Kategorie-Archiv: Frankfurter Römer

Frankfurterin gewinnt Goldenen Löwen auf 57. Kunstbiennale in Venedig

Der von der Frankfurter Künstlerin Anne Imhof gestaltete deutsche Pavillon ist auf der 57. Kunstbiennale in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet worden.

„Ich freue mich sehr über den Goldenen Löwen für Anne Imhof und gratuliere der Frankfurter Künstlerin ganz herzlich! Die Auszeichnung zeigt einmal mehr die internationale Bedeutung der Kunststadt Frankfurt am Main, was nicht zuletzt an der weltweit renommierten Städelschule liegt, an der Anne Imhof ihre Ausbildung genossen hat. Es ist ein schöner Zufall, dass die Städelschule in der nächsten Woche ihr 200. Jubiläum feiert. Anne Imhof gehört zu den derzeit interessantesten Künstlerinnen, die durch ihre Performances sowohl die kunsthistorische Sprachenvielfalt höchst innovativ variiert als auch ein radikales, durch die digitale Wahrnehmungsveränderung geprägtes Gegenwartsgefühl zum Thema ihrer Arbeiten macht. Mein herzlicher Glückwunsch gilt auch der Kuratorin des deutschen Pavillons Susanne Pfeffer, die Anne Imhof nach Venedig eingeladen hat“, sagt Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig.

Anne Imhof erhielt den Hauptpreis für den besten nationalen Beitrag. Franz Erhard Walther aus Fulda bekam den Goldenen Löwen als „Bester Künstler“. Das teilte die Jury in Venedig mit. Die 39-jährige Künstlerin zeigt eine etwa fünf Stunden lang andauernde Performance unter dem Titel „Faust“.

Imhof wurde 1978 in Gießen geboren, lebt derzeit in Frankfurt und Paris. Sie studierte an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach, später dann an der Städelschule in Frankfurt. Ihre erste Einzelausstellung fand 2013 im Frankfurter Portikus statt, auch in New York, Paris und London waren ihre Arbeiten schon zu sehen. Die Nationalgalerie für junge Kunst in Berlin vergab Imhof 2015 ihren Preis. Mit ihrer Gestaltung des deutschen Pavillions tritt sie in die Fußstapfen von bekannten Künstlerin wie Gerhard Richter, Joseph Beuys, Christoph Schlingensief oder Ai Weiwei.

Die 57. Kunstbiennale in Venedig unter dem Titel „Viva Arte Viva“ eröffnete heute ihre Türen für das Publikum. 120 Künstler aus 51 Ländern zeigen ihre Werke. Neben der Hauptausstellung präsentieren mehr als 80 nationale Pavillons die Beiträge der Länder. Bis zum 26. November werden eine halbe Million Besucher erwartet.

Jury benennt Preisträger des Frankfurter Kinder- und Jugendtheaterpreises

Das Theater La Senty Menti wird mit dem Karfunkel ausgezeichnet, Sarah Kortmann erhält einen Förderpreis Die Karfunkel-Jury hat ihre Entscheidung über die achte Vergabe des Frankfurter Kinder- und Jugendtheaterpreises bekannt gegeben: Den Karfunkel 2017 erhält Liora Hilb mit ihrem Theater La Senty Menti. Eine besondere Würdigung erfährt ihr Stück ‚remembeRING‘, das im Februar 2016 im Frankfurter Theaterhaus uraufgeführt worden ist.

Die junge Frankfurter Regisseurin und Schauspielerin Sarah Kortmann wird mit einem Förderpreis der Jury geehrt. Mit ‚My Malala‘, uraufgeführt in der Frankfurter Jugendkulturkirche Sankt Peter, hat sie zum zweiten Mal nach ‚Fack ju Henry‘ ein Stück für Jugendliche und junge Erwachsene produziert.

Die Jury-Vorsitzende Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig sagt: „Die Frankfurter Schauspielerin und Kindertheatermacherin Liora Hilb ist mit ihrer qualitätvollen Arbeit fest in der Frankfurter Kinder- und Jugendtheaterszene verankert. Mit ‚remembeRING‘ ist ihr in Verbindung mit einem theaterpädagogischen Ansatz ein Stück gelungen, das ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen anspricht. Der Frankfurter Kinder- und Jugendtheaterpreis fördert die wegweisende Arbeit von Theatermachern, die sich mit der Lebenswirklichkeit junger Zuschauer auseinandersetzt. Hilb gibt den Emotionen der jungen Zuschauer großen Raum, ihr Stück öffnet sich den Fragen, die unsere Gesellschaft im Innersten berühren.“
Die Jury hat einstimmig dafür plädiert, die Arbeit Liora Hilbs mit dem Karfunkel 2017 zu würdigen.

Ihre aktuelle Produktion ‚remembeRING‘ sei, so die Begründung, „ein ungemein vielschichtiges, dichtes, forderndes, aber niemals überforderndes Stück“. Das Stück beschäftigt sich mit Hilbs Familiengeschichte vor, während und nach dem Holocaust und stellt Fragen zum Thema Rassismus, Ausgrenzung und Gewalt bis in unsere Gegenwart hinein. Besonders hebt die Preisjury die kluge Umsetzung der collagenhaften Inszenierung hervor, die sich vielfältiger theatraler Mittel bedient.

Zusätzlich zu diesem Hauptpreis, der mit 10 000 Euro dotiert ist, hat die Jury die Möglichkeit wahrgenommen, einen mit 5 000 Euro dotierten Förderpreis an Sarah Kortmann auszusprechen. Ihre aktuelle Produktion ‚My Malala‘ zeigt, wie gekonnt Kortmann große und schwierige Themen für ein junges Publikum umzusetzen weiß. In der Inszenierung erarbeitet Kortmann eine Darstellung der Lebensgeschichte der Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzais, die „auch Fragen jenseits des Heldenbildes zulässt“. Die Jury hebt die theaterpädagogische Arbeit Kortmanns hervor. Ihre Arbeit zeichne sich aus durch „Freiheit, Individualität und offene Interpretationsräume“. Die Preisverleihung findet am Dienstag, den 7. März, im Rahmen des internationalen Theaterfestivals für junges Publikum Rhein-Main ‚Starke Stücke‘ im Kaisersaal des Frankfurter Römer´statt.

