Kategorie-Archiv: Senckenberg Naturmuseum

Eine Nacht lang kollektives lustvolles kunstwandeln bei der Nacht der Museen 2016 in Frankfurt und Offenbach

Inszenierungen des Antagon-Theaters vor dem Frankfurter Römer in der Nacht der Museen in Frankfurt  und Offenbach.  © massow-picture
Inszenierungen des Antagon-Theaters vor dem Frankfurter Römer in der Nacht der Museen in Frankfurt und Offenbach. © massow-picture

NACHT DER MUSEEN lockte rund 40.000 Besucher in Frankfurter, Offenbacher und Höchster Museen

Auf die richtige Strategie kommt es an, um möglichst viele Eindrücke mitnehmen zu können. © massow-picture
Auf die richtige Strategie kommt es an, um möglichst viele Eindrücke mitnehmen zu können. © massow-picture

Eine Nacht lang stand am 23. April 2016  in Frankfurt, Offenbach und Höchst alles im Zeichen von Kunst und Kultur: 40 Museen und Kulturinstitutionen boten ein abwechslungsreiches Programm, das rund 40.000 Besucher zum kollektiven Kunstwandeln bis in die frühen Morgenstunden anregte. Selbst Petrus hatte mitgemacht und bescherte Nachtschwärmern eine zwar kühle, aber trockene Nacht. Mit einem 14-Euro-Pauschalticket konnte, wer das Bad in der Menge liebt, sich den Weg durch die 40 offenen Museen, Ausstellungen und zahlreichen zusätzlichen Rahmen-Veranstaltungen  bahnen.

Bequem im 5- bis 10minütigen Shuttlebus-Takt durch die ganze Stadt bis nach Offenbach und Höchst. © massow-picture
Bequem im 5- bis 10minütigen Shuttlebus-Takt durch die ganze Stadt bis nach Offenbach und Höchst. © massow-picture

Im 5- bis 10-Minutentakt brachten 4 Shuttle-Buslinien, eine historische Straßenbahn und ein Schiffs-Shuttle zwischen den Museumsufern, die Kunst- und Party- Peoples kostenlos an jeden gewünschten Musen-Ort bis  nach Offenbach, Höchst und wieder zurück.

„Mit exzellenten Ausstellungen und einem attraktiven Rahmenprogramm lockte die NACHT DER MUSEEN zahlreiche kulturbegeisterte Besucher und Nachtschwärmer in die Frankfurter Ausstellungshäuser“, zog Kulturdezernent Prof. Dr. Felix Semmelroth ein positives Resümee der Großveranstaltung.  „Die interaktiven Vermittlungsangebote, musikalischen Akzente und ausgefallenen Performances zogen das Publikum vom Museumsufer bis Höchst in ihren Bann. Einmal mehr zeigte sich, welche Anziehungskraft die Frankfurter Museumslandschaft weit über die Region hinaus hat“, so Semmelroth weiter.

Taschenlampenführung der Kulturothek: "Figuren, die auf uns niederschauen" werden am Römer entdeckt. © massow-picture
Taschenlampenführung der Kulturothek: „Figuren, die auf uns niederschauen“ werden am Römer entdeckt. © massow-picture

Besonderes Interesse erweckten vor allem die Orte, die exklusiv zur NACHT ihre Pforten öffneten, oder nicht permanent öffentlich besichigt werden können,  etwa der Kaisersaal im Römer, das Kriminalmuseum der Frankfurter Polizei oder auch Führungen unter die „Alte Brücke“ oder spezielle Stadtführen wie  die Römer-Tour, bei der selbst alteingesessene Frankfurter noch Neues über die Frankfurter Stadtgeschichte erfahren konnten.

 

Info-Point der Nacht der Museen vor dem Rathaus auf dem Römer. © massow-picture
Info-Point der Nacht der Museen vor dem Rathaus auf dem Römer. © massow-picture

Ausgangspunkt der Nacht der Museen in Frankfurt, Offenbach und Höchst war der Frankfurter Römerbergplatz mit Info-Zelt, Versorgungsbuden und Akrobatikvorführungen.

 

52 gekrönte Häupter im Kaisersaal des Römers

Imposant der Kaisersaal im Frankfurter Rathaus, dem Römer. © massow-picture
Imposant der Kaisersaal im Frankfurter Rathaus, dem Römer. © massow-picture

Im Kaisersaal begaben sich die Gäste auf die Spuren von Fußball-Helden, der Queen und vor allem auf die Spuren deutscher Geschichte: So waren im Kaisersaal die einzig vollständige erhaltene Galerie aller Kaiser und Könige des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation zu betrachten, Wandgemälde von Karl dem Großen über Friedrich Barbarossa bis zu Franz II, insgesamt 52 gekrönte Häupter. In einer Gold-Vitrine war zudem eine Kopie der Goldenen Bulle von 1356 ausgestellt, die seit 2013 zum UNESCO-Weltdokumentenerbe gehört. Die „Goldene Bulle“, so erfuhren Teilnehmer der ab 19 Uhr stündlich stattfindenden  Kaisersaal-Führungen, war die erste, von Karl dem IV. durchgesetzte mittelalterliche Verfasserung, eine Art „Grundgesetz“ des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, in der vor allem die Modalitäten der Wahl und der Krönung der römisch-deutschen Könige durch die Kurfürsten bis zum Ende des Alten Reiches 1806 geregelt wurden.

Bei der ab 19 Uhr stündlichen Führung im Kaisersaal, wird die Bedeutung Frankfurts und des Römers bei der Wahlmonarchie im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, erläutert. © massow-picture
Bei der ab 19 Uhr stündlichen Führung im Kaisersaal, wird die Bedeutung Frankfurts und des Römers bei der Wahlmonarchie im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, erläutert. © massow-picture

Anders als in Erbmonarchien wie in Dänemark, Schweden, England galt hierzulande eine Wahlmonarchie. Starb ein König, kamen die Kurfürsten, mindestens 7 mussten es sein, davon 3 geistliche und 4 weltliche, in Frankfurt zusammen. Sie mussten innerhalb von vier Wochen einen neuen König, den späteren Kaiser, unter sich ausgucken. Das geschah im Römer, die Krönung fand jedoch im Kaiserdom St. Bartholomäus statt. Musikalisch umrahmte das Flora Fábri Duo mit Lorenzo Gabriele und Flóra Fábri die Nacht im Kaisersaal mit Sonaten von Johann Sebastian Bach.

Mord und Todschlag im Kriminalmuseum

Einer der populärsten Verbrechen war die Ermordung der Frankfurter Edelprostituierten Rosemarie Nitribit im Jahr 1957. Selbst ihr legendärer schwarzer Mercedes 190 SL wird im Modell gezeigt. © massow-picture
Eines der populärsten Verbrechen war die Ermordung der Frankfurter Edelprostituierten Rosemarie Nitribit im Jahr 1957. Selbst ihr legendärer schwarzer Mercedes 190 SL wird im Modell gezeigt. © massow-picture

Ein besonderes „Geschichts-„Erlebnis versprach der Besuch des Kriminalmuseums im Polizeipräsidium Frankfurt a. Main, welches ansonsten nur nach Voranmeldungen von Gruppen mit 15 bis 20 Personen besucht werden kann. Es basiert auf einer Lehrmittelsammlung zur Polizistenausbildung aus dem Jahr 1920.

Wie wohl ein echte Pistole in der Hand liegt, kann hier getestet werden. Die Aservaten begangener Straftaten können im kleinen "Separee" bestaunt werden. © massow-picture
Wie wohl ein echte Pistole in der Hand liegt, kann hier getestet werden. Die Aservaten begangener Straftaten können im kleinen „Separee“ bestaunt werden. © massow-picture

Es zeigt nicht nur herausragende historische Fälle wie den ersten Nachkriegs-Raubmord von 1952 oder die Ermordung der Edelprostituierten Rosemarie Nitribitt im Jahr 1957, oder Kuriosa wie „Marmeladenpistolen“ und „Schmuggelutensilien“. Es präsentiert vor allem auch bedeutende Kriminalfälle der jüngeren Vergangenheit, wie etwa den Fall des sogenannten „Hammermörders“, dem im Jahr 1990, dem sechs Obdachlose zum Opfer fielen.

Nachgestellter Tatfundort einer erdrosselten Prostituierten der sechsfachen  Bordellmord-Serie. © massow-picture
Nachgestellter Leichenfundort einer erdrosselten Prostituierten des sechsfachen Bordellmords. © massow-picture

Besonders aber faszinierten die Besucher in den brechend vollen Ausstellungsräumen die mit einschlägigen Exponaten ergänzten Infotafeln über „Schränker“ (Tresorknacker), Falschgeld, Kriminaltechnik, Fingerabdruck, DNA-Ermittlung, Produkterpressung, Gesichtsweichteilrekonstruktion bis hin zu Tatortszenario-Nachstellungen wie dem sechsfachen Bordellmord oder die Sonderausstellung „Doppelmord im Volkspark Niddertal“.

Für das Rahmenprogramm sorgten das Polizeiorchester, Vorführungen des Polizeihundekomandos, eine Ausstellung von Polizeifahrzeugen und Darbietungen der Künstler von THEATEReMOTION.

Senckenberg Naturmuseum

Auf eindrucksvolle Weise entführte das Senckenberg Naturmuseum in eine Welt, in der viele außergewöhnliche und seltene Ausstellungsstücke die Fantasie großer und kleiner Besucher beflügelte, hier im Saal der großen Saurier-Skelette. © massow-picture
Auf eindrucksvolle Weise entführte das Senckenberg Naturmuseum in eine Welt, in der viele außergewöhnliche und seltene Ausstellungsstücke die Fantasie großer und kleiner Besucher beflügelte, hier im Saal der großen Saurier-Skelette. © massow-picture

Großen Zuspruch bei Jung und Alt fand vor allem das Senckenberg Naturmuseum, welches auf 6000 qm mit mehreren tausend, zum Teil weltweit einzigartigen Exponaten zu einer Reise „Die beste der möglichen Welten“ durch vier Millarden Jahre Erdgeschichte und ihrer Bewohner sowie  der Sonderausstellung „Vielfalt zählt: Eine Expedition in die Biodiversität“ eingeladen hatte.

Viel Betrieb herrschte an den im ganzen Haus aufgebauten Laborzentren, an denem junge "Wissenschaftle"Insekten und andere Funde mikroskopisch unter die "Lupe" nehmen konnten. © massow-picture
Viel Betrieb herrschte an den im ganzen Haus aufgebauten Laborzentren, an denem junge „Wissenschaftle“Insekten und andere Funde mikroskopisch unter die „Lupe“ nehmen konnten. © massow-picture

Für weitere Unterhaltung sorgten die Bühnenshow und Besucherquiz mit PICO BELLO’s Schrägen Professoren Dr. KNOW und Dr. HOW  sowie das Headlong Jazz Quartett mit Swing, Latin & Funk. Während sich Besucher über die Vielfalt der Wirbeltiere, Saurier, riesige Wahle und Elefanten, Fossilien aus der Fundstätte der Grube Messel, über das Flammenrohr, die Savanne, über die Domestikation von der Steinzeit bis heute, über Schlösser, Säle und Schwarze Häupter oder Terra incognita in der Paläobotanik informieren konnten, hatten junge Nachwuchsforscher an mobilien Loborzentren Gelegenheit Zell- und anderes Biomaterial selbst durchs Mikroskop zu betrachten.  Alles in allem war die  Zeit für diese Vielfalt viel zu kurz, aber sie reichte, um sich einen guten Eindruck für den nächsten Besuch des Naturmuseums zu verschaffen.

