Kategorie-Archiv: Landesmuseum Mainz

Großer Andrang beim Familien-Ritterfest im Mainzer Landesmuseum

Am vergangenem Wochenende waren die Ritter los – Landesmuseum Mainz auch weiterhin mit umfangreichen Angebot für die ganze Familie

3337-Ritterfest-IÜber 3.000 Besucher verwandelten an diesem Wochenende den Innenhof des Mainzer Landesmuseums in ein rauschendes Ritterfest. Ob Ritter zum Anfassen, Märchenstunden, spektakuläre Schwertkämpfe oder aktionsreiche Mitmachspiele – beim großen Ritterfest war für jedes Familienmitglied etwas dabei. „Was mich besonders gefreut hat“, so Dr. Andrea Stockhammer, Direktorin des Landesmuseums, „dass sich so viele begeisterte Besucherinnen und Besucher bei uns bedankt haben.“ Am Ende rollten bei einigen nimmermüden kleinen Recken sogar die Tränen, weil sie am liebsten noch im Museum übernachtet hätten. Die ersten Besucher stürmten schon am Samstag um 10 Uhr in den Innenhof und wurden von mittelalterlichen Klängen begrüßt. An zahlreiche Mitmach-Stationen konnten die Kinder in die sagenumwobene Welt der Ritter eintauchen. Einige tobten sich bei einem Schaukampf mit ungefährlichen „Styropor-Schwertern“ aus, andere lauschten „Fabulix“ und ließen sich alte Märchen erzählen, in der Kinderrüstkammer wiederum gab es allerlei Ritter-Utensilien zu bestaunen. Eingebunden in das zweitägige Ritterfest war auch das umfangreiche museumspädagogische Angebot.
Spektakulär ging es in der Ritterschule zu: Hier wurde den Ritteranwärtern das Bogenschießen beigebracht, ritterliche Ideale vermitteltet oder den Umgang mit Kurzschwert und Schild erklärt. Natürlich wurden auch höfische Tänze und das Fanfarenspiel geübt. Spannende Einblicke in die Lebenswelt der Ritter gewährte schließlich ein kleines mittelalterliches Lager. Ein Ritterfest für die ganze Familie und ein Erfolg auf der ganzen Linie.

Landesmuseum Mainz,
Große Bleiche 49-51.
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz

Ein Ausflug ins Zeitalter der Ritter Landesmuseum Mainz am 5.u.6. September

schlachtEin Ausflug ins Zeitalter der Ritter

Landesmuseum Mainz veranstaltet Ritterfest für die ganze Familie

Ritter zum Anfassen, spektakuläre Schwertkämpfe, aktionsreiche Mitmachangebote für Kinder und vieles mehr bietet das Ritterfest am Wochenende des 5. und 6. September im Landesmuseum. Das Programm für die ganze Familie startet am Samstag um 10 Uhr.  Mit mittelalterlichen Klängen begrüßt um 10.30 Uhr ein zeitgenössisch gekleideter Barde die Besucher im Innenhof des Museums. Zahlreiche Stationen bieten die Möglichkeit, in die sagenumwobene Welt der Ritter einzutauchen.  Die kleinen Besucher können sich bei einem Schaukampf mit ungefährlichen „Styropor-Schwertern“ austoben, sich alte Märchen von „Fabulix“ erzählen lassen oder in der Kinderrüstkammer allerlei Ritter-Utensilien erwerben. In der Ritterschule bietet Emil Hartmann als „Franz von Sickingen“ Bogenschießen an, vermittelt ritterliche Ideale und zeigt, wie man mit Schwertdegen und Dolch sowie mit Kurzschwert und Schild umgeht. Zudem bringt er Groß und Klein höfische Tänze und das Fanfarenspiel bei. Spannende Einblicke verspricht ein kleines mittelalterliches Lager. Ritter zum Anfassen sind während der gesamten Veranstaltung überall im Innenhof anzutreffen. Sie können jederzeit angesprochen werden und informieren die Besucher gerne über Waffen und Techniken der Kriegsführung. Dreimal pro Veranstaltungstag präsentieren die Ritter bei Schwertkämpfen ihr Können. Ein mittelalterlicher Kräutergarten sorgt für die passende Kulisse.

