Kategorie-Archiv: Mainzer Wissenschaftallianz

4. MAINZER SCIENCE WEEK vom 12. bis 18. September mit über 20 Veranstaltungen

4-mainzer-science-weekAuftakt der Wissenschaftswoche am Montag mit Science Tram, Fishbowl-Diskussion und Ausstellung
Am Montag startet die 4. Mainzer Science Week, die vom 12. bis 18. September über 20 Veranstaltungen zu Wissenschaft und Forschung in die Stadt bringt.

Dabei gehören die ersten zwei Tage ganz dem wissenschaftlichen Nachwuchs. Denn in Kooperation mit der MAINZER WISSENSCHAFTSALLIANZ veranstaltet die Akademie der Wissenschaften und der Literatur zusammen mit der Johannes Gutenberg-Universität am Montag/Dienstag, 12. und 13. September ihre „Mainzer Tage der Jungen Exzellenz“.
Los geht es am Montag um 17.00 Uhr an der Straßenbahn-Haltestelle Hochschule Mainz: Hier startet die Science Tram Richtung Akademie. Thema: Wie funktionieren eigentlich Umfragen – und wie aussagekräftig sind sie? Darüber gibt Dr. Lydia Repke Auskunft. Zudem wirft Dr. Jens Temmen einen Blick in die Zukunft: Wie die Besiedelung des Mars mit dem Klimawandel zusammenhängt, dazu steht er Rede und Antwort. Die Fahrtgäste sind eingeladen, beide Referent:innen der Jungen Akademie mit ihren Fragen zu löchern!

Im Anschluss an die Fahrt geht es im Plenarsaal der Akademie mit einer Frage weiter, die jede:r Wissenschaftler:in kennt: „Und was macht man damit?!“ Bei der Fishbowl-Diskussion sprechen Dr. Benedikt Brunner (Ev. Theologie, Leibniz-Institut für Europäische Geschichte), Dr. Davina Höll (Literaturwissenschaft, Gutenberg Akademie), Theresa Mentrup (Ethnologie, Gutenberg Akademie & Johannes Gutenberg-Universität) sowie Dr. Torben Riehl (Tiefseeforschung, Junge Akademie | Mainz) mit Moderator Daniel Reißmann über ihre Erfahrungen. Das Besondere: Auf dem Podium ist ein Platz frei! Gäste sind herzlich eingeladen, Platz zu nehmen und sich an der Diskussion zu beteiligen. Beim anschließenden Empfang wird die Ausstellung „Mensch und Zeit“ mit Werken junger Mainzer Künstler:innen eröffnet.

Auch am Dienstag, 13. September, führt die Fahrt der Science Tram von der Hochschule Mainz zur Akademie der Wissenschaften und der Literatur (Abfahrt 17:30 Uhr). Diesmal freut sich PD Dr. Andrea Hofmann (Junge Akademie | Mainz) über Fragen zu „Katharina von Bora und Co: Frauen in der Reformationszeit“ und Anne Rosar (Projekt DFD | Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz) gibt bei „Meiner, deiner, unserer? – Zur Wahl des Ehenamens“ spannende Auskünfte über ihr Forschungsprojekt. In der Akademie selbst sorgt dann um 19.00 Uhr Gabriel Belinga Belinga (Hochschule Mainz) beim Science Slam für eine Party der Wissenschaft. Acht Slammer:innen kämpfen um die Gunst des Publikums!

Digital ist das Programm zum Auftakt abrufbar unter https://www.adwmainz.de/qualifizierung/junge-akademie/tage-der-jungen-exzellenz.html.
Das Gesamtprogramm zur Mainzer Science Week ist abrufbar unter www.wissenschaftsallianz-mainz.de und www.wissenimherzen.mainz.de.

„Gesundheit neu denken“: Der Healthcare Hackathon findet vom 14.- 17.09.2022 im Alten Postlager in Mainz statt.

Die Veranstaltung steht im Zeichen dreier Themen: Krankenhauszukunftsgesetz, Nachhaltigkeit in Krankenhäusern und Flexibilisierung von Arbeitsplätzen.

(Mainz, 05. September 2022, ls) Vom 14. bis zum 17. September finden verschiedene Highlights auf dem Digitalisierungs- und Innovationsevent der Universitätsmedizin Mainz im Alten Postlager in Mainz statt. Im Jahr 2022 steht der Healthcare Hackathon ganz im Zeichen des Krankenhauszukunftsgesetzes (KHZG), der ökologischen Nachhaltigkeit von Krankenhäuser und des flexiblen Arbeitsplatzes der Zukunft. Neben dem Kongress zum KHZG, der Jobmesse und des Schulen-Tages, arbeiten interdisziplinäre Teams aus Ärzteschaft, Pflege, Expert:innen und Patient:innen in 29 verschiedenen Challenges an innovativen Lösungen für die Gesundheitsversorgung von morgen. Es werden für die gesamte Veranstaltung über 400 Teilnehmende, inklusive 20 verschiedener Start-Ups, 150 Schüler:innen und Studierende sowie 30 Partnerunternehmen erwartet.

Den Startschuss zum Healthcare Hackathon liefert der Schulen-Tag am Mittwoch, dem 14. September. Schüler:innen können hier die Digitalisierung im Medizinbereich im Zusammenspiel mit weltbekannten Firmen, wie IBM und Intel, kennenlernen. An diesem Tag findet von 11:00 Uhr bis 11:45 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema „Digitale Souveränität – Hype oder echter Mehrwert?“ mit dem rheinland-pfälzischen Digitalisierungsminister und Schirmherren des Healthcare Hackathons, Alexander Schweitzer, statt. Weitere Podien an diesem Tag beschäftigen sich mit den Themen Quantum Computing sowie der Arbeitswelt von Morgen.

Am Donnerstag, dem 15. September, findet der Kongress zum Krankenhauszukunftsgesetz in enger Kooperation mit dem Bundesgesundheitsministerium statt. Hierbei wird auch der Aufsichtsratsvorsitzende und Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium, Dr. Dennis Alt, anwesend sein. An diesem Tag kommen Industriepartner:innen und Vertreter:innen aus Krankenhäusern sowie Uniklinika miteinander ins Gespräch. Auf zwei verschiedenen Bühnen stellen Uniklinika und Krankenhäuser hier ihre KHZG-Strategien und Projekte vor, von der Charité Berlin über das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein bis hin zur Marienhausgruppe.