Der Jury des Frankfurter Kinder- und Jugendtheaterpreises „Karfunkel“ gehören Cornelia-Katrin von Plottnitz, Eva-Maria Magel (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Meike Fechner (Geschäftsführerin der ASSITEJ Deutschland), Nadja Blickle (Projektleitung des internationalen Theaterfestivals für junges Publikum Rhein-Main ‚Starke Stücke‘) und Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig als Vorsitzende an.

‚Frankfurt unser Zuhause für Alle‘ – Oberbürgermeister Feldmann begrüßte über 1.000 Gäste beim Neujahrsempfang

Kaisersaal im Frankfurter Römer. Auch in den Foyer-Bereichen lauschten Besucher den Ansprachen.  Foto: Diether v. Goddenthow  © atelier goddenthow
Kaisersaal im Frankfurter Römer. Auch in den Foyer-Bereichen lauschten Besucher den Ansprachen. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier goddenthow

Allein im vergangenen Jahr entstanden in Rhein-Main 40 000 neue Arbeitsplätze und waren über 2,2 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Unverändert hielt der Zuzug in die Rhein-Main-Metropole an. Bis  2018 dürfte sich die Einwohnerzahl auf 750 000 erhöht haben, zog Oberbürgermeister Peter Feldmann beim gestrigen Neujahrsempfang im Rathaus Römer vor gut 1000 geladenen Gästen eine überaus positive Bilanz. „Frankfurt-Rhein-Main ist stark. Es ist unsere gemeinsame Heimat. Wir wollen Frankfurt voranbringen. Unser Handeln steht unter einer großen – für mich zentralen – Überschrift: Frankfurt unser Zuhause für alle.“, so Feldmann.

Oberbürgermeister Peter Feldmann Foto: Diether v. Goddenthow
Oberbürgermeister Peter Feldmann Foto: Diether v. Goddenthow

Der Oberbürgermeister betonte, dass  die zentrale Herausforderung des Frankfurter Magistrats in der sozialen Gestaltung des rasanten Wachstums läge. Hierzu gehöre, die Sicherheit der Menschen gerade auch in diesen Zeiten wachsenden Terrors zu gewährleisten, etwa auch durch mehr Kameras im öffentlichen Raum. Es würde dem Rechtsstaat wohl nicht schaden, so Feldmann, „wenn wir an der einen oder anderen Stellen nachbessern“ um „Angsträume“ zu vermeiden. In diesem Zusammenhang lobte er die Arbeit der Polizei und aller Haupt- und Ehrenamtlichen, die  bei der Integration von Flüchtlingen tätig sind. Seine Prioritäten für 2017 seien: Arbeitsplätze sichern, Kinderarmut bekämpfen, Fluglärm senken und allen  Menschen mehr Teilhabe zu ermöglichen. Dabei bestünde für ihn der größte Handlungsdruck  auf dem Wohnungsmarkt. Bei 40 000 fehlenden Wohnungen und steigenden Mietpreisen würden Menschen aus der Stadt gedrängt, „weil sie sich die Mieten nicht leisten können“, so Feldmann, und er fügte hinzu: „Unser Ziel ist das genaue Gegenteil: Busfahrer, Krankenschwestern und Polizisten – alle haben einen Platz in dieser Stadt verdient. Wer in Frankfurt arbeitet, muss sich auch das Leben in Frankfurt leisten können!“, so der OB. Frankfurt brauche daher ein neues großes Wohngebiet, worüber der Magistrat 2017  diskutieren und  entscheiden müsse.

Doyenne Aleksandra Djordjevic, Generalkonsulin der Republik Serbien. Foto: Diether v. Goddenthow
Doyenne Aleksandra Djordjevic, Generalkonsulin der Republik Serbien. Foto: Diether v. Goddenthow

Die Gastrednerin Doyenne Aleksandra Djordjevic, Generalkonsulin der Republik Serbien, wünschte unter dem Eindruck wachsenden europa- und weltweiten Terrors für 2017 Friede und grenzenloses Verständnis.

 

 

 

Festrednerin Professorin Bascha Mika, Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau.
Festrednerin Professorin Bascha Mika, Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau.

Die Festrednerin, Frau Professorin Bascha Mika, Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau, rief in ihrer Rede „Populisten contra Gemeinsinn – was hält Stadt und Gesellschaft zusammen?“ zur Verteidigung unserer offenen Gesellschaft auf. Es ginge nicht mehr um Streit, „wenn ganze gesellschaftliche Gruppen umstandslos als Parasiten, Kriminelle, gewissenlose Gesellen, Lügner oder Verräter beschimpft werden“, so Mika. Dabei stellte sie fest, dass sie bis vor zwei Jahren nach öffentlichen Auftritten kaum Hassbriefe erhalten habe. „Inzwischen sind sie an der Tagesordnung und zwar massenhaft“, so Frau Mika. Die Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau sieht dabei die „Offene Gesellschaft“ eher von der hierzulande aufkommenden nationalistischen Dynamik als von islamistischem Terror bedroht.  (Mehr)

Trio Saxophonar. Foto: Diether v. Goddenthow
Trio Saxophonar. Foto: Diether v. Goddenthow

Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde durch das „Trio Saxophonar“ mit Susanne Kamppa, Christine Heim und Stefan Weilmünster.

 

 

Impression aus dem Ratskeller.Trio Saxophonar. Foto: Diether v. Goddenthow
Impression aus dem Ratskeller.Trio Saxophonar. Foto: Diether v. Goddenthow

Im Anschluss erfolgte ein gemeinsamer Umtrunk mit bei heimischen Speisen (Grüne Soße, Würstchen, Schnitzel etc.) in den Römerhallen und im Ratskeller.