Das Familien-Ritterfest findet am 5. und 6. September jeweils von 10 bis 17 Uhr statt. Weitere Informationen sind beim Landesmuseum unter 06131-2857-0 oder im Internet unter www.landesmuseum-mainz.de erhältlich.

Landesmuseum Mainz, Große Bleiche 49-51.
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz – Wir machen Geschichte lebendig.

Landesmuseum Mainz – Programm September 2015

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Programm Landesmuseum Mainz für September 2015

DI 01.09. | 12.30 – 13.00
KIM – Kunst in der Mittagspause

DI 01.09. | 18.00
Themenführung:
Franz von Sickingen – Ritter zwischen
Rebellion und Reformation

MI 02.09. | 14.00 – 16.00
Kunsthistorische Begutachtung Ihrer
„Schätze“ (Publikumsberatung)

DO 03.09. | 12.30 – 13.00
KIM – Kunst in der Mittagspause

SA 05.09. | 10.00 – 17.00
Ritterfest

SO 06.09. | 10.00 – 17.00
Ritterfest

DI 08.09. | 12.30 – 13.00
KIM – Kunst in der Mittagspause

DI 08.09. | 18.00
Themenführung:
„Herberge der Gerechtigkeit“ –
Die Ebernburg als Zentrum der Reformation

DO 10.09. | 12.30 – 13.00
KIM – Kunst in der Mittagspause

SO 13.09. | 11.00
Themenführung:
Ritterromantik – Das Nachleben Sickingens

SO 13.09. | 11.00 – 12.00
„Kunst gucken“ – Kinderführung
Mit Schwert und Bibel – Die Welt der letzten Ritter

DI 15.09. | 12.30 – 13.00
KIM – Kunst in der Mittagspause

DI 15.09. | 17.30 – 19.30
Teachers Talk:
Lernen über Bilder – Informationen zum Lehrmaterial für Grund- und Förderschulen mit Besuch der aktuellen Sonderausstellung „Ritter! Tod! Teufel?“

DI 15.09. | 18.00
Vortrag:
Kleider machen Leute. Zum Dresscode in der Renaissancekunst
› aus der Reihe „Geschichte lebendig – Alltagsleben um 1500“
› Prof. Dr. Dr. Andreas Tacke

DO 17.09. | 12.30 – 13.00
KIM – Kunst in der Mittagspause

SA 19.09. | 14.00 – 16.00
Offenes Atelier – Die Mitmachwerkstatt
Druckwerkstatt

SO 20.09. | 11.00
„Kunst gucken“ – Kinderführung
Mit Schwert und Bibel – Die Welt der letzten Ritter

SO 20.09. | 11.30
Vortrag:
Martin Luther – An den christlichen Adel deutscher Nation (1520)
› aus der Reihe „Wenn Zeitzeugen berichten – Historische Texte erzählen von vergangenen Zeiten“
› Prof. Dr. Dr. Johannes Schilling

DI 22.09. | 12.30 – 13.00
KIM – Kunst in der Mittagspause

DI 22.09. | 18.00
Allgemeine Führung:
Ritter! Tod! Teufel? Franz von Sickingen und die Reformation

DO 24.09. | 12.30 – 13.00
KIM – Kunst in der Mittagspause

SA 26.09. | 14.00
Sonderführung:
Stadtrundgang + Ritter! Tod! Teufel? Franz von Sickingen und die Reformation

SO 27.09. | 11.00 – 12.00
Themenführung:
Franz von Sickingen – Ritter zwischen Rebellion und Reformation

SO 27.09. | 11.00 – 12.00
„Kunst gucken“ – Kinderführung
Mit Schwert und Bibel – Die Welt der letzten Ritter

DI 29.09. | 12.30 – 13.00
KIM – Kunst in der Mittagspause

DI 29.09. | 18.00
Themenführung:
Turnier und Kampf – Ritterliche Lebenswelten um 1500

Landesmuseum Mainz, Große Bleiche 49-51.
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz – Wir machen Geschichte lebendig.

