Kategorie-Archiv: Mainzer Museen

Mainzer Museumsnacht: Die Ritter kommen ins Landesmuseum

Landesmuseum Mainz bei Nacht - Mainzer Museumsnacht - die Ritter kommen
© massow-picture

Mainzer Museumsnacht – Landesmuseum bietet
abwechslungsreiches Programm zum Mitmachen und Zuhören

Ritter zum Anfassen, Fanfaren-Klänge, eine Kreativ-Werkstatt zum Mitmachen und eine Theatervorstellung – die zehnte Mainzer Museumsnacht bietet Besucherinnen und Besuchern des Landesmuseums Mainz am Samstag, 30. Mai, ein abwechslungsreiches Programm. Ab 17 Uhr lädt die Museumspädagogik des Landesmuseums in ihre Kreativ-Werkstatt ein. Auf dem Programm stehen unter anderem Bastel- und Malaktionen und Führungen zur Welt der Ritter. Ab 17.30 Uhr bietet das Museum jede halbe Stunde Führungen für Erwachsene und jede Stunde Führungen für Kinder an. Passend zum diesjährigen Motto „Die Ritter kommen!“ sind ebenfalls ab 17.30 Uhr überall im Museum Ritter in Rüstungen vom Veldenzer Aufgebot 1462 anzutreffen. Jeder Besucher kann die Ritter ansprechen und Informationen über deren Ausrüstung, Kleidung, Waffen etc. erfragen. Für musikalische Unterhaltung sorgen die Sickinger Herolde aus Landstuhl mit Fanfarenklängen sowie die Jazzkünstler Julia Baldauf und Rudolf Stenzinger.

Begleitend dazu werden verschiedene Führungen angeboten, die sich unter anderem mit der Sonderausstellung „Ritter! Tod! Teufel? Franz von Sickingen und die Reformation“ beschäftigen. In einer Ritterschule, im Innenhof des Museums, weist Emil Hartmann während der gesamten Dauer der Veranstaltung als Franz von Sickingen Groß und Klein unter anderem ins Bogenschießen und Fanfarenspiel ein. Ein besonderes Highlight stellt eine Theatervorstellung dar. Um 19.30 und 21 Uhr führt die Pfälzer Heimatbühne das Stück „Die letzten Minuten des Franz von Sickingen“ im Forum auf – ein Schauspiel, das 1951 von dem deutschen Schriftsteller und Politiker Karl Anton Vogt geschrieben wurde. Die Museumsnacht zählt zu den bedeutendsten und vielfältigsten Kulturveranstaltungen der Region mit über 40 teilnehmenden Einrichtungen. Der Eintritt kostet zehn, ermäßigt fünf Euro. Am Tag der Veranstaltung öffnet das Museum seine Türen um 17 Uhr, am darauffolgenden Tag um 12 Uhr.

Das Nachtprogramm im Landesmuseum

Landesmuseum Mainz,
Große Bleiche 49-51.
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz – Wir machen Geschichte lebendig.

Mainzer Museumsnacht am 30. Mai 2015 von 18 – 1 Uhr

mainzer_museumsnacht31.5.15

10. Mainzer Museumsnacht
30. Mai 2015
18-1 Uhr
www.museumsnacht.mainz.de
Eintritt: 10 Euro/ ermäßigt 5 Euro
Vorverkauf in allen beteiligten Einrichtungen, dem Tourist Service Center und dem Verkehrs Center Mainz am Hauptbahnhof

Programm

Ob klassisch oder modern, Solist oder Band: Neben Ausstellungen, die alle teilnehmenden Institutionen der Mainzer Museumsnacht 2015 zeigen, gibt es in einigen Häusern auch ein besonderes Musikprogramm.

