Kategorie-Archiv: Gutenberg-Gesellschaft Mainz

„Ohne Zweifel Gutenberg?“ – Die Erfindung des Buchdrucks in Europa und Asien – Ab 21.09.2018 im Gutenberg-Museum Mainz

Buchdruckwerkstatt, 1646 Abraham von Werdt, Gutenbergmuseum GS 2017 © Gutenberg-Museum
Buchdruckwerkstatt, 1646 Abraham von Werdt, Gutenbergmuseum GS 2017 © Gutenberg-Museum

Als glanzvollen Höhepunkt im Gutenbergjahr 2018 anlässlich des 550. Todestages des Mainzer Erfinders, eröffnet das Gutenberg-Museum in Anwesenheit hochkarätiger Ehrengäste aus Korea, Frankreich und Deutschland heute Abend die Sonderausstellung „Ohne Zweifel Gutenberg? Die Erfindung des Buchdrucks in Europa und Asien“. Ausstellungsdauer: 21.September 2018 bis 28.April 2019.

Die Skulptur Johannes Gutenbergs wurde vom Sockel im Gang des "Römischen Kaisers" ins Foyer des Schellbaus umgezogen, von wo aus der Erfinder des Buchdrucks die Besucher begrüßt.© Foto: Diether v. Goddenthow
Die Skulptur Johannes Gutenbergs wurde vom Sockel im Gang des „Römischen Kaisers“ ins Foyer des Schellbaus umgezogen, von wo aus der Erfinder des Buchdrucks die Besucher begrüßt.© Foto: Diether v. Goddenthow

Gleich im Foyer des Schellbaus, von wo aus sich die Ausstellung nach links zur europäischen und nach rechts zur asiatischen Drucktechnik zweiteilt, begrüßen Johannes Gutenberg und Bi Sheng, der dienstbare Geist des Chinesischen Kaisers in der Tracht des 11. Jahrhunderts, die Besucher.

Dr Claus Maywald, Experte für fernöstliche Drucktechnik bei Gutenberg, demonstriert den historischen Metall-Lettern-Guss  Ostasiens. Zuvor wurden auf Holz geschriebene Lettern ausgesägt, die in Formsand gedrückt wurden. Zirka 1085 Grad heißes geschmolzenes Metall wurde in die Öffnung der zweiteiligen Gussform gegossen. Nach erkalten wurden die noch an den Gusskanälen hängenden Lettern herausgenommen (siehe in der Hand v. Dr. Maywald). © Foto: Diether v. Goddenthow
Dr Claus Maywald, Experte für fernöstliche Drucktechnik bei Gutenberg, demonstriert vor einem Schmelzofen  den historischen Metall-Lettern-Guss Ostasiens. Zuvor wurden auf Holz geschriebene Lettern ausgesägt, die in Formsand gedrückt wurden. Zirka 1085 Grad heißes geschmolzenes Metall wurde in die Öffnung der zweiteiligen Gussform gegossen. Nach Erkalten wurden die noch an den Gusskanälen hängenden Lettern herausgenommen (siehe in der Hand v. Dr. Maywald). © Foto: Diether v. Goddenthow

Eine zentrale technik-historische Frage der Ausstellung lautet: Wann genau und vom wem wurde der Buchdruck erfunden? Besucher werden feststellen, dass diese Frage gar nicht so einfach und eindeutig beantwortet werden kann. Denn, obgleich Gutenberg 1450 den Buchdruck erfand und entscheidend die Innovation neuer, dickerer Papiere (für den Zweiseitendruck) und geeigneterer Druckfarben sowie neuer Druckerpressen voranbrachte und die Medienmöglichkeiten der alten europäischen Welt revolutionierte, hatte man in Japan, China und Korea schon seit dem 6. Jahrhundert Texte im Druck vervielfältigt. Seit dem 11. Jahrhundert gelang es in Asien schon mit beweglichen Lettern, was eigentlich Gutenberg zugeschrieben wird. Aber, um es vorwegzunehmen: Es gibt technisch derart gravierende Unterschiede, dass die technischen Verfahren von Gutenberg nicht einfach eins zu eins mit den fernöstlichen einander verglichen werden können.

Ostasiatischer Holzlettern-Setzkasten. Im Unterschied zu den rund 130 bzw. 300 unterschiedlichen Zeichen Gutenbergs besteht allein der chinesische Grundwortschatz aus 6000 Lettern, was ein rationelles rasches Drucken unmöglich machte.  © Foto: Diether v. Goddenthow
Ostasiatischer Holzlettern-Setzkasten. Im Unterschied zu den rund 130 bzw. 300 unterschiedlichen Zeichen Gutenbergs besteht allein der chinesische Grundwortschatz aus 6000 Lettern, was ein rationelles rasches Drucken unmöglich machte. © Foto: Diether v. Goddenthow

Aber eben das macht die Ausstellung so spannend, nämlich die dialektische Zuspitzung durch Gegenüberstellung europäischer und asiatischer Drucktechniken. In beiden Abteilungen werden die entsprechenden Material- und Verfahrenstechniken detailliert vergleichbar gemacht. Schaubilder und Filmsequenzen machen anschaulich, wo deren Übereinstimmungen, vor allem aber auch Unterschiede liegen. Außerdem wird in rekonstruierten Werkstätten vorgeführt, wie die asiatische und europäische Methoden in der Praxis funktionieren. Durch dieses didaktische Medium aus dem Bereich der experimentellen Archäologie können die Besucher Jahrhunderte alte Erfindungen nachvollziehen. So wird ein direkter und detaillierter Vergleich zwischen Gutenbergs Erfindung und den material- und verfahrenstechnischen Vorgehensweisen in Asien veranschaulicht und für die Besucher erlebbar. Diese praxisnahe experimentell archäologische Gegenüberstellung europäischer und fernöstlicher früher Drucktechniken ist bisher weltweit einmalig.

Neben diesen technischen Aspekten werden die Sekundäreffekte des Druckers in den beiden Kontinenten verglichen. Anhand ausgewählter Objekte wird gezeigt, welche Auswirkungen diese technischen Neuerungen in Europa und Asien auf ihr kulturelles, mediales und gesellschaftliches Umfeld hatten, ob sie historische Bedeutung erlangten oder ohne nachhaltige Folgen blieben.

Belebte Seele aus: Gregor Reisch Margarita Philosophica (Allgemeine Enzyklopädie) Straßburg: Johannes (Reinhard) Grüninger, 1508, Gutenberg-Museum, Ink. 1589.© Foto: Diether v. Goddenthow
Belebte Seele aus: Gregor Reisch Margarita Philosophica (Allgemeine Enzyklopädie) Straßburg: Johannes (Reinhard) Grüninger, 1508, Gutenberg-Museum, Ink. 1589.© Foto: Diether v. Goddenthow

Nicht nur Technikfans, auch Ästheten und Buchliebhaber finden wahre Juwelen der Druckkunst; Grafiken von Albrecht Dürer (der übrigens hauptsächlich vom Drucken lebte), Hans Schäufelein oder Abraham von Werdt bebildern den historischen und geistesgeschichtlichen Hintergrund, vor dem sicher der europäische Buchdruck zu einer medialen Revolution entwickelte. Beeindruckende Raritäten aus Ostasien dokumentieren die ambitionierte Entwicklung der Druckkunst in Korea, China und Japan. Im Zusammenspiel von praktischer Anwendung, detaillierten technischen Erkenntnissen und faszinierenden Objekten bereitet die Ausstellung ein weit gefächertes Panorama zwischen Ost und West aus, in dem sich Übereinstimmungen, aber auch Widersprüche und Gegensätze äußern.

Bi Sheng, der dienstbare Geist des Kaisers von China in der Tracht des 11. Jahrhunderts, heißt ebenso auf der rechten Seite des Foyers die Besucher willkommen. © Foto: Diether v. Goddenthow
Bi Sheng, der dienstbare Geist des Kaisers von China in der Tracht des 11. Jahrhunderts, heißt ebenso auf der rechten Seite des Foyers die Besucher willkommen. © Foto: Diether v. Goddenthow

Gutenberg-Museum
Liebfrauenplatz 5, 55116 Mainz
www.gutenberg-museum.de
Öffnungszeiten:
Di-Sa 9 – 17 Uhr
So 11- 17 Uhr
Mo und an gesetzlichen Feiertagen geschlossen.

Live-Vorführungen
der rekonstruierten Druckwerkstätten
Di-Sa 12,14,15,16 Uhr
So zusätlich 13 Uhr
16 Uhr: Führung im Rahmen der Kinderführung.
Weitere Info: www.gutenberg-museum.de

Veranstaltungen im Gutenberg-Museum vom 13.08. bis 19.08.2018 

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Veranstaltungen, die vom 13.08. bis 19.08.2018 im Gutenberg-Museum stattfinden.