Wem gehört die Burg? – Burgbesitzer diskutieren im Landesmuseum Mainz am 25. August

Belagerung-Burg-Nanstein450Alte Burgen und Schlösser sind faszinierende Orte. Sie lassen Geschichte lebendig werden und erinnern an die Zeit mächtiger Könige, Grafen und Fürsten. Heute sind viele der einstigen Adelspaläste in Privatbesitz. Am Dienstag, 25. August, sind drei Burgeigentümer um 19 Uhr zu Gast im Landesmuseum. Heide Prinzessin von Hohenzollern, Alexander Fürst zu Sayn-Wittgenstein-Sayn und Dr. Karl Graf zu Eltz erzählen über den Umgang mit ihrem großen Erbe. Wie verwaltet man eine Burg? Welche Abhängigkeiten entstehen? Und welche Vermittlungsarbeit wird geleistet? Über diese Fragen diskutieren die Adligen mit Prof. Dr. Hartmut Dorgerloh, Generaldirektor Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, und Thomas Metz, Generaldirektor der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz. Moderiert wird die Podiumsdiskussion „Wem gehört die Burg?“ von der Journalistin Jessica Schober. Im Anschluss gibt es einen kleinen Umtrunk.

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Anmeldungen telefonisch unter 06131-2016-202 oder per Mail an monika.schraml@gdke.rlp.de.

Landesmuseum Mainz, Große Bleiche 49-51.

3000 Jahre alte Burganlage in der Pfalz entdeckt

Foto: GDKE Rheinland-Pfalz
Wallschnitt von Burg Hohenberg. Foto: GDKE Rheinland-Pfalz

Kulturministerin Vera Reiß: Beeindruckende archäologische Entdeckungen in der Pfalz dank ehrenamtlicher Helfer

Die Landesarchäologie der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) konnte mit Unterstützung und auf Hinweis ehrenamtlicher Helfer einen der bedeutendsten und größten Hortfundkomplexe in Rheinland-Pfalz aus der späten Urnenfelderzeit bergen. Die spektakulären Bronzeobjekte waren auf dem Hohenberg zwischen Annweiler und Birkweiler (Kreis Südliche Weinstraße) unter dem Wall einer Befestigungsanlage gefunden worden, bei dessen Erbauung sie vor ca. 3000 Jahren, vermutlich als Opfergabe an die Götter niedergelegt worden waren.

Bei einem Pressetermin im Erthaler Hof in Mainz hat Kulturministerin Vera Reiß die Funde besichtigt. „Ich gratuliere allen Beteiligten zu diesem beeindruckenden Fund. Die Zusammenarbeit zwischen Ehrenamtlichen und den Wissenschaftlern der GDKE ist hervorragend gelungen. Die Landesregierung schätzt und würdigt diese konstruktive Zusammenarbeit ausdrücklich. Es gibt wohl kaum einen besseren Schutz gegen illegale Raubgräber als gewissenhafte Hobby-Archäologen, die im Feld unterwegs sind und ein aufmerksames Auge haben. Nun steht der fundierten wissenschaftlichen Erforschung nichts im Wege und wir erwarten die Erkenntnisse mit Spannung“, so die Ministerin.

