ Musik ist für Libeskind „social art“, sie bringe Menschen zusammen, lasse sie genießen.

Libeskinds Ur-Idee lautete: 20 Konzerte in 24 Stunden an 80 Orten, über die ganze Stadt verteilt, anzubieten, um Menschen aufzufordern, aktiv zu werden und die Stadt, die Musik und das Leben für 24 Stunden, eben für einen Tag, neu zu entdecken. Nach zwei Jahren Vorbereitungs- und Realisierungszeit war das Wochenende „One Day in Life“ mit 75 Konzerten in 24 Stunden an 18 außerordentlichen Orten Frankfurts geboren: Diese spektakuläre Aktion ist aber nicht einfach „nur“ ein Event wie die „Lange Nacht der Musik“, sondern hat eine tiefere Dimension. Daniel Libeskind versucht quasi, eine Reise durch‘s eigene Leben zu beschreiben, indem er zu jedem dieser Orte „Dreiecke“ erfunden hat zwischen Musikwerk, dem Ort selber, dessen Geschichte, und einer Dimension des menschlichen Lebens wie: Arbeit, Wille, Geheimnis, Glaube, Simulation, Natur, Schwerkraft, Übersetzung usw. Zu den ungewöhnlichen Konzert-Orten gehören unter anderem ein Operationssaal, ein Wolkenkratzer, ein Schwimmbad, das Magazin der Deutschen Nationalbibliothek, das Senckenberg-Naturmuseum, ein Feuerwehr- und Trainings-Zentrum und viele weitere ungewöhnliche Räume mehr für Musikerlebnisse. Drei dieser Orte werden  stellvertretend kurz vorgestellt werden:

Musikerleben im Feuerwehr & Rettungs-Trainings-Center der Frankfurter Feuerwehr

Feuerwehr & RettungsTrainings Center © massow-picture
Feuerwehr & RettungsTrainings Center © massow-picture

Ein unglaublich beeindruckendes Erlebnis haben viele Besucher beispielsweise beim Betreten des hallenartigen Feuerwehr- und Rettungs-Trainings-Center in der Feuerwehrstrasse 1, wenn Stockhausens „Gesang der Jünglinge im Feuerofen“ für Tonband sie empfängt. Man braucht nicht zwingend den tieferen Sinn des zugrunde liegenden biblischen Textes von verbrennenden Seelen in der Feuersglut verstehen oder sich auf das Spiel mit der Metapher Feuer einzulassen. Es geht einfach um Stimmungen, um ein völlig anderes Erleben und Rezipieren von Musik aufgrund der nicht als ‚Konzertsaal‘ erkennbaren ungewöhnlichen Location:

Aglaya Gonzalez und Ota Kohei © massow-picture
Aglaya Gonzalez und Ota Kohei © massow-picture

Wenn Aglaya Gonzalez und Ota Kohei die „Rosenkranz-Sonaten“ für Violine und Basso continuo von Franz Biber anstimmen, dauert es eine Weile, die Musiker mit ihren Instrumenten inmitten eines Doppelfenster-Zargen in der Vierten Etage einer nackten Hochhaus-Übungswand auszumachen. Gewöhnlich proben hier oben Einsatzkräfte der Feuerwehr den Rettungs-Ernstfall.

Während man Franz Bibers Rosenkranzsonate von Aglaya Gonzalez und Ota Kohei lauscht, entdeckt man zwei Während man Franz Bibers Rosenkranzsonate, gespielt  von Aglaya Gonzalez und Ota Kohei, lauscht, entdeckt man zwei Fenster daneben die simulierte Katastrophe.© massow-picture
Während man Franz Bibers Rosenkranzsonate von Aglaya Gonzalez und Ota Kohei lauscht, entdeckt man zwei Während man Franz Bibers Rosenkranzsonate, gespielt von Aglaya Gonzalez und Ota Kohei, lauscht, entdeckt man zwei Fenster daneben die simulierte Katastrophe.© massow-picture

Zwei Fenster  seitlich davon künden  simulierte Brandspuren und ein zersplittertes Fenster von einem möglichen Wohnzimmer-Inferno.