Montag, 13.08.2018, 9.00-17.00 Uhr 

Drucken und Setzen im Druckladen des Gutenberg-Museums für Kleingruppen. Setzen mit Holzlettern, Drucken der Motive im Hochdruck, Anwenden des Frottageverfahrens. Weitere Projekte nach Absprache. Kosten: Werkstattbeitrag (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Dienstag, 14.08.2018, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr

Druckvorführung an der Gutenberg-Presse

Mittwoch, 15.08.2018, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse

Mittwoch, 15.08.2018, nachmittags
Papierschöpfen. Das Papierschöpfen findet bei schönem Wetter vor dem Druckladen auf Anfrage statt. Informationen erhalten Sie im Druckladen, Tel. 06131-122686.

Donnerstag, 16.08.2018, 9.00-17.00 Uhr 
Drucken und Setzen im Druckladen des Gutenberg-Museums 
für Kleingruppen. Setzen mit Holzlettern, Drucken der Motive im Hochdruck, Anwenden des Frottageverfahrens. Weitere Projekte nach Absprache. Kosten: Werkstattbeitrag (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Donnerstag, 16.08.2018, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse

Donnerstag, 16.08.2018, nachmittags
Papierschöpfen. Das Papierschöpfen findet bei schönem Wetter vor dem Druckladen auf Anfrage statt. Informationen erhalten Sie im Druckladen, Tel. 06131-122686.

Freitag, 17.08.2018, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr 
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse

Freitag, 17.08.2018, 13.30-17.00 Uhr 

Drucken und Setzen im Druckladen des Gutenberg-Museums für Kleingruppen
Setzen mit Holzlettern, Drucken der Motive im Hochdruck, Anwenden des Frottageverfahrens. Weitere Projekte nach Absprache. Kosten: Werkstattbeitrag (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Freitag,  17.08.2018, 11.00 Uhr
Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung mit den Gästeführern der Stadt Mainz. Führung 5 Euro/erm. 4 Euro/Kinder 2,50 Euro (zzgl. Eintritt)

Freitag,  17.08.2018, nachmittags
Papierschöpfen. Das Papierschöpfen findet bei schönem Wetter vor dem Druckladen auf Anfrage statt. Informationen erhalten Sie im Druckladen, Tel. 06131-122686.

Samstag, 18.08.2018, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse 

Samstag, 18.08.2018, 10.00-15.00 Uhr   
Offene Werkstatt im Druckladen des Gutenberg-Museums
für Einzelpersonen und Kleingruppen mit max. 5 Teilnehmern. Drucken von eigenen oder vorhandenen Motiven, Setzen mit Holzlettern. Sondermaterialien auf Anfrage. Kosten: Werkstattbeitrag

Samstag, 18.08.2018 und Sonntag, 19.08.2018, 10.00-16.00 Uhr 
Workshop „Zeichnung, Monotypie und Linoldruck“
Mit Elli Weishaupt  im Druckladen des Gutenberg-Museums. Teilnahmebeitrag 100/80  Euro pro Person (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131/122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)
Samstag, 18.08.2018, 11.00 Uhr   
Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung mit den Gästeführern der Stadt Mainz. Führung 5 Euro/erm. 4 Euro/Kinder 2,50 Euro (zzgl. Eintritt)

Samstag, 18.08.2018, 13.30-16.30 Uhr
Nachlass von großen und kleinen Sünden
Druckvorführung von Ablassbriefen im 1. Stock des Gutenberg-Museums
Sonntag, 19.08.2018, 12.00, 13.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse (15 Uhr im Rahmen der Kinderführung)

Sonntag, 19.08.2018, 13.00 Uhr   

Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung mit  den Gästeführern der Stadt Mainz. Führung 5 Euro/erm. 4 Euro/Kinder 2,50 Euro (zzgl. Eintritt) 

Sonntag, 19.08.2018, 15.00-17.00 Uhr
Familiennachmittag

Von tanzenden Buchstaben und bunten Blättern – Spannende Kinderführung von A bis Z mit Druckerschwärze und zauberhaften Büchern im Reich der schwarzen Kunst.  Für Kinder ab 4 Jahre und ihre Eltern. Treffpunkt 15 Uhr an der Museumskasse | Mobile Druckwerkstatt: Drucken im Foyer des Gutenberg-Museums. Teilnahmebeitrag 4 Euro pro Kind (Führung und Drucken), erm. Eintritt 3,50 Euro für Eltern und begleitende Angehörige

Von Montag bis Freitag zwischen 9.00-17.00 Uhr
Einzelbetreuung und Druckaufträge im Druckladen des Gutenberg-Museums
Erstellen privater Drucksachen unter fachkundiger Hilfe. Entgegennahme von Aufträgen nach persönlicher Absprache (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Veranstaltungen im Gutenberg-Museum vom 30.07. bis 05.08.2018

 © Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Montag, 30.07.2018, 9.00-17.00 Uhr 
Ferienprogramm: Drucken und Setzen im Druckladen des Gutenberg-Museum. Drucken mit Holzlettern und Bildmotiven für Kinder ab 6 Jahre in Kleingruppen (bis 5 Teilnehmer). Kosten: Werkstattbeitrag 3 Euro (erm. 2 Euro) pro Kind. Anm. erforderl. (außer Samstag), Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de; Terminvergabe frühestens 14 Tage im Voraus.

Montag, 30.07.2018, 9.00-17.00 Uhr 

Drucken und Setzen im Druckladen des Gutenberg-Museums für Kleingruppen. Setzen mit Holzlettern, Drucken der Motive im Hochdruck, Anwenden des Frottageverfahrens. Weitere Projekte nach Absprache. Kosten: Werkstattbeitrag (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Dienstag, 31.07.2018, 9.00-17.00 Uhr 
Ferienprogramm: Drucken und Setzen im Druckladen des Gutenberg-Museum. Drucken mit Holzlettern und Bildmotiven für Kinder ab 6 Jahre in Kleingruppen (bis 5 Teilnehmer). Kosten: Werkstattbeitrag 3 Euro (erm. 2 Euro) pro Kind. Anm. erforderl. (außer Samstag), Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de; Terminvergabe frühestens 14 Tage im Voraus.

Dienstag, 31.07.2018, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr

Druckvorführung an der Gutenberg-Presse

Dienstag,  31.07.2018, 11.00 Uhr 
Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung mit den Gästeführern der Stadt Mainz. Führung 5 Euro/erm. 4 Euro/Kinder 2,50 Euro (zzgl. Eintritt)

Mittwoch, 01.08.2018, 09.00- 17.00 Uhr
Ferienprogramm: Drucken und Setzen im Druckladen des Gutenberg-Museum. Drucken mit Holzlettern und Bildmotiven für Kinder ab 6 Jahre in Kleingruppen (bis 5 Teilnehmer). Kosten: Werkstattbeitrag 3 Euro (erm. 2 Euro) pro Kind. Anm. erforderl. (außer Samstag), Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de; Terminvergabe frühestens 14 Tage im Voraus.

Mittwoch, 01.08.2018, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse

Mittwoch, 01.08.2018, 11.00 Uhr 
Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung mit den Gästeführern der Stadt Mainz. Führung 5 Euro/erm. 4 Euro/Kinder 2,50 Euro (zzgl. Eintritt)

Mittwoch, 01.08.2018, nachmittags
Papierschöpfen. Das Papierschöpfen findet bei schönem Wetter vor dem Druckladen auf Anfrage statt. Informationen erhalten Sie im Druckladen, Tel. 06131-122686.

Donnerstag, 02.08.2018, 9.00-17.00 Uhr 
Ferienprogramm: Drucken und Setzen im Druckladen des Gutenberg-Museum. Drucken mit Holzlettern und Bildmotiven für Kinder ab 6 Jahre in Kleingruppen (bis 5 Teilnehmer). Kosten: Werkstattbeitrag 3 Euro (erm. 2 Euro) pro Kind. Anm. erforderl. (außer Samstag), Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de; Terminvergabe frühestens 14 Tage im Voraus.

Donnerstag, 02.08.2018, 9.00-17.00 Uhr 
Drucken und Setzen im Druckladen des Gutenberg-Museums 
für Kleingruppen. Setzen mit Holzlettern, Drucken der Motive im Hochdruck, Anwenden des Frottageverfahrens. Weitere Projekte nach Absprache. Kosten: Werkstattbeitrag (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Donnerstag, 02.08.2018, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse

Donnerstag, 02.08.2018, 11.00 Uhr 
Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung mit den Gästeführern der Stadt Mainz. Führung 5 Euro/erm. 4 Euro/Kinder 2,50 Euro (zzgl. Eintritt)

Donnerstag, 02.08.2018, nachmittags
Papierschöpfen. Das Papierschöpfen findet bei schönem Wetter vor dem Druckladen auf Anfrage statt. Informationen erhalten Sie im Druckladen, Tel. 06131-122686.

