Kategorie-Archiv: Mousonturm

Noch mehr Wege zum Ruhm – Robert Gernhardt … und andere Lesungen im Mousonturm Frankfurt

Im Hessischen Literaturforum Mousonturm vom 3. bis zum 9. November 2015

Dienstag, 3. November 2015, 20 Uhr:
Noch mehr Wege zum Ruhm – Robert Gernhardt und seine Preisträger
Annika Scheffel (Berlin) liest aus „Hier ist es schön“

13 Wege zum Ruhm führte Robert Gernhardt in seinem gleichnamigen Buch von 1995 auf, um künstlerische Unsterblichkeit zu erreichen. Seit 2009 muss ein 14. hinzugefügt werden: Gewinne den Robert-Gernhardt-Preis! Genau das ist Annika Scheffel in diesem Jahr mit dem Manuskript ihres Romans Hier ist es schön gelungen.

Ausgangspunkt des Vorhabens ist das reale Projekt Mars One, bei dem Freiwillige ohne Möglichkeit auf Wiederkehr auf den Mars geschickt werden sollen, um dort eine neue Gesellschaft aufzubauen – vier Menschen sind in ihrem Roman für diese Reise ins Ungewisse ausgewählt worden. Wie schon in ihren beiden ersten Büchern – Ben und Bevor alles verschwindet – überzeugt Annika Scheffel einmal mehr mit ihrer so leichten wie gleichzeitig poetischen Sprache, so die Jury.

Mod.: Martin Lüdke

Mit freundlicher Unterstützung der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen.

Zeit: 20 Uhr
Ort: Studio 1 im Mousonturm
Eintritt: 12,-/6,-

Freitag, 6. November 2015, 20 Uhr:
Vorbereitung auf das nächste Leben
Lesung mit Atticus Lish (USA)

Unterschiedlicher könnten die beiden Protagonisten in Atticus Lishs Roman Vorbereitung auf das nächste Leben kaum sein. In New York, dem vibrierenden Zentrum vielfältigster Kulturen, treffen die illegal eingewanderte uigurische Waise Zou Lei und der vom Irakkrieg traumatisierte Veteran Brad Skinner aufeinander. Die gemeinsame Vorstellung eines romantisierten Outlaw-Lebens, die Faszination für eine Existenz im Unsichtbaren, schafft eine tiefe Verbindung zwischen den beiden – und ist letztendlich doch auch eine Flucht vor ihren Urängsten: der möglichen Deportation zurück nach China und den psychischen Belastungen durch ein Kriegstrauma.

Atticus Lish legt mit seinem Debüt einen großen, so unsentimentalen wie berührenden Roman vor und stellt zwei Menschen am äußersten Rande einer ohnehin desillusionierten Gesellschaft in den Mittelpunkt. Völlig zu recht erhielt er für dieses Meisterwerk 2015 mit dem PEN/Faulkner Award einen der prestigeträchtigsten Literaturpreise der USA.

Mod.: Jan Wilm

Lesung der deutschen Texte: Isaak Dentler

Zeit: 20 Uhr
Ort: Literaturforum im Mousonturm
Eintritt: 7,-/4,-

Montag, 9. November 2015, 20 Uhr:
Noch mehr Wege zum Ruhm – Robert Gernhardt und seine Preisträger
Gila Lustiger (Paris) liest aus „Die Entronnenen“

Gemeinsam mit Annika Scheffel wurde Gila Lustiger im September mit dem Robert-Gernhardt-Preis ausgezeichnet. Sie erhielt die Auszeichnung für das Manuskript ihres Romans Die Entronnenen, aus dem sie an diesem Abend liest und das die Geschichte des Übergangslagers Zeilsheim und der jüdischen Gemeinde in Frankfurt nach dem zweiten Weltkrieg „ohne Pathos und fast ironisch“ erzählt, wie es in der Jurybegründung hieß.

Das Projekt ist jedoch weit mehr als ein reines, fiktionales Romanvorhaben. Gila Lustiger steigt tief in die Geschichte ihrer eigenen Familie hinab. Die Idee zum Roman entstand bei Recherchen zum Leben ihres Vaters, dem Frankfurter Historiker Arno Lustiger, der nach dem Krieg selbst in einem der sogenannten DP-Camps untergebracht war und anschließend Mitbegründer der jüdischen Gemeinde der Stadt wurde.