Mehrstückdepot mit insgesamt 14 Bronzegegenständen gehört zu einem der größten der Pfalz. Darunter zwei sehr massive, geschlossene Armringe mit reich punzierter Strichgruppen- und Punktreihen- sowie Kreis- und Halbkreisornamentik. Foto: GDKE Rheinland-Pfalz
Mehrstückdepot mit insgesamt 14 Bronzegegenständen gehört zu einem der größten der Pfalz. Darunter zwei sehr massive, geschlossene Armringe mit reich punzierter Strichgruppen- und Punktreihen- sowie Kreis- und Halbkreisornamentik. Foto: GDKE Rheinland-Pfalz

Im Frühjahr 2014 wurde die  Landearchäologie von einem Sondengänger über Funde am Hohenberg bei Annweiler informiert, gemeinsame Untersuchungen mit einer Ehrenamtlichengruppe und weiterführende Forschungen der Landesarchäologie führten zur Entdeckung der ersten befestigten Höhensiedlung aus der späten Urnenfelderzeit in der Pfalz. Der Adelssitz kontrollierte in dieser Zeit die frühe und wichtige Wegeverbindung durch den Pfälzer Wald und war ein Ort mit zentraler Bedeutung für die gesamte Gegend.

Die Funde datieren in die sogenannte „späte Urnenfelderzeit“ am Übergang vom 10. zum 9. Jh. v. Chr. Es handelt es sich um reich verzierte Armringe, Bronzebeile, Messer, Lanzenspitzen und Meißel. Ein entdecktes Mehrstückdepot mit insgesamt 14 Bronzegegenständen gehört zu einem der größten der Pfalz. Darunter zwei sehr massive, geschlossene Armringe mit reich punzierter Strichgruppen- und Punktreihen- sowie Kreis- und Halbkreisornamentik. Auffällig ist, dass die überaus qualitätsvollen Bronzefunde praktisch keine Gebrauchsspuren zeigen, so dass die Vermutung naheliegt, dass hier kaum gebrauchte „Neuware“ deponiert wurde.

Foto: GDKE Rheinland-Pfalz
Foto: GDKE Rheinland-Pfalz

Dazu sagte Landesarchäologe Dr. Dr. Axel von Berg: „Es ist überaus erfreulich, dass wir nicht wie im Fall des Schatzfundes von Rülzheim nur die Fundstücke kennen, sondern dass auch der Fundort auf einem hohen fachlichen Niveau dokumentiert wurde. Die Funde sind außergewöhnlich gut erhalten und zeigen die hochwertige Bronzegusskunst in der Urnenfelderzeit. Die weitere wissenschaftliche Aufarbeitung der Erkenntnisse wird im Rahmen einer Forschungsarbeit der Universität Mainz erfolgen.“

Thomas Metz, Generaldirektor Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz freut sich: „Die Unterstützung der Landesarchäologie durch Ehrenamtliche ist eine wichtige Stütze und wird an diesem Beispiel besonders positiv deutlich. Hand in Hand wurde hier ein Beitrag für das kulturelle Erbe des Landes erbracht. Vielen Dank dafür!“

Turnierbuch lässt ritterliche Kultur lebendig werden – am 4. August 2015 im Landesmuseum Mainz

Abbildung aus dem Turnierbuch der Kraichgauer Ritterschaft
Abbildung aus dem Turnierbuch der Kraichgauer Ritterschaft

Turnierbuch lässt ritterliche Kultur lebendig werden

Veranstaltung im Landesmuseum mit Prof. Dr. Kurt Andermann und Baron Dajo von Gemmingen-Hornberg

Es ist ein eindrucksvolles Zeugnis, das um die Wende des 16. Jahrhunderts entstand und tiefe Einblicke in die ritterliche Kultur gibt: das Turnierbuch der Freiherren von Gemmingen-Hornberg. Unter dem Titel „Ritterliche Kultur in „nachritterlicher“ Zeit – Das Turnierbuch der Kraichgauer Ritterschaft“ stellt Prof. Dr. Kurt Andermann am Dienstag, 4. August, um 18 Uhr im Landesmuseum Mainz das historische Werk vor. Das mit zahlreichen Abbildungen ausgestattete Turnierbuch erinnert an die vergangene glorreiche Zeit der Ritterschaft und betont die Bedeutung des Niederadels, dessen politische Autonomie durch den Ver­fassungswandel seit der Wende des Mittel­alters zuneh­mend bedroht war.