Freitag, 03.08.2018, 9.00-17.00 Uhr 
Ferienprogramm: Drucken und Setzen im Druckladen des Gutenberg-Museum. Drucken mit Holzlettern und Bildmotiven für Kinder ab 6 Jahre in Kleingruppen (bis 5 Teilnehmer). Kosten: Werkstattbeitrag 3 Euro (erm. 2 Euro) pro Kind. Anm. erforderl. (außer Samstag), Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de; Terminvergabe frühestens 14 Tage im Voraus.

Freitag, 03.08.2018, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr 
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse

Freitag, 03.08.2018, 13.30-17.00 Uhr 

Drucken und Setzen im Druckladen des Gutenberg-Museums für Kleingruppen
Setzen mit Holzlettern, Drucken der Motive im Hochdruck, Anwenden des Frottageverfahrens. Weitere Projekte nach Absprache. Kosten: Werkstattbeitrag (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Freitag,  03.08.2018, 11.00 Uhr
Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung mit den Gästeführern der Stadt Mainz. Führung 5 Euro/erm. 4 Euro/Kinder 2,50 Euro (zzgl. Eintritt)

Freitag,  03.08.2018, nachmittags
Papierschöpfen. Das Papierschöpfen findet bei schönem Wetter vor dem Druckladen auf Anfrage statt. Informationen erhalten Sie im Druckladen, Tel. 06131-122686.

Samstag, 04.08.2018, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse 

Samstag, 04.08.2018, 10.00-15.00 Uhr   
Offene Werkstatt im Druckladen des Gutenberg-Museums
für Einzelpersonen und Kleingruppen mit max. 5 Teilnehmern. Drucken von eigenen oder vorhandenen Motiven, Setzen mit Holzlettern. Sondermaterialien auf Anfrage. Kosten: Werkstattbeitrag

Samstag, 04.08.2018, 11.00 Uhr   
Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung mit den Gästeführern der Stadt Mainz. Führung 5 Euro/erm. 4 Euro/Kinder 2,50 Euro (zzgl. Eintritt)

Samstag, 04.08.2018, 13.30-16.30 Uhr
Nachlass von großen und kleinen Sünden
Druckvorführung von Ablassbriefen im 1. Stock des Gutenberg-Museums
Sonntag, 04.08.2018, 12.00, 13.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse (15 Uhr im Rahmen der Kinderführung)

Sonntag, 04.08.2018, 13.00 Uhr   

Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung mit  den Gästeführern der Stadt Mainz. Führung 5 Euro/erm. 4 Euro/Kinder 2,50 Euro (zzgl. Eintritt) 

Sonntag, 05.08.2018, 15.00-17.00 Uhr
Familiennachmittag

Von tanzenden Buchstaben und bunten Blättern – Spannende Kinderführung von A bis Z mit Druckerschwärze und zauberhaften Büchern im Reich der schwarzen Kunst.  Für Kinder ab 4 Jahre und ihre Eltern. Beginn 15 Uhr (bei Bedarf auch 16 Uhr) an der Museumskasse | Mobile Druckwerkstatt: Drucken im Foyer des Gutenberg-Museums. Teilnahmebeitrag 4 Euro pro Kind (Führung und Drucken), erm. Eintritt 3,50 Euro für Eltern und begleitende Angehörige

Von Montag bis Freitag zwischen 9.00-17.00 Uhr
Einzelbetreuung und Druckaufträge im Druckladen des Gutenberg-Museums
Erstellen privater Drucksachen unter fachkundiger Hilfe. Entgegennahme von Aufträgen nach persönlicher Absprache (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Vergabe des Gutenberg-Preises 2018 an den Schutzpatron des gedruckten Buches Alberto Manguel

Vergabe des Gutenberg-Preises 2018 an Alberto Manguel durch Oberbürgermeister Michael Ebling am 23.Juni 2018 im Ratssaal des Mainzer Rathauses. © Foto: Diether v. Goddenthow
Vergabe des Gutenberg-Preises 2018 an Alberto Manguel durch Oberbürgermeister Michael Ebling am 23.Juni 2018 im Ratssaal des Mainzer Rathauses. © Foto: Diether v. Goddenthow

Manguel habe wie kein Zweiter die Beziehung von gedrucktem Buch, der Leserschaft und dem Lesen zum zentralen Punkt seines Wirkens gemacht, heißt es in der Jury-Begründung, den Schriftsteller Alberto Manguel mit dem Gutenberg-Preis 2018 auszuzeichnen. Gestern, am 23. Juni 2018, überreichten Oberbürgermeister Ebling und Kulturdezernentin Marianne Grosse Manguel während einer Feierstunde im Mainzer Rathaus die Urkunde des mit 10 000 Euro dotierten Gutenberg-Preises. Dieser Preis sei für ihn die allergrößte Ehrung, ein Nobelpreis unter den Nobelpreisen, so der weltberühmte Bestsellerautor von 50 Romanen und Direktor der argentinischen Nationalbibliothek in Buenos Aires.

Kulturdezernentin Marianne Grosse. © Foto: Diether v. Goddenthow
Kulturdezernentin Marianne Grosse. © Foto: Diether v. Goddenthow

Bei ihrer Begrüßung skizzierte Kulturdezernentin Marianne Grosse zu Beginn des Festaktes, dass Ende der 1990er Jahre, nach dem historischen Fall der Mauer, kulturelle, wirtschaftliche und technologische Entwicklungen ihren Lauf genommen hätten, die kurz zuvor kaum denkbar gewesen seien: Das Internet habe Einzug gehalten in Privathaushalten, Mobilfunk wurde massentauglich, Laptops und E-Books revolutionierten den Alltag. Kultur und Wirtschaft florierten, Begrifflichkeiten wie Dot.com-Unternehmen, Euro-Einführung oder „Shareholder-Value“ versprachen höheren Wohlstand – und der Bau der Raumstation ISS habe den Weltraum „gefühlt“ einen Schritt näher gebracht. Grosse: „Die Welt war wieder ein Stück kleiner geworden, die Möglichkeiten schienen unbegrenzt.“

In dieser von kühnen Träumen geprägten Zeit erschien 1996 zuerst in englischer, 1998 dann in deutscher Sprache ein Buch mit dem Titel „Eine Geschichte des Lesens“. Ein Buch mithin, das so völlig im Gegensatz zum herrschenden Zeitgeist gestanden habe. Grosse: „Aber beim internationalen Publikum traf das Buch offensichtlich einen ganz besonderen Nerv, denn es wurde in Millionenhöhe aufgelegt und in alle Weltsprachen übersetzt. Das Echo auf die Publikation war enorm und dieser Weltbestseller sollte nur ein Teil eines beeindruckenden Oeuvres sein, dessen Autor wir heute hier begrüßen dürfen – den Gutenberg-Preisträger des Jahres 2018: Alberto Manguel.“

Oberbürgermeister Michael Ebling zeigte sich als Präsident der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft in Mainz e.V hocherfreut, einen solch namhaften Autoren als diesjährigen Preisträger begrüßen zu dürfen, um ihm als Vorsitzender des Kuratoriums zur Vergabe des Gutenberg-Preises die Auszeichnung persönlich zu überreichen.

Die Auszeichnung für Alberto Manguel gehe an einen renommierten Literaten, der sein ganzes Leben dem Buch und seiner Wirkung gewidmet habe. Als regelrechter „Weltbürger“ wirke er unter anderem in Buenos Aires, Paris, Mailand, London und Toronto, wo er als Lektor, Dozent und Übersetzer tätig gewesen sei. Aktuell fungiere er als Direktor der argentinischen Nationalbibliothek.
Ebling: „Alberto Manguel befasste sich nicht nur mit der Geschichte des Lesens und der Leser, sondern vermittelte auch seine ganz persönlichen Erfahrungen an Millionen von Lesern. Manguel schaffe es zum Beispiel, uns den Sinn von Buch zu beschreiben, nicht nur vom literarischen Wert her natürlich, sondern auch von seinen Eigenschaften. Das Buch, wie es Manguel beschreibe, sei mit unserer Kulturgeschichte so eng verflochten, dass es uns praktisch in in die DNA übergegangen sei. Und wer Manguels Leidenschaft für das Thema Buch spüre, „dann bin ich sicher, dann werden Menschen auch nie diese Leidenschaft verlieren.“, so der Oberbürgermeister.
„Bücher können Sinn stiften. Diese Botschaft vermittelt uns der Leser Alberto Manguel. Nun erhält er für sein umfangreiches Engagement für die Buchkultur mit dem Gutenberg-Preis den ,Nobelpreis der Nobelpreise‘, wie er ihn selbst kürzlich in einem Interview betitelte. Dazu gratulieren wir alle von Herzen.“, bekräftige Ebling

