Kategorie-Archiv: Museum Angewandte Kunst

Museumsuferfest 2016: Museum Angewandte Kunst

© massow-picture
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Im Museum Angewandte Kunst steht das Museumsuferfest 2016 ganz im Zeichen des Glücks. In der knallgelben Ausstellung The Happy Show präsentiert der in New York lebende Superstar des Grafikdesigns Stefan Sagmeister die Resultate seiner Selbstversuche und Forschungen rund ums Glück. In emotionalen Filmen, Grafiken und Installationen sucht Sagmeister Antworten auf die Fragen: Was macht uns glücklich und wie lässt sich unser Glücksempfinden steigern? An zahlreichen interaktiven Stationen lassen sich seine Glückstipps gleich ausprobieren!

Daneben sorgen verschiedene Jazzbands, Breakdance zu K-Pop und DJ Acts für den Happy Sound zum Fest. Workshops laden Groß und Klein zum Kreativ- und Aktivwerden ein – Glückserlebnisse garantiert! Internationale kulinarische Angebote vom koreanischen Cocktail über Fritten und exklusives Tasting von Bierspezialitäten aus Belgien bis zum festlichen White Dinner im Park machen das Glück perfekt.

Ausstellungen
Stefan Sagmeister. The Happy Show
ZeitRaum. Nach Here von Richard McGuire
Elementarteile
Richard Meier. EinStilraum
Stilräume Villa

Mit freundlicher Unterstützung von
Fleming’s Hotels & Restaurants
Generalkonsulat der Republik Korea
Visit Flanders

Ausführliches Programm

Museum Angewandte Kunst

Kür der besten Sympathie-Logos für Frankfurt im Museum Angewandte Kunst

Vor der Historischen Villa Metzler des Museum Angewandte Kunst wurden gestern Abend die fünf besten Entwürfe des Wettbewerbs „FRANKFUR™AIN“ durch den Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann bekanntgegeben. Foto: Diether v. Goddenthow © massow-picture
Vor der Historischen Villa Metzler des Museum Angewandte Kunst wurden gestern Abend die fünf besten Entwürfe des Wettbewerbs „FRANKFUR™AIN“ durch den Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann bekanntgegeben. Foto:  © massow-picture

Im März 2016 haben die Designer Stefan Weil (Atelier Markgraph) und Markus Weisbeck (Surface) gemeinsam mit dem Journalisten Nils Bremer (Journal Frankfurt) zahlreiche Frankfurter Designbüros zu dem Wettbewerb „FRANKFUR™AIN“ eingeladen. Gesucht wurde ein Schrift-Bild-Zeichen für die Stadt, das die sympathische Seite von Frankfurt symbolisiert, ihren Charakter und ihre Besonderheit auf den Punkt bringt. Denn Frankfurt hat noch keine prägnante Sympathiemarke à la „I Love NY“ (I love New York) oder „Be Berlin“ , was sich endlich  ändern soll.

Aus den mehr 64 Einreichungen hat die Jury – bestehend aus Oberbürgermeister Peter Feldmann, Sylvia von Metzler, Tobias Rehberger, Museumsdirektor Matthias Wagner K, den Designern Stefan Weil und Teimaz Shahverdi sowie Stephan Ott vom Magazin form und Andrej Kupetz vom Rat für Formgebung – die fünf besten Schrift-Bild-Zeichen ausgewählt.

Am gestrigen Abend des 12. Juli 2016 wurden in der Historischen Villa Metzler des Museum Angewandte Kunst die fünf besten Entwürfe des Wettbewerbs „FRANKFUR™AIN“ durch den Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann bekanntgegeben.

Die Designer der Agenturen Aoki & Matsumoto, Nordisk Büro, Quandel Staudt und Schultzschultz mit Oberbürgermeister Peter Feldmann (2.v.l.) Foto: Diether v. Goddenthow © massow-picture
Die Designer der Agenturen Aoki & Matsumoto, Nordisk Büro, Quandel
Staudt / Marcel Staudt und Schultzschultz mit Oberbürgermeister Peter Feldmann (2.v.l.) Foto: Diether v. Goddenthow © massow-picture

 

Für ihre vielversprechenden Ideen für ein Schrift-Bild-Zeichen, das die sympathische Seite von Frankfurt symbolisiert, wurden die Agenturen Aoki & Matsumoto, Nordisk Büro, Quandel Staudt und Schultzschultz mit insgesamt 2.500 Euro prämiert.