Das im Auftrag von Angehöri­gen der Kraichgauer Reichsritterschaft hergestellte Werk wird den Besuchern im Rahmen der Veranstaltung im Original präsentiert. Es befindet sich im Besitz des Barons Dajo von Gemmingen-Hornberg, ein Nachfahre des Rittergeschlechts, das im Mittelalter in Deutschland weit verbreitet war. Der Eigentümer der Burg Hornberg am Neckar und des dazugehörigen Weingutes wird bei der Veranstaltung mit dabei sein. Im Anschluss gibt es einen Umtrunk.

Beginn ist am Dienstag, 4. August, um 18 Uhr im Landesmuseum. Der Eintritt ist frei.

Landesmuseum Mainz, Große Bleiche 49-51.
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz – Wir machen Geschichte lebendig.

Historische Texte über das Mainzer Ritterturnier im Landesmuseum Mainz am 12.07.2015

Kupfersticht vom  Mainzer Rittertuernier auf der Maraue  © Jandesmuseum mainz
© Landesmuseum mainz

Vortrag über das Mainzer Turnier von 1480 im Landesmuseum Mainz / Schauspieler trägt historische Texte vor

Mit Schwertern und Kolben in voller Rüstung aufeinander losgehen und sein Können zeigen: In der Ritterkultur des Mittelalters waren Massenturniere ein besonderes und in jedem Fall spektakuläres Phänomen – und sie haben ihre Faszination bis heute nicht verloren. Oft nahmen 200 und mehr Kämpfer teil, so auch beim großen Mainzer Turnier von 1480. Am Sonntag, 12. Juli, begibt sich Prof. Dr. Joachim Schneider in einem Vortrag im Landesmuseum Mainz auf eine Zeitreise in die Ära der Ritterturniere. Der Professor für Mittelalterliche Geschichte und Landesgeschichte beschreibt anschaulich, wie Ritterturniere organisiert wurden, beleuchtet die Bedeutung, die sie für die Adligen hatten, und bietet interessante Einblicke rund um das Mainzer Turnier. Ihm zur Seite steht Rüdiger Hauffe, ein Schauspieler vom Staatstheater Mainz, der die Welt der Ritter mit vorgetragenen Texten zeitgenössischer Quellen lebendig werden lässt.

Der Vortrag präsentiert eine Reihe eindrucksvoller Zeugnisse zur Geschichte der prestigeträchtigen Turniere, darunter eine umfangreiche „Einkaufsliste“ für das Mainzer Turnier, die zeigt, dass bei solchen Veranstaltungen gerne viel und gut getrunken und gegessen wurde. Wenn sich verfeindete Ritter auf dem Kampfplatz begegneten, konnte das schon mal zu heftigen Auseinandersetzungen führen. So beschreibt ein Auszug aus einer Ritter-Biografie, wie ein Ritter einen anderen Teilnehmer bei einem Turnier vor der versammelten Ritter-Welt verspottete. Zahlreiche Abbildungen aus dieser Zeit ergänzen die künstlerische Präsentation und schlagen zugleich den Bogen zur Ausstellung „Ritter! Tod! Teufel? Franz von Sickingen und die Reformation“, die noch bis zum 25. Oktober im Landesmuseum zu sehen ist.

Der Vortrag beginnt am Sonntag, 12. Juli, um 11 Uhr im Landesmuseum. Er ist Teil der Reihe „Wenn Zeitzeugen berichten – Historische Texte erzählen von vergangenen Zeiten“, die zum Rahmenprogramm der Sickingen-Ausstellung gehört und in Kooperation mit dem Staatstheater Mainz realisiert wird. Der Eintritt ist frei. 