Am Freitag, dem 16. September, beginnt dann der eigentliche Healthcare Hackathon mit seinen 29 Challenges. Hier geht es u.a. um Themen, wie Nachhaltigkeit, New Work, Künstliche Intelligenz, Apps für den Krankenhausalltag und die Digitalisierung von Prozessen im Krankenhaus. Grundlage für die Challenges sind aber auch schon etablierte Projekte von früheren Hackathons, wie die Messenger-App für die Unimedizin Mainz (UMessenger) und die Studienplattform NUMCompass. Den eigentlichen Healthcare Hackathon eröffnen dann die Vorstände der Universitätsmedizin Mainz, also der Kaufmännische Vorstand PD Dr. Christian Elsner, der Pflegevorstand Frau Marion Hahn und der Wissenschaftliche Vorstand Univ.-Prof. Dr. Ulrich Förstermann. Besondere Ehrengäste bei der Eröffnung sind Özlem Türreci, BioNTech-Gründerin und Professorin an der Universitätsmedizin Mainz, Jens Bussmann, Generalsekretär des Verbandes der Universitätsklinika (VUD) sowie Thomas Süptitz, Leiter des Referats für Cybersicherheit und Interoperabilität im Bundesministerium für Gesundheit. Am Freitag findet außerdem die Jobmesse und das Startup Barcamp statt. Auf dem Barcamp stellen sich medizinische Startups und Initiativen vor und können sich mit Förderern und Unterstützern austauschen. Des Weiteren stellt der Vorstand der Universitätsmedizin Mainz an dem Tag auch nochmal die Baumasterplanung vor.

Der finale Tag, am Samstag, dem 17. September, wird schließlich zusammen mit dem Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling und dem Technischen Vorstand der Mainzer Stadtwerke Tobias Brosze eröffnet. Von 10:00 Uhr bis 11:00 Uhr findet außerdem ein Robotik-Vortrag mit einer Live-Demo des da Vinci OP-Roboters statt. Von 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr präsentieren die einzelnen Teams ihre Challenges, die dann eine Jury direkt im Anschluss prämiert.

Vom 16. September bis zum 17. September erwarten Besucher:innen außerdem zahlreiche Attraktionen, an den verschiedenen Ständen der Austeller, wie z.B. Robotik-Workshops oder den Simulator eines Noteinsatzfahrzeuges.

Details zum Programm und den Challenges finden Sie auf https://www.healthcare-hackathon.info/

Vom 12. bis 18. September lädt Wissenschaft zur 4. Mainzer Science Week in die Stadt

sience-weekMit der 4. Mainzer Science Week bringen die Mainzer Wissenschaftsallianz und die Landeshauptstadt Mainz vom 12. bis 18. September 2022 wieder eine Woche lang die Wissenschaft ins Herz der Stadt.

Wissenschaftsminister Clemens Hoch: „Passend zum 75-jährigen Jubiläum von Rheinland-Pfalz schlägt die Mainzer Science Week wieder eine Brücke zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Das abwechslungsreiche Programm bietet viel Gelegenheit, über Zeit als persönliches, aber auch als gesellschaftliches Thema nachzudenken: Was ist mir, was ist uns wieviel Zeit wert?“

Denn Zeit hat viele Gesichter: Sie beschäftigt uns als Element historischer und persönlicher Vergangenheit, beim Älterwerden und Entwickeln von Zukunftsvisionen. Sie ist physikalische Größe und gefühlte Einheit, ein Wimpernschlag und eine unvorstellbare Ewigkeit. Mal schleicht sie, zumeist rennt sie uns davon. Wissenschaftler:innen aus Mainz und Umgebung beleuchten während der Science Week das Thema von allen Seiten und berichten über ihre aktuellen Forschungen dazu. Und dies – in mittlerweile guter Tradition – auch an ungewöhnlichen Orten wie in Weinstuben (Science-Schoppe) oder der Straßenbahn (Science Tram), in den Mitgliedsinstituten, am Mainzstrand oder auf dem roten Science Sofa, bei Gesprächsrunden, Führungen und in Ausstellungen.

„Als etabliertes Format im Mainzer Kalender wünsche ich der Mainzer Science Week, dass viele Bürger:innen sich Zeit nehmen, die über 20 Veranstaltungen zu besuchen und mit unseren Mainzer Wissenschaftler:innen ins Gespräch kommen“, so Oberbürgermeister Michael Ebling.

Denn wie bei allen Angeboten der Mainzer Wissenschaftsallianz steht auch hier im Fokus: Mitmachen, Mitreden, Miterleben! Alle Mainzerinnen und Mainzer sind herzlich eingeladen, die forschenden Institutionen und Personen ihrer Heimatstadt kennen zu lernen und mit zu diskutieren. Auch Prof. Dr. Michael Maskos, Vorsitzender der Mainzer Wissenschaftsallianz und Leiter des Fraunhofer-Instituts für Mikrotechnik und Mikrosysteme, freut sich, „nach der erzwungenen Pause der Mainzer Science Week 2020, in diesem Jahr mit den Besucher:innen der Mainzer Science Week buchstäblich auf Zeit-Reisen zu gehen.“

Der Programmflyer wird an zentralen Stellen (mainz STORE / Tourist Info), in den Mainzer Stadt- und Bürgerhäusern, Mainzer Wissenschaftsinstitutionen) ausliegen. Digital ist das Programm hier abrufbar.

Weitere Infos unter https://www.wissenschaftsallianz-mainz.de/

„Mainz lebt auf seinen Plätzen“ – 36 Mal Musik, Kultur, Wissenschaft oder buntes Kinderprogramm kostenfrei genießen

Programm zum Download
Programm zum Download

(skh) Sechs Wochen Programm am Mainzstrand: kostenfrei und draußen!

Gemeinsam Kultur und Geselligkeit genießen, dazu lädt „Mainz lebt auf seinen Plätzen“ ein. Die Reihe ist zur bewährten, jahrzehntelangen Tradition geworden. Das 1976 vom damaligen Sozialdezernenten Karl Delorme ins Leben gerufene Konzept wird auch 2022 fortgeführt. In diesem Jahr werden insgesamt 36 Veranstaltungen gratis angeboten.

Oberbürgermeister Michael Ebling und Kulturdezernentin Marianne Grosse freuen sich über die Fortsetzung der beliebten Reihe: „Kulturschaffende aus der Region treten auf, mit abwechslungsreichen Programmen für alle Generationen. Wir konnten wieder bekannte Klassiker und beliebte Nachwuchstalente gewinnen, darüber freuen wir uns besonders.“ Für die Gäste ist das Programm, dank großzügiger Unterstützung durch mehrere Sponsoren, kostenlos. Hierzu zählen neben den Mainzer Stadtwerken, der Mainzer Volksbank, becker studio technik und Flo Service auch die Lotto Stiftung Rheinland-Pfalz und die Mainzer Werbegemeinschaft.

Das abwechslungsreiche Programm wird vom 16. August bis 22. September angeboten, sechs Wochen lang jeweils von Dienstag bis Donnerstag unter freiem Himmel direkt am Rhein. Nach den positiven Erfahrungen in den Vorjahren steht die Bühne wieder am Mainzstrand, dessen Ambiente Urlaubsgefühle weckt. Die Gäste können sich dort auf Musik für jeden Geschmack freuen, sowie auf Wissenschaft, die spannend vermittelt wird und auf unterhaltsame Kindernachmittage.

