Museum für Kommunikation mit spannendem Ausstellungsprogramm und Projekten 2024

Die große Ausstellung Streit läuft noch bis 1.09.2024 im Museum für Kommunikation.© Foto Diether von Goddenthow
Die große Ausstellung Streit läuft noch bis 1.09.2024 im Museum für Kommunikation.© Foto Diether von Goddenthow

Wie kommunizieren wir über Sex? Was ist ein Prototyp? Wie gelingt es, zugewandt und konstruktiv zu streiten, was für eine Demokratie wesentlich ist? In unserem Pressegespräch zum Jahresauftakt stellen wir Ihnen Schwerpunkte und Projekte unseres Hauses 2024 vor: Wechselausstellungen und Veranstaltungen, Bilanz und Ausblick sowie Informationen über aktuelle Entwicklungen stehen im Fokus des Gesprächs. Wir freuen uns mit Ihnen gemeinsam auf ein ereignisreiches Kommunikationsjahr 2024!

Das Ausstellungsprogramm 2024 im Überblick

Sex kann Lust und Last sein, beeinflusst in jedem Fall fast alle Lebensbereiche des Menschen. Dabei sind Sexualität und Kommunikation untrennbar verknüpft, Sex als Thema von Kommunikation und zugleich als eine mögliche Ausdrucksform. Die Bandbreite ist enorm. Kultur, Religion, Erziehung und Bilder aus Medien und Internet prägen unsere Vorstellungen davon. Wie sich die Kommunikation und Wahrnehmung von Sexualität über die letzten 100 Jahre verändert haben, zeigt das Museum für Kommunikation Frankfurt ab Herbst 2024 in der Ausstellung Apropos Sex (2.10.2024 bis Herbst 2025) Das Museum öffnet damit einen Raum für Reflexion, Neugier und Dialog über die schönste Nebensache der Welt. Schon heute zum Jahresauftakt launchen wir unseren Expotizer – die virtuelle Erweiterung der Ausstellung – und treten mit Fragen und Blogbeiträgen mit der Öffentlichkeit in Kontakt. Die Ergebnisse fließen unmittelbar in die Ausstellungskonzeption ein.

STREIT. Eine Annäherung (noch bis 1.9.2024)

Ausstellungsimpression "Streit". © Foto Diether von Goddenthow
Ausstellungsimpression „Streit“. © Foto Diether von Goddenthow

Von anhaltender Bedeutung ist die Stärkung der Demokratie, das Eintreten gegen Diskriminierung und Rassismus und der Widerstand gegen Rechtsextremismus. Wir engagieren uns mit einer großen Ausstellung zum Streiten: Worüber streiten wir, was sind Diskussionen, Debatten oder Kontroversen? Wie verlaufen sie konstruktiv? Streit ist Teil der menschlichen Kommunikation. Er begegnet uns täglich: in den Medien, in politischen oder gesellschaftlichen Debatten, in der Familie oder in Beziehungen. Eine gelingende Streitkultur ist die Voraussetzung sowohl für die Klärung privater Konflikte wie auch für die Aushandlungen in der Gesellschaft. Sie ist essentiell für eine lebendige Demokratie. Die Ausstellung STREIT. Eine Annäherung (6.10.2023 bis 1.9.2024) betrachtet die Entwicklungen, Herausforderungen und die Relevanz von „Streit“ aus historischer, kommunikativer, politischer und persönlicher Perspektive.