Die vielfältige Auswahl bietet Musikgenuss für jeden Geschmack. In der Handwerkskammer Rheinhessen gibt es verteilt über den Abend Konzerte der Hornisten Gerd und Frank Radke, des Cellisten Raphael Mias und des Gitarristen Martin Duwe im architektonisch eindrucksvollen Foyer des Gebäudes zu hören. Ebenfalls in der südlichen Altstadt ertönt erdiger Saxophonsound aus der Werkstattgalerie Anne Böschen: Die Band Seltsam! spielt von 22.15 Uhr an und unterhält mit akustischen Klängen.

Aber nicht nur Musik begleitet das Angebot der Mainzer Museumsnacht: Im Atelier Hermann Recknagel liest der Autor Matthias Boosch um 20 Uhr aus seinen „Lettlandgeschichten“. Am Schillerplatz erwartet das CinéMayence alle Filminteressierten zum Kurzfilmprogramm „Kurz & Gut“, das von 19 bis 0 Uhr im Stundentakt gezeigt wird. Ein persönliches Erinnerungsstück an die Mainzer Museumsnacht gibt es im CRB Haus Burgund: Dort zeichnet der Karikaturist und Illustrator Patrick Grillot aus Dijon die Besucher. Im Römisch-Germanischen Zentralmuseum bespielt die Improvisationstheater-Gruppe „Musenkuss nach Ladenschluss“ von 18 bis 23 Uhr die Bühne. Einen Blick hinter die Kulissen und über die Schulter eines Restaurators bei der Arbeit bekommen die Besucher in der taberna archaeologica in der Römerpassage.

Text: Landeshauptstadt Mainz
Folgende Museen beteiligen sich mit interessanten Programmen an der Mainzer Museumsnacht:

Gutenberg-Museum
Naturhistorisches Museum
Landesmuseum
Römisch-Germanisches Zentralmuseum
Museum für Antike Schiffahrt
Fastnachtsmuseum
Dom- und Diözesanmuseum
Kupferberg-Museum
Stadthistorisches Museum
Garnisonsmuseum
Museum Gonsenheim
Ziegelmuseum Mainz-Bretzenheim
Museum Castellum
Institut Français Mainz

Franz von Sickingen, „der letzte Ritter“ ab 21.Mai im Landesmuseum Mainz

plakat-neu-kl

Landesmuseum Mainz zeigt „Ritter! Tod! Teufel? Franz von Sickingen und die Reformation“
vom 21. Mai bis 25. Oktober 2015

Die große kulturhistorische Sonderausstellung „Ritter! Tod! Teufel? Franz von Sickingen und die Reformation“ im Landesmuseum Mainz führt die Besucherinnen und Besucher in die Zeit der Ritter und Reformatoren vor rund 500 Jahren. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht Franz von Sickingen, gelegentlich als letzter Ritter bezeichnet und zugleich eine der schillerndsten Figuren im 16. Jahrhundert. Unter seiner Führung war die Ritterschaft maßgeblich an der frühen reformatorischen Bewegung beteiligt.

„Rheinland-Pfalz hat wie kein anderes Land im Westen Deutschlands zentrale Erinnerungsorte der frühen Reformationszeit vorzuweisen. Insofern freut es mich, dass wir die Reformation und die Erinnerung daran in Mainz besonders lebendig halten“, erklärt Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die die Sonderausstellung mit ihrer Schirmherrschaft unterstützt und ergänzt: „Rheinland-Pfalz beteiligt sich seit Jahren aktiv an der Vorbereitung des 500. Reformationsjubiläums. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE), die im Landesmuseum Mainz die faszinierende Gestalt des Franz von Sickingen in den Mittelpunkt stellt. Die in Kooperation mit der Universität Mainz erarbeitete Ausstellung ist denn auch der Hauptbeitrag des Landes Rheinland-Pfalz zur Lutherdekade.“