Mainzer Weinsalon erstmals zu Gast im Innenhof des Landesmuseums am 12. Juli

Fotos: Mainzer Weinsalon
Fotos: Mainzer Weinsalon

Am Sonntag, 12. Juli 2015, ist der Mainzer Weinsalon von 13 bis 17 Uhr erstmals zu Gast im Innenhof des Landesmuseums Mainz. Eröffnet wird er gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Stadt Mainz, Michael Ebling, und dem Generaldirektor der GDKE, Thomas Metz. Der Mainzer Weinsalon ist ein Zusammenschluss junger Winzerinnen und Winzer aus Rheinhessen, die seit einigen Jahren am Brückenkopf der Theodor-Heuss-Brücke Spitzenweine verkosten. Ab dem kommenden Jahr, wenn der rheinland-pfälzische Landtag in der Steinhalle des Landesmuseums tagt, will das Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) regelmäßig während der Sitzungsperioden des Landtags eine kleine Afterwork-Veranstaltung gemeinsam mit dem Mainzer Weinsalon im Innenhof anbieten. Der Weinsalon im Landesmuseum soll ein entspannter Treffpunkt werden und eine Gelegenheit zum Gedankenaustausch bei schmackhaften Weinen und kulinarischen Köstlichkeiten im neu gestalteten Innenhof. Die Veranstaltung ist öffentlich und der Eintritt ist frei.

© wien Kunsthistorisches Museum. Harnisch Philipps von Hessen.
© wien Kunsthistorisches Museum. Harnisch Philipps von Hessen.

Am 12. Juli werden zudem exklusive Führungen durch die aktuelle Sonderausstellung „Ritter! Tod! Teufel? Franz von Sickingen und die Reformation“ angeboten. Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft der Ministerpräsidentin Malu Dreyer und ist zugleich der zentrale Beitrag des Landes zur Lutherdekade. Teil der Ausstellung ist auch ein großer Mitmach-Bereich mit Ritterschule speziell für Kinder. Um die Sommerwochen im Innenhof des Landesmuseums noch ein wenig auszunutzen, wird die Veranstaltung „Der Weinsalon zu Gast im Innenhof des Landesmuseums“ am 9. und 23. August, jeweils von 13 bis 17 Uhr, wiederholt.

Infos über den Mainzer Weinsalon finden Sie hier:

www.mainzer-weinsalon.de/

„Ritter! Tod! Teufel? Ein Blick hinter die Kulissen und spannende Juni-Termine.

schlachtFührung mit der Kuratorin Karoline Feulner im Landesmuseum Mainz

Wie bereitet man eine Ausstellung vor? Was macht eigentlich ein Kurator? Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Reif für Kultur“ wirft die Kuratorin der Sonderausstellung „Ritter! Tod! Teufel? Franz von Sickingen und die Reformation“, Dr. Karoline Feulner, am 5. Juni um 14.30 Uhr einen Blick hinter die Kulissen und gibt Einblicke in die Vorbereitung, Planung und Umsetzung der Ausstellung. Dabei gab es bei „Ritter! Tod! Teufel?“ einige Besonderheiten, wie beispielsweise die aufwändigen Inszenierungen von Leihgaben in einer Schlachteninszenierung. In der Führung kommen darüber hinaus die Zusammenarbeit mit den Leihgebern, den Restauratoren und dem Architekturbüro bis hin zu logistischen Fragen wie dem Transport der Exponate in speziellen Klimakisten oder dem Anbringen der Objektbeschriftung zur Sprache. Nicht nur der Alltag der Museumsarbeit, sondern auch besondere Entdeckungen und Probleme rund um die Ausstellung werden dabei thematisiert.