Prototypen – Einen Versuch ist es wert (noch  bis 14.4.2024)

Rund um das Thema Innovation geht es seit November in der Ausstellung Prototypen – Einen Versuch ist es wert (16.11.2023 bis 14.4.2024). „Prototypen entstehen überall dort, wo Ideen Köpfe verlassen und „greifbar“ werden. Nicht nur in Industrie und Wissenschaft, sondern auch in offenen Werkstätten, Garagen und Wohnzimmern. Prototypen öffnen Augen und Perspektiven. Sie helfen, Möglichkeiten sichtbar zu machen, zu erforschen und umzusetzen. Die Sonderausstellung im Museum für Kommunikation Frankfurt zeigt Entstehungsprozesse von Prototypen: Woher kommen die Ideen? Wie werden sie umgesetzt? Und warum tut es weh, wenn sie wieder verworfen werden müssen?“

Hello! Where are you? – Hallo! Wer da? (noch bis 17.3.2024)

2023 war Slowenien Gastland der Frankfurter Buchmesse. Aus diesem Anlass kooperiert das Haus mit dem slowenischen Museum for Post and Telekommunikation. Die Ausstellung Hello! Where are you? – Hallo! Wer da? (17.9.2023 bis 17.3.2024) erzählt slowenischdeutsche Handygeschichte(n) und zeigt, wie sich die Mobiltelefonie-Technologie in beiden Ländern nach dem Ende des Kalten Krieges entwickelt.

Volker Reiche. Comiczeichner und Maler (26.4. bis 27.10.2024)

Ab März schaffen wir Platz: Die Kunsträume des Museums werden ergänzend zum Forum freigeräumt für Werke aus über 50 Jahre Schreiben, Zeichnen und Malen von Volker Reiche. Zu seinem 80. Geburtstag präsentieren wir eine große Werkschau des vielseitigen Künstlers: Berühmt gewordene Comicfiguren wie beispielsweise DONALD DUCK, MECKI oder Protagonisten aus der STRIZZ-Welt der FAZ plaudern freundlich miteinander oder diskutieren hitzig. Dazu kommt ein beachtliches Oeuvre der Malerei. Bei den zum Teil großformatigen Gemälden wird es thematisch ernst: „Es geht um Krieg, Terror und so weiter, der ganze elende Kram“, schreibt Volker Reiche in seinem begleitenden Künstlercomic. Er wurde eigens für die Ausstellung Volker Reiche. Comiczeichner und Maler (26.4. bis 27.10.2024) realisiert und führt das Publikum durch die Ausstellung.

Kabel-Acht und Terabit. Das Frankfurter Fernmeldehochhaus ab 14.11.2024

Frankfurts Bedeutung als nationales und internationales Kommunikationszentrum beginnt auf einem Areal zwischen Zeil und Großer Eschenheimer Straße. Insbesondere der Bau des Fernmeldehochhauses sticht innovativ hervor. Ab 14. November 2024 zeigen wir mit Kabel-Acht und Terabit. Das Frankfurter Fernmeldehochhaus die Entstehung des bedeutendsten Gebäudes der 1950er Jahre mit Aufnahmen von namhaften Fotografen. Nicht nur die Architektur war zukunftsweisend, auch die Kommunikationstechnik war technologisch auf dem allerneusten Stand. So wirft die Biografie von Rudolf Sandalo die Frage auf, ob seinen Aufnahmen nicht nur ein künstlerisches Interesse, sondern gar Spionageabsichten zugrunde lagen.

Erweiterung des Skulpturenparks mit Call from Africa

Skulpturengarten © MfK
Skulpturengarten © MfK

Im vergangenen Jahr wurde ein kleiner Skulpturenpark auf der Blühwiese zwischen dem Behnisch-Bau und der historischen Villa angelegt. Zu den Sommerferien wird dieser erweitert. Mit Call from Africa von Henry Munyardazi wird es diverser rund um das Museum. In den Reigen der nachrichtenübermittelnden Götter, reihen sich weitere Superhelden der Kommunikation wie Hermes/Merkur ein. Mit der Büste von Heinrich von Stephan erhält der Schöpfer der Deutschen Reichspost inmitten von Stauden und Blüten einen Platz an der frischen Luft.

 
Museum für Kommunikation Frankfurt a. M
Schaumainkai 53 (Museumsufer)
60596 Frankfurt am Main
E-Mail: mfk-frankfurt@mspt.de