Struwwelpeter-Museum

Lieblingsort vieler Jugendlicher war  in der Nacht der Museen das Theaterzimmer mit den Struwwelpeter-Kostümen, die übergezogen und aufgenommen, dann rasch gepostet werden konnten. © massow-picture
Lieblingsort vieler Jugendlicher war in der Nacht der Museen das Theaterzimmer mit den Struwwelpeter-Kostümen, die übergezogen und aufgenommen, dann rasch gepostet werden konnten. © massow-picture

Auch zum Struwwelpeter-Museum muss man unbedingt wieder kommen, da der kurze Besuch in dem auf vier Altbau-Etagen liebevoll eingerichteten Ausstellungsräumen  den meisten Besuchern lediglich einen ersten Eindruck vermitteln konnte.

Von Anti-Rassismus bis Zündholz - eine Sonderausstellung zeigt den kulturgeschichtlichen Hintergrund der Geschichten, die Heinrich Hoffmann ursprünglich für seinen Sohn als Weihnachtsgeschenk gedichtet und gezeichnet hatte. © massow-picture
Von Anti-Rassismus bis Zündholz – eine Sonderausstellung zeigt den kulturgeschichtlichen Hintergrund der Geschichten, die Heinrich Hoffmann ursprünglich für seinen Sohn als Weihnachtsgeschenk gedichtet und gezeichnet hatte. © massow-picture

Eine tiefergehende Beschäftigung mit den vielen Exponaten braucht einfach seine Zeit. Präsentiert wird nicht nur die Erfolgsgeschichte des Struwwelpeters, sondern auch viele weitere Arbeiten von Heinrich Hoffmann in Bildern, Skizzen, Büchern und Briefen. Der Frankfurter Arzt und Autor verfasste den Sruwwelpeter 1844 als Weihnachtsgeschenk für seinen dreijährigen Sohn Carl. Inzwischen wurde der in 45 Sprachen und über 80 deutsche Dialekte übersetzte Struwwelpeter zu einer Kultfigur. Besucher finden im Struwwelpeter-Museum alias Heinrich-Hoffmann-Museum seltene Originalausgaben, exotische Übersetzungen, Kitsch und Kunst. Ganz besonders wendet sich das Museum auch an Kinder. Für sie wurde im Ausstellungsdesign eine „Kinderebene“ mit lustigen Bildern und Spielen eingezogen. Lieblingsort vieler kleiner Besucher ist das Theaterzimmer mit den Struwwelpeter-Kostümen zum Verkleiden. Während der Nacht der Museen wurde Struwwelpeter auch zum Filmstar. Zudem las Ur-Ur-Enkelin, die Schauspielerin Monika Hessenberg, humorvoll aus der Lektüre ihres Vorfahren vor. Ein Höhepunkt war eine Kostümführung der  „Therese Hoffmann“, die durch die Ausstellung ihres „Gatten Heinrich“ geleitete.

Gesang der Schamanen im Archäologischen Museum

Simon Saaàt Mareinen und Niko Valkeapää präsentieren rituelle Gesänge der saamischenSchamanen vor vollem Haus in der Karmeliterkirche des Archäologischen Museums. © massow-picture
Simon Saaàt Mareinen und Niko Valkeapää präsentieren rituelle Gesänge der saamischenSchamanen vor vollem Haus in der Karmeliterkirche des Archäologischen Museums. © massow-picture

Entführt in eine Zeit vor unserer Zeit wurden Nachtschwärmer im Archäologischen Museum. Das für seine regionalen archäologischen vor- und frühgeschichtlichen Funde aus der Stein- bis zur Römerzeit, für seine internationale Sonderausstellungen, wissenschaftliche Forschung, Bildungs- und Restaurierungsarbeiten bekannte Haus, hatte unter anderem eingeladen zu rituellen Gesängen (Joiken) der saamischen Schamanen mit dem Sänger Simon Issát Mareinen der schwedisch-norwegischen Band ÀRA.

Die Nachtschwärmer konnten viele Ausstellungsstücke zum Alltagsleben der Saamen bestaunen, wie hier ein Zelt und einen Schlitten. © massow-picture
Die Nachtschwärmer konnten viele Ausstellungsstücke zum Alltagsleben der Saamen bestaunen, wie hier ein Zelt und einen Schlitten. © massow-picture

Neben dem Schlagen der Zaubertrommel versetzte das Joiken den saamischen Schamanen in rituelle Ekstase. Mareinen trat um 19, 21, 23 und 24 Uhr in der farbig illuminierten Karmeliterkirche des Museums gemeinsam mit dem finnischen Saamen Niko Valkeapää auf, der auch unter Jazz-Musikliebhabern bekannt ist.

Ausstellungsstücke aus  dem Alltagsleben der Saamen, hier: diverse Felle und Geweihe, aber auch eine Bilderschau über ihr Leben.  © massow-picture
Ausstellungsstücke aus dem Alltagsleben der Saamen, hier: diverse Felle und Geweihe, aber auch eine Bilderschau über ihr Leben. © massow-picture

Um 20, 22. und 24 Uhr gab es „Renrajd Vualka“, Erzählungen zum Leben der Saamen. Renraja nennt man den Zug der Rentierschlitten-Gespanne und der Trag-Rentiere. VUALKA ist der südsaamische Begriff für „sich auf den Weg machen“. Getreu dem Motto „Wir zeigen ein Stück Lappland“ erzählten die Mitarbeiter Besuchern über das Leben der Saamen und im Besonderen über das Schicksal einer schwedischen Saamin, die um 1580 an den Hof des damaligen Landgrafen Wilhelm IV. von Hessen Kassel verbracht wurde. Zelte, Schlitten und zahlreiche weitere Ausstellungsstücke zum Alltagsleben der Saamen veranschaulichten die Berichte.

50er Jahre Schauplätze im Institut für Stadtgeschichte

Zur diesjährigen Nacht der Museen zeigte das Institut für Stadtgeschichte die Sonderausstellung Frankfurt in den 50er Jahren. © massow-picture
Zur diesjährigen Nacht der Museen zeigte das Institut für Stadtgeschichte die Sonderausstellung Frankfurt in den 50er Jahren. © massow-picture

Ein ausgesprochener Anziehungspunkt waren auch die zwei Ausstellungen im Institut für Stadtgeschichte, dem Nachbarn des Archäologischen Museums. Im Dormitorium drehte sich in der Schau „Schauplätze“ alles um Frankfurt in den 50er Jahren. Anhand von 150 Fotos werden Themen wie Wiederaufbau, Wirtschaftswunder, US-Hauptquartier und Messe und Verkehr lebendig. Zwei Kuratorenführungen, einmal von Tobias Picard M.A. gegen 20 Uhr, und von Dr. Michael Fleiter gegen 22 Uhr, kamen gut an. In den Foyers konnten Kunstinteressenten die großformatigen  „Farbsuggestionen“ der Frankfurter Künstlerin Renate Saubermeister (1937 bis 2012) bestaunen.

Walkingband "Drei zu Null" ließ musikalisch die 50er Jahre wieder aufleben. © massow-picture
Walkingband „Drei zu Null“ ließ musikalisch die 50er Jahre wieder aufleben. © massow-picture

Im Refektorium heizte die Walkingband „Drei zu Null“ jeweils um 19, 21. 23 und 24 Uhr in verträglicher Lautstärke mit Schlagern der 50er Jahre ein. Wer Lust hatte konnte sich Björn Wissenbach M.A. zu einer Stadtrundgang über „Frankfurts Wirtschaftsgeschichte“ anschließen oder Sabine Mannel M.A. zwischen 19 und 1 Uhr mit festem Schuhwerk zu einer Taschenlampenführung durch das Fischergewölbe mit ehemaligem Anlegesteg für die Nachen (flachen Boote) der Mainfischer unter der Alten Brücke folgen. Diese dienten den Mainfischern bis 1926 als eine Art Werft.

Viel Betrieb herrschte im Caricatura, dem Museum für komische Kunst. © massow-picture
Viel Betrieb herrschte im Caricatura, dem Museum für komische Kunst. © massow-picture

Besonderer Beliebtheit erfreuten sich die Ausstellungen und Events vom Goethe-Haus, Caricatura-Museum, Haus am Dom, Dom-Museum, von Städel Museum, Museum Angewandte Kunst und Museum Judengasse: Im Städel nahmen zahlreiche Besucher das Angebot der Meisterwerke-Führungen durch das Haus wahr, um anschließend zu funkigen House- und Disco-Sounds im Metzler-Saal zu tanzen. Beflügelt von den lebhaften Trommelperformances von Max Gaertner und der FutureArtPerformanceGroup, durchliefen die Besucher mit viel

Besucher- Magnet war auch wieder die Schirn mit ihren Ausstellung "Ich" und "Joan Miro", die noch bis zum 12. Juni zu besichtigen ist. © massow-picture
Besucher- Magnet war auch wieder die Schirn mit ihren Ausstellung „Ich“ und „Joan Miro“, die noch bis zum 12. Juni zu besichtigen ist. © massow-picture

Spaß den interaktiven Parcours zum Glücklichsein im Museum Angewandte Kunst – die Ausstellung „The Happy Show“ war erst am vergangenen Freitag eröffnet worden. Neben Führungen durch die neue Dauerausstellung des kürzlich wiedereröffneten Museum Judengasse lauschten die Besucher konzentriert den venezianischen kantoralen Klängen aus der Renaissance.

Die Gartenfassade des Bolongaropalasts erstrahlt zur NACHT im faszinierenden Lichtspiel der Farben und Formen!
Die Gartenfassade des Bolongaropalasts erstrahlt zur NACHT im faszinierenden Lichtspiel der Farben und Formen!

Auch die denkmalgeschützte Höchster Altstadt zog viele Kunstwandler in ihren Bann: Während Michael Quast mit seiner Lesung über kauzige Originale für heitere Stimmung im Bolongaropalast sorgte, begeisterte das Frankfurter Blechbläserquartett mit seinem Jazz-Medley vom Höchster Schlossturm aus die Zuhörer. Hinter den historischen Mauern des Bolongaropalasts erwachten die Zeiten des Barock, des Rokoko und der alten Römer bei historischen Tanzaufführungen zum Leben, gefolgt von einer audiovisuellen Installation auf der Fassade des Gebäudes.

Ausgesprochen bunt ging es im Museum für Kommunikation zu; hier wurden die 80er zum Leben erweckt. Besucher konnten ihr tänzerisches Geschick im Stil von Dirty Dancing, Flashdance und Footloose unter Beweis stellen, eine flippige Disco-Diva-Karaoke-Show sorgte zudem für heitere Stimmung. Nebenan im Filmmuseum schlüpften viele Besucher in die Rollen ihrer Lieblingsfilm-Helden und verewigten sich auf ihren persönlichen Bluebox-Fotos, während im Experiminta ScienceCenter das Geheimnis von optischen Täuschungen und Fliehkraft gelüftet wurde.

Musikalisch ging es mit Indian Vibes im Deutschen Architekturmuseum heiß her, und im Offenbacher Ledermuseum wurde ordentlich geswingt und gejazzt. Nachtschwärmer kamen in der besonderen Atmosphäre des Höchster Bolongaropalastes und auf dem Dach des Skyline Plaza mit spektakulärem Blick auf Frankfurts Wolkenkratzer auf ihre Kosten. Hier wurde zu frischen Partysounds ausgelassen bis in den frühen Morgen gefeiert.