Ausschreibung für Künstler – Partnerschaft für Demokratie Frankfurt fördert Kunstprojekte mit bis zu 4.000€

korrekturen – Kunst für den öffentlichen Raum Partnerschaft für Demokratie Frankfurt fördert Kunstprojekte mit bis zu 4.000€ / Präsentation am Anne-Frank-Tag, 12. Juni 2017

Die Partnerschaft für Demokratie Frankfurt lädt Künstler*innen ein, mit Aktionen, Installationen, Performances, Streetart und weiteren Kunstformen im öffentlichen Raum zu intervenieren: Gegen Hass und Hetze, für eine demokratische Kultur der Vielfalt und Anerkennung. Dafür fördert sie Kunstprojekte mit bis zu 4.000,-€. Anträge auf Finanzierung können bis 17. Februar 2017 gestellt werden. Zum Anne Frank-Tag am 12. Juni 2017 sollen alle ausgewählten Projekte in der Stadt präsentiert werden. In einer Zeit, in der menschenverachtende Positionen zunehmend in der Öffentlichkeit platziert werden, möchte die Partnerschaft für Demokratie Frankfurt ausgewählte Künstler*innen dabei unterstützen, Zeichen gegen rassistische, antisemitische, homosexuellenfeindliche, sexistische, muslimfeindliche und allgemein diskriminierende Haltungen zu setzen. Gefördert werden Projekte, die sich überzeugend mit Meinungsfreiheit und ihren Grenzen auseinandersetzen, die Fragen stellen, provozieren, irritieren, stören, skandalisieren, Botschaften vermitteln – oder auf ganz andere Weise im öffentlichen Raum intervenieren. Die Partnerschaft für Demokratie Frankfurt ist ein Kooperationsprojekt des Amts für multikulturelle Angelegenheiten der Stadt Frankfurt und der Bildungsstätte Anne Frank. Sie fördert und unterstützt Projekte, die eine Stärkung von Demokratie und Vielfalt zum Ziel haben. Zweimal jährlich bieten die Demokratiekonferenzen ein offenes Forum für Diskussionen zu aktuellen Bedarfslagen in Frankfurt, zum Austausch und zur Vernetzung für Akteur*innen aus Zivilgesellschaft und Stadtpolitik.

AKTUELLE AUSSCHREIBUNG korrekturen – Kunst für den öffentlichen Raum Welche Fragen, Ängste, Werte und Meinungen im öffentlichen Raum platziert werden können und sollen, ist derzeit heftig umkämpft. Hass und Hetze werden in die Öffentlichkeit getragen, Tabus und Sprechverbote inszeniert, um sie zu brechen. Zunehmend wird Platz gemacht für rassistische, homosexuellenfeindliche, antisemitische, muslimfeindliche, sexistische Haltungen. In Talkshows, bei Twitter, auf Straßen und Plätzen in Germany. Die Auseinandersetzung über Meinungsfreiheit und ihre Grenzen sollte nicht allein in Parlamenten, Gerichten und den Medien stattfinden. Kunst kann alles. Fragen stellen. Provozieren. Irritieren. Auf die Nerven gehen. Skandalisieren. Botschaften vermitteln. Muss Kunst das müssen? Darf Kunst alles? Die Partnerschaft für Demokratie Frankfurt lädt lokale Künstler*innen ein, mit ihren Aktionen, Installationen, Performances, ihrer Streetart und weiteren Kunstformen im öffentlichen Raum zu expandieren. Zum Anne Frank-Tag am 12. Juni 2017 sollen alle ausgewählten Projekte in der Stadt präsentiert werden. BEWERBUNGSMODALITÄTEN Die Partnerschaft kann Kunstprojekte mit bis zu 4.000,-€ unterstützen. Anträge auf Finanzierung der Projekte können bis zum 17. Februar 2017 eingereicht werden. Die Ausschreibung richtet sich an alle. Anträge müssen von Vereinen oder Organisationen gestellt werden. Auf Anfrage kann die Partnerschaft einzelne Künstler*innen bei der Kontaktaufnahme mit passenden Organisationen unterstützen. Projektideen müssen in Form eines Projektantrags samt Skizze an die Koordinierungs- und Fachstelle gerichtet werden. Erwünscht sind formlose, aussagekräftige Projektskizzen (max. 3000 Zeichen) und ein Kosten- und Finanzierungsplan. Aus der Projektskizze soll deutlich hervorgehen, wie sich das Kunstprojekt inhaltlich mit dem Thema der Ausschreibung auseinandersetzen will. Der Kosten- und Finanzierungsplan soll auch darüber Auskunft geben, wie die künstlerische Idee konkret (unter Berücksichtigung technischer Aspekte und praktischer Machbarkeit) im öffentlichen Raum realisiert werden soll. Ansprechpartnerin für weitere Fragen ist die Koordinierungs- und Fachstelle in der Bildungsstätte Anne Frank.

Die Ausschreibung ist online abrufbar: partnerschaft-demokratie-ffm.de/foerderung Kontakt: Partnerschaft für Demokratie Frankfurt Koordinierung- und Fachstelle Miriam Modalal Hansaallee 150 60320 Frankfurt am Main T + 49. 69. 560 00 20 mmodalal@bs-anne-frank.de partnerschaft-demokratie-ffm.de Amt für multikulturelle Angelegenheiten Federführendes Amt Pushpa Islam Lange Straße 25-27 60311 Frankfurt am Main T + 49.69. 212 45137 pushpa.islam@stadt-frankfurt.de www.amka.de

Verleihung Wilhelm-Merton-Preis für europäische Übersetzungen 2016 an Andrea Ott

Der Stiftungsvorstand der Gontard & MetallBank Stiftung ehrt die Übersetzerin Andrea Ott mit dem Wilhelm-Merton-Preis für Europäische Übersetzungen 2016. Andrea Ott wurde 1949 in München geboren und ist seit Mitte der Achtzigerjahre als literarische Übersetzerin tätig. Zu ihren Übersetzungen gehören vor allem zentrale Werke der englischsprachigen erzählenden Literatur, unter anderem von Jane Austen, Charlotte Brontë, Elizabeth Gaskell, Anthony Trollope, Edith Wharton und Henry James. Dr. Ina Hartwig, Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt am Main, begrüßt die Wahl des Stiftungsvorstandes: „Mit ihren Übertragungen großer Romane der Weltliteratur hat Andrea Ott einen unschätzbaren Beitrag zur Verbreitung der klassischen englischsprachigen Moderne in Deutschland geleistet.“