Intendant Dr. Stephan Pauly und Architekt Daniel Libeskind folgen der Rosenkranzsonate. Foto: Diether v. Goddenthow © massow-picture
Intendant Dr. Stephan Pauly und Architekt Daniel Libeskind folgen der Rosenkranzsonate. Foto: Diether v. Goddenthow © massow-picture

Ein wenig erschrocken, huscht der  Blick weg, unvermeidlich auf weitere potemkinsche Brand-Übungsbauten, etwa auf das „Autohaus Schmid“, ein gelbes  Walmdach-Doppelhaus,  ein Wohn-Quartier mit „Gaststätte zum Anker“ im Erdgeschoss, einen  Drogerie-Markt und sogar auf ein nachempfundenes Lager mit „Logistik Rampe“.

Christian Fritz, Musikstudent und angehender Pianist spielt fünf Mal täglich Beethovens Sinfonie Nr. 5 C-Moll Op. 67, Foto: © massow-picture
Christian Fritz am Flügel Foto: © massow-picture

Die Pseudo-Bauten im hallenartigen Trainings-Center helfen beinahe jede Brand-Situation am Bau zu simulieren und Feuerwehreinsätze zu üben. Auf der nachgebauten Laderampe steht jetzt vorübergehend ein Konzert-Flügel. In dessen Tasten hämmert Christian Fritz, studentischer Pianist an der Hochschule für Musik Frankfurt, allem Widerhall zum Trotz äußerst gekonnt Beethovens „Fünfte C-Moll Op. 67“. Es ist der letzte dreier Musikbeiträge, die alle zwei Stunden an diesem Ort gespielt werden.  Ein Gäsehaut-Feeling jagt das andere. Bilder von Brandkatastrophen, Blaulicht und Sirenen  vermischen sich mit den äußerst prägnanten ersten fünf Takten der „Schicksalssinfonie“, welche von Niederlage und Triumph, vom ewigen menschlichen Schicksalskampf, von Leid und Erlösung erzählt. Kaum ein Ort wäre hierfür wohl prädestinierter als dieses „Katastrophen-Simulations-Center“ der Frankfurter Feuerwehr.

Musikstudent und Pianist Christian Fritz Foto: © massow-picture
Musikstudent und Pianist Christian Fritz Foto: © massow-picture

„Mit dem überbordenden Schall“, so Pianist Christian Fritz, müsse man beim Spielen „ähnlich verfahren, wie beim Konzertieren in einer Kirche“. Richtig: Der schlichte Ort hat etwas seltsam Sakrales!  Aber im Unterschied zu einem Gotteshaus probt man wohl im Feuerwehrtrainings-Center nicht die Seelen-Rettung, sondern die Rettung von Menschen aus Bränden für’s Diesseits.

Libeskind hat diesen Ort der simulierten Menschenrettung unter die menschliche Dimension „Simulation“ gestellt.

 

Musikerleben im Magazin der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt a. M.

Foto: © massow-picture
Foto: © massow-picture

Ein, unter der „menschlichen Dimension Übersetzung“ angebotenes Musikerlebnis erwartet Besucher auf der 11. Treppenhausebene des Magazins der Deutschen Nationalbibliothek. Die gesamte Magazinfläche beträgt 30 000 m² und reicht für 18 Millionen Bücher. Rollregal an Rollregal, müssen hier täglich durchschnittlich 1500 bis 2000 Neuerscheinungen eingelagert werden. Ohne Führung verliefe man sich im unendlichen Labyrinth der Gänge. Auf einem Hauptgang, links und rechts nur die unzähligen Rücken der Rollregale, können alle zwei Stunden bis maximal 100 Personen über 50 Meter zu zwei Musikereignissen wandeln.

Daniel Lorenzo (Klavier) und Jan Baumgart (Klangregie), hinten. Foto: © massow-picture
Daniel Lorenzo (Klavier) und Jan Baumgart (Klangregie), hinten. Foto: © massow-picture

Empfangen werden sie von Daniel Lorenzo (Klavier) und Jan Baumgart (Klangregie) mit einem, für ungeübte Ohren zeitgenössischer Musik gewöhnungsbedürftigen Stück von Peter Ablinger: „Voices and Piano“. Man kann dort in einer Art Mini-Foyer, wo ansonsten Bücher-Transportkarren stehen, kurz oder länger verweilen, bis man sich auf den Marsch durch den langen Gang einlässt, und  rechts und links Blicke in unendliche „Bücherwände“ werfen kann.