„Junge Kunst mit Zukunft“ stand bei der EY-Benefizauktion im Museum Angewandte Kunst zur Versteigerung: 26 ausgewählte Werke junger Künstler der Frankfurter Städelschule und der Offenbacher Hochschule für Gestaltung (HfG) kamen unter den Hammer und wurden für insgesamt 60.159 € versteigert.

Weitere Informationen über das Programm der Nacht der Museen 2016

„Die Fauna in den Gewässern des Rhein-Main-Gebietes“ Vortrag im Senckenberg Forschungsinstitut, Frankfurt

dfg-vielfaltVortrag „Vielfalt im Fluss: Die Fauna in den Gewässern des
Rhein-Main-Gebietes“ von Dr. Andrea Sundermann:

Frankfurt, den 22.4.2016. Das Leben in den Gewässern verändert sich schnell – einwandernde Arten, Baumaßnahmen, Kühlwasserentnahme und Klimawandel führen zu ganz neuen Lebensbedingungen und -gemeinschaften.
Maßnahmen zur Gewässerreinhaltung und naturnaher Rückbau vieler Uferzonen dienen der „Wiedergutmachung“ – aber greifen sie auch? Wie ist es um Wasserqualität und biologische Vielfalt in den Gewässern in Rhein-Main bestellt? Und ist das für uns Landbewohner überhaupt wichtig?

Die vortragende Biologin Andrea Sundermann erforscht die Funktionalität der Fließgewässer sowie die Ursachen des Biodiversitätsverlustes und entwickelt Lösungsstrategien für Renaturierungsmaßnahmen.

Referentin: Dr. Andrea Sundermann, Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt, Standort Gelnhausen

Datum: Mittwoch, 27. April, 19:15 Uhr
Ort: Hörsaal des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums
(BiK-F), Georg-Voigt-Straße 14, 60325 Frankfurt.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Vortrag ist Teil der Reihe „Vielfalt zählt! – Eine Expedition
durch die Biodiversität“, die begleitend zur DFG-Wanderausstellung
„VIELFALT ZÄHLT!“ im Senckenberg Naturmuseum
(www.vielfalt-zaehlt.de/home/) stattfindet.
Weitere Termine unter:
http://vielfalt-zaehlt.de/rahmenprogramm-app/rahmenprogramm/)

dfg-vielfaltVortrag von Prof. Dr. Georg Zizka: Banken, Börse, Biodiversität –
Frankfurts grünes „Kapital“

Frankfurt, den 8.4.2016. Ballungszentren und Großstädte sind ein erstaunlich vielfältiger Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und zwar nicht nur für weit verbreitete Allerweltsarten. Frankfurt macht da keine Ausnahme: Die Senckenberg-Arbeitsgruppe Biotopkartierung ist Teil der Abteilung Botanik des Frankfurter Instituts und erfasst seit 1985 flächendeckend die erstaunliche biologische Vielfalt im gesamten Stadtgebiet. Natur in der Stadt ist nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch wertvoll: Als Erholungs- und Bewegungsraum sowie als Schadstoffsenke und Klimaausgleich – naturnahe Räume tragen erheblich zur Lebensqualität in der Bankenmetropole bei.

Wie sieht also eine nachhaltige Stadtentwicklung aus und wie können wir die Informationen zur Biodiversität dafür nutzen? Der Botaniker Georg Zizka ist Leiter der Arbeitsgruppe Biotopkartierung und erforscht die pflanzliche Diversität, ihre Entstehung und Veränderung unter dem Einfluss des Menschen.

Referent: Prof. Dr. Georg Zizka, Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt
Datum: Mittwoch, 13. April, 19:15 Uhr
Ort: Hörsaal des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums
(BiK-F), Georg-Voigt-Straße 14, 60325 Frankfurt.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Vortrag ist Teil der Reihe „Vielfalt zählt! – Eine Expedition
durch die Biodiversität“, die begleitend zur aktuell im Senckenberg
Naturmuseum gezeigten DFG-Wanderausstellung „VIELFALT ZÄHLT!“
(www.vielfalt-zaehlt.de/home/) stattfindet. Weitere Termine (siehe
auch http://vielfalt-zaehlt.de/rahmenprogramm-app/rahmenprogramm/)

Die Welt baut ihr Museum: Senckenberg-Wahrzeichen Diplodocus longus in der Frankfurter Commerzbank-Zentrale.

Foto © massow-picture
Foto © massow-picture

Das Senckenberg-Wahrzeichen Diplodocus longus verlässt seinen angestammten Platz vor dem Senckenberg Naturmuseum: Die Commerzbank-Stiftung, Initiativförderer des Um- und Neubaus des Senckenberg Naturmuseums, sorgt für eine vorübergehende Unterbringung des Langhals-Dinosauriers in der Frankfurter Commerzbank-Zentrale. Der Umzug des Giganten ist der Start für die öffentliche Fundraisingkampagne zur Finanzierung des „Projekt Senckenberg 2020 – Neues Museum“.

Vom 8. März bis 3. Juni 2016 ist das Senckenberg-Wahrzeichen, die Rekonstruktion desDiplodocus longus, in der Lobby der Frankfurter Commerzbank-Zentrale ausgestellt. Der pflanzenfressende Dinosaurier lebte vor rund 160 bis 150 Millionen Jahren in Nordamerika. Mit einer Länge von 28 Metern und einer Höhe von rund 7 Metern vermittelt die fast eine Tonne schwere Nachbildung ein realistisches Bild über die vermutete tatsächliche Lebensgröße des mächtigen Urzeitriesen.
Astrid Kießling-Taskin, Vorstand der Commerzbank-Stiftung, sagt: „Das Senckenberg Naturmuseum gehört zum kulturellen Erbe in Frankfurt. Seit fast 200 Jahren ist das Museum der Ort, an dem die Besucher die Faszination von 500 Millionen Jahren Erdgeschichte sowie den Reichtum der Tier-und Pflanzenwelt hautnah erleben können. Das soll auch in Zukunft so bleiben, deshalb unterstützen wir das Senckenberg Naturmuseum. Insbesondere die neuen, zielgruppen- und dialogorientierten Vermittlungsprogramme werden dazu ihren Beitrag leisten.“ Als Initiativförderer gab die Stiftung bereits im vergangenen Jahr bekannt, das Museum mit gut 500.000 Euro zu unterstützen.
Der Diplodocus kann von Montag bis Freitag – außer anFeiertagen – von 10 bis 18 Uhr in der Lobby der Commerzbank-Zentrale in der Frankfurter Innenstadt besichtigt werden.

Anderen Museumsbesuchern steht der Umzug noch bevor

Wortstark sind auch andere Bewohner des Senckenberg Naturmuseums auf der Suche nach einem neuen Platz in der Dauerausstellung: Zwischen dem 1. und 10. März ist den zahlreichen im gesamten Frankfurter Stadtgebiet angebrachten Großplakaten zu entnehmen, dass eine Giraffe nach fast 200 Jahren Depot-Daseins dieses nun endgültig beenden will. Die Saiga-Antilope aus der eurasischen Steppe wiederum will einen ruhigen Rastplatz – mit dem entsprechenden Sicherheitsabstand zu ihrem bisherigen Nachbarn, einem afrikanischen Löwen. Die Botschaft ist klar: „Das Senckenberg-Museum platzt aus allen Nähten. Wir brauchen mehr Raum für unsere Ausstellungsobjekte – die alten und die neuen“, sagt Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger, Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung. Bis 2020 soll die Grundfläche des Museums von heute rund 6.000 auf 10.000 Quadratmeter vergrößert werden. Hierfür wird eine Summe von rund 56 Millionen Euro benötigt. „Bis wir so weit sind, haben auch andere großzügige Unterstützer des Senckenberg-Neubaus die Möglichkeit, ausgewählte Ausstellungsstücke zeitweise bei sich zu beherbergen und dem Beispiel der Commerzbank-Stiftung zu folgen“, stellt Mosbrugger in Aussicht.
Zahlreiche Unternehmen haben bereits zugesagt, sich bei demProjekt „Die Welt baut ihr Museum“, zu beteiligen. Das aktuelle Spendenvolumenbeläuft sich auf 9,5 Millionen Euro, wie dem aktuellen Stand des Spendenbarometers unter https://die-welt-baut-ihr-museum.de zu entnehmen ist. Ziel der Fundraisingkampagne ist es, auch die Bevölkerung in und um Frankfurt anzusprechen.

Die eigene persönliche Erfahrungswelt ist Ausgangspunkt desneuen Vermittlungskonzepts

Stellvertretend für den neuen museumspädagogischen Vermittlungsansatz des Senckenberg Naturmuseums steht der ebenfalls in der Lobby der Commerzbank ausgestellte Biodiversitätstisch. Zehn plastische Modelle biologischer Arten gilt es, auf dieser interaktiven Konsole entsprechend ihrer Verwandtschaft zu sortieren: In welchem Verhältnis stehen Waran und Krokodil und wem von beiden steht der Wellensittich näher? Spielerisch können zur Lösung der Aufgabe verschiedene biologische Herangehensweisen ausprobiert werden: Welche Anhaltspunkte gibt einerseits der Körperbau der Tiere, welche andererseits die Analyse ihres Genoms?
„Wie das Beispiel zeigt“, so Mosbrugger, „steht der interaktive Ansatz im Zentrum des neuen Vermittlungskonzepts. Wir wollen, dass sich die Besucher selbst mit den Inhalten einer Ausstellung auseinandersetzen. Unser Ziel ist es, über die individuellen Interessen und Erfahrungen, die Neugierde und die Begeisterung für die Themenschwerpunkte des Senckenberg Naturmuseums zu wecken. Kurz gesagt – der Museumsbesuch soll eine Brücke zu Wissenschaft und Forschung schlagen.“

Das Netz des Lebens – Neue Sonderausstellung „Vielfalt zählt! Eine Expedition durch die Biodiversität“ im Senckenberg-Museum

dfg © Deutsche Forschungs- Gesellschaft
dfg © Deutsche Forschungs- Gesellschaft

Neue Sonderausstellung „Vielfalt zählt! Eine Expedition durch die
Biodiversität“ startet am 19. Februar im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt

Frankfurt, den 17.2.2016. Vom höchsten Berg bis zur tiefsten Stelle im Meer, von den eisigen Polen bis in die trockensten Wüsten wird unsere Erde von einem Netz des Lebens umspannt, das eine unermessliche Vielfalt birgt. Die Wanderausstellung „Vielfalt zählt! Eine Expedition durch die Biodiversität“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) macht an zehn Stationen erlebbar, was biologische Vielfalt bedeutet und wie wir sie erforschen. Über 50 interaktive Exponate und Medieninstallationen laden zum Beobachten, Mitmachen und Miterleben ein. Vom 19. Februar bis 26. Juni 2016 ist sie im Senckenberg Naturmuseum zu sehen.

Im Mittelpunkt steht die große Eiche. Rund herum spannt sich ein mit Linien und Pfeilen verbundenes Netz von Tieren und Organismen. Ein Falter legt seine Eier unter die Borke; ein Vogel frisst den Falter; Ameisen leben im Laub am Fuß des Baums; Rötelmaus, Wildschwein und Reh ernähren sich von Eicheln und jungen Trieben. Alles hängt mit allem zusammen. Das Netz des Lebens, die Biodiversität, beinhaltet mehr als die Vielfalt der Tiere. Es geht auch um die Vielfalt der Gene, die Vielfalt der Wechselwirkungen zwischen Organismen und die Vielfalt der Lebensräume selbst. Wie dies genau funktioniert – von den großen Zusammenhängen bis ins kleinste Detail – versucht die Biodiversitätsforschung zu verstehen. Einen kleinen Einblick in die Biologische Vielfalt auf unserem Planeten und ihre Erforschung gibt die Ausstellung „Vielfalt zählt!“ anhand anschaulicher Beispiele und den drei Lebensräumen Wiese, Wald und Gewässer.