Die feierliche Preisverleihung findet am Montag, 19. Dezember 2016 um 18 Uhr im Kaisersaal des Römers statt. Die Laudatio hält Paul Ingendaay, Schriftsteller und EuropaKorrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Seit 2001 verleiht die Gontard & MetallBank Stiftung gemeinsam mit der Stadt Frankfurt am Main in Erinnerung an den Mitbegründer des Frankfurter Unternehmens den WilhelmMerton-Preis für Europäische Übersetzungen. Mit der Auszeichnung erinnern die Stiftung und die Stadt Frankfurt am Main an den großen Mäzen und knüpfen an den ausgeprägten stifterischen Geist Frankfurts an. Der Wilhelm-Merton-Preis für Europäische Übersetzungen ist mit 25.000 Euro dotiert und wird alle drei Jahre vergeben. Preisträger: 2001 Swetlana Geier / Walter Boehlich / Fritz Vogelsang 2004 Bernd Schwibs 2007 Grete Osterwald / Eva Moldenhauer 2010 Reinhard Kaiser 2013 Klaus Reichert 2016 Andrea Ott

Bodo Kirchhoff erhält den Deutschen Buchpreis 2016 für seinen Roman „Widerfahrnis“

Verleihungsfeier des Deutscher Buchpreises 2016 im Kaisersaal des Frankfurter Römers. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Verleihungsfeier des Deutscher Buchpreises 2016 im Kaisersaal des Frankfurter Römers. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Zum Auftakt der morgen eröffneten Buchmesse zeichnet der Börsenverein  den deutschsprachigen Roman des Jahres aus / Preisverleihung im Frankfurter Römer vor 300 Gästen

Bodo Kirchhoff war ganz gerührt über den Deutschen Buchpreis. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Bodo Kirchhoff war ganz gerührt über den Deutschen Buchpreis. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

 

Der Gewinner des Deutschen Buchpreises 2016 ist Bodo Kirchhoff. Er erhält die Auszeichnung für seinen Roman „Widerfahrnis“ (Frankfurter Verlagsanstalt).

 

 

 

Die Begründung der Jury:

Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels verlas in seiner Ansprache zur Preisverleihung die Begründung der Jury. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels verlas in seiner Ansprache zur Preisverleihung die Begründung der Jury. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

„Bodo Kirchhoff erzählt vom unerhörten Aufbruch zweier Menschen, die kein Ziel, nur eine Richtung haben – den Süden. Es treibt sie die alte Sehnsucht nach der Liebe, nach Rotwein, Italien, einem späten Abenteuer. Als sie eine junge Streunerin auflesen, begegnen sie den elementaren Themen ihrer Vergangenheit wieder: Verlust, Elternschaft, radikaler Neuanfang. Kirchhoff gelingt es, in einem dichten Erzählgeflecht die großen Motive seines literarischen Werks auf kleinem Raum zu verhandeln. Gleichzeitig erzählt er von unserer Gegenwart und davon, wie zwei melancholische Glückssucher den Menschen begegnen, die in der Jetztzeit den umgekehrten Weg von Süden nach Norden antreten. Kirchhoffs ,Widerfahrnis‘ ist ein vielschichtiger Text, der auf meisterhafte Weise existentielle Fragen des Privaten und des Politischen miteinander verwebt und den Leser ins Offene entlässt.“

Christoph Schröder, Sprecher der Jury erläuterte im Gespräch mit Moderator Gert Scobel, dass es sehr aufgrund der enormen Vielfalt der eingereichten Themen sehr schwierig war, eine Entscheidung zu treffen. Gert Scobel war für die erkrankte Moderatorin Cecile Schortmann, eingesprungen. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Christoph Schröder, Sprecher der Jury erläuterte im Gespräch mit Moderator Gert Scobel, dass es aufgrund der enormen Vielfalt der eingereichten Themen sehr schwierig war, eine Entscheidung zu treffen. Gert Scobel war für die erkrankte Moderatorin Cecile Schortmann, eingesprungen und hatte vor der Bekanntgabe des „Gewinners“ durch Heinrich Riethmüller alle 6 Autoren der Shortlist nochmal vorgestellt. Der Schauspieler Stephane Bittoun hatte aus jedem Roman 1,5 Minuten vorgelesen. Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Der Jury für den Deutschen Buchpreis 2016 gehören an: Thomas Andre (Hamburger Abendblatt), Lena Bopp (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Berthold Franke (Goethe-Institut Prag), Susanne Jäggi (Librium Bücher, Baden), Christoph Schröder (freier Kritiker, Frankfurt), Sabine Vogel (Berliner Zeitung) und Najem Wali (Autor und Kritiker, Berlin).

„Der Deutsche Buchpreis ist ein literarischer Debattenanreger, ein Zünder für Diskussionen und die Auseinandersetzung mit der aktuellen deutschsprachigen Romanliteratur. Er will Bücher ins Gespräch bringen, bekannte und unbekannte, Geschichten verbreiten von Autorinnen und Autoren, die man kennt und solchen, die es noch zu entdecken gilt. Die Auswahl und die Diskussionen über die nominierten Titel zeigen Jahr für Jahr, wie vielfältig die deutsche Gegenwartsliteratur ist, dass ihre Protagonisten etwas zu erzählen haben“, sagt Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

Bodo Kirchhoff hat sich durchgesetzt gegen: Reinhard Kaiser-Mühlecker (Fremde Seele, dunkler Wald, S. Fischer), André Kubiczek (Skizze eines Sommers, Rowohlt Berlin), Thomas Melle (Die Welt im Rücken, Rowohlt Berlin), Eva Schmidt (Ein langes Jahr, Jung und Jung) und Philipp Winkler (Hool, Aufbau).