„Reif für Kultur“ ist eine Veranstaltungsreihe von sechs Mainzer Museen. Das Landesmuseum Mainz, das Römisch-Germanische Zentralmuseum Mainz, das Gutenberg-Museum, das Naturhistorische Museum, das Dom- und Diözesanmuseum und die Kunsthalle bieten in diesem Rahmen abwechselnd Führungen und Austausch- sowie Kontaktmöglichkeiten für Senioren/-innen an. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl von 20 Personen ist eine Voranmeldung an der Kasse des Landesmuseums unter 06131-2857-190 empfohlen.

Die Führung von Dr. Karoline Feulner beginnt am Freitag, 5. Juni, um 14.30 Uhr im Landesmuseum. Der Eintritt beträgt 7 Euro – inklusive Kaffee und Kuchen.

Landesmuseum Mainz, Große Bleiche 49-51.
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz – Wir machen Geschichte lebendig.

Weitere spannende Veranstaltungstermine zur Ausstellung im Juni 2015

© wien Kunsthistorisches Museum. Harnisch Philipps von Hessen.
© wien Kunsthistorisches Museum. Harnisch Philipps von Hessen.

DO 04.06.| 12.30 – 13.00
KIM – Kunst in der Mittagspause

FR 05.06. | 14.30 – 16.00
REIF FÜR KULTUR
Der Blick hinter die Kulissen: Die Vorbereitung, Planung und Umsetzung der Sonderausstellung „Ritter! Tod! Teufel? Franz von Sickingen und die Reformation“
› Dr. Karoline Feulner

 

SA 06.06. | 10.00 – 16.45
Tagung
19. Mittelrheinisches Burgensymposion
› Stefan Köhl M.A.

SO 07.06. | 11.00 – 12.00
Themen-Führung
Herberge der Gerechtigkeit – Die Ebernburg als Zentrum der Reformation

SO 07.06. | 14.00 – 16.00
Familiensonntag
Leben im Mittelalter

DI 09.06. | 12.30 – 13.00
KIM – Kunst in der Mittagspause

DI 09.06. | 18.00
Themen-Führung
Ritterromantik – Das Nachleben Sickingens

DO 11.06. | 12.30 – 13.00
KIM – Kunst in der Mittagspause

SO 14.06. | 11.00 – 12.00
Themen-Führung
Kunst und Migration

SO 14.06. | 11.00 – 12.00
„Kunst gucken“ – Kinderführung
Kunst und Migration

SO 14.06. | 13.00 – 17.00
Kultur heißt Willkommen!
› Fest zum Austausch der Kulturen mit Flüchtlingen, Bürgern und Akteuren der Kultur- und Flüchtlingsarbeit
› Eine Initiative des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur und des Ministeriums für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen in Zusammenarbeit mit der GDKE

DI 16.06. | 12.30 – 13.00
KIM – Kunst in der Mittagspause

DI 16.06. | 18.00
Vortrag aus der Reihe „Geschichte lebendig – Alltagsleben um 1500“
Franz von Sickingen: Burgen und Belagerung
› Jürgen Keddigkeit M.A.

DO 18.06. | 12.30 – 13.00
KIM – Kunst in der Mittagspause

SO 21.06. | 11.00 – 12.00
Führung durch die Sonderausstellung „Ritter! Tod! Teufel? Franz von Sickingen und die Reformation“

SO 21.06. | 11.00 – 12.00
„Kunst gucken“ – Kinderführung
Was trägt der Ritter?