So kann man beispielweise Biodiversität in der Ausstellung hören oder riechen und erfährt, dass rund die Hälfte aller Säugetierarten Nagetiere sind. Primaten, zu denen auch der Mensch gehört, sind mit 400 Arten nur eine winzig kleine Gruppe. Wimmelbilder geben kombiniert mit einem Wissensquiz einen Eindruck, welche Organismen in Wald, Wiese und Gewässern leben. An orangefarbenen Notrufsäulen melden sich bedrohte Arten zu Wort, während in der Schatztruhe Schlüsselarten der Lebensräume vorgestellt werden, die auch uns Menschen lebenswichtige Güter zur Verfügung stellen, wie saubere Luft, klares Wasser, ertragreicher Boden und vieles mehr. Wer tiefer in die Forschung einsteigen möchte, kann sich Filme ansehen, in denen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen ihre aktuellen Projekte rund um den Globus vorstellen. Interaktive Ausstellungsstücke verbinden die drei vorgestellten Lebensräume. In einem virtuellen Garten können Besucherinnen und Besucher zum Beispiel Vielfalt selber pflanzen und eine Animation der Meeresströme zeigt, welchen Weg Plastikmüll rund um den Globus nimmt.

Auf den dunklen Wänden der Wunderkammer am Ende der Ausstellung wirken die Lebensräume noch einmal optisch und akustisch in ihrer Gesamtheit.
In der Selfie-Box werden Besucher buchstäblich Teil der biologischen Vielfalt und können ein digitales Andenken an ihren Besuch mitnehmen.
Familien können mit einer Forscherkarte zudem die Ausstellung erkunden und auch für Lehrer und Schulkassen werden Materialien zur Ausstellung bereitgestellt.

Der Eintritt ist im Ticket für das Senckenberg Naturmuseum enthalten.

Fotowettbewerb
Begleitend zu der Ausstellung „Vielfalt zählt!“ veranstaltet das Senckenberg Naturmuseum einen Fotowettbewerb unter dem Motto „Wir in der Natur“. Mit dem Schlagwort #WirInDerNatur können Senckenberg-Fans ihre schönsten Schnappschüsse aus der Natur in den sozialen Netzwerken Instagram und Facebook einreichen. Erwünscht sind Bilder von und aus Wald, Wiese, Meer, sowie den dort lebenden Tieren oder Pflanzen – dabei spielt es keine Rolle, ob diese aus fernen Ländern oder dem heimischen Garten stammen. Einsendeschluss ist der 12. Juni 2016. Die drei schönsten, kreativsten oder faszinierendsten Fotos werden vom 13. bis 26. Juni in der Ausstellung im Senckenberg Naturmuseum gezeigt.
Unter allen Einsendungen werden eine Patenschaft für die Texas-Krötenechse, sowie eine Familien- und Einzelmitgliedschaft der
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung verlost.
http://tinyurl.com/WirInDerNatur

Begleitet wird die Ausstellung zudem durch eine Vortragsreihe sowie Führungen und Veranstaltungen für Kinder, Familien und Erwachsene. Mehr unter www.Seckenberg.de/veranstaltungen

„Jugend forscht“-Regional-Sieger im Senckenberg-Naturmuseum Frankfurt gekürt

Sieben „Jugend forscht“-Sieger sind eine Runde weiter

Jugend forscht - Mit Begeisterung dabei.Foto © massow-picture
Jugend forscht – Mit Begeisterung dabei.Foto © massow-picture

Frankfurt, den 12.02.2016. Gibt es ein Kraut gegen Leberkrebs?, MINOS-Merkfähigkeit In Neuartigen Orientierungs Situationen, Umweltfreundliche und faserverstärkte Tüte, Käfige für Moleküle, Origametrie – gefaltete Schönheit, Computersimulation des Mpemba-Effekts und Passive Lokalisierung von Schallquellen – diese sieben „Jugend forscht“-Arbeiten von Schulen aus Frankfurt am Main, Neu-Isenburg, Gonsenheim, Flörsheim, Bad Vilbel und Hofheim errangen heute den Regionalsieg beim sechsten Regionalwettbewerb Rhein-Main West im Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main.

Die Schülerinnen und Schüler haben sich damit für den Landeswettbewerb Hessen am 12. und 13. April in Darmstadt qualifiziert. Vier weitere Regionalsieger kürte die ehrenamtliche Jury in der Nachwuchskategorie „Schüler experimentieren“ (Teilnehmer bis 14 Jahre). Die Deutsche Bank unterstützt als neues Patenunternehmen den Wettbewerb.

Joshua Azvedo (13) Graf-Stauffenberg-Gymnasium Flörsheim Spikes unter Spannung.
Joshua Azvedo (13) Graf-Stauffenberg-Gymnasium Flörsheim
Spikes unter Spannung.Foto © massow-picture

Eine sehr originelles Projekt in der Nachwuchskategorie „Schüler experimentieren“ präsentierte  Joshua Azvedo (13) des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums Flörsheim unter dem etwas irritierenden Titel „Spikes unter Spannung“. Denn eigentlich müsste es  Schritt-Stromerzeuger  oder  Sohlen-Aufladegerät heißen. Über eine, in der Schuhsohle integrierten Induktionstechnik ist der junge Forscher dabei, ein  kabelloses Aufladegerät  für Smartphones  zu entwickeln. Einfach genial. Für dieses sehr vielversprechende  Vorhaben vergab die Jury  gern den  -3. Platz  der Sparte Technik.

Dieser erste "Sohlengenerator" funktioniert bereits.Foto © massow-picture
Dieser erste „Sohlengenerator“ funktioniert bereits.Foto © massow-picture

Joshua Azvedos Prototyp eines experimentellen Schuhsohlengenerators erzeugt bei simulierten   Auftritts-Bewegungen bereits Strom, um eine kleine Batterie aufzuladen. Durch Bewegungen wird im Wesentlichen, wie Joshua erklärt, ein Magnet zwischen mehreren Spulen gedreht, wodurch Spannung induziert wird. Dies funktioniere durch die Lorentzkraft, wie der Jungforscher  weiter ausführt, welche bewirke, dass Elektronen verschoben würden, so dass beim Bewegen des Magneten eine Spannung von 0,1V entstünde. die er, so Joshua, mit einem Transistor zu über 10V vergrößeren können, so dass es zum Aufladen elektronischer Kleingeräte wie ein Handy reiche.

(vl) Noëlle Klasner (13), Hannah Heidelmeyer (14) Auf der Leiter steht ein 5 L-Wasserkanister mit angebrachtem Schlauch. Wenn man den kleinen Hahn unten öffnet fliest das Wasser durch die  durch die Peltonturbine, treibt dabei einen Minigenerator an und bringt ein LED-Lämpchen zum Leuchten. Es funktioniert. Foto © massow-picture
(vl) Noëlle Klasner (13), Hannah Heidelmeyer (14) Auf der Leiter steht ein 5 L-Wasserkanister mit angebrachtem Schlauch. Wenn man den kleinen Hahn unten öffnet fliest das Wasser durch die durch die Peltonturbine, treibt dabei einen Minigenerator an und bringt ein LED-Lämpchen zum Leuchten. Es funktioniert. Foto © massow-picture

Ein ebenso pfiffiges System zur Energiegewinnung, jedoch durch Regenwassernutzung, haben Noëlle Klasner (13) und Hannah Heidelmeyer (14) entwickelt. Sie gehen in das gleiche Graf-Stauffenberg-Gymnasium in Flörsheim wie Joshua Azvedo. Das Prinzip ihrer Energiegewinnung: Regenwasser wird, bevor es vom Dach durch Regenwasserfallrohre ungenutzt abfließt, gesammelt und über einen mit einem Hahn versehenen Schlauch kontrolliert auf eine Peltonturbine abgeleitet. Wenn diese – ähnlich wie ein kleines Wasserrad zu routieren beginnt, springt der an ihr angeschlossene Generator an und produziert Strom. Unter Laborbedingungen können bereits LEDs zum Leuchten gebracht werden. Je höher ein Gebäude ist, desto größer der Wasserdruck und die Energieeffizienz. Gedacht ist das – recht preiswert herzustellende – Verfahren als Möglichkeit, zusätzliche Energie über Regen zu gewinnen, insbesondere in regenreicheren Gegenden. Besonders dürfte so ein Verfahren sich bei größeren Mehrfamilienhäusern, Wohnkomplexen und Hochhäusern lohnen. Auf ihre Idee, Energie durch Regen zu gewinnen, waren die beiden Jungforscherinnen gestoßen während eines Schulprojektes „Bau- und Betrieb von Schüler-Forschungshäusern am Regionalparkportal Weilbacher Kiesgruben“. Energiegewinnung ist ihr großes Thema, wohl auch beruflich einmal, wie sie verraten. Für ihr Projekt „Regen durch Energie“ vergab die Jury ihnen den Sonderpreis Umwelttechnik. Eine tolle Auszeichnung für ein tolles Projekt.

Gegen Krebs ist doch ein Kraut gewachsen.  Robert Cieslinski (16), Lukas Helfrich (16)  Goetheschule Neu-Isenburg erhielten unter den Siegern den 1. Platz im Fach Biologie Foto © massow-picture
Gegen Krebs ist doch ein Kraut gewachsen.
Robert Cieslinski (16), Lukas Helfrich (16)
Goetheschule Neu-Isenburg erhielten unter den Siegern den 1. Platz im Fach Biologie
Foto © massow-picture

Revolutionär könnte  der Einsatz des eigentlich als gefährlich eingestuften Jakobskreuzkrautes gegen Leberkrebs sein. Das Kraut enthält Pyrrolizidin-Alkaloide, Giftstoffe, die für Weidetiere, etwa für Pferde, sehr gefährlich sind,  in  geringerem Maße für auch den Menschen. Den beiden Jungforschern Robert Cieslinski (16)  und Lukas Helfricht (16)  aus der Chemie-AG der Goetheschule Neu-Isenburg, gelang es nachzuweisen, dass das Jakobskreuzkraut  besonders toxisch auf Leberzellen reagiert. Wenn es nun gelänge, eine geeignete Dosierung zu finden, die für den normalen menschlichen Organismus harmlos bleibt, aber gegenüber Leberkrebszellen tödlich wirkt, wäre ein Natur-Heilmittel gegen verschiedene Formen von  Leberkrebs gefunden. Einfach genial wäre das. Das fand auch die Jury und belohnte die beiden Bioforscher mit dem  ersten Preis von Jugend forscht.

 

1. Platz Mathematik / Informatik ging an  Szilard Nistor (16), Hannah Gebhardt (15), Barbora Sebaste (15)  Graf-Stauffenberg-Gymnasium Flörsheim Origametrie - gefaltete SchönheitFoto © Foto: Senckenberg, Tränkner
1. Platz Mathematik / Informatik ging an
Szilard Nistor (16), Hannah Gebhardt (15), Barbora Sebaste (15)
Graf-Stauffenberg-Gymnasium Flörsheim
Origametrie – gefaltete Schönheit, Foto © Foto: Senckenberg, Tränkner

Auch in diesem Jahr stand der Saal der Wale und Elefanten des Senckenberg Naturmuseums Frankfurt wieder ganz im Zeichen des wohl bekanntesten Nachwuchswettbewerbs Deutschlands „Jugend forscht“. Die Teilnehmerzahl brach Rekorde: 37 Projekte gingen an den Start – so viele wie noch nie zuvor; 29 Mädchen und 43 Jungen wetteiferten um die Teilnahme am Landeswettbewerb „Jugend forscht“ in den Kategorien Arbeitswelt, Biologie, Chemie Geo-/Raumwissenschaften, Mathe/Informatik, Physik und Technik. Mit Geld- und Sachpreisen im Wert von insgesamt 1.995 Euro wurden die Sieger, aber auch zahlreiche weitere Teilnehmer belohnt. Auch für den besten betreuenden Lehrer aus der Goetheschule in Neu-Isenburg gab es einen Preis sowie einen Schulpreis für das Graf-Stauffenberg-Gymnasium in Flörsheim.