Programmplaner Oliver Valentin vom Team der städtischen Öffentlichkeitsarbeit hat eine bunte Veranstaltungspalette für Groß und Klein zusammengestellt. Nachmittags ab 16 Uhr können vor allem jüngere Gäste mit ihren Eltern und Großeltern vorbeischauen. Für sie gibt es Theaterauftritte, Zauberkunst oder Gesang zum Mitmachen.

Bei den Abendveranstaltungen ab 18 Uhr kommen Erwachsene auf ihre Kosten. Mitsingen und Tanzen sind ausdrücklich erlaubt und erwünscht – es wird Live-Musik gespielt. Bei einer kühlen Erfrischung im Glas lässt es sich herrlich entspannen. Und wie wäre es mit einem Meenzer Science-Schoppe? Vier Mal gibt es dieses unterhaltsame Wissenschaftsformat. Die Teilnahme ist wie immer kostenlos und 2022 ohne Voranmeldung.

Dienstag, 16. August: Start ins Mainzer Sommerprogramm Die Reihe „Mainz lebt auf seinen Plätzen“ startet am Dienstag, 16. August 2022, um 16.00 Uhr am Mainzstrand mit Wolfgang Hering, der flotte Bewegungslieder mitbringt. Um 18.00 Uhr gehört die Bühne Jay Schreiber, der sein Publikum mit Gitarre und Gesang fasziniert.

Sponsoren der Reihe:
Mainzer Stadtwerke, Mainzer Volksbank, Lotto Stiftung Rheinland Pfalz, Flo Service, bst Becker Studio Technik, Werbegemeinschaft des Mainzer Einzelhandels

Programm zum Download

Auf www.mainz.de/mainzlebt gibt es alle Informationen zur Reihe und zu den einzelnen Veranstaltungen. Programmhefte liegen aus.

Schülerinnen und Schüler schnuppern Forschungsluft in der „SommerUni Immunologie und Biomedizin 2022“

Health care professionals in lab.

Forschung wieder hautnah erleben – Universitätsmedizin Mainz bietet besonderes Ferienprogramm

(Mainz, 20. Juli 2022, nh) Nach zwei Jahren Coronapause begrüßt das Forschungszentrum für Immunologie (FZI) der Universitätsmedizin Mainz 25 Oberstufenschülerinnen und ‑Schüler zur „SommerUni Immunologie und Biomedizin 2022“. In zehn Projekten haben die Nachwuchsforschenden für eine Woche die Gelegenheit, an aktuellen Themen in der immunologischen und biomedizinischen Wissenschaft mitzuwirken. Das Ziel der Veranstalter – der Sonderforschungsbereich 1292 (SFB 1292), das FZI und die Mainz Research School of Translational Biomedicine (TransMed) – ist es, die Teilnehmenden für die Wissenschaft zu begeistern und von der Forschungsstärke an der Universitätsmedizin Mainz profitieren zu lassen.

Wie läuft ein Alltag in einem Forschungslabor ab? Welche Forschungsthemen beschäftigen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuell in der Immunologie und Biomedizin? Könnte Forschung ein passender Karriereweg für mich sein? Die Universitätsmedizin Mainz lädt in diesem Jahr zum 14. Mal den wissenschaftlich interessierten Nachwuchs dazu ein, einen Blick hinter die spannenden Laborkulissen ihrer universitären Forschung zu werfen. Betreut durch die Doktorand:innen des SFB 1292 lernen die 25 Oberstufenschülerinnen und -Schüler das Leben als Wissenschaftlerin oder Wissenschaftler in zehn praktischen Forschungsprojekten kennen. Im Gegenzug lernen ihre Betreuer:innen, Arbeitsaufträge zu konzipieren, Hintergrundwissen zu vermitteln und die Schüler:innen bei der praktischen Labortätigkeit anzuleiten.

Zu entdecken gibt es in den Projekten vieles: wie reagiert das Immunsystem bei Krankheiten wie z.B. COVID-19, auf Impfungen oder bei einer Autoimmunerkrankung, an welchen Immun-therapien gegen Krebs wird geforscht, welche Rolle spielen Darmbakterien für die Gesundheit, wie unterscheiden sich gesunde Zellen von Krebszellen, was machen T-Zellen, wie funktionieren Viren, welche Zellen enthält das Blut und vieles mehr aus der Immunologie und Biomedizin.

In Dreier-Gruppen soll gemeinsam experimentiert und dabei moderne immunologische und biomedizinische Methoden erlernt werden. Zusätzlich haben die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, mit Forschungsgruppenleiter:innen ins Gespräch zu kommen und sie über ihre Forschung zu befragen. Am Ende der SommerUni dürfen die Nachwuchsforschende, wie in der Wissenschaft üblich, ihre Arbeit anhand eines Posters bei einer Abschlussveranstaltung vorstellen.

Weitere Informationen: http://www.sommeruni.biomedizin.uni-mainz.de/sommeruni/start.html

Polarforscherin Prof. Dr. Antje Boetius über „Mensch und Natur – Die Netzwerke des Lebens“ zum Auftakt der Vorlesungsreihe der Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur am 26.04.2022

Die durch ihre zukunftsweisenden Forschungen zu den Auswirkungen des Klimawandels auf den Ozean sowie die Lebensvielfalt der Tiefsee bekannt gewordene Meeresbiologin Professorin Dr. Antje Boetius, diesjährige Inhaberin der 22. Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur, lädt im Sommersemester 2022 jeweils dienstags zu ihrer interessanten Vorlesungsreihe „Mensch und Natur – Die Netzwerke des Lebens“ auf den Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) ein. Der Auftakt-Vortrag „Netzwerke des Lebens: Einführung in das Wunder der Lebensvielfalt“ findet bei freiem Eintritt am 26. April 2022 im Hörsaal RW1, Haus Recht und Wirtschaft I, Jakob-Welder-Weg 9, auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz statt.

Der Planet Erde ist bisher der einzige Himmelskörper, von dem wir wissen, dass er Leben beherbergt. Dieses Leben beruht seit fast 4 Milliarden Jahren auf eng verknüpften Netzwerken einer ungeheuren Vielfalt von Genen, Individuen, Arten und Lebensräumen, sodass Überleben auch unter extremen Bedingungen durch Anpassungen gesichert ist. Seit den 1950er-Jahren greift der Mensch in immer größerer Beschleunigung in diese Netzwerke ein. Heute wird zunehmend klar: Die Umwelt verändert sich zu schnell, das ist zu unserem Nachteil und resultiert in erheblichem Verlust von Vielfalt. Wie können wir also lernen, besser mit den Lebensnetzwerken zu kooperieren? In ihrer Vorlesungsreihe “Mensch und Natur – Die Netzwerke des Lebens” wird die diesjährige Inhaberin der Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur die Zuhörenden auf eine Reise in die Funktionen des Lebens auf dem Planeten Erde mitnehmen. Gemeinsam mit ihren Gästen wird Prof. Dr. Antje Boetius diskutieren, warum die Vielfalt des Lebens auf der Erde wichtig für unser Überleben ist, wo die Netzwerke gefährdet sind, auf denen die natürlichen Funktionen der Erde beruhen, und welche Lösungen wir haben. Bei der ersten Vorlesung wird Antje Boetius auch anhand von Beispielen aus ihrem Forschungsgebiet, der Tiefsee, einige Wunder der Lebensvielfalt aufzeigen.