Oberbürgermeister Peter Feldmann gratulierte den Gewinnern „Alle Entwürfe präsentieren ein Bild einer sympathischen, weltoffenen Stadt. Aufgabe voll erfüllt! Mein Kompliment an alle Wettbewerber.“

Der Juryvorsitzende Stefan Weil lobte die große gestalterische Varianz der Einreichungen: „Die Vielfalt der Entwürfe zeigt das Potential der Stadt und unterstreicht die Notwendigkeit, Frankfurt ein sichtbares Image zu geben, ein visuelles Gesicht für das , was wir an Frankfurt schätzen.“

Der Entwurf Just Frankfurt von Aoki & Matsumoto stellt dem Namen der Stadt das Wörtchen „nur“ in verschiedenen Sprachen voran und wählt ein bewusst schlicht gehaltenes Schriftbild.
„Dies unterstreicht die Bescheidenheit, die die kleinste Metropole der Welt nun mal ausmacht. Bei allem Fortschritt, Internationalität und stets wachsender kultureller Tragweite und Lebensqualität: Es ist eben ‚nur Frankfurt’“, so die Jury.

Entwurf Büro Quandel Staudt © Marcel Staudt / Quandel Staudt
Entwurf Büro Quandel Staudt © Marcel Staudt / Quandel Staudt

Das Kreativbüro Quandel Staudt konnte gleich zwei Entwürfe unter den besten fünf platzieren: Wahr. Schön. Gut. variiert in einer an den Jugendstil erinnernden Schrift die Inschrift am Dachfries der Alten Oper – „Dem Wahren Schoenen Guten“. Damit wird auf die Bedeutung von Frankfurt als Kulturmetropole, auf das ausgeprägte Kulturengagement der Stadt heute, ihre museale Vielfalt und die renommierten Kunst- und Gestaltungshochschulen in und um Frankfurt angespielt. Bunt am Main hingegen würfelt aus unterschiedlichen Schriftarten den Namen der Stadt zu einem Buchstabencluster zusammen und erinnert an Frankfurt als Stadt der Dichter und Denker, der Gestalter und der Kreativität, unterstreicht aber auch die Diversität Frankfurts.

Entwurf: Nordisk Büro © Nordisk Büro
Entwurf: Nordisk Büro © Nordisk Büro

Nordisk Büro schlug mit Global Typeface einen Frankfurt-Schriftzug aus lateinischen, arabischen und asiatischen Schriftzeichen vor, die gemeinsam ein Ganzes ergeben. Der Jury gefiel, wie dies die einzigartige Internationalität der Stadt unmittelbar wiederspiegelt. What the Frankfurt von der Agentur Schultzschultz hingegen „knallt, provoziert und passt somit perfekt zu unserer Stadt, in der direkter als anderswo kommuniziert wird“. Der Entwurf ersetzt Buchstaben im Stadtnamen auf comichafte Weise durch #, @ und % und verweist somit auf zeitgenössische digitale Symboliken ebenso wie auf den Finanzplatz Frankfurt. „Das Spiel mit international verständlicher Sprache und einer globalen Redensart passt zu der Weltstadt am Main“, so die Jury. Stefan Weil betonte, dass die „Markenbildung“ der Stadt Frankfurt mit diesen fünf Entwürfen noch lange nicht an ihr Ende gelangt sei. Vielmehr seien die Ideen als Ansätze zu verstehen, aus denen sich zukünftig eine Sympathiemarke entwickeln könne.

Alle 64 Einreichungen können bis zum 14. August im Museum Angewandte Kunst begutachtet werden. © massow-picture
Alle 64 Einreichungen können noch bis zum 14. August im Museum Angewandte Kunst begutachtet werden. © massow-picture

Damit sich die Frankfurter ihre eigene Meinung bilden und an dem Prozess beteiligen können, werden alle 64 eingereichten Entwürfe vom 13. Juli bis zum 14. August 2016 im Museum Angewandte Kunst gezeigt.