(vl.) Willem Warnecke, Patenbeauftragter der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, Dagmar Crasemann, Wettbewerbsleiterin, Dr. Matthias Büger, Patenbeauftragter der Deutschen Bank und 1989 Bundessieger von Jugend forscht im Fach Mathematik, Dr. Nico Kock, Mitglied des Vorstands der Stiftung Jugend forscht e. V., Foto © massow-picture
(vl.) Willem Warnecke, Patenbeauftragter der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, Dagmar Crasemann, Wettbewerbsleiterin, Dr. Matthias Büger, Patenbeauftragter der Deutschen Bank und 1989 Bundessieger von Jugend forscht im Fach Mathematik, Dr. Nico Kock, Mitglied des Vorstands der Stiftung Jugend
forscht e. V., Foto © massow-picture

„Wissenschaft und Forschung ist bei Senckenberg nicht nur ein Beruf, es ist eine Passion, die uns antreibt. Diese Begeisterung und Leidenschaft sehe ich auch bei den Teilnehmern des Wettbewerbs“, sagt Dr. Bernd Herkner, Juror und Leiter der Abteilung Museum des Senckenberg Naturmuseums Frankfurt, und fährt fort: „Wir freuen uns, Jugend forscht zum sechsten Mal hier bei uns zu haben, denn die Nachwuchswissenschaft zu fördern, ist eine Investition in unsere Zukunft.“ Matthias Büger, Patenbeauftragter der Deutschen Bank und 1989 selbst einmal Bundessieger Mathematik bei Jugend forscht, gratuliert den Gewinnern und ergänzt: „Nutzt die Chance von Jugend forscht als Sprungbrett. Das Leben ist wie ein großer See, der erkundet werden will. Auch wenn es dafür Hilfsmittel und Tipps gibt, schwimmen müsst ihr selbst.“ „Jugend forscht dankt der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und der Deutschen Bank und auch der ehrenamtlichen Wettbewerbsleiterin Dagmar Crasemann sehr herzlich, dass sie als hervorragende Gastgeber den Forscherinnen und Forschern ein so ausgezeichnetes Forum für ihre Ideen bieten,“ sagt Dr. Nico Kock, Mitglied des Vorstands der Stiftung Jugend forscht e. V. Jugend forscht.

Jugend forscht /Jugend experimentiert Präsentation der Projekte im Saal der Wale und Elefanten. Foto © massow-picture
Jugend forscht /Jugend experimentiert Präsentation der Projekte im Saal der Wale und Elefanten. Foto © massow-picture

Jugend forscht – die Sieger
(Liste der Sieger, Schule und Projekttitel)

1. Platz

1. Platz Biologie
Robert Cieslinski (16), Lukas Helfrich (16)
Goetheschule Neu-Isenburg
Ist gegen Leberkrebs doch ein Kraut gewachsen?

1. Platz Biologie
Franziska Laing (18), Valerian Klein (17)
Georg-Büchner-Gymnasium Bad Vilbel
MINOS-Merkfähigkeit In Neuartigen Orientierungs Situationen – Eine Studie zur Orientierungsfähigkeit Jugendlicher

1. Platz Chemie
Tobias Weinaus (18), Joshua Vassilakis (18), Johannes Füssler (19)
Max-Beckmann-Schule Frankfurt am Main
Käfige für Moleküle

1. Platz Arbeitswelt
Angelika Rahlwes (17), Aniton Antonys (16), Cecilie Helling (16) Otto-Schott Gymnasium Gonsenheim
Umweltfreundliches Einkaufen mit faserverstärkter Tüte

1. Platz Mathematik / Informatik
Szilard Nistor (16), Hannah Gebhardt (15), Barbora Sebaste (15)
Graf-Stauffenberg-Gymnasium Flörsheim
Origametrie – gefaltete Schönheit

1. Platz Physik
Martin Marcks (15)
Georg-Büchner-Gymnasium Bad Vilbel
Computersimulation des Mpemba-Effekts

1. Platz Physik und Sonderpreis für das beste interdisziplinäre Projekt
Yannik Schaper (17)
Main-Taunus-Schule Hofheim
Passive Lokalisierung von Schallquellen

2. und 3. Platz

3. Platz Biologie
Pablo Felipe Aguila Suarez (19), Manuel Fiz (18)
Pestalozzi Schule/ Ciudad Autónoma de Buenos Aires
Transformationseffizienz in Abhängigkeit von Dauer und Temperatur des thermischen Schocks

2. Platz Chemie und Sonderpreis Nachwachsende Rohstoffe
Ana Waschnewski (16), Katharina Drexel (14)
Goetheschule Neu-Isenburg
Gib dem Affen Zucker!

3. Platz Chemie und Sonderpreis Erneuerbare Energien
Lukas Kempf (16), Pauline Welz (16)
Schule am Ried Frankfurt am Main
Die Brennstoffzelle 2.0 – Die Zukunft beginnt jetzt!

3. Platz Physik
Lara Dippel (17), Bjarne Bensel (18)
Weidigschule Butzbach
Abendrot und Himmelblau

Sonderpreise

Sonderpreis Senckenberg 1 Schülermitgliedschaft für jeden Teilnehmer
Jan Heuer (16), Manuel Helmer (13)
Franziskanergymnasium Kreuzburg Großkrotzenburg
Liesegang’sche Ringe – Zufallsprodukt oder kontrollierbares Phänomen?
Jugend forscht, Chemie

Sonderpreis „bild der wissenschaft“ Jahresabonnement
Antony Weiss (19), Burggymnasium Friedberg
Die Natur als alternatives Desinfektionsmittel
Jugend forscht, Biologie

Sonderpreis „natur“ Jahresabonnement der Zeitschrift Stiftung Jugend forscht e. V.
Judith Süßenberger (16), Josefine Wörn (16) Schule am Ried Frankfurt am Main
Gefahr durch Mikrowellen?
Jugend forscht, Chemie

Schüler experimentieren – die Sieger
(Liste der Sieger, Schule und Projekttitel)

1. Platz

1. Platz Chemie
Kilian Schmitt (13), Maurice Goldmann (14)
Ziehenschule Frankfurt am Main
Versiegelung von Marmor zum Schutz vor Umwelteinflüssen

1. Platz Physik
Arne Weyerhäuser (13)
Weidigschule Butzbach
Uranbelastung von Düngemitteln

1. Platz Arbeitswelt
Jannik Fritsch (14), Tim Küstner (14) Elisabethenschule Hofheim
Roboterarm WRJT 0.4

1. Platz Geo- und Raumwissenschaften sowie Sonderpreis Physikalischer Verein je Teilnehmer 3 Freikarten Science Slam
Timon Kleiber (11)
Graf-Stauffenberg-Gymnasium Flörsheim
Die Herren der Ringe

2. und 3. Platz

2. Platz Chemie und Sonderpreis ExperiMINTa je Teilnehmer 3 Eintrittskarten
Jakob Rappolt (14), Luca Wirthmann (14), Karim Aly (13)
Goetheschule Neu-Isenburg
Terra preta- verbessert Kaffee-Kohle das Wachstum von Pflanzen?

3. Platz Chemie
Maximilian Bill (13)
Weidigschule Butzbach
Hält die Werbung, was sie verspricht? Spülmittelvergleich von Handspülmitteln

2. Platz Arbeitswelt
Ali Maung (14)
Graf-Stauffenberg-Gymnasium Flörsheim
Wenn ein Rauchmelder in der Küche ist…?

3. Platz Technik
Joshua Azvedo (13) Graf-Stauffenberg-Gymnasium Flörsheim
Spikes unter Spannung

3. Platz Technik
Zadia Majidi (13), Lisa Scholz (14), Laura Bargender (14) Graf-Stauffenberg-Gymnasium Flörsheim
Wassersparhaus leicht gemacht!

3. Platz Technik
Sönke Schneider (13), Fabian Egler (13) Gymnasium Oberursel Auch Kleinmüll macht Strom

Sonderpreise

Sonderpreis Umwelttechnik
Noëlle Klasner (13), Hannah Heidelmeyer (14)
Graf-Stauffenberg-Gymnasium Flörsheim
Energie durch Regen
Schüler experimentieren, Physik

Sonderpreis „GEOlino“ Jahresabonnement
Nele Kersting (12), Marie König (11)
Wöhlerschule Frankfurt am Main
Essen die Augen mit?
Schüler experimentieren

Fotoausstellung im Senckenbergmuseum stellt ab 5. Feb. 2016 Frankfurter Senioren an ihren Lieblingsorten vor

Foto: Diether v. Goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow

Neue Altersbilder

(pia) Anti-Aging ist ein zentrales Schlagwort unserer Gesellschaft – dabei erreichen immer mehr Menschen ein immer höheres Alter. Einen neuen, bejahenden Blick auf diesen Lebensabschnitt eröffnet ab dem 5. Februar die Sonderausstellung „Das ist doch noch kein Alter! Meine Zukunft in Frankfurt gestalten“ im Senckenberg Naturmuseum. Großformatige Fotografien zeigen Senioren an ihren Lieblingsorten in der Stadt, sie erzählen persönliche Geschichten und vermitteln viel Lebensfreude.

„Wir werden alle nicht jünger und hübscher – aber dafür bekommen wir Weisheit, Erfahrung und Reife geschenkt“, sagt Cäcilia H. Die 83-Jährige ist eine der dreizehn Frauen und Männer, die der Fotograf Hans Keller in Zusammenarbeit mit der Seniorenagentur Frankfurt der gemeinnützigen GFFB für das Projekt ausgesucht hat. Ziel der Ausstellung ist es, die sehr heterogene Gruppe von älteren Menschen in Frankfurt in den Fokus zu nehmen, ihre Vielfalt fernab von Klischees zu verdeutlichen. „Die Ausstellung zeigt, wie selbstverständlich aktiv unsere Senioren am städtischen Alltag teilnehmen. Sie gehören in unsere Mitte und leisten wertvolle Beiträge zum gesellschaftlichen Leben. Wir können von ihrer Lebenserfahrung nur profitieren“, sagt Oberbürgermeister Peter Feldmann, der die Ausstellung eröffnen wird.

„Wir zeigen Senioren in anderen Zusammenhängen, als man es von ihnen erwartet“, sagt Barbara Wagner, Geschäftsführerin der GFFB. Oft werde das Alter mit Krankheit, Trauer und Einsamkeit assoziiert. „Die Lebensfreude, das Interesse oder auch die Fitness kommen viel zu kurz.“ Also rief die Seniorenagentur während der Aktionswochen Älterwerden im Sommer 2015 Menschen ab 65 Jahren dazu auf, an einem Workshop und Casting teilzunehmen und ihre persönliche Sicht auf Frankfurt zu schildern. Aus mehr als 30 Bewerbern wurden schließlich dreizehn Personen für das Foto-Shooting an ihren individuellen Lieblingsorten ausgewählt. Dabei ging es vor allem darum, den Geschichten der Senioren ein Gesicht zu verleihen.