Prof. Dr. Antje Boetius ist Polar- und Tiefseeforscherin und Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung. Als Professorin für Geomikrobiologie und Leiterin der Brückengruppe für Tiefseeökologie und Technologie am Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie ist sie am Exzellenzcluster MARUM der Universität Bremen beteiligt. Sie hat an fast 50 Expeditionen auf internationalen Forschungsschiffen teilgenommen. Im Mittelpunkt ihrer aktuellen Forschung stehen die Auswirkungen des Klimawandels auf den Ozean sowie die Lebensvielfalt der Tiefsee. Für ihre wissenschaftlichen und wissenschaftskommunikatorischen Leistungen wurde Boetius unter anderem mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz- und dem Communicator-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Deutschen Umweltpreis 2018 und dem Bundesverdienstkreuz im Jahr 2019 ausgezeichnet. Sie ist Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften und der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz sowie anderer nationaler und internationaler Akademien und Fachgesellschaften.

Die Vorlesungsreihe zur 22. Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur findet im Sommersemester 2022 jeweils dienstags um 18:15 Uhr statt – teils in Präsenz auf dem Gutenberg-Campus (Hörsaal RW1, Haus Recht und Wirtschaft I, Jakob-Welder-Weg 9), teils digital. Weitere Informationen unter https://www.stiftung-jgsp.uni-mainz.de/vorlesungsreihe-2022-mensch-und-natur-die-netzwerke-des-lebens/
Referentin: Prof. Dr. Antje Boetius, Inhaberin der Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur 2022
Wann: Dienstag, 26. April 2022, ab 18:15 Uhr
Wo: Hörsaal RW1, Haus Recht und Wirtschaft I, Jakob-Welder-Weg 9, auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Veranstalter: Stiftung „Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur“ http://www.stiftung-jgsp.uni-mainz.de/
Programm: https://www.stiftung-jgsp.uni-mainz.de/vorlesungsreihe-2022-mensch-und-natur-die-netzwerke-des-lebens/
Facebook-Event: https://www.facebook.com/events/387313919916934/

Eintritt: frei
Anmeldung: nicht erforderlich

Biontech-Gründer Özlem Türeci und Uğur Şahin erhalten Ehrenring der Mainzer Universitätsmedizin – Ehrendoktorwürde für die Mentoren Professoren Huber u Bartenschlager

(v.l.):Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Christoph Huber, ehemaliger Direktor der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik Mainz, Mitgründer von BioNTech; Univ.-Prof. Ralf Bartenschlager, ehemaliger Inhaber der Professur für Molekulare Virologie an der Universitätsmedizin Mainz; Univ.-Prof. Dr. Özlem Türeci, Professorin für personalisierte Immuntherapie an der Universitätsmedizin Mainz u BioNTech-Gründerin; Univ.-Prof. Dr. Özlem Türeci, Professur für Translationale Onkologie und Immunologie am Forschungszentrum für Immuntherapie (FZI), Gründer u. Vorstandsvorsitzender (CEO) des Biotechnologie-Unternehmens BioNTech in Mainz. Fotos  © Diether v. Goddenthow
(v.l.):Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Christoph Huber, ehemaliger Direktor der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik Mainz, Mitgründer von BioNTech; Univ.-Prof. Ralf Bartenschlager, ehemaliger Inhaber der Professur für Molekulare Virologie an der Universitätsmedizin Mainz; Univ.-Prof. Dr. Özlem Türeci, Professorin für personalisierte Immuntherapie an der Universitätsmedizin Mainz u BioNTech-Gründerin; Univ.-Prof. Dr. Özlem Türeci, Professur für Translationale Onkologie und Immunologie am Forschungszentrum für Immuntherapie (FZI), Gründer u. Vorstandsvorsitzender (CEO) des Biotechnologie-Unternehmens BioNTech in Mainz. Fotos © Diether v. Goddenthow

Die Universitätsmedizin Mainz verleiht ihre höchsten Auszeichnungen an vier außergewöhnlich erfolgreiche Wissenschaftler:innen

(Mainz, 04. Februar 2022, te) Die Universitätsmedizin Mainz zeichnete gestern die BioNTech-Gründer:innen Univ.-Prof. Dr. Özlem Türeci und Univ.-Prof. Dr. Uğur Şahin mit dem Ehrenring der Universitätsmedizin Mainz aus. Die Ehrendoktorwürde erhielten der ehemalige Direktor der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik und Mitgründer von BioNTech, Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Christoph Huber, und der ehemalige Inhaber der Professur für Molekulare Virologie an der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Ralf Bartenschlager. Alle vier erwarben sich herausragende Verdienste um den Wissenstransfer von der Grundlagenforschung in die medizinische Anwendung. Die Verleihung der Ehrentitel fand im Rahmen eines Festakts im Staatstheater Mainz statt.

Vorstandsvorsitzende und Medizinische Vorstand, Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer Foto  © Diether v. Goddenthow
Vorstandsvorsitzende und Medizinische Vorstand, Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer Foto © Diether v. Goddenthow

„Dem Forscherpaar Univ.-Prof. Dr. Özlem Türeci und Univ.-Prof. Dr. Uğur Şahin gelang die spektakuläre und schnelle Entwicklung eines Corona-Impfstoffs, die auf einer jahrzehntelangen Grundlagenforschung zur mRNA-Technologie basiert. Professor Huber ist ein visionärer Pionier auf dem Gebiet immunologischer Krebsforschung, und Professor Bartenschlager verdanken wir die Grundlage zur Entwicklung der heutigen Therapie der Hepatitis-C-Virus-Infektion. Wir sind stolz und glücklich, dass diese wissenschaftlichen Persönlichkeiten bei uns gewirkt haben oder noch wirken. Spitzenmedizinische Forschung hat an der Universitätsmedizin Mainz immer eine Heimat und fällt auf fruchtbaren Boden“, begrüßte der Vorstandsvorsitzende und Medizinische Vorstand, Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, die Anwesenden im Staatstheater Mainz.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer gratulierte in einem Grußwort allen Geehrten. Foto  © Diether v. Goddenthow
Ministerpräsidentin Malu Dreyer gratulierte in einem Grußwort allen Geehrten. Foto © Diether v. Goddenthow

„Alle vier haben mit ihrer herausragenden Arbeit der Wissenschaft von außen Anerkennung und nach innen Motivation gegeben“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die ebenfalls ein Grußwort sprach. Sie freue sich sehr, dass Stadt, Land, die Universität und die Universitätsmedizin heute gemeinsam ihren Erfolg feiern und würdigen können. „Gemeinsam werden wir uns weiter dafür engagieren, bei der Umsetzung ihrer Ideen für ihre Zukunft hier in Mainz zu unterstützen“, betonte die Ministerpräsidentin und gratulierte den Wissenschaftler:innen zu ihren hochverdienten Auszeichnungen.

Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch, Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Foto  © Diether v. Goddenthow
Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch, Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Foto © Diether v. Goddenthow

„Diese außergewöhnlichen Forschenden und ihre Karrieren machen deutlich, dass der Wissenschaftsstandort Mainz eine große Zukunft vor sich hat. Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz freut sich, die Etablierung des Biotechnologiestandorts hier in Mainz weiter zu unterstützen und so die Entwicklung medizinischer Innovationen nachhaltig zu fördern“, sagte der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch, in seinem Grußwort. „Ich bin mir sicher: Die Begriffe Mainz, Spitzenmedizin und Innovation sind schon jetzt im öffentlichen Bewusstsein untrennbar miteinander verbunden.“

Der Wissenschaftliche Vorstand und Dekan der Universitätsmedizin Mainz, Univ. Prof. Dr. Ulrich Förstermann, verlieh den vier Wissenschaftler:innen die Ehrendoktorwürden und Ehrenringe.

Univ. Prof. Dr. Ulrich Förstermann  Foto  © Diether v. Goddenthow
Univ. Prof. Dr. Ulrich Förstermann Foto © Diether v. Goddenthow

Die Forschungsleistung von Professor Bartenschlager bezeichnete Ulrich Förstermann als eine bedeutende Entwicklung der Medizin der vergangenen Dekaden. Förstermann: „Seine Arbeiten revolutionierten die Behandlung von Hepatitis C. Aus einer langwierigen, nur partiell erfolgreichen und nebenwirkungsreichen Therapie entwickelte sich eine kurzzeitige, bei nahezu allen Patient:innen wirksame und sehr gut verträgliche Therapie. Eine häufig chronische Erkrankung wurde heilbar und die Elimination des Hepatitis-C-Virus‘ ein erreichbares Ziel“, würdigte Förstermann Ralf Bartenschlagers Forschungsleistung.

Als Gründervater der Mainzer Tumorimmunologie ehrte Professor Förstermann den ehemaligen Direktor der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik, Professor Huber, bei der Verleihung. „Professor Huber gilt auch als treibende Kraft bedeutsamer Firmenausgründungen wie Ganymed und BioNTech. Außerdem war er am Aufbau des Instituts für translationale Onkologie (TRON) der Universitätsmedizin Mainz beteiligt. Schließlich half er auch mit bei der Gründung des Helmholtz-Instituts TRON (welches separat von TRON operiert). Des Weiteren ist Huber Vorstand des Mainzer Clusters Individualisierte Immunintervention (Ci3) e.V., das sich zum Ziel gesetzt hat, die Rhein-Main-Region im Gebiet der individualisierten Immunintervention an der internationalen Spitze zu verankern“, sagte der Wissenschaftliche Vorstand.

Das Forscherpaar Professor Özlem Türeci und Professor Uğur Şahin beschrieb Professor Förstermann als Teil der immunologischen Tradition der Universitätsmedizin Mainz. „Wir können seit mehr als zwanzig Jahren miterleben, wie sich die beiden als Mediziner und Forscher immer weiterentwickelt haben. In Teilbereichen der Medizin dürfte die von ihnen so erfolgreich erforschte und verbesserte mRNA-Technologie einen Paradigmenwechsel einleiten. Heute verleihen wir den Ehrenring des Fachbereichs für ihre Durchbrüche im Bereich der mRNA-Forschung, die entscheidend für die Entwicklung des ersten Corona-Impfstoffes waren und die Grundlage für individualisierte Krebsimpfstoffe bilden“, resümierte Förstermann.

Die BioNTech-Gründer Şahin und Türeci arbeiten eng mit der Universitätsmedizin Mainz zusammen. Professor Uğur Şahin ist seit 2000 an der Universitätsmedizin Mainz tätig, zunächst war er an der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz beschäftigt. Seit 2013 ist er Inhaber einer W3-Professur für Translationale Onkologie und Immunologie am Forschungszentrum für Immuntherapie (FZI). Zum 1. Oktober 2021 übernahm Professor Özlem Türeci die gemeinsam mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und dem Helmholtz-Institut für Translationale Onkologie (HI-TRON) etablierte W3-Professur für Personalisierte Immuntherapie an der Universitätsmedizin Mainz. Außerdem ist sie am Sonderforschungsbereich (SFB 1292) zur Entwicklung neuartiger Immuntherapien gegen Krebs und chronische Infektionen beteiligt.

Univ.-Prof. Dr. Özlem Türeci u. Univ. Prof. Dr. Ulrich Förstermann Foto  © Diether v. Goddenthow
Univ.-Prof. Dr. Özlem Türeci u. Univ. Prof. Dr. Ulrich Förstermann Foto © Diether v. Goddenthow

Uğur Şahin und Özlem Türeci machten seit Ende der 1990er Jahre eine Reihe von bahnbrechenden Entdeckungen, die es ermöglichten, die Effektivität von mRNA-Impfstoffen drastisch zu verbessern. Mit den von ihnen entdeckten Verbesserungen waren geringe Mengen mRNA ausreichend, um das Immunsystem zur Bekämpfung von Krebs und Infektionskrankheiten zu stimulieren. Damit wurde eines der Hauptprobleme von mRNA-Impfstoffen, ihre schwache Aktivität, überwunden.

Der Ehrenring der Universitätsmedizin Mainz hat eine lange Tradition: Er wurde 1677 vom damaligen Dekan der Medizinischen Fakultät, Professor Michael Voß, gestiftet und wird seit 1988 für besondere Verdienste um den Fachbereich Medizin verliehen. Die Ehrendoktorwürde kann grundsätzlich nicht an Mitglieder der Fakultät verliehen werden, sondern nur an Externe oder Pensionierte. Aus diesem Grund wurden Özlem Türeci und Uğur Şahin mit dem Ehrenring, der höchsten Auszeichnung des Fachbereichs, ausgezeichnet.

Die Veranstaltung mit geladenen Gästen fand unter größtmöglichen hygienischen Sicherheitsstandards statt. Durchgehend galt die 2G-Plus-Regel. Auch dreifach geimpfte Personen mussten dabei zusätzlich einen gültigen Negativ-Test einer zertifizierten Teststelle vorlegen.