 

Anregung und Fundierung hierzu bietet auch die ebenfalls noch bis zum 14. August im Museum laufende Ausstellung „Alles neu! 100 Jahre Neue Typografie und Neue Grafik in Frankfurt am Main“, in der die besondere Rolle der Mainmetropole in Sachen innovativer Schrift- und Grafikgestaltung von den tiefgreifenden typografischen Erneuerungen der 1920er Jahre bis hin zu brandaktuellen Positionen intensiv thematisiert wird.

Museum Angewandte Kunst
Schaumainkai 17
60594 Frankfurt am Mai

Neue Ausstellungen 2016 im Museum für Angewandte Kunst Frankfurt

Foto: Diether v. Goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow
Neue Ausstellungen 2016

ZeitRaum. Nach Here von Richard McGuire
30. Januar – 11. September 2016

Eröffnung: Freitag, 29. Januar 2016, 18.30 Uhr
In seiner gefeierten Graphic Novel Here bricht der amerikanische Illustrator Richard McGuire die Einheit von Zeit, Raum und Handlung mit einem formalen Geniestreich auf: Im immer gleichen Hier einer gewöhnlichen Wohnzimmerecke setzt er zeitliche Einschübe ins jeweilige Jetzt, lässt innerhalb eines Bildes Bruchstücke der Vergangenheit einbrechen, Fragmente der Zukunft aufblitzen und entfaltet so wie im Zeitraffer ganze Menschenleben.
Die Ausstellung ZeitRaum erweckt McGuires Zimmer als begeh- und bespielbaren Bühnenraum zum Leben. Besucherinnen und Besucher jedweden Alters können sich durch das lebensgroße Setting bewegen und somit selber zu Figuren der Erzählung werden. Darüber hinaus greift ZeitRaum die Idee der Auflösung des Zeit-Raum-Kontinuums auf und fragt, was Bilder und Objekte, was die Wissenschaften uns über die Bedeutung der Zeit für unser Leben erzählen können.
Kurator: David Beikirch

German Design Award
zu Gast im Museum Angewandte Kunst
13. Februar – 28. Februar 2016

Eröffnung: Freitag, 12. Februar 2016, 19 Uhr
Der German Design Award, internationaler Premiumpreis des Rat für Formgebung, zeichnet Projekte aus dem Produkt – und Kommunikationsdesign aus, die auf ihre Art wegweisend in der deutschen und internationalen Designlandschaft sind. Der 2012 initiierte German Design Award zählt bereits heute zu den anerkanntesten Design-Wettbewerben weltweit und genießt in Fachkreisen und darüber hinaus hohes Ansehen.
In der Gastausstellung im Museum Angewandte Kunst werden die Gewinner aus dem Bereich Kommunikationsdesign, die Newcomer-Finalisten sowie der Ehrenpreis Personality präsentiert, der dieses Jahr an Konstantin Grcic geht.

Depotschau: Glück und Verheißung. 99 Stücke aus den Sammlungen und ein Kurzfilmprogramm
17. Februar – 10. April 2016

Eröffnung: Dienstag, 16. Februar 2016, 19 Uhr
Glück – welch ein großes Wort. Doch was genau ist Glück? Ein Gefühl, ein Lebensziel, ein utopischer Gedanke oder doch bloßer Zufall?
So vielschichtig der Begriff, so überaus unterschiedlich fallen die Aktivitäten aus, die Menschen unternehmen, um sich dem Glückszustand zu nähern: das Streben nach Reichtum und materiellen Gütern einerseits, die vollständige Konzentration auf das Geistliche andererseits. Manche verlagern jegliche Glückswünsche auf die Zukunft oder gar auf ein Leben nach dem Tode. Oder erfüllt sich Glück allein in ekstatischer Liebe?
Die Suche in den Depots des Museum Angewandte Kunst hat Artefakte zutage gefördert, die vom Streben nach dem glücklichen Leben zeugen: ein Tafelaufsatz in der Form eines Liebestempels, Trinkgläser, die auf den Alkoholgenuss in geselliger Runde verweisen, oder auch ein kleines Ein-Cent-Stück aus jenem Land, das als Einziges das Streben nach Glück in seine Staatsverfassung aufgenommen hat.
Kuratorin: Grit Weber