Stiftsfrauen machten den Anfang

Dieses Ziel verfolgt der Bockenheimer Fotograf Hans Keller schon seit 2012. Damals traf er 140 Frauen des Frankfurter Katharinen- und Weißfrauenstifts zusammen, die zwischen 60 und 101 Jahre alt waren. „Das war für das gesamte Team eine überraschende Erfahrung und ein Riesenspaß“, erinnert sich Keller. Der Fotograf war bis dahin hauptsächlich in der oft künstlichen, von jungen Menschen geprägten Welt der Werbebranche tätig. „Dann kamen wir in Berührung mit dem wahren Leben und merkten, dass diese alten Damen, die auch viel Schlechtes im Leben durchgemacht hatten, voller Energie und guter Laune steckten.“ Die Fotos der Stiftsfrauen waren ab Herbst 2013, als erster Teil des Projekts „DIE KUNST ZU ALTERN“ (DKZA), öffentlich in Frankfurt zu sehen, unter anderem im Rathaus für Senioren. So kam der Kontakt zwischen der Seniorenagentur Frankfurt und Hans Keller zustande, der nun zur gemeinsamen Sonderausstellung führte.

86-jährige Sportskanone am Skaterpark abgelichtet

„Die älteren Leute freuen sich sehr, wenn sie gesehen und gehört werden – das setzt ganz viel Potenzial frei“, berichtet Barbara Wagner. Begeistert nutzten die Auserwählten des Castings die Gelegenheit, sich an ihren Lieblingsorten professionell ablichten zu lassen. Die Sportskanone Horst G. (86) spielte Guerilla Golf in dem neuen Hafenpark an der Europäischen Zentralbank. Vittoria M. (84) und Thomas B. (69) tanzten in der Frankfurter Liebfrauenkirche, um symbolisch ihre zwei Leidenschaften zu verbinden: „Den Tanz und den Glauben und der Freude an beidem“. Auch Bodo B. (78), der auf einen Rollstuhl angewiesen ist, ließ es sich nicht nehmen, sich auf dem Oberdeck eines Ausflugsschiffes mit seiner Ehefrau Christa in Szene setzen zu lassen. Die beiden versuchen, trotz mancher Hürden, ihre Freizeit so zu gestalten, wie vor seiner Erkrankung. „Sie posierten wie einst Leonardo di Caprio und Kate Winslet in „Titanic“, das war ein richtig romantischer Moment“, erinnert sich der Fotograf.

„Wie eine Prinzessin“: Mit Krönchen auf dem Römerberg

Aus „reiner Neugier“ hatte sich Edith P.-S. (75) am Casting beteiligt, und auch sie wurde für das Shooting auserwählt. „Offenbar ist meine Sachsehäuser Babbelgosch gut angekommen“, sagt sie lachend. Getreu ihrem Lebensmotto: „Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten, weitergehen“, wurde Edith mit Krönchen auf dem Römerberg abgelichtet, auf dem sie damals als Kind mit den Trümmerfrauen Steine geklopft hatte. „Da fühlte ich mich wirklich wie eine Prinzessin.“ Gerne gibt die Seniorin ihre Erfahrungen an jüngere Leute weiter – ob es nun darum geht, aus wenigen Resten eine leckere Suppe zu kochen oder im Waschsalon ein Spannbettlaken vernünftig zusammenzulegen. „Ich hoffe, dass die Ausstellung den Dialog zwischen den Generationen belebt“, meint sie.

Das ist auch erklärtes Ziel der Verantwortlichen, und Keller freut sich sehr darüber, dass die Seniorenagentur das Senckenbergmuseum als Ausstellungsort gewinnen konnte. „Hier erreichen wir sehr viele Menschen aus allen Altersgruppen.“ Fester Bestandteil der Schau ist der Katalog, in dem die Porträtierten aus ihrem Leben berichten und die Wahl ihres Lieblingsortes erklären.

Eigenes Schicksal weckt Verständnis für Flüchtlinge

Cäcilia H. ließ sich am Frankfurter Hauptbahnhof ablichten, weil sie hier 1950, als 18 Jahre alter Flüchtling aus Ostschlesien, ganz alleine in der Freiheit ankam. „Wenn ich jetzt die Flüchtlingsströme sehe, kommt das natürlich wieder hoch“, sagt sie. Daher hilft sie seit Jahren ehrenamtlich: Cäcilia hat Flüchtlingskindern vorgelesen, Deutschunterricht gegeben und Neuankömmlinge zu Behörden oder Ärzten begleitet. Auch in der gegenwärtigen Situation will sie sich wieder engagieren. „Wir leben hier seit 70 Jahren in Frieden, und viele scheinen vergessen zu haben, wie gut es uns geht“, meint die Seniorin. Mit dem Projekt möchte sie um Verständnis für die Flüchtlinge werben – und ihre Altersgenossinnen ermutigen: „Was ich kann, das können sie auch.“

Ältere Menschen, die das Leben genießen und die Zukunft mitgestalten: „Das schreit nach mehr“, sagt Hans Keller. Noch steht der Gedanke des „Pro-Aging“ gesellschaftlich am Anfang – aber den Fotografen hat die Arbeit an „DIE KUNST ZU ALTERN“ schon ganz persönlich verändert: „Durch das Projekt habe ich die Angst vor dem Alter verloren.“

Nicole Unruh 

Informationen zur Ausstellung

Die Ausstellung „Das ist doch noch kein Alter! Meine Zukunft in Frankfurt gestalten“ ist vom 5. Februar bis 24. April 2016 zu sehen im 2. OG des Senckenberg Naturmuseums, Senckenberganlage 25, in Frankfurt.
Die Öffnungszeiten sind montags, dienstags und donnerstags von 9 bis 17 Uhr, mittwochs von 9 bis 20 Uhr, am Wochenende sowie an Feiertagen von 9 bis 18 Uhr.
Anschließend zeigt die GFFB die Bilder dauerhaft in ihren Räumlichkeiten in der Mainzer Landstraße 349. Die Ausstellung kann auch ausgeliehen werden. Weitere Informationen zu dem Projekt und der Ausstellung gibt es bei Lea Wissel, Telefon 069/951097-311, E-Mail an wissel@gffb.de .

 

Vortrag „Ethik und Klimagerechtigkeit“ am 2. Dez. im Senckenberg-Forschungszentrum Frankfurt

© massow-picture
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Beim Umgang mit den Folgen des Klimawandels geht es auch um globale Gerechtigkeit: Welche Ansprüche haben die ohnehin ärmeren Länder, die unter einer ungebremsten Erderwärmung am meisten leiden würden? Eine globale Klimapolitik darf sich nicht darauf beschränken, allein den Klimawandel begrenzen zu wollen. Sie muss vielmehr zugleich die Bekämpfung der Armut im Blick behalten. Der Klimawandel wirft eine Reihe zunehmend wichtiger moralischer Probleme auf, denen politisch begegnet werden muss.
Darrel Möllendorf ist einer der international einflussreichsten
politischen Philosophen, sein Forschungsschwerpunkt sind unter anderem Fragen globaler Gerechtigkeit.

Referent: Prof. Dr. Darrel Möllendorf, Goethe-Universität Frankfurt
Datum: Mittwoch, 2. Dezember, 19:00 Uhr
Ort: Hörsaal des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums (BiK-F), Georg-Voigt-Straße 14, 60325 Frankfurt.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Vortrag ist Teil der Reihe „Der Klimawandel und seine Folgen –
Frankfurter Forum zur UN-Klimakonferenz 2015″, die Senckenberg gemeinsam mit der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), dem Fachzentrum Klimawandel des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie und der Transferstelle für Klimaschutz und Emissionshandel Hessen organisiert.

Weitere Termine:

Dienstag, 8. Dezember 2015
Auswirkungen des globalen Klimawandels auf Hessen
Dr. Heike Hübener, Hessisches Fachzentrum Klimawandel im
Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie

Dienstag, 15. Dezember 2015
Klimawandel und -politik in globaler Perspektive
Prof. Dr. Christian-D. Schönwiese, Goethe-Universität Frankfurt

Mehr wissen zum Weltklimagipfel in Paris – Vortragsreihe zum Klimawandel im Senckenberg Biodiversität-Forschungszentrum

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Neue Senckenberg-Vortragsreihe zum Klimawandel und seinen Auswirkungen – Auftakt am 17.11.

Auf der UN-Klimakonferenz in Paris soll im Dezember ein neues Abkommen mit verbindlichen Klimazielen vereinbart werden, also ein Nachfolgevertrag für das Kyoto-Protokoll. Mit einer Veranstaltungsreihe informiert Senckenberg zu diesem wichtigen Themenkomplex. Unter dem Titel „Der Klimawandel und seine Folgen – Frankfurter Forum zur UN-Klimakonferenz 2015″ geht es an fünf Vortragsabenden um die Auswirkungen des Klimawandels auf Natur und Gesellschaft, sowohl global als auch speziell in Hessen. Veranstaltungsort ist der Hörsaal des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums in der Georg-Voigt-Straße 14, unweit des Senckenberg Naturmuseums.

Auftaktvortrag:
Klimawandel – eine Herausforderung für Wissenschaft und Gesellschaft
Referent: Prof. Dr. Dr. h. c. Reinhard Zellner (Universität Duisburg-Essen und GDCh)
Datum: Dienstag, 17. November, 19:00 Uhr
Ort: Hörsaal des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums
(BiK-F), Georg-Voigt-Straße 14, 60325 Frankfurt.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Der letzte Bericht des Weltklimarats IPCC (2014) zeigt einmal mehr: Der Klimawandel ist menschengemacht und die Erdtemperatur steigt weiter an. Die internationale Gemeinschaft muss gemeinsam und entschlossen handeln, um den Temperaturanstieg auf ein beherrschbares Maß zu begrenzen. Schon jetzt sind die Auswirkungen des bisherigen Temperaturanstiegs weltweit spürbar: Die Ozeane erwärmen sich, Gletscher tauen, der Meeresspiegel steigt, es kommt zu häufigeren und stärkeren Extremwetterereignissen. Die Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt und die vielfältig verknüpften Netzwerke der Ökosysteme sind noch gar nicht absehbar. Gleiches gilt für die Auswirkungen auf die Gesellschaft – schon jetzt rechnet man mit mehreren Millionen Klima-Flüchtlingen in den kommenden Jahren.

Auf der UN-Klimakonferenz im Dezember 2015 in Paris soll nun ein neues, globales Klimaabkommen (UNFCCC) ausgehandelt werden, bei dem sich alle Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention auf die Minderung von Treibhausemissionen einigen. Anlässlich der Pariser Klimakonferenz organisiert die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung gemeinsam mit der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), dem Fachzentrum Klimawandel des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie und der Transferstelle für Klimaschutz und Emissionshandel Hessen eine begleitende Vortragsreihe, die den Klimawandel und seine Auswirkungen auf Natur und Gesellschaft an fünf Abenden aus wissenschaftlicher Sicht beleuchtet. Fünf namhafte Referentinnen und Referenten beschäftigen sich im wöchentlichen Rhythmus im November und Dezember mit diesen aktuellen Themen.