Mod.: Ruth Fühner

Mit freundlicher Unterstützung der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen.

Zeit: 20 Uhr
Ort: Studio 1 im Mousonturm
Eintritt: 12,-/6,-

Ort:

Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V.
Waldschmidtstraße 4
60316 Frankfurt am Main

Abschlussveranstaltung – 30 Jahre Hessisches Literaturforum Mousonturm Frankfurt

Sonntag, 25. Oktober 2015
2 x 30

Literaturforum und Lars Ruppel feiern Geburtstag
Wir schreiben 1985. Gorbatschow wird Generalsekretär der KPdSU und bereitet Glasnost und Perestroika vor, die UN ruft das „Internationale Jahr der UN“ aus, und in Wiesbaden formiert sich erstmals eine rot-grüne Koalition. Im selben Jahr erlebt Hessen zwei weitere schicksalshafte Ereignisse: das Literaturforum wird gegründet, und Lars Ruppel erblickt das Licht der Welt. Drei Dekaden später ist die Sowjetunion untergangen, die UN noch immer für jeden Spaß zu haben und Joschka Fischer von seinen Vereidigungsturnschuhen auf edles Leder umgestiegen. Literaturforum und Lars Ruppel aber machen nach wie vor, was sie am besten können: Spaß haben mit Büchern und Sprache, und an diesem Abend tun sie das aus gegebenem Anlass zusammen – man wird schließlich nur einmal gemeinsam 30. Der Marburger Wortkünstler hat sich extra dafür auf Monate in einen Wald zurückgezogen, um uns in gebotener Ruhe zwischen seltenen isländischen Moosgewächsen ein Jubiläumsprogramm auf den Leib zu schneidern. Was auf uns zukommt? Wir wissen es nicht. Was wir aber wissen: am Ende des Abends werden wir uns Tränen des Lachens aus den Knopflöchern reiben.

Lars Ruppel, wie das Literaturforum Jahrgang 1985, ist einer der bedeutendsten Poetry Slammer Deutschlands. 2007 gewann er mit der „Poetry-Slam-Boygroup“ SMAAT den Teamwettbewerb der deutschen Slam-Meisterschaften, 2014 schließlich wurde er zum Sieger des Einzelwettbewerbs gekührt.

Sein Engagement geht jedoch weit über Wortspiele und Performancekunst hinaus. So etablierte er in Deutschland das Projekt „Weckworte“, in dem er mit Hilfe klassischer Lyrik einen emotionalen Zugang zu Demenzpatienten schafft.

Im Rahmen der Reihe „30 Jahre Hessisches Literaturforum“.

Vorverkauf unter www.mousonturm.de
Zeit: 18 Uhr
Ort: Theatersaal im Mousonturm
Eintritt: 12,-/6,-

November-Programm 2015 im Hessischen Literaturforum Frankfurt

Das Hessische Literaturforum konnte mit Annika Scheffel und Gila Lustiger die beiden aktuellen Robert-Gernhardt-Preisträgerinnen gewinnen, im Novemner (siehe unten) aus ihren ausgezeichneten Romanmanuskripten zu lesen.
Mit Atticus Lish präsentiert das Hessische Literaturforum darüber hinaus den aktuellen PEN/Faulkner-Award-Gewinner – der Sohn des legendären Carver-Lektors Gordon Lish wird seinen Debütroman Vorbereitung auf das nächste Leben vorstellen, der in den USA für großes Aufsehen sorgte.

Der November im Hessischen Literaturforum im Mousonturm e.V. Frankfurt

Dienstag, 3. November 2015, 20 Uhr:
Noch mehr Wege zum Ruhm – Robert Gernhardt und seine Preisträger
Annika Scheffel (Berlin) liest aus „Hier ist es schön“

13 Wege zum Ruhm führte Robert Gernhardt in seinem gleichnamigen Buch von 1995 auf, um künstlerische Unsterblichkeit zu erreichen. Seit 2009 muss ein 14. hinzugefügt werden: Gewinne den Robert-Gernhardt-Preis! Genau das ist Annika Scheffel in diesem Jahr mit dem Manuskript ihres Romans Hier ist es schön gelungen.