Alles neu! 100 Jahre Neue Typografie und Neue Grafik in Frankfurt am Main 25. März – 21. August 2016

Werbeanzeige der Bauerschen Gießerei für die Schrift Futura, um 1928. Sammlung Albinus im Museum Angewandte Kunst Frankfurt a.M.n © Museum für Angewandte Kunst
Werbeanzeige der Bauerschen Gießerei für die Schrift Futura, um 1928.
Sammlung Albinus im Museum Angewandte Kunst Frankfurt a.M.n © Museum für Angewandte Kunst

Eröffnung: Donnerstag, 24. März 2016, 19 Uhr
Nach dem Ersten Weltkrieg entstand in Frankfurt ein einzigartiges Modernisierungs- und Gestaltungsprojekt, das als „Das Neue Frankfurt“ in die Architekturgeschichte eingegangen ist. Das Museum Angewandte Kunst erweitert die Sicht auf „Das Neue Frankfurt“ um den Bereich des Designs und rückt im Frühjahr 2016 Typografie und Grafik in den Fokus, genauer, die aus Frankfurt stammenden Meilensteine der visuellen Gestaltungsmoderne: So wurde etwa in den 1920er Jahren die erste populäre Reformschrift Futura in der Mainmetropole entworfen und trat von hier aus ihren weltweiten Siegeszug an. Nach 1945 war Frankfurt nicht zuletzt durch die Ansiedlung US-amerikanischer Werbeagenturen, durch Verlage wie Suhrkamp und S. Fischer und den Einfluss der Kasseler Plakatschule ein Hotspot des typografischen und werbegrafischen Geschehens der Zeit – und ist das bis heute.
Kuratoren: Prof. Dr. Klaus Klemp und Prof. em. Friedrich Friedl, Peter Zizka und Matthias Wagner K

Stefan Sagmeister. The Happy Show
23. April – 25. September 2016

Eröffnung: Freitag, 22. April 2016, 19 Uhr
Auf der Suche nach dem Glück: Der in New York lebende Superstar des Grafikdesigns zeigt in The Happy Show die Resultate seiner zehn Jahre andauernden Untersuchung des Glücks in hochgradig emotionalen Infografiken, Skulpturen, Installationen und Filmen. Mit feinem Humor und ironischer Distanz kommentiert er sich selbst und die Welt zum Thema und verarbeitet sozialwissenschaftliche Daten der Glücksforschung bedeutender Historiker, Psychologen und Anthropologen. Sagmeister zeigt Gestaltung als wichtigen gesellschaftlichen Faktor, weniger zur Verkaufsförderung denn als Hilfe für das Verstehen einer Welt, die wie an einem riesigen Gummiband befestigt, endlos beschleunigt wird.
Die vom Institute of Contemporary Art der University of Pennsylvania organisierte und von der ehemaligen ICA-Direktorin Claudia Gould, derzeit Helen Goldsmith Menschel Director, The Jewish Museum, New York, kuratierte und gefeierte Ausstellung wird nach Stationen in Nordamerika, Paris und Wien im Museum Angewandte Kunst von Peter Zizka koordiniert.

Über Waffen. Fire and Forget 2
10. September 2016 – 8. Januar 2017

Eröffnung: Freitag, 9. September 2016, 19 Uhr
Die Ausstellung folgt den Spuren, die Waffen und Gewalt in unserem täglichen Leben, in Mode, Design und Kunst hinterlassen. Sichtbar und doch unter der Oberfläche erzählen sie eine Geschichte von der stets fragilen Zähmung unserer Triebe, der Veränderung unserer Fantasien durch die Entwicklung neuer Technologien und den immanenten Widersprüchen in einer Gesellschaft.
Die Ausstellung basiert auf dem Konzept der Ausstellung Fire and Forget. On Violence, kuratiert von E. Blumenstein und D. Tyradellis für das KW Institute for Contemporary Art, vom 14.6.-30.8.2015 in Berlin.
KuratorInnen: Ellen Blumenstein, Daniel Tyradellis, Matthias Wagner K, Juliane Duft