Den Auftakt macht am 17. November Prof. Dr. Dr. h. c. Reinhard Zellner. In seinem Vortrag werden die Komponenten des Klimasystems, die Signale des Klimawandels sowie die verbliebenen Kenntnislücken (u.a. Aerosole, Wolken, Klimamodelle) dargestellt. Die Möglichkeiten der Klimastabilisierung durch verschiedene Handlungsoptionen (AR5, IPCC 2014) sowie die Wahrscheinlichkeit der Umsetzung in der internationalen Politik werden diskutiert. Dazu gehören auch die Voraussetzungen einer globalen „Entfossilierung“ unserer Energiesysteme. Aber nicht nur Vermeidung bzw. die Reduzierung des Klimawandels, sondern auch die Anpassung im Rahmen des Minimalziels von +2 Grad Erwärmung bis zum Endes dieses Jahrhunderts ist eine große Herausforderung.
Der Physikochemiker und Atmosphärenforscher Reinhard Zellner engagiert sich nicht nur wissenschaftlich für den Klima- und Atmosphärenschutz, sondern auch für deren Umsetzung in Industrie und Gesellschaft, und ist hierzu in zahlreichen Fachgremien und politischen Gremien aktiv.

Weitere Termine (siehe auch www.senckenberg.de/veranstaltungen):

Dienstag, 24. November 2015
Folgen des Klimawandels für Biodiversität, Ökosysteme und deren
Leistungen
Prof. Dr. Thomas Hickler, Senckenberg Gesellschaft für
Naturforschung (SGN) und Goethe-Universität Frankfurt

Mittwoch, 2. Dezember 2015
Ethik und Klimagerechtigkeit
Prof. Dr. Darrel Möllendorf, Goethe-Universität Frankfurt

Dienstag, 8. Dezember 2015
Auswirkungen des globalen Klimawandels auf Hessen
Dr. Heike Hübener, Hessisches Fachzentrum Klimawandel im
Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie

Dienstag, 15. Dezember 2015
Klimawandel und -politik in globaler Perspektive
Prof. Dr. Christian-D. Schönwiese, Goethe-Universität Frankfurt

Senckenberg-Preis für die „Erhaltung der Artenvielfalt“ verliehen an Biodiversitäts-Forscherin und Astronaut

Das Senckenberggebäude erstrahlte aus Solidarität mit Frankreich in den Farben der Trikolore blau, weiß, rot, © massow-picture
Das Senckenberggebäude erstrahlte aus Solidarität mit Frankreich in den Farben der Trikolore blau, weiß, rot, © massow-picture

Die Erhaltung der Artenvielfalt, der Dienstleistung Biodiversität, bedeute den Lebensraum Erde als unser aller Existenzgrundlage zu bewahren. Für ihre herausragenden Leistungen zur Erforschung und zum öffentlichkeitswirksamen Schutz von Biodiversität verlieh die Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung am Samstag, dem 14. November 2015, während der Senckenberg-night in Frankfurt a. Main den mit insgesamt 20 000 Euro dotierten Senckenberg-Preis für Naturforschung an Prof. Georgina Mace und den Senckenberg-Preis für Natur-Engagement an ESA-Astronaut Dr. Alexander Gerst. Professorin Georgina Mace, ist Leiterin des Zentrums für Biodiversität und Umweltforschung am Universtity College London. Dr. Alexander Gerst ist deutscher ESA-Astronaut, Vulkanologe und Geophysiker.

Damit ehrte die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung zum zweiten Mal herausragende Leistungen in der Naturforschung und den besonderen persönlichen Einsatz für den Schutz und Erhalt unserer Umwelt. Moderiert wurde die Preisverleihung und anschließende Senckenberg-night von Dirk Steffens, unter anderem bekannt als Autor, Dokumentarfilmer und Moderator für Wissenschaftssendungen beim ZDF für Sendungen wie „Terra X – Faszination Erde“ sowie als WWF-Botschafter.

Je suis Paris
je-suis-parisÜberschattet wurde die Veranstaltung von den Ereignissen der Anschläge in Paris. Der Moderator Dirk Steffens bat, für eine Schweigeminute lang die Augen zu schließen und richtete im Namen der über 360 Gäste und aller Mitarbeiter eine Solidaritätsadresse an unsere französischen Freunde.

Volker Bouffier, Hessischer Ministerpräsident. © massow-picture
Volker Bouffier, Hessischer Ministerpräsident. © massow-picture

Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier, Schirmherr der Preisverleihung und anschließenden Senckenberg-night, rief ebenfalls zur Solidarität mit dem Nachbarn Frankreich auf und mahnte zur Besonnenheit aber auch Entschlossenheit. Wörtlich sagte der Ministerpräsident: „Terror zielt immer darauf ab, dass die Menschen in Angst leben. Wer in Angst lebt, ist nicht mehr frei und sicher. Er traut sich nicht mehr. Und bei jeder Gelegenheit wird er überlegen: ‚Ist das vielleicht jemand, der die Bombe zündet?‘ Wenn Sie bei jedem knatternden Moped erschrecken und denken: ‚Ist das der Beginn einer Kalaschnikow-Salve?‘ dann ist das nicht mehr das, wie wir zusammen leben wollen. Wir werden mit allen Mitteln der Sicherheitsbehörden gegen den Terror antreten. Ich fürchte, es wird uns noch eine ganze Zeit lang beschäftigen. Wir kämpfen gegen den Terror mit allen Mitteln der Sicherheitsbehörden, aber besiegen kann man ihn nur, wenn wir uns nicht in Angst und Schrecken jagen lassen., wenn wir unsere Werte hochhalten, wenn wir unsere Überzeugungen leben. Und dazu gehört eben auch, dass wir Veranstaltungen wie heute Abend nicht einfach aufgeben. Ich bin mit meiner Frau extra gekommen, nicht nur als Schirmherr für beide Veranstaltungen, sondern, um Ihnen auch zu sagen: Wir werden nicht klein beigeben!.

Preise für exzellente Naturforschung!

vl. Prof. Dr. Reinhold Ewald, ESA-Astronaut und Physiker im Gespräch mit Dr. h.c. Beate Heraeus, Präsidentin der Senckenberg Gesellschaft, Volker Bouffier, Hessischer Ministerpräsident mit Ehefrau, Prof. Dr. Heinz Riesenhuber, Bundesforschungsminister a.D., Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Mosbrugger, Generaldirektor der Senckenberg-Gesellschaft © massow-picture
vl. Prof. Dr. Reinhold Ewald, ESA-Astronaut und Physiker im Gespräch mit Dr. h.c. Beate Heraeus, Präsidentin der Senckenberg Gesellschaft, Volker Bouffier, Hessischer Ministerpräsident mit Ehefrau, Prof. Dr. Heinz Riesenhuber, Bundesforschungsminister a.D., Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Mosbrugger, Generaldirektor der Senckenberg-Gesellschaft © massow-picture

„Wir leben in einer Zeit des Umbruchs, in der extreme Ereignisse die Welt erschüttern“, unterstrich auch der Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung Prof Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger Bouffiers Worte: „Dieser Situation gilt es zu begegnen und zu zeigen: Wir geben nicht klein bei.
Das möchten wir auch am heutigen Abend tun und zwei außergewöhnliche Persönlichkeiten ehren, die unsere Gesellschaft in besonderem Maße vorangebracht haben und sich durch herausragende Leistungen in Sachen Naturforschung und Naturengagement auszeichnen“, so Mosbrugger weiter. Auch der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier gratuliert herzlich: „Der Name Senckenberg ist Ausdruck herausragenden bürgerschaftlichen Gemeinsinns und steht seit nahezu 200 Jahren nicht nur für das hohe und anhaltende Engagement der Bürgerinnen und Bürger Frankfurts, sondern auch für Spitzenforschung von Weltrang, die Wissen teilt und vermittelt. Zwei Personen haben im vergangenen Jahr exzellente Natur-Forschung betrieben und einer breiten Öffentlichkeit näher gebracht. Deshalb freut es mich, dass Prof. Georgina Mace für ihre Arbeit für Biodiversität und Ökosysteme und „unser Mann im All“, der ISS-Astronaut und Geophysiker Dr. Alexander Gerst, mit dem Senckenberg-Preis 2015 ausgezeichnet werden.“

„Warum es wichtig ist, dass der Panda nicht ausstirbt?“

Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Mosbrugger, Generaldirektor Senckenberg,  Uwe Holz, Leiter BMW-Niederlassungsverbund, und Moderator Dirk Steffen diskutieren über Nachhaltigkeit in  Natur und Umsetzung in der Industrie und den Wert und Nutzen von Biodiversität, © massow-picture
Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Mosbrugger, Generaldirektor Senckenberg, Uwe Holz, Leiter BMW-Niederlassungsverbund, und Moderator Dirk Steffen diskutieren über Nachhaltigkeit in Natur und bei der Umsetzung in der Industrie sowie über den Wert und Nutzen von Biodiversität für unser Leben., © massow-picture

Während einer kleinen, der eigentlichen Preisverleihung vorgeschalteten Talkrunde mit Prof Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger und Uwe Holzer, Leiter des BMW Niederlassungsverbundes und Sponsor des Preisgeldes, fragte abschließend Moderator Dirk Steffens den Generaldirektor wie wichtig denn „eigentlich diese Biodiversität für unsere Zukunft unserer Gesellschaft, für unseren Lebensraum“ sei, die ja auch die CO ² Immission beeinträchtige.“Warum muss das die Menschen, die hier vor uns sitzen, eigentlich etwas angehen? Ist es nicht egal, wenn der Panda ausstirbt?“ „Ich bin dankbar, dass Sie diese Frage stellen“, so Professor Mosbrugger und weiter: Das Klimaproblem sei bekanntermaßen ein sehr großes zentrales Problem. „Das Thema Verlust von biologischer Vielfalt ist eigentlich, langfristig gesehen, ein noch viel größeres Problem“, so Mosbrugger. „Wir haben im Moment Aussterberaten, die um die Faktoren 100 bis 1000 höher sind, als die ‚normalen‘ Aussterberaten.“ Nun könne man versucht sein zu sagen: „brauche ich denn die ganzen Gänseblümchen und Spatzen usw. Brauch ich die? Ja! Warum? Die Natur gibt uns, wir nennen das Ökosystem ‚Dienstleistung‘, eine ‚Dienstleistung‘, die wir nutzen, letztlich in Form von sauberer Luft, Böden, Nährstoffen, Wasser und, und. Ohne die könnten wir gar nicht leben. Das heißt: Natur ist heute die limitierte Ressource. Und das zu vermitteln: ‚Ohne Natur kann es eigentlich kein nachhaltiges Leben für die Menschen auf diesen Planeten geben‘ ist die Aufgabe sowohl in der Forschung wie auch in der Vermittlung davon: Biodiversität als Basis für alles Leben überhaupt. Wir selber sind doch Natur, wir kommen doch aus der Natur, die Evolution hat uns ja gemacht, das heißt: es geht um das gesamte Ökosystem und wir sind Teil dieses Systems.“ umriss Prof Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger in für alle verständlichen Worten die zentrale Bedeutung von Biodiversität für uns Menschen, dem Forschungsschwerpunkt der beiden Preisträger, wofür  diese  heute ausgezeichnet würden.

Senckenberg-Preis für Naturforschung an Prof. Georgina Mace

Prof. Georgina Mace, PhD Leiterin des Zentrums für Biodiversität und Umweltforschung am University College London. Fotomitschnitt aus Video-Reportage
Prof. Georgina Mace, PhD Leiterin des Zentrums für Biodiversität und Umweltforschung am University College London. Fotomitschnitt aus Video-Reportage

Der Name der Preisträgerin Prof. Georgina Mace ist untrennbar mit der internationalen „Roten Liste“ der bedrohten Tierarten verbunden, die maßgeblich auf ihre Arbeit zurückgeht. Laudatorin Prof. Dr. Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Universität Frankfurt, lobte insbesondere Mace’ Arbeit an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik. Die Biologin betreibt richtungsweisende Grundlagenforschung auf dem Feld der Biodiversität und nutzt dieses Wissen für den Naturschutz. Besonders in den letzten Jahren widmet sie sich vermehrt der Fragestellung, welche Bedeutung die Vielfalt des Lebens für das Wohlergehen des Menschen hat.