Vocal Connection mit Dorotea Pavone (Sopran), Susanne Rohn (Mezzosopran), Rolf Ehlers (Tenor), Peter Bachon (Bass). © massow-picture
Vocal Connection mit Dorotea Pavone (Sopran), Susanne Rohn (Mezzosopran), Rolf Ehlers (Tenor), Peter Bachon (Bass). © massow-picture

Schreiten Besucher  weiter in den Gang hinein zum anderen Ende, tönt ihnen ab Mitte allmählich, immer deutlicher hörbar, Claudio Monteverdis „Il Quinto Libro de Madrigali a Cinque Voci“ (Fünftes Madrigalbuch für fünf Stimmen) entgegen.  Irgendwann unterwegs mischen sich zeitgenössische und „klassische“ Musik, bis nur noch die wunderbaren Stimmen der Gruppe Vocal Connection zu hören sind. Die Musiker singen hier in etwa einem Meter Abstand gegen  Bücher-Rücken, unter anderem eine 2013er Monographie über Karl May. Wer leicht klaustrophobisch veranlagt ist und lieber die unterirdischen Gänge meidet, kann sich auch im Lesesaal Schuberts Klaviersonate Nr. 18 G-Dur D 894 hingeben. Ob Magazin oder Lesesaal – Auf den ersten Blick mutet eine solche Bibliothek wie die Deutsche Nationalbibliothek  für Musikaufführungen  seltsam an: Denn während Musik-Töne eher zu verschwinden drohen, wächst  täglich das in Buchstaben übersetzte und in Büchern und Digital-Publikationen verfrachtete und hier endgelagerte Wissen an.

Musikerleben im Boxcamp Gallus

boxcampgallusSelten  hat man Gelegenheit, Ludwig van Beethovens Klaviersonate Nr. 31 AS-Dur Op. 110 in einem Boxcamp, wie an diesem Wochenende im Boxcamp Gallus, zu erleben. Das Ereignis steht hier unter der zunächst etwas missverständlich klingenden menschlichen Dimension „Glaube“. Aber dieser „Glaube“ hat weder etwas mit Religion noch mit Imagination oder Illusionskunst zu tun. Der gewählte Begriff meint den  „Glauben an sich selbst“ und will zu mehr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten auffordern. Denn das Boxcamp bietet seit 2010 vielen Kindern und Jugendlichen des Brennpunktviertels, unabhängig von Geschlecht, Religion, Kultur und Nationalität, kostenlos pädagogische Betreuung und Hausaufgabenhilfe bis hin zum professionellen Boxtraining an. Es geht im Besonderen darum, die jungen Leute zum Durchhalten in den verschiedenen Situationen ihres Lebens zu motivieren und sich und die eigenen Ziel nicht allzu schnell aufzugeben. Die Jugendlichen sollen neue Perspektiven für Schule, Ausbildung und einen Arbeitsplatz erhalten, indem sie sich hier in die Gemeinschaft einbringen und unter fachlich kompetenter Anleitung lernen, sich im wahrsten Wortsinne „durchzuschlagen“, allerdings fair und nach Regeln.
Für Daniel Libeskind ist der Boxring kein Widerspruch zur feinsinnigen Musik, denn Musik hat für ihn auch eine starke physische Dimension. Dieser Ort konfrontiert Betrachter einmal mehr mit den Grundängsten menschlicher Existenz, musikalisch unterfüttert mit Beethovens Klaviersonate Nr. 31 Opus 110.

Pianist Pierre Laurent Aimard, © massow-picture
Pianist Pierre Laurent Aimard, © massow-picture

Pianist Pierre-Laurent Amard, ist nicht das erste Mal in einen Ring gestiegen, in dem der Konzertflügel gehievt wurde, Beethovens Werk entstand 1821, als der Komponist bereits taub war und eigentlich nicht mehr als Musiker arbeiten konnte. Die Klaviersonate Nr. 31 Opus 110 steht daher hier insbesondere als Symbol fürs „Immer-wieder-neu-anfangen“, ähnlich  wie Beethoven seinerzeit seinem Schicksal von Herzrhythmusstörungen und Gehörlosigkeit immer wieder kompositorisch von Neuem die Stirn bot und niemals den Glauben an sich selbst verlor. So könnte Beethoven durchaus auch Pate für ein Motto im Boxcamp Gallus stehen, wenn es dort an einer Wand heißt: „Schmerzen sind vergänglich. Aufgeben für immer!“ Vielleicht ist dies auch eine kleine Motivation für manchen Besucher über den „One Day in Life“ hinaus!?