LAMY. Design als Prozess
24. September 2016 – 26. Februar 2017

Eröffnung: Freitag, 23. September 2016, 19 Uhr
Von 1963 bis 1966 entwickelte Gerd A. Müller das Design für ein völlig neues Schreibgerät des Heidelberger Herstellers LAMY. Der Füllfederhalter LAMY 2000 wird seitdem ununterbrochen hergestellt und ist als Ikone einer sachlich-eleganten Gestaltung in vielen Sammlungen großer Designmuseen vertreten. Die Ausstellung nimmt die 50-jährige Produktionsgeschichte des LAMY 2000 zum Anlass, am Beispiel dieses Füllers einmal sehr illustrativ hinter die Kulissen der Entstehung unserer Dingwelten zu schauen. Was sind die Voraussetzungen für eine überzeugende Gestaltung? Und warum ist im Design oftmals gerade das Einfache das Schwierige?
Kurator: Prof. Dr. Klaus Klemp

Yokohama 1868-1912. Als die Bilder leuchten lernten
8. Oktober 2016 – 29. Januar 2017

Utagawa Sadahide (1807-ca. 1878): Hafenszene in Yokohama (Ausschnitt) ukiyoe-Holzschnitt, 1861 (Privatsammlung), © Museum für Angewandte Kunst,
Utagawa Sadahide (1807-ca. 1878): Hafenszene in Yokohama (Ausschnitt)
ukiyoe-Holzschnitt, 1861 (Privatsammlung), © Museum für Angewandte Kunst,

Eröffnung: Freitag, 7. Oktober, 19 Uhr
Yokohama ist der Ort, an dem symbolisch die japanische Moderne und die Öffnung des Landes zur Welt beginnen. Zeitgleich mit dem wirtschaftlichen Umbruch zum Ende der Edo-Zeit werden in Yokohama um 1860 die ersten Fotostudios eröffnet. Die Pioniere der japanischen Fotografie bedienen zunächst vordergründig das Klischee eines naiv-exotischen Japanbildes, brechen es in der Folge jedoch virtuos mit meisterhaft komponierten Motiven und einer eigenen Handschrift. Mit dem rasanten Aufstieg der neuen Bildtechniken verschwindet zugleich das Interesse am traditionellen Handwerk des ukiyoe-Holzschnitts, der um 1900 mit Kriegspropaganda aus dem Chinesisch-Japanischen und dem Russisch-Japanischen Krieg eine skurrile letzte Blüte treibt. Im Gegenüber bieten das eigenwillige Schlusskapitel der japanischen Holzschnittkunst und der parallele Aufstieg der japanischen Fotografie einen überraschenden Einblick in ein Land im Umbruch.
Kurator: Dr. Stephan von der Schulenburg

Ewig flüchtig. Duft zwischen Produkt, Information und Identität
14. Oktober 2016 – 26. März 2017

Eröffnung: Donnerstag, 13. Oktober 2016, 19 Uhr
Der Geruchssinn als Sinn der Erinnerung und des Verlangens – so beschreibt schon Rousseau im 18. Jahrhundert unser rätselhaft inniges Verhältnis zu Düften. Tatsächlich ist das Riechen der früheste Sinn von Lebewesen überhaupt, stellen Duftstoffe ein lebenswichtiges Verbindungsmedium zwischen Subjekt und Umwelt dar. Darüber hinaus kann der Hauch eines Duftes ganze Erinnerungswelten wachrufen und Vergangenes urplötzlich intensiv in uns lebendig werden lassen.
Mit der Ausstellung widmet sich das Museum Angewandte Kunst der Frage nach der Gestaltung rund um das Medium Duft und dessen Auswirkungen auf Gefühlswelten und Verhalten. An der Schnittstelle zwischen Design und Kunst entsteht eine Schau, die eine im Konsumalltag ständig präsente Disziplin auslotet, welche jedoch selten hinterfragt wird.
Kurator: Martin Hegel

Ort:
Museum Angewandte Kunst
Schaumainkai 17
60594 Frankfurt am Main
Information
T +49 69 212 31286
F +49 69 212 30703
www.museumangewandtekunst.de
Öffnungszeiten
Di, Do-So 10-18 Uhr, Mi 10-20 Uhr