Der Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Rainer Moritz , und heutige Leiter des Hamburger Literaturhauses. © Foto: Diether v. Goddenthow
Der Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Rainer Moritz , und heutige Leiter des Hamburger Literaturhauses. © Foto: Diether v. Goddenthow

In seiner furiosen Laudatio skizzierte Professor Dr. Rainzer Moritz, früherer Programm-Chef bei Reclam Leipzig und Ex-Programm-Geschäftsführer bei Hoffman und Campe, und langjähriger Leiter des Hamburger Literaturhauses den Lesefreund Alberto Manguel als eine Art Schutzpatron der Bibliotheken und Bücher, der die „ Geschichte des Lesens“ gern selbst geschrieben hätte. Und hätte er es getan, wäre es eine Methode aus vielen Abschweifungen geworden, die sich hätte von Details leiten lassen, eine Anekdote auf die andere reihend.
„Die Methode der Abschweifungen bildet gleichsam die Basis dessen, was Manguel schreibend so tut: Er lässt sich verführen von Büchern, von seinen Büchern. Er evoziert zurückliegende Leseänderungen und verknüpft all diese Fäden zu einem neuen Muster. ‚Die lebenslange Praxis wahlloser Lektüre‘, heißt es in seiner ‚Stadt aus Worten‘ (Fischer-Verlag, Frankfurt 2011), habe in ihm eine Art persönliches Universallexikon entstehen lassen, auf dessen Seiten ich jeden meiner Gedanken in den Worten anderer ausgedrückt finde. Alles Geschriebene hängt mit allem Vorgeschriebenem zusammen, so wie die Literatur selbst ein work in progress ist, so ist das Nachdenken über sie nie abgeschlossen.“, zitiert Moritz als Vorgedanken zu Manguels Bücher-Sammelleidenschaft.

Wer über Manguel spräche, müsse über seine Bibliothek sprechen, so der Laudator. Manuel habe über die ganz unterschiedlich verlaufene Geschichte seiner mittlerweile rund 40 000 Bände umfassenden Bibliothek geschrieben, für die er nach einer zur Tugend erhobenen Umzugs-Odyssee im Zweijahrestakt von Barcelona, Paris und London über Mailand, Tahiti und Toronto , endlich im südwestfranzösischen Örtchen Mondion eine dauerhafte Heimat gefunden zu haben glaubte. „Die Hoffnung auf dauerhafte Heimat währte nicht. Und in seinen, in diesem Jahr herausgekommenen Buch ‚Die verborgene Bibliothek‘ beschreibt er, so Moritz, diesen Verlust: ‚Meine letzte Bibliothek befand sich in Frankreich, in einem alten steinernen Pfarrhaus im Süden des Loire-Tals, in einem kleinen Dörfchen mit weniger als zehn Häusern. Mein Partner und ich wählten diesen Ort, weil direkt neben dem Haus eine uralte, teilweise abgetragene Scheune stand, groß genug, um meine Bibliothek zu beherbergen, welche zu dieser Zeit auf etwa 35 000 Bücher angewachsen war. Ich dachte, sobald die Bücher ihren Platz gefunden hätten, würde ich auch den meinen finden. Doch es sollte anders kommen!‘“

verborgene BibliothekDieses jüngste Buch sei, so Moritz, wie der der Untertitel besage, „eine Elegie, ein Abgesang auf die Vorstellung, irgendwo für immer ankommen zu können. So schmerzhaft dieser Verlust wohl war, so sehr scheint er zudem zu passen, was Manguel über seine Lektüren oder über das Schreiben sagt: Denn wie das Gelesene wieder und wieder dazu nötigt, neue Querverbindungen herzustellen, abzuschweifen zu anderen Lesestoffen sowie permanent unendliche Assoziationen hervorbringt, so gibt es für den Menschen offenbar keinen Ort der Ruhe. Auch nicht in Modion südlich der Loire. Bleiben wäre Stillstand, die Bibliothek nicht mehr zu erweitern, auch!“, so der Laudator.

Alberto Manguel sei ein Sammler, ein Enthusiast, der Bücher erstehe, auch weil ihn der Titel oder Einband anspräche, weil dieses oder jenes Werk eine ganz vorzügliche Ergänzung des Bestandes darstelle. Wie Manguel aufzeige, gäbe es bibliophile Sammler, die sich für die Inhalte ihrer Sammlung nicht sonderlich interessierten und für die das damit eine Art Selbstzweck darstelle. Und dann gebe es ‚diejenigen, die sammeln, anhäufen, um sich universelles Wissen anzueignen, und dabei nicht begreifen‘, wie Manguel in „Bibliothek bei Nacht“ schreibt, ‚dass die Anhäufung von Wissen, nämlich nichts mit Wissen zu tun hat.‘“

Alberto Manguel sei ein Sammler, der seinen Objekten nahe sein wolle, so Moritz weiter. „Wenn er beschreibt, wie er sie zu ordnen versucht, wie er diese Ordnungen immer wieder umstößt, wie unterschiedlich er seine Bibliothek in Tages- und Nachtstunden wahrnimmt, oder wie er sein Bett mit Büchern umgibt, dann ist schnell klar, dass es sich hier um eine komplexe Liebesbeziehung handelt. Bücher geben den Räumen, in denen sie sich befinden, nicht nur eine eigene Identität. Nein sie werden zu vertrauten Weggefährten. Sie verschmelzen letztlich mit ihrem Leser, werden für Manguel zu ‚Fortsetzungen meines Körpers‘“, analysiert der Laudator Manguels beinahe  erotische Beziehung zu Büchern, die immer auch etwas Haptisches hätten und bereits ihr Aussehen für Leser die Deutung ihres Inhalts beeinflussen könnten. Denn es sei „ein elementarer Unterschied, ob wir uns über eine Erstausgabe von sagen wir Alfred Döblin beugen, einen Nachdruck als Taschenbuch in Händen halten oder wenn wir den „Alexanderplatz“ als E-Book lesen. Diese Art physische Inhalation des Textes bleibt, wie es in der ‚Verborgenen Bibliothek‘ heißt, unverzichtbar.“, so Moritz, der wunderbar auf viele weitere zentrale Aspekte des großen Autors einging, dessen Bücher wie „Bibliothek bei Nacht“  und  insbesondere auch sein neuestes „Die verborgene Bibliothek“ wirklich wärmstens zu empfehlen sind.

Alberto Manguel. © Foto: Diether v. Goddenthow
Alberto Manguel. © Foto: Diether v. Goddenthow

In seinen Dankesworten unterstrich Alberto Manguel, dass das Buch des Menschen einzige Erfindung sei, die seinen Intellekt erweitere. Es helfe unserer Vorstellungskraft, unserem Gedächtnis, unserer Kommunikation und es helfe die Welt zu verstehen. „Bücher machen uns weniger unglücklich, und lassen uns nicht verdummen.“

Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Sängerin Julianna Townsend, begleitet am Flügel von Luis Borig mit „Don’t know why“ Nora Jones, „Right to be wrong“ Joss Stone und weiteren Titeln.

(Diether v. Goddenthow/ Rhein-Main.Eurokunst)

Gutenberg-Stipendien 2018 im Gutenberg Museum Mainz verliehen

Gutenberg-Stipendium 2018 wurde am 22.06.2018 verliehen von Kulturdezernentin Marianne Grosse (r.) an Jana Gregorczyk,Katharina Kasinger,Melissa Isabella Koch und Marius Müller. © Foto: Diether v. Goddenthow
Gutenberg-Stipendium 2018 wurde am 22.06.2018 verliehen von Kulturdezernentin Marianne Grosse (r.) an Jana Gregorczyk,Katharina Kasinger,Melissa Isabella Koch und Marius Müller. © Foto: Diether v. Goddenthow

Gestern Abend hat die Landeshauptstadt Mainz während einer kleinen Feierstunde im Vortragssaal des Gutenberg-Museums die Gutenberg-Stipendien 2018 verliehen. Kulturdezernentin Marianne Grosse hielt das Grußwort und überreichte die Stipendienurkunden.

Die Gutenberg-Stipendien werden als Beitrag zur Förderung der wissenschaftlichen Ausbildung an den Mainzer Hochschulen gewährt. Damit soll die Verbundenheit der Stadt mit den Mainzer Hochschulen zum Ausdruck kommen. Durch die Gutenberg-Stipendien sollen abgeschlossene Arbeiten gewürdigt werden, die eine besondere wissenschaftliche, künstlerische oder fachliche Leistung darstellen und deren Thematik in einem Zusammenhang mit der Stadt Mainz steht.