Ausgangspunkt des Vorhabens ist das reale Projekt Mars One, bei dem Freiwillige ohne Möglichkeit auf Wiederkehr auf den Mars geschickt werden sollen, um dort eine neue Gesellschaft aufzubauen – vier Menschen sind für diese Reise ins Ungewisse ausgewählt worden. Wie schon in ihren beiden ersten Romanen – Ben und Bevor alles verschwindet – überzeugt Annika Scheffel einmal mehr mit ihrer so leichten wie gleichzeitig poetischen Sprache, so die Jury.

Moderation: Martin Lüdke

Mit freundlicher Unterstützung der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen.

Zeit: 20 Uhr
Ort: Studio 1 im Mousonturm
Eintritt: 12,-/6,-

Freitag, 6. November 2015, 20 Uhr:
Vorbereitung auf das nächste Leben
Lesung mit Atticus Lish (USA)

Unterschiedlicher könnten die beiden Protagonisten in Atticus Lishs Roman Vorbereitung auf das nächste Leben kaum sein. In New York, dem vibrierenden Zentrum vielfältigster Kulturen, treffen die illegal eingewanderte uigurische Waise Zou Lei und der vom Irakkrieg traumatisierte Veteran Brad Skinner aufeinander. Die gemeinsame Vorstellung eines romantisierten Outlaw-Lebens, die Faszination für eine Existenz im Unsichtbaren, schafft eine tiefe Verbindung zwischen den beiden – und ist letztendlich doch eine Flucht vor ihren Urängsten: der möglichen Deportation zurück nach China und den psychischen Belastungen durch ein Kriegstrauma.

Atticus Lish legt mit seinem Debüt einen großen, so unsentimentalen wie berührenden Roman vor und stellt zwei Menschen am äußersten Rande einer ohnehin desillusionierten Gesellschaft in den Mittelpunkt. Völlig zu recht erhielt er für dieses Meisterwerk 2015 mit dem PEN/Faulkner Award einen der prestigeträchtigsten Literaturpreise der USA.

Mod.: Jan Wilm
Lesung der deutschen Texte: Isaak Dentler
Zeit: 20 Uhr
Ort: Literaturforum im Mousonturm
Eintritt: 7,-/4,-

Montag, 9. November 2015, 20 Uhr:
Noch mehr Wege zum Ruhm – Robert Gernhardt und seine Preisträger
Gila Lustiger (Paris) liest aus „Die Entronnenen“

Gemeinsam mit Annika Scheffel wurde Gila Lustiger im September mit dem Robert-Gernhardt-Preis ausgezeichnet. Sie erhielt die Auszeichnung für das Manuskript ihres Romans Die Entronnenen, aus dem sie an diesem Abend liest und das die Geschichte des Übergangslagers Zeilsheim und der jüdischen Gemeinde in Frankfurt nach dem zweiten Weltkrieg „ohne Pathos und fast ironisch“ erzählt, wie es in der Jurybegründung hieß.

Das Projekt ist jedoch weit mehr als ein reines, fiktionales Romanvorhaben. Gila Lustiger steigt tief in die Geschichte ihrer eigenen Familie hinab. Die Idee zum Roman entstand bei Recherchen zum Leben ihres Vaters, dem Frankfurter Historiker Arno Lustiger, der nach dem Krieg selbst in einem der sogenannten DP-Camps untergebracht war und anschließend Mitbegründer der jüdischen Gemeinde der Stadt wurde.

Moderation: Ruth Fühner

Mit freundlicher Unterstützung der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen.

Zeit: 20 Uhr
Ort: Studio 1 im Mousonturm
Eintritt: 12,-/6,-

Dienstag, 24. November 2015, 20 Uhr:
Zwischen Fluss und Skyline – Renate-Chotjewitz-Häfner-Förderpreis 2015
Preisverleihung und Lesung mit Doris Lerche