Zu den vier ausgezeichneten Wissenschaftler:innen:

Univ.-Prof. Dr. Özlem Türeci. Foto  © Diether v. Goddenthow
Univ.-Prof. Dr. Özlem Türeci. Foto © Diether v. Goddenthow

Özlem Türeci, geboren 1967, studierte Medizin an der Universität des Saarlandes in Homburg. 2001 war Özlem Türeci an der Gründung der Ganymed Pharmaceuticals AG beteiligt. Dort war sie bis zum Verkauf des Unternehmens 2016 Vorstandsvorsitzende. Seit 2011 ist sie Mitbegründerin und Vorstandsmitglied des Clusters Individualisierte Immunintervention (Ci3) e.V. in Mainz. Sie habilitierte an der Universitätsmedizin Mainz, wo sie seit 2002 als Dozentin für Krebsimmuntherapie tätig ist. Die bekannte Forscherin arbeitete lange in der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz und ist dort Arbeitsgruppenleiterin in einem immunologischen Sonderforschungsbereich (SFB 1292). Seit dem 1. Oktober 2021 hat sie die gemeinsam mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und dem Helmholtz-Institut für Translationale Onkologie (HI-TRON) etablierte W3-Professur für personalisierte Immuntherapie an der Universitätsmedizin Mainz inne. Weltweite Prominenz erlangte Özlem Türeci in ihrer Position als Medizinischer Vorstand der BioNTech AG, an deren Gründung sie 2009 beteiligt war.

Univ.-Prof. Dr. Uğur Şahin. © Diether v. Goddenthow
Univ.-Prof. Dr. Uğur Şahin. © Diether v. Goddenthow

Uğur Şahin, geboren 1965, studierte Medizin an der Universität zu Köln und forschte während seiner Doktorarbeit im Bereich der Krebsimmuntherapie. Er arbeitete dann als Arzt und Wissenschaftler in Köln, Homburg und Zürich. Seit dem Jahr 2000 ist er an der Universitätsmedizin Mainz tätig, zunächst war Şahin an der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz beschäftigt. Seit 2013 hat er eine W3-Professur für Translationale Onkologie und Immunologie am Forschungszentrum für Immuntherapie (FZI) inne. Zudem ist er stellvertretender Leiter des als Comprehensive Cancer Center ausgezeichneten Universitären Centrums für Tumorerkrankungen Mainz (UCT Mainz) und Mitbegründer des biopharmazeutischen Forschungsinstituts TRON –Translationale Onkologie an der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gGmbH. Dort unterstützt er aktuell die Forschung und Entwicklung als enger wissenschaftlicher Berater und Betreuer für Doktorandinnen und Doktoranden. Zudem ist er weiterhin an mehreren Sonderforschungsbereichen der Universitätsmedizin Mainz beteiligt. Einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde er als Vorstandsvorsitzender (CEO) des Biotechnologie-Unternehmens BioNTech SE mit Sitz in Mainz. Das Unternehmen ist 2008 als Ausgründung der Universitätsmedizin Mainz entstanden und wurde mit personellen und finanziellen Ressourcen der Universitätsmedizin Mainz gefördert. Univ.-Prof. Dr. Özlem Türeci und Univ.-Prof. Dr. Uğur Şahin wurden für ihre wissenschaftlichen Leistungen bereits mit einer Vielzahl von Preisen geehrt, darunter der hoch renommierte Paul-Ehrlich- und Ludwig-Darmstaedter-Preis 2022 sowie jüngst der vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier verliehene Deutsche Zukunftspreis 2021.

Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Christoph Huber, Foto  © Diether v. Goddenthow
Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Christoph Huber, Foto © Diether v. Goddenthow

Christoph Huber, geboren 1944, studierte Medizin in Innsbruck/Österreich. Dort absolvierte er auch seine Facharztausbildung in Innerer Medizin und schloss seine Habilitation ab. 1983 begründete er dort eine der ersten europäischen Stammzelltransplantations-Einrichtungen. 1986 wurde er zum Professor für Klinische Immunbiologie und Leiter der gleichnamigen Abteilung ernannt. 1990 wechselte Huber von der Universitätsklinik in Innsbruck an die Universitätsmedizin Mainz, wo er die Professur für Innere Medizin und die Leitung der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik mit den Schwerpunkten Hämatologie, Onkologie, Pneumologie und Stammzelltransplantation bis zu seiner Pensionierung 2009 übernahm. Uğur Şahin, Özlem Türeci und Christoph Huber gründeten im Jahr 2001 das Unternehmen Ganymed Pharmaceuticals, ein Spin-Off der Universitätsmedizin Mainz. Im Jahr 2008 waren sie Mitgründer:innen des Biotechnologieunternehmens BioNTech, einer weiteren Ausgründung aus der Universitätsmedizin Mainz. Der Österreicher ist ein weltweit angesehener Wissenschaftler für immunologisch geprägte Krebsforschung und setzt sich seit den 1970er Jahren für die Entwicklung der Krebsimmuntherapie ein. Durch sein Engagement konnten zahlreiche Forschungsergebnisse der Krebsimmuntherapie aus dem Labor in die klinische Anwendung übertragen werden. Für sein Engagement und seine Forschungen wurde Huber unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland, dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst und mit der Ehrenmitgliedschaft in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ausgezeichnet.

Univ.-Prof. Ralf Bartenschlager Foto  © Diether v. Goddenthow
Univ.-Prof. Ralf Bartenschlager Foto © Diether v. Goddenthow

Ralf Bartenschlager, geboren 1958, studierte Biologie an der Universität Heidelberg. Er habilitierte sich 1999 am Institut für Virologie an der Universität Mainz. Dort war er von 1994 bis 1999 Arbeitsgruppenleiter. Von 2000 bis 2002 übernahm er die Professur für Molekulare Virologie in Mainz. Seit 2002 hat er diese Professur an der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg inne. Bartenschlager ist Direktor der Abteilung für Molekulare Virologie am Zentrum für Infektiologie des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) und Sprecher des Schwerpunkts „Infektionen, Entzündungen und Krebs“ am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ). Seit 2014 leitet er dort die Abteilung virus-assoziierte Karzinogenese. Bartenschlager ist Präsident der Deutschen Gesellschaft für Virologie und Mitglied des wissenschaftlichen Beirates des Robert Koch-Instituts. Außerdem ist er Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften (Leopoldina) und der European Molecular Biology Organization (EMBO). Im Zentrum seiner Forschungsleistung stehen medizinisch relevante RNA-Viren, insbesondere das Hepatitis-C-Virus und das Dengue-Virus. Bartenschlager leistete hier wichtige Beiträge zur Erforschung der Lebenszyklen der beiden Erreger. Dabei gelang es ihm als erster, Hepatitis-C-Viren im Labor zu vermehren. Dadurch wurde es möglich, hochwirksame Medikamente zu entwickeln, mit denen man diese chronische Virusinfektion bei fast allen Infizierten heilen kann. Er legte somit die Grundlagen für die Ausheilung von Hepatitis C. Für seine Forschung erhielt der Heidelberger Virologe 2016 den renommierten Lasker-Preis und im Jahr 2015 den Robert-Koch-Preis.