In diesem Jahr vergab die Landeshauptstadt Mainz insgesamt vier Gutenberg-Stipendien, jeweils für zwei Abschlussarbeiten der Hochschule Mainz und für zwei der Johannes Gutenberg-Universität. Ausgezeichnet wurden für die Hochschule Mainz: Jana Gregorczyk mit ihrer Arbeit „Der Münsterplatz in Mainz. Entstehung, Entwicklung, Perspektiven.“ und Katharina Kasinger für ihr Konzept „Merkurist.analog“

Für die Johannes Gutenberg-Universität erhielten die Stipendien Melissa Isabella Koch: „Jetzt ist glaub ich so ein Szeneding draus geworden.“ Die neue Mainzer Neustadt.“ und Marius Müller: „Die Mainzer Korporationen. Entstehung und Etablierung 1947 – 1955.“

Die ausgezeichneten Arbeiten wurden von den Stipendiatinnen und Stipendiaten in Kurzvorträgen dem Publikum vorgestellt.

Veranstaltungen im Gutenberg-Museum vom 04.06. bis 10.06.2018 

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Veranstaltungen, die vom 04.06 bis 10.06.2018 im Gutenberg-Museum stattfinden. 

Montag, 04.06.2018, 9.00-17.00 Uhr 

Drucken und Setzen im Druckladen des Gutenberg-Museums für Kleingruppen. Setzen mit Holzlettern, Drucken der Motive im Hochdruck, Anwenden des Frottageverfahrens. Weitere Projekte nach Absprache. Kosten: Werkstattbeitrag (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Dienstag, 05.06.2018, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr

Druckvorführung an der Gutenberg-Presse 

Mittwoch, 06.06.2018, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse 

Donnerstag, 07.06.2018, 9.00-17.00 Uhr 
Drucken und Setzen im Druckladen des Gutenberg-Museums 
für Kleingruppen. Setzen mit Holzlettern, Drucken der Motive im Hochdruck, Anwenden des Frottageverfahrens. Weitere Projekte nach Absprache. Kosten: Werkstattbeitrag (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Donnerstag, 07.06.2018, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse 

Freitag, 08.06.2018, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr 
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse 


Freitag, 08.06.2018, 13.30-17.00 Uhr 

Drucken und Setzen im Druckladen des Gutenberg-Museums für Kleingruppen
Setzen mit Holzlettern, Drucken der Motive im Hochdruck, Anwenden des Frottageverfahrens. Weitere Projekte nach Absprache. Kosten: Werkstattbeitrag (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Freitag,  08.06.2018, 11.00 Uhr 
Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung mit den Gästeführern der Stadt Mainz. Führung 5 Euro/erm. 4 Euro/Kinder 2,50 Euro (zzgl. Eintritt)

Samstag, 09.06.2018, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse 

Samstag, 09.06.2018, 10.00-15.00 Uhr   
Offene Werkstatt im Druckladen des Gutenberg-Museums
für Einzelpersonen und Kleingruppen mit max. 5 Teilnehmern. Drucken von eigenen oder vorhandenen Motiven, Setzen mit Holzlettern. Sondermaterialien auf Anfrage. Kosten: Werkstattbeitrag

Samstag, 09.06.2018, 11.00 Uhr   
Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung mit den Gästeführern der Stadt Mainz. Führung 5 Euro/erm. 4 Euro/Kinder 2,50 Euro (zzgl. Eintritt)

Samstag, 09.06.2018, 13.30-16.30 Uhr
Nachlass von großen und kleinen Sünden
Druckvorführung von Ablassbriefen im 1. Stock des Gutenberg-Museums

Samstag, 09.06.2018, 14.00 Uhr
Kinderführung (ab 6 Jahre) 
Treffpunkt 14 Uhr im Foyer. Druckvorführung, Gießen von Bleilettern, Rundgang durch das Museum. Führung 2 Euro (zzgl. Eintritt)

Sonntag, 10.06.2018, 12.00, 13.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse (15 Uhr im Rahmen der Kinderführung)

Sonntag, 10.06.2018, 13.00 Uhr   
Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung mit  den Gästeführern der Stadt Mainz. Führung 5 Euro/erm. 4 Euro/Kinder 2,50 Euro (zzgl. Eintritt) 

Sonntag, 10.06.2018, 15.00-17.00 Uhr
Familiennachmittag

Von tanzenden Buchstaben und bunten Blättern – Spannende Kinderführung von A bis Z mit Druckerschwärze und zauberhaften Büchern im Reich der schwarzen Kunst.  Für Kinder ab 4 Jahre und ihre Eltern. Treffpunkt 15 Uhr an der Museumskasse | Mobile Druckwerkstatt: Drucken im Foyer des Gutenberg-Museums. Teilnahmebeitrag 4 Euro pro Kind (Führung und Drucken), erm. Eintritt 3,50 Euro für Eltern und begleitende Angehörige

Von Montag bis Freitag zwischen 9.00-17.00 Uhr
Einzelbetreuung und Druckaufträge im Druckladen des Gutenberg-Museums
Erstellen privater Drucksachen unter fachkundiger Hilfe. Entgegennahme von Aufträgen nach persönlicher Absprache (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Veranstaltungen im Gutenberg-Museum vom 07.05. bis 13.05.2018

 © Foto: atelier-Goddenthow
© Foto: atelier-Goddenthow

Veranstaltungen, die vom 07.05. bis 13.05.2018 im Gutenberg-Museum stattfinden. 

Montag, 07.05.2018, 9.00-17.00 Uhr 

Drucken und Setzen im Druckladen des Gutenberg-Museums für Kleingruppen. Setzen mit Holzlettern, Drucken der Motive im Hochdruck, Anwenden des Frottageverfahrens. Weitere Projekte nach Absprache. Kosten: Werkstattbeitrag (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Dienstag, 08.05.2018, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr

Druckvorführung an der Gutenberg-Presse 

Dienstag, 08.05.2018, 12.30-13.00 Uhr 
Perspektivwechsel – Lunchtimegespräch im Gutenberg-Museum
Die Kuratorin und Gutenberg-Spezialistin Dr. Cornelia Schneider gibt unter dem Titel
„Was ich schon immer über die Gutenberg-Bibel wissen wollte“ einen ganz persönlichen
Einblick in den größten Schatz des Gutenberg-Museums – die Gutenberg-Bibel3 Euro inkl. Führung 

Mittwoch, 09.05.2018, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse 

Donnerstag, 10.05.2018
Museum und Druckladen geschlossen (Maifeiertag)

Freitag, 11.05.2018, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr 
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse 


Freitag, 11.05.2018, 11.00 Uhr 
Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung mit den Gästeführern der Stadt Mainz. Führung 5 Euro/erm. 4 Euro/Kinder 2,50 Euro (zzgl. Eintritt)

Samstag, 12.05.2018, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse 

Samstag, 12.05.2018, 11.00 Uhr   
Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung mit den Gästeführern der Stadt Mainz. Führung 5 Euro/erm. 4 Euro/Kinder 2,50 Euro (zzgl. Eintritt)

Samstag, 12.05.2018, 13.30-16.30 Uhr
Nachlass von großen und kleinen Sünden
Druckvorführung von Ablassbriefen im 1. Stock des Gutenberg-Museums

Samstag, 12.05.2018, 14 Uhr
Kinderführung
 (ab 6 Jahre): Treffpunkt im Foyer. Druckvorführung, Gießen von Bleilettern, Rundgang durch das Museum; Führung 2 Euro (zzgl. Eintritt).

Sonntag, 13.05.2018, 12.00, 13.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse (15 Uhr im Rahmen der Kinderführung)

Sonntag, 13.05.2018, 13.00 Uhr   

Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung mit  den Gästeführern der Stadt Mainz. Führung 5 Euro/erm. 4 Euro/Kinder 2,50 Euro (zzgl. Eintritt) 

Sonntag, 13.05.2018, 15.00-17.00 Uhr
Familiennachmittag

Von tanzenden Buchstaben und bunten Blättern – Spannende Kinderführung von A bis Z mit Druckerschwärze und zauberhaften Büchern im Reich der schwarzen Kunst.  Für Kinder ab 4 Jahre und ihre Eltern. Treffpunkt 15 Uhr an der Museumskasse | Mobile Druckwerkstatt: Drucken im Foyer des Gutenberg-Museums. Teilnahmebeitrag 4 Euro pro Kind (Führung und Drucken), freier Eintritt

Von Montag bis Freitag zwischen 9.00-17.00 Uhr
Einzelbetreuung und Druckaufträge im Druckladen des Gutenberg-Museums
Erstellen privater Drucksachen unter fachkundiger Hilfe. Entgegennahme von Aufträgen nach persönlicher Absprache (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Gutenberg-Museum
Liebfrauenplatz 5
55116 Mainz
Tel.: 06131-122640

Mainzer Bürger entscheiden sich gegen die Architektur des Bibelturms

1siegerDer sogenannte Mainzer Bibelturm als erster Bauabschnitt des Neu- und Umbaus des Gutenberg-Museums wird nicht gebaut.

Mit rund 77,3 Prozent haben sich die Mainzer gegen die Architektur, nicht jedoch gegen die Erneuerung des Gutenberg-Museums gestellt.