Thematisiert werden in der Ausstellung Sickingens Aufstieg zum Anführer der Ritterschaft und deren Lebenswelt, Luthers Auftritt vor Kaiser und Reich in Worms sowie die Vielfalt der adligen Reformation im Reich und in Europa. „Ritter! Tod! Teufel? Franz von Sickingen und die Reformation“ wird von der GDKE in Kooperation mit der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität Mainz realisiert – basierend auf einem Konzept von Prof. Dr. Wolfgang Breul (Evangelisch-Theologische Fakultät), und kuratiert von Dr. Karoline Feulner, Leiterin der Abteilung Gemälde und Skulpturen des Landesmuseums. Die Ausstellung wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Die rheinland-pfälzische Kulturministerin Vera Reiß betont: „Mit ‚Ritter! Tod! Teufel?‘ steht zum ersten Mal Franz von Sickingen im Mittelpunkt einer großen Ausstellung. Vorkämpfer der Reformation und Freund der Humanisten, Umstürzler von Kirche und Staat, letzter Ritter und deutscher Nationalheld – die Vergangenheit hat sich viele Bilder von ihm gemacht. Die Ausstellung entwirft ein neues Bild dieses Pfälzer Helden – wissenschaftlich fundiert und erlebnisreich für Besucherinnen und Besucher jeden Alters. Denn die Ausstellung feiert noch eine Premiere: Erstmals bieten im Landesmuseum auch Mitmachstationen und interaktive Lernspiele für Kinder (und Erwachsene ebenso) Einblicke ins mittelalterliche Ritterleben.“

Sickingen und die Reformation

Bildunterschrift: Hieronymus Hopfer, Bildnis Franz von Sickingen, um 1520 © Landesmuseum Mainz – GDKE Rheinland Pfalz (Foto: Ursula Rudischer)
Bildunterschrift: Hieronymus Hopfer, Bildnis Franz von Sickingen, um 1520
© Landesmuseum Mainz – GDKE Rheinland Pfalz (Foto: Ursula Rudischer)

Franz von Sickingen (1481-1523) führte Fehden in bis dahin unbekanntem Ausmaß, unter anderem gegen Worms, Trier und die mächtige Landgrafschaft Hessen, und eroberte sich damit die Bühne der großen Politik. „Ich bin sehr gespannt auf diese Ausstellung, weil sie ein Kapitel beleuchtet, das bislang noch nicht so im Fokus der Öffentlichkeit stand – die Ritterschaft und die Reformation“, freut sich die Botschafterin des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland für das Reformationsjubiläum 2017, Margot Käßmann. „Franz von Sickingen folgte den religiösen Ideen Martin Luthers. Auf seiner Ebernburg beherbergte er Humanisten wie Ulrich von Hutten und bedeutende protestantische Theologen. Die Ausstellung im Landesmuseum nimmt die Besucher mit auf eine spannende Reise in die bedeutendste Epoche der neuzeitlichen Kirchengeschichte“, fügt sie hinzu.

Sickingens Ebernburg, in der Nähe von Bad Kreuznach, wurde zu einem frühen Zentrum der Reformation. Ulrich von Hutten besang sie als „Herberge der Gerechtigkeit“. Am Ende wurde Sickingen Opfer seiner verwegenen Pläne. „Es ist für mich bis heute faszinierend, wie er zum Anführer der Ritterschaft wurde und wie er schließlich zum Helden stilisiert wurde, der bis in die Gegenwart hinein wirkt. Als Ritter, der Kaiser und Fürsten die Stirn bot, bleibt er im Bewusstsein der Region bis heute fest verankert. In Bad Münster am Stein-Ebernburg etwa trägt die Franz-von-Sickingen-Schule den Namen des Ritters. Landstuhl, bei Kaiserslautern, hat seit 1995 offiziell den Titel Sickingenstadt“, erklärt Thomas Metz, Generaldirektor der GDKE.