Weitere Infos über alle Orte „One Day in Life“

Diether v. Goddenthow

Libeskind-Installation „MUSICAL LABYRINTH“ auf Frankfurter Opernplatz anlässlich des Konzertprojektes „One Day in Life“

Einweihung des begehbaren 17 x 17 m großen Musikal-Labyrinth auf dem Opernplatz vor der Alten Oper. Vl. Dr. Stephan Pauly, Intendant und Geschäftsführer der Alten Oper Frankfurt, Daniel Libeskind, Architekt und Initiator des Großprojketes, Pierre Heck, Geschäftsführer von Gosentino Deutschland, Hersteller und Sponsor der 289m² großen Labyrinth-Installation. Diether v. Goddenthow  © massow-picture
Einweihung des begehbaren 17 x 17 m großen Musikal-Labyrinth auf dem Opernplatz vor der Alten Oper. Vl. Dr. Stephan Pauly, Intendant und Geschäftsführer der Alten Oper Frankfurt, Daniel Libeskind, Architekt und Initiator des Großprojketes, Pierre Heck, Geschäftsführer von Gosentino Deutschland, Hersteller und Sponsor der 289m² großen Labyrinth-Installation. Diether v. Goddenthow © massow-picture

Es ist eines der komplexesten Konzertprojekte in der Geschichte der Alten Oper Frankfurt: „One Day in Life“ lautet der Titel des großangelegten Konzertereignisses, das der weltbekannte Architekt Daniel Libeskind auf Einladung des Konzerthauses entwickelt hat und das die Stadt Frankfurt am 21. und 22. Mai 2016 an insgesamt 18 Spielstätten in mehr als 75 Konzerten zur Begegnungsstätte mit Musik wie auch mit Grunddimensionen menschlichen Daseins werden lässt. Bereits vom 9. Mai 2016 an verweist eine Installation Libeskinds auf dem Frankfurter Opernplatz auf die Konzeption des außergewöhnlichen Konzertevents.  Weitere Infos zur Installation finden Sie im Flyer: 4_Flyer_Musical_Labyrinth_DE_EN

Die Installation „Musical Labyrinth“

Installation Musical-Labyrinth, 289m² groß, begehbar, auf dem Opernplatz vor der Alten Oper Frankfurt © massow-picture
Installation Musical-Labyrinth, 289m² groß, begehbar, auf dem Opernplatz vor der Alten Oper Frankfurt © massow-picture

Sein Konzertprojekt „One Day in Life“ versteht Daniel Libeskind als ein „Musical Labyrinth“ – als Aufforderung, auf ungewohnten Pfaden Orte der Stadt, musikalische Welten und zugleich auch Grunddimensionen des menschlichen Daseins zu erkunden. „Musical Labyrinth“ nennt Daniel Libeskind auch seine Installation auf dem Frankfurter Opernplatz, die die Grundidee des Projekts zugänglich im wahrsten Sinne des Wortes macht: Auf eine erhöhte, begehbare Fläche von 17 mal 17 Metern wurde seine Original-Skizze, die im Zuge der Konzeption von „One Day in Life“ entstanden ist, eingraviert. Diese Skizze versteht sich nicht als konkreter Streckenplan, sondern als Sinnbild der Bewegung durch den Stadtraum, als Visualisierung einer unkonventionellen musikalischen Reise. Passanten sind eingeladen, die tiefschwarze Fläche, bestehend aus 80 zwei Zentimeter dicken Platten des ultrakompakten Oberflächenmaterials Dekton®, zu betreten und mit der Installation zu interagieren. Dekton® ist ein Material des spanischen Herstellers Cosentino, der als einer der Hauptsponsoren das Projekt „One Day in Life“ unterstützt (www.dekton.com).