SO 21.06. | 15.00
„beziehungsWeise. Kunst – Religion – Musik“

DI 23.06. | 12.30 – 13.00
KIM – Kunst in der Mittagspause

DI 23.06. | 18.00
Themen-Führung
Franz von Sickingen – Ritter zwischen Rebellion und Reformation

DO 25.06. | 12.30 – 13.00
KIM – Kunst in der Mittagspause

SA 27.06. | 15.00
Kostümführung – Alltag zu Gutenbergs Zeiten
› Ein Rundgang durch die Mittelalter-Abteilung des Landesmuseums zum Thema Handel, Wandel und Frömmigkeit in der Zeit um 1450
› In Zusammenarbeit mit mainzplus Citymarketing

SO 28.06. | 11.00 – 12.00
Themen-Führung
Turnier und Kampf – Ritterliche Lebenswelten um 1500

SO 28.06. | 11.00 – 12.00
„Kunst gucken“ – Kinderführung
Was trägt der Ritter?

DI 30.06. | 12.30 – 13.00
KIM – Kunst in der Mittagspause

DI 30.06. | 18.00
Vortrag aus der Reihe: Reformation in der Region – Personen, Erinnerungsorte in Rheinland-Pfalz
› „Die Speyerer Protestation von 1529“
› Prof. Dr. Irene Dingel

Landesmuseum Mainz, Große Bleiche 49-51.
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz – Wir machen Geschichte lebendig.

Mainzer Museumsnacht: Die Ritter kommen ins Landesmuseum

Landesmuseum Mainz bei Nacht - Mainzer Museumsnacht - die Ritter kommen
© massow-picture

Mainzer Museumsnacht – Landesmuseum bietet
abwechslungsreiches Programm zum Mitmachen und Zuhören

Ritter zum Anfassen, Fanfaren-Klänge, eine Kreativ-Werkstatt zum Mitmachen und eine Theatervorstellung – die zehnte Mainzer Museumsnacht bietet Besucherinnen und Besuchern des Landesmuseums Mainz am Samstag, 30. Mai, ein abwechslungsreiches Programm. Ab 17 Uhr lädt die Museumspädagogik des Landesmuseums in ihre Kreativ-Werkstatt ein. Auf dem Programm stehen unter anderem Bastel- und Malaktionen und Führungen zur Welt der Ritter. Ab 17.30 Uhr bietet das Museum jede halbe Stunde Führungen für Erwachsene und jede Stunde Führungen für Kinder an. Passend zum diesjährigen Motto „Die Ritter kommen!“ sind ebenfalls ab 17.30 Uhr überall im Museum Ritter in Rüstungen vom Veldenzer Aufgebot 1462 anzutreffen. Jeder Besucher kann die Ritter ansprechen und Informationen über deren Ausrüstung, Kleidung, Waffen etc. erfragen. Für musikalische Unterhaltung sorgen die Sickinger Herolde aus Landstuhl mit Fanfarenklängen sowie die Jazzkünstler Julia Baldauf und Rudolf Stenzinger.

Begleitend dazu werden verschiedene Führungen angeboten, die sich unter anderem mit der Sonderausstellung „Ritter! Tod! Teufel? Franz von Sickingen und die Reformation“ beschäftigen. In einer Ritterschule, im Innenhof des Museums, weist Emil Hartmann während der gesamten Dauer der Veranstaltung als Franz von Sickingen Groß und Klein unter anderem ins Bogenschießen und Fanfarenspiel ein. Ein besonderes Highlight stellt eine Theatervorstellung dar. Um 19.30 und 21 Uhr führt die Pfälzer Heimatbühne das Stück „Die letzten Minuten des Franz von Sickingen“ im Forum auf – ein Schauspiel, das 1951 von dem deutschen Schriftsteller und Politiker Karl Anton Vogt geschrieben wurde. Die Museumsnacht zählt zu den bedeutendsten und vielfältigsten Kulturveranstaltungen der Region mit über 40 teilnehmenden Einrichtungen. Der Eintritt kostet zehn, ermäßigt fünf Euro. Am Tag der Veranstaltung öffnet das Museum seine Türen um 17 Uhr, am darauffolgenden Tag um 12 Uhr.

Das Nachtprogramm im Landesmuseum

Landesmuseum Mainz,
Große Bleiche 49-51.
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