Er erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro. Der Preisträger wurde in mehreren Auswahlstufen ermittelt. Die sieben Jurymitglieder haben seit Ausschreibungsbeginn 178 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2015 und dem 20. September 2016 erschienen sind. Aus diesen Romanen wurde eine 20 Titel umfassende Longlist zusammengestellt. Daraus haben die Jurorinnen und Juroren sechs Titel für die Shortlist gewählt.

Es herrschte angespannte Konzentration vor der Buchpreisverleihung unter den 6 Shortlist-Autoren (v.l.n.r.) Reinhard Kaiser-Mühlecker: „Fremde Seele, dunkler Wald“ (S. Fischer, Frankfurt); André Kubiczeck  „Skizzen eines Sommers“ (Rowohlt Berlin); Philipp Winkler „Hool“ (Aufbau, Berlin), davor: Eva Schmidt: „Ein Langes Jahr“ (Jung und Jung, Salzburg); Thomas Melle: „Die Welt im Rücken“ (Rowohlt, Berlin); Bodo Kirchhoff: Widerfahrnis (Frankfurter Verlagsanstalt). Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow
Es herrschte angespannte Konzentration vor der Buchpreisverleihung unter den 6 Shortlist-Autoren (v.l.n.r.) Reinhard Kaiser-Mühlecker: „Fremde Seele, dunkler Wald“ (S. Fischer, Frankfurt); André Kubiczeck „Skizzen eines Sommers“ (Rowohlt Berlin); Philipp Winkler „Hool“ (Aufbau, Berlin), davor: Eva Schmidt: „Ein Langes Jahr“ (Jung und Jung, Salzburg); Thomas Melle: „Die Welt im Rücken“ (Rowohlt, Berlin); Bodo Kirchhoff: Widerfahrnis (Frankfurter Verlagsanstalt). Foto: Diether v. Goddenthow © atelier-goddenthow

Mit dem Deutschen Buchpreis 2016 zeichnet die Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse den deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Förderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.

Sechs Literaturblogs bieten als „Die Buchpreisblogger“ Rezensionen der nominierten Titel sowie Hintergrundinformationen und kritische Debattenbeiträge. Mehr ist auf der Facebook-Seite des Deutschen Buchpreises und unter dem Hashtag #dbp16 zu finden.

Exklusive englische Übersetzungen von Leseproben der sechs Shortlist-Titel sowie ein englischsprachiges Dossier stehen unter www.new-books-in-german.com bereit.

Weitere Informationen und Termine des Preisträgers rund um die Frankfurter Buchmesse können abgerufen werden unter www.deutscher-buchpreis.de.

Bildende Künstler können sich ab sofort für Stipendien in Antwerpen und Straßburg bewerben

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Bildende Künstler können sich ab sofort für Stipendien in Antwerpen und Straßburg bewerben

(pia) Die Partnerstädte von AIR_Frankfurt, dem Artist-in-Residence-Programm des Frankfurter Kulturamtes, sind in der ersten Jahreshälfte 2017 Antwerpen und Straßburg. Bildende Künstler mit akademischem Studienabschluss, die ihren Lebens- und Arbeitsmittelpunkt in Frankfurt haben, können sich mit einem Motivationsschreiben und Arbeitsprojekt bewerben. Eine Jury des jeweiligen Gastlandes wählt die Stipendiaten aus. Der Aufenthalt in der Partnerstadt beträgt drei Monate und wird mit einem monatlichen Beitrag von 1000 Euro unterstützt. Jede Stadt stellt ein Wohnatelier zur Verfügung.

Das Kulturamt und die Produktions- und Ausstellungsplattform Basis betreuen zukünftig gemeinsam das Artist-in-Residence-Programm. Ziel ist es, das Programm durch diese Kooperation stärker kuratorisch auszurichten und die Stipendiaten in den laufenden Betrieb einer Kunstinstitution einzubinden. Dadurch soll eine individuelle Betreuung der Gastkünstler ermöglicht und gleichzeitig ein aktives Netzwerk zwischen den teilnehmenden Künstlern und Partnerstädten etabliert werden, dessen Wirkungsradius über das Austauschprogramm hinausreicht.

Bewerbungen für ein Stipendium in Antwerpen oder Straßburg sind ab sofort bis zum 15. Oktober 2016 möglich. Detaillierte Informationen zu den Bewerbungsunterlagen finden Interessierte unter http://www.basis.de .

Seoul und eine weitere Stadt, die noch verkündet wird, werden in der zweiten Hälfte des Jahres 2017 je einen Künstler aufnehmen. Die Ausschreibung hierfür wird Ende 2016 stattfinden.

Ansprechpartnerin ist Jessica Beebone, Kulturamt Frankfurt, Telefon: 069/212-74068, E-Mail: jessica.beebone@stadt-frankfurt.de .

Frankfurter Bürgerpreis für Integrations-Engagement an 15 Personen und Institutionen verliehen

Noch liegen die 15 Urkunden des Frankfurter Bürgerpreises auf den Tisch. © massow-picture
Noch liegen die 15 Urkunden des Frankfurter Bürgerpreises auf dem Tisch. mit denen  Oberbürgermeister Peter Feldmann und Stephan Bruhn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse. die Bürger auszeichnen werden. © Diether v. Goddenthow

(pia) Die Stadt Frankfurt und die Stiftung der Frankfurter Sparkasse haben am 12. Juli im Kaisersaal den Frankfurter Bürgerpreis für vorbildliches ehrenamtliches Engagement vor Ort verbunden mit Preisgeldern in Höhe von 8.500 Euro verliehen. Preiseträger sind unter anderem der 15-jährige Murtaza Hosseini, die AG Asylcourage der Karl-Rehbein-Schule, die Klasse 9D der Ernst-Reuter-Schule II, die Theatergruppe ZwischenZeit, die Musikschule Clavina und der Vorsitzende des Sportkreises, Roland Frischkorn.