Highlights

Die Direktorin des Landesmuseums, Dr. Andrea Stockhammer, zeigt sich erfreut über eine Vielzahl hochkarätiger Leihgaben und bisher selten gezeigter eindrücklicher Objekte: „Prunkharnische, Gemälde, Grafiken, Flugblätter, Medaillen sowie seltene Turnierbücher und Fehdebriefe ermöglichen es, die aufregende und von Umbrüchen geprägte Epoche des ausgehenden Mittelalters nachzuerleben. In Modellen, Inszenierungen und mit multimedialen Elemente lassen wir im Landesmuseum die vergangene Zeit des Rittertums neu auferstehen.“

Eigens aus der Hofjagd- und Rüstkammer des Kunsthistorischen Museums in Wien wurde der Harnisch des Landgrafen Philipp von Hessen nach Mainz transportiert. Der Landgraf galt als einer der bedeutendsten Landesfürsten und politischen Führer der damaligen Zeit und war einer der größten Widersacher Franz von Sickingens. Nicht minder beeindruckend ist der Kupferstich von Albrecht Dürer, der einen Ritter zeigt, der vom Tod und Teufel begleitet eine düstere Felsenschlucht entlang reitet. Noch im 19. Jahrhundert war die Ansicht weit verbreitet, dass es sich bei diesem Ritter um Franz von Sickingen handelte. Ein Werk, das bis heute unsere Vorstellung vom Aussehen Franz von Sickingens prägt, ist die Eisenradierung des deutschen Künstlers Hieronymus Hopfer, die der Graphischen Sammlung des Landesmuseums Mainz entnommen ist.

„Wie jede große gesellschaftliche Umwälzung war auch die Reformation des 16. Jahrhunderts abhängig von vielen Faktoren. Für Luther und seine Mitstreiter war das insbesondere die dynamische Bewegung des Humanismus, die der Reformation die Aufgabe der Bildung und Förderung von Schulen und Universitäten mit auf den Weg gegeben hat. Es war die Mainzer Medienrevolution des Buchdrucks, die erst mit der Reformation zu einem Massenphänomen wurde und dafür sorgte, dass nun öffentliche Debatten über große Entfernungen geführt werden konnten – zuerst über die Luthersache, bald aber auch über andere Themen. Schließlich führte die Reformation erstmals in der Mitte Europas zu einer dauerhaften Pluralität religiöser Überzeugungen. Der Weg zu einem guten Miteinander war schwierig und mit vielen Opfern verbunden, aber schon im 16. Jahrhundert gab es beeindruckende Beispiele der Toleranz. All das zeigen wir in der Ausstellung ‚Ritter! Tod! Teufel? Franz von Sickingen und die Reformation‘“, so Prof. Dr. Wolfgang Breul von der Johannes Gutenberg-Universität, Fachbereich Evangelisch-Theologische Fakultät.

Mitmachausstellung und Ritterschule

Erstmals wird es auch eine speziell für Kinder konzipierte Mitmachausstellung zur Ritterwelt geben, die von Dr. Julia Ellinghaus kuratiert wurde. Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren können in einem eigens eingerichteten Ausstellungsbereich anhand von aktionsreichen Mitmach-Stationen und interaktiven Lernspielen die Themen „Burgenbau“, „Burgeroberung“ und „Ritterturnier“ erleben. Spielerisch tauchen sie in die Ritterwelt des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit ein. Hauptattraktionen sind ein großer Tretkran, die verkleinerte Nachbildung eines Katapultes und die Turnierbahn mit Turnierpuppe und Pferdchen, die allesamt darauf warten, von den kleinen und größeren Knappen, Rittern und Edeldamen in Bewegung gesetzt zu werden.

In der Ritterschule vermittelt Emil Hartmann als „Franz von Sickingen“ ritterliche Ideale, weist in die Kunst des simultanen Fechtens mit Schwertdegen und Dolch sowie in den Kampf mit Kurzschwert und Schild ein, und hilft Groß und Klein beim Erlernen höfischer Tänze und des Fanfarenspiels. Die Ritterschule wird regelmäßig donnerstags, freitags, samstags und sonntags um 11 Uhr, 14 Uhr und 15.30 Uhr sowie auf Anfrage angeboten. Alle Teilnehmer erhalten zum Abschluss eine Ritter-Urkunde.