Dr. Stephan Pauly, Intendant und Geschäftsführer der Alten Oper Frankfurt, freut sich, nicht nur den Besuchern der Konzerte, sondern auch allen Passanten Gelegenheit zur Auseinandersetzung mit den Denkwelten des US-amerikanischen Architekten zu geben: „Die Installation trägt unser Konzertprojekt, komprimiert auf 289 m², in den öffentlichen Raum und lädt ein, sich mit der Topographie der Stadt, so wie sie sich für Daniel Libeskind darstellt, auseinanderzusetzen. Ich bin glücklich, dass Daniel Libeskind unser großes Projekt ‚One Day in Life‘ um diese eigenständige künstlerische Arbeit erweitern konnte.“

Die Installation wurde am 9. Mai auf dem Frankfurter Opernplatz von Daniel Libeskind selbst eingeweiht und ist bis zum 14. Juni 2016 rund um die Uhr kostenfrei zugänglich.

„Musical Labyrinth“ wird präsentiert von Dekton® by COSENTINO

Das Konzertprojekt „One Day in Life“

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24 Stunden – 18 Orte Frankfurts – 18 Dimensionen des Lebens – mehr als 75 Konzertereignisse:

Derart raum- und zeitgreifend ist das Konzertprojekt, das Daniel Libeskind auf die Einladung der Alten Oper Frankfurt hin entwickelt hat. Die Grundidee des US-amerikanischen Architekten: Verschiedene Stationen der Stadt werden jeweils gemeinsam mit Musik und mit einem übergeordneten Thema menschlichen Daseins erfahren und addieren sich dabei zu einem symbolischen Tag. Jedes Programm wird am jeweiligen Ort im Abstand von je zwei Stunden mehrfach wiederholt. So lässt sich von Station zu Station ein ganzer Tag musikalisch durchwandern. Das Publikum stellt sich dabei seinen eigenen persönlichen Parcours zusammen.

Unter den von Daniel Libeskind gewählten Schauplätzen befinden sich groß dimensionierte

Spielstätten wie die Commerzbank-Arena oder die Alte Oper Frankfurt, unkonventionelle Konzertorte wie das Boxcamp Gallus oder das Rebstockbad, aber auch Örtlichkeiten, die der Öffentlichkeit im Normalfall nicht zugänglich sind, wie der VGF Betriebshof, ein Operationssaal im Hospital zum Heiligen Geist oder der 38. Stock des OpernTurms. Die Interpreten sind namhafte Künstler und Ensembles wie der Pianist Pierre-Laurent Aimard, die Geigerin Carolin Widmann und das hr-Sinfonieorchester, aber auch Stipendiaten der Internationalen Ensemble Modern Akademie 2016/17 und Studierende der Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst. Ebenfalls von Daniel Libeskind ausgewählt wurde die Musik – Werke von Claudio Monteverdi über Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Schubert bis hin zu Komponisten unserer Zeit. Zu den Dimensionen menschlichen Daseins, die Daniel Libeskind mal konkreter, mal abstrakter mit den Orten und der Musik in Verbindung bringt, zählen zentrale Parameter des Lebens wie „Stillstand“, „Glaube“, „Schwerkraft“ oder „Erinnerung“.

„Jede Stadt erschafft ihre eigenen Strukturen durch Träume. Die Straßen, auf denen wir gehen, und die Topografien, die wir erleben, sind gleichzeitig sowohl real als auch von uns erträumt.“ (Daniel Libeskind)

Karten und weitere Informationen unter www.alteoper.de/onedayinlife

Alte Oper Frankfurt ONE DAY IN LIFE – Über 75 Konzert-Ereignisse an ungewöhnlichen Orten am 21. und 22. Mai 2016 in Frankfurt

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Ein Konzertprojekt von Daniel Libeskind: 24 Stunden – 18 Orte Frankfurts – 18 Dimensionen des Lebens – mehr als 75 Konzertereignisse