Zum fünften Mal wird der Renate-Chotjewitz-Häfner-Förderpreis für Autorinnen in diesem Jahr vergeben. Benannt wurde der Preis nach seiner Stifterin, Renate Chotjewitz-Häfner (1937 – 2008), der langjährigen Vorsitzenden des Verbands deutscher Schriftsteller in Hessen. Besonders am Herzen lag ihr die Literatur von Frauen. Testamentarisch stellte sie einen Geldbetrag für die Förderung von Autorinnen aus Hessen zur Verfügung. Nach Anna Rheinsberg (2011), Ulrike A. Kucera (2012), Nadja Einzmann (2013) und Ursula Flacke (2014) ist in diesem Jahr Doris Lerche die fünfte Trägerin des Renate-Chotjewitz-Häfner-Förderpreises.
Doris Lerche, Jahrgang 1945, studierte Psychologie, Kunstpädagogik und Buchillustration. Seit 1975 arbeitet sie als freie Schriftstellerin, Zeichnerin und als Gestalt-Therapeutin in Frankfurt. Sie war eine der ersten Satirikerinnen der Bundesrepublik, außerdem veröffentlichte sie satirisch-poetische Erzählungen und Romane, mit denen sie ebenso erfolgreich war wie mit ihren Zeichnungen. Doris Lerche war Initiatorin und langjährige Mitarbeiterin der Frankfurter Romanfabrik.

Laudatio: Peter Zingler

Moderation: Alexander Pfeiffer

Eine Veranstaltung des VS Hessen, gefördert vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main sowie vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Zeit: 20 Uhr
Ort: Literaturforum im Mousonturm
Eintritt: 7,-/4,-

Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V.
Waldschmidtstraße 4
60316 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 24 44 99 41
E-Mail: info@hlfm.de

Das Hessische Literaturforum im Mousonturm e.V. Frankfurt während der Buchmesse

Das Hessische Literaturforum im Mousonturm e.V. Frankfurt während der Buchmesse am 14. und 17. Oktober 2015

Das Hessische Literaturforum freut sich, während der Buchmessensamstag das Lyrikkollektiv „babelsprech“ mit einer Vielzahl an Beteiligten zu Gast haben und den dritten Teil der legendären Lyrik von Jetzt-Anthologie vorstellen zu können. Neben den drei Herausgebern, Max Czollek, Michael Fehr und Robert Prosser, haben sich viele Nachwuchsstimmen angekündigt. Die Veranstaltung beginnt bereits um 19 Uhr, damit Lyrikfans am späteren Abend noch die „Teil der Bewegung“-Veranstaltung oder die Open Party der KollegInnen im Literaturhaus besuchen können.

Das Programm im Einzelnen

Mittwoch, 14. Oktober 2015, 20 Uhr:
Traumschiff
Alban Nikolai Herbst liest

Gregor Lanmeister befindet sich auf einer Reise mit einem Kreuzfahrtschiff – seiner letzten Reise. Er weiß, dass er auf diesem Schiff sterben wird, er hat, wie er sagt, das „Bewusstsein“. Und er weiß, dass er nicht alleine ist: unter all den Passagieren befinden sich 144 Menschen, die sein Schicksal teilen. Einige von ihnen wissen noch nicht, dass sie gekommen sind, um zu sterben, andere haben das Bewusstsein schon erlangt. Und obwohl Lanmeister um sein nahendes Ende weiß und zudem schon lange das Sprechen eingestellt hat, nimmt er doch rege am Leben an Deck teil, sucht die Nähe zu einer so eigenwilligen wie illustren Runde von Mitreisenden, verbringt Zeit mit einem Kreuzworträtsel lösenden Clochard, erinnert sich an die ersten Tage an Bord mit Monsieur Bayoun und liebt heimlich die Schiffspianistin Kateryna.

Nach der sprachlich wie inhaltlich hochkomplexen Anderswelt-Trilogie ist Alban Nikolai Herbsts Roman Traumschiff eine der Überraschungen der Buchsaison. Mit großer Sanftheit wendet er sich seinem Protagonisten in dessen letzter Lebensphase zu, der sich in einem flimmernden Kosmos zwischen Realität und Phantasie von seiner Existenz löst. In leisen Tönen und mit zärtlichem Witz wahrt Herbst die Würde des Sterbenden, der den ihm bevorstehenden Tod akzeptiert und vielleicht gerade deshalb mit jedem vergehenden Tag eine intensivere Weltwahrnehmung gewinnt.

Mod.: Harry Oberländer
Zeit: 20 Uhr
Ort: Literaturforum im Mousonturm
Eintritt: 7,-/4,-

Samstag, 17. Oktober 2015, 19 Uhr:
babelsprech stellt vor: „Lyrik von Jetzt 3″
Mit Carolin Callies, Lea Schneider, Max Czollek, Martin Piekar u.a.