Latatorin Prof. Dr. Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Universität Frankfurt, © massow-picture
Latatorin Prof. Dr. Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Universität Frankfurt, © massow-picture

Wörtlich sagte Prof. Dr. Birgitta Wolff: „Georgia Mace betreibt richtungsweisende, relevante, wissenschaftlich erstklassige Forschung, Grundlagenforschung, aber eben immer auch mit dem Impetus, tatsächlich die Welt auch zu verändern, zu verbessern. Sie nutzt ihre Forschungsergebnisse für den Naturschutz und lieferte dafür das, was wir in Deutschland angewandte Forschung nennen im besten Sinne. Berühmt ist die Rote Liste gefährdeter Arten. Und die Entwicklung dieser Liste ist ganz untrennbar mit dem Namen Georgina Mace verbunden. Sie ist gewisser Weise die Erfinderin der Roten Liste. Sie erarbeitete einen Kriterien-Katalog federführend. Die Roten Listen sind wichtiges Werkzeug im Naturschutz geworden. Sie definieren unter anderem, welche Arten weltweit vom Aussterben bedroht sind und welche Arten gefährdet sind. Und so können zum einen gezielte Schutzmaßnahmen ergriffen werden, zum anderen sind die Roten Listen auch ein unheimlich wichtiges Kommunikations-Instrument, die häufig die Tatsache, dass etwas nicht in Ordnung ist, dass irgendwelche Arten vom Aussterben bedroht sind, in die Öffentlichkeit, ins öffentliche Bewusstsein, transportieren. Mit dem großen Panda, oder dem Sumatra-Nashorn, welche vor dem Aussterben bewahrt werden konnten, bekommt dann der Artenschutz im wahrsten Sinne des Wortes ein Gesicht.

In den vergangenen Jahren legte Georgina Mace einen Schwerpunkt darauf, zu zeigen, wie wichtig die Vielfalt des Lebens nicht nur als abstraktes, altruistisches Ziel ist, sondern konkret auch für das Wohlergehen des Menschen: Biodiversität ist tatsächlich einer unser unersetzbarsten Dienstleister. Das ist für manchen wohl eine ungewohnte Terminologie, hilft aber vielleicht, das zu übersetzen, begreiflich zu machen, wie wichtig Biodiversität wirklich für uns ist. Sie sorgt für eine artenreiche Natur, dadurch auch für saubere Luft, für klares Wasser, für Böden und Rohstoffe.
Georgina Mace betreibt auch das, was der Wissenschaftsrat und auch die Goethe-Universität neben Forschung und Lehre als die dritte Dimension von Wissenschaft bezeichnet, nämlich das Potenzieren und Nutzen von Erkenntnissen  für das Leben der Gesellschaft. Es geht um die großen Fragen und die sollten auch leitend für die Entwicklung von Forschungsprogrammen sein“, so Prof. Dr. Birgitta Wolff.

Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Mosbrugger und Prof. Birgitta Wolff überreichen Prof. Georgina Mace (m.) den Senckenberg-Preis für Naturforschung. © massow-picture
Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Mosbrugger und Prof. Birgitta Wolff überreichen Prof. Georgina Mace (m.) den Senckenberg-Preis für Naturforschung. © massow-picture

Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger hob bei der anschließenden Preisübergabe an Prof. Georgina Mace hervor, dass mit dem mit 10.000 Euro dotierten Senckenberg-Preis für Natur-Forschung, die Senckenberg-Gesellschaft Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auszeichne, „die exzellente, international sichtbare Leistungen in der Naturforschung erbracht haben.“

 

 

 

 

Senckenberg-Preis für Naturengagement an Dr. Alexander Gerst

Dr. Alexander Gerst, deutscher ESA-Astronaut, Vulkanologe und Geophysiker, Foto ESA
Dr. Alexander Gerst, deutscher ESA-Astronaut, Vulkanologe und Geophysiker, Foto ESA

Alexander Gerst blickte als deutscher ESA-Astronaut der Internationalen Raumstation ISS über sechs Monate vom All auf die Erde. Im Rahmen der „Blue Dot“-Mission führte er über 100 Experimente in den Bereichen Physik, Biologie, menschliche Physiologie und Strahlenforschung durch.  Laudator Prof. Dr. Heinz Riesenhuber, Bundesforschungsminister a. D., hob besonders den Verdienst des Astronauten hervor, als erster Deutscher Astronaut über die sozialen Netzwerke die Erdenbewohner per ‚Tagebuch‘ mit Texten, Gedanken und Bildern an seinen Erlebnissen während der Expedition sowie an der trotz des Ukraine-Konfliktes großen Kameradschaft  zwischen Russen und Deutschen auf engsten Raum teilhaben zu lassen.

Prof. Dr. Heinz Riesenhuber, Alterspräsident und Bundesforschungsminister  a.D. © massow-picture
Laudator Prof. Dr. Heinz Riesenhuber, Alterspräsident und Bundesforschungsminister a.D. © massow-picture

Er ist somit der erste Ingenieur, der neben seiner wissenschaftlichen Aufgaben an Bord auch einen emotionalen Zugang zu unserer Gesellschaft gefunden hat, um auf unseren schützenswerten Planeten aufmerksam zu machen – sowohl im Hinblick auf die Natur als auch auf die katastrophalen Folgen von Kriegen und Kämpfen. Alexander Gerst war als Bordingenieur insgesamt 165 Tage im All bei den ISS-Expeditionen 40 und 41. Damit ist er nach Thomas Reiter der am zweitlängsten im All weilende deutsche Astronaut. Neben Reiter und Hans Schlegel ist er einer der drei deutschen Astronauten, die an ISS-Missionen beteiligt waren. Seinen exponierten Blick auf die Erde dokumentierte Gerst mit beeindruckenden Bildern und machte in seinen Kommentaren auf persönliche und emotionale Weise auf die Besonderheit und den Schutz unseres einzigartigen blauen Planeten aufmerksam. „Es geht ihm um die Idee einer gemeinsamen Verantwortung für diese Erde“, so Riesenhuber.

Im Trainingscenter der NASA Houston, © ESA
Im Trainingscenter der NASA Houston, © ESA

Dr. Alexander Gerst, der in einem Trainingscenter der NASA in Houston ist, wurde unter großem Applaus aus den USA zugeschaltet zu einem Video-Talk mit Dr. h.c. Beate Heraeus, Präsidentin der Senckenberg-Gesellschaft und Prof. Dr. Reinhold Ewald, ESA-Astronaut und Physiker.  Gerst berichtete sehr bewegt über seine Eindrücke „unseres einzigartigen blauen Planeten“. Wir hätten nur diesen einen Ort, „den wir unsere Heimat nennen, von dem wir manchmal nicht wissen, wie leicht wir ihn zerstören können.“ Von außen betrachtet, fiel einem das relativ leicht auf, so Gerst, der täglich aus dem All beeindruckende Bilder zur Erde  sandte.  Zum Teil habe er nur ein Wort oder einen Satz zu den Fotos geschrieben. Erst hinterher habe er erst bemerkt, was das bei vielen Menschen ausgelöste habe, freute sich Gerst. Ihm sei es darauf angekommen, eine ganzheitliche Perspektive zu vermitteln. Am Bau der Raumstation seien unzählige Nationen beteiligt gewesen, und 100 000 Menschen haben an der Maschine gearbeitet, deshalb, so Gerst „geht dieser Preis eigentlich an alle, die an diesem faszinierenden Projekt mitgearbeitet haben.“.  Stellvertretend  für Dr. Alexander Gerst nahm Prof. Dr. Reinhold Ewald, ESA-Astronaut und Physiker, den Preis entgegen.  Ewald war 1997 erstmals zu einem Raumflug aufgebrochen und hatte einen Monat auf der Raumstation „Mir“ verbracht.

Dr. h.c. Beate Heraeus, Präsidentin der Senckenberg-Gesellschaft und Prof. Dr. Reinhold Ewald, ESA-Astronaut und Physiker, der den Preis für Dr. Alexander entgegennahm, im Video-Live-Talk mit Preisträger Dr. Alexander Gerst in Houston, Johnson Space  Center der ESA, wo er zur Zeit ein Astronautentraining absolviert, weswegen er nicht selbst nach Frankfurt anreisen konnte.© massow-picture
Dr. h.c. Beate Heraeus, Präsidentin der Senckenberg-Gesellschaft und Prof. Dr. Reinhold Ewald, ESA-Astronaut und Physiker, der den Preis für Dr. Alexander entgegennahm, im Video-Live-Talk mit Preisträger Dr. Alexander Gerst in Houston, Johnson Space Center der ESA, wo er zur Zeit ein Astronautentraining absolviert..© massow-picture

Die Senckenberg-Präsidentin Dr. h. c. Beate Heraeus resümiert: „Alexander Gerst und Georgina Mace fügen sich perfekt in die Reihe der Preisträger des letzten Jahres, Reinhold Messner und Page Chamberlain, ein. Wir brauchen starke Botschafter, die mitreißen und fesseln und die mit ihrer Forschung und Naturthemen viele Menschen erreichen und dafür sensibilisieren, wie wichtig der Erhalt der Natur und ihrer Vielfalt ist. Denn auch der Klimawandel wird zunehmen mehr Menschen dazu zwingen ihre Heimat zu verlassen.“ Der ‚Senckenberg- Preis für Natur-Engagement‘, ebenfalls mit 10.000 Euro dotiert, „wird“, so Dr.h.c. Beate Heraeus, „an Einzelpersonen vergehen, die sich durch ein herausragendes persönliches Engagement für den Erhalt der Natur, Naturbildung und eine nachhaltige Nutzung von Naturressourcen verdient gemacht haben.“

BMW: Partner von Senckenberg

Senckenberg-Preis für Naturforschung © massow-picture
Bergkristall  – Senckenberg-Preis für Naturforschung © massow-picture

Die mit je 10.000 Euro dotierten Preise wurden den Preisträgern in Form eines Berg-Kristalls und einer Amethystdruse überreicht. Offizieller Partner der Preisverleihung sowie der anschließenden Senckenberg night, die dieses Jahr unter dem Motto „Welt. Raum. Kosmos.“ stand, war zum zweiten Mal die BMW Niederlassung Frankfurt, die insgesamt 20.000 Euro zur Verfügung stellte.

Amethystdruse: Senckenberg-Preis für Naturengagement © massow-picture
Amethystdruse: Senckenberg-Preis für Naturengagement © massow-picture

Für BMW Niederlassungsleiter Uwe Holzer ist es ein großes Anliegen, das kulturelle und gesellschaftliche Lebender Stadt Frankfurt zu fördern. „Die Senckenberg night ist eine fest etablierte Größe in unserer Stadt – ebenso wie das Senckenberg Naturmuseum“, erklärt Holzer. „Wir unterstützen Senckenberg, da Naturforschung und -engagement Themen sind, die gerade in heutigen Zeiten jeden etwas angehen. Das Verständnis für die Natur sollte möglichst vielen Menschen anschaulich nähergebracht werden; mit dem geplanten Ausbau des Museums wird das noch umfangreicher und eindrücklicher möglich sein.“

Diether v. Goddenthow (Rhein-Main.Eurokunst)