FRANKFURT 21 UND 22 MAI 2016

Das Konzertprojekt, das der US-amerikanische Architekt Daniel Libeskind im Auftrag und auf Initiative der Alten Oper Frankfurt entworfen hat, dehnt sich weit über den üblichen Rahmen des Konzertsaals aus und lässt alle klassischen Konzert-Rituale hinter sich. „One Day in Life“ nennt der Denker der Architekturszene seinen musikalischen Tag, mit dem er das Publikum auffordert, aktiv zu werden und die Stadt, die Musik und das eigene Leben neu zu entdecken. An 18 Stationen der Stadt spannt Daniel Libeskind jeweils ein Dreieck auf aus Ort, Musik und einem Grundthema des menschlichen Daseins. Das Publikum durchquert Raum, Zeit, Klang, einen Tag und das ganze Leben. Das Konzertprojekt „One Day in Life“ gliedert sich in einzelne Konzertereignisse an verschiedenen Orten in Frankfurt. Jedes Programm wird am jeweiligen Ort im Abstand von je zwei Stunden mehrfach wiederholt. So lässt sich von Station zu Station der musikalische Tag durchwandern. Wie viele Orte und Konzerte man besucht, entscheidet jeder selbst. Eine gut einstündige Pause gibt genug Zeit, vom einen zum nächsten Ort zu gelangen. Wer mag, lässt während nächtlicher (Musik-)Aktionen sogar die Nacht zum Tag werden.

The concert project initiated and commissioned by the Alte Oper Frankfurt, and designed by US architect Daniel Libeskind, reaches far beyond the conventional framework of the concert hall. “One Day in Life” is made up of individual concert events at various locations in Frankfurt. Each programme will be performed several times at each location in two-hour intervals. This allows the audience to make their way through the musical day, going from station to station. It is up to each individual how many locations and concerts they visit. And anyone who wishes to can even turn night into day with night-time (musical) events.

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Die Alte Oper

 

Alte Oper Frankfurt startet Kartenverkauf der Saison 2016/17 – Internationales Programm

Foto © massow-picture
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Musikfest 2016, Fokus-Festivals, facettenreiche Abonnements, eine neue Jazz- und eine neue Weltmusikreihe sowie viele weitere spannende Konzertprojekte in den Bereichen Klassik, Jazz und Entertainment – das Programm der Spielzeit 2016/17 liegt vor!

Große Orchester, hochkarätige Dirigenten und Solisten von Weltrang: Die Alte Oper Frankfurt hält in der Saison 2016/17 einmal mehr ein „Who is Who“ der internationalen Musikwelt bereit. Geprägt wird die kommende Spielzeit aber vor allem auch durch ein Musikfest, das einen Meilenstein der Musikgeschichte erlebbar macht, durch intensive Begegnungen mit Künstlern, eine Lange Nacht mit Konzerten zur freien Auswahl, Konzerte mit außereuropäischer Musik, Musiker im Gespräch, Film, Literatur, Performance und vieles mehr.

Eines der großen Kapitel der Spielzeit ist und bleibt das Musikfest zu Beginn der Saison, das sich an einem Schlüsselwerk der Musikgeschichte entzündet, um von dort aus Querverbindungen zu anderen Künsten und zu Musik unserer Zeit zu ziehen. Claude Debussys „Prélude à l’après-midi d’un faune“ bildet diesmal den Kern. Über zwei Wochen hinweg wird in zahlreichen Konzerten und Veranstaltungen erlebbar, warum der „Nachmittag eines Fauns“ als einer der wichtigen Türöffner zur musikalischen Moderne gilt.

Erneut richtet die Alte Oper Frankfurt den „Fokus“ auf besondere Künstlerpersönlichkeiten und Themen: An drei über die Spielzeit verteilten Terminen stellt die Sopranistin Anna Prohaska ihre künstlerische Arbeit vor und im Januar erkundet der katalanische Musiker und MusikwissenschaftlerJordi Savall Klangwelten verschiedenster Provenienz und lässt sie in einen lebhaften Dialog treten. Vom 15. bis 19. März 2017 wirft die Alte Oper Schlaglichter auf die Metropolen Berlin, Paris und New York und deren bewegtes Musikleben der 20er Jahre.

Zwei neue Konzertreihen ergänzen den Entertainmentbereich: Unter dem Motto „Jazz im Mozart Saal“ stellen sich Musiker vor, die den Jazz unserer Tage mit neuen Spielarten bereichern – der Schwerpunkt liegt dabei auf Skandinavien und seiner lebhaften Jazz-Szene. In der Reihe „Weltmusik im Mozart Saal“ richtet die Alte Oper Frankfurt das Augenmerk auf Musik, die von fernen Welten erzählt.

Der Kartenvorverkauf für sämtliche hier genannten wie auch für alle weiteren in der Saisonbroschüre präsentierten Konzerte und Veranstaltungen der Alten Oper Frankfurt beginnt am 11. März 2016 (Tickethotline 069/1340400, www.alteoper.de)