Der Bürgerpreis für Ehrenamtliche wird bereits zum neunten Mal vergeben. Zum Jahresmotto „Deutschland 2016 – Integration gemeinsam leben“ bewarben sich 30 Ehrenamtliche oder wurden vorgeschlagen. Die ehrenamtliche Leistung aller Kandidaten wird mit der feierlichen Preisverleihung im Frankfurter Römer gewürdigt.

Besonders hervorgehoben werden 15 ehrenamtlich tätige Menschen und Vereine, die in den Kategorien U21, Alltagshelden, Engagierte Unternehmer und Lebenswerk Auszeichnungen erhalten. Den Bürgerpreis 2016 überreichten Oberbürgermeister Peter Feldmann und Stephan Bruhn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse.

Oberbürgermeister Peter Feldmann betonte bei der Preisverleihung: „Menschen und Projekte, die sich für die Bürger in ihrer Stadt einsetzen, sind unverzichtbar für eine starke und zukunftsfähige Gesellschaft. Ihr Engagement verdient unsere volle Anerkennung und Unterstützung. Bürgerengagement eint unsere Stadt.“ Stephan Bruhn fügte hinzu: „Die Frankfurter Sparkasse und ihre Stiftung unterstreichen mit der Ausschreibung des Bürgerpreises ihr Selbstverständnis, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und für mehr Lebensqualität einzutreten.“

Der Frankfurter Bürgerpreis wird jährlich an Ehrenamtliche zu wechselnden Themen vergeben. Er ist Teil einer deutschlandweiten Initiative, bestehend aus Bundestagsabgeordneten, Kommunen und den Sparkassen. Die Frankfurter Preisträger qualifizieren sich automatisch für den nationalen Wettbewerb um den Deutschen Bürgerpreis, der im Dezember 2016 in Berlin vergeben wird.

Einer der Preisträger in der Kategorie Alltagshelden – Yusuf Kilic, der Gründer und Leiter der Interkulturellen Bühne Frankfurt – hat bekanntgegeben, dass er den Bürgerpreis nicht annehmen wird. „Wir bedauern diese Entscheidung sehr, denn Herr Kilic bereichert mit seinem Engagement seit über 20 Jahren die kulturelle Vielfalt in unserer Stadt. Wir hätten ihn und seine Projekte sehr gern mit dem Bürgerpreis unterstützt“, betonte Stephan Bruhn.

Preisträger

Kurzportraits der Preisträger

1. Kategorie U21 (drei Preisträger)
Murtaza Hosseini © massow-picture
Murtaza Hosseini mit Oberbürgermeister Peter Feldmann (r.) und Stephan Bruhn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse (l.) © D. v. Goddenthow

Murtaza Hosseini (500 Euro)
Der 15-jährige Afghane musste als Kind aus seiner Heimat fliehen und hat bereits mit 13 Jahren begonnen, Asylbewerber zu unterstützen. Er ist Co-Koordinator einer
Unterkunft in Kelkheim, empfängt die Flüchtlinge bei ihrer
Ankunft, unterstützt bei Fahrten, Anmeldungen und gibt
Deutsch-Kurse.

 

AG Asylcourage der Karl-Rehbein-Schule Hanau  © massow-picture
AG Asylcourage der Karl-Rehbein-Schule Hanau mit Oberbürgermeister Peter Feldmann (r.) und Stephan Bruhn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse (l.) © Diether v. Goddenthow

AG Asylcourage der Karl-Rehbein-Schule (500 Euro)
Die Schüler der AG Asylcourage bieten seit Oktober 2015
einen Deutsch- und Kulturkurs an der Karl-Rehbein-Schule
in Hanau an. Jeder Schüler übernimmt die Patenschaft für
einen Flüchtling. Mit Hilfe einer Sammelaktion wurde ein
Kindergarten in der Flüchtlingsunterkunft in HanauWolfgang
mit Büchern, Bastelsachen und CD-Spielern
ausgestattet.

Klasse 9D der Ernst-Reuter-Schule II Frankfurt  © massow-picture
Klasse 9D der Ernst-Reuter-Schule II Frankfurt mit Oberbürgermeister Peter Feldmann (r.) und Stephan Bruhn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse (l.) © Diether v. Goddenthow

Klasse 9D der Ernst-Reuter-Schule II (500 Euro)
Die Klasse 9D der Ernst-Reuter-Schule II will mit ihrem
Jugendroman „Zwei Wege. Ein Ziel. Auf der Flucht von
Homs nach Frankfurt“ die Leser für die Flüchtlingsthematik
sensibilisieren. Das Flüchtlingsdrama um zwei Freunde aus
Syrien spielt vor dem Hintergrund des gegenwärtigen
Flüchtlingsstroms nach Europa. Mit dem Gewinn des
Buchverkaufs möchte die Klasse die Flüchtlingseinrichtung
CJD Frankfurt unterstützen.

2. Kategorie Alltagshelden (acht Preisträger)
Aliaddin Bahar © massow-picture
Aliaddin Bahar mit Oberbürgermeister Peter Feldmann (l.) und Stephan Bruhn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse (r.)© Diether v. Goddenthow

Aliaddin Bahar (1.000 Euro)
Aliaddin Bahar ist seit 1997 ehrenamtlich und präventiv in
Projekten tätig, die sich stark mit der Integration und
Selbstfindung von Jugendlichen beschäftigen. Dabei sind
seine Projekte bundesweit einmalig, da sie interstrukturell
durch die Bereiche Prävention, Mediation, Sport und
Dokumentarfilm versuchen, sich der Lebenswelt
schwieriger Jugendlicher zu nähern.