Parallel zur Ausstellung wird es ein umfangreiches Begleitprogramm geben. Am 5. und 6. September veranstaltet die GDKE im Innenhof des Landesmuseums zudem ein Ritterfest für Familien mit Kindern. Themenführungen, Vorträge, Konzerte, Lesungen historischer Texte mit Schauspielern sowie ein Ausstellungsbesuch mit anschließendem Rittermahl ergänzen das bunte Rahmenprogramm.

„Franz von Sickingen war ein Ritter, aber auch ein Pfälzer, der bis heute seine Spuren im Land hinterlassen hat. Insofern ist die Ausstellung im Landesmuseum Mainz zugleich auch ein Aufruf zu einer Spurensuche in der Pfalz, in Rheinhessen, am Mittelrhein oder an der Nahe. Hier lebte und rebellierte Franz von Sickingen, der übrigens auch als Bergwerksunternehmer aktiv war. So gesehen empfehle ich nicht nur einen Besuch im Landesmuseum, nutzen Sie die Gelegenheit und werfen Sie einen Blick in den Geleitbrief, eine Publikation der GDKE ergänzend zur großen Sonderausstellung. Er bietet einen wunderbaren Überblick über alle Veranstaltungen in Sickingens Heimatregion. Die zahlreichen Sickingen-Stätten liegen in malerischen Landschaften im schönen Rheinland-Pfalz und seinen Nachbarregionen und sind in jedem Fall eine Reise wert“, so Kulturstaatssekretär Walter Schumacher.
Öffnungszeiten
Montag geschlossen
Dienstag 10.00 – 20.00 Uhr
Mittwoch-Sonntag 10.00 – 17.00 Uhr

Landesmuseum Mainz
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz
Große Bleiche 49 – 51 55116 Mainz
Tel.: 06131 / 28 57-0
Fax: 06131 / 28 57-288
E-Mail: landesmuseum-mainz(at)gdke.rlp.de

Museum Castellum

Büste: Flavius Valerius Constantinus, bekannt als Konstantin der Große oder Konstantin I., war von 306 bis 337 römischer Kaiser. Ab 324 regierte er als Alleinherrscher. © massow-picture
Büste: Flavius Valerius Constantinus, bekannt als Konstantin der Große oder Konstantin I., war von 306 bis 337 römischer Kaiser. Ab 324 regierte er als Alleinherrscher. © massow-picture

Im Jahr 1983 reifte im Verein die Idee, die 2000-jährige Geschichte Kastels für die Gegenwart, aber auch für kommende Generationen zu bewahren und transparenter zu machen. Man schuf die Voraussetzungen zum Ausbau eines „Historischen Kasteler Zimmers“ in der Reduit, das schließlich am 7. Juli 1984 eingeweiht werden konnte.

Die Resonanz war beachtlich. Immer mehr archäologische Funde aus Kasteler Erde wurden bekannt und gesammelt. Bald reichte das Zimmer nicht mehr aus und man stellte die Weichen für das „Museum Castellum“.
Mit einem kleinen Kreis von Schaffern, finanziellen Hilfen der beiden Landeshauptstädte Mainz und Wiesbaden und vieler Firmen und Bürger, schaffte man es, die Pläne in die Tat um zusetzen. In den alten Gemäuern der Reduit von 1832 konnte am 19. Mai 1990, zur 2000-Jahr-Feier Kastels, mit über 1.200 Gästen das Museum eingeweiht werden.

Heute präsentiert der Verein eine Vielzahl von Exponaten in den Räumlichkeiten der Reduit, angefangen von Uniformen, Nachbauten in Form von Modellen bis hin zu historischen Gegenständen wie z.B. Militaria und Alltagsgegenstände.