Wie die Pressestelle der Stadt Mainz mitteilt, haben laut vorläufigem amtlichen Endergebnis des ersten Mainzer Bürgerentscheids „Bibelturm des Gutenberg-Museums“ von 161.213 abstimmungsberechtigten Bürgerinnen und Bürger 64.467 ihr Votum abgegeben, was einer Abstimmungsbeteiligung von 40,0 Prozent entspricht.

Für „Ja“ stimmten 14555 Bürgerinnen und Bürger (22,7%). Für „Nein“ stimmten 49.663 Bürgerinnen und Bürger (77,3%) – das notwendige Quorum (24.182 Stimmen) wurde mithin deutlich erreicht. Damit hat die Mehrheit entschieden, dass das Gutenberg-Museum nicht durch den Bau des „Bibelturms“ am Liebfrauenplatz erweitert werden soll.

Das vollständige, vorläufige amtliche Endergebnis mit einer Auswertung nach Stadtteilen finden Sie in Kürze zudem unter www.mainz.de/buergeraktiv.

Statement von Oberbürgermeister Michael Ebling zum Ausgang des Bürgerentscheids

Oberbürgermeister Michael Ebling, © Foto: Diether v. Goddenthow
Oberbürgermeister Michael Ebling, © Foto: Diether v. Goddenthow

(gl) Oberbürgermeister Michael Ebling: „Mit dem heutigen Tag ist eine Entscheidung gefallen. Die Mehrheit hat entschieden, dass das Gutenberg-Museum nicht durch den Bau des „Bibelturms“ am Liebfrauenplatz erweitert werden soll.

Diese Entscheidung respektieren wir selbstverständlich. Ich will an dieser Stelle aber auch betonen, dass es sich trotz der stellenweise sehr hitzig geführten Diskussionen zwischen Befürwortern und Gegnern des Bibelturms hierbei um eine reine Sachentscheidung gehandelt hat. Egal ob man für oder gegen diese Erweiterung abgestimmt hat, wir alle sind Mainzer und das städtische Leben geht auch morgen weiter. Mit dem heutigen Tag herrscht Klarheit nach einer stellenweise sehr emotional geführten Diskussion und ich hoffe die mehrheitlich getroffene Entscheidung trägt zur Befriedung innerhalb der Stadtgesellschaft bei.

In den vergangenen Jahren wurde sehr viel Zeit und Energie in die Planungen für die Erweiterung des Museums gesteckt. Aus der heutigen Entscheidung gegen den Bibelturm darf deshalb kein Stillstand entstehen. Der Erneuerungsprozess braucht jetzt das Engagement von jedem einzelnen und in einem Punkt sind wir uns doch alle einig: in unserer Wertschätzung für das Gutenbergmuseum und in dem Bewusstsein, dass wir dieses Gutenbergmuseum nur mithilfe bürgerschaftlichen Engagements zu einem Museum der Zukunft machen können. Deshalb rufe ich alle, die gestern noch kritisch miteinander gestritten haben auf, dass wir uns alle gemeinsam mit gleicher und noch größerer Kraft für eine gute Zukunft des Gutenbergmuseums einsetzen. Das Gutenberg-Museum Mainz braucht eine Erneuerung und Erweiterung, um seinem Ruf als Weltmuseum der Druckkunst auch in der Zukunft gerecht zu werden.

Kulturdezernentin Marianne Grosse und Museumsdirektorin Dr. Annette Ludwig möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich für das außerordentliche Engagement der vergangenen Wochen danken. Es verging kaum ein Abend, an dem die beiden nicht auf einer Informationsveranstaltung die Erweiterungspläne vorgestellt und Fragen der Bürgerinnen und Bürger beantwortet haben. Auch wenn es nicht gelungen ist, die Mehrheit von den Erweiterungsplänen zu überzeugen, so können wir sagen: Gutenberg hat seinen Platz im Herzen unserer Stadt zurück, weil er dort wieder überall lebendig ist, weil sein Vermächtnis wieder so präsent ist wie lange nicht und weil es in allen Zeitungen, an allen Küchentischen und auf allen Straßen wieder über den größten Sohn unserer Stadt gesprochen wird.

Und es bleibt eine große Erfahrung über den ersten Bürgerentscheid in unserer Stadt. Es war richtig, dass der Stadtrat, der mit großer Mehrheit das Projekt befürwortet hat, in einer souveränen Entscheidung den Weg für diesen Bürgerentscheid frei gemacht hat, ohne das er dies hätte machen müssen.“

 

Weitere Infos „Allgemeine Zeitung“

Mainzer Allgemeine Zeitung vom 16.April 2018: Mainzer kippen den Bibelturm mit Nachdruck – und sorgen für Freude und Frust

 

 

Veranstaltungen im Gutenberg-Museum vom 16.04. bis 22.04.2018

© Foto: Diether v. Goddenthow
© Foto: Diether v. Goddenthow

Veranstaltungen, die vom 16.04.  bis 22.04.2018 im Gutenberg-Museum stattfinden. 

Montag, 16.04.2018, 9.00-17.00 Uhr 

Drucken und Setzen im Druckladen des Gutenberg-Museums für Kleingruppen. Setzen mit Holzlettern, Drucken der Motive im Hochdruck, Anwenden des Frottageverfahrens. Weitere Projekte nach Absprache. Kosten: Werkstattbeitrag (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Dienstag, 17.04.2018, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr

Druckvorführung an der Gutenberg-Presse 

Mittwoch, 18.04.2018, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse 

Donnerstag, 19.04.2018, 9.00-17.00 Uhr 
Drucken und Setzen im Druckladen des Gutenberg-Museums 
für Kleingruppen. Setzen mit Holzlettern, Drucken der Motive im Hochdruck, Anwenden des Frottageverfahrens. Weitere Projekte nach Absprache. Kosten: Werkstattbeitrag (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Donnerstag, 19.04.2018, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse 

Freitag, 20.04.2018, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr 
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse 


Freitag, 20.04.2018, 13.30-17.00 Uhr 

Drucken und Setzen im Druckladen des Gutenberg-Museums für Kleingruppen
Setzen mit Holzlettern, Drucken der Motive im Hochdruck, Anwenden des Frottageverfahrens. Weitere Projekte nach Absprache. Kosten: Werkstattbeitrag (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Freitag,  20.04.2018, 11.00 Uhr 
Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung mit den Gästeführern der Stadt Mainz. Führung 5 Euro/erm. 4 Euro/Kinder 2,50 Euro (zzgl. Eintritt)

Samstag, 21.04.2018, 10.00, 11.00, 12.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse 

Samstag, 21.04.2018, 10.00-15.00 Uhr   
Offene Werkstatt im Druckladen des Gutenberg-Museums
für Einzelpersonen und Kleingruppen mit max. 5 Teilnehmern. Drucken von eigenen oder vorhandenen Motiven, Setzen mit Holzlettern. Sondermaterialien auf Anfrage. Kosten: Werkstattbeitrag

Samstag, 21.04.2018, 11.00 Uhr   
Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung mit den Gästeführern der Stadt Mainz. Führung 5 Euro/erm. 4 Euro/Kinder 2,50 Euro (zzgl. Eintritt)

Samstag, 21.04.2018, 13.30-16.30 Uhr
Nachlass von großen und kleinen Sünden
Druckvorführung von Ablassbriefen im 1. Stock des Gutenberg-Museums

Sonntag, 22.04.2018, 11.30 – 14.30 Uhr
Offener Workshop „Papierfalten/Origami“ mit Beate Krüger für Kinder ab 7 Jahre und Erwachsene, im Museumsfoyer. Kosten: Museumseintritt plus 2 Euro Werkstattbeitrag

Sonntag, 22.04.2018, 12.00, 13.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
Druckvorführung an der Gutenberg-Presse (15 Uhr im Rahmen der Kinderführung)

Sonntag, 22.04.2018, 13.00 Uhr   

Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung mit  den Gästeführern der Stadt Mainz. Führung 5 Euro/erm. 4 Euro/Kinder 2,50 Euro (zzgl. Eintritt) 

Sonntag, 22.04.2018, 15.00-17.00 Uhr
Familiennachmittag

Von tanzenden Buchstaben und bunten Blättern – Spannende Kinderführung von A bis Z mit Druckerschwärze und zauberhaften Büchern im Reich der schwarzen Kunst.  Für Kinder ab 4 Jahre und ihre Eltern. Beginn 15 Uhr (bei Bedarf auch 16 Uhr) an der Museumskasse | Mobile Druckwerkstatt: Drucken im Foyer des Gutenberg-Museums. Teilnahmebeitrag 4 Euro pro Kind (Führung und Drucken), erm. Eintritt 3,50 Euro für Eltern und begleitende Angehörige

Von Montag bis Freitag zwischen 9.00-17.00 Uhr
Einzelbetreuung und Druckaufträge im Druckladen des Gutenberg-Museums
Erstellen privater Drucksachen unter fachkundiger Hilfe. Entgegennahme von Aufträgen nach persönlicher Absprache (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131-122686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Gutenberg-Museum
Liebfrauenplatz 5
55116 Mainz

Mainz feiert 550. Todestag Gutenbergs mit einem facettenreichen Kulturprogramm – Gestern Auftakt im Kleinen Haus des Staatstheaters

Veranstaltungen im Gutenbergjahr 2018

Zum Auftakt des Gutenberg-Jahrs hatte die Stadt Mainz zu einem kleinen Festakt „Mainz feiert Gutenberg“ ins Kleine Haus des Staatstheaters eingeladen. Die Veranstaltung stand in der Tradition vieler Jahrhundertfeiern für Gutenberg, die in diesem Jahr zum 550. Todestag Gutenbergs mit einem facettenreichen Kulturprogramm erinnert.