Vera Schmidt mit Oberbürgermeister Peter Feldmann (l.) und Stephan Bruhn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse (r.) © massow-picture
Vera Schmidt mit Oberbürgermeister Peter Feldmann (l.) und Stephan Bruhn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse (r.) © Diether v. Goddenthow

Vera Schmidt (1.000 Euro)
Vera Schmidt hat beruflich mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen gearbeitet und darüber hinaus großes ehrenamtliches Engagement für Flüchtlinge durch Spendenaktionen,  Job-,  Ausbildungs-,  Praktika-  und Nachhilfe- Vermittlung,  Begleitung zu verschiedenen Ämtern, Deutschkurs- und Schulanmeldungen und Beratungsstellen, als Freiwillige bei der Erstbetreuung ankommender Flüchtlinge am Hauptbahnhof, ihre Mitarbeit in interkulturellen Vereinen und vieles mehr gezeigt. An der University of Applied Sciences arbeitet Frau Schmidt zudem als Mentorin für die studentischen Flüchtlinge..

Julia Eifert-Burkowski © massow-picture
Julia Eifert-Burkowski mit Oberbürgermeister Peter Feldmann (l.) und Stephan Bruhn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse (r.) © Diether v. Goddenthow

Julia Eifert-Burkowski (500 Euro)
Julia Eifert-Burkowski ist Lehrerin an der Philipp-HolzmannSchule.
Neben ihrer dienstlichen Tätigkeit organisierte sie
ein umfassendes Orientierungs- und Qualifizierungssystem
für Jugendliche. Sie betreut Flüchtlinge in ihrer Freizeit,
macht mit ihnen Ausflüge und Exkursionen und feiert
Feste. Ein positiver Umgang mit migrationsbedingten
Veränderungen der Gesellschaft wird von ihr angestrebt
und vorgelebt.

Arbeitskreis Asyl Maintal © massow-picture
Arbeitskreis Asyl Maintal © Diether v. Goddenthow

Arbeitskreis Asyl Maintal (500 Euro)
Der Arbeitskreis Asyl Maintal gibt Asylbewerbern
Orientierung im neuen Wohn- und Lebensumfeld, begleitet
sie bei ersten Schritten und unterstützt ihre Autonomie und
Selbstverantwortung. Jeder Geflüchtete hat hierfür einen
Paten an seiner Seite.

Zwischenzeit e. V.  © massow-picture
Zwischenzeit e. V. mit Oberbürgermeister Peter Feldmann (l.) und Stephan Bruhn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse (r.) © Diether v. Goddenthow

ZwischenZeit e. V. (500 Euro)
Die ZwischenZeitTheater-Gruppe (jetzt ZwischenZeit e. V.)
entwickelt und spielt seit über 20 Jahren Theaterstücke für
und mit Kindern und Jugendlichen in Kooperation mit Profis
und Amateuren. Ziel ist ein gesundes kulturelles
Miteinander in der Region. Jugendliche, die sich einen
Theaterbesuch nicht leisten können, sollen angesprochen
werden. Der Verein bietet auch Workshops, Theatertage
und –freizeiten und Gewaltpräventionskurse an.

SpielMobil der Kirche in Aktion e. V.  © massow-picture
SpielMobil der Kirche in Aktion e. V. mit Oberbürgermeister Peter Feldmann (mitte r.) und Stephan Bruhn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse (mitte l.)© Diether v. Goddenthow

SpielMobil der Kirche in Aktion e. V. (500 Euro)
Der Verein Kirche in Aktion ist seit Jahren in der
Flüchtlingsarbeit aktiv. Das SpielMobil, ausgestattet mit
verschiedenen Spielen und Unterhaltungsmöglichkeiten,kommt regelmäßig zu unterschiedlichen Standorten im
Rhein-Main-Gebiet. Flüchtlingskinder wurden viel zu früh
mit dem Ernst des Lebens konfrontiert. Im SpielMobil
können die Kinder wieder Kinder sein und sich auf
spielerische Art und Weise Sprachkenntnisse aneignen.

Thomas Speidel  © massow-picture
Thomas Speidel mit Oberbürgermeister Peter Feldmann (r.) und Stephan Bruhn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse (l.)© Diether v. Goddenthow

Thomas Speidel (500 Euro)
Thomas Speidel ist im Sozialwerk Main-Taunus Riedberg
engagiert und kümmert sich um Bürgerinnen und Bürger,
um sie vor Gewalt und Verwahrlosung zu schützen. Er
integriert Menschen, die am Rand der Gesellschaft stehen
mit Ausflügen und gemeinsamen Veranstaltungen.

Speak Out © massow-picture
Speak Out mit Oberbürgermeister Peter Feldmann und Stephan Bruhn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse © Diether v. Goddenthow

Speak Out (500 Euro)
Speak Out ist ein Zusammenschluss von zurzeit rund 80
Freiwilligen, die seit Mitte 2015 Deutschkurse für
Flüchtlinge anbieten. Die Finanzierung von Lehrmitteln und
kulturelle Aktivitäten erfolgt über digitale CrowdfundingAktionen.
Die Aktivitäten werden um die Hilfe bei der Jobund
Ausbildungssuche erweitert.

3. Kategorie Engagierte Unternehmer

U9 Visuelle Allianz GmbH © massow-picture
U9 Visuelle Allianz GmbH mit Oberbürgermeister Peter Feldmann (r.) und Stephan Bruhn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse (l.) © Diether v. Goddenthow

U9 Visuelle Allianz GmbH
Dass Hilfe auch mit Design geht, zeigt die Offenbacher
Kreativagentur U9 mit „Love Painter“ in drei Teilprojekten.
Angefangen hat alles 2015 mit der Fotodokumentation
eines jordanischen Flüchtlingslagers in Zusammenarbeit
mit dem ZDF-Kameramann Silas Koch. Gemeinsam mit
weiteren Initiativen wurde das Vermittlungstool
„Thousands“ zur besseren Koordination von
Hilfsorganisation entwickelt. Und die Infokarte
„Know.Your.Rights.“ bündelt Erstinformationen über das
Asylverfahren für den Frankfurter Raum.