Text: Museum Castellum

Öffnungszeiten:
Museum Castellum: Jeden Sonntag von 10.30 Uhr – 12.30 Uhr (März bis November) Römischer Ehrenbogen: Jeden Sonntag von 10.30 Uhr – 12.30 Uhr (April bis Oktober) Flößerzimmer: täglich zu den Öffnungszeiten der Bastion von Schönborn Museum

Museum Castellum
Reduit / Kasteler Museumsufer
55252 Mainz-Kastel
Telefon /Fax 6134/37 63

Ziegelmuseum Mainz

Das Ziegelmuseum in der Alten Ziegelei in Mainz-Bretzenheim präsentiert eine reichhaltige Sammlung von Ziegeln aus 4 Jahrtausenden.
Es wurde 2004 eröffnet und vermittelt einen umfassenden Überblick über das Thema anhand originaler Fundstücke und Abbildungen und Erläuterungstexte.

Der Ausstellungsort selbst ist bereits ein besonderes Kulturdenkmal: der Ringofen, in dem die Ziegel gebrannt wurden, ist der einzige, der sich vollständig in Rheinhessen erhalten hat. Er wurde 1992 als Industriedenkmal unter Schutz gestellt. In dem ca. 600 m² Fachwerküberbau über dem Ringofen befindet sich heute das Museum.

In dem Museum mit seinen mehr als 1000 Exponaten wird die ganze Vielfalt der Ziegel dargestellt.
Die ältesten Ziegel stammen aus dem 3. Jahrtausend v. Chr..
In einem eigenen 
Ausstellungsraum wird eine besonders reichhaltige römische Sammlung gezeigt. Backsteine und Dachziegel vom Mittelalter bis zur Neuzeit einzeln und im Verbund umfassen das weite Ziegelspektrum, das den wenigsten in diesem Umfang bewußt ist.

Die große Ausstellungsfläche über dem Ringofen erlaubt es, auch raumintensivere Objekte wie Tonrohrrohrleitungen, Dachdeckungen, Ziegelverbände auszustellen. In Schaukästen werden besondere Stücke wie z.B. ein mit Keilschrift versehenes Ziegelfragment des Turms zu Babel gezeigt.

Text: Ziegelmuseum

Das Museum ist sonntags von April bis Oktober von 10 – 13 Uhr geöffnet

Eintritt frei

Führungen außerhalb der Öffnungszeiten durch
den Ringofenbereich und das Ziegelmuseum
werden nach Vereinbarung durchgeführt von

Prof. Dr. Klaus Ewe
Tel. 06131-331109
ewe@uni-mainz.de

Dipl.Ing. P. Kirchner
Tel. 06136-42703
alteziegeleipk@t-online.de

Dr. Ing. P.G.Custodis
Tel. 06131-51313
paul-georg.custodis@web.de

Das Ziegelnusem in der Alten Ziegelei Mainz-Bretzenheim

 

 

Museum Gonsenheim

mainzer_museumsnacht31.5.15Das Museum Gonsenheim, ein örtliches Heimatmuseum, präsentiert viele Exponate zur Entwicklung vom kleinen Bandkeramikerdorf vor 7000 Jahren bis hin zum heutigen größten Mainzer Vorort mit 24.000 Einwohnern. Schmuck und Keramik aus verschiedenen Epochen sowie eine 100 Jahre alte Pferdekutsche und vieles mehr erwartet die Besucher.

Sonntag: 10.00 Uhr bis 12.30 Uhr Zusätzlich jeden ersten Sonntag im Monat von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Museum Gonsenheim
Budenheimerstraße 2
55124 Mainz