Gutenberg-Werkstatt-Impression des 15. Jahrhunderts.
Gutenberg-Werkstatt-Impression des 15. Jahrhunderts.

Bestens musikalisch umrahmt wurde Festakt durch das Philharmonische Staatsorchester Mainzer unter Leitung des Generalmusikdirektors Hermann Bäumler mit Werken von Giovanni Gabrieli, Felix Mendelsohn Bartholdy und besonders trefflich mit: Leroy Andersons „The Typewriter“.

Das Philharmonische Staatsorchester Mainzer unter Leitung des Generalmusikdirektors Hermann Bäumler spielt hier,  unter anderem begleitet von einer Original-Reiseschreibmaschiene, Leroy Andersons „The Typewriter“. © Foto: Diether v. Goddenthow
Das Philharmonische Staatsorchester Mainzer unter Leitung des Generalmusikdirektors Hermann Bäumler spielt hier, unter anderem begleitet von einer Original-Reiseschreibmaschiene, Leroy Andersons „The Typewriter“. © Foto: Diether v. Goddenthow

Oberbürgermeister Michael Ebling, zugleich Präsident der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft, begrüßte die zahlreichen Gäste, die Gutenbergpreisträger /innen und alle, die sich mit diesem Thema verbunden fühlen zum Gutenberg-Jubiläum. Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern revolutionierte die Welt in ungeahntem Maße. Er war sowohl Erfinder als auch Welt-Veränderer – und avancierte damit zum „Man of the Millennium“. Vor allem, so Ebling, habe Johannes Gutenberg, dessen 550. Todestag wir heute und das Jahr über würdigen, im wahrsten Sinne des Worte Bewegung in die mediale Entwicklung von den mittelalterlichen Schreibstuben hin zu den modernen Druckwerkstätten gebracht. „Sie hat Bewegung in die Köpfe und in die Welt gebracht. Denn auch wenn Gutenbergs Arbeitsweise mittlerweile von der Digitalisierung abgelöst wurde, auch wenn sich Bleisatz und Druckplatten eher im Museum als in einer modernen Druckerei befinden, und das Hurenkind, der Schusterjunge oder der Zwiebelfisch nur noch in Anekdoten weiterleben, so gelte. Das Gutenbergische Grundprinzip nach wie vor:“ Nach wie vor werden Texte zunächst in die jeweils kleinsten verfügbaren Informationseinheiten in digitale Codes zerlegt, und anschließend gleichsam erneut zusammengesetzt.“, so Ebling.
Gutenberg habe damit die Grundlagen zur Medienrevolution unserer Tage gelegt, und wirke bis heute unmittelbar in unser aller Leben.

Oberbürgermeister Michael Ebling, © Foto: Diether v. Goddenthow
Oberbürgermeister Michael Ebling, © Foto: Diether v. Goddenthow

Und noch etwas habe er uns gelehrt: „Wie man mit Mut zum Risiko auf eine geniale Geschäftsidee ein gewagtes Unternehmen aufbauen kann“., so der Oberbürgermeister. Gutenberg sei gleichsam einer der ersten Start-up-Unternehmer der Geschichte gewesen, „ein äußerst cleverer Unternehmer, der mit sicherem Gespür über Angebot und Nachfrage wusste, was seine Zeit dringend brauchte: Bücher! Das in Hülle und Fülle, von gleichbleibender Qualität, und mit verlässlichen Inhalten.“, so der Oberbürgermeister.
Das 15. U. 16. Jahrhundert in Europa sei eine Zeit des Aufbruchs auf praktisch allen Ebenen gewesen, mit expandierenden Städten, einer aufstrebenden Geldwirtschaft und einem regelrechten Boom an Universitäten, Schulen und Bibliotheken, die vom wachsenden Selbstbewusstsein und auch Bildungshunger der Bürger kündeten, so Ebling.

„Forschen, Studieren, Lernen, Lesen – all das verlangte nach dem geschriebenen Wort, all das profitierte vom gedruckten Wort. Nur leider ließ dieses Wort vor Gutenberg lange auf sich warten. So dauerte die Abschrift einer Bibel von Hand etwa zwei bis drei Jahre, und das Endprodukt war entsprechend teuer“, so der Oberbürgermeister weiter, und pries Gutenberg als einen Mann der Stunde, der sich wohl überlegt habe, ob das mit dem Herstellen und Vervielfältigen von Büchern nicht irgendwie preiswerter, schneller und gewinnbringender gehen könne, eine für damalige Zeit geniale Fragestellung, die schließlich zur Erfindung des Buchdrucks mit flexiblen Lettern geführt habe.
Bekanntermaßen verbreitete sich rasend schnell von Mainz aus die die neue Kunst des Druckens in Deutschland und in Europa. „Und was immer danach kam, die Reformation, die ersten gedruckten Nachrichten, die ersten Zeitungen, die ersten demokratischen Ideen, ja ganze Revolutionen, wären vermutlich zwar ohne Gutenbergs geschehen, aber sicher nicht so schnell verbreitet worden. „, so Ebling. Und noch etwas habe sich dank Gutenberg verbreitet: „Der Name seiner Heimatstadt, der Gutenbergstadt Mainz. Darauf können wir mehr als stolz sein!“.
Sichtbares Zeichen für die Wertschätzung für den größten Sohn unserer Stadt sei, so Ebeling, seit über 100 Jahren das Gutenberg-Museum, das Weltmuseum der Druckkunst.

Mit mittlerweile über 130 000 Gästen zähle das Gutenberg-Museum zu den besucherstärksten Museen der Bundesrepublik, was auch „ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor unserer Stadt, unserer Geschäftswelt und im Gastronomiebereich“ sei. Als Beispiel der großen Bedeutung des Gutenberg-Museums erinnerte Ebling an den Besucher der englischen Königin Elisabeth II. und Prinz Philipp, die es sich nicht nehmen ließen, 1978 bei ihrem Deutschlandbesuch auch einen Blick auf die gerade neu erworbene Original-Gutenbergbibel zu werfen.

Bibelturm und bevorstehender Bürgerentscheid

In der Praxis werde sich jedoch noch zeigen müssen, „in wie weit hin sichtbar dieses Museum tatsächlich auf in Zukunft strahlt. Dafür müssen wir den Bürgerentscheid am 15. April abwarten, den ersten Bürgerentscheid unserer Stadtgeschichte.“, leitete Oberbürgermeister auf die letzten Hürden zur Realisierung des geplanten Neubaus des Gutenberg-Museums über.
Dieser Bürgerentscheid passe jedoch zu Mainz, denn „schließlich waren es Bürger und Bürgerinnen, die sich anlässlich der Feier des 500. Geburtstags von Johannes Gutenberg im Jahre 1900 sowohl für die Gründung der Gutenberggesellschaft als auch für die Einrichtung eines Museums zu Ehren ihres größten Sohnes der Stadt entschieden haben.“, erinnerte Ebling.
Auch wieder seien es die Bürgerinnen und Bürger, „die am 15.April 2018 darüber entscheiden werden, wie es mit Gutenbergs Erbe weitergehen und vor allem wie weit sichtbar das Gutenberg-Museum zukünftig auch Akzente setzen soll und kann.“, so der Oberbürgermeister.
Ebling betonte aber: „Der Bürgerentscheid ist aber keine Entscheidung ‚Pro oder Contra Gutenberg‘“ „Denn in ihrer grundsätzlichen Wertschätzung des Gutenberg-Museums hoffe ich, sind alle Bürgerinnen und Bürger vereint, seien sie nun Freunde oder Gegner des sogenannten Bibelturms.“

Das Gutenberg'sche Wappen
Das Gutenberg’sche Wappen

Über Werk und Wirkung Johannes Gutenbergs referierte Professor Dr. Wolfgang Dobras, Leiter des Stadtarchivs in seiner Homage an Gutenberg. Dobras gab einzigartige, zum Teil neue Einblicke in das wechselvolle Leben Gutenbergs inmitten unsicherer Zeiten des damaliger Umbrüche, in den das Zunftwesen das Patriziat ablöste.