Hervorragende Ergebnisse der Johannes Gutenberg-Universität Mainz im U-Multirank 2021

Topplatzierungen in den Bereichen Forschung, Wissenstransfer und Internationale Ausrichtung

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) hat im diesjährigen U-Multirank in mehreren Bereichen hervorragende Ergebnisse erzielt. Dies gilt sowohl hinsichtlich der Platzierung als Universität insgesamt als auch im Hinblick auf die teilnehmenden Fächer.

Die JGU hat sich bei neun Kennzahlen aus den Bereichen Forschung, Wissenstransfer und Internationale Ausrichtung in der obersten Gruppe der teilnehmenden Hochschulen platzieren können. In der internationalen Spitzengruppe befindet sich die JGU in Bezug auf die Anzahl der Forschungspublikationen und die „Top cited publications“. Im Bereich Wissenstransfer erzielt die JGU im Bereich Patente durchgehend sehr gute Ergebnisse und platziert sich in allen untersuchten Kennzahlen in Ranggruppe 1. In der internationalen Spitzengruppe platziert sich die JGU zudem im Bereich Internationale Ausrichtung in Bezug auf den Anteil an internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und den Anteil an internationalen Kooperationen bei Forschungspublikationen.

Auf Fächerebene sind insbesondere die hervorragenden Ergebnisse für die Medizin und Zahnmedizin hervorzuheben. Beiden Fächern sind sehr gute Platzierungen in Einzelindikatoren vor allem im Bereich Wissenstransfer gelungen. So belegen beide Fächer im Bereich Wissenstransfer für die Indikatoren „Co-publications with industrial partners“, „Publications cited in patents“ und in Bezug auf die eingeworbenen Drittmittel einen Platz in der internationalen Spitzengruppe.

Das internationale Hochschulranking U-Multirank ist von einem Konsortium aus europäischen Hochschul- und Forschungsinstitutionen entwickelt worden. Die JGU hat sich sowohl auf Ebene der Universität insgesamt als auch fachbezogen in Medizin und Zahnmedizin am diesjährigen Ranking beteiligt. Zentrales Merkmal von U-Multirank ist es, keine klassischen Ranglisten zu erstellen, sondern die Hochschulen für jede Kennzahl einer von fünf Ranggruppen zuzuordnen.

Weiterführende Infos zum Hochschulranking U-Multirank

Ausstellungsschiff MS Wissenschaft kommt nach Bingen und Mainz

MS WISSENSCHAFT AUF DEUTSCHLANDTOUR Das Ausstellungsschiff des Bundesministeriums für Bildung und Forschung geht 2021 in rund 30 Städten in Deutschland vor Anker. © Heiner Witte/Wissenschaft im Dialog
MS WISSENSCHAFT AUF DEUTSCHLANDTOUR
Das Ausstellungsschiff des Bundesministeriums für Bildung und Forschung geht 2021 in rund 30 Städten in Deutschland vor Anker. © Heiner Witte/Wissenschaft im Dialog

Mitte September macht das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft auf seiner Tour durch Deutschland und Österreich in Bingen und Mainz Station. An Bord des umgebauten Frachtschiffs ist diesmal eine Mitmach-Ausstellung zum Thema Bioökonomie zu sehen. Mit den Exponaten der Technischen Hochschule Bingen und dem LOEWE-Zentrum für Translationale Biodiversitätsgenomik Frankfurt sind auch zwei Aussteller aus der Region an Bord. Die Ausstellung wird für Besucherinnen und Besucher ab zwölf Jahren empfohlen. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erforderlich.

T-Shirts aus Holz, Strümpfe aus Chicorée und Burger aus Insekten: Im Wissenschaftsjahr 2020|21 – Bioökonomie zeigt das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft, dass eine nachhaltige Wirtschaft auf Grundlage nachwachsender Rohstoffe möglich ist. Aus Pilzen lassen sich Waschmittel, Medikamente und Kosmetika herstellen. Aus Pflanzen wie Bambus und Mais werden neue Werkstoffe entwickelt, die Plastik und andere erdölbasierte Produkte ersetzen.

Auf dem Ausstellungsschiff lassen sich viele Facetten der Bioökonomie an rund 30 interaktiven Exponaten entdecken. Auch ethische und politische Aspekte werden beleuchtet: Wie nachhaltig sind Biokraftstoffe? Welche Chancen und Risiken gehen mit neuen Methoden der Pflanzenzüchtung einher? Und wie könnte sich die Weltbevölkerung in Zukunft ernähren? Warum Dielen aus Hanfbastrinde eine nachhaltige Alternative zu Carbonfasern sind, zeigt das Exponat aus Bingen. Das Frankfurter Exponat befasst sich mit der Frage, wie wir nützliche Stoffe in der Natur entdecken und anwenden können.

Das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft tourt im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durch Deutschland. Wissenschaft im Dialog (WiD) realisiert die Ausstellung mit Unterstützung der hinter WiD stehenden Wissenschaftsorganisationen. Die Exponate direkt aus der Forschung werden zur Verfügung gestellt von Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft und DFG-geförderten Projekten, Hochschulen sowie weiteren Partnern. An Bord gelten die 3G-Regel, Abstands- und Hygieneregeln sowie Maskenpflicht.

Bingen Anlegestelle: Kulturufer, Höhe Zollamt Öffnungszeiten: 9. – 12. September, 10 – 19 Uhr

Mainz Anlegestelle: Adenauerufer/Stresemannufer, KD-Landebrücke 1 Öffnungszeiten: 13. September, 10 – 19 Uhr | 14. September, 12 – 19 Uhr | 15. September, 10 – 19 Uhr

Zugang nur nach vorheriger Buchung über die Webseite ms-wissenschaft.de/tour. Das Buchungssystem wird jeweils fünf Tage vor Ankunft der MS Wissenschaft in den einzelnen Tourorten freigeschaltet.

Anmeldung für Schulklassen: Für Schulklassen bis 25 Personen ist eine Anmeldung auf ms-wissenschaft.de/tour möglich. Die Ausstellung ist geeignet für Schülerinnen und Schüler ab zwölf Jahren. Termine für Schulklassen sind bereits ab 9 Uhr buchbar.

Veranstaltung an Bord der MS Wissenschaft in Bingen
Viele Produkte, die wir heute verwenden, basieren auf Erdöl. Das belastet die Umwelt und ist nicht nachhaltig. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Biogenen Werkstatt der TH Bingen forschen daher an Biomaterialien, die ähnliche Eigenschaften haben, aber aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen – wie zum Beispiel Pflanzenfasern. Damit schlagen sie eine Brücke zwischen Forschung und Anwendung. Heraus kommt etwa ein Mensatablett, das im Gegensatz zu seinen Vorgängern nicht aus Plastik, sondern aus Naturfasern und Bio-Harzen hergestellt wurde.

Am Sonntag, den 12. September gibt es in Kooperation mit der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Oliver Türk vor der MS Wissenschaft einen Infostand zum Thema Biomaterialien. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen zur Veranstaltung: ms-wissenschaft.de/veranstaltungen.