2003 wagten sich Björn Kuhligk und Jan Wagner an die Herkulesaufgabe, die damalige junge Lyrikszene nach den interessantesten Stimmen zu durchforsten. Das Resultat war die heute legendäre Anthologie Lyrik von Jetzt, der 2008 ein zweiter Band folgte. Nun haben Kuhligk und Wagner den Staffelstab an das Lyrikkollektiv babelsprech übergeben. Die Babelsprech-Kuratoren Max Czollek (D), Michael Fehr (CH) und Robert Prosser (A) haben drei Jahre lang die deutschsprachige junge Lyrik vernetzt, eine Internetplattform  ins Leben gerufen und Veranstaltungen in drei Ländern organisiert. Die Veröffentlichung von Lyrik von Jetzt 3 bildet nun den Höhepunkt der gemeinsamen Arbeit und präsentiert die Texte einer neuen, lebendigen Generation von LyrikerInnen.

Neben den Herausgebern Max Czollek, Michael Fehr und Robert Prosser sind an diesem Abend dabei: Ianina Ilitcheva, Max Oravin, Michelle Steinbeck, Anna Ospelt, Lea Schneider, Tristan Marquardt, Martin Piekar und Carolin Callies.

Und im Anschluss? Da gibt’s Musik von DJ Janeck Altshuler.

Auf Initiative der Literaturwerkstatt Berlin und des Literaturhauses Wien, in Kooperation mit Literatur Lana, Kaufleuten Zürich, dem Robert Walser-Zentrum sowie dem Wallstein Verlag startete im September 2013 das zweijährige Projekt zur Förderung junger deutschsprachiger Lyrik. Das Projekt wird gefördert von der Kulturstiftung des Bundes (Deutschland), vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (Österreich) und von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung.

Zeit: 19 Uhr
Ort: Literaturforum im Mousonturm
Eintritt: 7,-/4,-

Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V.
Waldschmidtstraße 4
60316 Frankfurt am Main

Tel.: 069 – 24 44 99 41
Fax: 069 – 24 44 99 39;

25 Jahre Deutsche Einheit Der endlose Weg zum Hause des Nachbarn im Literaturforum im Mousonturm am 22.09.2015

Programm im Mousonturm

Dienstag, 22. September 2015, 20 Uhr:
25 Jahre Deutsche Einheit
Der endlose Weg zum Hause des Nachbarn
Michael Augustin und Klaus Völker über Johannes Bobrowski

Als der aus dem ostpreussischen Tilsit stammende, in Ost-Berlin lebende Lyriker und Erzähler Johannes Bobrowski 1965 starb, war er gerade mal 48 Jahre alt. Seine kurze literarische Karriere, 1962 mit dem Preis der Gruppe 47 gekrönt, umfasste nur wenige, aber dafür ausgesprochen produktive Jahre. Sein großes Thema, sowohl in der Lyrik als auch in seinen unvergleichlichen Kurzprosastücken und den beiden Romanen Litauische Claviere und Levins Mühle, hatte er mit Sarmatien gefunden, das ihm Heimat, Sehnsuchtslandschaft und kulturhistorisches Programm war.
Der Bremer Schriftsteller Michael Augustin, Kulturredakteur bei Radio Bremen, präsentiert Originaltöne aus seiner Radiodokumentation zum 50.Todestag Johannes Bobrowskis. Neben Bobrowski höchstpersönlich sind auch die Stimmen seiner Freunde und Weggefährten zu hören: Günter Bruno Fuchs, Christa Reinig, Christoph Meckel, Robert Wolfgang Schnell, Michael Hamburger u.v.a. Anschließend erinnert sich der Dramaturg, Publizist und Theaterhistoriker Klaus Völker im Gespräch an seine Freundschaft und seine Begegnungen mit Johannes Bobrowski. Als Organisator und Veranstalter der legendären Lesungen in der Westberliner Waitzstraße 28 hatte Völker schon in den frühen 60er Jahren lebhaften Anteil am literarischen Leben der Stadt und ist heute ein Zeitzeuge par excellence.

Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V.
Waldschmidtstraße 4
60316 Frankfurt am Main