„Gutenberg 550 – Das Gutenberg-Museum und seine Zukunft“
Dr. Annette Ludwig, Direktorin des Gutenbergmuseums lenkte in ihrem Beitrag “Gutenberg 550 – Das Gutenberg-Museum und seine Zukunft“ den Fokus auf die Weiterentwicklung des Gutenberg-Museums“. Das auf Internationalität angelegte Museum der Druckkunst schlage Brücken zwischen den Kulturen und lade mit einer praxisorientierten Vermittlung in seinen Werkstätten dazu ein, Grundlagen des Schriftgießens, des Schriftsetzens, der graphischen Techniken und des Druckens lebendig nachzuvollziehen. Die gewachsenen Sammlungen rund um Schrift, Druck und Buch erzählten eine enzyklopädische Geschichte des Print-Memory, so die Museumsdirektorin.

Dr. Annette Ludwig, Direktorin des Gutenberg-Museums. © Foto: Diether v. Goddenthow
Dr. Annette Ludwig, Direktorin des Gutenberg-Museums. © Foto: Diether v. Goddenthow

Mit dem nach seinem Wiesbadener Architekten genannten Schell-Bau konnte sich 1962 das Zentrum der Buchkultur auf über 3000 qm Ausstellungsfläche entfalten. Einst feierte die internationale Presse den damaligen Neubau, und Annette Lugwig fände es „großartig, wenn die internationale Presse in einigen Jahren die Strahlkraft des erneuerten Museums und die Leistungsfähigkeit von Stadt, aber auch von Land und Bund, würdigen würden“.

»Weder ergänzt ein neues Medium je ein altes Medium, noch lässt es das alte Medium in Ruhe. Es hört nie damit auf, die älteren Medien zu unterdrücken, bis es für sie neue Formen und Positionen findet.« , zitierte die Museumsdirektorin Marshall McLuhan aus dem Jahre 1964 im Hinblick auf die Kritik gegenüber dem geplanten Bibelturm: „Und diesen Umbruch erleben wir ja gerade alle auch wieder“

Auch die noch in Butzenscheibenromantik gestaltete Gutenbergwerkstatt mit der rekonstruierten hölzernen Presse, als Repräsentantin des Medienwandels, sei von Anbeginn ein Besuchermagnet gewesen . Begleitet wurden die dargebotene Druckvorführungen vom Puppenfilm der Gebrüder Hermann und Ferdinand Diehl, der erst mit Hilfe des SWR durch eine Animation 2012 zeitgemäß ersetzt wurde.

Druckvorführungs-Szene aus dem 2012 durch einen modernen Animationsfilm abgelösten Puppenfilm der Gebrüder  Hermann und Ferdinand Diehl.
Druckvorführungs-Szene aus dem 2012 durch einen modernen Animationsfilm abgelösten Puppenfilm der Gebrüder Hermann und Ferdinand Diehl.

Dieser Film, ein didaktischer Grundpfeiler und von Lehrern am häufigsten angefordert, offenbarte zugleich aber auch „ein revisionsbedürftiges Gutenbergbild mit einer ambivalenten Botschaft über das Museum selbst, so Annette Ludwig „Zeitgleich mit dieser Vermittlung präsentierte sich das Haus mit einer Medienfassade, und der ersten einer Reihe von preisgekrönten Sonderschauen zum Schwerpunkt Typographie. Es vermittle Inhalte über QR-Codes auf das soeben auf den Markt gekommene I-Pad, katapultierte sich, die Presse lobte ‚ins 21. Jahrhundert‘ und zeigte einmal mehr, dass sich der Lernort Museum auch als Institution in einem spannenden Transformationsprozess befindet. Das Museum als Smart-Place“, so die Museumsdirektorin.
Mit diesem zugegebenermaßen extremen Anachronismus sei skizziert, so Annette Ludwig, dass 56 Jahre nach der Wiedereröffnung des Gutenberg-Museums akuter Handlungsbedarf bestehe. Die infrastrukturellen Anforderungen hätten sich radikal geändert wie auch die Erwartungshaltungen, die Seh- und Wahrnehmungsgewohnheiten der Besucherinnen und Besucher. „In ihrer Heterogenität forderten sie heute zurecht ein breites Angebot an Präsentations-, Vermittlungs- und Kommunikations-Formen, Formen, die bezeichnenderweise wie vor dem Zeitalter des Buchdrucks körpergebunden und technologisch vermittelt sind“, so Annette Ludwig.

Daher seien Medien und kommunikationshistorische Entwicklungen von Gutenberg bis ins 21. Jahrhundert, die Überlappungen von Skript, Print und Electronic-Memory, die drei Formationen des Massenmediums Buchdruck und die authentische Vermittlung analoger und vom vergessen bedrohter Kulturtechniken zentrale Bausteine einer neuen Dauerausstellung.
Aus einem Haus der stummen Bücher solle ein Haus lebendiger Geschichten werden, das durch die Bauaufgabe und ihrer öffentlichen Bedeutung auch stadträumlich über anderen Profanbauten stehen müsse als kleine von allen Seiten frei zugängliche Museumstadt, die in die Urbanität von Mainz hineinwirke und sie zugleich integriere, so Annette Ludwig.

Als erster Bauabschnitt des Siegerentwurfes sei als lebendiges neues Zeichen ein Bau geplant, der mittlerweile als Bibelturm in aller Munde sei. Es solle Fix- und Orientierungspunkt, markanter zeitgenössischer Impuls, skulpturales Element und Leuchtturm der Kultur in Mainz werden.
Die Transparenz und die subtile Strahlkraft von Innen und Außen, sei auch ganz wörtlich zu verstehen. Im Schatten des Domes offenbare „es sensibel etwas vom Wesen des Museums, weil sich die metallische Außenhaut als Letterndenkmal auf Gutenbergs Erfindung und die mechanische Vervielfältigung beweglicher Lettern“ beziehe, so die Museumsdirektorin.
„Wir möchten den Besuchern aus aller Welt zeigen, dass das Gutenberg-Museum als Ort lokaler und globaler Identität inhaltlich wie architektonisch in der Gegenwart angekommen ist, um in die Zukunft zu weisen“, sagte die Museumsdirektorin.

Bau- und Kulturdezernentin Grosse bietet im Vorfeld des Bürgerentscheids öffentliche Informationsveranstaltungen 

Bei dem Streit „Pro und Contra Bibelturm“ geht es im Kern nicht um die Frage, ob das Gutenberg-Museum ausgebaut und modernisiert werden soll oder nicht,  ob das Museum Zukunft hat oder nicht. Der Streit dreht sich  um den besten, äußerlich sichtbaren architektonischen Weg zu einem zeitgemäßen Museum. So herrscht in Mainz, einmal von wenigen Ausnahmen abgesehen, über alle Interessenslager hinweg  Konsens darüber, dass das Gutenberg-Museum dringend modernisiert, umgebaut, ausgebaut und erweitert werden muss. Strittig sind jedoch die Fragen, ob der geplante, sogenannte Bibelturm in seiner äußeren Erscheinungsform hinreichend integrierend in die Urbanität von Mainz hineinwirkt, ob er möglichst viele  Menschen  in ihrem Stilempfinden und Herzen abholt und ob er internationale Gäste auf der Suche nach dem romantischen Old Germany – wie beispielsweise in Frankfurt mit der teilrekonstruierten Altstadt –  in ihren Erwartungen entsprechend bestätigt.

Da all diese und viele andere Fragen gar nicht so einfach zu beantworten sind, und auch die Frage offen steht, ob ein Nein zum Bibelturm denn das Ende des Museumsneubaus oder lediglich eine Fassadenanpassung bedeuten soll, bietet Bau- und Kulturdezernentin Marianne Grosse drei öffentliche Informationsveranstaltungen für interessierte Bürgerinnen und Bürger an.

Die Informationsveranstaltungen finden statt am

Freitag, 9. März 2018, um 17.00 Uhr,
Dienstag, 20. März 2018, um 18.30 Uhr,
Donnerstag, 12. April 2018, um 18.30 Uhr,

jeweils im Vortragssaal des Gutenberg-Museums Mainz, Liebfrauenplatz 5, 55.116 Mainz .

Ebenfalls teilnehmen und für Fragen zur Verfügung stehen werden Museumsdirektorin Dr. Annette Ludwig (am 9.3. und 12.4.) sowie der planende Architekt von DFZ-Architekten aus Hamburg, Stephen Kausch (am 20.3.).

(Dokumentation: Diether v. Goddenthow /Rhein-Main.Eurokunst)

Initiative für den Turm
www.mainz-fuer-gutenberg.de

Initiative gegen den Turm:
www.bi-gutenberg-museum.de

 

Veranstaltungen im Gutenbergjahr 2018
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