Rheinland-Pfalz soll führender Standort der Biotechnologie werden – Land investiert über 100 Millionen Euro – Mit neuem Koordinator startet Arbeitsprogramm

Rheinland-Pfalz soll weltweit führender Standort der Biotechnologie werden. Dieses ehrgeizige Ziel bekräftigten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Wissenschaftsminister Clemens Hoch bei der Vorstellung des neuen Koordinators des Landes für Biotechnologie. Der Mainzer Universitäts-Präsident Prof. Dr. Georg Krausch ist international in der Wissenschaftslandschaft vernetzt und wird zukünftig die Aktivitäten der unterschiedlichsten Protagonisten in diesem Bereich zusammenführen und stärken. Dazu wird auch die starke Förderung der vergangenen Jahre in den Lebenswissenschaften fortgesetzt. Mindestens 100 Millionen Euro sollen in den nächsten zehn Jahren investiert werden, die durch Bundes- und private Mittel verdoppelt werden sollen. Weitere 10 Millionen Euro sollen als neue Schwerpunktinvestitionen in der aktuellen Legislaturperiode folgen.

„Dank des überwältigenden Erfolges des Biotech-Unternehmens BioNTech ist der Biotechnologiestandort Mainz weltweit bekannt. Das ist vor allem das Verdienst außergewöhnlicher Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen. Der Erfolg fußt aber auch auf unserer Förderpolitik mit langem Atem. In den letzten zehn Jahren investierten wir hier in Mainz über 200 Millionen Euro für Forschung, Forschungsinfrastruktur und Forschungsbauten sowie die Ansiedlung außeruniversitärer Forschungseinrichtungen“, verdeutlichte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

„Wir wollen uns darauf nicht ausruhen, sondern die aktuelle Dynamik nutzen und weiter investieren“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer weiter. Biotechnologie werde die Zukunft bestimmen. Sie biete enorme Potentiale für unser Leben und lege die Grundlage für Medikamente, die älteren, chronisch kranken oder beeinträchtigten Menschen neue Hoffnung geben. „In der Corona-Pandemie war Rheinland-Pfalz die Apotheke der Welt. Ich möchte, dass auch in Zukunft Lösungen für die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft und Therapien für schwere Krankheiten aus unserem Land kommen. Wir bringen die Verbindung von Forschung und Anwendung weiter voran. Das kann die Therapieentwicklung enorm beschleunigen. Dafür ist neben BioNTech das Kooperationsprojet „curATime der beste Beleg“, sagte die Ministerpräsidentin.

„curATime“ habe es gerade in die Endauswahl des Zukunftsclusterwettbewerbs des Bundesforschungsministeriums geschafft. „curATime“ ist ein weiteres Musterbeispiel dafür, dass aus Kooperation Großes entsteht. Es ist ein Zusammenschluss des gemeinnützigen Mainzer Forschungsinstitut für Translationale Onkologie (TRON), der Universitätsmedizin Mainz und des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) aus Kaiserslautern. Gemeinsam arbeiten sie an der Entwicklung von Therapiemethoden für die Volkskrankheit AtheroThrombose. Eine Erkrankung der Blutgefäße mit schlimmen Folgen wie Thrombosen, Herzinfarkt oder Hirnschlag, die weltweit zu den meisten Todesfällen führt. Biotechnologie sei aber auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer weiter. Der Biotechnologie-Report aus April 2021 zeige, wie dynamisch sich die Branche in Deutschland entwickle. Die Zahl der Beschäftigten ist demnach um zehn Prozent auf über 37.000 deutschlandweit angewachsen, der Umsatz auf 6,49 Milliarden Euro gestiegen, ein Plus von drei Prozent.

„Das bedeutet auch: gute, qualifizierte Arbeitsplätze für unser Land! Die Zahl der Beschäftigten im Bereich Forschung und Entwicklung in Mainz ist in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen: von 2.135 im 2017 auf über 3.000 Mitte 2020. Das ist ein Plus von 800 Arbeitsplätzen in drei Jahren, allein in Mainz“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

„Wir haben in Mainz ein kreatives und fruchtbares Umfeld gestärkt. Nun haben wir uns vorgenommen, dieses noch lebendiger werden zu lassen“, ergänzte Wissenschaftsminister Clemens Hoch. Um den Biotechnologie-Standort auszubauen, würden die Vernetzung der Universitäten, Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Unternehmen gestärkt werden. „Wir wollen noch besser dabei werden, wissenschaftliche Erkenntnisse in die praktische Anwendung zu bringen. Wir wollen, dass Forschungserfolge schnell bei den Menschen ankommen“, so der Wissenschaftsminister. Ziel sei es, die Potentiale der Forschung besser zu nutzen und den Wissenstransfer in die Anwendung zu beschleunigen. Ausgründungen aus dem Wissenschaftsbereich sollen unterstützt werden, so dass die wirtschaftliche Verwertung wissenschaftlicher Forschungstätigkeit verstärkt werden. Auch sollen die Aktivitäten zur Ansiedelung von Biotechnologieunternehmen am Standort Mainz koordiniert werden. „Dabei hat die Landesregierung natürlich die gesamte Region im Blick mit den wichtigen Leuchttürmen in diesem Bereich wie Schott und Boehringer Ingelheim. Das Exzellenzzentrum für Molekulare Biologie (IMB), das von der Boehringer Ingelheim Stiftung gefördert wird, spielt dabei eine besonders wichtige Rolle. Wie vielschichtig das Zusammenspiel ist, zeigt auch das Unternehmen Schott. Als Spezialglashersteller spielt es bei der Produktion der Impffläschchen eine ganz zentrale Rolle bei der Corona-Bekämpfung“, sagte Wissenschaftsminister Clemens Hoch.

Zentrale Rolle übernimmt hier der neue Koordinator des Landes für die Biotechnologie, Prof. Dr. Georg Krausch. Der Physiker steht seit 2007 der Johannes Gutenberg-Universität Mainz vor und ist Vorsitzender des Universitätsverbunds German U15. Der Wissenschaftsmanager war von 2008 bis 2011 Vorsitzender der Wissenschaftsallianz Mainz.

„Der Erfolg von BioNTech ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie universitäre Grundlagenforschung in innovative Produkte überführt wird, die die Lebensqualität der Menschen nachhaltig verbessern. Dieses Beispiel soll Schule machen – dazu beizutragen, ist eine herausfordernde Aufgabe, der ich mich gerne stellen werde“, bekräftigte Prof. Dr. Georg Krausch.

„Wir freuen uns, dass wir Prof. Krausch für dieses verantwortungsvolle Amt gewinnen konnten. Er ist ein großer Kenner der Forschungslandschaft in Rheinland-Pfalz und Mainz und international bestens verknüpft. Sein Engagement eröffnet neue Chancen, die wir gemeinsam nutzen wollen“, waren sich Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Wissenschaftsminister Clemens Hoch einig.