Musikschule Clavina und Praxis für Kunst- und Körpertherapie © massow-picture
Musikschule Clavina und Praxis für Kunst- und Körpertherapie mit Oberbürgermeister Peter Feldmann (l.) und Stephan Bruhn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse (r.)© Diether v. Goddenthow

Musikschule Clavina (250 Euro)
Praxis für Kunst- und Körpertherapie (250 Euro)
Durch die Gemeinschaftsaktion Freiluftklavier in Höchst
und Unterliederbach kommen Menschen zusammen, die
zunächst nichts miteinander verbunden hätte, über
Altersklassen hinweg und auch über verschiedene
Nationalitäten. Durch ein ungewöhnliches, farblich gestaltetes öffentliches Klavier werden Passanten aus
ihrem Alltagstrott herausgeholt, indem musiziert wird. Im
Jahr 2015 fand die Aktion erstmals mit drei gestifteten
Klavieren statt.

4. Kategorie Lebenswerk
Roland Frischkorn (Sportkreis Frankfurt am Main)  © massow-picture
Roland Frischkorn (Sportkreis Frankfurt am Main) mit Oberbürgermeister Peter Feldmann (r.) und Stephan Bruhn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse (l.)© Diether v. Goddenthow

Roland Frischkorn (1.000 Euro)
Roland Frischkorn ist seit Jahrzehnten in vielen Bereichen
ehrenamtlich tätig. Als Vorsitzender des Sportkreises
Frankfurt engagiert er sich für Flüchtlinge und sozial
Benachteiligte. Er nutzt hierbei die hohe Integrationskraft
des Sports. Mittlerweile engagieren sich 13 Vereine und die
Initiative Teachers on the road. Die Flüchtlinge haben feste
Patenschaften und dauerhafte Ansprechpartner unter den Vereinsmitgliedern.

Verleihung des Integrationspreises der Stadt Frankfurt 2015 am 26. Nov. 2015 im Römer

Archivbild © massow-picture
Archivbild © massow-picture

(pia) Die Stadt Frankfurt verleiht zum 14. Mal den Integrationspreis in Anerkennung und Würdigung des Engagements von Personen und innovativen Projekten, die sich im alltäglichen Leben um die Integration und Gleichberechtigung aller Frankfurter gleich welcher Herkunft, Sprache oder kulturellen Prägung und Lebensweise verdient gemacht haben und für eine gegenseitige Anerkennung der Kulturen eintreten. Der Integrationspreis ist mit 15.000 Euro dotiert und wird jährlich vergeben. Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat beschlossen, dem Vorschlag der Jury zu folgen. Der Integrationspreis 2015 wird demnach zu gleichen Teilen mit je 5.000 Euro an die folgenden drei Preisträger vergeben:

„Moses e.V.“

Der Verein Moses fördert seit 2006 zielgerecht die Selbsthilfe im Bereich der gesellschaftlichen und beruflichen Integration für eritreische Migrantinnen und Migranten. Moses begleitet bei Behördengängen, berät bei Beziehungs- und Familienproblemen, sowie bei Alltagsfragen. Besonders mit der Gründung der Non-Profit Organisation „Ubuntu Haus“ wurde vor einem Jahr eine Begegnungsstätte für kreative Jugendliche gegründet, die eine vorbildliche Integration ermöglicht.

„teachers on the road“

Mehr als 150 freiwillige Helfer bieten seit November 2013 kostenlose Sprachkurse für Flüchtlinge an. Sie lernen nicht nur die deutsche Sprache: auch die deutsche Kultur, sowie gesellschaftliche und politische Zusammenhänge werden vermittelt. Aus diesem Angebot hat sich das Netzwerk für konkrete Solidarität entwickelt, das Flüchtlinge aus der Isolation lösen möchte, um sie nachhaltig in die Frankfurter Gesellschaft zu integrieren.

„Al Karama – Jeder Mensch hat es verdient geachtet zu werden“

Das seit 2009 bestehende Eltern-Kind-Zentrum bietet regelmäßig beratende Dienstleistungen, sowie Eltern-Kind-Gruppentreffen an. Dadurch werden die Migrantenfamilien in die Frankfurter Stadtgesellschaft eingebunden. An das Zentrum ist eine arabische Schule angeschlossen. Mit der Familienstätte „der hof“ in Niederursel verbindet Al Karama eine langjährige kommunal übergreifende Kooperation, die einen nachhaltigen kulturellen Austausch über die Stadtgrenzen hinaus bewirkt. Diese Kooperation ist ein gutes Beispiel für das gute Zusammenwirken von Bildungsinitiative, religiöser Gemeindearbeit und Integration.

Lobende Erwähnung und eine Auszeichnung durch eine Ehrenurkunde erhalten Yilmaz Karahasan und die IGS Nordend für ihre Projektwoche Flucht. Yilmaz Karahasan hat als Vertrauensmann der IG-Metall vorbildliche Integrationsarbeit geleistet und führte dieses Engagement als Gewerkschaftssekretär bis zu seiner Verrentung fort. Unter anderem ist es ihm zu verdanken, dass die Anzahl der ausländischen Mitarbeiter deutlich anstieg. Zusätzlich engagierte sich Karahasan in verschiedenen Vereinen. Zuletzt rief er gemeinsam mit seiner Frau das Stadtteilzentrum Sossenheim der Arbeiterwohlfahrt ins Leben. Dieses bauten sie zu einer sozialen und kulturellen Begegnungsstätte aus. Karahasan erhielt im Juni 2012 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Die Interessengemeinschaft IGSüdend hat eine Woche lang auf dem Schulhof der IGS Nordend eine authentische Flüchtlings-Zeltstadt errichtet, die Kinder besichtigen konnten. Begleitend fanden viele Workshops und Veranstaltungen in Kooperation mit verschiedenen bundesweiten Organisationen statt: die Kinder konnten sich über Fluchtsituationen informieren und sich persönlich mit Flüchtlingen austauschen. Die AG IGSüdend hat für ihr Engagement den UNICEF-Juniorbotschafter-Sonderpreis erhalten.
Nähere Informationen über den Integrationspreis können Interessierte über die Internetseite des Amtes für multikulturelle

Angelegenheiten unter http://www.amka.de erhalten.