Garnisonsmuseum in der Zitadelle

© massow-picture
© massow-picture

Der Festung Mainz ist das Garnisonsmuseum untergebracht. Die umfangreiche Sammlung beinhaltet Uniformen, Fotos, Dokumenten und Reservistika rund um die Garnisonsgeschichte der Stadt Mainz. Unter anderem auch ein schönes Modell der Mainzer Festung. Alle Ausstellungstücke wurden von Herrn Balzer mit ungeheurem Kostenaufwand selbst erworben und liebevoll ausgestellt. Zu besichtigen ist das „Museale Magazin der Festung und Garnison Mainz“ grundsätzlich für jedermann; allerdings muss man sich vorher anmelden (derzeit ist das wie gesagt leider nicht möglich, weil das Museum umzieht). Wolfgang Balzer gibt bei Besichtigungen eine didaktisch hervorragende und unterhaltsame Einführung in die Mainzer Festungsgeschichte. Danach kann sich der Besucher ein wenig umschauen und Wolfgang Balzer zu den Objekten Fragen stellen. Der Besuch ist lohnenswert, weil dem Interessierten ein gut gelungener Einblick in die neuzeitliche militärische Geschichte der Stadt Mainz geboten wird.

Besuche sind grundsätzlich nur mit Voranmeldung möglich. Bei Interesse oder Fragen zum Garnisonshistorischen Magazin können Sie den 2. Vorstandsvorsitzenden Alexander von Renz wenden oder Herrn Wolfgang Balzer (1. Vorsitzender) unter 06249 / 79 08 anrufen.

In der Nacht der Museen ist das Garnisonsmuseum geöffnet.

Garnisonsmuseum
Zitadelle
55131 Mainz
Telefon 06249/79 08
Telefax 06249/801 25

Stadthistorisches Museum

mainzer_museumsnacht31.5.15Das Stadthistorische Museum Mainz ist ein Privatmuseum, das sich durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Eintrittsgelder finanziert. Es wurde im Jahr 2000 gegründet und befindet sich seit Juli 2003 im Bau D der Mainzer Zitadelle, direkt neben dem 2000 Jahre alten römischen Ehrenmal, dem Drususstein. Träger des Museums ist der Förderverein Stadthistorisches Museum Mainz e.V., der sich im Mai 1996 gründete. Unterstützen Sie das Stadthistorische Museum Mainz durch Ihre Mitgliedschaft!

Öffnungszeiten:
Freitag 14 – 17 Uhr
Samstag und Sonntag 11 – 17 Uhr

Stadthistorische Museum:
Zitadelle, Bau D, 55131 Mainz
(Zufahrt über Eisgrubweg und die Straße „Am 87er Denkmal“)
Tel. während Öffnungszeiten: 06131-629637

Kupferberg-Museum

mainzer_museumsnacht31.5.15Die Sekt-Kellerei Kupferberg beherbergt in ihrem Haupthaus auf der Mainzer Kupferbergterrasse ein Sekt- und Weinmuseum. Präsentiert werden unter anderem über 2000 Jahre alte Weinamphoren, Krüge und Trinkschalen, die während Grabungsarbeiten in Mainz gefunden wurden.

Darüber hinaus gibt es eine größere Sammlung von Sekt- und Champagnergläsern vom venezianischen Cristallo aus der Renaissance bis zum Designerstück von heute.

Besuch (inkl. Führung) nur nach vorheriger telefonischer Anmeldung möglich. In der Mainzer Museumsnacht verschiedene Veranstaltungen.

Besucherzentrum Haus Kupferberg
Kupferbergterrasse 17-19
55116 Mainz
Telefon 06131/9230
Telefax 0 6131/923222

Dom- und Diözesanmuseum

DommuseumIn geschichtsträchtigen Räumen präsentiert das Dommuseum – das zweitgrößte seiner Art in Deutschland – sakrale Kunst von der Spätantike bis in die Gegenwart. Zu den Höhepunkten gehören die einzigartige Sammlung frühgotischer Steinskulptur und die Schatzkammer des Mainzer Domes. In Ergänzung zur ständigen Sammlung finden regelmäßig Sonderausstellungen statt.

Text: Stadt Mainz

Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag: 10 – 17 Uhr
Samstag und Sonntag: 11 – 18 Uhr

Dom- und Diözesanmuseum
Domstraße 3
55116 Mainz
Telefon 06131 253344
Telefax 0 6131 253349
E-Mail infodommuseum-mainzde